1884 / 246 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 18 Oct 1884 18:00:01 GMT) scan diff

lichen und sonstigen

Jntereffen geradezu geschädigt werden. Diese Klagen

seien in der Mehrzahl der älle ,darauf zurückzuführen, daß die Gerichte für ämmtlicbe an „einem Tage stattfindenden gerichtlichen Verhandlungen em U_nd' dieselbe Terminsstunde bestimmen. Eine solche Uedung sei nicht zu biUigen, da fie auf das Inter- effe der Parteien, ihrer Vertreter und der sonst bei der Ver- handlung betheiligten Personen nicht die zulässige und darum auch gebotene Rücksicht nehme. Der Minister empfiehlt des- halb, abgesehen vori Verhandlungen von zweifellos kurzer Dauer, als Regel, die an einem Tags stattfindenden Termine in geeigneten Zwrschenräumen, etwa von ganzen oder halben Stunden, auzuderaumen und damit, soweit es irgend thun- lich, auf Beseitigung der laut gewordenen Klagen über eine das Maß des _Nothwendigen überschreitende Zeitversäumniß dTrkzu gerichtlichen Terminen vorgeladenen Personen hinzu- w r en.

Sigmaringen, 16. Oktober. Der Münchener „Allg. Ztg.“ wird gkschrirben: DerHof ist von der Wrinburg zuriick, und das Schloß füÜt sich nach und nach mit hohen Gästen. Die Königin von Sachsen, dcr König und die Königin von Rumänien, die Gräfin von Flandern mit den Prinzessinnen Henriette und Josephine und den Prinzen Balduin und Albert, der Herzog Und die Herzogin von Anhalt mit der PrinzessinAlexandra und dcmPrinzenAribert, PrinzFriedrick) von Hodcnonern nebst Gemahlin sind schon vor mehreren Tagen eingetroffrn. Heute erwartet man den Grafen von Flandern, am Sonbabend den Kronprinzen des Deutschen Reichrs Und den König von Sachsen. In den Nächsten Tagen werden eben- falis eintreffsn Prinz Wilhelm von Württemberg, Prinz Hrr: mann von Sachschn-Weimar, die Herzogin von Hamilton, die Prinzen Friedrich und Edimrd von Anhalt, die Fiirstsn von Fürstsriberg und Hohcnlohe. Am Voradrnd drs Festes wird Se. Majestät drr Kaiser eintreffen und wahrscheinlich an demselben Tage der Großherzog, die Großherzogin und der Erbgroßherzdg von Baden. Als nußerordentlicher (He: sandter des Königs der Belgier kommt der General-Adjutant Baron Zoliy, von Seiten deH Königs von Portugal der Gesandte am Berliner Hofe, Marquis von Venafiel, vom Herzog von Sachsen : Altenbnrg der Hofjägermeistrr von Breitenbauck). Die kirchlichen Funk- tionen wird Bischof von deel'e vornehmen; außer ihm wrrden noch zwei hohe kirchliche Würdenträger anwessnd sein: der Erzabt Manrus von Cmaus Und der Abt von Einsiedeln. Die Stadt lcgt die leßte Hand an ihren Schmuck. Hat schon seit Monaten eine große Anzahl öffentlicher und Vrivatgedäude fich festlich herausZepußt, so ist gc-stern der Marktbrunnen mit dem Standbildr des Fürsten Johann von Hohenzollrrn- Sigmaringen fertig geworden. Heute schließt sich bereits die Mastenaliee, welche den Bahnhof mit der Stadt verbindst.

Bayern. München, 16. Oktober. (Al]a. Ztg.) Drr Herzog von Sachsen:Altenburg ist gestern mit dem Abendschne'lliuge hier eingetroffen, wurde von dem preußischen Gesandtsn Grafen Wrrthern empfangen und nahm im „Rhsi: nischen Hof“ Quartier.

Sachfen=Weimar=Eisenach. Weimar, 17. Oktober. (Th. Corr.) Die Großherzogin ist von ihren polnischen

Besißungen auf Schloß Heinricbau in Schlesien eingetroffen.

Der E rbg r o f;!) e r z og ist hierher zUrückgekehrt.

Oldenburg. Oldenburg, 16. Oktober. In Kurzem steht die Einbernfung drs Landtages bevor. LTU den her- vorragenden Gegenständen, mit welchen sich dcrelbe zu be- schäftigen haben wird, gehören, nach der „Oldb. Ztg.“ zwci Vorlagen: die Erweiterung der Anlagkn in Nordenhamin Und der Bau einer Südbahn von Ahlhorn nach Vechta mit Se- kundärbetrieb.

BraunsckWeig. Braunschweig, 18. Oktober, friih 811hr. (W. T. „B.) Nach sorbrn ans Sibyllenort ein: gegangener Nachricht ist S?. Hoheit der Herzog in dsr vergangenen Nacht um 11/4 Uhr verschieden,

(Herzog Wilhelm zu Braunschweig und Lüneburg war am 25. April 1806 als zweiter Sohn des Herzogs Wilhelm Friedrich geboren und übernahm diy, Anfangs mit Voilmacht seines älteren Bi'Ude'i-s provisorisch grfiilxte Régicrung definitiv am 20- April 1831. Der Dahingeschiedcne war Königlich preußischer Gcncral der Kavaüerie und Inhaber des Magde: burgiscben Husaren-chiments Nr. 10, Mit ihm rrlischt die Lllcrse I)inie des: Welfen: oder Braunschweig=Liinedurgiichen

au 65.

_ 18. Oktober. (W. T. B.) Von den amtlichen „Braunschweigischen Anzeigrn“ wird der Tod dss Her- zogs durch ein von den Mitgliedern dss Staats-Ministc- riums unterzeichnete-Z amtliches Extrablattgemeldet. _ Ein zweites soeben ausgegebenes amtliches Extrablatt ist erlassen von dem Regentschaftsrath des Herzogthums Braunschweig: Graf Görtz- Wrisberg, StaatS-Ministsr, 1)1'. Fak., Wirklicher Grhcimer Rath; von Veltheim, Präsident des Landtags; ])1“. Schmid, Präsident des Ober-LandeSgerichtS. Das Extrablatt lautet:

„Da in Folge des hrute, am 18. Oktober 1884, Morgens 1 Uhr 15 Minuten, zu Schloß Sidyiienort erfolgten Ablsbens Sr. Hoheit des regierenden Herzogs Wilhelm zu Braun: schweig urid Li'mxbnrg der in dcn §§. 1 und 2 des Geseßes Nr.3 vom16. Februar 1879, die provisorische Ordnung der ngierungs- verhaltniffe bei einer Thronerledigung betreffend, vorgesehene Fall nach Ansicht dLE Herzoglichen StaatS-Ministeriums vorliegt, so hat dasselbe nach „Vorschrift des Absaßss 1 des §. 3 des Ydackzten Geseßes die geseßlich designirten Mitglieder des

egentschaftNathes dehufs Konstituirung des Letzteren einde: rufen und haben sich alsdann sämmtliche Mitglieder nach gepflogener Berathung einstimmig für die Konsti- tuirung des Regentschaftßrathes im vorliegenden Falle erklärt, Da hiernach Kraft des zweiten Absaßes des . 3 des. gedachteii Gesetzes der Regentschaftßrath fiir konsiituirt gilt, so Wird, die erfolgte Konstituirung desselben nach Maßgabe des dritten Adsaßes des § 3 des mehr- ?enannten Geseßes hierdurch mrt dem Vemerkrn zur öffent- ichen Kenntniß grdracht, daß der RegentschaftSratk) die provi- sorische Regierung des Landes nach Maßgabe jenes Geseßes führen wird. Die Landesversammlung wird behufs ver- faffungsmäßiger Mitwirkung bezüglich der durch die obwal- tenden Umßände etwa weiter gebotenen Schritte unverzüglich einberufen werden.“

Oefterreich-ngm. Pest, 17. Oktober. (W. T. B.) Yi, der gestrigen Sißung drs Unterhau_ses erklärte der

rnister-Präfident 'TiSza gelegentlich der Beant- wortung der Iranyi'fchen Interpellation betreffs Skierniewwe:

Unser gegenwärtiges Verhältniß zu Rußland kann man nur auf Grundlage unseres Verbältniffes zu Deutschland richtig beurtbeilen. Das Wesen des Vertrages zwischen Deutschland und unsersr Mon- archie besteht darin, die beiden Staaten gegenüber dkn äußeren (He- fabren aneinander zu knüpfen. Seine ausschließliche Aufgabe aher war und ist noch heute Erhaltun? des Friedens und nicht Krieg. Wenn nun seine ausschließlcbe Aufgabe die Er- haltung des Friedens ist, so ist natürlich, daß es eiue seiner Haupt- aufgaben war, aucb mit mehreren Nachbarstaaten, und so natürlich au_ch 'mit dem vom Gefichtspunkte der Erhaltung des Friedens io wicbttaen Rußland, gute freundschaftlicbe Beziehungen zu Stande zu bringen“ und birrdurcb dem Frieden immer größere Garantien zu Waffen. Auch unsere Regierung mußte dabkr im Vireine mit der dsYsÖen Régierung bestrebt sein, diesrs Vcrbältniß nacb jcder Seite bin zu eincm beruhiaenden, loyalcn, vertraulichen zu machen. Und man muß anerkennen, daß sowohl Seitens des Herrsckwrß als auch der gegenwärtigen Regierung Ruß- lands die Bcstrebunaen der beiden verbündeten Regierungen der größten Zuvorkommenheif begeßnen. Das auf diese Wciic 111 Stande gskozritnriic Verhältniß bat anläßlich der Entkerue in Skirrnicwice that1achltchcn Ausdruck gefunden, als die drei Monarchen 6111011de :ixuerdinas die Vrrsicherung freundichaftlichcr Gefühle gaben, di? obne- hm niemals gestört Waren und als die beireffendcn Minister in Persönlickoen Verkehr zu einandcr traten. Damit. Klaube ick), baden fie den Völkern EUropas einrn guten Dienst rr- wicsrn, indem fie eine neue (Gewähr dafiir boten, das; der Friede auf Grund der bestehenden Verträge aufrecht erhalten Werde wird, und, Wie 1ch Weiß, hat man dies größtentbeils iiberall mit Freuden aufgenommen, wie fick) denn auch Jedermann, der den Frieden will, dazitbrr freu'en muß, wenn fick) die Fürsten und Regierungen drcier machtigcr Länder dereinirien, um drn Frieden von nii-manden stören zu lasten. Es giebt dies demselben moralisckyen Zusammenhalt, der- scibcn „Tendcnz imd drmselben chcke Ausdruck, der zum Zweifaiscr- bnrxdmssc gcfübrt bat, d. l). drm Bündnis; zwischen dem Deutscbcn Kaiser und dcm Hartscher der österreichiiÖ-ungarischcn Monarchie. Und gerade deshalb, Weil nichts anderes bczweckt Wurde, br- dnrfte es in Skierniewice Weder einer schriftlichen Ab- machung, noch cines Verjracies oder Protokoüs; denn dazu, daß bezüglich der Aufrechtbaltung drs Friedens Ach mit der Jkgcnseitigen aufrichtigen Unterstützung gescknxbe, genügte die auf- richtlge und koxisrqüente Entschließuna der Monarchen und Regie- rungen, Diese bci Gelcaenbeit der Bcgeanung in Skierniewice zum Aiisdruck gelangte Entschließung wird die Reairruna unserer Monarchie leiten, welcbe bezüglich der Grgrnsciiigkeit auf Rußland vertraucnövol] recbne't. Dies ist die Lage na-h der Bcacanuna, und so wird dicse auch in Deutschland aufgrfxxY, als die Bekräftigung dcr Frirdcns- trndcxiz des Bündnisses zwischen dem Deutschen Kaiser und der öster- rcichi1ch-Uiigarischen Monarchie.

Agrarn, 16. Oktober. (Prag. Ztg.) DLr Landtag verwarf heute.dexi Antrag Sta'rcevics über die Aufforde- rring des Königlichen Reskripts, die Wahl der Delegirten fiir den ungarischen Reichstag vorzunehmrn, zur TageSordmmg zu Übergeben, und nahm die diesbezügliche Wahl vor. Die'OppositioneUcn verließen den Saal, nachdem sie vorher noch emen Skandal provozirt hatten.

Belgien. Brüssel, 17.0ktober.(W.T.B.) Zeitungs:

meldungenzufolgeist der Ardeits-Minister van den ?eereboom, als er dieier Tage die Ortschaft Cue6mes

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i Henneg'ßau besukhte, 'persöinlichen Jnsulten aus- gießt gewesen. Man warf mit Steinen nach dem Wagen, in welchem der Minister saß; die Wagenfenster wnrden zer: trümmert, und drr ganze Wagen war mit Kotl) bedeckt.

Großbritannien und Irland. London, 16.0ktober. (Al]g. Corr.) Der Vize-Kdnig von Irland, Earl of Spencer, ist gestsrn auf dem Schloss Balmoral als zeithilig diLUslkaEUdLr Minister dri der Königin ein- gdtroffrn Uiid zur Königlicher: Tafel gezdgrn worden,

_ 17. Oktober. (W. T. B.) Die amtliche GazettE vrröfsentlicht eine Depesche des eJnglischen Konsuls in Shanghai, vom 29. August, an den Staatssekretär des Auswärtigdn, Lord Granville, in welcher eine Erklärung dorfranzösischen und der chinesischen Bihördenmitgetlwilt wird, wonach währcnd drs gegenwärtigrn Konflikts zwischen Frank- rrici.) und China Shanghai und Woosung außerhalb des Vereickis von Frindseligkeite'n bleiben sollen.

Ein heute VLXöffSUtliChtLS Blaubuch enthält den gr: sammten vom März di-Z zum August d. J. zwischen den Staatssekretären des Krieges, der Kolonien und fiir Jndirn iiber den Schuß der englischen Besißun- gen und des englischen Handels im Auslande ge- pflogenen Schriftenwechsel. Bcigefügt ist ein Bericht des General-Jnspektors der Festungen, dessrn An- träge von dLm VertheidigungScomii-Z unter drm Vorsitz des Herzogs von Cambridge genehmigt wurdrn. Danach beträgt das Gesammterforderniß fiir die VefestigungSwerke, welche in Aden, Ceylon, Singapore, Hongkona, Sierra Leone, St. Hrlena, Kap Mauritius, Jamaica und St. Lucia ausgeführt werden soÜen, 890 000 Pfd. Mit der Ausfiihrung der Ver: theidigmmswerke in Adon, Singapore und Hongkong sol] sofort begonnen werden.

Frankreich. Paris, 16. Oktober. (Fr. Corr.) DLL? beute Unter dem Vorsiß des ConseilS-Präsidenten Jules Ferry abgehaltene Kabinetsrath beschäftigte sich mit der Entschsidung des Vudgetausichusses und war der An: sicht, die Vorschläge des Hrn. Tirard aufrecht zu Erhalten. Die Minister des Krieges und der Marine weigern sick) entschie- drn, an ihren Budgets Abstriche in Höhe von 23 Millionen, die zur Herstellung des Gleich§gewichts benöthigi wrrden, machen zu [affrm da sie ihrc Aquaben schon um 9 Millionen fiir den Krieg und um 6 Millionen für die Marine ein- geschränkt liabsn. Der KabinetSratl) zog dann die von den Lyoner Delegirten geäußerten Forderungen und namentlich die von den Lyoner Fabrikanten zur HersteÜung gemischter Gewebe verlangte steuerfreie Einfuhr von Baumwol]: garnen in Betracht. Nach einer langen Verathung glaubten die Minister heute noch keinen definitiven Vesch1uß diesbezüglich fassen zu soÜen. Der Handels-Minister wird diese Frage einer genaueren Prüfung unterziehen. Nach einer anderen Richtung hin trug der KabinetSrath den Wünschen der Lyoner Gemeinde: behörde Rechnung: er wiÜigte in die Ernennung eines Schiedörichters seinerseits, der im Verein mit einem Vertreter der Stadt Lyon die Streitfrage über den Preis der abzutre- tenden Fortifikationen lösen soll. Der Schiedsspruch soll sodann der Kammer zur Genehmigung des Verkaufs unter- breitet werden.

Nach dem Ministerrath empfing Herr Ferry den Prä- kidenten der Budgetkommission, dem er das Ver- prechen gab, heute Nawmittag im Schooße derselben mit dem

Finanz-Minister zu erscheinen. Hr. Sarrien lud daher seine

Kollegen auf 4 Uhr zu einer Sitzung ein, deren Re 11 Stunde noch nicht bekannt sind. s [tatezux ' _ 17. Oktober. (W. T. B.) Der Senat wählte heut eme Kommrssion zur Vorberathung der Vorlae iiber eine Reform der Wahlen für den Sen„gte Die Mehrzahl der Gewählten scheint geneigt, der Vorlage der Regierung mit einigen Avänderungen zuzustimmen.

Ueber den von der „Times“ gemeldeten Sieg der französischen 'Truvpen bei Tamsui ist der Regie- rung_ noch keine Nachricht zugegangen. Die [Meri Depeichen dex“; Admirals Courbet„konstatiren, daß die französische Truppenabtheilung, welche Kelung besetzt hält den Bau der Schanzen vollendet hat, welche einem offensiven' Vorgehén der Chinesen Halt gebieten soUen.

Italien. Rom. 17. Oktober. (W. T. V.) Nach einer Meldung des „Osservatore Romano“ findet am 10. November ein gehrimes Konsistorium statt; das öffentliche Konsistorium sei auf den 12. November an: beraumt.

Dcr Cl)olora-Bericht vom 16. d. M. meldet: Eskamen vor: Zu Alsffandria 1 Erkrankung, L Todesfälle, in AUUila 5 Erkrankungen, 4 TodesfäUe, in Bergamo 4 Erkrankungen 3 Todesfälle, in Bologna 1 Erkrankung, L TodesfäUe, jn“ BreHcia L E:krankungrn, 3 TddcsfäUe, in Cuneo 17 Er- kraiikungen, 9 Todesfälic, in Ferrara 3 Erkrankungen, 1T0- desrall, in Genua 9 Erkrankungen, 10 Todesfäüe, davon in der Stadt Genua 7 Erkrankungen, 9 Todesfäüc, in Mailand 1 Erkrankung, 1 TODL'ZfaU, in Modena 1 Erkrankung, 1 Todes: fai], in Nrapel 83 Erkrankungen, 46 TodesfäUe, davon in der Stadt Neaprl 67 Erkrankungen, 41 Tdchiäile, in Pavia 6 Erkrankungcn, 1 Todesfall, in Reggio 11911' Emilia 14 Er:. krankungen, 10 Todesfälle, in Rooigo 4 Erkrankungen 1 Todesfakl.

Türkei. (MXU. Corr.) Aud Aden wird unterm 9. d- geiiie1det: „Es ist drn Türken gelnngsn, vdn den Insu r n enten in Yrmen das Fort auf dem Jebel Dhafur zu erobern; auch haben sie die auf den Hügeln gélegenen Heiligrnqrädcr und MaHjidH zrrstört. .Jmaum Sharpedin bat sick) mich Afar im Distrikt Al Hyjal) begeben. Die Sayyich von Marek) wcrden sich dcr Pforte unterworfen und smd in Sanaa Lingrriickt.“

Serbien. Brigrad, 16. Oktober. (Wien. Ztg.) Der König und die Königin find mit drm Kronprinzen um 81/2 Uhr Abends wohlbrhalten liier eingetroffen und wurden auf dem Bahnhofs von den Ministern und Würdenträgern empfangen.

Rußland und Polen. Sebastopdl, 17. Oktober. (W. T. V.) Heute Nachmittag hat auf dem hiesigen (11199: memen PFiliiär-Friedhofe die feierliche Beiseßung der Leiche des GeneralE von Totieden stattgefunden.

Dänemark. Kovenhagen, 17. Oktober. (W. TB.) Der König und die Königin begeben sich morgen nach Rumpenheim, um der Beiseßung deS Landgrafen Friedrich von Hessen beizuwohnen.

Amerika. Ney-York, 15. Oktober. (AUF. Corr.) Mr. Morrill ist zum Senator von Vermont wieder- gewählt wordsn. _ Bsi der gestrigen Wahl in Cincin- nati wurde mehr Blut vergossen als bei irgend einer dorti- JLU friiheren Wahl. Zehn Vcrsonen, darunter zwsiPolizisten, wurden Erschoffen, und viele Vrrwrmdungcnsind sd ernst,daß sie rin [etaleéZ Ende nehmen diirften.

Afrika. Egyptsn. Kairo, 14. Oktober. (W. T. V.) Nach einer Meldrmg auS Dongola habsn Kauflsutr ach Shendr) die Nachricht iibrrdracht: General Gordon habe am 6. d.M.S1)endy und Metammeh bombardirt und eingenommen. Gordon unternehme von Khartumaus oft solche Streifzüge, um _ wie man glaube _ sick) Pro- viant zu verschaff-sn.

_(Al1g. Corr.) Im Lager von Osman Digma zu Tamai sind Emissäre des Mahdi mit genauen Instruktionen hinsichtlich des Systems, das jener befolgen soll, eingetroffeti. Er sol] so viel als möglich die Engländer deunruhigen, ohne jedoch mit ihnen zum Treffen zU kOMMM; die zu ihm aus der Nähe von Suakim stoßenden Ein- geborenen 1011 er rücksichtsvol] bébandeln. Der Alexandri- ner Correspondent der „Times“ erklärt, das; dieser Plan und die Unthätigkeit der Eng änder die offeno Revolte der Amarars 119wirkthätten, die sick) den Hadenddwas und anderen frindlickzen Stämmen angeschlossen, gegen welche sid zuvor als die AÜiirtrn England:?» gekämpft haben. Alle vor cinem Monate gehcgtrn Hoffnungen, dis Si'raJS mit Hiilfe )reurid- lick)er Stämme zu öffnsn, ieidn verschwunden. Andrrerseit-I [)eißt es, daß drr falsche Prophst mit den Stämmen in der Umgegrnd von El Odeid in fortwährendrm Hadrr isi. Die erohner des Landes zwischen Khartum und Berber, vom Nil die.?- zum Meere, leiden an Nahrungsmangel, fast an Hungrcmnoth.

Zeitungsßimmen.

„Zn 61116111, „Kdnservative Wabltaktik“ überschriebenrzz Artikek, beschaftigt sich die „Neue Preußische Zcirrtng zuria'chji niit den ihr zu weit grbrnden inittelparteilisck)?" Nergungen der „Schlesischen Zeitung“ und fährt dann fort:,

Und das Centrum? Wir haben es nie theblt, daß wir se!“ Wahlbündnis; mit dcn Freisinnigen _ und nun gar von vornherein mit Ansgabc der früher eigenen Kandidatur _ als einanqusuß „W bei ihm aÜes Andere in den Schatten drängenden Kfirchenpolktlk zwar immrrbin 'brgrcifen können, das; wir es aber weder ))rinziprel] für richtig noch auch praktisch für aussichtsvoll Hält?!)- Sollte das Centrum wirklich glauben, Hand in Hand mlt den Herren 1)r. Virchow, Richter und Genosscn für die Jntereffeß seiner Kirche sorgen zu können? Oder meint es gar, im Bunde mtl diesen prinzipieUe Opposition treibend, dem Fürsten Bismarck Kon- zessionen abtroi en zu können ? Will das Crntrum in der That, WM" 66 mit 'seinen reisinnigcn Freunden die Majorität im Reichsia02 hat, aÜe seine bisherigen wirthscbaftlichen und sozialpolitischen Best““ bungen, die dock) denen der Frcifinnigen fast durchweg annpodisck) find, fallen (affen? . . . '.

N ff_ Der „Rheinische Kurier“ schreibt mit Bezug auf a au: , ,Jn Naffau ist der maßgebende Gegensatz bei den Wahlen ft't

Jahren immer nur, daß die Liberalen (129211 die Klerikdlen Lk' Wesen; jetzt aber hat Berliner Einfiuf; bewirkt, daß die Fort- schrittspartei sich selbständig organisirte, und das Ergebniß ist- daß?“ Klerikaldemokrat ])r. Lieber Herr der Lage gcworden und daß die deut!ch“

frcifinnigePartei sich gefallen lassen muß, die RoÜe feinesScbl"1B[i"ßs zu spielen. Auf sein Kommando werden die Katholiken nun im vierten

und fünften Reichstaaxwaßlkreise unseres_ Regierurzgsbezirks sckoon in! ersten Wablgapge fur, die deutschfreisinntgeti Kandidatxn cintrcten. r Windthorst Wird zu jeder ihm geladenen Zeit ,dic'deuinri-ifinnige (:*rjei daran erinnern, wem em _Tbet'lsibrer Mitglieder seine Mar)- date verdankt und wem sie Zugestandnme macbe'n muß, wenn sie die Mandate bebaZten will.“ , _ ,

Die „Kölnische Zeitung“ bemerkt dazu: „_

Man darf gespannt sein, wie zahlreich die liberalen naffautichen Wäblcr solcher Führung zu folgen fich entschließen werden.

_ Die „Wiesbadener Zeitung“ vrröffentlicht fol:

Mahnung:

gMdFOem Wablaufruf der biesigcn konservativen Partei wird sel'bst von denjenigen, denen die Wahrung des eigenen Siandpunktxs dyn- end am Hrrzen liegt, im Hinblick qu? da__s reit ÖCUUQM Verhaltnixien entsprccbcnde unzweirelbafte Staatémtcrcme ,die ancrkrnnendc Zustim- mung nicht versagt werden durien. Von „diesem „J:!iercffe aus ist ck dringend geboten, dem 719157th Reichstag “cine Znsammkn- eßung zu geben, welcbe wirklich_ Positive Rriultate dcr _pqr- lamentarischen Ardeit_ erwarten „laßi, Was 1a nur UZMM) isi wcnn dic Rrichsregiaru11a_auf eme dcrtrduanvar und. vrrikaßlickoc M*ajoriiät im Reichstage zahlen karin. Eiydwlide Mqidritai abxr wird fich nur bilden könncn, wenn dir Grrnaßtgten der liberalmi wre der konservativen Parisi zn. cincr Gcmetzrscbaft ÖLJHQLWoZln-I _slsb verbindcn, nnd die Mögliikkcik vorhandrn iß)t,„durch die Uebcrciilstmi- mung in nächstliegcnden Fragen Ob'ne RilckUrht auf die trennenden Momente den staatsfeindlichen P;]rle'lln, geaenurxr_5u_ irrten. Wenn man 0021 der Bildung einer_ grdßkzi Miitelpartei irriiiit, kann man aUcin cin solches Partciverbgitmß U11 And,? [ckaben, wclcth den Frak- tiriirn frin Opfcr der Selbitandtgkctt zumutbrt.

_ Die „BerlinerZeitungS=Correspondenz“ sagt in ihrer politischsn Rundschau: " ' "

Zn Dcutsrbland nimmt der Wahlkampf 15,100) anMSta'rke zu, während dic Sirachewißbeit der krtrctnrii Parteien él11ch1llch tm Sinken begriffrn ist. An aUen „Oricn und (Enden kann man wahr- nehmen, das; iich im Volke die Ueberzrugung Balm grbrdcdcn 591, das; man nicht staatdhinderndcn _,s011dkkll stqatérrlxaitcmden Payrtrtrn seine Stimme ziiivendrn 11111112, (ilcicbvicl ob dir Kaiididaten dcricldrn etwas mehr nach links, oder riacb rchts Traviiiren. '

_ Zu einem Leitartikel drI „Hamburgisäwn Cor- rcspondenten“ heißt es: ' „_ '

. . . Allem AnsiNin nach aber gkwiniit eme driliame Rraktwn gegen die Zcrsdlittermig unsrrcs Pactxilebcnß 11101)!" und mkdr an Boden, indsm sicb die gsmäfzixitczi Politijcheii ParTUM, wc1chc prak- tischc Zirlc vcriolacn, immer Warfcr vvwden cxtrrmcn Bkstkcdiitich sondcrn und 7130 damit nairtrgcmai; fester“ [mixer cinandrr zusammcnftblicsxcn., Wer fikb dreier Ekfénnfms?" mchi absicht- lick) hat vrrsrblikßsn wollen, drm muß" 221 Ossknbak aewordrn sein, daß die Möglicheit "einrs * Zummmezigebrns der _ge- mäßißt Konservativen und gemaßmt Ltb'rralen wahrend drr 1913151211 Wa1)[bcwr§iimg eine bcmcrkonßwertbe Siarkung erfahren hat. (Es ist das niÖi nur in Vi'ksÖ16dL11l'U Komprdtnisieii bcrvorgetreten, Mikhe bei der Aufsirüung von Kandidaten 'grjchiomcn sind„ )ondrrn es zeigt sick) vor aUcm auch in dcr Verringert» Zuvcrjirdt der rxircmen

ariricn ..... ' ' ,

P _ Der Vorstand der konservativrn Vereinigung in Darm: stadt veröffentlicht, wie wrr der „Norddeutschen, Allg?- meinen Zeitung“ entnehmen, nachfolgend» Erklarung, in welcher die Mitglieder aufgefordert wxrdrn, dem Kandidat'en der Nationalliberalrn, Herrn Ulrich, ihre Stimme ichon im erstenWahlgange zu geben. _ .

„Am 4. Scptember fand eine größere Vrriawmlung von Yitt- gliedern der hiesigen konservativen Vereinigung _und Vertraurns- männern derselben aus dem Wablkrcis Dartnstadt-Grosz-Gerau stalt, um sich über die bevorstehende Reichstagswahl zu verstandigen. So wünsÖenIWertH auch die AufsicÜung cines konscrvniwen Kandidqten erschien, so Wurde, um nicht durck) die Tbciiung der konsßrvativcn und nationallibc'ralen Stimmcn einem Sieg drr deutscb-freifinntgen Partei VoriÖub zu leisten, hiervon abgeschcn und der Vorstand be- auftragt, mit dem Kandidaten der nationallidemlen Parisi, dcm errn BicrbraUercibesiycr Ulrick) in Pfungstadt, in Vcrbandlung zu rreidn und aus der Darlegung seines Programms zu rptnchmcn, (_)b die konservativ gcrichtcien Elemente unscrrs Wahlerlsrs woblUm der Lage scin dürfirn, bcrcits im ersten Wahlgang fur 1511 zu stimmrn. Auf Grund dsr nunmehr stattgebabien Verhandlnng, (1er Welcher sicb cin völliges Cindcrständniß in Brzug auf uniere rationale Politik und eine Verständigung über die meisten und iviwimstanrageii, welcbe _ so Mit absehbar _ in der nächsten chiélaiurpsrwde den Reichstag beschäftigen dürften, ergeben hat, empficbti dcr unterfertigic Vorstand alicn feinen Mitglirdcrn und Freimden 111 Stadt und Land, Herrn Ultiä) bereits im ersten Wahlgang ihre Stimme zu gcdcn.“

_ Der in Darmstadt erschrinendcn W a 1) [ :.C 0 rr esp o n- denz“ der hessischen Fortschritts: (natropalltdrralsn) Partei wird aus Arheilgen, 15. Oktober, geschrieben; _

Die am 12. d. M. dahicr untrr dem BMW; ch Hrn. „Vél- geordncten Benz auf Veranlaffung der" narimialliberaien Partei ab- gehaltene Wäblcrversammlang tmr so zahlreich besizrht, daf; drr ge- räumige Saal und die Nebenränme ch (Hasibanch „'Zur Krone“ die Tbeilnebmcr kaum » fassen vermoxbten. Unter intbrung _des Hrn. Vinkrrt von Darmstadt baticn 1ich aucb zahirciche Sozial- demokraten eingefunden. Obek-Biirgermcister Obly «UI Darmstadt erörtsrte in audfübrlicber, ost von Beifall unterbroäyerier Rede die Grundsäye und Ziele drr naiionallibc-ralrnm Pgriei und die Prinzipiellen GdgensäYe, die fie von der deut)ch-)rrr)mmchien Partei scheiden. Die Rcdc gipfelte in ciner warmrn Empfcblung 'das nationallidemlen Kandidaten Ulrich, welchen auch die Konserdattvcn ihren Grfinnungsgrnoffcn cmdfoblcn bätrcn, Nachdem, in tiaitmialen Fragen voÜc Uebcrcinstimmung konstatirt urid 1m11rbrtgen tn riskient- lieben Punkten einc Verständigung crziclt )rordrn )ci. . . . . Eine von Hrn. Binkert Versuchte Erwiderung fand kaum UOÖ (Gehör und wurde durck) einen Toast auf den naiional-liberqlen Kamdidatrn ubertönt. Die Versammlung schloß mit erztlwsiastiiiben Hochrusen auf Ec. Majestät dsn Kaiser und den Fürsten Liismarck. '

_ Demselben Blatte Wird „(ius dem Wahlkrrise Offenbach:?Diedur berichtet: _ ,

Es ist ivabrba t wobltliuend, bocbgebildr'ic Kaihdlikensemersrits ihre Verehrung und Anhänglichkeit an die katholt1chc Kirche", _ andererseits aber auch ihre underbrücblikbe Trrur gegen "Kaiier und Reich öffentlich betbätigen zu sehen. __ Cine fur Evan- geliscre und Kaiboliken gieiib erfreuliche Kundgebqnq dieser Art babrn wir aus unserem Wahlkreise OffenbaOJDirhurg zu, be- richten. Zn kiescm vorwiegcnd evangeliscHen Wabikreiw ist Serfaus der nationalliberaicn Partei der der katholijcben Rclmton anaehörende Handelskammer-Sekretär Hr. Schloßmacher aus Offeanck) als Kan- didat für die Reichstagswahl aufgestellt Worden, und dcriclbr hat sich ln den beiden bis jeßt stattgebabten Wablversammlunrzen , (m Offcxi- bach und Babcnbausen) auf das Klarste nnd, Bundigste dahin ausiiesprochen, daß, wenn er auch Katholik i_ei und in seiner bisherigen Wirksamkeit als Journalist iioch mc rtwas gc- sagt oder geschrieben hätte, was sein gut katholiscbeH GeWtswn vcr- letzen könnte, _ ihn die Anhänglichkeit an scine Religion doch ganz und gar nicht bindere, gern und treu zu Kaiser und Reich"zu stehen, Und in dcm neugegründeten deutschen Kaiserreich cine unschaybard Er- rungenschaft für das deutsche Volk, ja ein natiomzlrs Gut zu_crbltcken, das jcdrr deutsche Mann, katholisch oder evangeirick), hoch in Ehren zu halten, zu hegen und zu pflegen verpflicbxrt sei. . . . .

Den evangelisrben nationalliberalen Wahlcrn ist es durchaus er- wünscht, durcb tdatkräfiiges Eintreten für die Kandidatur Schloß- macher ihren katholischen deutschen Brüdern und Mitwabkern den un- Widersvrechlichen BeWeis zu liefern, daß die nationalliberczle Partei Nicht. wie ihr Seitens der Ultramontanen vorßeworfen wird, „haß- kkfüÜt ist gegen Alles, was katholisch etßt,:' _ sondern

a für sie die Verschiedenheit des religiosen Bekennt-

niffes kein Hinderniß ist, einem seiner eligion zugetbanenen katholischen Mitbürger ibr voUes politisches ertrauen zu schenken, vorausgsseyt, da?; er ohne Vorbehalt als echter dkutscher Mann trey zu Kaiser und Reich steht und bereit ist, zur Fernbaltung alles reffen mitzuwirken, was die Vergewaltiaupg der einen christlichen Konfession durch die andera zu fördern und dadurch das friedliche Nebeneinander- leben der verschiedenen Konfessionen zu untergraben geeignet ist.

Statistisckxe Nachrichteu.

Das Königlickoe Siaiistiich? Bureau zu Berlin veröffentlicht die Ergebnis)“? dsr meteorolozriscben Beobachtungen im Jahre 1883. Dis dicsmaligen Ergebnis? untersrbkidcn fich der Form nach mir unwsssnilicb von denen der früheren Jabrgämxe seit 1879, in welchem das iniernational Voreinbayte Pablikaiiondsckxema zum ersten Viale zur Aiiwcndung kam, wrisc-n aber, wir schon drr äußcre Umfang lehrt, eincn virl rcicbercn Inhali auf, da dir BeobaÖtung eincr Reibe von Jr-st'ituicn biniußekommen ist. Naxbdem auf dem zu Wien im Jahre 1873 abaehaltemen internatirnalen Mkteorologenkomgrsß der Wunsti) SUFFLsPWÖLn worden war, in jrkem Land dia" täJiiÖen drei- oder zwcimaligcn Bcrbakbtungcn kincr Uaffrnden Aiizabl von Stationen 11. Ordnung 111 61161180 publizirt zu irkxcxi, r*creinimen sick) im Jahre 1877 die deuisrdcn mrirordldgisckyrn Central- anstaltcn zu Berlin, Hambam, KarlÖrube, Leipzig und Stuttgart zur acmrinsÖaiilsÖcn .Hkrausgabe cincr Publikation, Welck)? die täg- lici) dreimaligen Beobakbtimgrn von 17 (svätcr 18) dsutschcn mrteoro- logischen STQÜOUCU enjiialten. An dicser Vcröffrnilirbung, von drr bislang dis Jabr,iär.ge 1876_81 crsrbirnc'n find, betbciiigt sicb das Königlich Preußische iiieteorologistbc Jaistitat iiiit den Stationen Aachen (friiher (Trricld), Brrlin, Brcslan, (Tasisl und Posen. Da es dcm Jiistitur überaus rrwünscht war, die Brobacdiungen dicser Stationen in dc'n ron ibm akljäinlick) herausgcgdbenen Publikationen sclbst zum Abdrnkk ZU brinßen, wnrde mit der Dsutscbrn Secwaric, Miri)? dir HérauMnbe dcr grmcinsckyaftlirben Publikation mit dem Jadrsmng 1878 iibrrnommcn hatte, das Abkommrn getroffen, das; die Bcobachtunßrn drr oben aeriamiien Skatidnen rom KöniZUch meteorologischen Institut in deffcn Publikation mit auf- denon-mcn und daraus die cittiprrwrndrn BMW in Sonderabdruck zur HrrsieÜuxig des NemeinsÖafiliOen Druckwcrks acliciert werdcn. „Es crsckwinrn drmimch in diesem Jabrciana zum erircn Mal die ausfuhr- licbrn Vcorarhtmigcn obigcr fünf Starioncn, _dcneii zur Ergänzdng iioch Klausen bci Lyck in Ostpreußen hiangriügt wurdr, und, wie bkrcits in den irübcrcn Jabrgängrn siii 1880 [“is drrbcidrnkorrcspon- dircndrn Gipfel- und Tbalstationrn Sckmcekodde Und (Eilbberg. Als nous Sidiionrn ('rscbcinen im Jahre 1883: Altstadt [121 (Gilgenburg, Bcrent, Brrlin (äußere Station und Berlin TI), Brand bei Habel- schwerdi, Dahms, DeutsÖ-Rrone, (Eldrnburg bci Waren, Flinsberg, FkaUkLTKÜU, Franke'nbeim auf der Rhön, Fraustadi, (55515115, Wrcvä bei Dortmund, Hachenburg, Hain bei GWH, Haußdorf (Kreis Neurode), HQUSÖCM, deitra, Crefeld, Kdriy, Landcck“ in Scblcsien (Stadt), Licbtcnwalde bci HabclsÖMrdi, Marirntbal, Marirxirvrrder, Mittel- Zillsribcck bsi Hirschberg, Mühlheim a. d. Ruhr, Niedrrwüstegiers- dorf, Obornik. Ostrowo in Posen. Plau in Mccklrnbura, Raden in Mccklcnburg, Soest, WUstuna bei Habelschnierdt. Die Mehrzahl der neuen Siationcn sind 111. und 117. Ordnung. Die Stationen 111. Ordnung sind mit Extremibcrmometern, einem zur Kontrole derselben disnrndrn gewöhniickycn Tkrrznomeicr, Mélkbés in

",/„ getbcilt ist, forris cincnchcnmrsier außacrürict; dic Brobackytung des Windes und der Brwöikung an den täglicbrn Terminrn ist bci ihnen fakultativ, wird abcr von den meisten Bsodaxbtern ausgefiihrt. Siationen 117. Ordnung besiycn nur Regriimcster. Eingegangen sind die Stationen: Brrckcu ichen Mangels Lisiks grcig- neten Bedbaäxters, Dicdcnhdfcn und Olsberg Wrgen Verzugs der Beobacbtcr, nnd Gubrau wcgrn Ablebens dcs „Beobacbtrrs. Um die Eiisflüffr zu ermittew, Welche die Stadt Berlin innerHalb derselben seit mehr als 180 Jahren angesteUten Beobachtungen, in_s- besondcrr der Temprratur und der Feuchtigkrit audiibt, wurde Ende 1882 in dcm auf drr ZW-Ssite, Mit außerhalb der Skadi grlegcncn Joachimsthalsckyrn Gymnasium einc iiruc Station cinqeriibtct, Welche mit dem 1. Januar 1883 in Thätigkeit trat. Die AufsteUung des Thermometers erfolgte in ciiisr Wi1d1chen Hütte auf Rdsrnplaß; dem Psdcbrdrneter ist ein Ventilator bcigrgcbcn, dcffrn Flugrl rnit einer mittli'rrn Gcskbwindigkeit von 2,5 111 per Sekunde v0r_drm befeuch- tetcn Thermometer [ang sich baweaen. Zwar xvc'rdcn UH erst nach mehrjähriger Brodakbiung rie Differesnzen zwiichsn drr_ inrierrn imd äußrrenStaiionfsststeüen lasidn; ddäizkigt sckcko_n dcr Verglctck) einxahrigrr Resultatc,dc1s; Wesentlich dicisldmchrdälrnisie stnitfinden, wrlcbe m_an in anderen aroßen Städten brrciis mcbrfack) konstatirt hat. Der im Laufe das Oktober 1882 auf der Staiion S_ckmeskoppr aufgestellte Ombwmetkr, Weicher bis Ende Scptcmbcr 1883 nrbcn dem _alien funktionirt bat, um den Einflnß ch Aufsteilmigsdrtes auf dietheder- schlag§mrngc zu crmilicln, ergab, daß im nrucn, 3 m wxxsilicix dym «[tcn sicbrnden Regdnmeffer darkbsrixniiUick) 36% mrbr Nicdcrjibla-ge grmeffen Wurden, “so daß dis jährlich? Niedersärlagsböbc, ivsirdc ndck) den Anriciben des alten Rrgenmeffcrs zu 1399,2 nim resultirt, mm- destrns 1904,9 mm “da»träxit. Gclegrrrtiiä) Liiirr Prrjönkirben Inspektion Ende Srptcmbcr 1883 wurde der 110118 Rraenmasier abermals vcrseicit, um drs Wciterrn zu erforschrn, iiic1cher Platz auf drr'zicm1ick) 1)?- 1chränkten Gipsslfläcbe dcr Koppe fiir die Plazirung dtc)es Instru- mentes drr geeignetste ist. " ,

Die skbr voUständigen Bwbacbtungcn chr den “Zug d:r Cirrits- wolken zu CbUSkOkf in Schlesien Mrdrn zum ersichal mitgrilierlt, um einem auf den internationalcii Métrordlogenkongrossen mrbrfack) geäußrrrrn Wunsche zu entsprcckzen, und zugirick), Um andere Beobachter aanchM. Die Resultate dcr zwrisiündlickydn Beobachtungen an der Pulvrrmaaazixiwache bci Srbwwin inMecklrnbura sindRamximangcis nirgen nur in Monatsrcsuméö wicdoraegcben. Die Aufzeichnungen cinrs Sonnriischcin-Autographen don CampbeÜ-Stdkes„wclchcr auf dem Terrain der agriknlfur-Öemiicdsn Versachstation bciRostndck feer günstig aufgestellt ist, find nur in Bczug auf die Angdbrn nder die Tägliche Dauer und die täglickyc Periodr dcs Sonxicnscdems' in den cinzölnen Nionatrn rcproduzirt. Die FÜrstTich Lipps'Wc Forstdirektwri, Welche msbrere Regenstaiioncn im Gedistu des Tcutoburaer Waidcs (5112121883 eingerichtet hat, stelltr (1116) die Rcsuitaic der vom Forstmcittrr Faye in den Lippe'schen Staaidforstrn Veranlaßtcn Beobachtungen iiber die durch Blix“, verursachten Waldschädrn zur Verfuguna, welche im Anhang abgedruckt sind. Ferner folgcn im APHCMZ die Resuliate älterer Beobarhtungcn zu Fort Confidence im arktischcn Nordamerika, welcbe biÉlang nicht pnblizirt wvrden sind _und die grradc 16151, ivo der Erforschung der klimatiscbcn Vrrhältnisic dec Polarregion ganz bcsonderrs Jmicreffe zugewandt wird, als Writerrs Material hierzu wiÜkommen sein Werden. _ Das Jiibaltsvcrzeichmß des Heftrs weist anf: Vrrzcirhniß der met. Stationen im Jahre 1883. _ Dreimal jägl. Bcdbaibtungrn von Klausicn, PNC", Breslau, Berlin, AaäZLn, Schneekoppe und Eichelberc: 1883. _ Tcmperatur der Erdoberflache auf der Schnerkoppe. _ Monats- und Jahresübrrficbten 1883. _ Eistagc, Frosttags. Sommcrtagc 1883. _ Frost- und Schiiccgrenzen 1883. _ Fünftägiiie Temperaturmittcl 1883; _ Adwsetcbuna'en der fünftägigen Tcmpcraturmitiel 1883 vom 35jahrigen Durchschnitt. _ Anhang, Nachtrag, Berichtigungen.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

(H. C) In Lübcck starb am 10. d. M, Dr. Robert Chri- stian Berthold Avé-Lallcmant. Geboren 1812 als Sohn des dortigen Musiklebrcrs Jakob AvS-Laliemant, studirte er in _Berim, Heidelberg und Paris Medizin und ging, nachdem er 1837, in Kiel promovirt hatte, nach Rio de Janeiii), wd er sich als Arzt mederließ. Dort verschaffte ihm seine ärztliche Tuchtigkeit bald 2111211 Ruf, so daß er vom Kaiser von Brasilirn die Ernennung zum Dirxktor des Gclbfieber-Hospitals erhielt. Nach Deutschland 1855 zuruckgckrbrt, schloß er Freundschaft mit Alexander 'von Hizmboldt, und auf dessen Empfehlung hin Wurde er zum Mitglied der osterrerrhischcn .Novara'-

Expedition ernannt. Von dieser trennte er fich jedoch bald, bereiste darauf ganz Brasilien und ließ sich 1859 als Arzt in Lübeck nieder, Als zehn Jahre später der Suezkanal eingeweiht wurdc, folgte auch er einer Einladung zur (Linkveibungsfeier und benutzte leichzeitig die Gelegenheit, den Nil hinauf bis Nubirn zu reisen. Ja er Zwischen- zeit beschäftigte er silb eifrig mit Schrifsstcklerei, und neben seinen medizinischen Werken bat er drr Litsratur auch viele belletristische Arbeiten, sowie die Beschreibungen seiner großen und v,)elen Reisen ge- schenkt. Als Bruhns 1872 eine Biographie Alexander von Hum- boldts herausgab, lieferte Avé-Lallemant zu rstselbm den dritten Ab- schnitt: „Humboldts Aufenthalt in Pari-I,“

_ Rechtsbücher des Deutschen Reiches. )(111. Buch. Gesammtes bürgerliches Recht. Band 2, Unfall-Versicberungs- Gesetz. vom 6. Juli 1884. Für den praktiiÖen Gebrauch von Be- bördkn, Versickoercrn und Versicbrrten, erläutrrt aus den Matérialien

2 Thlr. Berlin Fr. Kortfampf. _ Das Unfall- vom 6, Juli d. I. den weiten Kreisen, für U hoher Vcdcuiuna irt, in eincr Bearbeitung dar- geeianet, dir Absichten deffklbcn und Sinn und Tragweite seiner rinzelnkn Bestimmungen klar zu stellrn , ist der Zweck drs rdrließcnden Werks. Zur Erreichung dieser rein praktische Zwrcke versolgrndkn Aufgabe dient zunächst die der ,Bearündung der Re:.iierunssvorlagc' entnommene „Einleitung“, welche sich übsr dir Adfirbten dcs (Hssryré- und die Wage, wie diese zu erricvcn, verbreitet. Durch Einfügung dcr Numm-Irn drr in Be- tracbt kommrnden Paragraphen des Grsexxch bat die Einlkitung zu- glkicb dir Bedeutung von Erläuirruygen zu denselbkn. _ Anf die Einlkitunq folgt sodann die Mitiheilung ch Grsryls selbst, das i:: 9 Abschnitte _ 1) AUgemeinc Beitimmunacn (§§. 1-10); 2) Bil- dunn und Verändkrung der erufdgeiiosseiiiwasten (». 11_33); 3) Mitglicdsckpaft dcs cinzrlndn Betriebes sowie Bciricbgderändrrungen (§§. 34-40); 4) Vertuctung der Arbcitrr (§§. 41_45); 5) Schieds- gerichte (§§. 46-50); 6) Feststcliung und Ariszahwng der Entsckoädi- gungen i§§ 51_77); 7)Uni.1[1verk)iitung und U(bérwacbung der Beiriebe durch die1chcnofféiischaften(§§ 78_86); 8) daI NeichS-VerfickoerungSamt (§§ 87-93); 9) Schluß- und Siraibcstimmungen (§§. 94-111) _ getblilt und mit ausführlichen Erläutrrungcn versehen ist. Diese Erläuterungen, hauptsächlich der .Brgründuna des Regierungs- eniwurfs“ und dem „Bericht der Reichstagrikommission“ entnommen, sind tbeilwcise einzrlncn Adi'rdniitrn als „Vorbemerkungen“ voraus- gesÖicki, sonst abrr drn brtr. Gesexxssparaamvben unmittelbar an- geschloffen. Daneben 171711211 zahlreickerrrweiSsteUen dazu, auf den innerrn Zuiammenivang der eitizclnen Büstimmungen in den Verschie- denen Paragraphen aufmerksam zu machen. Außerdrm wrrden auch noch Vorswriftcn anderrr Grscxxe amariübri. Den Schluß drs ersten Theils endlich bildet ein umfamgrcirbrs Sach- und Materienregister. _ Der zweite Theil enthält in der Form von „Anlagen“ 1) die bisher vom ReiÖS-Vkrsickycrungsaint veröffentlichten Bckannt- macknmgcn und Formulare; 2) dis Reichs-Bcrufs- (ercrbe-) Stg- iistik; Zusammrnstrllung drr (Gruppen, Klassen und Ordnungen der Gewerbebetriebe: &. nach Gruprcn, Klaffen und Ordnungen, b. alphabetisch mit Angabe der GrUPPrnxc. (irordnrt, und 3) die seit- her von den Landesrsgierunaen criaffriicn Verordnungen, bctr. haupt- sächlich dic zuständiaen Brbördcn und die Kassen, an Welche Straf- «eldrr abzuführen smd. Die noch zu erwartendkn AUEsÜbrungS-Ve- stimmungen der Reichs- und Landesdrhörden soUrn in einem oder mehreren Nachtragsdestsn bcrausgrcrcbcn werden, Welche leZtcren dann drm 2. Theile sick) anscb'ließmi. Sornit diirfte die vorliegende Be- arbcitung dcs .,Unfaliversirherungs-Gsießrs“ wohl geeignet skin, Hand- habung, Antvcndung und Verständnis; des Gcwyes zu crlcichtern und u öidrrn. z f_DiLNr. 42 von „Sch orcrs Familirnblatt“ batfdlgenden Inhalr: Apothrkcr Heinrich. Von Hsrmann Haibrrg. (2. Fortsetzung). _ „Was wirkt die. Bühne?“ 1. Von Fritz Mauthner. _ Büraeier Thonwaare. Mit drei Abbildunarn. Figur 1 und 3 derrdelte Bur- aeler Tbongrfäße. Figur 2 Entstcbung ciner bäuchigen Vase auf der Töpferscheibe. _ Aus dem Tagcbiich Lines Kriminalbeamten.“ Von A. Oskar Klaußmann. 111. _ Falscbrs Papirrgeld. _ Das Kriegs- spiel. Von Frobenius. Mit einer Origina1zrichnung von_R.Kn*ötel. _ Spreckysaal. _ Briefkasten. _ Plauderecke: Das drutickxe Piatr- baus. _ Das muß ich besser dcrstehen. Aus dem Lebrn der Vögel. _ Ein Nationalkrira siegen das Fiebcr. _ _EianrirathsN-rbot und seine Folgen. _ Wirkung des Alkobdis aus Thiere. _ Paris und Lutetia. _ Wie Vertreibt man Ratten? _ Napoleon ]. _. Unsere Bilder. _ Ho1zsch11iiic: Das Verhör in drr SÖljlk. Von W. Schöne. _ Gurchorgen. _ Erste Beilage: AUÖÖLM Mgnöyer. Die Leidsnögesckxiwte cines Infantrrie;Adjutanten. Mit JÜUitraiion 1,1011 R. Knötcl. _ Hunwristisch252 Scherxirage. Auf der, Pferde- bahn. Mit JUustraTion von PWM. _ Schach. _ ZWctteVei- lag c: Dsnküdmigrn, _ Driife Brilacicr' Der Zauberdr 111 der Familie! Das Grbeimniß der Wunderflasche. Mit 3 Illustrationen. _ Gra- Phologiscber Briefkasten,

des Reichstages. Verfickpcrungsgese rvelche es von zubicten, die

Getverbe und Handel.

Dicjsnigen hiesigen Einwohner, wvlcbr für das Kalenderjahr1'885 außerhalb Berlins im Umberzieben ern Genierbe 'zu betreiben beabsichtigen, zu welchem nacb dcm Gesetz voLi 1. Juli 1883, _N- treffend Abänderung dcr Griverbe-drdnunxi, (111 Steüc'des bisbcrtgcn .Lkgiiimationsscheincs“ ein „Wandergewcrbrsäy'eiri' erforderlich ist, werden durch eine polizriliche Bckan'xiimarbung ix_i ihrem eigenen Jnicrcffe aufgeforderi, daffcibr unverznglich 1chonM1rxxtianzumeldeix Die brireffcnden Gesuche smd rcgrlnizißig bk! demKdnigitckpen Polizei- Präsidium einzureichen, Dic dcmnärvit von drr Kdiiiglicbrn Dircxtion für die Verwaltixng drr direkten Steurrii in Berlin auMeferfigten (Hewrrbcscbeine sind seinrr Zcit bci drr KönigliÖcn 'Stduerkaffe, Hinter dem Gicßbause Nr.“1_pr.:, gcgen Zabiangdcr Mitteln beson- deren Benachrichtiaung§schreibcns genannter Direktion bckaimr geg-Zbe- nen Sieuer einzulösen. . . '

Nur dirjenigrn Prrsonen, wclckyk a11§1chltrßltch nicbi selbstaewon- nene rode Erzeugnisse drr Land: uiid Forttwirthickyaft, de_s (Harter!- imd Obstbaues, dcr Gefiügcl- und Bicnrnzurht im Uiqbcrzicbrn fettl- bietcn WOUM, und 5806313 Link:“; Wandrracwrrbcschcmes nicbt de- dürfen, haben den Erforderlirbc-n ©owsrde1chrin dixrkt bei _er Kömg- 1ickrn Sieiter-Dxrektion, Adtdcilntig fiir Gewerbeiteurr, Hinter dem Gießbause Nr. 1, ]. Trcppc, naibiasuckwn. _ * _

S1. Petersburg, 182 Oktober. (W. T. V.) Die Zoll- cinnabmen betrugon bis zum 1. Srptrmbkr d. J“. 65 633 803 R51. gcgen 65929 919 Ndl., der Import der Edelmetalle 3623 035 Rbl. gruen 3461777 Ndl., der Export 2717 368 Nds. gegen 10227133 Rbl. in dem Zlcickeri Zritraum des vorigen Jahres.

New-York, 17. Oksddcr. (W. T. B.) Baumwvllen- Wochenbericht. Zufubren in alien Unionsbäfen 241000 B., Aus- fuhr nach Großbritannien 64 000 B„ Ausfuhr nach dem Kontinent 52 000 B., Vorrath 453 000 B.

Submissionen im Auölande.

1.0estcrrcich. ' _

30. Oktober, 12 Uhr. Wirn. K. K. Gencrql-Drrcktton der österreichischen Staatsbahnen. Lieferung 'von Antimontum, Zink, Zinn, Blei, ZinkblcÖcn, vcrzinntcn Weiß- und ngfongblerben. Kaution 50/0. Näheres in drr Expedition dcs .Deut)chen Reichs-

Anzcigers“. _ , 11. Rumanicn. __

30/18. Oktober, 2 Uhr. Bukarest. General-Dircktwn dcr Rumänisxben Eisenbahnen. 13 000 Tafeln Wsißblech in der Dimension von 0,68 )( 0,53 0111; 3000 Tafeln von 0,53 )( 0,43 cm; 101Ei1en- blecbe von 68 ckch 53 cm im Gewicht 0911 Mindestens 110 kJ. und 100 Tafeln von 53 )( 34 0111 im GTWTÖT. von mindestenß 55 kg. PreissteUung franco Station ciner in Betrieb stehenden Eisenbahn- station oder franco Schiffsbord Gülay. Kaution 50/9 des Angebots.

Näheres an Ort und Stelle.