1905 / 84 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 07 Apr 1905 18:00:01 GMT) scan diff

Kosten der Verpflegungsstationen, Zentrasarbeiiönaihweisesteaen und Arbeiterkolonien. Und ähnlich haben, alle anderen Provinzen mit Außnabme von West- preußen und Heffen-Raffau in ihren Reglements die Unterfiüvung dieser Bestribuc'gxn als ihre Aufgaki: bezeichnet.

Nicht allein das, meine .Herren, daß wir durch das Dotations- gesetz von 1902 ohne rschtliche VérPAichtung uns dazu brrbeigelassen haben, staatliche Mittel auch für diese Zwecke zur Verfügung zu stellen, babe ich mich neuxrdings auf insiändiges Bitten des verehrten Herrn von Bodelschwingh nochmals bereit finden lassen, 30 000 914 in den Etat des Ministeriums des Innern einzu- steÜen, wikderum um Arbeitsstätten, die mit Arbeitsvermiitelung Ver- bunden sind, staatlich zu unterstüßen. Ich konnte mich ja hier in dem hohen Hause kaum zcigen, daß nicht der Verehrte Heir Abg. bon Bodelschwingh mich sofort in seinen KraUen batte (Heiterkeit), wenn es erlaubt ist, von Händen, die in ihrem L2ben nur Gutes geschaffen und immer für andere gewirkt babxn, überhaupt einen solchen Ausdruck zu gebrancben; Und als er mir schließlich mal depeicbierte, er könne nicht mehr sch1afen, und ich möchte doch einem alten Mann ssine Nachtruhe wikdergeben (Hkitcrkeit), da habe ich ihm naturgemäß depeschiert, er möchte nur ruhig schlafen, und habe dann die 30 000 «14 eingesieUt. (Bravv! Heiterkeit.)

Also, meine Herren, ich bin weit über das Maß meiner Ver- pf1ichtungbinausgcgangem weil ich die Nützlichkeit der ganzen Be- strebung anerkinnc; aber 111111 ist dsr Grad meiner Gutmütigkeit er- schöpft. Der Herr Abg. Schmedding hat srhr richtig gesagt, daß, wenn der Antrag aufrechterhalten wird, den Staat mit zwei Drilteln . der Kosten zu bxteiligen, das dem Vollkommcnen Versagen gleichkommt, daß das gleichbedeutend sein würde mit dem ins Wasser faUen des ganzen Projekts. (Abg. 0011 Bodelschwingh: Ganz richtig!) Denn da wir kcine Verpfiichtung babcn und schon außerordentlich weit ge- gangsn sind, kann ich mich freiwillig nicht dazu Verstehen, daß dem Staate abermals zwei Drittel der Kosten durch Geseß auferlegt werden, und kann nur dringend bitten, dciiwn abzusehen.

Dann hat der Herr Abg. bon Bodelschwingh und die Kommission noch beantragt, es möchtén die Wanderarmen zu ermäßigten Sätzen auf den Eisenbahnen bsfördert werden. Meine Herren, ich habe nicht Gelegenheit gsbabt, über diesc Angelegenheit mit dem Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten Rücksprache zu nehmen, Vermute aber, daß er wesentliche Bedenken tragen wird, dem Gedanken Folge zu geben. Dcnriicbon 12131 sind wir bei déu Kosten der Personen- beförderung meiner Ansicht nach unter der Grenze der Selbstkosten angekommen, jedenfaÜ-Z aber ganz nahe daran, und Wenn wir diese Wanderarmen nun noch zu einem ermäßigten Satz fahren sollkn, so erinnert mich das an den Ausspruch der Berliner Hökerfrau, die sagte: ich verliere an jedem Apfel drei Pfennig, aber die Masse muß es brixigen. (Heiterkeit) Ich glaube, auf diesen Weg werden wir kaum re ('n.

Jcb rxsümiere mich dabin, daß eine rechtliche Verpflichtung nicht vorliegt, daß wir aber freiwillig in Anerkennung der Bedeutung der Sache nicht nur dir? 10 Millionen gegeben haben, aus denen auch das WanderderpflegungHwésen untersiüßt Werden kann, sondern daß wir neuerdings noch mal 30 000 „11. eingestellt babkn, um staatlicherseits Prämikn zu geben und dadurch anregend auf diesem (Gebiet zu wirken. Ich glaube, das muß genügen. Wir werden staatlichkrseiis, wie ich gesagt habe, und wie auch aus der Einstellung der Position Herdor- gebt, Anregungxn und auch materieüe Bribilfen geben; aber eine Ver- pfiichtung dem Staat absrmals aufzuerlegen, das würdc zu weit gehen, und chbalb kann ich nur bitien, dem Antrag Nr. 858 nicht zuzustimmen.

Abg. Dr. Schr0eder = Caffe! (111.) Ckkläkk namens seiner

Freunde dj_e Zustimmmig zu dem Kommissionsantrage. Wenn der

ntrag Bruit angenommén würd9, falle die ganze Sache ins Wasser; er werde deshalb gegen diesen Antrag stimmsn.

. Abg. 130.11 Pawpewbeim (kom): Das „Deuticke Volksblatt" bringt bcuie Einen,?[rtrkkl uber den Segen dsr Arbeit für die Mensa“)- beit i_ind „]eden etnzslnen und erinnert an das Wort des englischen Memcbenireundes Caxlvlk, daß die Arbeit uns nicht berzwcifeln lasse. “11111616. stencxeiiabrung bssialigt dieses Wort. Wie oft hat uns MCU, die Arbeik mit ncucm Mute beseelt! Mit diesem Geskß: woÜen w1_r dxn armen Lcytrn, dis Arbeit suchen und nicht finden, Trost ver1chqsiem _das; wir fie mit ihrem Leben wieder der- sobnen und diq_Hcrsnung wieder in ihr Herz senken, die sie verlorkn bgbcxn, Das 111 dt;: ernst:" Aufgabe des Antrages. Wer meint, daß wir die Y_rbeitsloxen zu Bummlcrn erziehen und ihren Müßig- gang unteriiußkn" wollen, bat rrJn unseren Bestrebungen keine Ahnung. Ich 1138112 cs bon mix, disxe Elemcnte Weiter dkmoralifieren zu woblen; fie (1er zur Arbeit zu erziehen, ist eine Aufgabe, des Schweißés der Edlen Wert. Da_ es eine roße öffentliche Aufgabe ist, ist auch der Htxai zur M11111116 0215111113161, nicht nur mit (Geld, soiidertr aucb rnit skiner' sonstigen Beihilfe. Der Antrag Arndt wxrd nichkts writcr (118 die Vorlagé zum Scheitern bringkn. Nach den Erklarungen der Regierung in de_x Kommission ist cine bestimmte Anteilnahme des, Staates au§g€ich1011ew Danach liegt die Absicht klar zu Tage, niit dem Antrag unser W(kk zu ykrkiteln. Herr Brütt hat schon Vor zehn Fahrer) mit denselben Gründen gegen uns polemi- fiert. Wenn_ das *).)i-Ijerial ibn interesfixrte, konnte er es fick) Vcr- xcbaffen. 'Wir babe'xi in drn 1215an Jabricbnten Erfolge erreicht, 0 kummernch sie bx: der unvouitandigxn Geseßgsbung auch bleiben mgßFrn. Ohne _Zwang_ könnkn wir nicht auskommen. Alle Kreise munen systematisch quammenarbeitcn. Auch ein Landrat, der dagegen ist, Wird mtt_ ganzem (Ernst mitarbeiten, wenn er eine_ _solchc Stani)" erhalt. An dikier großen sozialen Aufgabe muß 12er mttczrbeitrn, um das Zi-il zu erreichen. Wknn Herr Brütt Sch1Wkr1g-H01116111 aiisncbmen will, kann er ruhig unsere Erfahrungen abwarten, er _wird. dann auch in unsere Fußiavfen treten. Wir vsrlangm 11 1111135 0181 und bach uns auf das Minimalste be- [ck10an Nur mit Zweidrittelmajorität 1011211 die Provinziallavdtage ubsr die Errichtung der Stationen beicbließen. Das Bißihen, das Wir Zhiisn (113175116111, könn?" Sie uns gewähren. Als wir vor zehn Jahren unter dem Miizistir Eulenburg diesen Gigenstand berieten, handelte es fich um wenige Stimmsn Majorität; damals hatten wir den Zwang, in (111611, Provinzen. Jeyt handelt es sich nur um_ fakultgirvé Beschlußfassung. _ Bsfcheidcner könnkn wir unsere Wunsche nicht balrcn, aber die: 1112111115611 Provinzen haben wenigstens einer] dringsndZn (Grund dazu., Mutig schifft in die Welt mit tauslnd Vkaiien .der Jungling; still in gerettetcm Boot treibt in den Hasen der Greis. So geht 18 uns auch mit dieser Sachs. Helfen Sie uns, Sie werdcn manchen guikn und treuen Arbeiter schaffenl

Abg. Y_aknsH-Sck1m151181n (kons.): Weiieres Material in deerommiUibn batte uns allerdings ein klares Bild davvn geben sollen, _was in _reii 8111321111511Landkste116n Vorbaiidkn ist. Ein s01ches Geseß ist'scbwieria, dcnn die Yerbältniffe im Osten und Westen liegen ver- schiedeiz; _Wir haben 1111 Regierungsbezirk Liegnitz eins Vortreffliche Orgamiatwn unter dkm )eßigxii RemerungLVräsiceUten geschaffen und konnten roher eine 5111211112 dcr kirinen Zwischsnstationkn aufbebkn, die iiur zum „Schaden gewirkt haben, denn durch sie findkt der Bummlrr immer wieder Verrflegung. Dic_Grundbrdinguvg ist, daß die Land- straße von den Wanderern befrkit wird, und der ArbeitSriachweis

fix sofort dahin sendet, wo fte Arbeit finden. Wenn die Regierung einen Gesetzentwurf nicbt vorlegexi kann, sollte sie wenigstens die Dotgiionen steigern. 'Die Gutscheine der Eisenbahn halte ich für ein vorzugliches Mittel, die Arbeithelegenbeit zu finden. Vor allem sollte in dsm Geseß dafur Sorge getragen werden, daß der Segen zunächst denen zu gute kommt„ die arbeitSwiÜig find; anderseits aber müssen wir Verlangen, daß die arbeitsscbeuen Subjekte in die Arbeitskolonien gebracht werden, wo fie arbeiten müsskn.

Minister des Innern Dr. von Bethmann-Hollweg:

Ich wünsche nicht, daß Mißverständnisse über meine Stellung zur Sache aufkommen, und nach den Aeußerungen des Herrn Abg. von Pappenheim befürchte ich dies. Ich glaube aber, ich habe ganz deutlich folgendrs erklärt.

Ich erkenne die Notwendigkeit an, für die Wanderarbeiter zu sorgen. Die Bestrebungen, die auf diesem Gebiete von den Provinzen schon bisher ins Werk geseßt worden sind, haben meine volle Sympathie, und soweit es in der Zuständigkeit meines Ressorts liegt, werde ich derartige Bestrebungen nach jeder Richtung hin unter- siüßen. Welchss System ich für das richtige hakte, babe ich mit kurzen Worten skizziert; es deckt sich im wesent- lichen mit demjenigen System, was dem Antrag, der uns bknte beschäftigt, zu Grunde liegt. Ich habe nur Zweifel darüber ausgesprochkn, ob _ und es sind Zweifel, die ich weiter in meinem Herzen herumfrage _, ich habe Zweifel ausgesprochen, ob es notwendig ist, den Weg der Gesetzgebung in der hier vor- gesehenen Form zu beschreiten. Ich Habe erklärt, daß ich den Haupt- punkt der Vorlage darin sehe, daß Kreise gezwungen werden können, an der Verwaltung, der Einrichtung und Unterhaltung don Stationen teilzunehmen. Ich habe weiter gesagt, daß es mir zweifelhaft sei, ob in einem widerwilligen Kreise die Sache gut marschieren könne. Der Abg. bon Pappknbeim hat darauf erwidert, daß ich dann die preußischen Landräte nicht kenne. Nun, ich bin selber lange Zeit preußischer Landrat gewesen, und ich meine, ich kenne meine früheren Kollegen, diejenigen Herren, auf deren Kraft ich mich in erster Linie in meinem Ressort verlasse. Der Abg. von Pappenheim hat gesagt: wenn der preußische Landrat im Auftrage der Provinz an einem System mitarbeitet, dann wird er den großen Segen des Systems erkennen und wird freudig mitarbeiten. Ganz meine Ansicht, dann ist er eben kein Widerwilliger. Ich habe nur die Befürchtung aue- gesprocben, daß man auch Kreise zwingen möchte, die der ganzen Sache in ihrem Herzen fernsteben und firnbleiben. Also ich wiederhole, someit meine Zuständigkeit reicht, Werde ich jedes System, das nicht in die alten Fehler eines engmaschigen StationSneßrs zurückfällt, das geeignet ist, den Mißständen auf dem Gebiete des Wanderarmenwesens in dem von mir angedeuteten Sinne Abhilfe zu schaffen, mit voller Kraft unterstüßen. (Bravo!)

Abg. Graf von Wartensleben-Ro ä en on. ' für diZn KbmmissionSantrag aus. Die ProtIinzsen n(iki1ßtset)1sdpi?scehtA?1F gabe in dt? Hand nehmen. Die 10 MiÜionen, Welche der Staat an Dotattonen den, Provinzen gegeben habe, seien nur ein Tropfen auf den heißen Stem gewesen.

Abg. V o r ste r (fr. kons.) führt aus, daß der KommiifionSantrag

1?st gaszbandTrrs MUZ adls bikZbetr in 76,11 Verpfiegungsstationen be- anen ae, enn na ,ein nrci oees 1 autä li ArbeiLtlsbnarbiFiF bcckUZdeln. k s) Ohg sch h p s ck ck um g. 31 n er (on,. : wobl ick) ursprüngli Ge ner des Yniragrs war, muß ich anerkennen, daßchin Jem Komm1ssion8an1rag em Kompromiß liegt, das mir und meinen teunden, dre dagrgcn waren, in vielen Punkten entgkger-kommi. Die 0auptsache ist, daß nur xroch,wenige Staiionen errichtct werden. ckck) kann dxn Proviiizcn“ die die Sache machen onen, konzedieren, daß sie *die" Möglichkeit Erhalten, sie einheitlich durchzuführen. Unsere Korrekttoyßanstaltcn siiid beute nicht mehr zeitgemäß denn nur m_)ch e_m kleiner Bruchtsil dsr Jnsaffsn wird wirkliäz gebesserx. Die kaykrneiiartigen KorrcklionSanstaltrn müssen allmählich Verschwindexi. 'Wklm 1ch nunmehr für den Kompromißantrag stimmen kann, so will ich unsersn Dank dem Manne sagen, der so bisl auf diesem Gebtrie getan hat, dem Herrn Abg. Von Bodelschwingh.

Nack) 611119611 weiteren Bemcrkimgen der Abgg. Brütt und von Bodc1schwmgh wird unter Ablehnunq des An: traqs Arndt-Brutt der“ Kommissionsantrag unverändert mit großer Mehrheit angenommen.

Schluß 41/4 Uhr. Nächste Sißung Freitag 11 Uhr. (antrag (Hampnwegen Abändcrung drs Allgemeinrn Berg: geye§65;_Wai)1prufungcn; dritte Lcsung dis (Hefeßcntwurfs zur Bekampsung ubrrtragbarcr Krankheiten.)

Nr. _7_ des „Mitzisterialblatts für Médizinal- und m2d_1_z11111che UnZerrrchtßangxlegenbeiten“, heraus egebcn im Mintjterrum_der Jerstlichen, Unterrichts- und Medizinalangekigenbciien, 00m_1.A_pril, hat folgenden Inhalt: 1. Personalien. _ 11.2111- gemeine_Verwaltungssachen: 1) (Erlaß vom 7. März 1905, bktrcffend die Heriteüung bon Urkunden _mrt der Schreibmaschine und die zur Verwendung'geeiggeiezi Farbbander; 2) Erlaß vom 15. März 1905, betreffend die BLUÖUZUUJLU der den Provinzialsckyulkoürgien unter- stellten böberen Lebran talten durch die Kreisärzte. _ 111. » rüfungs- wesen: Bekanntmachung Vom 6. Februar19s5, betreffend die cKrüfungs- ordnung dix Apotbeker _ 117. Verkehr mit Nahrungsmitteln: Erlaß 110111 1. Marz '1905, de_triZffend die Metaneschiäge der Trinkgefäß- 1. Verkahr mrt Arzneitriittc'ln: Erlaß Vom 8. März 1905, bétreffcnd das St_lbaltcn von Knötericb und Knöterichtee. _ 'c'l. Schuß gegen den adchenbandex: Abkommen zwiscbsn drm Deutschrn Reich und gnderen Staaten uber Verwaltungsmaßrkgsln zur Gewährung wirk- 10mm Sckxußes gegkn- den Mädckycnbandel Vom 18. Mai 1904. _ 111._Jm_viwesen: Uebersicht über den Verlauf des öfféntlicbi'n Impf- Zeschafts im Jahre 1903. __ '1'111. S2uchenbekämpfunz: Nachrichten uber dZn Stand gsmemgefahrliiber Krankheiten.

Land- und Forstwirtschaft. Dic Landflucht in England und ihre Abhilfe.

Jm „Lyndoner ,_,11'jric1§0r 111818121116“ behandelt der bekannte NomayiÖrtitsiesÜer Rider Haggard, der auch ein ausgezeichneter ;Lnnx-wirb ist,die Lariifluckt der Arbeiter, die in England eine große 310112 Wielt. Ein W5chenlobn von 16 bis 17 Schilling bietct den Lcuxtkn keine genügc-nde Lr-ckung, und die Aus- ,szebt cini Béiriebése1bsiändigfeit odyr gar eigenen Grundbefis iit_ gsrmg. Immerhin ist unfer GewchrSmann in der Lage, eirigc 1_ebrretche, Ausnahmen anzuführen, so z. B. die ziir Grasickyait Lincolnshire gekörenre Flachlandiniel Axholme, dlé, wre Aegypten Vom er, durch die zeitWeiliaen UiberschWemmungen des„Trent und dss umbrr beiruchtei wird. Dort gibt es sehr viele Kleingrunkbefißxx, , hre 3:in steigt stetig. und nicht wenigen gebt es trotz stÉes-anartééen Ttefstandes der landwirtschafißchcn (Geschäfte vortrenli „Bet „vworib bebauen 23 frühere Landarbeiter beute 125 Acrss eigenen Bodens. Haggard wendet gegen dM Kleinbefix _ rm Gegensaß zur Parbtung _ den Umstand ein, daß der Eigentumer fich leicht auf zu große Hypothekarbelastung einlaßt und daher oft

größere Vetpfiicbtungen auf sicb nim'uit, als er vertra enk * Gefahr, zu deren Vermeidung Haggard der PachbtunTnnÖFwYxYs“ gibt, ziehen die _meisten kleinen Landwirte die Erwerbung ei ,“"9 Besißrs vor _ hausi?t mit bedeutendem Erfolg, wie im Falle9 Len Rew-Fgrm (Grafscha Dorsetsbire), wo im Jahre 1888 ein Komplet, von 343 Acres in 80 Parzellen verkauft wurde, deren Wert ,naex 14 Jahren um 60 % gestiegen war, während die Bevölkerung u 4000/7- zugenommen hatte. In Wintersiow (Wiltshire) Waren am 715851311? k(Guts !)in ideffenJ Yarzesllixtrung nhur drei Lilrbeiter beschäftjutf

n e enge are aer naeu e ' ' lohnYde VeschäfttiguÄigtbot. ? bl 1 fchz g FWVM re

er genann e 11 or emp e t die Förderun der Kl " durch folgende Mikel: Errichtung von auf GegensJitigkeit 572311122932“ Vorschußbankcn, Staatßdarleben zum Bau von Wobnbäußchen unix; Landwirtsäpaftsgebäuden, Schaffung von Buttergenossenschaften nebst eytsprecbend'en Handelsbebelfen, _zu denen er vor allem eine POft fur LandwirtschaftSerzeuxzxiiffe zahlt. Zu ähnlichen Schlüssen ge- langt gletcbzeiit e_in Geistlicher, namens Bussell. in einer anderen englischen Zeiks riit. der „1510011011110 11871097“. Er befürwortet Bildung vbn Parzellen, Gründung von Kreditvereinen, (Gewähruxq von _stagtliiben Baugeldxrn- Den schlechten ländlichen Wohnungs. verbaltmsien.schretbt er die Tatsache zu, daß .die Bauern nicht durch Bande des Jnierssses oder der Liebe an den von ihnen bebauten Boden gefesselx find“. Anaxfichts di's Umstands, daß in England Muster. wohnhauschenkscchn fur etwcz 2500914 bergesteklt werden können, würde eine erhöhte landltcbe Bautatigkeit sehr lohnend sein.

Eine andere landwirtschaftlich_e Besserungßmaßregel bildet den Gegenstand eines anregenden Aufiaxes in der Monatsschrift „71113. 11701111'5 Work“, betitelt: .Wo die andwirtschaft in England lohnt,- Der anonyme Verfaffer meint, man müffe aufhören, Getreide zu baum U'Ud' Viehzucht zu treiben, denn Kötnerfrüchte und Reise!) könne man billiger aus Amerika oder Australien beziehen; man [vate lieber K_artoffeln, Sellerie, Obst u. dergl. erzeugen. Steüenwese geschieht dies denn guck bereits, und zwar mit den besten Ergebnissen. Vor allxm bat die Uferbevölkerungdrs Wasbflusses ihren Landwirtschaftsbetrieb grundltch umgestaltet. Namrntlicb den Kartoffelbau versteht sie aus- nebmend gut. „Sie hat die Kartoffelkrankheit auSzurotten gewußt und erzielt sebr haufig 30 bis 40 Pfund Sterling für den Acre (40.1 a) der Ernte. Sellerie„Raps, 'Sknf und Radieschen werden in großem Maße gebaut und brtngen mel Geld ein. Am umfassendsten ist die Erd eerkultur. In der Erdbeersaison neben täglich lange Crdbeerzüge nacb Edinburgh, Gloggow, Leeds und Newcastle ab. Die Gewinnung von Himbeeren und anderem Obst für die Marmeladenfabriken hat ebenfalls einen bedeutender) Umfang angenommen. Auch die Blumen- zucbt hat sich stark eingeburgert, und die Bienenzucbt nimmt immer mehr zu. Die Folge ist, daß _der Wert des Bodens erheblich steigt, der beute Mi 60 bis.„100_ Pfd. Stekl. für den Acre bezahlt wird. Die Nachfrage narh Kletngutern ist stark, und die Landarbeitslöbne 351136191? sr; Lebt in tdie Zistbe gegLanthfil, (Fluß di? Leute in guten Ver-

_n een un'n an anu denen,_im : „Zuruck aufs Land!“ ist die Parole geworden. Gegenteil

Buttertransporte auf der sibirischen Eisenbahn.

Man_ erwartet, daß_ die sibirische Bahn auf dem Rückwege vom Osten Guter wird besordern können, und zwar Getreide nacb Archangels-l2 und Brzttxr nach den baltischen Häfen. Butter ist einer der wirbttgstciz sibiriscben Exportartikel , weshalb das Verkehrs- mmisterrum besondere Maßnahmen trifft, damit die Vuttertranöporte nicht unterbrochen werden. Für die bevorstehende Butterkampagne sind nacbstebendx Maßnahmen in Aussicht genommen: Auf den Stationen Tsch211abmsk, Kinel, Ob, Kainsk, Omsk, Jffvk-Kul, Pelro- powlowsk und Kurgan Werden die Eiskeller Vergrößcrt und nach ne_uem System angelegt. Ferner wird auf der Station Ob ein neues Kublpackbaus erbaut werden. Die Züge werden auf dem ganzen Wege von besondereti Agxnten begleitkt wrrden, deren Tätigkeit darin be- stebken wird, die (ExLVOrräte in den Waggons auf den Stationen z! erganzen. Auch wird die FabrgeschwindJkeit der Butterzüge erhökt werden. (“St. Petersburgsr Zeitung)

Getreidebandel in Antwerpen.

Der Kaisi-ilicbe Generalkonsul in Antwerpen beri tet unterm 1. d. M.: A„uf dem Antwerpener Getrkidemarkt zeigten ck1cki1k Weizen- preise tm Marz d. J. 'Am: TaUende Richtung. Das Geschäft war schleppend Die Nachrrcbten uber den gutcn Aukfal] der argentinischen Ernte druckten auf den Markt und ließen eine bsffere Stimmung um so weniger aufkommcn, als hier ein außergewöhnlich fruchtbares Weiter in den letzten, Wochen ziz_ verzeichnen gewesen ist. Ende März 0. J. steütxn sub die Preis e sur Getreide und Mehl ungefähr, wie folgt: Weizen: Manitoba feed . . . . . . . Fr. 16 nordamerikaniscber. . fehlt . Fr. 18

californiscber Walla. . . . . . . . . . . 17? Kurracbee, weißer . . . . . . . 161 . roter . . . . 161- Kalkutta . 171 Oregon . . . . . . 18 lata, je nach Güte . 16_18._+ onau . , . 16_18k rusüs Lr . ! . 17k*182 balttf er. . . 172-18 inländischer . ausländischer inländischer . . Gerste: zu Futterzwecken . für Brauer . . . . . . . . Zafer: russischer und nordamerikaniscber . ais: amerikanischer und Plata . . , Odcssa und Donau Weizenmehl: inländisches. . . . . . . . . , Die Vorräte wurden Ende März d. I., wie folgt, Weizen: 450 000 (12 Roggen: 30000 Gerste: 30000 ,

177/._181 141

141 12_12Y 131-181 152-17 117/11 "1317“- 14+ 11. 16 212-221.

gescbävt:

Roggen:

Hafer: 15 000 Mais; 200 000

Literatur.

Kurze Anzeigen neu erschienener Schriften, deren Besprechung vorbehalten bleibt.

„Referat, Votum und, Urteil. Eine Anleitun für praktiscké Juristen im Vorbereitungsdtcnii von Hermann aubensvkä- 9. Aufl. 5,40 .“ _ aebdn; 6,40 „M Berlin 117. 8. Franz Vahlen-

Das Wasserpolizxirecht. Die der Wafferpolizei angehören- den Geseße und Anwenungcn. Kommentar. Heraußgeg. roa

Borp. _5 „Fl _ (16de. 6 .,“ Berlin 117. 8. tanz Vahlen.

Bertrgge zur Bekampfuna der Ankylo tomiasis. Ven Dr.,Dicmtnger. (Bericht und Nachtragsbericht an die Köni liebe Regierung zu Arnsberg) 0,80 .,“ und 0,60 „14 Jena, Gustav FFM!- D ésickx VeSrclßreLtuF tder LYrasanDeutHchland nnch)?n

eu en 11 ge te en. on roe or r.M. Kir ner- 0,80 „14 Jena, Gustav Fischer.

Sonderabdruck aus, dem VerlinerchbrbuibfürHanjdel und Industrie: Bericht über eine volkSwirtscbafklkÖ' Studienreise durcb Nordamerika. Von Dr. I. Zastrow" Berlin 117. 35. „Georg Reimer.

,Dgs konstitutionelleSysiem im Fabrikbetriebe. V“." Zeißrslch Freese. 2. Außg. 1,80 „ji Gotha, Friedrich E""!

er e. . "5 TolßixsionMSüHteldunUdtTorvedrleurÉinfö. “11111111 SY“: uer en ? eren 11 es nerwa ere es er anzer & Sebelin. 0,50 „Fi iel, Robert Kordes.

D, _ . ZWNYKÉKMÖvafiJFWrüfung der Infanterie und Jäger von '“ Oberleutnant“ vo-n Reis.

' 1" siger - KWJaésin ow Ski.

5 Liehei'scheBuohbandluns-ke.r der russischen Armee in Polen

* Kassen-Beamten-

& geleqeiibeiien und W

_ __ - “' ". Ein Wiednbolungsbuik ie N21?!“ ffi'jßsYsßjfonch Uebung 14 stattfindende

Taschenformat. In Leinen gebdn. 1,20.“

Frankenthal, Louis Göhring u. Fßo-land und Japan. Auf Grund

DerKriZuezaénjschßquugt von alter Erdmann

Heft 5. Mit 3 Skizzen. 1,75 „14 Berlin 1117. 57.

Im Haupt uaxt _ V 1) d ni e Erinnerungen von J; von er 8 u 1288828318885'1915153Kö4l22 gebdn. 5,25 „14 Berlin 81117. 12. C'. S. Mittler u. S0bn- [[ d b ts"ch1ichst 11 el. Kurze Zusammenste ung er cup (: e

[YZF anLibgenc-alogisäpen Regeln. Im Auftrage des Vereins hera old“ herausgegeben von Ad. M. Hildebrandt, Heréoql. 'HeZsen-Altenb- Prof., Redakteur des Deutschen Herold. Mit Sa [lustrationen und 4 Tafeln. Sechste, durchgesehene und vermehrte WJ Seiten elegant geheftet1,50./Fk Frankfurt a. M.,

1.1.4- KON?" 64-

“"i"" ? ' ! B L d itsrat

H Zusammensikluß der Liberalen BöbotLert.an gerch Kassen- und Rechnungs-

ann. 0,70 „14 Dresden, Q. V. W" ZYLLXÜNYIF xEÉTZFthnisse der Rechnungs und e '

we ens einschließ VoanechnunJSrat Otto Hövermann. 'di Co cn. 2,40AWmeYl115n; ?xlienrechedeutuns LÜK die Weltwirtschaft d sein'? wixtschaftlichen Bezie' ungen ju Deutéckyland, ixus nderbeit zu Hamburg. Mit zahlreichen Illutrationen myoKarten- Herausgeß- von Dr._Ernst von Halle. Gebdn.

Jamßurg Verlag der Hamburger Yorsenballe. UebZr die geistige, Ermudung der Sch_uler von Hans - Berlin 917. 50. Modern - Padagogischer und

LMU “M:, Ö-krlag P1ychologi1chLTF3 ' Auskunftsbuch über Vereine, Ausbildungs- 4. Auflage

Frauen- U rk,“fz'hlfahrtSeinrichtunZen in Berlin. 1905. Preis gebdn. 1,20 „14 Berlin 8117. 48. Carl Habel. Berbingungeu im Auslande. Portugal. , 18. April 1905, 1 Uhr, Verwaltung der Regoa-Cbaves-Eisen-

' , Rua da Esta0ao Nr. 106: Bau der Eisenbahnstrecke YF RSYLFZÜW de Varges. Provisorische Kaution: Reis 1 405 000.

uhDäI'Zeuiink'St t b b ' K

*. 11905 2 r. än e aa 8 er nen in open- hageLZ:A2)ireiferung ,von ca. 12 400 Tons Schienen und VerbindunJS- Die Bedingungen nebstZeichnungin sind gegen portofreie E -

121111831111 von 5 Rmk. vom Direktionsbureau 1 11. Gl. Kongebej,

Kopenhagen 13, erhältlich.

na.

31. Juli 1905. Betriebsverwaltung der indo-cbineßscben' Eisen-

bahn in Hanoi: Lieferung von 12 Lokomotivexi. Provisorische

Kaution: 12 500 Fr. Offerten sind an den ]UJÉU1SU1' 811 01101 69 1'ST131011-81-1071 (195 01161111115 (18 161" in Hanoi zu richten.

Statistik und Volkswirtschaft.

Die Vorläufigen Ergebnisse der Viebzäblung vom_1. De- zember 1904 für den preußischen Staat sowie die Fursten- tümer Waldeck und Pyrmont.

Planmäßig hätte die fünfte Reichsviebzählun am 1. Dezember 1902 siaiifinden müssen. Sie wurde'jedoch dur den Vunchrats- beschluß vom 17. März 1900 um zwei Jahre, auf den 1. Dezember 1900, borgerückt, um zur notwendigen PorbZreitung der ,neu'en Handelsverträge mit dienen zu können. Mit Rucksicht auf die tm Herbst 1902 plößlich auftauchende Fra 8, ob nach dem 1901 tzament- lich in einigen Gegenden Norddeuts lands xingetretenen _Mißwacbs des Futters, dessen Folgen längere Zeit _nacbwrrkten, ein fur die Er- näbrung der Bevölkerung genügexidsr Viebitand vorhanden set, sab fich inzwischen die landwirtschaftltcbe Yerwaltung zur Anberaumung einer außerordentlichen kleinen Viebzab1una im preußischen Staate schom am 1. Dezember 1902 bewogen, em Vorgehen, dem firb, ab- gesehen von den Fürstentümern Waldeck und Pyrmont sowiiZ dem (Großherzogtum Baden, wo seit 1868 im LandeßmtereYe aÜjabrlicb Viebzäblungen stattfinden, kein anderer Vundrsftaat ans lo . Nach- dem also die le te allgemeine Erbxbung dcs Vebstandxs bereits 1900 stattge unden hatte und die nachste bestirxrmungsgemaß erst auf 1907 anstand, erschien innerhalb dieses Zeitraums von sieben Jahren eine Zwischenzäblung unentbehrlich. Dem Bundeßrats- beschluffe vom 22. Oktober 1904 zufolge bezog sick) diese sechste deutsche Viebzäblung mittleren Umfanges am 1. Dezember 1904 ('auf-Pferde, Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen (mit zwölf Unter- scheidungen bei den drei ersten Viebgattungen) sowie auf die viel)- bésissnden Haushaltungen. Mit ihr wurde eine Erhebung derjenigen Schlachtungen während der Zeit vom 1. Dezember 1903 bis zum 30.5.1100ember1904 bereinigt, bei denen kein Tierarzt oder Fleisch- bksxbauer eine Schlachtvieh- und Fleischbeschau vorgenommen hatte. Diese ne_ue Ermittelung der sogenannten Hausscblacbtun en, welche einestErgansung zur Statistik der einer amtlichen Schla tvieb- und Fler7chbeschau unterzogcnen Tiere bildét, befaßte sieh nur mit der Ge- samtzahl der Rinder, getrennt nach drei Unterarten, sowie der Schafe, Schwein0 und Ziegen. Um dem stets bervor etretenen Bedürfniffe nsch tunlichst baldiger Bekanntgabe der wichtig ten Ermittelun en zu entsprechen, teilxn wir in der am Schlusse folgenden Zusammen tellung heute die vorlaufigen hauptsächlichsten Zählungßer ebnisse mit, die erßabrungsgemäß Von den endgültigen meist wenig a weichen. Hieran kniipfen wir noch einige Erläuterungen und Vergleichungen mit fruheren "Aufnahmen.

Der gesamte preußische Staat wurde für die Viebzäblung vom 1-De1embcr 1904 in 136135 Zäblbezirke zerlegt gegen deren 171707 im, Jahre 1900, sodaß fie um 20,72 vom Hundert abnabmm. Die Ursache hierbon ist teils in dem wesentlich geringeren Uuzfange dxr Erhebung, namentlich aber darin zu suchen, das; 1900 vielfach dx? nam11ch_en Zähler auch bei der gleichzeitig stattfindenden Volks- zablung kati? Waren, weshalb ihnen erheblich kleinere Bezirke al? sonst u erwiesen Werden mußten. Im beregten vierjabrigen Zertraume erhöhte" fick) die Anzal der Gehöfte überhaupt am 143 096 oder um 4,15, wogegen die der Gehöfte mit Viebstand um 113 661 oder 4,03, und die der viebbefißenden ausbaltungen um 158 093 oder 432 Hundertteile abnahm. Die beiden leßteren Ein- bußen waren aber nur scheinbar und dadurch veranlaßt, daß 1904 die Maultiere, Maulesel, Esel, das Federvieh und die Bienenstöcke nicht erboY'wFskien' di "(5 5 is' sch R ich 5

tr e ßen jeßt e rge n 16 von e s e s:)ie zäblungen, dle, sich über beinahe 32 Jahre ausvebnen, während Welcher der Viebstcznd bedeutende Wandlungen durchmachte. Bei den folgenden ekixletchun en müssen wir aus Naummangel nicht nur von der anfzerordent ichen preußischen Erhebung im Jahre 1902, sondern ?iucb _von der kleineren 3551111! im Jahre 1897 absehen, weil „k ftzr diesen Zweck am leichte111n entbehrt werden können. Es B-t ubrigens bei den nie außer 1 ' racht zu lassen, daß die Viebzä [un en yon 1873 und 1883 am 5 „Januar, aue anderen dage en am 1. ezember stattfanden. Jene dezteberi skb demnach auf die eit des niedrigsten, diese auf eine Zeit es Mittleren Viebstandes wahrend des ganzen Jahres. Au erdem Fußte, obgleich das Herzogtum Lauenburg erst seit dem 1. Juli 1876 „“ck ?kklzßlskben Staate anßebört, sein Viebstand zur Erreichung einer 0 standigen Vergleichbarket schon für 1873 binzugenommen werden. e_ GÄaMzablen betrugen ur dre 1873 1883 1892 1900 1904 ierde . . 2282 435 2417367 2653 661 2923 627 2963155 SY“ - . 8639 514 8737 641 9871521 10 876 972 11143753 Sch fe . . 19 666 794 14 752328 10109594 7001518 5654 273 weine. 4294926 5819136 7725601 10 966 921 12540498

nunmehrißen Ausführungen

von 1883 is 1892

von 1873 19 1883 um

um Stück Hunderi- um Stück teile

. + 134 932 + 5,91 + 236 294 . + 98 127 + 1,14 + 1 133 880 . _ 4 914 466 _ 24,99 _ 4 642 734 . + 1 524 210 + 35,49 + 1 906 465 . + 199 225 + 13,45 + 283 444 + 16,86 +

In den ersten vier Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts _stiixg also der Bestand der Pferde um nur ein Vierundsiebenzi stel, derjenige der Rinder um ein Einandvierzigstel, derjenige der, chweine gm xm Siebentel und der der Ziegen um ein Füniunddreißthel; er fiel- bit)- gegen bei den Siihafen um ein Fünftel. Born 10. anuar 1873 bis zum 1. Dezember 1904 vermehrten sich die Pferde und Rinder um mehr als ein Viertel, die Zie en um" über zwei Fiznfiel, Verdovpelte fich fast die Zahl der Schwene, wahrend sich die der Schafe um erheblich über zwei Drittel verminderte. In dem ein ganzes Menschen. alter umspannenden Gesamtzeitraume machte demnczch unsere Bieb- baltung im allgemeinen bedeutende Fortschritte; nur die Schafe erlitten ?ndkuernd große Einbußen, die ihr Ende noch nicht erreicht zu haben

e nen. ck Zur Erlangung eines vöUig einwandfreien Uricils über die Be- wegung des Viebstandes während der einzelnen Zeitabschnitte unseres Zeitraums empfiehlt es sich, deren ungleiche Dauer dyrÖ'JabrcWittel außzugleichen. Jm Durchschnitte belief sich die 1abrliche Zu- (+) bezw. Abnahme (_) aui Stuck

.. d' von 1873 von 1883 von 1892 00111900 00111873 fur *? bis 1883 bis 1892 bis 1900 bis 1904 bis 1904 ferde + 13493 + 23 629 + 33 746 + 9882 + 21273

inder + 9813 + 113 388 +125 681 + 66 695 + 78 257 Schafe _ 491 447 _ 464 273 _ 388 510 _ 336 811 _ 437 891 Schweine + 152 421 + 190 647 + 405 165 + 393 394 + 257 674 Ziegen

teile + 9,77 +

_ 31,47

+ 19 923 + 28 344 + 10929 + 14763 + 19 661.

No anschaulicher estaltet sich das Bild bei EinsieÜurg 5013 Vér- bälYiiszahlen. Es etrug dann nämlich die durchschmttlicbe 1abrliche Zu- (+) bezw. Abnahme (_) Hundertteile - di Von 1873 Von 1883 v0n1892 v0n1900 V0n1873 fur bis 1883 bis 1892 5191900 5131904 5151904 ferde . +0,59 +0,98 +1,27 +0,34 +0,93 inder . +0,11 +1,30 +1,27 +0,61 +0,91 Schafe . . _2,50 _3,15 _3,84 _4,81 _2,23 Schweine . +3,55 +3,28 +5,24 +3,59 +6,00 Ziegen . +1,34 +1,69 +0,56 +0,72 +1,33.

Eine nähere Betrachtung vorstehender Uebersicht ergibt, daß die Zahl der Pferde bis 1900 stetig starker, von ,da ab aber viel schwächer wuchs. .Auch die Vermehrung der Rinder, welche schon189215ren Höhepunkt erreichte und sich darauf verlangsamte, war eine unaußgeseßte. Bei den Schweißen zeigte die Bewegung einen unregelmäßigen Verlauf: der Durchschnitt des Sieigens ihrer Zahl war im ersten Jahrzehnt e1was größer als im zweiten, ercrrbte dann während der folgenden acht Jahre seinen Gipfel, um fur die leßten vier Jahre auk den anfänglichen Stand zurückzufinken. Aehnlich ver- hält es fich mit den Ziegen, deren Zahl dqn 1883 bis1892'am meisten, dann erheblich geringer und schließlich wieder etwas bcmerkltcher zunahm. Nur die Schafe weisen einkn durcbggngigen unun'terbro'cbenen, immer kräftigeren Rückgang auf. Unsere S afzucht wird nicht so leicht wieder imstande sein, den Wxttbewerb mft Australien, dem Kap- lande und Argentinien zu besiehxn, Lankern, die, tm BesißeauSgedebnter, anders kaum verwerjbarer Weideflääoen, Unmengen bon Wolle zu den niedrigsten reisen zu erzsugen vermögen. In der gesamten Berichts- zeit stieg rlicb die Zahl der Ziegen um cm Dritxel mehr, die der Schweine fünfmal stärker als die der Pferda und Rinder, wogegen sich die Zahl der Schafe zweiundeinviertelmal so sehr vermrnderte wie die jener beiden Viebgattungen sicb erhöhte. . , Beachtung verdient die Verteilung des Vrebstandks auf dte"ein- zelnen Provinzen, obwohl sie wegen des ganzverscbißdenen Großen- umfanges der leßteren keine Rückschlüsse auf deren Leistungsfabigkeit für die Viehzucht und -baliung gestattet. Bei den nun folgenden Erörterungen ziehen wir din Stadtkreis Berlin und die Provinz Hobenzoüeru Wegen der Kleinheit ihres Gebiets n'i t wettkr in Be- tracht. Vom Gesamtbestande der betrcffenden Vie gattung enifirlsn 1904 Hundettteile auf die Provinzen

1. Ostpreußen .

11. Westpreußen ., . 111. Stadtkreis Berlin 117. Brandenburg

17. Yommern 171. osen. .

1711. Schlesien. 17111. Sachsen . . . „. 1T. Schleswig-Holstem

)(. Hannover . . , )( . Westfalen .

LU. Hxffen-Nassau .

Pferde Rinder Sebafe Schweine Ziegen . 15,35 10,06 8,98 7,93 8 8,27 5,96 9,04 6,09 1,75 0,10 0,04 0,07 9,95 7,46 12,08 8,67 . 7,38 6,55 19,68 8,45 . „9,06 8,08 8,32 7,45 . 10,73 13,60 5,65 7,84 . 7,26 6,94 12,48 11,04 6,45 8,73 3,41 6,42 8,49 10,49 10,97 15,03 5,34 6,01 3,06 8,16 3,02 5,22 4,10 4,84

7

4,78

11,05 4,47 6,74

10,95

13,29 2,40

11,31

10,48 8,26

14,23

, bew. verini derten _ mit in "ber (: t - Es vermehrten (+t? ' n ( 5 fich b “Yonb1832 bis 1900

um um Hundert- um Siück Hundert-

269 966 + 12,98 +1005 451 _ 3 108 076 + 32,76 + 3 241 320 87 430

0,03 '

teile + 10,17 + 10,19 _ 30,74 + 41,96 + 4,45 einer unbedeutenden

+ 39 528 + + 266 781 + _- 1 347 245 _ + 1 573 577 + + 59 052 +

mit je einem Zehntel anschließen,

waren. Hannover,

und Heffen-Naffau entfallen.

von über xinbal _" nahmen bei den Schafen iur Po

fie eiböbten sich bei den Ziegen preußen um 0,51 und erniedrigte Brandenburg um 0,56 und für R

1900 zeigt, daß sich Vermehrten Hunderiieile die d

in den Provinzen Pferde

1. Ostpreußen. . _0,95 +

11. Westpreußen . + 111. Stadikreis

Berlin. . . .

17. Brandenburg .

?. Pommern . . 171513011211 ..... 1711.Sch1esien. . .

17111.Sachsen . . .

111. SchleSwig-

Holstrin . . . R.HannoVSr . . )(1.Weslfalkii . .

)(11.Heffen-Naffau +4,93 F111.Rbeinland . . +4,78 )(117. Hobenzoüern . _ 1,89

2

ii+++1

__.p-w 33055629

preußen, die der

der übrigen vier Hauptbirhgattun Rinder in vier sowie die Zté'getl Sinken stattfand. Bémeikensw

um 11 v. H. Wuchs.

Weit auffäüiger (113 bei d gierungsbezirken die Wand

6,77 10,37 2,07 7,80 0,18 0,43 0,12 0,21

die Pferde die Rinder um umStück Hundert- um Stück

teile . ._ 2228 _ 0,87 + 33468 2) Gumbinnen , . _ 2113 _ 1,05 + 25 684 3) Danzig ..... _ 882 _ 0,96

4) Marienwerder . . + 1 850 ,21

5 Stadtkreis Berlin . + 787

6) otsdam . . . „+ 4842 7) rankfurt . . . „+ 96 8) tettin + 1495 9) Köslin + 2075 10) Stralsund . . . .+ 937 11) ofen + 1230 12) 5 romberg . . + 3493 13) Breslau . . . . _ 1406 14) Liegnitz ..... 360 15) Oppeln ..... 1 379 16) Magdeburg . . . 968 17) Merseburg . . 185 18T Erfurt . 734

)(111. Rheinland )(117. Hohenzollern

in den Regierungsbezirken

1) Königsberg

w-«DQÉNWODW » ()*-rsd

»

MASS

»»_§»_- QOQw-ß

___-

__OWWQ

QOWQOJO»O_Q_

QQMQUU-RAQ"

»

OOUKSWO

19 SchleSwig . . 6364 20 Faxmoder . . . . 1304 21; ildesbeim . . 1029 22 Lüneburg . . . . 3643 23) Stade . . . . . 1976 24) OSnabrück . . . 181 25) Aurich ..... 452 26) Münster . . . 472 27) Minden . . . . 68 28) Arnsberg . . . . + 2389 29 Cassel + 2014 30; Wiesbaden . . . + 2183 31 Koblenz. . . . . 428 32) eldorf . . . 33 Cön ...... + 34 Trier ...... 35 Aachen ..... + 36 Sigmaringen . . _ 105 Um ein anz zutreffendes Schlußergebnis für die Entwicke- luna des preu ischen Viehsiands im leyten abrvierte zu erlangen, en wir auf die bisher unberücks1cht1gt e liebene außerordentliche Vie zählung in Preußen zurückgreifen. m 1. Dezember 1902

b--* 53 WOWWEE)

OQOQp-mooeo-o-WMOO

_

"*TOP*IUQQOUQQ

Wk-“U'KQQv-“i-d

*

OUQYWUW

_

; »

||1+++++++++||

O_O)-

ISF» K_OUUQU OWQQOSQ

(:x-*-

_

i++i+1ii++++++++++1i+1|++++++++|++++

++++++++111+++++++++||1+++++++++

| L"“ 00 :o

ZisJen . . 1481 461 1 680 686 1 964 130 2 051 560 2 110 612.

wurden 2927 484 Pferde, 10405 769 Rinder, 5917 698 Schafe

0,17.

die Schafe

um Hundert- teile

um Stück um Stück

67 356

1111|11111

111111]!!l||

_ 33,28 _ 16,10 _ 25,74 _ 23,38 _ 26,25 _ 34,47 _ 20,60 _ 18,45 _ 39,15 _ 46,32 _ 15,34

30 202 36 822 13 660 5 736 37 943 9 1( 8 23 244 7 866 1 090

17 457 9 859 1 197

111![|[1||||[[|iii|]li

[++++++++++++++++++++++++++++++1

von 1900 bis “1904

um um Stück Hundert- teile

in seinkr maßgebenden Stellung hinsichtlich der Pferde, schmächsten mit einem Driiunddreiiiigstel in Heffen-Nanau Vertretkn Reichlich zwei Fünftel aller Rinder gab es in Schlesien, Rheinland und Ostpreußen, Zwanzigstel in Heffen-Nassau und Westpreußen. . * Fünftebgebübrt wie bisher Pommern der Vorrang ber den Schafen, von denen ferner beinahe ein Achtel auf Sach1e_n und Brandßnburg, ein Neuntel auf Hannobcr, hingegen nur je em Fünfzigstel vis ein Fünfundzwanzigsiel auf Rheinland, Westfalen, An Schweinen übertrafen Hannover und Sachsen mit zusammen einem Viertel akle übrtgrn Provinzen, hinter deren SälZM Heffen-Naffau wiederum am msistrn zurückblieb.

drei Elftel im Rheinland und in Sachsen, ' Fünfzigiiel in Ostpreußen und SckoleSwig-Holstem Vorhanden. man die Einzelnen Säße für1904 neben die für 1900,

man in der Rexéel nur. unecheb1ich2 Unterschiede. , v. H. jraten nur beim Kleinvieh ein; die Anteile

Rinder

welche hier nicht im einzelnen erörtert zu werden brauchen._ mehrtcn(+) bezw. verminderten (_) fich bon 1900b181904 uberhaupt

die Schweine

+ 85 605

von 1873 bis 1904 um um Stück Hundert- teile 680 720 + 29,82 2 504 239 + 28,99 14 012 521 _ 71,25 + 8 245 572 + 191,98 629 151 + 42,47.

1,35 + 2,45 + 19,24 _ 14,35 2,88 +

Troß VermindééunäW'1'éiJZS' “2171721163 be- hauptet sich Ostpreußen, welchem sich Schlesien und Brandenburg

mit einem sehr starken Siebentel die am

mebr als ein

wenig Mit fast einem

Schlixswig- Holstein

mit kaum einem Zwanzigstel, Von sämtlichen Ziegen waren aber nur etwa je ein SteÜt so findet Verschiebungen

mmern um 1,17 und für Sachsen

um 0,54 zu, jedoch für HaniioVer um 0,81 ab; fis stiegen bei den Schwänen für Hannchir und Sihlcswig-Holstein um 0,83 und 0,84, fielen dagegen für Schlesien um 0,84 und für Brandenburg um 0,76;

für Posen um 1,08 und für West- 11 fick) für Sacbyen um 1,20, für beinlaiid um 0,55 Hundrristel.

Eine Vergleichung der Ergebnisse für 1904 mit denjenigen für

(+) bezw. Verminderten (_) um

die die Schweine Ziegen + 18,05 + 15,14

ie die Schafe _ 18,64 _ 17,54

70,59 _ 18,10 _ 14,15 _ 23,20 _ 20,02 _ 15,56

_ 17,94 _ 24,78 _ 22,98 _ 24,00 _ 32,98 _ 15,34

5,57 4,06

0,09

UEG ms»

00

| S*“- D* ,..

Währknd dcr fraglichen vier Jabr€ bob, fich also die Zahl der P'sékde um fast 5 v. H. in Heffen-Nassau und im Rheinlande, die der Rinder um über 8 in S [eswig-Holstein, nur 11er 5 in Pommern und Ost- iegen um über 20 in Posen, um über 15 v. H in Osi- und Westprkirßen. Es fiel aber die Zahl der Pferde um bktnabe 1 Hundertteil in Schlesien und Ostpreußen, die der Rinder um unge- fähr 11). H. in Hessen-Nasiau und Schlesien, dis der Zisgcn um mehr als 5 in Sachsen, um 2 bis 1 Hundertteile in Yrandenbiug und im Rheinland. Die Schwcini', deren Zahl sich durchgangiq Lrbdbte, wiesen die stärkste Zunahme um übcr 30 Hundértsiel '.n Schlisrmg-Holsieixi, demnächst um über 20 in Weitbrenßen, Posen und'Haixnbvxr, dre schwächste bon nur 3 v. H. in Schlesien auf. Ain gleichmaßtgiten ge- sialtkte fich der Verlauf bri den Schafen,deren Zahl 111361011 aUßerordentlich zurückging, und zwar am meisten mit 33 v.H. im RhLUilan-“Ié, am wenigsten mit 14 in Pommern. Von der steigenden Richtung des Bestandes

gsn wichen die Pferde 'in zwei, die in drei Provinzen ab, rn w€1chen t:in srt ist, daß fich, im Geiieiisoxze zu

früheren Erhebungkn, der Viebiiand während der Brricbiszcit in Schlesien _ mit Aanabme dcr Ziegen _ bei saxntlicbeii Tirrgattungen und in Sachsen auch tciiwcife ungünstig cntwtckrltx. friedigt, daß der Pferdebestand des Stadtkreisr's Benni iroxz der 11m- wandelung der Pferde- in Straßenbahnen mrt elektrischsm Betriebe

Dagegen be-

en Provinzin treten bei den Re-

lungen in der Viehhaltung Harbor, Es ver-

dic Zicgen um um Stück

3 378 2 565 2 556 10 713 377

6 030 1 022 3 813 6 342 366 14 157 11 932 899 596 11 090 6 668 9 933 143

2 337 1 127 939

1 082 1 622 429 628

2 010 2 574 1 635 1 791 502 938

9 367 2 427 5 158 , 2 110 ,57 194 + 5.80-

um Hundert-

tsile + 18,53 + 17,75 + 19,70

* »»wa

* *

“_Q'ON

*..» QOQ»_w-40*w

»»»“)wa w:o;- 143001-qu

»»»-www.: _ S_ng-ZPQW__1© QWFIWZ-ö»

wc»,- „'*'.O,

*

O_x-“c-OU'

_

OQQQDYAx-“OWS; - *N'ANROQMM'QWW-QO- *

»

_

VON:»)QO .IN-*

Owwwwo-q (27:00!

,...,-..,.- _OOKQUIOO ]- WS:

U"

» +1++1+++++++++++++111+1+++++++11++++

1+++++++++++++++++++++++++++++

(*.*-:*] ._-

,

und 12 749 998 S weine ermittelt; es hatte sich als-sseit 1900 eine

unabme der Za [ bei den chweinen bon 16,26, bei den Schafen von 15,48 stieg von 1902 bis 1904 die Zak)

eine Abna Hunderiteilen berauSgesieilt.

c bei den Rindern von 4,33 und Ferner

[ der Pferde um 35 671 oder 1,22,

Zferden bon 0,13 und bei den 111

«„; * ). „„.. “..“-**“, ......“ .,