Die in Druck und Verlag von Z. H. W. Dies in Stutt- gart erschienene Drucks rxft: „ n die Wähler des 10. badischen Reichstags-Wahlkreises“_ und untxr; zeichnet: „Die Vertretung der deutschen Syzmldemokratte wird auf Grund des §. 11 und 12 des RetchSgeskses vom 21. Oktober 1878 verboten. Karlsruhe, den 14. Oktober 1884. ' „ Der Großherzoglich badische Landeskomnnssar für die Kreise ZarISruhe und Baden. a e: s.
Yichtamtliche5. Deutsches Reich."
Preußen. Berlin, 16. Oktober. Se. Majestät der Kais er und König empfingen, nach Meldung des„W.T.B.“ aus Baden-Baden, gestern Vormittag 11 Uhr, den Statt- halter General-Feldmarscbaü Frhrn. von Manteuffel upd nahmen sodann bei dem Fürsten zu Solms das Déjeuner em.
Später machten Se. Majestät eine Spazierfahrt und empfingen sodann den Adjunkten des Bischofs von Straßburg.
Nachmittags fand im Meßmerschen Hause ein Diner von 25 Gedecken statt, an welchem Ihre Königlichen Hoheiten die Großherzoglichen Herrschaften theilnahmen, und zu welchem unter Anderen der Statthalter General-FeldmarschalX Frhr. von Manteuffel, der Adjunkt des Bischofs von Straßburg, der General-Lieutenant Frhr. vorrMecrfcheidt-Hüüeffem aus Karls- ruhe, mehrere Generale aus Straßburg und der Gesandte bei der Eidgenoffenschast, Wirkliche Geheime Legations-Rath von Bülow Einladungen erhalten hatten.
_ Der Ausschuß des BundeSraths für Justizwesen trat heute zu einer Sitzung zusammen.
_ Dem Kreise Neustadt in Oberschlesien, welcher den Bau einer ChaUffée von OberZGlogau bis zur Krengrenze in der Richtung auf Thomniß beschlossen hat, ist durch Alker- höchfte Dr_dre vom 3. d. M. das Enteignungsreeht für die zu diUer Chauffee_ erforderxichen Grundstücke sowie gegen Uebernahme der künxtigen chauffeemäßigen Unterhaltung der Straße das Recht zur Erhebung des Chausseegeldes nach 13211 Bestimmungen des Chauffeegeld-Tarifs vom 29. Februar 1840, einschließlich der in demselben enthaltenen Bestimmungen über die Befreiungen sowie der sonstigen, die Erhebung be- treffenden zufäßlicherx Vorschriften _ vorbehaltlich der Ab- änderung der sämmtluhen yoraufgeführten Bestimmungen _ verliehen worden. Auch sollen die dem Chauffeegeld-Tarife vom 29, Februar 1840 angshängten Bestimm24ngen wegen der Chausseepoltzet-Vergehen auf die gedachte Straße zur Anwendung kommen.
,_ Das soeben im Verlage von Georg Reimer in Berlin erschteyene „Handbuch für die deutsche Handels- Marme auf das Jahr 1884“ hat folgenden Inhalt:
_ 1. Verzeichniß der auf die Seeßckxiffabrt bezüglicben 91211136- ge1eße, -Verordnungen u. s. w.
11. Verzeicbniß der im Deutsch7n Reich amtlicb oder im amt- lichen Auftrage herausgegebenen, ausschließlich apf die Secschiffabrt bezüglichen Bücher, Zeitschréften und Karten.
111. Verzeichniß derjenigen auswärtigen Staaten, mit denen Vom Deutschen Reich, vom früheren norddeutschen Bund, vom früheren deutschen Zoll- und Handelsverein und von einzeln-xn deutschyn Ban- desstaaten Verträge über dje Lluslieferung desertirter Matrosen ab- geschloffen finy, nebst Beze1chnung dieser Verträge.
17. Amvetsuna in Yefreff" der Beurkundung von Geburten und Sterbefällen auf Seeschtfferx wahrend der Reise.
7. Cirkulayan die Katserliä) deutschen Konsulate, betreffend die kostenfreie Vermttteluxg des Geldverkebrs der deutschrn Seeleute im Auslande mit der „Hetmatb, vom 15. Juni 1877.
171. Verzeichmffe von Secbkbörden irznerbalb des Bundesgebietes.
9. OW, Inspextoren zur BeaufsYÖtrgung des Seesteuermanns- und Seesch1ffer-qufunJSWesens und dre Kommisfionen für die Prü- fung der _Seesteuerleute und Seeschiffer.
b.D1e Inspek'toren zux Beaufsichtigung des MafÖinisten-Prü- fungßwesens uyd'dte Kommrsfionkn für die Prüfung der Maschinisten auf Seedamvf1chzffem " (:. Verzeichmß der zur Ausfertigung der Befähigungs - Zeugnisse fur Seeschiffer, Seesteuerleufe und Seedampfschiffs-Maschinisten zu- ständigen Landesbxhörden.
(1. Verzeicbmß des, auf Grund des §. 4 der Verordnung vom 26. Dezember 1875 (Retchs-Geseyblatt Seite 387) besteÜten Persoaals der deutschen SeeWarte.
6. Die SchiffSregisterbebördcn.
f. Die Inspektyren zur Beauffichtigung dks SÖiffSvermessungs- Zvoßeskßxjsdund dic Sch1ffsvermeffungs-uadiSchiffsvermcffungs-Revifions-
e or en.
g. Die Seemannsämter und die denselben vorgesetzten Land:???- behörden.
b. Die Strandbehörden.
i. Bebördsn für die Untersuchung von Seeunfällen.
711. Verzeichniß der deutschen Konsulate, nach der alphabetischen Reibefolge der Staaten und innerhalb jedes Staates nach de: alpb'abejtschen Reibefolge der Amtsfiße geordnet, nebst alphabetischem Regtster der Amtsfiße.
14. Verzeichniß er deutschen Konsulate.
_13. Alphabetisches Register der Orte, an denen dil.- Konsular- Beborden ihren Sit? haben.
7111. Verzeichnß derjenigen fremden Konsulate in Deutschland, derenléämleséeöiréeüFbe “QeuLtzsch-knchKLXstexÖgebißte ttsnckipt umzxassen.
. pa e es '*erzei nß er eu en „au artei ie
noch dem Bestanxe am 1. Januar 1884. ff b fck ff
, )(. Alphabetjscbss Verzeichnis; der deutschen Kauffahrtei-Dampf- 1ch1ffe nach dem Bestande am 1. Januar 1884.
111. Verzeiäzm vcn deutschen Kauffabrteisc'oiffen, Welchen auf Grund des ; . 1 des Geseßes, betreffend die Nationalität der Kauffabrteizxch1 e und ihre Befugmß zur Führung der Bundesflagge, vom 2,5- Oktober 1867 (Bundes-Gese blatt Seite 35), von den ZMF?!) denkschen Konsularbehörden laggenatteste ertbeilt "wor-
KU- prabetiscbe Liste der deut chen eimatbsbäfen mit Be- zxtchnung der Scbiffs':egisterbebörden,s in Kren Bezirk die Häfen
liegen.
FU]. Statistische Uebersichten,
&. Der Bestand der deutschen KauffabxjejstbiFe.
v. Uebßrficht der Seereisen deutscher Schiffe zwischen außer- deutsÖeZJHaxkezn in édebn Jabzen 2871121) 1880 und 1882,
0. er eever e r m en cu en Qa [" " 1875, FFT"? H8b82'd- i d Fb .1Lenpaßen fur die Jahre
(i. a w 9 er te 11 en „(1 ten 801881 und 1882 ver- unglückten deutschen Seeschiffe.
o. Uebersicht der Schiffsunfälle an der deutschen Küste während der Jahre 1881, 1882 und 1883.
KLU. Nachträge.
_ Das uqter 111 aufgeführte Verzeichnis; giebt für jedes emzelne Schtff an:
1) Das Unterscheidungs-Signal.
2) Den Namen.
3) Den Heimatbsbafen. _
4) Die Gattung (Bauart), insbejondere:
s. bei Dampfschiffen, ob Räder- oder Schrauben-Damvfschiff;
„b. bei Segelschiffen die durch die Takelage und die Form des Scbtffskörpers bestimmte Gattung nach der landesüblichen Benennung.
5) Die Ladungsfäbigkeit (den Netto-Raumgebalt), sowohl in Kubikmetern, als auch in britischen Register-Tons auf Grund der Verwesung nach der Schiffsvermeffunas-Ordnung vom 5. Juli 1872 (Reichs-Geseßblatt Seite 270); insowüt eine solche Vermessung noch nicht stattgefunden bat, ist dies erkennbar gemacht.
6) Die Pferdestärken der Dampfmaschinen; die Angabe über die- selben ist in der Form Links Bruches gemacht, in welchem die Zahl der effektiven Pferdestärken den Zähler und diejenige der nominellen Pferdestärken den Nenner bildet.
Z) Das Jahr der Erbauung, d. l). das Jahr, in welchem Has Sebi zuerst vom Stapel gelaufen ist; erforderlichen FaUes auch das Jahr eines ejwa vorgenommenen neuen Aufbaues.
8) Das Hauptmaterial, aus welchem das Schiff erbaut ist, ob:
8. Von Eisen,
1). von Holz, und zwar:
us.. von battem (z. B. Eichen-, Teak-) Holz,
bb. von weichem (z. B. Föhren-) Holz. ,
9) Die Verbolzung; ob das Schiff verbolzt ist mlt:
&. Bolzen von Kupfer oder von irgend einer Kupferlcgirung (Munymetakl, Mctal] in engerem Sinne),
1). Bolzen aus Verzinktem (galvanifirtem) Eisen,
8, Bolzen aus unverzinktem Eisen.
„st 10) Den Beschlag; ob der äußere Schit7§boden beschlagen ! nm:
3. Platten Von Kupfer oder von irgend einer Kupferlegirung (Munßmetaü, Metall in engerem Sinnk),
b. Zinkplatten.
11) Die Zahl der Schiffs: (Boxo) Cbronometer, Welche das Schiff führt.
12) Den Namen und Wohnort des Rheders. Bei getbeiljem Eigentbum den Namen und Wohnort des Correfpondent-Rbedcrs.
13) DSU Namen. und Wohnort des Schiffers (Schiffsführers, Kapitäns).
14) Die Zahl der regelmäßigen Besayung, einschlikßlicb dcs Schiffers (Schiffsführers, Kapitäys), sowie 878 ärztlichen, Mafchinen-, Verwaltungs- und Dienfzpersonals. , _
' Das Verzeichnis; rst nach dm Namsn der Schiße alpha- bet1sch geordnet. . Schiffe ,gleickgen Namens sind nach der alphabetischen Rethefolge 1hrer Heimathshäfen aufgeführt. Kennt man „daher den Namen, beziehungsweise den Namen und den'HUmathshafen eines Sckßffes, so wird man das U11terschetdungssignah die Ladungssähigkeit, den Namen und Wohnort des Rheders und SchifferS, sowie Tie sonstigen An- 1?"ng i.ber das Schiff dem Verzeichnisse leicht entnehmen
onnen.
Diese alphabetische Awordnung sowie die größere Zahl und Nstchhaltigkeit der. Angaben Über jedes einzelne Schiff unterscheiden das Verzexchniß von der als Anhang zum inter- nationalen, Signalhuche herauSgegebenen Schiffsliste. Die „letztere WUÜ die Schiffe nach der systematixchen Rsihefolge 1hrer U11terscheidung6s1gnale nach und beschränkt sich, unten: Beibehqltung des Schemas der britisckxen beziehungsweise franzöftschen Signalbuch-Schiffsliste, auf _die Angabe des Unterscheidungssignales, des Namsns, des Heimathhaf.«n8, der Ladungsfähigkeit und der Maschinenkrast des einzelnen Schiffes. Währenh die Signalbuch:Schiffsliste daher vorzugs- we1se1den' Signalistrungs-zmecken dient, ist das alphabetische VerzUchmß wesentlich zum allgemeinen Gebrauchefür Behörden, Kaufleute, Schiffer u. s. w. bestimmt.
Ueber die deutschen Kauffabrtei-DamhWiffe enthält das unter )( aufgeführte besondere Verzeichniß derselben im An- schluß an dte Aufzeichnungen unter 1)( noch Folgendes:
9. Die nach §. 22 der Schiffsvermeffunqs-Ordnung Vom 5. Juli 1872 bebus's Feststellung der Identität der Schiffe ermiktelten HaupT- JÜÉLW- Läklge, Breite, Tiefe sowie Länge des Maschinenraumes _ er e en.
1). Den nach der SQiFfEVermeffungs-OrdUung fek'égeftellten Brutto- Raumgebalt der Schiffe, 1owohl in Kubikmetcrn aks aucb in kritiséhcn Register-Tons.
0. Den Unterschied zwischen dcm Brutt:*- und dem Netw-Raum- gehalk.“ der Schiffe in Prozenten ibrcs Brutto-Raumgebalbö.
„(L. Die Zahl und Bauart der FortbeWegungs-Mc.schinen der Sch1ffe, sowie die Zahl und Bauart der zu erster-n gehörigen Dampfkeffex. ' ' „ _ „_ *
Die m diesem Verzsrchmß, enthaltene); Dampßckmse, welche SuezYanql-Meßbriefe erhalten haben, smd am Schlusse des Verzmcbmffes noxh besonder?- nachgswiesen unter Angabe des nach den Vorschr1sten, betreffend die Vermessung der Schiffe füx die Fa rt durch dsn Suezkanal, vom 15. April 1879, er- zmttelten xutto- Und Netto-Raumgehaltes sowie de-Z Unter- 1ch1ede§ zw17chen dem Brutto: “und Netto-Raumgehalt in Prozenten des Vrutto-Raumgehaltch.
_ _ Der General der Infanterie vson Strubberg, General-Znspsecteur des Militär-Erziehungs- uni? Bildungs- wesenzz, yat stch, behufs Vesichtigung der dortigen Kriegsschule, auf emige Tage nach Hannover begeben.
Cas 7 el, 15. Oktober. In der heutigen Sitzung des Kom'munal-Landtages *;rfolgten die Wahlen für den 2T.;egisthmFic-mßcxusfchuß, den Eingabena-usschuß und den großen
US u.
Mecklenburg - Streliß. Neustreliß, 14. Oktober. éMeckl._Anz-) Der Großherzog und der Erbgroßherzog trzd gestern mit dem Nachmittag2zuge, die Großherzogin m1t dem Abendzuge von Neubrandenburg hier wieder ein- getroffen, während die Erbgroßherzogin von Neubrandenburg aus noch emen Besuch in die Nachbarschaft unternommen hat.
Braunschweig. V r a u n s chw ei 9 , 16. Oktober. (W. T. B.) Die letzten Nachrichten Über das Befinden des Herzogs lauten,wieder weniger günstig. Die „Braunschweigifc'hen Anze_1gen“ meZden: Nach gestern hier eingetroffener tele- graphtscher Nachmcht hat eine wesentliche Hebung der Kräfte dxs erzogs noch nichT stattgefunden; Seitens der Aerzte ist em agenkatarrh konstatirt worden. Der Herzog hatte eine unruhige Nacht, doch ist der Puls relativ gut.
Elsaß=Lothringem Straßburg,14. Oktober. (Ldes- Ztg. f. EML.) Der Kaiserliche Statthalter, General-Feld- mgrschall Frxiherr von Manteuffel, ist gestern Nachmrttag xmt dem ern-Pgriser Schneüzuge von Augsburg kommend, tm besten Wohlsem hier wieder eingetroffen.
Oesterrejch-ngaru. Prag, 15. Oktober. (W. TV.) In der heutigenSj ung des Landtages beantragte Graf Clam-Martiniv, d1e egierung zur Einbringung einer Vor- lage aufzufordern, durch welche der Grundsaß zur Geltung ge: bracht werde, das: in allen aus Staatswitteln erhal= tenen Mittelschulen Böhmens die zweite Landes- sprache als obljgatorischer Lehrgegenstand erklärt werde. Von dem Unterrtcht in der zweiten Landessprache sollen jedoch nach dem Antrags diejenigen Schüler au6geschloffen bleiben, deren Eltern ausdrücklich um Befreiung ein- kommen. Hinsichtlich der aus Gemeinde: oder Privatmitteln unterhaltenen Mittslschulen sollen darüber, ob die zweite Landessprache für obligatorisch erklärt werden soll, diejenigen entscheiden, welche diese Mittelhergeben._DerMajoritäts- antrag des Ausschusses bezüglich des Herbstschen Antrages über die nationale Abgrenzung der Bezirke wurde in namentlicher Abftimmung mit 141 gegen 66 Stimmen ange- nommen. , ' Pest, 14. Oktober. (Wien. Ztg.) Die gemäßigte Oppo- sttton hat den von AlbertApponyiverfaßten Adreßentwurf ohne Debatte angenommen.
' Agram, 14. Oktober. (Wien.?!bdposx.) In der heutigen Sjßung des Landtages unterbrkitete der Adreßausschuß den Adreßentwurf. Hinkovic und Genossen überreichten den AdreßSntwurf der Starcevicpartei. Beide Adreß- entwürfe wurden für Freitag auf die Tagesordnung gestellt.
Belgien. Brüssel, 14. Oktober. (Wes.-Ztg.) Nach- dem das neu? Sclxulgescß die Kommunen zu Willki'trakten verleitet hat, steht s1ch ]"th der Minister des Innern ge: zwuvgen, durch ein neues Rundschreiben, „da die Be- ßnnmungen des Gesetzes nicht richtig verstanden worden Und“, d1e Rechts der Gemeinden genau festzustellen. Hier- ngch haben die Kommunen ohne Weiteres das Recht, Fort- b1lyungs- und Kindergartenschulen sowie Elementarschulen zu errrchten oder aufzuheben _ wofern wenigstens eine Schule er: halten'bleibt _, die Zahl und das Gehalt der Lehrer wie der Lehrßrmnen zu erhöhen oder zu vermindern _ nur muß das fÜr eme Schule nothwendige Lehrerperfonal erhalten bleiben _, dteLehrer bsi Aufhebung ihre? Stelle mit Wartegeld zur
DiSposition zu steÜen, und endlich freie Schulen zu adoptj-é?
ren. Dagegen bedürfen ste der Zustimmung der Regierung JUL“ Amhebung der Kommu'nalfchulen und zur Adoptirnng emer freien Schule, deren Lehrerpersonal nicht wenigstens zur Hälfte geprüft ist. _ Die Stadt Gent hat die Erhaltung threr sämmtlichen Schulen troß Her jährlichen Mehrbelasiung von 95 000 Fr. beschkossen.
Die Kommunalwahlen nehmen besonders in der Hauptstadt einen sehr erregten Charakter an. Plakate, Auf- LUFL, Anspmchen, persönliches Eintreten der Vertrauensmänner hexder Pachien _'_kurz, alles nur Denkbare geFckÜeht, um sxck) dex: SLM zu s1chern. Drei verschiedene Listen bekämpfen s1ch bet der Wahl der 18 Kommunalräthe.
szr ,.,Moniteur“ vexöffentlicht heute die Uebersicht Über dxe gesammten Staat-Zeinnahmen der ersten neun Monate 5 853 Jahres. Dieselben haben danach einen solchkn Ausfau Ergeb6n, daß schon jeßt ein Defizit von 16187 554 Fr. voxhanhen ist und die Steuerzahler, falls nicht noch das leßte Vterteljahr eine weitere Verschlimmerung der finanziellen Si- tuat'ion hsrbeéjübrt, jedenfalls am Schlusse des Jahres ein Defrzit von 26 Millionen zu decken haben.
_ 15. Oktober. (W. T. B.) Das „Echo du ParlemeUt“ meldet, daß anläßlich der am Sonntag stattfindenden Kom- munalwahleninAntwerpeneinebeträchtlicheTruppen= zahl zur Verhinderung von Ruhestörungen konzentrirt werden soll.
Großbritannien und Irland. London, 14. Ok- tober. (Al]g. Corr.) Tie schottischen Farmer find unaus- geseßt thäxig, um für sich ähnliche Vortheile zu erringen, wie sxe den irtschen Pächtern durch die Landakte gewährt worden smd. In einem in Aberdeen am Sonnabend abgehaltenen Meeting der „Scottisck) Farmers Aüiance“ wurde der Bericht der Deputation unterbreitet, die nach Irland entsendet woxden war, um über die Wirksamkeit der irischen Landakte und“ deren Anwendbarkeit auf Schottland Erkundigungen einzu- ziehen. Das Resnltat ist ein derartiges gewesen, daß im großen Ganzen sämmtliche Bestimmungen der irischen Land- akte ach) auf Schottland zutreffend befunden wurden.
'D16_Festung5werke ver südlichem Küste Eng- lqnds smd Gegenstan_d ernster Aufmerksamkeitder Regierung. Eme szahl Genie-Osfiziere Hegab sich gestsrn Morgen von der nnlttärtsthen Genie-Schule zu Chatham nach der englischen Südküste, um die Forts und Küsten:Verthcidigungswerke längs 1ener Gestade einer Inspektion zu unterwerfen.
, „Frankreich. Paris, 14. Oktober. (Fr. Corr.) Die Mrmster traten heut? unter dem Vorsiß des Präsidenten der Repu'blik zu einem Ministerratk) zusammen, welchem Hr. Rouvrer bereits beiwohnte. Die Vereinigung der Ver- waltung ,der Kolonien mit dem Handels-Minifterium wurde 1m Prmznx genehmigt, die Durchführung dieser Neuerung aher (xuf emen Monat verschoben. Die“ Minister bcfchäftigten steh 51eran mit der Regelung der TageSordnung im Parlqment und beschlossen, daß der Minister des In- nzzry xm Senat die sofortige Verathung über das Reci- dwxstengeseß und daß die N9gierung in der Kammer die G21eßesprojekte Über die Eintbeilung der Weine und die MtrÖen-Gewerbegerichte zur raschen Erledigung yorschlagen wer 2.
Die beiden Häuser deS Parlaments traten heute nm“ zusammen, um ihre Tagesordnung festzusteüen. Zu der Deputirtenkammer brachte der Marine-Minister zwei (He- seßentwürfe ein; der erste eine Kreditforderung für Tong- king von 10811000 Fr., der andere, betreffend die Er- laubnis; ur Verleihyng einer Anzahl von AuSzeiclmungen für Wa _extthaten m Topgking. Der Kriegs = Minister brachte 18111 neues Vro1ekt Über die Bildung eines Kolonial: und eine? afrikanischen Heeres ein. Die Inter- peaatton de Roys w1rd' am Sonnabend zur Debatte gelange"- _ Der _Senat regelte seme Tagesordnung dahin, daß zuerst daß Gesxß i_tber di,? Incompatibilitäten und hierauf das über d]? Necwtotsten, fur welches [eßtére noch einige Akten nothwendux smd, zur Verathung gelangen soll. _
_ 15. Oktober. _(W.T.B.) Die Vudgetkommissll)" (WUK? dW Vorschlage desFinanz-MinistersTirard bezugltck) dßr Herstellung des Budgetgleichgewichts ab "“Übe- schloß„an_1hren früheren Beschlüssen festzuhalten. Am Frettag WLW [ck der, Conseils-Präsident (Ferry in der Budget- kqmnnsston Über dte Mittel zur Herbei ührung neuer Erspax- mffe vernehmen lassen.
In Aubervilliers ist heute früh eine Person an spo- radischer Cholera verstorben.
Eine Depesche des Generals Briére de ['Isle meldet: Oberst Donnier nahm nach yinem glänzenden Ge- fecht am 10. d. M. eine, die Festung Chu beherrschende Höhe weg _ einen Stüßpunkt des großen verschanzten Lagers, welches von 5 casemattirten Forts gedeckt wird. Die Chinesen versuchten Tags darauf wieder zum Angriff überzugehen, aber unsere Artillerie richtete so großen Schaden unter ihnen an, daß sie in der Richtung nach Langson entflohen. Ihre Verluste werden auf 3000 Mann veranschlagt, unter denselben ihr kommandirender General. Unsere Verluste betragen 20 Todte, worunter ein Offizier, und 90 Verwundete, worunter 2 Offiziere. Die von dem Obersten Donnier geschlaaenen chinesischen Truppen gehörten den besten Truppen des Kaiserreiches an, waren gut be- maffnet und manövrirten nacb europäischer Weise. _ Briére de ['Jsle vetrachtet die Invasion in Tongking alS voÜständig zum Stillstand gsbracht. _ Nach der amtlichen Liste betragen die Verluste dsr Franzosen bei der Rekognoßzirung am 8. d. M., [161 TamsUL, 16 Todke und 49 Verwundete.
Italien. Rom, 15. Oktober. (W. T. B.) Der Cholera-Vericht vom 14. d. M. meldet: Es kamen vor: In Alessandria 3 Erkrankungen, 2Todesfäl19, in Aquila 9 Er- krankungen, 6 Todesfäüe, in BreScia 2 Exqunkungen, 1 Todes- fall, in Caserta 2 Erkrankungen, 2 TodeNäÜe, in Cremona 4 Erkrankungen, 3 Todesfälle, in Cuneo 41 Erkrankungen, 15 Todesfälle, in Genua 11 Erkrankungen, 15 Todesfälle, in Modena 2 Erkrankungen, 1 Todesfal], in Neapel 125 Er- krankungen, 57 Todesfälle, davon in der Stadt Neapel 95 Er- krankungen, 47 Todesfäüe, iu Novara 4 Erkrankungen, _5 Todesfäüe, in Parma 1 Erkrankung, 1 TodeSfall, in Pama 15 Erkrankungkn, 3 Todssfälie, in Pesaro 4 Erkrankungen, 3 Todesfälle, in Reggio neÜ' Emilia 1 Erkrankung, Z Todes- fäüe, in Rovigo 2 Erkrankungen, 1 Todesfalj.
Neapel, 16. Oktober. (W.T.V.) Vom 14. d.M_.,Nqck)= mittags 4 Uhr, bis zum 15. d. M. zur gletchen Zett_s1nd 76 Personen an der Cholera erkrankt und 36 Perwnen gestorben.
Rußland und Polen. St. Pelersbukg, 16. Oktober. (W. T. B.) Das Ministerium für VolkWufklärupg macht bekannt, daß die von dem „Kiewlanin“ mxtgethetlte theilweise ZUlassung der KiewscHen Studxnte'n zu andern Universittäen durch die jüngst im „?)YegwxungE-Anzxtger“ in Betreff der Kiewschen Universität veröffentltchte Verfügung als annullirt anznsehen sei.
Afrika. Egypten. Kairo, 15.'Oktober_. „(W. T. B.) Entsprechend dem Schreiben de?) Fmanz-thsteer, vom 18. September, durch welches derselbe dw Squenston der Amortisirunm der unifizirten Schuld anordnLte, hqt das Ministerium heute Verfügungen erlasstn, daß dte Zahlung der Einnahmen der Eisenbahn: und Telegraphetz- verwaltung an die Staatsschuldenkaffe „morgen ,und dle Zahlung der übrigen Einkünfts, welche, spez1ell für dte Staats- fchuld bestimmt sind, am 26. d. M. wwder aufgenommen werden.
_ (AÜg. Corr.) Ueber das Schicksal des Obersten Stewart bleiben die Nachrichtsn noch immer wTdersprechenZ). Die neueste Mkldung, die dem Auswärtigen Amts m London zugegangen, belebt von Neuem die schon durch Zeitungsberichte geweckten Hoffnungen, daß ' er noch" mxtsr den standen ist. Major Kitchener bsrtchtet namltch: er habe ans Debbel) Neuigkéiten empfangsn, die, wenn sie korrekt find, es über jeden Zweifel steÜen würden, daß der Oberst Stewart noch am Leben ist. Boten'smd m1t Einzelnheiten der Niedermxtzelung eingetroffen. Exner der- selben hatte einen der Usberlebenden gesprochen, welcher xr- klärte, daf; der griechische Konsml in Chartum dyn Dammer befshligt habe, und mcm ist der Ansicht, daß, wenn Oberst Stewart sich an Boxd des SchiFeS befunden hätte, er dessen Befehl geführt haben würde.
ZeitungSstimmen.
Die „NorddeuÉsche "Allgemeine Zeitunß'“, theilt den' Wortlaut einer dem R91ch§kanzier kürzlich von SMM der Handelskammer für den Negwrmtgsbezirk Oppeln zugegan- genen Eingabe. Dieselb» lawxut;
Ew. Durchlaucht wolLen uns hochgeneigtest die aehorsame An- zeige gestatten, das; wir in unserer lexzten Plenarsitzung _ am 25. Septkmber d. J. _ folxxcnde Resolution beschlossen haben:
.Die Haßdelskammer für den Regierunngezérk Oppkln erachtet die Einrichtung von Postdampcrlinien, Welé-„xe einen regelmäßigen und schneUen Verkehr zwischen eutschland und überseeischen Kultur- läßdern auf direktem Wege herstsüen, für eines der wirksamsten Mittel, um im Interesse der deutschen Gewerbethäjigkeit die Handelsbeziehungen mit jenen Ländern zu befestigen, zu beleben und zu erweitern. _
kaentsprecbend hat unsere Kammer den in einem Geseßeniwurf der verbündeten Regierungen kundgegebepen Plan, zur Einrichtung und Unterhaltung regelmäßiger Dampf1chiffsverbmdungen zwijchen deujschen Seehäfen und OstaMen bezw. Australic-n Beibülnfen aus inchsmitteln zu bkwiÜigen, mit lebhafter Bxfriedigung be"gr12ß1 und bedauert, daß der betreffende Geseßentwurf n1cht zur endgulngen Er- ledigung gekommen ist.
Jndeffen hegt die Handelskammer die Hoffnung, daß der nach den NeuwabTen zusammentrctende Reickostag seine Zustimmung zu 1her Unterstüßung eines solchen nationalen 11111ernehmens nicht ver- agen wird.“
Im Anschluß an diese Erklärung aéstattcn wir uns, als berufene chtr'eter eines großen Juduftricbczitks, Ew. Durchlaucht die chr- erbxetth Bitte zu unterbrcéten, hochgcneigte'st zu veranlassen, daß der Aytrag der verbündeten Regierungen auf Bewiüigung von Reichs- nntteln zur Unterstützung von Postdampferlinicn dem Reichstage Wchmals vorgelegt Werde. „
_ Die von der Handelskammer für detx Krenz Offeyburg zu Lahr an den Reichskanzler, Fürsten vqn Bxsmarck, gemchtete Adksse bezüglich der Dampfkrsubventwnen hat nach der „KarlSruher Zeitung“ folgenden Wortlaut: ,
-EW. Durchlaucht! So freudig wir s. Zt. dre von Ew- Durck-Yaucht dem Reichstag in der letzten Sesswn zugestellte Vorlage emes Gesetzenttvurfs. betreffend die VerWendung von Gekldmittelr-r aus Reickosfonds zur Einrichtung und _ Uyter- hen,?ung chn direkten Post - Dampfsckyiffverbindungen mtt uber- [Mschen Landern, begrüßt haben, ebensosebr haben wir bedauert, Yak; düse bedeutungsvoüe Vorlage nicht mehr durchberaihen und zu ernem kaolgreicben Abschluß gebracbt werden konnte. Wir sind zwar Zlicht in der Lage, für die Beurtheilung und Befürwortung der Vor- dW? in tkÖnisÖLr Hinficht neue Gesichtspunkte beizubringen, oder etwa »le Yotbwmdigkeit der geplanten Einrichtung an bestimmten FäUen des BedLZkfnisses aus dem praktischen Geschäftsleben nachzuweisen. Es ist Lnd w::rd dies noch von anderer, kompetenterer Seite zur Genüge und
effer geschehen. Unsere Sympathie für die Vorlage Wurzel! in der
Würdigung derselben vom ungemein wirthscbaßliÖcn Standrunktaus. Jn voUer Uebereinstimmung mit dem industriereicben und für einen beträchtlichen Theil seiner Erzeugniffe auf den Export angewiesenen Bezirk, dessen wirthschaßlicbe Interéffen wir zu vertreten baden, find wir der Meinung, das: in dieser Vorlage ein Keim liegt, der für unser nationales Wirtbscbaftsleben direkt und indirekt, hundert- und tausendfältig Früchte tragen kann, _und daß die günstige Lösung der damit zur rechten Zeit aufgeworfenen Frage von der höchsten Bedeutung und der arößten Tragwcitc für die fernere Entwicklung und das Gedeihen unsere? Handels, unserer Industrie und Schiffahrt sein wird. Wir verxprcchen uns von der Einrichtung direkter Postdampfer-Verbindungen untér eigener, deutscher Flagge nicht bloß die auf der Hand liegendekc Vortheile eines rascheren, ges1chcrteren :md vvn Fremden Institutionen unabhängigen Postverkehrs mit den übersceisckyen Ländern und Handelsstationcn _ Vortheile, die im heutigen Gesckäftslcben bekanntlich von größtem Werthe find _, sondern auch “die nicht hoch genug zu schäycnde Mözlickokeit eincr selbstßndigen gercgelten Pflege und fortschreitenden Erweiterung unxercr überseeischen Handels- beziebungcn. Wir erblicken ferner in jener Einrichtung ein wirksanns Mittel zur Sicherung und Vergrößerung unserer Absa gebiete, nicht minder aber auch 11 einer Belebung des Un- ternc munasgcistes, v5n Welcher eine günstige Rückwirkuna auf den Handel und die gesammte Industrix unseres deutsében Vater- landes chartct werden darf. Wir versprechen uns Weiter von der Einführung cigcner Dampferlinien Lm Sinne der Vorlage als größten moralischen Gewinn, “016 Befreiung von der zur Zeit noch bestehenden Abhängigkeit von fremden VerkchrI- mikteln, eine Erhöhung der Selbständigkeit und des Ansehens un1eres deutschen Handels und unserer Flagge bis zu dem Maße von Auto- rität, das uns Nötbig ist, um auch auf diesem Gbiete den uns gebüh- rcnden Platz unter den konkurrirenden Nationen einzunehmen und BMW wir bedürfen, um mit den Bewvbnern der überseei- schen Länder, Welche ihr Entgeaenkymmen großentbejls nach der Mackytejxtfaltunxx des mit ihnen Verbindung 1uchenrcn Staates zu bemsffcn pflegen, erfolgrxicb verkehren zu können. Wir erblicken endlich in der geplanten DamperexbindunMÖas beste Mittel zur Unttérstützung “oer dsutschen Kolonialbeftrebungen, deren Verwirklichung im Sinne der Ausführungen, mit welchen Ew. Durchlaucht in de_r Kommissionsfitzung vom 23. Juni d. J. _in so eingehender und 51erzeugender Wei1e die Grundzztge'nnd Zjele Ihrer deutsckpen Kolonialpolitik gezeichnet Haben,_als tvtr d;"? richtigste Lösung der Kolonienfxage anerkennen und wunschen mussen. Ju dieskn allgemeinen Gcsckxkspunkten Wurzelt unscxe Smeathte für die damalige VorTage und von diksen Gefichtspunkxcn aus- gebend, gestatten wir uns heute, einem etnstirnxncgen Bc- schluß unserer Kammer zufolge, di? ergebensste Btkte au_§zu- sprechen: Ew. Durchlaucht one dem nächstsn Reichstage neuerdtngs eine Vorlage in gleichem Betrkff bochgeneigtest zugeben lassen, welche, wie wir boffex, im n«:uen Reichstage einc warnré Aufnahme, eme kräftige Unterstützung fixxden und, wie wir wünsckc11_,_ zum Segen des dcufsäxcn Handels, zum Wohle des Denkscbcn Retxkos zur Annahme und baldigen Ausführung gelanaen wird. In ebrcrbtetrgstcr Ergeberz- beit Ew. Durchlaucht aehorsamst'e „Handelskammer für ÖM Krets Offenburg und Amtsbezirk Ettenheim in Lahr.
Amtsblatt des ReiÖS-Poséaméxs. Nr._51. _ 37117512: Verfücxungen: Vom 7. kaobcr 188 _ Wexthbriexverkcbr 1xnt der Türkei. _ Vom 7. Oktober 1884. Fkartcnwrmularc zu Post_anwä- sungen aus Frankreich. _ Vom 6. Okwbcr 1884. Wiederbersteüung des PostpacketVerebrs mit Algerien und Tunis. _ Vom 7. Oktober 1884. Benußung der Eisenbahnsirech (Großbotben_Wyrzen zu Post- zWecken. _ Vom 7 Oktober 1884. Eröffnung der Etsenbahnstrcckc Siegburg_Ründerojh.
Statiftifckze Nachrichten.
Jm Verlage von Julius Springer, Berlin, erschiert,s_c)kben der Jahresbericht über die Beobachtungs-ergebntxse Her von den forstlichen Versuchsanstalxen des Königre1chs Preußen, des Königreichs Württemberg, 7266 Herzogtbums Braun- schweig, der thüringischen Staaten, der “Reic'QLlank-e, und dem Landes-Direktoriam der Provinz HERUOVU crugerichtcten forst- lich - meteorologisäycn Stationen. Herausgegeben, von Dr. A. Müktrick), Professor an der Königlickyen orstakadcmte zu Eberswalde und Dirigent der meteorologischen Abt cilunxx dcs f(xrsh liaben VersuchIWesené in. Prsußen. Nkuntcr Jahrgang, 1883. _ Die Zahl der fokstlkcb-m?jeorologisMn Stationen ist 51:75 wahrergd des Jahres 1883 wieder unNrändert gebliebkn. Der BLUÖT 918131 x_n den Vorbemxorkungen eine Tafel, Welche der leichteren Ueberficbthcbkcit wegen die Zusammenstcüung der gcoZrapbischen Lag? der Stxtwncn und ihrer Erhebung iibcr den Mcercswiegel, bietet.
„& „ , * Zäch Höke „ MÖLLER östlich von Über Dem
. Ferro. Meere. (Grad.
Grad. 11] 54,50
38,135 ? 30 53,34 39,9 124 50,28 34,2 890 52,50 31,29Y“ 42
Staüonen. Oberförsterei.
Frißen Kurwiexa Carlsberg verbunden mij der Hauptsta-x tion des forst-' lichen Vkrsuchs-“ We1ens. „ Schmiedefeld Lohra Andreasberg Marienthal Lüneburger Heide Hadersleben Hadxrslebcn Schoo Aurtcb Labnbof Zaincben olierajb * eifferscheidt t. Johann Oberamt Urach Hagenau Hagenau-Ost Neumatb Lemberg 48,59 24,571) ,' 340 Melkerei Barr 48,25 24,575 | 930
Die Beobachtungöresultate von den drei zyleßt genannten, in Elsaß-Lotbringen belegenen Stationen find ebenw wie in dem var- xxangenen Jahr auch im Jahre 1883 [owobl für dre „monatlich er- scheinenden Publikationen, als auch fux den Jahresbericht durch die forstliche Versuchßanstalt in Straßburg und dle_ Resultate des Jahres- berichtes für die in Württemberg aelegene Statwn St. Johann durch die forstlickoe Versuchsanstalj in Tübingen zusammengesteÜt wvrden. Für die übrigen Stationen ist die Bembeitung de_r Beobachtungen durch die Hauptstation des forstlichen VersuchöWxÜens in Preußen aUSgefübrt. Eine länaere Unterbrechung haben dll: Beobachtungen auf keiner Stajion erfahren, am häufigsten mußten ebenso wie in den vorhergehenden Jahren die Beobachtungen dex Erdbodentempe- raturen außgeseßt Welden, weil entrveder d'ic 'Holzleiften, in denen die Thermometer befestigt find, _ zetttvetfe festgefroren waren, oder Weil in dcr naffen JabreSzeit zuvtelGrundWaffer auftrat und die Beobachtungen deshalb unterbrochen Werden mußten. Dcr Be:icbt giebt das Verzeichnis; derjenigen Stationen, auf denen die Ablesungen an den Erdbodentbermometern ausfielen. Im Laufe „des Jahres 1883 find die beiden Stationen rißen und Kurwten etner eingehenden Revifion unterzogen und de auf ihnen benußten Jystrumente mit den in Eberswalde beßndlicben Normalinstrumenten nneder VergliÖen worden. Die Revifion erfolgte in Frißen am 4. und 5. September und in Kurwien am 31. August vnd am 1. September.
Jrißen urwixn Carlsberg Eberkjvalde
50,36-Z 51,22 51,458 52,16 52,59 55,16 53,366 50,53Z 50,27Y 48,298 48,50
28,284 680 28,14 358 28,101 774 28,384 143 27,55 95 27,94 34 25,14 3 25,549 602 24,32 612 26,59 760 25,28 145
Schmiedefeld FricdrichSrode Sonnenberg Marientßal Linßel
Es werden sodann die Resultate der Beobachtungen auf den forstlicb - meteorologischen Stationen während des Jahres 1883 zu- sammengesteut. Die Tafeln enthalten Mittheilu_ngen über Lgftdruck, Lufttemperatur, Erdbodeptemperatur. atmoWbäriW-x euchtigkett, Ver- kunstungögröße einer freien Wasserfläche und N;edc:sch äge, Bewölkung, Winke, Beobachtungen aus dem Tbier- und Pflanzenlcben.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Von ker iÜUftrirten Pracbtausgabe von Lenau'2i Werken liegen die Liefcrungen 9 und 10, von derjeniacn von H. Heinc's Werken die Lisferungen 4-6 vor, leytkrc die „Ideen, “568 Vgl!) la Grand“ und 'die Berliner Bricfc entbultsnd. Sämmtliche Hefte find mit zahlreichen wohlgelungemn Jüustrajionen qeschmücht, die den Preis des sebr elegant ausaestatteten Werkes“. 50 „5 fur das Heft, auffallend biüia erscheinen lassen. Beide Werxe werden bc- kanntlich von Sigmund Benfinger in Wien, Leipzig und Prag verlegt.
_ In Carl Hcvmanns Verlag in Berlin ist crscbienen: „Taschenkalender für SÖiLdZmäUNU _und deren_Sthvcr- ttetcr in Prkußen auf das Jahr 1885.“_ Demelbe e,ntbalt'_aus;cr einem voÜständigen Kalendarium aUc Gc]et3e, dkren K'cnntnzß zur Ausübung des SÉ-iidsmannsamtes 11131516 ist. Außerdem ist m ibm ker Versuch g(makbt wcrden, durck) 1elbstänkigc Abhandlung-sn über einzelne für das Vsrständniß dcs Schiedsmanns-JnstiWZI wichtige Fragen das Interesse an demselben anzursßcn und aus die Hob? Kulturaufgake dcffelben aufmerksam zu machen. Die deaxtion dieses Jahrgangs des Kalendcrs Hat wicderum in den bewährten
ändcn dcs Scnats-Präfidknten, Geheimen Obsr-Justiz-Rgthß lorschüy acruht, sodaß schon darin eine Garaxrtie der prakti1chen Brauchbarkeit kcffelben acfunden werden dürfte. Sichcrl€ch wird ,das elegant und dauerhaft gebunnd Büchlein fich untsr dcn Schteds- männern imnwr mehr Freunde erwerben. Der Preis “925 Kalsn'ckrs beträgt 2,25 „46 ,
_ „Lebte der Honigverwcrtbang. Anleitung zur Faß'rt- kation von INSM, Wein,. Champaancr, Liqu2ur, Syrup, EW;], mousÜrendcr Limonade, 'UlkoHol :c., zur HersteÜung f:incr Backwsrke mit Honig, wie Nürnberger und italienischer Lebkuchen, (Confitur-zn, Honig- und Pfefferkucbcn IT., und zum Einmackoen der Früchtx in Honig. Nebst Anlcijung zum (5515751111) 823 Honjgs in der Gemnd- beitépflege uni) ciMm Anhänge: Das Wachs und 1cicherwertbung“. Heraußgeaeben von W. Lahn, Vorstandsmitglied des Bierxxnzuckxt- Vercinéxi Oranienburg. Mik Dzierzons Bildnifx. „Ed. Freyhofss Ver] lag in Oranicxxkurg. Elegant bruch. 2 5-5_ Dre vorliegende Schrift bezjvcckt die Hebung der vaterländi1chen Blenknzuch duxcb bZste_Ver- wcrtbuna ihrer Produkte, svezicü des Hynigs, Mtt Blcnenxleiß hat der Verfasser zusammengetragen,_ was sexne eigene Erfahrung ibn ge- lehrt und er hier und da zcrstreut gefuyken hat „an Rechtxn Und Anweisungcn dcr erstcn apistischen SÖrifijtcÜéx. Nich 5567 für xtc Imker allein 1110 der Verfafter gcscbriebezt haben; er xvcndet 11ch anch cm die Hausfrauen und lehrt fie dre Vcrkvcndnrig dcs Honist in der Hau-Zwirtbsckzast und der Gesundheitspfchc und 195 Einmachen dec FrüÖtc in Honig.
_Das „Magazin für die Literatur des.? Jn- 11711) Auslandes“ eröffnet sein Herbstquartal mit ciner 71.1115 besondcrs interessanten Nummer. Wie das „Magazin“ scij dsr Rxdaktion von Franz Hirsch skin? L?scr “Daran gewöhnt bat, die chießenbcis cines kritiscbcn Journals mit dcr Anmutk) vornebmer UntUbaltung und vor aÜem echt künstleriscbcr Produktion verewigt zu sehen, so bietet auch diese Nr. 40 cine Fülle belcbrcndsr und apregcnder Beiträge, von denen wir 6101-12 bikr hervvrhebcn. Die poetische Produktion ist darck) cine reizende Epistcl von RudolfBaumbach, wslcbe fick) über dcn WUK) dchritikverbrcitet, sowik durcb «ine formvoÜendetc Verdcntscbung von Francois Coypéés ,Jntimités“ (von Hugo JNünstccberg) vertreten. Eduard von Hartmann rcgf unser Nachdenkcn durch einen Artikxl „Zar religiösen Fraae“ (111, anst Eckstein giebt ein::n meisterbcxffen Emay über das „Wesen des Historischen Romans.i und Fein? Gegner“; Ferdinand (Hrcgowvius, der fick) [)öÖst seltsn in Journalen vernchmen läßé, berichtet mit bekanntem historiscbsn Féinqcffxbl über die „Geschichte eines Papstes“, Wclchkr eine italienische Monographie Über Nicolaus 7. zur Grtmdlaaß dicnt. Höckost interessant UNd originell sind zwei Beiträge, wclckxe fick) mit der dramatischen Dicbkung und Darsteüung beschäftigen. Ein Aufjatz von Albert Lindner „Aus dem Boudoir der dramatischen MUse“ läßt uns Einblicke in die Genefis der dramatischen Dichtuna thun, während dieSchauspickkunstncue Bc- ]euchtung in einc:nAr_tikel fmdet, wsscbßn die bervorragendsten dcutsäzen Sehnuspiclcrinnen Ne1chricben Haben. DLT höchst eigeuartigc Bci- jraa ist betitelt: „Was wir bki unsern RoUcn empfinden, Bekennt- niffe dankschcr Schauspiklcrinnen“. Wenn wir nach d'iesen schmack- haften Gerichten, mit Welchen uns die Redaktion die_ Tafel dc'ckt, noch das Defferk dcr „Literarischen Neuigkeiten“ erwähnen, welche Miniaturkritikcn der neuesten Literctturkrscheinunaen aller Najionen bringen, wenn wir ferner auf „die wißige und inftruktive „Magazin- Post“, auf DiereiÖkalFige ,Bibliograpbie' aufmerksam machen, so glauben wir im Jntereßc aller dcrcr zu bandeln, welchc zu den Freun- den vornchmer uno geistvollcr Literatuxbläfter zählen. _ Das „Ma- gazin* ist eines d_er weitest verbreiteten und biUigsten Literaturblätter (Prsi-Z 4216 pro Yuartak). Bestellunsen nehmen (1112 Buchbändlungcn, Postamstalfen und die Verlagssandlung von Wilhelm Friedrick) in Berlin und Leipzig entgegen.
_ Die Zeitxchrift „Vom Fels zum Meer“ (beraußgegeöen von W. Spemann in Stuttgart und redigirt von Prof. Joseph Kürsckyncr) führt ihren neuen, am 1. Oktober 1). J. begonnenen Jahrgang 1884 mit einer Iugmdarbsit dcs (»“)eneral-Feldmarschaüs (Grafen Moltke „über Polen“ ein, 'die sowvhl ihres Autors wie ihres Inhalts Wegen von hohem Interesse ist. Vorangestellf ist dem Aufsaxz ein vorzüglicbes Porträt des großen Stratexxcn _mit facfimilirter Unterschrift. Auch der übrige Inhalt des Hefts i!tan1p::echend. Der deutsche Konsul 131". Gustav Nach- xigakl ist mit einer farbenreichen Schilderung von Tunis vertreten. die der Malay Speyer an der Seite des Autors, Land und Leute studi- rend, mastwaaft iUustrirt bat. Eduard von Hartmann untersucht den VegctarjaniStnus auf seine Berech*tigung; Franz von Holßendorff beleuchxet die Verbrcchenéerscheiv„“;-gyn der (Hexenjvart in ihrem gan- zen Umfange und leitet damit zuaLeicb eine Serie fortlaufenderYréikel ein, welche von cinem Höheren Standpunkt als dem der SenwtiynO- macbckei mit kern Studium 'Der verbrecherischen Phänomene un*_ex_cs ZciMlt-érs sick) bcschäftigen wird. Ueber den Selbstmord dsr T'oiére verbreitet fich ein Essay des Prof. M. Prever, untcr Beibringung vieles muen interessanten Materials. Die Noveüistik ist in dem Hefte wertxetcn durch einen spannenden Roman aus dem Tbeaterlcbcn von Rob. Byr, eine brandenburgische Geschichte aus 7:25: 17. Jaßrbundert von Ludovika Hesekiel „Courage“, von deren düsterer Färbung die sonnig Heitere Novelle „Jm Goldkab- men", von C. von Schmarzkoppen, charakteristisch abstkckxt. . Eiuc Humoreske .Friße Kulascb'. von Alb. Roderich, wird um 10 an- ziehender, als Eduard Grützners Griffel fie illustrért hat. Der Jüustralionsreicbtbum des Heftes ist übrigens mit den genannten Bäträgen noch nicht erschöpft; wir erwähnen nur nccb die male- rischen Sckowiizer-Ansicbten Webers zu einem anmuthigen Artikel Woldemar Kadens „In der Heimat Tells“ und die yorlrcfflicben Rc- produktionen von Bildern des französischen Malers Meiffonnier zu dessen Charakteristik aus der Feder Pccbts. Die Beiträge in gebun- dener Rede sind von Wilk). HerlZ. der ein anziehendes Elbenmärcbcn aus dem Englissben übersetzt, von Herm. AUmers, Emil Peschkau und Rich. Leander. Jm .Sammler“ haben "wir gegen 20_verscbkedenc Rubriken mit_mebr als 40 JUustrationen gezäblx. Die unterhalten- den Theile die1er „kleinen Zeitung für den Familientisch“ find sehr er- Weitert worden durcb_Aufna[)me von Domino-, Karten- und Gesell- schaftsspielen, PreiSrathsel, eine farbige Kunstbeilage auf besonderem Papier, Bei “abe einer großen E senbabnkarte von Deutschland, Oester- reich und der Schweiz.__ Der Preis dieser anziehenden, sauber aus- gestatteten Monatsschrtft beträgt pro Heft (124 S.) nur 1 «M
_ Die in Leipzig und Berlin den 18. d. M. erscheinende Nr. 2155 der .Jllustr irten Zeitung “ enthält folgende Abbildungen: Das am 28. Sepicmber enthüute Vach-Denkmal in Eisenach. Mo- dellirr von Prof. A. Donndorf. Nach einer photographischen Auf-