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' es durch die Natur diess Verhältnisses
. Justiz - Kommis
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Frauenspcrsonen, die keinen Handel treiben, insonderheitEhefrauen- Nach längerer Debatte wurde diese Resolution ge“
Kommi ariate überreichten Vorstellu vom 15.3110 5. J. unächß geltend cmachLn Anspruch, daß bei Bere nung des kommuna (Teuerpfiiehtigen
kommens von den genannten Bahnen der im Durchl) nitt der drei
le ten Jahre bezogene Reinertrag zum Grunde elegt trer e, kann ich im E nverßändnisse nut den Herren Ministern des Innern und der inanzen nur als begründet anerkennen. Da die Veran agung einer Ein ommen- steuer vor dem Beginn des Kalenderjahres, für Welches fie erhoben wer- den soll, bewirkt, be lesungswcise zum Abschluß gebracht werden muß,
um mit der Steuex- rhebung recht;ei.1iKetZchxthexaZudxianÉetx,a ska erLcZeint , e n gu -
soweit es fi dabei ni 1 nm ein für alle ma fcstétehende oder im Voraus steher zu üerscbeudc Einkommens-Veträge (Ge älter, Pensionen, feste Renten u. s. w.) [Tandelt - nicht das wirkliche Einkommen, Welches der Skeuerpflichtige n dem betreffenden Jahre erst beziehen soll, sondxrn nur daSjenige Einkommen zum Grunde gelegt werden kann, 1velchesihmim Laufe des berechneten Jahres muthmaßlich zufließen wird, und es bleibt die Feststellung dieses mutbmaßlichcn Einkommens aus solchen Momenten abzuleiten, welche es möglichst'wahrschein1ich machen, daß dEr Steuerpflichtige dieses Einkommen demnächst auch wirklich erzielen Werde. In der Regel wird
' Lu dem fraglichen Zwecke auf die Einnahmen der Steuerpflfchtigcn aus
er Vergangenheit zurückgegangen, und es ist deShalb in dem Klassen- und Einkommensteuer-Geseße vom 1. Mai 1851 bestimmt worden, daß das der alljährlichen Veranlagung zum Grunde zu legende Einkommen aus Grunb-Ei enthum, Handel, (Hetverbc u. s. w. nach dem im Dnrch: schnitt der du letzten Jahre erzielten wirklichen Rein-Einkommen dcr Steuerpfiichügen festgestellt werde. An demselben Grundsayc wird auch «- so viel Wenigstens nach den zur ministeriellcn Genehmigung vorgeleg- ten Re uquiven zur Einführung von Kommunal: Einkommensteuern be- kannt st - bezüglich dieser und anderer schon um deShalb festgehalten, weil dieselben der Regel nach und in Gcmäßhcii der Anjvcisung zur Aus- führung des 5. 53 der Städte-Ordnunq vom 30. Mai 1853 (Mmisterial- Blatt 1854 S. 7) hinsichtlich der Abschöxzungs-(Hrundsäye und der Steuer- xufen an die bestehende Staats-Einkommcnsteuer angrschloffen Werden ollen, dergestalt, daß hinfichtlich allor in dem Gcmcindc-Bezirke selbst wohnenden Einkommenßeuewflichtigen die Veranlagungsfäye der Staats- steuer unmittelbar aus der Rolle entnommen und zum Grunde gelegt Werden, das Einkommen allcr übrigen Kommunalstcuerpfiichtigcn (Foren-
sen und juristischen xersoncn) aber unter Anchdung der für die Ab- „ enden Arten von Einkommen in dem oben an»
schäßung dcr betrc geführten Gcseßc crthciltcn Vorschriften festgestellt wird. Durch eine hiervon abtveichendc Behandlung der Cisenbahn-Gesellschaften würde ein verschiedenartiges Besteuerungs : Verhältniß zwischen diesen und den übrigen Kommunalstcucrpfiickztigen, und ;1var höchst wahrscheinlich zum Nachtheil der Ersteren herbeigeführt Werden.
Auch die in dem chitcn Punkte ,der Beschivcrdeschrift vcrtheidigte Anficht muß ich mit den oben genannten Herren Ministern für begründet erachten. Wie die Grundsteuer von dem Einkommen aus Grund-Eigen-
bum und je Gewprßpsémwr smn bow E'xnk-nnr-nou aus Handel “te., cbck muß aux; dre nach dem Geseye vom 30. Mm 1853 von den Ersonbahn-
Gessllschaften zu entrichtende Abgabe von dem der Kommunal-Einkommeu- steuer zx: untcriverfendcn Rcin-Ertrage der betreffenden Bahn in Abzug gebracht Werden. "
Das Königliche Eisenbahn-Kommiffariat [volle auf die Eingangs er- wähnte VorsteUung, Welche zu dem Ende angeschlossen ist, hiernach Be- scheid ertheilen.
Berlin, den 8. November 1857.
Der Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten. von der Heydt.
An “ das Königliche Eisenbahn-Kommiffariat zu A.
Abgereist: Der Fürst von Hahfeldt, nach Trachenberg. Der Fürst August SulkowSki, nach Paris.
Nichtamtliches.
Pxeußeu. Berlin, 25. März. Se. Königliche Hoheit ber Prtnz von Preußen nahm heute “Nachmittags 2 Uhr dcn" Vortrag des Minister-Präßdenten entgegen.
. Das Staats-Ministerium trat heute Mittags 12 Uhr zu emer Siyung zusammen.
"- Dqs Herrxnhaus beschäftigte fich in seiner gestrigen (151911) StZung mn dcr Berathung des dritten Berichts der Pcutwnks-Kommisfion und zunächst mit einer Von mehr als 100 Rttterggtsbeßyern aus den Regierungsbe irkcn Bromberg gnd Pysen mngcreichten Vittschrift, in welcher Ze fich über ihr? Heranzwhung zu Beiträgen für Bau und Unterhaltung don Elc- men1qrschnlen beschweren. Schließlich wurde' der in Betreff diescr Petttton gesteljte Antrag auf Abhülfe der Veschwcrde angenommen. DM [LMM GLFZYÜMH dEr TYet-Zordnung bildete der Bericht der
wer „en nrag“dcr Mi lieder 11 den und Graf 12011 Pos; - Büch, dte Beschränkung Kr allJZMeinen Wechsklf0htgk61t bet'ceffend. Die Kommisfion empfahl die Re- soluttonz „e1nen_Antrag andie Regierung dahin zu richten daß die durch dze A1!erbochs1_e_chordnung vom 12, Januar 1844 séngeführte allgemeine. Wechsclfahtgkett insolveit beschränkt Werde als ße Per- sonen betrifft, dereantereffe dadurch nicht befördert„ sondern viel- mehr azesentlich gxfäbrbet werde, Wie dies 3. B. namentlich, bei
der Fall iß.“ uchmi t. anuover, 23. März. Königliche Polizeibehörden sollen in den Städten Hildesheim, Göttingen, Celle, Harburg. Osnabrück, Emden und Stade errichtet worden. Im Budget, das jeßt zur Vertheilung gekommen ist, wird zum Zweck dieser Einrichtung eine Mehrausgabc an Bcsoldnngcn und Rcmuncrationcn von 8107 Thlr.
in Berechnung gebracht, indem man davon ausqeht, daß-von den Städten die bisherigen Aufwendungen für die Polizei ferner be-
ßritten werdcn. Großbritannien und Irland. London, 23. März.
Gestern Nachmittags war in Buckingham Palace Cour. Herr von Brunnow hatte bei dikser Gclrgenheit einc Audienz bei der Königin und überreichte seine Boglaubigungsschreibeit als außer: ordentlichcr Gesandter und beVollmächtigter Minister des Kaisers
Von Rußland.
Zn Chatham traf gestern der Befehl cin, daf; sich wiederum über 700 Mann zur Einschiffung nach Indien bereit halten sollen.
Zn der gestrigen Oberhaus-Siyung überreichte der Earl von Sha tchury rinc Petition des Misfionsvcrcins der Baptisten, welchc begehrt, daß gegen jede Von Seiten der indischen Regierung geübte Bc: günstigung gö cndienerischer Gebräuche der Eingebornen angckämpft werde. Lord Broug am lenkte die Aufmerksamkeit der Regierung (_1uf eine neu- lich Von der Legislatur anmica's erlaffcne Akte, Welche jsiner Ansicht nach, falls fie in Kraft tr te, die Wirkung haben wurde, die cmanzipirtcn Skladcn wiedcr in cineLa :: zurückzuderscßcn, die nicht viel besser, als die alte Sklaverei Wäre. Er Zoffe,- daß die Akte nicht die Sanction dcr bri- tischen Regierung erhalten habe. Der Earl von Cavnaern 611th- nete, die Sanktion Von Seiten der Krone sei noch nicht erfolgt, und d e Regierung ziehe die Akte in Erwägung. Obglcickz es eigentlich nicht her- kömmljch ser, so werde er in diesem Falle nichts dagegen haben, die Bill auf den Tisch des Hauses niederzulegen. Der Carl von Derby zeigte an, er rverdc am Freitag die Vcrta ung des Hauses auf den 12. April vorschlagen. Als AntWort auf eine Frage Lord Brougham's erklärte Lord Hardinge das Gerücht, als st nden z1vci Offiziere im'Bcgriff, sich nach der afrikanischen Küste cinzuschiffcn, um dort Neger zum Dienst in Ostindien anzujverben, für ungcgründct. '
In der gestrigen Unterhauö-Sißung cntgcgncte (Yencral Peel auf eine Frage Mackinnon's, die Rezzicrung habe nicht die Abficht, neue Miliz-Regimentcr einzuberufen. Mtlnes zeigte an, er werde in der nächsten Sißung die Aufmerksamkeit des Hauses anf dic neulich mit dem franzöfischcn Paßsystcm vorgenommenen Acndcrungcn lenken und die Vorlegung der betreffenden Korrespondenz, so wie der von dem englischen
ausjvärtigcn Amte crlaffencn Verfügungen beantragen. Griffixb zeigte an, er Werde am nächsten Donnerstag an den Schaßkanzler dw Frage
richten, ob, Wenn nach Ansicht der Kronjuristcn die Wegnahme dcs „Cagliari“ ab iniljc rechtswidrig geWcsen ser, die Regierung die Absicht habe, eine hinreichende Entschädiémg für Paxk nnd Watt Wegen der ihrer körperlichen und gcisligen'wcsundbeit crjvachscncn Leiden zu for- drry. Als Antwort auf eine gleichfalls die Cagliari:Angelegenheit bc- treffendeFrage Kinglake's entgegnete dcr Scha ßkanzler: Wir haben vor zich Tagen die Nachricht erhalten, daß der König von Neapel in Folge von Vorstellungen, die Herr Lyons" machte, den Befehl crtheilt yqtto, Watt sqfort unbedingt in Freiheit zu soßen. Derselbe ist auch Wirkl1ch in Frctheit geseßt Worden und bcsmdct sich, wie ich glaube, jeßt auf dem Wege nach England. Es ist ferner der chcbl crthcilt jvordcn, daß der Prozeß gcgen „Park unverzüglich beginnen soll. VicUcicht wird das ngs e1*laul*en,h1er mitzutheisen, daß wir heute früh eine vom 16. Marz datirle Dopesche des Herrn Lyons erhalten haben, aus jvclcher hervorgeht, daß er fich nach Salewa begeben und daß der Prozeß Park's begonnen hatte. Herr Lyons sprach im Gerichtshofe mit Park, und seiner AuZsage'nach ging es bei den Verhandlungen durchaus ordentlich und unparteitsch zu. “Die diesen Gegenstand betreffenden Papiere Werden dcm Parlamente so bald wie möglich vorgelcgt Werden sehr umfangreich sind, so wird tvohl noch einige Zeit Verstreichen. ehe dies geschehen kann. Vowycr fragte dcn Staats-Sccretair dcs
nnern, ob es Wahr sei, daß eine Anzahl Abgeordneter aus auchhcilcn
taliens vor Kurzem in London Meetings zur Bildung ("iner italienischen nationalen Liga und zum Jiveckc, großepolitischeVcrändernngen in Italien hervorzubringen, gehalten Habe, und Was die Regierung über die Sache wiffe. Walpole entgegnete, er wisse kaum, wie er die Frage beantworten solle. Er habe Erkundigun en eingezogen, um in Erfahrung zu bringen, ob über- haupt derartige Verxuumlungen gehalten worden seien, und er glaube, diese Frage verneinend beantworten zu müssen. Es sei wahr, daß Italiener manch- mal, ohne sich irgend einer GeseyeÉTVerchuztg schuldig znmachkn, in Privat- zimm§rn zusqmmenksämcn, um fich übcrpo1üifcheGegenstände zu besprechen. Was,]edock) ]ene besttmmten, don dem ehrcnwcrthen Jntcrpcllanten erwähnten Meetmgs betreffe, so se) der Mann, Welcher angeblich an ihrer Spike gc- stqnden habe, kcm Jtaltenxr, sondern ein * rländcr. Dcr Schaxzkanzlcr zc1gte an, er Werde am Frcxtag um Erlanbmß zur Einbringnng cincr Vill bit- ten, melch'e darauf abzielen dte Regierung Indiens auf die Krone zu über- tragen, und sodgnn dre Vertagung des Hauses bis aufMontag, 12. April, beantragey. Dtc Mcuterci-Bill wurde zum drittchal vorlesen und ging durch. Dxe Debatte üb'er die den parlam entaxisch cn Eid betreffende Bill (Juden-Btll) Wurde htcrnach Wieder aufgenommen. Ein Amendemcnt Co- gan's, tvcxches heztyeckt, der Eidesformel eine solche Fassung zu geben, daß f1e fur Mttgheder aller Konfessionen dieselbe sci, Wurde mit 345 gegen 66 Stimmen v erw orfen, R et» degate beantragte die AuSlassung des 5. Artikels, Welcher bestimmt, daß, wenn ein udc den Eid xu leißxn hat, die Worte: „und ich gebe diese Er- kärung ayf den Wahren Christen lauben ab“, Wegfaüen sollen. Er entwarf ern sehr ungünstiges Vi d von dem gkgenWärtigen Juden-
Da sie aber"
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thum, das fi auf den Talmud ßüye und deffen Lehren unmoralxsch, anti-social un anti-national seien. Drummond betrachtexe die Fraße als eine rein religiöse, Wofern die Zulassung dser Juden mcht gusx te i- giösen Gründen verwerflich sei, liege überhaupt kem Grynd vor, dre Juden vom Parlament auSzuschlxeßen. ortescue hielt es fur des Parlaments
“unWürdig, einer kleinen Körper chaft, wie den Juden, ein Zugeständniß
zu machen, das man ihnen nicht verWeigert haben Würde. wxenn Zit mäch- tiger wären. Walpole setzte auseinander, wieshalb er dte Jula ung der
uden zum Parlamente bekämpfte. Nicht dte Fassung" der Eidesformel Zehe ibr entgegen, sondern die Unfährgkgit dxr Juden, nch xmt dcm eng- ischen Volke zu verschmelzen. Die Juden seten exnfach deshalb mcht durch eine besondere Verfügung ausgeschlossen, weil uxan ezz als etwas fi_ch ganz von selbst Verstehendes betrachtet habe, daß ihnen der Zutmtt kum Parlament mchtgestat- tet werden könne. Lord J. R us sell bemerkte, Wa pole brauche als Argument für die Ausschließung der Juden die Behauptung, daß sich alle Geseke Englands auf das Chriftenthum stüjzten. In ähnlicher Weise habe man früher die AuKschließung der Kathpliken durch das Vorgehen zu rechtfer- tigen gesucht, daß sich die cn li1chcn Geseßc auf den ProtestantiSmus stüßten. Alle diese religiöse Fntolcranz jedoch sei als Basis der öffent- lichen Politik zusammengebrochen. Weit entfernt daVon, deni Geiste des Christenthums zu widersprechen, Werde die Zulassung der Juden ein_e christlichere Handlun swetsc sein, als die bisher beobachtete. Bei der Ab“- stimmung Wurde Vgiewdegate's Amendemcnt mit 297 gegen 144 Stim- men derivorfen.
-- 24. März. Zu der gestrigen Oberhaus-Siyung erklärte der Carl von Ellonborough, es sei die Abficht der Regierung, afrikanische Soldaten für Indien zu verwenden. Lord Brougham bskämpftc diesen Plan, durch den man seiner Ansicht nach den Sklavenhandel in anderer Form wieder ins Leben rufen würde.
Im Unterhause sprach M. Milnes slch stark gegen das französische Paßwesen aus, in Folge dessen fich der Verkehr zwi- schen England und Frankreich bereits auffaUend vermindert habe. Jißgerald antwortete, Frankreich habeerklärt, es werde englische
äffc in jeder Form respektiren. Die englische Regierung werde Paß -Büreanx in aUen Häfen errichten und das Paßwcseu er- leichtern.
Der Buchhändler Stanislas ist Wegen Veröffentlichun von Pyat's gegen den Kaiser der Franzosen gerichteter Flugschri Ver- haftet worden.
Frankreich. Paris, ,23. März. Nach Reorganisirung des Admiralitätsrathes, wie dieselbe durch ein im heutigen „Moni- teur“ Veröffentlicbtcs Dekret vom 20. März angeordnet ist, besteht
“derselbe, dessen Präsident der Marine-Minißer ist, fortan aus fünf
Marine-Offizieren von Generals-Rang, eincm General-Jnspektor vom Marine-Genicwesey und einem Gencral-Kommissar der Marine, aus einém Linienschiffs-Kapitain als Secretair und aus zwei Linien- schiffs-Kapitainsn-als Bciräfhe. Nach Art. 11 giebt dcr Admi- ralitätsratl) sein Gutachten über alle allgemeinen Maßregeln im Seelvcsen, so wie erforderlichen Falls auch über Detailfragen in Betreff dcr Marine und der Kolonieen; jeder (HeseH-Entwurf und Erlaß in Betreff der Marine muß dieser Behörde vorgelegt Wer- den; Von ihr werdemal'ljährlich auch die Avancements-Listen ent- worfen, Zu seinen Arbeiten müssen dem Admiralitätsrathe [auf Art. 16 alle nöthigcn Actenftücke und Ausweise mikgetheilt Werden. Den Berick't des Marinc-Ministers zur Motivirung dieses'Dckre- tes theilt das amtliche Organ nicht mit.
Dänemark. Kopenhagen, 23. März. Die geheime Reichsraths-Sißung dauerte beinahe zwei Standen. Der Conseils- Präsident beleuchtete den Inhalt der auf die V'undeSbeschiüsse ab- gegebenen AntWort, so wie die Stclkung Dänemarks zu Europa und theilte dem Reichsratbe mit, daß in der nach Frankfurt abge- sandten AntWort die Ernennung eines dänischen und eines deutschen Delegirten zur Ordnung des mit dem deutschen Bunde bcstchenden Konflikts proponirt werden solle. Eine sofortige Diskusfion wurde mit 38 Stimmen gegen 12 abgelehnt. _- Dcr Finanz-Ausschuß hat beantragt und der Finanz : Minister in Erwägung zu ziehen ver- sprochen, daß in den nächsten zWei Jahren keine außerordentlichcn Steuern ausgescbrisben werden soüen. Man werde das Budget verändern und den Kaffenbehalt Verivendcn.
Amerika. New-York, 11. März. Der AuIschusz der auswärtigen Angelegenhcitcn im Senate zu Washington hat die Ermächtigung erhalten, die mit der in Marseille durch die franzöfixchen Behörden vorgcnommencn Beschlagnahme des ameri- kanuchen Schiffes „Adriatic“ zusammerihängenden Umstände zu untersuchen._ - Nachxichten aus Veracruz vom 7. d. M. zu- folge war dre Oppofitton gegen die Regierung Zuloaga's rasch im Zunehmen begrjffen. _ Die Fregatte „Niagara“ ist am 9. nach England abgesegelt.
“ Auen. Die Nachrichten aus Hongkong reichen bis zum 29. Januqr. Kanton War ruhig. Eine zahlreiche Polizeiwaäxe wurde ,errtchtek und atzf- fünf Stationen in der Stadt bcrtbeilt. Auch em Corps Von chmefischen Constablern war gebildet worden und stand unxter- dem Befehle der einheimischen Behörden. Der Belagerungs-Zustand Wiki) in der Stadt und den Vorstädten auf- recht erhalten hletben, so lange die Occupation Seitens der AUißrten anßauert. Vxele Chinesen verließen Kanton aus Besorgniß, dcr Katscr werde em starkes Heer schicken, um die' Engländer zu „der-
, Waren.
n„ich1en“. In der, Stadt wurden viele Waffen gefunden, darunter etntge Tausend Flmten aus amerikanischen Fabriken. Wie verlautet, hat General _Ashburnham Befehl erhalten, nach China zurückzukehren, und zwar xmt den Regimentern, die ursprünglich dahin bestimmt Etne Flotte von zehn Schiffen sammelt fich, um die See- räuber zu bekämpfen, welche im Flusse von Kanton große Schäden anrichten.
Ueber die gegenwärtig aktive indische Armee ßndEn sich im „BombaylStandard“ folgende Angaben: Sir Colin Campbcü hat ungefähr 20,000 Mann Unter seinen unmittelbaren Befehlen, mit mindeftens 15,000 Mann im Rücken und auf beiden Flanken. Die Kolonnen von Roberts, Rose und Whitl'ock sammt ihren Reserven smd gleichfalls an 20,000 Mann stark, und Chamberlain muß gegen 10,000 Mann beisammen haben, so daß die dem Feinde gegenüberßehende Armee gegen 65,000 Mann, küeist europäische Truppen, zählt, während an 30,000 Mann in Verschisdenen kleinen Abtheilungcn den Dienst im Felde versehen. 18,000 europäische Soldaten stehen im Pendschab, und die Engländer haben wahr- scheinlich 60,000 Mann in den eingeborenen Armeen von Bombay und Madras im stationaircn Garnisonsdicnß. '
Of ziell in London, 24. März, eingkgangcne Nachrichten mel- den, da ker frühere Statthalter Von Canton, Yeh, als (Hefangcner nach Kalkutta unterwegs sei, daß die Bevollmächtigten Amerjka's und Rußland's mit denen der Westmächte gemeinsame kchrdc»,1“nngen nach Peking abgesandt haben und die Amtwort Cbmas Mitte März erWarteten. - Am 10. März ist die Blokade Cantons auf; gehoben worden.
Triest, Mittwoch, 24. März. (Wolffs Te1. Bur.) Nach hiér eingegangenen tclcgraphischen Nachrichten aus Cattaro find gestern zwei türkische Kriegsschiffe, ein Schrauben : Linienschiff und eine Schraxtbcn-ergattc, die 3500 Mann nnter dem Befehle Kadri Pascha's am Bord haben, in die Bucht von Kleck eingelaufen Ein drittes Schiff wird nachfolgcn. “
Kopenhagen, Mittwoch, 24. März, Abends. (Wolff's Tel. Bur.) Der Vorschlag, welchen die dänische Regierung dem Bundes- tage durch ihren Gesandten zur Llusgleichung des Konflikts in der holsteinischen Angelegenheit hat zugehen lassen, enthält im Wesent- lichen Folgendes: Die ersten sechs Paragraphen der holsteinischen Verfassung sollcn den Ständen Holsteins nachträglich vorgelcgt Werden. Nachdem die Stände gchört worden, soil die Verhandlung über die Gesammtverfassung, in so weit Holstein Von derselben be- rührt wird, Von zMi zu diesem Zwecke vom Bunde und Dänemark delegirten skommissarien geführt werden, Dem NcichSrathe sollen vorläufig keine GescHe Vorgelegt Werden, über Welche die Stände früher gehört zu werden pflegten, auch soUen vorläufig keine extra- ordinairen Steuern in Holstein ausgeschrteben werdcn.
Uebersicht der Geschäfte der Jmmediat - Justiz;- Examinations«Kommission im Jahre1857. Vergl. Staats-Anzeiger-VM 1857 Nr. 32 S. 228.
„ Die Jmmediat-Justiz-Examinations:Kommission hat im Jahre 1857 von dem Justiz-Minister .................................... 464 116111: Aufträge zur Prüfung von Kandidaten für das dritte juristische Examen erhalten, im Jahre 1856 nur 432; es hat daher im Jahre 1857 eine Zunahme von 32 Aufträgen stattgefunden. Aus dem Jahre 1856 war noch ein Bestand von. ........... 259
Kandidaten, so daß die Gesammtzahl derselben im Jahre 1857 . .. 723 betragen hat. Davon kommen jedoch ............................. 7 in Abzug, tvclche theils gestorben, theils Wegen Verzögerung der PrüfungSarbciten an die Ober-Éerichte zurückgewiesen Worden find,
so daß nur ...................................................... 716 Kandidaten zu prüfen waren. Im Jahre 1856 betrug die Ge- sammtzahl derselben 617; im Jahre 1857 mithin 99 mehr.
Von diesen 716 Kandidaten haben ........................... 483 ihre Prüfung absolvirt, also 125 mehr als im Jahre 1856; die übrigen .......................................................... 233 find als Bestand berblieben.
Unter den 483 geprüften Kandidaten befanden sich:
]. solche, Welche die Prüfung zum ersten Mal zurücklegten.. 336 11. solche, Welche die Prüfung früher nicht Vollständig bestan- dsn hatten und sich einer Wiederholung derselben unter: tvarfem 147, nämlich: - * * 1) Kandidaten, Welche die mündliche Prüfung noch einmal zu mgchen hatten ............ '. 26 2) sylche, jvclchc_ dic 1chriftlichen Arbeiten noch emma! anzufertigen hatten, .......... 118 und zwar 2) noch ci'ne Relation ............. 34 b) noch eine wissenschaftliche Arbeit 66 6) noch eine Relation und eine wiffenschaftliche Arbeit ......... 18
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