1885 / 52 p. 8 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 02 Mar 1885 18:00:01 GMT) scan diff

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geben. So [amge ein einiges Deutschland und ein evan eli“ er Kaiser bsstebe, wsrbe das auch nicht geschehsix. I ?ck

Vorredner WOÜE, sci ksine (bristiicbe S als mc r. Eine Stgatsschulb könne mtr konfessionslos seinfhjedenfaUZ dsp. kon- fesstoneUen Standpunkt nicht |ng inne yalten. Ju dor Staatsschule werbe eben lsdiglick) StaatSreligion gelehrt, und das wolle das Ccyt'cum nicht. Mit den Simultanscbulen habe man docb gemtßtraurige Erfahrungen gemacht. Was gehe e_s deb Staat Ubexl)aupt an, wer den katholischen Religionsunter- r1cht m der Bolk2schul_e_ gebe? Der Staat vsrstehedavon nichts; ex habe gar k_e1_n Recht,s1ch barem zu mischsn. DieGeistlichén hätten die Schulaustcbt anx bkskell wahMEthMLU. Die weltlichen Schulmspektorxn," 018 inan in Gcgensaß zu den geistlichen gebracht hab9,_ batten _1k)re großyn Bsdenken. Der Staat werde das sekbst noch emmal emvfinden, wenxi fick) die Lehrer- schaft gegen seine Autorität auflehnen werde, wozu es ihr am_ 1“_b:k)1geit Usbermutl) 111cht fehle. Für die staatUcben Schx111nspskt0x=Sxeklxn würden heute die Katholiken nicht genugend bbxuckstchtigt; _eventuell nehme man“ solche angeblich gute Katholrkbn, 019 sich vieÜeicht bei einem Festessen für Falk 1rg€ndmtc h_ervoxgethan hättsn und bis die Stelle als Belohnung fux tbre Gssimmngstrsue bekämen. Die Schulmspektoren__1etkn m vielen Fällen die Anstifter der MehqueZgaben __f_rzr Schulzwecké. Auch der Untkrrickzt werde mcht m zweckmaßtxgcr Wxtse gehandhabt. Was helfe es dsm Sch14_lk_nabcn, tbenn man_ihm Vorträge über Elektrizität, kom- munizirexich thren,_opt1sche Täuschungen n. s.w. halte, aber den UtitFrrtcht M1 LULU, Schreiber: und Rschrien, worauf es doch allem ankommte, vernachlässige. Der Abg. Spahn habe YF rxcth; von __dem, wgs jtotbmex'xdigÄei, werde heute nicht e r, on ern 2 er wem, er ge ernt. ber die K " fich bedeutend vsrmshrt. (; OftM [MUM

w_altun„a von _Schitlinspcktoren) wies der Abg. 1)r. Mosler auf ine Schulberhaltmsse m den Regierungsbezirken Trier und Cob1enz bin. [L_nter ben Schulinspektoren, die zum größeren Theile LMM sewn, befänden sich auch Altkatholiken. Da: duxch werde; _daH Vyrtrauen der Eltern zu der Schule er- schizttert. BUrsmben müsse LZ auch, das; kleinere evan= ge_l1sche Enklavsn dem katholischen Kreisinspekwrat entzogen se1e_n. Dax; bewetse doch, daß man auch auf anderer Sertqkem _Vertrcmen habe zu dem gegenwärtigen System der Schulmspektton. Auch die Veseßung der Lokal-Schulinspektionen gebe zu Klagen Veranlassung. In 392 Fällen ruhe si? in Der Hemd von katholischen Geistlichen, in 279 in der Hand von L_MEU, un_d aucb unter diesen befänden sick) wieder 12 Alt- katlqutxsn. _ Was- „die Bildung des Schulvorstandes betreffe, so 121 111 Vielen FaUen dxr _Geistlicbe von demselben achqe- LYYFHY und so des w1chtrgsten Theiles seines Einflusses

nacb Verhältniß der im Durchschnitte der dem 1. April 1880 vor- angegangenen drei Steuerjabre zu den Gemeindeabgaben betan- gezogenen Reinerträge vorab überwiesen werden; der Ueber- rest wird nach den vorstehend unter b. angegebenen Grund- säYen auf sämmtliche nach diesem Geseß §§. 1 und 2 berechtigte Gemeinden vcrjbeilt. - Insoweit nach den vorstehenden Bestim- mungen einer Gemeinde ern _böberer T_heil des abaabepftichtigen Reineinkommens zufällt, als von ihr im Jahre 1883/84 berau- gezogen worden ist. wird der Ueberschuß an dem Präzipualantbeile dieser Gemeinde gekürzt und wachst der auf die übrigen bevor- rechtigten Gemeinden zu vertbeilenden Präzipualsumme zu. _ Nach Ablauf der bezeichneten zehn Jahre erfolgt die Vertheilung nach den Grundsäxen ynter b bei „allen abgabeberecbtigten (Gemeinden.

Es lagen hterzu Antrags von den Herren Becker und

von Winter vor, die s1ch guf den Vertheilungömodus be- Ygen, und von Herrn Brümng, die beiden Schlußfäße des bsaßes zu streichen_. Ar) der Diskussion betheiligten fich die Herren Becker, von_Wmter, _Struckmann,_Brüning und Freihsrr von Mirbach sowze der ReaterunaSkomm1ssar, Geheime Ober-Regierungs-Nath Gxetm. Dre Anträge Becker und von Winter wurden schließlich abgelehnt, der Antrag Brüning angenommen und mit dieser Aenderung der §. 7 in der Fassung der Kommission genehmigt. Die §§ 8, 9 und 11 _wurden ohne Diskussion nach den Beschlüssen der Kommission atxqenommen, §. 10 gestrichen. Den §. 12 empfahl dte Kommixsion in folgender Fassung zur Annahme:

.Die Ausführung des §. 9 erfolgt in der Weise, daß das Ge- samxytcinkommcn ch Abgabebflickztisen zu der Gemeindeabgabe eingesbäyt, und der so crmittelte Steuerbctkag dem Verhältniß des außer Berechnung zu laffendxn Einkommens zu dem Gesammt- einkommen Entspcxckpend berabgeseét wird.“

Derselbe erhielt ]edoch au Antrag des Herrn Friedens-

burg am Sch111ß_statt _der Worte: „Gesammteinkommen ent- _sprechend herabgejsßt Wird“, den Zujaß: ._Einkommens herangezogen werden, someitdaffelbe nicht aus Grund- etgsitxbum oder aux! Packt-, (Gewsrbea Eisenbabn- oder Bergwerks- betrtebc flißßt._ Wxnn jkdocb in den kacinden, in welchkn der AbgabynpflraJtch seinen__Wbbnfiß hat, oder in welchen der Abgaben- pflxcbngc bczicbungswetjc stine Familic' fich im Laufe des vorange- gangenen Jabrss _langerer _als drei Monate aufgehalten haben, das tn xbnen sxeucrrfltkbtxge Einkoxymcn Weniger als ein Viertheil des GeWmmtemkommens betragt, 19 findet die Vorschrift im §, 9 ent- sprechende Abwendung.“

Der Reit der Vorlage sowie Titel und Ueberschrift derselbennxuxdensodann_ohne Diskussion gemäß de" Anträgen Y_Y_ Kommission genehnngt und um 41/4 Uhr die Sitzung ge-

9 en.

Nächste Sißung unbestimmt.

_ Im weiteren Verlauf der v o r g e | r i g en (30) S i Z u n g

des Hauses der Abgeordneten bestritt bei fortgeskßter zweitex Berathung deHEtats für das Ministsrium der gmsiltchen, Unterrichts- und Medizinal=Ange- legenhe_t_ten_ _bei dem Titel Schulaufsichtskosten der Nba; WEM (Hir1chberg), _daß die Volksschule durck) das Schul: aufsrcbtsgsseß babe enxchristltcbt werden können. Auf keinen Gege11stand_w-3rde bm der Außbildung der Volksschullehrer nzehr Gew1cht__g_elegt _als auf die Religion; diese Lehrer kqnnten umnoglick) d1e Volksschuls entchristlichen. Die Kirche habe? aucb heute noch den gebührenden

Einfluß auf die Volksschule; der Geißlicbe habe fast

immer_ die Amsicbt über den Rsligionsunterricht und dadurch auch ins Mach_t, ]eder Entchristlichung rechtzeitig vorzubeugen. Der Abg. Windxhorß wale aber die Schule überhaupt aus einem StaatSmsUZut zy etner kirchlichen Einrichtung machen. Dagxgen wehre s1ch seme (des_ Reimers) Partei aber, so gut sie könne, auch wenn darum em zweiter Kulturkampf entstehen spute.__ Der Staat,__ der die allgemeine Wehr: und Schulpflicht eingefuhrt [)"-.DE, konne, obne sick) unter daS Joch der römi- ,

en Kirche zu Mugen, die Volksschnle nicht aus der Haud

Der Abg. 0x". Frhr. von Schorlemer entgßgnets, was der

De_r T_itek murds__bewilligt. BU Tae! 25 (wrderruflicbe Remunsrationen für die Ver-

Der Abg. Meßner wies darauf hin, daß man im Kreise

ayiragte, m diejem Etat 10 000 016 fiir dsn genannten Zweck direkt zu bew1111gen, _und wünschte außerdem, daß 'die Ver- anstaltung der Lotterie_ für die Restaurirung dc-r Marienburg beschleumgt wexde. Die preußische ngierung habe gegenüber den Ordensschloffern m Westpreußen weniger Pietät gezeigt, als jelbst d1e_Volen. Unter der früheren polnischen Herr- schaft seren dtese Bitrgen_kons€rvirt warben, erst unter preußi- -;I_e_m Reznnkent fete? ste __veerljen. bAls die Frage? früher _ n einma angereg wor en ei, a e der inan :Mini ter s1ch sebr kühl dazu verhalten. h F z s

nsrt steklte in Abrede,bch1ß der Finanz-Minister, als der Gegenstand zum Ersten Mal_6_ amxaersgtworden sLi, sicb kühl verhaltsn habe; Derselbe [7533 W) i_XU (I)egenxheil ssbr woblonend über bis gngeregte WNtérgchxühxtmg der Regnlirnngsarbkitcn ÜUÉJL- ]prqch€n._ YiUerdmgs müsse gexads Der Finanz-Mirxistkr eine _]115t1t13615t1'113111175 walti-JU lassen und Uichk-dringlick)? Aus- ggbexx btbtcér d1e dringlichen, zurücksiellen. Geradek bier sei es notbig, sub _nmcb der Dicke zu strkcken. Es könnten ja durch ZusammexiMrkung von Staat und Privaten, durcb ZUHÜlsC: nahme 91th Lotterie die Mittel besäxafft werbén. Zu der Budgetk0131m1sswn würden übrigens:: die Bedenken der Finanz: verwaltung gkgen den Antrag zur Sprache gebracht werden.

Wort :

tbeziungcn dcr_Hrr;1.__ Abgg. Spahn und 111“. Wehr Einiges mit- ibctlin. _WlI tcb Pcr1énlich zu dem Unicrncbmen dcr Refrauration der Mixrxi'nbxerg siébe, WMW Sie, und Sie wiffcn, daß es ein ganz pkrsonltcher_und _drinandsr und durch aUgemÜns Jdccn berccbtigter Wunsch m_emerfstiö ist, an dicskm großkn Würk mitznarbeiten. Zn LMM! FCWlffen Sinne es ist ja kein (Gebeimniß _ bin ich auch der Vase: dtesct: Jdek. Jeb kann die Pemsrkunß, dis der Hr. Abg. Spal)?! gxmacbt bab «111 so mehr bcftäkißcn, als ich bersits vor ein oder zirkr Jabken VeranWffunZ genommen babs, geradc in Bczuz auf dlm von dem Radner r*rwäbnten Bautbsil mich an dicser Stalle ('.:1szuspxicbkn. Ach) darin stimme ich mit ihm überein, daß _mxn dr; kaabr nicbt unicrscbäkZer: soÜts, wclche 91101ka jbéxm bre Pbxsbnkicbksiien, Welche gegenwäcjig mit wenigen Michlm m_ barmomch-sm Ziesammcnwirken Hervoxragcnch gcseistet haben, aukemgUdeMben sblltcn. JO Habe nun, sbMit es mein sal): bescherdencr Dispoßttonbfonrs etanäßig gestattet, Versucht, nach (iner anchren Seite namentliib die ungewöhnliibe Krast dcs Baumeisters Stsmbrecbt nuybar zn erbmlten, Mittel aufgcxvendci, um die Fundamente dex altsn Orbe; kburg Rbebcn aufzudecken Wir glaubsn, die Erfabrung gc_rnach_t zu_ haben, das; die OcdenIbauicn (1116, was den GrUUdriß be- triffx, in einem gkrmssen innsren Zusammevbangk sieben, und mein Y_etsobltÉer Wunsch ist, das; wir uns nichi beßnügen mit den Ruinen, die nur tm therlanch noch haben, sondern daß wir, Weil cs sub um kim; große abgeschlossene, nie wiederkehrende Kunst- und Gescbicbts- eriode_ bandslf, auch versuchen, dic großen Reste, die in Rbodbs und kor aUen Dingen im gelobten La::de sicb befinden, zu durchforsäycn, um daraus Anhaltepunkte für den Stil unserer Ordeanurgen zu crlangen. Was wir von der Aufdeckung der Reste von Rb_c_dkn gehofft baben, ist weix Über Crivartkn in Erfüllung Jsgangkn. _th haben eincn gamz ficbercn Anhalt gefunden nicht bloß uber_K'onstruktwnsWaaen, welche auch ?Ür die Wicderbersicliung dsr Marzknbucg von Wert!) sind in Anssbung dex; Gruxtdriffes, dcr Dis- posittbn kes MauerWerkcs u. s. w., sondern es smd visle einzelne Detaüs gsfuriden, die ji'tZt mit den Mitteln, die ich zur Verfügung gestellt habe. m_ die Marienburg übergsfübrt Werden sollen. Ick kann 9ugbnblicklrch 711in ermesssn, ob fie dort zur Verrvendung kommxn; ]cdcnfaUs abcr 1md_ fie vorbildlich bon großer Bedeutung, um so m_ebr, wcnzz ez)" _ _wxe bb wünscbc _ durcb dic Prowinz c-rrcr dcn Berczn m_ogliöb wird, das; in diksem Ordensscblosie ein Museum etabltrt wird, jveläxes VON der großen Epoche der deutschen Ritter eine fichtbare Kunde giebt.

Wunsch dsr Herren nur theilén, daß irgend eine Form gsfundcn Wird, um dikb «rbb,? Werk zum Ab7'ch[uf; zu bringcn, wir Wollen auch hoffen, daß nicht zu viel Zeii darüber hingeht.

_Münßxrberg die Katholiken von den Kreis: und Lokal-Schul- mspekttonen ausgeschlossen habe. Dieselben seien durchweg Evangelischen übertragen. Nicht einmal in der Schuloepu- tatiZm _von Münsterberg habe man den Katholiken einen Play geg nn.

Der Regierungskommiffar, Geheime Reqierungs-Rath 1)r. _Kügler e_rklärte, daß in der Rheinprovinz ein Altkatholik als Krets-Schulmspektor nicht angesteUt sei; die katholischen Schulen dxs Kreises Münsterberg seien nach einer Verfügung des Mi- msters dem katholischen Kreis-Schulinspektor zu Nimptsch untersieüt worden.

De_r Titel wurde bewilligt.

_ Bet Tit. 283 (zur Untersiüßung unvermögendcr (He- nxemdxn) dankte der Abg. oon Oerßen-Jüterbog dem Minister fur die Mehraufwendung zur Unterstützung unvermögender Gemeinden.“ Diese Gemeinden seien in ihren AUSgaben für d1e Schulen schon jest an der Er_enze ihrer Leistungsfähwkeit eingelangt. _Was ]eßt vom Minister zur Unterstüsung dürf- tt_ger Gemeinden bewilligt werde, dürfte cher zu wenig als zu mel sem. _Von Prachtschulbauten sei in der Gegend des Reimers nichts zu merken. Man sorge für Luft und Licht m den neuerbauten Schulen, und das werde Nie- mand tadeln. Schulbauten seien nach seiner Erfahrung von Pastqren mehr als von Schulinspektorkn befördert wor: den; fret_l1ch nur in Fällen, wo ein Neubau nothwendig ge- wesen set; die Unterstützung sei an bedürftige Gemeinden als Gnadingescbenk _ bisher nur in dkm FaÜe bewiÜigt wordsn, wenn r-te_ Gemeinde 25 Proz. der Klassensteuer zu den Schul- kostenbeizusteuern gehabt habe; aber es liege auf der Hand, daß dtese Grenze_ zu hoch gesteckt sei. Der Abg. von Huens habe den (Gemeinden helfen woÜen durch bicUebermeisung dEr Grund- und Gebäudesteuer; damit werde nicht den ärmeren, sondern_den wohlhabenderen Gsmcinden gedient sein. Viel be__ffer set es,_ we_nn der Regierung größere Fonds zur Unter- stußung bedürfttgcr Gemeinden zur Verfügung gestsllt würden.

__ Der Abg. von Engler wies gleichfaÜE auf die Ueber- burdung dex Gemeinden mit Schullasten bin.

Déx T_ttel wurde bewilligt.

Be; Tit. 32 (Waisenhäuser und WohlthätigkeitHanstalten)

beklagte der Abg. Letocha sick) Über die nicht paritätische Behandr

lung der katholischen Kindxr in gewissen Waisenhäusern. Die

Leitung wie der Unterricht in denselben liege zumeist in der Hgnd von Evangel1schexn So erkläre es sicb, wenn katholischen Kmdern __selbst das Singen katholischer Lieder habe vsrboxen werden konnen.

Der Staats-Minister Dr. von Goßler erwidsrtc», daß die

betreffenden Waisenanstalten nicht zu seinem, sondern um Ressort des Ministers des Innern gehörten. z

Der Titel wurde bewilXigt; ebenso das Kapitel bis zum

Schluß.

Zu Kap. 122 (Kunst und Wissenschast), Tit. 1 (Kunst-

museum _in Berlin) wünschte ber Abg. Spa n Be leuni un der Arbe1ten zur Wiederberftellung der Maxxisnbmjzczh. g g

Der Abg. Dr. Wehr schloß sich dem Vorredner an, be-

DLL? RegisruMé-kommiffar, G-Zbcim-Z NeUerungKRathLel):

Hierauf ergriff ber StaatS-Minifter Dr. von Goßler das Meim HMM! Jeb x:)oilte blos noc!) im Anslbluß am die Mit-

Méine Herrin! Damit möchtc ici) schließen: ich kann den

_ De_r Abg. Götting da Wlaigkelt, mit welcher diese Museen weiteren Kreisen zu gewerbe und Schönheitssmn würden dadurch allenl außerordentlich gefördert.

Der Abg. Ur. Rei wunderbar, daß fich der Finanz-Minister so sehr In anderen Fällen sei diese

Der Abg. F für seinen Antra demselben zustimmen we

Die Position wurde Budgetkdmmisfion verwiese .

Be": Tit. 7 (Nationalgalerie) (Aryscbalde) aus, daß „für Kun schntttltch ]ährlich nur 0,52 Pr aUSgaben verwendet würden; das sei, wenn man das alt_e Rom denke, durchaus nicht viel. Verthetlung dieser wenigen Außgaben würd Hannover erheblich bevorzugt, während z. nur 7000 «% entfielen. bezüglich der Verwenbun bestäuben.

Der Staats Minister Dr. von Goßler erwiderte:

Nur _cinc kurze Bemerkung in Bezug auf dic des Herrn Vorrednerg. stkommission betrifft, so ist die Zu- 5 dem Staatsbandbucb, aber auch in dem '.- ich stcÜe das Buch dem

JSgebäude betrifft, so habe ich mich r ausgelassen, _

nkte_ der Regierung für die Vereit- dte Kynstschäse der hauptftädtischen gänglich gemacht habe.

chensperger (Cdln) bemerkte, es sei doch hmfichtlub der Marienburgfra e _ „nach der Decke strecken“ e. Decke doch vielfach außerordentlich *

rhr. von Minnigerode dankte dem Abg.Wehr hoffte, daß auch die Budgetkommisfion

bewiUigt, der Antrag Wehr an die **

führte de_r Abg. von Meyer ' stzwecke m Preußen durcb- oz. dcr gesammten Staats- *.

Aber auch bei der . en Rheinland und B. auf Pommern Er frage fexner an, welche Absichten g des Hyg1ene=Ausstel1ungSgebäudes '

Meine Hcrren! woblwoüenden Worte

Was die Landes-Kun sammensexzung mitgetheilt in Centralblatt vom Februar auf Seite 7; Herrn Vorredner zur Verfügung. _ Was das Hygienc-Aussieüun tm vorigen Jahre bercits darübe Jahre 1886 die akademische Jubiläumsaussteüu Wlkd und tcb bin augenblicklich dabei laffky, um die Adaptirung zu bewirken. Zwerfel,___dafz das Gebäude für diesen Z nur gewtmer Mittcl bedarf. um das © cytsprechxnd einzurichten. bort dieselbe unch-ifelhaft mit zu den besten, Werden kann. _ Jm Uebxigen RLHML ich einmal vkrgönnt sein möge, Mittel zuzUWanen.

Ick bose, ng darm siatjfinden “», , einen Plan auSarbeiten zu **. Es besteht darüber gar kein - ': weck geeignet ist und daß es Anforderungen “€,; _ _ betrifft, so ge- die uberhaupt erreicht «Z“

_ ebäude allen Was die Lage des GebäudW

sebr darzkbar___die Erklärung auf, daß es der zettgeno1fischen Kunst noch mehr

Wenn ich anknüpfen darf an meine vor"" i namentlicb in Bezug auf die A jabrgen geriibtet wurden, das; das R ich damals im Momxn Ick babe jetzt offt gangs dcr Publikajioncn der amtliche Nachrichten. können, welche Hg. bon Meyer gemeinen steht die Angelkgenbeit so, daß für monu- stler Honorare allein Über 13Mil1ionen zwar naturgemäß ausschliéßlicb an Gesammtsumme, welcbe in dieser stlcrhonorar nahezu die Hälfte _ _ _ Alles, was die Nationalgalerie at, yon zeitgevojfijchen Kunstlern gekauft worden. pfltcblzmg, nur von deutschen Künstlern chland ibxe Ausbildung empfangen haben Aehnlich sind die Beträge für Kupferstiche über- tbatig find für die Zwecke der Na- Ich darf daran erinnern, Radirungen, Kupferstiche _ _ ngen der Nationalgalerie in ßeren Pgbltkum zur Kenntniß zu bringen.

daß die Wohlwoll'cnde Auffassung des blub immer weitere Kreise erakeifen möge cs acstatten, wir in die Lage kom- noch höhere Beträge zuzuführen. ßen _sebr darnicder, Wegen der Zoll- _ Ich wr11 Ziffern nicht nennen, aber s und amv Berltx leiden schwer darnnier bs als ZLZÜ entrichtet Werden muß. sn, kann tch auck) bon meinem Standpunkts nblicklich auf unserer dc-utschen mmen Wkrden möge. sperger (Cöln) bemerkte, der Abg. retche Ausschmückung Roms mit _ _ daß Rom seine gen m al1en Landern zusammen- auch auf solche kriegerischen mms vdn den Schäßen der _ ie Provtnzen, aber das seien 519 von des Herrn Tische abfielen. muffe durch seme Unterstüßungen n Zettext, L_VO es wirklich eine hoch _babe, set dieselbe groß geworden durcb die Zu- wendungen, 012 fie von Privatem erfahren habe. man von StaaL-Zunterstiißungen zu den Zeiten d géwußt? Wenn durch StaatSl) dqsselbe der Monumentalma fsmcm Urthcil sei man in die rechten Wege, Liißowsck)?

Ausführungen, unstVLrwaltung Liligt wäre, so jadmnténsxxlißn. _ Ls . a r- Mujcen gegebe-n in dem Abschnittöüber werden Sie die Zahlen cntnebmen geßeben bat.

_ngriffe, die gegen die K bemland zu sehr benachtb

_ t nur einige Zablcn zu zielle anlen in dcr ersten Nummer

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mentale Znecke an Klin Maxk Zczablt worden deiztycbe Künstler. Zelt verwendet ist, ist aÜein an ausgegsben wvrden. erworben [)

stebt statut

Also Von der Außerdem ist fast

enmäßig die Ver oder solchen, die in Deuts Werke anzukaufen. wiegend Künstlern, twyalgalerie, zugewendet worde . Reibe bon Publikationen _ veranstaltet wwrden ist, um die Erwexbu angkmeffcner Weise dem arb Ich wünsche und hoffe, Hrn. von Meyer auf!) allmä und daß, Wenn die' Staatéfi Mexn, den zeitgenbMscben Künstlern Die moderne Kunst lisgt in Prsu verbältniffe in Noxdamcrika. m_amemtücb Tüffeldox em Drittel des Wert Grund?, msine Herr nur wünschen, daß ch Druck, der auge Kunst lastkt, bald wieder von ihr gend

Der Abg. Dr. Reichen von Méyer habe auf die Kunstwerken hingewiesen. Kunstwerke durch Plünderun gehäuft habe.? Wige: verweisen? Nationalgalerie auch etwas in d

Buntdrucke,

AUF diesem

Wisse er nicht,

W002 er et AÜerdingeZ ko

nur Vrosamsn, sage, der Staat fördern. Zu de Kunst gcgeben

die Kunst entwickelte

Wo hätte __ _ _ er Medici ulse etwas geschehen wüte, sollte», _ zqu_er_Wet werdcn. _ _ er ezie)ung nicht auf dem _Un5_ cm gleiches Urtheil spreche Zsttschmst für Kunst aus.

_ waendrt __ _ emem modeknon Hatte man diese Summen richtig ver- große Anzahl von Rathhäusern Bei den Ankäufen für die Na- viel Gewicht auf

bäude zu machen. theilt, so WÜRDE

würdig haben ausstatten könm»: . ttonalgalerie sei es zu bedmwrn, große Gemälde bekannter Meister gelegt we yer-Arnswalde bat, den Künstlern, welche Weltausstebung ausstellen _ etl wsrden zu lasssn. Richtung von Künstlern bekannt

nan solle auf die Wünsche

Dieselben pflegten hmen. Die Künstler in Betracht komme, der glänzenden ock) immer finde Man solLe nur MLT Kunstwerken _ apps Maß dessen, Überschrittenwerbo. Aber

man eine

'Der Nbg bon Me Gemälde auf der A m_olltexy eine Untexstüßung zu Tl) se1cn 1hm Wünsche in dieser

ntwerpener

Der Nbg. Dr.Hänel bemerkte, 1 der Künstler nicht zu Vikl Gewicht 23 of! sehr_ lexcht mit denselben zu ne hqtten wenigstens, soweit die Geldfrage kem_en Grynd zu klagen. Gründerzeit ein Rückschlag eingetreten. Aber n der Künstler_ guten Absaß für seine Werke. sehen, wxe d1e_Wohnu_ngen des Vürgerstandes auSgßstattei ssten. Auch er wünsche, daß das kn was ]eßtfitr die Kunst geleistet würde, die Stabtsfubvention babe ste gewi1se einseitige Richtu Das soUe man bedenken dte Staatssubvention zen halten müsse. unmer ibrss kosxnopolitisMn Char

Allerdings sei

ihr Bebenkliches insofern, als durch ngen der Kunst befördert würden. , 1xnd dann _werde man finden, daß 1? dl? Kunst sich in boscheidenen Gren- Se1ten der Kunst, die sich akters rühme, nacb einem

Daß auch von

Schußzoli gsrufen werde, zeige,

wie wsit ein gewisser Zug

unserer Zeit fich erstrecken könne. Immer sollte vor) allen Seiten anerkannt werden, wie der preußische Staat mit seiyen bescheidenen Mitteln so schöne Resultate auch auf dem Gebiete der Kunst habe erreichen können.

Der Titel wurde bewilligt.

Beim Tit. 12 (KöniglicheBibliothek) wünschte der AbZ. 1_)r. Hiße, daß die Bedingungen für die Benußung der König- lichen Bibliothek insofern erleichtert würden, daß auch de_n um Vaumeister-Examen hierher kommenden Bauführern die Benußung der Bibliothek erleichtert würde.

Der Titel wurde genehmigt. __ _ _

Tit 37 enthielt die Forderung fur die Akademie der

Künste. Der Abg.1)r.Reichensperger (Cöln) _wünschte die Er- richtung von Meisterateliers für germanische, tt_isbesondexe gothifche Architektur. Die Meister dieser _Kunst seien fre111ch dünn gesät, da bis vor Kurzxm der germamschenKunst geradezu der Krieg erklärt gewesen wäre. _ _ _ _ _

Der Regierungskommiffar, Ministemal-Dtrektor ])r: Gre1ff erklärte, daß bei der Neubeseßung zweier Meisteratelters die beiden Hauptrichtunaen der Baukunst, die Gothik_ und Renaissance, einen Vertreter finden sollten. Der Minister abe bereits Verhandlungen eingeleitet, doch seien in der ?Zerwnenfraae Schwierigkeiten entstanden, die jedoch noch im Laufe der nächsten Zeit behoben werden dürften.

Der Titel wurde bewiuigt, ebenso der Rest des Kapitels.

Darauf wurde um 5 Uhr die weitere Berathung auf

Montag 10 Uhr vertagt.

_ Die Rede, welche der StaatS-Minister 1)r. vo n Go ß [er gelegentlich des Titels „Elementarwesen“ speziell „Seminare“ in der (29) Sißung des Hauses der Abgeordneten hielt,

hat folgenden Wortlaut:

Meine Herren! Das Gebiet, Welches der letzte Herr Vorredner berührt bat, die Verhältnisse der Volksschulen in West- vreu ßen, namentlich im Regierungsbezirk Marienwerder, ist in der That eines der schwierigsten, welches die preußische UnterrichtSverwal- tung zu regeln hat. Häjte er die (Güte gehabt, mir nur enjfernte Mittheilung von seiner Abficht zu macben, sich so eingehend über die Einzelheiten zu verbreiten, so würde ich aucb in der Lage gerresen sein, über eine ganze Reibe von Punkten Aufschluß zu geben und mich vieÜeicbt mit ibm zu verständigen. Mit Rech nahm er zum Aubgangspunkt seiner Betrachtungen die äußeren Verhältnisse, mit Welcben dort die Schulverwaltung zu rechnen hat Wir haben dort, meine Herren, wenn Sie zunächst an das platte Landdenkkn wollen, eine sehr 1cbwach angesiedelte Bevölkerung. Es giebt Kreise _ es ist kaum glaublicb zu sagen _ auf deren platten Lande nicht mehr wie 3 bis 4 Scbulcn vro Quadratmeile bestehen, und die Zabl der Kreise mit 7 bis 8 Schulen pro Quadratmeile smd noch nicht allzu häufig. Es ist von vornherein klar, daß über eine gewisse Entfernung hinaus die Kinder nicht mehr ur Schule «eben können, _und daß deshalb innerhalb eines gewi en Durcbmcffers (1116 Kinder zusammengefaßt werden müssen, um einen gemeinsamenUnterricbt zu empfangen. Obwohl die Unter- richtsverwaltuna bemüht isi, hierbei die Norm von 3 bis 4 km Ent- fernung nicht zu übsrscbreiien _ es handelt sich vielfach um zarte Kindcr, und 3 bis 4 km Wegestrecke in den zum Theil unwirthlichen Gegenden Westpreui'ens sind schon eine recht starke Zumutbung an die Lsistungsn der Kinder _ giebt es dock) noch 149 Orte bezw. Wobnpläßc, Welche 5, 6, 7 und noch mehr Kilometer vom Schulorte enjfernt smd. Es muß (21,73 auf diese Weise, wenn man davon aus- geht, das; übcr einc erträgliche Entfernung die Kinder nicht mehr geben können, bei einer schwachen Bevölkerung leichter möglich sein als in dicbt bevölkerten Gkßenden, daß Kinder verschiedener Konfession und verscbikdener Nationalität den Unterricht gemeinsam empfangen. Das ist eine Sibwisrigkcit, Welche in dem Maße in keiner anderen Provinz sicb wiedcx zeigt, wie in Westpreußen.

Dazu kommt ferner, wie der Herr Vorredner ganz richtig an- gedeutet bai, die Mischung der Konfsssionen derart, daß Üch die Zahl der Evangelischen und Katholiken in Westpreußen im Großen und Ganzen die Waage hält, aÜerdings mit der Tendenz, daß die katho- lische Bevölkerung in neuster Zeit das Uebergewicbt gewinnt. Und eine besondere Sibwicrigkcit hierbei ist, daß die Katholiken sicb national weskntlicky scheiden. Denn im Regierungsbezirk Danzig waren nach dcr letzten Nationalüätsstatistik von 242 145 Kaibo- liken, 137 “285 polnischer und 104 860 deutscher Naiionalität; und im Regierungsbezirk MarienWetder von 372 397 Katholiken 280 451, polniskber und 91946 deutscbsr Niuitersprache.

Meine Herren! Das erschwert wieder in einer nicht zu unter- scbächden Weise die Aufßabe dec Unterrichtbv_erwaltu:19. Es ist nicht scbWLr, meine Herren, bei einer sehr dichten Bevölkerung, in welcher beideKonfesfioncn recht zahlreich vertreten sind, wie ich Ihnen das bei Crefkld uxxd anderweitig gezeigt babe, die Kinder nach Kon- fessionen getrennt, so zu vertbeilen, daß fie ein erträgliabes und ziveck- mäßiges Schaltvesen haben, b. [). mit nicht zu großen Entfernungen und mit cinem solchen innercn Aufbau, daß die Kinder auch entsprechend gefördert Wkkdén. Ganz anders in Westpreußen. Die Mischung der Kdnfesfionen ist hier so stark, da die Zahl der cinklassigen Schulen, in dencn sich die konfessionellen inoritäten über 10 er- heben, 586 beträgt, und das; 515 einklassige Schulen Minoritäten bis zu 10 haben. Untér den mehrklasfigen Schulen giebt es 75, wo die Minbrität 18 übersteigt, und 70, welche innerhalb dieser Grenze

bleiben. Meine Herren! Ich führe das nur an. um Denjenigen, -

die von der Organisation des Schulwcsens aus eigener Anschauung oder durch Nachdenken ein fiebcres Uribeil haben, anzudeuten, wie ungervöbnlicb ungünstig die Verhältnisse liegen.

Nun kommen hinzu _ und das hat der Herr Vorredner_zwar angedeutet, er hat es aber in seinen Kouklusionen nicbt auöxetcbend ::ewürdigt _ zwei Momente. Einmal, daß die Prästationsfabigkeit der Untsrbaliungspflickytigen bei Berücksichtigung der_ Konfession eine sebr unglciebe ist. Es ist nicht zu leugnen, daß weitaus der größte Theil der Schuluntetbaltungslasien von evangeliscben Besißern ge- tragen wird. Wenn der „Kerr Vorredner einige Scksulen angeführt hat, wo entgegen dem betebenden Prinzip, das; auf die Leistungß- pflicht Rückficht zu nehmen ist, die Katholiken benachtbciligt_se1n sollen, so_Werde ich diese Fälie gern untersuchen. Sie smd, so mc1t ich Weiß, bisher niemaks Gegenstand der Beschwerde gewesen. Der Er_yndsaß, daß bei der Anstellung des Lehrers auf die Konfe1fion der anfassiaen Bevölkerung Rücksicht genommen wird, beruht auf sehr alten _Prinzipicn. Der Hr. Abg. Spahn wird, wcnn er die Be- fißverhältmffe näher ins Auge faßt, rvobl zugeben, daß nicht immer die sogenannte lose und fluktuirende Bevölkerung den Maßstab für _das Konfessionalitätsverbältniß giebt, sondern daß man auch diejenigen berücksichtigen muß, aus deren Mitteln die Schule erbqlten wird. Ich räume ein, daß es Fehr schwierig ist, auf diesem Gebiet die rich- tige Grenze zu ßxidén. Ich “habe daher in MW, Wo die Evan- gelischen zwar Wettaus mehr belastet Waren, (1 er die Zahl der Kipder der sogenannten losen Leuie erheblich überwog, eine _katholiscbe Schule eingerichtet 0er mindestens durch die Zuziebung__etnes katho- lischen Lehrers die STÖLTÜLÜ gegeben, daß die kakholi1chen Kinder nicht benachtbeiligt Werden.

Die Fluktuation der Bcvölkerung in Westpreußen ist in steigen- der Zunabme begriffen. In Theilen der Provinz, die rein evangelisch der historischen Entwicklung nach waren _ ich erinnexe an Thetle der Kreise Marienwerder und Rosenberg _ ist gegenwartig da mit einer nicbt unerheblichen Minorität von Kaiboliken zu rccbnen.

Täuscht mich mein Gedächtniß nichi, so war der Kreis_Rosen_- berg vor etiva 15 Jahren frei vox; Katholiken; jeßt haben wir 3 bis 5000 Katholiken dort. Sie könmen die Schwierigkeit für die Unterricbts- verwaltung ermessen, Weltbe darin liegi, daf; wenn plößlicb, wie das vielfach

tboliscbe, polnischeAtbeitcr einführen,dieUntenichtSvemaltu-ig auf einmal aenötbigt wird. in rein deutschen und rein evangelischen Bezirken so- fort mit der AnsteUuna katholischer Lehrer vorzugeben. Gerade diexes Moment bitte ich sehr zu beachten; wenn dasselbe so gewürd Ft wird, wie es gewürdigt werden muß, so fällt eine ganze Rei : scharfer Bemerkungen hinweg, die der Unterrichtévenvaltuna ent- gegengetragen find. Es ift_ bei der größten Sorgfalt und dem besten Willen nicht möglich, m demselben Augenblick, wo fich die Majorität der Kinder zu Gunsten der Katholiken bez. Polen verschoben bat, sofort mit der Organisation des Schulwesens nachzufolgen. Es kann doch nicht immer gleich der Lehrer entlaffen werden, welcher von dem Patron in ordnunfömäßiger Weise vozirt worden ist.

Eine andere Sckow erigkcit besteht noch darin, daß es in der Zeit

des Lebrermanßels vielfach an katholischen Lehrern und namentlich an solchen, We cke des Polnischen mächtig waren, gefehlt hat. Dieser Uebelstand ist allmählich zurückgetreten, so daß es, soweit bier ein Anstoß vorlag, in Zukunft möglich sein wird, den Wünschen des Herrn Vorrcdners zu entsprechen. Meine Herren! Wie schwer es ist, eine einigermaßen klare Uebersicht Über die Verbältniffe in Westpreußen zu gewinnen, dafür ein Beispiel. Die Zahl der Beschwerden aus katholischen Kreisen ist bis auf den heutigen Tag ganz gering. Es stehen zwar in katho- lischen Blättern gerade aus den Bezirken Westpreußens sehr viele Klagen. Die Bevölkerung selbst, welche das Bewußtsein von den Schwierigkeiten und ein Verständniß für dieselben hat, hat fast nie Klage erhoben. Die einzige ernste Klage, die erhoben worden ist, ist Seitens des evangelischen Konsisto- riums erhoben worden. Es hat sehr langer Unter- suchungen und sehr weitläufiger Rechtfertigung bedurft. um der evangelischen Kirchenbebörden den Beweis zu erbringen, das; der Vor- wurf, es würden durch die Verwaltungsgrundsäye der Unterrichts- bebörde die evangelischen Kinder ihrem Glauben entfremdet, unberech- tigt sei, und um dieselben einigermaßen zu beschwicbtigen. Es ist das im Laufe des vorigen Jahres vorgekommen. So verschieben fich die Verhältnisse. Eine ganze Reihe von kleinen evangelischen Schulen ist spurlos vetfcbnmnden. Da, w:) noch vor 20 Jahren erhebliche Mino- ritäten evangelischer Kinder waren, giebt es nicbt ein evangelisches Kind mehr, und Sie Werden es daher den Kirchenbebörden auf ryan- geliscber Seite auch nicht verdenken, wenn fie unruhig und besorgniß- voll gewesen find. _

Ich habe meine ganze Kraft einge1eßt, wie ich neulich ander- weitig schon bemerkt habe, um wenigstens den Minoritäten die Sicherheitzu gewähren, daß sie einen entsprechenden Religionßunterricbt empfangen, und um dieselben auf diese Weise ihrer Konfession zu erhalten. Nach neueren Berichten ist das in so wei_t gelungen, daß aUein im Regierungsbezirk Marieniverder an 490 landlichetx Schulen jeßt der konfesfioneüe Unterricht auch den kleinen Minoritaten , Theilweise sehr kleinen Minoritäten, er- ibeilt wird. ES ist dafür eine Mehraufwendung eingetrejen, von 43 860 „M, ivelcbe nach Abzug eines von den evangelischen Kirchenbehörden geleisteten Beitrags von 3000 „FC: in dem Bezirk auf- gebracht, resp. vom Staate a1s Zuschuß hat geleistet melden müssen. Ich habe zwar nicht völlig erschöpfande Mittheilungen vor mir, denn ich bin nicht_darauf vorbereitet gewesen, aber selbst aus diesen geht hervor, daß tn Betreff der evangelischen und katho- lischen Schaben mit gleichem Maß gemessen ist.

Was nun die Paritätisirung der Schule betrifft, so gebt

schon aus meinen Darlegungen hervor, daß, wenn über- haupt aus der Natur der Dinge die Paritätifirung fich erklärt oder rechtfertigt, in Westpreußen der gegebene Boden dafür ist. Es sind dort die Konfesfionen gezwungen, wegen der Ausdehnung der Schulbezirke miteinander in Frieden zu leben, und ick) kann versichern, daß nach dieser Richtung hin aus dem Munde der Schulbevölkerung heraus äußerst Wenig Klagen erhoben sind. Meine SteUung zur Paritätisirung kennen Sie. Die Zahl der Schulen, welckye unter dem Ministerium Puttkamer und mit meiner (Genehmigung in Westpreußen paritätisch gestaltet find, also in der Zeit von 5 bis 6 Jahren, erreicht nur die Ziffer 12, und zwar ist dies geschehen in 5 Fänen auf Antrag und zu Gunsten der Evangelischen und in 5 Fällen auf Antrag und zu Gunsten _der Katholiken. Es hat, wc-nn man in die Verhand- lungen eintritt, ganz außerordentliche Schwierigkeiten, die Schul- gemeinden dazu zu führen, daß sie ihren Antrag, Lehrer der Konfesfion der Minorität anzusteljen, bintanbalten, Weil die Bevölkerung lange nicht in dem Maße die Jnkongruenz empfindet, wie in anderen Gegen- den. Es ist nicht zu leugnen, und das empfindet auch ein gxoßer Theil der deutschen Katholiken in Westpreußen, da , Wenn ihre Kinder bei absolut strenger Durchführung des konicswnellen Prinzips in kleiner Anzahl in einen polnischen Schulorganismus ein- geführt Werden, die Kinder febr rasck) der deutschen Nationalität ver- loren aehen. Es sind die Akten reich an Klagsn darüber, daß deutsckpe Eltern ihre Kinder in rein polnischen Gebräucben und in rein polnischer Sprache aufwachsen sehen, obgleich die Eltern resp. deren Eltern erst eingervandcrt sind _ und zwar nicht allsin auf dem platten Lande, Wo die Arbeiterbevölkerung sehr wenig Widerstand leistet, sondern sogar in Städten. Ick glaube, wenn der Hr. Abg. Spahn die Güte bätte, Umschau zu halten bei deutschen Herren, die ihm in seinem Stande näher stehen, so würde er finden, mit Welck) tiefem Schmerze die Eltern sehen müffen, daß ihre Kinder, welche in deutscher Gegend geboren smd, genötbigt find, akle ihre Gebete in polnischer Sprache zu halten, und daß sie selbst, obwohl fie erst Wenige Jahre im polnischen Theile von Westpreußen leben, mit ihren Kindern nicht dasselbe Gebet in der Muttersprackoe halten können. Der Fall ist nicht erdacht, und es wird der Abg. Spahn gewiß in dcr Lage sein, mich zu bkrifiziren,

Es war noch eine Bemerkung daran geknüpft wvrden, daß die evangelischen Lehrer die katholischen Kinder nötbigten, den Unterricht in der evangelischen Religion mit anzuhören. Er sagte wörtlich, .die katholischen Kinder würden durch die Lebrer angehalten, dem Unter- rickot beizuwohnen.“ Wenn das der Fall ware, geschähe es absolutgegen die bestehenden Vorschriften. Ich kann mich auch nicht besinnen, daß nach der Richtung Klagen erhoben find; sollten fie kommen, so würden fie, wie ich es andeutete, erledigt werden. Aber eins wil] ick) sagen _ es ist das wiederholt von mir zur Sprache gebracht _ es ist die Nothndigkeif, konfessioneü und national in Frieden zu- sammen zu leben, so stark in Westpreußen, daß wir soWohl auf evangelischem wie auf katholischem (Gebiete es erleben,_daß die Kinder der Minderkonfessionen, bis der KatechiSmuSunterrrcht_ an- fängt, beim Lehrer der Hauptkonfession Unterricht in der bibltschen Geschichte nehmen. Dieser Fall, an welchen wobl dex Hr. Abg. Spahn gedacht hat, ist durchaus nichts Auffälliges in der Prims. Es smd wiederholt Klagen aus den Kreisen der Schulgemeinden bei mir erhxzben worden, wenn die Regierung sich bemüht bai, diesZs Verhaltnis; zu losen und die Gemeinden zu zwingen, für die Mmoritat ein_en angem_effenen konfesfioneüen Religionsunterricbt zu schaffen. Achnltche Virbaltniffe _ und das babe ich, meines Wissens, bet anderer Gelegenheit [chou ausgesprochen _ liegen auch in Schlesien vor. Also diese Seite muß man mit zarter Hand anfassen, es ist sehr leicht, auf diesem Gebiete Unfrieden zu säen. Ich glaube auch nicbt, daß nach der Art und Weise, wie die Bevölkerung über_diese Zustande wacht, die Ge- fahr vorlie t, daß irgend ein Schulkind seiner Konfession verxoren geht; jedenZaÜs liegt die Gefahr auf Seiten _der evangelischen Kinder ebenso stark vor, wie auf Seiten der katholtjcben. Ich wiederhole, es liegen so viele eigentbümlkcbe ZwangSmomente vor, daß die Be- völkerung selbst auf diesem Gebiete, Wenn man nicht_ etwa _binein- trägt, was nicht in ihr ist, fick) nicht so beunruhigt fuhlt, wie man anderweitig wvhl qlaub'en könnte. _ _

Was die Stellung der kqtbolrscben Geistltckkait zum Religionsunterrickyt anbexrtfft. so babe ich die Ausfuh- rungen des Herrn Vorredners über dieser; Punkt _ _ebrlicb gefaßt _ nicht verstanden. Nach meinen Listen, die genau gefiihrt find, it die Leitung des Religionöunterricbts nur einem einzigen_Geistlichen in dem Bezirke Danzig entzogen Worden, der fie spater wieder erhalten bat. Und die Erlaubyiß z_ur _Ertbeilung des Religionsixnterricbts ist nur in zwei Fallen in dem Bezirk

gefthcben ist, die evangeliscben Befißer an SteÜe evangelischer Arbeiter ka-

Marienrverder entzogen gevoesen; diese Fäüe schweben noch. Mir ist

absolut nicht bekannt, daß auf dem ExbietederLeitung und Ertbeiluug des ReligionsimterriÖtes Schwierigkeiten bestehen. _

Ich muß noch eins erwähnen. Es wurde dolirt__uber die Organi- sation der paritätischen Schulen in de_n Stadien. Jeb ipill bier nicbt erörtern, _ ich habe das anderweitig_ gethan __ wie diese Schulen paritätisirt worden sind. Ich würde damit nicht etnyerftanden gewesen sein, aber es ist sebrscbwer, die Sache wiedex tn zweckmäßiger Weise rückgängig zu machen. Wenn indeffen _ was ich im Moment nicht weiß, aber dem Herrn Vorredner gar nicht abftreiten wil] _ a1_!_ diesen Schulen im Vergleich zum Konfesfionsverbältniß der Schuler die Zahl der evangelischen Lehrer zur Zeit eine größere sein_ sollte, als diejenige der katholischen, so hat das jedenfalls darin fernen Grund, daß die Schulen so, wie fie waren, zusammengelegt wurden, und daß die evangelischenSchulen, weil ste die Kinder mehr aus den höheren und mittleren Schichten der Bevölkerung hatten, reicher ayögeftattet und mit Lehrern reicher beseßt waren. Beispielsweise find eine dreiklasfiscbe evangelische Schule, eine der Frequenz nacb weit umfangreichste zweiklasfige katholische Schule und eine einklasfi e jüdische Schule vereinigt worden. Auf diese Weise bekam man r die 6 aufsteigenden Klassen ein Lebrerkoüegium, deffen konfessionelle Zusammensetzung vorläufig den Verhältnissen nicht ganz entspricht. Aber es erklärt fich dies aus der Entwickelung, die ich, wie gesagt, im Einzelnen im Uebrigen nicht weiter vertbeidigen will und auch nicht Weiter verfolgen kann, weil ich nicht gewußt habe, daß heut diese Materie so eingehend bcbandelt werden würde.

Ich wende mich nun zu der Frage der Schulgufsicbt, die der Abs. Frhr. von Fürth berührt hat. Wenn ich ibn recht ver- standen babe, so hat er die Behauptung aufgestellt, daß in den leisten Jahren die Schulaufsicht Geistlichen im Rheinlande entzogen wvrden sei. Davon ist mir, wenigstens gegenwärtig, nich_ts bekannt. Mirist ein einziger Fall erinnerxich, der am Rhein gespielt hat, xvo einezn katholischen Geistlichen die Schulaufficht entzogen ist. Die Grunde dafur find dem Geistlichen aucb mitgetheilt worden; sie lagen in besonderen pxr- sönlichen Verhältnissen ganz unpolitischer Natur, die ich nicht erörtern x_th. Wenn ich nun zurückgebe auf das, was der_ Hr. Abg. Conrad uber die oberschlesischen Schulverbältni1se gesagtbat, so habe ich den wesentlichen Punkt, den er zum Gegenstand setnxs Vortr_ages machte, die Frage des Religionsunterricbts, aucb schon fruher_beruhxt. Ich darf daran erinnern, daß _ wie ich schon früher hier mrtgetbetlt habe _ am 14. Januar 1881 eine Verfügung nacb Oberschlesien ergangen ist, in Welcher der Beschwerdeführer darquf hingewie_sen wurde, daß nack) den Bestimmungen von 1872 im Religionsunterncht auch auf der Mittelschule die polnische Sprache nocb erforderlichen Falls zur Vermittelung des Verständnisses angewendet werdxn darf. Hiernach erhält ein großer Tbeil der Kinder, weil sie die Mittxlstufe gar nicbt überschreiten, den Religionxunterriébt theils ausschließlich in der polnischen Sprache, theils unter Zubülfenabme derselben. Durchweg in deujscher Sprache erhalten ihn nur diejenigen Kinder, welcbe bis zur Oberstufe vorgefchritten und soweit in der deutsche_n Sprache gefördert find, um in derselben dem Religionsunterricht mit VoUem Verständnis; zu folgen. _

Es haben im vorigen Jahre sehr eingehende Revifionen des ReligionSunterrichti-s in Oberschlesien Seitens_d_er__Herren Kom- miffarien des Fürstbischofs stattgefunden. Der Furitbtschof hat zwar nicbt, wie er gebeten worden war, der Unterrichtsverxvaltunq mit- geLHLili, wclche Resultate erzielt rvorden find, aber die diesseitigen Kommiffarien, welcbe mit den einzelnen Fürstbischöfltcben Rebtsoren ftejs in Füblung geWesen sind und deren Urtheil erfahren haben, haben mir berichtet, daß von circa 300 revidirten Klaffen _ also

: einer erheblichen Zahl _20 Klassen als recbtgut, 100 als gut, 135 als ] genügend und nur 45 als nicht genügend zu bezeichnen Waren. Das

Endresultat ist dasselbe, welches auch eine letzte Revision der_ ma- suriscben Volksschulen bestätigt bat, daß da, wo dix Lebrex tu_chtig sind, (11126, was die Bestimmungen erbeiscben, in einer die Kmder durchaus nicbtbelastenden Weise erreicht wird. und zrveitens, daß da, wo die Kinder im Polnischen nichts leisten, fie auch im Deutschen nichts können und yjas 76188. iernach ist wohl der Schluß gerechtfertigt, daß es nicht sowohl am ystem als an der Handhabung des Systems Seitens der einzelnen Lehrer liegt,

Der Hr. Aba. Seyffarth bat _ um auch dem noch gerecht zu wcrden _ zivei Momente, Wenn ich mich recbt entfinnx, zum Gegen- stande seiner Erörierungen gemacht. “Einmal bat er hingewiesen auf die Rothwendigkeit, das kirchliche Einkommen der Lebxer Von dem Weltlicben Einkommen zu sondern, Wenigstens das_Verbalt- niß ziffermäßig klarzusieüen. Meine Herren, dieser Wunsch ist schwer zu erfüllen; die Forderung hat auch ihre ernstltchen Bedenken. Aus einer Statistik, die ich für das Jahr 1878 gegeben habe, _ in der Peiexsielie'scben Arbeit _ ersehen Sie, daß es über 15000 Schulen giebt, wo eine Verbindung des Schulamts mit dem kirchlichen Amt vorliegt, also in circa 31% der Falle, und daraus er- klärt fich vickleiéht das Vorgehen der Provinz Sachsen. In der Provinz Sachsen ist die volLe Hälfte der Schulsteücn _tmt _Ktrchen- steÜen verbundxn; es erklärt fich das daraus, daß die Kirchspiele dort an sich sebr gering find. _

Nun haben wir wiederholt Veranlassung gehabt, ix_t ein- zelnen Fällen uns mit Außeinanderseßungen zu besckoaftigen, die kirchlichen Bebbrdsn haben wiederholt AuGeinander- setzungen herbeiführen wollen, aber friedlich _gth die Angelegen- heit nicht vor fich, und ehe man in die Verbaltgtffe von 15000Schul- gemeinden obne Notb eingreift, muß man naturliéb sick) ernstlich be- sinnen. Die Entwicklung wird allerdings wohl dahin geben, daß die Schul- und Kirchensteüen außeinanderwacbsen; aber man muß, so glaube ich, diesem Prozeß nicht ohne Noth allzusehr vorgreifen. Wenn jeßt _ und das wird der Herr Abgeordnete _vteÜeicht etwas zurückhaltkn _ namentlich die evangelische Kirche mit einer Sonde- rung des Vermögens vorginge, so haben wir jedenfalls e_norme Schwierigkeiten zu gewärtigen, welcbe von den Schul- und Kirchen- gemeinden sebr sckorver empfunden würden. Die Gemeinden sind heut, wodieKirchen- und Schulgemeindeficb deckt, sich des Gegensa es zwischen Kirche und Schule in vermögenSrccbtlicber Beziebumg _n cht bewußt, haben auch kein Interesse daran, ob e das eine aus dieser und das andere aus jener Kaffe bezahlen, es nd immer dieselben Personen, welcbe die Lasten aufbringen. _ _ _

Wenn solche friedliche Stimmung exrsttrt, so habe [ck Bedenken getragen _ ich bin ja der Frage praktisck) nabe geWesen _ durch e_ine Statistik, Welche doch immer nur eine einseitige 1ein könnte, in diese Verhältnisse vielleicht mit rauher Hand eir1zugreif_en.

Von höherem Interesse noch als diese Ausfuhrungen waren mir die Bemerkungen über die finanzielle Gestaltung unseres Volkss chulrvcsens. Wenn ich richtig verstanden habe, so gingen seine bcdauernden Bkmerkungen dahin, daß die Zyschuffe des Staa- tes für die Elementarscbulen nicht gleichen Schr1tt_ gehalten hätten mit der Vermehrung der Bevölkerung, beziehungsweise dem Anwach- sen der Schullasten'. Jeb theile dieses Bedauern von metrzem Stand- punkt aus auf das bestimmteste. Der _Kernpunkt aber tft, und die Entscheidung der Frage rückt immer naher: Wix bat ficb_ unser Volksschulrvescn mit Hülfe des Staats zu entwwkeln? Smd die Schulgemeinden überhaupt noch in der Lage, _die Lasten aufzubrin- gen, die ihnen [)?Ut obliegen, beziehungsj'oeise „die ihnen im Interesse der Unterrichtsverwaltung aufgelegt werden mussen? __

Ich habe früher schon und wvbl mit Recht _angefubrt: es giebt kein schwereres Dilemma, als in dem die Unterrichtsverwaltung sich befindet: einerseits die klare Erkenntniß der Notbnwndigkeit, das Volksschulwcsen nicht in fich verfaaen zu lassen, andererseits die volle Ueberzcugung, daß die Gemeinden nur noch mit äußerster Ans an- _ nung in der Lage sind, die ihnen zugemutbeten Lafien aufzubringen. enn ich anknüpfe an Ziffern, die ja in Ihren Händen sind-_-denn auf dem Gebiete des Unterrichiswescns find Sie in der glücklichen Lage, wie der Hr. Abg. Spahn gezeigt hat, in eine voUe Kritik einzutreten.was ich auch wünsche; ich erinnere namentlich Noch an die Konfessions- karien von Westpreußen, die ich Ihnen babe zugehen lassen _ so be- trugen mch Petersilie 1878 die Kosten der Schulunterbaliung rund 95 MiÜionen. Es giebt nun einen ganz bestimmten Prozentsa , nacb Welchem die Steigerung der Schullasten zu bemeffen ist; derse be be-

trägt _ ich glaube der Hr. Abg. Seyffarth nannte eine ähnliche

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