1861 / 28 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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verklärten Herrn Bruders Majestät an Aüerhöchstdcssen lexztxm Geburtstage die neu errichteten Theile Soines Heer.??? b1g11ad1Zt hat, jetzt dem dreieinigen Gott zu weihen und zu hetltgen 111113 "s1e damit unter den Schutz und Schirm des Herrn dsr_Heerschaarm1 zu stellen. 142 Fahnen und Standarten find es, bestnnmt, kampf- bereiten Schaarenvoranzugehen, die das ,Baterland_ zum Ruhms seines Königs, zur Schuxzwchr seiner h€1llgst8n Gutcr und _zur Sicherheit der deutschen Marken itt-altbe1vahxtcr Trey? und OWM willigkeit gestellt hat. Fürmahr, 9111 beredtss Zcugmß dcr- Wéhr- hastigkcit und Kriegsmacht PrenßenI! _ _ _

Vor dcm Standbilde des großen K*"omgs und 399111111 smd 11,11 auf den "Befehl Eures Königs 1111d Herrn “11111131" Führung des Thronerben versammelt. Der 231111 auf Fr1edr1ch dsn Großen mahnt euch Alle zu preußischer Trcuc und Hingebung gcgen Euren König und Herrn, mahnt euch, diese Banner a]s cm Kö11igliches Gnadengeschenk und als ein Gott geWeihtks Hkiligthum rein zu betvahren, ße bis auf den leßten Blutstropfen zu Vé'rtheidigen und mit ihnen froh und muthig in Tod und Sieg zu gehen! ,- Abc'r 11icht„ die glorreichen Erinnerungen der Vergangenl/wit smd es allein, worauf wir unsere Hoffnung bauen, das; diese Banner euch dereinst zum Siege führen werden. Unsere Hoffnung beruht Vor 21119111 auf der guten Zuverficht, welche dsr Apostel des Herrn in kühnem, frohen Mathe ausspricht:“ „J| Gott für uns, wer mag wider uns sein!“ Denn diese Zudersicht ist die rechte Weihe, die Preußens Könige Ihrem Heere ZLJLÖCU haben und die nun auct) diesen Fahnen gsbührt» Gott mit um:?! Damit bekennen wir, daß wir uns nicht auf uns selbst Verlassen, sondern unser ganzes Vertrauen auf die Gnadenhülfe (530015 111 Chrißo Jesu, seénem Sohne, sexxen. _ Wir wissen nicht, wie bald dicse Fahnen und Standarten die Vluttaufc empfangen wcrden, aber stark in dem Herrn und 111 der Macht seiner Stärke Werdsn wir jedem Fsinde gewachsen sein! Gott der Herr wird mit nns skin, wie er mit unseren Vätern gcroesen isi, wenn wir 1111 [17.1611- digen Vertrauen auf ihn und mit gläubigem Muthe dcm Feinde entgegen geh'n. -- Mit Gott, für König und Vaterland nehmer denn dicse Fahnen hin, ihr lieben Brüder, und dcr trene Gott, der unser Vaterland bisher so Wich gksegnet hat, wird Euren König und KriegZherrn 111 11111011 allmächtigcn Schuß nehmen, _ Heute sind es 160 Jahrs, daß UUsLW Könige die Krone Preußens tragen. Diesen Tag hat Ener König zur Fahnsntveihe bestimmt. Sehe-t dis alten Fahnen der KöniglichLU Garden, an denen ihr vorübergczogen ssid, die' als be- redte Zeugen dieser Feier beiwohnen! Sie haben unsere Väter ge- führt in den glorreichen Freihcitskämpfen Preußens u11d Deutsch- lands. Euer König hat unter ihnen mit jugendlichem Muthe ge: fochten. Untex Seiner Führung ist dann neuer Ruhm an die preußische Armee gkknüpft worden. Mit Gott für König und Vaterland! So flikgc't dsnn ferner hoch, ihr FahUen Preußsns! Gott mit uns)! Ist (Holt fÜr uns, WL]: mag wider 1111ssein! Ja, Amen.

'Und so lasset uns denn das heilige Werk beginnen. O, Herr, hilf! O, Herr, laß wohlgelingen! Beuget diLsE Fahnen vor dem Herrn, Jch hebe meine Hände' segnend empor und blicke auf zu dem, Von dem aller Segkn kommt und WLihL diese Fahnen und Standarten alle, kraft meines Amtes, als 9111 berufener und Ver- ordneter Diener des Herrn, zu u11Vcrleß1iche11 und heiligcn SiLZLZ- panieren im Namen dss dreieinigcn Gottes, des Vaters, dcs Soh- nes und "des heiligen (Hsistes! “1" Amen.

Unter Deinen aklmächtigen Gnadenschuxz, Herr, DU treuer und barmherziger Gott, befehlen wir den König unsernHerrn und Sein ganzes Königliches Haus. Auf Dich hoffen und Vertranen wir in gläubiger Zuverficht um esu Christi, Deines Sohnes, willen, DU werdest Ihn und Sein cgiment allezeit mit Deinem Segen be- gleiten, Segne das Königliche KriegSheer und regiere alle seine Glieder mit Deinem guten Geiste, daß fie stets wie Christen ihres Eides gedenken und diese Dir geWeihten Fahnen heilig bewahren in Roth und Tod. Verleihe ihren Waffen den Sieg, Wenn der König fiezum Kampfe ruft. Segne unser Vaterland und sei mit unsrem Volke.

Dir, dem Herrn der Heerschaaren sei Lob und Preis, Ehre und Herrlichkeit 1th und in Ewigkeit! Amen. Unser Vater u.s.w. Der Segen. Amen.

Chor: Amen. Amen. Amen.

Die Gemeinde sang zum Schlusse aus dem Lieds 150 den sechsten Vers:

' (Hieb uns Muth 111 den Gefahren, Wenn der Feind uns ernß bedroht, Daß wir Treue dann bewahren, Gehen freudig in den Tod,

Du bist unser Siegspanier; Golf mit uns! so ßngen wir. Deine Treuen krönst Du gnädig, Segne, segne unsern König.

Nach dem ßiÜen Gebet schlugen die Tambours und bliesen die'

Trompeter ab.

Hamm, 23. Januar. “Ihre Majestät die K*önigiu-thtwe hat 1111119 dem Ableben Sr. Majestäk KönigsFriedrich Wilhelm 117, das ProZektorat Über das hiesige Frisdrich-WilhelmZ-Waiscnhaus übernommen, und die Anstalt zugleich mit einem GescVenk von 1000 Thalern bedacht.

Breslau, 24. Januar. He'ute knüpfte fich an die vor Mui- gen Tagen 111 Berlin voUzogeneFahnUchih? die feierliche Ueber- gabe der nsucn Feldzeichen an die hiesigen neuformirtrn Regimenter. Um 12 Uhr Mittags Waren die drei Bataillone 1115 Z. Garde-Erenadier-chünentZ 1111 11911911 Parade-Aange auf dem Palaisplake Vor dem Ständehause derart aufgestellt, daß die Ma1111schaftkn ein OffSULZ Ouakré bildsten. Nachdem die Fahnen Von der betrc'ffenden Compagnie und dsr Régixncntsnmfik ein- geholt Worden, hielt der zu Pferde erschic11ene Commandeur Oberst Von Wi11t€rfcld eine Ansprache, worin er hervorhob, daß d;".s Ncgiment von 111111 ab definitiv in die Reihen der preußischen Armee eintrete, Und dasselbe aufforderte, den von des Königs Ma- jestät Verliehenen Feldzeichen im Frieden durch musterhaftss Betra- gen Ehre zu machen, und ihnen im Falle eines Krieges durch Muth und Tapferkeit dcn altbewährten preußischen Waffenruhm zu er- werben. Schließlich gedachte' 'der Redner der glorreichen Bedeutung des festliche11 Tagks, als des Geburtsmges incdrich's des Großen, und brachte S1". Majkstät dkm Könige Wilhelm ]. cin dreifaches Hurrah, in trelchcs das ganze Regiment donnernd einßimmte. Hieranf erfolgte die Ukbsrreichung der geweihten Fcldzeichsn. an die 811158111111 BataiUonc, indem die Fahnen - Unter- Offiziere selbige unter dem Hurrahrufcn und Präsentircn der Ma1111schaften in Empfang nahmen. Scdann wurde 311111 ersten Male mit den erhaltensn Fah11c11Parade'n1grsch vor dem Regiments- Commandeur in dicht geschlossenen Kolonnen ausgeführt und hier- auf jedes Batailjon 11011) 1,1011 seincm Comnmndeur angeredct. Schon eine Stunde vorher hakte in ähnlicher Weise auf den1Kasernenhofe 1111 BÜrchVerer dic Fahne11übcrgabe an das 1.'u11d Füsilicr- VataiUOU des 3. NiederschlesisMn Infanterie:Regiments (Nr. 50) durch den R611111161115-«111111andeur Obkrst 13011 „Hackewis [Taktge- funden, der 11111 demnächst auch nach Oels bogeben “wird, um dem dort gam1iso11iret1de11 2. Bataiüon die ihm AUer[)öchst er- lieh€11cFah11c Übcrreichcn ZU lasssn. Sowohl anf dem Palaisplays als im BÜL'ngWkkdkk wohnte cin zahlreiches Publikum dem mili- tairischen Schanspiele bei. Nach bekndigtcr Feierlichkeit Mtrdcn die' Fahnen mit klingcndmn Spiele zurückgebracht, und zwar diechian des 3. (5,5arde-Grsnadier-Negimcnts in das Königläche Palais, dic- jenigen des 50. Regiments 311111 Divisions- Commandkmr General Grafen v. Oriolla. (Br. Z.)

V 1117111011, 24.Ja1111a1:. Für die bedrängtkn Christen in Syrien s111d“b01 hießgkm Comité des cilften cbangelischcn KirchL11tagks wiedcrum 30570 Thlr. 24 Sgr. 4 Pf. eingegangen, Und [»Strägt dis (Hesa111111ts111111119 disscr (851111111 öaselbß 10,7«N5Thl1'. 4 Sgr. (Elber- felder Ztg.)

Ruhrort, 24. Januar, Es war geßern Morgen zwischcn 9 und 10 Uhr, da dröhnten Von oben bis ersten SignalsOüsse', 130111 linken [1ka her ertönte Glockkngeläute Und kündigte das Anf- gehßn des Eises 1111. (Hloichzeitig vernahm man ein farchtbarcs K'rachLU 111 der EiSdccks. Schollkn hoben sieh, d;:s Wasscr wnchs Und sicl. Unmittslbar nach einander und die Vkivohner Ruhrorts ft1111de11 crw11rt1111gSVOll 1111 den UfSL'U. Die ängstliche Spannnng der Zuscha11er schwand, da mcm den rnhigcn Vcrlauf des Eisgaw ges Okblicktk. Die EiIdecke blieb 1111r wenige SÜMÖLU 1112501136- gung Und sCZkE sich Dann deer. Am Rhein in Wesel, Xanten, Ress st8[)f das Eis noch fest. “» Dis niedrig? GEZLUÖ zwischen der Eisenbahn 1111?) Beck ist größtentheils 1'1bcrsch1vc111111t.

(Nh. 11. R. Z.)

Schmarzburg. Rudolstadt. Der Landtag ist fürjden 11. Februar einberuxen, Es wird ihn ha11ptsächlich der Etat und ein Geseyentwurf Über das Erbrecht beschäftigen. Diésék hebt die seitherige Successionßordnung Von 1769 auf und schließt ßch der KLFÜgl. ZLächs1sch€1y resp. sachs€n-Weimarischen Geseßgebung an.

eim. .) ( -Frankfurt a. NT., 25. Januar. Zu der gsstrigen Bun- destagssiyung hat dem Vernehmen nach der preußische (He- sandte die offizieÜe Anzeige von dem Thronivechsel in Preußen er- stattet und zugleich seine neuen Beglaubignngsschreiben überreicht. -- Hierauf stellte der Militair-AUsschuß folgende Anträge: 1) zu einem Kasernenbau in Mainz die Mittel zu bewilligen; 2) eine Kom- misfion von Generalstabsoffizieren verschiedener Staaten solle, wie schon Vor längerer Zeit angeregt, die süddeutschen Eisenbahnen zu militairischen Zwecken beßchtigen; 3) dem ehemaligen Kommissair der deutschen Flotte, Geheimen Rath Dr. H. Fischer, Von jeyt ab eine Penßon von 800 Thlrn. zu bewilligen. _- Der Inhaber der BundeSdruckerei Krebs ließ anzeigen, das; er die für das Publikum bestimmte Ausgabe der Bundesprotokolle, um das Unternehmen zu sichern, künftig in Folio (im Format der offizieUen Ausgabe) er- scheinen lassen Werde. Jm Uebrigen kamen Eisenbahn-Nachweise, Militair- Angelegenheiten 2c. ohne allgemeines Interesse zur Ver-

handlung. (Fr. J.)

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Baden. Karlsruhe, 24. Januar. Ihre Königlichc'n Hohciten dcr Großherzog 11110 digGroßkherzoxgin 1111019911113 Nachmittag 11011 Berlin wiederxhisr eingetroffen. Staats-M1111s12r l)r. Stabel und Geheimerath Lamel) waren auf Befehl S1". Kömg- !icch Hoheit dss Großherzogs bis Gotha entgegengereist, Um auf der Reise hierher über Verschiedene Geschäfte Vortrag zu erstatten.

' (K“archr. Ztg.)

Ma1111hci111, 24. Januar. DLT Rhein fiel [)eutc_Nacht plöylich 11111 2 Fuß und steht dicse11 2591111111013 3 Fuß, 7„Zo[[ unter Mittcl; Thsrnwmcter bei festem Südwext anf 1 Grad „2151111119. Dor Rhsin jst hier gänzlich eisfrsi; es kann 1612011) dte 2511111611011) immer nicht aufgsführt Werden, da dé]? Oberrhein noch an vielcn Stéüen mit Eis bkdkckt ist. Der Schnee' auf den Feldcrn ist merklich gsschmolzen,

Niederlande. Haag, 24. Januar. Der König und Prinz Heinrich sind heute Von hier abgereist, 11111 persönlich den Zustand der Überschwcmmten Lanchthkile in Augenschein zu nehmen, und man ertvartct, daß ße (Borkum, Bommel und Herzogenbusch be- suchen werden. In legtercr Stadt find 11116111 7000 dsr geflüchteten Dorfbewohner dss Bonnnelerwaard untergcbraéht, Die Mildthätig- keit ist ÜberaÜ rcge, sowohl hier wie 1111 Axtslande; besonders zeigt fich Belgien als gutcr Macybar'. Denn Tausende Von Gulden fließen dcn VerunglÜeFt-Zn Von dort zu. Die Furcht vor neucm Unglück ist nicht ganz unbegründst, obschon das Wasser troH dcs Thaujvetters im Fallen hlc'ibt. Namentlich ßxzt das Eis bei Gor- kum, wo Waal und Maas z11sa111menströ111e11, i11solcher MenZe und so gefalzrdrohsnd fest,_ daß man 9111 r'egebnäßigss Abströmen für fast unmöglich hält. (K". Z.)

Großbritataüiexz UND Irlatßd. Londo 11, 24. 3111111111". W113 das „Court-Cichlar“ ans Schloß Windsor meldet, warde General 13011 Bonin, der sich Vorgestern Nachmitxag 111111) Wind- sor begkbcn hatte, dureh Lord John Russrkl zur Audienz bci Jhrex Majestät der Königin geleitet, und Überreichtc die Nofifica- tionen Vom Ablcbsn Sr. Majestät des Königs Fkikdkiä) Wilhebn l's. Und Von ÖL]: Thronbcstsignng KöUigs Wilhelm. Auch Graf Bernsjorff hattk Audienz bsi Jhkkk Majestät. Die preußischen (351106 [111813811 zUm Diner im Scylosz. »- Öknte Morgen ging der Prinz Gemahl anf die Jagd [Md Graf Bsrnstorff hatte die Ehre, Se. Königliche Hohsit zn (3191011011. ,

Lord Palmerston, ÖSV morgen hier e:;wartet wxrd, hat an dis HLrWrragLndston skinék Partsigenysscn 1111 Unterymise Ein- Ladungcn zn 91111111 pa11a111e11farisch811 Vankct für den 4. Febrxmr, als dem Tage 1101." W: Parxamcnts-Eröffnnng, ergshcn lasskn.

Herr Cobdcn, dsr 11111 gsstärkter (Hesundhsit aus Algier 111111.) Paris znrückgckshrk ist, wird 1111 Lanse der nächsten Tage nach Eng- 1a11d k0111111e11, *

21115 Paris wird dsr „Morning Post“ vom gsstrigon Tage telegrapdirt: „Es kNUUWU hicr häUftg BLBichte Über die inter- nationale Kom111issio11 111 BeyrUf 1111. Das Znsammcn- treten eincr Konferenz in Paris Übsr die syrischén Angslegcnheitcn Wird Vorsrft 1111191 beabsichtigt,“ -

Aus Konstantixopel wird dcmsslbcn Blattc (“113117 dix? Zuxtägde in Syrien Folgcndc's gcschrikbcn: Die Naclx-ricbt, daß sc'1111mtltche Türkische Angeklagten » darnnter Kltrschid und Tahir Pasha 116110 anderen bskanntsn SchUldigon 11011 Rang - z11111 Exil, die 9811111- 9611911 Drnssn ÖÜZEZLU zum Tode Verurthcilt worden find, hat, xvie Privatbrikfe aus Bkyrut meldsn, daselbst die lebhafteste Mißsnm- mung LkZLUgt,Ö1Ls€1Öst vond€11cnropäischenKommissaricn gefheiltwi'rd. Denn Es ist eine allgemsin anerkannte Thatsache, daß Kursahid und Tahir an den im Libanon vorgefallenen SCLULU größkre Schuld hattén, als sslbst Ahmed Pascha an denen Von Damask, und immer deutlicher stellt es sich heraus, daß leyterer geopfert Worden ist, um den SékUIkiSk zu schonsn, über desscn Nachlässigkkit oder Mitsch11ld bei Aquruch der VWegnng er sehr schwer ins (kaicht faUende Aufschlüsse hätte geben kö1111€11.

Frankreich. Paris , 24. Januar. Der „Moniteur“ bringt an der Spiße seines amtlichen Theiles folgende Meldung: Palast der Tuilerien, 23.Ja11uar. Der Kaiser hat [121111311211 (He11e'ral-Lieutenant won Wiklisen, Oberst-Stallmeister Sr. Majestat des Königs Von Preußen, empfangen, um aus seinen Händen _das Schreiben entgegenzunchnwn, durch welches sein Souveraixl Scmxr Kaiserlichen Majestät das Ableben des Königs Friedmch W11- hslm 17., seines Bruders, und seine eigene Thronbesteigung an.- zeigt, Herr 'Von WiUisen war von seinen Adjutantkn, dem Major Von Thils und Lieutenant Von Wiüisen, seinem Sohne, begleitet. Er Wurde in Hofkutschen nach den Tuilcrien gebracht und nach der Audienz mit demselben Ceremonicll nach dem Hotel der preußi- schen Gesandtschaft zurückgeführt.

Der „Moniteur“ Veröffentlicht amtlich den Wortlaut des am 25. Oktober zwischen Frankreich und China abgeschlossenen Freund- schaft?", Handels- und, Schifffahrts - Vertrages und der Friedens- schluß-Convention von demselben Datum, so wie den zwischen bei- den Reichen Vereinbarten EinfuhrzoÜ-Tarif.

Dic Feisrlicbk'eit zn? YlUfnahme dcs Pater Vacordaire in die französksM Akademie hat stattgefunden. Der Pater hat seine Rede solder abgelssen; 11911) [191118 Morgsn hieß es, er sei 1111rvol)l und müsse, auf ärztlichen Bechx, dicses Geschäft 81111111 anderen „Unskerblichen“ üOertragen. Die Kaissrin, Prinz Napoleon, Prin- zessm Clotilde 1111d-vieleHc'rrc11 und Damen vom Hofe waren auch crschien€11.

Am 15. d, hat der Herzog von (5.51'111111110111 111 chm 61:1 glän- zendes Fest gegeben zu Ehren dss dast'lbst cken angskonmwncn spanischen Gesandten Marqnis 13011 Miraflores. Der „Momitenr“ hat daxüOer einen Brief erhalten, den er heutC mittheilt. Unter den Tischgästen bemerkte man den Kardinal 5211110119111, den Nuntius Msgr. Sacconi, die (Hasandten Oeserrcichs, Spaniens, VelgicUs, Costarica's 2c. Am Abend war in dem Gcsandtschaftschckotel große Reunion, 1111161 dercn 500 Gästen eine benwrkenswerthe Zahl 13011 Kardinälen und mehrere seit Kurzem in Rom anwesende franzöfische Bischöfe sichbefa11den. (8591111151 11111118 111-111 wegsn der Trauer um den Tod Königs Friedrich Wilhelm 117,

Die „Patrie“ widerlegt hente die Nachricht der „Times“, der zufolge die Franzosen in Gaeta ein Schiff, das Truppen und Mu- nition 1111119 Calabrivn Und den Abruzzen habe bringsn sollsn, Weg- genommon häxtcn. Nack; dem halbamtlichon Blatts ist diese falsche Nachricht dadurch herdorgsrufsn worden, daß Vor der Blokade Von (Haeta cin Schiff mit Truppen, dis in ihre Heimath zUrÜckkehren 1110111911, 11911 Hafen 11011 (Hasta Verlassen hat.

Der Obcr-Kommandant der Franzosen in Syrien hat folgendkn Tagesbéfehl erlassen:

Syrischcs Expeditio11s:(€orps, Der kommandirende General des syrischen Expeditions-Corps Occilt sich, den yon ihm befehligten Trnppcn bekannt 511 machen, daß der Kaiser fick) beiwo- gcn gefühlt hat, an ihn 0111611 Brécf 311 richten, der also beginnt:

„Lieber Général! WEnngleick) es dcm Expeditions-Corps bisher nock) an Gelegenheit gcfchlt hat, sich durch Erfolge anSzuzcichnen, und Ihnen, dasselbe 311111 Sicge zu fÜOrcn, so ist JDM Mission nichtsdesto- wouiger cine ehrsnlwllc“. Eine ganze Bewölkcrung gegen einen grausamen Fanatistnus in Schuß nehmsn, dieselbe durch dic aUci11igesH1'genwart 1111- scrcr Soldaten Vor dem Unglück [*cwahrcn, das sie“ noch bedroht, ist, wie Sie ganz richtig bemerken, ein großes U11?) niiyliäxs Werk.

Scikn Sie also, ich bitte Sie darnm, der Vcrkündigcr 111€iner Worte bei denen, die daran im Verein mit Jhnsn 1111'21digcn Antheil nehmen, und sagen Sie ihnen, wie sehr ich ihre Ergebenheit schäße. .....

Napoleon.“

Der ko111ma11dir€nde (09116111! dcs Expéditions-Corps ist gewiß, daß disscr Beivcis der Zufriedenheit und des WothoÜens auf Alle in hohem Grade ermunternd einwirken und sie antrciben wird, auszuharren auf dem Wege der Pflicht, der SelbstwerleUgnung und der Ergebenheit.

chrut, am 8. Jannar 1801.

Der Gensral Bcanfort d'Hautpons.

Nach LiUU' Verfügung dks 0119951110101er müsssn (LUS Con- scriptio11§pflichtige11 dieses Zahrks, ohne 2111§11ah111ey 11111 dcm 101311 Fsbruar 11119 zu Men 1109911111011 Depots Verfügen. -- Déc Worb?- rcitungsn 3111" BildunZ 11011 17 "LULU 5.31111111-Regin1611te1'11.find der Art getroffen, daß man dieselbsn jeden Angenblick und 111 kürzkster Frist formircn kann.

Spaxiieu. M adrid, 23. Januar. (Telegraphisch.) Die „Cpcca“ zcigt (111, daß das 1191119 spanische Écsch1vader an der 11eapolita111sche11 Küstc bleibcn wird. -- Die Cortés habcn gestkrn da?; Gcssß Über das Militair-le1111ce'111c11t genehmigt und der Re- gierUng 10 Millioncn Ncalen znr Wikderherstcünng dsr durch die Uebsrsch1vetnn1u11gen angerichteten Vcrhscrnngen bcwilligt. Die Vorscyüsse fÜr die Eisenbahnen smd gleichfaUs bewiÜigt worden.- Dis Königin hat aus ihrer Kassetts 1 Miliion Realen zur Unter- stützung für die Ueberschwet11111ken gewähri“.

Türkei. Bukarest. Ueber Marseille wird gemeldet, Fürst Knsa habe dem Abgeordtwtenhause der Walachei mitgetheilt, daß das Abgeordnetenhaus der Moldau 11111 demseMn werde vereinigt Werden; diese Anzeige sei oom Hanse, so wie Von den Tribunen mit enthusiastischcm anuf begrüßt worden.

Amerika. New-York, 15. Januar. (Telegraphisch aus Londonderry) Die Staaten Misfissippi, Alabama und Florida hatten sich von der Union losgelöst. - Zn Charleston war die Aufregung in Folge friedlicher Nachrichten aus Washington etwas abgeschwächt. Die Bundestruppen hatten sämmtliche Forts in Pensacola, mit AuZnahme des Forts Pickens, geräumt. Von Mobile hatten sch 300 Mann gegen leytsres auf den Weg gemacht. * Jn Louisiana waren mehrere Forts 11111) das Baton - Rouge - Arsenal von den Secesfionisten betexzt worden. - New:York hatte die gesammte Mannschaft 083 Staats der Central- Regierung zur Verfügung gesteUt. - Emer Korre- spondenz in dsr „New-York Times“ aus Washmgton zufolge hatten die Abgeordneten Virginiens im Kongreß -- m1t Llusnah_me Von dreien unter ihnen - einen Aufruf an thren' Staat erlaffen, .es möge daselbst eine Conwention bkhllfs sczforttger Trennung em- berufen Werden. - Es hieß, daß die Krtegsdampfex „Brooklyn“ und „HarrietLane“ mitsammt dem „Skar of theWcst“ nach Char-

leston entsandt werden sollcn.

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