1928 / 78 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 31 Mar 1928 18:00:01 GMT) scan diff

Reiths: und Siaatöanzelger Nr. 78 vom 31. März 1928. S. 2.

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als BeWe-is für die Richtigkeit der Kritik stellen können. Das hat er nicht nur vermocht, sondern er wird zugestehen müssen, daß seine Partei im Reich, in *Öchßcn War sie nach dem Zusammen- bkuch zum Glück noch nicht an der Regierung, sich als regiernnch- unfähig er1vieseu hat, so sehr, daß sie offenbar heute schon die Uebcrzeugung hat, im nächsten Reichstag nicht mehr in die Regierung hineisznf'ommen (ZUMf rechts) - uncl) offenbar Ihrer Meinung nach ist die Enftäuschung bei Ihren bisherigen Koalitlousfremrdeu im Reich so groß, daß Sie nicht damit rechnen, daß mit Ihnen im Reich eine Regierung gebildet Werden Wird. &annfe rechjs: Woher wissen Sie daß?) - Tas Weiß ich von dem Leitartikler dcr Krenzzeitnng. (Zurnse xcchts.) - Wenn Sie meinen, daß Ihre eigenen Wortführer für Sie nichts bc- Weisen, so möchte ich doch für mich folgende Ausführungen geltend machen, die sick) in dcr Kre1:zzeitung vom 10. 3. 1928 finden: Anch sollte man bedenken, daß aller menschlichen Voraussichk Rack) die Deutschnationalen, nachdem die l-cßte staatsbürgerliche Koalition im Reiche eiwso Wenig erfreuliches Ende genommen hat, für die künstige Zeit anf eine klare Oppositiousstellnng an- gewjesen sein Werden. Selbst Wenn sich keine Wesentliche Ver- änderung in den StärkeVe'rhälmissen der Parteien ergibt, so ist doch die Auösicht sehr gering, daß sich eine staatSbürgerliche Koalition wieder zusannnenfügen läßt. Die Deutschnationalen Werden also Gelegenheit haben, wie in den ersten ReVolution-s- “jahren, mit denen die jetzige politische Periode starke Aehnlich- keit hat, sich wieder als Oppositionspartei 88118 pbrmze zu stabilisieren, ,(“Zuruf recth: Was Hen'eist dax; für Sie?) --- Tas cheist für 11l'ich„ daß Weiten Kreisen des deutschen Vplkes, die demnächst auch Über die künftige Politik mit zu enlscheren haben, die Ueber- zengnng beigebracht ist, daß Sie. als regierungsfähig nicht Mehr in Frage kommen. (Sehr richtig! links.)

?l'xtg-eéickU-H dicserTaTsacH-e ist es von Jhrem Standpxm-kt zwrar verstänkxlich, «ber doch politisch ciWa-Z sehr *dnrckxjichrig, Wenn Herr KoUege Schsange-Schöniugeu auch in seiner Vorgestrigen Rede hier. wieder alle Schuld für das Versagen Ihrer Politik drüben im Reiche auf die preußische StaatSregierung abxvälzen möchte. Dabei sind al1e die Fragen, die im Augenblick in der Oeffentlich- keit zur Entsc'heidnug stehen, Angelegenheiten, über die das Reich zu entscheiden hat. Sie sind in dcr Reichsregierung doch sehr stark vertreten, und es hat Sie niemand gehindert, das zu tun, Was Sie für richtig gehalten haben, so daß man sich wirklich Wundern nmß, Warum Sie nun auch noch trotz der Regierungs- tätigkeit Jhrer eigenen Freunde reichlich zu klagen Anlaß haben. ;_Abg. Steuer: Sie Werfen doch der Reichsregierung dauernd Knüppel zwischen die Beine!) Das hat Herr KoUege Schlange- Schön-ingen anch behauptet. Aber auf meine Frage, die ich neuktch hier im Parlmnent angesichts dieser Behauptung mir Won einmal zu stechn erlaubte, Welche Tatsachen Sie anführen können, in 1ve!cher Weise der Rcichsregiernng die sogenannten Knüppel zwischen die Beine geWorfen Wurden sind, haben Sie nich1 eine einzige Tatsache angeben können. (Rufe rechts: Reichs- mxé) Jm Reichsrat nimmt die preußische StaatSregierung, die dort nur die Hälfte der Stimmen hat, die sie haben müßte, den Sjartdpmtkt Wahr, der gemäß der Koalition hier in Preußen Wahrgenmnmen Werden muß. (Zuruf rechts: Dann sind Sie doch für den Reichsrat mit NrantWortlich!) -- Nein, Herr Koslcge, das ist xticht Wahl! Tic preußische Staatsregierung ist im Reichsrat wiederholt Unterlegen. Aber Wenn sie nicht unter- legen ist, sondern in einzelnen Fällen im Reichskat die Mehrheit 1mtte, so “bew-cist das nur, daß sie nicht lediglich auf einem preußischen Sfandpnnkt steht, sondern daß auch die iibrigen Länder im Reichsrat mik Preußen der gleichen Y'keinung Waren. Km übrigen können Sie. doch Wahrhaftig nicht annehmen, daß, WWW Sie wieder einmal in die Reichsregierung eingezogen Waren, 05 mm ansgereclMet “Aufgabe des Preußischen Staats- ministcrimns ist, Ihre Politik zu machen. Wir Werden, wic bié-"h'cr, aUcl) in Zant Unsere eigene Pokijik machen und das Um, Was wir für xichtig halten. Sie, meine Damen und Herren Von der Rechten, sind also angesichts Ihrer „Erfolge“ drüben im :*iciäye die «Uerxctzten, die ein moralisches Recht haben, die pxmxßijche Staatsregierung so zu kritisieren, wie Sie das immer mn, nnd wie es neulich mtc!) Herr Koüege Schlange-Schöningen in ???.Ucr Rede hier getan hat.

Meine Öerrexx, Sie Werden aber auch bei einer Politik, wie S:; fie béskycr getrieben haben, niemals bei den xepnblikanischen Parxeien kwaléUonH- nnd regiernngsfähig chxden. In der Politik ist eine klare Linie und eine ehrliche offene Ueberzexxgnng die «ste Voransseßnng. Es" liegt doch eine erhebliche politische Toppclzüngigkeit in dem Verhalten, das die Deutschnationalen im Reiche in ihn"; Politik gezeigt haben. Man kann nicht republi- kanisch-demokrmisch verspxcchen Und nachher reaktionär nnd 1110ne1chchisch handeln, UUd Wenn man das, wie Sie es getan haben, Versuchen wil], so ist eben die Folge die Auflösung der Koalition m€x den ameren. (Zurufe bei der Dentschnationalen

Volkspartei.) - Jch bemerke das ja nicht, um es Ihnen zu sagen, meine chrcn; da 21“: ju Hopfen nnd Malz Verloren. Nein, ich sage das"- jn bezug (211? Sie, indem ick; cs zugleich den Herren von der “„Deutschen VoLkspaxtei Tage:: möchte. Es geht nicht, eine ZteUnng z. B. in der Flaggensrage einzunehmen, wie Sie es biSher getan haben, und damit 311 zeigen, daß Sie doch nicht aus dem Boden der Vcrfassnng stehen, 11le nachher sich wieder als xcgäernngéfähig bcirachxcn zn (affen. Wer mit republikanischen Barxeicn znsannnen eine Koalixion bilden will, kann das auf die meer nur, Wenn er sich selbst zum republikanischen Standpunkt durchgerungen hat. ('Zuxufe bei der Tentschnationalen Volks- pauxch: Wenn max: auf dem Boden der Verfassung steht! -- Was !agx denn die Verfassung?) Sie müssen, meine Herren yon der Volkex-arxci, Tic!) mit der Tatsache abfinden, def; jedenfalls die Zezicxidemokxatische Paxtei auf dem Standpunkt steht: in der Nepnblif MMU nur die Republikaner regieren und nicht die JJTanxckNstcn. eanxZe bci dex Tentschnationalen Volkspartei: [Zerwiwngk » Berfaiimngebxcck)crk _ Tic Republik kann doch in Wem ?(Ugendiick geäsdexi WOL'OLUL) Tex" Redner dex Temjchnajionelen Volkspartei hat auch wieder die ails Behanpmng aufgestellt, daß dnrch die Be-

:mjenpolitik dex prerxijchen Staatsregiernng das ganze

Zeamtemnm zerstört Würde (sehr rickxig! bei der Deutsch-

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eingehend erörtert jvorden. Herren, als ob diese Kritik von

seitern Wieder einen Seitenhieb Versetzen 311 können. ,Ich Wil! nicht näher darauf eingehen; die Frage ist hier wiederholt sehr Aber ich habe das Gefühl, meine Ihnen doch nicht so ganz ehrlich und aufrichtig gemeint sei und nur zu politischen Zjvecken immer wieder herxwrgeholt wird. Vor mir liegt der Bericht iiber eine , Kreisragsiynng im Kreise Scnsbuxg in Ostpreußen Vom 10. Juni 1927, Anlaß der Kreistagsiizung War die Verab- schiedung des damaligen LaUdrats, cines ?lufzenseiters, meines Frenndes Seenmnn. Ter Vertreter des Landrats, der deutsch- Uationale Laudespräsident Tr. Stepntnt-Vokellen, hatte Ver- anlassung genommen, Herrn Seemann, dem scheidenden Landrat, in sachlichen ruhigen, sehr netten Worten zu bescheinigen, daß er, obtvohl Außenseijer und Gegner, die Voraussetzungen für ein gutes Znsammenarbeiten mit dex deutschnationalen Kreistags- frakkion geboten und sonst sein Amt vorzüglich geführt hat; Das crivähne ich nicht aüein; denn solche Bekveise zugunsten von Außenseitern gibt es massenhaft. Nein, dieser Landespräsidem Dr. Stcputat-Bokellen sagt zum Schluß seiner letsfii'[)1'111:ge11 noch folgendes - deSWegen lese ich es Ihnen Vor -: Es ist uns eine Ehreupflicht, diese Feststellung - nämlich das Lob des Landrats Seemann -- gerade in einer Zeit zu machen, in der jeder Rcchxspolitiker für vogelfrei erklärt Wird, der einem politischen Gegner [ach- lich gerejbt zu Werden versucht, um fruchtbare Arbeit im Inter- esse der Heimat und des Vaterlandes zu leisten. (Hört, hört! bei der Sozialdemokratischen Partei.) Wenn Sie in dieser Weise Ihre Leute, wie es ja übrigens bei Ihnen Tradition ist, unter Druck seßen, dann muß es sehr schlimm sein, wenn hier ein Mann sich beivogen fühlt, das öffentlich festzustellen. Das zeigt aber auch, daß Sie innerlich über sehr viele der von der xepublikanischen preußischen Staatsregierung berufenen Außen- seiter ganz anders denken, infolge ihrer sachlichen Tüchtigkeit auch ganz anders dewken müssen, als Sie vorgeben. Ihre gan-ze Kritik zeigt doch nur, wie sehr Sie noch an dem alten politischen System hängen, das ja längst nicht mehr in diese Zeit paßt und überholt ist. Gewiß, Sie haben unendlich viel ver- loren, in Preußen mehr als im Reich; Ihre Vorherrschaft im Staat nnd im Staatsapparat ist ja seit der UmWälzung endgültig dahin, Sie Waren früher alles, und heute sind Sie nicht mehr als jeder andere Staatsbürger. Kein Standes- und Kast-en-vorrecht hilft Ihnen mehr draußen im Lande, Wenn Sie sich nicht durch eigner Hände Arbeit emporarbeiten können. Es ist ja noch gar nicht solange her, daß in junkerlichem Uebermut einer Ihrer Führer, Herr Oldenburg von Januschau in der Vorkriegszeit in bezug auf die Stimmen des Volkes und ihre Bedeutung gesagt hat: Wx 909111; 7024 Kinäyjeb. Heute - das ist das Peinliche an Ihrer Sitnaiion _ müssen Sie unter dex Herrschaft des all- gemeinen Wahlrechts um diese Stimmen des Volkes sich be- mühen und bebteln. (Zuruf bei der DcutschnationaTen Volks- partei: Das War damals auch so!) - Wirklich? Hier im Land- tag? Nein, sehr geehrter Herr Koliege, das öffentliche Dreiklaffen- Wahlrecht, bei dem Sie die GeWalt hatten, Weil bei den Ländern die Verkvaltungsmacht und die öffentliche Staatsmacht fißt, das bestand damals und das ist heute dahin. Heute können Sie keinen Gxttsaxbeiter mehr zur Wahl kommandieren und können Sie die Arbeiter auch m“cht mehr kontrollieren, wie sie wählen. Sie haben tatsächlich unendlich die! verloren; aber Sie sollten Ihrem Nerger, Herr Kollege Semmler, nicht in allzu naiver Form Luft machen, wie Sie es "heute 11111. (Sehr gut! bei der Sozialdemokratischen Partei.) Sie sagen, die prenßische Regierung habe keine Taten auf- zukveisen. Wenn Sie das angesichts des Rechenschaftsberichts, den der Herr Ministerpräsident durch den Mund meines Herrn Kollegen Hirisiefer hier erstattet hat, immer noch behaupten joollten-Ws Sie übrigens schon vorher hätten Wissen können -, dann Wäre das, muß ich sagen, der Gipfel der Demagogie. An- gesichts dieser Tatsachen, für deren weiteste Verbreitung gesorgt Werden wird, Und zwar vor allem in den Bezirken, in denen Sie noch dominieren, ist Ihre Kritik leßteu Endes außerordentlich kleinlich. Sie ist aber nicht nur kleinlich, sie ist auch unehrlich, Weil Sie wissen müssen, daß infolge des Versailler Vertrages die Möglichkeiten, überhaupt ctjvas zu schaffen, äußerst beschränkt sind, Sie müssen wissen, daß die Summe des Notetats der Vor- kriegszeit heute für außenpolitische Zjvecke zwangsMise auf- gervendet Werden muß. Troßdem sind so hohe Summen, wie Sie es in dem Rechenschaftsbericht gehört haben, für den Wieder- aufbau in Preußen aufgejvendet Worden. Meine Herren, das ist eine grandiose Leistung. Diese Snmmcn sind auch nicht zum Wenigsten für die Bedürfnisse der Kreise, die zu vertreten Sie vorgeben, nämlich für die Landwirtschaft aufgejvandt jvorden. Herr Kollege Schlange-Schöningen hat in seiner Rede be- hauptet, die preußische Staatsregierung, die Weimarer Koalition habe nichts für seine östliche Heimat getan. (Sehr richtig! bei der Dentschnationalen Volkspartei.) Ja, meine Damen und Herren, Was hat denn das alte Preußen für Ihre östliche Heimat getan? Was das neue Preußen tut, das “ist zum großen Teil ein Nach- holen dessen, Was Sie früher versäumt haben. (Sehr richtig! bei der Sozialde1nokratischen Partei.) Bereisen Sie doch die Gegenden so systematisch, wie ich sie im Laufe des leßten Jahres bereist habe., und Sie Werden mit Erschii1ternng sehen, wieviel das alte Preußen bersämnt hat, obwohl es ?Znanziell viel mehr hätte aufmenden können, als "heute geleistet Werden kann. Auf dem Gebiete des Wohnungsjvesens, der Lan'darbciterWohnungen, der Schulen, der sozialen Fürsorge ist kaum etwas getan worden. Heute hat das neue Preußen die Verpflichtungen zu übernehmen - und über- nimmt sie gern --, das nachzuholen und noch viel mehr zu tun, als biSher geschehen ist. (Zurufe) -- Wollen Sie das bestreiten? Aus den Zahlen, die der Herr Kollege Dr. Hirtsiefer vorgetragen hat, geht hervor, daß auf gewissen Gebieten das Dreifache dessen für die Landwirtschaft aufgejvendct Wordcn ist, als vor dem Kriege aufgewendet jvorden War. (Zurnfe bei der Deutsch- nationalen Volkspartei.) Diese Mittel, die Wir dafür aufgewendet haben, stammen aus den Kreisen der Republikaner, die die Land- wirtschaft haßt; denn die Lawdwirtschaft zahlt ja Weniger, als sie an Aufjvendungen zurückerhält. (Große Unruhe.) Aber selbst Wenn die preußJche Staatsregierung auf solche

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als Ganzes erhalten ist und Ruhe und Ordnung ausWckUckhalwn worden sind, aufrechterhalten Werden ist gegen Ihre Anhänger (nach rechts), die dauernd die Ruhe und Ordnung zu stören *sich

bemüht haben. Blatt des Westen?- der Deutschen Volksparteti, nämlich die

Hören Sie doch einmal, 1an ein prominentes

Kölnische Zeitung“, im Auschluß an den Limbourg-szgsz in

Ihrer Nummer Vom 29, 1. 1928 unter der Ueberschrift „U"!scimn und Ausschau, Rheinland, Preußen, Reich“ sthreibt:

Wieder einmal hat die Entwiälung bewiesen, Wie unendlich viel die Rheinlande Preußen verdanken. Vornehmlich sollten sich das alle die merken, die je nach Geschmack und Richtung über den Geist von PotSdam, Berliner Tyrannei oder Eine marxistische Preußenpolitik zetern. Es ist nicht daran zu rütteln, daß Prenßen auch nach dem Umsturz seine geschich11jche Aufgabe, Rückgrat des Deutschen Reichs zu sein, unabhängig von feinen jeWeiligen Regierungen in vorbildlicher Weise ev. füllt hat. Was wäre denn im Jahre 1923 aus dem Wgsten ohne die starke Klantmer Preußens geWorden? Damals brannté es in Sachsen und Thüringen; Bayern leistete sich seäxten Bürgerbräupntsch und träumte von einem Marsch nach chün. Als ein einsamer Block stand Preußen da, umwittert von seinen magnetischen Strömen, lehTes Aufgebot, leßte Hoffnnng Deutschlands in der Brandung des Zeitgeschehens. Vor dem Stnrz-ins Bodenlose hat Preußen, und nur Preußen allein, die Rheinlande bejvahrt; mehr noch, es hat auch Dentsehland gerettet,

Das schreibt in richtäger Erkenntnis der Situaiion, dcr Bedentnng der stabilen politischen Verhältnjisse in Deutschland ein Blat! der Deutschen Volkspartei. (Zurufe rechts.) - Herr Kollege, ich Wünschte den .Herren nur, Sie Wären hier auch so. Ich kam!. Sie nicht hindern zu sagen, Was Sie sagen Wollen.

Herr Kollege Schlange-Schöning-cn hat dann in bczng cms öffentläche Ruhe und Ordnung gesagt: Ich muß Ihnen den VorWurf machen, daß Sie es verhindert "haben., daß das Volk zur Ruhe und zur Sammlung gekommen ist. Wenn Herr Kollege Schlange-Schöningen hier der preußischen Regierung vorwirst, daß sie es verhindert habe, daß das Volk zur Ruhe und Sammlung gekommen ist, so ist das eine so grobe Entstellung der klar vor aller Augen liegenden Tatsachen, daß sie sick) eigentlich Von selbs: richtet. War es in Preußen oder in Bayern, Ivo es in der JuslaÜ-on je zum Hitlerputsch gekommen ist, Waren das Kreise, die der preußischen Regierung nahe standen? Tragen solche Kreise nicht die Verant-Wortung für den Kapp-Putscl), der im Jahre 1921) Volk und Wirtschaft bis hart an den Rand des Abgrundes gebracht hat“.) Und Wenn der Herr Abg. Schlangc-Schöningen im späteren Teil seiner Rede noch die Wehrverbände begrüßte, dann kann man nur immer wieder vor aller Oeffentlichkeit betonen, daß es gerade diese Wehrderbän-de und die ihnen nahestehenden Gruppen und Grüppchen sind, die das Momewt der GeWalttat und der Be- seitigung der Weimarer Verfassung in den innerpo'litischen Kampf hineingebracht haben. (Zuruf bei der Dentschnationalen Volks- partei.) - Meine Herren, das ,können Sie doch nicht bestxeiten! Wenn die innerpolittische Konsolidierung gehemmt Werden ist, bevor sie den heutigen Stand erreichte„ so vor aklcm durch die Verbände, Vereinigungen und Organisationen, deren mehr oder Weniger unverhülltes Ziel die B-eseitiaung der Verfassung und die Errichtung der Diktatur War. Es ist ein Verdienst gerade meines Ressorts, des preußischen Ministeriums des Innern nnd der Polizei, daß alle Pläne, die auf Aehnlickxes abzielten, rechtzeitig aufgedeckt und die Organisationen in ihrer nntevirdischen Llrb-eit gestört Wurden sind. Der Staatsgerichtshof zum Schuß der Republik hat in seiner Verhawdlung vom 21. bis 29. April Vorigen Jahres die Frage, ob 3. B. der „Wikin-gbund“ bestrebt War, die verfassungsmäßig festgelegte Staatsform des Reiches nnd der Länder zu untergraben, bejaht. Ja, Wollen Sie sagen, das; eén derartiges Tun einm die Ruhe und Ordnung fördert und daß bei einem solchen Tun die Wirtschaft, die Sie, meine Herren yon der Volkspartei, in"“oer Hauptsache ja mit Vertreten, in ruhiger Arbeit aufbauen kann? Gerwde dadurch, daß dieses Treiben der Ver- bände in Preußen :oxcht das Außmaß annehmen konnte wie bei- spielsjveise in Bayern und auch anderwärts, gerade dadurch hk“ sich die preußische StaatSregierung große Verdienste crjvorben, gerade dwdurch it Ruhe und Ordnung gesichert, und gerade da- durch ist der Wiederaufbau der Wirtschaft möglich gewesen. (Seht Wahr! bei der Sozialdemokratischen Partei.) Es kann also gar keinem ZWeif-el mrterl-iegen, auf Welcher Seite die Schuld liegt. daß das deutsche Volk erst allmähkich zur “inneren Ruhe gklünLt ist. Herrn Schlange-Schöningen und seiner Freunde Verdienst Uk, es wahrlich nicht. (Sehr richtig!) Es ist nicht Ihr Verdiensk daß in Preußen seit Jahren Ruhe und Ordnung herrschen Und daß sich die Autorität des Staates nach dem Zusammenbruch so stark gefestigt hat -„ allerdings nicht in Ihrem Sinne, sondern im repu'bliranischedenwkratischen Sinn. „(Zuruf bei der TUM“ nationalen Volkspartei.) - Ja, meine Herren, in der VerfüÜUng ist der republikanische Staat festgelegt, und Wenn Sie WW" mit Gelvalt angehen Wollen, so stören Sie damä-t die Ruhe und Ordnung. (Erneute Zurnfe bei der Deutschnationalen Volk?“ partei.) -- Ich will im einzelnen keine Beispiele anführen. T'“ Parteien der heuöigeu preußischen Staatsregierung haben ""ck Dem Zusaawmensbmwb ja kein beweidanWerLes Ere ven JW“ übernommen. Es ist trotzdem gelungen, aus den dm-nal1gU: Trümmerhaufen Staat und Sta-atsgefüge zu erhalten, mch! „zu letzt dank der Wahren vatexländischen Selbstverleugnnng der groß“: Masse der Werktätigen Bevölkerung, die häufig genug ihk? PUT; Interessen zurückstellle, um des Ganzen, um des VglkR-an Willen. Und es ist Wieder Demagogie, der heutigen. NegthUi" die Schäden und Lasten zum Vorwurf zu machen, dFC “Uk".lache der Polikik der Vorkriegszeit und der Kriegszeit ckre ""

haben. (Sehr richtig! bei der Sozialdemokratischen Partei.) MN Sie von der Rechten bzw. der hinter Ihnen stehende Lan das

jetzt draußen im Lande mit der Not der Bevölkerung "LiMa “ist, gelinde gesagt, ein Verbrechen an Staat und en der „:ck-) bevölkerung. (Sehr richtig! bei der Sozi-aldenmkratxjkhkn ' "be! Dic Verständigen aber, die sich in ihrer Sympathtc MWM tatkräftigen Wollen fiir dre Landwirtschaft von Ihnen:. ;ckng nicht überbieten lassen, döie auch durchaus nicht der MWMFI . sympathisch gegenüberstehen, rücken längst von Ihn?" "" „ck Kreisen ab. (Sehr Wahr! bei der Sozialdemokratisé“" 2on?“

Taten nicht hinjveisen könme, dann hätte sie allein schon ungeheuer-

mlionalen Volksparxcw, Und hat dann geglaubt, deu Außen-

licl)es dadnxch geleistei, daß der Staat durch die stabile Regierung

---- Lachen rechts.) Es ist, gerade in dem Bericht, den “M"“ "

' zn wirken. Das gilt für alle Staatsbürger, selbstberständlich auch

' VNkspartei.)

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irtsjefey Ihnen hier im Namen des V' ' ** * Kenntnis „gebracht hat, festgestellt -- ich T:;xilc'xsxtxx-YTÜYÜTLUiI zdnr Staaotsregleru'ng bestreitet ja nicht, daß viele lansd1virtsck 1f.tl'cl"* Betrlkb notlerdcwd im?“ aber sie Wewdet sich aan“ das entsckxc'de! 1)& gegen die ganz unmogljche Behauptung von dem anÜle'cjlls'L Bankerott der gesamten Landwirtschaft. Ich halte einc slFck *! )(" «nein? Behauptung aber auch keinesjvcgs für im [“M'r/L* ?)" Lawajxtschaft'selbst liegend; denn es ist doch klar “,das; YT) .es! von Jhnennbet den Geldgebern ein erhebliches IIZiéztraueu FUF) die Kreditfczhigkeit der einzelnen Bejricbe gesät Wird (s'! "WU; bei der Soztaldemokrabischen Partei), und daß dadnrck diPxL gutt. die Sie vertreten WoUen, in erster Linie geschädigt wxrdexßr , F7" T7 jach)b'_lst jedenfalls, daß Hunderttausende von lattdwirtschceftl'éla'“, Betrlchn heute n_-»och vollständig existenzfähig sind und die SWL Wiernxlg tut! Me sie es in den leßten Jahren,scho1t getan (1 t- ach Erdeß'kleche, Was im Rahmen" ihrer finanziellen nnd Fa", waltungsmaßtgen Möglichkeit liegt, um dem qaxnzen Volk "W gesunde Landwirtschaft zu erhalten, ' * 0 MW Von rechtsgerichXeten Kreisen in der “*re'" ' ' " mir der Vorxvurf gemacht 1vorden, daß ic? UZ; :LLFUFT) (Thxccka1st yot1127. Februar d. I. die Regierungspräsident ß aufgefordert habe, beschleunigt Bericht zu erstatten übte? Lagk- St1nt1n1tng und Haltung der landwirt- schas111chen Bepölkerung sowie darüber wie die in den !cylen Wochen dtelfach zu Tage getretene MißZtimmun und Unrnhe m den' betreffenden Kreisen beurteilt Werden ist I?!) er achte es als eine selbstverständliche Pflicht der Regieru'nq 'rük: zeitig Maßnahmen zu treffen, um zu verhindern daß die,öf1fenY [iche RUHE LMd Ordnung Wirklich gestört wird. Scl) würde meiw- meht versäumt “haben, Wenn ich hier nicht Vorbenqcnd gewirk? hätts, Ick) jvun-dere mich übrigens, meine Tantenxnnd Herren von xechts, außerordentlich darüber, daß gerade Sie dem Jtm' - min-isterinm diesen VoUvnrf machen. Sie selbst sind es doch File „icht laut genug nach der Polizei und dem Staatsannmlt “(,ufen können, Wenn antdere Kreise der Bevölkerung zur Wahrnehmun Ihrer Interessen von ihrem Koalitions:, Versammlungs- 1th Dcnmn-stration-srecht Gebrauch machen. (Sehr Wahr! bei der" SozigWenwkMti-WM Partei.) Ick) hwbe gegenüber einem solchen Vcrkangen von Ihnen ein Eingreifen immer achlehnt und das Re(ht jedes Staatsbürgers betont, im Rahmen 8er Gesetze seine Fordeknngcn in mhiger, friedlicher Weise zu vertreten und dafür

für die bäuerliche Bevölkerung. Gegen diejenigen aber Welche zn-r vaalé anfreizen oder eine ungeseßliche Handlung ,begehen jmrd-"eextschtcden eingeschritten Werden. Ich Werde übeéall ba Wi; Inotég ist - und gleichgültig, gegen Wen -- zum Sckxnve, der k-mentltchen Ruhe und Ordnung die bexvaffneten Staat/SUÉqaue Polizei nnd Landjägerei, in Erscheinung treten lassen. (Sehr, richtig! bei der Sozialdemokratischen Partei.) Dadurch branche sich“ niemand in seinem friedlichen und gesetzmäßigen Willen be- druckt zn fühlen. Von der Waffe Wird nur ien äußersten Notfalle m_1d nnr in der ?lijehr Gebrauch gemacht Werden, schon um des- Wilen, Weil bei der VerWeudnng von Waffengejvalt meist nur djuc U'nschnldigen getroffen WLWM, die eigentlichen Drahtzieher 1171111116) diejem'gen, die durex) Worte oder Rede zur Erzeugunx? «mer erlregten. Stimmung oder gar zn Gejwalttaten beitragen bxczben ja,].Wst unbehelligt. (anufe bei der Deutschnationalex; Belksxparker.) » Seien Sie froh, daß die Revolntion so glimpflich 31er .Zzhnen- nmgiug! (Erneute annfe bei der Teatsch1tationalen Oolkspariet.) » Es sah gar nicht so aus, als ob Sie sich damals wehren Wollten. Ich habe nur festgestellt, daß Ihre Leute als Vmende zn mir gekommen sind, aber nicht als sich Wehrende. Sie [ZFUW auch gar keé1te Yrsachc, sich zu Wehren. ('Fortgeseßte große WME bet der 2-eut1chnationolen Volkspartei.) Was sich aber ?]L WOW" dcs Landbundes, die ja alle auf Ihrer Seite zu finden :!11?,41n den „letzten Wochen geradezu an Aufreiznngen zu Ge.- vn exaxen gelelstet haben, das darf ich Ihnen doch einmal mit ein ZLYsoKlMMZl bielegen. Sie habenja die Möglichkeit, durch IVW" diese ?k'gFldM Kedréer zu _sagen, ob Sie das billigen oder gar für sind «0 en und Z1tate d1e Verantlvortnng 511 übernehmen bereit A"! der KreislaudbundVersammlung in Emden Ende eehxnar 1928 Wurde eine Entschließung gefaßt Wld cm die Be- hoxrdKen abgesandt, in der es heißt:

ÜF beschreiten zurUErlangng unseres Rechts und zur Er- abernng Zinsere-r Extxten-z noch einmal den legalen Weg, sind hicx vzxt'saußerxten Maßnahmcn' und Taten bereit. Die hech gehen zKLÜYYTTLLTHLMdWiM [md zum Aeetßersten bereit nud Müsst" MWM. er, wenn mcht d1trchg1etfende Maßnahmen nasWan Veestehen Sée untcr Taten? (Zurufe bei der Deutsch-

lonalen Bolkspartet.)

rnaéljsßZFM. Zan-dbxznddersammlung in Soldin am 27. J?- Die s'est- Lixlczrte em Redner ttnwidexfprochen:

donnerncnd ernte des Landvolkes müssen erst auf der Straßc Kop'x - den Her'ren von der preußischen RegieUMa der

! vackelt. Wo bletbt der deutsche Mussolini7

SMX!!!) emer EUtschließung dcs KreiSlandbundes Züllichau- . “m ed."); dom 14- Februar d. I. heißt es 11. a.: Jas (JW NEU Wird schließlich unser moralisches Recht auch über (Nbg LOW [NnMthen Müssen. . . «er: Hort, hört! -- Zurufe bei der Demsckznationalen "UßerhaU .“ M" Sie billigen daS? Sic [tenen sick) ebenfalls T _1 dW GMßes. Das ist interessant! r,;FHZWMdÖblaÜ des Kreißlandbundes Kalau bringt in Mit » " FLÖTUar 1928 auf der ersten Seite eine große Liste akkoxdkrnngen, in der es heißt: KLEID)?“ alle Behöéden gewarnt und darauf aufmerksam "er jm Kar L.?“ helfend Unzugkkifen, ehe es zu spät ist, ehe auch seit;7ahr€1,e*'e_e"_1 Bernkastel vor sich geht, ehe das Vulverfaß ein NUM,“ “Mgekpslcherter Bauernkvut explodiert . . ._Es geht gesen_ EZ".,vo7'_ Hof slk Hof; noch ist Bernkastel mcht Ver- "kennen, "T1." d'? “„ULThi-chste Zeit, eine ungeheure Gechhr zu GM IMM! W «WWU lehrt, daß Bauernrevolntionen dre von Auf 2) Ze Hou: auf Erden zu sein vermögen, _ - cr BLksümmlnng des Kreislandbundes in Qberbaxmm

n “n _ 93th am .“). März 1928 Wurde zur Mobilmachlln9 dks

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FclT-jsIlUsanc" Werden nicht gefaßt, In allen Oktscbastcn ist Nackzrxcknxxjszxt'“orgqnqteren, insbesondere mit E-ielxersteÜnng der (;()jäl)ri,co 11 L""_t.ll"."g' dcr Marschben'i(stellung nllcr 1!i-- bis" sktd “g “k! “.,"M'NMM Verertcrfléjwma ist „zu fordern. Wir x1 mcht gewillt, ZWangsumfznahmcn Weite:“ '" crtr» * «***

«Klih blx'tdt mt Stall; der Stall bleibt ': " o M*". KU

Macht . .o. Ws“. ;)(IfxtTsZFWU1'l1LelJe bet „der- Tcntjchm1timmlcn Volkspartei. -* Nein *daäkh T):, dm,Yezealdeinokrpatischen Paktei: Höxt, hi.“)rtk) 1'echt's;) des LikllitquU "YM: YM, ijkn'U'ssiori nur, ob Sie (nach

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ZTFT'bTZjÉYIl alejT-Uxxtfß Ich) stxtllel jedenfalls fest, das; Sie dixése ' ' ' ; . (" cm c! e ich immer wieder "e t, da FkaéfiZYx-Kané-Akeéou zjvae offiziell nach dem Willen detrsLands-é lichkeit abc*g (Feet dle pkenlßtsehe Staatsregierung richtet, in Wirk- der SozinlxdeYtJlerlatTTlskthchérctgl'cmmgk (ÖFUrtgcsEiZtc IWM bci

' . n er. »» - roze Uurule bci ' chxtjxjtxs'ijéatqun Volkspartei,)WDeuu Wenn [Sie die JzinauzämtTZ; für diekanYzjlxxiTZslclixadfjwankjll Sie [sich über mangelnde Fürsorge

_ . )J " . e agen, o ist ja da ür das 9 *ickT- ZYYFMXY sustaneth-Z Ihre Leute, die darin sifnd! (Schr ::mlx'! Waheheit ex „kes 11't «zhnen nubeqncm, das zu sagen und die Einfalt nzudex cnmnßu geben, und Sie trauen Ihren Lenken die müsse sic?) , „aß man Ihnen glath, Wenn Sie sagen, der Kampf

"xu PFJTTTTZW pr1el11xßisfchet E-ftaZtSrt'gicrung richten,

]. “a . 7- [ or zn a ren - it unter dem L;?chet'lnehnnér m etncr ROM von Landl)"Uchtsmnmlnngeéxxxxsxßlxl' M" [terer _ommenden Agrarrevolutiou nnd der

n;),g' 1chkett dcs „Marsches nach Berlin die, Rede ZZ»- esen. Ju dert"„Mttteil11ngcn des Lnndbnndes Ostpricgniy“

r. 14239111 16 Marz iibcr dee Vorgänge in Kyritz heißt es:

Trnpp svxxe lee-tche Komtmssion zum Finanzamt ging und der

Abt "[ * m QandratSatxtt ihr folgte, erschien leider eine

et ung Schupobeamter, d1e durch ihre Ankoesenheit die ver- sYnmclt'cn Landw'irte zu ungeheurer Empörung reizte,

ch ÜHMTstsch FIETZ)! ei? immer von den Kommunisten (auf

demokratischen PMW.) hrt. - Sehr rtchlig! bel dm: Sozial-

?!DLZ1ZTnsFthTWZW, dte"bis dahin in' Ruhe und Ordnnng ihre

N . et en Vehordeet vorbscachten und eigentlich nur durch

nfe'1hretk starken Unimllen über das überflüssige Beamten- heer nn Fmanzamt ausdrücken Wollten, Wurden durch die vor-

?Zhalteaten Pistolen und Gummiknüppel derartig gereizt daß

chjrxelxxritctTZxLVF-cetxxsterschmben m Massen und das Leben des «'Mit „Pleitegeier“ ist der ReichSadler der ver a “un „“mä i I)ienhs'adler gememt. (Hört, hört! bei der Soziafldyxnoßmtisfcxzexk Parte“: und bei den Dentschen Demokraten.)

ZKvxschendurch, als die Hälfte der Versammeltett schon im Ab-

marsck) W(Zr, erschallte plötzlich der Ruf: „Zivei Kameraden sind

verhaftete“ Dies veranlaßte zur umgehenden Rückkehr und zußr Erzfvmgung dcr Freilassung, die auch durchgeseßt nm-rde 'Meine-Damen und Herren, Wenn das ein Arbeiterblatt ée- schnmebeet hatte und Weem Arbeiter das getan haben würden dann mochte 1chthr Geschret gehört und Ihre Jnterpellationen Zeichen Haben, mu. denen Sie hier im Landtag aufgexvartet hätten und m denen. Ste yon Versagen der Staatöautorität gesprochen hätten (Sehr rtchtig! bei der Sozialdemokratischen Partei.) ' . Der Herr Abg. Schlange-Schöningen hat ja sogar nm daß m'dtesem Zusammenhange zu erwähnen - die große (**-eschmack- lostgkc-“xt gehabt, auf der Ostmarkentagung der T-eutschnatimmsc'n Volkspartei nm 25. Februar in Stolp zu sagen: * "In Ostpreußen muß der Kampf gegen eine doppelte J-mrt gefuhrt Werden: (hört, hört! bei der So'ialdemok'ca' ; ' *" ' Mutschen DMWUÜW) , txschen Barter WW bea den einmal gegen den Ge ner "en e-its der Gren (h?“ pZeUMckW ngieang ) ( ze Und drmm gegen ort, ört! bei der SO'ialdenmfraji " * =: Deutschen Demokraten), WM WW ""T W de" die uns ni t nur im Zticse " ' " ' ' "

Rücken fällt? ) laßt, ][)11dek1k nns WM], 17! de;!

DSZ heißt: die erassungézmäfzig bestehende, die Mehxheit des p'renfzqchen Volkes hinter sich habende Staatssegierung wévd in eene Linie gestellt mit dem Gegner jenseits der Grenze! (Hört hort! bei der Sozialdemokratischxn Parisi und bei den Deutschen, Demokraten.) Das ist nicht nur eine Geschmacklofigkei1 sondern es ist eine Unverfrorenheit von Ihnen. (Sehr richtig? bei der Sozialdemokratischen Partei und bei de:! Teutsckyen Demokraten, -- Unruhe reehts.)

Aber, meine Herren, die großen Worte, die Sie da dauizen anstimmen und über Jhxe Landbundzeitungen und durch Ver- sammlungsrcener hiexher gelangen lassen, [MMM uns "ich?- (Schr gut! bet der Sozialdemokratischen Partei. -- Zurufe rechts.) er wessen, wie fest die heutige Staatsmacht steht, und die Staats- regterung läßt sia; auch in keiner Weise irßendwie dränxxen. Aber wenn hier gestern vom Abg. Heilmann in seiner Rede der Sorge Ausdruck gegeben Warden ist, daß währen!) der Wahl die "N' nzendige Wahlfreiheit infolge deieses auf dem Lande von Ihren

3702; ist nns-M

Lcd-

Reickjs: und Staatsanzeiger Nr. 78 vom 31. März 1928 S 8

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Frlstett sn wer'séixlact'u, habe ich die' cjsokdcllich ".)[llljlmlt |*'1"'i' diktih dcn ';)!mtliclxc'n Pl'x'llsZÖsQCll Pt'x'jjcdiensj m'qcben (MXN: b kerne chc darm" sein, diese Fristen, dic dunhareÉ nnééxéciäxcnd [mtr]; t1c1cl)_dc'11cn dic Veithliisse ;]lksiMk worden lind, irgenßnxie 17mm“- znsechlven. C4)" ist aber dm!) wieder sehr '.)K'„5('i1[)|!x':lx“* [in“ d; pml'tlsckW ?)iecyie diese?; .HansW, dns; tic sich «Me!! k-ic L'lUsln'lvml. dcr. “NxM-lxezij'ke “001111116 sogar mit dem Mitxtcl dcr pemlamché tarxsxlv'u Tivstrnklion geanndt !)(tk, 11111 dadnrcl) cinen ";;-smtp?» axxxsrechtzxkel[zeiten, an dem doch woda!“ dic Vam'x'je „:).-x, die !()mdnrbektm', noch die Landgcjllciuch, [tmdcrn höchstens mw die !:.000 ]")!ltUUCfiUCk dcr (MtO-[u'zit'ke ein „Interesse habe!! kiöm'c'n J.!)t'ex L*:trestclljtxtq zn den (&lntölu'zirken Und die “Tatsache- kms; Sie ZL? «)!-nslos'mtg immer )!.)icdcr beklagen, l'envcist nur„ da[x *die „.Untsxhemttonale V|.ilk6pnrtci cim" ,'Jntm'csseuxu'ktmimt" der ali'u junkerlxchcn Kaste hier in Preußen ist.; (Sch!“ wahr! jinks' &," 1,11??th und Zurnse rechts.) Wenn Sie: damit in den Wahlfe-mps ?,:é'ckxltstxtj'leklcn, dem! kann das den rcpnl'!iranischen Pn-tcicn mm,“ Mit der Regiermtgotc'jligkcit dcr Weimarer Kmxliilo]! !!! 'cn-tt [Wien „“;-,; Jahren kann sich, "lande ich; dir prensxijclxc chm“- regtenrnng durchaus sehen lassen. (.Bei-xis; bleibt noch schr.“ wiel zac “tun jtlérig. Ter Wiederanfban dessen,"!naé; iu “Tkiimmer Uegjexvtjcre 1sk', Wll'd noch lange Jahre intensiver “Zl!“bcit lvt'kviil'sc" *Der nachste Landtag Wird endlich am!) eim- nros43i-iaiqc' "“W"“! - 1val,tungsreform in Angxisf nehmen mjxjs'a'n'; ' die “"For- karbctten dazu smd ja bereits im (“Zange, Wenn (1114!) nm!) meiner Lletsiehe need gerade nach meiner Ansicht [inf diesem (kßalvicte- vie,!)cr mcht geniigend geschehen ist, so wiegt daß“ meines („Nachlens 1eicht Fly,!!! schwexl', Jedenfalls bramht sich die Stantäx't'gix'x'nnx] eincn ;„xor Ums "echt zu mathe" und sich Um“ allen Lingen um!) einen onrevnkf *Nicht von der Opposition gefallen zn lassen. "21-1 dec étaettSrcgte-rmtg hat es jedenfalls nicht gelegen, 11Min 1111] dem (-)cbte1e JM Werkvnk!Ungerefok'm nicht mehr geseheMn ist Wieso Wollexe .SW es bestreiten, Her]; skollege Dr. von C:)"mnpe? Keine greßzugkge Bexjwnltmtgscesoxn- hätte in diesem Hause eine Mehr- ßheel"gckjktudtxn. l?lbg.„1),jT1'. bon Compo; Wozu sind Sie Yetttlféers k„U(haffett Ste dlc Mehx'heil! wie lxelmnpten immer SU: hatten *die Mchkheit!) - Ta ich diese 'Mehxhc-it hie] xm «Hause, T,!vnetgslanstg nicht schaffen konnte, habe! ich geglaubt "ml) die .)irg!ernnqsptxlitif der lebten Jahre sl) becinfsnssen zn kiZnnen daß die ?Ukehrheit nach den nächsten Wahlen fiir. die **UexUnUtaLngS- reform vk?“7'k)s111*dx'rt sein Wld. Uebrigens, Here Kollege Tzr. ven. Campe, habe i(h Sie doch nicht maß der ?jéegicrnnq httmnsgejagt. Sie hätten ja it! der éskc'gierx-ng bleiben kOnnen“ hann Waxe die breite Basis ja vorhanden («e)wesen. .“.er Weiß Zak; Ihnen das, was Sie im Iahke 1925 getan haben, ixrzmtsxvsqr-sehe letd gemorden ist. (Zurufe bei der Teutschm-ti-xnc-len M0“!!- pértei.) ch) will darüber aber, Uitht weiter; reden. T*(ekdejM-Us hatten Sie an der Mehrheit beteiligt sein konnen «„-*.LUZN- es er gewollt hätten. Der Ruf "mh de:: Nc:x:;e-cemexze-xz:s-„„Z ist ja nicht nen; er ist mindestens; 50 Jahre. alt, mr?) Wem! “!“;le- gerechnet die Weimatexé K:)«litiou cine Vecjwallunq-sjt'c-form und zwar yhne ihre “:"-(12111?) wie irh noch einmal stme 1-jch“t hat dnrchfirhren können, so ist dax"; kein ArmntszenßniÉ fur, sie. Was der?! Grunde nach bei allen. Verwaltunxxsxefn'rneplc“:'ne-n z:;ie rc!) “sie anjfasse, znnächst dmckgznfijlxen ist, das es! ja «,v-«rf; ::chl, k-x-m

Zusgmmenbmch dadurch geschehen, daß mit dem altes! „:*“yjtx-n- "oe- Tretfsassmrwahkrechks aufgeräumt Wurde und m! seins: Stelle. das killgLMKtklß, (xseicfze, Neheime, direkW VekhéiltUi;;7k;ktk)lmehr m'd ,?Wm' in allen .Kökpersch-ften im ;)ieiche, im “"It-mtc: wie ist k,:lxt konkmu-l kélxj'k'kl Bex*11)(1lt1msxe-n netreten ist. meine ;.nma-xc “amd &.NIZ'MU, "'s-den ncht, We fruchtwsezn Tekxatten im 'M-rsc-mex-„f D*r !xczxexe (73mm?) ILM». Angriffe (;,-gen das Varlnmeme ist ja „HZ: WU; zn sucH-*r-, dsf; diesyx; Parlament und die Axt Me „:, zn- ]ammenkrmmrt, bedenke: eine Wesettigung de;? fruheke-x x-Z-„x-«N- dec Besin-nden, “;ck-“Waste Zusßmmung liefs.) Ak-xxc whye d'i-se omentlichen T7ibjtt1ezx im Z-Ueiche, wie in dr?" IkUUderU U.“:“w [Iden Lomntnnalbexkvalt.:xrgen dranßen hätten wir. mch: M. MMM;- lechen Ventile, die' ein, Volk in tht, wie das dentsckxe, bMUchxt am ste!) emmer wiede: in allen seinen Schichten friedlich („“Ach-;( W'dkt- Maßen.- (Zuruf Leehtéz: Hz,“! (“55 ix-.f0lszedesscxn beißt. gpw-zrdeYY

Ick Welk; xa, daß ““Sie (315297er des?; heuticxert Wahlrechts find and es besettigen WoUen. (Ernenxe Zuruf? rechts.“, - “.?ka freue mah daß Sie mir dmtecnd bestmlsxexk, daß Zie- Nmf; fck, ÖW; «(„to-TM- ts_ax'sexxwahlxecßt sind [UW dee“ alsgemeém gleiche «heitere “HZ:;- dl'skkké Wehlrecht derpkmen, E:- tst Jedenfcxlls inssfeeer “Hesses LH?- ch0rde:!, «[H das VOLL mxwmehr, "()?-: "Fieglikhkett hat sjehx-hixex „en User:; hohéxm Ham“? ('s-.hzc zu Dexschßffer'. Teese Mszé-UWU 5«:: ex“; fruher wicht, denn da resziexteN Sie auch d;;rkf) „*,-Zs“; Wafs-e-sp ganzxallein, und ?ckan 71307. dex Jw-hteil. “_ , ,] * * Meine Damen und Herrerx, “!:-ée ?ZTMLL-tesxiexxxrxx .»:e ]::de andere hatck ih1e gun Aebeéx nicht leisten könnmehne ms Parlamenk. Ihr Jelegemlécher. NUf nach einem Muffolini meme Damen umd Herren, vetbirgt ja d0ch KULT JHUK lebhafe-n ,Wuesth nacß der alten Hexxxéhaft und 7th,-3 Abneiaung ßeaenSaZ M*?- rexzxeren der breiten Maske. D*.e yxeußéfche “Stßatheegjexunq hät“?- das, Was fie gemeéné-Im mi: dem Ve*e[mmee:t nnd met cker 3897- Yekungßoxczanen in den leisten Jahcerx (Zemn hM. ober nérht tun kennen, werm nicht im Lande fekhét die Selbstverwaltunxxsksrpek

(Zick,

Leuten ausgeübten Terrors nicht mehx gewährleistet sein sollxe, so kann ich nur sagen: Durch ein systematisches Zusammenarbeijen * der Schutzpolizei mit der Landjägerei wird dafür Sorge getragexx ; werden, daß Ihr Terror es nicht hindert, daß eine ungehénde'rte ' Wahlagitation stattfinden kann, (Lebhaftes Brawa béi der Sozial- demokratischen Partei und bei den Deutschen Demokraten. -- Unruhe und anufe bei der Deutschnationalen Volkspartei.) Wie wir bisher mit Ihnen fertig geioorden sind, Werden w'Zr auch Weiter mit Ihnen fertig werden. (Zustimmung bei der Sozial- demokratischen Partei. Zurufe bei der Dentschnationalen Volkspartei.) Nein, ich bin mir gleich ßeblic-beu, 'In jedem gleich gebüeben! Tec deutschnaeionale NOVUM", Abg. Schlanga-Zehönanen, ha: hmm wieder die Anslösnng der Gutsbezirke beklagt. Tiefe Aluf- lösung dec Gntßbezirfe ist ja durch ein in diesem „Hause be- schlosseneH Jnétiakvgesey erfolgt. Hierzu liegt ja auch die demx'ch- nationale Anfrage vor, die verlangt, daß die Fristen geändex! morden sollen, die auch verlangt, daß in gewisse Maßnahmen des Herrn L-berpräsidenten in Stettin einßeßkijstjl wie?). Auf drexe

kg c"“fgkkllfen und folgende Entschließung gefaßt:

FNÖUUUZ in dex: dentjehnationalen Anstoss“, I.:“ "éstkoßkzßexx

7-15!de eine rege Métcnbeit Ln 3-2: Richkurkxx U29"! Woüekts der Itagxsregéexüng e:“xeuléÖerM'2s-2 ßexeégt hätten. Turck; das es]- Lemeine gleiche gehejme und dicekre Wahlrecht ist ja anch ixx wen éeH'stNletunpzköMTZWfUn die LNA der zur, MUNHM am Ytedeeaufbau des Reiches und Vkeußmé; éntereéfiexrm UNd be- :eelxgéen STWLZbÜkng gegen fxühec unendlé-k, erheh: Mathew T-xe' demokra-tisehe VerfaffUng hat stch Me: in dec s-lxm-„endsten chse bewähek. Sehr richtig7 links, Lachen :eexzxs“, SE,. hat ?fe' Staatsbürge: nie!)! nur zac MZmrbeßk, sonde“: x.:qsxics) xm: anerantrWrtx-"ng und Mme: zum Verantmoeww;.demußksxw in einem Maße er-Ngen, kwée eZ unte: dem EZM]? T*xeeflufsmmghl- recht niemals möxxlicf) WST. So hat sich die Tsmwkratiy, M61) “oke T0 rrzeitqeheque wie hke: in VkeUéz-JN Und TexxtsrHZanH, «same.»?- ÖÉWÜHLT, €**»: ha: je-xenfallx; ein V9.cakLtkMkkUKJSk-LMUJT-sé.x; Lex Bevölfe'cxqu hervorqexusen und exzßgen, Me. ez“; „:(-„:e: zem Tkeiklaz'éenwahlkeeh: né-emalxéz mÜlnh Wk, un?) xe!) kam; méc quüchtz déeTec positiven Eexcém'nungen zuquuxre-m des heutigen k.,ystems, MULL Turnen und Heeren, néä): denkem, d:!ß nach diese?: Erfathgen ein erheblnher TELL der preußisc-Hen Wahle: bei den kommenden Maimahlen sie!; nocfz füt das es:», ;?kaUmMTUUsÜ,