Q baren. Meiner Ueberzeugung nach kann nur aUein durch die deutschen Ar- beiter die durch die Sozialdemokratie für unser Vaterland droben): große Gefahr überuwnden werden, und aus. diesem Grunde mochte ich wünschen, daß in dieser Session noch, em Gesetz vorgelegt wird, das den Wünschen der chtistlichcn und Hit'sch- Dunckerschen Vereine ent- gegenkommt. Ich glaube, solan e wir keine Berufsvereine haben, wcrden wir der Sozialdemokrate mit Erfoig nicht xntgxgentreien können. Wir können (Z nur, wenn die Athener uns hilfreich unter- tü en.
s xzAbg. D o de (frs. Vrg. : Wir möchten wünschen, daß auf dem Gebiete des gewerblichen Ar eiterschutzes e_twgs energischer tt_nd schneller vorge angen würde. Ich kann nnch bezuglccb'der Rechtsfabtgkeitder Brrußsvereinr dem AbZ. Mugdan nur gnsckxließen, Jch'w€tß_mcht, welche neuen Hindernine auxgetaucbt sern formen, um die Erfullung dieses Wunsches wieder etwas zwrifrlbas'r ericheinen zu losen. Was
der Staatssekrktär über die beschränkte Ardeitszeit für die Fraiixxi an- geführt hat, war doch etwas za haft; er hatte andere Verbaltnme als éerade die in Belgien und
talieu heranziehen sollen. Dagegen rhein! mir, daß der Staatssekretär einigxn anderen Wunschm wiederum ein zu weites Entgegenkommen bewnft; So so_lxie er it) der Ausdrdnung des staatlichen Schusses auf diejenigen_Krei!c-, die ihrer Natur nach selbständig sind , doch etwas zuruckhczltender _sexn. Die Schmirrgelderfrage betreffend, erkennen die iniereisierten Krei[e dds Vorhandensein von Mißstände", nicht aber die Nothndigkert eseßlichen (Einschreitens an, da mit Enrrgie auf diesem Gebieie zur Zlbwedr mittels der Selbstbilfx gegriffen wird; Dir alte Streitfrage drrGefangenrnarbeit iii nicht io einfach zu loicn, wie der Abg. Paßig meinte; dknn brschäftigt müssen die Gefangenen ?cbließlnb Werden; auch der Auswrg der Deportation iii nicht gangbar. Manch Klagen und Anklagen, die in dieser Diskussion erhoben wurden, failen in den Bereich der Handelékrrise, Auf dem Gebiete, der LebriingSaqutldung find die Bestrebungxn für die obligatorische Fortbildurg doch möglichst Zefordxrt worden. Die Handelsinspekwren, die 111011 don versehiedener) Seiten ein- zuseßen empfohlen hat, möchten doch Vlell-Liéht rncht die wirkjamste In- stanz skin, Von der man die Fortschriiie aus dem" Gebiete der Be- kämpfung don Mißständrn im Handengrwerbe'erwarKn darf. Jeden- falls sollte das gute Verhältnis zwischen Priiizwglep Und AnxsteYten, wie es wesentlieb auch durch das Wirken der_PrmzrpalSorgamYationxn geschaffen ist, erhalten bleiben; der Kampf „itt doch nur das außeryte Zufluchtsmitiel, wenn man auf anders Weise nicht mehr auskommen kann, und von einem neuen UeberwachungSmrtfel _nacb'Art der Handels- insthdrrn kann ich mir mit dem Staatssekretar nichts Rechtes drr- Wre en. Um 53/4 Uhr wird dir, Fortseßung der Beratung auf Montag 1 Uhr vertagt.
Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten. 10, Sißung vom 3. Februar 1906, Vormittags 11 Uhr. (Bericht von WolffI Telrgrapdischem Bureau.)
Ueber den Beginn drr Sißung [fi in der 00rge|trigrn Nummer 0. Bl. berichiet worden,
Das Haus seßt die zweite Beratung des Staatshaus- HaltSLTats fiir das Etatsmhr 1906 im Etat der Domänenvrrwaliung bei den AUSJaben zum Ankauf von Domäncngrundjtücksq fort. . _ ,
In der fick) an dissen Llusgabetitel anknupfenden Dis- kussion über die Belastung der Landwirtschaft durch die Arbeiter:, insbesondere durch die Unfallverfi erung bemerkt
Ab. Dr. Jderboff (freikons.): 52er AUF übrungen der Vor- redner Jabra kerrits die Notwendigkeit einer Abanderang 'der Gkseß-
ebung ergeben. Auch für die Provinz Hannover kann 1ch dasselbe agsn, Dort ist der Bebarrungszujiand erst 1916 zu erwarten. In der Provinz Hannover hat sich gezeigt, daß die kleinen Renten unver- bältniömä ige Lasten mit sich bringen. In Harmoder bilden die Renten [) 311200/9 der Vollrcnte ein Hauvtkontmaent und bieten für die Verwaltung die meisten Schwierigxeiten. Würde man eine wem“. auch nur geringe Gebühr für die Feststellung der Renten rin- fübren, dann würde mancher unnötige Antrgg _unteibleibrn.„ „Man hat vorgeschlagen, auch die Arbeitrr an den Beitragen zu beteiligen, aber der Arbeitgeber würde diese 1chlirßlich doch auch iiur „zahlen müssen. Nichtiger wärs es, man ließe die klriixen Renten bis zu 20 0/0 über- haupt wrgfallen. Wir wvilen gewiß wirklich berechti„;te Ansprüche zur Geltung kommen und denen, die es nötig baden, alle Fiirsdrge an- gedeihen laffen; aber wir wollrn auch die Re irrirng auf die enormen Lasten hinweisen, disdie Vrrficberung mit si bringt. _
Abg.Hirsch-C11€n (nl,): Beidieser FWÖS handeites sichzunäch1t um eine Uederlasiung des Gewerbes. ietrs iit schon durch Steuern usw. schwer bklastet, dazu kommrn nun nych die Lastkn der sozialen Geseßgebung. In guten Zéiten find ja dieje Lasten sehr gut zu tragyn, aber es könntrn aucb Zeiten des Niederganges kommen. Ich will mich hier nicht ge m_die wiiale Gesetzgebung, aussprechen; im Gegenteil, wir müssen au diesem Weße weiter schrertrn;_ader ich muß Vor der Auferlegung unnötigrr L_aiten warnen. Dirie Lasten werden noch immer steigen, aber sie dürren nicht noch durch Bureau- r'ratismus uud Schematißmus vermehrt werden. Es handelt ich Hier um eins Last Von 400_ Milxionrn, die der gewerblicbm Tätig eit auf- erlrgt ist. Wenn die1e Lasten, die eigrntlich erst der Enkel tralßen müßte, schon die G8 enwart zu übernkhmrn hat, so ist das unbi „tg Eine Berufsgenoffenichaft mit den angesammelten Kapitalien wird niemals bankerott werden können, es müßte denn das ganzr Deutsche Reich zu (Grunde Jeden. Allmählich zeigen sich auch die psvcbologiscbm Wir ungen der Sozialgejeßaebung; auch bei unbedeatenden Vericßungrn, die früher nkcht bc- achtri wurden, wird jetzt eine Renke Verlangt. Hier und da tritt Arbeit§1cheu und endlich Simulation zu Tage. Graf Posadoweky hat auf einen Bericht hingewiesen, nach dem Simu- lation und Betruxr durch die Arbeiterversickyrrunq begünstigt würden, & der Krankeruntcrstüßurxg nicht für wirkliche Erkrankungrn (zugeben werde und WiUcnsschwache und Ener,;iclojigkeit der Kranken das Kreuz der Aerzte geworden seien. Wir müssen ernstlich bemüht sein, diesen Erfahren ent egenzutreten._ Der Kampf gegen die bewußte und die unbewußte imulation iii aber nicht leicht, da er auch den Unschuldi en treffen könnte, wir aber, jede Härten verixieiden müffen. Wir mÜZsen unser? Hoffnung auf die in *Uußfichtge]tel1te Organi- sation setzen, die die Sachs vereinfacht, die Verwaltungskosten Ver- ringert und die Rentenempfänger beaufsichtigt. _Bei dieser Organi- sation muß den erfahrenen Arbeitern in Landn*iri1chaft und Industrie recbneitig «legenheit gegeben Wrrdrn, fich z,u_äußern. Vor allem müffen wir auch verbüren, ka dir sozialpoiiiiickze Geseßgebunq zu politischen Zwecken gemißbrau t wird, wie es bsi den Krankenkassen geradezu ein Skandal gewordcn ist. ,
Abs. Ros enow ir. Volksp.): Die Herren wollen alle die Ar- beiter nrcht schädiqen. (: er keiner _b_at gnargekxen, wie eine Entlastung sonst eintreten soll. Es sollte aucbsur die Landwirtschaft die Kranksnver- sicherung ringefübrt werken. Die dadurch zu eneickxnd2 Vorbeugung würde die Unfallrezite zurückgeben lassen. Em großer Teri der Rentenempfänger würde außstbeiden, wenn er rechtzeitig von ]cme_m Schaden geheilt werden könnte. Sodann sollte man nicht einem einzelnen Arif, son- dern einer Kommisnon von Aerzten die Feststellung des Schadens und der Entschädigung überlassen. ' Daß die Unfaüverbütungs- Vorschriften die Zahl der Unfalls verringert baden, wird man viel- leicht nicht nachweisrn können. Aber es bedarf doch keines Beweises, daß mancher Unfall infolge derselben vrrrnieden wird. Auch in der Landwirtschaft sind sicherlich die_ UniallVerbytungsyorsÖriften anaebracht. Gegen Simulation und Arbeitsscheu wurde eine scharfe Kontrdlle ein eeignetes Mittel sein, wenn sich auch solche Folgen der sozial- politscben Gefeygebung nicht ganz aus der Welt schaffen lassen. Als bedenklich erscheint mir der Vorsrblag, die Rexite der Kinder ganz auSzuscbalten. Es ist ja eigentümluh, daß Kinder Von 4 oder
5 ohren Renten beriebeir können, aber wenn die Kinder in der LaZwirtsckjaft beschäftigt werden,. muß es dgbei bleiben. Dagegen könnte nur belfen, daß man die Kinder uberhaupt nicht mehr
' 't. Die t' der enanuten Bier- oder Schnaps- keetiikiciiingalso derV MnWt [,og wäre an, sich auch bedenklrch.
Wenn einer voll arbeiuf ' ist wird „ckck 10 die Rente entzogen; wenn er abs“) UFH? volk arbeitsfabig ist„ so muß_ er eine Entschädigung „_ erhalten, da er 131 sriner Ar eits- fähigkkik durch den Un all behindert ist- Milixarpensionerx werden auch beibehalten, obrvobl die Empfänger fur xine burgerlicbe Tätigkeit vollkommen arbeitSfäbig sind. Vielleicht ware es „ganz gut, eine Verpflichtung zur Tragun der bei den Insignien emstebendxn Kosten LFZUfiZT-m" DtieilAi) eiter an dlßrff BeitrixagiiZÉWin ?in: die Un'a vert erun e ne men zu en, u
bedenklitsb halten. i der Teuerung der LebenSmitiel könnten
die Arbeiter die Beitrzge doch nich_t zahlen, die Arbeitgeber müßten fie übernehmen, und dann kame man also auch nicht weiter. Bei der Industrie nähert sich der Beharruy Szustand berät?- Mansoüte die Dinge uicht überstürzen, weil augenblt [ich etwas große Lasten damit verbunden sind. Man sollte das vorhandene Muster der Versicherungen nicht verla en. Das Ausland'wird unseren sozial- poliiischen Einrichtungen gleich alls folgen. Allerdings'sind auch meine Freunde dafür, d wir die Sache Vereinfachen und die VerWalxungsa kosten vcrringsrn. ie Klage über die Ansammlung und Tbesaurtxrung der hohen Reservefonds ist durchaus berechtigt. Eine Verbilligirng muß eiutreten, aber nicht unter Schädigung der Ardnter. Auch meine
reunde weisen die Aus:: una der Sozialpolitik zii politischen Zwrckrn durchaus zurück. De Verficherungßansiczlten muffen bleiben, was sie sein sollten, fie dürfen nicht zu politiéchen Zweckxn aemiß- draucht werden; darin werden Sie uns immer auf Jbrsr Seite findet). Ich bitte Sie aber, keinen Schritt zurückzugeben, das würde die Arbeiter und die Arbeitgeber in gleicher Weise schädigen.
Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten von Podbielski:
Ick) kann den verschiedenen Herren aus dem boden Hause nur dankbar sein, daß diese wichtige Frage, wenn sie auch nur in einem LRViffkn [ssen Zusammenhange mit dem Kapitel1 Titel16 steht (Heiterkeit), die die vitalften Interessen der Landwiréschaft berührt. hierbei zur Sprache gekommen ist. Meine Herren, ich möchte hier Vor dem boden Hause wie vor dem gesamten Lande rs festlegen, daß seit einer ganzen Reibe von Jahren berufene Vertreter der Landwirlscbaft, weise ländlitbe Kreise sowohl in der Preise, wie auch bei der Ver- walkung, bei dem landwirtschaftlichen Ministerium Vorstrllig geworden sind, daß in einer erfchreckenden Weise die Lasten der Landwirtschaft, speziell für die Unfanverficherung, so stiegen, daß wir ernste Besorg- nisse baden müßten, diesen wichtigen Zweig unserer sozialpolitischcn Geseßgebung durchführen zu können. Es hat schon einer drr Herren aus dem Hause, meiner Ansiibt nacb völlig zutreffend, darauf hin- gewiesen: Wir alle wünschen doch zweifellos nicht ein Scheitern dieser wichtigen Geseßgebungömaterie, sondem wir wünschen eine gesunde Durchführung; wir halten nur augenblicklich ihre Gesamtentwicklung als eine nicht auf gesunde: Basis ftedende, und ich meins, die Zahlen, die die Herren aus den Provinzialvcrwaitungen dem hohen Hause ein- gehend unterbreitet haben, baden schon gezeigi, wie ungesund _ so will ich es bezeichnen _ fick in verschiedenen Kreisen die Verkältnisse entwickeln.
Ich kann dem hoben Hause mitteilen, daß der Vorstand unserer Landwirtschaftskammem vor Monaten bei mir in dieser Hin- ficht vorstellig geworden isi, und daß infolgedessen eine Reibe von Fragen den Herren Obeepräsidenten vorgelegt worden ist, ein Teil der Berichte ist schon eingegangen, ein Teil steht noch aus. Ick; bin gern bereit, diese Materie im nächsten Jahre in einer Denkschrift den Herren zu unterbreiten, damit die Herren sehen, wie die Vsrbältniff e sich tatsächlich entwickelt haben.
Das, glaube ich, an der Hand des dem hohen Hax'sr vorgeführten Materials konstatieren zu können, daß zweifellos durch die geringen Renten am meisten die Verwaltungskosten steigen im Vrrbältnis zur Rente selbst. Sie haben von den Herren gehört, ein Drittel der ganzen Bezüge liége unter 20 oder 25 0/0 _ das schwanktr, glaube ich, in den einzelnen Ausführungen _ und dabei hat ein Drittel der Gesamtkosten allein auf diese Bezüge zu entfalirn oder 11039 mehr. Jedenfalls also eine Exetwicklung, die zeigt, daß wir hier Wandel schaffen müssen. Es sind nun also ja auch solche Wünsche hier von den Herren zum Ausdruck gebracht Worden, aber ich glaube, ein Moment zunächst berdorbeben zu sonen, wo ich mich vieUeicht aui dem selben Boden wie dsr Herr Abg. Rosenow bewege, ich glaube doch konstatieren zu sollen: wir dürfen die Arbeitsbrdingungen für unsere ländliihe Bevölkerung nicht schlechter stellen als für unsere Arbeiter in den Industrien. Ich würde eine großes Bedenken tragen, heute etwa lediglich in der Landwirtschaft die geringeren Renten unter 20 9/0 nicht mehr zu bswilligen; das würde, glaube ich, nicht zum Vorteil unserer ländlichen Arbeiter resp. auch der Arbeitgeber aus- schlagen; denn das wäre ein neuer Anreiz für die Arbeitkr, in die Industrie zu geben und nicht in die Landwirtschaft, weil fie in der Industrie auch für geringere Unfälle bkreits Entschädigung erhalten. Das ist doch ein Moment, das wir nicht ganz außer Acht lassen dürfen.
Andererseits möchte ich aber den Herrn Abg. Rosenow darauf hin- weisen: Wir sind bestrebt gewesen, gleicbwie in der Industrie die Unfallverbütungsvorsckpristen nach jeder Richtung aquubauen _ die sind provinzieü erlassen _ also bei den Maschinen, welche Teile gesichert sein müssen, wie die Umwebrungen sein müffen; sie sind konform mit der Industrie gemacht, und wir sind bestrebt gewesen, nach dieser Richtung äjljgeurjam zu präsiieren.
Was die Anregung betrifft, die gegeben worden ist, die Kinder unter einer gewiffen Rsibe Von Jahren von der Versicherung auxzu- nahmen„ so bin ich an:!) gern bereit, in die Prüfung dieser Frage ein- zutreten, Weil fi: ja in einielnen deutschen Ländern bereits Sache der Gesetzgebung gewesen ist. Es wird also auch an die Staatöregierung eventuell die Frage herantreten, ob sie nicht auch den gleichen WTS unter gewissen Kautelen beschreiteu will. Ich kann also konstatieren, daß zweifellos eine heilige Pflicht der landwirtschaftlichen Verwaltung vorliegt, mit offenen Augen an diese Sache heranzutreten. Die heutige wichtige Verhandlung wird ja sowieso schon „zur Kenntnis der Reichs- regierung kommen; ich werde aber Veranlaffuna nehmen, diese Wünsche der preußischm Landwirtschaft, die sieh, glaube ich, zum großen Teil mit den Wünschen der anderen Distrikte der Landwirt- schaft im Deutschen Reiche decken, zur Sprache zu bringen und sie so zu vertreten, daß, wie ich hoffe,- eine gesunde Weitereutwicklung für diesen wichtigen Zweig unserer sozialen Wirtschaftspolitik angebahnt wird, und darin glaube ich auf die Unterstüßung des gesamten hoben Hauses rechnen zu dürfen. (Beifall auf allen Seiten.)
Damit schließt diese Diskusfion. Die dauernden Ausaaben werden ohne weitere Debatte bewilligt.
Unter den einmaligen. Ausgaben find 310000.“
ur Weiterführung der Arbeiten hehufs Aufschließung dex kalischen Moore in Ostfriesland engtixllItl. [ d
. der off (freikonj.)_:, n an img, die Land- gewaJg Y »I Kirst? ist recht. kostiyieicg. und dieser Boden ist fü: die Ansiedlung kleiner Dßkfkk MÜ SMM“; Aber YHochmoWÜäßk in Ostfriesland bieten emen recbt JUK" Boden; as ("MUM die großen Strecken, auf denen Fcbnkolonixn mit blubenden Dörfern an. gelegt sind. Das ist erreicht durch die Herstellung der notwendigen Kanäle. Man soll zwar die Anlandung fördern, aher die Besiedlung der Hochmoore nicbt unterlasen. ' Da nun die Weiterfuhw'ng des Ausbaues dieser Kanäle sowohl im öffentlichen Jnxnsffe wie im finanziellen Interesse des Domänenfiskus geboten ist, bai die Verwaltung für die Fortführung drr Arbeiten zum ZMck der Verbindung des Nord- (Hzgrgs-Febnkanals mit dem Enxs-Jade-Kanal 2600007“ Ukkd ferner zur stellung zwrier Hauptkanaie rnit Nebezianlagen 1121 Könißßmoor und Kiefeld-Klsin-Heseler _Moor 90000 „zs eingestellt- „Nach dsr Er- läuterung ws Etats soll dte Inanartffnahuxe 7?“ Arbeit?". sur Fort- führung des Noxd-Georgs.Febnka_nais an die Bedingung geknupft “werken- daß die Anlieger drr schon bestrbendkn Kanalstrecke zuvor 'die Ver, pflichtung zur dauernden Unterhaltung „derse'lben ZWÖ Feritssielluug des ganzen Kanals übernehmen. Ich bitte die Regierung, den Ausbxm dieses Kanals sowie der noch rverxerqnotwendig werdenden Kanal: nicht durch eine solche Bedingung rl_l_uiorrfch zu machen_. Die Redman,; ist nicht nur im öffentlichen Interene- „sondern auch prwatre-“biltcb zum Bau dieses Kanals vervftichkek-„ dä dl? AÜW“ nur "“t" VMM“ seßung des weiteren Ausbauss tbr Land gekäUft haben; Der Redner be- fürworict dann nochmals die Vermehrung klainer bauerlrrher Steuer. im Hochmoorgebiet. _“
Die einmaligen Ausgaben und daxmt der Rest des Etats der Domänenverwaltung werden bewrürgt.
Es folgt der Etat der Preußischen Zentralgenosjen- schaftska11e. '
Ueber die Einnahmen referiert _
Berichterstatter Abg. Dr. O_iewoldt; er teilt u. a. mit, drß im Wrchfelverkebr ein Vsrluit 'von 60 001. «M entfiaistzi, ein solcher Verlust aber nicht zu vermeiden ier._ Mit dem Zuruckxtrömen der den Genossenschaften rorgestrecktrn Kapiiairen könne man durchaus zufrirden sein. ,
Abg. Me y e n s ck e t n (kopi): Namens meiner Freunde babe ich 31: erklären, daß wir uns mit der Verwaltlxng drr Zentralgegoffensrbang. kaffe und deren Grundsäßen durchaus eindrrktanden erklaren könnkn. Wir werden auch jedrrzeit gerrx bereit sein, aÜeH zu tun, was zu ihrer weiteren Hedung notwendig in'. Ort Staat „bat auch azi den auf- gebraäoten Kosten nichts verloren, er d'art nicht iiur fein Kapital mit 30/0 verzinst erhalten, sondern es ni auch_ eine_'Resrrve von etwa 3-1- Miilionrn angesammelt wordrn. _ Es ware nicht richtig, an dieser Stelle alle Fragen kes_ Ernoneniebaftswxsens zU„besvrechen. Die Idee des Genoffenschafi§weiens ist uns von Mannern wre _Scbulze- Delixzsch und Raiffeisen erneut worden, l_lnk sie hat sich sunachst_ ent- wickelt ohne Hilfe des Staats. Sl? wird den Mittelstand frei urd selbständig machen, wird dieies Ziel aker nUr erreichen,_ Wenn idr möglichiée Freiheit gelrssen wird. Abrr. der Staat mur; do:!) srire ( and darüber halten und fich einen nglffSn Einflyß sichern. Das
at er durch “die Gründung der Zetrtraxqenoiiezixwaftsfxffe man, womit er fich in die Reibe drr Eendxisnxcbarten gestellt hat, bei denen er sich als der gröiie Geldxreber beteiligt. _D3r Umsaß betrug 1904 nicht weniger als 9“); MiÜiarden. :uptsachlicb kommrn Darlehen und Rückzahlungrn dabriJn Betracht. Man hat immer davon geredet, daß durch disse Kaffr die Entstehung 130.1 Pumpgenoffen- ichaften grfördert würde, wie der geschmackdolle Ausdruck lautet. Daß es Pumvgencffensibaften gibt, wird niemand leugnen, daß aber die Preußenkaffe daran schuld sri, wir niemand behaupten können. Irn Jahre 1904 wurden 351 Millionrn Darlehen gegeben, daaegen 357 MiÜionen zurück xzabli, die Rückzahlungen üdersiiegen also die Darlehen _um 6 Mi ionen. Es handelt sich aliy nicht um eine
umpwirtjclxÜt, sendern rm einen Kredit auf ge'under Basis zur Stärkung der wirtschaftlichen Vsrbältniffe. Der Präsident der Kaffe bat in der Kommission erklärt, die Kaffe sol]? kein werdendes Staats- inst_itut i_ein, _sdndern nur nach grmrinnüßiZen Grundfäßxn das Ge- ndnrnschaiisürejcn sördkrn, adrr keinen Gescbaitsgewinn erzielen. Es würds gut sein, kg?! auch die Gegner nun mit riesrr Kaff»: idrrn Frieden mackven, animt immer daranzu nörgeln. Wir Genoffenschaffcr dürfen dem Land: nicht das Schauwiel bieten, wie der Handwerkerstand _ sehr zu irincm Schaden _, ais wüßten wir selbst nicbt, was wir walen, und wären untersinandsr uneinig. Unsere ganze Sache beruht auf drr (_Zinisgkeit, von drr es heißt: Die Einigkeit macht stark. Die Genonenicba, Zkaffe bat eine erstaunlich? Siegesdadn durch unser Land durchmeffcn, von 1890 bis 1895 haben die Genossenschaften um 2323 zugenommen, und seit dem Bestehen der Preußenkasse sind sie um 4294 vermehrt, aber den Luxus, un§_ gegenseitig zu bekämpfen, können rrir uns qucb heute noch nicht ieiiten. Es kommt viel auf die Persön- lichkeiten an,_ persönlicher Ehrgeiz und Rechtbaberei müssen im__ quoffenichaftSwesen zurücktreten. Hat auch der Ge- nomenschastsgedqrzke riesige Erfolge erzielt, so bedarf es doch noch immer eifriger Arbsii, es ist noch viel Freiland da: auch unter den Arbeitern mu" der Gerwffensckyaftßgedanke weiter heraus- gxarbetttet wrrdrn, denn_das enrffenscbaowesrn ist für aUe da. E; iii nicbt _riY-btlxz, da:; das GenoffrnsÖaftswesen ein Appendix derkLandwrrticbart iit, nein, es gehört dem gesamten Mittelstand- Bet den Kornbäuserrx badrn wir eZ aüerdings mit einem Versuch zu tun, der in den mciitrn FäU-xn 073€th bat, wie man es in Zukunft zu macbrn bat,„an einzelnen Strllen auch, wie man es nicht zu machen brit. Die deutjchen KombauSg-knoffenschaften sind fest an der Arbeit- die'/Erfabruggen der leßten Jahre herauszuarbeiten. Aus meiner Hermat Canel kann ich nur sagen, wir wollen die Kornbäuikk nimmermebr entbehren. Wo der Versuch nicht glückte, lag es nicht daran„“ daß man etwa nicht in di? Mysterien drs Getreidebankels aur serten__der Agrarier _bäite eindringen können, nicht am Mangel an kaufmqnniichen,Jrnntninen, sondern. an einem Mangel an genoffen- schaftlich!!! Gent, der rfchästl1che Nüchternheit und Opferwilligkeit zu 'der inden weiß. in leßten Jahre ist die Vereinigung drs RälffklsMscbkn Verhcrndes mit dem Reichsverband volliog-rn. Wir txxancbe Zéktungen die's Versinigung glosfisrt haben, darüber kann man btnweggeben. Dasielbe gilt bezüglich der Jntereffengemeinsckxaft ker NeuwrrderZentralkaffe mit der Preußischen Zentralgenoffenschafxs- kaffe. Dl“: Abschrribungen, welche die Neuwieder Kaffe vor- genommen hat, sind ein Zeichen ihrer Macht und nicht Ein Zeich?" des Verfqu; sie haben das Fundament revidiert und sich in M LSA? kaikßt, ibre Ausgabrn zu lösen. Eine dieser Aufgaben ist dir prakttfcb! _anngriffnabme der Entschuldung des Grundbesißcs- ML Sache MM; einmal Praktisch angefaßt werden, und wir haken ika Hxncn mit einem solcbrn Versuche begonnen; über den Erfolg können wir uns „heute natürlich noch nicht aussprechen. Geschenke verlanakn wir zu diesem Zwecke nicht, aber wir rechnen dabei auf die Mithilfe der PreußisHZr) Zentralgenofienséaftskaffe, mit welcher unsere Landwirts-cbzrttliäye'Zentraldarlehenskaffe ja neuerdings in eine Inter- kffMLLMLMÖIÜ cmgetreten ist- Auch bier hat man geglaubt allerlei Geschmacklosigkeiten äußern zit müssen. Man hat ggsäqt, die meßiskbk, Zeutraigeurffmfchaftskaffe sei jetzt der Kurator der Land- wmscbaftliaoen Zentraldarlebenskafse geworden, und Aebnliches. Auf diese Aeußerungen antwortet man am besten durch Stiilschweigen. Wik haben du der Zentralgenoffensckzaftskaffe aber das feste Zutrauen, daß fie auch in Zukanst der Hort des Genossenschaftsmefens sein wir:.
„AÖI- BLEU (fk- BUMI): Wir sind seinerzeit gegen die Grundung der Preußijcben Zentralgenoffenschaftskaffe gewesen, aber nZir erkennen gern an, daß ihre Leitung auf durchaus gesunden Grund- saßk",bekubt- AW die Genossenschaften müssen auf gesunder kauf- manmscher Basis aufgebaut Werden. Für mich ist es nur überhaupt fraglich, ob es gut ist, womöglich in jedem Dorfe eine solche Dar- lebenskgffe zu gründen. Wir halten diese Genoffensthaften nicht für WohltätigkéijMskalten oder für ein Allheilmittel. Die Genossen- schaften mnffen auf Selbstverwaltung und Selbstverantwortung
, „, en. GmoffenscbaftSwes'en, wirkt „eiue Dezentralisation Je? „xs JJ,“: scharfe Zentmlisatioa. Wit find fiets damit heiebäftisk- dre bände zu der ent, aber por MMC„ find auch wir nicht hervabrt geblieben. Diese Mcxusjz sind enistandeg durxb' ubermaßlges Vertrauen und durch das “Ausbeulen dieses „ubermaßigen Vertraunzs durcb zweifelbafte ijmente; manchmal ts! man auch ruivotsicbng vorgegangen. Be: sogders in der 1 ten Z-xit bqu (ck diese _Verluffe vermehrt. Graf von Pzsadrwzkx neulub imReubstage uber das Ueberbaridnrbmen der materialiimeben Weltanschauung geklagt. Wemi da_s richtig ifi, sx; würd? das [(di-3er auf die Genyffenfcbafterx zurzrckwrrken. Drnn für das Genr-nenstkaftSwesrri ist nicht nur ein 'nuchterner Verstand erforderlich, sondern auch em sehr großer JdealrSmys., Unsere Ver: luft! ßsxd nicht entstanden durrh unsere Organisation., ]ondem geradé durcb Zuwidxxdandlungrn gegen die Organisation,. Als GsncßcnsÖQftkk munen wir das „Recht fur _u_rs in An- ;rrUÖ nehmen, auch andxre Genoffenxcbaitxn z-1_ kcttrsirrxn, nicht „'m ihnen zu schaden. sondern im Geiamttntxrenx aUer Gezwffen- ixbaiim. Wir wollen bonen, daß die Abicbxeibungen, die die Neuwirder Kaffe vorgenonimen' hat, „dazu diknen werden, daß dj: Nrnwieder wieder in em ben.:reß Fahrwasser kommen. Di? Krmbausgxnyffenschafkea find allrrdnrgs 'nirr ein Veryuck; ge- Mégxx aber 06 iii nicht zu lexrgnerr, day dieZer Versuch in den MZÜZK Fällen feblgeschla en nt, und daß ,man besser ge-“cn bäne, seinerzeit unskre _ rnungrn zu brdxrzrgeii. Wir sind kejxs Frinde der Kornhauseinricbtungen, 0551: die meisten Fällr babxn gezkjgt, wie es nicht geuzacbi nxerren darf. Wir kön_nten nur wznrxhsn, daß sie auch zergen,„wie es gemackyx werden roll. Die Mrlchxenrrale ist gescheitert, odrr sie wird ichertern,_ wril fie dkn H::Udel monopolifieren wiki. „DZI Genoffsmcbaftswesxn kann nur gedeihen, wrnn„ 8? als „Selbirzweck betrachtet wird. Die Koniumvereine babrn wir jrinerzeit in Kreuznach ausgeschloffsn, Mil ririe Vereine die moderne Wrrtichafrsordnung umstoßen ::]-„k wir uns mit diesxn Bestrebungrn nicbt identifizieren können. Ekknidwrnig können wir die Bildung von Genoffenscbaften zur Srärfrn; dcs Dsutsrbtums 1:1 den polvischkn Landesteilen billigen, Mildurcd sir nur die vorhandenen Gegenfäße vkrschärft Wkkdkii. Meine Frrurdz sind aber durchaus keine Feinde des landwirtschaftlichen Ge- xciisxicßafkéwxiens. . ck ' _
Abg. Kretb Kons.): Wmn dre Kritik am Sykiem der Zentral- ßcnräsnicbaftskaffr _so milde wie möglich iir, wird das vm io beffrr irin. Wird die Krrjik zu scharf, gcschi_ebt [re nich_t in der Absicht zu Öl!“??kk- sondern bergbzuzirben,_ so ichlazt [re in 131:_ Gkgenteil um. Aux!) ich sehe keine Gefcibr „tür die Neuwardrr Raéririienzentralkaffe. ich sri: auch keine Gefrhr fur dre Yrsußenkaffc. DieJritcreffengemeinschaft zwiiÖ-xn dcn beiden Kanen bestebtim wesentlichen darm, daß diese sich mit Ciri;grn k-eteili t. Da aber ein Kreditgeber vor allem über die Be- dürfniiie des SFUdners unterrichtet icin muß,_so_bcsredt die Zentrali- satirx. Ick möchte gegenüber (“kn Gsrücbten trstitellen, dar"; die Ver- iuire d;“: Zentralkaffe lediglich ,daber r)."ibrcn, da?: sie in Gefahr 927.7:an kleineren Genomem-Öaften heiirrang. Ob die Zenirali- i::idr. Zrörrbaupt angebracht ist, münen wir drr Wiffxniäpsit, noch dkffer drr Praxis überlanen. Ick hätte sicher keine Veranlassung gedadi, in ein Untrrnedmcn einzutreten, ron dem ich hätte 05- srdrii können, daß es verfracben würdx An *.*-3: Srise dsr ZéikUNJkn, dis sich grgrir di: Neuwieder Zerxraldailrbnékank wxndicn, stand
.: ,Brrliner Tageblati', das irnmer die_Fübrnng übernimmt, Wa 65 fich darum handelt, rrr Landwirtkehait Und drm da::rir rrrkundrnrn Genoffensibaftswesen eins aizszurischen. Das „Berliner TIZLUAT“ wandte sich gegen die_ Jntrrrnen der beiden Initirukc mit AMrürirn wie „liederlicde Wirtiäpafi“, ._Matadore' der Grnoüen- irhaiirir u. &. Damit izt kri grycbärtJunkundigrn Lrutcn die rirhiixe Stimmung vorbereitet, um glauben zu machst!, was man '":m'i nichr glaubt. Das ganz grwöbniicbe Vérfadren, Wkäzfél xu riskyrxti-xren, bezeichnet das Blatt in sein;;n _Artikein grgrn die auf chriiriichrr Grundlage ruhenden Raiffeiiensckyrn Kaffrn a1§ WW-rlrrijerei. Wie denke fich denn das Blatt, dax“; die Reichs- kaaf,_ bei drr die Wscbsel dikkoatirrt waren, mit fich Wsrb'eireiierri treiben ließ:? Die Winke mit dem Zaunriadl, dir das Blair iIr drs Abgeordnetenhaus verheißt, werden nicht nötig sein. Tir ?irxikrl des „Berliner Tageblatts' vxranlaßten mich zu einem Rund- !Öreib-er an meine Vrreine, worin i:b „ikncn irgte, was irh für richtig ireli. EF- widerstredt mir aber, unter dem Teckmantrl der Anonymität d?m„Vcrliner Tagéblati' rntgegrnzutrrtcn, und i:!) sandte mein Rund- kÖreidxn an dir ,“Lcut!che Tagesseitung'. Das „Verlinkt Tageblatt“ ksdairvteie, daß der Präsident Dr. Hsiligenftadt irine drrribigendrn
«Unzen in der Gmetaloersammiur'g ker Neuwieder Kaff: nur krd:_ gzben können, weil er szbdn wußte, dax"; ;cbn Tage vdrbzr die mm:!terieUe Gcnebmigung für die Iritcreffrngrmeinschaft erteilt war. Ick babe darauf in meinem Rundschreibrn nachgewiesen, daß Herr Dr. Hrilizeniiadt seine Erklärung deshalb abgeben konnte, weil er fiÖ !cixon im bsi vorher von dem Stande der Kaffe selbst üker- WJT bxnx. J tchloß mein Schreiben mit dem Vers von “dnn Weirerrnn. Damit batte ick) wirklich in ein Wespennest gegriffen, deux. ras_ „Berliner Tageblatt“ erwiderte es [obne sich nicht, auf diexrs _mrt antijemitiscben Spißm durchieste edle Geschreibsel . . . wem jchrner Artikel! ..... einzugeben. Es sprach dann auch Irn metncr sympathischen PersönliEkeit. Ich kann Ihren leider nicht den anonymen Artikelschreiber des.?)erliner Tageblartes' auf den Ti!§_b_ drs Hauses legen, um zu sehen, welcbkn Wert wir auf seine Petionlxcbfeit lc en und ob wir ihm da;; Cpitbeton .sympatbisrh“ Yorn frnnen. cb „begrerkte in meinem Runkschreibm, das „Berliner
geblati' babe unt icinen Artikeln den Zweck nicht erreicht, eine BkaMbrgung_ in die landwirtschaftlicbea Genoffenscbartrn zu bringen. In rmxm weitnen Artikel „Noch einmal Raiffeisen“ wirft mir tas [&th 112-351: unebrlirbe Motive und Unwabrbxit vor. Die Neuwiyder KMZ _oat it_1_ feiner Weiß verlangt, daß die Zentral- ßsrxozienkch2ftskanx ihre Ge1chaftsgrundéäyr zu ihren Gunsten WSU??- Es folgten dann ,noch _drer weitrre Artikel des „Berliner TageblattS' - ja, ich e_rrable Ihnen das auch nicht IZM,“ abr: wir sind in einer schwierigen Lage, Was im „Zeiirner Tageblalt' steht, liest nur ein Teil, und was in der -D„kUk!ch_3_n Tag-ZSzeitung' stebt, liest nur ein anderer Teil dsr Leser. Wlkwuven also die Sache bier besprechen. Mit den Artikeln des Bkrliner Tageblattes isi Haus bei Haus bei den Bauern baufiert irorden, aher genüßt hat es nichts. Es war, 015 ob ein Signal UTSLÖZU sei, das ländliche Genoffrnicbaftéwesen zu diskreditieren. Aber das Lit das deste Mittel, den Antisemitismus zu fördern, und es trägt nur dam ber, den Zwiespalt zwischen Stadt und Land zu vers "rfen. s _Ö „Verlinkt Tageblatt“ wird fich ja nun wiedrr in einer Rei e von ch9n€n Artikeln mit meiner erson befafien, ich kann ihm nur sagen: an! einen groben Ast ein gro er Keil, aus einen Schelmen anderthalb!
Finanzminister Freiherr von Nheinbaben:
Meine Herren! Ich möebte mich in die Polemik des Herrn Vor- tednrrs mit dem „Berliner Tageblatt“ nichteinmiécken. (Seht richtig !) Ick würde überhaupt keine Veranlaffung gehabt haben, das Wort zu “LUTZ“, nacbdem alle Herren Vorredner irn allgemeinen eine sym- Wblicbk Haltimg zu der ganzen bisherigen Auffaffung der deutschen Zentralgenoffeuskbaftskaffe ihrerseits eingenommen haben, wenn ich es Mkr meinerseits als eine Pflicht der Dankbarkeit betrachten müßte, beute-_ i_vo wir gewiffermaßen das zehnjährige Jubiläum der Preußen- Üii? _!etern, der Männer zu gedenken, denen die Kaffe ibr Entfieben ""d ihre Entwicklung verdankt. Das Gesrß ist am 31. Juli 1895 kümmert, und am 1.0ktober 1895 ist die Preußisibe Zentralgenoffen- kéaftskase ia Wirksamkeit getreten; fie bai also jetzt etwa eine zehn- 1abrige Existenz hinter stch.
Weine Herren, daß mein verstorbener Amtsvorgänger in der Für- Lßrseqmr die Miltelstände unseres Vaterlandes urd in der Fürsorge -"k kl? Stärkung der festen und dauernden Elemente unseres Volkes sich mit der Schaffung der Preußenkaffe ein dauerrdes Verdienst er-
worbrn hat, glaube ich, das werden aile in diesem Loben Hause an- erkennen (sebr richtig !); und taz, was er geschaffen, [;ck ein ebenfalls bochverdientes Mitglird dieses hoben Hauses, der leider zu früh uus entriffene Freiherr von Hume, in die Praxis umgeseßt. Er war der erste Präsident der Preußeukaffe, und er bat auf Grund seiner genauesten Kenntniffe der ländlitben, der landwirtschaftlicben, der geneffensrhaftlieben Verbäliuiffe die ersten großen Schwierigkeiten üöcrivunden Und in aUererfier Linie dazu beigetragen, daß die Preußen- kaffe den Ertwicklungxgaug genommen bat, den sie tatsächlich auf- zuweisen hat. Ich eraibte es aber als eine Pflicht der Dankbarkeit, auch dem gegenwärligen Leiter der Preußmkaffe, drmHerrnPräsidenten Heiligenstadt, und feinen Herren dafür zu danken, daß sie weiter genau in den Bahnen geblieben find, die Exzellenz VM Miquel ihnen vor- gezeichnet hat und in tencn Freiherr von Huene selbß gerrandelt ifi. (Bravo !)
Meine Herren, die Entwicklung, die das Genoffenscbastswesen und 108138016 daS Oberste Jufiitut, die Pteußenkaffe, die dem Ge- noüenicbaftswksen zu dienen bat, in den leßtenJabtzebntrn genommen haben, ist ja eine überaus erfreuliche. Ich glaube, der erste Herr Redner streiite schon diesen Pöikt. Aber ich darf nur die eine Tat- sache ansübrrn, daß wir im Jahre 1890 2912 Genoffenscbrrften in Preußzn batien, daß ihr: Zahl im Jahre 1905 auf 13 331 gestiegen ist; also in einst etwa 15jäbrigen Periode hat sich die 3051 der Ge- nriienschasterr mehr als vervierfacht: ich glaube, ein deutlicher Beweis der lebendigen Kraft, die in dem ganzen Genoffensäyaftswesen steckt. Das ist in erster Linie, wie ich eben schon andeutete, Verdienst der Genoffenscbaften selber. Verdienst des Gemein- sinncs, des idealen Sinnes, von dem einer der Herren Vor- redner sprach, der für das ganze GenosseustkaftSweien ausschlag- gebend ifi. Aber dieser Geist, und diese ganzen Bestrebungen haben eine Wesertlirbe Unterstr'ißung gefunden durch die Preußenkaffe; und ich glaube, das wird auch von allen Seiten im Genoüenscbafts- wesen anerkarinx Meine Hrrren, in der Periode von 1895 bis 1900, also in dem rrsten Jabrfünst nacb Schaffung der Preußenkaffe, hat sich die Zrkl der Kreditgenoffenscbaften um nicht wenigxr wie 3053 = 109 % vrrmebrt, also in einer fünfjährigen Periode nach Er- richtung der Preußenkaffe hat sich die Zahl der Kreditgenoffenicbafren mehr als vrrdcprelt. Die Zahl der Robüoffgenoffensrbafren hat sich um 42% vermehrt, die Zahl derProdnktivgenoffenscbaftcn um 63 0/0. Ich glaube, diese Daten sind auch ein Beweis dafür, daß in der Tat die Schaffung der Preußenkaffe einen redlicbeu Anteil an der Ent- wicklring dxs ganzen Genoffcnschaftßwesens gehabt hat.
Meine Herrkrr, die Preußenkaffe selber hat ja einrn in jrdem Jahre steigenden EcsébäfWumic-ng gehabt, und ich darf in dieser Bezirhung anführen, daß, während nach der Gründung der Preußen- kaffs im Jahre 1895 _ am 1. Oktober 1895 ifi sie in Wirksamkeit grtreten _ fie ia dem ersten halben Jahre, vom 1. Oktober 1893 bis 1. April 1896, 141 Maionen Umsatz batte, dieser Umsatz im Jahre 1904 auf fast 10 Milliarden Mark gefiiegrn ist; und im Jahre 1905 wird die Preußenkaffe voraussichtlich einen Umsaß von fast 12 Milliarden Mark haben. (Hört, hört!) Also, meine Herren, von 141 Millionen im Jahre ..,1895 ist der Umsatz im Jahre 1905 nah 10jäbrigem Bestehen auf nahezu 12 MiÜiarden gestiegen. Ick glaubs, kein anderes Institut hat eine derartige rapide Entwicklung aufzuweisen gehabt; und was speziell den Verkehr mit den Ernoffenfchaftcn angeht _ und darauf kommt doch alles an _, so hat drr Verkehr in laufender Rechnung _ das ist also der regel- mäßige Verkehr _ im Jahre 1895 16 Millionen Mark und im Jahre 1904 841 Millionen Mark betragen. Also, meine Herren, ich wiederhole: eine Steigerung von 16 Miliionen auf 841 Miiliouen im laufenden Verkehr mit dem ganzen Genoffenschaftswesrn!
Einige wenige Brmerkungen darf ich noch machen zu den Aus- führungen des Herrn Abg. Bleu. Zunächst hat er gefragt, wie es sieb mit den Kornbäusern verdiene. Meine Herren, es wird dem bodrn Hause darüber eine Denkschrift zugeben, und die wird ja dann, glaube ich, den geeigneten Anlaß bieten, um über die Frage der Entwicklung von Kornbäusem zu sprechen.
Er hat dann gesagt, er und seine Freunde hätten der Errichtung der Preußenkasie widerstrebt, weil sie die Abhängigkeit des Genossen- schaftSwesers yon der Preußenkaffe befürchteten. Meine Herren, ich glaube sagen zu dürfen, daß in der 10jäbrigen Periode, die jekt hinter uns liegt, diese Befürchtungen sick; als grundlos erwiesen haben. ( Sehr richtig! rechts,) Damals ist von den verschiedensten Seilen, namentlich von der linken Seite, der Befürchtung Außdruck gegeben worden, daß die Preußenkaffe sich in das ganze innere Getriebe der Genossenschaften einmischen würde, ja daß sie W die Genossenschaften 31 polilisckyrn Zwecken dienstbar machen würde. Ich glaube, meine Herren, weder das kiki? noch das andere ist eingetreten. Die Preußrn- kaffe kat fich peinlich gebütet, ihrerseits die Genossenschaften von sich abhängig zu machen (sebr richtig! rechts), sich weiter in den inneren Geschäftsbetrieb einzumisxben, als es nouvendig ist zur Beurteilung der K*keditsäbigkeit und der Ansprüche, die an die Preußenkasse gestellt wurden. Noch weniger ist irgendwie unsererseits versucht worden, die Genossen- schaften zu politischen Zwecken diensibarzu machen. Die Preußenkasse muß über allen politischen und konfessionellen Rücksichten sieben.
Wenn der Herr Abg. Bleu sagte, er und seine Freunde legten Gewicht auf die Selbstverwaltung und Selbstmiebung der Genossen- schaften, so kann ich ihm darin vollständig beistimmen. Denn das ist ja der Zweck der ganzen Preußenkaffe gewesen, - nicht etWa die Ge- noffenschaftm zu bevormunden, sondern dazu beizutragen, daß auf fester Grundlage, auf der Grundlage des genoffenschaftlicben Geistes die Genossenschaften sis weiter verbreiten. Und, meine Herren, daß in der Tat diese Selbständigkeit der Genossenschaften auch in den leßten Jahren, in dem lehtverfioffenen Jahrzehnt weiter gestiegen ist, das beweist das Verhältnis der Einzahlungen und Rückzahlungen bei 'der Preußenkaffe. Man hat früher immer gesagt, die Preußenkaffe würde lediglich Pumpgenrffenscbasten groß ziehen, während wir den Standpunkt vertreten baden, daß die Preußenkaffe dazu da sein soll, auSglei-bend zwischen Entnahmen und Rückzahlungen, zwischen den Zeiten zu wirken, wo das landwirtschaftliche Gewerbe Geldmanko und Geldüberfiuß aufweifi. Daß dieses Ziel erreicht worden ist, dafür bitte ich noch wenige Daten anführen zu dürfen.
Im Jahre 1903 haben die Genoffenschaften von der Preußenkaffe 337 Millionen Mark Darlebne bekommen, das ist gestiegen im Jahre 1904 auf 406 Minionm. Es sind also etwa 70 Millionen Mehr- darlebne im Jahre 1904 von der Preußenkasse entnommen worden als im Jahre 1903. Aber wie haben sich nun die Rück- und Ein- zahlungen gestellt. Si: haben im Jahre 1903 342 Millionen be-
tragen, sie sind im Jahre 1904 auf 420 Millionen grst'iezen. Wäh- rend also die Ziffrr 'der Darlebne um 70 Millionen gestieZen ist, ift die Ziffer der Ein- und Rückzahlungen um 80 Millionen gestiegen, sodaß sich also das Saldo um 10 Millionen zu Gunstkn der Eenoffeu- schaftrn verbeffert bat. (Hört, Hört! rechts.) Während im Jahre 1903 die Eencffensrbaften noch mit 7 Millionen im Debet standen bei der Zentralgenoffensäyaftskaffe, hat sich das Debet der Eeansn- scYftm im 3951? 1904 auf 1500000 .“ rrduziert. (Hört, hört! re is.)
Also in den ießten Jabrrn haben wir in steigendem Maße konstatieren können, daß die Genoffenicbaften sich mehr und mehr gewöhnt haben, so wie sie in der Lage waren, wieder Rückzahlungen zu macken, sodaß ibr Debet bei der Preußenkaffe nicht nur nicht ge- wachsen, sondern ganz konstant von Jahr zu Jahr gefallen ist und sich jrßt im Iabre1904 auf drn Betrag von 13Miüionen Mark beiaufen bat. Ick glaube, das ist der krste Brweis für den erzieberisÖen Einfluß drr Preußrnkaffe auch nach dieser Nichkung und für das steigrr-de Verdußtsein der Grnoffrnirhafien srlber, auch ihre eigenen Herren zu sein, sicb möglichst" auf eigene Füße zu stellen. Ick glaube, in diesem vertrauensvollen Verhältnis, in diesem Zusammen- arbriten der Genoffrnicbaften und Preußenkasie liegt die Gewähr für eine ireüere gedeihliche Entwicklung, und wir werdcn unsererseits nach Kräften dazu britragen, daß diese Entwicklung fortschreitrt 0an jede Bevormundung unsererseits, aber unter tatkräftiger Hilfe, da wo fie notwendig ist im Intereffe der freien Exxtxicklung der Gendffen- schaften. (Brady! rechts.)
_ Adg. Ham mer (ions); Ms Angrböriger des kkeingewerblichen Mittelstandrs und__als Genovenschafter mus; ich einigc Brmerkungen marioen, die boffcniiich Jdren Beifall finden werden. Die Beitrebungeii der 'Milckxentrale daberr das drrvorgrbracht, daß die Milch „111 Berlin dener _gewordrn iii. al:? fi? Vorher war. Das kann jelbst Hirr'_F[atau nicht mehr bestreitsn, daß der Preis kon- stantxr gxworden iii, und daßstder Milchdcmdrl aus 7:00 Händen drs Großkapitals berarisgekommen ni. Da?- fir-d drei wichtige Vsrdirnste drr, Ze'ntra-le. Die Milchzentralr wird auch rUdig weiter keirsden, bmrér ihr steht der markiich: Bauer, der eine drr zirbriten Rafiyn ist, und 0_n dem xioeb manches andere zrrichrilsn wird, als err Flatau urid sein: _Andanger. Wenn drr großkapitalistiiche Hands! sein? "Saug- ruUel m jederOrT steckt, sind "wir aezwungen, Uns Zrnoffenschaft- lich zu organisieren„ Gerdiß imd Feblrr gemacht wordrn; wir wollen ' uns _die Kritik des Herrn Biel] gern gefallrn laffen, aber nicht die SIMS, mit der, uns imer Hrrr Crüger übergießt. Wir haben NLViwrcxi gehabt, die wohl von kaufmännischer Birch- führung etwas vrritqnden, aber keine Adnung vom Gsndffenichafis- wrien batten._ Darm ist eine Aenderung eingetreten, unsere Re- rik-ren strdrn jetzt anrrkanntermaßen auf dsr Hödr. Dir Gründung des auxJWSrkarrdeHder kleiiigewerdlickpsn Gsndffrnschaften haben wir der IntralgendnenicbastSfaUe zg vcrdxrnerr. Dir Entschuldung des p_latten Lrndrs muß dem Eenrnenscbasxrn Üderwiréen wrrdrn. Das ist nur moglich mixer Füdrung der YreuZanI-Ue. Il er dsr Dualismus, der_ß'dtePreußrnkane untér dem Report des Finanz: Und des Handels- urinrjteriurtis siedt,_ eräslt mir als Vorfißrndem des Hauptdrrbandes nich?; Dre Kaffe sd te wie die Seedandlung nur unter dem Finanz- uzrnnterium itxden. Ick hoffe, daß Sir nunmehr meinrn Aus- fuhrungen Beisail zollen k_önnen. _
Abg.,IYerendt (sr.kons.): In dieier JubiläumZdebatte bildet das Iubilaumkgeicbeuk' die Anerkennung des Abg. “Olell; aus der früheren'G: nerscbaft ist Anerkennung geworden. Die Kaffe Wurde früher eine: eneralpumpjtation genannt, drr Abg. Richtsr, den wir leider nicht“ n_1_edr_bier 1ebcn,_ sprach vch Pumpgenoffrnschaften und meinte, die Kane sei kein Geschastßrnstjtut, idndern eine Wohltätigkeits= anstalt. Und heute handrlt es sich um ei,“.rn Gsschästöumsax; Von 12 Milliarden! Das Abgedrdneienbaus hat dir erste Anregung zu diesem Jnjtitui gegekrn, aur Antrag des Abg. „11an?! brriet seinerzeit darüber eine Kommission des Hauses, in drr ich auch saß. Eine fernere Ariregun gab dann drr Abg. doti Mendel-Steinfcls. Drr Minister Hat mit Re t die Verdiezistc des Ministers von Miquel bervvrqrbcben, der den Antrag drsxßauirs bereitwigigst aufnahm, rr hat absr drs ver- dienstvollen Mitarbeiters vergenrn, dcn Herr von Miquel damals boxte, des jetzigen Ministers yon Rheinsaben, dem wir heute unjeren Dank und Anerkennung aussprechen können. Wir schließsg uns auch der Anrrkennung an, die .der Minister dem gegenwartigen Leiter des Instituts, Herrn Dr. Heiligenstadt, gezolit dat. Seit „fünf Jahren hat drr Staat Von diesem Institut Kosten überhaupt, mcht mehr gehabt, das sich als so segensrcich für Stadt und Land erwiesen hat. Keule können wir sagen, daß die Kaffe dem Staat überhaupt nichts ge ostet hat. An ihrer segenßreickpen Wirkung kann heute niemand mehr zweifeln,__und sie besteht ohne Inanspruchnahme der Steuerzahler in einer Weire, daß die Unkenruir, die bei ihrer Be- gründung xrtönten, _zum Stillschweigen grdracbt smd. Die Kaffe bat weite Kreiie vor einer weiteren Geldwerteuerung bewahrt, die heute vielleicht 80/0 zahlen müßten. Die Gerüchte, daß die KaLe an der Zurückhaltung des Getreides mitgenxirkt habe, indem sie den andwirten
redit gab, sind in der Kommiifion gründlich widerlrgt worden. Den Wünschen einer Glercbstrliung der Zentralgenossenschaftskasse mit der Seebandlung kann ich mich n_ur anschließen. Ebenso wünsche ich zwar keine besonderrn Lehrstühle für GZnoffcnschaftSrvesen, wohl abrr die Weitsrausbreitung der GenossenschaftAehre. Es müssen mehr Dozenten angestellt werden, um eine Ueberlastung zu vermeiden. Möge man, nZenn das zwanzigste oder fünfzigstr Jubiläum der Kasse gr- feiert wird, mrt der Vergangenheit ebenw zufrieden sein, wir wir jest.
Abg. v o n B r 0 ck b a u s e n (kopf.) : Drr damalige Grbeime Rat 5011 Rheinbaben hat sich nicht nur her der YuSarbeiiung des betreffenden Geseßentwurxs, sondern auch bei den Kampfen, die mit den alten (Henossrnscba trir zu führen waren, hervorragkndö Vrrdienste erworben. Dem Fmanzmtmiier ist es auch zuzuschreiben, daß die Differenzen zwischen der Kaße und drn landwirxschafilichkn Genossenschaften er- ledigt sind, und ich spreche ihm „hiermit meinen Dank dafür aus. Ich nehme auch gern davon Kenntnis, daß die Zentralgenoffensch2ftskaffe dem GenoffenschastSwesen die Freiheit wahren wil]. Die Entwicklung der Kaffe ist dem übrrraschen Aufschwungs des Genoffens aftSwesens in _ganz Deutschland 'in deri leßten zehn Jahren zuzuschrei en. Di: Zeit des Pumpens'Zsi voruber, und bri der großen genossenscbaft- lichen Zentralkaffe Uf ein Ueberschuß vorhanden. Die Kornbäuserfrage werden wir am besten_ mit der Denkschrift darüber krspreckpen. Der Wu_nsch iiach Lebrstublen für das Genossenschaftchsen a'i den inVer taten ist_ von vielen Seiten ausgesprochen, aker unbedingt ware owohl fur das, landwirtschaftiickoe wie für das aewerblitbe Genosx'enschaftswesen die Ausbildung derjsnigen Leute von Vorteil. die im D enst kes Genossensäpaftslebens stehen, nicht auf der Uniweisiiät, syndern auf sogenannten Genossensckaftsschulen. Dann werden sich tuchtige Beamte finden, die mit dcn Eigentümlichkeitrn des Genoffenschafwwesens vertraut find. Diese Einrichtun müßte mit StaatSmitteln efördert werden. Ferner it die Ele stellung der chtralgendssen chaftskasse mit drr ““eehand ung zu erwägen. Mögen sub die bisherigen Differenzen über die Zentralgenossrnschaflskaffe mehr und mehr beseitigen lassen und möge sich der maßvolle Ton des freisinnigen erners auch weiter zeigen. Es ist ja für die altbewährten Schulze-Delißichschen Kassen nicht angenehm neue Erscheinungen fortschreiten zu sehen, aber damit mu man sicé abfinden, und wenn mehr nach dem Rezept des Herrn B cl] verfahren wird als nach dem des früheren Vertreters des (Genoffenfégftswesens in der freis'rnni en Fami, so werden sicb die Differenzen m nteresse der All emein cit eseitigen lassen, denn bier ist kein poiticbes oder koniixssionelles Gebiet, sondern ein Gebiet, auf dem alle arteien zusammengehen
können. Abg. erold (Zentr): Ich kann mich der außgesvrocbenen An.
erkennung ür die Zentralgenoffenschaftökaffe nur anschließen, muß aber