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W , "LÖÄZÉLKPYWÉ: “:.-. «x.- “* - * -'.*,*.1 .: “».“.
nacb Deut cbland . 151830 ,den ederlanden . . . . . 45 970 den Vereinigten Staaten von
Amerika . . . . . . . 13000 Ru land . . . . . . . . 2000
weden . . . . . . . . 1940 Spanien . . . . . . . . 1940 Argentinien . . . . . 200
216 880
24 750 37 760
62 510 62.
Weizen:
Gerste: nacb Deuts [and
den Ni erlauben"
Hafer: nichts.
Mais: nacb Deutxchland . 111270 ci-
den R ederlanden : . . . 31 110 . Norwegen . . . . . . . . 1 840 „ Spanien . . . , . . . . 780 . Columbien . . . . . . . 290 , 145 290 (12.
Kartoffeln: nach Deutschland . 1940 117. NoUvegen . 28 070 Schweden . . . . . . . 10 030 Eu land . . . . . . . . 1 630 Cb na . . . . . . . . . 510 Gibraltar . . . . . . . . 390 Spanien . . . . . . . . 250 dem Congo . . . , . . . 110 den Vereinigten Staaten von m a . . . . . . . 110 Britiscb-Jndien . . . . . . 50 Britiscb-Jndo-Cbina . . . . 20 der Türkei . . . . . . 10
43 120 (12.
Washington, 10. April. (W. T. B.) Dem Bericht des Ackerbaubureaus zufolge Wurde der Durchschnittsstand des Winterweizens am 1. April geschäyt auf 91,6% ge en 82,9% am 1. Dezember 1904 und 76,5 0/0 am 1. April 1904. er Dunb- schnittsstand dcs Winterroggens wird angegeben mit 921%, gegen 90,5 % bezw. 82,3 0/9.
Handel und Gewerbe.
In der heutigen Sißuna des Zentralausschusßes der Reichsbank wurde zunäch*st die- leßte Wochenübertcht vom 7. d. _M. vorgetraqen. Der Vorftßende, räfident des Reichs: bankdirektoriums, Wirkliche Geheime Rat r. Koch erläuterte dieselbe, indem er hervorbob, daß nach der zum Viertel- 'al)'cssc2luß eingetretenen Anspannung, _welche den Um- Zang er vorjahrigen nicht ganz erretcht habe, zwar ein Rückfluß eingetreten sei, die Anla € aber cht mit 1156 Millionen die des Vorjahres um Millionen über- steige, da fast 134 Millionen Schaßaxxweisungen des Reichs mehr“ diskontiert seien, als Fl? 1904 .rm Bestande befanden, während das Wechselportefeui e allerdmgs um 84 Mtüionen kleiner sei. Gegen 1903 sei die "Anlage um 22, gegen 1902 um 201 Millionen größer. Der Metallbestand sei gegen die vori e Woche fast unverändert; nux das (Hold sei um fast 7 9) illionen gewachsen und so reich11ch wie noch niemals um diese Zeit. Der „]eßige Metallbestand übertreffe mit 1016 Millionen den vorxährigen um 164, den von 1903 um 199, den von 1902 um 47 Millionen. Die fremden Gelder seien mit 600 MiUionen um 69 bezw. 106 und 63 Millionen größer als in den 3 Vorjahren. Auch die steuerfreie Notenreserve von 97 Millionen sei _rößer als in den beiden leßten Vor: “uhren, in welchen ein teucrpflichtiger Notenumlauf bestanden Habe; im Jahre 1902 sei sie allerdings um 49 Millionen größer gewesen als jeßt. Die Gcldflüsstgkeit sei noch immer
_roß, wie das allmähliche Sinken des Berliner Privat- tskonts auf 13/4 % eige, der noch hinter denen von London und Paris um 1/4 ezw. 3/4 % zurückftehe. Die Fremden Wechselkurse seien tzjwar xine Kleinigkeit gestiegen, ermoglichten aber keinen Golda fluß ms Ausland. Die Goldbewegungen Tien 111 der [exten Woche ganz unbedeutend und im leßten iertelxahre ubermiegend ünftig gewesen. Eine Diskont- veränderung sei nicht beabst tigt. Der Zentralausschuß war hiermit ohne Widerspruch einverstanden. Einige Gattungen von Schuldverschreibungen wurden zur Beleihung im Lombard- verkehr zugelassen.
(Weitere Nachrichten über „Handel und Gewerbe“ s. i. d. Dritten Beilage.)
Theater und Musik. *
' Im Königlichen O ernbauke wird morgen, Mittwoch, „La Mayiaßa“ (171016131581), per in v er Akten von G. Verdi, mit räulein Farrar in der Rolle der Violetta, gegeben, den Alfred singt err Naval, den Georg Germont Herr Cornelius Bronsgeest vom takÉtFeatFr in Hamburg a. G. Dirigent ist Der Kapellmeister von rau .
Jm Köni liebe'n Schauspielhause wird morgen, Mittwoch, „Prinz riedri yon Homburg“ aufgeführt.
Sch [lers „Demetrius' wird am reita im Lessingtbeater nicht nach der Einrichtung Christian ottfned Koerners erscheinen, die für ane bisherigen Aufführungen der Dichtung maßgebend ge- wesen ist, sondem zum ersten Male auf Grund der großen historisch- kritiscben Sammlung der Werke, die Karl Goedecke berauögegeben hat, und die den ursprünglichen Schillerschen Text voUständiger wiedergibt als jene populär gewordene AuEgabe von Schillers reund. Die Aufführung ist in zwei Akten an eordnet; eröffnet wird 8 durch einen
rkblog ivdon Ernst von ildenbruch, den Rosa Bertens pre en w r .
Im Theater des Westens erfuhr am Sonnabend das mufi- kalische Lustspiel „Die neugierigen Frauen“ von Ermanno Wolf-Ferrari seme 50. Aufführung und wurde ebenso beifällig aufgenommen, wie bei seinem ersten Erscheinen im Spielplan. Die anmutige, heitere Musik schmeichelt sich unter des Kapellmeisters Hans Pfißner temperamentvoller Leitung immex wieder in die Gunst der Zuhörer ein und bildet nach wie vor den wertvoklsten Teil des (Gebotenen. Von den Vertretern der Hauptpartien überboten sich die Damen Doninger, Fischer, Gaston und Linda gegenseitig an Frische des Gesangs, und anmutigem Spiek. Namentlich gab die Leßtgenannte tbre Kammerzofenroue mit einer äußerst liebenSwürdigen Keckheit und erfreulichen Natürlichkeit. Auch die Fetten Stammer, Hansen, Pobl und Ziegler zeichneten sich durch ge- ällkge, launi e Darstellungsweise aus und führten ihre Partien auch gesanglich g eichfalls rccbt befriedigend dur . Alle Mitwirkenden, ebenso wie der Leiter der Charlottenburger pernbübne, Intendant Prascb, und der Dirigent konnten wiederholt die lebhaften An- erkennungskundgebungen des gutbeseßxen Hauses entgegennehmen.
Agnes Sofrma wird am Frettag im Neuen Theater zum letzten Male in dieser Spielzeit, und zwar als „Minna Von Barn- belm' auftreten. Frau Sorma, _die auch für nächsten Winter dem Neuen Theater verpflichtet ist, wtrd erst im September wieder auf dieser Bühne erscheinen.
(Der Konzertbericht befindet fich in der Dritten Beilage.)
Maunigfaltiges. Berlin, den 11. April 1905.
Die Berliner thtungSgesellscbaft hielt am Freitag- abend im Langenbeckbause thre diesjabrige ordentliche Mitglieds r- versammlung (Generalversammlung) unter dem Vorsiß des (Ge- heimen Sanitäkths Dr. Becher, der den Wirklichen Geheimen Rat von Bergmann Vértrat, ab. Von der Verlesung des Vorgelkgien Geschäftsberichts Für, das Jahr „1904 Wurde Abstand genommen. Er ergibt eine wencre erfreultcbe Entwicklung des Unter- nehmens. Die Zentrale wurde nach dem ausführlichen Bericht im
vorigen Jahre 47 518 (im Vorjahre 40980 M nommen, bat also eine unabme von rund u ver nen. Die “al 21545" sruch Wäb n n p genommen. rend durchschnittliche Inanspruchnahme von 5,5 ällen In den Hauptwacben wurde erste Hilfe F5994. Marder. dix 9 Rettungswacben wiesen 12 339 (im Vorjahre 10 alle atz'f. Die gesamten Inanspruchnahmen belaufen 213 Falle Tgegen 58000 lux Vorjahre). Die Entwicklung auf aUen Geb eten rusti vorwarts. Die Ka enverbältniffe ba wie der Scha meister, Saxenber Kaffenabscblu hervoröe t, in normaler Wei e entwickelt. Der
Fällen, : W
enthält viele intere ante Einzelheiten. el den „ Ber!“ Wahlen wurden die “"Wo
Herren Geheimrat Dr. Becher, Stadtverordneter ESmann, EWE arzt Dr. Sch er, Direktor H. Fernow einstimmig wiederge
Zu Ehrenmitgl edern der Rettungsgesells aft sind ernannt word» Konzertdirektor Hermann Fernow (in F rma Konzertdirektion d"
Wolff) und der Bürgermeister a.D.Dr.Rosen1bal. Der ges äszsü W *
Vorstand besteht aus den Herren: WirkliÖer Geheimer at P„ Dr. E. von Bergmann, Vorfi endet, Geheimer Sanitätörat DÜW Becher, stellvertretender Vo sender, Justi rat F. Ticbauer SÖ fubrfer Iqurat Dr. Hans Hoffmann, fte vertretender rin, ro e or r. axen rg, Verwaltungsdirektor, Kaufmann
a Jord vertretender Verrvaltungsdirektor. x au,
Avellino, 10. April. (W. T. B.)
wahrgenommen. (Vgl. Nr. 86 d. Bl.)
K
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Berlin, 11. April. (W. T. B.) Ein Telegramm aug ,
Windhuk in De_utschZSüdwestafrika meldet:
31. Mär find bet Ketbub auf Patrouiüe gefallen- Netier oZZnn Eckersberger, geboren am _ 31111 1882 u ' endxlstein, früher tm Königlich bayerjschm 13. InZanterteregtment; Reiter Heinrich Ebner, geboren am 8. _Oktober 1882 zu Kembs, früher im Gard'epionierbataiüoa- Rettet; Joseph Groß, geboren am 12. Oktober 1885 zuNW' stadt m Oberschlxstxn, früher im Feldartillerieregiment117,51
Am 2. Aprtl rst tm Gefecht bei Sandmund der V1» keleebxl Hugo Nobel, gxboren am 13. Mai 1877 zu Dümpkm, ruher tm Infanterieregrment Nr. 16, gefallen.
Reiter thharp Heinze, geboren am 23. anuar 1882;- Maltsch, früher tm Feldartillerieregiment r. 6, ist | 8. Y_prtl im Lazarett zu Windhuk und Gefreiter Roben S_chxoter, geborxn am 28. April 1879 zu Diedorf, früher'm Kontglich banemschen 3. Trainbataiüon, am 7. April in Lazarett zu Kalkfontein an Typhus gestorben.
Nachträglich„wird ferner gemeldet, daß im Gefecht bei Aub am 11. Marz noch der Reiter Gottlieb Baehr, geboren am 14. JUN 1882 zu Doktorowo, früher im Grenadicrregimmt Nr. 1, gefallen ist.
Bern, 11. April. (W. T. B.) Der Bundesrat hat das J'ndustrtedxpartement beauftragt, ihm einen Antrag auf eme_ Revistoy der Bundeöverfassung zum wecke der Ermogltchung emer Gewerbegeseßgebung dur den Bund vorzulegen.
(Fortsetzung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ekßa, Zweiten und Dritten Beilage.)
W
Donnerstag,
Theater.
Abends 8 Uhr: Augen rechtö! (1.3 131101143586 665 koLigg-Zsrgzro.) Schwank in Hierauf: Die sittliche Forderung,
Leethoven-Baal. Mittwoch, Abends 8 nb:-
1 Vorspiel und 3 Me" von Georges Feydeau, i" Heiterer Liederabend von Robert Koppel.
[ der be 11 , FaurcbscbnittMe-wuxdee UNMJWQ 2324 “;_; kk Nackt (| ei!
9, dar egte, und wie a d" *
eiden Revisoren, rose or Dr. . mm'“! . Rentier Jacobi, ebenso die aus dem YesaLtvorstandFaussYsdemK
George Meyer, ärztlicher Direktor RentierW . M „, _
Eine neue wen", ' förmige Erderscbütterung wurde heute früh 5 Uhr 35211in “
Königluhe Zchausptele. Mittwoch: Opern- haus. 97. Abonnementsvorstellung. [ck “[r-"iam. (Violetta.) Oper in 4 Axten yon Giuseppe Verdi. Musikalische Leitun : Herr Kaveümeister von Strauß. Regie: Herr Re isßeur Braunscbwc'ig. Ballett: Herr BalLettmeister med. (Georg Germont: Herr Cornelius BronSJeest, vom Stadttheater in Ham- bur , als Gast.) Anfang 7x Uhr.
Hebauspiclbaus. 21. AbonnementSVorsteZUung. Prinz Friedrich von Homburg. Schausptel in 5 Auf. zügen von Heinrich yon Kleist. Anfang 7? Uhr.
Donnerstag: Opernhaus. .98. Abonnements- vorstsllung. Samson uud Dalila. Oper in 3 Akten und 4 Bildern von Camikle Saint-Saöns. Text von Ferdinand Lemaire. Deutsch von Richard Pobl- Anfang 72 Uhr.
Schauspiklhaus. 22. Abonnementsvorsteüung. Jm Ffillen Gäßchen. ( nulltF-Ztroot.) Lustspiel n 4 Aufzügen von “. M. Barrie. Deutsch von B. Pogson. Anfang 711 Uhr.
Neues Operntheater. Sonntag: 37. Vortellxmg. Mutter Thiele. Ein Charakterbild tn 3 ufzuqen von Adolf L'Arronge. Anfang 71 Uhr. - Der Billetttwrverkauf hierzu findet vom Donnersxag, dem 13. April, ab an der Tageskaffe des Schauspxxlbgujes geFen Zahlung eines Aufgeldes von 50 „3 fur jeden S ßplaß statt.
Deutsches Theater. Mittwoch, Abends7Ubr: Faust. (Erster Teil.)
Donnerstaß, Abends 71; Uhr: Die Vohdme.
Freitag, 91 ends 7 Uhr: Don Carlos.
Berliner Theater. Mittwoch: (Gastspiel von Yosßpb Kainz. Die Jüdin von Toledo. Anfang r
h . Donnerstßéx: Gastspiel Von IVsePb Kainz. Die Räuber. nfang 7 Uhr. Freitag: Gastspiel von Joseph Kaim. Abschieds- vorsteklunß. Web' dem. der 19 t! Anfang 7T Uhr. Sonna end: Zapfenstreich. nfang ?ck U r.
sesßngtheater. Mittwvcb: Ein Volksfeind.
Anfang 711 Uhr. Donnerstag: Elga. Anfang 8 Uhr. Freitag: Prolog. Zum ersten Male: Demetrius.
An aus 8 Uhr.
IshiUthhkUtU-I 0. (Wallnertbeater.) ittw , Abe ds 8 Uhr: Die Herren Söhne. YOUSÜTIY in InAkten von Oskar Walther und Leo
Stein.
Freitag, Abends 8 Uhr: Augen reehts! Hierauf: Die sittliche Forderung.
11.(FriedrichWilbelmstädtiscbesTheater.) Mittwoch, Abends 8 Uhr: Wallensteins Tod. Trauerspiel in 5 Aufzügen Von Friedrich yon Schiller.
Donnerstag, Abends 8 Uhr: Der Leibalte.
Freitag, Abends 8Ubr: Iphigenie auf Tauris.
Theater des Denens. (Kantstraße 12. Babu. hof Zoologischer Garten.) Mittwoch: Die neu- gierigen Frauen. Anfang 7? Uhr.
Donnerstag (bei aufgehobenem Abonnement): Martha.
Freitag (25. Vorstellung im Abonnement): Der Bettelftudeut.
Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Zu kleinen Preisen: Uriel Acosta. - Abends 7; Uhr: Die neugierigen Frauen. '
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: u halben Preisen: Der Troubadour. - Abends 7 Uhr: Die neu- gierigen Frauen.
Uatmnaltheater. (Direktion: Hugo Becker- Weinbergsweg 12 a- 13b.) Mittwoch: Fra Diavolo.
Donnerstag: Die Hugenotten.
Freitag: Der Frei chüh.
Sonnabend: Das löckcheu des Eremiten.
Sonntag, Nachmitta s 3 Uhr: Rigoletto. - Jbends 711 Uhr: Gastsp el von d'Andrade. Don
uau.
Montag: Der Troubadour.
Neues Theater. Mittwoch: Ein Sommer- nachtstraum.
Donnerstag: Gin Sommernachtötraum.
Freitag: Minna von Varnhelm.
Sonnabend, Nachmittags 21 Uhr: Zu ermäßigten ?)retsen: Ein Sommernachtstraum. - Abends ck Uhr: Ein Sommernachtstraum.
Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Mitt.
woch, Abends 8 Uhr: Der Familientag. Donnersta , Abends 8 Uhr: Der Familientag. Freita , A ends 8 Uhr: Eine Abrechnung. - Die B uerin. Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Das böse Frinzeßchen. _ Abends 8 Uhr: Der Familien- ag.
Kefidenztheater. (Direktion :RicbatdAlexander.)
Mitth, Abend! 8 Uhr: Herzogin Emmett.
deutxcher Bearbeitung von Benno Jacobson. Donnerstag und folgende Tage: Herzogin Crevette. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der Hütten- besitzer.
Thaliatheater. (Dresdener Straße 72/73. Di. rektion: Kren u. Scböüfeld.) Mittwoch, Abends 711 Uhr: Der Kilometerfreffer. Schwank in YYY") von Curt Kraaß. (Verfaffer vom „Hoch-
u '.
Donnerstag und folgende Tage: Der Kilometer- fresser.
Somztaa, Ngcbmittags 34 Uhr: Zu halben Preisen (einmalige Aufführung): Der Hochtourist. (Guido Tbielscber in der Titelrolle.)
Zentraltheater. Mittwoch: Jubiläums- vorstellung. Zum 75. Male: Die Juxheirat. Operette in 3 Akten von Julius Bauer. Musik von Franz Lebst.
[) TiOorxnerstag: Letzte Aufführung von: Die Jux-
e ra .
Von Freitag ab: Gastspiel des Theaters des Westens. Der Barbier von Sevilla.
Sonnabend: Der Troubadour. .
Sonntag, Nachmittags: Der Barbier von Sevilla. _ Abends: Der Freischütz.
Montag: 1.- “[r-71a“.
seUMUiancethe-xter. (Bellealliancestraße 7/8.
Direktion: Kren u. Schönfeld.) Mittwoch, Abends
8 Uhr: noch einmal so lieben! Aus-
stattungspoffe mit Gesang und Tanz in 3 Akten von
. Kren und Alfr.Schö-1feld. Musik von Max m
idt. Yonnerßtag und folgende Tage: . . . noch einmal so lieben! Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Maria Magdalena.
Trianontheater. (Georgenstraße, zwischen
Friedrich und UniVersttätsstra e.) Mitbvo : Ihr Alibi. (1.08 Ou 01183.) wank in ZA en von Paul Gavault. eutscb von Max Schoenau. Donnersta und folgende Tage: hr Alibi. achmittags; Die gli! liche Gilberte.
Konzerte.
Baal Bethmin. MitWoch, Abends 71 Uhr: 11. Konzert von Ida Chrißenseu-Geelmuhden (Klavier) und Julius Thernberg (Violine).
Sonntag,
Inkas Zchnmann. Mittwoch, Abends präm- 7x Uhr: Nur kurzks Gastspiel. Zwölf Origin]- chiuesen. Darunter der weltberühmte Chiug-Liu- Foo. Hier noch nie esehene Leistungen. Chad-n- dex zwetköpfige Kna e. Po-ta-to, das lebende Ratsel. Die reizende Little Chee-Tov- Ak berühmten kleiufüßigen Frauen A. :c. Yorber: Das vorzügliche Programm und zum__Schl!ßl Eine Nordlandöreise. Größte Prachtausttattunsk pantomime der (Gegenwart.
_
Familiennachrichten.
Verlobt: Frl. Käthe acher mit Hrn. FM affesxor August Geissel (9 eblauken).
Vere elicbt: Hr. Re ierungßrat Richard LM“ mit Frl. Margarete ernstein (Berlin). „“" H'- Stadtrat Dr. jur. Georg Friedel M F““ Margarete Gerdes (Kattowiß). ,
GeFosxen:F FLZ LSÖJU: ( rnk. ZNWM aeor ner e eur anom- Tochter: Hrn. Major Grafen von KATE Schmifin -Kerssenbrock Breslau). - HMO“ leutnant ogel (Dieden ofen). „
Gestorben: Hr. Hauptmann a. D. WEAR:- Gottberg (Kritten bei Naßlaff). - ckck- gierun Stat Dr. Karl Schottelius (.Das-157“W Hr. utsbefi er Balduin von ScbtrW-“BZZ- Berlin). -- r. Gutsbesitzer Otto DJM?“ ck
of (Lösen). - Fr. Marie von Kockklx-k- bös!“ Schneider (Görliß). *- Fr. erina von “UG?- eb. von Araujo (Weimar). - Verw Fr'Juse eime Kanzleirat Elise Horkel, geb. Blum? * (Berlin).
“
Verantwortlicher Reda'kteur Dr. Tyrol in Charl ottenburs-
Verlag der Expedition (Scholz) in Belü-
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und V Anstalt Berlin ZW., Wilhelmstraße
Zwölf Beilagen
wi bi m [- usw.““ Wehe: AFZILFK (ki: Zliee lich der W veröffent ck Kommanditgeseusthaften
ebe "" aeseasäasteu, YYY! 335.
(einschließlich Vörsm-BSUW)- F „, ' ) UMF"?
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zum Deutschen Reichsanze
Effie Beilage
Berlin, Diensmg, den 11. April
iger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger.
1905.
„459! Z',-
Vexhandlung über die Untersuchung der Beschwerden der Bergarbeiter auf der Zeche Neumühl.
Verhandelt den 3. Februar 1905 zu Hamborn. Anwesend:
.“ 1) Die Mitglieder der Untersuchungskommission:
3. Geheimer Bergr_at Pöppinghaus, 1). Bergmeister NY, . «3. Bürgermeister chroecker, 1. A. des Landrats zu Ruhrort. , " „ _
Bureaudiätar Nemtß als Protokollfuhrer.
2) Seitens der ??ecbenverxvaltung: . Geheimer ommer tenrat Hamel, Bergwerksdirektor xntrop, Betrikbsinspektor Muller, Betriebsfülxrer Faust.
3) Als Belegscha tSverZreter: , „ &. Knappschaftsaltefter Johann Melltnghoff, 1), Bergmann Johann Bex mann, (3, Bergmann Josef Rzezm .
Als eu en:
4) EZilgWazlawck, Jgnaß U lmamz. Andreas atystk, Albert Mar 011, Stanislaus tchullck, Steiger Georg Werner,
„ Yax FFW“, einrich am 0 , Johann 13. Dyck, 1 Bergleute, Steiger Uehlendahl, Schießmeister Blyck, Steiger BurgSmuller, „ Bergleute: Johann Bartolomaus, Andreas Sapor, Paul Neumann, Steiger Kcmpelmann, Bergleute: Adolf Bruhl, Patz! Schwerz, Christoph de Grappa, Steiger Klein, Bergmann Hermann Salzmann, Steiger Heinrich Eisler, Fahrhaucr Müller, Steiger Aghtc, Bergmann Klostermeyer, Zahrsteigcr Baumetster, 5 ergmann OleSzack, Fahrlxauer Bramcn, Bergmann Mujebrtnk, Stsigcr Chemniß, .Heildiener Pastré, Bergmann Hermann, Steiger Aghte, „ HUl-É, Bergmann Hütter, Steiger Aglte, _ FördkraufselZer Herr1chaft, Steiger Eberhardt, Betriebsinspsktor Möller, Bktricbsführer Faust, Bergmann Friedrich Schaffaf, „ Johann Willkowski, Steiger Schmock, Schicßmeister Morski, Steiger Mkyer, Borgmann Gerhard Bollwerk, Ztsiger Eberhardt, Einfuhrer Wc ener, “' Bergmann JoYann Lösck), Stktger Heinrich Franz, Bergmann Rudolf Lampel, „ Markus Kicqerl, „ Paul Korittka, „ .„ Wilhelm Terhorst, Qletgcr Heinrich Peters.
Im Rathausgebäude zu Hamborn begann heute die oben- genannte, von den .Herren Mtnistern für andel und Gewerbe und des Innern berufene Kommission dte Untersuchung der “Uf dsr Zeche Neumühl angeblich vorhandenen Mißptände.
AlsVertretcr dcr Zechcnverwaltunq und der Belegschaft waren dte obenbezcichneten Personen erschienen. Die Vertreter der Belegschaft gaben an, daß sie in der Belegschaftsversamm- [UNI zu 8. vom 6. Januar, zu 1) und (3 vom 29. Januar ]900 Jewx'jhlt seien.
SW 1eien, und zwar:
3- ?(??th alt und seit 4 Jahren auf der Zeche be- a tigt,
9- ??)"??er alt und seit 31/2 Jahren auf der Zeche be: a m 1,
"- Y_fogßre alt nnd ssit 2 Jahren auf der Zeche be:
„_ a„t1gt. .
ch Velkgschaftsvertrete'r sind NeichSangehörtge.
DKL ' ' ' 3 . - . bekannt, Legttrmatton der Vertreten der Zech ist amtlrck)
Bergleute,
ißende dcr Kommission erläuterte zunächst die
Parteivertreter. Er wies darauf hin, daß es den-
?, durch den Vorsißenden an die Zeugen Fragen
„sen, Ueber die Zulässigkeit der einzelnen “ ragen
aß NULL 010 Kommission. Ferner wurde .bekannt gegeben,
Aussch1 ): der Antrag„ gestellt werden dürfe, cinen Zeugen" unter
„c U!) dcr Partetvcrtreter zu vernehmen, alls bcgrundctcr
Wart datkgenommxn wxrdcn müßte, daß der Zeuge in (Gegen- 3 e'k1kl5k1en nut der Wahrheit zurückhalten werde.
Partejye. Vernehmung eines jeden Zeugen wiirde sodann dcn 11 Un “191?ka (Helegenhext gegeben werden, Fragen zur Ver- ZUZ 17,111 „teilen und sxch uvex die Aussage zu äußern. für di, ;) . "“*sUckan standen ]c-dock) nur Bcscbwcrdcn, welchc
»)?" nac!) dem 1-Zanuar 1901 erhobcn M'rde'n könnten,
Y
urxd zunächst nur die, welche von der Siebener:Kommisfion ke) dem Königlichen Oberbergamt Dortmund geltend gemacht eten.
Sache der Kommission sej es, darüber zu entscheiden, ob etwa solche andere Anträge, die alsbaldige Erledigung im Ver: fahren fmden könnten, zugelassen werden sollten, und ob die Untersuchung auch auf andere Veschwerdepunkte aUSJedelmt werden sollte. AuSgeschloffen von der Untersuchung seien solche Beschwerden, die' gerxchtlich bezw. strafrechtlich anhängig oder entschieden seien. Die Verhandlung trage polizeilichen Charakter und sei keine öZfentliche. »-
Der Kommission ste e aber das Recht zu, auch andere Perxonen, welche nicht zu den Vertretern der Zeche oder Beleg- schat gehörten, uzxxlaffcn, wenn dieselben berechtigte Zntér-
effen hierfür n_a wetscn könnten.
Der Vors1ßende machte sodann den Zechenvertretern die Beschwerdepunkte im einzelnen bekannt mit dem Bemerkcn, daß es der Verwaltung anheimgestellt werde, Gegenbeweise zu Xtellen. Sodann wurden die Beleqschaftsvertretcr aufgefordert,
ick) über etwaige aUgemeine Mißstände, dic auf der Zeche be: tänden, zu äußern. Es wurde folgendes vorgebracht:
1) Wagennullen.
Belegschaftsvcrtretßr Knappschaftsältester Mellinghoff:
Zn _leßter IZM smd weniger Wagen genullt worden; früher iyt das uUen stärker gewesen. Ueber die Zahl der gcnuUten Wagen kann ich keine Angaben machen. Es sind nicht nur Wagen aus unreinen Flözen, sondern auch aus reinen Flözen gcnullt, z. B. aus (Flöz ]. Ick) kann ni 1 an- nehmen, das; Leute aus den Bahns üs1en Berge geladen aben.
Der Bergmann Johann Willkomski teilt uns in einem Schreiben. mit, _daß Wagen von der Fördertafel gestrichen TMZM smd, du? schon als voUwertig darauf verzeichnet an en.
v. g.
Der 2TZeschejnmsrtretcr, Bergwerksdirektor Ventrop Über: reicht ein erzetchnis der in dem Jahre 1904 wegén Unrein- heit und Mindermaßes genullken Kohlen. (Anlage 11.) Er erklärt, daß im Jahre „
1902 1,03 Prozent,
1903 1,23 „
1904 = 1,06 „ der Gesamtförderung qenullt worden seien. Im Monat März 1904 seien die wenigsten Wagen, nämlich 0,77 Prozent, im “ uli die meisten, nämlich 1,24 Prozent, genuUt worden. Die
eche habe viele unreine Flöze, sodaß es schwer fällt, die oblcn rein zu fördern. Im Jahre 1903 Habe die Förderung 1476 000 1, die Menge der ausgeklaubten und NUSJewaschencn Berge 140180 b = 10 Prozent betragen. m Jahre 1904 betrug die Förderung 1 641000 1. Der Was verlust 170 8191 = etwa 11 Prozent.
Von 1900 ab liefen stets Kia en Über unreine Kohlen seitens unserer Abnehmer ein. DesZalb mußten die Steiger beauftragt werden, auf der Hängebank, nchen dem Brücken- kontrolleur, die Förderung auf ihre Reinheit bksonders zu überwachen. Es waren auf diese Weisesachverständigc Beamte angestellt, die gsnau beurteilen konnten, ob es den Bergleuten möglich war, die Kohlen rein ézu fördern. Troßdem mußten wir die Stückkohlc 17er Jörder o[)le zuseßen, um Abnehmer fü dic Förderkohle zu finden. ,
Wegen der Unreinheit dcr Kohlen smd wir gc mungen, unsere ganze Förderung aufzubereiten. Zu dem Zwe ist noch eine 4. Wäsche gebaut worden, die demnächst in Betrieb kommt. Bisher wurden bereits 80 Prozsnt der Förderung gewaschen. Um das Nullen möglichst zu beseitigen, sollte anf S acht ][ vcrsuchSweise die Kohle gewogen und die geförderte Ko [, nach dem die Menge der Berge abgeschäßt und in Abzug qebracht ist, den Bergleuten be ahlt werden. Die betrcffenden
agen wurden dann nicht mch gxürichen. Ebenso wird schon seit längerer Zeit das Mindcrmaß abgeschäßt und nur der AusfaU gestrichen. n. g.
Der Belegschaftsvcrtrcter Bergmann macht noch darauf mlch'rksam, da[; das Mindermaß der Wagen vielfach davon herrühre, daß die Kohlen bei der Förderung in Bremsbergcn und Streckcn zusammengestaucbt werden, Auch könnten die Wagen wegen der nikdrtgcn Streckcn nicht immer ganz voll geladen werden.
1). g.
Betricbsinspkftor Möller entgegnete: _ Wenn die Wagen bis unter dcn Bügel, der noch eme FHNW bock) übcr dcn WageUrand hcrvorrggt, gcladcn wcrden, md sie am Schacht noch so voll, das; ste Streichmaß haben, Von solchen Wagen werdcn kkinc Abzüge gemacht; ebenso nicht von vcrnnglsjcktcn Wagkn. 0. g.
2") Strafcn. Knappschaftsältcstcr Mcllingboff kann nicht_bcl)auptcn, daß auf der Zeche NennUiHl im allqcmcincn zn [charfc Styafen verhängt wcrdcn. Ju einzelnen Revieren wrrd 1chärfcrsl1c11raft wie in anderen, Ick) [mbc eincn Strafzettel dcs Stctgcrs Uchlcndahl gesehen, auf welchem mchrorc Bergleute wcgcn chorus pro Mann mit 1; ,1/-. bestraft maren. ' Arbeitervcrtrctcr ,“)kzcznik gibt an, das; 111 cmcm Monat im Jahre 1.903 die Höhe" der Strnfcn uach Angabe der chhc rund 2100 .1/1 bctragcn habe. _ . _ _ Bergwerksdircktor Bcntrop übrrrcicbt mn Vcrzctchms, m welchem die (51csamtstrafcn der 301111“ 1901-1904 vcrzctclmc sind, und nur; tvclcbcm dcht'ozcntsaß110117019901, dcn dw Strafen auf 5103011196950110 anomacch. oAnlaqc 12.) Im “Jahre 1901 bctragcn sic 0,29 “Broken! 1902 ::“ (1,540 ., 190.71 (1,89 „ 1904 (1,512
dex" _qcsnmtcn It“?“xxkxzrrnnc.
Auf den Kopf des bestraftcn Arbeiters stellt sich die
Strafe pro Monat im Jahre
1901 auf 2,26 .46
1902 „ 2,04 „
1903 „ 2,35 „. Im Jahre 1904 ist ungefähr in gleicher Höhe bestraft. Ick) steüe d_en Arbeitervertrstcrn anheim, Einsicht in die Lohn: und Straflxste zu nehmen. Ick) bedaure, dnß diesc Strafen verhänY mkrde'n mußten. _ Es liegt dieses daran, daß unsere * elegschaft _xwck) jung 111, sodaßwir keinen alten Stamm haben, und daß 112 fick) aus den verschiedensten Elementen zusammensexzt. Skitdem die Belegschaft in leßtcr Zcit nicht mehr vergroßert wird, nehmen die Bestrafunqen cr reulichcr- weise ab. „Von „0,3 Prozent bis 0,4 Prozent der Gesamtlobn- summe haben dre Strafen abgenommen bis auf 0,2 Krozsnt tm Septexnber, Oktohcr, Novsmber und Dezember U. Z. Der Grund fur die Bestrafung war in über 50 Pro ent der Straffälle willkürlich-Zs Feiern, in anderen FäUen ?chléckxes VLkbÜUEU, Nichtabgabe der Marken, Störung der Förderung usw., zum Teil auch unreine Fördcrung. Diese Stra en wegen unxktner Fördt'rung schwanken im Jahre 1904 pro Monat zkachen 17 und 149 «16. “Ju 3 Monaten betragen sie Über 100 „16, in den übrigen Monatenunfer 100 «11. Diese Strafe wurde nach Angabe dos BLtl'ie'bÖiUskatOks Möller vcrbängt, weil die Berge wassentlick) gefördert skin mußten. Die Menge betrug bis zu 70 Prozent 5693 Wageninlmlfs. Wkgen wisstnt- lick) unreiner Förderung in wiederholten Fällcn haben 0116) mehrfach Entlassungen stattgefunden.
v. g.
3) Löhne.
Die BclegschaftSvertrctc-r führen darüber Klagc, daß cin großer Teil dcryBclegschaft ei11cn"zu geringen Lohn erhielt; der Lohn stelle sick) zu unglcichmäßigx 06 müßte eino bessere AUSgleichung stattfinden. Es wäre vorgekommen, daß tüchtige Hauer längere -eit hindnrck) sehr niedrige Löhne erhalten, während andere chlcchtere Arbeiter sehr viel verdient hätten.
o. g.
Der Jechenvcrtrcter, Bergwerksdirekwr Bcntrop, sagt aus:
Ich Jabs eine Zusammenstellung Über 010 Löhne dcr Kohlenhauer, wclchc durchschnittlich 47 Proz. der ganzen (Anlagc ()) Belegschaft betragen, für das Jahr 1904 an- fertigen lassxn. Hiernach stellt sich der Durchfchnifislohn für Kohlenhauer und Lehrhausr auf 5,50-5,70 .1/«. Es cht ferner daraus hervor, das; 82 Proz. der gesamten Kohlen- bauer Über 5 „16. und nur 18 Proz. weniger als 5 .11. ver- dicnt haben.
Unter 3 «16. verdienten im Jahre 1901 15 Kamerad- schaften in 88 Schichten. Es kann vorkommc'n, daß ein Be- amtcr ein (Hedinqc hin und wieder nicht richtig stellt; in der: Regel liegt aber BiewerfchiedeneLohnh15he an dcr verschiedene'n Leisjungsfähigkeit der Bergleute. Ick) [mbc die Beamten streng angewicstn, die Gedinge nach bestem Wissen in sorgfältigstcr Weise fkstznseßkn.
Betriebsinspektor Möller: Die niedri cn Löhne rühren zuweilen davon ber, das; am MonatsschluZ eine Arbeit an: „efange'n odcr am Monatsanfang eine Arbeit bccndct wird. Zn solchen Fällc'n gestaltet fick) die Abnahme schwieriger. Der niedrigste Lohn wurde im August 1904 in 12 Schichtcn mit je 1,91 „16. verdient, dicse Schichten vcrtcilsn sick) auf 4 Hanc-r. In derselben Arbeit bei domsclben (Hcdingc mnrdcn im Moxmt vorher pro Schicht 4,58 „14 vcrdicnf. Nack) _dcr amklichcn Statistik beträgt der Durchschnittsloyn dcr gc1amtcn Velcjg: schaft auf Zeche Ne'mnÜHl pro Kopf und Schicht 4,68 „16 M: Jahre 1904.
-1)Schlcchtc Behandlung.
Belcgschaffßvcrtrctcr IJFLllinghoff: In ein elncn Stcigor: revicren wird seitens dcr Belegschaft Über schlc tc Belmndlung der Bele'gsckzaft durch die Beamten stark gcklagt. Es soll eine körperliche Mißlwndlnng in cinem Falle stattgcfnnch haben; auck) wird iibcr Bsschimpfungcn der Arbeiter geklagt. Die 3 Belegschaftsvcrtrctcr sllbst können sich über schlechte Wc- l)andlung seitens der Bzamten nicht beschmcrcn.
chhanvertrctcr Direktor Bc'ntrop: Ick) habe die' Bcamtcn strong aagcwicscn, dic Arbcilcr gut zu behandeln. Eigene Wahrnehmungen über sch1cchtc Behandlung von Bcrglcutxn durch die Bcamtcn Hab? ich nicht gemacht, obwohl ich Uänng beim Schick)ktVLchsc[ zugegen gewesen bin. Zn manchcn FäUcn wurden dic Beamten dnrch die Bergleute gcrcrzt, sogar beleidigt. .
Bktricbsinspcktor Möller: Zn allcn Fällen, di? nnr znr Kenntnis gsbracht sind, haben die Bergleute die Beamten provoziert; so ist ck vorgekommen, das; ein Bcamn'r mxgcspuckt wurdc: ein anderer erdiclt cin Bund schmußigcx Kleider an den Kopf gcworfc'n. In der Grube wcrden dic Bxamtsn vielfach, wic ick) 9801511 (mbc, durch Gchorsamsverwctgcrxmg oder durch Bclcidigungcn und Schimpfwortcy wicLump nm)., gereizt: vicrdnrch kommt cs, mik cs nichtkén vcrwundcrn is, das; auch dcr Stcigrr in seinen Ausdrü cn wohl mal zu weit gcht.
J) chiUgcfcstsc-ßnng.
Dic Bclcgsck)aftsv2rtrctcr gcben an:
Es liegen uns verschicdcnc Klagen vor, nach wolchcn noch nach dcm 17), ch Monats am Gedingc abgcbrochen wird; das ncuc (SZedingc tritt allerdings vom ].. dcs nächsten Monats ab in Kraft. “Da es aber den betreffenden Leuten nicht mehr möglich ist, für den 1. dcs nächsten Monats zu kündigen, so 1111'1sscn sio zu dem [)erabgcscßten chingo noch emen Monat mcijcr arbcitcn. .
Verschiedentlich mird kcinc Riicksicht auf dic Brettc Her Strobe genommen: für 01110 schmale und breite S_trcbc ward das Miche deil1gc gestellt, obwohl die Vcrglewtc m schmqlcn Stkchn nicht sowic! 110111011 liefern könnctx als m den bkkilkp Streben. Häufig wnrdcn aucb [winx (“Zydmgcfcsxseßen 01? allacntcincn 'le15: 11115 ?lrbsitsvcrbälmisst 1111111 qcnugend ke“: rRZksicbtigt.