1905 / 84 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 07 Apr 1905 18:00:01 GMT) scan diff

Zu Oberlehrern find ernannt worden:

an den vereini ten Maschinxnbauschulen in Dortmund der phil. Johannes Krüger und

Altona die

wissenschaftliche Le rer Dr. der Ingenieur Friedrich H

bu ck) Udo Lohse,

an der höheren Schifß und Maschinenbauschule in Kiel und Regierungsbauführer a. D. Achenbach, der Ingenieur Paul Knorr, der Re ierungs- baumeister a. D. Richard Albrecht und der wis?

ard Neuendorff,

und Hütxenschule in Gleiwiß der Friedrich Hache.

in Görliß der Ingenieur

der Ingenieur

liche Lehrer Ri an der Ma cbinenbau- Regierun sbaumcister Ernst

an er Maschinsnbauschule

Gustav Utsrh,

an der Fachschule für die Kleineisen- und Sta [waren:

inricbs, an der höheren Maschinenbaufckmle in Rec.?ierungsbaumsister Emil Oeser und Ludwig Schnor-

aii der höheren Maschinenbauschule in Einbeck der Ingenieur

industrie in Schmalkalden der Jrgenieur Georg S röder.

Zum Maschin€nbauschullchrer ist der Lehrer an den ver- einigten Maschinendauschulcn Christian Schmiß in Cöln

ernannt worden.

Ministerium der öffentlichen Arbeiten. Der Rexirrungs: und Baurat Lohse ist der Köni [ichen

Regierung

in Wirsbaden, der NegirrungS- und

Natter) dcm Königlichen Polizeipräsidium in Berlin, der Regierungs: imd Baurat Mettkr der Königlichen Regierung

in Liegniß und der Ncgikrungs: Abteilung für den Hochbau im

Arbeiten überwiksen.

und Baurat Fürste__nau_ der Ministerium der öffentlichen

Verse t find: drr Kreisbaninsprkior, BauratKosidowski von Mülwim (Ruhr) nach Lissa (Poscn), dcr Bauinspektor,

Baurat Horne von Berlin nach Charlottenburg,

die Kreis-

bauinspektorenBauräte S chnc idrr von wmberg nach Marburg Und Sch [) ed ret) von Saarbrücken nach 5 1Ünchen=©ladbach, der Landbauinspcktor, Baurat V oe [cke r von Marienwerder als Bau- inspektor nack) Berlin, die Kreisbauinspektoren En g elbrecht von Genthin als“ Landbauinspektor nach Hannover, Danckwardt von Husum nach Mülheim (Ruhr), Felßin von Schrimm als Bauinspektor mw") Bcrlin, W i e' p rech t von Kaukebmcn nachHom: berg, Leu t fc ld von Pr. Stargard als Bauinspektor nach Berlin, Ge org Sch 1113 von Lisa (Posen) nach Saarbrücken und Koldewer) von Johannisdurg nack) Husum, die Landbau: inspektorcn Haltermann von Anrati) nach Görliß, Maschke

von Saarbrücken

Reichardt von Magdeburg als

als Kreisbauinspektor nach Schrimm und Kreisdaumspekwr nach Filehne.

Leßterem ist grstartct worden, fcinrn Wohnsiß einstweilen in

Schneidemühl :.n nedmsn.

Ernannt iind zu Landbauinspektoren dic Regierungsban- meister Eggert in Aachen und Heine in Dortmund.

In den Rudrsmnd getreten

ist der Kreisbauinspektor,

Geheime Baurat Schesle in Fulda.

Hauptverwaltung der Staatsschulden. Bekanntmachung.

Nachdem die Tilgungsfotzdsrrchnungcn dsr Staatsschulden: tilgungskasse und drr betreffenden Yrovinzialkaffen fiir das

Etatßjahr 1902 von beiden Häussrn nach diesrn Rechnungen Staatsschuldendokumcntr, wie sie in

worden, sind die

Es Landtags drchargicrt eingelöstrn der Bekannt:

machung vom 7. Oktober 1903 aufgrführt sind und in ihren

Anlagen nach Littcrn,

verzeichnet finden,

vcrnichtet worden, nämlich:

Staatsschuldsrbeinr von 1842 . . 38

_ ngts im Staatsichuldenkommisywn und

Nummern" imd Beträgen _sich_ einzeln Brmrm von Komnnssaricn drr unserer Verwaltung durch Feuer

Stück Über «16 „Z 20 475 -

Konsolidierte 31/2 vormuls 4pr0-

zentige StaatMnleihe .

?

Freiwillige »taatsanlsihc von 1848 Staats-Prämienanleibe von 1855 .

. . '" 028100- (30- 1800“

Stammaktien der Niedrrschlssisck):

Märkischen (Eisenbahn

. 955 500-

Aktien de-r K "tlwn-Bernburßer EiienL

bahn

15600-

Aktien 'der "MéxgöewirgYijéenx

bergeschen Eisenbahn

01200_

Privilcgierte Obligatioiien doit 1843

der Rheinischen Eisenbahn . . ,

von 1860

der Homburger Eisenbahn artialobligationcn von 1801

Prioritätsobligationen

Homburger Eisenbahn .

1200- 9445729 1028508

.der.

rioritatSobligationcn 111. “S.Orie;

drr Bcrgisch:Märkischen Eisenbahn

444000-

Prioritätsodligationcn 111. Serie

Lit. 8 dcr Eisenbahn. . ,

Bergisch-Märkischen

342000-

Vrioritätsobligationen "111. “Série" Lit. () 1. und 2. Emission dcr

Bcrgiscb-Märkischcn Eisenbahn . . Frioritätsodligationen Lit. 11) der

bcrschlcsischen Eisenbahn . . Prioritäisobligationen11'.Emission (11. Teil) vom 1. Juli 1890 der

15) Wcrra-Eisendahn

176700- 4200-

24300-

16) Prioritätsodligationén “vom 1. Ja:

nuar 1895 der Wrrra-Eifcndahn . 17) Kannovcrschc Obligationen .

. urhessische OOLigationcn. Nassauische Obligationen .

18) 19)

Gleichzeiiig sind die im S

sammen ahre 1874 durch die Tilgungs:

300- 4653771

1 2040- 8572

7331 283184140.

fonds cingelöttem in dcr Bekanntmachimg vom 4. November 1875 mit aufgefiihitsn und in deren leßtcr Anlage nach Linern,

Nummern'imd Beträgc'nxinchn verzeichnctrn, der Vernichtung aur-gcjchlosienen,

30 Jahrs von auf Namsn [auxendkn

Schleswig:H0lstein1cheii und vormalsHannöoerschrn Obligationen vernichtet worden, nämlich: Stück über Rtlr, Sgr. Vf. : „FL ..3

1) Schleswigsche und Holsteinsrrx Zchuldrn !]

2) Vormals .Hannöocr-

sche Ztaatsichiildcn:

Obligatiorien über Landesschuldkn . 185 zusammrn 191

1500 _ * 4500-

348573 18 2 104572081

350073 18 2 105022081

A [ b ert enschaft-

aurai

Dies wird in Gemäßheit der Bestimmungen im § 17 des Geseßes vom 24. Februar 1850 (Ges.-S. S. HL YZF) § 4

des Geseßes vom 11. Februar 1869 -(Ges.-S. öffentltchen Kenntnis gebracht, Berlin, den 4. April 1905.

Hauptverwaltung der Staatsschulden.

von Hoffmann.

Yiehtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen.

Berlin, 7. Aprxil.

In den am 4. und 6. April unter dem Vorsi, des Staats-

ministers, Staatssekretärs des Innern Dr.

rufen :) o n

P_osadowskt):Wek]ner abgehaltenen Plenarsißun gen des Bund esrats wurde dem Entwurf eines GeseßeS. betreffend Aufhebung des § 42 Nr. 6 des Reichsbeamtengeseßes vom 31. März 1873, zugestimmt und die Mitteilung des Prä-

fidenten des Reichstags über die Beschlüsse tags zu den Gesehentwürfen, eines dritten Nachtraqs

des Reichs-

betrkffend die Feststellung zum Neichshaushaltsetat

und

zum Haushaltsetat fiir die Schußgebiete auf das Rechnungs- ]ahr 1904 zur Kenntnis genommen. Genehmigung fanden die Ausführungsbestimmungen über die Gewährung von Beihilfen an Kriegsteilnebmer, eine Verordnung wegen Herstellung, Auf- bewahrung und Verwendung von Azetylen sowie wegen Lagerung von Carbid und eine Vorlage wegen Ausprägung

von Kronen. Beschluß gefaßt-

Außcrdem wurde über eine Reihe von Eingaben

Dor Kaiserlich und Königlich österreichisch:ungarische Bot-

schafter von S*ögyény:Marich ist nach gekehrt und Hatz die Geschäfte der Botschaft nommen.

Berlin zurück-

wicder über-

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Fürst

BiSMarck“

admiral von Prittwiß und Gaffron, am

mit dem Chef des Kreuzergeschwadcrs, Vize;

5. April in

Schanghai eingetroffen und geht am 10. d. M. von dort nach

Nanking. S. M. S. „Sperber“ (Nanking) angekommen.

ist am 5. April in Schiakwan

Der aixsreisende AblösungStratiSport für S. M. S. „Falke“ ist mit dem Dampfer „SZria“ am 5. April in

Kingston (Jamaica) eingetroffen und

at an demselben Tage

die Reise nach Puerto Colombia (Columbien) fortgeseßt.

Württemberg.

Die Kammer der Abgeordneten hat, wie „W. T. B.“ be-

richtet, grsiern cinrn Antrag auf tunlichst baldige Erri

cbtung eines

Rschnunssboies angrnrmmen. Der Finanzminister erklärte,

der Entwurf hierfür sei bereits angearbeitet.

Deutsche Kolonien.

Einer aus Drittsch-Südweftafrika in Berlin ringe- troffenen Meldung drs Generalleutnants von Trotha zufolge

Überfiel, wie „W. T. 28.“ berichtet, der Leutnant dem Mar1chc von Okabandxa nach

Müller auf

Otjihanqwe bci Eundo

mehrere Hererowcrfirn, nahm 20Männer und 21 Weiber gkfangrn

und erbeutete mehrere (Gewehre. Nack) Angabe ei

nes Händlers

sollen sich Friedrich und Wilhelm Maharero sdwie Traugott,

der Sohn chijos, nach Abgabe

der Waffen in einer cng:

lischen Polizeistation östlich 1300 Rietfontcin (Nord) befinden. Auf einem Pqtrouillenrttt sudlicb vom Hudup fielen am 31. März drei Reiter der 2. Ersaßkompagnic, und einer

wurde vrrwundct. Major von Estorff 23. März in Awadaob die Meldung Spnrcn von Hottrntotten bei Kowisr:K0lk, Richtung führend, beobachtet seien. gcgen Aminuis qcplant sei, dcs Régiments Nr.2 mit 1 (Heschüß dothFin. war richtig gewesen; Oberleutnant von

der 4. Kompagnie stieß am 25. März 411111 südlich auf eine 150-200 Mann starke Hottentottenbandc schweres Gefecht, bei dem 1 SanitätSoffizier, 1

erhalten,

hatte am “_ daß aus optlicher

kommend und in nordöstlicher Richtung weiter- Er vermutete daher, daß rin Raubzug und entsandte die? 3. Kompagnie Die Vermutung acbr mit 31 Reitern

von Aminuis und hattZ ein Unteroffizier

und 4 Reiter fielen, 1 UnteroLfizier und 5 Reiter verwundet t.

wurden; 1 Reiter wird vermi Annäherung drr 3. Kompagnie

Wahrscheitilich infolgs der emd eiligst in der

ing derÖ Richtung anf Kowise:Kolk zurü . Eine eldung uber seine

Verluste fehlt noch. Die 3. Kompagnie verfolgte

ihn, konnte

den Gegner aber nicht mehr einholen und &er nach Awadaob

Major von Estorff tritt nunme

zurück. Das Hauptquartier verbleibt bis

auf Geiab an, in Kuh.

r den Vormarsch

auf weiteres

Ein amtlichcsx Telegramm aus Windhuk meldet: Rkiler Karl Eiienmann, geboren am 2 März 1882 zu Backnang,

fiüber im FeldartiUcrieregime-nt Nr. 51, ist am 23.

März in der

Krankénsammelsulle (Sorbas an TVPHUS_gest9rben. *- Bei Packriem

wurdrn am 2. April erschossen aufgefunden: HLMUÖ Bormann, geboren am 25. September 188)

Unteroffizier zu kaünden,

ixüder im Dragonerregiment Nr. 5, und inxer Rudolf Werner, ge-

boxcn am 9. August 1882 zu Berlin, Nr, 98.

Oefterreich-ngaru.

früher im Jnfanteriercgiment

__ Der österreichische Ministewräsidept Freiherr von Gautsck) 111, wre .,.W T. B.“ erfährt, an Gesichtswse erkrankt.

_Zm ungarischen Unterhaus? beantragte ge Koi'Utk, LM Veswluß, den der Präfi:ent des da;!es ::r. 18. Noyrwbxr d. J in betreff der Haus an:-ncmm€n vxifünret hairy, '.Ük nichtig und rechts erklären und isn aus dem Protokokl

stern der Abg. Abgeordneten- ordnung als ungültig zu

des Unteth-iuses ju

Fixiché-n, sowie fßknkk, eincn AuesÖuß einz-seven, der mit der Ab-

7271Uk=z *in-r Adresse

an den „König beauftragt werde; in dieser

Arr-„ks: _1'r113 dcrs Programm dargeleqt werden, am dessen Grundlage dre M::rr-tat 2211 neugkbtireies Kadi-cjt unterstüsen würde. Ueb:r

heir: Auch;? wxrd beute vsrbandelt werden.

Großbritannien und Irland. Der König ist, wie „W. T. V.““ meldet,

: nach dem Kontinent abgereist.

gestern früh

Das Oberhaus bat die dritte Lesung des Gee das die Negierungxrmächtigt, ,in Zeiten. wo die MixixerFneesYk , sondere Proklamation zum aktiven Dienst unter die Fahnen ei * ift, Miltzmannscbaften auch von vornherein für den D landeJanszetrbenb. s f t L 5 ck (

m n er an e rage a ou Gre lid.), ob diee ' französische Konvention der deutschen Regierun nglrsch. dekangit gegeben sei und ob_irgend welcbe spätere uber die Kondention zwiscben (Großbritannien und Deutschland aus getauscht worden seien. Der Redner stellte weiter die Anfrage ol; irgend ein Vertrag bestehe zwischenDeutschland und Marokko der Deytscbland besondere Handelskechte und Privilegien sichere und, wenn dieses der Fall sei„ ob diese Rezbte analog denen seien, dj; Großbritannien durch die im Jabra 1856 zwischen England und Marokko abgeschlossene Konvention zugestanden seien, und ferner. ob der Sultan von Marokko n_och das Recht habe, Verträge, durch die Handrlörecbte zugestayden wurden, mit anderen Ländern abzuschließen die nicht an der engltfcb-französxscben Konvention beteiligt seien. Der, Untxrstaatssekretär des AgSwartigen Earl Percy -erklärte, die englisch - franzö'siscbe Erklarung pom 8. April 1904 fei deyischen .Regtesrim offiziell nicht mitgeteilt worden, und zwikchen der hurts e'n und d_er deutschen Regierung" seien keine Mitteilungen uber dlkse Erklarung, soweit sie sich auf Marokko beziehe, ersol t._ Der Sultan yon Marokko habe sich an der Erklärung, die? ein una hangiges Abkommen zwischen der französischen und dx, britischen Reßterung s_et, das „sich auf die beiderseitigen Interessen („ jenem Lande eziebe, nicht beteiligt. Der Vertrag zwischen Deutschland und Marokko vom Jahre 1890 sei analog dem Vertrage zwischen England und Marokko pom Jahre 1856. Gibson Bowleg (Kons.) fragte, ob Mitteilungen an Deutschland in betreff anderer Teile des erxgltscb-franzöfiscben Abkommens erfolgt seien. Dxer Uziterstaatsfekretar Earl Percy erwiderte, es hätten keine Mitteilungen an Deutschland stattgefunden, außer in betreff des Dekreis des KbxdiVe. Der Kanzler der Schaßkammer Austen Chamberlain, erklarte, daß jetzt Verhandlungen zwischen der chinefi1chen Regierung und den _Vertretern der Machie bezüglich der Basis der Bezahlung der chinesijchen Kriegöentsckpädigung im Gange seien. Bis_ die Verhgndldngen abgeschlossen seien, könne er keine Auskunft uber den jahrlichen Betrag der Abschlagßzablungen geben, die England erhalten werde.

Frankreich.

Der_Präfident Loubet traf, wie „W. T. B.“ meldet, in Begleitung des _Generals Diidois und des englischen Botschafters gestern _nachm11tag kurz vor 6 Uhr auf dem Bahnhofe zu Pierrentte ein, Der Minister des Außwärtigen Delcassé, der den Präsidenten nicht be»- Jeitete, hatte vor der Ab ahrt eine Rücksprache mit diesem.

ald darauf kam der 11 an, der den König von En land vqn Calais bracJte. Der König reichte dem Prä identen dre Hand,_mdrm er ihm seinen Dank dafür aus- sprach, daß er zu seiner Begrüßung erschienen sei. Der Präsident Loudct bestieg den Wagen des Königs und geleitete_ Llllerhöchstdenselben bis zum Lyoner Bahnhof 111 Paris. Dort vxrließen der König und der Präsident den Wagen._ Der Konig rxichte dem Präsidenten die Hand und dankte ihm nochmals fur_seine Begleitung, während der Präsident die„Hoffnung auswrach, den König bald wieder be rüßen zu „kopnenxDer Präsident verließ darauf den BaLU; [)on. Der Konig destie ' m1t'dem _englischen Botschafter wie er den Wagen und unter telt sick) Mit ihm bis zur Abfahrt nach Marseille, die um 7 Uhr 10 Minuten erfolgte.

Jm Senat erklärte gestkrn bei der Beratung des Kriegs- budgrts der Krichminister Berteaux, die fich aus der Herab- seßung der Dienstzeit ergebetzden Mebrau§gaben wüiden für dieses Jahr nur ungefähr 20 Miüionen Francs betragen.

Die Drputiertenkammer setzte gestern dis Beratung dex GesLYLntwurss, betreffend Trennung von Staat und Kircbc, fort und beendigte die Generaldiskusfion, nachdem der Berichterüatter Briand die Annahme der Vorlags, die eine Wahrhaft liberale Reform darsteüe, befürwortet batte. Der Redner wies dabei die Not- wsndigkeir kik Trennung nach und gab zu, daß an der Vorlage einige Abänderungen vorgenommen werden könnten.

Wegen der Kundgebungen der Studierenden der Medizin gegen den Professor Gariel hat der Unterrichts- miniyter die Schließung der medizinischen Fakultät bis nach drn Osterferien verfügt. Eine Versammlung von Studenten beschloß, mit aUen Mitteln gegen diese Maßrcgel anzukämpfen.

Ueber die Verschwörungsangelegenheit berichtetdic „Agence Havas“, der Deputierte Rabier habe gestern in den Wandrlgängen der Kammer folgendes erzählt:

Er habe am 23. Februar yon einem Hauptmann der Garnison Rochefort einen Brief erhalten, in dem dieser ibm mitgeteilt habe, in gewiffen Regimentern würden Versuche gemacht, die OffiÜrre für ein Komplott gegen die Republik zu aewinnm Einen Monat später babe er Von demselben Offizier ein Schreiben erhalten, in dkm auf den Ernst der Tatsachen hingewiesen und hinzugefügt worden sei, ein höherer Offizier, der Meinunaöverscbiedenbeiten mit dem (General André gehabt habe, sei in die Angelegenheit verwickelt. Diese Briefe hätten auf ihn - Rabier - writer keinen Eindruck gemacht, er habe sie aber den Ministkrn Rouvier und Etienne mitgxteilt im Hinblick auf die jüngst Vorgknomwenkn Haussucbungen. Der Ykinisterpräsident Rouvier habe ihm darauf mitgexeilt, er selbst habe von einem anderen Offizier die gleiche Nachricht erhalten.

Rußland.

Der Generalquarliermeistex der ersten MandYur-xiarmee. Generalmajor Oranowski ist, wie dem „W. .B.“ mit: geteilt wird, zum Generalquartiermcifter des Stabes des Generals Linewitsch ernannt worden an SteUe des Generalmajors Ewert, der zum FeldstabSchef der ersten Mandschureiarmee ernannt wurde. Der Generalmajor 5.13. 811118 Wogak ist zum Militärattaché in London ernannt worden.

Die Mitglieder des bereits geschlosienen Cholera kongres ch in Moskau wollten estern tm Konservatoriumx saal eine Sißung abhalten. Die €Zolizei bcscßte jedoch vorher “(Hie Zugänxxe des Gebäudes und gestattete niemandem dcn

utritt.

Nach einer Mrldung aus Warschau drohten gestern br! der Beerdigung der Opfer der Unruhen vom vergangenen Sonntag neue Unordnungen durch die Ansammlun ver Israeliten und Arbeitern vor dem Hospital; die VeerJigura wurde daher aufgeschoben. * Zn Pabianize auf der Fabrik Ender ist eine Maffenoergiftung von Arbeitexinnen, vrranlcxi;r durcb absichtlich aUSgestre-uies Arsenik, vorgckommen.

Dir Gemeindebehörde von Eupatoria hat den Gouver- neur der Provinz telearaphisch um Entsendung von Trupp“: dorthin ersucht, weil Unruhen dcfürchtct würden. *

Zn Kischinew sind sämtliche Bäckergeselien in den Aus- stand getreten.

Die Grundbesißer der (He'grnd von Libau haben beschlossen, den Lohn der Ta, klötzner zu erhöhen; diese Mb?" troßdrm die Arbrit nicht wie er aufgenommen. In der UF“- geqend von Liban sind mehrere auf Brandstiftung zuruck- zuführende Fruersbrünsie vorgekommen.

, dem Aquari „* höchstdieselben UH" 6 Uhr zurückkehrten.

__ „Roland 11011 Verl

*. nel mit . * FLER wieder in Rom eingetroffen,

' bedrohlich gewesen,

| und vrrwirklicht werden müsse".

» MIiaiisch getreten.

Italien. f s . .

. . * tor Emanuel tra getern Mittag, wre

W YrKanZldY,icin Neapel ein “Pd begab fick) “Wald it“ dei1 Ministern Tittoni „Und Mirabxllo nach dem Xrsenal und von dort zur Bixgrußung des Kgisers WilYelm ck der Hohenzollern“. Diese WJ; emen ubergus herz "he," &?)araktckl, Die Ehrenwache der atrosen p_rasennerte, die Kapelle der “Hohenzollern“ spteltx den 11131015 1'63-18. Der K jstr und der König schritten die, Front ab und verweilten a n Unterhaltung auf Deck. Hierauf fand auf der „?ohen-

dxä'enMZ- eine Frühstückstafel statt. Nach dieser verlie der

* ?Könia die „Hyhenzollern“ und begab fich an Bord des Panzer:

* ma Mar herita“, wo an , bald darauf 'der ZZZYYYZM eintra. Nack) der Best“ ttguya des SchZffés der Kaiser nach der „Hohenzollern zuruék. Der Konig

*ke-hrtshsim Arsenal an Land und begab sich nach dem

811111210111)?“ Schloffe, wo auch der Kaiser um 3 Uhr

" ' t . Beide Majestätcn fuhren sodcinn nach

20 MmuwnmÄnnIZf machten Tann HWT? Spalz'icrfahrtdim YFU,- li o un na agn01, von er er-

dem Post pp [] Dxr Kadiser kexirte or der „Hotienzo ern“ zurn un emp _n FTTdiTndeZsM Kolonie." Um acht Uhr. Abends degab SLZ dr Kaiser nach dem Schlosse, wo em Galadmer stirn- fänd bei dem der König einen Trinkspruch auf den Kaiser

mobil nach

? ausbrachtk, auf den Allerhöchstdieser mit einem solchen auf den'

Abends fand eine Galavorstellung, der in“, im THÜYM FandCarchZ statt. V t

- " um 71/ 1“ lt er önig ic or PLM frUhdyn Ministxrn Tittoni und Mirabello von

König erwiderte.

, ' t kammernabm gestern in geheimer Abstimmung mit FitZZeTJYnuleéieeriwmen den deutsch-ita1ienischen Handels- vertrag atl- _ Spanien.

Das Staatsministeriuxn hat sick), deux „W. T. B.“ zufolgk', günstig über die Schaffung von Freihafen auf den Kanaxj“schen Inseln ausgespr0chen._

Die Unruhen auf den Universitaten dauern an.

Türkei.

Wiener „Tklegr.:Korresp.-Bureau“ wird aus

Dcm

' Konstantinopel gemeldet, türkischen Berichten zufolge seien

am Sonntagnachmittag infolgedder Nachricht, daß eine ' Komitcebande in Kumanowo emgedracht 101, etwa tausend albancsische Mohammedaner dort exngetroffxn, hatten „aber Abends auf Vorstellungen der Bchorden die Stadt wwder vcrlassen. Die Lage sei wegen der schwachen (Harms'on Verstärkungen seien indessen bereits

eingetroffen. - Jm Dorfe Oranico hätten sich

300 Ljumcsen unter dem berücbti ten Führer Ramazan Zaskok versammelt eideudringen.

mit der Prizrend

Ab icht, in

Sie erhielten stetig ZUZUZZ- Es werde ein An: ri gegen die Christen befürchtet. -- J ack) türkischen Angabrn Jahr am Sonntag bei Drenovce nördlich von Perlepe 6111 Kampf mit einer bulgarischen Bande stattgefunden. Drei

' Komitatschis seien getötet und 17 Gcwebrc erbeutet worden, Eine

gricckpische Bande habe in Eseri0, Beirk Krupischta, acht Bulgaren getötet. Eine bulgarische ande habe das Kloster Libesowo, Bezirk Kastoria, in Brand gestrckt und drci Personen ermordet.

Schweden und Norwegen.

Amtiick) ist, wie ,.W. T. B.“ berichtet, cine Erkiärung verdffsntlichtworden, die derztronprin -chent in einem am 5. d. M. abgehaltenen gemeinsamen taatSrate abgegeben hat. Der Kronprinz-Negent fordert darin die Staatsräte der beiden Königreiche auf, unverzüglich und ohne anfriiheren (He- fichtsPunkten festzuhalten, freie und freundschaftliche Verhand- lungen Überdiencue Ordnun aller emeinsamenAn: gclcgcnhciten wiedcr aulfzun ???men UUZÖLT Grundlage, daß vollständige Gleichstel ung ür beide Länder gesucht Der Weg, auf dem man mit

gutem Willen von beiden Seiten zu einer alle Parteien be-

“; Frisdigendc'n Lösung gelangen könnx6 sci folgender: Ein gemein,

amor Minister des Aeußern, S wede oder Norweger, der

“* beiden Königreichen oder einer gemeinsamen Institution vcrant-

wortlich sei, und besondere Kovéuln fiir jedes Königreich mit der Maßgabe, daß die Konsuln ezüglich aller Angelegenheiten, M 1716 Bezirhungen zuden aquärtigen Mächten bcträfcn,dem Ministerium des Aeußern unterstehen müßten. Sollte im Lach der Verhandlungen eine andere Form für die Organi- sanxm drr gemeinsamen Angelegenheiten gefunden werden, selbytvc'rytäiidlick) unter Beibehaltung der Gemeinsamkeit in der BMUdlung der auswärtigen An elegenheiten, die eine un- UMgc'inglirhe Bedingung für daS Besjchen der Uniqn “sei, so

werde er _ der Kronprinz-Regent _ auch diese m ernste

Erwägung ziehen.

Amerika.

' Aus Washington vom 5. d. M. wird, wie „W. T. B.“ deiichtet, der „Associated Prcß“ gemeldkt, das Staats- dkpartsment habe die Korrespondenz über den Bei- tr_itt_der Mächte zu Hays Programm, wodurch die krirgfubreiidcn Parteien in Ostasien bcwogcn worden scien, die Neutralität Chinas u respektieren, veröffentlicht. Was Dcutschland betreffe, so Sei der Präsident Roosevelt *- und er lzabe dies allein gegenüber Deutschland getan - pcxsönlich mit dem Kais er Wilhelm über die Angelegenheit in Meinungs- Der Kaiser habe durch den Botschafter Fkk] errn Sprck von Sternburg die Sache bei dem «Ira tdenten Roosevelt in Anregung gebracht, und nach einer

911876113 zwischen dem Präxidenten, dem Staatssekretär at) Wld dem deutschen Botscha-er sei es zu der diplomatis en

** - Mtiongekommrn, die die Neutralisierung Chinas bewirkt babe.

Y Die geseßgcbende Versammlung desStaats New s)_0rkshat dorgestern die Bill angenommen, wonach auf Um: aß“ *" Effekten eine Steuer gelegt wird. Der Gefes- c'ntwnrf bedarf noch der Untkrzcichnung des Gouverneurs.

Afien.

d In emrzn Telegramm des Generals Cbarkcwitsch an cn Generalstab wird, drr „St. Pejersburger Tclcgr.:A-gentur“ 311101329, unter dem 6 d. M. gemeldet: Abt i«ion drr Front unserer Armee wird das Ersäocinen 121111711117“ Snelungen auf der großen Mandarinenstraße und auf tek Ko äße von Tschantaftz nacb Maimaikai CLMWU- "" J" abterixa' 5 Werft vor Ktltschjiu, hatte eine russische Truppen- ung eknen Zusammenstoß mit japanischer Infanterik. Der Feind

wurre aus zwei Stellungen _ , gewot en und dur un er euer und die "'«Uffe der Kosaken zerstreut. f ck s F

_ Eine amtliche, in Tokio eingegangene Depesche berichtet, mie das „Reutersche Bureau“ erfährt: . *

Ein Teil der japanischen Streitkräfte im Gebiet von Katyuan vertrieb am 4. April Nachmittags die Russen aus Kuyushu. drei Meilen nordöstlich von. Mienbuacbieb, und beseßie den Ort. _ Am 3. Avril Nachmittags rückte der Feind mit reitender Artillerie und MaschinengeMbren von Tawo her auf der Straße von F enghua nach Süden vor; am 4. Morgens eröffnxte er ein Bombardement auf Cbiucheatun. Gleichzeitig gin eme starke russische Infanterieabteilung von drm Gebiet an der aupt- straße ber Vor, während ziveiandere russische Abteilungen unsere beiden Flanken umgingen. Abends 6 Uhr waren die Russen bis auf 400 „m an die japanische Stellung herangekommen. Der russische Anßriff Wurde völlig abgewiesen und der Feind zurückgeworfen. Aufjapani cbsr Seite wurden 27 Mann verwundet; der Verlust der Russen ist nicht genau bekannt; er wird auf mehr als 20.) Mann geschäßt.

Die „Times of India“ meldet, russische Truppen_ seien an die Stelle solcher des Emirs von Buchgra auf allen M11liär: stationen am Oberlauf des Oxus und 111 den Grenzbeztrken Schignan und Roschan getreten, und 4000 Mami der (Garnison von Merw seien für die Dauer den russischen Truppen im Gebiet der Flüsse Kuschk und Murqhab zu- qeteilt worden; fte seien ihrer eit_s durch Mannschaten aus

renburg erseßt worden. Em rivatbrief aus, „Os (Tyr- kestan) besage, die geplante Vertärkung dex ,Militärposten im Pamirgebiet mache weitere Vorkehrungen nong.

Afrika.

Aus dem Fort Lalla Marnia an der algerisch- marokkanischen Grenze wird, wie dem „W. T. B.“ aus Paris mitgeteilt wird, gemeldet, das; gestern am Ufer des Wadi Muluja ein langer, erbitterter Kampf ztvLichen céner Ab- teilung des Stammes der Beni Snasfen, denen sich Parteigän er Roghis angeschlossen Hätten, und marokka- nischen Zruppen stattgefunden habe. Die Rebellcn seien qeschlagen worden und hätten ihre Zelte samt Inhalt auf dem

ampfplaße zurückgelassen.

Parlamentarische Nachrichtew

Die Schlußbcrichte Über die Xstrigen Sißungen, des Reichstags und des auses der bgeordneten befinden sick) in der Ersten und writen Beilage.

- In der heutigen ( 181.) Sißung des Ncirhstqgs, welcher der Staatssekretär des Nei Ischaßqmts Freiherr von Stengel beiwohnte, wiirde zunächt in dritterLesUUg der Gefeßentwurf, betreffend dieKontrolle des Reichshaus- halts, des Landeshaushalts von Elsaß-Lothringen und des Haushalts der Schußgebietejür das Etats: jahr 1904, unverändert, obne Dedajte, endgulttg angenommen, ebenso der Geseßentwurf wegen Aufhebung des § 42 Nr.6 des Reichsbeamtengeseßes vom 31..M_ärz 1873 (Anrechnung des voUen Gehalts bei der Pensionierung von Beamten, deren Gehalt 12000 «FQ übersteigt).

Zur dritten Beratun fjand ferner der Nachtrag zum Reichshaushalt-Zetat ür 1905, der gestern in zweiter Beratung nach den Vorschlägen der Budgetkommisfion an- genommen worden war.

Abg. Ledebour (Soz.): Man hat mir gestern bestritten, daß die Wiiboi-Hottentottkn durch die Androhung der Entwaffnung in den Aufstand getrieben wordrn sind. Für die Berechtigung meiner Be- hauptung berufe ich mich auf den Generalmajor don Frang-ois, dessen Buch über die Ursachen des Aufstands durchaus mit xneinen Darlegungen übereinstimmt. Gegen die OVambo wird von den quonialintereffenten ganz ebenso zum Kriege gebeizt, und für diese Behauptung kann ich mich auf das Zeugnis des (Geheimrats Holdmann berufen. .Wir können nicht umhin, gleichzeitig auch mit den Ovambos reinen Tisch du machen“, heißt es in seiner Schrift, .die Pazifizierung wird sich daher leidrr nicht Von heute auf worgen vollziehen können.“ Der Herr stelit uns also eine Vkrlänaerung des Krieges in Aussicht.

Abg. Lattmann (wirtscb. Vgg.) erklärt, er verzichte für jest, darauf einzugehen, wirweit deutsches und englisches Kaviial bsi den frühxr von ihm erwähntt'n Gesellschaften in Südwestafrika mit- einander vermischt sei. Das festzustellen, werke Sache der Unter- suchungskommission sein.

Der Nachtragsrtat wird in aklen seinen Teilen nach den Beschlüssen zweiter Beratung endgültig angenommen.

Damit ist die TageSordnnng erschöpft.

Präsident Graf von Ballestrem schlägt Vor, die nächste Sitzung am 2. Mai, Nachmittags 2 Uhr, abzuhalten, mit der Tageéordnung: Rccbnunqsfacbeu, internationales Cbolcraabkommxn, zweite Beratung des Antrags dcr Abgg. Hagemann iind (Genossen auf Annahme einrs Geseßentwurfs, betre end die Abanderung des GerichtsverfassunÖSJeseszes. ,

Abg. Dr. pabn (Zentr.) beantragt, die' nachste Styling erst am 10. Mai abzuhalten, obgleich dies ein Mittwoch sei, weil durch die Tags vorher stattfindende Schillerfeier doch ein oder das andere Mitglied verhindert sein könnte. _" ,

Abg. Büsing (nl,) tritt für den Vorschlag'des Prajtdenten sm.

Abg. Von Tiedemann (Rp.): Auch für die Vertreter der Ver- bündeten Regierungen düZZZe es doch [ehr erwünscht sein, nach den Anstrengungen der letzten onate eine langere Pause zu haben. Was man durck) die 8 Tage verliert, wird nachher vielleicht an Reden ge- spart werden können.

Ab Dr. Müller-Saaan (fr. Volksp.): Es muß doch auch einige 9§ücksicht auf die im Reichstage dauernd anesenden genommen werden. Das physikalische Gesetz, daß die Warme ausdehnt, trifft auf die Reich8tagßvrrbandlungen tatsächlich nicht zu; die Erfahrung lehrt, daß dann die Debatten verkürzt und beschleunigt werden. , _

Präsident: Ich glaube auch zu denjenigen zu eboren,_ die im Reichstage dauernd tätig sind. Trrßrem babe i „den fruheren Termin borgefchlagen, Weil ich aus guter Quelle gkboxt hab.“, daß der Reicbéta bereits Anfang Oktober wieder zusammen- treten soll. ?Die großs Erholungspause würde sich also e,ntsprechend verkürzen, wenn wir erst so spät wieder keginnen. Der Retrbßiag soll cht nur einmal Luft schnappen; dazu genügt kte von mir vor- geschlagene Pause. .

Aba. Dr. Arendt (Rp): Auch das vreußifcbe Abgeordnktcnx haus bat Frricn bis zum 10. Mai in Aussicht genommen, 11111) bet den zahlreichen Dopprlmandaten ist kaum anzunehmexi, daß wir hier Vor dem 10. Mai ein beschlußfäbi es Haus haben wurden. _

Präsident: Was das preußische Abgrordneicnbans tu_t. ist fur uns durchaus nicht maßgebknd; wir fassen uxxierc Beschluss dicr nach den Eiwägungrp, die für den Reichxtag in Betracht kommcxi. Was einzrlne paitikulare ßesrtzgcbende Körperschaften tun, h_at fur uns keine besondere Bedeutung, denn sonst könnten auch die' .Herren dus Bayern, Württembrrg und Baden kommen und ahnliche An- svrück'e geltend machan. chn der Ab.]. Arendt noch_ in solchen Innsionen lebt, daß er glaukt, am 10. Mai ein bcsch1ußiabiges Haus beisammen zu sek-T, soG Faß? ki)ci'7til)m nur dazu gratultercn, daß er no ioleiuendicn eüe a. _

ÖAR? Siéigcr (Soz.): Der Herr Ptäsikeyt könnte 'ich doch be- iubiaen. Wenn die Ferien bis zum 10.211atqausgedeb-M werdcn. wirdjdas destomrbr cckräftigte Haus feine Arbeiirn um so schneller erlcd gen. -

- In der Abstimmmig wird der 10. Mg": als Termin der Wiederaufnahme der SißunYn gc en die Stimmen der Nationalliberalen und eines -ci1s er Sozialdemokraten be- ck [0 “en.

s) s('Schlufz gegen 2 Uhr. Nächste Sißung Mittwoch, den 10. Mai, 2 UHr. (Rechnungssaclrn, zweite Lesung dcs An: trages auf Wiedereinführung der Berufung.)

Kunst und Wissenschaft.

Die Königliche Akademie der Wissenschaften hielt am 30. März unter dem Vorsiß ihres Sexretars Herrn Waldeyer eine Gesamtsißung, in der Hrrr_Heriwig über kritische Betrach- tungen zu neueren Erklarunasversuckpen auf dem Gebiete der Befruchtungslebre las. D-r Vortragende sprach dabei über Versuche von Lyxb und anderen Forschern, die Befruchtung als einen chemischpbyfika111chen Vorgang zu erklären, und führte eine Reihe von Gründen an, die zeigen, daß auf diesem Wege eine Lösung des Problems ziir Zeit nicht zu erreichen ist und daß aÜc derartigen Er- klärungsvujuche das eigentliche Wesen der Sache gar nicht bewähren.- Voraelegt wurdc dgs Werk: H. Rosenbuscb, Mikroskopische Pbysiograpbte der Mineralien und Gesteine. 4. Aufl. Bd. 1. Hälfte 1. Stuttgart 1904 '

Die Akademte hat durch dir. pbilosophisch-bistorische Klasse Herrn Dr. Josef Karst aus Siraßbnrg i. Els., z. Zt. in Vrnedig, zur Vollendung seiner Angabe dcs Armenischen Rechts- buches 700 .“ waiUigt.

Die Sitzung des_Kaiserlichen Archäologischen Instituts in Rom am 31. Marz dieses Jahres War die 167516, in der der [an - jährige Erste Sekrrtar, Professor Eugen Petersen den Vorsig führte. (Er trat am 1. April dieses Jahres in den Ruhestand. Nax einem*kürzeren Vortrage des Herrn Baddeley don d.“.r englischen arrbäoloqischxn Schule in Rom nahm Herr Petersen das Wort zu einem Vortrage über drei vielbesVrocbenc antike Reliefs: das mit der Darstellung des Orpheus, der Euxydike und des Hermes und die zwei durch die neuere1Forschung ihm werbundcne-n. Daran schloß er auf seinen Rücktritt, Vom Amte bezügliche Worte. Hierauf erhob sich der, Kaiserliche Botschafter (Graf von Monts, um dem Abschiednehmcnden dcn 'von Seiner Majestät ihm der- liehenen Noten Adlerorden zweiter Klassr zu übrrreichen und in warmen Worten auch von seits" der Bojsckyaft und Pérsönlicb der nun abschließenden Amtsführung des Herrn Petersxn die dolle An- erkknnung außzusprkchcn. Es nahm dann noch der Vorsiyende der Zentraldirektion des Jnsiituis, Profrffor Conze, der zu diesem Zweck nach Rom gekommen War, das Wort und gab im Austra der Zentraldixektion dem Tank Aiisdruck für das, was §etersen dem Institut gejvesen sci. Professor Conze über- reichte endlich das noch nicht ganz abgeschlossene Namens- verzeicbnis einer großen Reihe von Frrunden und Verehrern, die sich zu einer persönlichen Ehrung Peikrsens vereinigt haben. Unter den Darbiingern befindst fich eine große Zahl derer, die Petersen für seine Führung bei den jahrelang wiederholten Anschauungskursen für deutsche Gymnasiallehrer ein dankbares Andenken bewahren. Sein Relieibildsol] VonKünstlerband aUSgcfübrr werden und, wenn Petersen es genehmigt, im römischen Institutshauie seinen Pla finden. Er- widernde Dankesworte des (Hefetericn schlossen di: itzung, der ein zahlreiches Anditorium beiwvhnte, das den Sprccbrrn durch BeifallS- zeichen 1eine Ziistimmung zu erkennen gab.

rofeffor Petersen gehörte'dcm Institute, nachdem er früher in Deut chland und an dcn Universitäten Dorpat und Prag, Von wo er auch an der Erforschung Kleinasiens Anteil nahm, gewirkt hatte, seit dem Jahre 1886 an, in dcm er als Ersirr Sekretar an die Zweig- anstalt zu Athen berufen wurde, von wo kr im folgenden Jahre als Nachfolger Henzens in die gleiche SteUe in Rom überging.

Von der gesamten wettgreisenden wissenschaftlichen Tätigkeit eterfens soll hier nur das kurz berührt werden, was er an seinem [aße beim Institut Vollbracbte. Den Beginn seiner auf italischem oden sozusagen mit griechischen Interessen beginnenden Tätigkeit

bezeichnet seine Entdeckung drs ionischcn Tsmvclö in Locri, den dann Orfi unter seiner Beteiligung ausgrub. Sodann stellte er Geschichte und Wichtigkeit des Tempels in Conca, unweit Porto d'Anzo, ans Licht, beschäftigte sich mit dem Nachweise des ionischen Ursprungs gewisser bedeutender Bronzkwxrke italischen Fundorts und widmete einem in Villa Ludovisi auitaucbenden wnn ervollen Relirf mit der (Geburt Aphroditks eingehendes Studium. - Ein zweites Gebiet, deffen Kenntnis Petersen dann große: Förderung brachle, war das der römischen Kunst der Kaiserzeit. Nesben dem, was er für die Reliefs am Trajansbogen in Benevent, für die Reliefs des Constantin- Zo ens in Rom für die Schrankenreliefs der Rostra und anderes lei?tcte,"tritt beéonders bervvr seine Teilnahme an dem Unxernebmen, für das Seine Majestät unskr Kaisar die Mittrl gewthte: die Aufnahme und Heraußaabe_ der Relisfs der Marcuspaule auf der Piazza Cclonna, der ältesten bildlichen Urkunde ads deutscher Ge- schichte, wobei er mit Mommsen, von Domaszcwski und Cglderini zusammenwiikte. Von da griffen seine Studien „auf die yon thborius musterbaft publizierten Relicfs der Trajanssaylcxbinüber; Den schönsten Erfolg aber dieser Bemühungen um die Kunstgescknchte der römischen Kaiser eit stelLt Petersens Wiederberstcüiing der „Fra Lacie; 111153115516, des ZfrichSaltars des Augustus, dar. Nachdem von Dubn bereits einen großen Teil der zerstreuten Reliefs dieses Bauwerks, erkannt batte, gelang es dem Scharfsinn und der unermüdlichen (Genautgkeu Peter- sens, das ur|prünqlicke Gefüge dieses Prqchtbaues wrekerberzusteÜen; eine grundle ende Arbeit, die das Ocsterrricbische Archaolog11che Institut ver- öffentli that. Seinen Bemühungen war 85, wie der italienische Unterrichtöminisi€r es ihm zit großfinrztgerxi Außdruck brachte, ganz wesentlich zu danken, daß die Köxiigltrh ttalténische RcZierung ch ent chloß, an Ort und Steak unter und neben dem Palazzo iam), de en Be Yer dazu in frcigrbkger Weise mitwirkte, den Grundmauern und nah: ri Verbliebencn kostbaren Architektur- und Skulpturteilen des Prachjbaues durch eine schwierige Außgrabun nachzugxben und so die volle Durchführun einer der in ihren Ergebni en wichtigsten L:istungen rekonstruktxver Ar äologie anzubabnen.' Rubi diese Arbeit auZen- blicklicb, so kann das nur eine Pause sein, nach der dx Wb cbt der italienischen Regierung zur Vollendung kommcn muß im wird.

Nach einer Vom „W. T. B.“ iibrrmiiteltén Meldung drr .Affociated Preß' aus Cambridge (Maffarbusetts) bg! die Hardard- UniVersität den Professor dSk Cbxtme an dEr Universität Lripzi Wilhelm Ostwald einaewden, gemäß kor Anregunß Seiner Majeiztät des Kaisers Wilhelm, betreffcnd Austausch don deut chen und amerikanischen Universitätßdozenten, ein _balbcs Jahr hindurch Vorlesungen an der Pardurd-UniMwfitat zu halten.

Technik.

Die Einführung des elektrischen Betriebes 'auf der Stadtbahn in Berlin bildet den Gcgenstand einer Preixaufgabe, welche die Technische Hochschule für 1905/1906 stellt. Die Abteilung für Maschinen-ercnirurrvesen hat, wie Berliner B1alter melden, für Lösung dcr Aufgabe folgende (Grundlags gegeben:

Durch den Betrirv dcr elektriscdrn Hoch- nnd Untergrundbabn is! der Nacbwris erwacht, das: durch Antvc'ndung geeigneter Miltel bei Stadtbabncn eine höhere Riisegcschwindigkeic fich erreichen laßx. als bei drr Berliner Stadtbahn zur Zeit geleistct Wird. Wahrend 5“ 58“ 815". “1" MM“. K?NNWWM x:? Schlei er ano de eiege wnigc stva für die Stunde beträgt, ist fir bei der elektrischen Hoch-

nnd Untergrundbabn 25 bis 28 km. In bezug guf diesen Untrrscdird sind noch besonders zwei Umstande zu berucksichttgen,