für Kinderheilkunde nicbt eineicben der Sparsamkeit, sondern der Ruckstandigkeit sei. Gegen. diesen Auddruck m_uß ick) entschieden Ver- wabrrrng einlegen; Wir vertretexr die Ausfaffujng, daß es mit erbrbitcben Vortstlen verbunden ist, wenn tunlichst nur ngvt- klmtken „vorhanden styd ,und Spezialkliniken nur in Außnabmefallen. Troß dieser grundsayltcbxn Bkdenken und, der „großen Kysten- auiwéndungen haben, wir em? Reihe von prztalkiimken eingerichtet. Wir haben an vielen„Untversitäten Spezmifliniken fur Angem, _Ohrsn-, HUF, Nasxn-, Yantz Netwen- .und Kmderkrankheiten.“ Es isi fraglich, ob wir n3cht Zcbon in d_te_fcr Brztebung zu wett ge- gangen _sind. Von nnanztcller Ruckxiandigkett kann also kerne Rede sein. . _
, _Dr. Freiherr LULXUZ yon Bal'llxause'n: Dic Erkiaruna des VFlnistka Uher dxe Beiampfung der'Gemckxiarre tn Schlcsien wird alisettig mtt'Bcsrtcdtgung amgkpoxnmcn _scm. ' TRW ker Anzetgepfiicbt ist es nicht alieni 981.111. Die Gkntckiiarrr ist keine neue Krankheit, aber sie hqtte sxtt sm_em Jahrhundert kSML große Y_usdehxiung gewonnen, durchschn1tt- lich fur, Prsußkn 300-400 Toredfaüe jahrlich. Cm gewissenhafter Arzt wird strts YazStge aucb best Genickiiarre erstattkn. Ich gebe deri! Minisikr anheim, zu bedenken, daß infolge der Vzrbmdung yer- 1chi€k6116§| Matertcn das „Ausfuhrungsgech zum Rexcbssexuchenxeseß bisher immer noch zncht zu stande gekommxn Ut. ' ian wil] iiicht bios; die" „großcn Volkskrankheiten, sondern auch“ ein? ' M*Lnge 1chadlichrr und gefahritchxr Krankheiten, die? im Jiikichsgkfch nicht_ si€b€n_._, tn dds Gejrß einbeziehen. Dadurch 111 die deabr__grox;ér Beiajttgung sur das PUbilkum ent- stakidl'n, _u11d cZAfind Ausruhruxigsmaßrkgeln erforderlich, die sebr schr dirichzufubrkn 1111d.' Jsdxrzktt kann dsr bramtete Arzt, in das Haus 6111Dl111§1€“1_1, wd ('r einer) Kranken dcrmutci. Das in Ein weitgehender Eingriff m die Perfoniicbe Frcthkit und das Hausrecht. Die Kinder konxikn anf- Anordnnng "von den Eltsrn gewaltsam _getrennt werden. 'Dlé (_Elrkrn !iraaben fich Jus bcrrchttgtsm Gestik)! da- IMM; kSikiC Aniiaitspßsge kann aach die Pfixege der Mutter eriryen. Ick brbalie nnr manche Bcdenken VN", bis das (HSsx-Z aus dcm Libgrorrneicnkausd an uns grlangt. Von serth der. Re- gtxrupg i_st grkazt, BÜZ die mecmdcrr die Polizsikosién der Bxkamvfmig ker «euchxn 1chon ]:tzt iragcn. Das ttt an 71:19 rich,]; nder es _sind in drr Praxis noch gar kctrze [dich? ZßULllUUlngkii an die _ Grmcnidrxi dcrangc-trrten; Dre Kretjr 1111171611 Von 1th ab iur leisiringsunsalygk Grineindkn emtreten. Die Kr:*1§ar;t8 _vcriJ-gcn ferner z. B., dar) kciznz Jauche Dori drr Tnngrrgrxrbs 161111 Uanspouauf dis. ZthUtCJk, wctl fie in dt? Brunlzexi ,;srarsn _kam]. Dcr Baurr Zébk ixiit dléié'm koirbirrxn "Dung- stoff [(h-„YU ?€in Mariam, um; abe'r bc'i _1iar_i€m Virgen laßt 11ch Lin Uebsixlisika UTckIUVSkUiLlDLU. Auch an kl? Schizibautcn wrrden gays [[YTÜTTCÄMÖJN Lixxsordcrrmurn ngrlit. Tais: :?er 65 «1, wcnn kr? Jr,;wnmg dis idmmcnde Gksxy iiur aus kii'_ill1 Nitrisxxr'ky gcnaiintsn ?(iichi'U _ksjcbraz-fcn wollt? Dir Grundnrxach der Seuchen liegen in _dsn yozmlcn Berbaltnzffcn. Wenxi jede Fairiiitc ('ink'gesundé, „UMS chximig bailc, n'arc dir Bcfamyfnng dcr kankbrtten sehr leicht.
Minister der gsisilickicn rc. Nngciogcnbciicn Tr. Studt:
Msiixe Herren! Herr Dr. Frribcrr von Lriciiis [mit sich bcitimmt gefnnken, 5:1 cixiém Gsieysntwurf, der das bobs Haus noch liicht bk- sck.iiti,;r msd mrxcrsklicklich im Hauss dcr Abgeordnrtcn noch nicht ab- g-'1chios1„'s11 ist da:; Wort zii crgr-ki'fcn, um cine Kritik d&rxn zu Übrn, die 31-5? (111? "i'ldr ungünstigc angxsébcn we'rkcn „maß. Wenn Herr Dr. Freikcrr kon Lricius am Sckyiilff? srincr “31119111kaan ami) kctdiir i:;i, dat“: (“I kiki: mit Ecnngtuung Erfüllen würds, jrrnn das (BJU) Ziiiiairds iärré, so kurkén seine béuiigsn Anxéüiérrwgen sigrnxllcb xxsrxds ms Gczcntsil davon in Au?s1chtg€sichlif. Msinr Hsrrcn, ich* i-Ckixgc das (1111 da:“? äußerste. Ich würde mir ake'r trrin-xm dis Zxrrückixaliimg arrfsrlchn, in der Sachs scibsx nicht dix Wort zu kmrciicrx, wcnn cs fick) nicht darum baxxcxéts, 1131 "cbrn eiiien w::ssniiicbsn Irrtum zu b.c- ssiiiz-xn, TSU ird nach;":rn'xikcn [*:mäit _scin wrrde und d€r an üch da;:i dcikmzki kOMts, in di:“srm dvb?" „Harris dic T).)isinung zu crwrkcm, S!;- rl“ TZI FsiéLJ-beriscix: YIULÖM, wir €:“? im dém Entwurf ;iix-ZI EMU.“- i':1*:'r ric Lickimriimg r*)r :"!i*crl:a,;[uir:"i1Krarkbritcxr ror- gesébsm ifi, cim ,;énziiäywxxi-xiilxs wärs. :).)c'cinZHcrrsn, dcrxrsis Jrrtnm britx'irt T&rixx, da:"; die srk-rrragkzwkn„*iraiikiurcn ss,;«rüi'cr drn gkmcin- grr'äikriéwcii Kraixiirixrxi zadicnmäéxg io („iir wie gar fxin»: Ryk]? ikiklkn. Die anl d r T*dkké-UiLI-Z ar; xs:11ci:15€'“§i*ri.chrn Kranisr:ii-:n ist in ksn krixixn I.?i'k-M iixx'crkaib Pixxxécrxx gerad»! mirixn, Md we'm man die Sbyikrsjikrr WNW ici) ricit irrr *.*-s:: 1592, 1393 und 1594 _ niir sirkcgrréir ""O iuträßr dix Trirchschr1iirézaii :rr Tek??- fäirz _ ri: ici) uwräisund im Esrächruix wr; _ aix- ingwi dsr gkmcixrzkiäbriickxi: Kraritirir-sn für dz? “FIZ“? n:,eiiibr 505), wäbrxnr die Zzbicm dsr Tykéxiäiix 371 reriisnizkn Kramkixéilsn, xis 'Dr.-'.": Tas RCZUZQÜV V.“;i PHZ! irwril, rrix r*sr kyriicßsnks Gcixycnrwur'“ vor: fix:»t. imzciärr jiiriici) 1:0(00 betr.?„xsn. WH!!! [*Zrl!) Zo stéiikn fick) kirk? ZLTZRTUSU. Nimmt man dir CZ'kirrzx-éit dir?, 15 *"TCUSK 'ich die TrTsökäii? 31: srtxsiixén ,;cinrixi,.x;5..riic1::nKraixkÜIit-(n, Ti? Tas dii:ichxx?Zi-.ZZ TM 1900 [*rrsicbk, a"? Ux'inékr 100 jädkiich ix: d=! rrxrxfxiick-II Mkrarcbie. „ ,;rgkxxübcr Tisskn ZxJi-xx: i'"; :::b di:“ Lirixcbiixiix'; rsr Iixxigxé-x 1:11 WHZ“? rzr ©2183- Z:"ÖYKZ ri: ZUI-xkézinal':;rwal'img ris Mirlxl Zi: ::n-Ir wierrmsn Hand- k:“r;:“5 ?:“: IT.“,ZTNT:.1T*,7 réxixr errkßcitsr'. a.“. T€? HM? 312 ,:Ckén, :rYrZLLÖ :sk:'-ikILTi*Ir. .Hsrrrn,
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„ , T-xrrixFisz-iztir VA": 153.5 Un? scirsm iyxiiiz-In AUZZÜÖrUnzs- ksski::1:2„'7z-3:7 &:sgx-r rxr rrriiexnke (Zixsxt-ZénirrUrf ri-Ét Tias Vér- ich€r";.*,;„ ' :. ;.. :ére weseml'éx Miixrrrxkg, U.“? wxnn Herr Fréiirrr ;_1. Lxcéxé ksbaurtei, T.:? dxr Widrriiand, rkr im Akgecrkrsx-x'ZYU'I ren ECLZ-xrtwari ,;eiéisiet wktdsn “("r, É-xx-Zrkxx, ri: drr: gsltend ,:„xmcht wUrrxn, sich d:“r
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dem "w ENUM zu zieken, c:? mr in zwei cker drsi ganz unter- georcr'xieri FILTH:" Aéäxréeréanxr5se xu drm weikntlicbiién Tsile des GrisZe-Z, i; re:“. ZH, 1 Si.- "24, zxsteii: w::rd-ZU fink, wzixh: das Thema der Dziänrcizn; rer ükenrzzkatsn Kraxkéeiten ::;xck; mekizinaspolizeiliihe Maßxzkmxn 5227277317. “2117: es Hat **:;b Sikk? gxradezu seltene Einmütigkeit Fit den .:“;zurrteil rss ÉsixZ-nrwxrr'Z im .Sa-"? der Wgectdneteu ge- zsÜ-gt, Ter WTXrirrxcks u:: die eréxken, rie fish „331th ,;ewacht Haken, kéjiebexr ":ck Ö.:urt7§ch1ich «7 rex deixrtitel, und ra Zit leider bisßer eiiie :ck? Uxßeeeinirimmanz (:ck nicht enielt worden, was ich uxasdmérr deszze, als fzirexF rer Finanzverwafrung sede erhebliche Lkier Schrirt irir Schritt in ÄUÉÜÖT ZLÜZÜT worden smd. Vo- diesen kerüére ich nur css ein?, da:“; „;.-UW: cis Koniiatierung der erste: FTU: rim üéettrasbaren Krarkbeiteu Ack! web:, wie nach dem Regulativ
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von 1835,den Gemeinden zur Last fallen, sondern vom Staate übernommen werden soll. Das ist ein enormer Fortschritt, der für den Staat ein erhebliches Opfer bedeutet, und auf der anderen Seite der Medizinalverwaltung freie Hand in der Handhabung der amtSpolizei- lichen Befugnisse gibt bei Konstatierung der ersten Krankheitsfälle. Bisher stand die Medizinalverwaltung leider mit gebundenen Händen da, denn sie mußte es sich zehnmal überlegen, ob sie amtlich eingreifen sollte, weil die Kosten dieser Maß- nahmen vielfacb leistungsscbwacben Gemeinden zur Last fielen. Wenn in dieser Beziehung die Medizinalverwaltung dadureh freie Hand bekommt, daß nunmehr die Kosten der Feststellung der ersten Fälle auf den Staat übernommen werden ohne Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit der Verpflichteten, so bedeutet das einen Vorteil, der sehr erheblich ist. In [eßterem Vorteile undin den Weiteren Opfern und Beihilfen, die der Herr Finanzminister in Aussicht gestellt hat, nam-xntlich in Bezug auf die Granulose, wo er 5/7 auf die Staats- kaffe übernehmen will, liegt eine solche Summe Von Gewinn dem bis- beriganafiande gegenüber, daß, wie ich glaube, das Haus der Abgeordneten schließlich die Bkdcnkcn faUen [affen wird, welche binsich1lich der Zu- ständigkeit der Behörden usw. im Kostentitel vorgesehen sind. Der letztere ist allerdings noch Gxgenstand des Zweifels und Widerspruchs, aber ich hoffe, daß diese Bedenken sich beseitigen lassen werden und es zu einrr Uxbereinstimmung kommen wird, und ich erlaube mir schon jstzt dem dringenden Wunsch in diesem hoben Hause Ausdruck zu geben, daß die Ausführungen des Freiherrn von Lucius als maßgebend für die Stellungnahme dieses hoben Hauses gkgenüber dcm Vorliegenden Gesrtzeniwurf nicht angesehen werden mögen. Ich würde es aufs äußerste beklagen, wenn die erheblichen Vortrile und finanziellen Opfer, die die Durchführung des vorliegenden Geiss- entwnrfes in Auss1cht sie'lit, Vergeblich gebracht sein soUten und wenn es nicht gelingcn soUte, da eine Uebereinstimmung zu erzirlen, von der ich hoffe, daß fie dem Lande zum Segen gereicben wird. Ich möchte vor allen Dingrn das Vorurteil beseitigen, als ob das Regulaiiv Von 1835 in dieser Bkzikbung (Erleichterungen und Latitiidkn vorsah, die durch dkn vorliegendrn Geseßkntwurf eingeschränkt werden folien. Gerade das (Hrgcntxil ist der Fal]; rs werdrn erhebliche Erleichterungen gcgen dkn bié-brrigrn Zustand einirkten, und dick MkdizinaiNrwaltung wird nicht mehr in dcr traurigen Lage sein, mit gkbändkne'n Händen drn Aufgaben gescnübkrznsieben, die fick) mit jedem Tage als wichtigsr crwrisen. Jm übtigcn babe ich, was die Tätigkeit der Kreisärzte betrifft, schon im Hausa dcr Abgkordnetkn erklärt, daß ich es durchaus miß- biiiigrn müßte, ircxn cine übertriebe'n kleinliche und bureaukratische Handhabung dcr Krcikärzie Platz greifcn sollte. In dieser Be- ziehung kkrubigcn mich die Berichte drr Provinziaibkbördkn, und dann bitte ich 3:1 bsdenksn, daß, Mun etwa bikr und da Mißgriffe eintreten solitkn, doch auf drr andcrn Seite der stetixc Rückgang dar Sterblich- ke'itsziffcr dsr BCVÖWSUMZ als Ein wcs-xntiichr Gewinn für unsere gesamte Vdii'swr'blfabrt angkscben wcrdcn muß. An diesem Rück- gange drr Sxerbiicbkeitsziffer isi wahrlich nicht in leßtrr Reihe die Tätigkrii im'srrr Mcdijinalorgane brte'iligt.
Graf [) o n KoIVotb: Ich mördte die Frage aufwerfen, warum an dis S:!!(il-ér drr hummistischkn Gymnafikn in Schle'fikn böbere Anikréckx 1! 11ar wcrden als in anderen LGdrstsilrn. Nach meinen (Fksäihk1111,7_„1! bsi dsr SchUlanificht kommen Schlüer, die aus andere'n Prwdiiizxii konimrn mit gutsn Abganaszewgniffen, in dsrsalbcn Klasse in Sch1csixn rxich irrt. Da “gen ommen schwächste Schüler aus SÖicfi-xn, rio “:mci) anréxcn ' rovinzxn gkbcn, dort immsr sebr gut fort. Der :i'iinisisr kann da:“? als Erfahrung eines Laien ansehen; &:er ich_ [»“?an miri:- an zwci Zcuxniffr, das Link von dem srübrren Obxrpräiiismixm “Finch 331175175151, dcr in ssinrr Eigsnschaft ald Prä- sident dcs [O:("Hi'1UIUÖUUOUSZUUUÉ mir wäbrend ssiuer Amtszeit xriekcriéolt rrkiärt 171.7, drs; dis vanasirn in SÖii'filil zu [wdr Un- Zr'rrcrungcn steiilcn, cr Labs dcsiéxib ssinsn Sokn nicht auf ein 'cblksiIÖC-Z vanaiinm gkschicht Das zwritk Zeugnis ist noch scÖwerwirsanr, ixänilicb da? rss jsxzigcn Okcrvräsidenten Grafen erliiz, rkr friier Obxrvräfidrnt in zwsi anderen PkOViUikn war umd einstmals; srlksi Kultusminister grwssxn ist. Er bat mir im Prriéixmiailanktag in Vierlau vor wknigkn Tagen be- stätigt, dai? kik Wirsisrhsn Emnnasikn vikl böbére Llnfordcrungen stelisn im Vrrgi-xicb 511 dkn wsi'tlicbkn Provinzrn. Hkrr von Gruß sagte gxstern: wir (Zebixfisr hätten es wahrscbrinlicb billiger, mehr zu le'rncn al? dis anrrrcn. Dcr Unicrschixd kommt wohl dabrr _ 85 soli ksix; Angriff gkgcn d-xn M*inisicr, ionrsrn grgen das System sein _, raf; drr Virwaltung der höbkrsn Schnien ein ein- bettii-chr EUS fedit, Cil'k grwisir Uniiormrsrung, wie sie in kW Kadétteniärrsxrn [“rktsbt. Ich will die humanistischrn vanmsirn nicht auf 7:4?le Stur"? stIÜkn mit dcn Kadrtten- Häusern. (iwodl dsrsn Lsiirr dis Sacré gerake andrrs ansehen. DEM WM (in Litartaner Wm vamsmm in eins Kadétté'nanstait k0m_mi, wirr cr niz): naÖ seinsm 3-*ugni§ Einranzirrt, sondern ge- vrüft, Und kyrrmt dann immer (ins Kiaff: jizf-xr, als" er auf dem Gymnafium saß. Tie? Kadettenqnstaltrn 13.1ka den großen Vor- zug rss einbxitlicben (53217123. Bei den Gymnafirn bésteöt da- aZZen einr- 33 große waegungxfrcibsir drr einzelnen Provinzialscbul- konsiSZ umd dsr rinzclnsn Lebrkcilkgixn. erer sxicbt Dkn andkrén zu üb-krttcrxen, UNd rake'r entstehen Unxirickxbeinn. Wa-Z 6311 Direktor alles tun kann, siékt man an ein-m Beisdiel in Schlesien, wofür ich k!? Namxn d-m Minister rriratim gcrn mittkile. An einem schlesischen Evmmüum fizlcn rie Abiturienten durch wegen Ab-“Öreibens. Meine erren, alik, die ihr Examen gkmacbt baden, k?nnen das. Nuri bat dsr Dirskwr sie allé an kesondxrs Tisch3 aesest, sie i::dän stb abxr doch v::siändigt. Dann ordnste Lin Schul- rat an, daß si? [0 ,;sketzr werden sciltkn, daß six mit Ohren und Aazén 171) Séßksiiéitig nickt errsichxkn. Ick bätie nichis da;;egen, wenn irrer "o abzeslhirffen würds, wie es im Reichstag in den kismén Aktxilangen geschiebt. Daß absr j-der Schulrat es maéxtr kann, nix (r wiki, irt eme Ungikichbeil; cs feblt hier am ein- b-éitlrchn (Ink; bei d r SebulJerwaltung. So sind aucb die großen Ferixn in dissem JIÖkS für Berlin vom 7. Juli bis zum 15. August beriémmr. Für die Schulen in der Provxnz dagegen nur bis zum Z. Auz-„mt. Da? wird xwar den Berlinern nachher bei den Michaelis- ferien wiecer adzeinwst; aber wie kommen die Berliner dazu, es anders zu [*.-Ihen 5115 z. B. die Bresiauu? Eine große Ungerechtigkeit likgt a_uch ix_n Yerseßunßsxxrmin. Jm aligeméinen haben die Gymnasien eme eirxjabrise V.:rreßung, manche aber auch eine balbjäbrige. Z. TZ em notieikendér Agrariec oke: ein Könizltcber Oberförster_ das imd jsdxnfakls Leuté, die dir Verkehttgurg haben, ihre Jungen auf em Gymncipum zu jch§cksn; es smd sonst vi-le aus Gefelifchaftéklaffen da, 'die „eigentlich i:“ine Berechtigung dazu haben _ bat lehr wenig Mittxl, um seinem Sohn diese Ausbildung angedeihen ju laffen. (Zr jch'ckr ibn deshalb auf das Gymnasium der Nachbarstadt, wo er em? alte Tant? bat, odxr es kann auch etwas anderes sein. Dieses Gympgsium hat aber dix ganx'äbrize Vkrseyung. Dxr Junge wird nun _ thl er nicht Mathematik ann _ das kann ich j. B. auch nicht _, nickt nach Untétsékanda vkrsetzt, urid ma,“ ein ganzes Jahr sitzsn bleiben. (Z»; b-éffett sich aber in seinem Kopfe nicht, und in Umer- sekunda bleibt er wieder ein Jahr fißen, braucht also für Obertertia und Untersekanda 4 Jahre, wäbrmo er bsi balbjädrig-r Vnsryung .“mdkkSwo mu .? Jahre gebrauckzt kätte. Möge dsr Minister erreichen, r in der ganzen preußischen Monaräoie rie Schulubr gleichmäßig ti t. Es wäre gat reicht schade, wenn Cie viellsicht auf Minuten und Sekunden diväginte, aber nicht, we heute auf Stunden und
Tage. Ich bitte den Minister,“ "derSaihewéam' Ich möchte jest noch auf eine für stitFabavicbtigeu Sacbuingebm, die Einteilung des Schulsemesters, und möchte zwei Bilker aufrollen, da,: eine schwarz mit vielen Schatten, das andere in bunten" schönen Farbe;, Das _jeyi e Schulsemester fängt zu Ostern an. "Junge kommt von den erien zurück. In den. ersten Tagen sieht er sich die neue Klasse, die neuen Bücher .und die neuen Lehrer an "aber er [mt nichts. Zwischen Pfingsten und den großen Ferien fernt er etwas aber das verlernt er" wieder in den großen Ferien. Er kovnui so nach Hause, Wie er zu Ostern gegangen ist Ick liebe das Sommersemester sebr; unsere Jungen lernen zwar nichts, aber sie erholen sich tüchtig, und ihr Körper erstarkt, und das nüßt auch ihre, Geist. Nun kommt aber die schwierige Zeit bis Ostern, die Augß vor dem Examen. Der Junge kommt nicht zum Spazierengehen er sist den geschlagenen Tag in einer überbi ten Stube bei eine; schlecht brennenden iYetroleumlampe. Ick) wün che nun, daß bei de- (Gymnasien mit Ja resverseßung der Schulschluß vor den großen
Ferien und der Schylanfang nach diesen eintritt, und bei den Gym. nafien mit balbjabriger Versrßung die Teilung zu Weihnachten er-
folgt. Körper und Geist der Schulkinder werden bei dieser Einteilung
frischer sein als bei dem jetzigen Zustand. Man wird auf die Schwierig, “
ketten wegen des Universitatsbesucbs himveisen. Aber das Sommex, semester ist an sub kurz. Die jungen Studenten kommen 14 Tax nacb Anbruch des Semksters und hören 14 Tage vor Semesterschl* auf. Das ganze Sommersemester ist also nicht recht vorhanden. J wünschte, ich hätte tausend Zungen und 'die Beredsamkeit eines Demostbenes, um dsn Minister für meine Wünsche gefügig zu macbnr Eines hoffe ich wenigstens, daß ich eine Fackel angezündet habe, die weithin einen großem Brand entstammen wird, und die Fachpresse fich dieser Sache bemächtigen wird.
Dem Vorredner ist es geglückt,
Herzog_z u Trachenber'g: die Aufmerkmmkeit des Hauses in boblm Grade_zu erregen; er hat
mich als Fachmagxi angerufen. Bis jxßt ist nur zwar von dieser meiner fachmännijckxen Eigenschaft nichts bewußt, wenn ich auch
Vorfiyender eines Provinzialfchulkollegiums eine Zeitlang gewesen Zedlitz, auf den er sick) auch berufe!) hat, ist doch ein ' größerer Gewäbrsmann, denn er war Kultußmimster, Wozu ichi es mc nie,
bin. Graf
noch nicht habe bringen können. Der Vorredner auch ich könnte ibm bezeugen, daß die Anforderungen in dkn schlkfischen Gymnafien höher? seien als in denxn anderer Pro. vinzen. Im allgemeinen müßte tcb hierüber mein Zeugnis derweigrrn, weil die Tatsachen, auf denen fikh mein Urteil aufbaut, mir in meiner amtlichen Eigenschaft bekannt grworden sind. Wir sind ja noch nicht so parlamentarisch regikrt, daß wir über uns amtlich be. kannt gewordene Tafiacben in dcr Oeffentlichkeit sprechen. Aber aUc Schüler in Schlesien _ und Schülrr haben eine sehr feine Nase _ glauben, daß die reglementariickpen Bestimmungen Übkk die Examina in Schlesien besondkrs streng inyegrbalien werdsn. Einen Irrtum dcs Vorredners mus; ich aber berichtigen. Ick babe meinen
Sohn nicht auf ein Gymnasium außkrbalb Scblcsiens geschickt; mein * zweiter Sohn hat das Abiturientenexamen tn Sagan gemacht, und
er hat, da er überaus kurzsichtig ist, nicht einmal die Möglichkeit gehabt, bei den Examensarbeiien abzuschreiben. Vor ning die merkwürdige Notiz durch die Zsitung, daß Von 28 Abiturirntkn eines Breslauer Gymnasiums 8 durchgefallen friert und die Prüfung VonMorgsnsZ Uhr bis Nackomittags 2 Uhr und von 4 Uhr bis 913 Ubr Abends qrwäbrt habe. Das ist eine Tortur für Prüflings imd Prüfer; Ich weiß nicht, ob die Angakr den Tat- sachrn enttprichi. Iii es abkr' der Fall, das; die Prüfung in der Maibxmattk erst Abends ZZ Uhr bsgonnew hat, so ist es nicht ysrwunderlich, wenn ein Teil der Schüler dxrjagte. Dcr Vor- rsdner bat sodann auch die Notwendigkeit einheitlicher Schul- semesier beioxit. In Orstcrrxick) sind sie beréits eingeführt. Vielleicht prüit der Kitltusminiiier einmal disse Fraue. Urber die chrvlänc auf unseren Gymnasien hat der Vorredner nicht gesprochen. Es ist dies aber ein unge'mein wichtiger Punkt. Freilich sind Heilas und Rom noch immer die Grundlagkn unserer modernen Kultnr. Wie uns in Griechkniand die einzelne Persönlichkeit in hohem Grade feffrlt, so in Rom die Gssamtbeit cbarakterfester Männer, die dem Staat zu höherer VoÜkommenbeir aufbauten. Daher wird niemals das Stuiium der alten Sprachen ganz colbehrt wrrden könncn. Unssre Lehrpläne sollten abkr niemals den Charakter der Stakiblik annebmcn; sondkrn fick) weiter entwicksln. Die Schills ist nicht Seibstzwsck, sonrkrn Erziebumis- nn_d Vorbrrkitungsanrtalt für das qanzr spätere Leben. Die Lebrplanc habsn swb untcrzuordnlu den Anforderungen der Zeit, in der wir leben. Mit der Einführung dsr allgemsinen berpfiickot mußte in den Gymnasien der Turn. unterricht okligaioriick) wsrden. Nack) dsr Gruydupg des Naiional- staates mnßten die Muttkripracbe und die vaterlandtsche Geschichte ix den Vkittelpunkt des grsqmien Untkriichts gesteiix werdcn. Zsßi, 73 wir in die Reibe dcr Weltpolitik treibenden Machte eingetrsten sw:, bsi unserer zunehmendrn kommerzielien Entwicklnng, Hei der wachserirxn Bedeutung, welche die wirtscha7t1ichcn Jnteresssn tm Gkgcnsaß zu dem, was man früher Politik _ Vérkebr der Völker mitcixiander _ nannts, haben, möchte ich nwinen, daß die obligatorijcbe Ein- führung des Englischen in unscre Lehrpläne„ welches im Gegensaß zum Französischen _ drr Sprache" der oiittk _ die Welthandels- 1prache ist, auf die Dauer nicht mehr ent ehrt werden kann. Es mag sein, daß das Griechisch darunter lcidet. Man mag dies bedauxrn, abkr man wird ck nicht ändcrn könnxn. Ich bitte den Minister, diesen Gegrnständen séine doll? Aufmeikiamkeit zuzuwenden.
Wirklicher Gebcimer_OberregierupgSrat Dr. KÖVkL; Von den bist angeiübrten VorfaÜ bei der Abiturientenprüfung in Bréslau ist uns bisher nichts bkkannt. Wir werden einen Bericht einfordern und die Angelegenheit aixfklären. Sollte der Zeitungsbericht den Vorgang richtig dargeiteiit haben, so würde eine falsch Juterpretaiion der Beiiimmungcn der Prüfung& ordnung und sogar ihre Nichtbeachlung Vorlikgen. Indessen m_öcbte ich heute schon anne_bmrn, daß der Sachverhalt anders likgt, daß dix Schüler aruppenwsije geprüft wsrden md, die einen Vormittags, rte anderen Nachmittags. Daß so viele Schüler durchgefallen sind, wird ihren Grund wobl in anderen Umständsn haben als in der zu langer Prüfung. Der err Vorrertzer hat unseren Lehrplänen Startbeu vorgrworfen. Dieyér Vorwurf ist nicht berechtigt. Den Lehrplänen eignet nicbt Starrbeit, wohl aber den Elxern, die ihre Kinder, obwobl Realschulen vorhanden sind, nicht auf diese schicken, troßdem sich ihre Söhne nicht für das vanafium eignen. Die Alixrhöchyte Botschaft von 19T0 bat klar ausgesprochen. daß der Bildungs- wert der drei Anstalten gleich ist. In der Praxis ist dies aber noch _ nicht der Fal]. Die Gymnasien werde- bevorzugt, ganz beionders in Schlesien, Von besonders hohen)!» forderungen an die Schüler der vanafikn in Schlesien ist uns mixt! bekannt. Wir werden abxr Erhebungen anstellen und, wenn mögltcb, Abbilfe schaffen. Ich habe allerdings bei meinen Revisiynen nichts gesehen, was and-rs ist als in anderen Provinzen. Auch m Schlesie! wird mit Wasser gekocht. Hm Graf KoSpotb verlangte einen einheitlichen Gu für unsere Schule. Dieses Verlanxzen steht im entschiedenen Wider pruch mit allem, was in neuerer Zeit uber Bx- wegungsfrsibeit gesagt worden ist. Sonst heißt ,es: Individuali- sirren, Bewegungsfreibeit! „Hier wird einbeitliHer Guß ver- langt. Das entspricht m(bt modernen pädagogifckyen Au- fiébtm. Ueber die Fertenfrage haben wir bereits Berge von Akten i_- KultuSmiuisteriixm. _Eine einheitliche Regelun dieses außerordentlich xchwierigen Gkbtetß tft nicht möglich. Es ängt dies mit der Ge taltung des Schuljahres zusammen. Es war angeregt, gleitbgulnü wie die Ortern fallen, am 1. Avril zu schließen. Hiergegen bat fck erheblicher Widerspruch auch von kirchlicher Seite geltend gemaÖK- Mit der Fra e einer anderen Gestaltun des Schuljahres wird "ck die Zukunft „es äftigen müssen. Es iii dies eine Frage von seb- großer W1chttgke t.
(Fortseßung in der Zwriten Beilage.)
„ und die mangelnden Heizvorricbtungkkl-
„ ; die HEjzwerden wie . ge e " , " ' t ebalten werden.
. Die Lehrer musten miiglicbsi fes g '_ '
* YembetÖarYtlebrer feiert jetzt das 2)jal)rtge Iubtlaum, leider
1- „örtlichen Gewohnheiten ** anstaltkn ' Worden , wre
kurzem ' ',
.Es? 80.
(Fortsehung aus der Ersten Beilage.) 3 „YFZ
: L s bei Schulbauten auf dem Ladde errvon Kli in g (Yeti FTI?“ sind die viel zu großen Fenster Die SFulsTn auf demßLandx
tter auSgeseßt. Sind die en er zu qi-"o ua “sind Wind und Me s der Unterricht bei großer Kalte aus- vorrichtungeTHcljdxéxßtFn WJÜU bei mehreren neuén Schulbauten
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ist manchmal übern eben.
, A s ei nung, wie es_sehr_ anae_bracht gewesen wäre. Jideldüerrfeikreixäck) ldiez Hhrerstnilétfizud1ebircbubeiFrdßwStYidxminLeLx; ' " de an a n e z. '. _ lao'xheeiZTr rYrikaIsTfrcahZ14tLStundeniür Matlxemank und 1 fur Geometrie. Wenn der €Z::iorer mit solcher Bildung auf das Land kommt, hat er
" ' L i, auf dem Larde zu bleiben. " natuYiFidnitiiYiaidliiektor ]). Scbwarizkovff: Fur die Schul-
- c ormalpläne. Die Pläne sind im Abgeordnetenhaus: abiiidt“DiFrestdldbrinNkritisi-rrt worden, daß man zu i_ebr !chablomsint. Deshalb hat der Minister xerxügt, td?! rn drk) AUSfidbkdieii?! dseidbPrlich ' ' ' emal vera ren, n die Provinzialbebörden nichricshten sollen. . Für die Präparanden- find 1901 neue, einheitliche Lehrplans erlassen sie bisherönLngar nztUcbx .dbritanden.aj XYZ ; aber keine ü sr r e enen 11 or erringen : ÄdRildXxeTer Lehrer brzweckt. Die Beschwerden des Vorredners darüber kann die Régieruna nicht als berechtigt anerkennen.“ Wir babkn nur eine einheitliche Ausbildung der Volksschullehrer. ,
Graf v on Oppersd orff: , Wenn das yreußtsYe Fmaqz- ministerium die biiligste Art und Weise aussucht, wie dte _inrerbrtl- kunde von der innercn Medizin qxtrennt werden kann, so ,ist das Von seinem Standpunkt aus zu be mien. Wir find darin einig, „daß dqs neue Geseß über die Bekämp ung der ubertragbx'rcn Krankheiten die Gemeinden möglichst wenig belasten soll, Zuber wir wolien das Gases wegen der geäußerten Bedenken nicht 3111111116 abweisen. In der Frage der Trennung der Kinder an den Elmn kann man mit dem Appel] an das Gefühl nicht den rtchtrgxn We'g finden. Es kommen da hauptsächlich die Wohnungswerbaltpiffe drr _armeren Volkxklaffsn in Betracht. Der Wunsch, das preyßtscbe Ausfuhrungsgxscß nur „czuf die sechs im Reichsgeseiz genannten Krankbriten zr: beschranken, [ckckck „mir sachlich nicht berechtigt. Wir haben das Netgbégssetz nur.fur die sechs sogcnannten Weltseucben gemacht, „weti ste Gott sei „Dewi? , remde und Ausländer find und, wir sLL „fernhaltevn muffefn. Fiber die Lepra, das Kindbetrfieber, dw Diphtherie sind fur 1:11s_i)i€l gefährlicher als jene Weltseucben. „_Wcshaib wüten wir auf mch- .emäße Bekämpfung unserer iniändtjckxq SLUchLU Verztchien? Die Fisherigen Vorschriften reichten aber nicht JUST wir braucbkn por all€m einheitliche Bestimmungxn. Man kann Vreiietckxt i_wch ak-Zdem1scl) darüber streiten, ob die Wellstuchen oder unsere itilgndtichen Ocuchrn uns gefährlicher sind, aber in der Beka-npfung munen fie rmtrrni-bar
t - d . HSWZTFHLZSL Fril M a n t e u f f e l : Auch ich stehe auf dem Standpunkt,
(1 dar *rcn iche Gesetzentwurf minx Rkicbéfkuckßfikngcsiß
xvesit über dax Zißls binausschießt. Der Minister nannßtc die Aus- führungen des Herrn von Lucius Un-tktsix'liirrigen. Ick) iibeilaffs cs diesem, fick) übrr diese Liebenkaurdigkcit desK Ministers_ ans- cinanderzuscsen. Ich glaube nicbt, 'dgß' die Vorlage, wie sie im Abgeordnetenhaus gksialtet iir, bier “nu Heirkndaus zar An- nahme gelangen wird. Der Cyt'wrtr'f nnldc'rt alierdmgs das Re- gulaiiv Vo111835, aber dieses ist jrrt Vielen, meien Jabrrn schon m_cbt mei): angewendet worden. Ick fürchte, daß durch das nkueOeseiz insbesondere die Gutsbezirke schlschtc-r behandelt werdcrr, 916 die. Gr.- meinten, das ist aber nun schon einmal Norm in drr reiztgexi ©6168- ,gebung. Wenn auch der Staat Einen Teil der Kosten ubrrmmmt, jo erfordern dock) die damit im Zusammenhang siebeiidcn Maßnaviycn weitere Kosten. Der Kostentitel allein wird abx'r fur das ©9111; nichr aus*!chlaggebend sein düric_n, jédoch soilten wn: in der Fa||ung dcs Grsrtch um? eine Weise Maßigung auferlegen.
Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten Dr. Studt:
Ich glaube den Ausführungen des Herrn Freiherrn Von Manteuffel zu Beginn seiner Rede entnehmen zu müffen, daß er besonderen Anstoß grnommen hat an einem Worte meiner Erwiderung gcgen Freiherrn von Lucius, und zwar an dem Worte .Unterstellung'. Eine nähere Interpretation seiner Kritik bat Freibcrr von Mantcuffel nicht gk- gebkn; solite ich aber annebmrn müssen, daß hierin der Vorwurf ]iegt, als ob ich dem Freiherrn von Lucius eine absichtliche Enlsteklung des Wußten Sachderbalés zum Vorwurf meinerseits gemacht hätte, so kam ich nur erklären, daß mir dirse Absicht vollkommen ferngelegen hat. Sollte das Wort .Unterstxllung' aber wirklich in der von Frei- herrn von Manteuffel Vertretenen W:“ise ausgelegt werden, meine Herren, so nehme ich nicht Anstand, es zurückzuziehen und durch die Worte „irrtümliche Annahme“ zu erseßen.
. Dann, msine Herren, muß ich aber im übrigen voUständig auf- recht erhalten, was ich in bezug auf den parlamentarischen Gang der Verhandlungen des Abgeordnetenhauscs hinsichtlich drs Geseßer-twurfs über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten gesagt habe. Gerade die Bestimmungen, die Freiherr von Lucins als besonders bedenklich bezeichnet hat, bilden den iechnisch-wissensckxaftlichen, den Hauptinhalt des gamen Geseßes, und fie sind mit ganz geringfügigen Außnahmen in bszug auf Nebenfragen vom Abgsordnetenhause brinabe einmütig akzeptiert. Ich kann also nicht verstehen, wie man aus diesem Vor- gange ein besonderes Bedenken gegen die Durchführbarkeit disses Gesryrntwurfs entnehmen kann.
Was den Kostentiiel betrifft, meine Herren, so babe ich bei meinen Darlegungen außdrückäcb hervorgehoken, daß der wesentlichsie Punkt der Differenz mit dem Abgeordnrtenbause beseitigt word:»n ist durch das weitgehende Entgegenkommen der Finanzverwaltung, welche ihrerseits konzediert hat, daß die sämtlichen Kosten der ersten amtsärztlichen Feststellung von übertragbaren Krank- keiten auf den Staat übernommen werden sollen _ ein enormrr Fortschritt nach jeder Richtung hin, sowohl in wissen- schaftlich“ Beziehung, wie für die Durchführbarkeit der gesamten Maß. nahmen. Es bleibt in diesem Kostentitel nur noch eine meiner An- "sicht MFT!) verhältnismäßig untergeordnete Frage übrig, welche leider einstweilen „den Gegenstand einer noch bestehenden Meinungs- ZYIWZJYÜ TLykischen!) der S'taatSregierung und dem Abgeordneten- d K t l 'i ßere etrtfft insbesondere die Frage der Gestaltung
er Os cn as hinsichtlich der Einricbiungen, die zu seuchenfreiér Zeit zu treffen sind. Aber auch in dkksek Beziehung ist seitens der Finanz- verwaltung das Weitgehendste Entgegenkommen bewiesen worden WM- daß eine Verdoppelung des Dispositionsfonds der Medizinal-
5 “ ZweiteBeilage „ zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen StaatSanzeiger-O
Berlin, Montag„ den 3. April
vervoaltung in Aussicht gestellt ist. Außerdem sind Abmachungen im Gange mit der Gesellschaft des Roten Kreuzes, Welche hoffentlich dazu führen werden, die Kosten der Herstellung von Baracken und ähnlichen Einrichtungen auf das Mindesichß dadurch zu" be- schränken, daß die Gesellschaft die Bereithaltung dieser Baracken uber- nimmi, und ck sich danaä) nur noch um geringfügige Abonnements- beträge und die Transportkosten handelt. Deshalb gebe ick; die Hoffnung nicht auf, daß dieses Geseß in der von der Regierung der- tretenen und vom Abgeordnetenhause bereits im wesentlichen akzeptierten Weise zustande kommen wird. Ick) hoffe auch, daß das hohe Haus ein Entgegenkommen zeigen wird, Welches endlich die Regierung instand seßt, eine .so überaus wichiige geseßgel'erische Aufgabe in Einer der Volkswoblfabrt und der Volkßgesunkbeit förderlichen Weise
zum Abschluss zu bringen.
Dr. FreiberrLucius Von Ballbausen: Nach 0811 Erkaärungen des Herrn Ministers brauche ich auf die persönlich? Seite der,Sache nicht mehr einzugeben. Vom Abgeordnetenhause liegen abschließerzde Beschlüsse noch gar nicht vor, wohl aber liegen noch viele Antrage zur dritten Beratung vor, welche das Recht des Arztxs zum Ein- dringen in die Wohnung *und die Trennung der Kinder Von den Eltern
beschränken sollen.
Oberbürgermxisier Struckmann-Hildesbeim: Wir soliten nicht die Gleichmacherei in den Schulen unterstßßen. Einfranzöfischer Unterrichtöminister war stolz darauf, daß er in jeder Stunde sagen konnte, was in dem Augenblick in jeder Schule in ganz Frankreich gelehrt werde. Ebensowenig kann ich für eine Völlige Glxichlegung aller Ferien sein; dann könnten viele Leute uberhaupt die Sommerfrische nicht besuchen, denn wo sollten aUe Wirtschaft§bäuser herkommen, um die Fremden zu beherbergen, wenn alle Sommerfrischler zu derselben Zeit erschienen? In das innerkirchliche Leben hat der Staat nicht einzuxzreifen. Wenn der Staat die Ruhegehaltskassen der Geistlichen übernä me, würde er fich auch eine gewisse Einwirkung Vorbehalten. Die Kirchen- gemeinschaften täten gut daran, sich nieht in eine zu große,finanzielle Abhängigkeit Vom Staate zu beqeben. Vergleichungen, wie die des Grafen Hobenibal zwischen den Aufwmdimgen für die katholisch? und die evangelische Kirche sindimmcr mißiich. Viele Aufwendungen fur die katbolische Kirche beruhen auf der rechtlichen Verpflichtung des Staates. Dér Staat hat seinerzeit die Kirchenvermögen eingezogen. ,
Professor Dr. Loening-Halle: _Das ganze Haus wird dem Grafen Kokpoth dankbar sein für 1etne' humorVolle Darstellu'ng drr Verhältnisse auf den Gymnasien. Mit dielsm war ich em- derstanden, aber als Vertreter der Ur_1iversztat€n crbebx' ich den entschiedensten Widérspruck) dagegeri, dax; unicrc Gymna11en gleich ge'macbt werdrn wie die Kadettenbausrr. Die Gymnasien, sind ein Feld der geistigen Freiheit, und ich „mrinc', es wird noch viii zu dir! reglementiert und schemaiisiert. Die Lehrer ikagen, daß ihnen, dxe Freude an der Berufstätigkeit genommrn Mrre, w01["chk8 Freiheit viel zu sehr beschränkt wird. Die (Gwnnafiallcdrcr musserx Gelehrte und Pädu ogen skin; um das zu können, Ulllß ihnen Freiherr gelgsssn werden. aß ein Mißbrauch Vorkommrn kann, wie bei jeder Freiheit, darf daddn nichr abhalj'en. Wir werden stolz sein könndn an unsere Schulen, wenn se nicht durch Reglements cinqcschnürt werden.
Obrrbürgcrmeistcr Fuß - Kiel: Ich muß den Grafen Koépotb in Schutz rcbmsn gegen die Vorwürfe dxr [Wien Vorredner. Der Graf wiil anch nur Eine Einbrülichkcit in dem äußerrn Verwatungs- appxrat. Eine Durcharb€iiu11g aus ewctn „Guß Will er auch ftir die Lebrpxäne. Die notwmdige Individuali rerung soll nicht aus unserrm Schniwrscn Virbannt werden. "Die5 ede des Grafrn Kosprib war mit eincm außcrordentlrch erfri|chend€n_Humor durch- tränit, sodaß wir uns alie gcfreut babc-n. Ick maß ihm aber darin widerswrcchcd. das: er ein besondérkd Anrecht für die Söhne der A;]raricr, Pistoren Und Oberförster auf Gymnasialbesuck) in Anspruch nahm, demi ;ck glaube, es kommt Vor allem auf die Befähigung drr Kindsr an. _ . Bis zu meincm [cßtrn Augenblick muß ich aber dagkaßn protestieren, daß das Grierixi'cbe aus den bumimstisckpoxi Eymnafirn ausgeschaltet wird. Die Erfrischung mit dem Tau ddscr köstlichsten “Sprache muß unjerer Jugend erhalten werden. Auch nicht tem Epglischen zuliebe darf das Gri€chische beseitigt wsrdc-n. Ick will nun kcsonders noch dem Kuliiisministerium danken für die Nufwrndxmgcn für die Kieler Uniwetsität. Unsere Gemäldegaisrie ist aber bluse noch in einer Scheune_ unter- gebra t, wi: cs im VolkSinunde heifit. Wie ich gebört hakez1chweben auch Ykkbandlvnacn über diesen Gegenstand. „Weiter wunsckye ich eine ethnographische Prof ssur für unsere Univrisiiät Kiel. Der Landwirtschaftrkammer ist im Abgkordnexenhaufe der Vorwurf der Interesselofigk.it cgcnüber dem Laiirwirtjchaftlichen Institut unserer Univxrfiiät grmaxixt worden. Abr: das zu Unrecht. Es ist für dieses Institut eirc Pro„-_ssur für Tierzucht und Betriebslehre außerordentlich notwendig. Ich hoffe, daß die Staatßregierung unscren Wünschen gegenüber fix!) nicbt ablebncnd Vsrbaltcn wird.
Geheimer Regiérungsrat Kl dssch: Die Unierrichiéd€rwa1tu1m bat gehofft, Mittel für die Auchstaitung d:s Landwirtschaftltchen Instituts in Kiel in diesen (Liar einsteiicn zu können; die Vorarbeitrn konnten abrr nicht zum Abschluß grkrackrt werden. Deshalb_ müsßen wir auf den nächsten Etat derWLiie'n Wir wcrkkn hcmübt sein,): e Wünsche Kiels nach Möglichkeit zu crfüiien, damit seine Univi'rfitcit noch weiter blü t. l)Herr von Kli Hin 5: Mit der Vorbildung der Lehrer smd wird auf dem Lande im Gegensaye zu den 'Auf-führungen des Minisisrioldircktors nicht zufrieden. Woher kommt de'nn der Lebrcrmangcl? Durch die Anforderungen in den Präparandenanstaltrn wrrdcn_ viele abgeschic'ckt. Wir müssen die Sache auf eine andere Weise anfasjm, als („S die Re- gierung bisher getan hat. _
Ministerialdirektor 1). Sei) w a ryko p ff: Der Grund fur den Lebtertnangel liegt in der großen Vevdlkerunasvcrmrbigmg und in der verlängerten militärischen Dienstzeit ker Lehrer wn 6 Wochen auf ein Jahr. Durch Schaffung neuer räparandcimnjialten hoffen wir den chrermangel zu beseitigen. Na 4 Iadrcn vabm „wxr die Zahl der Präparanden Von 11000 auf 17000 gesteigert. Wir werden in 5 Jahren des Lebrermangels Herr werden. _ *
Graf v o n H o [) e n t b a l - Dölkau: Ich gcbchrmStruckman-i zu, daß solche Berechnun cn, wie ich sie dorführte, nicht machen!) smd, aber ich babe die SLknlarisation schon berücksichtigt. _ er Kultus- minister Goßler hat gesagt: .Die katholisch Kirche crbali, obwohl sie nur halb so Viele Bekenner hat, das Doppelte an Dotattonen vom Staat wie die cdungeliscbe.“ . „ ,
Oberbürgermeister F u " ck- Elbericld: ch nidcbtx" den Minister nach dem Grundsaß fragen, nach welchem die Zusch111se fur die höheren Lehranstalten gegeben werden. Ministerialdircktor_Althoff bat c'incn Wunsch der Stadt Elbcrield nacb Erhöhung des Zuschusses kum ang lrhnt. Ick babe vergeblich zu erforschen gesncht, nack) welchen Grundsaxen Verfahren Wird. Jedenfalls muß dabei angleicbende Gerechtig eit walten. Am schlechtesten kommen nach meinen Untersuchungen die Städte we , welche die höchsten Schullasten und die höchstenSteuer leistun en aben. Die Städte in Preußen geben 36 Miliionen fur die hößeren Schuicn aus, der Xrozentdaß Pro Kopf schwankt zwischen
2,69 und 0,57 .“ Am niedr gsten ist der Beira? in Altona, am höchsten in Frankfurt a. M. Die StädteDortmund, leerfeid, Barmen
1905;
und Crefeld haben keine staatlichen Anstalten; nur Dortmund wird jest das Glück haben, eine staatliche Axisialt zu erhalten. Die Staatßzuscbüffe sind in den einzßlnen Stadten ganz versehieden; es scheint lediglich die BevölkerunJSztffer zu (Grunde gelegt zu werden. Man wird nichts dagegen einWenden, wenn die kleineren Städte verhältniStnäßig mehr bekommen; aber am scblkchtesten kommen die Städte Barmen mit 10 000-141 Staatszuschuß, Cxeield mit 13FO0M und Elberfeld mit 19 000 «M weg. Dx: Hatte wohl auf die Eingabe von Elbrrfeld eine andere als die iurze Antwort gereben werden können, „daß zu einer Erhöhung eme _aizskeichende Vs:. anlaffung nicbt vorliegi“. Elberfeld steht außer mrt seiner großen Kommunaliieuerlast durch seine Schullasten „besonders schlecht da. Elberfeld hat 147 Volksschüler auf 1000 Einwohner, Königsberg nur 75, Berlin 112, Danzig 105, Breslau 123. Elberfeld gibt 2170000 «il: für seine Volksschulen, aus. Die Stadt wird dem- näöhsi den Antrag auf Errichtung emer neuen staatlichen Anstalt ste rn.
Geheimer RegierUUJSrat Tilmann: Aris den statistischen Züblfn aliein kann man nicht zu den richtigen Ergebnxffen kommrn, in weichem Maße der Staat Zuschüsse gibtxund die Studie" sich_ an den Kcsien dsr Schulen beteiligen. Die 'Staatszuscbüffe fur die höheren Lebr- ansialten haben sich historijcb entwickelt. Der Staat hat z. B. bei der Eindrleibung der neuen Landesreile bestimmte Verpflichtunaen über- nommen und hat auchb€deuiendeSchu1fonds Übernommen. Es ist des- halb schwierig, aus dem gegenwärtigen Zustande Schlüsse zu ziehen. Es sind auch die Bedürfniszuschüffe geaeben worden, um bssiimmte Leistungen, z. B. die Ausführung des Normaletats, die Dur führung der Reliktendeisorgung, zu errsichen. Mancbe'Stadt war esonders leistungdunfäbig, oder der Staat batte em Poli11sches'Jnterxsse an der Unterstützung einer Stadt. Bisher hat Elberxeld kerne wcrrerrn Zu. schüsse efordert. Bei den Eingaben der Stadte urn Erhöbring der Zuschü € wird geprüft, o_b die Stadt in der Lage ist, de'n erfordc-r- lichen Aufwand selbst aufzubringen. Bei Elberfeld bat die Prüfung ergeben, daß die Stadt die Mittel scivst aufbringen kann; WEnn der Antrag auf Errichtung einer staatlichen Anstalt gestellt wird, wird die Bedürfnisfrage gkprüft werden.
Oberbürgermcister Funck: Es muß der Stadt_Elberfeld zur Ehre angrrecbnet werden, wenn sie aus „eigenen Kra'ficn das Er- forderliche getan hat. Es dürfen doch nicht gerade die am meisten bekommen, die am lautestrn schreien.
Oberbürgermeisier Dr. Rißmüllc rzOsnabriick: Dieböberen Mädchenschulen sind den Anforderungen nicht mehr x_rwacbfkn, die durch die neue Zeit an die Ausbildung der Frauen 73910111 wßrden. Es besteht in unserem höheren Mädchenschulwcsen Unklarbrtt aus dcm Gebiete des Lehrplans, der staatlickzen Aussicht uiid der Lehrkr- besoldung. Der strplan soliie in_ dcr Weise reformnrt Wkkdln, daß bestimmte Katkgoric'n von Mädchenschulrn bsstebcn; die Wii Ont- wickeltcn Mädchenschulsn srÜtc man endlich ais höhere Schuisn an- sehen; im Etat stebcn fie noch immer unter den Elementar]ch111en. Ein Teil der höheren Mädchenschulen untersteht der Aufficht des Provinzialsck)ulkollegiums, (in anrcrer Teil der.?lufficbt dsr König- lichen Regierung. Die chtergrbälter an diesen Schnier: siiid gesrßlich noch gar nicht geregelt. W811" das Gesetz „uhrr dre Schulunt€rbaltungspf1icht gemacht wird, wird es wahrschenzlnbducb zu einer geseßlichen Regelung der Besoldung der Mittelichul- lehrer kommen, und dann bleiben nur noch. dir Lebrxr der Mädchenschulen übrig; das kann zur Zufricdenhett nicht brttragen. Für 213 höhere Mädchenfchulen gibt der Stqat nur emrn ZYchuß yon 68 000 „M Für die 46 Lebrerinnensemmare gibt dsr Staat allerdings 50 0c0 „;ck; aber davon sollen auch die _Sciyiilerignsn'rmd die betreffenden Siädte unterstützt werden, sodaß fiir die Srmmare selbst 20 000 „FL Zuschuß bleiben. Wkgcn dcr geringenBcwldung find akademisch gebildete Lehrer für die höheren Madchemcbule'n fast gar nicht zu bekommen. Der Staat giaudt, dieLrbrCrbrsoidung nicht regeln zu können, Weil die höheren Madchßnschulrn unter fich “oer- schieden sind. Nun, dann fange man doch Mit der Regelurig fur die Schulen, die dkn Lshrplan von 1894 durchgeführt babsi], emma! an; das andere wird dann von selbst nachkommen konnen.
Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten Dr. Studi:
Meine Herren! Ich glaube mich auf Wenige Bemerknngkn be- schränken zu können. Ich erkenne ohne weiteres an, daß in den inneren und äußkren Vcrbäliniffcn unseres Mädchenschulwssens s1ch erhebliche Uebelsiände im Laufe der Zeit herausgebildet haben. Sie liegen zunächst in der Verschicdenarligieit des Zustandes drr Einzelnen Schulen sowie ferner in ihrkm eigenartigem Entwicklungs- gange. Ich darf darauf hinweisen, daß das Mädchenschul- wescn Von jeder im Preußischen Staat: ükerwiegrnd der Priyatinitiatchx bezw. der Jüisorge der Kommunalverbände überlassen war und von Staats wcgen nur einige irenige Musieranstalten ge- schaffen worden sind. Daraus erklärt fich die groß: Verschiedrn- artigkeit der Verhältniss, welchr cine einheitliche Rrgelung bisher der- bindrrt haben. Letztere wird sich vielleicht im Laufe der Zeit herbei- führen laffcn, wenn es griingt, eincn einhkiilichen Organisationsplan für das höhere Mädchenschuiwescn zur Durchführung zu bringen. In Anerkennung dicse'r Sachlage, meine Herren, habe ich es mir bald nach Uebernahme meines Amts zur Aufgabe gestelir, obwohl der Lriwpian und der Organisationsplan für das Mädchenschulwesen erst aus dem Jahre 1894 datiert, in eine umfassende einheitliche Regulierung dieser Materie einzutreten. Es ist jkßt endlich nach jahrelangen Ve- mühungen gelungen, einen Organisationsplan aufzustellen, der noch einer sachvrrständigrn Bcgittachtung und Erörterung nach vielen Seiten bedarf. Vielleicht wird es möglich sein, in naher Zsit diesem Organisationsplan eine frstc Gestalt zu geben und dann zur Durchführung zu bringen, daß dabei große Vorficht geboten ist, ist sklbstVerständlich. Tie "Ilnfordkrungen sind sehr weitgehend, die Auffassungen in bezug auf die Erfüllung dieser Aufgabe sebr Verschiedcnariig, und es wird notwendig sein, in die sorgfältigste Prüfung dieser verschiedeöariigfien (Kesichtspunkte einzutreic'n. Diese Aufgabe ist, wie ich schon hervor- gehoben habe, noch nicht ganz abgeschlossen. Nach ihrer Erlkdigung wird der Zeitpunkt gekommen sein, auch die matérirlien Ver- hältnisse des höheren Schulwch tunlichst cinbcitlich zu ordnen. Gegenwärtig ist der Staat nicht in der Lage, weiter- gehenden Anforderungen und Wünschen, dis auf diesem Gebiete an sie berangetreien find, nur einigermaßen zu entsprechen. Das staatliche Interesse ist im übrigen nicht in so erheblichem Maße bei dem höheren Mädchensckoulwesen beteiligt wie bei den höheren Knabenschulen, und zwar aus dem Grunde, weil in den leisteten eine größcre Bedeutung für das öffentliche Leben beruht. Ich brauche nur daran zu erinnern, daß nur die höheren Knabenschulen mit der Berechtigung für Ergreifung blsiimmter Berufsarien aiisgestattet sind; schon hieraus ergibt sich ein