1905 / 137 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 13 Jun 1905 18:00:01 GMT) scan diff

(Stadt ur_1d Land), Rybnik, Groß:Stre?liß und Tarnowiß [Y_Y_reußtschen Regierungsbezirk Oppen auf 1,00 „45: zu er 0 en.

Berlin, den 8. Juni 1905.

Der Reichskanzler. In Vertretung: Graf von Posadowskt).

Bekanntmachung, betreffend Erweiterung des Fernsprechverkehrs.

Dcr Fernfprechverkehr wischen Berlin und

14. den niederländjeren Orten: Appingedam, Groenlo, Monnikcndam, Noordwixkbinnen,

13. dem schweizerischen Orte Mariaftcin,

(3. den Orten des R_eich_stelegraphengebiets: Alten- bof (Schorfheide), Altgrtebmß,_Blumenhagen, Bura-Vleicbr, Emmerich, Granzin (Mecklb), Korner, Laskowiß (Vz. Brcslau), Lebach, Michelstadt, Nesch0[z_bet Belzig, Weilburg. Werben (Elbe), Winkel (Rheingau) ist eröffnet worden. Die Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von 3 Minuten beträgt: _ _

1) im Verkehr mrt Mariastcin 3 «FH, _

2) im Verkehr mit den niederländischen Orten ]e 2 W,

3) im VcrkrFr mit Lebach 1 «46 50 „ck,

4) im Vcrkc r mit Altenhof (Schorfheide) 25 „33,

5) im Verkehr mit Br:rg-Blric_he, Granzin (Mccklb), Ncschbolz bei Belzig, Werben (Elbe) ]8 50 „„I,

6) im Vsrkrhr mit den übrigen Orten je 1 «46.

Berlin ('., den 10. Juni 1905.

Kaiserliche Oberpostdirkktion. Vorbkck.

Bekanntmachung.

Am 1. Juli 0. I. wird an Stekle dcr jexzt bestehenden Reichsbanknebenstcllc in Oppeln cine Reichsbankstelle daselbst «richtet, von der die Reichsbanknrbrnsteüsn in Kreuz- bnrg O.:S.,_Nciffe UUD Ratibor abhängig sind.

Der Gc1chäftsbczrrk sowic die Namen und Unterschriften dcr Vorstandsbcamtrn werden durch Aushang in dem Ge: schäLtslokcrl drr Reichsbankstelle in Opvcln bekannt gemacht wer en.

Berlin, den 9. Juni 1905

Reichsbankdirektorium. Kock). von Klißing.

Bekanntmachung,

betreffend eine Anleihe der Stadtgemeindc Heidelberg.

Durch Enlschließmrg vom 5. Juni 0. I. Nr. 24 768 ist der_Stadtgrmsmdc Heidelberg die staatliche Genehmigung erterlt worden, zu 31/2 Proent verzinsliche Schuldveré-szzßx bungen auf den Inhaber im etrage von 2500000 «*“7; 10:1- geterlt in: 14-30.“ YZ SLÜcke Buchstabe 1 zn 2000 .“ „N' *, LW " M :, 1250 ]) 200»

In den Verkehr zu bringen.

Karlsruhe, den 5. Juni 1905.

Großherzogliches YinYiZterium des Innern.

Braun.

Königreich Preußen.

Seine Majcstät der König haben Allergnädigst geruht:

den Wohnrmgsinspcktor, Baurat Lehmann inDÜsscldorf zum chrcrungs-_1_md Baurat_ zu ernennen sowie

dem ctatSmäßzrgcn Profrstor an der Trchnischcn Hochschule

in Aachen Ludwig Pinzgrr den Charaktcr als Geheimer _

RegierungSrat Und

_ _dem tcchnisch:artistischen Obrrinspektor Raupp bei den Komgltckwn Schauspielrn in Berlin den Charakter als Hofrat zu verlrikwn. *

Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medrzmalangelegenbeiten.

Dcr außerordentliche Professor an drr Univxrsität zu.

He_id_clb_erg Dr. Jnl_ius Fatschek ist zum Professor an der Korngkchcn Akadcmrc zu - ofen ernannt worden.

Finanzministerirtm.

__ Der bisherige: Eisrnbahnsrfrstär Gustav Scsgcbartl) rst zum_BUchalter bet drr Hauquchhaltcrci des Finanz- ministertums crnannt worden.

Ministc'rium für Landwirtsckxaft, Domänen und Forsten.

De_r Spezialkgmmissur, Regrerungsasskssor Suckow in Lyckd 111 der Annsdlungskommmston in Posen Überwicsrn wor en.

Ministerium für Handel und Gewerbe.

Dcr Gcwrrbrrat Kozer ift znm 1. Juni 1903 von Görtingcn 110ck Arnesberg unter Verleihrmg der Stelle eines warbctechrrischcn Hilfcsarbsiters bei der dortigen Königlichen

egterung 021“)th worden.

Der Gcwerdeaffeffor Drescher i'": der Gewerbrinspcktion in Mrrfchrg, dcr Gcwrrbraffsssor Tr. Rosebrock der Ge- werbeinspcktion in Kattowitz als Hilfsarbciter Überwiesen worden.

_Dem Revicrbramten des Brrgrrvicrs Ost=Kottbus, Berg- meister Richter zu Kottbus ist die Verwaltung des Berg: reviers WestKottbns Übertra en tvordcn.

Vrrseßt ist der Revier samte dcs Bcrgrrviers Frank: furt a. O., Ber rat Neumann, untr'r Urbcrtragung des Bergreviers Ost: otths, nack) Kottbns Und der Salinrn: inspektor SchUltr zu Schönebeck a. E. untrr Beilegung des Titels Bergmeister als Vergrcoierbeamter nach Frankfurt a. O

Hauptverwaltung der Staatsschulden.

Bekanntmachung.

Dir am 1. Juli 1905 fälligen insscheine der preußrschen _StaatSschulden, einschlie lich der von uns verwalteten Eijenbahnanleihen, werden vom 21. d. M. ab bei

der Staatsscbuldentilgungskasse in Berlin, Taubcnstraße 29, der Seehandlungshauptkaffc in Berlin, Markgrafen- straße 463, der Reichsbankhauptkaffe in Berlin, Jägerstraße 34, den_ Regierungshauptkassen, Kreiskassen, Hauptzol]: und écmptstcnrrämtcrn, Nebenon- und Steuerämtern „. und 1]. Klasse und den Rrichbankanstaltcn, die Zinsschrins einzolncr Eisenbahnanleihen außerdem _ __ nocl) bsi den dafür bestimmten besonderen Zahlstellen emge 0 t.

Di? Zinsschrine sind, nach den Wertabschnitten geordnet, den Einlösnngsstellen mit cénem Verzeichnis _vorzuleqen, welches die Stückzahl und dcn Betrag für 1eden Wertabschnitt angibt, aufJereckmot is: und des Einlisfernden Namen und Wohmrng cr1ichtlich macht

Drc Zahlnng der am 1. “Juli 1905 fälligen Zinsen der in das Staatsschuldbuck) eingetragenen

orderungen erfolgt

im Wege der Zuscndnng_ durch die Post und im Wege der Gutschrrft auf den Reichs- bankgrrokontcn drr Empfangsberechtigten zwischen _dem 17. Juni und 8. Juli,

dre Barzahlung bei der Staatsschuldentilgungskaffe und der Reichsbankhanptkaffe in_Berlin beginn! am 17. Juni, bei allen anderen Zahlstelle?! am 24. Juni.

Die Staatsschuldentilgungskaffe ist für die Zins- zahlungen werktäglich von 9 bis 1 Uhr, mit Ausschluß des vorleßtrn Werktach in jedem Monat, am leßten Werktage des Monats 0er von 11 [ns 1 Uhr geöffnet.

Die Inhaber preußischer Konsols_machen wir wiederhslt anf die durch uns veroffentlichten ,Amtlichen Nachrichten Über das Preußische Staats- fchuldbuck)“ aufmerksam, deren 7. AUSgabe nebst Nachtrag durch jede BuchhandlunB oder von J.Guttcntag,Verla sbnck)l)andlung in erli1117.35, Lüßowstraße 107/1 8, für 40 „3 (portofrei für 45 ,es) zu beziehen ist.

Berlin, den 7. Juni 1903.

Hauptverwaltung der Staatsschulden. von Hoffmann,

Bekanxxtmacbung.

_ Tas _S_ti_;*:11dirtm ker dcn dem _zu Berlin Verstorbenen (He- bemrrn Mrrzmaxrat, Professor Dr. _Joyrpb Meyer testamentarisch hegruydéten Julius-Adelbeid-Stirtung im Betrage Von 240.“ 10U_fur_ das Kalenderjahr 1906 an einen talentyyllen, würdigen und bedurfttgen Studierenden des Baufachs jüdischen Glaubens verlieben Werdrn. Gceignste Vervrrber Werden aufgefor- dert, ihre Gesuche bis zym 15. Juli d. J. an das Kuratorium ge- nannler Stiftung, zu Handen rss Professors Dr. Kalischer in B erlin_1'7. 50, Ansbcuberstr. 14, einzureichen und ihnen beizufügen:

1) exnen kurzen Lrbenslauf, 2) eme Urkunde, 133? Bewerber jüdischen Glaubens ist, 3) ein amxlicbex 5 edurftigkeitßatteft mit spezieller Angabe der VermogenEderbaltnine de_s Bewerbers, 4) ein Fübrgngkatkcjt Vgn dsr Technischen Hochschule: 5) ein Heugms übsr Fleiß und Fortschritte während des Studiums. Berlin, den 31. Mai 1905. Das Kuratorium drr Julius-Adelbeid-Stiftung. Profeffor Dr. Kakischer. Martin Meyer.

Bekanntmachung.

Dem Markscheidsrkandidaten Max Heisig ist gemäß § 190 Vlbsaß_3 drs Ilügcmcinen Bergaeseßrs vom 24. Juni 1865 (Gesetzmmmlnng 1865 Seite 705) die Konzession zur selbständigen Vrrrichmng von Markscheidcrarbciten von uns Erteilt worden.

Heisig wohnt “UL" Zeit in Breslau, Tiergartenstraßr 31.

Breslau, dcn . Juni 1905.

Königliches Obxrbrrganrt. (Gräf).

Tagesordrrung

für die 48. Sisung drs BezirkEeiWnbabnratS für die

Eisen!)abnrircktionsbczirke Ha1Y1_over_undMünstcr am

28. Jani 1905 in Münsteri W. (_Stßungsxaal der Königlichen Eisenbabndirektwn).

1) Neuwabl des Vrrfißendrn. _ _ _

2) Zrststellung drr Anwcs_enden tt_nd Vrldung des Bureaus.

3) enderungen in dcr Zuwmmenjäßßung dss BezirkSeifenbabnrats.

4) Mitteilungen der Königlichkn ts_cnkabndirektionen:

& Mitteilung, betreffend Aenderung tn de_n Bezirken. _

5. Mitteilung, &us-Zend Bsrufung 060 srarxdigln AuNcbuffes.

0. Mitteilung, betrcrre'nd die x_vesentltäxsten 1e'tt der leßten Siyung im Bezirk der Königléclxn Eijenbabndtrekcionen HannoVLr und Münster 1. W. in Kmxt gstrrtsnen Aenderungen und Erleichterungen im Perfonen- nnd Gütr:Verk-=br. _ _

(1. Mitteilung, be_trcffend das mfolgs dsr letzten Beschlüffe des BezirkSeisénbabnraTs rixcr.bahnseijig Geschehene,

5) Frachtermäßéqung Für Kohlen und Koks zum H0ch0fen- und Walzwerksbktrirbz nacb rem OInabrücYer Bezrrk.

6) Frachtermäßiganx für Eisenvnrwl. _ _

7) Beratung der crsrnbabnxeitig fur den Winterfahrplan 190536 in Auéficbt genommenen Aenderungen._ _ _

8) Weiterführung des Zuges 700 b_1s Tostsdt.

9) Anbalten dcs Zu 23 144 in Eystrup. _

10) (Einlegung eincs Zdersoncnzugxs von Stevdal brs Uelzen. ___ 11) Verbefferuns rer Zugvkrbindungen auf der Strecke Stendal-

: zen. 12) Zsit und Ort der nächstrn Sißung. HannoVer, den 6. Juni 1905. _ _ Königliche Eisenbabndtrektwn. Rabmßdorf.

Angekommen: Seine Exzellenz der StaatSMßnjster und Mirrister der Xiftlichsn, Unterrichts- und Medtzmalangelegenhetten Dr. Studt, aus der Provinz Westfalen.

Yichtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 13. Iunß.

Ihre Kaiserlichen_ und Königlichen Majestäten wohnten a_m Sozmta mrt Ihren Köni lichen Hoheiten den Prin en Ertel=Frtedri , Adalbert, AuguZ Wiihelm, Oskar und Joachtm sowie der Prinzessin Viktoria Luis? in Potsdam dem ottesdienste in d_m Kommuns bei dem Neuen Palais bei.

Getern wurde 111 Potsdam auf dem Plaße vor dem Neuen alais in Anwxsenheit Z rer Kaiserlichen und König: ltchen _ a1cf1äter_r sowre der rinzen und Prin esfinnen, dcr srexndherrlrchcn Offiziere xc. das Stiétungsfest drs Lehrmfanterrebataiüons gefeiert. Nach dem Gottes: dxenst, der_1 der _Hof: und Garnisonprediger Keßler abhielt, htelten Semc Ma1estät der Kaiscr die arade über das Bataiüon ab. Während der sich hieran ap chlicßenden Speisung der Mannschaften machten Seine Maxstät einen Rundgang an den T1schen und tranken auf das Wohl der Armee. Der kom: mandierxndc General drs (Hardrkorps, General der Infanterie von Kenel bracht_e ein Hoch auf Seine Ma1estät aus. '

Henke yormxttag wolmtem Seine Majestät der Trauerfeier für den verstorbenen Fürsten Leopold von Hohenzoklorn in der St. Hrdwigskirck)? bei und folgten dann dem Trauerkondukte zum Anbaltcr Balmhofe.

Im Monat Aprél d. Z. sind anf deutschen Eisen: bahnen - ausschlirßlich drr bayerijchen Und der Bahnen mit weniger als 50150 Betriebslänge - 11 Entgleisungen auf freier Bahn (davon 6 bei Personen ügrn), 12 Entgleisun en tu Stationen (davon 3 bei Fersonsnzüuen), 2 u: sammenstöße anf freisr Balm (davon 1 bci Personenzügen), 8 usammrnstößr in Stationen vorgekommen. Dabei wurden 2 * eisende und k,; Basmbedienstete qctötct, 47 Rrisendc, 12 Bahnbediénstrkc Und 2 srcmde Prrsonen verletzt.

Dcr Königlich bayerische Gesqndte (Graf von Lerchen: feld-Köfering L)at Berlin verlaxsen. Während seiner Ab: wesenheit füh*t dcr Legationsrat Graf Friedrich zu Orten.“-

bnrg dic Geschäftr drr (Hésandjscbaft.

_ Laut Meldung des „W.T.B.“ ist S. M. S. „Habicht“ gestern von Kamerun nach Libreville in See geganqen.

Drr heimkehrendc TranSpoxt drr abgclösten Besatzung von S_M. S. „Condor“ ist mit dem ReichSp0stdampfer „Seydltß“ am 9. Juni in Genua eingetroffen und hat am folgenden Tage die Mise nm).) Southampton fortgesetzt.

Deutsche Kolonien.

Aus Windhuk in Dcxttsch-Südwestafrika wird dem „M. TB.“ zufolge berichtet, daß der Reiter Bruno Iackisck), geboren 16. April 1882 zu Lauban, am 5. Juni in Kanibes infolge schwerer Verwundung (Brustschuß) und der Reiter Karl Stahxrke, geboren am 13. April 1882 zu Sagard, am 7". Juni anx_ drr Station Maltaböbe an Lungenentzündung gestorben in.

Oesterreich-Ungarn.

Der Kai1er empftyg gcttcrn vormittag, wie „W. T. B,“ meldet, den Baron Féxérvarz) in Audienz, der am Nach- mittaq von Wien nach Budrpcxt zyrückkehrte.

Dcr Erzherzog 301001) 111 bsute früh um 61/2 Uhr in Fiume gestorben.

Höchstders€lbe rrurrr am 2 März 1833 in Preßburg geboren und Vsrmäblte fich am_ 12. Mai 1864 zu Coburg mit der Prinzessin Klotbilce Von Sach]en-C0burg und Gotha. Der Ehe entsvroffcn find der Erzherzog Joseph August, wsrmäblt mit der * rinzrsfin Auzuste Von Bayern, und_die Erzbcrzoginnén Marja Dorot ea, vermählt mit dem Herzog Pbilrpv Von Orléans, 9.12.1rzxarete, vermählt mit dzm Fürsten Albert vox: Thurn und Taxis, und Elisabeth. Der Verstorbene Erzherzog war Ehrenmitglied der ungarischen Akademie der Wissen- schaftrp, Kaiserlicher und Königlicher General der Kavallerie, In- haber dcs Infanterkeregiments Nr. 37__und Oberkommandant der Landwehr der Länder der ungarischen Krone. In der preußischen Y_rmY war Höchstcerselbc Cbrf drs 2. Hannoverschen Ulanenregiments lk. .

Großbritannien und Irland.

Der deutsche B01schafter Graf Wolff-Mcttcrnick) hat, wie „W. T. B.“ [)(-richtet, drm Lordmayor in einem Schreiben auf Bcchl des Kaisers Wilhelm und der Kaiserin Arrgustc Viktoria den aufrichtigsten Dank Ihrer Maxejtätcn für die Glückwünsche der City von London zur Vrrmählung des Kronprinzen ans: gcsprochrn.

Frankreich.

Der Präsident Lonbet empfing gkstrrn, wic „W. T. B meldet, die zu dkn H0chzeitßfeicrlichkritcn nach Berlin ent; sandte Mission. Tom „Echo de Paris“ zufolge sprach der Präsidcnt dem (Hencrrrl d_e Lacroix mit warmcn Wortrn seinen Dank dafür aus, daß er 012 franzöfiscbc Regierung so würdig vertreten Habs, und gab 1eincr lebhaften Frrudc über den Empfang Ausdruck, der der Mission seitens des Kaisers und der ganzen Ka serlichrn Familic zuteil grmordcn sei. Mit besonderer Béfriedigung gedachte er dcr vaorkommenbcit, die der Kaiser bei den Döbcr'chr Uebungen dsm General und den übrigen französischen _Ofnziersn habe zuteil werden lassen. Auch Rouvier cmpftng dcn General ds Lacroix, der ihm über die Berliner Mission eingehend Bericht erstattete.

Der HandelSminister Dubicf hielt am Sonntag, wic „.W T. B.“ meldet, auf einem Bankett in Paris eine Rede, in der er mit Bezug auf das Bündnis mit Rußland ausführte: Frankreich dürfe trotz der gegenwärtigen Umstände seinen Vcrb1"mdetennicht verlassen. €Frankreich sci mcht angessiv, es müffc seinen Platz unter den Üächten behaupten an auch fernerhin, wie in der Vergaxrgenhcit, das Licht der Freiheit durch die Welt tragen.

Der Minister des Innern Etienne hielt vorgestern in

Angoulé-me eine Rede, in der er sagte: „Wir wünschen alle

Frieden, Ruhe und Ordnung; aUe Bestrebungen der Regierung

gehen dahin, Frankrcick) einen würdigen Frieden zu sichern

, und der Ordnung Achtung zu verschaffen.“

Der konservative Deputierte Denys Corbin, der stets ein eifriger Anhänger Delcaffés war, beabstchttgt,_Ende dieser Woche an den Ministrrpräsidenten Rouvxcr eme Inter:

pellation Über die äußere Politik zu richten. Rußland."

Die St. Petersburger „TelegraphenzAgentur“ meldet, es sei daselbst noch nicht_ bekannt, wo dre Begegnung der rns ischen und der ]apanischcn Frwdenödrlcgrerten statt "nden werde; der Ort sei durch Japan zu bestrmmen._ Als Vertreter Rußlands zur Entgegrmzabme der ]apamfchen Friedensvorschläge werde wahrschemltch der _VertreterRuß: lands in demjcmgen Staate ernannt werden, m dem dre Be: gegnung stattfinden werde. _ _ _

Wte der „Regierungsbote“ meldet, wrrd der Mrntstßrrqt in einigen Tagen dis Beratung der Wahlordnung fur dre VolkSvertretung beenden und zur Etnzelberatung des Projekts Bulr) "rns Über el)e_n.

Der Entwur, betreffen emr Volksvertrerung, soütc nach seiner Erörterung im Minrsterrat _vor eme besondere Kommission gebracht werden, an der gewahlte Vertreter _der Semstwos und der Städte terlnehmen sollten. Wegen der m_ek sack) erhobenen Forderungen, dre _Volkswertrerer so schnel] als mog- lich“ einzuberufen, ist diese Abstck)t, wre dre St. Petersburger „Telcgr.:Aqentur“ erfährt, aufgxgehen worden. *Der Entwurf wird nach seiner Erörterung im M M rst (: rr_at1md der _(H e n e l) m 1 : gung durch denKaiser auf dem Wege emesManrfestes odcr eines an den Senat gerichteten Ukazes veroffsntlrcht werde'n, sodaß die Wahlen im Sommer ftattsmden Und_ dre Nrickch: duma im Herbst einberufen werden wrrd. Sre 10ll dann gleichzeitig mit den Srßungegr dcs StagtSrats tagen,

Nm Sonntagmittag fand cms den Putrlowwerken der Stapellauf dcs Mincnkreuzcrs „Dobrovoch“ statt.

Ein in St. Petersburg bcstxhenYLr Verband von 15 Vereinen verschiedcncr Gc1_ellj_ck)afts- und B9- rufsklassen, dic s1ck) zusamrzrcr1ge1chl0s1ex1 Haben, um 111 dem Kampfe gegen das herrjchendc _chtme m_cHr quft entfalten zu können, als es den emzelnrn mo_glrck) s_em würde, hat, dem „W. T. B.“ sz0_l_ge, am Frertag ferne Arbeiten beendet. Der Verband, dcm_11ck) als 16. Gruppe cms Vereinigung von Bauern 0nge1ch10ffetz bqt, faßte unter andrrcm einrn Beschluß, in denr er, rmHmbltck dqrauf, daß zUr eit keine Hoffnung sei, die Regrerung m_erdr aufdre Strmmc des *sich Hören, cmpfirhlt, 2.11 ]edrr moge das_ _tun, 1005 m seinen Kräften stehe _rmd was er nacb semcr polttrscbcn Urpsr- zeuqur-g für notwendtg erachte. Alls: gescßlrchrthttel mußten nuümehr versucht werden. __Slch an dre verschredenen Gesell: schaftsklaffen wendrnd, _schlagt dcr Vrrbankz so_danrr vor, den Versuch zu machen, die1emgen Personen, d1e_7rch dle Stgats: qewalt angcmaßt Hätten,_okme Verzug zu entsrrney, an threr Stekl? einc konstitutiomerendc Versammlung ernznberufen, Maßregeln znm Schrtße dcr V:rbarrdSm1tglredsr_ zu i_reftsn, aUgeméin zu empfrblkm, vor dcn (Hrrrchtcn_]cd€s Zsugms a_uf

ragen bezüglich des 73'crbaudr's zU vcrwergern rrnd endlrck) ?Für alle Brrufe, die dem Verbande angcboren, emen Mgr- mcinrn politischen Ausstand ms Werk zu seßen.

Der Moskauer Kongreß der Vertreter von Semftwos und Städten sei, o_bglercl) drr (Herrerczl- gouverncur seine Beratungen, soryert dre Versammlzmg eme private bleibe, nicht verhindere, ernc_mchtgenck)m1gte V_er- anstaltung. Dahrr könnten dre Mrtgltc_der drr vom Grafen Heyden geführten Abordnrmg drssrs H0nqre1xes_m1r m der Si enschaft von Privatpersonen dem Karser vorgestellt wcrdrn

un Allerböchsjdemselben dir Adresse des Kongresses Über: -

ei en. Gra 8 den Habe, indem er sich seine Bezwhun cn Zuck) ofkrr'rsexnf Hzrynuße gemacht,_ dur _Vrrnxtttlung er ExpeZtion für Yremoniensachcn tm H0 mmrstcrmm dre Er: laubnis für die cputatirm, srck)_dem Karsrr vorzustellen, nacb- gesucht; das Ergebnis des (Hewchs ser n0ch _mcht bekannt, doch bestehe Grund zu der Annahme; daß dw Abordnung

werds em an en werden. _ ___

Wäandgdrr am Freilag 'm erna abgehaltenen Srßung des den Namen „Bund“ führenden _Revolutronskomrters wurden elf Teilnehmer verhaftet. Dre Yerfammluyg [mite fick) mit der Beratung eines Programms fur den Umsturz der be-

stehenden StaatWrdmmg bcschastrgt. _ _ __

Zn'Minsk fanden am Freitagabend rt] zwei Straßen reqicrunqsfeindlicbe Kuxrdgcbungcrr nun, an dcyen src!) über 8000 Arbeiter beteilrgten und ber denen zalzlrctche Schüsse 'm die Luft abgegeben wnrdrn.

Dcr WirtschaftSrat des G0_uvcrnernents Charkyrv e_r: klärte in seiner le ten Sißung, dre Regterung srl 001110111er bankerott, und es Lehle iHr deshalb _das moralrsckx Rrcht_, dre innere wie die äußere Politik zu leiten. Der WrrtschartSrat erachte es für notwendig, daß sofort eme Volksver-

tretung einberufen werde. Italien. _

Dic „Tribuna“1néldet, die rtalrcntscbo Regrerung habe ihren Botschaftern im Y_usl0ndc besondsre Ampcrsupgen gsfandt dic dabm gingen, dqß fte mnerHJlb des Brrcrchs rhres Einstusfes, soweit möglich, s1ch bestreben wlltcn, dre russzsch: japanischen FriedenSuntcrhandlungen zn unterstch?

n 'der etri-xn Si ung drr Deputrertenkammcr e_r are der ?Minister gdxs gAeußerrx5 Tittoni in Beantwortung vrrsrbtrdener Anfragen: die italienische Regierung habe das Ersuchen_dcr Regterung des Congostaats, italienische Außwanderer dorthin zu ]enden_, auf den ungünstigen Bericht des Von ihr zur Untersuchung des Vorgr ([MS-nen Anfiedlungßgebicts abgrsandten Stabsarztcz Bxccart «(),xkkbnt. Baccari habe in seinem Bericht Vom 3. Juli 1904 bxbaww rt, man babe ihn auf der Rückreise in Kossozxgy zu vergiften gefarbt. Der italienische Gesandte in Brüffes bakc wog rer Conéoregkerung das Ver- sprechen einer strengen Untersuchung yber r*rn_BorsaÜ_er_H_n_1g__t, bei dem es s'rcb möglicherweise um einem Zuxgll 1qu nicht um ern «*:r.r€chen

ndle. Da das Gericht in Borna dre Etnstelluna d_e5 Ver- ?Tbr'ens beschloffen, habe die italienische_Re,;ierung quf Verlangen Baccxris die Prüfung der Alten dem R1chter_des KasatiynSHOfes Fiocca übertragen. Sein Bericht werd: fur_ die Beziehungen der Regierung zum Congostaat und zu Baxcare _maßgeberd _s_ein. Gegenwärtig seien noch 64 yon 73 aktiven ttalu'mxchen __Ofszuren km Dienst der Congoregierurg. Y_uf Grund dsr Von _ox_ ern-

gangenen Berichte habe die Regierung als Y_orfiobtsmaynabme ie Erteiluna gleicher Crmächtkgang fur andere MMM? ekngestrüt. Die dort tätigen Offiziere aber ab1r8_c0 abzubsrufen, [lege ken Grund Vor: eine so ernste Maßregel darf; nur, wenn es durcbgus nötig sei, érgriffen werden Die zur„Entw1ckel*-'ng des Congoqebrets angewandten Mittel hätten vielsach mcbt den Göseßey der Menschl1ch- keit entsprocken, doch müffe man, kb? MM ""MS,- den _Bericbt der vom Souverän kes Congostaats berufxnen mtcrvzxtwnalen Untersuchungskommisfion abwarten, _der dem Souveran jetzt eingereicht sei. Im Jntereffe Jtalrens liege eine freundschaft.

liche Haltung obne Nachgiebigkeit und_Sch;räch_e; Jtalien_ müffe_ e_s erwünxcht sein, daß der Congostaat wine _polttiséhe Jndwidualttat n_icht einbüße, da er den höheren Klassen der 1talieni1chen Außwayderer eme fichere Zukunft biete. Dxr Minister schloß mit der Mitteilung, daß bei der Conaoregierun rve en der in den eingegangenen Berichten erwähnten Uebelstände Ein?pru erhoben und efordert worden sei, daß die italienischen Offiziere mit einer ibrem_ ang entsprechenden Tatigkeit betraut würden, und daß in Y_oma ern Konsulat, auch zur KontroÜe über die Verbältnlffe der Offiztere, errtchtst werde.

Türkei.

Der General Schemsi Pascha ist, Wie drm „W. T. B.“ aus Cetinje mitgeteilt wird, mit Truppen m Taschtidxa eingetroffen, Hat die Orte Barißa, _.KUpriZa nnd Proschtihinje bcseßt und die Ordnung wredcr bergsstellf.

Rumänien.

Dcr nig und die Königin find gestekn, wie „WTB.“ meldet, zur Trxlnalwrc an der Beiscßung des Fürsten Leopold von Hohenzollern von Y_Ukarrft 1103) Sig: maringen abgereist. Dorthin begibt slch auch der Oberst DimitreeZco, dcr im Namen des Regiments Dambowißa, dessen Ctxrf Fürst 9600010 ewesen ist,_cinen Kranz nirder: legen wird. Dir Prinzeésin Ferdtnand har sick) am Sonnabend nach Berlin begeben.

Schweden und Nortvegen.

Dem König gehen, wie „W. T. B.“ mcldrt, fortgsseßt aus allen Tcilen Schwedens von Personen aU€r_ Geseüschaftrz: klassen Telegrammc zu, die Liebe und Ergebenhert zum Ansdruck bringen. __

Die Prinzen Gustav Adolf und Wilhelm Und am Sonnabendabend von Stockholm nach London abqrreist. Anf dcm Bahnhofe wurden Höchstdenselben lebhafte Huldr: gungen daraebrncht. _ _

Ur Chef des schwedischen ktrchltchen Drpartrmonis Dr. von Friesen ist am Sonntardend gcsrorbcn,

Wie die in Christiania ch eincndcn Abcnßblättcr_ be: richten, hat der schwedische Ministcr des Acußcrn samt: lichenKo n s u l n, die früher für Schwede_n und Norwcgen gcmcm: schaftlick) tätig Waren, ein Rundfchrsrbcn ngcytrUt, worm rr ihnen verbietet, irgendwelche Anordnung vo1r_der 110rwegrschxn Regierung entgcgrnzunebmen, da diese 0011 10110c00cher _Scch nicht anerkannt sci. „Morgenbladet“ sngt__1m_1511_,_daxz drr Antwort hierauf von seiten der Konsuln germ); O_rc mn werdr, daß 011€ norwegischen Beamten im Ko_nsrr[at§we1cn cbensq m_re dic Gesandtcn augenblicklich i_Hrcn_Ab)ck)trd 011500113 Drcyxtc verlangen würdrn, der also1r§t tür ausschlreßlrck) 1chmedr1ch erklärr sei. _ _ _ _

Wrgen der Befürchtung auslandixcher Blatter, daßdch selbständige Norwegen dazu kommen würdx, fich anf 0011105128 Kombinationen bald mit der einen, bald mrt dsr anderen Groß: macht einzulassen, hatte die Zeitung „Verdeps Gang Umter- redungen mit dem Präfidenten dcs Storthmgs Berner _und drm Minister des Auswärtigen Lövland. Borner erklärte, Normsgcn worde voklständigc Neutralirär bcwabrcn und 110) aUrn _ roßpolitischen Kombinationen fernhalten. WWU drr Bcr: HälmiFe auf der Halbinsel zur Ruhe gekommcrr Wen, bcjtevc die Hoffnung, daß Norwegen _zusammcn _mrt Sck)1ve_dc_n und Dänemark Mittel erwägen konne, 11111_7“-:8 Ncut_ral1_tat der nordischen Reiche zu fiebern, Dich gcwc'rxrx-„haftUM Erwägung werde dadurch erleichtert, _da); durch Irc Auf- lösung der Union (ruck) ]cder Grund zu?)kc_10ungrn_1mt ;_chmcden aufgehört Habe. Jn denqclberr Srnne jprarl) sul) 80010710 aus, der noch Hianfügtr, daß xrde Verbrndung mrt der rmsn odcr andcrcn Großmacht für Normrgen dic_größten_ (Befahrrn durch die Komplikationen, die daraus entxtebsn formten, in sick) tragen würde.

Amerika.

Dir Note des Präfidenten Roosevelt mr die russische nnd die japanische chrrrung war,_1v[€ das „Reutcrschc Bureau“ erfährt, crm D0nnerstagnach1mttug ab:

csandt worden, nachdem von Toktcx qnd_ St. Perch: nrg die Zusicherung gegeben war, da]; _crn 1olchcr V0r1chlag willkommen sei. Sie wurde auf Noo1cvklts_ Vcrarrlasmrrg nach St. Petersburg und Tokio tclcgrapwert und dort durch den amerikanischen Botschaftxr 0011 Lengcrkc-Mencr bezw. dcn Gesandten Griscom uberrcrcht. Am Sonnaberrd: abend Trafen die Antworten RUszlandsz und Jaxzans m Washington ein. Beide nehmen d_re V0r1chlage dee."- Präsädcnten Rooscvclt an, __11:10 bcrdc sprechen dem Präsidenten ihren Dank dasur aus, daß er srmc guten Dienste angeboten habe. Der Wortlaut_ der Antworten ist nicht veröffentlicht wordrn. Ter Präfident Roosevelt hatte am Sonntagabend mrt dem__strllvertrctcnden Staats- sekretär Taft einc Unterredung. „Hierauf wurde folgendes mitgeteilt: Die Antworten Nußlßands und Japans an den Präsidenten Rooscvrlt Urzd o_011__ setten_ de_s leßteren nicht veröffentlicht worrwn rmt N11ck11cht 007 dre Laar, wie sie fick) aus den wahrend drr YbWL1€nhklt_ 003 Präfidenten cinchangcncn_ M'rticrlnnqenrrgrbr. Dcr _emztge Grund für die Unterlasyung dcr Verofrcntlrchung rst der Wunsch des Präsidenten, zuvor Japans Antwyrt pack) St. Petersburg und RUf;lands Arxtwort nach T_okro wetter- zugobcn. Rußland und Japan 1170an nun, tmc man er: warte, eincn WaffenstiÜsmnd vsrcmbaren. Sohamr werde eine Zusammenkunft von Vertretern dcr bcrdcn Krtcgflrhrcnden an einem von Japan vorzusckyiagcnden Orte erfolgen; auf dieser Zusammenkunft würden Japans Bcdrygungxn angegeben und dann direkt an den Kaiser Ntkolaus ubcrnnttclt werdrn. Erschienen fie dcm Kaisrr annehmbar, s_o werde später el_ne Zusammenkunft der Bevoklxnachtlgten zur Verem:

* barung des Friedens stattfinden, und zwar wahrscheinlich in

Wasbin ton. _ _ _ _

Zn en diplomatischen Krmscn Washnrgtons Wird, nach einer Mitte'ckung des W„. _T. B.“, erklart, der deutsche Botschafter "rctherr Speck von_;_-ternburg babe dcn Präfidcnten Yéoosevclt bci den 1€rncr Note an Rußland und Japan voraufgegangknen Vrrhnndlxxngen durchaus untcr: stüßt. Er habe dem Präsidenten vsr11chert, daß gurl) der Deutsche Kaiser seine Bestrebungen aufS_ herzltckmc untcr: ftüßr. Es verlautc ferm'r, drr .Katscr W1_lk)clm habe dre Bemühungen Roosevelts dadzrrck) erganzkt, daß Aller- kjöchstderselbc fick) mit drn_1_ Kaiser _von 5ußlank) zu Gunstrn eines JrirdenSschlu11es m Verbmdung qe eßt habe.

Asien.

Der General Linewitsck) bat, x_vie die St. Pctchburaer „Telegr.:Agentur“ mcldet, dem Kai1rr unter dem 9. d. M. tclcqraphiert: _

"Bei den Armeen find keine Verandrrungen vorgekommen, unsere

. Abteilungen auf der linken Flanke rückten bis zur Linie Dagut-

sk“aten--Schimiaozen-Touangou-Julanzen und Wau-

bogou vor, wo fie auf den Widerstand des Feindes stießen. Jm

??_Zuergefkrcbt mit den Japanern fiel der Oberstleutnant Schult- iten o.

Unter dem 10. Juni hat telegraphtert: _

Laut schriftlichen Berrcbten de_r Kommandanten des Kremers „Almas', der Torpedoboote „Großnix' und „Brawv“, dem mündlickmr Bericht des Flügelqdjutanten Tsch_agin und Yen Aussagen der Offiziere von der .OIljabljg' waren dte_ bauptsacblicbsten Momente der Schlacht in der Koreaftraßx dre folgeyden: Am 14. Mai näherte s1ch das Geschwrrder Morgens m zwei Kolonnen, die Panzerschiffe zur Linkrn, dre Kreuze; zur Rechten, zwisxben ihnen die TranSportschiffe, der östltchen Durchfabrt_ der Koreastraße. Um 7 Uhr Morgens wurde auf der rechten Sette der Kreuzer .szumi' gÜcbtet, in Her elften Stunke auf der_linken Seite die Kreuzer .Kasagi“, _.Nirtakcr', .TsÖitose“ und _.Tsnschima", Zu dieser Zeit ging der „ngdimtr Monomach' auf ern Signal auf die rechte Seite rer Trapsvortychiffe über und eröffnete das Feuer gegen den „szumi', der das Feu-xr erwiderte und im Nebel Verschwund. Um 11 Uhr 20 Minute_n eröffnete die zweit? Panzerscbiffabteilung das Feuer gegen die japani1chen Kreuzer, wobei bemerkt rrurkr, daß „Niitaka' oder .Tsusckyima“ getroffen wurde. _Die Japaner*erwiderten das Feuer, gingen nach [inks ab_und Ver1chwanden im Nebexx. Um 11 Uhr 40 Min. stellten fich dre zweit€ und dritt?Panzrrschiffabtsilung sowie die Kreuzerabtcilung, die eine R;:kognoEzrerungsabteilun außgesandt hatte, in einer Kolonne rechts von de:1Tran§portschi_en auf und änderten dsn Kurs nach Nordost. Die! erste Panzer1chiffabteilung ging auf acht Kabellängen nacb rechts_ab. Um 1 Uhr 20 Min. er- schien eine japanische Aufklärungsabterlung, offenbar behufs Ver- einigUng mit den Hauptkräften; _darauf kamen japanische Kreuzer, die Kreuzer ,Jakumo", .Nischtxt', _.Kasnga“, .Jwatc“, „Jd- zumo“, ,Adzuma" und andere, mscxewmt 18 Schiffe, in Sicht, die dem Gsfchwader mit Voüdamys_cntgsgcnkamrn. Der Nebel batte fick) Etwas Verzrgkn. Das r_r11s1'che Eeschwader eröffnéte das Fcurr, während es )emen Kurs brrsrbirlt; ri? TraerVormcbiffe ent- fernten fich worn Geschwader auf 15 Kabkllängen nacb r€chx§. Die Geschwindigkeit dcs Geschwadcrs brtrng_ 10 Knotsn. Dcr Kampf begann auf eins Entfernung yon 60 bis 70 Kabellängen, die steh bis aquO vrrxingerte. Der Feind machte in großer Entfernung Vor drm rusfijchen Geschwader sine Wendnng und ging demsrlben entgegen. Das Feuer der Jayaxer war__sck)r fieber. Der (Gegner überschütt€tc die rxssäschrn Schiffe buch1tablich mit Geschossen und konzentriértc _sein Fcrtrr vorzUNSwsise auf die an der Spißr brfirtkzlicben Admiralsscbirse. Drc__]apani1ch€n Geschoffc zerstörten aUes aas Deck und Verursachten_Brande. Hierauf brgann das Feuer der schweren Geschütze. Zuerst wnrdcn_.Ok-1jablja“ und ,KnjäI Ssuworow“ be- schädigt. Die e_rstén zwe: Schöffe der Japgnex vrrursacbten der .Ostablja' Sin L?ck, durch das das Waffsr 11) stark eindrang, daß "re fich auf die Seits lxgtk und gcgrn ;)" Uhr kenterte. Bald Zcbied am!) der .Knxäs Syuworow' 0110 drr Schlachtlinic aus, der offenbar nicht mshr_1teuerfäbig War, aber abseitsliegend doch nicht aufhörte, ein enrrchbeI Feuer zu unterhalten. Um diese Zeit ging der am Anfang des Kampfes verwundet? Admiral Ro s chdjcstw enskv mit feinem Stabe auf das Torpedoboot „Buinv' über. Statt des .Knjäs Ssuw_oroxv' _trat dre .Borodino“ an die Spitze, die den Kamvf cnergi1ch soerxtr; (Hrgrn 4 Uhr Nachmittags ['Uli-:x“; der .Sfiffoi Welikk' dje Schlachtlinie, skxztc_ab-.-r, Obwobl er einen großen Brand zu löjchen _baite, den Kamrf fort und unterstüßte die am Ende der SÖlacbtlimr licgrnden Krruzrr, indrm er d_i€ leichten japanischen Kreuzcr bescboß, die die ruffiscben Transport1chiffe und Kreazer abzusckpneidcn bemüht waren. Nach Unterdrückung des Brandes nahm er seinsn Matz in der Schlacbtlinie w_icder ein. Das Geschwader manövrisrts zar Deckung des .Knjäs Skuwoww". _Um 5 Uhr wurde auf dem_ „Imperator Alexander 111.“ ein_ heftiger Brand bemcrkt, gleichzeitig rcigte fich das Schiff auf drr Seite. Das Schiff schied aus drr Schlachtlinie aus, richtete sich aber bald nacb Löschung des Brandes wieder auf und nahm seinen fruHeren Platz wiedkr ein. In der achten Stunde gab der Panzer das Stgnal .in Not“. Gleich zu Beginn drr Schlacht hatten jich Von Yam _japa- nischen Geschwader „Kasumi', .Tschitose“, .Niitaka', „T1usc_htma', .Akitsuschima“ und .__Suma? sowie zrveiKreuzer Vonr Matsusckotmatyp getrennt, Mit dcr Ab11cht,_ dl? kUsfisöben Transportschtffe zu beschreßen. untsr denen bei dem Verjucb, den) Kreuzfeuer zu entgcb_cn,_ Vcrwrrrung entsjand. Das Ferrer der japanixchen Kreuzer war aus _dlL TranSport- schiffe und auf ,S1wjetlar1a“. „Almas' und „Um!“ grchtet. Letzterer erhielt ein Leck unter drr Wafferlinie, verlicßdic chlcrcbtordnung und feste Ruderboote aus, als fick) die ,waetlana' naberte, die cbcnfaüs unter der Wafferlinis brscbädigt war, aber drn Kamvf fort- setzte. „Dmitri Donskoi' und „Wladimir Monomach“_kamen den Transvortschiffén mehrmals zu Hilfe und zwangen seucxny die Japaner, sub ZU exrtfernen. Grgcn 7 Uhr Y_bcnds war dre Lage folßcnde: Die ru1fischsn Panzer gingen mit dem _1apaniscben (Gexcbwadcr paraUcl und feuertsn vom rechten Bord, .Borodmo', auf der Flammen und Rauch fichtbar waren, an der Spßyr. Links von den Panzern ginÉen, nicht ganz gleichrn Kurs etnbaltend, .Oleg", „Aurora“, ., mitri Donsfoi', „Wladimir Monomach',_ links davon die Trankrortschiffe obne .Kamscbatka“, .Ural“, .Swjexlana' und .AlmaI“, weiter links .Srhemtsckyng', ,Jsnmrud“ und dt? Torpedo- boote. Besondere Beschädrgungen waren nicht bemerkbqr, nur die .Ssztlana“ ging mit dem Vordertcil tiefer. Links und btnt-xn waren japanische Kreuzer zweiten und drittrn Ranges fichtbar, auch 30 bis 60 Torpedoboote wurden am Horizont aeficbtet. Um 7 Uhr 10 Minuten kenterte .Borodino' und sank _in 3 Minuten. Vor Sonnenuntergqng Wurde das Signal gegeben „Kurs Nordost 23". Dresen Kurs hielt das GeschrVader eine halbe Stunde ein. Da wurden _worn neun japanische Torpedobootszerstörer erblickt. Die Panzerschrffe [extkren nun nach rechts, die Krcnzcr nach links ab. _Dem Bktsvrel des Vorderschiffs .Oleg“ folgend,_ fuhren die rus111chcrr Panzer- schiffe fort, die japanischen Panzer1chiffc u_nd Torpedobootxzerstörer, die fich auf den Flanken befanden,_ zu beschreßen, und bogen Plöylicb nach lmkS ab, um Anschluß an du: russischen Kreuzer zn suchen, von denen ,Olcg' unter Admiral Enqurst und _ .Yurora“ sowie „Söbcmtschug“ den Südkurs forLseßtcn, während dre ubrigen Kreuze; fich abermals nordwärts wandten. Bei Einbruch _der Dunkelbext ließen die Japanrr ibrc Scheiniverfer in_ Tätigkeit irrten. Dre Schlaäot spirlte fich zwichen den Inseln Ik: und Tsuscbima ab.

Eine amtliche japanische Meldung besagt, dcm „W. T. B.“ u olqe:

z s Die Javaner vertrieben am Morgen des 9. d.M. die Ruffsn von den im Norden von Liangscbuscbwan und Nancbengyv gelegenen Höhen und bescßten diese Steklungen. _An drmselbcn Tage be1eßten die Japaner die Umgrgend der nördltch yon Cbangtrr gelegenen Ortschaften Erhschiblipu, Souv_angtar rrnd Tungchra8u._

Dem „Daily Telegraph“ nur_d aus „»cdxrorom Heutrgen Tage gemeldet: Gestern wurde tm Schlonc m (_Hcgcnwgrt dcsKaiscrs, des Kronprtnzen und anderer Prmzen eme wichtige Beratrmg abgehalten, an drr __drr Mgrschall Yamagata, der Marquis 3th, der Mrntstrrprasrdcnt, die Minister des Auswärttgxrz, des Kriegs und der Marine, Über vierzig hohe Offtzterc drs Heeres und der Marine sowie zahlréiche andere Wurdcntrqger tctlnahmen.

Die Antwort Japans an den_Präsrdentcn Roosevelt lautet, dem „Reuterschen Bureau“ zufolge:

Da die Kaiserliche Regierrmg sowohl im Interesse der_ ganzen Welt als auch Japans die Wiederherstellung des Friedens mtt Ruß- land auf Grund yon Bedingungen, die seine Dauer durchaus gewähr- leisten, wünscht, wird sie, dem Vorschlag des Prafidenten Roosevelt folgrnd, Bevollmächtigte ernannen, dre mit den russischen Bevoll- mächtigten an einem Ort und zu einer Zeit, die beiden Teilen genebm und gelegen sind, zusammrntreffen sollen,_ um die Friedcysbedingungen direkt und aUSscbließlicb zwiscbrn den kriegfübrenden Machtcn zu ver- handeln und abzuschließen.

der General Linewitsch