keit des deutschen Volkes bekannt isi, könne zweifeln, daß es früher oder später die Mittel finden werde, um seinen festen Vorsatz in eine vollendete Thatsache zu verwandeln. Auch wird Jeder, der das starke Herz und den lebensiänglicben Fleiß des deutschen Land- mannes keyneU gerne_Goties Hiilfe alien rechtlichen Anstrengungen wünschen, die die'deutnhe Regierung auswärjs mache, um den Kampf ums Dmcm daheim 311 erleichtern. Das sind herzliche Worte, wie wir sie gerne arts englischem Munde hören, und die, wie man sieht, auch in der „TURKS? Beachtung gefunden haben. Wir rechnen es Herrn Hunter als, ein besonderrs Verdienst an, daß er durch eine un- befangxne Beurxbeilung dazu beitragen will, Mißverständnisse zwischen den beiden Nationen zu hintertreiben.
Gewerbe und Handel.
Der AyffiÖiSrgth der „Brauerei KönigstadiAki.-Ges.“ bat die Dividende fur das Geschäftsjahr 1883/84 auf 4x 9/0 festgeseth.
Essen, 6._Oktok:er. (W. T. B.) Der Wochenbericht der .Nbeirirfch-Westfalischen Ztg.“ übrr die Lage des Eisenmarkts konsiqxtrt eine hoch wenig erfreuliche Physiognomie; besonders läßt _RoheUen noch viel zu wünschen übrig. Wegen mangelnder Nachfrage in leptercnx haben auch Eiscncrzc schlechten Absay. Das Roheisen- aescbaft zeigt, Flauheit; Lagervorräthe steÜenweise zunehmend. Jm Siegerlande sind in [Wien Tagen einige größere Aufträge in Spiegel- etscn eingetroffen. Gießereien find meist in regelmäßigem Betriebe. Die Walzeiscnbranche scheint, obglcich Preise nocb nicbt lohnen, einer Besserung 111! Absatz entgegen zu gehen. Eiscnbahnmaterial aehi im Ganzen genugend ab, nur klagen die Wahgonfabriken über Flauheii. _ Mannheim, 4. Okwbcr. (W. T. B.) Die Generalvrr- ]ammlrxng der Max,: nhcrmer Versicherungs-Gesellschaft genehmigte dic Verihstiunq des Jahresaewinnes nach den Vorschlägen des Aufsichtsraihs. Die Dividrnde Wurde auf 15% festgesetzt.
G'lasgyw, 4. Oktober. (W. T. B.) Die Vorräthe von Roheisen inden Stores belaufen fich auf 583 000 Tons, gegen 588 900 Tims tm vongxn Jahre. Zahl der im Betriebe befindliche?! Hochöfen 92 gegen 109 im vorigen Jahre.
New-York, 5'. Oktober. (W. T. B.) Der Werth der Waarencinfuhr in der letzte!) Woche betrug 8233000 Doll., wovon 2 324 000 Doll. auf Vianuwkiurwaarcn entfallen.
'New-„York, 6. Oktober. (W. T. B.) Die Brutw-Einnahmen der S1. Louts- und SanFranciIco-EiWnbahn betrugen pro September 1884 ca. 455 000 Dollars, Was gegen den entsprechenden Zeilshéium des Vorjahres eine Mehreinnahmc von 78000 Danrs erge .
Submissionen im Auslande. O 8 si Err eich.
,18. Okioher, 12 Uhr. Wien. Direktion der A. 17. Kaiser Ferdmauds-Nordbahn; Liefernng von 600 Mctcr-Crntner GUSS! in 12 Monatßraten. Kaution nicht rrforderlick). Näheres an Ort
und Stelle. _ Verkehrs-Anftalten.
Die in einer der [exten Nummern der „Times“ enthaltene _"Vcr- gleichende Bcirachiuyg iibcr drn Umfang des Stadt- F er nsprech- verkehrs m Drut]chland 11131) Frankreich enthält in den wesentlich- sten Punkten unrlchtiar Angaben. Thaisäcblicb brsiehen innerhalb des _?)keiÖZ-„Telegrahhen gebi ers Siadt-Frrnsprrkbeinrickztungen nicht 111 21 Stadien), wie die ,Timcß“ annimmt, sondern in 45. Die Gesammt- zahl 'der ,Thentlnehmer heträgi nicht 4000, sondern 7549, iiherschreitei mithin die fur Frankreich mit 5535 angegebcne Gesammizahl um mehr “als 2000. Auf je 10 000 Einwohner kommen in Berlin _17 (nicht 9) Thetlnrhmer, in Mannheim 41, in Hamburg 28 in Frankfurt (M'ain) 25, in Stettin 23, in Mülhauscn (Elsaß) 22 u.„s. w. Auch diese Durchschnijtszahirn find daher fast durchweg hoher als' in den entsprechenden französischen Orten (Paris, Lhon, Bordeartx ,]e 14, „Calais, St, Pierre jr 22, Havre 18). Nack) den augrnhltckltck) vorltcgrndrn Anmeldungen wird die Gcsammizahl drr Thetlnehmer „an siadtrschen Fernspreck;rinrickytmrgen innerhalb des Deutschen ?")kcxchs-Telegraphcngsbicis Voraussichtlich noch vor Ablauf des gegenwartigen Rechnungsjahrrs die Ziffer von 9000 crreicbrn,
Stetttn, 6. Okiohrr. (W. T B.) Der Ststtiner Lloyd- dampfer „Katie“, Kapi. Petrovsky, von Nrw-York kommend, ist am 3. d. M. rvohlbchalten in Kopenhagen cinactroffen.
Bremxn, 5. Oktober. (W. T. B.) Dcr Dampfer des _Norddeuiich'cn Lloyd .FUlda“ ist grsicrn Vormittag 11 Uhr 111 Ncw-York etnaekroffen.
_ 6. Oktober. (W. T. B.) Der Dampfrr des Nord- deut1chen Lloyd ,Grneral Werder“ ist gestern friih 5 Uhr in New-York angekommen.
_ Hambu'rx], 4. Ofwhcr. (W.T. B.) Drr Postdampfcr ,Hammon'ia" der «HamburJ-Amerikaniscben Packet- rahrtzAktlengefrllsckoas't hat. von New-York kommend, heute Nachmitidg 2 Uhr Kap Lizard passiri.
_ 6. Oktober. (W. TB.) Dcr Postdampfer .Gellert“ der Hatiihurg-Amerikani]chcn PacketfahrT-Akticngrsell= xckaftf1st, von Hamburg kommcnd, Jestern Mittag 1 Uhr in New- York eitzgeiroffen.
Sanitätswesen und Quarantänewesen. ' Italien.
" Nachdem in (Genua und den angrrnzenden Ortschaften Cholera- faUe vorgekommcn sind, hat der italieiiische Minister des Innern unterm 25. Septemhrr d. J. Folgendes verfügt:
Artikel 1. Die in der Verordnung vom 2. September:“) hor- gesehenen Quaranianemaßregeln finden Anwendung auf alia Schiffe, wrlcbe von hxute ab die zum Küstenbizirk von Genua gehörigen Haerl uxdkPllaHe vLlelaffcnf. W
r i e 2. is an eiterés werden SÖiffr, welche aus Von der Chylcra heimgesußhien PläjZen mir unreinrm Patent kommen, sowohl in den Hgfenplatzen des im ersten Artikel hezcichneten Küstrn- Yeztrks, als auch in den in den Verordnungen vom 23. August, 7. und 22. Septembxr") vorgesehenen Häfen zugelassen werden, Korans- ,Zesxyi, daß wahrend der Uehrrfahrt Erkrankungen nichr vorgekommen m .
_ Mit Rücksicht darauf, daß einige Cholerafäüe an veschiedenen Plagen derkKüste des (Golfs von Neapel konstatirt Worden 1sind, hat derselbe Ministrr unterm _22. September Folgendes angeordnet:
Artikel 1. Die in der Verordnung vom 2. September vor- esethenebn NLaerrriteln smdktö AnZeifidung (Jui alle Schiffe, welche von eueaun paeraußaen äenun lärnder el " des Golfrs von Neapel abgehen. P 13 F " andskuste gehathlertUkUAth [?Das LanreÖh in JtiifidaSwird auch ferner isolirt
1 zur 0 ung cr uaran äne eitens e ' wendenden Schiffe. dr MWM fich
T ü r k e i.
Nach einer ielegraphischen Meldung aus Konstantino el Vom 1," Oktober ist die „Setteris des Gesundheitsraths beschlossprne 'Er- hohung der Quarantane fur Provenienzen aus dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer (R. 21. Nr. 229 vom 29. September) zurück- genommen worden. Es verbleibt vorläufig bei einer Quarantäne von th11 Tagen fUr dre Provenixnzen aus Italien und Frankreich, von Jens Tagen fur dre Proyentenzcn aus Triest und dem Schwarzen
eere.
*) Vergl. .R.-A.' Nr. 216 vom 13. September. ") Vergl. ,R.-A.“ Nrn. 206, 219 und 225 vom 2„ 17. und “24. September.
Berlin, 6. Oktober 1884.
Die aus Mitgliedern der hiesigen Kriegervereine gehildete Krankentragerkolvnne Wurde gestern auf dem Kasernenhofe
Mun. getbeilt, die je 3 Tragen zu bedienen hatten, und außerdem war nrxcb eine Reserve-Abtbetlung gebildet. _ Bereits in nächster Zeit wird eme zweite Kolonne gebildßt werden, die im Januar ihre prakti- schen Uebungen beginnen wird.
Bremen, 4. Oktober. (W. T. B.) In der von der Wander- versamnxlung des Westdeutschen Fluß- und Kanalvereins heute hier, abgehaltenen, zahlreich besuchten Sitzung besprach der Ober-Baudtrektor Franzius die Korrektion der Unterwefer' Regierungs- Baumeister Lauenrath machte Mittheilungen über den Nbein-Weser- Elhe-Kanal; der_VorfiZende der Vrrsammluna verlas die in Beant- wortung von Mittheilungen des Vereins vom Minister Maybach und von dem Qber-Prafidentcn von Westfalen eingegangenen Telegramme. Der ingemeur Gobert aus Brösel machte den Vorschlag, bei Ge- legenheit 'der _im nachsten Jahre in Antwerpen stattfindenden Aus- stekxung emen_ Wafferstraßen-Kongreß nebst einer Ausstellung von bezugltchen Planen und Projekten in Brüssel zu veranstalten. Die Versammlung beschloß, der Aufforderung zu einem solchen Kongresse zu entsprechen.
Wien, 4. Oktober. Fast alle Wiener Blätter begleiten die Nachricht von dem Tode Hanns Makarts mit längerkn Nekrologrn, denendas Nachstehende entnsmmen ist. Makart war am 29, Mai 1840 [11 Salzburg geboren, wo es heute einen nach ihm benannten Play. giebt und auch sem Geburtshaus kenntlich gemaöht ist. Seine Eltxrn lebten in“ bc]cheidciren Verhältnissen, wendeten aber auf die Erziehung des, Eigenartig in sich gekehrterr und träumerischen Kindes al'le,nur'mogltche_ Sorgfalt. Schon als Knabe verrieth fich sein un- grw0h1111chrs GeWick, zn zeichnen und zu formen. Als er, von der K'atsertn' (Carolina Augusta unterstüßt, die Realschule bezog, fiel er ssmcs still'rn'Wesens. artigen Betragens und feiner ganz besonderen Handhrschicklichkeit wegen da[d seinem Z€icheniehrer, dem Professor Mahhurgcr, auf. Dieser kann nie genug davon Erzählen, wie eifrig _und ansteiltg der kleine Makart geWesen mit Stift und Kohle. Als er in Salzburg gkle'rnt haiie_, tvas dort für ihn zu [LMM War, ging er in der zivcttcn Halfte der funfziger Jahre nach Wien, um an der hiesigen Akqdcmir dcr btldevden Künste ]cin Glück zu vrrsuchen; aber hier erging es rhrii gcradeso wie seinerzeit Oderbeck: man fand ihn talent- 100 und eniltcßöihn auch in Folge dieser Erkenntniß. Verzwrifelt kchrte er nqck) Salzburg zurück und klagte sein Leid dem geisivollen Mglrr Sibiffmaxm, Welcher bekanntliä) das Salzburger Museum ge- grundei hat. Drescr faßte eine Wahrhaft väterliche Zuneigung zu dem r*rckvcrsprcchcnden Kunsinovizen, und ihm verdankte es Z).)iakart, daß er nach Munchen, und in die Schule Pilotys kam. Hier machte Makart nun F0r11chriiie, Welche aÜe Welt und zumeist seinen Lehrer nberraschien. Bald enistand sein erstes größeres Bild, „Lavvifier im Gefangmß“, und kurze Zeit darauf das zweite .Siefta in Venedig“, dds nach St. Petersburg verkauft wurde. Im Jahre 1862 ging Makart zur Wiliaussieüung nach London, besuchte auch Paris und swuf nacb„seiner Rückkehr nach München in rascher Folcie: ,Fczlstaff im Wascbkorhe' uiid .Der Ritter und die Nixen“. Das Original des leßtgciiazinten ist eine Zierde der Galerie Schack; cine freie Wiedrrholung ist im BesiYe eines Wiener Kunstfreundes. In den narhstcn Jahren Entstanden das originelie Gcmälde .Leda“, das rr „gle'irhfalls spater frcr"wiederho[t hat, und als Frucht einer ttalfiemhhen insr ]LUL prachtige Landschaft, welche hier zuleiZi im WUJLUUJachle Oesterreichischcn Kunstverein ausgesieUt war, als eine der ]cbonstrn ideaien Landschaften von der gesammten Kritik anerkannt und 016 MW seiner Hauptwerke bezeichnet werden darf. Zu dieser Zeit hatte aber Makart nur einen lokalen Ruf und galt nur in intnxien Kreisen; _seinen Weltruf begründete er erst mit den beiden Schopfungczi: „Dic Amoretten“ Und „Die sieben Todisünden“, später „Die Prst tn Fkoren_z“ genannt, welche im Jahre 1868 einen Triumph- zizg durch ganzDeutWiand machten und hier in Wien wie allerwärts die_ heftigsten'Kontroversen zwischen begeisterten Bewunderern und erbitterten Widersachrrn erregten. Das war das Nichidagewesenc an BriÜanz und Zusammenklang der Farben, aber auch an ge- n'agtcn Effekten, und [ou'veräner Vergewaltigung des zeichnerischen durch das malrrtsidr Prinzip. Man hatir eben die Werke Links Malers v0r_fich, drm drr Farbe mehr ais aÜes galt; wir tranken schwägtr er in dcn Reizc'n des Koloriis, Und die Lust, Welche ihn befreite, bezwang „auch die Herzum der mristen Beschauer, [0 daß fie ange- sichts dtesrr „qubensymphonien' in eine Verzückung grricthcn, ivelxhr [irh ggnz ivtÜrnios dem berauschenden Zauber derselben hingab. Urid im We]cn1[1chen ist er in (111 den Werken der folgenden Jahre der]clhc gchlicben. Wir denken da niÖt an das Grmälde „Julio aiif d_e_r Bahre“, das im Brsitze des Belvedére ist, sondern an die Schöpfungen, Weiche cnistanden,_ nachdem er vom Kaiser im Jahre 1869 nach Wien hrrufen und ihm das schönr Atelier im _Gnßhauic cinhrräumt worden war. Nun hat er nahezu ]edcs Jahr eiiirs odrr mchrcre seiner hrrvvrragendsien Werke geschaffen; cs cnisiandcn neben einer Anzahl von kleinen Bildern in 0611 nächsten chi Jahrsn die zwei Koloffalhildcr: „Abundaniia“ (dcs Mccrcs urid der Erde Gaben) und 1873 „Katharina Cornaw“, nrhcnhei die Eniwiirfr für den Vorhang dcs Wisncr Stadttheaters, Scrnrn 0118 dem .SYinmernackytstraum“, deren einer auch Von drm Maler'Wmder'ausgeiiihrt Wurde, während ein anderrr, ganz beson- drrs rcizvoüer in den Befiß eines Wiencr Amateurs üherging, und eme ,Kleopatra“, Welche sich gegenwärtig in der Galcrie zu Stutt- ggri befindet. Nachdem er drn Winter 1875 auf 1876 in Geseüscbait einiger befrcundrter KoUegen in Egypten zugebrachf, malte er „Eine Spazisrfahrt auf dem Nil“, im Jahre 1878 „Einzug Karls 7. in Antwerpen“, 1879 „Die fünf Sinne“, 1880 „Dic? Jagd der Diana“ 11110" in den letzten vier Jahren die besonders durch ihre sinn- heruckenden landschafilichen Scenerien ausgezeichneten Koloffal- bilder „Symmer“ und „Frühling“, „Judiih“, die zwölf Limetten für das kunsthistorische Museum, die Studien zu dem Plafond des großen Saaler; dieses monumentalrn (H?häudes, eine Anzahl sehr gelungener Portrais, aus denen besonders jene des Grafen Zichy, der Damen Teschcnbérg, Duchatel und Szechenhi hervorzuhehcn sind, dann eine Réihe von Architekturen, unter denen der goihisÖe Dorn und der gothzsche Altar wvhi zu dem Bedeutendsten gehören, was auf dem Gebiete der Architeiturmalcrei geschaffen wurde. Als eines seiner Hagviwerkc wird auch wohl immer gelten der Cyklus von Gemalden, Welche er zur Ausschmückung des WWW- zimmerH des Y_dgxordneten Dumha geschaffen; sie find finnreich kompomrtUsorgfalttgcr „gezeichnet, als dies sonst seine Art war, und airch von einer „Soliditat der Technik, Welche die Gewähr bietet, daß diese, den Meister nach jeder Richtung hin trefflich vertretenden Bilder wohierhczlten auf die Nachwelt kommen werden. Makart hat letmxial ziemlich scharf formulirt auSgesprochen, daß er nicht blos, wctl sem Talezii ihn dazu treibe, sondern aus Herzenßneigung und Uebcrzcugung ]0 farbrnyräÖtig male. „Ick bin nämlich“, sagte er, „drr Meinung, dgß ein Maler dazu da sei, um den Menschen Freude 311, machen und nicht um sie zu Verstimmen oder zu betrüben.“ Sein h0chst"es Streben war, den Yienschen durch sein Talent Genuß und Begluckung zu schaffen.
S1. PetZershurg, 4. Oktober. (W. T. B.) Nach einer Mel-
dung aus Saratow isi eine große Anzahl von Häusern in dem am
Ufer der Wolga gxlegenen Arbeiterviertel durch einen mächtigen
ergsturz, zerstort worden; auch Wurden 4 Fabriken stark be-
LéchikYJ Em Verlust von Menschenleben isi glücklicher Weise nicht e en.
Kopenhagep,'4, Oktober. (W. T. B.) Der Brand des S_ch'ldsses Christiansborg wurde noch im Laufe der Nacht br- waltrgr. Große Kunstschätze, darunter Werke von ThorWaldsen, ferner das Archiv des Reichstages sind vernichtet. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Kronen gesÖäZt. Die Schloßkirche und das Thorwaldsen-Muscum blieben, obwohl stark bedroht, unversehrt, Der König und der Kronprinz waren bis Mitternacht auf der Brand- siatte anwcsend.
des Kaiser ranz Garde-Grenadier-Re iments den vorgese ten Be- hörden vorgeJeUt. Die Kolonne war (in 6 Abtheilungen ßzu je 12
New - Buenos- yres, von gestern, meldet von großen Ueber- schwemmungen, die in der Provinz Buenos-Ayres stattgefunden babxn. 11'Tacze lang waren die Verbindungen ztviscben mehreren Stadien vollstandig unterbrochen. Die Verluste an Eigentbum und Menschenleben sind außerordentlich groß; ganze Familien fanden in den erlen den Tod. Zur Steuerung der in Folge der Ueberscbwem- mung eingetretenen Hungerßnoth sind öffentliche Subskriptionen er- öffnet worden.
ork, 5. Oktober, (W. T. B.) Ein Telegramm aus
Im Königlichen Opernhause trat Frl. Befföne am Son . abend in der Titelroüe vori Meyerbeers Oper ,Dinorah“ zum ersixn Male als Gast vor das hiesige Publikum und fand Seitens effelben eine freundliche Aeufnahme. Die junge Sängerin verfügt 1": er eine wohlklingeikde Stimme, welche aber _ besonders in den tieferen Lagen _ etwas Verschleiert imd „dmxkel austönt, so daß das sonst sympathische Orgarr etwas an Reiz xmbußt. Dabei besißt die Künstlerin zwar eme hinretchrndeKlangfulleZ und Mächtigkeit des Tons, um das große Haus auSzufulLen, aher nicht„ um es neben dem Orchester zu be- herrschen. Den_ großten Retz entfaltete die Stimme beim Vor- trage drr schniuckenden Coloraturen, mit welchen der Komponist die Arten dieses Werkes in besonders reichem Maße ver- zxcr't hat. Hier geWanxi das Organ einen leichten und ge- faxltgen Klang u_nd dte Strmmx ermangelte auch nicht der Präzision, wahrend s_0nsi die Jntontrung m_ der Höhenlage manchmal schivankend erschien, ein Umstand, der wahr1cheinlich mit der Befangenheit des Debuis im Zusammenhange steht. Frl. Befföne. Welche Ausländerin ist, hat offenbar die deutsche Aussprache mit Fleiß studirt, aber noch ntckt_ alle Sckzwierigkeiten derselben übrrwunden, Reichen und wohl- verdienten Beifall,_der mit wiederholten Hervorrufen Verbunden war, erzielie'die Sqngerin nach dern virtuosen Vortrage des Schatten- ianzcs' tm zwritrn Akt. _ Die übrigen mitwirkenden Künstler, Hr, Schmrdt (Hcél) und Hr. Lieban (Corentin) trugen durch Spiel und gxsanglicbe Leistung zum schönrn Gelingen der Vorsirllung bei. Auch die kleineren Roüen fanden bei ihrer guten Besetzung großen Brifall, beiwnders _WUrde das Quartett dsr Herren Krolop (Jäger) und Roth- miihl (Mahrr)„11nd der Damen Horina und Hoffmann (Hirtenknahen) mrt großer Praztfion zum Vortrag gebracht.
' Jm Deutsthen Theater trat am Sonnabend nach Veendi un ihres Urlaubs Fr. Hcdwig Niemann in Sardou's unterhaltcngden? erstspiel .Der lcßi'c, Brief“ “(„S Susanne von Brie zum ersten Male wwdcr auf. Ihr 1r1]ches, verstandnißvviles und liebenswürdiaes Spiel fesselt, wie immer„ und unbestritten gebührt ihr der Preis des Abends. Die Partie des Prosper von Block hatte Hr. Schönfeld uhcrnommen, dessen elegantes, launigcs Spiel diese Rolle ungeachtet der Erinnerung an seinrn berühmten Vorgängrr zur vollen Geltung brachte. Frl. Anna Schmiet als .Clariffe“ fand fich mit ihrer nicht anspreÖcnchi RoUe recht gut ab; Hr. Brandeis als „Paul von Trmyle's muhte sick) nicht ohne Erfolg den jugendlichen Ton zu treffen. Die ubrige Brseßuxig war unverändert, auch das Zusammenspiel so vollkommen wie früher. Die Vorstelluna, zu deren Gelingen auch die .Herren Sommerstorff und Engels ihr Theil beitrugen, war den zahl- reich versammelten Zuschauern außerordentlich sympathisch.
, Jm Yietoria-Theaier führten die Gäste Vom er 0 - lick) Merningsrhen "_Hof-Theaier am SonniiiÖg zmit Shakespeares „Julius Ca1ar' eine ihrer rühmlichsten Lristungen ins Treffen; da? 'Theatcr war in Folge dessen überaus reich gefüllt. Dies Traucr1ptel„paß_i wie kaum ein anderes dazu, die cigenartigen Leistungxn dcr G„aste m das heilste Licht zu setzen. Dir aufhrausen- de'n, wild rmporten und wieder [ich beruhigenden Volksmaffen, kriegerisches Schlachtgciöse und Kampfgcwühl legten Von Neuem Zeugntß'ab fur das wunderbare Könnsn und Strebrn des Instituts. Der Beifall, war nach solchen Scenen jedes Mal ein ursprünglicher uiid ung'ethentlter und steigerte sich nach dem lebensvollen Muffen- btlde het Casars Leiche auf dem Forum bis zu begeisterten Hervor- rufen „des Hrn. Chroncgk, des geistigen Schöpfers dieser großariigen Scenen. Die Titelrolle war dem Hrn. Richard zugethetlt worden und fand in demselben einen zufriedenstsllendcn Inter- Prctcn; Maske und Haltung namentlich Waren bewunderungswürdig. Marcus Antonius wurde von Hrn. Felix recht würdig gegeben; br- [onders licß er es in drr großen dee des dritten Aktes nicht an jenem Feuer der Bcredsgtxikeit fchlen, wclches natürlich zündcnde Be- geisterung Weckt. Der Kunstler zeigte sick), ebenso wie Hr. Göbel, (Marcus Brutus) gcstern in cinrm aünstiaerenLicbte als bisher. Dem lcxxigeriamiien Dgrsislicr stehkn die Accentr für jiefen Schmerz und nzclmzfcholUChrs Gruheln offcnhar hcffsr zu Gebots als der Ausdruck" fur kahne, welthrherrsckyende Helden, Wo feurigr Lkidensckoaft hervor- brechen soil, vcrltcrr dg? voUiÖnendc Organ des Künstlers Wärme und Leber. Ganz vorirefslicheLcistungsn waren die der Hrn.Te11er(Cass10) und Weiser (CWM), Welche hcsondrrs durcb diefcineJndividualiÜrung an Eindruck Jeroannen. Die weiblichen Rollen lagrn in den Händen der DIMM _Scha11z1r (Calpurriia) und Lorsnz (Poriia), und zeich- neien 11ch heide durch stliVOYL Darstellung aus. Das Publikum folgte der _Vorfteilung mri fortwahrend sieigcnd'ör Theilnahme und ließ es 591 jeder Gclsqenhctt anurau]-chcndem, wiederholten Beifal], sowvhl Zuhrldtc Darstellkr als fUr d:? ansgrzeichncte Inszenirungskunst, nicht
6 en. ' SL. Hoheit dcr Erhprinz und Ihre Königliche oheit die Erb- prinzessm vorrSachsen-Meiningen hechrten am Sonnaéend und Sonn- _tag die Auffahrungcn "drr „„Ahnfrau“ und des „Julius Cäsar“ mit ihrem Besuch. Se. Konigliche Hoheit der Prinz Georg wohnte am YMUFHLF' der Vorjtrliung der „Ahnfrau“ Vom Anfang bis zum
11 e er.
Im Belle-Ailiance-„Theater wurde am Sonnabend das alihckannte, ghet immer Wlédér gern gesehene Lustspiel „Bürgerlich u'nd Romanti]ch“„vori Bauernfcld, aufgeführt. Die Roile der Katha- rina von Rosen, dic "ernst 311 den glänzendsten Partien des Frl. Char- loxte „13011 Hagen gehorie, fuhrte Fr. Franziska Elimenreich mit liebens- wurdmem Humor und vornehmer, schaikhafier Grazie durch, die in der SZene des Vrrhiirs und in der Erklärung am Schluß des, Starkes besonders wirksam hervortrai. Der Eigenart der Künst- lerin, dercn Talent sich htcr von einer ganz neuen Seite z(Zigte, ist es. zu danken,_da_ß man dem trefflichen Lustspiel die „zczhre, die seit seinem Emchxmen vergangen sind, nicht anmerkte. Die anderen Rollen (Hr. Wurzburg: Rath Zabern, Hr. Steinar: Rxngelstem Hr. Siraßmann: Sittig) befanden sich gleichfaUs in guten Handen. Das muntere Jnemaudergreifen im Zusammenspiel war durchch anzuerkennen und machte die DarsteÜung zu einer ahaerun- deten und wohlgelungezien. An dem reichlich gespendeten Beifall nahm, oft" auch der Dichter des Stückss theil, das sich, wie viele Lustspiele alterer Zrit, durch ansprechenden Inhalt, fesselnden Dialog und durch maßvolies' Fernhalte'n des rein Poffenhaften sowie leerer Wort- spiele und politischer Anspielungen Vor vielen neueren Lustspielen aus- zeichnet. Dangns War sehr gut besetzt, und Wohl Niemand hat dqffelhe unbefriedigt verlassen. Das Repertoir für diese Woche ist wie folgt, festgesetzt: Dynnrrstag „.Die Waise aus Lowood“ mit Frau Fraanziska Eklmenretch m der Titelrolle, Dienstag Wiederholung von .Burgerlich und „Romaniisch“, am Sonnabend „Adrienne Lecouvrxur', rhenfaüs mrt Fr. Franzißka Ellmenreich. Am Mittwoch Zniéfet sm'esWiZdetrtbolunÉ] desFVoxksstückZs ÉBUschhÉzien'S“ zu hTslbika 0 en reien a , un am reiag get rnt erts Lu ? .Die Wilden“ neu einstudirt in Scene. ck s p
Redacteur: Riedel.
Verlag der Expedition (Scholz). Druck: W. ElSner.
Vier Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).
Berlin:
(11714)
M 235.
"___
E r | e V e i l a g e zum Deutschen RcichNLinzeiger nnd Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
Berlin, Montag, den 6. Oktober
. . Inserate für den Deutschen Reichs- und Königl. Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels-
egister nimmt an: die Königliche Expedition
des Deutschen Keirhs-Anzeiger: und 115111ng .
Steckbriefe 111141 Unearßnobuuxs-Zaobsn. Zubbaßmrjousn, &ufgebors, soklaänugsu
* Oeffentlicher Anzeiger.
5. ]:UÄUIUÄEUS Fmblisssmsnw, kabrikrm 111111
0105811311118].
6. 7818051666118 Zskauutmacbuuxen.
1ZZ4.
B ck Inserate nehmen an: die Annoncen-Expeditionen des „Invalidendank“, Rudolf Mosse, Haaseusleku & Vogler, G. L. Daube & Co., E. Sckjlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren
preußischen Staats-aneigers: Berlin ZW., Wilhelm-Straße Nr. 82.
Subhastationen, Aufgebote, Bor- ladungen u, dergl.
44083]
[ Nach heute erlaffenem , seinem ganzen Inhalte nach durch Anschlag an die Gericbistafel bekannt gemachtem Proklam finden zur Zwangsvxrsteigeruzig der Häuslerei Nr. 14 zu Greven, _dem Hausler Wil- helm Stehens, wohnhaft in Wreshop im Lauen- burgisckoen, gehörig, mit Zubehör Termine:
1) zum Verkaufe nach zuvoriger endlicher Regu-
lirung der Verkaufsbedingungcn am Freitag, den 21. November 1884, Vormittags 10 Uhr, 2) zum Ueberbot am Freitag, den 12. Dezember 1884, Vormittags 10 Uhr 3) zur Anmeldung dinglicher Rechte an das Grundstück und an die zur Jmmobiliarmaffe desselben gehörenden Gegepstände am Freitag, den 21. November 1884, Vormittags„10 Uhr, im bissigen Amtßgerickothehaude statt.
Auslage der Verkaufsbedingungen zwei Wochen Vor dem ersten Verkaufstermine auf der Gerich1s1chreiberei. Kauflicbhahern wird nach vorgängiger Anmeldung auf der Häuslerei di.“. Besichtigung des Grundstück§ mit Zubehör ge]tattet,
Boizenburg, den 1. Oktober 1884. ' Großherzogliä) Mecklenburg-Schivermscbes Amißgericht.
Veröffentlicht : Der (Gerichtssckzreiher:
([1, 8.) Freyer, Akt.-Geh. [44082] Horn. Auf Antrag des Landwirths Angust
Rostert aus Duensen ist durch Beschluß vom heuri- gen Tage im Wege der Zwangsvollstreckung die öffentliche Versteigerung des Bornemeicrscben Kolo- nats Nr. 136 der Bauerschaft Meinberg, zu we1chcm nach dem Kataster ein Wohnhaus und Grundstücke in der Größe von 13 Schfi. 5 Meßen 8,5 [M. gehören, erkannt und Verkaufstermin auf Dienstag, den 2. Dezember d. J.,
Morgens 10 Uhr, auf hiesigcm Gerichtszimmer an- geseßt, zu Welchem Kauflustige mit dem Bemerken eingeladen Werden, daß Taxe und Verkaufsbedingun- gen drei Wochen vor drm Termine hier eingc]ehen wcrden können, und daß dcr Zuschlag bei eincm Y", des Taxats übersteigenden Gebot crthcilt Werden wird.
In dem anberaumten Tcrmine haben Diejenigen, welche Anspruch auf Befriedigung aus den Kauf- geldern machen, und welche dingliche chhte an dem Kolonate zu haben vermeinen, ihre Ansprüche so ge- wiß anzumelden und zu begründen, als sic sonst damit außgcicixloffcn werden folien, und die nicht angemeldctcn Rechte dem neuen Erwerber grgenübcr verloren gehkn.
Horn, den 29. Ssvtember 1884.
Fürstlich Lippischrs Amtsgcriiht. gez. G. (Cordemann. (11.8) Bcglaubigt: Giese, Gerichtéschreiher.
[44130] Oeffentlilhe Ladung.
Im Wege der Zwangsvollstreckuna soli das im Grundbuchs von Chrisiianstadt Band 1. Blatt Nr. 41 auf den Namen des Handelsmanns Friedrich Paul Petséhke aus Cottbus eingetragene, in Christian- stadt belegene Grundstück
am 9. Dezember 1884, VormittaZZs 9 Uhr, vor dem unterzeichnetrn Gericht an crichi§steilc, TerminSzimmer Nr. 11[., versteigert werden.
„(„Ja-Z Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wir am 10. Dezember 1884, Vormittags 9 Uhr, an éerichtsstelle, Terminözimmer Nr. 111., Verkündet wer en.
Zu diesem Termine wird der seinem Aufenthalte nach unbekannte Eigenihümer des Grundstücks, Han- delsmann Friedrich Paul Petschke hiermit geladen.
Sorau, den 25. September 1884.
Der Gerichtssckpreiber des Königlichen Amngeriihts. Abtheilung UL,: Süßenbach.
[44081] Im ZwangSversieigerungZVerfahrcn über die dem Navigationsscbuilebrer Peters gchörige Büdncrei Nr. 223 zu Wustrow wird zur Anmeldung aller dinglichen Ansprüche an das Grundstück unter den gesetzlichen Auönahmen von der Meldungspflickot, zur Vorlegunc] der Originalien und sonstigen schriftlichen Beweismittel, sowie zu etwaigen Prioritätsausfüh- rungen unter dem Nacbiheile der Abweisung und des Ausschlusses auf den 16. Dezember 1884. Vormittags 11 Uhr, Termin angeseßt. Ribniß, den ]. Oktoher 1884. . Großherzoglich Meckl.-Sck)wer. Amtsgericht. Zur Beglaubigung: * H. Fiedler, A.-Ger.-Diaiar.
[44129]
In Sachen des Vranntweinbrenners Heinrich Krope, als Provisor des Hospitals St. Anionii und Christophori bieselbst, Klägers, wider den Kaufmann R. Hieroriymi allhier, Beklagten, Wegen Hypothek- ;insen, wird auf Antrag des Klägers die Befchlag- nahme des dem Beklagten gehörigen, an der Höhe
1. 2. 11. (18131. 3. 7611151103, ?swaobruugeu, Submissionen etc:. 4, 781100811113 , zwartjsariou, 2105235111113 Q! u. 8. vr. 7011 6601101011811 kapieren.
zur Festsetzung drr Bedingungen und der auf den 17. De ember e. zur ZwangSverstergcrung des Grundsiucks anberaumte Termin hiermit wieter auf- gehoben. Braunstbwüg, den 30. Septrmber 1884. Herzoglich-es Amtsgericht. 71. Rha mm.
[42649] Aufgebot. '- Das Sparkaffenbucb der Amissparkaffe zu Aurich Nr. 1644 13. über 274 „44 66 „;], angefertigt für die unverehelirhte Etta Boom aus Haxtum, 3. Zi. Dienstmädchen in Aurich, ist angeblich Verloren ge- gangen und soll auf den begründet befundenen An- trag der 2c. Boom mortifizirt werden.
Es wird daher der Inhaber des Buchs aufgefor- dert. spätestens in drm auf Donnerstag, 9. April 1885, Vormittags 10 Uhr. vor dem unterzeich- neten (Gerichte anberaumten Aufgebotsiermine 1emc Rechte anzumelden und das Sparka[]enbuch_ vorzu- legen, widrigenfalls daffelbe für kraftlos erklart wer- den wird.
Aurich, drn 20. September 1884.
Königliches Arytßgcricht. 111. gez. Vis1ering. Bcglaubigt: (11. 8.) Bruchhaus, Gerichtsschreiber Königlichen AmtEgerichis.
[44089 Aufgebot. Der Hausbesitzer Samuel Arlt zu Bojanowv hat das Aufgebot der"; Grundstücks Bojanowo _ Stadt _ Bl. Nr. 416, eingetragen tm Grundbuch voii der Stadt Bojanowo Band 9, Seite 241, bean- tragt. Dieses, welches früher die Nummer 402 ge- führt hat, ist 2 Ar 10 Quadratmeter grsß und besteht aus einem Wohnhaus mtr Hofraym. ' Aile Eigenthumsprätendenten. „insbewndere die Erben der eingetragenen Eigenthumer, der Tuch- machermeister Heinrich Wilhelm und Johanna Christiane, geb. Hentschel, Tscheppaß'schen Eheleute, namentlich Ferdinand Tscbeppan, geb. 1804, und August Tscbrppan, geh. 1807, Werden aufgefordert, ihre Ansprüche und Rechte auf das Grundstuck spätestens im Termin _
am 28. Mai 1885. Vormittags 10 Uhr, anzumeldrn und ihr vermeintliches Widerspruchsreckot zu bescheinigen, widriarnfalls ihre AUSsOließung und die Eintragung d.?» Eigenthums dcs AntragsteUers erfolgen wird.
Bojauowo, den 27. Sepiemhcr 1884.
Königliches Amtsgericht.
[44094] Aufgebot.
Die Firma S. Hanf zu Witten hat das Aufgebot des angeblich verlorrn gegangrnrx Wechsels vom Täge Witten, den 27. Viai 1884, Übrr 766 „14: 50 „Z, zahlbar einen Monat (1410, ausgestellt Von der Wittener Walzen-Mi-iblc H. W. Ruhrmann Sohn an eigene Ordre, accrptirr Von Hirschland & Frankenstein in Essen, girirt auf die Aniragstrüerin, beantragt. Der Inhaber des Wechsels wrrd auf- gefordert, spätestens in dem auf
den 15. April 1885, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr, 43, anberaumten Aufgrbotstermine seine Rechte anzu- melden und den Wechsel vorzulrgen, widrigenfakls die Kraftloserklärung deffelben erfolgen wird.
Effen, den 27. Srptember 1884.
Königliches Amtßgericht.
[44095] Aufgebot. " Das Eigenihum des Grundstucks Flur 15 Nr. zu 342/239 Katastergemeinde (Geseke, hinter“ drr Schäfergaffe, Garten, drffen Befitztitel gegenwartig für die Wittwe Johannes Bruns, Christinx, geb, Wernße, berichrigt ist, soll für den Auktionator Franz Bruns in Geseke eingetragen werden. Auf * niraa dcs letztern werden deshalb , aUe ihrer Existenz nacb unbekqnnten ENER- ihumsprätendenten auf efordert", ih_re„Ansprurhe und Rechte auf das rundstch ]patestens im Aufgebotsirrmine _ den 27. November 1884, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, widrigenfalls sie mit ihrer) eiwaigen Real- ansprüchen auf das Grundstuck werden ausge- schlossen und ihnen deshalb ein ewiges SUU- schweigrn auferlegt Werden wird. Geseke, den 23. September 1884. , Königliches Amthericht.
[4408553 , _ as Königl. Amtsgericht Mtinchen [„ Abtheilung 4. fur (Zivilsachen,
hatffam 29. September 1884 folgendes Aufgebot erla cn:
Es ist zu Verlust gcgangcn cin Versicherungs- schein der bayer. Hypotheken- und Wcchsel-Bank zu München vom 3. Avril 1865 Nr. 7732, wodurch chs chen des Mergermeisiers Johnny Muller tn Neunkirchen aufck Lebenrdaucr fur die Summe von 600 Fl. Bankvaluta Versichert worden ist.
Auf Antrag des Genanntcn wird sonaéh der In- haber dieses Verficherungßscheines aufgefordert, lang- stens bis zum Aufgebotstermine:
16. April 1885, Vormittags neun Uhr-
7. Uterarisoba 4112613811. 8. ?bearsr-Ureigsn.
ck 111 4161" 1361-8611- 9. kastu-Faebrjobrsu.
YSUQZS.
widriacnfUÜs dessen Kraftloserklärnng erfolgrn wird. Viünckjen, den 1. Ikkdher 1884. !Dcr geschäftslritende Kgl. Gcrichiésckpccihkr:
((.. 8.) Hagenauer.
[44089] Ausfertigung.
Aufgebot.
Lorenz Wicfichr, geboren den 27. Sericmhcr 1801, Sohn des JohannPauluS Wiesinger, Srifen- sieders zn Ehcnried, und dxffsn Ehefraa Margareiha, gehorne Bachhofer aus Pyrbaum, dcr in Hamburg als Metzger gelebt und vrrheirathct war, ]cit 30 Jahren abcr vrrschollen ist, wird arif Antrag scmcs Bruders, des Ausnäglcrs Michael Wiefing_rr von Sulzhürg aufgefordert, spätestens in dem au] Montag, den 20. Juli 1885, Vormittags 9 Uhr. angescßten Termine persönlich oder schriftlirh hkidem Kgl. Amtherichte Hilpolistcin sicb anzumrlden, widrigcnfails er für todt erklärt wiirde. _ Die Errbethciligien haben ihr Jniercff-Z im Au]- gchotßvcrfahren, insbesmidere bri ohigrm Termine wahrzunehmen, und ergeht zugleich an Diejenigcn, welche über das Ledcn ch Vsrichoilenen Kunde geben können, die Aufforderung, Mittheilung hierüber bei Gericht zu machen. Hilpoltstein, drn 25, September 1884. Königliches AmtEgcricbt. Der Kgl. Ober-Amtßrichier.
(11. 8.) gez. Flurl. , Den Gleichlauf dicser Ausfrrtigung Mit der Ur- ichrift bestätigt. “Hilpoltstein, den dreißigsten September 1800 virrundachtzig. * „ Die Gerichtsschreiherei am 5101. Amisgcrréhic. (l.. 8.) Hierholzel, Königl. Sckreiar.
[440861 General-Aufgebot.
Von der verchelichten Bauer Margareiha Grittal, geh. Steiner, in HeidaU, ist die Todcscrklarung ihres Bruders, drs Baucrsohnrs Jacob Steiner, welcher am 12. Juli 1830 als ehelicher Sohn des Fursten- thums-Bauer Jacob Steiner und dessen Chcirczu Anna Maria, geb ElSUer, zu Hridau grdoren ist und von da im Jahre 1855 nach Amerika ' ausge- wandert sein sol], seitdem abcr versckzolienvrst und von dem Värkermeistcr Franz Milde in Nerffr, yer- ireten durch den Justizrath Gerstenberg _zu thffe, als hrstslitcm Abwesenhritsvormundc die Todes- crklärung dss wcrscbollenen Kiirfthner 9301111810an116, wclcber am 27. Januar 1844 als ehelicher Sohn des Gräupner und Bäcker Johann Halpau'ß und dcffen (Ehrfrau Johanna, gkl). Bahr, zu Neiße ge- horen und im Jahre 1868 angrdlich nach Amerika ausgewandert ist, beantragt wyrden. ,
Die Vorgcnannten, Baurrwhn ' Jacob Siriner und Kürschner Paul Hawaiis, sowre die von den- selben etwa zurückgelassenen unbekannten Erhen urid Erbnehmer werden aufgefordert, sich fratcftens in dem vor dem unterzeichneten Geriwt auf den
16. September 1885, Vormittggs 11 Uhr, anberaumten AufgebotStermine schrinlich oder per- sönlich zu melden, widrigenfaüs der erersohn Jacob Steiner und der Paul Hawaiis Werden fur Todt erklärt Werden.
Neisse, den 29. September 1884.
Königliches Amksgericht.
[44090] Aufgebot. , Die Ehefrau des Matrosen Wrihcim Rgmig, Wilhelmine, gehorne Oestreich, aus Hütten bei Ja- seniß, hat das Aufgebor des angchltch durch Feuer zerstörten Guthabenbuchs der städtischen Sparkasse zu Stettin Nr. 184 876 gültig auf 74 „44 22 „], lautend auf den Namen Emil Beyer zu Hutten bei Jaseniß beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 1. April 1885, Vormittqgs 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 53, anhe- raumien Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigerzfalls drcKrast- loSerklärung der Urkunde erfolgen wird. St ettiu, den 3. Juli 1884. Königliches Amtherirht.
[44092] _ Aufgebot. Der Kaufmann Bernhard Kortruh zu Watchdorf hat für fick), Namens [ciner Ge]chwrstcr, namlich: a. der Ehefrau Wirths Bernhard Nicmer, Anna Elisabeth, geb. Kottrup, zu Warendorf,
b. der Ehefrau . Tovar, Elisabeth Ciara, geb. Kottrup, zu burg, &
0. des Marine-Stabsarztcs a. D. ])1'. 111811. Carl Kottrup zu Blankenburg am Harz,
(1. des Bäckers Heinrick) Carl Kotirup zu Waren-
dorf, 8, der: Eisenbahn - Betriebs - Sekretärs Johann Theodor Christoph Koitrup zu Hanyover, t". der unverehelichten Maria Catharina Kottrnp zu Warendorf
un der Erben de_s zu Warendorfversiorhenen Kaufmanns Theodor „ermann Bernhard Kottrup das Auf- gebot des Grundstücks Flur 5 Nr. 328 am Presedcrs Diek, Garten, groß 4 a 63 (1111, Welches im Grund- buchs von Warendorf Barid )(. Blatt 3188 auf den Namen des Johann Bernhard Frye eingetragen ist, behufs Befißtitclberickotigung beantragt.
Nr. 2796 hieselbst belegenen Hauses und Hofes sammt Zubehör, sowie der auf den 14. Oktober e.
im GeschäftSzimmer 19/1. dieff.Gerich1sfeine Rechte
Annoncen - Bureaur.
i.-
aufgrfvrdert, ihre Ausdrücke und Rechte auf das
Grundstück spätestens in dcm auf
den 17. Dezember 1884, Morgens 11 Uhr.
anberaumten Aufgehotstermine bei dem] unterzeich-
nctcn Gerichte anzumelden.
Im Falie nicht erfolgendcr Anmeldung imd Bc-
]“rbciiiigung drs vsrmrintiickyen WidersprUÖSreWs
wird das qusi. Grundstück auf den Namen dcs An-
iragschers, der 8111) Nr. 0._f. genannten Perionrn
Und der Erben des Théodor Hermann Bernhard
Koitrup umgeschrieben.
L'Iarendorf, den 29. Sexicmher 1884. Königliches Amt,?gericht.
[44093]
Nachdem:
1) die Ehefrau des MasÖincnhaucrs Hrinricko Nägel. Doroihca Elisabcth, gedorcnc (Höch, rrn Okhshauscn,
hezüglick) des Grundstücks: 1). 126, im Boden, Ackrr 7 3. 400111,
2) drr Schuhmacher Wilheim Saalfeld und deiirn Ehefrau Maric, geborcnc Pfannkuck), zU Hrili- grnrode,
bezüglich des Grundstücks: 19. 49, Üiif dem Gcrdcrgc, Ack: [ YZ .. YZ W n'elwc heide Grundstücke in der Gcmarkrmg Heiligenrode gelegen find, ,
hinlänglich glaubhaft gemacht hahcn, daß sie und ihre Rcckxtsvorfahren die gcnaunten Grundstücke sci! länger als 10 Jahren in umgesiörtem Eixenthmns- hesix; haben, werdrn auf ihren Antrag aÜe Diejenigen, rvelche Ansprüche (m_ die Grundstücke geltexzd machen können, öffentlia) aUsgefordcrt, dicse Ansprache [paie- stens 111 dem auf
Mittwoch, den 26. November 1884,
Vormittags 11? Uhr,
anberaumicn Trrmine vor unterzeichneicm Grrirht ZU
erheben, widriaenfallZ der die ihm dhßliegende 2111-
meldunß unierlaffcnde Berechtigte nicht nur [einc
Ansprüche gegen jeden Drittcn, welcher im rcdlrchrn
Giauhrn an die Richtigkeit des Grundbuchs das
oben erwähnte Grundvermögen erwirbt, nicht Uirhr
geiicnd machrn kann, sondern auch ein Vorzugsrecht gegeniiber Driijrnigcn, deren Rechte in Folge der innerhalb der obengesetzien Frist eriolgirn Anmeldung eingetragen sind, Verliert, und die Ueber]chr_eibung dqcr
Grundstücke auf den Namen der Antragstcüer ]Ur
zulässia erklärt Werden soll.
Caffel, den 26. Septembcr 1884.
Königlichrs AtherickIT. Abtheilung 11. klar..
[44084] Rechte an folgenden Grundstürkcn der Gemarkung
Boticndorf:
474 Haus Nr. 40 8. 0111 ("ck * , B[. 8. Nr. 168 am Berg, "(Y?ZFÜTI mri 1 03
4,72 Hofraum und ' 8" ' 168 ' ' Hausgarten 3 12 „ 1 . 232 am rotbey Stoß, Acker 15 15 2 277 im untersten Pfuhl, Acker 15 39
sind bis zum Termin,
den 3. Dezember er., Vormittags 11 Uhr, _ anzumelden, widriqenfaUs nacb Ablau? dreier Frist die bisherigen Besißer Hrinrick) Wilhelm und Frau Elisabeth, geh, Finger, von Bottendorr, als Eigen- thümer im Grundbuch Werden eingetragen “werden, und der die ihm obliegende Anmeldrzng unicrlaffende Berechtigte nicht nur seine Anspruchs gegen jeden Drittcn, Michcr im redlichen Glauben an die Richtigkeit des Grundhuxhs das oben erwähnte Grundvermögen erwirbt, nicht mehr geltend_ machen kann, sondern auch ein V0rzug§recht grgenüder Den- jenigen, deren Rréhtc in Folge der innerhalb der oben gefaßten Frist erfolgten Anmeldung eingetragen smd, Verliert. (B'. 92/84.)
Frankenberg, den 30. September 1884. Königliches Amtsgericht. Calaminus.
Wird veröffentlicht.
W e h e r, Gerichtsschreiber des Königlichen Amißgcricbts.
[44091] Zwecks Niederlegung von Grund- und Ovro- thekcnbüchcrn für die Büdnercien: Nr. 10 zu Polz und Nr. 10 zu Nirndorf werden auf Antrag der Inhaber der Leßteren: Büdners Johann Kaeblike zu Polz und Büdners Heinrich Evermann zu Niendorf „ alTe Diejenigen, welche von der AnmeldungspfiZÖL nicbt ausgenommene dingliche Rechte oder privilegtrte Forderungen, die einen Anspruch auf Eintragung zur 2. resp. 3. “Abtheilung dcs niederzulegenden GrUnd- und Hypothekenbuchs gewähren, zu"!)aben yermeinert, Kierdurcfb aufgefordert, ihre Ansprache spatrstens in cm an Mittwoch, den 8. Dezember 1884, Vormittags 11 Uhr, angesetzten Aufgehotstermine gengu „anzumelden, unter dem Nachtheile, daß sonst die n_tcht angemel- deten dinglichen Rechte und Privrlegten der An- ]prücbe für erloschen werden erklart Werden. Dömitz, den 27. Septembcr_1884. ' Großherzoglich Mecklenburgrfebes Anitsgerichi. Zur Beglaubigung: Kiecksee, Akt.-Geb.
Alle unbekannten Eigentbumsprätendenien werden