1858 / 100 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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* 5.35. “*

n Krankheifs- ober son en Verhinderungsfäam wird der tech- nischeJDirektor vo'n einem vvmmßzerwalxungSeatbe näher. zu Bestimmenden Beamten der Gesellschaft vertreten, dessen Name gleichfalls bekannt zu

a en 1 . , m ck | "Bilanz, Dividende J:?nd Reserve-Fonds.

Von dem technischeit Direktor wird“ alljährlich mit Ende Mat ein vollständi es nventar über hen Befiß, die Vorräthe und Außenstände der Geselksrha aufgestellt, in ein dazu bestimmtes Register eingetragen und mit vollständigen Belegen dem Verjvaltungörathe zur Vrüfupg und Feststellung vorgelegt. Bci Aufnahme, des Inventars werden dte Roh- stoffe und Material- Vorräthe nach dem laufenden Wexthe, Halbfabrikate und Jabrikate nach den fi ergebenden Fabricationspretfen berechnet.

ie Höhe der Abschreibun von Mobilien und meobüixn hat her Verwaltun “Srath für ]edes Ja 'r zu bestimmen;, doch muß dteselbe mm- destens zw “Prozent des Werthes betragen. Dxe vom erwaltungSrathe aufgestellte Bilanz Wird sodann denjenigen dretActionatren,_we1che m der vorher “Zenden ordentlichen General-Versammlung zur Prufung der- selben gewxht Worden find, zur Neviswn, mindestens vter Wochen yor der nächsten" ordentlichen General-Versammlung porgelegt, „auch der Kdmglichen Regierung eingereicht und durch die im 5- etlf beze1chnetcn Blätter der-

öffentllcht.

Z. 38. _ ' , Der nach Abzug der Pasfiva bleibende Ueberscbuß dcr Activa btldet den Reingewinn der Gesellschaft. 5 39 _

Der VchaltunNrath hat zu ermitteln: _ . . _ wieviel von dem Weingewinn als Dividende unter du" Acnonatre ver-

tbeilt (5. 17, Nr. 2) und wieviel zur Bildung eines Reservefonds zu- rück ele t werden oll. ' TFM ktxxem Reingexvinn sonen mindestens zehn Pryzent aüjährlich zur Bildung eines Reservefonds vorab und so lange zuruckgelegt werden, bis derselbe die Höhe bow mindestens zehn Prozeyt des auH egebenen Yetixn- betrages erreicht hat. Sobald das Leßtere „angetreten tt, hören'dte Em- ahlungen zum Reservefonds auf; fie treten ]e_doch sofort wieder em, wenn Yerselbe durch AuSgaben vermindert eren rst. _

Ueber die nur ur Deckung 'aug'enblickli er Ausgaben odér unge-

wöhnlicher Verluste uzläsfige Verwendung des cZieseryekfonds hat der Ver- waltungsrat!) zu der “gen. 5 41 _

- Dividenden find in Suhl, Vek'lin,'Erfurt und Leipzig zahlbax; doch können durch den VerwaltungSrath auch andere Zahlungöortc festgeseßt werden. .

Alle Zahlungsstellen find in den Gesellschaftöblättern ebeömal be-

kannt zu machen. Die Zahlunq erfolgt gegen Emlieferung er Dividen-

denscheine jährlich vom ersten Öktobe2 ab.

. 2. , _. Nach Ablauf von fünf ahren, von dem JälligkeitSta can ere'cbnét, verjähren Dividenden, die ni terhoben werden, zu Gunsten erG ellschaft.

Schlichtung vonFtreitigkeiten,

Alle Streitigkeiten zwischen den Actionairen mzd der Gesellschzxft sonen mit Aquchließung des Rechtsweges durch zwet von den Partezen zu wählende Schiedörichter geschlichtex werdyenx Können fich dhe Parteterz über die Wahl der SchiedSrichter mcht cxmgen, so ernennt ]ede Partet den ihrigen. _ ' .

Verzögert eine Partei, nachdem tbr in dxesem Falle von dem Gegner die Wahl des SchiedSrithters notariell angezezgx worden ist, die Wahl des ihrigen länger als vier Wochen, so ist der fietßtgesre Theil zur Ernenyung beider Schtedsrichter berechtigt. Können fich dte beiden Schiedsmhter nicht einigen, so ernennt der Direktor des Krengerichts in Suhl, oder in dessen Abwesenheit oder Behinderung das _älteste der anwesenden Mitglie- der des Königlichen Krengerichts - Kollegtums, einen Obmann, dem die Entscheidung zusteht. Gegen den Ausspruch dcs Schitdörichters oder des Obmanns tft kein Rechtömittel gestattet, auSgenommen die Fälle der Richtigkeit nach 5. 172. und folgende Titel 2. Theil !. der Allgemeinen Gerichts-Ordnung.

Abänderug der Statuten und Auflösung der

* Gesellschaft,

- . 5. 44.

Ueber Erhöhung des Grundkapitals (Z. 17. ac] 7.), über Abän- dxtungen oder Ergänzunqen deSÉStatuts (F. 17. 34 Z.), ferner über eme Verlängerung der Dauer der Gesellschaft (8. 3.) kann in einer Feneral - Versammlun nur mit einer Mehrheit von drei Vier- YYY“ darin anwe/enden, respective vertretenen Stimmen beschlossen

Der an meine Inhalt muß jedoch bei der Einberufung an cdeutet

TZIFJ'UC* lle deßgleichen Beschlüsse bedürfen der'landeShexrli en Ge- * 5. 45.

- Vim bem-Verwaitun - - . . _

** Israkhe oder von Acnonatren, dre em Viert eil ?:?“thctxxxßxxtßlßlbefißen, kann der Antrag auf Auflösung der Gesellstkkaft gerufenen Gene'rak-JZOUAUWZWJ Yann Fedoch nut in einer besonders dazu und ur Abgabe von Lam? URI:. m we cher1eder Actionair stimmberechtigt schloÖen werden, Wem? ? rk! JIMMY 13151 Fr AcFiey bLTßyt, befugt ist- be-

, n r ' . ' - enen AMM- UMMM smd und drei Vxeriheeille FÜNF di:,ke 8131?-

e e ung stimmen. Ist in der aus e “[

THM v..... .. „W .. «IIKKEKTTKFJZMFWF““ A.,...

e uflösung durch dretherthelle der (xmwesz en ersamm ""S

, den oder b t t ' - men auSgesprochen werden. 11 dre er en * er re em" Sttm gleichfalls je eine Actie zu“r AbZabe eTnerzYFZYeVersammwns berechtigt

Auf Beides muß jedoxb in der Einladung zu *dieserBersam mum auSdrücklich aufmerksam gemacht werden.

Dex Beschluß über die Auflösung der Ceseüsöaft bedarf der lands- herrlichen Genehmigun . Die General-Versammlung ernennt bie Liqui- datoren und beßimmt en Modus der Liquidation. Außerdem tritt eine ZufikMg der Gesellschaft in den nach dem Geseke vom neunten Novem-

er Gesepes bewirkt. Verhältniß zur Fötaats-Negierung.

Die Kdnißliche Re ierung zu Erfurt, so wiejede Königliche Regierung, in deren Vezir die GeJellschaft ihre Geschäfte betreibt, smd befugt, einen Kommissar Zur Wahrnehmunzzck des AuffichtSrechts für beständßg oder für einzelne e zu bcsteüen. er Kommiffar ist befugt, die Dtrection und den VerwaltungSrath ültig zusammenzuberufen und i ren Berathungen beizuwohnen, auch die iZZUsammenberufung der General- ersammlung von dem VerwaltungSratbe "binnen einer von ihm ;eßzusesenden Frist zu ver- lan en, eventuell aber dieselbe selbst zu dem en und jederzeit von den ern, Rechnungen, Registern und sonsti en Verhandlungen und Sch»- stücken der Gesellschaft, so wie von dem Zu ande ihrer Kassen und Etabl * ments Kenntniß zu nehmen. 47

Die Gesellschaft hat, mit RüZficht auf die von ihr betriebenen Ber - bau=, Hütten- und “anderen gejverblichen Unternehmungen„ für die kit - lichen und Schul-Vedürfni e der von ihr beschäftigten Arbetter zu sorgen, auch zu den Kosten der olizei- und Gemeinde-Verwaltung in an :- meffenem Verhältniß beizusteuern. und kann, sofern dieselbe steh die er Verpfiichtung entziehen sollte, angehalten werden, für die gedachten Zwecke die'eni en'Beiträge zu [ei en, Wel e von der Staats - Negteruné- nach sch ießl cher Bestimmung er betre enden _ Ressort-Minißer an des Ministers für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten für nothwendig

erachtet werden.

Formular 4.

A e t i e der Uenmberzia, Actien-Geseaschchlt, für Bergbau und Hüttenbetrieb er Zwei Hundert Thaler Courant.

Der Inhaber dieser Acfie ist auf Höhe von wei Hundert Tholen: Courant an dem qesammten Eigenthum und den rträgen der oben ge- nannten Gesellschaft mit allen statutenmäßigen Rechten und Pflichten eines Actionairs betheiligt.

Suhl, den ..ten .......... 18.. '

Der VerwaltungSrath der llenuebergn, Action: Geseüs aft für Bergbau und Hüttenbetrieb. (kaezimile der Untersch ften der Mitgliede'é des VerwaltungSratbes.)

Eingetragen kol. ..... bes Actienbuches.

(Unterschriften zweier Mitglieder des Verwaltungsratbes.)

F o r m u l a r 8. _

«7.37 ..... * Zone „„„ Dividendenschein zur Actie Ua. ....... | . .. . Ge en Rückgabe dieses Scheines zahlt d1e Kasse der klenneberzn,

Actien- esellschaft für Bergbau und Hüxtenbetneb, du Car das Betriebs,- jahr 18.. auf obige Artie fallende Divtdende nacb Ma gabe der deShalb zu erlaffenden Bekanntmachung.

Su [. den ..ten .......... 18.. Der VexwaltunJSrath der lleooebergia, Actien - Gesellschaft für Bergbau

und' Hüttenbetrieb. Der, Vorfißende (kacsimile der Unterschrift.) Dividenden, deren Vetrag binnen fünf Jahren vom Fälligkeits :Termlne

ab nicht erhoben werden, find verjährt.

o r m u l a r (ck. ' Ueunebergia, Actien-Gexellschaflt für Bergbau und Hüttenbetmb. a

o 11. Der 11 aber dieses Talons empfängt gegen Rück abe desselben neue DividendeäozscFeine vom Jahre 18.. ab laufend zur ActJe NF ..... Suhl, den ..ten .......... 18.

M .....

(Stempel.)

Der VerwaltungSrath der Ucuoeberg1a, Actien :Desellschaft für Bergbau_

und Hüttenbetrieb.

Eingetragen in das Actienbuch. (Unterschrift.)

F o r m u l a r l). Quittunngoge'n über die von

Der'Vorfi ende. (kacaimile der nterschkift.)

auf die Unix.“? _"a Ler. Pr.?our. der Actien - Gesellschaft für Bergbau und Hüttenbetrieb U 0 n u e b e r 5 i a - zu Suhl geleisteten Theilzahlungen.

Der oben genannte Zeichner der Actie, resp. der re tmäßrge Enver- ber dicses Quittungsbogens, [Tat die durch das Gesells a s-Statut näher bestimmten Rechte und Verb ndlichkeitxn. -- Nach er olgter Einzahlung des ganzen Nominalbetrages der „Acne wird dem in diesem Quittungs- bo en benannten Actionair, resp. seme_m RechtSnachoner, gegen Rückßabe de elben der darin verzeichnete Kapttaleetrag ln ctlen auögcbän igt.

'

bestimmten Fällen ein, und wird nach den Beßimmungen dieses

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Die mztigkeit ,der um christ ettvaiger Cefßonen dieses Quittungibogens

i die Gesellschaft 11 prüen war bere ti t, aber ni tv 1 tet.- ß sabl,den..tzen 1 18 cho ck srpski;

- - Der Verwaltungsrat!) der Actien-Geseuschaft für Ver bau und Hüttenbetrieb Uennebergia. (Unterschrit in kanimile.) * Eingexragen fo]. ..... des Actienbuchs,

1) Auf obige Actse smd am .......... 18., Thlr. ..... Pr. Ert. eingezahlt: Für den VerwaltungSrath. Der Vorfißende. Unterschrift.) 2) „Am ............ 18.. nd ferner ...... Thlr. Pr.Cour. eingezahlt. (Für den -:c, wie :ck 1)

(3 bis 10 in „113111 wie :ck 2)

(in clone.) 1) Cesswn. . .* ..... Anrecht auf umftehend bezeichnete Artie Nr. ................

eedice an . .......... Valuta erhalten.

.......... , den ..ten.......... 18 (2 bis 10 in 81-111.)

Ministerium für Handel, Gxtverbe amd öffentliche _ Arbeiten.

Bekanntmachung vom“ 27. April 1858 - betreffend die Beschaffenheit der mit der Post nach dem Königreich Polen eingehenden Geldsendungen.

Einer Mittheilung der Kaiserlich rusfischen Ober-Postbehörde kufolge müssen nach den neuerlich für das Königreich Polen er- affenen Zollvorschriften von jet ab auch alle mibben Posten nach Poen eingehenden Geld endungen, gleich wie die ge- wöhnlichen Packetsendungen, von besonderen Declarationen in zweifacher gleichlautender Ausfertigung begleitet sein. In diesen Declarationen, welche nicht auein allen Geldpacketen, sondern auch allen Geldbriefen nach Polen beizufüFn smd, muß der Betrag und die Gattung des zu versendenden eldes anz speziell angegeben werden. Bei baarem Gelbe find sonach die künzsorten, und bei Papiergeld die Arten und Namen der betreffenden Papiere in den Declarationen genau zu vermerken, Ab esehen von diesen Declarationen muß nach wie vor auf den Adressßn der Geldbriefe, o wie auf den Begleitbriefen zu Geldpacketen dieJnhalts- resp.

'ertbSangabe in gewöhnlicher Art gemacht werden.

Das Publikum wird hiervon mit dem Bemerken in Kenntniß geseßt, daß die Posi- Anstalten AnWeisung erhalten haben, von jegt ab, nur solche Gelbsendungen nach Polen anzunehmen, weichen von dem Absender die oben vorgeschriebenen Declarationen beigegeben worden sind.

Zu BJU auf die Declarationen, mit welchen die gewöhn- lichen Pa etßendungen nach dem Königreiche Polen versehen sein müssen, wird wiederholt in Erinnerung gebracht, daß in diesen Declarationen, außer der spezieüen Bezeichnung und der Stückzahl der in dem betrefZZWen Packete :c. enthaltenen Gegenftände, un- bedingt auch der erth derselben angegeben werden muß.

Berlin, den 27. April 1858.

General - Post - Amt. Schmückert. '

Das 17te Stück der Gesey-Sammlung, welches heute auSgege- den wird, enthält unter Nr. 4867. das, Statut der Genossenschaft zur Melioration der Labxschm-Bromberger Neyewiesen in den Kreisen Schubm, Bromber und Jnowraclaw, Regierungs- bxzirk Bromberg. om 6. April 1858; unter “, 4868. dte Bekanytmachung, der Allerhöchsten Bestätigung des StaFuts emer unter der Benennung „Prin Leopold, Actten-Gesellschczft für Hüttenbetrieb, "8qung und Waléwerk“ gebildeten, in Hurl domilizirten Actien- Geselschaft. Vom 18. April 1858; und unter 4869. die Bekanntmachung der Allerhöchsten Bestätigun des . Statuts einer unter der Benennung „Prausker Zerg- werks-Actien-Verein“ gebildeten, in Görliß domizilirten Actien-(Hcsellschaft. Vom 18. April 1858. Berlin, den 1. Mai 1858.

Debits-Comtoir der Geseß-Sammlung.

Miuiskeeiu„ der geistlichen Unteres s: und“ * ediziual - Llugelégeuheiten.cht

Die Aufteilung des ordentlichen Lehrers Baus e ani Gym- nafium zu ' aderborn als Oberlehrer an dem Gymnasium zu Warenborfr genehmigt;

Dem ordentlichen Lehrer an der Realschule zu Stralsund, l)r. ermann Krahmer, das Prädikat „Oberlehrer“ beige- legt; erner .

Die Seminarlebrer Dorn aus Ober-Glo au, Wei aus PeiSkretscham, Kßelcexvsky aus Posen, der Adjqut [):-. Foeßrfier am_Gymnafium tn Wrttenberg, die Kandidaten des höheren Schul- amts Wendland und Grüßmacher aus Berlin. die Lehrer Berger „aus Lüsen, * upcker aus Bensberg und Matthias Jussi Ferit); t'finb BaThi Nl-sEleven der Königlichen Central-Turn-

n a mt em e un eu ni ur Ert "1 '- Unterrichts entlassen onerJz g ß 3 h“ ung gynmastuschen

Finanz - Minißerium. -

Bei der heute fortgeseßten iehung der 4ten Kia e 1171er Köni licher Klassen - Lotterie fielenZZ Gewinne zu 201% Thlr. auf kr. 26,305. 49,268 und 52,457. *

20 (Hewxnne zu 1000 Thlr. auf No. 12,906. 20,140. 27,818. 28,188. 33,934. 39,123. 39,742. 41.261- 47,227. 47,284. 49,413. 50,745. 51,116. 52,453. 55,919. 65,406. 60,355. 83,401. 86,375 und 86,876.

38 Gewinne zu 50.0 Thlr. auf Nr. 923. 10,653. 11,412.

13,171. 14,177. 15,065. 19,924, 20,886. 21,825. 25,645. 29,873. _

30,274. 32,708. 35,179. 37,421. 41,650. 51,405. 52,903. 53,818. 55,813. 57,802. 58,557. 58,650. 58,976. 60,412. 62,133. 66,676. 67,348. 67,684. 75,477. 77,514. 80,346. 85,802. 86,371. 89,040. 89,776. 90,821 und 94,848.

51 Gewinne zu 200 Thlr. auf Nr. 280. 2239. 4305.“ 6452. 9182. 17,345. 19,026. 19,925. 20,084. 21,188. 21,301. 23,122. 25,239. 28,054. 29,390. 30,891. 31,096. 33,379. 36,362. 40,119. 41,801. 42,709. 42,876. 43,162. 45,053. 45,636. 46,783. 47,002. 49,239. 50,611. 52,454. 52,757. 53,379. 54,391. 55,112. 55,915. 58,893. 59,095. 60,515. 61,011. 61,280. 67,213. 73,7' . YYY. 76,157. 79,953. 81,360. 86,797. 90,679. 91,412 und

,30 . 1

Ver 'n, den 30. April 1858.

*_ önigliche General-Lotteric-Dire'ction.

A u -f r u .

, Die schlefische Stadt Frankenstein und das angrenzende Dorf Zabel find am 24ften d. M. durch eine furchtbare Feuerßbrunst heithesucht und fast völlig vernichtet worden. Nur ein kleiner The: beider Orte ist von den Flammen versckwnt geblieben und die mehr als “5000 Menschen umfassende Emwoyncrsazaft ist nicht nur obdachslos, sondern auch zum größten Theile ihrer gesammten Habe beraubt, denn 450 Wohnhäuser und überhaupt 800 Gebäude find mit dem gesammten vailiar-Jnhalte niedergebrannt. Es fe lt daher für den Augenblick an Obdach und- an Lebensmitteln ür Tausende.

So lauten übereinstimmende Nachrichten, die berebt genug snd, 'zu den Herzen der Bewohner Berlins zu sprechen, wie sehr auchdthrxstMildthätigkeit in der jüngften Zeit in Anspruch genommen wor en 1 . ,

Im Hinblick auf das große Unglück in Frankenstein und des Dorfes Zadel find die Unterzeichneten zu einem Hülfs-Comité zu- sammengetreten, und fie werden milde (Haben für die Obdachs- und Nahrungswsen entgegennehmen. Die Polizei-Haupt-Kafse ist zur „annahme und Weiterbeförderung gesammelter Liebesgaben an- gewte en. '

Möge dieser Aufruf für die schwer heimgesuchten Ortschaften bci unsern MitbürZern eine helfende Stätte finden. .

Berlin,*den 21. April 1858.

Das Hülfs-Comité.

Freiherr von Pkanteuffxl, Minister-Präfident. 1)r. Ga- lewski, praktischer Arzt, , riedrtchsstr. 96. von Hann, General, Major und Direktor des lllgememen K'riegs-Departements. von Hülsen, General - Intendant der K. Schauspiele. Krausnick, OhexBürgermcister, Graf von Pfeil auf Pleischwiß, K.Kammer- herr und Abgeordneter für den Wahlkreis Frankenstein und Rimptsch. (Hxaf zu Schaffgotscb, K. Kammerherr und Schloßhauptmann. Graf zu Stolberg - Werntgerode, Vice -Ober-Jägermeister. Uh hen, Chef-Präfident des Geheimen Ober-Trjbunals und Staats- Mimster. von Westphalen, Minißer des Innern. Freiherr v on Zedlip, Polizei-Präßdent,