Gewerkschaft Mont Cenis Zub: ver. Bommecbän'ker, Tiefbau. Gezablte Durchschnittsnettolöbue ' abzüglich Oel und Sprengmaterialien, eins cbließlkch der von den Bergarbeitern gezablten Gefälle für die übliche Arbeitsstbicbt ausstbließücb der Beamten.
Gesamte Belegschaft
Gesteinsbauer Koblenbauer
Zimmer- imd Reparaturbauer «[MUYYM
Schichten ,“
Lohn- summe
Durch- schnitt
.“
Schichten
Lobu- summe
»“
Lobu- summe
.“
Schichten
Durch- schnitt
Lobn- Durch- sumxne schnitt .“ .“
Lokm- Schichten Schichten summe
.“
12 699 12121 13 0001 11723 11 188 11554 11432 11057 10 858 11 722 11 151 11428
50 865 48 311 51 100 43 077 42 171 42 389 42 998 42 878 42 250 45 305 44 771 45 384
4,00 3,98 3,93 3,67 3,77 3,67 3,76 3,88 3,83 3,86 4,02 3,95
459 392 384 285 186 255 228
83 181
56
91
2 064 1 717 1 661 1 270 987 1 187 877 354 862
' 274 286
5 655 5 518 5 811 5 296 5 255 5 658 5 511 5 444 5 366 6124 5 547 5 487
26 665 25 568 27 343 22 859 23 339 23 981 24 691 25 683 24 849 27 766 26 660 24 918
4,65 4:27 4,80 4:89 3.14
1 855 1 636 1 743 1 656 1 532 1 318 1 456 1 232 1 266 1 524 * 1 725 1 811
- 1 830 1 784 2064 1778 1 594 1 672 1 654 1666 1 561 1541 1465 1533
**: ._-
7 045 3,74 6 128 3,75 6 536 3,75 6 198 3,74 5 925 3,87 4 928 3,74 5 358 3,68 4 587 3,72 4 738 3,74 5 679 3,73 6 513 3,78 7 072 3 91
5137 4873 ' 5 811 4 772 4 305 4 504 4 440 4 430 4 234 4181 4002 4215
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„*.-** YIFXQIIK
*.*-1»
139 933 gegen 1902 .......... Durchschnittslobn pro 1903 ..................
do. „ 1902 .................. 1.1. bis 30.4.1903 = .......... ab 1.5 bis 31.12.1903 = ..........
do. . do.
5 41 499
3,87 "1" 12 ['/0 . .“ 3,68 . „ 3,46 . „ 3,56 . . 3,77
2600
11 539 4,44 304 322 _ 190/0 4,64 4,49 4,89
4,42
66 672
BesÉwerden d_er*auf der Zeche Ver. Bommerbänker Tiefbau im Bergrevier Witten arbeitenden Bergleute.
Zeche
Gegenstand 1 Angegebene ' der Beschwerden 1 BeweiSmittkl 1 | 1
1. Allgemeine Befchwerden.1 1 11. Einzelne Beschwerden. ;
1) Unbere tigte Entf laffung eines ergmanns.
2) Geringe Löhne.
3) Schlechte Behand-
lung durch die Beamten, ) ' 4) Polizeiwidriger Abbau auf der 111. Sohle
5) Schlechter Zustand der Waschkaue.
6) olzmangel.
7 erbotSwidriger Be- tri eines Bremsberg- aufbauens.
8) Abortkübel.
Ver.Bom- merbänker Tiefbau.
W. Lüning. . Diesterbaus. Weber.
) Wilb- Kellerboff.
W. . Diesterbaus. . Weber. Betriebsfübrer Fünt- * mann. Steiger Dr. Arndts. Z Aussage gegen Aussage. Bei dem Betriebsfübrer ist Steiger Vulltiede. '; Kauenwärter Spliet- 1 boff (zu Punkt 5). 1
. Unter gefabrdrobenden Umständen beschäftigt worden Wilh. Kellerboff.
Beweiserbebung ist
erfolgt durch
Lüning.
] 1 1
Verhandlung über die Untersuchung der Beschwerden der Bergarbeiter auf der Zeche Roland.
Verbandelt den 16. März 1905 zu Dümpten.
Anwesend:
1) Die Mitglieder der Untersuchungskommisfion: Oberbergrat Kreisel, Landrat von Bemberg, Bergrat Balz.
2) Seitens der Fchenverwaltung:
Bergrat a. einßmamx aus Bochum, Kommerzienrat annengießer, Betriebsführer Lattau.
3) Als Belegschaftsvertreter:
8. Bergmann Biedinq, 1). Bergmann Löwendick, 0. Bergmann Goldschmidt.
4) Als Zeugen:
Bergmann Wilhelm Büfing,
Bergmann Johann Mierling. Als Protokoüführer:
Bergreferendar Karan.
Jm Gemeindxsaale zu Dümpten begann heute die oben- genannte, von den Herren Ministern für ndel und Gewerbe und des Innern berufene Kommission die Untxrsuchung der auf der Zeche Roland angeblich vorhandenen Mißstände.
Als Vertreter der Zechenverwaltun und der Belegschaft waren die obenbezeichneten ersonen ersZienen. Die Vertreter der Belegschaft gaben an, daß sie in der BelegschaftSoersamm- lung vom 7. Februar 1905 gewählt seien.
Sie seien, und zwar:
0. 28 Jahr; alt und seit 1. November 1904 und früKer m de_n Jahren 1901 und 1902 auf der Y 8 beschäfllgk,
d. JaFse alt und seit 1. September 1904 auf der
Yche chäftigt, 0. Jahre alt und seit 10. April 1903 auf der Zeche beschäftigt. “ Die Belegschaftxoertreter find ReichSangehörige. de! Die Legitimation der Vertreter der Zeche ift amtlich anni
Leiben zustehe,
daß auch der
Nach Vern
könnten, und z geltend gemacht
Sache der etwa solche and
werden sollte.
entschieden seien.
Personen welch [119ka
zu stellen.
gemacht : In
einer
und dabei verse habe, sei nicht Der Vetrie
Der Vorfißende der Kommiffion erläuterte Rechte der Parteivertreter.
teUen zu lassen. Ueber die entscheide die Kommission.
Beschwerden, die gerichtlich bezw. strafrechtlich an
einen Schlepper
Anfickt der Untersuchungskommission über das BeweiSergebnis
Die Beschwerde über unbegründete Entlaffung des BErgmanys Lümn und unrichtige Ausstellung der Abkehr i1t Gegen1gtand einer Klage vor dem Berg- geFerFegcrickzt gewesen und hat dort ihre Erledigung ge 1". en.
Bezüglich der Beschwerde über mangelhafte Reini- Lung der Waschkaue, die übrigens von den Belt - chaftSVertretern nicht unterstüvt worden ist, steßt
Beschwerde dieserbalb, wie anerkannt, niemals geführt worden. Die Behauptung, daß die Kameradschaft des Lüning im Dezember 1904 beim Anfahren eines alten, zum Teil mit Bergen zugesetzten Bremsberges
ist, erscheint begründet. Die EinsteUung der Arbeit ist nach Angabe des Beschwerdeführers durch den Betriebsfübrer sofort bei Befahrung des Arbeits- punkts angeordnet worden.
. Ebe'nso erscheint, erwiesen, daß eine Förderstrecke im Winter 1904 zetttveilig nicht in ordnungsmäßigem Zustande sich befunden bat. Die dort arbeitende Kamxradsckxart bat 4,80 .“ Lohn g:babt.
Die Bejcbwerde darüber, daß im Jahre 1902 zur Verbefferung der Wetterführung neben einem Brems- bergaxtfbauen kein Fabrüberbauen getrieben worden ifi, tft unbegründet. da die Weiterführung den polizeilicher) Vorschriften entsprach. _
Die Ve1chwerde über inbumane Behandlung ist unbegründet. _
Nicht erwiesen ist auch, daß die Belegschaft zur Annabmß _won ungenügenden Gedingesäyen gezwungen woxden 111. Wie die überreichte Lobnetmittelung exgtbt, haben die Löhne in den leßten Jahren eine nicbt'unerbeblicbe Steixerung erfahren.
Die exbobenen Beschwerden. die fast sämtlich von einxni etnzi en„ nur kurze Zeit auf der Zeche be- sÜßZYÉM rbuter exboben worden sind, erscheinen mit uckficbt auf die etw_a 500 Mann betragende Belegschaft und den Umfang der Beschwerdezeit nicht von Bedeutun .
(gez.) Krei?el. Remy. Hartmann.
unächft die Er wies darauf hin, aß es den- durch den Vorfiymdm an die Zeugen ragen ulasfigkeit der einzelnen ragen erner wurde bekannt gegeben,
geste t werden dürfe, einen engen
Antra_ mixer Ausschluß der AZarteivertreter zu vernehmen, fa s be- grundeterwcrse angenommen werden müßte, daß der Zeuge in Gegenwart demelben mit der Wahrheit zurückhalten werde.
ehmung eines jeden Zeugen würde sodann den
Parteivertretez'n Gelegenheit gegeben werden, Fragen zur Ver-
nehmung zu tteUen und sich aber die Aussa e u außern. Zur UntersuchunF 231210?
für die Zeit nach
ständen jedoch nur werden, welche _ _mn 1. Januar 1901 erhoben werden unachyt nur die, welche von der Siebener-
kommisfion bei dem Königlichen Oberbergamt Dortmund
seien. Kommisüon sei es, dariiber zu entscheiden, ob ere Anträge, die alsbaldige Erledigung imVer-
fahretx finden könnten, zugelassen werden sollten, und ob die Unter1uchung auch 0
13) andere Beschwerdepunkte ausgedehnt AuSges lossen von der Untersuchun seiensolche
Jän ig oder Die Verhandlung trage polizeilichen arakter
und sei keine öffentliche. Der Kommission stehe aber das Recht zu, auch andere
e nicht zu den Vertretern der Zeche oder Beleg:
schaft gestörten, zuzulaffen, wenn dieselben berechngte Interessen "r nachweisen könnten.
_ Der Vorsisende machte sodann den Zechenvertretern die Be1chwerdepunkte im einzelnen bekannt mit dem Bemerken, daß es der Verwaltung anheimgesteüt werde, Gegenbeweise
Seitens der Velegschaftsvertreter wird folgendes geltend
der Belegschaftsversammlungen sei angeführt
worden, daß ein 161/2 Jahre alter Junge nach Ausbruch des Streiks in der Grube bei der Kohlenförderung beschäftigt
st worden sei; daß er Hauerarbeiten verrichtet
eltend gemacht worden.
lFührer Lattau bemerkt hierzu, daß es fich um andele, der im Flöz Girondelle [. Kohlen in
18 754
70 707 3,77 "1“ 6 '/0 3,58 3,55 3,50 3,64
20142 54904
einer „eisernen offenen Rutsche herunter udrücken hatte, habe sich damals eine Schale aus dem angenden gelöst ihm unbedeutende Hautwunden beigebracht habe. Er 1101111. 8 oder„10 Tage krank gefeiert. '
_Die Belegschaftsvertreter erwidern hierauf, daß jh", Ansicht nach der Schlepper für die Arbeit zu jung und „ erfahren gewesen sei. ' Es wurde sodann die Beschwerde des Wilhelm VW„ erörtert. Die 511-„ele cnheit hat das Berggewerbegerjß Spruchkammer OberJaUJen, beschäftigt und ist dort entschied„ woxden. Als" Zeuge zu dieser Sache erscheint der Bergma- erhelm Bünng, 31 Jahre alt, evangelisch.
_ Zur Sache: Ich abe im Mai 1902 mit dem Bergma- Wilhelm Backhaus au Zeche Roland gearbeitet. Wir man: mit dem uns geseßten (Hedin 0 nicht _zuxrieden, weil wir ' verdienen konnten. Ruf an ere Vorstellung bei dem Sts" Hangebrauk erklärte uns dieser, daß eine Erhöhung deséx- dtnges nicht nachgegeben werde; wenn wir nicht zufr» seien, könnten mir kündigen. Backhaus und ich habend- gekündiFt. Backhaus ?at dieserhalb auch Klage bei; Spruch ammer Oberhau en erhoben, ist aber abgewiesen wax Ob dem Backhaus damals auch Gezähc abhanden gekon- ist, weiß ich nicht.
Beschwerden habe ich nicht vorzubringen.
Auf Befragen der BelegschaftSUcrtreter, wieviel derZey im Mai 1902 verdient habe, legt der Zeuge ein Lohnbucbva, welches er iht, daß er im Mat 1902 in 18 Schichten 51.1 61 Y_ver ient hai. Der Zeuge gibt an, daß er damak m Floz Roland, xeßt Girondelle [, Streb 11 und 12 arbeitet habe.
0. g, 11. Wilhelm Büsing.
Zeuge Mierling. Ich heiße Johann, bin 27 Jahre 111 katho isch. _
Zur Sache: Im Mai oder Juni 1902 habe ich mitd- Bergleuten Backhaus und Büsing auf eche Roland F4 Roland, jeßt Girondelle [, aearbeitet. as Gedinge w; meiner Ansicht nach in dem Monat zu niedrig gesest, da 171 nur 2,80 „46 pro Schicht verdient haben. Daß wir so 1001 verdienten, lag an dem ! [echten ustand der Fördern» die zu niedrig war und f [echten c“chienenbexlag hatte. (1 dem Backhaus damals auch Gezähe abhanden gekommen 0, weiß ich nicht. Der Steiger hat mir mitgeteilt, daß er_ da! Berggewerbegericht kzeklagt habe. Ick) habe mich bei da Steiger angebrau damals beklagt, daß ich nur 2,801 verdient ätte, troßdem ,ich fleißig gearbeitet hätte. Da Steiger erwiderte mir, daß Backhaus gegen die Zeche ILM Lade und daß er mir das Gedinge 1th nicht mehr 011002 önnte.
fragen, ob die Kameradschaft damals, bevor 2301150110010?! Steiger in Mißhesligkeiten geraten sei, an den 911an Stellen habe bohren dürfen, während sie nach§r_ an 5: günstigen Stellen die Bohrlöcher habe ansehen munen. Ta euge bemerkt hierzu: Nachdem Backhaus mit dem “&".th
treit geraten war, erklärte uns der leßtere, daß er 0011117 an stets 4 Fuß Höhe verlange, vorher hatte er auf Jie?“ Forderung nicht bestanden.
o g. 11
Job. Mierling. Zeuge bemerkt, daß er 40 H habe Strafporto zak- müffen und er an barcnReiseauslagen 20,3 habe. EMW jetzt in Marxloh. Seitens der Zechenvertretung wird zur Beschwerde M haus folgendes erwidert: ck 11"? Girondelle ] habe eine Mächtigkeit von 65 cm ein Ein allen von 15 bis 200. Die Steiger seien WW 9 gewiesen worden, immer auf die Höhe von 4 Fuß 11703511 achten. Die Beschwerde ski Gegenstand eingehender lung vor dem Verggewerbe ericht gewesen, die von erhobene Klage [ei abgewi en worden. DieZechMv legt das Steig ournal aus dem MonatMai 1902 ['N'-„ diesern wird f_ gestellt, daß die Kohlennummer M4 11 und 12 Orten, und zwar Backhaus in 1934 *)„ “:1 56 „46 61 45, Mierling in 21 Schichten 60,21 _.15, "01.4 18 Schichten 51,61 «10 und Bäumer in 19,5 Schichten “)“-z verdient hat. Aus dem Steigerjournal pro April LMU“ Zstßestellt, daß dieselbe Kameradschaft Nr. 209 N r eUSort 5,02 „14 pro Schicht verdient hat, “OW Die Zeugen Backhaus und Gaeri en l:"md 11111)th „,. Die Bele chaftsvertreter erklären, da i nen ub?! ck, gelesene eschmerde des Bergmanns Albert Garn!" näheres bekannt sei. „ MW" Der Betriebsführer Lattau bemerkt, daß die * ' * ebenfalls Gegenstand einer Klage vor dem Ver. . ' _' gewesen und daß die Klage abgewiesen worden 1“- „,
Der Bergmann Goldschmidt beantragt, den Zeugmdx *
» ** : der „S'
vertreter erkläxen des "weißeren, daß die auf der Zeche mcht den Besttmmungen der ensspkkch8. Es werde, der Betrag für Gezähe' kches neu beim Wechsel des Arbeits-
ten, we . . 3315 AWMF, Arbeitsverhältmsje eliefert wurde, das sei un:
;, ." (. irdnun
. dü e G ahe "cke, die sie zum ersten 'Wieftéeé YFZ abthten. eZldgehalten vom Lohne dürften cke nur
die Stü werden, welche vom Arbeiter doppelt gefordert M'. ertretung bemerkt, daß das von der Bele :
BÜSTE? geforderte Verfahren angeordnet sei. Wengn 111141" einen Fällen davon_ abgemichxn sei, dann sei das auf w-emzrftändmff? zurückzufuhren. Die Beamten würden noch- Mank strenge Beobachtung der Anordnung hingewiesen
“ck"* 11 Golds midt bemerkt, daß seiner Ansicht nach MFT; der ZeYze nich? 'auf, Mißverständnisse zurück-
w- rt werden könnte. Es set m vielen Fällen von der Zeche
Üben erwähnte Verfahrexi gehandhabt worden.
das Kommerzienrat Kannengießer ermidert hierauf, daß, wenn Verfahren wirklich vorgekommen i_ei, der de_treffende
Wmte irrtümlich und in nicht verständlicher Auffasjung der
an der Zeche gegebenen Anordnunß
a
gehandelt habe. Es de dafür Sorge getragen werden, ß derartige Zustände in Zukunft fortfallen. ' '
Bergmann Goldschm1dt beantragi, daß m das Protokoll
endes aufgenommen werde: Er set mit den axideren Beleg:
ftsoertretern bei Wiedexaufnahme der Arden nach dem Streik bei dem Betriebsfuhrer 10ng der Emfixhrung von Urhejtrrausschüffen und anderxn Wunschen vorstellig geworden. Der Betriebsführer hätte ermidert, daß er, Arbeiterczusschuffe oorläUfig nicht anerkenne. 91111 Schluß seiner Au0fuhrungen
be der Betriebsführer fch_11eßl1ch gesagt: „Wexm 1ch,_ Gold- chmjdt, alles so genau erortern wolle, da_nn kdnnte__1ch nur ,in, andere Zéche aussuchen, auf der es mtr dener genele.“
Seitens der Belegschaftövertreter wird noch folgendes vorgebracht: , _ .
Im Herbst 0. J. mußte im Forderschachte ztmsxhen Z, und 4 So le die Seilfahrt gestundet werden. Ungefahr mermal 11111)? die aesamte Bele schaft'die Fahrten_ ur Ausfahrt benyßen m'11en- Die Zeche abe m zwex Fla en zu Unrecht_1k)rer
! nach nur 1/2 Schicht damals in nsax gebracht, xpahrend [,x/, Schicht hätte zubiUigen müssen. Be chwerden seien des- beim Betriebsführer nicht erhoben worden, ebensowenig “Klage an eslrengt worden. _ ' '
Die Ze envertretunq bemxrkt hierzu, daß ste von dieser Klage hier zum ersten ale hore. _ _
Seitens der Belegschaftsvertreter wrxd Wiederholt geltend emacht, daß sie, als sie nach Beendigung des Streiks dre Wünsche der Belegschaft vorgetragen hätten, nicht anerkannt
rden eien. _ . mo Alsszweite Beschwerde wird angefuhrt, daß die 'Wasckzkaue, ni 1 immer ordnun Smäßig gereinigt morden 191. Sie sei
é1e1en mitunter die Brausen nicht alle ge- iau en. Daß Beschwerden hierüber bei dex Betrixbsverwalnzng vor Ausbruch des Streiks vorgebracht seien, set ihnen nicht bekmmt. _ _
Die chhenoertreter bestreitqn, daß die Kau0 txrcht oxd- nungSmäßrg ereini t worden sei. “Beschwerden hteruber seren auch bei der ZJetrie verwaltung nicht erhoben worden. Der Vetriebsführer erklärt, daß er _unter anderenx angeordyet Habe, daß am Sonnabend die Lcute1hre Kleider samtlich mixnehmen sollten, um eine gründliche Reinigung der Kaus zu ermogltchen.
au zugig und es '
Wogen dieserAnordnungen. sei die Zeche sogar von wei Leuten vor dem Bergg ericht verkla worden, die re Kleider über Sonnabend hätten hängen la en wollen.
Die Belegschaftsvert; eter b1eiben' bei ihren Behauptungen stehen, daß die Kaue ofters mcht ordnungsmäßig gereinigt wyrden sei. Beschwerden seien von den BelegschaftSmitgliedern denn Betriebsführer deshalb nicht vorgebracht worden, weil dixseiben eine Yeiche Behandlung hätten befürchten müssen, wre nen, den ertretern, zu teil geworden sei. '
on den Belegscha Svextretern mird weiterhin darüber Beschwerde erhoben, da die Lohn: und AbschlagSzahlun en Zu lange Zeit in Anspruch nähmen. Es käme vor, daß ie eute 2 und 3 Stunden und noc? länger warten müßten. Es sei wünschenswert, daß 111 die er Beziehung Abhilfe ge- schaff? F?rde. Beschwerden hierübkr seien aber bisher nicht vorge ra .
Seitens der Zechenvertreter wird zugesaqt, daß nach Mög- lichkeit Verbcfferun en geschaffen werden 10 en.
Von den Be egschaftSvertretern wird der Wunsch aus- gesprochen, daß die Unterstzißungskaffe ihre Abrechnung zur Kenntnis der Belegschaft bringt.
Die Zechenvertreter ent egnxten, daß das bisher nicht geschehen, weil eine Vorschrit 1erfur nicht existiere und die Belegschaft vor dem Streik des 011) auch noch nicht vorstellig geworden sei. An der Verwaltung der Kaffe seien drei von der Belegschaft Ywäblfe Mitglieder beteiligt.
Bergmann oldfchmidt beschwert fick) endlich darüber, daß im Winter 1904 die große Mebrzghl der Schichtlöhne ,um 20 bis 30 „5 reduziert worden set. De_n anderen beiden BelegschaftSvertretei-n ist nur bekaxmt, daß in einzelnen Fällen Lohnreduzierungen vorgekommen sind.
Die Zechenverwaltun erwidert hierauf, daß in einzelnen FäUen, in denen die S ichtlöbne zu 11011) gestanden hätten, diese herabgesetzt worden seien. Eine allgemeine Lohnreduzierung habe nicht stattgefunden. . _
Von Bergmann Goldschmidt mird ent egnet, daß die Lohnreduzierung den Schichtlöhnern chr Na tschicht im De- zember durch den Steiger Becker angekundi 1 worden sei. _
Die Zechenverwaltung bemerkt, daß 12 hiervon nichts wisse. Der Durchschnittslohn der Zeche Roland stehe bester wie auf anderen Gruben. .
Bezüglich der vorgelegten Lohnnachweisungen bemerkxn die Belegschaftsvertreter, daß six diese erst dann als richtigem: erkennen könnten, wenn fie fte auf Grund sämtlicher Lohnlistcn prüfen könnten. -
Bergmann Viering verlangt, das; in das Protokoil (zuf-
enommen werde, daß nach Wiederaufnahme der Arbeit xeßt en Leuten häufig Wagen weggekommen seien. _
Seitens des Kommissionsvorsißenden wuxde Wiederholt bemerkt, daß Beschwerden, die nach dem Streit lägen,_ mcht zum Gegenstand der Untersuchung herangezogen werden dgrften.
Bergmann Löwendick führt an, daß dem Maschinisten Meyer am 15. Dezember 1904 die Herabsetzung seines Lohnes um 20 ,:3 für den 1. Januar 1905 angekündigt worden set, troßdcm er von da an eme Stunde länger Schicht hätts.
Der Betriebsführer erwidert, daß die Hejrabseßung des Lohnes bei Me er, die ihm rechtzeitig angekündt t worden, deshalb eréolgt ei, weil die Förderung nicht me r so stark gegangen ei.
0 g. 11.
Friedrich Goldschmidt. Wilhelm Büsing. Wilh. Löwendick. Louis Kannengießer. Heinßmann. Lattau.
Geschlossen. von Bemberg. Balz. Kreisel.
Karan.
Löhne der Hauer.
4,01-4,50 .“
. 3,01-3,50 3,51-4,00 .. „ ] „
*
4,51-5,00 6,01- 6,50 »“ .“
.“
Oktober . November Dezember
11 61
1 3 3 . | _. _ 9 70
42 28 12
106 152 136
177 152
5,01-5,50 ! 5,51-6,00 1 170 1
.“ 6 4 6
142 47
Sa. 7 1 12 im Durchschnitt 1
Beschwerden der auf der Zeche Roland im
7 1 6 174
58
394 82
131
499 166
Bergrevier Süd-Essen arbeitenden Bergleute.
Angegebene
d Gegenstan BeweiSmittel
der Beschwerden
Beweiöerbebung ist 1
Ansich der Untersuchungskommisfion
erfolgt durch ] uber das Beweisergebnis
1) Beschäftigung eines 1637 jabrigen Sch1eppers bet der Koblenförderung nacb Streikausbruch. 2) Unberechtigte: Lobuabzug, ! ungenügendes Gedin & 1 3) N1chtinnebaltungder or- 1 1 1
Bergleute : Büsiyg . Gamsen.
Mieriingx
schriften der Arbeits- ordnung bei Ab ügen fiir geltefertes GezäZe.
4) Langes Warten bei Lohn- und AbschlagSzablungen.
Angaben der VelegZ * fch0ftsvmreter. '
5) Unsauberkeit der Wasch-
kaue; Nichtfunktionieren
von Brausen; ungenü-
Fender Schuß gegen Zug- vöi in der aue.
6) A gemeine erabsetzung
der S i ilö ne.
' ck ck Die an die Zeugen Back- *' baus und Gaerißen ge- sandten Ladungen nd, da Annahme verwe g_ert worden ist, zuruck- gekommen.
Backhaus,?Ber leute: erling. Vorlegung von Lobu- listen. nalen.
Die Beschwerden über unberechtigten Lobnabzug und un enügenden Gedingesaß (Backhaus _und Gaerißen? sind Ge enstand von la en beim Berg- geerbegericht gewei1en. Die Klagen md abgewiesen wor en.
Die Beschwerden bezw. Wünsche, welcbe 0011 den Belegschaftsvertretern im Untersuäyungstermm vor- ebracht worden sind, find, wie anerkannt, vor A'us- 3ruch des Streiks bei der Betriebs_verwaltung_mcht vor ebracht worden. Be kündet waren die bezuglich desgLobnabzugs für Gezä e und des langen Wartens bei Lobnzablungen vor ebrachte_n Bes'cbwerdxn, wenn für erst enxnotaneneAbZthestucke (FFHHQHZUR 01173) vor der eu gü t gen 8 r gema 101: en _ bezw. wenn die Leute bei der Lohnzahlung tatsäcbl cé häufiger 2 bis 3 Stunken _wartkn mu ten.
Bezüglich der Beschwerde uber den ustand der Waschkaue stebt Aussage gegen Aussage.
Vüfing,
Steigerjour-
Da eine allgemeine Herabse xmg der Schicht- lene im Winter 1904 erfolgt 311, erscheint nicht erwiesen.
Nach dem vor elcgten LobnauSzuge, welchen die Kommission as richtig ansieht, geben die Löhne der „Zeche zu begründeten Beschwerden ketne Ver- anla ung.
(an.) von Bemberg. Kreisel. Balz.
.„roéjkaudelkpreise von betreiße
*- für Sex Monat März 1905
nebst entsprecbenden Angaben für den Vormonat. Zusammmgeftelxt im Kaiserlieben Statistischen Amt.
1000 142 in Marl.
(Preise für greifbare Ware, soweit nicht etivas anderes bemerkt.)
Königsberg.
gen, guter, esunder 714 g das 1 „„„„ Men, guter, unter, 749 bis 754 g das 1
fer,guter,gesunder 447 das1, . . . Zaerste, Brenn-, 647 515 65 3 das 1 ......
3333."
!
W151 ' ameri anischer V e r [in.
guter, gesunder, mindestens 712 2 d 755 a
te, Mais )
YM“. , .
Hafer, . . . Mannheim.
NYgen, älzer, ruf scher, bulgarischer, mittel . . W 5a k" stil„ rumän., mittel
alzer, tus 1 am . er, cher, württcekYZergischer, mittel . . . . erste, bad sche, Pfälzer, mittel München. Ro gen, baveriscber, gut mittel ......... ien, . . - er, ! ' | --------- Jrste, ungarische, mäbri che, mittel ....... . erische, gut m1t1el Wi en. Ro gen, Lester Boden W en, bei - Zafer, ungari cher ] .............. erste. slovakiscbe ............... Mais, ungarischer B u d a p e st. RYgeu, Mitielware ............. foen, .
Za er, . erste, Futter- , 015,
R gen, 71 bis 72 kg das 111 ......... W en, Ma, 75 bis 76 1:3 das 111 .......
Riga.
Ro gen, 71 bis 72 kg das 111 ......... WKW, 75 , 76 , .
P a r i s.
Ro gen W xen
A n t w e r p e n.
Varna ...............
Donau, mittel ............
Azima ...............
Ode a ...............
Cali ornier .............
Waila Walla ............ Kurracbee, rot ............
Bombay, Club weiß .........
Amsterdam.
A tÄeiersburger Od a- ............... am (mis er Winter- ........ amerikan. unt La Plata .............. Londom Produktenbörse. englisch Jetiß 1 (Uark 148116) . . . . Ca1ifornier an der Küste . La Plata an der Küste PLUM) ' '
englisches Getreide, Mittelpreis aus 196 Marktorten ((Ja-01.10 876k8J88)
Liverpool
Weizen i
Weizen ;
8317?-
Weizen La Plata ........ . ..... Kurracbee ..............
Australier Hafer, englisch weißer, neu ...........
Gerste, Futter- 1 N11“
amertkan. Odkekfja ............... Mais am kan. bunt, neu ......... La Plata .............. C b i c a g 0.
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Mais . Mai ........ Buenos Aires.
M?“ 1 Durchschnittser ......... 1
Bemerkungen. 1_JmperialQuarter
* lieferbare Ware des laufenden Monats 1
Monat 'März 1905
130,95 166,00 125,50 134,75
130,10 163,20 140,00 145,50
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Da-
gegen im
Vor- monat
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120,09 78,04
' California: = 500, La Plata = 480
f("ar die aus den Umäßen
Mig ichs eertn11t1elte Durchschn se 11 re : n (SWW 017er08) ifi 1 Imperial Quark
172,08 98,16 101,87
153,62 151,52
14372 143,77 120,84 141,49
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85,24
120,72 82,41.
ist für die Weizennotiz von engl. WeiMnK 11
an 196 Marktorten des 5'ir einheimiscbes Getreide
?!