mm- amd »Markt-m. oo »- 4. serem naa. ;.
ausdehnen, und das hat min seine großen WMW da die Kosten der Trocknung 1th noch zu hoch sind: sie betragen pro
Zentner so die!, daß eben der Wettbewerb der Kariosfelfloien-
mit der billigen Gerste noch nicht auf derselben Grundlage möglich ist. Das darf uns indessen nicht abhalten, nach dieser Richtung hin zu arbeiten, und ich habe Ihnen bereits im lesien Jahre gejagt, daß wir mit den Oiüondkmitteln lm Offen größere An- !agen errichten, um auf dicke Weise Fragen der Maus entgegen- zufü-hren, die der einzelne ohne öffentliche Mittel zu "lösen ni
imstande ist. .
Unser Einfuhrüberschuß an Gemüse bezifferte sich 1927 auf 92,8 Millionen RM. Schon durch eine Steigerung des Er- trages von 35,8 Doppelzentner je Hektar wurde die Einfuhr völlig gedeckt sein. Es ist nicht zu veuichtveigen, daß die Ernteerträge bei einzelnen Gemiösen noch viel, viel mehr sthjmnken als beim Getreide. So z. B. betrugen die Kohlerträge in der Magdeburger Börde 1926 300 bis 350 Zentner, im Jahre 1927 aber 500 bis 600 Zentner. (Hört, höri!) Hier kommi aber noch viel mehr als die Technik das Wetter in Betracht. Die Meinung aber, daß für Tomaten und Gurken in kurzer Zeit der Boden“! im Inlande selbst gedeckt werden könnte, ist irrtümlich. Wir haben ich: 3 Millionen Reichsmark vom Reiche und 3 Millionen RM von Preußen zur Verfügung, um damit Gemüsebauanlagen zu schaffen. Wir können damit rund 100 Morgen mit Glas überdachte Fläche be- schaffen. Um aber jene Mehreinfuhr von Gurken und Tomaten zu decken, müßten wir 2100 Morgen überdachte Fläche haben. Sie werden einräumen, daß dieses Einundzivanzigfache nicht in kurzer Zeit beschafft werden kann. Auch beim Obst nimmt,.die Deckung der Mehreinfu-hr längere Zeit in Unjpruch, mel! die UmWandlung der vorhandenen Bestände in gbeichmäkl und ért'ragSrelche Sorten durcb Umpiropfung, die jest in gr rer Breite geschieht, ihre Wirkung erst in sechs bis zehn Jahren geltend machen kann. Nein theoretisch würbe allevdings hier nur durch eine Mehr- leistung“ von einm vier Kilogramm je Baum schon die ganze Mohreinfuhr gedeckt sei. Hier wissen wir aber, daß das Klima, das Wetter eine solche Nolde spielt, daß in der Tat nur auf dem Wege der Umpfropfung eine Sicherung des Ertrages mög- lich Wäre.
Die große Not, in der sich gerade die ichWeinemäftende Landwsttichaft befindet, zeigt'ohne Weiteres, daß wir aus diesem Gebiet den Bedarf schon völlig derben können. Die Bestrebungen gehen dahin, die Einfuhr abzudämmen. Insoweit Maßnahmen gegen die Einschleppung von Schiveineseuchen nötig waren, werden fie angewandt. Gegenwärtig werden aber Forderungen erhoben, .die darüber hinausgehen, dafür aber entfällt ein Grund. Die Tatsache, daß in den lehren Monaten eine erhebliche Fleisch- einfuhr von Frankveich erfolgt ist, ist darauf zurückzufübren, dak “infolge der Annahme „des deutsch-iranzösischen Hcm-delsverwages Frankreich jest die Meistbogünstignng und damit die Möglichkeit zur Fleischeinfuhr hat, die vorher nicht vorhanden war. ,
Der Einfuhrüberschuß von Milch- und Molkerei- erzeugnissen würde durch eine Mehrerzeusung' von 850 bis 400 Liter Milch je Kuh und Jahr gedeckt Werben. Da von den
Kontrollvereinen die Möglichkeit einer Zunahnn in dieser Höhe-
nachgemiesen ist, so wüvde es um so eher möglich sein, den Ein-
Fuhrüberstbuß zu decken, als die Rindetzahl infolge der Aus»
dehnung der Urbannachnngpon Oedland und der Grünlandwirt- schaft noch vermehrt werden kann. Es dar! aber nicht ber- schwiegen mevden, daß, solange ausländi'sehe Butter in Deutschland zu einem Preise auf den Markt gebracht wird, der eine Ver- ivertung der Milch mit 13 oder höchstens 14 Pkg. ermöglicht, eine wesentliche Vermehrung der Milch kaum auf die Dauer zu er- reichen sein wüvde.
Eine Beschränkung der Einfuhr von Eiern ist allerdings nicht so einfach, wie» sie auf den ersten Blick aussieht. Nehmen Wir an, daß ein Doppelzentmr Eier im Jahre durch 20 Hennen erzeugt wiw, so würden wir eine so große Anzahl von Hennen benötigen, daß eine ganze Reihe von Jahren erforderlich wäre, Um diesen Einfuhrbedarf zu decken.
Außerdem haben wir auch Futter nöüg. Um die. Gesamt- mehreinfuhr von Fleisch und Milch decken zu können, ist eit": Gesamtbedarf von 345 Millionen Doppelzenmer Kvaftfutm nativendig. Diese Kraftfuttetmenge Wird mit 700 Millionen Mark bewerta :vevden müssen. Demgegmüber steht ein Wert des zur- zeit eingeführten Fleisches und der eingeführten Molkevein- zeugnisfe im Gesamtbetrage von 930 Millionen Mark, so daß man an sich- volkswirtjchaftlich gesehen, bei der Einfuhr von Futter- mitteln besser fahven wivd als bei der Einfuhr von Produktenxder Viehwirtschaft. (Sehr richtig!) So _leicht, als es gemeinhin dargestellt wird, und so einfach, wie man es häufig hört und liest, ist also die Deckung des Mehrbedarfs nicht. Mir fehlt“ es Wahrlich nicht an Optimi6mus, es ist aber envas anderes, in einer öffent- lichen Versammlung die Zuhörer mit nubewielmm Behauptungen gegen die Regierung mobil zu machen, als als Smaisnünister verantWorrlich zu spvechen. (Sehr richtig!)
Es ist auch darauf hingewiesen worden, daß uns ein Mann, ähnlich Mussolini fehle, der den Btotkrieg in ganz Deutschland entfache. Selbst auf diesem Gebiete ist nichts Neues. Det Reichsausjchuß der deut-[chen Landwirtschaft batte unmittelbar nach dem Kriege die Absicht. einen solchen neuen Wirtschaftskrieg zuentfachen. Er nannte ihn Hilfswerk der Landwirtschwfi. Bald aber, Wat, was mi: größter agibatorischet Arbeit in Wegung gesext Wooden war. völlig in Vergessenheit geraten. (Sehr richtig!) Ich meine den Begriff: HilfLWerk der LaMwirtschaii. Kein Wunder, unser gesamtes landwirtschakillches Vereinswesen, die Tätigkeit der Divektoren der Landwinlchaftsschulen, der Law- wirtschafislehret als Wittschastsbeer, berater, die Landwirtschaftskammern mii ihren Ausschüssen, sie alle wiederhole-n immer wieder die Forderung der Mebverzeugung der Landwirtsthaft auf allen Gebieden. Es ist allerdings nicht zu verkennen, daß der Mehrerzeugung gerade in der Genennmrt große Schwierigkeiten entgegenstehen. Die Landwirtlthsst hat in der Inflation ihr Betriebskapital verloren. Dazu hat sie infolge der GeldentWertung und infolge anden: Ursachen sogar jest je Hektar ein größeres Betriebskapital noüvendig als in der Vorkriegszeit. (Sehx richtig! rechts.)* Die Landwirtschaft bai aber noch mehr verloren: die preußische Lgndwirticha-kt mukke in den lebten drei
Jahren auf Grund des Daxvesabkommx'nk die WMW 4 einen Braz! von Osten bekommen. Aber jekt ist „die Mah: bp“ “
die vielen Minh"
um m» odo' Minen vmk abtragen, n'e- mukke 'auf-yuo- ss Mliomn Mark an Zinsen für diele Reineribnkschiadm bezahlen,..- Sie mußte »- dem Mkagio „ber aufmom'wenen
Pfarvdbrieffchuldeii neue Lasten im Betrage von 284 Millionen
Mark auf sich nehmen. Also 1 Müllattze hat die preußische Land- wirtschaft aus diesem Wege in den [chien Jahren verloren. (Sehr ckck“!!! Mis.) *
Dazu kommt, daß unser ganzes GenossenschanWesen bis zur Pnußeukase hinauf auf das höchste angespannt ist. Eine Reihe von Zentralkassen und zentralen Einkaufswelt“! hat ihnen Kredii Mig erschöpft. Die Sparkassen iiber, ,die Ende Oktober einen Eiülagebestand von 2,84 Milliavden Mark hauen und nach dem Verhältnis der VorkriegZzeit 600 Millionen Mark in ländliche Hypotheken hätten angelegi haben müssen, Wozu noch die Bereitstellung von Einlagen au! Schuldscheime hätte treten müssen, haben dies alles in kehr viel geringerem Maße getan als in der Vorkriegsgeit. (Sehr richtig! rechts.) 3th wird es vor allem darauf ankommen, Stundung der Wechselkvedite zu erreichen, und der Preußischen Zentralgewßenichaftskane neue Mitdel zuzuführen, damit durch die landwirtschaftlichen Kredit- organisationen Vetriebkmittel an die Landwirtschaft fließen. (Sehr richtig! rechts.)
In diesem Zusammenhang darf ich Sie daran erinnern, daß ich vor 14 Tagen hier Mögespwchen habe, daß eine A ktion für Pommern ein-geieitet sei. Die Aktion hat dazu geführt, daß ich bei dem Herrn Reichsernäihrung6minister beantragen konnte, das Reich möge für die Bereitstellung von 12 Millionen Mark Kredite für den Düngerbezug die *AusfaWbürgickjaii mit Preußen, der Provinz Pommern und den Kreisen übernehmen. ' Gleichzeitig geht nebenher als Fortiepung der früheren Not-standSaktion die Bereitstellung Mva desselben BetrageSDon Preußen, dem Reich, den Provinzen und „Kreisen. Ich darf wber bemerken, daß diese Mittel nicht ei-tva einfach ausgeschüttet Werden sonen, wie das im Sommer geschahen ist, kondern daß eine Organisation von unten herauf dariiber beraten soll, wer diese Mittel zu erhalten hat. (82Min Beifall im Zentrum und links.)
Zu den Schwierigéeiten' der Kredirkriie tritt dann noch die höhere Belastung mit Steuern und Lasten gegeniiber der Vorkriegszeit. Es ist sehr schw", Statistiken aufzustellen, die einen Vergleich der landwirtschastlichen Reuevbelastung mit der landwirtschafilichen Steuerkraft gefratten. Es ist wohl möglich, die gesamte Steuerbelastung der Landwsttschast im ganzen oder in einem Bezirk festzuitellen, wenngleich auch,das au-f Schavierigbeiten stößt, weil die Aussonderung dsr landwirtjchaftlichen Bevölxeruug und des rein landwirtschaftlichen Einkommens nicht leicht ist., Es fehlt aber dann an der Möglichkeit, bei diesen Zahlen die Leistungs- fähigkeit dex Landwirtschaft im ganzen oder in bestimmten Be- zirken zahlenmäßig gegeniiberzustellen. _ Die Leistungsfähigkeit Wird eben lehten Endes nur durch den Reimrtrag bestimmt. Den Reinertrag nach Aßu-g der Schuldenzinsen festzustellen, ist Eber nur individuell und mir bei Betrieben möglich, bei denen eine geordnete Buchführung vorliegt. Die Ergebnisse der Buch- führungszinien werden vielfach angegriffen, Sichere Zablen, die nicht angefochten werden können, gxwinnt man meines Erachtens, wenn *wenigftenj bei dazu gegenwärtig vorhandenen Material, also bei den Buchführungsergebuissen, vie Steuerbelaftung der
belasteten Fläche gegenübergestellt wird. 'In dieser» Hiwsicht ent-'
hält die“) vom Enqueteausschuß herausgegebene Zusammen-siellung landwirtschaftlicher Buchfiihrungsetgebnine meines Erachtens be- achtenKvertes Material. In den ZusammenßeU-ungen der Buch- fü-hnmgsergebnisse finden Sie nun Über die Höhe dieser abzugs- fähigen Abgaben im Wirticharftsjahr 1924/25 folgende Zahlen: Wirtscha-ftI-gebiet Ostpreußen, Getreidewirtichaften auf mittlerem und geringem Boden 10 bis 13 Map! je Hektar, Norddeutschland, Getreidewirtschaften aus mittlerem Boden 16 bis 21 Meir! je Hektar, Schlesien Chenin 19 bis 83 Mark je Hektar, Mitteldeutsch- lan-d: Sachsen, Kurhessen, Bezirk Hildesheim 27 bis 34 Mark, Nordwesvdeuischland B bis 31 Mark und Westdeutschland W Mavi je Hektar. Um! meine Veranlassung hat nun das Statistiiehe Lamdesamt fiir einen Kreis die gesamte Belastung der Landwirt- schaft ermittelt. Der Kreis" ist so ausgewählt, daß er nicht durch eine große Verkehrsstraße durchschnitten wird, so daß also mögliäxt landwirtschafiliche Verhältnisse herrschen. Es ist der Kreis Lübbeae
in Wesüalen. .Ich darf Ihnen mm als Ergebnis der Feststellung des Statistischen Landesa-mts mitteilen, das;“ hier die Belastung in
19 Gemeinden je Hektar xvisthen 14 mid 36 Mark sehovankt, (Hört, “
hört!) Also die Zahlen stimmen außerordentlich überein mit jenen, die ich vorhin genannt habe. (Hört, hört !) C! _hat; sich dabei ergeben, daß _die Belastung in 5 Gemeinden unter 20 Nov! je Hektar mW in 5 Gemeinden über 30 Mark je Hektar War. Da! ist alio die Belastung an Steuern. Das Ergebnis scheint mir, wie ich, bereits außgefiibrt habe, mit den Angaben der Buchführung!- siellen gut “iibereinzusiimmen. Zu beathten ist, daß; sich dix An- gaben des Statistischen LandeSamts auf da! Rechimn-gsjasxr 1925 Wehen, die anderm aui 1924/1925,- und daß die Unrsahsteuer seitdem ermäßigt worden ist. Diese Zahlen geben aber immerhin einen lebendigen Einblick in die steuerliche Belastung der Land- wkrkithoft- ' '
Nun zum Preise der landwirtschaftlithen Er- zeugnisse. Die Steuerlwst wirkt um so 'drückender, da die Preise sinkende Tendenz haben. In den [chien Wochen ist dies besonders der Fan. AUF die Notwendigkeit, den Erzeuger an den
Verbraucher zu bringen, habe“ ich bereits in der. Hauptausschuß-
siyung hiwgowiesen. Wenn wir uns vergegeMvärtjgen,.-daß die Betriebszählung „weitere Fortschritte 'in der Richtung des klein- uud mittelbänerlichen Veiihes nachgewiesen hat, daß ,diese Betriebe ihren Schiverpunkt in der Rindvioh- und besonder! in der Wünezucht und -mast haben, andererseits dix Gefahr" besteht, daßaus dem "Osten eine weitere Einfuhr erfolgt, dann erkennt man sofort, daß die von mir bezeichneten Bestrebungen, Erzeuger und Verbraucher näher aneinander zu bringen, nichi genügen, sondern daß mayauch eubägen muß, _ob nicht- dureh die GewährUng vou Einfußricheinen .für Gerste - die Ausfuht von Schinken, Wurst, Konserven nach dem Westen begüwstigt Werden könnte, Wir müssen ähnlich wie die Industrix bie Niven. nach «pkm abführen. und das um so mehr, wenn wir dann n aliedem
..
***"s,
' jonberk'sroj- IKW W?! von Hannover und Sch . wigadoisteik ift eln Uebemaj an EWinen vorhanden. (H. hin!) Dringend yoUveudig askim mit, daß durch Eingrei
von Reichkmitteln ein größerer Bestand von Mastschweinen . bald aus dem Angebot herausgenommen wird. (Sehr gut!)
. In diesem Zusammean noch ein Wort zu der Bildung .,
Mkhlenkouerne. Darüber, welchen Einfluß sie auf .
MreidepreiWuwg haben können, begegnet man verschieden
Meinungen. Die Mühlen -.-- dak wißen wir alle -- sind -- . M rationalisiert. Roe Entwiklung liegt nur darauf, .
ne mm den BMW! und auch den Einkauf weiterhin noch rat „
nalisieren. W will nicht verschweigen, daß in der Konze bildung auch gewisse Vorteile liegen, nämlich in der Richtu. daß [ie leichier gewisse'Mengen gefährdeten' Getreide; “aufnehm
können als der Eiiyelmüllet, und daß die Konzerne unabhängi“
von Konjunkturschtvankungen sind und auch von ,kreditverlus ihrer Aibnahmer.
qu'alitäi sehr wohl hinzuwirken in der Lage sind. Das wäre . Weiterer Vorteil, aber die Gefahr der Einflußnahßte dieser „Ko zerne auf die inläwdiichen Preiie ist nicht von der Hand zu iveii und ich meine, daß die WeiterentWicklung dieser Konzerne ' dieser Richtung mit Wachsamem Auge zu ver-folgen ist. „_
“ Die Lawdwirtichafi verlangt Senkung “bzw. Erlaß der Er .“ steuer und aueh Erleichterung der Schullasten. Ich nehme .. daß die Ergebnisse des Reichsenqueteausschuffes vor allem zei Werden, wie die steuerliche Belastung der Landwirtschaft sich derjenigen der iibrigen Enverbskreiie verhält. Erst hierwus wi man einen Schluß iiber die Gestaltung der steuerlichen *i- anlagung in Zwkunft ziehen können.
Usher die Handelspolitik habe ich mich eingehend meiner Rede vom 10. Januar im Hauptausschuß geäußert. _ wiederhole: „ich [breche mich gogen einen Abbau der landw'. schaftlichen Zölle aus, in tve'lche Sache die Beschlüsse der Gen". Wirtschaftskon-ferenz allerdings eine gewisse „Verwirrung bracht Gegenwärtig werden in GenF-Beratungen Wegen der Ein- 1: Durch-fuhrverbote von Vieh und Fleiich gchflogem Akut ist _ dieser Beziehung die Forderung der Polen auf Durch! lebender Sckxveine durch Oberschlesien. 'Ich widerseßeurich di . Bostrsbung-en und habe _auch hinsichtlich der Einfuhr von Jie“ aus Polen aus veterinärpolizeilichen Gründen die Venoeisung die WursbfabriEen unent'tvegt gefordert. Die notwendig es ._ ein wachsames Auge wegen der Seucheneinschleppuwg zu ha" zeigt uns die Verbreitung der Maul- und Klauewieuche von “ polniichen und tschechoslowakischen Grenze aus, die gegen Somm ende stattfand. Durch Bevwendung gröbexer StaatSmitie] ist Bekämpfung gelangen.“ „In einzelnen Betrieben __ cbt a“ Schbveinopest und Schvveineseuche awk, die es bei " *noiwe .) erscheinen lassen, an dem Beschau-zwang der Hausickxlachmn-gen * zwhalten, da man auf diese Weise am besnn an diese Seu" hevde herankomm. Zur Durchführung der Fleischbeschau _ auch nomendig, die Gebühren zu echöhen. Klagen aus einzel Landesreilen sind hauptsächlich daraus zurückzuf-ühreu, daß fals! Anordnungen getroffen ' sind oder aber keine Anordnungen , Erleichte'ruW ,der “Gebühren der QWMWM, *- besondes in den dünnbeßedelkén Gegendexp brükns können. '
Ich Wewde mich nun der Grundlage. der gsßthertén V** benuhuwg, niimlich der geregelten Wasserwirtschaft. Ick habe ihr von Anfang besondere Sorgfalt gavkdmet. . Wäh vor dem Krkog für Meliorationen und Hochtvafferschußmaßnah im Jahre 1913 17,8 Millionen ausgeWendet Wurden, bezi-s-fe sich die Außvenbungen 1926 auf 21,7 Millionen, 1926 aus-'90.2 .*. lionen und im Jahre 1927 an! 32,8 Millionen. "Darunter ** 11 Millionen Reichsmittel, die Preußen in Unipmch zii“ noh" berechtigt war. Auch ohne diese Mittel hat das arme Preußen- Vergleich zu dem reichen Preußen der Vorkriegkseii noch 4
*:lionen Mark mehr im Jaht! 1927 aukgavendet. Ick habe
auch nicht unterlassen, die Herren Regierungspräsidennn d “ .hinzmveisen, daß die Wafferpölizeibehörden von Amts ** *, überall dort eingvei-fen sollen, mo aus Mangel an Vorflut * jchädm endstehen können, Das ist zuleßt durch einen Ettal; W. Maik. I'. geschehen, der am Schluß sämtliche. Waserpol behörden ersucht, mit unnachsichtlicher Strenge avi eine,.avnu mäßige Räumung und einen ordnungxmäßigen Unterhalt zusiand Bre! Wafferpoliz-ibezipkek hinzuvürkeu. Daran! w. „Jie n;!ennen, daß auch von der Zentralsnlle aaa geschehen um die Wafferverbältnise zu regeln. _ -
Zur Ausvehnung von Melioraiionen „ hat das Reich '*- vetbilligungen im Reichsbankhalt für 1D aukgebraehi, m ck vorgriffsweise fiir .das-Jahr 1927 ein Betrag aus Mitteln, Neichkavbeitkministerk bereitgestellt wurde. Die "Annahme?; _landwirtschaftli-hen Kreisen, daß schon im Herbst 1927 Mel» tionen mit dieser Zinwevbinigung hättet“: durchgefühu ** können, ist unzutreffend, mw die Meinung, als ob da! “"Landw schaftsxit-inisierium an einer, Verzögerung der, Melioration»,
L eine * Schuld, milie, isi irrtümlich. Nach einer Deniichtift *Deutschen Reutendankkuditanftalt “vom U, AUM “v. 3. kam 1
damals eine iosorüge Aufnahme ' von AnklaUUgelv ' durch Rentenkanktveditarrstali Koch nichi in Frage:" die . Unl'eitung
. Verhandlungen war von ihr selbst erst für Ende 1927 in An
genommen. Die Verhandlungen der Remevbankkubiianitalt dem ausländischen Geldgeber sind“ heute noch nicht. sbgesch * ,
;(bört. hört.!) “Auf das. Tenwo dieser WWW „hat ;
nwin Ministerium, keinen Cmfl' uk.» * . _ “ - Hinkchtlich)“ Kontingentkbon anständi-s, Arbeitern stelle. ich fest. dak es mir im [exten Jahr gel,
, ist, ein Reservekontingent herbeizuführen, wie auch besondere „ - träge füt Pommern, Brandenbuvsund Sachsen zu erlangen.
diesem Jahr ist dasmbe' Komingem von 78390 ntMtemjx' Preußen sqxommen und ebenko verteilt wie im keien Wenn mm einach» Provinzxn mitteilen daß“ fie wachte! * _ geschnitten haben, so kommtsbak mir daher", weil im Mien “' noch die Reserve miweiteilt worden ist uiid für die einzelnen“ * “vinzen "noch .brsonvere Zulassungen erfolgt sind. Ich glaube- ich «"e-milka .we'rde', dak s-ilr die“ rübmbanuüev BMM; "eine Echbhungxeintrüt. (Sehr gut!) " * » “* -
Es ist aber auch nicht zu bestreitenxbaß » Konzerne durch ihre Laboratorixn au.! Besserung unserer Mirei
,;
nemo- m .eu-mmm: nr. 40 nj- 41cm“ ms. 1. o.
_-
m'ooeßchu umu, daß da erunkt unsern Boden- benupmo, in den bäuerliehcn Betrieben liesi, muß die Förderung dieset omi“ in erster Linie darin bestehen, daß der zukiiwjtige vom:: mit dem erforderlichen Rüstzeug an landwirtlchaftlichem „nv allgemeinem Winni in seinen Beruf eintritt. Dem dient das Fort-bilvungj- und Fathichubvesen. Ick werde meine Pläne zu einer weiteren Knogostaltung dem hohen Hause in kürzester Zeit vorlegew Sie werden daraus nicht bloß entnehmen, welche Abführen hinsichtlich der AUßestalnmg m Schulmsens gehegt werden, sondern Sie werden auch erfahren, daß wesentlich höhere Mittel notwendig sind. Ich möchte Ihnen aus der Denkschrift doch schon jekt einige Zahlen mitteilen.
Die Zahl der länblichen Fortbildung6!chulen iii von 930 _im Jahre 1896 auf 6775 im Jahre 1913 gestiegen. Dann kam der Krieg und hat viele Schulen vernichtet, so daß im Jahre 1919 nur noch 2816 Schulen vorhanden waren. Im Jahre 1926 sind nicht' weniger als 9921 Schulen vorhanden. (Bravo! und Hört, hört!) Die Anzahl der Schüler betrug 111699 im Jahre 1918 und 223340 im „Jahre 1926. (Hört, hört!) Und worauq ich besonderes Gewicht lege: als RechtSträger trenn immer mehr an Siélle der Weniger leiftungsfähigen Gemeinden die Kreise. Weiter ist fostznftellen, daß die eran-gAchulen immer mehr an Zahi zunehmen, so daß jetzt sogar 94,3 Prozent aller Schnier: Ve- suehszwans haben- (Sehr gut!)
Die Zahl unserer landwirtschaftlithen Schulen ist gleichfalls in besonderer Weise gestiegen, [ie betrus 1913: 239, 1919: WZ, aber im Jahre 1927 sogar'883, und die Gesamtzahl der Schüler ist vom Jahre 1875 bis zum Jahre 1918, also in dieler iangen "Reihe von Jahren nicht größer geWesen als von 1919 bis 1927. (Hört, hört!) Die Denkschrift wird sich eingehend darüber verbreiten, wie dieie Schulen auSgubauen sind, wie die Rechts- träger der Schulen *zu gestalten sind, wie die Wirtschaftöberatung weiter ausgestaltet werden kann, und sie wird auch in finanziellen Ueberlegu'nsen; zeigen, was nach dieser Richtung nonvendi-g ist.
Alle anderen Schulen, haben _in gleicher Weije eine Förderung erfahren. * _
.Ich möchte Sie bitten, meine Damen und Heften, die Grüne Woche aufzusuchen .und dort eine Ausstenung zu besichtigen, die auf meine besondere Veranlassung" veranstalte! ist, nämlich die Auksielbnng unsexer Forschungsansialtfüt Milchwirt- schastln Kiel; Sie werden dort erkennen, Was alles. zur Förderung der Milchwirtschaft geichisht: Sie werden alder in Uebereinstimmung mit meiner “Denkschrift auch sehen, was alles
zur Förderung der Mlehwßtschaft noch nonvendig ist. In!- .
Wonder: davf ich I!;nen die: sagen, daß ich *bei demHerrn Finanx minister erhebliche Mittel für eine weitere AuSgeitaltun-g der Forschm'issanstalt beantragt habe. ' - = Ddr _Bollftändigkeit hokber noeh “einige Angaben "iiber uniere ländlitheu hauswirtithaftlichen Lehranstalten. 1913 hauen wir 7 wirtichafiliche Frauenschulm, jeh: deren 20. Die landwiriichaftlichen Haushaltungssthulen sind von 54 auf 72 gestiegen.“ Mädchemlafsen an lawbxpirt-sthaftlichen Schulen hatten wir vor dem Kriege überhaupt “nicht, jest haben wir jolche Mädibmklassen an 113 Schulen. Die Wanderhaushaltnngxschulen jim» „allerdings zurückgegangen; sie machen eben ikst Anstalten aut höherer Cruiibiage Plak. Aus d'ek“*Maßnahmen zur Hebung der Landwirtlehaft nume ich darm besonders die Untelstüßung ver Versuchxringe.
“ Den larrbwirisihaftlichen Schulen. sind 1597 Verjuchkringe ang;-
1chlossen mit 4679 landwirtschaftlichen Betrieben und einei land- wirtschaftlich genutzten Fläche von nicht weniger als 316 619 da. Von selbständigen bäuerlichen Versuehsrin-gen, die also ohne An-
lehnung an eine landwirtschaftliche Schule bestehen, wurden acht *
unterstüxt mit 138 Betrieben und WM 11- Fläche. Nun sind diesen Versu-thiwgen eine. Reihe von Betrieben als Beispiel!- wirtschaitxn angegliedert, und zjvar im ganzen 452, und es wird Sie interessieren, daß davon allein 270 in detßröße “bis zu 20 ha Wiegen, 181 in det Größe von 20 bis 50 ha, 150 in der Größe von 50516100qu nur4 über1001w.
Ueber die Rindviehkontrollvereine haben“ Sie
aus meiner Denkschrift näheres entnommen, und ieh darf hinzu- *
fügen, daß wir mit Staatsmitteln muh die Leistungwtkfungm bei Schiveinen und bei Geflügel nachvrücklichsk untersiüßn; Nun muß ich aber doch mit einigen Wonen noch mi den
Weinba :: zu sprechen kommen, Denen Förderung andauernb
besondere Sorgfali zugewanOt wird. Während 1913 nur- 620443
Mark zur Bewmdung kamen, sinb 1926 1 IS 500 Mk. «Wand: '
Worden. Im Jahre 1918 siiid von jenen 620000 Mk. alicia 500315 Mk. anf die Reblaujbekämpinng entfallen: jetzt“,
im Jahre 1926, nur 198000 Mk. Dafür haben'wir kli“; ändere,
Merke dak“ 933162191114“ gegeben, und jar die Rebenherédelung bas Zehwia-he. (Bravo!) Di:- Summeikiwn ooooo mt. aus aspooo Mark" gestiegen.“ Wir sind "mm' dazu übergegaugxu, die Reblaus-
bkkänwfum; dadurch überflüssig ui machen, daß wir mit “Hilfe von _ Propfreben u! amerikanischer Unterlage unter Gründung von -
Rebenaufbauguwksensckxaften die ublanberswchie'sn. Gemarkungen
neu “bestoikm. ',"Eine' RöenauxbangenossensW/ÜLW KW IWM “
die Beträgebeko'immn, die fürdie Reblaukbckä'jypfbng pouvendig
- wären. .Diese Abgeltung betrug im ganzen 366000 Mk. “Dicks"
BMM hat Nachahmuiig geiunden; in drei (indem: Sebnindxii iit das Verfahxen gleichfalls eingeleitet. Vorläufig haben wir zur
Reblauslsekäüwfkng noch die Einfuhr von *Unte'rlag-holz“ aus dem .
Auslanv nonöenvig'; I'm „Fabre 1925 wurden 200000 Meier be- sogen. 19V 500000 Meter, 1927 885000 Meter, und “wir Werden ies: vorausßchtnci "ein': Minion Merkt beziehen. Die Kebensthnitt- särny sind so erweitert, das“ wir jest ein'e Fläche von-": Morgen bewirtschaften. Die Rebensücbtung haben wir *m der Le-hr- und
“Forschungsarisi'alt Geisenheim aufgenommen,! Ick“ Lone, daß nüt die Mittel bereitgeßem werden, damit wir dort in“ größerem Aus- .
maße “vorgehen, _' * kömma". Nhl wird bei der 'Berkknx'mtg boy staat- jichen Weinbxrgui da! Holz“ nm aus den RDt-UW W Teisen- beim genommen. “316“ mache dann besonber! daraus anfmerkiam,
daß _wir“ Gemeinden“ ii!“ "ben „Winzerzésenbm WN. schotten.
baben- daß wir für m:“ W'eg-onü'eßmmhe' Mittel békeitgxstellj
kben- iang-mm 4;- umwnm M oo gmb- mama xu “
dürfen, dab es sich hierbei auch gleichzeitig um eine soziale Maß- nahme gehandelt hat,
In weiten Teilen dxs Westens ist der landwirtschaiüiche Jort- schritt aucban die Zusammenlegung gebunden, Ieh! isi eine größere Neigung in der landwirtschaftiichen Bevölkerung hier. für vokhanden als früher. Der Mangel an Feldmessern - ich beorderte schon in den [emen Jahren nicht weniger als 28 aus dem Osten nach dem Westen - läßt es leider nicht ermöglichen, auf einmal zu rascheven Fortschritten diejer Arbeiten zu gelangen.
Auf die Fortschritte der Siedlung habe ich bereits im Hauptausschuß hingewiesen. Ich bringe hier nur in Erinne- rung, daß die Zahl der gebildeten Stellen von 1487 im Jahre 1925 auf 2908 im Jahre 1927 gestiegen ist. Von den Reichsjiedlungs- krediten hat damals Preußen 66,697 Millionen Mark in Anspruch genommen, heute sind ek schon 70,251 Millionen Mark. (Höri, hört! im Zentrum.) Angekawft kind damit 66179 Hektar. Die 40 Mil- lionen Mark, die mir das hohe Haus vor Icohresstist fiir die Sied- lungszWecke bereitgestellt hat, sind verbraucht, und auf das neue Kroditgeieh habe ich bereits im Vorgriff, 7,2 Millionen Mark Weiter verbraucht. JuSgesamt sind also fiir die Siedlung aus preußischen Mitteln 76 Millionen Mark und aus Reichsmitteln 70 Millionen Mark zur Veuvendung gekommen. Ich mache“ dabei darauf aufmerksam, daß die Reichsmitrel in der Hauptjache im Osten und in der Norder vmvandt *werden, die preußiichen Mittel in ganz Preußen. Es wird Sie interessieren, zu erfahren, daß gerade Schleswig-Holstein joviel an ReichSmitteln erhalten hat wie die Grenzmavk, und soviel an preußischen Mitteln wie die Provinz Niederschlesien. Sie molten daraus entnehmen, in welchem besonderen Maße gerade Schleswig-Holstein eine Förderung er- fahren hat. ,
Aus den Ueber-[chüffen der Reichsgetreidestelle sind dann für die Oedlandsledlung in Preußen 51; Millionen Mark zur Verfügung geitent, und zwar 8% Millionen Mark für die Kolonie. siedluwg und 2 Millionen Mavk für die Einzelsiedlung aws Oed- land. Die Kredite für die Kolonlesiedlung sind im Prinzip her- teilt, und zjvar sind in erster Linie Kreise des Emslandes, die Hannoversche Siedlungögesellschast und die Deutsche Oedland- kultur-Geseüschait bedacht morden. Für die Einzelsiedlung auf Oed- land sind nach der lehren Mitteilung des Reichsarbeitsminisderiums vom November 1927 rund 1012000 Mark bewilligt, damit sind rund 210 Siedler bedacht Worden. „
, Während die Siedlung in “der Osimark in der über- wiegenden Médrzahl der Fälle durch Uwfteiluwg von Groß- betrieben in Kleiwbetriebe "Folgt, volizieht sie sich in .d er N o r d- m a rk in der Welke, daß der bäuerliche Wirt einen Teil der Stelle zur Seßhaiftmachung eines seiner Kinder hergibt. Zu diesem Zwecke werden Ankauss- und Nachweisungskredite für die abgetrennte Grundfläche und die Errichtung des zur Bewirtschaftung erforder- lichen Gebäudes sowie preußische Hauszinssteuerdarlshen gegeben. Der SiedlungSausschuß der Rentenbankkredltanstalt hat im Ein- vernehmen mit dem Landwirtscha-ftSministerium die in diesen Fällen viebfach angestrebte Gewährung von Entichuldungkkrediten
für die Stammstelie abgelehnt, Weil es [ich dabei nitht um eine_
Siedlung, sondern. reinen Besißbeiostigungsktedit handelt. Sollen die vorhandenen bäuerlichen Steam aus nationalen mib grenz- politisthen Gründen im Besiy gefestigt werden, dann werden für diesen Zweck bciowdere Mittel zur Verfiigung gestellt werden müssen. und ich habe bereits darauf hingewiesen -.- mid zjvar ab- sichtlich -, in weich grobem Maße schleKvig-Holstein schon feht bedacht ist. Durchschnittlich wird diese Einrichtung einer Siedlung vom Hofe era 17 bis 20000 RM an Kredit und Darlehn be-
_wötigen, sofern die Siedlung dureh den Eigentümer nnter Vermitt-
lung des Kuimramts erfolgt. Würde dagegen ein Siedlungs- unternehmen als Zivischenträger eingeschaltet, sagen wir die Höfe- bank, so wiirden Wa 23 bis B000 RM Siedlungkkredite noi-
“ wendig sein, Von lehtmr Summe wird man einen Teil, nämlich
die Differenz zwischen 25 und 20000 RM, nicht als Siedaungs- kredit, sondern als Befestigungskredit ansehen müssen. Ich habe dekhabb, um die Siwlungstredite Brem eigentlicher: Werke zu er- halten, Amveisung gegeben, daß die sogenannte Siedlung vom Hofe aus in der Regel lediglich durch den Eigentümer unter Ver-
mittlung des Kulturamts erfolgen soll. (Bravo! im Zentrum.)-
Nath düsem Vorbild, das sich in SchleOWig-Holstein in de': nörd- lichen Zone enbwi'ikel“: hat, wird es möglich sein, aneh die Siedlung vom Hofe aus in Hannover ,und Westfalen in erheblich größerem Umfange als bisher zu betreiben. Mit der Siedlung vom Hofe
*aus kann gleichzeitg die Kultivierung vom“ Hose" aus vevbunden
Werden. Dos würde sich in der Weise vollziehen, daß der Eigen- üimer einen Teil des zu seiner Siammstelle gehörenden Mlands an eine! seiner Kinder verkauist, wozu ihm preußischer Ankauf!-
' kredit zur Verfügung gestellt werden könnte. Die Melioration des *Oedlandes und die Errichtung der Gebäude auf der neuen Stelle
könnte ebenfalls mit preußischem Nachweisungskredit und mit Er- soig unverstüßt werden. Hauszinksieuerdarlehn würden selbstver- ständlith demBiedlunngewerl-er ebewkalls zur Verfügung stehen. Auf diese Weise wird es möglich sein, die Siedlung in den großen Oediandgebietm Hannover! und Westfalen! in ktävkerem Maße zu bemiben als u bijhet der Fan war. '
Die Landarbeiterf-rage ist die Schicksalk-ftage dex
identschen Ostens. Gelingj es nicht, der Landfln_chi- in dor
Oßmartsu steuern, so muß man in absehbarer Zeit mit ihrem Verlust nchnen.“ kin Wirksame! Mittel zur Steuerung der Land-
flucht ist die Seshafimackxung der Landarbeitet. Dm
bostplosen Initen “müssen soziale Anfftie'gjmdgl'ickxeiten geboten werden, entweder für fie selbft oder jür ihre Linker. Landarbeiter- siesen mit era 6-8 Morgen Land und den erforbeliehen Baulich- keiten wevden etiva 8 bis 10000 RM kosten. Durch Anion» und Nachweisunth können nur 85 bzw. 90 vo'des_1kaufpreiies ge-
deckt werden. Für das [este Zehntel ftdlt' “dem Avbeiter dak tt_-
xomrmhe' “Eigenkapital. Zu dem Zweck "siiid die Einrichtung!-
“kvedite geschaffen worden, die das fehlende Eigenkapita! in-Form
eines Perfonanndit] _evgänzen sollen. Diese Einrichtungktredite sollen in Preußen außerhalb des Grenzkorbons als zinsloies Dn- lkhn, vom 6. Jahre "ab mit2 vs tilg-bar, gewährt werden, “Um die erkörveriichen Mittel dafür bereit zu haben, M de: Fond in dem
"mfsprechenden Titel de! Extraordinariumk des Etats 6111 1,5126-
bewsichtigt, na!!) der 8erabichiednng* des Etats die Siedlung.- bchörden und Siedlungsgesellichainn anzuweisen, in elheblik größerem Maße als bisher bei der Aufteilung von Gütern Laud- arbeiter [eßhaft zu machen, sobald die noovmdigen Vorausseyungen, ianeiondere das Vovhandensein einer Anzahl von Arbeitsmögliäx- keiten, gegeben sind. Erfreulickxrweise hat der Siedlungsausichuj des Reichstags heute vor einer Woche beschlossen, die Bedingungen für die preußijchen Einrichtungskredite auch für „Reichseinricha tungskredite vorzuschreiben. Es sollen also auch im sogenannten
Grenzkordon Einrichtungskredite an die Landarbeiter nach unserem
Vorbild gegeben werden. Es ist zu hoffen, daß es uunmshr ge-
lingen wird, die Aniehung der Landarbeiter auf eigener Scholle
zu fördern.
Eine aUg-emeine finanzpolitische Bemeviung wollen Sie mir zum Schluß gsstatten.
Der Wert des an Domänen und Forsten verlorenen Ver- mögens beträgt 1899 Millionen. Soviel haben die der Landwirt- [chaftlichen Veriivaltung unterstehenden Domänen und Forsten auck Grund des Friedensvertrags verboten. Würde man diesen Betrag mit nur 5 vH- verzinsen, dann würde uns jährlich ein Betrag von 95 Millionen Mark zur Verfügung stehen. Ich bin nun nicht der Meinung, daß man diesen Betrag der Land- und Forstwirt-schaft- lichen Verwaltung ganz zur Verfügung stellen muß; ein Teildavou müßte natürlich den „Inverter! der allgemeinen Finanzverivaltung dienen. Immerhin glatcbe ich hier einmal die Gelegenheit Wahr- nehmen zu müssen, um zu sagen, daß, wenn auch das Reich füt landwirtschaftliche Zwecke Mittel bereibsiellt, daß auch noch andere Verpflichtungen des Reichs bestehen. Wenn sie evsüllt würden, hätten wir es in geringevem Maße nötig, Koftgänger des Reich! zu sein. (Sehr Sichtig!)
Ich habe entgegen meiner Gepflogenheit schon jekt meine Dar- legungen gemacht, um zu den jüngsten Vorgängen im Reichskand- bund Stellung zu nehmen. In dem Zeitungsbienst des Reichskand- bandes vom 30. vorigen Monats, also von vorgestern, ist ein Be- richt über die Lanidbundtagung enthalten. Ich habe daraus hervor, daß als Sofort-FoWerung des Reichstandbunbes bezeichnet worden ist: Usbernahme der Rentenbanikzinsen auf das Reich, Verbilligung der Grundst-euern, Sperrung der Grenzen gegen Einfuhr von Ge- frierfleisch und anderen Fleischprodukten, Vieh und Viehproduktc aller Art.
Zu diesen Forderungen ist zu sagen, daß die erste und lebt- nur Angelegenheiten des Reiches sind (Sehr richtig! im Zentrum und bei der SozialdemoLratkschen Partei), die anderen Angelegen- heiten der Länder, wobei in Preußen der Herr Finanzminister und nicht der LandWirtschwftSminister zuständig ist. Insotveii aber in der lehnten Forderung die Sperrung der Grenzen gegen Eim schleppung von" Seuchen enchalten ist, wivd niemand bestrxiien können, daß ich in dieser Hinsicht niémais geschtvawki und stets die evfovderlichen Anordnungen getroffen habe. (Sebr richtig! im Zentrum.) .
Es heißt dann wörtlich Weider:
Ebenso lobhaft war die Zustimmung, als Präsident HM» ml! der Landwirtichaftk-feindlichkeit der preußischen Regierung, ins- besondere mit dem Be't-iagen des preußiichen LaWirtschaftko. ministers Steiger abrechnen.
(Hört,!)ört! im Zentrum und 'bei der Sozialdeuwkwtischen Partei.) Er erinnerte an die Schwierigkeiten, *die gerade die preußische Regierung in einer Reihe von Jahren der Zoll- und Handels- politik gemacht habe, besonders auch bei der so dringewden und noiwendi-gen Erhöhung des Zucker- und Karwffelzolls.
Meine Damen und“ Hetre'n, ich erinnere daran, daß ich in meiner
Rede im Hauptausschuß am 10. Januar eingehend die Summa
Preußens niedergelegt habe und wiederhole, daß die preußische ke-
gierun-g dem 11,75-Mart-8oll für Mohl imd dem 32-Mavk-8ol!
für Schjveinsfleisch zugestimmt hat, was im Reichölandbknd wohl-
Weixlich verichwiegen Wurde. (Hört, hört!) Ich mache weiter
darauf awfmerksam, daß das Siaatkministerium im Reichsrak
keinen Einspruch gegen ,die vom Reichstag beschloffeue Erhöhung des Zucker- und Karwffelzolles erhoben hat. (Hört, hört! im Zelt- trum.) Die Mit wäre- sicher gewesen; dann aber hätten dio
Erhöhungen im Reichktag, da sie der qualifizierten Mebrheit be-
Witen, sicher nicht diese Mvheit gefunden- .
Der Bericht fährt fort: ' das ist Herr Präsident Hepp --
wandte sich dagegen, daß Minister Steiger auf dem Cebu“ te des Meliorations- und Siedlungswesen! Verdienske' * für sich in An- spruch nehme, die dem Reiche zukommen, welches die Finn- zierung ermöglicht habe. Er betonte, daß inseün'wdungmit dm hemmenden Einfluß der Bürokratie Preußens die herrichmdm, Parteien im Landtag, die nach außen eine große Siedlungs- freudigkeit an den Tag legten, eine durchgrei-fende Siedlungs- politik verhinderten. Auch die Arbeiterwckjnungspolitik der preußischen Regierung Usb? unter einer Bürokratisierun'g, die die Löiung der Arbeiievfrage auf dem Lawde gefährlich hemme.
Meine Damen und Hexen, es scheint mir in der Tat übe:- flüsfig, zu diesen falschen und verdrehten Dq ungen auch nur ein Wort zu, erwidern. Bezeichnend ist .die Mindlichkeit del Reichklawdbundes, wum ich darauf himveise, was jeyt geschehen P .im Gegensas zur Vorkriegszeit. Ich glaube sogar anmzhmm zu dürfen, daß auf der rechten Seite des Hohen Hauses ckck noch lk- geotdnete sind, die im stinen Kämmerlein diese Ausführungen in Reishstandbund- nicht unierschreiben, * '
Es sind. wohl Schwierigkeiten alier Art gaoeseu, die den Reichklandbund veranlaßt haben, die Aufmerksamkeit seiner Mit- glieder auf den preußischen Landwirtslhaftkminister zu lenken. Schon seitWochm wird in duromkeithklattbuUberau-
bescherten Korteipondms „„Grüne Wu“ seven mich sches!- WWW dle.-Deutiche TMM“ im Unilblvk en die Preise-
!onfemu in keinem Mißerium UM, dak ick; nscheinend eine reine Baue'nwolüi! treibe, die die Jununen msnßgrunv- b'efixes nich1 kenne, wurde in „Rheinpreußen“ verbreitet, daß ck
“über die Interessen be!. bäuerlichen Dési!!!- "iubesondere der
Kleinen W Dim!) ioläks'snsebek hot *in-säen in, Boden geschaßey, um in "der Reichslgndbundtagung m W Montag den Groll auf den WMW SandvittsÖaftsmiuiint ab
»Was): miavumonenM ahm worden. es mirQAjnladen. .demm, ck ihnenmu'zexama-W
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