1905 / 94 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 19 Apr 1905 18:00:01 GMT) scan diff

*" * '“MMBY'ZWWKNK «FHMWä-ÉJNTLYS

- “„.;qu'-«“*“»; «„a-«...» “.:.-.*“.x»***-“- «- .„ . ,. ., «;

Lac nicht wegen Mittellosigkeit allein verweigert werden, wenn der inwanderer nachweise, daß er nur Aufnahme suche, um si einer Verfolgung wegen Vergeben politischer Art zu entziehen. Der taats- sekretär des Innern solle die Befugnis erhalten, unerwünschte Aus- länder auSzujveisen, wenn die AuSmeisung von einem Gerichtshofe emvfoblen werde. Zur Zahlung der durch die Außweisung entstandenen Kosten dürfe der Kapitän oder der Eigner des Schiffes herangezogen werden, das den Ausgewiesenen nach England gebracht hatte sobald die Ausweisung innerhalb sechs Monaten nach der Landung erÉolge. Ein- wanderer dürften nur in acht Häfen zwischen Leith und Sour ampton ge- landet Werden. Einwanderer, die England nur auf dem Wege nach anderen LändernZassierten, seien von den vorstehenden Beschränkunkzen außgenommen. ie erste Lesun des Geseßentwurfs wurde genehm gt. Sir Charles Dilke (lib) er lärie, das Einwanderungsgejeß werde Widerstand finden, Weil es das Asylrecht beeinträchtige, das n e nötiger gewesen sei als jetzt. Die Fremdeneinwanderung rechtfertige die in dem Geseßenthrf gemachten Vorschläge nicht. Bond (kons.) fragte an, ob ein Abkommen zustande gekommen sei, betreffend die Teilnahme der Mächte an der Finanzkontrolle in Mazedonien. Der Unterstaatssekretär des eußern Carl Percy erwiderte, über die Frage werde noch unterbandelt.

Frankreich.

Der Minister rat beschäftigte sich gestern, wie „W.T. B.“ meldet, mit den Vorfällen in Limoges and beschloß, slck) mit der sofortigen Besprechunl? der dazu beim Minister des Fynem angemeldeten Jnterpe ationen einverstanden zu er:

aren.

In der Deputiertenkammer interpelliekte derBaron Reille (konservativ) Wegen der Vorgänge in Limoges und erhob gegen die Regierung den Vorwurf, da diese sie ganz unvorbereitet getroffen hätten. Der Minisietpräfidmt ouvier unterbrach den Redner und sagte, übkrtriebene Maßnahmen hätten noch viel schwerere Störungen berbeiiübren können. Gautbier (Nationalist) warf der Regierung vor, den Arbeitern nicbts als leere Versprechen gegeben zu haben, man dürfe s1ch also nicht wundern, wenn sie s1ch zu Gewaltmittkln hinreißen ließen. Der Redner verlangte, daß eine Untersuchung eingeleitet werde, um festzusteüen,_ rver verantworiltcb zu machen sei. Vaillant (Sozialist) sagte, daß; die Verantwortung dem Ministerium zugeschrieben werden müsse, das den Arbeitgeber egen den Arbeiter in Schwß nehme, und tadelte das Ver- halten der rbeitgeber, deren einer, wie er sagte, die Schamlosigkeit gehabt habe, eine fremde Fahne zu biffen, in dsr Hoffnung, daß man diese nicht beleidigen werde. Der Minister des Innern Etienne beklagte die Vorgänge in Lit_no es, er habe aUes getan, damit der beklagenswerte _Zusammenkio Vermieden WSWS, Und yerlas die Berichte des Prästhen seit dem 14. d. M. Man müne. fuhr der Minister fort, das Möglichste tun, um äbnlich€ Vorkommnisse zu ber- meiden, man müffe die Ordnung auf der Straße aufrechterhalten und müsse an die Eintracht und Einigkeit der Bürger appeUieren. Die Regierung wünsch die Lage der Arbkiter zu berbcffern, aber sie ski entschlossen, die Ordnung aufrecbtzuerbalten. Poulain (Soz) ver- langte die Einleitung einer Untersuchung über die Ursachen des Aus- standes und warf den Arbeitgebern Vor, auf die gercchtfertigten Beschwerden der Arbkitcr gegen "Linen Werkmeister nicht cin- gegangen zu sein und dadurch den Ausstand veranlaßt zu haben. Jauré-s (Soz.) erklärte, der Bürgermeistsr bon Li- moges sei gegen die Verwendung bon Truvpen zur Aufrecht- baltung der Ordnung gWesen. Die Regierung dürfe nicht zu Gunsten der Arbeitgeber einschreiten. Die Beschwerdcn der Arbeiter gegen den von Poulain erwähnten Werkmeister seien begründet gewesen, und die Regierung hätte für die Arbeiter eintreten müssen. JaurSs unterzog 1ch116ßlich das Verhalten des Präfekten ciner Kritik. Der Minister- präsident Rouvier widersprach der Beschuldiguna, die Truppen in den Dienst der Arbeitgeber gestellt zu _baben. Das Heer stehe in niemandes Dienst," es stebe nur im Dienste der öffentlichen Ordnung. Erst als das Gefangnis bedroht worden sei, habe man die Truppen einschreiten lassen. Die Truypen hätten erst von der Waffe Gebrauch gemacht, als mit Stxinen ujw. gegen fi“: geworfen worden sei, und sie hatten obne Befehl gescboffen, nachdem 60 Mann berlexzt woxben seien. Es sei weder die Schuld der Regierung, noch des Yräickten, daß Truppen hätten berbeigérufen werden müssen, denn der

räiekt baby bei der Plünderung eines Gefängnisses nicbt untätia blkiben dürfen. Erste Pflicht der_Bürger sei, dieRube nicht zu stören. Die Dis- kussion wurde darauf 966111011611. Der Antrag auf Veranstaltung einer Untersuchung über den Ausstand in Limoges, der Von der Regierung zu- rückgewiesen war, wurde mit 350 96an 182 Stimmen abgelehnt. Darauf wurde über eine von dem Miniiterpxäfidenten Rouvier 9651111 te Tagesordnung Codet (Rebub!) abgcjtimmt. Der erste Teil Dik?€r Tagesordnung, der den Opfern der Unruhen in 21610966 und i_bren Familien das Mitgefühl der Kammer ausspricht, Wurde ein- 111mn1ig angenommen. Der zweite Teil, der dem Vertrauen AuSdruck gtbt, da die RegierungÖen bedauerlich6n_und schmerzlichen Konflikt 10 schne wie möglich beilegen und zur Löiung bringen werde, wurde mit 415 gegen 66 Stimmen angenommen. Die ganze Tagesordnung gelangte dann mit 421_ gegen 60 Stimmen zur Annahme. Dis Sißung wurde darauf g€1ch10ffen. _

Der telegravbisch nacb aris berufene Ausschuß des Ver- bandes dcr Arbeitsbör en bat gestern eine sehr bestige, gegen das Ministerium, den Präfekten des Departements Haute-Vienne und die Fabrikanten von Limoges gerichtete Resolution gefaßt.

Rußland.

_ Wie die „St.. Petersburger TelegraphewAgentur“ meldkt, 111 gestern Kolia1cw, der Mörder des Großfürsten Sergius, zum Tode verurte1lt morden. Boi 1361“ Verhandlung im Senat war die Osffentlichkeit angsschloisen. Ter Präfident, Senator Deuer, richtete die üblichen Fragen an den Angeklagtkn bc- trxffs seiner persönlichen Verhältnisse. Dkk Angeklagte K oliajew bejtritt die Bereckjtignng dieser Fragen: da er sich als Kriegs- gefangenen betrachts, mkrde er nur als solcher antworten. Der Prästdent ließ darauf 561191719600an abfübrcn. Die Sißung wurde dann auf kurze Zeit unterbrochen. Nack) dercn Wieder: anfnahmc erk1ärten die Vsrteidiger, fie würden die Ver- tkidigUng nur fortseßsn, wenn der Angxklagte in den Zi 111196: 1001 zurüchgcfüt1rt werde. Der Angsflagte hat seiner utter und “Schwester die Einreichung eines Gnadengesuchs untersagt.

Italien.

Di? Deputiertenkammer fesxe gestern, dem „W. T. B.“ 11110196, die Bératuns dxr Vorlage“, beirkksend die Verstaatlichung der Eisenbahnen, sort. Dkk Präfikent berlas eine Devesckpe kes (317671120bnbetrieererscnais, in m dieses ken unüberlegten Ausstand bedauut und fein Vsrtrauen ausnückc zu den Vertretern der Nation bei der Erreichung seiner Zencbfen Forksrungen. Nach den Aus- führupgen reS V2richtersiattch76 trxt 1:15 SMS in die Erörterung der Tagesordnnng cin. Zerboglio bkantragte im Namen der Sozialisten eine Tagesoxknupg, nach der die Eröffnung von Untnbanrlungen mit 1611 Eisenbabnxbeitern gefordkxt wird. De Andreis verurteilte namerZ dsr Nevublikaner den Kiaffe-kamvf und begründete cine Taßééorknung, wonach die Besprechung dcs Teils 1:71“ Regkerunßsborlase, dsr rie TiSziplinarb-„stimmunzen für das Eisen- bahnverssnal enthält, bxrtast werden 50116. Der Ministnvräfident Fortis vMeidthe rie Rxßyerungsvorlage. Die höchste Pßicht des Staats sei es, den TiZUst aufrecbtzuxrbalten, der eine große 910116 im Wir:!“cixaftsleben rer VHM: svéele und von dem reren tägliche Jnterepen abbinxzer'. Er Finz] auf" alle technischen Einwände der Vorredner ein und exkannte einige Antkgmgen Sonninos ais beachtens- wert an. Aber Die Zustimmung Sonnimos zu der Voklage und der Verlauf der Debatte b-wi-sen, daß e:? 1741) nur um sebr unwesentliche EinwürfL Lanxess. HénsichtlZÖ Ter Würdigung der Artikel, die die Auir€chtechzitunx “cer Ordnung im (E?!“snbabnperfonal gewährleisten

Lollien, befinde er sich in Uebereinstimmun mit Sonninox Wenn dieser essere Einrichtungen porzuschlaaen wise, Sei es seine kalicbt, dieSzu tun. Ferri erwiderte der Mmisterprä dent, er habe stets er kart, den Ausstand im Staatsbetrieb nicht zxzzula en. Er betrachte die Organisation des Eisenbabnpersonals als em Mittel. um auf ein höheres wirtschaft- liches und politisches Niveau zu gelangen. Aber er könne nicht zu- geben, daß dadurch das Land wirtschaftlichen und politischen Krisen aus eseßt werde. Das Recht des Landes stehe über jedem Recht von PerTonen oder Klaffen, und da der Kampf einer Klaffe bedauerlicber- wei 6 das wirtschaftlicbe Leben störe, müsse man dabin gelangen, gese - lich estzule en, Wexebes die öffenjlichen Betriebe seien, bei denen 6 11 Ausland ncht julaffig 161. Was das Eisenbahnperfonal anlan 6, so babe selbst Colaxannx erklart, daß es nicht die Arbeit eig - stellen könne, obne dre Grund rinzipien seines Vertrages zu verleßxn und aller Vorrechte verlu tig zu geben, die seine Stellung als prxvilegierte Arbetter mit sich bringe. Die Regierung babe für das Etsmbabnpersonal gexan, was sie gekonnt habe, und dies hätte dem Staat nicht dZn Kneg erklären dürfen. Der Ministerprä dent schloß mit der Erklarung, daß alle an den Maßnahmen der egie- rung geubten abiprecbenden Kritiken jeder Grundlage entbehrten. Vi 11 a brachte eme TageSordnung ein, na der die Kammer, nachdem sie die Erklarungen des Mini ierpräsidenten Fortis «hört, zur Beratung der einzelnen Artikel übergebe. Der inisterpräsident Fortis erklä1te nunmehr, die Regierung werde, um nicht die Eintracht der Kammer in Frage zu stellen, der Tagesojdnung ViÜas nicht die Bedeutung eines Ver- trauensvotums beilegen. Sacchi, Führer der Radikalen, hob hervor, er"beabsichtiae, sicb Von" denen zu trennen, die sich mit den Aus- standi en solidarisch erklart hätten, und verurteilte den Ausstand des Eisen abnpersonals, das als Beamte dem öffentlichen Staatsrecht unterstehe, als ungxre t. Der Ausstand gelte dem Parlamente als Rebellion. Um dre este Autoritat des Staats aufrecbtzuerbalten, thde er für jede Von der Regierung angenommene Tageöordnung stimmen, selbst wenn sie die Bedeutung eines Vertrauens für das Kabinett babe. Sonnino erklarte, daß er, obwohl er kein Vertrauen zum Kabitzett habe, doch für die Tagesordnung Villa stimmen Werde, um die Etntracht der konstitutionellen Parteien nicht zu stören. Der Ministerptäfident F ortis sprach Sonnino seinen Dank aus. Die Tagesordnung Vina wurde hierauf in namentlicher Abstimmung mit 306 gegen 34 Stimmen angenommen. Eine TageSordnung Ferri", die den Ansichten der Sozialisten Ausdruck gab, wurde mit 293 geakn 22 Stimmen abgelehnt, ebenso wurde eine TageSotdnung Zerboglio (Soz.) abßelebnx. EineTagesordnung der Kommission, der die Eisenbahn- Vorlage ü erwielen war, die besagt, daß die zur Beratung stehende Vor- lage die Regierung _in den Stand sesen solle, dkn Betrieb der Eisen- bahnen am 1_. Juli zu übernehmen, und die endgültige Oraanisation der StaatSei]enbabriberwaltung der Annahme der bon der Regierung am 21. Februnr d. J. eingebrachten Vorlage Vorbehalten bleibe, wurde aenxbmißt. Das Haus begann darauf die Beratung der ein- zelnen Artrkel der Eiseßbabnvorlage. Nachdem die fünf ersten Artikel angenommen waren, Wurde die Weiterberatung auf heute bertagt.

Türkei.

Aus Ko n sta 11 tin 0 1161 wird dkm Wiener „Telegr.-Korresp.: Buregu“ berichtet, daß nachMeldungen aus den dreimazedonischcn Wila1ets auf Grund des Abkommens mit der Ottomanbank vom 15. April die fäÜigen Militär: und Zivilgehälter sämtlick) ausgezahlt worden seien. Da um diese Zeit die Steuercingänge sehr gering und genügende Kassenbestän 6 nicht vorhanden seien, Hätten die Ottomanbankftlialen Vorschüffe geben müssen. Die pünktliche Zahlun, Habe in der Provinz und in Konstantinopel großen *indru gemacht.

Am 15. April fandxn im Wilajet Uesküb zwci Kämpfe mit Banden statt: der erste im Gebiet von quma, nordwestlich von Bigla im Bezirk Kotfchana, wobei 17 Komitatschis und ein Gendarm etotet wurden, der andere bei Natavica. szirk Kratova, ei dem sechs Komitatschis getötot wurden, während zwei flüchteten.

Asien.

_Aus Tokio 11181081 das „Reutersche Bureau“, die rgsyische Streitmacht, die auf derLinieTschantschun_ Ktrin und südlich dieser Linie konzentriert sei, werde auf 200000 Mann eschäßt. _ Nack) endgültiger Aufstellung wurderx in Port -lrtbur 41 600 Mann gefangen genommen. _, Die „Ylgcncs Havas“ meldst aus Saigon, es bestätige mh, daß m mehreren,.Handslshäusern bédcutende Einkäufe acxnacht und einem Tex] dss russischen Geschwaders auf der Hobo der Küste von Indochina Übkrmittelt worden seien.

Nr. 15 des „Zentralblatts für das Deutsche Reich“, berauSgegeben im Reichsgmt des Innern, Vom 14. April, bat folgenden Inhalt: 1) Konfulatwejen: Exmächtigung zur Vornahme Von Zivil- standSakten; _ _Entlaffung; _ Exequaturerteilung. 2) Bankwesen: Status der deutsthen Notenbanken Ende März 1905. 3) Zoll- und Steuerwesen:'_Bestellung von Staxionskontroüeuren. 4) Polizei- wesen: Ausweisung von Ausländern aus 16111 RrichsZebiet.

Rx. 8 des „Mir]isterialblatts für Medizinal- und me„dt_ztyrsche Uniexr1chtsang6legenbeiten“, heraus egeben im Ministerium ber getstltchen, Unterrichts- und Mebizinalange egenbeiten, vom 15. April, hat folgenden Inhalt: ]. Personalien. _ 11. All- Zemeine Verwaltungssachen: 1) Erlaß vom 18. März 1905, betreffend

abl_ung von „Steuvertretungskonen ssitens der eine reiheitsstrafe veereanen, nicbt Vom Amte,1uspendierten Beamten; 2 Geseß vom 31. ' gtx 1905, betreffend tte AbÉnderung des Pensionsgesetzes Vom 27. _Marz 1872. _ 111. _Serymprüfung: Einziehung bon Diphtherie- bet11erum. _ 117. Bekambsung der Kurpiuscherei: Anpreisung der Herlung berscbixdener Leiden „seitens des Dr. med. Kahlert in Näfels. _ 1'.S_exzchenbekampfung: 1)_Erlaß vom 23. März 1905, bétreffend Un1er1t112ung bei Seuchepgesabr: 2) Nacknichten über den Stand ge- memgefa rlicber Krankbetten; 3) Die Genickstatre in Oberschlesien. _ x']; Schulbvgiene: Erlaß Vom 20. März 1905, betreffend das Madchenturnen in dxn Stadien. _ 1.711. Verkehr mit Nahrungs- mitteln: Erlaß vom 24. März 1905, betreffend Fleischbeschau bei Schlachtungen im Jnlanke. _ 17111. Rechtsbrechung.

Statistik und Volkswirtschaft.

Umfang der Frauenarbeit in der deutschen anustrie.

__Wie schon mebrfach mitgeteilt worden ist, hatten die Gewerbe- au_111ch!skeamte_n ker deutscbm Einzeinaaten „für das Jahr 1902 den beionoderen Auftrag erbalten, Erhebungen über die Dauer der täglichen ArbeitSzeit der in Fabriken und riksen qlkicbgesteUten Anlagen be- schaftigten „Arbeiterinnen über 16 Jahre und über die Zweckmaßigkeit u_nd Durchführbarkeit einer weiterxn Herabskyung der gegenwärjig zu- lassigen Dauer ihrer Beschäftigung anzustellen. Auf Grund dieser Utxtexfucbungen sollte die Frage beantwortet werden, ob es als zweck- maßm und durchiübrbar erscheink, 9. die nach § 137 Abs. 2 der Gewerbeordnung zulßssige tägliche Arbxitszeit der Axbeiterinnen über 16 Jahre von 11 aus 10_S1unden bembzufexzen, 1). die nach § 137 511513 0. a. O. zu gewabrende Mittagßvause von 1 Stunde auf 11 Stunden zu vxrlangern und c:. den Arbeitsscbluß am Sonnabend und an den Vorabenden der Festtage auf eine frübere Stunde als

zweige, entgegenständeu. Um die zur Beantwo erforderlichen Unterlagen zu beschaffen, sind die Fung Arbeitern und Arbeiterinnen ibtes Bezirks in Verdi “"ck beirietitls im 1 P ß d e d m eungen n reu en wur e in den Nummern " „Reichs- und StaatsanzxigerS' vom 22. und 26. ÉYZUII » in Nr.'92 vom 19. Apnl 1904 berichtet _; nunmehr [16 t 903 u " BearbeitunZder Ergebnisse für das ganze Reich duxch «FY amt des nnern vor, die unter dem Titel .Die Arb det Fabrikarbeiterinnen' in R. von Deckers Verla erschienen ist ()(7 u. 543 S.; eb. 12 96). Wir entneb Werke beuie zunä-Fßst einige statiytiscbe Angaben über den Um Frayenarbett ixmer alb der einzelnen Gewerbegruppen und ü "9 hkk örtltckFi IZZrlzretttung 8" Yeutschlaxdä f e e eu ung er xauenat e ür die einzelnen

zweige ergibx sicb zunachst aus der absoluten Zaanduestrik' ihnen beschaftigten Arbeiterinnen. Es waren am 1x "" tober" 1902, an welchem die Erhebungen über die Arbeits ' der uber, 16 Jahre alten Fabrikarbeiterinnen statlfanden ““ den ernztttelten 813 560 erwachsenen Arbeiterinnen täti*- 11" der Textilindustrie 348 538 oder 42,9% der Gesamtzabx L' "* Nabmngs- und Genußmittelindustrie 119 744 oder 14,7%, „? d" Bekleidrzngs- und ReinigungSgewerben 93635 oder 11,5% in d'“ Industrie dex Steine und Erden 49 917 oder 6,10/0 ' in d“ Metallberarbettung 44 349 oder 5,5 0/9, in der Papj/erjnduft 44160 oder 5,4 010. in den polygrapbifchen GWerben 25 231 dri: 3,1%. in der Fabrikation von Maschinen, Werkzeugen, Instrum o“ und Apparaten 23 715 oder 2,9 %, it) der Industrie der Hvizo nd Schnißstoffe 18697 oper 2,3%, m der chemischen J„„ftx', 14 380" oder 1,8 0/0, m Bergbau„ Hütten- und Salinenwesee Torfgraberei 14146 odex 1,7 0/9, m der Lederindustrie 9805 „dm 1,2 0/0. in der Industrie der_ forstwirtscbaftlicben Nerbenproduiter Leuchtstoffe, , Fette, _Oele und Ftrniffe 5749 oder 0,7 0/0, im Bm? ewerbe (Ztmmerblczße und andere Vauböfe) 517 oder 0,10/“ und- n sonstigen Izdusiriezweißen 977 oder 0,1% der GesamkzaU d„ Arbeiterinnen uber 16 Ja re. Hiernach ragt die Te tilindusjxje mit 348 538 erw:1chsenen Arbeiterinnen, 42,9 0/0 der Éesamtzahj vo, aUen ubrigen Gewerbegruppen weit hervor; in der an zweiter S'tene st'ebenden Jndystrie der,")kabrungs- und GeUUHmittelsmkt dre Zahl der weiblichen Arbeitskräfte bereits auf 119744 oder 1470/- es folgt danrx dre Gruppe der Bekleidungs- und Neinigüngx: gewerbe, die 93 635 Yrbeiterinnsn (115 %) beschäftigt. Jugqesamt etztfa1len allein auf dies? drei Gewerbegruppen über zwei Drittel namlich 69,10/0 aLer_erm1tte[ten Arbeiterinnen, während fich der M vyn „30,9% auf dre ubrigen elf Gruppen verteilt. Die vierte Stxa, nimmt dexid'uftrie der Steine und Erden mit 49 917 er- wachsexzen weiblichen Psrsonen oder 6,1 9/9 ein.

Einen Weiteren Anhaltspunkt zur Beurteilun der Bedeutunß, nJelcbe berFrqyenarbctt 111 den verschiedenen Gewer szweigen zukonm; btetet dre Festestellupg, wre groß die Zahl der über 16 Jaka alten Arbettertnnen im Verhältnis zur Gcsamtza11 alle; Arbeiter derselben Jndustriegrupve ist. Da dj; Vorliegenden Sonderbericht? über die Arbeitszeit der Fabrikarbeiterinpen das zur Beantwortung dieser Frage erforderliche Zahlenmaterial nicbt enthalten, seien bier die entsprechenden Ziffe'rn aus den Jahresberichten dxr GewerbeaufßÖtsbeauzten füx das Jahr 1902 mitgeteilt. Nach dieseitxtLZtericbten wurden 111 Fabriken und diesen gleichgestellten Anlagen erm e :

abre 1903 veröffentlicht worden _ uber dj g M

Albeiter darunter Arbeiterinnen

über 16 Jahre

in der Gewerbegruch überhaupt bs [ t 0/ a o U 0

Bergbau-, Hüttxn- und Salinen- wesen, Torfgräberki Jndust1ie der Steine und Erden . Metaüverarbeitung ..... . Maschinen, Werkzeuge', Instrumente, pparate .......... 646 694 24 834

Chemische Industrie ...... 114425 15113 ' Forsiw. N-benprodukte, Leuchtstoffe,

Fette, O_ele und Firniffe . . . 58 374 5991 Textilindustxie ......... 780 478 363 763 Xapterindustrie 137 455 45 490

ederindustrie ......... 75 124 10 915 Industrie der Holz- und Schnixz-

stoffe 284 727 21 007 Nahrungs- und Genußmittel 507 970 126 905 Bskleidung und Reinigung . . 187 870 99 789 Baugewerbe (Zimmerpläße und

andere Bauböse) ....... 107 297 462 0,4 Poly xapbtsche Gewerbe ..... 134 313 27 629 20,6 Son ttge Gewerbe ....... 10 019 1 602 16,0

Deutsches Reich . 4 849 108 860 087 17,7.

Ordrxeiman die waerbegruppen nach der Verhältniszabl der in ibyc! beschasttgien ' Arbett6r1nnen, so erscheint noch vo“r der Textil- industrie, m der die erwachsenen Arbeiterinnen 46,6 0/0, also nahen! die Halfte des gesamten Arbeitsversonals, ausmachten, die Grobi? ?“ Bekleidurigs-_ und ReinigungSgewerbe, in der die Wb- ltcheti Arbettserafte 53,10/0, mitbin mehr als die Hälfte k“ Arbeitersekaft bildeten. In der Papierindustrie war nahez- ein Drittel (33,1%) der Arbeiterschaft weiblichen GeschlechS- 1" der Nahrungs- und Genußmittelindustrie ein Viertxl, in_ der Gruppe der volygrapbischen Gewerbe etws em Funftel (2060/11)- In der Industrie der Steine und Erden, “112,51! yben xrwabnt, nach der Textil-, der Nahrungs- und Genugmtxxel- industrie, und den Yekleidungs- und Reinigungs ewerben die meim)! Arbeitermnen beschaftigte, bildeten diese noch ni t den zehnten Teil (9,9 0/0) aller in ihr tätigen Personen.

Betrachtet man die örtliche Verbreitung der Frauenx arbeit, so entfislen, was zunächst die giößeren, Einzelstaaten un? kik Retchslande betrifft, von den am 1. Oktober 1902 insgesaMT "" mittelten 813 560 Arbeiterinnen über 16 Jahre

auf Preußen . . . 394816, 1). s. 485,3 ",/oo»

Bayern . . . 70 965, 87,2 Sachsén 145 571, 178,9 Wütttemberg . 40560, 49,9 Baden. . , . 49945, 61,4

essen . . . . 13 185, 16,2

lsaß-Lotbringen 41103, , 50,5 . i AuifaUend groß ist die Zahl der im Köni reich ck“*?" „5: schäftigten Yrbeitsrinnen, die mehr als dasg Doppelte „m .": Bayer:) ermtttelten Zahl beträgt. Diese Erscheinung "7 13147 m ortl!ch611_waobnhktten,_ sondern in der Tatxaebe begrü8691._kaö ." Sachsen dtexeytgen Jndustnegruppen besonders tark verbnxtet_!rn:, .'“ denen allgemein die Verwendung der weiblichen AbeitSkräkie m „."-"“,"“ gebxndxm Maße üblich ist, und zwar vor allem dieTextiltndu'trlS Aus dtese entfielen _ m Preußen von sämtl. 394 816 Arbeiterinnen 145 627, 6110 . Bayern , 70 965 26 685. . é ;„“- . Sachsen 145571 86 669, . 99.7,“ , Württemberg 40560 20903. . NI," . Baden 49945 14644, .'?9-3 .,

830 863 15 328 1,8 567 193 55 966 9,9 406 306 45 293 11,1

“. WZ!)

535) wo;

““TOP-_-

DSO ““O-*- („***-“QU:

O'» c-oywq

, He 711 13185 931- .?“sz 41103 31354, -U- zum Vergleich

iDeutschcnReich . , 813560 348 538. -„*'-":5“'“ Der Prozentsatz der auf die Textilindustrie entfallenden WWI tst hiernach am größten in Elsaß-Lothringen (76,3 0/01- "* 65: (59,5 0,0) und in Württemberß (51,5 0/0); er bleibt bmkkk „3? ,-

das_ Deutsche Retcb ermitte ten Durchschnittspromksaö 1253474) zuruck in Bayern137,6 0/91, in Preußen (36,9 %K, in BUY 6sz

. El .- Lotbring.

51 Uhr Narbxnittags zu vxrleqen, (der 0b und evmtuell welcbe Be- denken zu 3 bis 0, und zwar allgemein oder nur für einzekne Inknstrie-

zmd _enblick) in Heffen, wo nur 7,1% aller Ar '" 1nbu1tr16 angehören.

se..“ wobl mit den Unternehmern und BetriebsleiterxßchFeamnMF .

m ?, Die ErgebnYse der Erhebungen sind für jeden (EinzerllskZYYtg FME : " ekt „_

d200dx'

ber ibre- !

enten ,

d*Bl) ist, wie „W. T.

etBetraehtung erin den einzelnen Aufsichtsbezirken '

tun der frauenarbeit we , c er hervor.

in der tsbez-rks, nach seiner industrieYen Ent- e nach “&???er VÄéeitung der für die Frauenarbeit haupt- Wickelunkn Betracht kommenden Industriezweige muß die 89111 der in sächlichtätigen Fabrikarbeiterinnen größer oder geringer sem. Mebr "'nen 00, aller gezählten weiblichen Personen, also mebx als ““ ] Axobeiterinnen waren nur in den folßoeyden (in absteigender 8000 folge nach der Gesamtzahl der _in ihnen bes aFtigten Arbeiterinnen Reibenten) 31 deutschen Bezirken Tatig, die sich samtlicb dadurch aus- ßeordne daß in ihnen entweder bedeutende großstädtiscbe JUK," riezentren oder starke Mittelpunkte der Textil-

1):

"das““ belegen sin daVoni d davoni.d. ! ' ' ' ' b it '

Aufsichts' Arbeite Textilind. AMF YYY“; Texxtxind.

Wicke Mm % A che 15 966 592

' . 3264 6,7 a n . . . , Hkrl'Z'd'oxf' .' „31941 77,0 Schwaben . .15 689 85,7 D""? . 49945 29,3 Württemberg 1 13 622 29,9 ' Z „36049 76,9 Cöln . . . „12343 41,8

' . 33 964 75,7 Oberfranken. . 12 020 64,4 „29958 41,3 Erf t. . . . 11137 28,4

„28498 94,8 Minden . . .10736 34,1

. 28 449 37,5 Württemberg111 10 363 55,1

. 25418 60,8 Pfalz . . . . 10236 31,6

Dresden. . 24462 14,3 HannoverOsna-

lörtlichen Vexbret

KY: Arbeiterinnen“; len treten naturgemäß die VJ: ck-iedenbeiten “UU“ [1 A

Yanrfurt'aÜOZ 23708 69,0 brück. Aurich. 9998 30,6 5

. . 22148 86,3 Magdeburg . . 9946 18,3 tsyam . . . 18 221 29,5 Unterelsaß . . 8865 47,1 ojttelftanken . 172515 15? Yrr'xsslierg . . . YFZ 248

. . . 1 , a"e . . . . ,

133313585 11 16575 67,1 Munster . é Éh8231 394,9.

die en 31 Aufficbtsbezirken (Düffeldox , emn 13, w au,

8131135) 1153183519. Frank7=urt a. O., Batzyen, Wurttemberg 11 und 111,

Aachen Schwaben, Oberäanken und Munster) entfielen hiernach mebr

.. und, zwar meist erbebiich mebr _ als 50 % auer Arbeiterinnxn uf die Textilindustrie. In weiteren 8 Bezirken (Breslaxz, Leipzt ,

aPotsdam Württember ], Cöln, Pfalz, Hannober-Osnabruck-Auri

und Unteielsaß) beschäft gte die Textilindustrie znZar nicht den größerxn

Teil sämtlicher weiblichen Arbeitsqufte, doch ubertraf 115 „immerbtn

alLe übrigen Gewerbegru pen durch die Zahl der ihr angebortgen Weib-

lichen Personen. Von ver ältnißmäßig geringexer Bedeutung ist die Textil- industrie nurfür 10 von jenen 31Bezirken : Berlin, Baden, Dresden,Mitte[- franken Oppeln, Erfurt, Minden. Magdeburg, Arnsberg und Cassel.

Jn den,meisten dieser Aufficbtsbezirke (Baden, Dresden, Erfurt, Minden,

Magdeburg und Caffel) ra t die Industrie der Nahrungs- und Genuß. mittel durch die größten Ar eiterinnenzahlen bervox. Jn Mittelfra'nken und Arnsberg beschäftigt die MetaÜverarbeitung dre meisten weibltchen Arbeitskräfte. In Oppeln waren in den anustrien der Steine und

Erden, der Nahrungs- und Genußmittel 1011116 in den Huttenwerken

und Torfgräbereien mebr Arbeiterinnen tatig als in der Textil- industrie. In Berlin endlich find die Bekleidungs- und Reinigzmgs- gewerbe weitaus am stärksten vertreten; von den hier gezahlten

63 264 Arbeiterinnen gebörten 28 238 (44,6 0/0) diesen Gewerben an.

außen -

Zur Arbeiterbewegung.

Die Kürichner Berlins, die den Abschluß eines yeuen Tarif- vertrages wünschen, da der bestehende am ]. Maid.J. ablauft, hielten am Montagabend eine Versammlung ab, um uber das Weitere Vorgehen zu beraten, da ihre Forderungen: .Abschaffung der Ueberstundet) am Sonnabend, Unterlassung des Jnserterens' nacb Arbeitskraften, dagegkn Benußung der drei bestehenden Arbeitsnacwaise“, von den 2156110656111 0 gelehnt worden sind. Es wurde, wie dre ,Voff.Ztg.' mitteilt, folgender Beschluß gefaßt: .Der Minbestxvochenlvbn der Ar- beiterwi-öd auf 27 „14 erhöht, der der Arbeiterjugen auf 15 „M; Arbsiter und Arbsiterinnen dürfen wedex durcb Jnserterxn noch durch Anfragen eingesirät und nur durch dre Arbxitsnacbwetse der Orga- nisationsn (mir Ausschluß des Innungsnachwetfes) entnommen Werden. Die Versammlung überträgt die Leitung der Bewegung den Vor- ständen und verpflichtet fich, zu gegebener Zeit. wenn ,die Anerkennung d:! Joxderungen abgelehnt wird, sofort einmütig die: Arbeit néeder-

MESZ!“- 11* ' M ff 1 d 11 i ' Solingen ur Lo nbeibé “1111' in der e er n u r e m (vergl. Nr. 89 b; 1.) erährt die .Rb.-Westf-Ztg;“, ÖUÜ der Neider“ verein am Montag nacb mehrstündiger VérhandlunT 6111611 6111- 1cheidcnden Schritt unternommen babe. Der * aschen- und ederunsserfabrikanten-Verein hatte„ wie schotz mitgeteilt, die „vederungen des Reidervereins, eme aUgememe Lohnerhöhung Tur a11e Messersorten um 30 % eintreten _zu lassxn, ab- Jxlebni, weil kk die hierfür angefübkten Grunde mcht als 1Uchbalti anesTennen könne. _(Der Reidervexein batte „darauf hingewießn, daß die Raider telbst bei 14stundiger „Arbeit mit um und Kind nicht so. viel Verdienen köynten, wre ein gyt kdablker Fabrikarbeiter.) Der Reiderverem beschloß, nun 111 geheimer 'Sißung mit allen gegen fünf Stimmen, die orde- kUWkn, auf Lobncrböbung_ aufrecht zu erhglten „und ofort 1106 11111 dem Fabrikantenve-Kin abaescbloffenx Preisverzetxhnis (Lbbn- kax11)„zu kündigen. Falls der Fabrikantenverem in her dreimonatltchen K""_ck6UngSftist zur ufstellung eines neuen Lobnta_r1fs sich nicht bereit erklart, sollen die Forderungen des Reidervereins tm Wege des Aus- stands durchgeführt werden. _ , _ Jn Dreßden haben nach einer Meldung des „W. T. B. die Bückxrgesellen in einer gestern abgehaltenen Versamm1ung den B11ch1Uß 921aßt, sofort in den Ausstand zu treten. Ein; Emigun s- vkkbandlung, die am Montag vor dem Gewerbegericht m der Lo n- ikask stattfand, war ergebnislos verlaufen. Ueber die durch den Ausstand der Porzellanarbetter „m 911110068 (vgl. Nr. 93 6231.) hervorgerufenen _Unruben teilt 'W- T. B." mit, daß nach amtlichem Bericht bei den Zusammen- skßßey 197 Of ziere, Unteroffiziere und Soldaten durch von den Aus- ft“"We" ges leuderte Steine und Eisenstücke , baruntex einige 1chwek.Verlest wurden. Auf seiten der Arbeiter wurde einer geiotxt, vier wurden schwer verwundet. _ Die Flagge auf dem Rathause tft 011€ Halbmast gebißt und mit einer Trauerschleife versehen. EinCrla ,d?“ „Munizipalrais erhebt Einspruch gegen die Axwesenbett des 111111111119 in den Straßen und sagt, die Soldaxten batten auf eine bIrmlosc Menschenmenge geéchoffcn. Der Erlaß ermabnt die Be- völkerung, ihren Zorn zu emeistern, um eine Wiederbolyng der ?ingenhVox-Wmmniffe zu verhüten. _ Bisher wurde die Ruhe me r get rt. Der Ausstand der HYenarbeiier in Nantes 691. Nr. 93 .“ meldet, da die Arbeit 6 er die For- dLkungen der Arbeiter angenommen haben, gestern beend gt worden. DerAusstand der Eisenbabnangestellten in Italien (le. Nr- 93 ». Bl.) nimmt, wie „W. T. B. berichtet, weiter merkl ck gb. Gkstern nachmittag in Rom eingegangene Depeschen melden, daß "' 99111 Italien der Eisenbahnberkehr aufrecht erhalten worden ist, wie Zs .Ur den Fall eines Ausstandes vorgesehen war, und daß in Rom, „[MW] und anderen Mittelpunkten eine genügende Anzahl von "Lk". uber den Minimaldienst hinaus vetkebrt. Die Lage beézinnt d- *" bxsiern- auf einer Anzahl von Bahnhöfen hat 1946 Per n:? Arbe1t nicht niedergelegt. Zu Unruhen kam es nur in Foggia, ao etwa tausend Landleute vor dem Bahnhof Kundgebungen_ver- stnsialtetekn und dem die Ordnun aufrecht erbaltenden Militär Wider- aand le?ksieten. * - Die Handels ammer in Rom hat für Eisenbahn- LJestLÜtk. die die Arbeit nicht niedergelegt haben, 3000 Lire bewiüigt alle anderen Handelskammern des Landes aufgefordert, sich diesem “"Leben anzunhließen. K

K

onal-

kunst und Wissenschaft.

9. 14. Eine internationale Ausstellung" künstlerischer PhotograÉbien ist in der altenHocbscbule fur Musik 111 ber Potsdamer traße eröffnet worden. Ihr Gesamteindruck übertrifft aucb bochgesvannte Erwartungen. Man hat, bei sorgfältigem _Ver- ?leickp der Blätter in Wahrheit das Gefühl, sich ausgebrägten, kunst- eriscben Persönlicßkeiten ge enüber zu befinden, die in der Photo- graphie das Ausdrucksmitte ßefunden haben, von ihrer Art zu sehen und zu empfinden, Zeugnis a zulegen. Wie sehr auch im einzelnen der Zufall mitspre en mag bei der Entstehung des Bildes, wie eng auch die durch das Material gezogenen Schranken sind, die Mehr- zahl der bier aUSJestellten Blätter beweist,_ daß _ der kunst- leri chen Freiheit tro?O allem ein verbaltniSMaßig weiter Sp elraum gela en ist. as Auge, das geübt ist, die Natur groß zu [eben, Wesentli es zu erfassen, der feine Sinn, der triiumerisclze und nni e Stimmun en emp ndet das auSgeprägte Verstandnis fur das Maßeriscbe _ 0 diese E gens aßen sprechen bei dem'Pboxograpben ebenso mit wie bei dem Künst er und bestimmen dte'Gute (einer Arbeit. Die Teéhnik ist zu einer solcbZn Vollkommenheit entry ckelt, daß der Apparat m der Hand des Versiandi en zu einem sehr wrlligen Werkzeug eworden ist. Nur soÜte man fethalten, daß man von der Photo rap ie, so wie fie durch Material und Art der Entstehung be- dingt k1st, andere Wirkungen und andere Eindxücke verlangen muß als von dem Kunstwerk, das unmittelbar durch den Künstler e_ntsieht. ;Hier kommt es darauf an daß das Publikum, der Laie enugende kunst- lerische Bildung bcßßen, um zwei Gebiete, die vie eicht aneinander grenzen, aber niemals ineinander übergebeq, in ihren Verschiedenheiten rein auSeinander zu halten. Die künstlertsckoe Photoßraphie hat ihr ganz eigenes Reich, auf dem fie, wenn 16 es aus aut, auch dem bildenden Künstler von großem Wert sein ann. Vieüeicht liegt eine Gefahr darin, ihren Charakter gar zu sehr verbullxn zu wollen ' wie es hier auf einzelnen Blättern eschieht. Das geubte unb geßtldete Auge ist auf die Dauer docb un estecblicb, es verlangt, da jedes Ding seineSprackpe redet. Die nächsten Jahre nzuffen bier die ,ntscheidung bringen, Welche Entwickelung die natur emaße u_nd rvabre ts_t.

Von großem Interesse ist es,'de verschtedenen Natronalitätxn miteinander zu vergleichen. Jede brmgt st ,in ganz besonderer Weise und in wirklich cbarakteristiscben Eigentümlicb etten zum Ausdruck. Dabei ist der Eindruck nicht von der Hand zu weisen, daß bei allen die zeit- genössische Kunst Von einem ganz besttznmenden Einfluß guf die Arbeiten geWesen ist. Das ist ein sehr uberzeugender und glucklicber Beweis, wie sehr wir in unserem ganzen Sehe; und Empfinden unter dem Einfluß bestimmender künstleriscbexr Personlichkeiten stehen. Zugleich bieten die künstlerischen Photographien dann gber einen Grad- me er, in welchem Umfan e die moderne Kunst Exgkntum des be- tre enden Volkes geworden 111. Bes ien und Amerikaschemen hier an erster Stelle zu stehen. Unter den belg1schen Arbeiten finden sich besonders feine und weiche Naturstimmungen; es set hier nur auf Mis onnes „Päture“ hingewiesen und auf Putmanns „Matin 3. Bollendoxf und „11 1161JS“- Amerika zeichnet sich durch außerordentliche Brel- seitigkeit und seine hochentwickelte Technik aus. Neben Vortrefflichen Bildniffen smd besonders die Genrebilder zu crwabnen, Von denen man wirklich vit den Eindruck bat, als seien sie Reproduktionen nacb Gemälden. Auch England steht technisch sehr bock), besonders schön sind seine Landschaften mit dem sommerlich6n rieden, den malerischen Baum rappen und dey gemachli Peidenden Herden. Frankreich st mit verhältniSmaßig wenigen Arbeiten ver- treten, einzelne darunter sind ganz erlesen, wie (Guggxnheitxs „130111141113 (111 ])Sjnbrs ]ZQUZ Sbrjgbjanssn“. Bei DOfaxlle fallt eine ziemlich unwabr und süß wirkerzde Nachahmun? Millets "auf. Mit außerordentlich interesanten Blattern von ent chieden kunst- leriscbem Wert ist Oesterreich vertreten. Hugo Henyeberg mit seinen wundervoll dekoratiben Arbeiten, Heinrich Kuh'n mtt den an Aquatintablätter erinnernden Landschaften und Sptßerq mit seinen Bildern aus Holland sind besonders zu „erwabnen. Am reichsten ist naturgemäß die deutsche 5115teckung be- schickt, bier fällt die besonders große Anzahl 11011 Portrats auf, xinige davon sind vortrefflich; hervorgehoben seien nur Perscheids _Lteber- mann und Hilsdorfs Menzel. Auch Landschaften find uberaus zahlreich gesandt, und bemerkenswert ist'es, mit „Welckxer Liebe, die Um- gebung von Berlin in ihrer cbarakteristtschxn Eigentumltckxkett gesucht und wiedergegeben ist. Im ganzen liegt tn den deutschen Arbeiten viel weniger Raffinement als in den anderen, aber etwas sehr Treu- hcrziges, Liebenswürdiges und Natürliches.

Technik.

„1. 19. n der se 1611 kaiafnmlung des Berliner Vereins für Luftschfabrt x3mrde u. a. über 10 Vereinsbaüvnfabr'ten be- richtet, die vom 20. März bis 17. April teils von Berlin, teils von Bitterfeld aus, wv eine bilLige Wa erstoffqueÜe Vorhanden ist, unter- nommen wordéti nd. Eine 1) esxr Fahrten, bon Hauptmann von Kehler gefü rt, tvar durch eme besondere Ueberxaschung aus- gezei net. Es War eine Nachtfabrt, am Abend des 1. April um 10.Ubr von einickendorf aus begonnen. Unerwartete Beleuchtung auf seinem dunkeln Pfade fand der nach 80. fliegende Bauon durch das zur Feier des Bismarck-Geburtstages auf der Bismarck-Warie lodernde mächtige Feuer. Um 1Ubr wurde Frankfurt uberflogen. „Als _es hell wurde, fürchtete man, da der Wind aufxöefrischt'hatte, dte Nahe der rusfischen Grenze; doch von unten erscbo von einem einsamen Wan- derer ein deutsches Lied, und man schloß daraus, da man noch mitten in deutschem Lande sei. Erwartungsvoa wmde nacb errlicher Morgen- röte dem Auf ang der Sonne entgegengeseben. An der Stelle, xvo das TageSgetirn am Horizont auftauchen mußte, „stand eme dünne Wolke, und man sah ,voraus, daß, dte Sopne hinter dieser Wolke und von tbr ein wenig Verschleiert erscheinen werde. Da erschien plößlicb zur großen Uebxrraschun der Luftschiffer der Sonnenball vor der Wolke. D e Aufklarung er olgxe in den nächsten *Minuten; denn jeßt erst ging die Sonne auf 11nd,w1e zu erwarten stand, bintec dcr Wolke. Die erst gesehene Sonne war ein von einer roßen Wasserfläche erzeugtes Spie elbtld gewesen, das teilweise auß) auf kurze Zeit noch unter der angsam empor- 1'teigenden Sonne sichtbar blieb. Die Landung erfolgte eine Stunde

äter bei Milit . 11) Den Vottxég des Abends hielt der bekazmtc ausgezeichnete Lufischiffer Kapitän Spelterini. Er fuhrte im ganzen 102 Ballonaufnabmen der Schweiz, der Alpen und you Aezypten vor und erntete damit großen BxifaÜ. Die ersten 8 über betrafen Stadt u“nd Umgebung von Zürich. Sie gehören einem ersten zum Zweck des Photo rapbierens unternommenen„Aufsiieg an. Die nächsten 19 Bilder ruhrten von verschiedenen, spater 1311 der Nord- scbweiz auSgefübrten und bis nach (Genf aus edebnten Ballonfahrten ber und zei ten 11. a. Baxel, St. Gallen, uzern, Rigi, Urnersee, Mytbcn, T un, die Dia lerets und Genf. Dann folHten 24 Auf- nahmen von der im Sommer 1903 von Zermatt aus Vet ucbten Ueber- querung der entralalpen _ Monte Rosa, Matterhorn, z.151161t61'50rn, Domspiße, 5 iscbabelgruppe u. s. f. bis zur Landung iin „Raggtatal. Weitere 19 Aufnahmen waren in Aegyten entstanxkn _ Kairo, TotenFiadt, arabische Wüste, Nil, Pyramiden, libysche Wuste- Endlicb enthielten die 31 Bilder, welche Spelterini im Vorigen Sommer auf seiner Alvenfabrt vom Ei ergletscber aus aufgenommen hat, die gesammelten Erinnerun en an d ese durch herrliches Wetter ausgezeichnete, aber, in dem Zwe , die Alpen u überstiegen, leider verettelte Fahrt. Diese Bilder, alle. der jüngten Zeit an ebörig, sind ganz besonders schön. Sie zeigen, so ziemli von aUen Seiten, die

äupter der Eiger, Mönch, Finsteraarborn, des _ Silber- Nrns, des Aletschborns, der Breitborrzgruppe, der Blumlisalp, endlich der Jungfrau. Da fi? sam_tlich aus 4-6000 ['n Höhe aufgenommen-sind, somit Verhaltnismaßig Wenig höher als dte Gipfel jener Ber riesen, und in jedem„Fal]e aus großerer Nachbar- schaft, als uns bis er heranzukommen moglich war, so _geben sie ganz reizvolle Bilder des Hoch ebirges und Details, die „bisher sich der Darstellun entzogen. Éorzüglicb sind besonders dte Wolkenbilder.

179111.) Das Großherzogtum Baden bildet einen einzigen Aufficbts-

Auch die ilder aus Aegypten Verdkrnen, gesrhen zu werden, unter

ihnen ni t uleßt die ergreifenden Wüstenbilder, die eigentümlich; bisher wa rstseinlic?e wenig beachtete Details der Windwirkung auf den Sand zei en: aterartige Trichter, Bildungen, sehr ähnlich dem Anblick, den n einem starken Fernrohr eine Mondlandschaft gewährt. Jedenfalls bewährt KW. Spelterini Meisterschaft in diesen Bann- bildern, die uns die schöne Erdenwelt in neuem Lichte zeigen.

Land- und Forstwirtschaft. Getreidemarkt in Genua und Savona.

Das Kaiserliche Generalkonsulat in Genua berichtet unterm 10. d. M.: In Oberitalien verringern fick) die Vorräte der einbeimi chen Weichweizen immer mehr und die Preissxeigerung nimmt des alb steten Fortgang. Da die Preise_ der auslandiseben Weizen dagegen eber nach eben, konnte sich aui dem Getreidemarkt in Genua im März 11. Z. zum ersten Mal wieder seit [an er Zeit, ein etwas leb- hafteres (Geschäft nach dem Jnlande entw ckeln. Die Herkünfte, welche am meisten davon Nu en 10 en, Weilibre Preise die nacbgiebigsien waren, find die argentinis en eizen: Barlettasaat (80 kg), die Anfang März 1). I. zu 177/3 Fr. und zum Teil sogar zu 18 Fr, 011". Käufer fand, wurde Ende des Monats zu 175,13 Fr. abgegeben. Einige Mengen ganz schwerer Ware, die erst nach Eintreffen in Genua Verkauft wurden, fanden auch zu wesentlich höheren Yreisen schlanken Absaß. 75 0/9 der gehandelten Mengen find * arlettasaat. Auch in ungarischer und französischer Saat waren einige Abs [üffe zu verzeichnen, erstere wertet gewöhnlich %; Fr. me r, leßtere 1,13 Fr. weniger als Barlettafaat. _ Südrussifcbe Weichweizen, die im Preise sehr wenig nacbge- geben haben, wurden im März 1). Z. nur in ganz bes eidenen Mengen umgeseßt. Von diesen ging ein größerer, hauptsächli aus Nicolaieff kommender Teil, nach Venedi , Weil dieser Haien iür rusfiscbe Ladungen zugänglicher ist als ?ür axgentiniscbe. Nicolaieff Gbirca- Ulka 930 4 % notierte Ende Marz d. J. etwa 17,50 Fr. für 100 kJ ail. _ Stark geschmierte, leichte Weizen fanden nur schwer AbsaÉ. Ihr Preis war Ende des “Monats 17 Fr. 011" ((,für 9,30). _ Jn onauweizen waren Verschiedene Abscblüffe na Neapel Und Livorno zu Verzeichnen. Die hoben Kreise, die 'in den ersten Tagen des Monats März in eapel bethigt wurden, machten bald wesentli niedrigexen Notierungen PlaF; gegen Ende des Monats baben si indes dre Preiß ziemlich ebauptet. Zn Zartweizen hielten sich die Preise wahrend dxs ganzen Monats

ärz auf der gleichen Höhe erst gegen Endx Marz war ein ganz geringer Rückgang zu verzei nen. Das Geschaft in dieser Getreideart war nicht sehr lebhaft; die Käufer erwarten nach Eröffnung der Schiffahrt in den ersten Tagen des April einen Rückgang der Preise.

In Mais hielt während der ersten beiden Drittel des Monats März die feste Stimmung bei steigenden Preisen an, gegen (Ende dss Monats trat ein plöylicher starker Rückjchlag kin. Die hier ein- etroffenen Zufubren von nordamerikanischem Mais warcn zum Teil Lebt schlecht; die Ware wurde mit Beschlag belegt und mußte zu Destillierzwecken verwendet werden. Am 31. März 1). J. stellten sich die Getreidevorräte und die Preise für den Doppelzentner in Genua wie folgt: Vorräte unberont

Weichweizcn . . . . 26 000 17,25_18,75 Goldfrankcn

Hartwbeizen. . . . . 15000 181/z_18,25 ,

Mais . . . . . . 6000 13,00_15,00

Kaser . . . . . . 6000 121/,_13,00 ,

' oggen. . . . . . 1000 14114 ,

In Sabona stellten sich die Preise für den Doppelzentner ber- zollt folgendermaßen: Weizen 26_26,50 Lire.

Eingeführt wurden nach Sabona 1172 02Weiz611. Auf Lager befanden sich dort Ende März 1). J. 97 (17. Weizen.

Die Ernteergebnisse Großbritanniens im Jahre 1904

find nach den Angaben des vom „1308111 0,1 gZx1011151179 811(*1 171181191108“ herausgegebenen abschließenden Berichts uber diese Er-

gebnisse folgende: 18941 1903

E r n t e Ertrag Pro Acre jm Jahres- 1904 1903 1904 1903 durcb-

sch11ilt

in B u s 1) el _ Weizen . . . 37 919 781 48 818 788 26,97 30,15 31,14 (Gerste . . . 62 453 483 65 309 685 31,25 32,38 33,62 afer . . . 176 755 048 172 940 555 40,80 40,81 40,51 Lohnen . . 5 900 794 7 535 314 23,23 31,27 28,29 Erbsen . 4 445 785 4 811 745 25,75 26,56 26,20

i n T 0 n s Kartoffeln . 6 230 272 5 276 949 5,24 4,45 4,69 Steckrüben

28 033 374 23 523 205 14,83 12,44 13,10 ZNangold . 8 813 011 8 211840 18,57 17,19 18,13 . . 4 938 524 Kleebeu 9 929 514 31,04 31,27 29,59 *) Hopfen wird nur in England gebaut.

in Tons in CNPS 5025 721 33,43 33,07 32,28 Grasbeu . 9921165 in 05918 Hopfen*) . 282 330 421068 5,91 8,78 9,12. (Nach den vom Kaiserlichen Generalkonsulat 1:1 London über- sandten KJriaUlßUrU] KONTUZ. 1904 _ 156111100 01 SropZ.)

St. etersbur , 18. April. (Melduzig der „St. Petersburger Telegra l)6?1-Ag€t1lUk".)g Nach der endgultigen Bere nung des Stati tischen Zentralkomitees bejrug dieErnteim abre1904 in den 72 Gouvernements in Tausend Pub: Wintetweizen 342 434, Sommerweizen 765 347, R0 gen 1563 784, Hafer 996 226, (Gerste 460 232, Mais 40 424, Karto eln 1516 428.

Die , eitschrift für Agrarpolitik“ (Organ des Deutschen LandwirtschthSrats, Zentralblatt der deutschen landwirtschaftltcben Vertretungen, herausgegeben Von Professor Dr. Dave, Verlag bon

aul Parey, Berlin) enthält im 3. Heft des 111. Jahrgangs fol ende Yeiträge: Ins Stammbuch; .Die landwirtschaftlicbe Entwi lung Canadas' von Dr. Hans Plebp-London; Bestimmungen fur die Bau- sacbverständigen der landwirtjchaftlichen KreisvereineZ Vcreikn der Stärke-Jnteressenten in Deutschland; Bereit] dex Spiritusfabrtkanten in Deutschland; Deutscher Verein für landxtche Wohlfahrts- und

cimatspfle e; Vereinigung deutscher Schweinezuchter; Vom landwirt- Fbaftlichen §1rbeitsmarkk

GesundheitZtvesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.

PreiSausscbreiben.

Die Erfahrung hat gelehrt, daß die Legierung von Zinn und Blei, welche beim Aufkitten von zu schleifeqnden Diamanxetx gebraucht wird,iffür diebArbeitex [) gienisch schaolich wirken, namlich Blet-

r tunq ervorru en ann. _ _ ve 9Diese Tatsache bat die Königlich ntederlandtsckoe Regie- rung zu fol endem Preisaussckneiben veranlaßt.

Sie Verßangt ein Mittel, um die zu schleifenden Diamanten auf- zukitten und festzuklemmen, welches be1m Gebrauch keinen schädlichen

Einfluß auf die Gesundheit der Arbeiter ausüben kann. Beim Lösen

... „„„......„.,..4.-. -- «...-_.

--„. __ ...*-,......-