Personalberäuderuugen.
Königlich Preußische Armee. Beamte der Militärjustizverwaltung.
Durch Allerhöchste Bestallun en. 4. Januar. Merckel , Dr. jur. Glasewald , Oberkriegögeri tSräte von den General- kozmnandos des "7111. bzw. des 111. Armeekorps, der Stellenrang der dritten KfZffe der höheren Provinzialbeamten verlieben.
Dur Verfügung des KriegSministeriums. 3. Januar. Volley, bisher in der Feldstelle des Oberkriegsgerich15rat3 bei dem Kommando der Schutztruppe für Südwestafrika, unter Einreibung in die etatsmäß.Kriegözericbtßratsstellen des Friedensstandes dem General- kommando 271117. Armeekorps zugeordnet.
Katholische Militärgeistlicbe.
Durchllerböcbsten Abschied. 12. Dezember. Montag, Mlitäroberpfarrer des 7. und 171. Armrekorps in Breslau, auf seinen Antrag mit Pension in den Ruhestand versetzt.
Beamte der Militärverwaltung.
Durch AllerböÖste BestaUung. 4. Januar. Rohde, Jntend. Rat, beauftragt mit Wahrnehmung der Militärintendanten- fteUe des IT?]. Armeekorps, zum Mtlitärintend. ernannt.
Durck; Allerhöchste Patente. 21. Dezember. Brache, Vollmar, Steenbeck, Jntend. Sekretäre von drn Jntcndanturen des 71. bzw. des 111. und 711. Armeekorps, Lobrisch, Wagner, Ulrich, Intend. Sekretäre von den Jntendanturen des 111. Armee- korps bzw. der 8. Div. und des 117. Armeekorps, Schiweck, Woll- weber, Vogel, Jntmd. Sekretäre yon den Jntendanturen des 1. bzw. des 111. Armeekorps und der Verkehrstruppen, Neubauer, Rendant vom Kadettenbause in Psön. _ dsr Charakter als Rsch- uungsrat, Schwarz, Jntend. Registrator von der Jntend. des 17. Armeekorps, der Charakter als Kanzleirat, - verlieben.
. Dezember. Müller, KorpßstabSapotbeker d83171. Armee- korps, der Cbarakter als Oberstabsapotbxker mit drm persönlichen Range der Räte vierter Klaffe verlieben.
4. Januar. ovsr, Leib, Geheime rxVedierende Sekretäre an*ri_K_._xlkalatoren im riegSmir-isterium, der Charakter als Rechnungßrat Ver re rn.
Durch Vsrfügung drs Kriegsministeriums. 29. No- vember. Majewski, Untervetxinär (“rr Rss. (Schlawe), zum ObereTerinär deZ Beurlaubtenstandrs ernannt.
1.Dezember. Oeste, Fornaqon, Brtbke, Lazarettverwalt. Jnsrckirren in Diedenbofen bzw. Frankfurt a. M. und Brandenburg a. H., zu_Lazarsttrbrrinsrektrren, Tbielebein, Wittich, Meyer, Lazarettimrektorsn auf Probe bri Den Garn. Lazaretten 1 Berlin bzw. Hannorwr und 1 M25 ( Start), zu anarettinspsktoren, - ernannt.
6. Dezambsr. Jocbim, Laz:rettv2rw311.Jnsp. in Oppeln. auf seinen AntraZ mit Pension in den Ruhrstand orrseßt.
7. Dezember. Rödiger, Herrmann, Lazarettinspsktoren in Glas bzw. Bitsch, zu LazachVerwalt. Inspektoren ernannt.
11. Tezsmber. Herbst, Simo", Backbusen, Winckler, Quella, Rudolrh, Schmidt, Zazuretiinspektoren auf Probe in Brrslau bzw. Brrkiau, Ebrknbreitstein, Frankfurt a. M. Deus, Min»: und BUMM!)er a. H, zu Lzzarettinsrektoren ernannt.
13. _Drzembrr. N_i€rboff, Parenfuß, Lazarettinspekwren
in ?rmiksurt a. I. bzw. Hagenau, gegxnseitig vzrseyt. _ 19. Dezemkrr. Die Kasernrninspzktoren auiLFcobe Grone- se1r Edlrr r. Ottberger in Brandenburg a.D., ' etes in Trier, Witt? un: Srrgubn in Caffxl, Gärtner i.". Magdeburg, Heise in PV'M,B[Sck_WSNN10MLS, Seirrl in Hannover, Sudergakk) in erlin 5:1 Knierneninirsktoren ernannt.
16. Tkzrmbrr. chbisckoang, Militirbausekretär auf Prob: beim MilitärbaUamr in Thorn 1. endgültig angrstrllt. Chrisi, Rechnungérat, Lazaretcoberinsv. in Darmitaöt, auf seinen Anita mit Pension, E) u_be, Oßerveterinär im Hinterpotmn. eldart. ?Kegt Nr. 53, auf *einrn Antrag zum 1. Januar 1906 mit enfion, _ in den Ruhestand oersest.
19._ Dcxrmbrr._ Hinysn, ProviantaMSassisi. bei der Schus- trxwre iürSüdwrstarxikn, mit drm ]. Fatma: 1906 in cine Statmäß. A'üxtsntxniteüe beim Proriantamt in Mainz Ü-Öernommen.
_ _21. DLZZUXÖZT. bert, bisher Großbrrzog1.beff. Regierungs-
amxvyr, :(; ?xatmäß. ;Nilitärirrwnd. Affxffrr bei der Intend. kes T1'111.21*m22k:rr§ angriträt. SÖmirt. Gum. Vrrwalt. Kon- trrUSUr i.". ann, aui ***,-inen Anxrag mit szfion in ren Ruhrstand Vék'é'ék.
_22. TIZSMÖST. Zwick, Kanzlriiekrétär, bxauilraxt mit ryobk- wziWr WTÖTKSÖMUNZ :*:r Gkscbäit? :inc-F K:.J-JniékrSlärs kéi der quöréxrénéxxxn'" xlr, zam Kasrnsrerxär 72378157: Nnannt,
Tierxerr, Sserxäxx SÖnCiIZréKar1),Prrichkv, Ebrke, A:;ux r.“: M". ersnkxnrurrn rs: 39. bzw. 4. Dir., des 1'111. Un: FK'11. Irmx-kars, ZU k-MM rss KKL. bm“. TUK, 11. und '»"111.Arwexkorr§. Stuss, RiÖT-w, Külsn, Rricbarrt ron ken Jnrxnrxxerx: ::.-; 11. :'ereskrrrs 5579. rx: 10. an: 2. Dir. und re? FU". AkWSSkITTZ 3: :enen rxs K*. Armzekrrr-F- kzw. (Z.)?DZkOkVZ, 311'11. ::.-.: LK'11.Arm3€k:rr§-, Fynke, Pabst (Jalius). Krmmoß, SÖrréikerr ::.". rzn Jnk;n:;ntu:rx: 'I?! 8. 55:12. 16. Div., des 1.711. :ck: FN. A::xsxkrrrZ, zu TTKSK "rss *»“11. bzw. 7111, 1. an': F1".A:52:kkrr§, Ziskrls, Wolfi (NiÖark), Bößm von FM JnerTTZUT-“T-Jr". rx; 1". bzw. „*(1'111. nn: 1'11. Armeskorvé, zu rsnen KZ TN. 5572. )'. Armeékrrrs 7.112 T5: 8. Dir., _ zum 1. Avril 1905 ::.-'5751.
23. Témeker. Meßentkin, Proviantamtxnifiit. ron der S_ÖYZtrurré ".:-': _Zükwéikairikx. mxt kein 1. Januxr 1906 in cine '.“l'fiktententtellz 554. DM! Prrrianramt in Branrenburg :x. H. wizx-Ir- eingrrkibt. Zirrlixé, Eich, ansnk. Sékkékäke von den Inlän- dantnren :»:s 1. ArMéfxEZ 53:2“. :Zr 1. DO., „;?zsnsririg vxrsIZt. ,
24. Dezsmbrr. Wrizt, Lt. rxr Res., L*iZHer Lrim 2. Ostrr-xuß. FSLOnrt. Rrgt. Nr. 52, F.:? thtmäß. Militärintend. 2177-3179: bei der Jntenx. des )'11. Armerkriré angrsist,
27.Tez€mber. Pohl, Koch, Farktermann, Unterapotbzker dek- Brurlaubténsiandes, zu Oéerarotöeern befördert. Anders, Strnuhr, Elem-rntarl-Ißrsr am Kadéxtszxßaxsr in Karlsruhe bzw. Oramsnitem, zum 1. Avril 1906 ge.;enssixiz vsrséßt.
_ 30. Dezember. Wüstemann, Braun, Aifiikent-xn rom Be- kleidungsamt des FN. bzw, 1711.21rmeekorvs, gegrnszitiz Versetzt. _Bebext, Srheimet ReckwungSrat, Gebeimsr srpsdierender Sekretär xm KNSZÖMMMCÜUM, (1111 seinen Antrag mit Pension in dén Rubr- ?tand Misst.
3. Januar. Claaßsn, Jntknd. Sekretär Von der Jntend. drs F711.A_rm€_ekorvz, zum Geheimen exvcdierenden Sekretär und Kalkulator, Reichardt, Jntend. Registrator Von ÖKO Jntrnk). des F11'.*.;1rmeskorr§, zum (Hsdeimen Regiitrawr, “im KriegSrninisterium ernann .
_ 6. Januar. Rohde, “:*. ilitärinirnd., die Militätinten'danten- iteUI res I(L'l, ArMSrkoWZ übertragxn.
Kaiserliche Marine.
Iikiziere usw. Ernennxxngen, Beförderungén und Versesungen. 6. Januar. (Hr. x). Moltke, Kontrenkmiral, bsxaxrrZZt mit drr ertxktung de_s erekteurs dsr _1. Mati_neinsp„ zzm Inkrekteur klé7ek an., v. Uyedom, Kontreadmiral, In'vskteur de: 1. Marinxinsr., bxauftragt mit der Vertretung 2:23 ObkrkVSkst- rirzer; r-sr Werit zu Kiel, unter Belaffanz in dxm erbältniZ 5.15 Axwxrä 2 ZZ. **: ;jx-x Sziner Majestät des Kaisers 1115 Kö-iZs, zum LéérxéritI-ZTMU :üizr Wérit, -- ernannt. Ehrlich, Kapitän zur SSS, Zezuixrzzr mit :?r Vértretung ds; Festungxkommandanten zu W'Lkelmx-ZUHK, mit bernebmunq der Geschäfte des Festungs- kcwmxnUnfen :aAkü k?nuitragt. Engel, Kavitän zur See, braus- trxzr mi: QZ“. ertretunz 323 Kcmmandears der 2. Werftriv., zum K:.Umanxku.“ ::xiSr Di:. ?:nxnnt.
A57chi2:332:r11égan33n 6.Januar. Scherer,KOntre- axmiraT, Ikerrerikkirkar 331? Wxit zu Kiel, (Jülich, „Konkre- :::nér.21, „2277213727: i:: WZTZHNNZZWM, Frixdrich, .Kavitän zur Sk, „TITUmxüT?“2k :2: 2. WNÄTÉV, - aui i.,k: G31uche mit der
aeseßlichen Pension zur Diop. gestellt, lehterer unter Verleihung des Charakters als Kontreadmiral. Meyer ( Will y), Korv. Kapitän von der Marinesiation der Nordsee, auf sein Gesuch mit der gesetz- lichen Pension zur Diop. gestellt unter Ernennung zum Navigations- direktor der Werft zu Danzig. Dr. Steffen, Marineassist. Arzt von der Marinestation der Nordsee, zugleich von der Schultorpedo- bootSFlotttlle, scheidet auf sein Gesuch aus dem aktiven Marine- _s_a_n_itaxsbkorps aus und tritt zu den MarinesanitätSofsizieren der e . u er.
Deutscher Reichstag.
18. Sißung vom 12. Januar 1906, Nachmittags 1 Uhr 20 Minuten.-
(Bericbt von Wolffs Telegraphischem Bureau.)
TageSordnung: Fortsehung d_er ersten Beratung des Ent- wurfs eines Geseßes, betreffend die Ordnung des Reichs- hausbalts und die Tilgung der Reichsfchuld, mit den Anlagen: (_Heseß we en Aenderung des Brau: und Tabak- steuergrseßes, ZigarettenßeuerFse7, Geseß we en Aenderung drs Reichsstrmpelgeseßes und rb chaftsjteuerge§sz
(Fortseßung des gestrigen Berichts.)
_ Abg. Os el (Zentr) fortfahrend: Esenso muß ich der Auffassung entgsgentreten, daß der Süden einen besonderen Vorteil vvn der Erhöhung dsr Tabakstsuer haben würde. Es ist ausgesch1offem _ d_aß im Süden ein besondrres Anwachsen der Produktzyn moglich sein wird. st Arbeitermaterial in Franken 3. B. Ut dxtrcans nicbt beständig. Die Zéßarrenarbeiter geben gern ihre B31chastigung auf, und die Fabrikanten eklagen si?!) darüber, dnß sie immer neue Hilfskräftc anwxrben müssen; sis müffen fich mit brklrgen_Fabrikaten bescheiden. WIS die Zigarrttensieuxr brtrifft, so wird _dte Pavisrbesteuerung der_Hinterziebun Tür und Tor öffnen Es _lteße sich statt dessen unxchwxr eine5 elation hinsichtlich des Gewtcbis herstellen, und dann eine gxnz berechtigte Vrsteuerun s- chrm tn einer Banderolensteusr oder Markrnsteuer findén. A er- dings sowenig uns die ganze Tabakbesteuerung gefällt, sodaß wir uns auch nur auf einen höheren Zoll auf Zigarren ein- lanen können, so würden wir doch einem böbxren Tabaczoll nicht ab- geneigt xein, wsnn eine Form gefunden würde, die zwischen den beneren und den geringeren Sortsn untersFoeiden ließe. Solange das aber nicht _der FaÜ_ist, können wir uns auf einen höheren Roh- tabakzol] U_lcht einlanen. Wir können in den Zigaretten auch keinen Larysgegemtqnd erkennen, den wir _durcb die Brsteuerung treffen müßten. _Jn der Brausteuervorlage ist der wichtige Punkt des Aus- beuteverbaltxnffxs sebr nebensäckÖlikh und obérflächlich brbandelt. Der Scha is_kretar iübrte _aus, es ätle ursprünglich 1 „M auf das Hekto- lrxrr _ier gelegt werden soÜen, durch die VérVOUkommnnng der Technik i_ei es in den größeren Betriebsn aber dahin gekommen, das; das Hekto- lttxr xnzr noch_72 „z trage. Deshalb muß die geplante Staffxlung aus riese Veranderung im Ausbeytsvsrbältnis mehr Rücksicht nehmen, als in der Vorla 8 ges eben iii. Von dyn kleinerrn Brankreien “wird 5.13 höcb te usbeutevxrbältnis lange nicht erreichx. Das Prinzip _der_Staffelung kann man annehmen. keinesfalls kann man abkr damck _eme _Verdoppelung drs bisherigen SteUIrsaZes recht- ferttgrn, namsnt11ch_ ntcht_ für die klrinen Brauereien. Aus den Aeuße- run en deH Staatswkretars ist im:nerhin zu_entnebmen, daß die vor- ges lagene Staffelung mcht uuaöänderlich ist, daß die Herren viel- mehr mit fick) hxndeln lassen werden. Auf die Vom Abg. Speck an- geregten Fragen Wegen der Rückvergiitun und der Uebergangöabgabe ist noch _ksme Wiwort erfolgt. Ennpr end der Aenderung der Aus- beute i_mo drs Steuxrsaßes müßte auch die Rückvergütun geändert, aber nicht em _Einbettssaß daf_ür Ingenommen werden. Die [Lebergangs- abgabe itebt eigenxlich im Wroerrpruch mit der Verfassung, und an; Und_gar unberechtigt tst es. fie jetzt auch noch zu erhöhen. Die üd- deuthr-n Staaten haben allerdings auf dsm Gebiete der Getränkesteuern ein Sondsrrrcht, abxr fie zahlen dafür auch an die Reichskaffe. T):? Y_elairnng der 1üddeut1ch€n Staaten wird fich scer crhöhrn, wcnn dj_é vorzrschlagenxn Arndsrungrn P!nß grrifcn werden. Bavzrn _aÜstn 17.1212 ?? biz' 6 Miki. Mark mskyr an das R€ich zu ;ablcn'als 13731, _ u::r Lk_n ganzrn wird Bavsrn dur!) Die Erhöhung der BkäU'fMLk 11111 8 21110 9 INM Mark mrhr 58157161 wsrden. Wir wollen allerdings mit Ernst und Sorsfalt drn NeichsbausHa1t und die_D3_cknng§srage vrüksn, denn wir siid nicht so vaterlandslox; und slcrÖZUTttg, um daranxorbzizagkben, und wissén wohl, WZ das Reich Ysrarx, „YU wir münen drn Tkll uns-xrrs B.“?kxs schäxzen. der die UHER? ZÖUZwFYr gzgrn umsiürzlerisckoe Bestrrbnngcn *.*-Udet. Wknn w:_r d:? Prolctnxrxiérnnz_rxs Mittelstandes Osrbütrn und dafür sorgrn, dax; rr mcbx noch unzu'rierener gsmaäyt wir?, so dienen wir damit T_Zn Jnirrciien des Reichs und“ den Interaffen der Wyhlfahrt und SicherY-Zit !:er (inzelnen. Durch Angriff:, daß wir keinen Patriotis- mZZ batten, _xrsrden wir uns von unserem WSIS nicbt abbringrn lansn. Es Ut zu 5977211, daß in der Kommission die Vorlagrn die verdiente Würdigung findrn wsrden.
_ Abg. _Gere_r (Soz.): Dsr Finanzminisier bzt fick) grstern über 2m_ Arbmrr :_Q;u?531tungsbudgrt aufgebalren, das er in der MYnchenrr POL grfunken 5.11, und diese Gelegenheit benuZt, zn :*er!a__1;_en, dern Sozialdsmokratén einF auszuwis-Ösn. Daxt Bud et soll 5211-30 „L_ anzebktcb 86,20 “_ZWlung an ?rzialdémofratiscbe „Organi- sanrnen _auswxricn. Der rreußixckx Finanzminister hat 523 Budgrt an fixb wahrt.; zittert, akrr zu seinxr von drrRecbtrn mit [rbbaftem Hört! bon! gusgxzwmmmxn Shlußwlgerung, der er sxlbst ein „Zapjsuti Wr“ brnxuwgte, konnt? er nur durch iUry1le Vsrdrehung gelangen. (VtzWramr-mt Gra' zu_Stolberg: SZS dürfen 1i1cht yon einer !Jovalen Vcrrrskung jvrechen !) _Der err Finanzminister hat Hier nach der Mxtbqke, dr.? wi: 1:1 bei Finanzministsrn gewohnt sind, den Etat zn Vsrxxbleiern genießt. In dem Burger steht: Kassa- geid a_n Organimtionen 83,20; Sozialdrmokcatisckyer Verein 3 .“ Hier liegt eine Untcr1ch2idung vgr; der sozialdemokratische Verein ist rnit 3.14 ringcneüt; rie Kanagelder an Organisationen umfassen dre Bsqragc zur K:_anerwxrsich:rung, zur Invzlidanerfichzrung, zur Gewerk]Hastéorznnikation. Wäre der bétrrffende Arb:iter ein Buch- druckch'_r, 10 würde also dxr Finanzministsr an:!) 73511 Verband der Drujicbrn Burhxrurkex als eine _fozixldemokratisrbe Organisation erklären. WIH l_smet abend»); GewrrYW-Ift dem Mitglieds für sxine Beiträge? RS_ÖYNÖW, Zrt'chUß zar Krankenunterstüsung, Reiseunterstüßung, Arrettxloxenuntxx':*.“.yung, Umzygsgelder, Maßregelungsuntrrstüßunz. Will de; p_reuZUM Finanzminister auch _die vom Reich geschaffenen sozialrolitz'ébsn d;:znnixationsn für 10xickldemokratiich erklären? Damit durfen xrrc wobl dieses Vorgehen drs preußischzn Ministers fur abgrtan (Weben. WAZ die ne_uen Stxuern an*ebt, die uns hier ynrg_e_schl_agen_1_1nd, 70 5952 ich n.:bcr auf die TaFakbesteuerunn ein. Es iyi cine tsit'trbrnre? Tatsarhk da aus drm Tabak nur auf dem Wege des Monopol? oder ker Fasrifa txuer noch etwas heraus,;escblagen wxrden kann._ Bxi dxr Bzratung Hes ZoÜtxrifSS bat die Regierung sich durchaus zuruck'ebaltén; Graf Poiadokar) Erklärte vor 3 Jahren, die Regierung denke n_icht an ein? Höhere Bejteurrnng des Tabaks. Wir h_akxen dzmals umer Mißtrauen d)gegen offsn auszzesvroäpen, haben dteycs MtßtraueL „.;?xäbrt, und wie fich ikst zsigt, mit vollstem Recht, denn ant) rk: „SkaatZsekr-xtär von Tbielmann und sslbst der Frriberr von Stengel Vor zwei Jahren haben d.1_7au7 bingWeutet, daß EventueU h_er Tabak chh wexdz rnehr bluten münen. Da erklärt sich denn bin. [anglich dir 12131 in rxr Takakindustcie aus,;kbrrchene Entrüstunss- sturm. Einmutig Laken sizb Induitrislie und Arbeiter gegen die neuen Steuerpkans rxr rsrbündeten Regixrungen gewendet. In Deutschland wurren wr 10 Jahren 1Milliarke Ziaaretten angefertigt; xkyrsind cs Won 4 kiZ 4x Millin'dsn. Dirsem Vorgang wendet die Regierung _nach__1Zr Gs.;ründung „ihre volle Aufmerksamkeit“ zu. Sie 1160! tn rtrirm ,;roßen Aufschwung! dzr Zigarettenindustrie sine
Gefahr für dix Zi,;arry, und sie nust die tatsächlich gegenwärtig be- iießenre A:i:nofität zwischsn Zégarren- und Zigarettenindnstkie *ge-
schickt aus, um beiden Zweigen der Tabakindustrie eine neue schwere Belastung aufzuerlegen und um diese leichter beim Rsicbstage durch- zudrückxn. Die Jutzusirien haben aber die Gefahr rechtzeitig erkannt und diese Ammqsitat zurückgedrängt. Solche Zollaufscbläge, wie sie dre Regierung hier verlangt, sind noch nie und nimmer bean Reichs- _tage verlangt worden. Angeblich hat dabei die Regierung ihre Fürsorge besonders dsn Tabnkbauern angedeihen lassen; gußerdem ist_ sie besonders besorgt, den Rauchern die Zigarette im gesundbrttlicben “Interesse fern zu halten. Diese Für- sorge um xte Gesundheit der Bevölkerung ist wirklich rührend. W_arum erlaßt sie nicht, um ganze_ Arbeit zu machen, wieder die fruheren Verbnte gegen das Rauchen überhaupt? Ja, das wagt sie nicht mehr, wetl_ sie aus dem Tabakkonsum Profit zieht. In argem Widerspruch damit steht auch die Absicht der Regierung, die Zigarren um 50 0/9 in der Steuer zu erhöhen. Tausende und Zehntausende von Arbeitern werden durch diese Erhöhung auf die Straße gesetzt. Und die Unternehmer müßten ja doch Gimvel sein, wenn sie sich den Anteil aus dieser Erhöhung nicht berauSrecbnen könnten. eigentümlicbes Kapitel bildet auch die Bestimmung über die Kontrolle und die Strafe für Hinterziehung. Glaubt denn die Regierung, daß die Bestimmungen drs Entwurfes überhaupt durchgeführt werden können? Glaubt sie, der Reichstag wird solche (Geschäftsicbnüffelei jemals gutheißen ? Dte_ Steuerbeamten warden geradezu zu polizeilichen Ges äfts- schnufflern herabgewürdtgt. Mit schärferen S_traien könnte au ein Pylizeigeseßwickxt gepflastert sein._ Das Geirß bedeutet eine voll- itandige Vejeitigung der Pfennigzrgare-tte. Die Zigarettenfabrikation stellt je t zur Halfte Pfennigzigaretten ber, die in der quptsacbe yon Ar eitern, namentlich Transportarbeitern, geraucht werden. Wenwyie Arbeiter 2 „Z, bezahlewsollen, so muß der Konsum um die Halfte zurückgeben. Die Reßierung versucht nur auf Umwegen dem Monopolgedanken naher zu ommen. Unter dem Monopolwürden allerdings solchs Bestimmungen wi? fie diese Vorlage enthält, nicht mehr__notwendig_ 1em. Die Regierung spricht immer von sozial- poxitn en _Rück]: ten. _Bei der Tabaksteuervorlage zeigt sick) diese R_uckfi tnzcht. uf xine h_öbere Besteuerung des Tabaks drängen hochstxns dre Konsetvnwen hm. Die öffentlich? Meinuna gebt dahin, daß die Regirrung die Tabakindustrie durcb fortwährende Beunruhigung mrt der Androhung neuer Steuern in ihrer Entwicklung gestört hat. 1111th der ewigen Beunruhigung haben auch die Arbsiter zu leiden. Es i_kt ganz unrichtig, wenn der Schaßsekretär von einer erheblichen Erhohung der Löhne_drr_Tabakarbeiter spricht. Diese haben die niedrigsten Löhne. Wik Zigarrenarbeiter haben es am eigenen Leibe gespurt._was der Hohe Tabafzoü Von 1879 zu bedeuten batte. Jabl- reicbe Ztgarrenarbeiter wurden arbeitslos und mußten auswnnvrrn. S_o wiro_es aueh nach_ dreier Vorlage der Fall sein. Der Konsum wird zuruckgxhen. da die Zigarre künftig um 1-3 brlasiet werden wird. Dte_Jndu_str1e_ist schon :lastet genug, und sie hat die Régierung dnrubrr nicht_ tm unklaren gelaffen. Die Unternehmer suchen die Last auf die Arbeiter abzuwalen, und dadurch wird die Kluft zwischen [L_nternxbmxrn un_d Arbeitern immer größer werdsn. Das alles kummert die Regierung nicht, fis spricht von sozialpolitischen Rück- sichtenx _Seit etwa 20 Jahren konzentriert sie!) die Tabak- in_dustrtc immer mehr auf dem platten Lande. Die Heimarbeit wachst, und das_ Niveau der Löhne sinkt in einem Maße, daß _es den Arbeitxrn unmöglich wird, fich zu organisieren. Ebenso ve_rmchtend, wre die Steusr auf die Zigarettsnfabxikation“ wirkt, wurde _au_ch die Zollerböhung auf Tabak wirken. Zigaretxenmdustrte wérden höchstens 15- „bis 20 000 Arbeiter bsjsoafttgl, in der Zigarrenindustrie dagegen mindestens 200000. 1879 wurden 10- vis 15 000 Arbeiter _ arbeitslos, abgesehen yon der Zahl derer, die nicht Voll beschäftigt wurden. Die vor- g_eschlagene Finanzreform ist am verkehrten Ende angefaßt, fie schädigt dte_Steuerk_raft des Volkes, statt fir zu heben. Die Arbeiter werden gsrmgere Lohne erhalten und werden weniger kaufen können; durch Jn_dustriesteuern werden die Minderbemittelten lediglich auSgepowert. Wir st_tmme_n gegxn die Vorlage, weil wir gegen alle Industriesteuern sind, die X_VLÜX nichts als_Kopfst€uern sind. Die Tabaksteuetvorlage ist nicht e_me Steyerreformrxrung, sondern -deformierung. Der Reichs- taz bat die Fabrikatsteuer reinerzeit abgrlebnt; aus denselben Gründen wre damals muß er auch den vorliegenden Entwurf ablehnen. Ver- schiedene _Abgsordnete bgben sieb ja schon durch Erklärung gegenüber ihren Wnblcrn _gegen die Tabak- und Steusrdoriazen festgslegt. Wer es vermeiden will, daß man auf dem Umwege der Fabrikatsteuer zum Monopol kognmt, muß auch die Vorlage ablehnen.
__Abg. Lichtenbarger (nl,): Nachdem der Staatssekretär uns erklczrt hat, daß die Verbündeten Regierungen an dem ursprünglichen _Proxekt der Rybtgbakstsner und Zollerhöhung festhalten wollen, will ck als langxabrtger Fachmann, der das Grieß über die B:steuerung d€s_ Yohtabaks vyn 1879 mxterlebi und seine Folgen am eigenen Leibe werxvurt bat, ix_nisre ablshnende Haltung begründen. Die Ansicht: der Tabak_kann ment 5111th _und soll_mebr bluten, ist in weiten Kreisen verbrettcx M.:n vxrwerst daran!, daß die anderen Großstaaten, be- sondérs Urankrexch, wrtt höhere Erträgnisse aus dem Tabak erzielen, und_kas 1chSl_nk auc!) für uns Verführerisch zu sein. Es hat nicht an Vex|uck3n gsscxylt, den Tahgk noch [36173 zu belasten, als es durch das ©3168 Von 1849 gsscheben ist. 1882 machteder Fürst Bisinarck den Ver- su:b, das Tabakmonopol bei uns einzuführen. Der Versuch scheiterte. Wxnn d_as Monoyol damals eingeführt worden wäre, so hätte das Reich Vielleicht hohere_Ergebniffe aus drm Tabak erzielen könncn, nber beute, nachdem die ganze Tabakindustrie sich so ausgebreitet hat, ist an ein Monopol _ kaum noch zu denken, wenn man Dj_e Jnterxnenten nicht einigermaßen entschädigen wollte. Auch _dir _Fabrtkatrteyervorlagr yon 1894/95 ist gefallen, weil man die kleinen und _die _mitllern Betriebe nicht schädigen, nicht das ggnze Tahakgewerbe tn cine Großindustrie umwandeln wollte. Aber _dre damalige Vquagc wollte die sértigen Fabrikate prozentual nach ihrem Wzrte beiteuern, deswegen muß ich 112 im Vergleich zur Vor- lagz von 1879 und drr heutigen für bemer erklären. Unter dem br- sirk)_enden_§§ere_tz, das *die Steucr und den Zoll von 20 auf 40 .“. crhobte, Ut ein bedsutenker __Rückgang_des Tabakoerbrauch zu ver- zeichnen gewesen; er hat mb _um ein volles Drittel vermindert. Dl? Belaitung das_Tabaks betragt danach bsi vielen Ernten Volle bundxri Perzsnt seines Wsrtes. Dsr Konsum des quchtabaks bat sirb ml 1879 von damals 850000 auf 500 000 Zentner, d. 1). um mehr als ein starkes Drittel, vermindert. Den Fabrikanten blieb nur der Weg ubrig, entweder _sofort die Preise um 25 bis 30-3 pro Mund zu_ erböbrn, oder dl? Qualiiät zu vrrmindern. Da fich aber eine _Preisethöhung von 40 bis 50 0/0 auf die allerbilligsten Fabrikate dkn ganz mindetbemittelten Konsumenten gegenüber nicht empfehlen konntk, fo_ griffen die Fabrikanten zu dem anderen Mittel, der Qualitqtsverminderung. Diese abxr mußte der_n Rauchcr dyn Genuß voüjtändig Verleiden. Daher der weitere Ruckgang des Konsums. Der Geschmack wandte sich der Zigarre und Ztggrette zu, und so wurde hnuptsäcblikh eine Verminderung des Abwyeswon Rauchtahak herbeigeführt. So also hat das bestehende GSW eme ganz verbangnisvoUe Wirkung ausgxübt. Die Wertunter- kchtede sind der dem Tabak außerordentlich boch, zwischen 20 «3 und 8 _.44 das Pfund. Bei den biüigsten Sorten beträgt nun die Be- laitung durch die Steuer mehrere hundert, bei den feinsten Sorten dazegrn nu_r 5 0/0. Würden wir das vorgelegte (Gefeß annehmen, so wurde xte Belastung noch schärfer werden, es würde ein weiterer, ganz betrachtltcber RückgaJ des Komums eintreten. Die Be- lczstung des importierten tengels soll 110 .ij betragen, die in- ln_ndi]che Tabakindustrie kann ihn aber nicht entbehren, er wird _unter Zuhilfenahme von ausländischen Tabakblättern als Deckblatter, dir auch wicderum eine _erheblichc leastung erfahren, zn dem vxrarbsitei, was man die Pfeife des armen Mannes nennt, die; auf diese Wölse um über 100 0/0 ihre? Wertes verteuert wird. Die VZrlage bZlastrt die Zigarren mit 104 „js. pro Tausend, das m_acht fur dte_Funfpsennig-Zigar_re 30 0/0 und für di? Zebnpfennig- Zigarre my_ch .) 0/9 aus. Insbzwndere würde dazurch unser Tabak- vga m Sukreatschland betroffen werden, abrr auch die Kleinindustrie, dre Haaßmdustri: und zahlreiche Arbeiter würden in Mitleidenschaft gezogen werdén. Wahrscheinlich würde man wieder in vermehrtem Maße zum Grnuß der Pscife greifen müssen. Wir möchten
Ein ganz „
In der-
die Regierung daran erinnern, wie die Besteuerung von 1879 den beteiligten Kreisen die größten Schäden gebracht hat. Einer Erhöhung des Zolles stimmen wir zu, denn wer sich den Lu us einer Havana oder der echten Zigaretten aus Rußland oder 2 ypten leisten kann, kann sshr wohl für das Tausend einen Zo von 10 bis 123“. und noch mehr brzablen. Ich bezweifle, ob das Zigarettenfteuergeseß in der vorgeschlagenen Form angenommen erden l'ann- Ich habe namentlich die allergrößten Bedenken gegen das reich8gestemvelte Xapier wegen der Schwiengkeit der Kontrolle. Wir dürfen diesen er? der Tabakbesteuerung nicht beschreiten, der zu einem groben fiSka schen Eingriff in die wirtschaftlichen Ver- hältniffe führen wird, und den ich sozialpolitisch nur als einen gänzlich verkehrten und unzeitgemäßer: bezeichnen kann. Aber um nicht der Geist zu sein, der nur verneint, wil! ich auch meinerseits einen Vorschla machen, ich möchte_ anz personlcch ausfvrechen, daß eine dauernde esundung unserer_Rei Zfinanzen nicht ohne Heran- ziebun direkter Steuern möglich ist, und meine deshalb, daß wir zu einer Zieiäpsyermögenssteuer, verbunden mit der ReubSrrbscbaftssteuer kommen müssen. _ __
Abg. Riff (sr. Vgg.): Im Namen aller Eljaffer muß ich SteUung nehmen gegen die vorgeschlagene Einführung einer Reichs- erbschnftssteuer, die in unsere Landesfinanzen sehr tief einschneidet. Wogegen wir uns wenden, ist die Ausdehnung der Erbfchnftssteuer auf die Abkömmlinge und Ehegatten, insofern nicht durch diese Auß- debnung der dem Landesfiskus von El_saß-Loib_cingen entstehende Verlust in irgend wrlcber Weise erseßx wird. Dre Erbschaftssieuer ist in Elsaß-Lotbringen seit 1799 m Uebung. und _zwar beinahe genau in demselben Umfange wie heute, d. 1). mit der _Aus- dehnung auf die Abkömmlinge und Ehegatten. 1871 bei drr Gründung des Deutschen Reichs Wurde uns_er GeseJ nur wenig modifiziert. Wenn nun die Erbschaft6steuer_fur das sich nuybar gemacht werden soll, so bedeutet dies nichts anderes, als d_aß die Einzelstaaten auf einen sehr großen Teil iHrer bisherigewEm- nahmen aus dieser Steuerquelle zu Gunsten dss Reichs verztchte_n und den Ausfall durch andere Einnahmequellen dccken sollen. Mtt anderen Worten, die Einzelstaaten sollen Opfrr zu Gunsten des Reichs bringen. Ein solches Opfer wollen wrr Elsaß-Lothrmger gern bringen, gleich wie dir anderen Staaten, aber nur in demsrlben Umfange wie die anderen Einzelstaaten und nicht in eineni größzren. Ich sage Einzelstaaten und nichr Bundesstaaten weil Elsaß und Lothringen noch kein Bundesuaat _ist. Es ware eine PflichtVergeffenbeit von uns elsaß-loibrinatxebrn Abgeordneten, wenn wir nicht gkgen diese Mebrbelastyng_ Verwxbrung einlegten, und wir Vertrauen auf dzn Gereckyttgkettssinn drs Rstcbstags, daß er eine drrartige ungerechte Bshandlung von uns abwe_nd_et. Wir treiben damit keine Kirchturmprlitik,_ wir wanden uns ledtgüch gegen eine ungerechte Behandlung mit dem1elben Recht, wie__der größte deutsche Bundesstaat, Preußen, durch seincn Ftnanzmrnnier Yer- wahrung eingelegt bat, d_a Preußen einzig und aklein irgend emen Teil seiner Eisenbahnüber] üffe vzrlierensol]. Durch die vorgeschlagene Ausdehnung auf die Abkömmlinge und Cbrgaiten würden nur Elsaß- Lotbringen und die drri Hansestadte in Mitleidrnszbaft grzogen. Es bei t hier: rjuoipiLI 05§ba, denn nach drn Ausrübrungcn des 2153. Fr Len, des ozialdemokraiijchen und des nationalliberalen Redner; ist zu efürchten, daß eine derartige Anregung auf Annahme zu rcaonen hat. Auch befürchten wir, daß die Energir, mit der fich dsr _Schaß- sekretär Vor Weibnachtrn gegen dxése Jdce ausgciprochen hat, nicht an- halten wird. Seine gestrigen Ausführungen habM mtchsiußtg gemacht, sie standen unter dem Zeichen einer grwiffen Resignation, vielleicht gibt man iich damit zufrieden, da die Erbschaft€1ieuer_ schlirß- lich die ist, die dem Reichstage at_n syrnvathischkten tft. Der Vorliegende Entwurf der Regierung, 1an der Ausdehnung auf die Ehegatten und Abkömmlinge, würde dir Finanzen 581: Rricbs- lande ganz emvfindlich beeinflussen,_ denn gerade die Erbxckoafisstcuer bildet ibre Haupteinnabmequelle 1chor_1 set? langen Jahren. Es müßte mind:stens ein billiger Aus-gleiä) blnsich_t[1ch des Verlustes, den die Reichsland3 erfahren würden, be_rbe1§_esübrt wrrd_cn._ Es müßte eine gleichmäßige Behandlung in diexer * eziehung, wte die Her übri en Staaten Play greifen. Bei dieier Grlegenbeit n_15cht3 1ch leitZzeitig znr Erwägung geben, ob nicht ein“: ungletcbmgßtgr Bc- andlung des Reichskandes auch in politischer Beziehung stattnndet. Ich stehe nicht an, im Namen aller meiner Kollegen uns dem Reich?- lande zu erklären, daß in letzterer Bsziehung viel an! dem _Spiele steht. Eine unterschiedliche Behandlung auch1n_steurrrechtltch_er Beziehung dürfte nicht zu einer Festigung der politi1chen und nattqnalen Yer- hältnissc beitragen. Der Reichstag hat bei allen (Gelegxnbeiten gezeixt, daß er dem Reichskandr (Hereckptigkrit widerfahren 1a11_s_n_ er. _ Ich spreche daher die Hoffnung aus, daß 03 m der Komunmwn axltxgen wird, einen geeigneten Modus für dcn A::sgleich zu finden. Hinjicht- lich der Brausteuer möchte ich es als erwünycbt bezarcbnrn, daß der Zeiipgnkt für den Eintritt dcs Reichélankrs in die Norddruische Brnusteueraemeinsckoaft nicht der Vorlagr e_nnprechend anf ren 1. April 1914 festgesetzt, sondern offen gelanen wird. Was dre Zigaretten- steuer betrifft, so ist mir ein derartig nnvollendeter Entwurf, solange ich ReichStagSmitglicd bin, noch nicht vorgekommen. Von_ den 27 Paragraphen enthalten 9 Strafbestimmnngrn, in den xihrtgen 18 werden 14 Fälle aufgezählt, ig dkncn die gesrvltchen Bestimmungen einfach dem BundeSrat überlanen werden. _Jch wundere mir!), daß dagegen in dcr bisherigrn Beratung noch nicht Verwahrung eingelegt worden ist. Das Rauchen Von Zigaretten ist in der Vorlage als ein Luxus bezeichnet, aber über die Zigarette kann heute al_lrs gesagt werden, was über die Pfeife drs armen Mannes gesagt ist. Die Statistik zeigt, daß 70 0/0 auer in Deuischland_gerauchten Zigaretten, in Elsaß-Lotbringen sogar uber 80 0/0. im_ Einzelverkauf nur 1 „z und darunter kosten. Der Tabakoerbrauä) in Form der Zigarette überwiegt bei weitem jede and_ere Art drs Yrrbrauckoes, namentlich bsi uns in Elsaß-Loxhringrn wird allgemein die Zigarette geraucht, die !A) die Leute selbst herstellen. Eine Besteuerung Von 3 „Fk pro Tausend bedeutet eine Verteuerung um mehr als I; H pro Stück, und wxnn man dazu die Mrbrbxsjécryng des _Robtaéaks und den Rayen des Zwischenbändlecs_ herück13chitgt,_ so _tst es keine Uebertreibung, wenn ich sage, daß die blxltge Empfenmg-Ztgarxtie um einen halben Pfennig Verteuert wird. Zigaretten unter einem Pfennig werden sich überhaupt nicht msbr berstcüen laffxn, oder das Rob- material würde so geringer Qualität srin, daß es ketneAbnebmxr mehr fände. Die-Begründung der Vorlage behauptet, daß er Gewinn der Zwischenhändler auf 100 0/0 zu berechnen sei. Es Ware tgtereffant, zu hören, wo ein solcher Gewinn Vorkommt; in Wirklichkeit beträgt dieser Gewinn höchstens 20 0/0. Diese Art der_Zigarcttenbesteuerung würde: nur einen Anreiz zur Defraudatwn bilden, und obne die schikanösesie Wxatoriscbe Behandlung würde dir sirengz DurÖfubrung einer solchen Besteuerung überhaupt nicht ix_wgltcb iein. Wenn tm Detailverkauf 74 0/0 der Zigaretten nur emen Pfennig und nur 26 0/0 über einen Pfennig kosten, so wurde den Hauptteil der Besteuerung also gerade die billige Ware zu tragen _haben. Ohne Vexatorische Maxx eln ist das Gesey nicbt durckvzunxbren.
Direktor im Minite um für Elsaß-Lothringen, Geheimrat Halley: Der Vorredner bat bereiis auf die Wirkungen aufmerkjam gemacht, die die Ausvebnun der Erbjchaftssteuer_auf_ die Dessendeziten und Ehegatten für die elsa -lotbringischen Verhaltnisse baden wurdz. Disse Frage ist für Elaß-Lothringen viel Wichtiger, als für amtliche übrigen Bundes taaten und die Bedxnken, die__der
a- iff Segen eine derartige Äußdehnung vom el_kaß-lotbrixigt_1chxn GLsicbtspun te angeführt hat, waren außerordentlich beweidkraftig.
ch beschränke mich darauf, zu “betonen, in welche unangenehme Lage wir in Elsaß-Lotbrin en durch die Annahme des *Vorsch_lag€s einer Bxsteuerung der Defzendenten und Ehegatten geraten wurden. _Die
mnabme aus dieser Steuer bildet bei uns einen sehr wesentlichen Beitandteil unfrres ganzen Finanzwesens. Die Einnahme aus den_ Erb- axlfallen an Kinder betrugen in den leZten füanabren rund eine Million, die aus ErbanfäÜen an Ehegatten 350000 „jk Bei einer Aus- dehnung der Erbschaftssteuer auf die Cbegatten und Deszendenten wurde kein anderer Staat einen solchen Ausfall Erleiden wie Elsaß- Lothringen. Dazu kommt, daß wir von 1896 bis 1903 eine Finanz- reform durchgeführt haben, in die sich die Bevölkerung noch nicht
ein elebt hat. Eine wesentl' Erhöhung der Steuern wäre für die e Bkvölkerung kaum erkr lich, und deSbalb muß ich mich aus politistbm und finanziellen Gründen gesxen gene NuSdebnung er- klären. Was die Brausteuer anbetrifft. so ist Ihnen bekannt. Haß Elsaß-Lotbringen zur Zeit nicht zur Norddeutschen Brausteuergemem- schaft gehört. Es hat eine selbftaudige Bierabgabe und bezahlt nur ein Aequivalent dafür an das Reick). Die Einnahme aus der Vierabgabe betrug n.“:cb dem Etat von 1905 m_ad 3600000 .“, nach Abzug des Außglei-bs an das Reich bleiben immer noxb 2400000 ._zé ubrig. Käme nun die geplante Brausteuer zur Ausfuhrung, ]o wurd? Has Aversum ein sehr hohes werden, und darum sind wir damit em- verstanden, daß wir erst vom 1. April 1914 der Norddeutschen Brau- steuergemeinscbaft beitreten. So Wird uns schonend drr Uebergang erleichtert. Wenn niedr' ere Säße b_?sch[0ffkn werden_1ollten, d_an_n würden wir bitten, vom 'miritt m dre Brausteusrgemetnsäpaft befreit zu werden. „ _
Abg. Held(n1.): An die Heranztxbung der De]zendenten_und Ehegatten zur Erbschaftssteuer würde ck W Gxgrnsatz „zu meinem Parteifreunde Büsing nur sehr ungern herantret-xn. Am [chliuxmiten erseheint mir die Heranziehung de_r Cbeßatten, ?!? namentlich fu; den Mittelstand leicht große Unzutraglicbketten uzit_ fich_brtngs_n konnte, vor allem wenn man die Grenze der Steuerfreiheit der 20-30000„F§ zieht. Ist diese Heranziehung nicht zu un_1_geben, st? byffe Uh- daß Auswege gefunden Werden, um die hierin fur den MitteFJtand !iegend: Härte zu vermeidxn. Unzweifelhaft ift durch_das Tabakitsaxrgeßß yon 1879 ein ganz bedeutender Rückgang de_s Konjums m Deuticbland De_r- ursacht worden; dieser Vorgang mar kemeöwegs, wie der Staatssekretär von Stengel gestern meint:, kaum der Rede wert, syndxrn er hat Vol]? 16% 0/0 bxtragen. Und erst heute, nach 26 Jahrsn, ist m_ der Zigarren- industrie ein? gewisse Stetigkeit ein etreten. In 1ebr erbeblrckyzm Umsange haben damals auch Arbeiterentl ungen yorgenommx-„n we_r_dxn myffen. Nun sind in der Zigareenindustrie h_auptsachlich LZute bZsÖJstlgt, die fur schwere Arbeit untauglich sind und tbrex ganzen korperlichsn Befchaffen- beit nach sich keiner anderen B2scha_stigut1_a mehr zawenden können, wenn sie in der Tabakindustrie ubetFlussig werden. Wir haben ferner über 20000 kleine Zi-zarrenfabrikanten, die durch dte_neue steuerliche Belastung dcs Tabaks schwer bkiroffen wsrden wizrden. Eine ganz Verhängnisvolle Wirkung dieser neuen Strurrmaßregel
é
würde aber sein, wenn fich der Vorgang von 1879 wiederholte, wo die Tabakindustrie in gan enormem Umfange von Nord- und Mittel. deutschland nacb Süddeut!chland abwanderte. In manchen Gegenden Norddeutschlands, z. B. im_ Bereiche der Handelskammer Münden, würde die Zigarrenindustrie einfach totgefcblagen werden. In der Nähe Von Bremen, wo Hz_us bei Haus tgarrenarbeitxr wohnen, würde dasselbe Schauspiel eintreten. Es andelt fick) in Norddeutschland um nicht weniger als 200000 Tabakarbeiter,_ deren Schicksal durch die Annahme der Vorlage ganzlich ins _Un ewae ge. stellt würde. Schon aus diesen Gründen hoff; ich aux die ble ming der Vorlage. Der heutige Zustand ist ertra_glich fur die Arbeiter und die Fabrikanten; eine weitere Belastung wurde es den Fabriknnten zur Unmöglickokeit machen, ihre Betriebe zu halten, grscbweige denn ihren Arbeitern bessere Löhne zu zahlsn. Dagegen kann ich nur_empfeblxn, dem Gedanken der Webriteuer näherzutreten, die naturlich keine fiskalische und keine Kopfsteuer, sondern eine Aus leichssteuer mit pro- gressiven Sägen werden muß, und für die im olke eine sehr starke Vorliebe vorhanden ist.
Darauf wird gegen 51/2 Uhr die Fortsetzung der Be: ratung auf Sonnabend 1 Uhr vertagt.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregelu.
Oesterreich.
Diß K. K. Seebebörde in Triest bat angeordnrt, daßfür Her- künfte Von Kalkutta die Bestimmungen dcsRunderlasses vom 12. August 1904 Anwendung zu finden haben. (Vergl. .R.-Anz.“ Vom 1. Dezember 1904, Nr. 283.)
Norwegen.
Die Stadt Zanzibar und das Gouverne_ment_Astrachan in Rußland find norwegischerseits für pestfrei erklart worden. (VeerÖJR-Anz.“ vom 17. Oktober und 18. Dezember 1). J., Nr.245 und .
Stand der Tierseuchen in Ungarn am 2. Januar 1906. - (Nach den wöchentlichen Ausweisen des Königlich ungariscßen Ackxrbauministeriums.)
Handel und Gewerbe.
(Aus den im Reich§amt des Innern zusamxnengestellten .Nackyricbten für Handel und Industrie“.)
Spanien.
Grundsäye dss neuen spanisckyen Zol1tariis. Den spanischen Cortes ist unterm 15. D_ezet_nber o. J. xm Geseßrntwurf vorgelegt, wonach die Regierung ermacbttgt werden soÜ, dxn ZoUtans auf folgéndrr Grundlagr umzugestalten: __
1) Zum Handel auf der Halbinsel und den Balearixchen Jnsel_n sind all? Waren außer denen zugelassen, deren Verkehr durcb _dte Geseße, Polizei- oder SanitätZVorschriften untersngt Ui,_und außer denen, die Gegenstand eine; Monopols sind, das die Regierung selbst oder durch Vermittlung Von Gesellschaften ausöeutet;
2) Alle nach der Halbinsel und_ den Balearischen Inseln ein- geführten Waren unterliegen dem tarifmaßiganol], mr_t folgenden Y_us- nabmen: 1) Die Waren, welcbe gegenwartig zollfrei [ind und nicht unter Ziffer 3 dieser Grundsäße fallen. 2) Die Gegenstande aÜer Art, welchs zur Bildung ständiger Handelsmuseen dienen, dv: vxm den Hande_ls- kamrmrn oder anderen ähnlichen gese mäßig gebildeten Korperschaften ms LcHen erufen werdkn sollen. 3) ie Muster Von _Waren alTrr Art ohne andelswert, sofern sie in einer Gestalt vorgeführt werden, drr einen Gebrauch zu anderen Zwrcken als zur ausschxießlicben Erwirkung Von Aufträgen Verhindert. Das fxemdr diplomatifcbc Korps soll auch fernerhin die Zollfreibeit genirßxn, die ihm auf Grund der Gcgrn- seitigkeit gegtnwärtig grwäbrt wird. _ _ _ _
3) Es ist Verboten, daß ZoÜfrribeit oder Zollsrmaßtgung _gxwzbrt wird für Staatsbetriebe, Eisenbahnen, Provinzml- oder 1tadnschr öffentliche Arbeiten, Wobliätiakritßanstanen, _ gewerbliche Unter- nehmungep, Gcsellscbaftrn oder Privatpersonen irgendwelcher Art.
4) Die Festseßung der Einfuhrzölle, mit AuSnahme drr- jenigen, die gegenwartig erhoben werden und durch besondere Geseye festgeseßt sind, geschieht nach folgrndrn Negeln:_ _
„3. Der Höchstzoll für nntürlichen und kiinstlichen Dunger sou 2 v, H. des Werts nicht überjtcigen. _ _
13. Die Naturerzeugniffe, die im Larde nicht erzkugi WLrLkn und welche die Landesindustrie als Rohstoffe wxrwendet, mit ?_luOnabme Von Dünger und Nabrungömitwln, sollen cinem Zoll unterlagen, der 10 v. H. ihres Werts nicht übersteigt.
(3. Für Robsto, 7, ähnlich den im Lande erzeugten, soU der Zoll 15 v. H. nicbt über isi en. In diese Klaffe gxhören Vieh, Drogen und chemische Erzeunni e, die als Rohstoffe fur andere Industrien dienen, Fahrzeuge und landwirtschaftltche Maschinen. _
1). Die Naturerzrugniffe, die nicht als Rohstoffe dienen, und die Nabrungßmitfel, die nicht als Luxuswaren (srmouwg (16 rgnxz) betrachtet werden, können bis zu 20 v. H. ihres Werts belaitét werden.
13. Dir Gcwcrbscrzeugniffs sollsn mit _15 bis 50 v. H. ihres Werts verzollt werden, mit AuSnahme derxenkgen, die im Lande nicbt er_zeä1gt Werden, wslche einem 3011 Von 10 bis 35 v. H. untcr- lie en 0 en.
9 k". Bri'Fesiseßung des Prozentsaßrs für die Vorgenannten Waren ist in Betracht zu ziehen der Knsienpreis der Rohstoffe; Oh die Pro- duktion des Landes die inländijcben oder nur die ausländischen Ver- ivendet; drr Grad der Verarbeitun der Waren; die arößcre oder gerinaere Schwierigkeit ihrer Herßeüung; die Entwicklung, welche ihre Herstellun in Spanien genommen hat oder noch nehmen kann, und die Bedür nisse des Verbrauchs.
(3. «Höher als mit 50 v. H. ibrcs Werts können Luxuswaren (arbjou105 (16 ['s-nba) und solche Erzeugnisse oder Waren verzollt werden, die wegen der Schwierigkeit ibrxr Herstellung oder drs o_ffen- kundig großen Verbrauchs im Lande eines außergewöhnlichen Zoll- schußes bedürfen.
U. Als Wert für die Berechnung des Zolls soll gelten der Durch- schnittswert der le ten drei Jahre bei der Ankunft an der Grenze oder im Hafen, na dem dem Fakturenbetrag die Kosten der Beförch- rung, Versicherung und Kommission zugerechnet worden sind; _dte Wertscbäßung geschieht in (Gold. Die ZoUsätze werden _aUe funf Jahre geprüft, um sie in Einklang zu brtnge_n mit den in den er- wähnten Zcitraumen erfolgten Aenderungen fur die als Grundlage der genannten Zölle gebrauchten Wert?.
5) Der Einfuhrzoütarix soll nach Warcnklaffen und -gruppcn_ mit den nötigen Unterabteilunaen e ngeteilt werden, damit stets das richtige Ver- hältnis zwischen den Werten der Waren_und den festgesetztxnspezififchen Zöllen gewahrt wird. Der Zolltarif wird aus zwei Tarifen bestehen, welcbe die Bezeichnung „erster' und „zweitex“ erhal_ten; außerdem wird ein Warenverzeirhnis angehängt werden, das emen erganzxnden Bestandteil des Tarifs bildet, die einzelnen Waren namentlich auffubrt und erkennrn läßt, zu welcher Grupp: und Klasse sie gebixren. Der zweite Tarif wird naÖ Maßgabe der vorstehendm Grundsaye _aufgestellt und findet auf al]: Waren detjeni en Länder Anwendung, die den spanischen Er- zeugnissen ihre niedriqßen Tarife ewabren, sofern die Regierung zu
der Ueberzeugung gelangt, daß 6 hinlänglich gleichwertige Ver-
- - ! z“ " _ Milz- N, _ JF,"; IZKF! B1M__U!Bläschen- Made KFF“ Sckzwcwe- „U ' ““ Haut- Klauen- ans [ sxu € brand wurm seuche ! fck ag SÖMÜ“ ! ck Zahl der Verseuchien Orte . . . . . . . 12 ! 52 ! 28 20 | 69 ! 8 ! 82 93 ! 441.
günstigungen für dieses Zugeständnis enthalten. Beim S_rstexx Tarif werden dem Vorsiebendxn die Zufcblage zugrrxchn:t,_ O_té xur_ br- itimmte Warrn angrzeigt erscheinen; er finder au? die ubrigen Lander Anwrndung. _ _ _ _ _ __
6) Die Regierung iii Ermächtiqt, ZMÖTEÉ aus die Zoxliaxzr des ersten Tarifs in gutsckxeinender Höbr aux arcn_von_Landern zu legen, die nach ihrer Zoll,;eséxgékung Schiffe untsr ipantichr Fla ge oder Waren spanisckosr Hsrknnit 5enachtriligen._ Auch kann dre) e- gierung 1) einen Zuschlag auf Warrnlegen, “dir i_m _Ürsrnxngxlande Ausfubrprämien genießen 11:15 2) die beirrhendcn ZU1ch1WS aufzcckJx er- baltkn, erböbrn Oker durcb andrrr SUS en_bei den__sr€:nrlanrt_ychen Herkünften, die in currpäisrbrn OTC! (Uri ani1chxn Hairn kes MUT?!- meeres gela'ken sind; um ren x::miitelbaren Yaxkdelsvsrkrbr zu 5:- günstigen. _ _ __ __ __
7) Dsr Sonrertarif Nr. 3 KE ZLÜLUDSU Z_oUtarx7§ m: Etienx babnmaterial wird mit dem aügémeinrn Turck verichmylzen: an* dieses Material finden bis Sätze res leßterrn für .;[excbarnge Waren Anwrndung. _ _ _ __ _ _
8) Die ZoÜ-säße könnrn nur “Durch GYM, nicht durch Kcnrgltche Verordnung?" (kSJ1SZ oräSUSZ) cker Königliche Deerie (r63165 ä€0r6105) abgcänkert wrrdsn. _ _
9) Die Ausfuhr allrr Erzeugni71€_kr§ Landes und aUsr natw- nalisierfen Erzéugniffs jr'dc'r Art iit geitattri. _ _ _ _
10) Ausfubrzöüe könncn nur gclcgt wsrrcnauk: Kork tn Platikn nder Tafxln; leinené, baumwollene orcr Hari'anr L_amr2n nnz) ge- brauchte Gegenstände aus Leinxn, B&UmxroUe r:€r_4_5;nx: -* lctglauz nnd Bleigläitr jékks Art xml“ dix synytizsn Blsrunnxxalk: silber- baltiges Blri; Eisenerz, Karterrrz, Kurscrmattr (KxxriérWeix): Knoxbsn. Die Wertschäßung für Auskubrwarcn crxrkgr m GOLD. _
11) Unbesckxadci des in drn zwei rvrbkrzrbenxn Srundsaßsn Verordneten wird dir Negirrung Ermächtizt, xritwéilig Verbote zu erlaffen oder Auéfubrzöüe festzmstzrn für Nabrnngxmmw und Rob- sioffe, wenn ihre Ausfuhr nußergswöbnlicbcr _und_ vrrrzxergebender UmständZ halber dem Wohle des Landes x_msrirsltckyrn _Scbaden zu- fügen würde. In Fälle,", in denen die RSJLLYMZ 12071 diesem Rechte Gebrauch macht, hat fie (5 den Cortes mnzutrrlxn. _
12) Fo1gcnde Naturerzeuaniffe, Tir „1115 Fernando Po_und denen abbängigem Gebiet Rio de Oro oder rrn andrren sraniichen _Be- sißungen in Airika stammen oder komznen, s9l1_e_n bei der Einfuhr zollfrei sein: Rindvieh, Schafe 11315 ZLLZSUI§srNchQ gesalzene __oder getrocknete Fische, wenn fir :IÜÉWZTZNÖ ron “Spaniern erangen _1md: Häute, WoUe und Baumwolle; roh: Elfenbein, Gamini arabicum, Palmöl und Palmnüsie; K_nutirbuk, robrs Holz, Farbbolzer, Kokos- nüffe, Kopra und Straußsnsrdrm. _ _ _ _ _
13) Die Schiffsbanrrämien blrtb-kn in _Kraft, ebenw wird die Rückerstattung der für *“ScbiffIbau und SchtffSrkvxraxur entrichteten Zölle in derselbsn Weiss wie _bisber writer erfolgen, bis das gegen- wärtige Verfahren geseslicb grandrrt Wird. _
14) Das Vsrcabrcn d:: ZalaTung von eren auf Zzit und das der Handelßnikkerlagen bleibt bsstr en. (880er (16 Ilaämä.)
Ausschreibungen.
Lieferung von SuHerybospbat_nc_1ch dcn Nieder- landen: ]) An die lankwirtjchaxtliche Genonenjchnft in O_ude-Tong2 (auf der Insel Over Flakkee) 250 000 RZ. 2) An dre 1)_orx)5- vzrssujgjuz; 2 in Staveniffe (Provinz Zee_lar.d) 131000 kg. 3) An die Genossenschaft „U(Wrbouw“ in Andtjk_ (Provrnz Nordholland) 71800 RZ Supkrpbospbat, 4150 kg Anzmymakauperpbospbat usw. Die Lieferungen zu 1 und 2 soUen demnachst, dre Lieferung zu 3_ [011 am 25. Januar 1906 Vergeben werden. (Yonjtsur (185 1nd€rckt5 1186611915.)
Eisenbahnbau in Belgien. Die Zociéié Rationaw (19.5 0116min§ (16 16!“ 710111811: wird am 7; Februar 1906, _Vormtttags 11 Uhr, in ihren Geschäftöräumen in Brüne , Rue de la ScrenceYr. 14- den Bau des Abschnitts Etalle-Bellefontaine und der fur _die_ Ytation Crane erforderlichen La erschuppen vergeben. Anscblczg: 303 03-,_34 Fr. Kaution: 30 000 F1“. Zingkbote sind - eingesckorieben - bis zum 6. Februar 1906, Mittags, an den Generaldtrrkxor der (Gesellschaft einzusevden. Plänr, Kostenanschläge und_ Bedingungsbeft können am Sis der (Gesellschaft und bei dem Provmztalgouvcrneur Alliaume in Arlon, Rue de Luxembourg Nr. 80, Ww 10. Januar 1906 ab eingesehen werden. Das Bedingungsbeft ist zum Preise von 1 Fr. erhaltlich. (Yoniioar 1361g6.)
. Di Lieferung yon zwei elektrischen KräLnZexenlgiixennd dere; Aufstelluna am Quqt de la Voirte in Brüssrl wird am 9. Februar 1906, _1Uhr Nachmittags. im Rathaus? zu Brüssrl vergeben werden. Kauteon: 1(00 . (Oesterreichiscber
Zentral-Anzciger für das öffentliche Lieferungcwe en.)