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a dieem Landta e erledigt werde, weil er lediglich die 1(1330ré1nblslc'cxze dex beiden Kagmmern, von welcheii fie bei der_Berathyng dcr d'hsfalistgen Adreffe geleitet'wurdc, adoptxrt habe. Hierauf zetgie Küßwicder an, daß der Bericht über den Gesegentwurf über bie
* Besserstellung der Volksschullehrer verfertigt und bereits dem Drucke übergeben sei. Damit war die Tachordnung der öffentlichen Siyiing ekschöpft, und es Wurde zur geheimen Sißung übergegangcm in Walcher die Vorlagen wegen der zu erbaucndcn ncuen Eisenbahn berathen Werden. Mit der Siyung vom 29. b. wird die zweite Kammer ihre Thätigkeit bor Oftern beschließen und fick) bis zum 19. April vertagen. (M. J.) . _ _
* Baiern. München, 27. März. Das Comité fur die
“projektirte Frier des 700jährigen Jubiläums unserer Stadt hat dieser Tage eine Deputation erwählt, welcbe behufs de'r_ Er- langung der Aüerböchsten Genehmigung zur Feier des Jubxtlaums das provisorisch fefigesteUte Fest-Programm Sr. Maxestat dem Könige überreichen soll. (N. M. Ztg.)"
Schweiz. Bern, 25. März. Der Bundesrathbax getiern die neue Verfassung von Baselstadt genehmigt, naturlich unter Vorbehalt der Rgtification der Bundssversammlung. ( ' „
Großbritannien und Irland. Loydon, 26. März. Die Königin hielt gestern Nachmittags in Buckingham Palace em Kapitel des Hosenband-Ördens, Als neue Ritter warden _der Her- zog bonK Wellington und der Herzog von Devonshire auf- genommen.
- Der französische Gesandte hatte gestern eine Züsammenkunfi
mit dem Carl von Derby. _ ' . _
Der zur Untersuchung des Zustandes der Militair- Spitäler und der Kasernen ni'edergesLHte parlamentarische Untersuchungs- Ausschuß, bestehend aus Sidney Herbert, l)r. Sutherland, Or. Bur- rell 2c., inspizirte gestern die Kasernen “und SpitäleL zu Chatham.
Gegen den angeblichen Borxojneo, Präsidenten der angeb- lichen italienischen Konferenz, tft i'm Verhaftsbcfehl erlassen Worden.
In der gestrigcn Oberbaus-Siyung sprach Lord Monteagle die Hoffnung aus, daß man dem Hause vor DiSkusston der indischen Vill die voUständiYsten Berichte über dxn Zustand Indiens vorlegen Werde. Er fragte, ob die *ommission, Zvclche die indische Relierung'ernannt habe, um die Ursachen der Meuterei zu prüfen, inen ericht erstattet habe.
Der Carl von Ellcnborough rva'c bereit, akle Auskunft zu geben, die zu geben in seiner Macht steht. Er glaubte, daß die ertvähnte Kom- misfion noch keinen Bericht erstattet hat. Der Earlwon Malmesbury zeigte an, daß der Ingenieur Wa„tt am Morgen des 25. März in England angekommen ist. Außerdem theilte er mit, daß der andere gefangene Ingenieur, Park, einer in London eingetroffenen telcgrapbischen Dc: pcsche zufolge, gegen Bürgschafk (L_Uf freien Fuß gescyt worden war und im Hause des britischen Konsuls zu Neapel Wohntk. Earl Gran- ville fra te, ob die Negiergng dem Hause die wegen der neuen Bill mit dem Dire forium der ostindischen Compagnie gepflogcncn Verhandlungen vorlegen vae, und ob diese Verhandlungen überhaupt schriftlich geführt wvrden seien. Der Carl von Clien110r011gb entgegnete, von dem Augen- blicke an, Wo eine große Majorität im Hause der (Gemeinen dic Einbrin- gung einer Bill beschlossen habe, durch welche die Regierung Indiens den Händen des Direktoriums entzogen Werde, seien seiner Anticht nach die Direktoren kaum cttvas anderes mehx als bloße Privatleute gewesen. Er habe es daher nicht für nöthig gehalten, in amtlichen Verkehr mit ihnen zu treten. Bis zum 25. März, wo er ihnen konfidentiel ein Exemplar der neuen Bill babe zukommen lassen, habe er mit ihnen nur sehr Wenig verhandelt. Earl Granville Wunderte sich darüber, daß Lord Ellenborough so qroßeRück- ficht auf das Haus der Gemeinen nimmt, da er es sich doch, als er zulegt im Amte gekvesen sei, zur Regel gemacht habe, das Haupt seiner Regierung im: zu Ratbc zu ziehen. Dieborige Regierung habe dem Direktorium ibrß Pläne einige Monate vor Einbringung ihrer indischen Vill mitge- theilt, und doch habe Lord Eüenborougb dem Ministerium Palmerst'on borgervorfen, daß es die Direktoren nicht hinlänglich Von seinen Abfichtcn in Kenntnis; gesext habe. , Dcr Carl von Derby bemerkte, der Haupt- S'yftemWechse'l sei durch die erste indische Vill beWerkstelligt worden. Es seL Haber _nicht mehr als recht und billig gejvesen, wenn die damaliqe Regierizxig die Direktoren von ihrem Vorhaben in gehöriger Weise in Kßnntmß gesexzt babe. Anders verhalte es sich mit der quenwärtigcn YYÜZU der es fich nur darum handle, einige Mängel jcnér “früheren zu en. “
In der Unterbaus-Sißung fragte Gti it , ob die Re ie- ÜLTWUWLUU fich ngch' Meinung der Kronjuriften dieffWeZUabmc des „Jo- JÉQF. Us Jéseßjmdrig heraussteljen sollte, von Neapel Entschädi ung für
“den Iesanqenen Ingenieure fordern Werde. Der Schaß?anzler
WJLJULTL. die egierung sei, da die JnterpeUationcn in leßter Zeit so
häufig geWorden seien * '
- . - zu dem Sch1Uffc gelangt, die Beantwortun der- FFW ZZYFWMTKU Fraan so viel wie möglich zu vermeiden. Augf eine der *K'Wn-JurJiiien "sf?“ s;,*“-mgk„€inste dcr Schaßkanzler, das Gutachten Nesojuan daß [edi ""ck mcht, eingetroffxncn. Roebuck beantragte eine boben uni,) “bie SUUSUYL eines Lord-Statthalters von Irland aufge- , ÜL L eines Staats 4 Secretairs für Irland sofört
geschaffcn Werde.“ Tdi ' Irlands dienen, SWHRJTWWZQ meint er, werde zum Wohle
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H;“ [ein eitles Schaugxpränge und ein Abexichßeimßesrgchbß Wilthen, Sie
d 1 .er beantra te die Porfrage. .OberstÉrenck) me“ 1 (Mm. S' V'
er Statthalters aft Wurde Frland noch 111 e, die Abschaffung «?
, . m' . seien fast alle wtchtigen St en in jenem LénrdeaMIfiErxijziäntFFiotbesleesßtt
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Sir G. C. Lewis sprach für Abscha n der Statt alter a , aber e en Errichtung eines besonderen“Ministeergs für Jrlarle. ZérdftJ. RUJsle betrgchtetje gleichfalxs eine getrennte Verrvaltung für Irland als über- ßüsßg, 1va jedoch fur die Vorstage stimmen, da er es fur besser hält, die Sache, in den Händen deroRegierung zu lassen. Lord Palmerston ist fiir die Vorfra er „Er meinte, es gäbe Umstände,- durch welche die aus cidex mehr, ein citlichcn Verwaltung entspringenden Vortheile ein Gegen- 99w1cht exhielicn. Der Entscheid der Frage müsse von der Stimmunq dés xmschcn Volkes abbangen. Wenn die Jrländer die Nichtaufhebun*q„der Htattbalterschafi jvunschtcn, so dürfe keine Rückficht auf die durch cit'jheit- liche Verotvaltuni zu erzielenden Vortheile das Parlament veranlassen, dcm Nattonalge uhlc Gezvalt anzuthun. Bei der Abstimmunq wird der Abtrag Roebuck's 1mt'243 gegen 116 Stimmen verworfen. Die Bill, _durch welche der Stadt Galway das Wahlrecht "entzogen Werden soll, Warbeqhiergéif zum zWeiten Male verlesen.
-» _ 2x. Marz. Dcr gestern früh in Southampton angekommcne Kampfer „Colombo“ hatte mehrere der in Lucknow eingeschlossen gewe- senen Eiigiander anBord, unter Anderen Lady Jnglis, “die Tochter des gegenwartigen Lord-Kanzlers und (Hemablin des ehcnmliqcn Kom- mandanten von „Lucknow, Brigadc-(Kenerals anlis. AUA) Ma'jor YYY, deor betAGcnerall Windhain's unglücklicyom Gefechte zu
n ur emen rm vcr or, beand 1 unt ' „Colombo“. f sch er den Passagieren des
(FOLK „Hof „sst heute früh nack) Windsor übergcfiedelt.
Qn der gestrigen Oberbaus-Si unq legte der Carl von Mal- meSbury die ayf die Cagliari: ngescgenhci't bezüglichc Korre- [pondenz vyr. Lord Paniniir e beantragte die Vorlegung von Berichten ULM die M den leßtxn „drei Jahren für Kasernenbantcn veralthabten Summen, und seßte bei bicfer Gelegenheit ziemlich weitläufig auSeinander, jvaszn den leßten zmanzig “ ahrcn qethan ivordcn sei, um die Lage des englischen _Soldaten zu verde ern. cr 55erzog bon Cambrid e freute ßch, daß dieser Gegenstand die Aufmerksamkeit des Publikums au? stcb ge- zogen hat. Nur dadurch, daß das Publikum die Rothwendigkeibvon (H'eldgusiageii zux.erbcffcrung der Lage des Soldaten einsehe, könne wixklich n) diesexzyinttcht etwas erzieltwerdcn. Der Carl von Cardigan mcmie, die Schilderungen von den Unbequemlichkeitcn, die der Soldat zu erdulden habe, und von der Ueberfüllung dcr Kasernen seien übertrieben. Der Earl chix Derby benierkte, die Regierung sei ernstlich entschloffen, (iitf die Samtats- Verhältnisse des Heeres ihr besonderes Auqeumerk zu richten. “Wegen der z_ur Durchführung von Reformen ndthigen Gelder lasse Zch ]cdoch nur: aus dem Wege des allmäligen Fortschrittes etwas thun.
n der, gestrigenoUn1crhaus-Siyung bat der Schaßkanzler um ixrlaubntß, zux Einbringung ciner Bill, welche darauf abzielt, die Regicxung 31101an von dex ostindischcn Compagnie auf die Kö'nrgain zu ubextragenx Zuvbrdersi suchte er es zu rechtfertigen, daß die gegenwärtige Regierung mit einer solchen Maßregel vor das Parlament trete. Die Abstimmung, sagte er, durch welche ein vor
Kurzem gewähltes Haus der Gemeinen sich mit ungeheurer Majorität,
dghin aUSgcsprochetc habe, daß, seiner Mcinun nach die Recierun n- dian authxe Majestät zu übertragcsi sei, hab? in di'n Auqeii! dcr Jngkn- xvaxxigenRegierung ben einen Punkt entschieden, daß dcrAiitorität dcr ost- Mdtjchen Compagnie cm Exide gemacht tvcrdcn müffc. DicseKörperschaft habe ben) Lande? einst_große Dienste geleistet“; doch seien ihre (Hrundlaqen seit einiger Zeit morjch und untcrböhlt. Die Aufgabe, einen guten Elsaß für ["In nden, ser voll von Sapwicrigkeiten und [affe sich nur mit dem B-cistande dcs qulqmcniö lbjcti. Die Hauptbcstimmun en der Bil] nun seien folgenxdiß: Es wird e_m Minister der Krone, ein StaatSHccrctair, ernannt, welcher Prasident cinxr indischen Rathkammcr ist. Diese Nathökammcr bé- sxebt aus achtzehn Mitgliedern, die zur Hälfte von der Kronéérnannt, zur Ixalftc gxwählt werben. Jedxr der ersteren neun Närhe soll der Vertreter eines bestimmten, bei den indisxhcn Angelegenheiten schwer ins Gewicht fal: le_nden Jntercffes sein, auch bet der Ernennung soil nach folgenden Grund- sqyxn verfahren Werden: Jede der Präsidentschafkcn wird diirch einen ihrer C1btlbeatiitcn berireten, der zehn Jahre gedient hat. Es Werden dies vier Räthe sein, da die unter der spezieUen Botmäßigkcit dcs (chcral-Gouver: n_eurs ste'henbcn bberey Provinzxn Indiens besonders gerechnet Werden. Das funfte Mitglied iVU'd em Mann icin, der durch seine persönlichen Erfahrungen entweder als'früherer Resident oder politischer Agent an einem einheimi- schen Hose mit bem Charakter und den Gefühlen der einheimischen Fürsten vertraut Lst“.. Die anderen vier ernannten Mitglieder sollen das Militair- wesen rep1*a1ent1ren,„ uiid zwar einer, der fünf Jahre in Indien qedient haben muß, das königliche Heer, die anderen drei, déren Dienstzeit “minde- stins zehn Yzhre betragen muß, die Heere von Bengalen, Madras und Bomchy. ie Namen der ernannten Mitglieder sollen in der Bil] selbst aufgefuhrt' 1verden,_so daß fie bei der ersten Anwendung des neuen Systems nicht nur die Sanction der Krone, sondern auch di*e des Parla- ments haben Werben. Ein anderer Theil der indischen Rathskammer ?ebt gus .der Volksnmbl herbor. Vier der zu Wählenden Mitglieder müs: en die E1genschaft besißcnx-in Jndicn zehn Jahre gedient odcr fünfzehn Jahre geiebt zu haben., Sich an der Wahl dieser vier zu betheiligen smd diezc'nigen, bereschtigt, Welche zehn Jahre in Indien, sei es, gls Offiziere im Heere oder als Civilbcamte gedient haben und m_ Englayd leben„ oder welche in England Wohnhafte Eigene tbumbr „eines Kapitals von 2000 Pfd., in indischen Eisenbahnen odcr indischen öffen1l1chen Bqutcn angelegt, smd, oder 1000 Pfd. Jubia Stock be'sißcnU Dre Zahl dicser Wähler wird auf ungefähr 5000 Per- soiicii biiansfchlagt. T_Las ÖW fünf anderen erwähltcn Näthe betrifft, so mduffin ße mmdcstcns fiinf Jabre im Handelsvcrkcbr mit Indien gestanden Zeeßmrxmsdestens zch11chabre m Indien gelebt häben. Gewählt'Werden der Hau ein, zur Wahl 0011 ParlamentS-Mitgliedern berechtigten Wählern Städten pLstßed des englischen andels und Gewerbfieißes, nämlich von den einen wä Zn on, Manchester, Liverpool, Glasgow und Belfast, deren jede v d 5.7? ._ Der Schaykanzler verliest hierauf die Namen von acht der on er egierung zu ernennendcn Räthe. Sie find: Sir F. Currie, gegen-
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wärtig Viee-Präfident der ostindischcn Regierung und früher längere „„Zeit Richter in Indien, so wie Secretair zweier General-Gouverneure. Kommi „ar u Labore und Mit lied dcr obersten Rathökammer; „sodann Hererorm, Mitglied der Raths (immer zu Kalkutta und früher Jmanz-Secrctarx ; Sir H. Montgomery, früher Richter, Regierungs-S'ecretaireund Rathsmitglied in Indien; Prin le, ehemals Gouverneur voii Smdh', Sir Claude Wade (als Kenner der indis en Fürstenböfk); Gene_ral:Licux. Sir J. Penmzfather, gegen: wärtig in Malta; Oberst Bu lton, Gcneral-Konzimssar dcs bengatischcn Heeres, und Sir R. Vivian, r“früher cheral-Adjutant zi: Mabraß. Der Minister für Indien hat die Befugniß- dl? RathSkammer M AUSWAHL em- zutheilen, ihre Thätigkeit im Allgemeinen zt! überwachen uni) fie zu; usam- „ künften einzuberufen. Auch haben sechs Mathe das Iiech-t, emeZnsammen: kunft einzuberufen, wenn sie sich zii diesscm Zwecke schriftlixy „an ben Staats- Secretair für ndienwcnden. Die RatbcbabenkcmenSiyim Parlaments, und ihr Gehalt eträgt 1000 Pfd. In Bezug auf dqs StcüenbxrgebungL-Rccht tritt der Sache nach nicht die geringste Aenderuzig em, indem die fxtil)cr von der ostindischen Compagnie vergebenen Stellen hinfort voii der indischen Raths- kammer vergeben werden. Die Bill wird einen Artikel enthalten, der Re- formen im indischen Heerwesen erleichtert. Die Kosten der indischen Ne: gierung Werden ausschließlich von den Rebennen Indiens getragen; die Rechnungen werden dem Parlamente vorgelegt, uz1d es Wird eine angemessene Kontrole geführt Werden. Der Redner will fich ]edoch nicht verhehlen, daß die indischen Finanzen Wohl geeignet sind, Besorgnisse zu erWecken, und er glaubt, daß die Zeit bald kommen wird, wo das Parlamxnt sich ernstlich mit diesem Gegenstande wird beschäftigen müssen. Die Mmister, sagt er, Wollen Ihrer Majestät empfehlen (und ein dahin lautender Artikel wird in die Bill aufgenommen werden),-einer Königlichen Kommission die Ermäch: tigung u ertheilen, fich nach Indien zu begeben, die dortige Finanzlage zu prüen und darüber Bericht zu erstatten. Lord J. Russell: Auf wie lange Werden die Mitglieder der Nathskammcr «Wählt? Der Schas- kanzler: Anfangs treten fie am Ende der ersten zibei, vier und sechs ahre zurück. Später aber beträgt die regelmäßige Amtödauer sechs abre. Sie sind von Neuem wählbar. Lord Palmerston giebt von Herzen seine Einwilligung zur Einbringung dcr Vill,- will aber jest noch keine Meinung über deren Fuhalt abgeben. Lord J. Russell hält qleich- falls mit seinem Urtheile ü er die Bill zurück. Sie sei, sagt er, 0 enbar die Frucht vieler Arbeit und vieles Nachdenkens. Jedenfalls sei es durch- aus nöthig, daß hinreichende Zeit zur ErWägung des (Hesexz-Entwurfs gestattet Werde, und er hoffe,.daß er nicht glcich nach den Osterferien vor das Haus gebracht Werde. Roebuck sagt„ die Bill sei von Anfang bis zu Ende ein leeres (Haukelspiel. Bright zieht die Bill Lord Palmerston's der gegenwärtigen vor. Die große Zabl der Näthe und der Wahlmodus e_fallen ihm nicht. Er hätte einen einfacheren MechaniSmus vorgezogen. Die Erlaubnis; zur Eiybringung der Vill wird schließlich crtbeilt, und das Haus vertagt sich bis auf Montag, den 12. April. „ Laut einer zy London, den 28. März, eingetroffenen amtlichen Depesche war General Outram zn Alumbagy zweimal an- gegriffen worden, hatte den Feind sixgreich zurückgeschlagen und war mit 6000 Mann über den Fluß (Humti, an dessen rechtem (westlichem) Ufer Lucknow liegt, gegangen. Sir Colin Campbell,
“General Outram und General Franks standen mit 50,000
Piann Infanterie, 10,000 Mann Kavaklcrie und 12,0 Kanonen bart bor Lucknow. Jm Süden dcs Mahrattenlanch berrschtenx
Unruhen.
Frankreich. Paris, 26. März. In seinem amtlichen Theile bringt der „I.)koniteur“ die Bekanntmachung, daß dic Vlokade des Hafens bon Canton , so wie des Canton-Flusses iim 10ten Februar durch die Verbündeten ausgchobcn wurde. Diese Mas;- regel, fügt der „Monitcur“ in einem erläuternden Artikel hinzu, wurde unter derBedingung getroffen, daß die Stadt und Vor- städte von Canton während der ganzen Dauer der Bescßuxig im Belagerungs - Zustande bleiben, so daß der Handel in diesem Hafcnplaye allen Bedingungen und Besckyränkungcn, die von den Verbündeten bereits gestellt Wurden oder noch gestclit werden, unterliegt.
Dem Vernehmen nach wird Marschall Pelissier erst" nach London gehen, wenn Graf Perfigny sich amtlich von der Königin Victoria verabschiedet hat.
Die Erklärung, welche die franzößscbe Regierung gestern in ihrem amtlichen Organe in* Betreff der neuen Paßmaßregelu „cr- theilte, findet in den'. Rundschreiben des Ministers des Innern und der allgemeinen Sicherheit an die Präfekten ihre Ergänzunq. Dieses vom 1. März datirte Aktenstück ist 18151 durch die „Indepen- dance Belge“, jedoch ohne die Beigaben, auf Welche in dcmsslben wiederholt Bezug genommen wird, in die Oeffentlichkeit gelangt. General Espinaffe weist auf den Fundamentalsaß hin, daß man, um aus einem Staate in den andern zu reisen, mit eincmNational- passe versehen sein müsse, der Von einem Agenten der Macht vifirt wurde, deren Grenzen man überschreiten Wolle. Dieser Grundsatz, auf dem in rankrcich das gesammte Paß-Polizeiwesen beruhe, habe vielfache UUZUahmen erfahren, deren Mißhclligkcit fichjeßt gezeigt habe.
*Daher sei die Nothwendigkeit erkannt worden, auf eine strengere
Handhabung der über Pässe und Visa's bestehenden Anordnungen zurückzukommen. Lcßtere von'Neuem einzuschärfen, habe die Ver- anlassung zu diesem Rundschreiben geboten. _ “Durch kaiserlichen Beschluß vom 24. März find Vice-Admiral von Suin und Linienschiffs-Capitain Tardy von Montraval zu Beigeordneten des Admiralitäts-Natbes ernannt worden. Um Nachforschungen über eine Reihe von Fragen, welche s1ch
auf das System der indirekten Steuern beziehen, anzußeücn, ist von deyRegierung eiie Kommission ernannt worden.
Vor ctmgen Tagen Sanden in Paris neun (Berichts-Verhand- lungen gcgcii Personen satt, welche anfrührerisches Geschrei ge- macht unb die Person des Kaisers beleidigt hatten. In acht Fällen wurdep die Angeklagten, tvclche meistens Arbeiter, cinchucdhalter und einer Commis, sind, zu 14 Tagen bis 6 Monaten Gefängniß und einer (Helbstrafc von 16 bis 50 Fr, Verurtheilt. Der neunte Fall betraf eme Frau von 50 Jahren, deren (Heistesfähigkeitcn zweifelhaft waren, wesvalb cin Arzt beauftragt warde, ihren Zustand zu Intersuchen, und die Verhandlung auf acht Tage verschoben wur e.
Der Marschall Baraguay d'Hilliers ist Vorgestern in Tours, dem Hauptort seines Ober-Kommando's, angekommen, und hat folgenden Tagesbefehl erlassen:
Soldaten! Der Kaiser bat mich zum Ober-Kommandanten dcr O|- DiVisionen ernannt. Meine Mission ist, über Euchnstruktion, Euer Wohl- ergehen zu wachen und den Frieden und die Rch in diesen Regionen zu erhalten, die unsere leyten Siege in der Krim und der Nordsee so glücklich befestigt haben. Jbr habt Angesichis des Feindes nicht nachgegeben, ich rechne auch auf Euch, um die Anarchisten zu Vernichten, wenn sie es je- mals Wagen soilten, fich gegen die Regierung des Kaisers oder die "Erb- lichkeit des Kaiserlichen Prinzen zn erheben. Wir können nur Einen und den nämlichen Gedanken, den Einen und den nämlichen Ruf haben: ES lebe Frankreich! es lebe der Kaiser!
Der Marschall, Obcr-Kommanbant dcr Oft-Divifionen,- , Baraguay O'Hilliers. _
- 27. März. Der heutige „Moniteur“ dementirt die Ge,- rüchte über Modificationcn im Ministerium, so wie die über den Wechsel von Stellen hoher Würdenträger.
Der Munizipal- Rath yon Paris votirte in seins]: heutigen SiHung ein neues Anlehen von 160 MiUionen FrancsBehufs der Fortseyung der in Paris begonnenen Verschönerungs- und Verbesserungs-Arbeiten. _
Der Ausschuß zur Prüfung des Geseyes über Monosolifirung der Zündhütchen hat die Fabrikanten vernommen. Diese onen sich lieber expropriiren, als neuen schweren Beschränkungen nnter- Werfen lassen. Diese drei Hauser fabriziren jetzt jährlich im Durch- schnitt 830 Millionen Zündbütcben, die tbciis im In: und theils im AuLlande abgeseßt werdcn. - Der QlUZsCVUß über das“ Adels- Geseß hat vorgestern und gestern alle Dcputirten, Welaye in der Frage das Wort ergreifen wollen, bernommen. Herr Dunnral hat erklärt, er Werde die Nothwendigkeit, Linen iicucn Lidel zu schaffen, nachzuweisen suchen. “
Spanien. Madrid, 23. März. Di? Stimmung gegen Mexico hat heute im Kongresse cinén AuSdruck kl'ÖxLiWU, der charakte- rißisch ist. Der Minister des Innern las i:;e Begründung eines Gcseßentwurfes vor, dessen einzigerArtikel lautet: „Es" wird der Regierung ein Krc-dit von 500,000 Realen zur Errichtung eines Denkmales für Hernan Cortez auf dem Platze seines Geburts- hauses in Medellin bewiUigt, um das Andenken an ÖLU unsterblichen Eroberer von Mexico zu ehren.“ Der Antrag dcs Herrn Cam- poamor Wegen Herstelinng dsr früheren Preßgescygebung oder Vor- legung eines neuen milderen Prcßgescßes wiirde xurückgczogen, da die Regierung erklärte, sie Werde den Comm? särn im Laufe der nächßen Woche ein neues'Preßgeseg vorlcgcn. “ Zu Anfang April ;vird bas Telegraphennexz ("mf der ganzen pyrenaischen Halbinsel ertig ein.
Griechenland., Athen, 21. März Dcr griechischeSenat hat die Ernennung des Baron Sina 3001 Gesaudten an den Höfen von Wien, Berlin, München einstimmig gutgchciße'n. Die Königliche Entschließung sollte „binnen einer Woche knnd- gemacht werden. '
Dänemark. Kopénhach7 21,5.März. Zn bor heutigen Sißuug "des Reichsraths zeigte dsr Präsident an, daß der Cori- seils - Präsident ihm einen „als Manuskript“ gebrixcktcn Ent- rvurf zu einer Note und Erklärung zugesicllt habs, Die zur Uebcrgabe an die deutsche Bundcs-Versammlung bestimmt sei. („Fakdrelandet“ theilt den „Wesentlichen analt“ dieses Akten- stückes 'mit, der, wie bereits bekannt ist, darin besteht, daß die dänische Regierung dem Bunde vorsOLäZt, dcn holsteinischen Ständen die ersten 6 Paragraphen der holsteinischen Spezial- Verfassung zur Begutachtung vorzulegcn, nähere Verhand- lungen über die Verordnung vom 28. Mai 1851 auf der durch den Bundesbcsckyluß Vom 29. Juli 1852 gegebenen Grund- lage durch zWei Delegirta oder Kommissaricn eröffnen zu lassen, wenn die holß. Ständevcrsammlung das obengedacbtc (HUMÖWU abgegeben hat, und die Wirksamkeit der Gcsammt-Verfassung in denjenigen Angelegenheiten, Welche früher unter die Kompetenz der Stände-Versammlungen gehörten, zu suspendiren, daher den Zoll- geseß-Entwurx nicht zu Ende berathen zu lassen; dagegen solle die Bestimmung er Angaben in d'en gemeinschaftlichen Verwaltungs- zweigen auch ferner der dänischen Regierung überlaffen bleiben, so- bald es ohne Ausschreibung einer neuen Steuer in Holstein ge- schehen kann, und ,der Armee7Organisa1ionSplan zur Ausführung