1905 / 263 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 07 Nov 1905 18:00:01 GMT) scan diff

Theater und Musik.

Konzerte.

Tél." zweite Symphonieabend der Königlichen Kapelle, der unter der Leitung Von Felix Weingartner am Donnersiag im Opernbaufe stattfand, brachte als EingangSnummer [eines Programms die! E-MoU-Symplwnie Nr. 4 Op. 98 don Brahms. Die besonders frische Art, mix der sie don [eitén des Dirigenten wie auch der Künstlerscbar angesaßt wurde, mußte von vornbereirz angenehm [*Lrüdren. Die der Komposition Eigentümiichsn mancherlei Härxen und Ecken, die ja eigcntlick) zu 15an Charaktsrrigenfchasten gsbören, verstand zwar Herr Wxingartner behutsam und geschickt wegzuretoucbieren, aber der große Zug und der lebendige AuSdruck war durchweg festgehalten, und 'das myiete sehr erfreulich an. Es war 13111 Vergnxigen, zu boten, wie die Geigen fangen und das Werk in [81116111 16151711 Satze (Y]SZro SUZrZico 8 1335510111110) in kräftigrn Rhythmen undglanz- vollrn Akkorden ausklang. Im weiteren Verlauf wnrderz 55161 Neu- heiten von Hans Pfitzner aufgssührt, derzen man mr_t erner gew1ffen Spannung entgegensab. Es waren zunächst zwei kleinere Tonsiücke aus seiner Oper ,Die Rosé: dom Lisbrxgartcrz'. DJS. „Bluten- wunder', ein in edlem Skil gehaltenes, zart gesqrbtcs _Siuck, derfing bei den Zuhörern nicht so rrcht, 0551695 68 Lbenw tonicbdn wie aus- druckédoÜ wiedergegeben wurde. Mehr Eindruck machte der „Trauer- marscb', der das Vorspiel zum 161,3th1 Bride der Oder vorste_Üt, durch die reiche Poesie und melodische Kraft, dre [ich darm auspragt. Um den wahren Wert der beidkn Kompofitionen recht zu erkennen, wird man sie im Rahmen der Oper 55an müssen. In [einer darauffolgendsn Oudertüre zu Kleists Schauipiel „Das Käthchen von Heilbronn“ Op. 17, die bei Gelrgenbeit der Wiedrrerössnung _des Deutschen Theaters zum ersten Male dorgefübrt Wurde, aber iqrolge mang_cl- hafter Interpretation und Ausnihrung ihre mußkalrschrn Vorzuge gar nicht entfalten und darum auch nicht grwürdiqt werdrrz konnte, zeigt fich der Komponist als Meister der Orchestraiidn. Senne melo- dischen Eingebungen sind reichhaltig, klar in der Zerchn11ng_1md Von charakterisiiscbem AuZdruck, _kie mufikalijchen Stimmungsbilder sind mit großem Geschick durchgeführt, insbesondere_der zwerte Satz 11111 der Stimmung dcs .zcrfallcnen Maucrrrngs, wo _xn fuß- duftenden Holunderbüfäoen rin Zrifig _zwiiscxcrnd 113) das Nest gebaUt'. Sein? Ansdruckswsiis zrtgt 1111) Von _11rdßkr Schmiegsamfeit, ja stellenweise don gsradezy _ derbluffender Schlagkraft. VieUeichi ist das Stück etwas zu brerdm der _Aniage, doch das 111736 fick; wohl erst nach wiederholtem Anhdren enlstberden. Was an Klangschönbeit in der Ondrrtüre liegt, Holte Herr Wéin- gartner mit seinem_ Zauberstade rsstlos zr1tage,_und de_éébalb fand sie die freudigsie Aumabme. Der anwrxend: Komponist durfie sich eines böchst ehrenvoüen Sießes erfreurn 11115 zu wrederdoltrn Malen auf der Bühne Erscheinen. Mit dEr _Cs-Dur-Symphonte Nr. 39 von Mozart fand dsr Abend [einen würdigen Abschluß. -- Das Konzert von Elise Yickner, das an__dem!elbe_n Abend im Theatersaal der Königli ext Hochschule [Uk Muiik siattsayd, nahm einen im allgemeinen erfreulichen Verlagf. Die Dame VLlngt über eine weiche, anpassungsfähige, jedoch 111cht besonders umfatzg- reiche Stimms, die aber im Piano_1_)drne5mlich fehr _zart ist. Ihre Aussprache ist freilich underjiandlicb; aUcb [ißrt die unruhig.“, nervöse Körderhaliung ganz erheblich. _ Zim eindrucks- vollsten waren einige, mit dsr Cellobegleimng des Profemors Heinrich Grünfeld duftig Vorgetragene Lieder, wie dis .Serenade' von Gounod 11. a. Der bekannir Künsilrr erfreute auch durch die in Gem2inschait_ mit („Gertrud Marcks,__ als trkff11ch€r Klavierparinerin. ge!pielte_ Sonatc (Op. 5) sirr Ce[1_0 und Klavier don Bestboden www durch _einige SysOVQrtrage. _- Jm Beethoven-Saal gab der Violiniit Adolf Redner (111213)- zeitig cin Kcnzert, dsffen Programm zwei Nnmmern 911151711: das Konzert in ungarischer W708 in D-Mokl (Op. 11) 0911 Joachim und ein Brahmsschcs Werk, dis rr in Gsxneinscbait 5111 dem v:)n HerrnScbarrer geleitrtenPdikdarmonigchenOräxeft'sr Vortrag. In Technik und Ausdruck mußwn dis 2211111119611 dcs Geigers, wie schon frükcr, durchaus bLfricdig-rn; insbeioudere wurde das Adagio in dem Bradmsicben Konzsri mit disl Empfindung vdrgctragen.

Der Sonztknadénd, den Herr Bernhard Des1au (Violins) und Fräuiein Ella J1)n:18(k§?[5r1i2r) am Frritag_ in der Sing- akademie gakcn, krachte als Neuheit cine Sonate_ 1111 Violine Und Klavier in F-Dur don Sinxing. Das Wsrk, das [Ehr ansprach, be- steht aus drei Sätzen, dic 2111119113713 gute M_11fik 1311151711811. Ein Ze- wiffer frierlicber Glanz 71151 (1117 deR ersten Satz. Der Darch- fübrungsteil erhebt fick) in grandioser Strigerung zu einer [ridsn- schaftlichen Höhe. Währrnd dcr zwette Teil anfangs gar liebliche Melodien 511 [1119611 _ weiß, aber bqld irz 61116 gewiffe [131111151016 Dürre reslektierrnder Motwausgeiiaitung verfällt, grsift d-Zr drijte _Sa keck-ds1be zu und stürmt in polternder Rhythmik leidenkchastlicb dahin, ck11 schi nordiiches Charakterstück. Dix Ausführung des Wrrkes [eitens der Konzert,;ebrr war. wie rs richr anders z11srwarten war, Vorzüglich und brachte ihnen auch bei den beidsn andrrrn Nummern des Programms, dcr E-MoÜ-Suits dyn Gdldmarck urd der herrlichen B-Dur-Sonate, beide für Violine und Klavier, Einen vollen, wob[Verdienten Erfolg.- Im Bestboven-SaaL 915 an dcmselben Tage Marie Heryer- Deppe (Gesang) und Z. Aier. Birnbaum (Dirigent) mit dem PbilharmoMichn Orchester ein Konzert. Dax Programm zeigte ein ungewöbniiches Aussebkn durch die An[ündigung einrr großen Fa [ von Neuheiisn, unter denen ijände mit Orchester-

egleitimg vorberrsckotkn. Da Warr-n die „Liedkr Links fahrenden Geschl17n“_ ron G._ Makler, die mehr durch dic_ fein Zarbeitete, rbvthmiick) und barmonisä) _gleich indiwduklle rchesterbégieitung reizten, als durch die etwas gzkucbte rnelodUche Er- findung. F. Wrm-Zartnrr war d11rch Dkki Gekänge drrtreten; die Stimmiübrung wirkxe ziemlich eintönig, und die komplizierte In- strumentalbegleiiang binterltcß ebenfaÜs 1111r eim: geringe Wirkung; es fehlte ihr der persönliche AUSdruck 17913 einigsr Vorzüglich empfundenen Momente. Das stärkste Interesse branidrucbte die „Finnisch? Ballade“, die J.Sik*€li119 für Mezwsovran mit Orchester geseßt hat. Dr: Text der Dichtumr bebankcit die Mär dcn der Wafferjungfrau, die den schönrn Schiffer liebt und aus Eifersncbt ihn mit seiner Braut an einer Kiirre den Tod finden läßt. Dieser JnHalt, in dem das feuchte Elemert eine dramaiiiche Rolle spielt, 1155 Veranlaffurg zu einst breiten Towmalerci. Das Rauschen und Singen des Waners, sein Wildks Braussn und webklagendes Siöbren wurden durch die geschickt 021776112“?th Orchestrrsiimmen in kräftißen Klangfarben ge- zricbnrt; kg «in,; ein großér, feierlicher Zug durch das Tongemälde, wenn auch dir Sidgsiimme binler der Sckxönbxit des Orchesters zurückdlikb. Fraa Hexßer-Txppe führte die Geiangßpartien über- aus klangscbön durch; 151? Stimme zeigte 8111? ungewöhnliche Fülle und Kraft 712531 cincxr bLMerenSwert-sn Ausdrucksfähigkeit. ußer den Geiar:g§n€u5€i!€n kam noch eine symphonische Dichtung „105 1720111195“ von C. Franck zum rrsten Male zu Gehör. Seltsame melodische Einfälie, die aber nicht ungeiäUÖJ waren, tratrn in reicher Fülle aus dem fein adgetönrcn Klangkörper beraus. Wenn das Werk auch nicht den großkn Sclxödsungkn des Tondichters anzureihen ist, so gewann es sich doch Freunde durch seine liebeUSwürdige Gestalt. Das Stück wurde von dem Philharmonischen Orchester unter A. Birn- baums Führung glänzend 5erau5aebracht. Der Dirigentzeigte sicb hier, wie auch in der Anfangs- und Schlußnummer des Konzerts, als ein temperarnenwcller Leiter, der den (Gedankeninhalt eines Orchester- werfs gut herauszuholen und lebendig zu gestalten weiß. - Der Pianist Clarence Bird, ker sieh um dieselbe Zeit im Saal Bechsiein hören ließ, rerfügte über eine hinreichende Tkchnik, um am!) an |chwierigere Werke sich zu wagen; sie würde auch erfreu- liche Wirkungen erzrugt haben, wenn diesem Vorzug nicht eine starre Ur-beweglichkeit des Ausrrucks lädmend gegenüler gestanden hätte. - Jm Theatersaal der Königlichen Hochschule für Musik gaben, gleichfalls am Freitag, die Sopraniiin Gertrud Groß urid der Violinist Alessandro Certani gemeinschaftlich ein Konzert. Fräulein Groß ist im Besitz einer angenehmen, wobltönenden Stimme und orrfügt auch über ein nicht zu unterschätzendes Können

sowie einen empfindungsvollen Vortrag, aber technische Mängeltreten doch noch bier und da zum Vorschein, na_mentli_ch beim Atembolen. Sie verspricht indes, bei forigeseßtem Studium, einmal zu den Bestxn ihres FWW Wählt werden zu dürfen. Herr Certam ifi UiÖt 95"? t€chniiche Gewandtheit, zeigt auch unverkennbarrs Tempxrament in seinem Vortrage, wird aber noch_ auf die TMSÖUUJ mehr Mühe und Sorgfalt vxrwenden muffen,_um die Site:?- unangenehm berührenden Hartrn zu permerden. Beide Kcnzertgeber ernteten fortgejkßi rxtcbrn Bsrfail. _

; Jm Kouzsrtj'aal des Römisrbrn Yofxs sand am Freitag iirc

recht interrffante Veranstaltung statt, in rrren _Mittswunft die Rezitationsn des Herrn Rob-zrt don W_elck standen. L_eßterer wußte sowohl den dramatiscbep, wic den lyrischen und humortsnschkn Charakter der verschiedenen, von ibmmwxedergegrbenen Drckotungewmit [sinem Empfinden und poetischer 2111110111159 11! rreffrn. Er Verstand [it: in ihrer ganzen Eigenart Mißerordentlicb wirkungvall dor- zutragsn Und fand namentlich für di? Art, wre cr Gsibels „Tod 1728 Tiberius. und .Der n1ckl11xttge Karo" dcn Bluthgén reziiierte, viel Anerkennung. Gleich bsifaklrge Aufnahme fanden auch die musikalischen Gaben dcs Abanrs, die von den D_amen_ (Hmm!) Pebiiß_(Mkzwsopran) und Alma Schubert (K_lamer) iowre _den Hrrken Königlicher Kummermustker Adalbert (Hulzow (Brgticbe) und Königlicher KaMMCrvirtus Profsffdr O. S (hubert (Klarinette) gebot€n wurden. _

(8.91. 11. Reznicek gab So::uabend im Beethoven-Saczl das 2115: seiner sogenannten „Orcbester-Kammerkdnzerte', tn rrnrn er Orchestrrwerken 5011 111111119er _Cbarakter gunstigere B;- dingungen für ihre Wirkung gkwäbren wrll dadurch, daß er_fi€ 111 einem kleineren Saale bei mäßigsr Besetzung der Orchestrrsitmgren aufführt. Zur Einleitung dieisr Konzrrte konnte 8111? benere Wa51 schwsrléch getroffen werdcn als_die 5311 Buchs Trrprlkonzert für Klavier, Flöte und Violine. Diess fünfte der sog.Brande11- burgiscben Konzerte_ wird den Besuchern des ersten_ B9chfeste§ noch 111 bester Erinnerung [ein, da es bei diesrr leegeghett (tm Marz 1901) in der Singakademie eine vdÜ-ndeie _Auffubrung _xrfuhr; De_n Kiadierpart hatte dießmal Herr Buionr inne und fuhrte ibn mrt Elkganz, in drm großen Solo drs Erststaßes auch mit bemerkens- wertrr Wärme durch. Herr Konzsrtmsixixr Gesterkamp und_der erste Flötist deS Philharmonischen Orchesters Herr Reinrrke entledigten fich i_brer Aufgabrn 111 angemessener _Werse; Nack) Back: nahm Herr von Reznicek selbst das Wort rnit drei deutsch8n Voiksliederr] aus „Des Knabcn Wunderhorn", die Von Herrn Paul Reimers gekungen und drm Philharmoxnschen Orchester bx- glcitet wurdkn. Mufikalisä) sind das natürlich ke_1ne Volkslieder; die Singstimme deklamiert den Text, und das Orchsitcr malt dre Textkö- worte aus, und zwar, wie mit Fre11d7n festgestellt werden ionnie, in diskreten und geschmackVoll der_teilten Farben. Die L1_e_der fanden freundlicde Aufnahmr. Cin _eiwas scküchterner Benals wurde aach dsr ans drm €).1ianuykr1pt gespielien Skrertade für Sirrichcrckoester ((G-Dur) zu teil: im ganzen aber hinterlicß dresks neue Werk des KonzerTgebers feinrn günstigen Eindruck. _Emtge wobl- klingendk Partien (im Adagieitd) und einige Feinheiten m der Faktur

können für die unmotiviertrn Mrßklänge, für die bizarren Einfälle und * des erkés nicbt entschädigen. Den -

Trivialitäien andrrer Teile _ letzten Teil des Programms bildrte die Haydnsche Svmpdonre „1.11 0118556“. Das freundliche Werk, dessen Andante so aufsalLige Familirnäkynlichkeit zeigt mit dem rxdulären Andante aus der Symphonie mit dem Paukenschlag, hätte eths liekevollére Behandlung und subtiler: Ausführuna erfahren müffen,_ wenn die Wirkung dsrjenigen hätte nabekommsn soklen, wre wir sie in unser?" größeren Orchesterkonzertén ewöbnt [ind. _ Zu dkn tüchtigen Pianistinnen zählt Etelfa Freund, die am Sonnabend im Saal Bechstein cinen KYavierabrnd gab. S1? en_t- wickelt“: eine unaswöhnliche Kraft drs Anychiags, dem zur_Zett em zartes, wciches Piano gegenübergesikÜt wurde. Die Finger lierxn dabei mit außsrordsntlicher Behendigkeit übsr die Tasisn, obne dre Klar- heit der einzelnen Tönx: zu verwiicben. Daß die Künstlerin außerdem musikalischen Geschmack brfißt, __ließ der gut rmx)- fundene Vortrag Von Brahmß“ C-Dur-Sonaie erkennry. »» Ein außerordentlich beifäklig aufgezwmmencs und recht gut beiucbtes Konzert der Vnrtbsckzen MadrigalVereinigung fand an dem- selbrn 2158115 in drr Singakadcmie statt. Der beliebte 81 0513136113- GesangÖor, dem die Damen Frrund, Pilcbokaa, Boettcher (Sopran), Rintelen, Bees (Alt) Und die Herren: Weiß, Schubkrt _(Terxor), Lederér-Prina, Harzsn-Müller (Baß) angehören, Hat sich in dre Löjung

srinrr Aufsabe, jenén Ersang lyrisch-idyklischen Inhalts aus dem 16.

und 17. Jahrhundert zu pflegen, immer mehr vertieft. Die zum Vortrage auL-gxwäblten Lieder waren wiederum gut cingxüdt, und ihre Wiedergnbr 381315711: sich dnrch Dc1rtlichkeit der TextaußWracheIYlang- fülle, Reinheit der Jnicnisrung [owie durcb rhythmische Prazifion und gute dynamische Abitusung aus.

Die Damen Gabriele Wietrowetz, Martha Drews, Erna Schulz und Engknie Stolxz haben fich zu einsm SUSTÖ- quaricit zusammrngeian, das am Sonnig,; seine erste Matinee im Tdeatcrsaal dcr Königlichsn Hoch1chule für Musik gab. Alle vier smd, natü'licb in Verschiedenem Grade, als tüchtige Musikerinnen bekannt, die in der Oeffentlichkeit schon wiederkolf An- erkennung gefunden haben. Sie führten ihre nxue Vereinigung durch die saubsre und trmpéramentVOÜe Wiedxrßave des Streich- quartettI 111 CS-Dur don Mendelssohn günstig ein. _ Gabriéic Wietrowrtz zeigte [155 als geschickte erste Geigerin, die die Führung mit Enkrgis überriabmz ihr schöner, VoÜer Geigentqn klang aus drm Zusatnmenspirl glänzend hervor, ohne fich aufdringlich zu gcbcn: 111.1) die anderen drri Dame_n folgicn gewandt und diskret dieser Leitung. D09W61ch6 und Cin1chmeichelnde Mendels- sohnscber Musik wurde 117121u§dr11ck gut getroffsn und g€1chmeidig wiederakgeben. chigsr abscrundet im Vortrag gelang Brahms; Streichquartett in B-Dur: gearbcuet, aber dem Ganzen große, einheitliche Zug. _ (Hanz Kahns 1chwungvvÜes Klavierquartctt _ __ Die gesunde Melodik und likbenswürdqze hartzt01111che Durch- bildung des Wcrks rsgte lebhaft an; _ beanders reizdoll gestalteten fish das Largbetto mit dem zierlichen.le1cht_f1ü1si_gen Aüegretto und der lebhafte Schlußsaxz. Kernig und beiter wie dre musikalische Erfindung gab fick) auch das Sviel der ausführenden Kürxsilrr. Den Klavierpart führte Profeffo: Kahn selbst durch, _und er kik] durch [ein kräftiges Ausdrucksvermögcn die übrigen Mitwirkenden rnit sich fort. Die Damen zeigten aber in dieser Aufführung, 13ng sie Kammermuirk mit Geschmack und cingefübl zu pflegen winen. -- Jm Saal Bechstein hatte 11 Publikum Versammelt um Sven Scholander, _den beliebten fahrenden Sänger aus Schwrden, Lieder zur Lau_te_11ngen zu hören. Neues isi über den bumorbegabten und [angesfrobe11_Kun111er _nicht 111 sagxn. Er ist in seinem Fache Meisisr, ob er Volksklänge setnsr nordischen *Yrimat oder französische Chansons oder deutsche Gesänge Vortragt, urid _seine virtuose Handhabung des Begleitinstruments,_das er _zur mimiichen Veranschaulichung dcs Gesungenen bald als Flinte a_n die Backe reißt, bald als klingende Glocke schwipgen läßt, ist e5enw bekannt. Dies- mal führte er sich auch als Komponist ein. Besonders gut ist ihm

fehlte doch in etwas der prächti? kam dagegrn R o b e rt n A - Moll 311 (Gehör.

die Vertonung eines Liliencronschen Reiterliedes „Zwei Meilen im '

Trabe' gelungen. Stürmische: Beifall, der mehrfach Wiederholungen und Zugaben zriiigte, wurde ihm wieder zuteil.

dj? Einzelheiten waren gut heraus: * ! Belgrad

am Abend desselben Tages ein zahlreiches :

' weise neblig; der Süden batte vielfach Nachtfrost. _ wabrscheinlick).

Wetterbericht vom 7. Novembet1905, Vormittags 811131.

!

| Wind-

richtung, Wind- stärke

Witterungs- verlauf der leisten 24 Stunden

Name der Beobachtungs- station

Wetter

Celsius

24 Stunden

Niederschlag in

0 Meereéniveau und Seb were in 450 Breite Temperatur in

Barometcritand auf

I Z

! 756,3 S 2,deiter

756,5 S beedeckt 758,7 OSO 1311131119 7589 S 1!Nebel

758,5 SSW 2!Dunst 2, bedeckt

Borkum Keitum Humburg . Swinemünde

Rügenwalde]:- münde . .

NEUfabrwaffer 757,9 NW

Memel 7593 SO 4YRegen

Aachen . 757,1 S 1!woikig

Hannover 760,6 SSW 3'balb bed. !

Vorm. Niederschl-

Nachm.Niede_rschl. MY bewölkt; meist bewölkt

meist bewölkt _ Nachts Niedkrsckzx. Nachts Niederschl._ Nachts Niederschxx meist bewölkt ziemlich_be_i_t_5r__ _ ziemlich beiter Nacmeiederscbl. Nachm.Niederschl. ziemlich beiter meist bewölkt ziemlich beiter ziemlich beiter (WÜUUWIWKF) Vorm. Niederschl. (1x1911 [ meist bewölkt (Nuzvrow 1.11.) ziemlich beiter (Üöngabg., kr.) Nachts Niederschl. (()asssl) ziemlich beiter (Uagäsdurg) ziemlich beiter [SrüubsrgS-Inl ) meist bewölkt (111111118118., I18.) vorwiegend beiter (krisäriodxbaf) vorwiegend beiter (Lambsrx) ziemlich beiter

Berlin . . 759,3 Windst. wollen!. Dresden 759,9 SW LzNebel Breslau 759,2 NW 1Zbedeckt Bromberg 758,6 WNW 2Zwolkig Pietz . . . 757.4 FO 2'5albbed. Frankfurt,M. “758,7 O 1Nebel KarlSruhe,B. 757,7 NO 3'kralb bed. Viüncben _ _" * 3 halb bed.

k-* SSOOQPOOOMIWQ OOP“

753.5 PO 741,5 NNW 1 Rrgen

Stornoway . Malin Head Valentia .

745,4 NW 5 Regen halbbed. 752,6 WSW1 beiicr

753,6 Windsi.

Seillv

4'wo1kig

Aberdeen . Shields Holybead . „_ 750,6 Isle d'Aix St. Mathieu

Gridnez Paris . Vlissingen Helder . . , 3.391“ - Christiansund Skudeßnes Skagen . , Vestervig . . Kopenhagen Karlstad . Stockholm . Wisbv Hernösand Haparanda . Riga . . . _Wilna . Pinsk . . Petersburg Wien _Prag Rom Florenz Cagliari Cherbourg Clermont Biarriß YZZTÜÜ 754,5 . REIM Krakau . "7582728 Reßen Lemberg 761,0ZSSO 6 bedeckt Hermanstadt 7611,sz 1b€dcckt Triest 757,1;Windst. dalbded. Brindisi . . "758,5!SSW 4abalbbed. Lidorno „754,9!YO 3!Yegen 7599ZSO 6§Regen Hrlsingiors. 764,9*§SO 4,58deckt Kuopio ck“! _ ! " Zürich . 757,5 ,NW 1iwolkiq (Genf _757,0!SW 2,bedeckt Lugano 757,7 zN 1!5edeckt Sänxis 555,8!SSW 4'wolkig Wick 710,5ZSW 2xbedeckt Warschau YTZSSYLibedeckt 5591117523111 753,5 Windsi. !beiter 6,1 - Cin Maximum über 772 mw liegt über Jnnerrußland, ein Minimum unter 7411111111 nördlich von Schottland. In Deutsch- land ist das Wetter ruhig, meist kälter. vielfach beiter uniRstZleerZ- U - vielfach heiteres, s1€1lenweise nebliges Wetter mit Nacbtfröstengisi Deutsche Seewarte.

Mitteilungen des Königlichen Aöronautiscben Observatoriums Lindenberg bei Beeskow, veröffentlicht vom Berliner Wetterbureau. Drachenauisiieg vom 6. November 1905, 811 bis 102 Ubr Vormittags:

1Station _ Seehöhe ..... [ 122 m 500 m [100011111 150011112000111125001»

Temperatur (() 9) 9,4 12,2 9,1 6,6 4,4 1,2

Rel. Fcbtgk. (0/0) 90 80 79 88 72 62

Wind-Richtung . 880 917 PZN 178117 897 8T . Gefcbwwyg 6 12 bis 159 bis 10 8 bis 9 etwa 20.

Verschiedene Wolkenarten am Himmel. Föchste Temperatur 12,3 0 in 400 m. Zwischen 1300 und 1500 w öbe, wahrscheinlich der oberen Grenze der Stratocumuluswolken, überall die Temperatur 6,6 '; darüber sank die Feuchtigkeit bis auf 52 0/9 in 2300 m und sprang die Windgeschwindigkeit auf etwa 20 m in der Sekunde.

743,3 SW

748,5 SW 3 wolkig ' baibbed.

I

7550 * Regen

*- bedeckt

H6?

753,5

Nebel bedeckt Dunst Dunst Regen 5.715 bed. wolkig Dunst wolkig Dunst Nebel Regen Yegen Regen bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt halb bed. . Nebel Regen Regen ' !wolkig Regen beiter

7545 7560 7559 7553 7535 74T4 7497 7558 7547 7581 756,6 7572 7570| 7598 7640 7629 7638 7647 769,8 7586 7602 7566 7558| 7589: 7545“ 7577435; ' 757,8 " &.-

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L.“? 263.

1. Untersuchun ssacben. 2. Auxgebote, 3. Un axl- und Invaliditäts- 2c. Vcrsicberung. 4. Verkaufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. 5. Verlosung :x. von Wertpapieren.

1) Untersuchungssachen.

[59861] Steckbrief.

Gegen den unten beschriebenen Rekruten Helmut Erich Da_hlk_e _v_1*m_ La11dwkhrb:1irk Schneidemübl, welcher fluchtrg 111, ist die Untersuchungsbaft wegen

abnenflucht_verban 1. Es wird ersucht, ihn zu yer-

ften 11:15:11 die ?ilitärarrestansialt in Bromberg oder an die nächste Militärbebörde zum Weiter- transport hierher abzuliefe'n.

Bromberg, dpxr 22. Oktobrr 1905.

Gertchr der 4. Division.

Beschrexhung: Alter 19 Jahr?, Größe 1 rn 70 cm, Statur schlank, Haare bellblond, Augen blau, Na]? etwasöadgesiumpft, Mund gkwöbnltcb, Bart: Anflug von Schnurrbart, Gesicht: hohe Stirn, Geficbtxfarde g_€iund, Sprache drutsch. Besondere Kennzercben: tragt künstliches Gebiß.

[59873]

Der am 9. Juni 1903 gegen den Schloffermeistcr Erms Hoheudorf in den Akten 2 12 31 79. 02 er- lassene Steckbrrkf wird hierdurch erneuert.

Berlin, der_r 2. November 1905.

Kontglicbe Staatßanwalfscbaft 1.

[593721 _ _ _Steäbriefserledigmtg.

Der dreFietts gegen den Bauunternehmer OÖcar Harz, aed_oren am 11. März 1846 zu Eisrnacb, wegen Volbireckung ciner viermonatlicbén Gefängnis- strafe in_ den Aktkn __.1. 11 11. 960. 81 unter dem 12. Juni 1883 erlanene Steckbrief wird hiermit zurückgenommen.

Berlin, 13-11 25. Oktober 1905.

Königliche ;:taatSanwaltscbaft beim Landgericht 1.

[59862] Fahnenflurhtserklärung.

In_ der Untersuchungssache_ gkgen den Musketier St_amslaus Polykder 3. Kompagnie Infanterie- regtments Generalseldmarsckpall Prinz Friedrich Karl 5011 Prrußen (8. Vrgndenburg.) Nr. 64, wegen theyßucht, _wrrd auf Grund der §§ 69 ff. des 5 xlrtgrstraigc'ixtzbuckps sowie der §§ 356, 360 der Mtlttarstrasgertchtsyrdnung der am 10. März 1880 311 Paproh, Irris Strelno, geborene Beschuldigte bteFurcb f1'1r rabnenflüchtig erklärt,

randenburg a. H.. den 2 NOVSMÖCT 1905. Gericht der 6. Division. [59868] Fahnenftuchtöerklärung uud Veschlaguahmeverfüguug.

In der Unterswckoungssache gegen den Matrosen der 11.371.192 des Sqidatenstandes Friedrich Wilhelm Porsch der 3. Kompagnie 1. Matrosendivision, geb. am 3. August 1884 zu Danzig, wegen ahnen- flucbt, _ Wird auf Grund der §§ 69 ff. des iilitär- sirafgeixßbucbs iowie der §§ 356, 360 der Militär- [trafgerickptsyrdnnnß der Beschuldigte hierdurch für fabnenftüéotm erklart und sein im Deutschen Reich 566ndiich55 Vermögen mit Beschlag belegt.

Kiel, den 3. Zxovember 1905. _

D GGexcibcbtstbder ]. .Marinei11ipektion. er sr err: . - ; . „,- , Morder, I' V'KKÉÉFÉYF [ tk e, MarinefriengericHtLrat. [59869] Fahnenfluchtserkläruug uud Beschlagnahmeverfügung.

In der Untersuchungssache gegen den Torpedo- matrosrn Eduard Schmerzenreich Derpskh der 1. Komp., 11. Torpedoadteilung bezw. S. M. S. .Blücher“, 965. am 7. Mai 1880 zu Großbotben, Krs. Leip-ig, wkgen Fa511enfiucht, wird auf (Grund der §§ 69 ff. drs Militärstrafgeséxzbuckvs sowie der §§ 356, 360 drr Militärstrafgerichtsordnung der Beschuldigte bxerdurcb für fabnenflücbti erklärt und sein im Deutläoe'n Reich brßndlicbes ermögen mit Beschlag belegt.

Kiel, 5211 3. November 1905.

“O ©Gecmcxb-tbder 1. Marinrinspektion. er eri ts rrr: - Mörder » 57 . z . T I' I'KVFTIÜQLYK like, MarinefrregsgertckpiSrat. [59870] Fahnenfluchtserklärung und Bxsrhlagrzahmevecfüguug.

In der Unteriuchungsjache gegen den Matrosen Wilhelm Bernhard August Radeboldt der 2. Kom- pagnie 1. Matrosendivifion, 11:11. am 11. 5. 1835 zu Braunschweia, wegen Fab_nxnfluch_t, wird auf Grund der §§ 69 ff. des Militarnrafgewybucbs sowie der _§§ 356, 360 der Militärsirafgericbißordnung der Be- 1chuldigte bisrdurcb für fabnenflüchg erklärt und sein im Deutschsn Reiche befindliches Vermögen mit Be- 1ch1aq belegt.

Kiel, den 3. November 1905.

Gericht [. Marinkénspsktion. Der Gertchtßberr= M 6 rd e r,

I' VXKTLÜLZM“ Matinskriegsxzeriothrat.

[59864] Beschlagnahmeverfügung. _ In der Untersuchungsxache gegen den am 10. Mar 1883 in Oberboihingen, O.-A. Nürtingen, geborenen Rekruten Rudolf Scheffel. wegen_Fa_bnenf1ucbt, wird auf (Grund der §§ 69 ff. des Militarstrafgeseßbuchs, 56 Ziff. 2, 60 Ztff. 3 des Reichßmilitärgeseßrs sowie der §§ 356, 360 der Militäritrafaericiotsvrdnung der Vescbuldi te hierdurch für fabnenflüchtig erklärt und sein im Öcutscben Reich befindlicch Vermögen mit BeichÉag belegt. tuttgart Ludwi Iburg“ den 3. November 1905. Kg . ÖJRK. __Gerrcbt der 26. Division. Der er s err: S ck r a 9- HNÉZJÜ 352111767132 To 11 Kti€g§gerichtßrat. [59865] Fahneuftuchtsertläruug „„ und Vesthlaxknahmeversiiguug. _ ' In der Untersuchungs ache gegen den am 15. Marz 1885 in Leipzig geborenen Harmoniumbauer1Rekrut) Friß Richard Frenzel, wegen Fahnenflucht, wird

erlust- und Fundsachen, Zustellungen 11. dergl.

Zweite Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Köitiglich Preußischen Staatsanzeiger.

Berlin, Dienstag, den 7. November

auf Grund der §§ 69 ff. des Militärsirafgeskß- buchs sowie der §§ 356, 360 der Militärstras- gc_rich_t§ordnur_19 der Beschuldigte hierdurch für fahnen- f'luchttq erklart und sein im Deutschen Reiche beßndlrches Vermögsn mit Beschlag belegt.

Ulm, den 4. November 1905.

Kgl. (Gericht der 27. Division.

Fahnenstmhtöerkläruug und Beschlagnahmeverstiguug.

In der Untersuchunassache (regen den am 28 Februar 1885 zu Langenau, O.:A. Ulm, eborxnen Zimmer- mann :(Rekrutcn) Karl Friedri Wörß- wegen Yhnexxflucbt, wird auf Grund der §§ 69 ff. des

tl.-Str„-G.-Bs. sowic der §§ 356, 360 der Mil.- S_tr.-_G-Ord_. der Beschuldigte hierdurch für fahnen- JuÖitg erklart und sein im Deutschen Reiche be- nndltcbes Vermögkn mic Beschlag belegt.

Ulm, 4. Nodrmber 1905.

K. Württ. G€richt drr 27. Division. [59863]

Die im Reikokanzriger Vom 18. April 1905 unter NZ“ 6212 veroffentlrchte Fahnenfluchtserklärung des Fußiters Joseph Krämer 12,40 wird hierdurch zuruckgenommen.

Cöln, dcn _4. November 1905.

Königliches (Gericht 15. Division. [59871] Bekanntmachung. 11 7/05 14365.

In der Straf1ache_ gegen den Alfred Ernst Walter (1118 Gera_11nd S_enonen wegen Verlesung der Wehr- pxlrcbt wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Bestbluß über die Beschlagnahme dss _Waltex chen Vermögsns Vom 10. Februar 1905 (Reichsanzsrger Nr. 52 Vom 1. März 1905) wieder ausgebdbrn wordsn ist.

Gera- den 3. November 1905.

Der Erste StaatLanwalt. [59867] Verfügung. _

Dre Vérfügunz dss Gerichtsberrn der K. B. 8. Jnfaytertebrigade Vom 22. Juli 1901 (Zff. 35 606 d§s_Re1chs_anzeigers Nr. 174), wodurch der Unter- oifizrer_He1nrich 211131111 HoUer der 9. Komp. K. B 4. Jnsanterieregiments für fabuenflüÖtig erklärt wurde, wird mit Rückfickyt auf die erfolgte Stellung drs Hoüer aufgebrbxn.

Meß, 2 Nodemder 1905.

Gericht der K. B. 8. Jnfantkriebrigadk. Der Gerichtsberr: Krell. I. V.: Eder, Oberst. Kriegßgericbtsrat.

2) Aufgebote, Verluft-u. Fund- sachen, Zustellungen u. dergl.

[59230] Aufgebot uud Zahlungösperre. _ Das Aufgebot zum Zwecke der KraftTOSerklärung i1i beantragt Von dem Kayfmann Albert Panschow in Charlottenburg bezügltch 6 Inhaberaktien der Klosterbrauerei Rödethof in Röderbof bei Halber- stadt über je 1000.14, welcbe angeblich Von dem am 17. Oktober 1898 verstorbenen Odérfaktor Paul (Grünrntbal im Jahre 1898 Verbrannt sind, und zwar die Nummern 1218, 338, 375, 450, 458, 472. EZ ergeht an die unbekannten anaber der Vorstehend aufgefüdrten Urkunden die Aufforderung, ihre Rechte anzumelden, und die weitere Aufforderung. die 51“- zeicbnetcn Urkundxn Vorzuleaen und zwar spätestrns in dem am 16. Juni 1906. Vorm. 11 Uhr, vor dem unterzeichneten ericbt an Gerichtsitcüe, Zimmer 22, anitebendxn Aufgebotstermin, widrigen- faüs die Kraftlosxrklarung der Urkunden erfolgen sowie an.“!) der Amprucb aus den noch nicht fäUig-xn Gewinnanteilichsinen a'uf den Inhaber erlöschen wird.

Gemäß § 1019 Z.-P.-O_. wird der Auksicllcrin der genanntrn Aktien, Klosterbrauerei Röderbof zu Röderbof bsi Halberixadt Verboten, an den Inbaksr dieser Aktien eme Lristung zu bewirken, insbeiondere neue Gewinnanteilsckyeine oder einen Erneuerunqs- schein auszugeben. _Das Verdot findet auf den oben bezeichneten Antragitxüer Kaufmann AlbertPanschow zu Charlottenburg keine Anwendung.

Halberstadt. den 20. Oktober 1905.

Königliches Amthericbt. Abteilung 6.

[60008] Bekanntmachung.

Am 2. d. M. verloren: 34% Schlesische Pfand- briefe, Lit. 11, Serie 11 Nr. 1658 über 2000 114; Lit.&. Serie 1711 Nr. 9072 über 1000 „46 (7675. 11'. 37. 05.)

Berlin, den 6. 219111111er 1905.

Der Polizeipräsident. 117. 12. 1).

[600071 Erledi ung.

Die in Nr. 200 dss R.- für 1904 1111 7017 117. 11- 04 U- a- gesperrte 4i 0/0 Bukarester Stadtanleibe Von 1888 Nr. 6281 über 400 „M. ist ermittelt und wird drm Vrrkcbr freige'geben.

Berlin. den 7. November 1905.

Der Polizewräsident. [U. 13. 1). [59603]

Wer Rechte an den bei uns auf das Leben dss Bazarinbaders Lucien Eugen Bour in Saarburg i. Lotbr. gcnommenen Versicherungen Nr. 414785 und Nr. 501008 nachweixen kann, möge fich bis zum 2. Februar 1900 bei uns melden, widrigenialLI wir für die_ angeblrch abhanden gekommenen Ver- ficherungsscherne Nr. 414785 und 501008 Ersatz- urkunden ausrertigen werden.

Gotha, den 2. November 1905.

Gotbasr Lebensversicherungsbank «. G, Stichling.

[59866]

[50783]

Der von uns ausgefertigte Verficberungsscbein Nr. 17 497,_ aus esieUt am 6. Juni 1866 auf das Leben des inzwichen dxrsiorbenen Herrn Friedrich Beckert, Schmiedemeijters, zuleßt Privatiers in KarlSruhe i. Bader» ist uns als verloren angezeigt worden. In Gemaßheit von § 15 der Allgemeinen

Öffentlicher Anzeiger. ?:

1902.

Kommanditgescllschaften auf Akticn und Aktien c'ell . Erwerbs: und Wirtschafts enoffensckyaften. J] W 8. Nrederkaffung :c. 8011 R2 15011119311611.

9. Bankaußwciie.

10. Verscbisdens BcianntrnaÖungcn.

Versicherungsbedingungen unseres Statuts machen wir dies hiermit unter der Bedeutung bekannt, daß wir den obigen Schéin für kraftlos erklären und an dessen Stelle ein Duplikat ausstellen werden, wenn sich innerhalb dreier Monate vom unteugeseizteu Tage ab ein Inhaber dieses Scheines bei 11115 nicht melden soUte.

Leipzig, den 7. Oktober 1905. _

Lebenswerfichkrungs-Gesellschaft zu L*:ipzig. Dr. Walther. Riedel. [59609] _ Aufgebot. _

Der auf Antrag drr Westßolstsiniickoen „Bank, Husumer Filiale in Huium, Vertret€n durcb Justizrat Bong-Schmidt in Flensburg, durch_ Beschluß dom 18.Ju11d.J§. aufgeboteneSolawcchU heißt richtig:

Fäiiig am 24. August 1902.

Husum, dsr] 24. Juli 02. „44 10 000,-.

Gegen die1€_n unsern Sola-Wechsel zahlen wir Endesuntersäprreb-xne an die Westbolsteiniscbe Bank Kasumer Filiale am 24. August 1902 auf derkn

onto: 111 Hxium ohne vorherige Präsentation

die Summe don Mark ZSbntausSUd. Valuta erhalten. P. Badrisén

NL; 694.

S J. Richardz'én _ H, Hinricbsen.

Der Anigrdotstermin Vom _9. Februar wird auf Mittwoch, den 16. Mai 1906, Vormittags 96 Uhr, werlkgt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in diesem Termine Vor dem biesiFn Amtsgericht seine Rechte anzumelden_ und die rkunde dorzulegen, _widrigenfaüs die Kra'tlds- erklärung der Urkunde ersolgkn wird.

husum, den 30. Oktober 1905.

KönißliÖSZ Amtsgericht. Akt. 3. [59613] _ Aufgebot. :I. 1'. 5.105. 1.

]. Nachstehende Hrkotdekenwsten:

1) 3 Taler 25 Sar. 8 Pf. Kauf,“,eld drr Witwe Dorothea Sander in Darkebmsn, mit 5 (',/0 auf Grund des Vertrags Vom 4. Januar 1847 Eingetragén Abt. _111 Nr. 5 TSG dem Uhrmacher 211131111 Jahn gehörigen Grundstücks Darkedmen Nr. 50.1",

2) 150 Talsr DarLrbn des Domäuenväcbters Pancritrus in Dingiaufsn, mit 6“ (. aus der Urkunds vom 3. Sevtrmber 1857 eingetragrn Abi. 111 “Nr. 5 des den Besitzer (Gottfried und Frisderike, geb. Wildies, Lindenauscben Eheleutrn gsbörigrn Ernnditückz' Poti)- kebmen Nr. 20; _

3) 1Ta1kr 19 Sgr. Kaufgeld des Ort§sch111§err Moser 1111 Schilleblen, mit 5% auf Grund des Zu- schlagsbeicheides vom 13. Februar und der Kauf- gelderbelequngsverbandlung vom 23. März 1869 erst auf Schiileblen Nr. 25 eingetragen und dann über- tragen auf Abt. 111 Nr. 91: des den Fleischer Eduard und Minna, geb. Blaschke, Dimsatscben (811€- leuten gehörigen Grnndstäcks Schiklrkzlrn Nr. 16;

4) 281 Talkr 17 Sgr. 4 Pf. Abt. 111 Nr. 11 des den Befißrr August und AUMÜC, geb. Schoen.

arbr_ückerschen Ebrlcutcn gcdörig-n Grundstücks

[[goiien Nr. 17. Eingetragrn ist dir Verpflichtung der Eigentümer, die Geschwiith 2011118 und Johann Kleist wegen Schulden in dieser Höhe nach Mas;- gabe des errsiks dom 25.311111 1856 außer Sch111d- verbindlicbkeit zu 1815511:

werden auf Antrag drr durcb DM Justizrat Cobn dierselbst Vertret€n€n Grunditürköeigcntümer hierdurch aufgcboten. Die genanutrn Hypotbskcngläubiger bezlxw. deren Rechténacbfolgcr werden aufgefordert, ihre Ansprüche auf die ausoedotrnrn Postrn [patestens im Aufgebotstermin am 26. Februar 1906, Vormittags 11 Uhr, kri dem _unterzeichneten AmtSJericht anzumelden, widrigenfails ihre Aus- schließung mit ihren Rechten erfolgen wird.

11. Ferner hat der Knecht Frisdricb Margsr in Schaagiten, rzrtreten durch denyelben Anwalt, das 21117132th des angkblich _verlcrsn gkgangénen Skar- fanenbuckos der lxicsigen Kreiésdarkassr_Nr. 5856 über 100 „sé brantragt. _Der Inhaber dic1cs Buchs wird aufgefordert, ipäteitens im AufgebotZtcrmin am 26. Februar 1906, Vormittags 11 Uhr, [Line Rechte anzumelden__und das Svariaffenbncb vor- zuiezzen, widrig-analis denen Kraftlchrkiärurg eriolgrn wir .

Darkehmen, dkn 22. Oktober 190“).

Königliches Amtsxisricht. [58963] Aufgebot. 2.191,05. 2,

Der Kaufmann Eduard Morel in Frankfurt a. M., Bockenheimeranlage 5, vcrtreten durcb Rechtßanwa1t Dr. Oblenicblager in Franksuri a. M., hat das Aus- gebot der beiden Hypothekenbrieie 111€: dir im Grund- buch von Hanau Stadt Band 60 Blatt Nr. 3373 in Abteilung 111 xingetragenen Hyrotbekcn;

1de. Nr. 2 über 21) 000 «16,

lfde. Nr. 4 üch 10 060 „16, eingetragen auf den Namen des Yntragsteüers und zu Lasten der Maingauer Konferoensabrif, GLscllsch.1'-t mit beschränkter Haftung 111 Hanau (1. Main, bean- tragt. Der Inhaber der Urkunden wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 25. Mai 1906, Vor- mittags 11 Uhr, vvr dem unterzrichneten Gerichx, Marktplaß 18, _Zimmer Nr. 14, anberaumten Aux- gebotstermine [eine Rechte anzumelden und_ dre Urkunden vorzulegen, widrigenfaüs die Krastlos- erklärung der Urkunden erfolgen wird.

Hanau, den 23. Oktober 1905.

Königliches Amtögericbt. Abt. :?. [59622] Yufgebot. _

Der „Kammachermeijter Albert W551 111 Kroffen 11. Oder hat das Aufgebot zum Zwecke drr Aus- schließung des Gläubigers des auf dem Grundbuch- blatte des ihm gehörigen (Grundstücks Kroffen-Start Bd. 7 Bl. Nr. 170 Abteilung 111 Nr. 5 für den Garnweber Johann Friedrich Koenqoit und dessen Ehefrau Johanna Friederike geborenen Mieits (1311 19. März 1816 eingetragenen, auf die Erben _des in Berlin verstorbenen KattunWebers Johann Wilhelm Koengott übergegangenen, rückständigen Kaufgelder-

restes Von 30 Talera gemäß § 1170 B. GB. be- aniragt. Die Reciiisczachidlgsr des Hypotheken- giaudtgrrs wcrden aufgewrrrrt, 11511111an in dem auf Montag, den 8. Januar 1906, Vormittags 9 Uhr, vor drm uriterzsichnéten Scricht, Zimmer 13, anberaumtrn _ Aufgrbctstermine iHre chhte anzu- meldsn, wrdrrgenfaUs ihre AuSichlisßung mit ihrem Rechte ersolgkn wird. Krossen, Oder, 1811 2. Nodembsr 1905. KöniÉc-F» Amtöakrichd

[59145] Aufgebot. .

Die MiÖael Grnnd, Baaxrxedeseutk in CrisVLn- Husen, haben das Aufgebot drs 111196111111 derwren (x_egqngenen, Über einm im Unieryfandsbuck) Von Crijpenbofev Vd.1'11 B1. 109 5-113 1) zu GUnstm der Anton Royri-g, BaUrréwitwe dasrlbst, wegen eines LiegenkauisÖiUimgIrLsiI von 1780 „44 am 10.211201 1880 eingetragsnen Pfandrecbtédordebalt auSgesteklten Prandbuchsauszugs_521111111191. Dsr Jn- haber der Urkunde wird aufgefordert, svätestsns in dem auf Diensmg, den 5. Juni 1906, Nach- mittags :! Uhr. Vor dem URTETZEiÖnCTM Gericht anberaumtsn Aufgxbdtxxtsrmine [61118 Rechxe an- zumelden und die Urkunds VOUUikgkn, widrigeniaüs die Krafjlosc'rklärnng drr UrkUndk Nkolgen wird.

Künzelsau, den 20. Oktobcr 1905.

Königlickoés Amtégericbt. 2311175, 21-91.

[59147]

17. 6,05. 3. Die dereöelicbie Eigrntümer Jda Wklziéwin Halenbsck bot das NUfgebol zum Zwecke der Au51ch1ies5ung dés (Gläubigrrs der auf dem Grund- stücke HaL-nkrck Band 1 411.111 Nr. 20 Abteilung 111 Nr. 3 für die derebclichte Arbeitétnann Pelzer in Wittstock eingstragensn Darlednskthhek Von 49 T:;lern beantragt. Der Gläudissr wird aufgefordert, Wäteitens in dem auf den 21. Januar 1906 vor dem unterzeicbrcten 143111655: anksraumten 211111165018- termine [Sind Rechte anzumekden, widrigenfaiks seine Ausschließung mit seinem Neckotx erfolgen wird.

Meyenburg. den 27. Oktober 1905.

Königlicbrs Amtsgerickpt.

[59610] Aufgebot. B' 13/05. 4.

Der Zimmcrmann Focke Rose zu Bargebubr, ver- tr€trn durch dir Rrckytsanwälte G. und U. 1.11st 311 Nordrn, bat dcanlraßt, dkn Verschoklrnen Geert [Fils Domcver, zgleßr wdbndaft in Lütetsburg, für tot zu erklären. Der bezeickonete Verscboiiene wird aufgefordert, sich späirsiens in drm auf den 25. Mai 1906. Vormittags 91 Uhr, vor dem unter- zeichneten Gericht anberaumten Aufgeboistermine zu melden, widrigenfalls die TodeSerklärung erfolgen wird. An (111€, welcheAuskunrt über Leben oder Tod des _Verscbollrnexn zu erteilen Vermögen, ergeht die Aufforderung, ipätesiens im Aufgebotstermine dem Gerickyt Anzeige z11 machen.

Norden. den 1. Nowmker 1905.

Königlicbrs Amtégericht. 11.

[59625] Aufgebotx 1. 1'. 5105. _ 1) Der Befißrr Johann Winusskck, 2) deffen Ebe- 7rc111 Marie Wtffuiicck, geb. WSißgräber, 3) der Landwirt Friedrich Weißgräber, sämtlich aus Gadringsn, 4) dsr Landwirt Ferdinand Weißgräder i_n Jüowo Haben bLantragr, den verschoUenen August Hermann Weißgräber, grbcrrn_am 23.A11gust 1860, im Jnlande zulest wobnbait in Gubringen, für tot 311 erklären. _Dcr_bczeichne1e Verschollene wird anfgewrdert, fich [väteiiens in dem auf den 6. Juni 1906, Vormittags 10 Uhr. Vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung er- folgen wird. 2111 (_1112, welche Auskunft über Leben oder Tod des_Ysr7chc[1€n€n zu_ erteilkn vermögen, ergeht die Aussordcrung, spätestens im Aufgebots- tsrminc dem Gericht Anzeige zu machen.

Rosenberg W.-Pr.. drn 25. Oktober 1905.

Königliches Amtheriiht. [60009] _ _

Jn .Errkgedotsyacbén, betreffend die Todeserklärung des V€11ch0Ü€nkn Müdlrnbefißers Julius Haeusel, zuletzt wohnhaft in Schöneicb, wird anstatt des auf den 28. Oktober 1905, Mittags 12115r, anberaumten Termins anderweitiger Termin auf den 18. No- vember 1905, Mittags 12 Uhr, anberaumt.

Arnis,;ericht Sagan, TM 3. Novembsr 1905.

[59629] Ausfordcrun . 961Ü 869/05. 6.

Am 16Fe'br11ar 1904 ist zu erlin, ihrem leßten Wobnfiß, die am 13 Februar 1861 als unsbelicbes Kind der wkrkbelicbten Privatsekretär Elisabeth Jenny Zimann, geb. Prinz, 311 Breklau geborene Olga Prinz, Verehelichte Kaxfmann Brey, (is_storben. Ds: (Ehemann der Erblansrin bat gemaß _Ar- tikel 4614 des Augsübrunßsgeskßes zum 5Zirirgrrlrcben (Heseßbuch die statutarische Portion gewahlt und die Erteilung eines Erbsckseins als gese licher Erbe da_bin, daß er und der preußisch Fiskus rken je zur Halfte sein, beantragt. Die etwaigen übrigen Erben sind unbekannt Es werden alle diejeniéen, denen Erb- rechte a11f_den Nachlaß der Frau O ga Brey, geb. Prinz, 3111185811, aufgefordert, ihre Erbrechte spä- testens am 2. Januar 1906 bei dem unter- zeichnetcxi Nachlassgericht m_rzumelden, widrigenfalls dem gestellten Antrag grmaß der Erbschein erteilx werden wird.

Berlin. dcn 29. Oktobxr 1905.

Königliches Amfäayrikßk 1. Abteilung 96.

[59628] Qeffeutliaze veranunuachuug. _ Am 4. Juli 1905 ist bierselbst der zule t bier, Neue Hochstraße 40a, wobrbaft gewesene rbeiter Wilhelm Feft Verstorben. Er ist am 1. April 1831 zu Droffen geboren als Sohn des Posiillons August Fest und der Marie geb. Welk. Es ist ein Nachlaß von etrva 800 .“ Vorhanden. Da Erben des Ge- nannten bisher nicht ermittelt find so werden alle diejeni en, welche ErbanIrücbe ba en, aufgefordert, sich un er Nachweis ihres erwandtschaftsverbältmffes