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Ministerium der öffentlichen Arbeiten. Versth sind: . - die Wafferbauinspektoren (Heiße von Breslau nack) Hoya und Win ter oon Oppeln nach Frankfurt a. Oder, der Kreisbauinspektor Otte von Heydekrug als Land- bauinspektor nach Stettin und 'l der Landbauinspektor Quast von Magdeburg nach Abr- wer er.
Der Re ierungsbaumeister Ellerbeck in Tilsit ist zum Wafferbauin pektor ernannt.
TageSordnung
fiir die Sißung des Bezirkßeisenbabnrats zu Breslau am 27. Mai 1905.
Vorlagen der Königlichen Eisenbabndirektion Breslau:
1) Frachtermäßigung für Stri-igrus." ' .
2) Einführung von Ausnahmefrachtsaßen für Gießereirobeisen von Kraywieck nach Brica und Reise. ,
Vorlage, drr Königlichcn Eisenbabndirektion Poskn und Antrag drr Herren Geheimer KommerzienratHerz und Handelskammczsyndikizs Dr. Humble in Posen: Einführung von Ausiiabmefrachtsayen fur 5(Fissrn usw. der Speziaktatife [ und 11 Von Westdeutschland nach
0 en. Breslau, den 17. April 1905. ' Königliche Eisenbabndirektwn. Hermann.
Abgcrcisi:
Seine Exzellenz der Staatsminister und Minister der geistlicbi'n,Unterrichts: und Medizinalangelegenl)eiten Dr. S in d t, nach BadewBaden.
YicHtamUicHes. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 22. April.
Seine Majestät der Kaiser und König nahmen gestern vormittag an Bord der Jacht „Holxenzollern“ den Vortrag ch Vertreters des Auöwärtigen Amts, Gesandten von Sciwrn entgegen. _ ' " _
Heuss frül) trafen Ihre Kaisrr'lichcn und _Konig: lichsn Ma'estätrn mit Ihren Königlichen „Hoheiten den Prinzen Eitell-Friedrick), Adalbert und Oskar sowie dem erzog von Sachscn:Cobnrg und Gotha" an Bord der Jacht „ oben: zollcrn.“ von Taormina in Mesnna ein.
Vom chiserlicheii Kommando der Schußtruppe fiir Südwestafrika ist tmr nachstehendes Schreiben zu- gegangen:
Kommandd drr Schuß“- _. tkUT'VS. Windhuk, drn 20. Marz 1905. Euer Durchlaucht!
Es ist mir ein Bedürfnis, im Namen dsr mir unterstellten
Trurpcn für die zabirsicbsn Spenden zu dankSn, die als LicheSgaben
,.
aus dem Vat€rlande ariandt werden.
Neben dcr Verpflegiwg den Truvpkn von Zeit zu Zeit zugeführt, sowsir €€ ki? grdßdn Tranbporticbwierigkcitrn zulicßcn - von deiien maxi fich im all.;cwcinkn in der Hcimat wohl noch kein? ganz ziz- trrffcndc Vorsicliung macbt -, iind sié dem Einzelnen eine aus- munte'inkr Freudk, ein Beweis, daß ssiner in drr Ferne gedacht wird.
Sie wrrdrn BSHI]! stets sebr wilikommen sein, und ich boffs, daß es immrr nwbr Und msbr gelingen wird, troxz der fich entgegen- stellendrn Hinksrixiffc, «uch dcn Vordersten Spitzen in reichlicherer Weisc, als es bisber mözlicb war, diese Gaben zuzufübien.
Auch für die Hilfstätigkeit des Roten Kreuzks und der ihm an- gegiisdxrtcn Verein“: sowie der Ritterorden, Welch die Verxorgung und Pflrac drr Verwundsten und Kranken wesentlich unterstüßten, möchxe ich bikr autrichtigst danken.
(FS würde mich ireusu, Wenn den Gebern im frrnen Vaterlande Von kisien wick) Und die Truppe beseekenden Grfühlcn Ksnntnis ge- geben werdkn könnte. von Trotha.
Generalleutnant. An Seine Durcbluuäbt den Kaiserlicbm'. Kommissar und
Militärinsbxktenr 'der freiwiiiigcn Krankenpflege, Fürsten
zu SoimS-Barutb, Berlin RKK, Scbgdowstr. 10/11.
Dieser Dank dürfte nicht vcrfeblc'n, die für unsere Truppen sd erwünschte Hilfstätiqkeit erneut anznregen. Berlin, den 20. April 1905. Der Kaiserliche Kommissar und Militärinspektcur der frsiwiliigen Krankenpflege. Friedrich Fürst zu S01mö-Barutl).
Während des Vierieljahres vom 1. Januar bis 31. März 1905, haben 5624 Schiffe (Ziegen 5372 Schiffe in demselben Viertelxabr 1904) mit einem is_ttoraumgehalte von 1 009 637 Registertons (1904: 862 799 Negistertons) den Kais er Wil elm-Kanal benutzt und, nach Abzug des auf die Kanal- abga e in Anrechnung zu br'YZenden Elblotsgeldes, an Ge- bühren 505 083 .“; (1904: 439" 9 946) entrichtet. Davon ent: fielen auf den Monat März 2615 Schiffe (1904: 2328 Schiffe) von 413981 Registcrtdns (1904: 329804 chistertons) und 208143 „46 (1904: 166 915 „FH) Gebühren.
Jm Rechnungswhre 1904 haben 32623 Schiffe ( egen 32 038 Schiffe im Rechnungs'ahrß 1903) mit einem etto- raunxqebalte von 5270 477 egistertons (1903: 4990287 Ne iytertonS) den Kanal benußt und, nach Abzug des Elblots- gel es, an Gebühren 2 588 383.14 (1903: 2 414 498 ckck) entrichtet.
Der Königlich portugiesische Gesandte Vicomte de-Pin- della is_t nach Berlin urückgekehrt und hat die Geschäfte der Gesandtxchaft wieder ü ernommen.
LautMeldunJZdes „W.T._B.“ ist S. M. S. „Bremen“ am 19. April in ewport News (Virginia) eingetroffen und - bleibt dort bis Ende Mai zur Ausführung von Reparaturen. S. M. S. „Bussard“ ist am 20. April von Lourenyo Marquez über Mozambique nach Daressalam in See gegangen. S. M. Flußkanonenboot „ Vaterland “ ist am 20. April in Nanking eingetroffen.
Hamburg. .
Bei der vorgestrigen Verabschiedung des mit de Dampfer „Lulu Bohlen“ nach Südwrstafrika abgehenden Truppentranßports von 22 Offizieren „und 500 Mann hielt, wie „W. T. B.“ berichtet, der (Generalmawr von Versen eine Rede, die mit einem Hoch auf S eine Majestät den Kais er endigte. Um 411br erfolgte" die Abfahrt des Dampfers.
Deutsche Kolonien.
Der Generalleutnant von Tr o tba meldet, wie „WT. B.“ berichtet, aus Kub in Deutsch-Südwesta rika, daß am 13. April eine Kaffernbande von 15 ,ann am Ackwub südlich von Naucbas durch eine Bastardpatromlle auf eboben wurde. Der Führer der Bande war der Kapitän Zack, der im Oktober 1904 den Farmer Hermann ermordethat. Neun Koffern sind gefallen, Gewehre und einiges Vieh wurden erbeutet.
Frankreich.
Der König und die Königin von England find, wie „ZL. Ts. B.“ berichtet, vorgestern von Algier nach Bougie a gereit.
Es heißt, der Minister des Aeußern Dclcassé habs infolge der Vorgänge in der Mittwocbsstßung der Deputierten: kammer vom 19. d. M. die Absicht geäußert, zurückzutreten.
Gestern nachmittag fand im Elysée eine Sitzung des Ministerrats statt, der der Minister des Aeußern Delcasséz nicht beiwobnte. Nach der Sitzung hatte der Ministerpräfident Rouvier, der „Agence Hasas“ zufolge, im Ministerium des Auswärtigen eme Unterredung mit dem Minister Delcas s S. Rouvier legte lcßterem die Gründe dar, die ihn nach seiner Ansicht bestimmen müßten, die Leitung der äußeren Angrlegenbeiten zu behalten. Nack) seinrr Unterredung mit dem Minister des Aeußern crflärtr drr Ministrrpräfident Rouvier den anderen Ministern gcgen- Über, er habe einen güiisiigeii Eindruck von der Unterredung. Delcaffé babe versprochen, bcnte seine Antwort zu geben. Man glaube, der Minister werde der Aufforderung Ronviers folgrn und sein Portefeuille behalten.
“Ter Gesandte Japans Dr. Motono hat am Doimerstag- abend, wie die' „Agence Havas“ berichtet, dem Minister des Auswärtigen Dclcafsä einen Besuch abgestattet, um seine Aufmerksamkeit auf die gemeldete Anwesenheit russischer Schiffe vor der Kamranhbucht zu lenken. _ Jm Ministerium des Auswärtigen werde erklärt, daß der Schritt des japanischen Gesandten Motono nicht den Charakter einer formellen Protesterklärung gegen die angebliche Vrrleßmig der Neutralität scitcns rankreichs in der An- _elcgcnbcix drr russischen Flotte geha t babe. Der Gesandte Zubo dem Britishmen nach besonders im Aug? gehabt, wir zur Zeit drr Voriibcrfahrt des Admirals Roschdjestwensky bei Cherbourg imd seines Verweilens in der Nähe von Madagaskar, formelle Zusicherungen darüber zu erlangen, daß Frankreich fortfahren werde, strikte Neutralität zu beobachten. Diese Zusicheruugcn erschienen offenbar für Japan immer unentbehrlicher in dem Maße, wir die rnssische Flotte nach dcr Küste von Jiidochina und dem Kriegsschauplaß weiter vorrückr. Die französtfchc Regierung babe zu wiederholten Malen, Und insbesondere in der Kammer- sißun am Mittwoch, (Helegcnbrit gehabt, in klarer Weise zu versi LM, daß alle Maßregeln getroffen worden seien, damit die Neutralität Frankreichs respektiert werde. Esssien sogar besondere Instruktionen in dirser AngelcgenYeit nacb Indochina geschickt worden. Der Ministcr Dolcassé ha 8 also Japan uber die Brsorgniffe, die 86 brknndct habe, und die bisher durch keine Tatsache gerechtfertigt seien, beruhigen können.
Dem Vernehmen nach bat gestern nachmittag im Ministe- rium des Aeußeru zwischen dem Kolonialminister Clémentel, dem Chef des (Generalstabs der Marine Vizeadmiral Touck) ard und dem Direktor der Abteilun?) für politische An: qelegenbcitcn im Ministerium es Aeußern eine Be- sprechung stattgcfunden, um auf dem Wege eines gemeinsamen Vorgehens seitens der drei Ministerien Maßre ein zur Aufrecht: erhfiletung der Neutralität in den indochinesis en (Gewässern zu tre cn.
Das Parlament hat gestern, wie „W. T. B.“ meldet, end- gültig das Budget für 1905 angenommen.
Der Senat hat sich bis zum 23. Mai Vertagt.
Die Depuiiertenkammer beriet vorgestern den Artikel 4 des (Gesetzentwurfs, bstreffend die Trennung von Staat und Kirche. Der Artikel behandelt den Heimfall der Kirchenaüier an die Kultus- aesellschaften. Nibot (Rev.) hob hervor, daß die gegenwärtige Organisation der Geistlichkeit Von den Bischöfen abbänge. Der Berichterstatter erwiderte. diese Organisationen würden respektiert werden; den katholischen Vereinigungen solle nicht das Vermögen genommen werden, um es 1chiSrnatischen Ver- einigungen zu geben. -- In der gestrigen Vormittagssißung wurde die Beratung fortqkseßr. Zu Artikel 4 beantragte Leygues einige Ab- ändrrungen. Jaurés erwiderte ibm, fühlte sich aber“ plötzlich so unwobl, daß er unter großer Bewegung, auf einige Freunde gestüßt, den Saal verlaffen mußte. In der Nachmittagsfiyung beendigte Jaurds seine am Vormittag begonnene Rede, in der er die Fassung des Artikels 4 Verteidiqte. Deloncle (Republikaner) sagte zu dem Ministerpräfidenten Rouvier, er möchte, ehe die Kammer auseinandergebe, Gewißheit darüber baben, welcbe formellen und außdrücklickpcn Befehle gegeben seien, um die absolute Neutraliiät Frankreichs in den indochine1schen Gewässern auf- recht in balken. Der Ministervräsident Rouvier erinnerte in seiner Antwort daran, daß er in der Kammer vor kurzer Fit erkTärt habe, daß di: Regierung peinlich darauf achte, daß die ' eutralität den Kriegfübrenden gegenüber gewahrt werde. Er babe dieser Er- klärung nichts hinzuzufügen, wenn es nicht das sei, daß wiederholt den Behörden in Indochina formelle und genaue Bexeble gegeben worden seien, damit die absolute NeutralitätFrankreichs n den inbochinesisäxen Gewässern gesichert werde. Darauf wurde die Beratung des (Gefes- entwurfs über die Trennung der Kirche vom Staat fortgeseßt.
Chénebenoist, der UntersuchungSrichter für die Tam- buriniaffäre, hat vorgestern den angeblichen Mechaniker Meier, in dessen Hause zu Puteaux am 5. d. M. 8000 (He- webrpatronen beschlagnahmt worden waren, und der daraufhin verhaftet wurde, vorläufig wieder in Freiheit gesetzt.
. Baron K o mu r a Audienz.
' Rußland.
- ür die Mühewaltung während der“ 'e t *; Konéerenz fiir die Bedßxfnisse „der Lajn wigxst Yffmm industrie ist, wxe die "“„St. Petersburger Telegr_=A Ufts. . meidet, dem Vorsißenden, Miniier Witte und auengeMik“ gliedern der Konferenz der Dank des Kaisers ““
esprochen worden,. Die unter dem früheren Ministern Ynern Goremftn errichtete neue Konferenz, in des
aßnahmcn zur Festigung des bäuerlichen Grundbes' er qetroffen werden sollen, besteht aus drei ehn Wtqlie lies . darixnter befmdrn fich von der rüheren Konferenz'nm. d' Gehilfen des manz- und des ultuSministers, Wirkli "' Staatsrat Krit er und Geheimer Rat von Schwanehch“ kind noch drei in leßter Zeit häufig genannte Moskauer EFZ eute.
Vom 18. bis 21. d. M. tagte in St. Petersbur ' Stilie ein Kongreß von Vertretern der [MM Presse. Abwesend waren 140 Delegirrte, die 120 Zcitrmen und Zertschriften vertraten. Die St. etersburger Présse ZM durch _30, die Moskauer durch 6, die rovinzialpreffe dnrch 5a; und die baltische: Presse durch 6 Preßorgane vertreten. “as Haupter ebms des Kongressxs besteht in dem Zusammenschwß ' von 74 ?Preßorgancn zu einem Preßverband zu politischen Zwecken. _
In 'Bielostok erscboß gestern früh, derselben Agentur zu, folge, _em Unbekannter einen Kosaken. Der Aufseher Lines Polizcireviers wurde von drei Personen durch mehrercéchxzffe schwer verwundet.
Das Zollamt in Noworossijsk hat, wie „W, T_Ya- erfährt, die sqrgfältigstc Revision der dort eintreffen.)... Kisten m1t _1tronen und Apfelsinen angeordnet. Diese Maßnahme. [ durch den Verba t hervorgerufen, daß Bümben in Form dieser Früchte eingcührt wurden. Die Kauf- mannschaZt Habe iich deSwegen beim Senat über den Finanz- nnnister be chwert.
Infolge des Nusstands der EiLenbahnangesteUten ist in Jelisabetopol drr Eisenbabnbetrir ein estellt worden. Seit dem 16. d., M, _war die Stadt ohne PDF. Der Gouverneur stellte amtlich fert, daß der Ausstand emen rein wirtschaft. lichen Charakter trage.
Italien.
Im Senat legte am Donnerstag, wie „W. T. B.“ meidet, der Minister der öffentlichen Arbeiten den am Tage vorberyo. der Kammrr Jenebmigten Eisenbahngefeßentwiirf Vor. 521us... schlag des ._Uiinisterpräfikenten Fortis wurde der Entwurf für dringend erklart und Emm: besonderen Kommission überwiesen. Inder gestri'Jen Sißung wurde der Gcseßentwurf nach einer Ecklärungdx Mmtterprasidenten Fortis m der Faffmig dcr Deputiertcnkamnxex
mit 109 gegen 8 Stimmen, angenommen. Drr Senat vertagt. fis darauf auf unbestimmte Zeit.
Türkei.
Aus Konstantinopel meldet das Wiener „Telegr.-Korr; Burbank, die französische Botschaft sei amtlich davonver- ständigt worden, daß das Jrade, betreffend die in Frank- reich aufzunehmende Anleihe, promulgiert wordeniei
Dcr „Ageucr Harms“ wird aus Kanea (Kreta) gemeldet, dcr Oberkommisiar Prinz Georg babe vorgestern die Tagung der _Kammer eröffnet. Die Bevölkerung, die ' Mass zur Eröffnungsfeier berbeiqceilt sei, habe den Prinz mit Briéall begrüßt. In dcr Eröffnungswde habe der Ober komm: sar zunächst dieSchritte dargelegt, die er behufs Herbe'v führung der Vereinigung Kretas mit Griechenland bei den Garantie- mächien getan habe, und die Antworten dieser Mächte kund gxgeben. Dann habe er, unter Anspielung auf die von Tb- risw ausgegan ene Bcwcgung, gesagt, dur Revolten mit Waffengewalt ringe _ man Eroberer um achgcben, nicht aber Wohltäter. Werterhin habe der UZrinz Erklärt, er wrrde all; Reformen funktionieren, die ibm auf gescßlichem Wrgc unter- breitet werden würden. Bei der Abfahrt sei der Oberkommiffar mit sir'irmi1xhen Zurnfen begrüßt worden. Die Kammer habe daraux mit Stimmeneinheit unter allgemeinem Jabel eine Resolution angenommrn, in der die Vereinigung Kretas mit Griechenland votiert und der Priuz Georg, unter dem Ausdruck des absoluten Vertrauens_ der Kammer u ihm, gebeten wird, diesen Be1chluß den _Mä ten zu_ Übermitteln. Ferner fei be- schlosxen worden, daß das Vorstandsbureau der Kammer,
begleitet von allen Deputierten und den vornehmsten.
Bewohnern von Kanea, sich Zu den Konsuln der Mächte b?- geben_ und ihnen den Besch uß iiberreichen solle, In den Provrnzen Kretas wurden am Donnerstag Volkswersamux lungen abgehalten, in denen die Vereinigung Kretas_mü Griechenland proklamiert wurde. Die Deputierten leiit'c-„ten den Eid auf den Namen des Königs Georg und die hellennche Verfassung. Griecheuland.
Die Deputiertenkammex hat am 20. d. M., dem „W. T. V.“ zufolge, den ministeriellen Kandidaten Roma mti 141 Stimmen zum Präsidenten gewählt, währqyd auf den tbeotokistischen Kandidaten 46, auf den zaimnMck)en 17 Stimmen entfielen.
Amerika. „ Aus Washington berichtet das „Reutersche Bureau-
der japanische GeschäftsträFer &abte gestßm dxiinchKtrich-Z er 0 e u err , -
sekretär Taft eine Abschrift _ _ , Frankreich bezüglich der Beobachtun der Neutralitat [LWS des baltischen Geschwaders übermittet worden sei. Der KWL??? sekretär habe die Note dem Privatsekretär des Pra_l- denten ur Uebermittelung an diesen übergeben. D"“
ck [?diglkck) geschehen, um den Präsidenten zu informieren-
s . da die Note kein Vorgehen seitens Amerikas auf dtcsi'm biete erfordere.
Asien.
Wie die „St. PetersburJer Tele raphen-Axicntnr“ adus *
Peking erfährt, ist der russische GeandteLe sar„m Z Nacht zu gestern daselbst getorben. Der Prin Friedli“- Leo old von reußen wohnte heute dem rauergmt ?.F'Ésiüru .. . .
a ape e un er etattung ei.
_ Dieselbe Agentur meli) die ]apanischen Arme'en rückten na , Vt- ihnen her die Reiterei des Generals A iama. Dkk “nie wcgu_ng der Japaner nach Osten sei in der L' Patsiatsu-Tuangu-Ufanlu zum Stehen gekomwmsa.
* ' w1e_„ , Der Kaiser von Japan erteilte geftedrn, Mimik“
„Reutersche Bureau“ aus Tokio beriZetet, em
präsidenten Grafen Katsura und dem
den vertorbenen Gesandten in der russischen Gcsandt- "
et aus Godsiadan vom W-d-MZ.: Norden vok- "" :
inister des M“"
. ' e Ve " ung ordnet die Zurückbehaltung „GFKMJiÉschaiftß-Y, deren_ Schlußdienstzeit mit Memgächften Mon a_t a-b lä uft, m_ der Front der Territorial- dem-“ 11" Sie werden so lange zurückbehaltexi werden, als es e a ' F. Die Territorialarmee mird fur den Garnison-
Mdälick) i1'em Maße gebraucht
RMZ? FTZüverncur von Honqkon hat eine Bchannt- lassen, die sich ge en die Ausfu r von Kohle richtet, ck die von unkerkohle,_ deren Ausfuhr der
Hafenmeisters unterliegt. . _ sische Torpedobootsflottille mit dem edojäger „T k “, an dessen Bord sick) der Adm1ral To.?puidres befand, ist am Donnerstag nach Saigon Io“qukehrt. - Nach einer Meldung der „Agence avas“ "d Maßregeln getroffen worde„n,_ um den russischen rxuzer Diana“, der vor län erer Zeit in den Hafen vori Saigon '1üchket war, unbrauch ar zu machen. Das Schiff, dgs bé- cheparaturen vorgenommen at, muß die wesentlichsten
Texjifznseiner Maschine den französis en Marinebehörden über-
. geben. Afrika.
Der„TiMLs“ wird aus Tanger gemeldet, eine Abteilung .egjexnnqstruppen habe den _Sahald_istrikt, zw1schen _el risch imd Tanger, angegriffen, Dorfer verbrannt, Piel) „xtgen'ommen und eine Menge Menschen_ gesungen fortgrfuhrt. .)jes werde anderen Stammen Fiircht emfloßen_ und yiel zur Wiederherstellun der Ordxtung m „jenem Gebiete beitragen. m Süden wa se jcdock) _dte Anarchie wegen dex? Versuchs des WWW. Steuern einzuziehen und Reformen einzuführen.
Kunst "und Wissenschaft.
Die Menzel-Ausstellung in' der Königlichen Nationalgalerie. 111.
Das Kapitel der Friedrichsbildxr ist vielieicbtdas glanzVollste im ben Menzsls, wenn auch tm kunstlerischen Sinne nicht das un- dingt wertvollstr„ wenigstens soweit dies seine Tätigkßit auf dem eld der Oelmaierei angeht. Auffallend ist Menzels verbaltnismäßig ». rsame und zurückhaltende Betatigung 'a'uf dem (Gebiet der neueren sckjchte Preußens. An der Spitze freilich der,Darsiellungen dieser
. steht daß immer noch zu wenig gewürdigte Riefenwerk, die Dung König _Wilbelms [., in Königsberg gm 18. Oktober 1861. .sere Zcit ist fur die Beurteilung von Rebrasentationswkrfen nicbt .. tig; zu viel des Schlcchten,_ Leeren, Prunkbaften haben wir gesehen, .d schon das große Format ist einer (Generation von Kunstfreunden, 'e vor allrm das Intime im Kunstwerk sucht, un- myatbjsch. _Docb scho-n ein Vexrgleiä) mit ähnlichen Dar- [lungen genugt, um fur die!; Bild die richtige Distanz zu ndsn, ja selbst das Krönyiigöbild Napoleons ]. zei t, um wieviel
icbter dort durch die einseitige Betonung der Darsie ung der Haupt-
ion der Maler fick) die Suche gemacht bat. _Es ist möglich, an der and der buydertund ebjig “Skizzen die Entstehung dieses Werkes
. verioigen, ist doch elbst die Einlaßkarte noch Vorhanden, auf deren
iiuaiiondviawder Künstler den Standpunkt Vermerkt bat, yon dem
die Zeremdnie betrcxcbtete. Zwei Aquarellskizzen zeigen die Anlage Komposition,: die eiiie genau so, wie sicb der Vorgang abgespielt,
* audrre mit xener kleinen und einzigen künstlerischen Freiheit. die
eme! fich erlaizbt bat, dadurch. daß er die Ritter des Roten
(nordens mit ihren "roten Mänteln in den Vordergrund stellte.
lk Grundton des Genialdks ist somit ein warmes Rot geworden, und er [ur das Krönungsbild sich jenes virtuose Farbenspiel, das Flirren
:* Lichtes und Feine Wirkung auf das Durcbe nander von Uniformen, oldgcfttckten Fr'acken und Courroben gewünscht hätte, wie dies fich
'ien Hofbaiibildern zeigt, der bergißt, wie unerträglich unruhig das 1 dem „Riesenformat des, Bildes gewirkt hätte. Menzel, der "eritchkzitcbts weiiiger als ein Stilist war, hat dieSmal im alück- "stin Slime stilisiert. 'Und dabei jene Genauigkeit im einzelnen,
'.ikkuratese in der Wiedergabe der Trachten und Uniformen und eunerbittlicbe Wabrbettßliebe, über die so manche Hofdame sich zu
schweren batte! Nur selten kehrt die Gestalt Kaiser Wilhelms [. -n da ab _noch in seinen Bildern wikder: das eine Mal dem berubmten .Cercle', einem der wenigen Gemälde, die in
Aussteliung noch fehlten, deffen Uebersendung aber nachträglich noch ßxmgtisi, das andere Mal in der den Berlinern wohlbekannten „Abreise "_lkkr Wilbxlms zur Armee", in der ein Stimmungsbild gegeben ist,
ebenso die Erregung jener Tage schildert, wie es die markanten vven des Berliner Stra enlebens mit kühler Sachlichkeit wiedergibt. ligunendltchen Beliebt eit erfreuen sich bei dem größeren Publikum dWildcrungen der,?offesie, dichtgedrängt umstebt es die kleinen Bilder
„kUVfindet ,bei : rer Betrachtung fast dieselbe Befriediguna, als “'Mit es von ciner kleinen Musikantenlogc oder einem anderen sicheren eksSCkxaus den Vorgängen in Wirklichkeit zusehen. Hier wird Menzel
"1311116 gls Chrczniqueur gesrbäßt: wie er die Unbebilfliebkeit der (Hl knien im (Gedrange des Büfetts schildert oder die Schwierigkeit,
“.Glas, Messer, Gabel und dazu den Hut oder Helm in zwei Händen „klkslkkén, wie er Hofberren und Damen im intimen Gespräch über “. Esten Neuigkeiten der Gesellschaft zeigt, oder was er von der "iboder dem Cercle zii erzählen weiß, das ist doppelt interessant
* tx! xu börxn, der nichts beschönigt und alles sieht.
. tlx tm spateren Lebxn seine Freude am Detail wächst, das zeigen in [kch„zwei Werke, die von verschiedenem Werte sind. Das eine ti Eiseywalzwxrk. Der Katalog der Gemäldesammlung 'der ',YJigalerie enthalt eine ausführliche Beschreibung des Bildes, die ! „Ynstler selbst berrubrt und zeigt, wie genau er fich mit den "'kteenet] Vorgangen vertraut gemacht hat und, wenn dies nicht ite !) wurde die Éroße Zahl der Skizzen und Zeichnungen, die er im zu diesem tlde gemaeht bat, yon der mosaikartiaen Ent- WJ ch; („Ganzen Kunde geben. Es ist nicht unwabrscheinlich. daß
item Bilde durch jene Adresse für das fünfzi tjähri e Jubiläum 'kkstätijta Heckmann angeregt wurde, die ihn zum er? en Vßale derartige
e sen zu besuchen veranlaßte. Als das Eisenwalzwerk entstand, ilie waen seiner realistischen Art stark befeindet, und eines jener
Ueßn lätter, die in der Auswahl ihrer Abbildungen dem Kunstsinn M Za 11011 iucguäo 7 ibrer Leser Rechnung tra en müssen, nwiark wegen der Wiedergabe des Bildes angegri en. Heute ibm srbin ibm vergebens aÜcs das, was die frühere Generation
er soi len wollte. Weder Realiömus noch Idealismus finden wir, Künzst? noch gntisozial scheint es zu sein, [WWW von der Freude „. ers Lkiablt es an der Wiedergabe des enschen bei einer dlä'u 2 den Körber zu anderen Bewegungen nötigt, als es die
Fa ige Pose des Aktsaals ist.
., [de (Ludi “ÜL," größeren AUSsteÜun en der leßten Jahre erschien jenes ja die das 16 t auch in öffentli en Besitz übergegangen ist: die i?aischer ZKM erona. Verona war für Menzel das Endziel seiner
niann desen. er ist ivobl nie über diese Stadt binaußgekommen. eff dug erachtziger Jahre ist er dreimal dort gewesen, immer
tterrch dies Leben, das ier in der nördlicbxten Stadt Italiens des Öl)," fremder Einw rkunxzK geblieben it als in mancher as 5 udens. Es war eine iesenaufgabe, die er sich stellte,
P Utim- Dur einander des laßes schildern wollte, gegen das
Yer Stra enbilder-ivy ische Stilleben sind. Man könnte , abe esckprcéibungen von alledem machen, Was auf dem Bilde -- bemeisierr "Ubi nur das Wort kann die bunte Fülle des Bildes “Re nim "- ?ZÖ das Auge findet bei der Betrachtung des Werkes Leinwand“ rbii t. Zu viel wird hier gegeben, zentimeterweis muß - [„ bineina gefarbt werden, will man aues das entdecken, was dér «.. fceil ck hgsetarbeitet bat. Die Achtung vor der ewalti en Arbeit |
? ?bsn-aber doch nur einAchtungkerfo g. n anderer .
deutscher Meister, freilich ganz anderer Art, hat einmal eine ä nli e Szxne zu schildern versukht, viel primitiver aber doch mit grxßcrYn Gluck, Schwindin [einem „Ritter Curt“. Vielleicht lag das Geheimnis seines. Erfolges darin, _daß er uiiter Verzicht auf (!!!-25 Malerische sich lediglich mit der kolorterten Zeichn'ung begnügtt', Menzel wollte mehr gebZn und yermocbte doch nicht, die im Grunde einander feindlichen Machte, Maierei'mid Zeichnung, zu versöhnen.
Koxorisnscb, ist er wobl am intereffantesten in seinen Pasteüs. Das kleine Kabinett, dad Fast alle derartige Werke vereinigt, bietet fur seinenFarbenfinn die uberraschendsten Aufschlüsse. Wer Von den Friedri sbtldern kommt, wird erstaunt sein, bier einen ganz anderen und vie, eigenartigeren Kolonsten zu finden. Ob französischer Einfluß mitgewirkt bat, oder ob die Zeltsame Uebereinstimmung mit der Art Daumiers em Zufail ist, daruber wird wobl erst eine spätcrr Zeit entscheiden können. (Zs sind meist sehr einfache Sujets, die er fich außgewahlt bat, Manner und Frauen ruhig nebeneinandcrstebend oder im Gesbrach miteinander begriffen. Mit einer grdßcn Lebendig- keit der Z€ichnung verbindet sich bier eine äußerst gewählte Art der Farbengebung. Weit mehr feinst Neigmxg zum Er- za'hlen ebt „Menzel in den Adressen nach. Vor allem zeichnet cb diejenige Von 1866 dnrch ein Uebrrmaß des In- halts aus, wenn auch liebenswürdige Einfäkle wie die Verwirrung des Rathauditurms und der anmutig_e Kranz der Ebrenjungfcauen stets 'von nxuem erfreuen.. Der feststrbende Stil für eine Adresse niit ihrer eigenartigen Mischun don Persönlichem und Gkgkiistäkid- lichem, bon Allgememverstandli em urid Individurllem ist erst von Menzel gefundxn'worden. Die Adresse als Kunstwerk bat er ge- schaffen und 1191817281 dadurch don ibm getan, das zeigen bisher nur allzu deutlich Vergkeicbe mtt dcn im Hobenzollern- und Bismarck- museum aufbewahrten Huldigimgs- und Ergrbenbeitöadreffen. die in ihrer Mehrzahl den Wert einer_Ansicht_spostfarte nicht überschreiten. Ganz besbndrrs anmutig ist die Adreffe zur Mündigkeitserijärung Kaiser, Friedrichs_vom Jahre 1849, in der auch eine weise Beschrän- kung ni der Lust „am Erzablcn sich zeigt; weniger gelingen Menzel stßts die alicgorijcben Gestalten, namentlich wenn es Weibliche Figuren sind., Eine Aufgabe, die nur einem Menzel gestellt werden onntc', war die Herstellung jenes Albums, das der Kaiserin Alsxankra von Rußland zum Geschenk gemacht wurde. Es solite an das im Jahre 1829 gegebene Fest der weißen Rosa Erinnern, fünfundzwanzig Jahre lagen zwischen jenxm Fest und der Entstrbmig des Albums, zu dessen AuSarbeitung es emrs Rekonstruktionstalentcs bedurfte, das nur Menzel in diesern Maße besaß. Unmittklbarer sprechen aber doch zum Beschaurr die Blätter des Kinderalbums, dieses wertvollsten Besitzes der Nationalgalerie. Die barmlosen, cinfacbrn Szenen, die Freude des_ Kunstlers an ihrer Wiedergabe, ,die Liebe zum Kleinen und Unsckxembaren wrrderi noch lange don Menzels (Genie Zrngnis ablegen,_sxvenn_ manche historische Komposition schon in Vkrgeffcnbeit geraten i .
In uqübersebbarer Fülle breiten sich die Zeichnungen und Skizzen aud. Zu ihrer Betrachtuna bedarf es bor aliem deffen, was dcn meistcn Besuchern der Aussteliung fehlt, der Ruhe und vöÜigen Hin- gabe (zn das GLbotene; Da sind die Zeichnungen aus seiner Früh- zeit, femr, klare „Strichzricbnungen, ostals ob sie mit deu1Holbcinfchrn Silberstift g_cz€ichnet _warrn, _und gern wählt der Künstler sich Problkwe, wie z. B; die Gerüste an einrm Nkubau, in denen das Diircbemander “cer Linien schwere Anfmderungen an die Klarheit des Blicks stelxt. Ganz anderer Art sind sicher die virtuosen- baiten Viatter der leßtan Jahre. Manche Zeichnung sch€int lediglich mit dem Wischer hergestellt zu sein, und nacbträlicb erst sind mxt bartrm Stift die Dxtails bineingezeichnet; es find underwerke der Technik, wenn auch oft von Liner Eiseskältx der Auffassung. Dann kommt die lange Reihe der Skizzen, die auf eine zusammengeknickte Einladung zurxi Hofbaü fluchttg hingeworfen sind, stets geistreich, oft bosjbaft imd immer pon größter Sachlichkeit. Blättert man in den Skizzenbucbern, so _gibt es kauxn einen Gegenstand, der nicht durch Yienzels Hand festgehalten iit. In einem drr Bücher ist mit Angabe des Waxwegrades und der Dauer die Absicht d'erxnerkY _ ein wedizinncbes Bad zu nehmen; blättert man einiggC-Etten weiter, i_o findet man das Innere einer Badezrlle und alle die Röhren_ und Habtxe, die 'an drn Wannen befestigt sind; also auch ddrt berlzkß „ibn ]ein Zeichenstift nicht. Selbst absioßende Gegenstande, wic die,Bergung einer Wafferleiche, derscbmäht er nicht sewexn Skizzenbucl) cmzuderleiben. In den Masern wandert er von Vitrine zu Vitrine, und wieder wird das, was ssiue Aufmerksamkeit re:zt,festgek)a1ten. Sorgsam wurde (11163 von ihm srinen Mappen cindkrle'ibt, in denrn, nach Grgenständcn grordnet, die Blätter lagkn.
Man hat oft“ gefragt, wclchem chcke dies? Unzahl Blätter dientcn, von denen nur ein kleinerer Teil für seine größrren Werke vrrwertet wurde. Er selbst hqt es bescbciden .exerzieren“ gknannt. Und doch ist das, was [h_m imwrr wieder den Stift in die Hand drückte, (?tWaI anderes als dada dgiicbcr UrbUUJSLifer gewesen, (I war die Lrebe zur sichtbaren Welt, die Freude am Leben mit ssinen großen und kleincn Dinzcn. _“_ §.-11.
4.11". In der letzten Sitzung der Gesellschaft für Anthro- pologie wurde u. a. das letzte WS_kk, Adolf Bastians „Dic Lc[)re vom Denken“ borgelrgt, das soeben eqxbienen, aber [rider unvollendet ist. Da der Gelehrte noch in chn setzten Wochen Vor seinem Tode an dem Werk grarbeitet bat, so ist zu hoffen, daß sich unter seinem literarischen Nachlaß der Text des dem Verleger in AuSsicht gestellten Schlußbeftes voanden wird.
Den ersten. ortra des Abends hielt Dr. M. Blanckenborn über Feuersteinarteigakte aus Palästina. Als die Jsraxliten um 1250 aus Aegypten in Kanaan einwandcrten, brachten fie das den Bewvbnern des Landes noch unbekannte Eisen mit. Etwa 800 Jahre früher mag in Syrien die Bronze bekannt geworden sein, und wobl bis 5000 hinauf erstreckt sich die jün?ste Yeolitbiscbr) Periode der Steinzeit, während sich die weiteresteinzeit1_che ' orgescbichte im Dunkel der Zeiten Verliert und ka_um ' eitangabcnzulaßt. So viel aber dürite unabweisbar sein, daß diejer Oden, mit Außnabme vielleicht des südwestlichen Küstenstricbes, der noch dom Meere überflutet war, seit dsr Diluvialzeit trockenes Land und bei joinem Klima aller Wabrschrinlicbkeit nach auch bewohnt war. Spricht hiernach schon die Vermutung dafür, das;" sich Erinnerungen an die steinzeitlichen Bewobyer in Palästina finden müffen, so ergibt die Forschung tatsachlich einen großen Reich- tum an Feuersteinartefakten. Sie gehören glisn drei Klassen an. in welche man diese frühesten qugniffe von Menschen unter dsr wobl zutreffenden Voraus]? ung eingeteilt bat,
daß in der ältesten Steinzeit der „Feuer tein benuyt wurde, wie ibn die Natur bot, daß seine ungefabre Anpassung an' den Ge- brauch dann einen Kulturfortfcbriit bedeutete und endlich.die klar er- kennbare Absicht der Formgebung als das Wahrzeichen der fori- gefchrittensten Epoche der Steinzeit gelten darf. Ob ch diese immerhin etwas willkürliche Einteilung der ersichtlich von enscben- band benutzten Feuersteine in Eolitbc, Palaolitbe und Nkolitbe wird halten lassen, dünkt dem _Vortragexiden fraßlich. Mangels besserer Klassifikation aber akzsptiert er sie und ol ert aus der Auffindung der einen oder der anderen oder mehrerer die?“ Kategorien von Feuersteinartefakten, welcbe Gegenden des Landes älteste bezw. dauernde, welche jüngere bezw. unterbrochenr Besiedelung exfabrkn haben. Das änzlicbe Fehlen der Eoiitbe an der Meeresküste und in der Südwciztecke alastinas ist Dr. Blankenhorn z. B. eine Be- stätigung der geologi chen Folgerung, daß dad Meer sich in älterkn Tagen des Diluviums bis tie? in das Land bmcinerstrcckte. während das gleichzeitige, reichliche Vorkommen aller drei oder wenigstens der leßten briden Arten von Feuerstein eräten auf dem Hochplateau und im Mündungßgebiet des Jordan ür das unauSgescßte Bewobnt- skin dieser Gebiete in langen Räumen - der Strinzeit Zeugnis ablegt. Kein Zweifel, dies Mittel der Urgeschichtswrschung isi probat und einwandfrei, sofern auch die Beurteilung der als Artefakte an- gesprochenen Feuersteine auf Grund sicherer Kriterien erfolgen kann, was aber besonders für die Colitbe sehr schwer ist. Dchoitragende unter-
warf eine große Anzahl von ihm und (i_nderen in bersckkiedenen T-ilcn des Landes gesammelte: Feuersteinartesakte dem Uriel der Am ro- pologen, und es schien, aus der kurzen sich anschließenden Diskus on
„xu schließen, daß man diese angeblich als Schaber, Messer, Bohrer, -
Pin_emen, Sagen benußten Feurrfteine zustimmend als das erkannte, wofur der Vorxragende sie bezeichnete. Erklärlicherweise sehr häufig finden sich Sterzie, die iar Zusammenseßunq einer Feuersteinsichel ge- dient haben mogen. Solcher Geräte ach ägyptischen Gräbern brsist das Museixm mehrere; sie bestehen aus zwei sichelförmchu, gerzau aufeinander „passenden, mit Handgriff versehenen Hölzern, zwrscben denen_ die Feuersteine, eine fortlaufende balbkmis- förmige Schneide bikdend, eingeklemmt sind. Zwei vorgkleate Sicheln dieser Art aus _deii Museumsbeständen machen es wahrscheinlich, daß das Gerat ,tn dieser Form ante Dienste béiuc Gras; und Getreid'eschneidxn' geieistet hat. Im allgemeinen sind die eolittbis'ckoen Funde in Palastma erbeb1ich srltener als die baläo- !!Tid neolithischen. Der Vortragende schließt daraus, daß in der älte'i1.-n Periode des Diluviums, die mindestens noch Vulkaniscbe (basaltisckye) Etuvtwncri sal), 11251171. nicht auch noch eine scbwcre EiSzeit. ...s denen in ganz Syrirn dem Mensch nicht sehr Verlockend ("i- schiencn sem "msa'q ,und daßer sich Jnnrrarabien oder Libyen do.“..ég. Von dsr Palaoiitbifchen Zeit, wahrscheinlich gleichzeitig mit un'..-«*r leisten Jiitrrglaxtalzsit und [eizten Einrit, fiiidéil fich dagrgrn v.:is Spuren, dt? altrstxn bei Jericho, die iüngrrxn an der Kii... Ndsborn, Bison, Bar, Hirxch, Zi? 8, Scbwrin und Pferd, ailch (B.. reiche Wagdfaiiiia waren Zeitgenofiien dieier Periode", die YZÉUWLUL: abkr muyicn Fiammbalen gewesen sein. In drr ältesten ULVliti'i'itÜi'K Prrwde, xenseits 5600 vor Cbristo, und sich vielleicht bis 10 000 .".“- strcckend, bCitand iZUSlfI'TöPfLréi, abc'r obnr TödWrsisMibr. Erk. ri.“ ]ungcrc Zieolitbricbr PEUOk-S brachte Ackerbau, Vicbzucbt, WOHUUTU' ... und Hobienwobmwgkn, srlbst Strinbau, und neben Feuérizkxi- gxrateri auch Gerate aus Knochen. Schaft:, Rindér, (“T". Z, LZchweitie warrn b€r€its an dk" Mixnscbcn aewöbnts H...;- tierc', die Leichen wurden bsrbrannt, mrgalübiicbe Denkmälrr, ["We .Mi-nbirs“ genannt, den keltiscbcn Dolmen äbnliä), Wurden ..?.- scheinrnd u1anchkn Tdten aesexzt. Dir Bevölkerung gehörte rim'r "'-:.. Gritali großen, kraftmen Mmjcbenraffe an, ker borsemiiiscben (Fnrwn und RepbauwMZn diesrr Zeit erfolgtcn wohl auch die ersten Sr.“... „.,.. grundungr'n: Yidon„Tbriis, Jaffa, Damaskus. Dir Vronzszcik i»)- zetcbnxt dl? doristarlittsche Zeit -- Kannnäer, Hrtbiter und jene Eliai '.)l und chbaim, 'wciäye Ert durch die Israsliien Vollständig Vsrdrä..it wurdrn, Aus die'ssr Zeit stammen brbaiiené Steinsänlen und WUK. ]. von Tcmpeln. Cs wurdexx noch Meuscbmwpfsr gebracht. Dkk ." .*Ä- tragende [chl'oß rnit der Aufforderung. di'r Fsuersirinartefakien-Forscktx: *.*, uberall die tbr Mbubrknde Aufmerkkamkeit znzuwxndrn.
Es_sprach Upter Brglkitung don Lichtbiidern iioch Dr. W. L- mann aber .Die: im Kiiidbett gestorben?" 'Frau-„'n unk - i:; Götter dcr Lust in der mexikanischen Mythologie“. “..“";5 dem V0_rtrage ging bcrvdr, daß das fcbwierigr Problem dcr msritz- i- schex1 Btlderscbriit auf dgm Wege zu 1einsr Lbsunq bestäxdigézis-k- schnitt! macht, aber zugixicb immer kraus-xre VorsteÜungxn entiii!!i, iwwer schwerer zu 'derjtebcnde Gedankaiw.rbindmigcn, in di.- *.*-T bmemzudrnkrn zuweilcn kaum möglich ist, béispiclswsii. Apbrtracht box“. Brziebungen der im Tbcma des Vortra... & zeichnrtrn Art., Aus drm Mitt€iiungen deI Vortragcndsn .; als don ailgemcwsm Intcrcffr hervvr, daß kamm ein Zwriici ::.-'.. mehr zUlaisia ist, daß dic Urcinvabner AtmrtkaI, im bsiond: Aztekrn und Maya, in vorkolumbi1cbrr Z.:it die Syphilis kam.: ,., als,e1ne Krankheit, die sie Tepko namitrn, fürchteten Und mit dcr “;.? zwei ibrrr zahlreichen Gottbriten x_in Bsziebiwg bracht-Jn; den 001: dcr Krankheit verkrümmten Gott Kkßakobuatl Ulid den als P.:mn der Aerzte, Hrbammen und der ,Schwéßbänirr' gsdacbten Sebold: ! Beiden fanden die Spanirr 1519 zahlreich: Trmpcl ririchtet.
Theater und Musik.
Lustspielhaus.
Im Lusiipieibause wurde am DonnerÖtazi „Dcr Prix»!- jungs', Versspiel in einem Akt Von Hans L'Arronge, 6111531 Solms des bskanntcn Lnstspirldicbters Adolf L"“Ilrrongr, zum xxx,;i Male aufg-zfübrt. Dcr harmlose Einaktcr, desen Reime ganz biix'i) und uriiiezwungen _klangen, ist eigentlich nur dir leichtgxscbiixzi? Exposition zu einem Theaterstück. Dcr Vorhang fällt ,...-5 undermutLt, ebe: (5 zu einer wirklicbkn Handinng gekommcn i":. Er und STL -- Name'n gibt das PLriOUNUWTZSiiÜkÜI nicht am » [i'bcn in unbefriedigter Ebb, keien Di'nck ÖSiOUÖSkÖ dem weiblicbcn Teil e*tnpfunden wird. Dir jungr Fran kommt "!*.-xi dem Maine, der für einen Dichter gebalécn wrrdrn will, drm (ii't'r das Versemnrhrn wegen änßrrcr SLÖXUUJSU, wic T1"Pdichkioi*r:z. Kinderlärm imd dérgletckxrn, msistrns mißrät, CilisÖii'Vi'n zukurz. Z,..r Gatte ziebt'sic für ailes, was ibm nicht recht ist, zur Verantwdxmxzi - 11c_ist skin Prügeljungr, Wenn sie sich €imnal wrbit, kommt zn Reibungen. Es wurdr flott gribielt, besonders zeichnet“: s1ch3:')-"...i.r Mallingrr, ais die itiibefrirdigte junge FWU, aus. Da? Pnblxiwn nahm das barmlose kleine Stück freundlich Ulf. Iaffés .Au'
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Fsmi'xrx'“ und Wicds bnnwrvvlles Stücklkin „Eins Abrsrhnimg“ crgänztcu ?:xn Einakirrabcnd.
Im Königlichen Obernbausr wird nwr-ch „Der Rd:x.x1d Von Berlin“ gcgebxii, dis Herren Grüning (Hrmiina). Bacbtnaxin (Ratbetwrv), Knüpscr (Kurfürst) und Fräulein Bxxrcixcirdt “cbm -;“*-.*,i- tbrater in Schwerin (Elsbctb) sidd Trägrr dcr Haiipirollen. *.):m zweiten Feiertag gebrn ais Nachtititiagddiwstküoina (“Zi.ifang 24 7.1.22“) .Hänsrl und (55retxl' Und das Ballett „Dic Pupbrnie'e“ iii der bekannten Besetzung in Szene; Abrnks wird (&.-Humpcrdincks ko:11i'che Oper ,Die Herrat widrr Wiltsn“ mit den Damkn Dcstinn, Herw.., dcn Herrc'n Philipp und Hosswann in dr" Hauptrolirn WidetU'it. Am Dirnstag findet eine Aufführung von ,Migiwn" mit Fräixi-x'... Farrar in der Tiielrollc statt.
' Der Spielplan „des Königlichen Schauspielbauses ii": mir die Oiiélfi'ikrtaße, wre folgt, festgeWZt: morgen: „„Prinz Fkiédlich!1"!i Domburg“; Montag: „Götz von Berüchiugeu“; Dienstag; .Sktn'io',“ und „Demetrius'. . _
“ JmNeuen KönialichrnOpei-ntbeatrr wird morgen „Fawj' (Anfang 7 Uhr) und Montag „Doktor KlauS' gkgeben.
Im Deutschen Theater weiden als NachwittagIdorstkUm..." morgen „Dre Brüder Von St. Bernhard“, am Montag „Heidcii“ und am nachsten Sonntag „Faust“ (1. Teil) gegeben. Als Abk.:?- Vorsteüung wird morgrn „Faust“ (1. Teil), am Montag, Dirnrws, Donnerstag. Sonpabend nnd nächsten Sonntag „Dc'r Pridatdoz:r-t*, am Mittwoch „Wilhelm TSU“ und am Frcitag die Komödic „Heikcn' aufgrfübit. '
JmBerltnchbeater wird morgen (zum erstenmal) sowis am Montag, Mittwoch, Freitag und näch1t€n Sonntag, Abends chxr von Zobcltitz' fünfaktiges Schauspiel .Die eiserne Krone" a.tigejükyit. Am Dienstagnackymittag wird „Ein Teufelskcrl', Abends „W:;ls dem, der lügti', am Donnerstag „Zapfenstieich“ und Sonn.".l«.';:d .Der Vater“ gegxben. Die? nächste Aufführung bon .Alt-Heideli»...x“ findet am 5. Mai statt.
Das Lessingtbeater hat für nächste Woche folgenden Sbésl- plan autgestcut: morgen nachmittag: .Roscnmontag', Abmdö: ,Drmetnuö'; Montagnachmittag: „Rose Bernd“, Abxnds: ,El...»*; an allen übrigen Abenden nächster Woche einschließlich des näri'x'i- folgenden Sonntagabends gebt .Elga“ in Szene. Als *)kachmitia,.s- vorsteüung bringt der nächstfolgende Sonntag .,Monua Vanna“.
Jm Schillertheater (). (Waünertbeater) wird mor en, N...];- mittags „(*Iyges und sein Rina“, Abends „Fuhrmann -H€n?chk[* .:.... geführt. Die ebbelsche Tragödie .Gygks imd icin Ring“ wird *...-cb am Montagna mittag sowie am Freitext, Sonmbeud nnd näcbilOil Sdnntagabend wiederholt. Am zweitcn Osteria..c WWW und am Mittwoch geben „Augen rechts!“ und .Di? sittliche Forderun." m Szene. Am „Dienstag wird „Wallensteins Lager“ in Berbi-dnng m_tt dcn ,Ptccolomini“, Donn-rstag „Meine Schwicgsrtockztcr', nachsten Sonata nachmittag „Willensteins Tod" abgeben. - Das Schillertxeatcr U. (Friidricb Wilbelinst. Tbeater) brinx-t morgen nachmittag .Jphigenie auf Tamiéz', Abcuds „Ängkn rechts!“
und .Die sittliche Forderung; die legt eiiaxmte Vorstellung wird auch Donnerstag und Sonnabend wiederßolt. Am Montagnackpmittag
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