1884 / 215 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 12 Sep 1884 18:00:01 GMT) scan diff

Verlag von Waldemar Urban zu Leipzi kürzlich wiederum mehrere Hefte, Heft 7, 8 u, 9, erschienen. DieZelben umfaffen die 2. Hälfte des Buchstaben (1, den Buchstaben 11. vollständig und den Anfang des Buchstaben .)., führen den Text von „Gotischec Baustil“ bis zu ._Jambiscbes Vchmaß“ Fort und enthalten eine Menge theils langerer, theils kürzerer, mterefianter und lehrreicher, das deutsche Alterthum und seine verschiedenen " Verhältnisse und ustände betreffender Ariikrl. Wir . beschranken uns daran , auf die längeren Artthl: Gottscher Baustil, Götter der (Her- manen, Gottesurtbetl . Gudrun, Handfeuerwaffen, Heerwesen, Leiligenverebrung, „Heldensage, Hexen und Hexenprozeffe, Höfiscbe

icbtung, Holzarchitektux, Holzscbnetdekunst hinzuweisen. Außerdem befinden sich in den vorliegenden Heften als Illustrationen u. a. die Abbildungen des Innern, des Straßburger Münsters, des Innern von St. Stephan in Wien, der Barbarakircbe in Kuttenbcrg. der Wimperge vom Kölner Dom, des Brauttbors zu St. Sebald in Nürnherg, des_Ratbhauscs zu Brüffel, ein Bild aus dem Hortulus Delicrarum, die Abbildungen zweier Grabsteine aus dem Ende des 14. Jahrhunderts, der Kirche zu Hitterdal, des _Wedekindsrben Hauses, cines gesckoyißten Ornamenis von einem Hume in Höxter 1642 und von niedersachfischr Holzarcbitektur um 1550-1570.

_ Das Pracktwerk Prinz Friedrich Carl im Morgen- lande (Frankfurt a. O., Trowissck) und Sohn, Königliche Hofbuch- banlnng) ist um eine neue Lieferung vorgeschritten, in welchem die Reise Sr. Königlichen Hoheit im Grlobten Lande in fesselnder Weise bc- schrieben wird. Unter den trefflicben Illustrationen dieses Hrfts zeichnet sich besonders „auf der Straße von Iafa nach Jerusalem" durch Stimmung aus.

Gewerbe und Handel.

Nach amtlicher Bekanntmachung ist in deux Konkurs: des Kauf- manns .O. van Borkhoven zu Abo der Prufungstermin auf den 15. November 1). J, Vormiixags, vor dem Ratbhausgericht zn Abo festgesetzt wvrdcn. _

_ Vom Oberscblciischen Stcinkoblenmarkt meldet die „Sfblks. Ztg.“: Mit_dem Eintritt des 1. September hat fich der Kohlenverkeer weseu'tltch zum Besseren gkw-xndct; aÜe Gruben sind mit BesteUungen reichlich , verseberz. namentlich haben die Zucker- fabriken angefangen, reich11che Bezüge zu machen. Stück- und Nuß- i'ohlen erster Sorte fixiden sebr flotten Absatz und sind die Bestände in dirscn beiden SorUmenten fast gänzlich geräumt. Da fich bereits bi?! und da Wagerimariael fühlbar macht und die Zuckerfabriken in r*.ärbster Zcit mti 11)ko Rübentransportrn beginnen Werden, so dürfte bci erhöhtem Bedarf die rcgzlmäßige Abfuhr noch Schwie- rigksiten begegnen, zumal auch dirjknigen Stationen, Welchen der nruc Tarif gegen früher große Vortheile gebracht hat, gar keine Lager hin- grlcgt haben. _ Auch auf den Gruben des östlichen Revicrs wer- blieb die Nachfrage angercgier, so das; dieselben außer ihrem Absay auf dem Wafsrrwege crhebltchcre Posten der Bahn zu rerfrachten 5011211. _ Für Ko'kes und Kok-Zreiprodukte zeigt fick) gleichfaUs nacb- baitiger Begebr bei sehr g_ermgen, meist in Kleinkoks vorhandenen Bestanden; 0110) hier herr1cht eine durchaus zuvrrfichtliche Stimmung bei festen Preisen.

Breslau, 12. September. (W. T. B.) Nach dem Berichte der „Schlei. Zeitung" nehmsn die Bestände des Roheisrns zu, da die Hrchöfen_in Folge der zu hohen Preise für Eisenrrz, Kohlen u-xd Kokcs nicht 111 der Lage find, Preiskonzesfionen zu bewilligen. Der ETPOTWSkkEhk ruht voUständtg; die Tr:.drnz “ist abwartend, die Preise find unvrrandcrt. Dic Walzerke erstrebkn die Herstellung einrr bcffercn Qualitat und die Erzeugung von Qnalijätblechen, die lange Zeit einen guien_Expor1markt gefunden haben; Walzeiscnpreise Waren isst und unverandert. _Dtc Zinkbestände nahmen im letzten Quartal ab, trotzdem WähkLUd deffclben cin PreiSrückgang stattfand, wxil einzelne Produzenten die älteren Bestände biÜiger abgaben. Die Jmkfarbrnfabrrkrn smd gut beschäftigt, troßdem durchschnittlich eine Zinküberprodukrwn stattfindet.

Nürnberg, 9. September. (Hopfenmarktbericht von Leopold Held.) Der Mgrkt War gestern sebr belrbt, es wurden an 1000 Ballen zu gleichen Preisen umgesetzt. Heute mögen dem Markte ca. 250023011811 Landhopfen und 300 Ballen andere Syrien pr. Bahn zugefiihrt wwrden sein. Das Geschäft rvar sebr lebhaft, namentlich haben (Exporteurßgroße Posian übernommen. Bis Mittag konnte in Folrikdeffen dre ggnze Zufuhr leicht verkauft werden, wobei Preise ohne Verandsruna blieben. Die Tendenz ist eine feste. Die Noti- rungen lauten: Markthopfen Prima 85_90 „74, do. mittel 72-78 „44, do. geringe 68-70 „44, Gebirgshopfen 95-110 „46, Aischgründer 100_115 «M, badische, württemberaer, Hallertauer 105-125 «44.

London, 11. Septembrr. (W.T.B.) Beider gestrigen Wols- auktion waren Preijr unW'ÜUdert.

Bradford, 11. Septcmber. (W. T. B.) Wolle fest, unMrandert, Garne rUbig, Stoffe unbelebt.

Verkehrs-Anftalten.

Bremen, 12. September. (W. T. B.) Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd .Elbe' ist gestern früh 1 Uhr in

Southampton ringetroffen.

Hamburg, 11. September. (W. T. B.) Der Post- dampfer .Bobemia' der Hamburg-Amerikanistben Packetfabrt-Aktiengesel[schaft ist heute Morgen 5 Uhr in Dover eingetroffen. cx."

Triest, 11. September. (W. T. V.) Der Lloyddamvfer „Aglaja' ift heute Mittag aus Konstantinopel hier eingetroffen.

Sanitätswesen nud Quarantäuewesen.

Trieist, 11. September. (W. T. B.) Die Seebebörde hat für die Provenienzen aus svanis_chen Mittelmeerbäfen, falls sicb bei der Ueberfabrt keine verdacbtigen Erkrankungen gezeigt haben, eine 10tägige Observation, im anderen Falle eine 20tägige Observajion angeordnet.

Bern, 11. September. (W. T. B.) Mit dem heutigen Tage hat die Desinfektion der nach Italien gebenden Waaren auf den Stationen Chiasso und Luino aufgehört.

Berlin, 12. September 1884.

Auf dem Allgemeinen Vereinstag der auf Selbst- bülfe beruhenden deutschen Erwerbs- und Wirth- schafts-Genossenschaftcn zu Weimar erstattete am 11. d. M. der Anwalt der deuiscben (Genossenschaften, Abg. Schenck (Berlin), den Jahresbericht. Nach demselben haben die deutsÖen Genossen- schaften auch im verfloffenen Jahre an Zahl und an Ausdehnung der Geschäfte zugenommen. Die Zahl der der Anwaltschaft bekannt gr- wordeneu deutsckoen Genossenschaften beträgt 3688 gegen 3485 im Vor- jahre. Ur.ter der ersteren Zahl figuriren 1910 K'rediigenoffenscbaften, 1070 Genossenschaften in einzelnen Crwerszweigev, 675 Konsum- vereine und 33 Baugenoffrn1chaften. Dic Gcsammtzabl der im Deutschen Reiche bestehenden Erwerbs- und Wirtbschaftsrienoffen- schaften auf dem Systeme von Srbulze-Delißscb darf auf mindestens 3700 angesckylagen werden, da neu gegründete Vereine der Anwalt- schaft crst nach längerer Zeit bekannt zu Werden pflegen. Die Zahl der Mitglieder dieser 3700 Genossenschaften wird mit 1200000 nich! zu hoch angegeben und ihre gesammten gcschäftlicbm Leistungrn dür- fen nacb mäßigem Anschlage auf mrbr als 2000 Millionen Mark, das gesammte Betriebskapital auf 650 Millionen Mark. das eigene Kapital an GrsckyäftSantbxeilrn und Reserven auf 200 MiÜionen Mark und das fremde Kaviial auf 450 Miilionen Mark geschäyt Werden. In diesen Zahlen find die nach dem System Raiffeisen ge- gründctén ländlichen Darlehnskaffen und eine bedeutende Anzahl Wei- terer, ]andwirtbscbaftlicben ZWLcken diencnder Genossenschaften nicht mit inbegriffen. Die Zahl dieser leytrren Genossenschaften wird etwa 800 betragen. In den letzten Jahren find viele neue landwirtb- schaftliche Genossenschaften entstanden. Unter den Fortschritten der deutschen Genoffenschaftsbewegung im derfwffencn Jahre ist ganz be- sonders die Durchführung der VerbandSrrvisionen zu vcrzeicbnrn. Die Zahl der Untrr- oder Landcsverbände_ beträgt gegenwärtig 33. Von den Vorschußvereincn sind im verflosiencn Jahre 34 eingegangen, da- gegen sind 69 neue entstanden. Die neuen Vereins konstituirensicb cht in der Regel sofort als „eingetragene Gewoffenscbaften“ ; aber auch unter den älteren wcrdrndic nichteinge1ragencn Gcnoffexffcbafien imwer seltener.

Eine lange lebhafte Debatte veranlaßte zunächst folgrnderAntrag des Anrvalts:

„Zn Erwägung, daß die rasche und erfreuliche Entwickelung der Verbaridsrcvifionen besondere Anweisungen für die Revisoren über Umfang und Art der vorzunehmenden Revifionrn in «Urn zum All- aemeinen Verbande gehörigen Unterverbändrn nothwendig gemacht hat, empfiehlt der Vereinstag den Untcherbändan:

solche Anweisungen, soweit dies noch nicht geschehen, aufzusteürn und denselben die nach dem Beschluffe des vorjahrmen Vereins- tagrs, unter Bemaßung der in dsn Unterwerbänden bereits einge- führten Bestimmungen und unter Vrachiung der gemachten Erfah- rungen, die von dcm Anwalte zusammcngcsteUte Instruktion zu berückücbiigen."

Der Antrag wurde schließlich mit großc'r Majorität acceptirt. _ Direktor Pröbst (Münrben) befürwortete hierauf folgenden Antrag des bayerischen Genoffenschaft§verbandrs, der schließlich fast ein- ftimmia zur Annahme gelangte: _

„Dcr Vereinstag wvl1e die AnwalUcdait Veranlaffen:

daß sie die Frage einer Fürsorge für durch Alter oder Krankbrit dienstunfähig gewvrdcne Beamte und fiir die Hinierblicbcncn vcr- storbener Beamter der Deutschen Erwerbs- und Wirtbschaits- genossenscbaftcn (sei es durch Gründung einer cigenrn PensiOnskaffe oder durch Vrrbindung mit einer dcr bestrhrndcn größeren Ver- ficbrrungsanstalten. unter Erzielung besonderer Begünstigungen und uuier Gewährung mäßiger Zuschüsse von Säiten der Vereine) aufs Neue in Angriff nimmt, alsbald die aÜseiiige Erörterung dieser Frage in den Blättern für GenoffenstbastsMsen eröffnet, :die nothwendigcn staiistisckyen und sonstigen Erhebungen pflegt und das möglichst er- stböpfend gefammrlje Material dann so rechtzeitig den Unterrer-

bänden überweist, daß diese den Gegenstand gehörig vorbereitet auf ihren nächftjabriaen Verbandstaien inEgesammt behandeln können und so eine endaültige Beschlußfaffunq auf dem Allgemeinen Ver- einstage des Jahres 1885 möglich wird."

Eine längere Debatte veranlaßte noch folgender Antrag des engeren Ausschusses, der schließlich ebenfalls mit übergroßer Mehrheit angenommen wurde: „Der Vereinstag empfiehlt den Vereinen: in die Statuten die Bestimmung aufzunehmen, daß das Ausscheiden aus dem Vereine nur am Ende des Rechnungsjabres, nacb rechtzeitiger schriftlichcr Aufkündigung bei dem Vorstande, erfolaen kann und daß die Kündigun mindestens 4 Monate vor dem Schlusse des Rech- nungSjabres er olgen muß.“

Magdeburg, 11. Septrmber. (W. T. B.) Die von dem biefigen landwirtbsckpaftlicben Verein veranstaltete Aus- st ellun g von Getreide aller Art, Zuckerrüben und Wurzelgewächsen, verbundexi mit eincr Autsttllung und Konkurrenz von Reinigungs- maschinen für Getreide ist heute Vormittag in Anwesenheit der Spitzen der Behörden eröffnet wvrden. Unter den aquestellten gus- ländiscben Gegenständen befindet sich u. A. eine Kollektion der Korsar- licben Agrikulturschule in Bahia.

Wiesbaden, 11. September. (W. T. B.) In der heutigen Sißung der Hauptversammlung des Gustav-Adolf-Vereins rr- stattete Hofprediger 1)r. Roggr (Potsdam) ausführlichen Bericht über die Verbältniffe in den für die große LiebeSgabe im Betrage von ca. 17500 „74 vorgeschlageren drei Gemeindcn Camberg, Rosenbain und Weißbriacb. Die Verjammlung beschloß, die große Liebesgabe der Gcmeinde Wrißbriacb (Kärntben) zuzuwenden. Die Einladuxg der evangelischen Grmrinde und der städtischen Verjrctung in Rrirben- berg (Böhmen). daß der Gustav-Adolf-Verein die nächstjäbrige Ver- sammlurig in Reichenbrrg abhalten möge, wurde angenommen.

Würzburg, 11. September, (W. T. B) Der 17. deuiscbe Juristentag wurde heute von de'm SenatO-Präfidenien drs deut- schen Rt'ickxsßklichtk, 131. DrechSler, eiöffnet und von dem Ehren- präsidenten, Minister 131". Fokusilc, im Auftrage des Königs von Bayern Warm begrüßt. Es sind etwa 380 Tbeilnebmcr, darunter viel? Ocfterrricber, anwesend. Prof. Gnrist wurde zum Präfidenten gewählt. _ *

Jm Königlichen Scbauspielhause fand gestern die Aus- führung eincs Stückes statt, welchcs nur selten auf dem Repertoire erscheint, um dann wieder für längere Zeit von demselben zu verschwinden. Es ist dies das Trauerspiel „Pbädra“ Von einem ungenannten Ver- fasser. Daffclbe bebandrlt den 1111011 von Euripides, Seneca und Racine dramatisä; bearbeiteten Stoff, und ist cbenfaUs eine antike Schicksals- tragödie. König Theseus von 211er hat auf Kreta den Minoiauren erschlagrn, und somit seine Vaterstadt von einem“ drückenden Tribut befreit. Er gedenkt Ariadne, die Tochter drs Königs Minos Von Kreta bcimzuführen. Diese verläßt nur widerwiüig die väterliche Insel, während ihre SchWester Pbädra, Welche dcn Thcsrus liebt, zur gemeinsamen Flucht aus der Heimatb rätl). Thefcus, sein Freund Pirithous, Ariadne und Phädra entfliehen, Werden aber auf 910108 von den .Kreiern eingeholt. Sie laffrn Ariadne, welche, von Reucqualen gefoltert, drn Vater wiedersrhrn will, dort zurück, Pbädra verbindet fich mit Theseus und fährt mit ihm nac!) Athen. Hier entbrennt Pbädra in Liebe zu ihrem Stiefsohn Hippolit, welcher ebrn die Aricia heimsührrn 11611. Eine falsche Nachricht vom Tode des Thricus berr-egt sie, dem Hippolii ihre Hand anzutragen. Dieser schreckt davor zurück, obgleich er Phädra 0521110118 liebt. Der todt- geglaubte Theseus krbrt zuriick und in dem sich nun entwickelnden Konflikt gebt Pbädra und Hippolit unter. Das ist dcr spannende Inhalt des gefäUigcn Stückes, welsbes durck) die melodische Mufik von W. Taubert eincn eigenartigen Reiz erhält. Gespirxt wurde durchaus anerkennenswerji). Frl. SÖwartZ gab _ die Pbädra mit Hoheit und feinem Geschmack und Wu te der tragiicben Heldin die Sympathie d:;s Publikums zu verscha en, obgleich ja deren Charakter mancherlei Abstoßendes für unsere heutige Anschauung enthält. Dasselbe läßt sich vom («Zpiel des Frl. Meyer sagen, deren Ariadne uns näher strbt als die etwas gewaltsame Schwester. Hr. Brrndal spielte den alternden Theseus mit Verständni , obgleich sein Organ Wenig heldenhaft kiang; Hr. Müller als iritbous, Hr. Ludwig als Hippolit sowie Hr. Kahle als Minos leisteten Tüchtiges. Frl. Von Hausen spielte die Aricia doch ein wenig aUzu schüchtern und war zuweilen nicht verständlich. Dée Taubertsche Musik Wurde exakt von der KapeÜe außgeführt.

Für ihr leßies Auftrefcn in Berlin am Sonntag auf der Krolsscbcn Buhne bat Frl. Alma Fohström Verdi's „Rigoletto“ gewählt, in welcher Oper fie als (Gilda lebhaftesie Zustimmung fand. Jn „Rigolctto“ singt Hr. Robinson die Tifrlroüc.

1]! :; Inserate für den Deutschrn Reirbs- und Königl.- Preuß. Staats-Anzeiger und das Ceniral-Handels- egister nimmt an: die Königliche Ervedition

des Deutsrhen Kriths-Linzeigers uud Königlich preußisrheu Itaatx-Inzeigers:

1. 8100141111803 111171 UubarszuobuuxI-Zaobsu.

2. 801111886811011611, 4ufg611056, sorlaäuugßu 11. (101,01.

3. 7011181163, saryaobruugsn, 8me1881011811 8130.

0105511011061.

Utsrarigobs Quseigsu.

5. 111411811er110 11160611882100115511, 170111111611 111111

6. 7018011180000 Zakannrmaobungsn.

Oeffentlicher Anzeiger.

„Invalideudauk“, Rudolf Mosse, Haasenfteiu

& Vogler, G. L. Daube & Co., E. Sckplotte,

Büttner & Winter, sowie a11e übrigen größeren Annoncen - Bureaux.

13 Berlin 8117, Willxelm-Straße Nr. 32.

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7. 8. Rbsarsr-UZSiZ-M. ! 9. bsUaZéx. B

kamWsu-RWUÜMOSU. [

Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

[40967] Zwangsversteigerung.

Jm Wege der Zwangsvolistreckung soll das im Grundbucbe von Alt-Schöncberg Band 16 Nr, 760 au[ drn Namen des Vaumeistsrs Emil August Friedrich Hustaedt hier eingetragene, Blumenthal- straße Nr. 5 belegene Grundstück am 7. November 1884, Vormittags 10 Uhr, vor dem gnterzeichneten Gericht _ an (Gerichts- stelle „“" Indensiraße 58, 1 Treppe, Zimmer Nr.11, versteigert werden.

DZH Grundstück ist mit 9480 „46. Nußuxigstrth zur Gebaudesteuer „veranlagt. Außzug aus der Steuer- roUe, beglaubggte Abschrift des Grundbuchblatts, etwmge Abschaßungxn und (mdeke das Grundstück betreffende Nackzwetsungen sowie besondere Kauf- bedingungen können 111 der (Herickptsscbreiberei, Jüdenstraße 58, 11. Treppen, Zimmer 29, ein- gesehen werden. _

Alle Realberechitgten Werden gufgeforderi, die nicht von selbst auf den Ersteher ubergehenden An- sprürke, deren Vorhandenseixi oder Betrag aus dem Grundbuchs zur Zett der Emiraguxig des Versteige- rungßvermcrks nicbt bervorgrrig, tnslzesondere der- artige Forderungen von Kapital, Zinsen, wieder- kehrenden Hebungen oder Kosten, spatestcns im Ver- steigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, faUs der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselbi-n het Feststellung de? Ferit! sten Gebots nicht berücksichttgt werden und bet

ertkopeilun? des Kaufgeldes gegen die beruckfichttgten Ansprüche

m Range zurücktreten.

Diejenigen, welche das Eigentbum des Grundstücks beanspruchen, Werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die EinsteÜung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das KaufgeXd in Bezug auf den Anspruéß an die SteÜe des Grundstücks iritt.

Das Urtbeil über die Ertheiluna des Zuschlags wird am 7. November 1884, Mittags 12 Uhr. an Gerichtssteue, Jüdenstraße 58, 1. Trcppe, Zimmer

Nr. 11, verkündei werden.

Berlin, drn 3. September 1884.

Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 51.

[40574] Aufgebot.

Der Dicnsjknechi Heinrich Bartling in Schnecken hat das Aufgebot der ihm angeblich bei einem Brande Vernichteten Sparkassenbiicher Nr. 774 und 24365. der Sparkasse zu Stadt Rehburg, Welcbr ibm über ein Guthaben von zusammen 653 “16. aus- gestellt sind, beantragt.

Der etwaig; Inhaber der Sparkaffenbücher wird aufgefordert, ]eine Rechte spätestens in dem auf

MonteFi, den 28. März 1885, , orgens 10 Uhr, an hiesiger Gerichtssielle anberaumten Termine an- zrzmelden xrnd die Bücher vorzulegen, widrigenfalls dieselben fur kraftlos erklärt werden sollen.

Stolzenau, 8. September 1884.

Königliches Amtherikbt. 1. gez. Bracht. Beglaubigt:

(L.. 8.) („&'Wtenecke, Sekretär,

Gerichtsschreiber Königlichen Amtsgerichts.

[40571] Aufgebot.

Auf den Antrag des Magistrats in Langensalza vom 15. dies. Mon. wird folgendes Grundstück, drffrn ausschließlichen Erwerb die Stadtgemeinde bier durck) die öffentlilbe Urkunde vom 1. April 1884 bescheinigt hat, nämlich:

.Die HausbefiYung Nr. 2 beim Barfüszer in Langensalza nebst Zubehör, aus 2 Theilen be- stebrnd, nämlich auß: 0. drr sogenannten Amtsfrobnfeste mit Garten, 1). dem sogenannikn Seigerhause _ Nr. 52 der Gcbäudsstruerroüe Verzeichnei, bisher abcr im Grundbuch nicht eingetragen _ zum Zwrrk der Anlegung eines neuen Grundbuch- blattcs hierdurch aufgeboten.

An aue unbekannten Eigentbuméprätendenten er- geht deshalb hierdurch die Aufforderung:

ihre Rechte und Ansprüche auf das Grundstück spätrstens im Aufgebotstermine

den 3. November1884,Vormittags 11 Uhr, an hiesiger Gericyxsstelle _ Zimmer Nr. 15 _ anzumelden, widrmenfalls fie mit ihren An- sprüchen und Rechten auf das Grundstück 0115- geschlossen Werden.

Langensalza, den 27. August 1884.

Königliches Amtsgericht.

[40568] Aufgebot.

Auf Antrag des Ahrwejenbeitspflegers Vogt Schel- linger zu Bisingen ist gegen den am 13. November 1813 zu Bisingen geborrnen Laurentius Dehner, welcher seit 30 Jahren in unbekannter Ferne ab- wese_nd ist, zum Zwecke der eventuellen Todes- erklarung das Aufgebotsverfahren eingeleitet.

Drr„LaUrcniius Drhner rrird biemit aufgefordert, sich spatestens im Aufaebotötermine den

„10. Dezember d. J., Vormittags 11 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht (Zimmer Nr. 11) zu melden, widrigenfaÜs seine Todeßerklärung erfolgen wird. '

Heckxingeu, den'3. September 1884. Königliches Amtsgericht.

[40570]

Nr. 9168. Das Großberzoql. Amtsgericht Wies- lolckzffbat beute folgende öffentliche Aufforderung er 0 en:

Alexander Trautcnmüüer von Malsch, welcher im Jahre 1846 nach Amerika ausgewandert ist, seit dem Jahre 1871 aber keine Nachricht mehr von sicb ge- geben hat, wird Hiermit aufgefordert

. binnen Jahresfrist so_men Aufenthalt anber anzuzeigen, widrigenfalls er fur VerschoUcn erklärt und seine mutbmaßlichen Erben gegen Sicherbeiisleiftuna in den fürsorglichen Besitz des von ihm zurückgelaffcnen Vermögens ern- gesrlzt würden.

WieSloth, 30. August 1884.

Gericht§sch_rciberci. Feuerstein.

Redacteur: Ried el.

Verlag der Expedition (Scholz) Druck: W. ElSaer.

Drei Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).

Berlin:

zum Drnsschrn Reichs-Anz

E r | e B ei 1 a g e , riger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Freitag, den 12. September

1884-

.54? 215.

der Einnahme an chbsclstcmpcisteuer im Deutschen Reiche für die Zeit vom 1. April 1884 bis zum Schlusse": des Monats August 1884.

Deuti'ches Reich. Nächweisung

1.

„46

„Einnahme Ober-Post-Direktions-Bezirke. M*AYKW“

2. M * 3. 4.

Einnahme in dem- selben Zeitraums des Vorjahres (Spalte 4).

ZH “56- ;--4

Hierzu Einnahme

in den Vormonaten. Zusammen.

gust „8 „46 '. «! „M

6.

In 1884

+ mesrr _ weniger

“16

1 «&

], Im ReichI-Postgebicie.

] Köniaxßbcrg

2 Gumbinnen

3) Danzig .

4 Berlin . , 5 9135170111 . . . 6) ;Franksurt (]./O. . 7) Stettin

8) (558011 . 9) Posen . . 10) Bromberg . 11) Breslau 12) Licgnitx» . 13) Oppeln . . 14) Magdeburg 15) „(Halle (:./S. 16) Erfurt . 17) 5101 . , 18) amirrwr . 19T rünstcr

20 Minden 2] Arnsberg 22) Cassel . . . . 23) Frankfuri (:./M. 24) Öln . .

26) 0701110113 .

27) Düstcldrrf .

28) Trier

29) Drrsdcn

30) Leipzig . .

31) Karernhc .

32 Konstanz .

33) Darmstadt . . 34) Schwerin i./9)7. . 35) Oldenburg

36) BrauiischiWig 37) Bremen .

38) amburg . . . 39) traßburg i./E. 40) M28 . . . .

11449 Z7 2057 ; 70 9730 ;50

61856 ,20 3188 :20 5431 70 6341 70 1435 60 3854 70 3690 - 12831 „20 6759 80 4680 20 1446265 661430 10007 170 4518 »20 6253 *80 1872 20 3766 70 15716 80 4113 10 27138 10

.. 1466560

25) Nakhon. . . . . . . . . . . 6258 40 3175 *50

33683 10 2305 - 11508 ;40

34050 “70 16529 30 5.508,50 U)938 40 1648 30 3196, 90 3701*„60

15181 10

60604 80 14578 40 3654 70

56 792 13 428 59 010 338 080 14 928 31 060 35 569 7 360 20 363

53 478 50 15 277 70 52 936 60 330 182 40 16 688 40 29 443 50 32 855 _ 8 337 50 22 778 90 18 800 _ 16 491 68 422 40 67 931 38 278 80 36 648 23 470 40 23 688 66 832 05 65 997 34 574 30 33 835 51 736 70 51 614 27 183 70 29 119 27 421 20 26 207 9 656 80 9 765 21 952 90 21 725 82 602 10 79 013 20 695 70 19 590 140 528 30 142 353 74 600 75 75 569 32 763 50 34 071 15 503 60 15 476 175194 30 172 710 11 356 _ 11 539 58 942 90 58 555 183 025 55 187 071 84 774 _ 88 943 25 180 _ 25 863 53 692 50 55 230 11 114 40 9 586 14 391 80 17 588 70 17 857 18 317 70 22 019 30 22 221 68 966 80 84147 90 83 154 236 883 60 297 488 40 322 693 66 587 90 81166 30 89 810 14114 20 17 768 90 19 500

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4:1 970 ,

7 077 8 304

. U'cbcrhaup1 Berlin, im September 1884.

Haupt-Vuchhalferei des ReichZ-Schaßamts. “B i ; si e r.

533 764 1 45

2231511 ] 50 27656751 95 2800264 ; * |

34 588

Literarische Neuigkeiten und periodische Schriften.

Deutsche [andwirtbfchftliche Presse. Nr. 72. _In- 5011 _: Unsere Rubenzucker-Jnduftrie. _ Die internationale Mtrino- Aus,!iellung m Charkow. Von O1“. von Mitschke-Collande, ]. _ Yurüewn: Die Konkurrenz der nordamerikanifcben Landwirtbstdaft. ; eobachtungen auf einer Studienreise. Von 131“. Mar Sering. (Fortsxßung) _ Correspondenzen: Berlin. _ Aus SÖleßwia- H0lstem. _ Mxrseburg. _ Aus Sckolefien. _ Grünberg (Kreis (Htrßen). _ Munchen.“ _ Aus Nassau. _ Aus Rumänien. _ MtheUen: Neur_Scbmtervorrichtung für Waaenacbsen. _ Ueber den Einfluß des Fleijcbmebls auf den Grscbmack des Fleisches. _ Rund- schau. _ Pilzr und Infektioxiskrankheiten. Von Bezirks-Tbierarzt Dr. G. Flexnmtnq. _ Sprech1aal. _ Handel und Verkehr.

Deut1che Kolonialzeitung. Organ des DeutschenKoloni1l- vereins in Frankfurt a.M. 18. Heft. _ Inhalt: Deutscher Kolonial- v-crein. Sektion Zabern. _ Sektion Worms. Vortrag des Hrn. Rektor Jakob. _ Einberufung xincr Gcneralversammlunq zum 21. Septcmber in Eisenach._Deut]ch-Afrixa. Deutsches Protektorat vom Toguogebiet. _ Deutsche Kolonie Kamerunland. _ Lüderixz- land. _ Die Einwanderunas- und Kolonisationsfrage in Brasilien. 2. Vo'n Dr. Hermann vrn Jhering. _ Das drutsche Element in Porto Alegre in 16111211 Licbt- und Schattenseiten. 3. Von A. W. Sellin. _ W16 soll man kolonisiren? Von einem alten Praktiker. 11. (4. _ Schluß). _ Das Museum für Völkerkunde in Leipzig. _ Literatur. _ Ecke aus aUen Welttbsilen. Abnahme der Einrvanderung in d'ße: Vérein'mten Staaten von Amerika. _ JUustratiom-n: Haus auf Teste-Jnsc'l, Nru-Guinca. _ Eingeborener der WiÜaUtnez-Jnsel.

Dic Sonntagsrube. Jüustrirtes Volksblatt für Stadt und Land. Nr. 36. _ Inhalt: Für Jung und Alt. _ Schule und Familie. Von Dr. Wittstock, Schuldirektor in Leipzig-Reudniß. _ SOlerdte Kolportasie-Litrratur vor Gerikbt. _ Rundschau der Wclt- ereigntffe._ _ Rcirdspost. _ Geschickrtskaiendkr pro Monat August. _ Umer Bild. _ Vom Redakjionstiscb.

Mittheilungen für die öffcnilicben Feuerversicbe- rungs-Anstalch. Nr. 17. _ Inhalt: Zur Abwehr. _ Merk- würdige Brandiäae. _ Verwaltunas-Ergebniffe pro 1883: der Sradte-Fcurrsozietäi der Provinz Brandenburg; der ailacmeinen Brandversiäyerunqx-Anstalt für Landgebäude im Königrc'rch Dänemark 1110 1. April 1883/84; der Großherzoglich badischrn General-Brand- kane; der Nouvorpommrricdcn Feu'erversicbcrungs-Sozietät für G2- bäUde pro 1.Novetnber 1882/83; der Fcuersozictät der Stadt Stettin. -- Vrrsickzex'ungsbcstände der öffentlichen Feuervrrfiäyerungs-Anftalten zu Mecklenburg im Jahre 1883.

Die griiedcrte Welt. Zeitschrift für Vogelliebhaber, Züchter und Händler. Nr. 37. _ Inhalt: Die Mauserdcr (Harten- graSmijcke und verwandter Arten (Fortseyung). _ Die Eingewöhnung gefangener Vögel (Fortsexzung). _ Zur Kenntnifz_ des Laubcnvogels. _ an Kanarienzucht: 17. Die Auflösung der Peckr und die Be- Handlung der ZUcbivögrl. _ Noch ejwas üöer die Vogelkaße. _ Aus den Vereinsn: Rostock. _ Anfragen und Auskunft. _ Brieflicbe Mittheilungen. _ Briefwechsel. _ Anzeigen. ,

Js is. Zcitschrist für alie naturwiffenscbaftlichen Lrebbabereien. Nr. 37. _ Inhalt: Zoologie: Tödtungsmittel für Imekten (Fort- ießung). _ Koketerraricn (Sibluß). _ Botanik : Dic Passionsblume (mit Abbildung). _ Das Sargamomeer (Forijcizung). _ Jagd und Fischerei. _ Versine und AussteUungen: Berlin; Hamburg; Lubben. _ Aus Haus, Hof, Feld und Wald. „_ Anfragen und Auskunft. Mancycrlri. _ Eingegangene Preißverzerchniffe. *

B Ins erate für den Deutschen 810656- 3011) Kön

Preuß. SMat-Z-Anzägrr und das Centxal-Handels- reZister nimmt an: die Königliäxe Expedirion 1. Ibsskbriefs nuä ÜUberuobaU-xs-Iacüeu. des Deutschen Reiths-aneägers nnd Königlw;

preußisrhen Htaats-aneigers: Berlin ZW.. Wilhelm-Straße Nr. 32. M

k 191.

2. Zudbasraijonsu, 401x650“), 7011aänng6n 1-1. (ksrxx1. 3. 170114111116,1781"000115c111x611, 80111111851011011 0176. 4. "70r1008u11g, 4100141350011. 2111820.ng 36 11.11.17. "7011 6116110105611 *La-piston.

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Oeffentlichev Anz'éigee. r......

! „JUvaZideuQauk“, Rudolf Mosse, Haaseuftein & Vogler, G. L. Danke & Co., E. Sözlotie, Büttner &; Winter, sowie alle übrigen größeren

Annoncen - Vureanp.

„111 äs!" 13628811- 5511..sz 14“ !

Steckbriefe und Untersuchungö=Sachew

[40397] Ladung.

Der Kaufmann Paul Frirdrick) Lehmann, 30 Jahre alt, dcffen Aufenthalt unbekannt ist, und Welchem zur Last geleJt wird, im März cr. zu SÖöneberg und Marienfelde Umbcrziebend Lotterie- [oose feilgeboten zu Haben, obgleich solche nach §. 56 der Gewerbeordriung vom Feilbi-ctcn im Umberzirhrn aus;]ejchloffxn find; Ueßertreiung gcgen §§. 18, 20, 23 des (Heiclzes Vom 3, Falk 1876 wird auf An- ordnung dcs Königlichen Athgcrichis Hierselbst auf den 18. November 1884, Vormittaris 10 Uhr, vor das Könißiiche Schöffengericht in Ult-Moabit, Portal 111., Znnmcr 33, zur Hauptwrkzandlung gc- laden. Auch bei unentschuldigirm Ausbleiben wird zur Hauptverhandlung geschritten werden.

Berlin, den 6. September 1884.

, Drab'n e_r. Gerichtsschreiber des Königlichen AmtEgerickyis 11.

[33093] Oeffentlickje Ladung.

Der,.Knecbt Carl Strzoda am 2. November 1858 zu Klem-Lagiewnik geboren, 3. Z. angeblich in Chi- cagy (Nord-Amerika) lexzier deutscher Wohnort Klein- Lagiervnik, wird beschuldigt, als beurkaubier Reservist ohne Erlaubnis; ausgewandert zu sein.

Uebertreiung gegen §. 360 Nr. 3 R. Str. G. B.

Dersexbe wird auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts Lublinitz auf den 14. Oktober 1884, Vormittags 9 Uhr, vor das Königliche Schöffengericht zu Lublinis zur Hauptwerbandlung geladen.

Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach §. 472 der Strafprozeßordnung von dem Königlichen Landwehr-Bezirks-Kommando In Hamburg dahin angesteUten Erklärung, da der Aufenjbalt des Carl Strzoda im Deujschcn 5 eiche nicbt ermittelt, daß eine Erlaubnis; zur AUEwande- UMS nicht eribeilt worden und daß der angestellten Erkundigungen ungeachtet, sich keine Umstände er- geben haben, welcbe die Annahme ausschließen, daß ZL ZTUSJewandert [ei, verurtbeilt werden. _ 11.

Luöriniy, den 10. Juli 1884. Wyeisk, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

Schuldurku11dr gehen aus dem Grundkurb nicht

Subhastationen, Aufgebote, Vor: ladungen u. dergl.

[40461]

In dem VerfaHrcn, brireffrnd die «Zartheilung des Erlöses der am 11. Dezember 1883 aqu111'1e_ben der Maria Walter, Wittwc Hunt], und deren Kin- déi“, zu Forbach, als Gläubiger, gegen die Erben der verstorbenen Cl)cfr011 Nikolaus Müiler, des jungen, als: EhelruTeNikolaus Lrininger und Maria Sirin, zu Sprichern, und 6411 Tagncr Nikolaus Müller zu Oetingsn, als Schuldner, durch dcn Vrrstciger1111g§be01ntcn, Notar Culinaria zu For- back), vorgenommenen Zwangsvrrsteigcrung von Lik- gensrbafien, ist der Thrrlungsplan auf der (Gerichts- scbreiberei des Kaiserlichen A1nt§grrichis dabier offen gelegt und Trrmin zur Erklärung Über den- selben auf

Freitag, der: 7. November 1884, Vormittags 9 Uhr, im Ge1chäitslokale des Amts- gerichts hierselbst bestimmt.

Zugleich Werden die in Frankreich unbekannt wo Wohnenden Ehelexite Leininger-Stcin aufgefordert, von dem Theilungsplan Einsicht zu nehmen, dcm- nächst in dem Termine 565qu Erkläruxig über den Tbeilungsplan zu erschrinen und spätestens in diesem Tcrmine bei Vermeidung des Ausschlusses etwaige Widersprüche gegen den Plan zu rrbcben.

Forbach i. L., den 4, Scptember 1884.

Kaiscrliches Amtsgericht.

40460] [ In dem Verfahren, betrcffcnd die Vertheilung des Erlöses der am 23. Mai 1883 auf Anstehen der Eigenthümer freiwillig durch Notar Schneider zu Saargemünd versteigerten und durch Kaufakt vor dem1elben Notar vom 21. Juli 1883 verkauften Liegenschaften der Eheleute Peter Klus, Arkerer und Katharina Klein, früher in Dieblingen, 12131" 05112 bekannten Wohn- und Aufenthalxsort, ist fur dre obengenannten Eheleute Klus der Tbeilungsplan auf der Gerichjßsckorciherei dcs Kaiserlichen Amt?- gericbts dahier offen gelegt und Termin zur Erkla- rung über denselben auf Freitag, den 7. November 1884. _ Vormittags 9 Uhr, is?? Gxschastslokale dcs Amtßgerichts hiersclbst be- mm . Zugleich werden dieselben aufgefordert, von dem

Theüungsplaw Cixqsirdt JU nrbmcn, demnächst in dem Termine 5211qu Erklärung über den Thrilrmxxs- Ilan zu Erscheinen und spärestens in diesem Termins ri Vermeidung des Ausschlusses etwaig? Wider- sprüche gegrri den Plan zu erheben. Forbaä] i. L., den 10. Septrmber 1884. Kaiserliche?) Amtsgericht.

[40409] Aufgebot.

Dcr Zicglergesrlle Carl Müller zu Promwiirl, eingetragener Eigrntdümer der Häuslersteür Nr. 23/24 zu Promoisel Band 171. Blair 274 1:06 Hypotheken- buchs von Sagard, bat bezüglikb der aus dem ge- nannicn 90111151 5111) 1111111". 111. Nr.2 eingrirageuen, angeblich acjilgtcn Hypotheken-Post:

„63 Thlr. drei und srch§zi0 Thaler nebst 50,319 Zinsen auf 6111011011161)? Kündigung iiir dic Wittwe Stahnke zu Quaizendorf. Eingetracien mit dem Vorzugsrcchte vor den Posten 111161". 111. Nr. 3, 4 und mit dem Bemerfcn, daß diese 51196 der Post 111161". 111. Nr. 1 in der Priori-Lät narbsteht, 61: (100r0t0 vom 10. März 1871“ zivechs Löschung das Aufgebot in Gemäßbeit dcs J“. 103 der Grundbuch-Ord. und §. 38 des Ges. 60:11 26. Mai 1873 über das Grundbucbwcsen xc. Unter Behauptung beantragt, da[; ihm die Rechtsnach-fylgcr der eingetragenen Gläubiger ihrer Person narb un- bekannt, 15ei1wrise unbekannten Avfcnibalts [(:-ien.

Die Rechtsnachfolger des (H(äubigers der genannten Post werden hiermit zu dem auf

den 19. Dezember 1884, Mittags 12 Uhr, an hiesiger Gerichtsstellr anberaumten Termin unter der Verw.:rnung geladen, daß die Ausbleikdecn mit ihren Anspriichcn cm die Poß ausgesckzxoffen und dieselbe im GrundbuÖe grl'o'srbt werden wird.

Bergen, den 4. Septemßcr 1884.

Königliches Amtßgericht.

[40413] Aufgebot.

Die nachgenannten Grundslückscigrntbümrr haben b'ebufs Löschung der unten bezeichnech, angeblich ge- trZJTTW-Hypchkenposten deren Aufgebot beantragt, nam! :

.4. der Weber Goiiiricd Braasch zu Ioaäoimsibal: 90 Thlr. rückständige Kaufaeldcr (anscvcinend für den Vater der früheren Eigentbümerin Ver- ehelicbtcnKöppen, Dyrotbee Louise, geb. Betten _ Name eines Glaubigcrs und Datum der

hervor _ eingetragen 215154011110 111. Nr. 1 Band 1. BlatI Nr. 35 des Grundbuch?) von Joackoimsihal ;

13. der Koffäth (510110211 Wrgrmundt zn. Ladeburg: 50 Thlr. rückständige Kauigeldrr fi'xr den Kos- sätbcn Michae1 Werner auf Grund des Kauf- vertrags?» vom 593232111er 1829 in Abthei- lung 111. Nr. 1 Band 17. Blatt Nr. 144 des- ermdbucbs von Ladebura cinqetragrn.

Die der Parson und dem Anfenib_alie nail) unlos- kanntrn Inhaber disser Hypotlyekcnyostrn, sowie deren Erbrn, Cesfionarien, oder dir sonst in ihre Rechte getreten sind, werden aufgeßordert, ihre Ansprüche spätestens in dem auf den 19. Dezember 1884, Vormitdags 11 Ulm im hicßgcn (Herichtßlokalc, TerminSzimmer Nr. 2, anberamntcn Termine anzuuzelden, widrigcnfg-Us fit: mit ihren Ansprächen aus;;rjchkoffen und die. Postrn. gelöscbt Werden.

Ekarswaldo, den 30. August 1884.

Königliches AmtIgerZ-cht.

[22302] Auxgebot.

Das SpavJaffrnbuä) dcr Spa:!kaffe x=!- HW Nr. 20 816 über 408 „44 12 „Z a-ußgcferfigr fiir die minorcnnen Piattiuß, ift angeblich verlorewgrqangkn umd soll auf den Anirag des Eiaentbiimers, SCHW- machers Ludwig Plaizifuß zn Wicschcrborfen zum Zwecke ciiwr neuen stertiguyg amoriisirt werden.

Es wird daher drr Jnhaöer des Buches anf- gefordert, spätestens im Aufgebojsfcrmme dry. 19. Dezember 1884, Vormixtagß 10 Uhr. her drm unterzeichneten Gerichic- (Zimmer Nr. 4) scrnr: Rechte anzumeldexa und das Buck) vorzuxégkna widrigenfalks die Kraftloskalarung erfolgen Mrd-

Hamm, den 2. Mai 1884. _

Königkich AmtSWicbt.

Aufgebot.

Auf den Antrag des Befißers Joseph («53:10 zu Fittigödorf wird der Inhaber des Hypotbeündokiz- ments über 73 Thlr. 3„Sgr. 2 Pf., cmgeira en fur den Knecht Johann KlimmeY im Grundbu e des Grundstücks Woitowo Nr.":x in 111611). 111, unter Nr. 2 mti Grund der Verfu ung Vom 18. Oktober 1883, gebildet aus dem Er vergleich vom_11. De- zember 1809, den Verhandlungen yom1.Marz 1825,

[32469]

vom 1. März 1826, vom 25. Juni 1827 nebst Br*