1905 / 121 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 23 May 1905 18:00:01 GMT) scan diff

Monats habe sich herausÉYeUt, daß die Leute nur den mäßi en

Lohn von 3,66 „FH pro icht verdient hatten, infol ede en seien von ihm, weil die Verhältnisse fich im Laufe des onats ungünstiger gestaltet hätten, WM im ganzen zugeseßt worden, sodaß der Verdienst 4,45 M die Schicht betrug.

Es erscheint der Hauer Anton Gröschel, 25 Jahre alt, seit 26. März 1904 auf der Zeche, und erklärt:

Ick) abe im Sommer 1). I. in dem leßten Brexnßber, c auf der . Sohle. im F16 1 vor einer Strebe gearbertst. s ist richtig, daß stck) der Bremsberg und die Grundstrecke in einem schlechten baulichen Zustande befunden haben. Es stand fast „Folz auf Holz, aber die Strecken waren derartig im Druck, daß er Ausbau nichts genußt hat. ES wurde allerdings mel neues Holz geseßt; ick) habe selbst mitverbauen helfen. Stellen- weise waren die Strecken so niedrig, daß die auf den Wa en lagernden Kohlenstücke herunter, estreift wurden. Jnfolgedesqn sind uns oftmals Wagcn genu t worden, in einer Schicht bts Ju 2, monatlich bis zu 16 Wagen. Uebex schlechte Behandlung urck) dcn Steiger Voß kann ich mich mcht bckia xn. Infolge des Drucks waren in dem Brsmsberge die S )te_ncn mehr- mals sebr VErbogen, sodaß vorübergehend fast säm_tltche Wagen dazwischen gsfallkn sind. Wir Haben dcm Stexger bxervon jcdeSmal bald darauf Mittc'ilung gsmacht, und lst dann das Gostänge wieder gerade gerichtet, dcr Aquau repariert und die Strkcke gesenkt worden. Wcitcrc Mißxxändc kamxich aus Lex Betriebchbteilung, in welchcr ick) gcarbettct habe, mcht vor- UNION.

Gröscbel crkLärt UOck) zusäßlick), daß er die Hier vorlie ende Beschwsrdescbrist dcs LUdmig Zsck“;ncr zwar untqrschrieb€n ]abe, absr den Inhalt der Schrift uicht kenne. Dese Beschwerde- schrift sci ibm cjnks Torgens auf dem Streikburcau von dem Jschn€r vorgclégt wordm mit der Aufforderung, diesklbe zu unterschrsiben, da er anch in_ dieser Abteilung qearbeitct bälle. Zu dem Inhalt der ihm ],cHt vorgeleskncn B€sch1VerLfchrist erklärt er 110ch, daß er sich ("ckck zu niedrige (deings und Lohnabzüge nicht zu beklagen babe. Ihm ssi der verdiente Lohn jschmul richtig vsrréch11€t und ausbezahlt wordsn. Im ersten Monat [MOL cr 4,90 „16 Und in den anbéren Monaten zwischsn 5,50 und 6,00 M. pro Schicht verdient. Jm allgsmeincn kann Grössbcl anck) nicht Übkr Holzmangel klagen. Ek crixmcrt sick) nm: EMCS Falles, wo er längcrc Zeit auf Holz gcxbartot babs. Er babs sick) damals am Fuße des 3. Bremsbcrch, der etwa 150 m von winem Bremsberg ent- fernt gxlczé-„e'n Habe, das Holz Holen müssen. Mit seinem Antrag anf Vergütnng fÜr diese Ncbknarbkix sei er vom Fabr- bam"; Ubgswichn. Beim Steiger oder Betriebsfübrey habe er Sims Vkrgütung für dissc Nebcmarbcit nicht nachgesucht.

t). 9. U. Gröschel, Antov.

Nach den vorgxlc'gtén Lohnlistcn Und Schichtenzetteln bsträgt dcr Loba:

im Monat Mai 4,71 „sé. Juni 4,62 JUN 5,19 August 5,71 September 5,62 Oktober 5,02 Novxxmber 4,59

Dezember 4,77

Nach der Liste der gestrichenen Wagen sind der Kamerad: schaft, mit welcher Gröschel gearbeitet hat,

im Monat Mai von 267 Wagen 1 Wagen,

ZUUi LU // "_

» Uli 566 2

- AUgUst 879 15

Skptkmber 795 21

Oktober 476 6 Novc'mber 354 19 und Dezember 406 16

wegen Unreinheit und Minbcrmaßss gestrichen worden.

fk

Es erscheint dsr Fcrdinnnd Cl)arvat, 24 Jahre alt, und ,

erklärt folgendss: .

Ich war seit November 1903 WS etwa März 1904 und von September 1904 bis Anfemq d. J. Schlepper in der westlichen Soblcnstrkcks auf der 11. Sohle von Flöz 1. Als folchkr Hatte ich die Wagon auf etwa 120 m Länge vom Bremsberg Nr. 6 bis Bremsbkrg 4 zu schleppen. Disse Strécke war in eincm sebr scklechtcn baulichen ?Ustandk. Dic Hölzer waren vie[fach gebroZycn und vcrfault, odaß _der Aufenthalt in der Strsckt: 1t1itL€bemsgefal1r verbunden ist. Es brachen öfters Stkine aus dem Han enden in die Strecke, und Habe ich bänfigcr Wagen voll Torge wcggefabren. Allerdings rührte ein Teil disser Berge von dem VerbaUcn dieser Strecke von der Nachtschicht ber. .Hanptsäcblick) in dcn letzten 4 Monaten befand sich die Strecke in nicht fabrbarem Zustandk, und bcsondch inner: innerhalb dcr lCZtcn 20 111. Die Beschwerdeschrift des L. Jschner ist mir 7. Zt. im Streikbureau beim Wirt Klaybeck vorgelcgt. Es WdeL mix dsr Abschnitf, der Über den Zustand dcr Sohlbabn handelt, aas der 239schwerdcschrift borgelüscn. Von dem wcitcren Inhalte dcr Beschtvchdcschrift habe ich keine Kenntnis;

b. g. u. Charvat, Ferdinand.

Dcr Zechenvcrtrktkr legt das Schichtcnbch) aus dem vorigen Jahre vor. Nach demselben sind im Monat Scptembcr V. Z. 1141/2 Schichten, Oktober 973/4 November 1001/2 und Dezcmbcr 881/2

Reparaturbaucrschichtcn in dieser Streckxnabteilung verxabren worden. Außcrdem haben, wie der Zcchcnvertretcr angi vor den Ocrtcrn bcschäftigtcn Hauer, WWU es notwendig war, die Reparaturarbsiten ausZcfübrt. Die Strecke ist in ihrer erstkn Länge, ungefähr 400111, in wenig druckhaftcm Zustande, und e*ntfäklt daher bei weitem die Mcbrzabl der angeführten Neparaturbauerschichtsn auf den Ausbau des hinteren Teils der Strecke. Der Zechenvertrctor bebt des weiteren hervor, daß der hinterste Teil der Strecke' Lkst im Lanfe des vorigen Jahres neu aufgefahren ist. Einfabrcr Hrch. Ubl erklärt: Die in Fragc stsbende Strecke

bildét die Baugren?

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e , gesu t, mich aber dort nicht angetroffen.

eblichem Druck und war der Ausbau erade nicht im besten ustand. Dieselbe war aber, wie ich an Grund meiner per- onlichen Wahrne mungen bei meinen mehrfachen Befaßrun xn m der ersten Häl e des 1). J. iermit hervorhebe, vo stän Hg eugen, daß in dieser Stre e

betriebsstcher. Auch kann ich vielfach Reparaturarbeiten auSge ührt worden smd. v. 9. u. Heinrich Uhl.

Betriebsfübrer Koch erklärt:

In dem hier in Rede stehenden Teil der Sohlenstrccke bes Zlözes 1 ist meines Wissens kein bemerkenSwerier Bruch tm eßten Jahre vorgekommen. Die Berge, von deren Charvat spricht, müssen von den Reparaturbauern des_ Nachts Her- rühren. Es ist die Anordnung getroffen, daß dte Berge, die bei der Neparaturarbeit fallen, zurückgeworfen, während der Tagesschichten eingeladen und m dte_ Abteilungen zur Ver- wendung als Bergeversaß hineingeschafst werden.

Es erscheint der Bergmann Pkter Geber und erklärt folgendes: ,

Die Beschwerdeschrift von Ludwngscbner wurde mir eines Tages im Streikbureau von Ludzmg Jsckmer vorgelßgt mit dem Ersuchen, dieselbe zu unterschrerbcn. (Helessn habe1ch das Schriffstück nicht, aber i _babe Zschncr gcfragt, worum es sick) in demsselben handle. terauf ab_ er mir zur Ant- wort, daß es :ck) um den sch)lechten YULÉÜUÖ in dem chten Bremsberge, Flöz 1 Westen, handle, daß die Wagen nicht durchgingen, daß es an leeren Wagen gefehlt babe. Ick) konnte dem nur ustimmen aus meiner Lichen Kenntnis der örtlichen Verhältniése, weil ich in dem Berg arbeitste und habe daraufhin die Schrift unterschrieben. Dcr weitere Inhalt des Schrift- stücks ist mir nicht bekannt. _ _

Der Belegschaftßvertreter Hemrick) Becker weist darauf in, daß (Heber mit Ischner am Tag? vor Beendiéung dcs c-treiks bei ihm gewesen sei, bei dtcjer (H.:legénxit habe (Heber die Beschwerdeschrift aus der Taxcbe gezogen und ihm übergeben wollen zwecks Benxxßung be_i der Untersuchung durch die Kommission. Jnfolgedeffcn müffe ihm der Inhalt der Beschwerdeschrist bekannt scin. Eine Ueberrexcbung bes Schriftstücks habe nicht stattgefunden, wei_l die Genannten dasse'lbe noch an sich halten woÜtcn, um weitere Unterschriften zu sammeln. _ _ '

Peter Geber entgegnet, daß das S_chrtftjtuck, welches fte damals dem Becker gezeigt haben, nur emen kuxzen Schriftsaß dargesteUt Habe. Es set nur eim: halbe SLU? beschrieben gewesen. Jedenfalls habe_ es nicht den an?;gedehnten Inhalt gehabt, wie diese hier vorltegende Beschwerdeschrift.

Der Delegierte Becker erklärt darauf, daß sowohl Geber wie Jschner damals ihm geqenübcr besonders betont hättsn, der Inhalt ihres S reibens sei derselbe, wie der in der vor- liegenden Beschwerd christ. Ec (Becker) babe__die hier vor- licgsnbe Beschwerdes rift Überhaupt nicht zu Genckn bckommcn.

(Heber bleibt bei seiner Aussage stehen und bcmsrkt aus- drücklich, daß er sich hier nur über den Zustand des Brcms- berges aussprechen konne. Der Bremsber sei stark in Druck gewxsen und mußte daher in demselben kZortwäbrend verbaut wer en.

Die Strecken sind mebrFack) esenkt worden; (:er schon nach kurzer Zeit waren sie wxedcr o niedrig, daß die Wagen nicht durcbgingen. Es ist nxcbrfack) vorgekommen, _daß uns Holz gefehlt hat, und habe 1ch deshalb mehrfach dre Arbeit unterbrechen müssen. Eines Tages erschien vor unserer Arbeit der BetriebsfÜHrer Kock) mit dem Herrn Inspektor Mommerß. Bei dieser Geeqenbsit wurde vom Betriebsführcr Koch an- „eordnet, daß die Arbeit besser verbaut werden müsse. Ick) ollte so lange die Arbeit einstellen, bis daß besser verbaut sei, Es wurden mir bald darauf 3 oder 4 Stempel beraufgeschickt. Weil der Bremsberg stellen: und zeitweise medrjg mar, sodaß di? Wagen nicht gut durchgingen, smd uns auch mehrfach Wagen gcstrichkn wordkn, manchmal 2 und Z in 24 Stunden. Di? Arbeit war auf 2/3 belegt; des Nachts wurde dsr Berg ver aut.

o g u.

. Peter Gkber.

Der Hauer Anton Morella gibt nachstebsndcs an:

Es war ungefähr in der Mitte? de_r Streikzxit, _als eines Taqés der Beschwerdeführer Zschncr nnch 'm 111611191? Wohnung aufsuchte, in der Absicht, mich zur Unterschrift seiner Beschwcrde zu bewegen. Ich war nicht zu Hause. Emtgc Tage spéZter bat mich Jschner dann im Streikbursau bet Klapheck getroffen. Dort Hat er mir bis vorliegende Beschwerdcschrift gezeigt. Er hat mir dann die Seite, auf welcher von der schlechten Luft in der Grube, und zwar iy dem Ostfelbc Low [Hz 1, die Rede ist, vorgslesen und mxck) ersucht, dre Schr1_t zu untcr- schreiben. Ich gab ihm darauf zur Antwort, daß rch mit der Sache nichts zu tun haben wolle, mxd habe die Unterschrift verweigert. Meinen Namen babe 1ch erst unter die Be- schwerde geseßt, als ich nachher von anderen Kameraden dazu gedrängt wurde.

ur Sache aibt er folgendes zu Protbkoll:

- s brannte Tchlecht vor unserer, Arbert,_ besonders wsnn über Tage trübes Wetter war. Drsser Zystand dauerte un- gefähr 3-4 Wochn. Während dxeser Zeri kam es mebrfack) vor, daß wir unsere Lampen vor Ort mcht Wieder anzünden konnten, wenn dieselben etwa durch Nrcderfallen oder aus irgend einem anderen Grunde erloschen. _Jn solchem Falle nahm der Schlepper die erloschen? Lampe mrt zun) Bremsberg; dort wurde dtcselbe wieder angezundct. Unterdeßen arbeiteten wir bci dym Li t der Lampe des anderen Kameraden weiter. Nach etwa 10 inuten traf der Schlepper mxt dsr brcnnenden Lampe wieder ein. Es ist an emzelncn Tagen vorgekommen, daß wir 4mal die erloschenen Lampen Meder anzünden mußten.

1.1.

g. u. Anton Moreüa.

Dcr Hauer Casimir Manys sagt aus: _ . Dcr eschwerdeführe'r Ludwrg Jschner berteUtc mrck) während

der Streikzeit zu dem Wirtshaus van den Boom, um die Be: '

schwerde zu unterschreiben, augen, Weil ich kerne besondere Lust, zum [_Lnterschrkibon Hatte. Zim 8 Tage darauf bat er muß tn memer Wohnung auf- Schlisßlick) traf er

wischen den Schachtfeldern 1 und 11. Dkk Abbau unterLa b ; mich auf dem Strcikbureau von Klapbcck. Er las mir aus

er Strecke war wcitbr vxrgcscbrittcn, WZE der Abbau ober derselben.

alb é seiner Beschwerdestbrifr den Abschnitt Übchie,schl_xchte Luft in Jnfolgcdcffen stand die Strecke in ziemlich er- ! unserem Berge vor und bat m1ch, das Schrtftstuck zn unter-

ch) bin damals nicht dorthin ge: .

Kameraden, worauf i ebenfalls unterschrieb.

Zur Sache sagt anys genau_dasselbe, wie sein Kamerad Morella; dessen Aussagen wurden thm vorgelesen und erklärte er fick) durch Namen9unterschrift damit einverstanden.

n. g. u. Kafimir Manys.

schreiben. Sodann the er mir die Unterschrift der übrigen

Der Hager Anton Rovnt) gibt an, daß ihn L. Jschner eines Tages 111 ferner Wohnung aufgesucht und ebeten abe, seine Beschwerde zu unterschreiben. Er habe ihm enAbs nitt über die schlechte Bewetterung seines Arbeitspunktes vor-

elesen und die Unterschrift seiner Kameraden Morelia und anys gezeigt. Er habe dann auch keinen Anstand genommen, die Beschwerde ebenfalls mit seiner Unterschrift zu versehen.

Sachlick) decken sich seine Aussagen mit denen der Vor- zeugen Manys und Morclla. Dieselben wurden ihm vor- gelesen und von ihm durch Unterschrift als richtig anerkannt.

1). g. u. Anton Room).

)

Der Zechcnvertreter erklärt zu den Aussagen von Geber nachstehendes:

Im Mai b. I. ist der betreffende Bremsberg neu auf- gefahren und auMequt worden. In demselben find jede Nacht Reparaturhauerarbeitsn austührt worden. Im Sep: tember wurden der Kameradschaft es Géber

von 390 gcfördert-xn Wagen 9 und im August 304 4 Wagen wegen Minder- maßes und Unreinheit gestrichen.

Zu den Aussq en von Moreau und Genossen bemerkt er, daß es sich in die?em Falle um den Abban von Flözresten Handelte, die in unmittelbarer Nähe von alten Pfkilerbauen liegen und mit diesen in Verbindung stehen. "Da nun Ende Dszember die Wsiterfübrung in dieser Abteilung umgesteUt worden - die Wettc'r zqen seither in Schacht 11 ein Und aus, jeßt ziehen sie in ScZacht 1 ein und in Schacht 1?" aus _, so ist es möglich, da während der Uebergangszeit bei niedrigem Barometerftand nach der Umstellung der Wetter geringe Mengen von Kohlensäure aus dem Alten Mann in diese Baue cin etreten sind. Nachdem der Wetterstrom sich an den neuen xeg gewöhnt Hat, treten kcinc matten chter mehr aus den alten Bauen heraus.

Nachträglich erklären die Hauer Manys, Morelia und Room), daß seit der Wiederaufnahme der Arbeit nach dem Streik die Bemetterung diescr BetriebSabteilung tatsächlich beisser geworden und es nicht mehr notwendig sei, die ver- lo chenen Lampen im Bremsbergc anzuzünden.

b. g. u.

Anton Mocha. Kasimir Manys. Anton Novm),

Zu dem vom Hauer Geber angsfübrten Holzmangel er- klärt der BetriebsinsPLkwr Mommch:

Eines Tages kam ich mit dem Betriebsfübrer Kock) zu dem ArbeitsPunkt dcs Hauers (Heber. Die Strebe war mangelhaft verbaut. Geber gab als (Mund Hol mangel an. Ich erklärte ihm darauf, er solle die Arbeit ein tsllen und zunächst ver- bauen, wir würden sogleich Holz heraufschicken. Born in seinem Bremsberge, etwa 40 m von seiner Arbeit entfernt, lagen Z Stempel. Ein 4. Stcmpsl lag _oben auf der Bühne des Bremsberges. Wir s icktcn sofort die 4 Stempel herauf, sodaß für die nachfolgen e Sch1cht genügend Holz zur Ver- fügung stand. Auch in der Sohlenstrecke lag an mehreren Stellen ein hinreichender Vorr-Kt von Holz; es war somit dem Hauer genügend Gelegenheit gegeben, rechtzeitig für die Be; schaffnng von Holz vor Ort zu sorgen. Es 1st hier Sache des Lebrhaucrs, das Holz am Fuße des Bremsberges in den Förderwaxn einzulachn und vox den Arbeitspunkt zu schaffen.

Der Yechenvertretxr, Ver a1s9ssor Jacob, stellt_ schließlich den Antrag, die Beschwerdes rift des Jschner mrt der Ver- handlung u verbinden (Anlage .4), und Hebt noch besonders hervor, da?; troß des druckhaften Gebirges im ganzen vorigezt Jahre im Revier des Stei ers Voß kein einziger Unfall mxt tödlichem Ausgange odcr rwerbSunfähigkcit von mehr_ als 13 Wochen durch Stein: oder Kohlenfall vorgekommen set.

v. g, u.

Mommerß. Koch. Bcckcr. Maciejewski.

Jacob.

Verbandelt den 30. März 1905 zu Hamborn.

Anwesend:

1) Die Mitglieder dsr Unlersuchungskommisfiom Geheimer Bergrat PÖPPMJHÜUS, Bürgermeister Schroecker,

Bergmeister Neff. 2) Seitens der Zcchenverwaltung: Vergassessor Jacob, Betriebsinspethr Mommerß, Betriebsführer Koch. 3) Ws Belegschaftßvertreter: Heinrich Becker, Johann Macie]ewski. Nicht erschienen: Job. Voßwinkel (angeblich wegen Krankheit).

Bci Beginn der Heutigen Verhandlung übergibt ber BelegschaftSvertreter Vccker eine schriftliche Erklärung dxs xm vorigen Untersuchung§termine vernommenen Beschwerdefubrers Ludwig Ischner, „_ ' _ '

Die Kommisfion ist der Anstcht, daß d1e An elcgenbett m der vorigen Sißung genügende Erörterung gefun en hat. Es wird von der beantragtcn nochmaligen Vernehmung des Beschwerde'führers Jschnor und der vorgeschlagenen Zeugen Abstand genommen und beschlossen, die beuttge Emgabe dem Protokoll beizufügen. (Anlage 13.)

Hierauf erscheint der Bergmann Josef Wilms, 31 Jahre ?th und seit 2 Monaten auf der Zeche beschäfttgt, und a t aus:

g Im Querscbla auf der 111. Sohle befindet sich Litze maschinelle StreckenZHrdcrung, Ein bcsqnderer Fa stg ist m diesem Querschlag nicht vorhanden. Es ist deshalb 1eFahrutxg in dieser Strecke mit bc'sonderen Gesa ren_ verbunden. Dte Streckenfördcrung 'wird durchschnittlicbs onm Gan geseßt, ehe die anfahrenden Mannschaften den Querschlag pa tert haben. Man ist dann häufig gezwungen, über mehrere Wagen zu

klettern, um zu seiner Arbeit zu elangen. Meines Wi ens is_t im Jahre 1902 ein Mann dch die maschineUe Strescsken- Lorderung verlebteworden. ck) glaube mich u entsinnen, daß ieser Verleßte mtt Namen enter bei der treckenförderung Zekchäfttigt war. Andere Unfälle dieser Art sind mir nicht

e ann .

Des weitexen be chwere ich mich darüber, da i die Sohlbahn sonne die [TeYlstrecke in Flöz 2 in einemß sxélkxchten Zustande befindet. Es tft verwunderlich, daß durch das Zu- sammenbrxchen dxr Kappen keine rößeren Unfälle vorgS kommen,fmd. Dre_ merstcn ölzer Smd zerbrocLen und die Strecke tst stellemzxetse so nie rig, daß die Pfer e kaum bin- durch kommen konnen. Das Gebirge ist in diesem löz sehr druckhaft. Zum Tragenbes Hgngenden werden am berstoß Holzpfetler gesexzt. Ick) bm selbst bei dissem Ausbau beschäfti t. Memes Erachtens smd zu wemg LKW mit dem Ausbau dieézer Strecke beauftragt.

" Des wettercn muß ich Klage führen über das ungknügende Fallen der _Lampen. EH lst mir mehrmals vorgekommen, daß schon um dte_ Halbe Sch1cht die Lampe ausgebrannt war. Ich habe_ zwqx eme Beschwexde diessrhalb an den Steiger oder Betrlxbsfuhrer mcht gcrtchtet, staTt dessen babe ich aber, wie es mele andere Kameraden tun, Schmiergroschen an die Lampenpußer quzahlt. Scix dibser ZeTt smd die Lampen ste_ts vol; gde uUt und" m bestem Zustande genossen. DLL Messmgtetle, xvelck)? fur gewöhnlich nicht besonders gepußt werden, werdsn frzr dl? Schmiergroschen besonders blank ge- p_ußt._ Ich habe 1111 leßten Halben Jahre allmonatlick) 50 ,:Z Schmrergeld an „den Lamyenaus eber Sommer bezahlt.

Auch muß UZ mxck) uber schglechtc Wetterführung beklagen. Vom Januar z). _ . hrs Oktyber v. Z. hab:- ich im 2. Broms: berge Westxn, ostltchxxr Strébslöz 2, gearbeitet, Währcnd dieser gatzzcn Zklt war dxe Luft vor der Arbeit durchweg schlecht; mctjtcns kbnnten mtr ems erloschsne Lampe vor Ort nicht wieder anzupden.

Auch O_tx: Abortkübsl find chx'icns Überfüllt, sodaß man gzxxwungen nt, some Notdnrft an verbotenkn Stellsn zn ver- rxchtyn. So hat "an bcm vorgenanntcn Bremsberg Nr. 2 baußg das Abortkubel ÜberfiZUt mehr wie 8 Tage gsstandsn, bevqr er entleertsworbcn i1t. Ich habe damals sowohl den Steiger. Busch wxe den Abortwärter Biergans Hiervon in Kenntms gcsest, abxr Abhilfc ist nicht geschafft morden.

_ Das Nullen steht auf Schacht 1 Deutschsr Kaisxr in bbchster Blute. Es wcxben an einzelnkn Betrichpunkten 5 bis 6 Wagen, taglich gcytrrchsn, wée ich auf der Tafel gesehen habe. Mtr smd selbst an einem Tage schon 2 bis 3 Wagen gestrichen worden. Es war dies vor dem Orte mit der Koblen- nummer 119. ,Als_ alle Beschwerden bci dem Stéigej' nichts hqls-cn, habe tck) emos Tages mehrere Wagen hintsrsinandcr Mit Sternen geladen, um eine Kontrolle übkr die Handhabung de? Nullens zu erhalten. Von diLsLU Wagen ist mir keiner extraxben worden. Man steht daraus, wie willkürlich bei bém Strerchcn vxrfabren wird.

Auch dre Waschkgue bLfiUÖ-Lt_ sich in einem sehr mangsl: haften Zustand. Dtexslbc m:rd 1chr schl€cht gereinigt. Bald ck das Wasser zu kalt, bald zu Heiß. Auch die meisten Brause!) smd ,vsrstopft. Nmnéntlick) in der Winterzeit werden dt? Kletdex nicht genügend trockkn. An Ungeziefer mangelt es auch mcht. Mäuse, Kakerlaken Ic. findet man in Massen.

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. . u. Jos. Wilms.

Dcr Betriebsfübrer Koch:

Die Seilbaht] bat eine Länge vom Schachte bis zu dcm PUnktc des Quer1chlages, wo die Anfahrenden den Qusrschlag verlqffen, von 1200 m; dcxsc'lbe war ursprünglich in einer Vrertc vorz 21/2 111 zweiwurig aufgcfabrsn. Seit cm):: 3 Jabret) smd zvir damit bc-schäftiqt, dm Otterschlaq auf 3 111 zu erweitern, tm Jahre 1902 sind 195 m, im Jahre 1903 160 m und im Jahre 1904 322 m und im laufenden Jahre 84 111 auf diese Brxite erwsitert worden. Die Erweiterungs: arbcttßn werden gleichzeitig an mehreren Punkten ausgeführt. Al_lck) m dem noch nicht erweitertsn Teils des Querschlagss ist fast duxchweg entweder zwischen den beiden (Hieisen oder an den Sexten cm „Fahrweg von 80 (3111 vorhanden. Es kommen allerdings eimge kur ? StSUen vor, namentlich dort, wo das alte'Holz noch ZSteht, daß ein Fahrweg in dsr ange- gebenen Brerte von 80 «m_nicht vorhanden ist. Dcrfelbe ist absr auch noch so breit, daß man im NotfaU noch ausweichen kann. Die Wagen haben _einc Breite von 80 (;m. Wsil ebkn diese engen SteUen vorhanden find, ist das Befahren dcs Querschlages wahrend _des Ganges der Streckenförderung verboten. Das Verbot tft auf Tafeln an mehreren SteUen im Quer- schlage angeschlagen. Wir fördern mit ZetaMen Körben und beyusen 2 Hängcbänke. Nachdem die leßten annschaften an- exahren find, werden die Etagen zunächst gereinigt und die *unren ausgehängt. Hiermit gkben etwa _10 Minuten hin. Wahrenb dieser Zeit können die Leute fast jämtlick) den Quer- schlag bis zum Flöz passiert haben. Hier u kommt, daß die lebten 200 m bxreits 3spurig hbrgeste t sind. Außerdkm find 7 Mann in jeder Schicht damit beauftragt, die Seilbahn MbeaufsrchtiZen, etwa cntglciste Wagen wieder cinzuheben usw. Yuxsx geben ei Beginn der Schicht das Signal, wann die Qetlsahrt in Bewegung gese t werden darf. Dieses geschieht erst, wenn der Betrieb der eilbabn ohne Gefährdung der in dem leßten Teil des QuerschlaYs fahrenden Personen crfolqen kann. Mir ist noch nie eine eschmerde über zu frühes In: Aangseßen der Seilbahn zu Ohren gekommen. AUck) ist ein Unfall, durch die maschine'lle Streckenförderung hervorgerufen, nicht vor ekommen mit AUEnahme des Unfalls Tenter. Tcnter warcAuf eher in der Seilbahn. Nach der vorliegenden Unfall: anzélge Nr. 307 ist Tenter am 14. Juli 1902 in der Seil: babn beim Ausheben eines Mitnehmers zwischen zwsi Förder- wagen geraten.

Der Veleqschastsvertreter Becker erklärt, daß es ihm schon vorgekommen sei, auch noch im letzten Jabrc, daß die Seil- bahn schon in Gang gefeßt wurde", wäkl)rend er stck) bei der A"fährt noch in dem ersten engeren Tei des Querschlages, wo der Fahrweg in der vorgeschriebenen Breite nicht vorhanden war, befand.

Der Betriebsführer Koch:_ _

Dte So lstxccke in Flöz 2 1st 1m Jahre 1902 aufgefahren. Das,.Hangen e und Liegende ist ziemlich druckbaft und außer: dem Ut im ersten Teile das Flöz über der Begleitstrcckc aw gebaut. Die zerbrochkncn Hölzer werden regelmäßig durch WZE „ersexzt. iermit find mindestens 8 Fimmerbguxr bc: 1ch)Üfklgl. Die treckc ist in durchaus betriebs 1cherem Zustande. Ganz ähnlich verhält es fick) mit der Teilstrecke.

Der Bele schaftSUertreter Becker gibt at), daß er selber in dieser Teilstre e arbeite und dieselbe slch m betriebssicherem Zustande befinde.

_ Jn betreff der Lampenwirtschaft erklärt der Betriebs- fuhrer'Kocl):

, _Dre Lampemvärter haben „den Auftrag, die Lampen zu retmTZey und zu füllen, und mtrd dies meines Wissens auch vor] rtftSmäßig aus eführt. Ick habe dlkses wenigstens ber memey Revisionen tets gefunden. Ueber das Zahlen von Schm1ergrofchen habe ich nie etwas gtxbort. Im Übrigen ist es durch Anschlag streng verbotetx, Trinkgelder zu zahlen und anzubehmen. Fur gewohnlich retcht das Oel bei vorschrifts- maßtger Lampenfüüung für 2 S_chlchtep aus. Es kann jkdoch vorkommen, daß in einzelnen Faben dte Lampe schon vor Ab- lauf elner Schicht erlischt. Dteses_kommt daher, daß die Watte zu lange in dem Oelbehälter [legt oder zu viel Watte m dsm Oßxbekßltcr sich befindet, _auch wenn dcr Docht u kurz chorder) Ut. Für solche FäUe smd (2er die nötigen ZZLsekbL-

ampsn m der Grube vorhanden.

HLN? Betriebsinspektor Mommerß:

Anf Schacht 1 haben wir unter Tags iUdesamt 127 AbonkUbel, we2chc in der ganzen Grubs verteilt sind. Dre untertrdrscbe Belegschaft béträgt 550 Mann in der stärkst belegten Schlcht, sodaß auf 4,4 Mann 1 Abort kommt. In dem Yemsr dcs BcschwerdefÜH-rcrs Wilms befinden sich 15 Aborthbex; besonders angestellte DeZ-infekwrcn Haben für das DLSMUZWWU und Herausschaffen der gefülltsn Kübel Sorge zu tragen. Bei meinen BLfÜhkUUI'ZU Habe ich nie ge: fundxn, _baß die Kübel Überfüllt umd mangslhast desinfizisrt gewexen Und.

Nach den vorgelcqten Scbichtenzetteln 1111?) der Kamerad: schaft„ in wslchcr B€schwerdeführer Wilms im vorigsn Jahrs gearbsxte't Hat, von durchschnittlich 500 Wagsn

im Januar . . . . 8 Wagen

. FLbruar . . . . .

März .

April .

Mai

JUNi

JUN

August . . . .

Skptember . . . . 15 , jedoch ap. ksincm Tage me r wie zwei Wag811,we_qen Unreinheit oder Mmdermaßes gestri en worden.

Die? _Wafchkane ist im vorigen Jahre zwoimal nsu „aykälkt und zwomxal nen angsstrichen worden Und befindet sich in gutem Zustand?. Ti? Reini„ung erfolgt alltäglich zweimal n_ach ]Ldém Sch1chtwechscl. uck) befinden sich msinss Wisséns dW BrausM m gutcxn Zustande. Es sind nach die nötigkn Vorrichtungsn getroffen und hat der Kausmvärtcr dafür zu soxgen, daß das Wasser die nötige Tempsramr bcsißt. Eine bandsre Kontrolle über den Zustand der KMW und die Be: dtenung der Eßnrichtungen wrrd von dem Maschincnstciger axtsgefubrt. Mir find keincKlagcn über mangklhaftrnZustand und mangelhafte Ausführung der Anweffung seite:“:s dcs Kanbmvärters bekannt geworden. Auch habe [ck) bei meinen Remstonen niemalsbon Mäusen, Kakerlaken ctwas gemerkt.

Dcr Lampenaufjcber Leopold Sommer gibt an:

_Wir Hachn den Auftrag, dis Lampen mit Benzin voll zu quen. DlLsSS gL1chlcht auck). Nun kann es aber vor: kommen, daß die Lamps na ihrer Füllung 1 odsr 2 Tage 111 dem Lampcnraum hängt, cvor sie benußt wird. Während dicssr Zcit verdunstkt ein Teil „des Benzins, und es ist Sache des Hubers, dqfür zu sorgen, daß die Lampe nachgefüllt mird. _Untsrläßt Lr disses, so kann es allerdings vorkommon, daß xbxn bie Lampe vor Schluß skinsr Sck)icht erlischt. Für ge: wobbltch reicht das Benzin be'i vol] e*fülltcr Lampe für 2 volle Schichten aus. Ick) gebe zu, vom Eschwerdéffibrer Wilms in den loßten Monatc'n VZ. 50 43 sogenanntes Pußpomadcngeld erhalten zu haben. An er Wilms haben noch 4 Mann dicscs (Hkld mxmich qc'zablt. Für dieses (Held puZe ick) während d_er ArbxxtsPaUan die Lampen der zahlenden kUtL, bLsOUdLrS dre Msmmgtcile, mit se'lbst gekaufter Pußpomadc bliÉeblank. Wxnn Wilms sagt, daß ich ihm für dteses Geld die éampen bLßLk ge'süllt hätte als frübe'r, so ist dies unwahr. Das HHU?) babe ich lediglich für das Pnßen der Messingteile be: ommen.

“..ck-«1410312900

1). g. u. Leopold Sommer.

De'r Wettcrstcigsr Zeinricb Witte erklärt:

Als Wxttersteiger abe ick) anck) die Aufgabe, die ganze Lampcnwirtychaft zu kontrollicrcn. .Es geschieht dicses durchweg sowohl in dcrLampenstubc, als auch mber Grube. Ich habe Hierbei festgsstkllt, daß die Lampcn vorschriftsmäßig gefüllt werden, und kann Es nur in ganz vereinzelten FäÜen vorkommen, daß eine La_mpc vor Bsendigung dcr Schlcht wegen ungenügsnder Fuklung erlischt. _Es muß dann die Lampe längere Zeit nach dem Füllxkn bor dem Gebrauch gehangen Haben, sodaß das Benzin tNLWLtse verdunstct ist. Mir find nur ganz vereinzelte dsrarti, e Fälle zu Ohren gekommew Von dsm Schmier eld babe ic?) bisher nichts gehört. Allerdmgs iste's mir aufgcfa en, daß cmlenc Lampen besonders blank gepth waren. In der Lampenjtube befmden stch 11 Personen, welch das Pußen und FÜÜLU der Lampen zu besorgen babcn. Es sind täglich etwa 1450 Lampen zu füllen, sodaß auf ]eden PUYV etwa 130 Lampen entfaÜen. Neservxlampen find in der rube an den Füllörtcrn, blmden SYäckzten und Bremsbergen in hin: reichender Zahl, etwa 250 Stück, vorhanden.

1). g. u. H. Witte.

Dcr Kaucnwärter (Gustav (Hedtke sagt aus:

Dre Kane tmrd' alle Tage . 21xtal täglich ausZefegt und Vormcttags aUSJesprrßt, sodaß fte slch stets in einem sauberen ZUstqnd befindet. Im vorigen Jahre sind die Wände 2mal u_nd m dtesem Jghre 1mal neu gcstrtchen worden. Das Unge- Zu'fer, das man, m der Kane findet, wird von den Leuten in en Kletdsrn mttgebracbt. Auch dtcBrauseu find durchweg in g1ztcm Zustand. Falls die eine oder andere verstopft ist, wrrb fie sofort wreoer in Stand geseßt. Ich habe die chuxY, das Wasser auf 28--400 C. zu erwärmen. Hierauf achte [ auch ganz besonders. Nach längerer Nichtbenußung dcr Brausen kann es vorkommen, daß das Wasser in der Lettung fich abkühlt; jedoch 3-4 Minuten nach dem Losdrkl)8n der Brause tritt sch0n das Wasser Mit der Normaltemperatur von 300 aus. Die Leute brauckxen also

“nur einige Minuten zu warten, ehe sie sick) unter die

Brausen stellen. m übriqen_ will der eine das Wasser kalt, der andere warm )aben. És rst absolat unmöglich, es allen Recht zu machen.

t) g u

?" ",“ 1" Handzeichen des Gustav Gedtke.

Eine ähn11che Beschwxrde über mangelhaften Zustand der Waßchkau9 entb'alt auch „dre Beschwerdeschrif: dss Karl (Heyer. Der elbe tft mcht ersch1enen. Die an ihn ergangene Ladung rst als mzbestellbar zuruckgekommen. Der Gegcnstand der Be- fchwerde tst'durch dre Erörterun, der Eingabe des Beschwerde- fuhrers Wilms zur Genüge Lbandelt WOMEN. EkasO dcr wettere anglt der Beschmsrde Über maugelhaftc Rsiniaung der Abortknbkl. (Heyer beschwert sich dss wsitsren “Üb-sr schl€chten_Zuxtand de_r Sohlstrccke, Flöx 5, Wéstékt, 111. Sobw. DlLskle jez ytkchanfL so niedrig, daß m'an mtr in gebücktér Halmng btxzdnrchgchcn könne. Hicr mÜßt-en Pfsrbs bmduräx

eben. AYZYWLM [1952 die Bahn nicht-söblig und gwristcn dre ggcn_ Viklsack) ms_ Laufc'n, wobxi diesele cntgkcisteb. Zn g1€1ch 1chl€chtsm thand befände sick) der BWMIÜLTJ, Di? Kappßn foxxx msimn-Z gsbrocbkn, chso dis Stémpxl. Tie Schwch€n 1cisn bsrfaUlt. Geyer führt weiters Bcschrb€.d€ ubßr 1ch[?cht€ Bemstfsrung des Stoßortks Nr. 19 in diLsCLU Flozc, außsrbem darÜer, Daß die .Ham'r die SchWLÜLTT und Sptßen selb1t [“[ka Tage einladan müßten. _ Nack) de'r _Erkkärung dcs Bstrie'bsfübrsrs KOCH bkfindst sxck) drs Streckgm gutsm Zustabbé; ist ach), so weit WW die Pferde gehen, m genügeudsr .Hök)? k)-:rx]esjcllt. Nack) ist der Brsmsbcrg ÖYTchÜUD betriebsfichér vcrbaut. Dastngcndc ist m bxessm Flozx durchmeggxxt. Nack) ÖM vakxjsnoxnme'nßn Memungen LXUWYM anf drs bier 111 92658 stsl)cnde BctriCbH: thexlung bcschäsngtsn Arboiter 5 61111] frisch? Wsttcr pro Kbps und thxte. 'Ankb ÖR“ BcirisbSpnnkt 19 Mrd 1,1011 Lr11ch2x1W8ttcrn txt rklchlichLkMMgL bcstrichcn. E25 ist richtig, bf; drs Habxr bw Sckchllcn Und Sbich Über Tags selbst emladsn nzuUM. Es ist disses cine Mr schon seit 5191611 Jahren bkjtxhknde Exnricbnmg. chsrkt wird &bor U-Ick) be: somders, bak; bor BC1ch1v0rdcfÜHrer sslbst Nicht in die“ Laas 0,6: k0n_11n_9n_11t, srch _sclbjt Schmellxn 0er Spißon 11111“,er ssim'cr Bejchaftxgung a::sladen zu müxsen. Ties? Mbteri-alicn w-xrcn m JMÜJ'EULCÜKMMJC Dorbanden. _ Sjkrger Klass schlicßt sich den Aussagcn dcs Bstrich: fuhrch Kock) 011.

13. g u.

Klubs.

_ Eit1fal)rkr- Ubl bat die Soblstrockc Und 5911 im Red:? 1tchendc11 Vrsmsbcrg mehrckck) blfslhrkN. Tic Soblknstrccke war dnrxbwog in_ gutem Znstandc bis anf ÖM kkstcn Brcms- bkrg. (xbcnxo 111 dkr_Br9mIbcrg 2 durchans bktricbssickxr verbaut. Drc Kohle in zn bsidcn Skiken dcs BWMOÖLMLZ abgebLut"._ DiEHoblräams smd mit Bergen dicht verséxzt; dn“. Stoße am Brkmsbsrgc selbst_ simd barcb aufgsfübrte

Holzpfcilsy sichexgestklxx. _Dus „Yangcndc iyt durchxvcg gut, sélblÜks bat 1rch_ ]cdocb thvas anf die Holz: pfeilsr und den Vomaß gLsONkf, sOÖKß dcr Brems-

bbra Etwas nisdrig ngVOTÖLU ist. Was die' TLMÜSkfÜhkUUg in dxxser Abteilung anbetrifft, so waren bis sinzclncm Ocrtbr qe- U'UJLUÖ bkwc'ttcrt. Bci eMr Bcfabrung babe ick) daselbst xmcn BrUck) angetroffsn, infolgkdcsscn zmci Wsttcrznfübrnngs: 1trxckcn nicht fahrbar warc'n. Di.? durchzisbsnden We'ttcr retchtsn aber zur Wswstierung dcr Bctrikbc vollkon'cmcn ans.

v. g. u. Hcinrick) Uhl.

Zu der VOM Boscwardkführer Wilms «ngvfsibrtM schlechten Bswottcrung dks 2 Önlichén Brcmsbcrgcs östlichc Strebe ("[Oz 2 erwähnt der Bstriebsfsxbrkr Kock), daß dort die Wkttcr: Zjhrxmg fbgcn“ r€cht gnt lssi. Anck) sei ibm von irgend Simm Beamten Über vorübcrg-c 1nitg€tcilt worden.

Fernc_r licgbcinx Bcscbmcrdc dss Hauyrs 30fo Wellmann vbr. Dcrrelbe 111 mcht erschienen. Die Bsscbwerdcschrift ent- Halt allgememe Klagen Über Abortkübel, schlschtc Bcbandlung durch die Bcamten, niedrig? Löhne dsr Reparaturarb-xitcr von 350-4004“: pro Schicht und Über Holzmangel. Tie QU- gemcinsn Klagsn Über Abbrtkübel Haben bei (Jslegcnbkit der Erörterung der Beschwcrde dcs Wilms genügende Berück- s1chtig11ng gefunden. . Dic Klagen über schlechte Byhandlung dnrch bie Bkamtcn smd infolg€ Fehlens der näheren Angabe Über dxe Zsit und Oertlichkcit nicht kontrollierbar.

Nach den vorgelcgton Schicksenzctteln sind die Angaben dks'WcUman'n, soweit ne seinen Lohn als Neparaturbauer be- trcfscn, richtig. __Derselbc hat durchschnittlick) 3501/54 vcr- dirnt; dagcgcn smd an andcre Reparatarbauec Schichtlöbnc bis zu 4,50 416 gkzahlt worden. Die gkringcn Löhne cnt: sprochen nach Angabe des Bstrisbsführcrs Koch seinen geringen Leistungsn.

Dcr Hager Andreas Grzeskowiak führt Klage darüber, daß th bauftgcr Wagen zu Unrecht genullt wordcn sind. Er sagt aus:

Ich war im Monat Januar 11.3. in Flöz Nr. 2 als Haxxcr beschäfxigt. Tkr Bremsbcrg, welchen ntkinc Kohlen assxercn mußten, ist zu Niedrig, die Schienen liegcn darin sehr ählccht. Infolgedessen fäUt dsr Wagen Häufiger um. Hierzu kommt, daß der Bremsbcrg im oberen Ende steiler ist und wir daher gezwungen sind, den vollen Wa en etwas rascher hinunterlaufen u lassen, damit der leere Fagcn bochgezogkn werden kann. „Zicrbct ist es nicht zu vermeiden, daß der volle Wagen xnal stark aufscßt und nicht scltcn Koblkn aus dem Wagen fliegen. Diese kommen dann obcn mit Mindcrmaß an und werden uns gestrichen. Zn dM 91/2 Schichten, welche ich vor diescm Betriebßpunkt verfabch Habk, sind mir auf disse Weise 5'bis 6 Wagen zu Unrecht gcnuÜt morden.

D. J. u. Andreas Grzeskowiak.

)Md schlechte Wcttcrführung ni? ctmas

Dcr Steiger Busch:

_ Emes Tages beklagte sick) der Hauer Grzkskowiak bei mir, da[; 1bm drcr Wagen we'gcn Mindcrmaßcs gestrichen seien. Er qab cm, dieses habe seinen Grund in einer nisdrigen StcÜc tm Bremsberg. anolcheffen würden die Stücke von dcn Wägen abgbstretft. Ick) Habe mich damals sofort in den Bxemjsbcrghmcmbsgcben und die Anqabc des Grzeskomiak bestättqt gcxunden. Darauf sind ihm dkc drci Wagen wieder

gutgeschriech, mxßcrdcm ist die nicdrige Stelle sofort

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