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personal-Ueränderuwgen in der Armer.
Offixierr, Portepee-Fähuricbe' :c. . „&. Ernennungen, Beförderungen und Verseßuu-gen. Den 19. März. '
v. Uthmann, Fiebig, Gr. Seysfel-d'Aix, Pr. Lrs. bau 'der Rhein. Art. Brig. (Nr. 8), RoerdanSz, Pr. Lt. ä ]“,su't" drrs.,Brig., dieser unter Verseßung yon der Feueriverks-Abtheikung in dieBx de, zu Haupürut'en, Faessig, Schott,Mattner1., Kleine, Krau e, Sec, Lis. von ders. Brig, zu Pr. Lts. befördert. * _ der Rhein. Art. Brig. (Nr. 8), unter Stellung a ].- 811th der Prfg., zu-r Feuerwerks-Abtheilung verseßt.
Den 21. März.
v. Sydow, Major vom 3. Gardc-Ncgt. z. F., von dem Kommando
zur Wahrnehmung der Geschäfte des 2. Commdrs. *vom 1. Bat. des 1.
Garde-de. Regts. entbunden. De1122 März.
v. Roeder, Major Z ]: suite des 1. (Harde-Negis. z. J., Commdr. drr Unteroff. Schule zu Potsdam und beauftragt“ mit der oberen Leitung der Unteroffizier-Schulc u Jülick), von seinem Kommando in Jülich ent- bunden. v. Helldorfé, Hau-ptm. 3 13 Iuito des (Hardc-Füs. Regis. und Commdr. der Unterofßzier-Schuw zu Jülich, unter Beförderung zum Major k 13 mice desselben Regiments, von dem ihm ertheilten Auftrag zur Führung der Unteroffizier : Schule zu Potsdam entbimden. v. Schachtmeyer, Oberst-Lieut. Vom 1. Garde-Regt. zu Fuß, unter Be- lassung in seinem Verhältniß als Commdr. des Lehr-Jnf. Vats., dom Regt. aggregirt. Prinz zu Schönburg-Waldenburg, Major vom 3. Magdeb. Jnf. Regt. (Nr. 66), in das 1. Garde-Regt. zu Fuß versexzt. Knappe v. Knappst-ädt, Major v. 6. Brandenb. an. Regt. (Nr. 52), als Commdr. dcs Füs. Bots. in das 7. Brandenb, nf. Regt. (Nr. 60) verseyt. Graf Finck von Finckenstein, Hauptmann und Compagnie- Chef vom 1. Garde - Regiment zu Fuß, unter Beförderung zum Major, in das 6. Brandenburgische Jnfanterie-Regiment (Nr. 52) verseyt. v. Möllcndorff, Prem. Lieut. vom 1. (Harde-Regt. zu Fuß, unter Entbindung von dem Kommando als Adjut. der 2. (Harde-Jnf. Divis., zum Hauptm. u. Comp. Chef befördert. v. Radowiß, Pr. Lt. vom 1. (Hardc-Regt. 5. F., in seinem Kommando als Adjut. vom General- Kommando Ulli. Armee-Cdrps, zum Kommando der 2. (Harde-Jnf. Div. derseßt. v. Cosel, Rittm, und ELcadr. Chef vom 1. Leib-Hus. Regt. (Rr.1), als Adjut. zum Gen. Kommando 7111. Armee-Corps kommandirt.
Bei der Landwehr. Den 16. März.
v. Weißenstein, Sec. Lt. vom 1. Bat. 2, Rhein, Regis. (Nr.28),
als See. im 6. Rhein. Jnf. Regt. (Nr. 68) angestellt. 13. Abschieds“bewilligungen ic. Den 21. März.
v. Kleist, Major vom 7. Brandenburg. Jnf. Regiment (Nr. 60), mit der Uniform des 2. Garde-chts. zu Fuß und Pension zur DiSpos. gesteüt und zugjeick) mit der einstweil. Vertretung des 2. Commandeurs 1. Bats. 1. (Harde-Landw. Regis. beauftragt. '
Militair-Beamte. Durch Verfügung des Kriegs-Ministeriums. Den 20. März.
Jüterbock, Sekretariats-Aspirant bei dcr Zntendantur des1.Armee-
Corps, “zum Sekretariats-Asfistentcn ernannt.
Nichtamtliches.
Preußen. Berlin, 29. März. Seine Majestät der König wohnten heute Morgen mit Ihrer Majestät der Königin und der Königlichen Familie dem Gottesdienste im Dome bci. Se. Majesiät empfingen später den Staatsminister von Auerswald.
-- 30, März. Seine Majestät der König nahmen im Laufe des heutigen Vormittags die Vorträge des General-Adju- tanten General-Majors Yeiherrn von Manteuffel und des Ge- "heimen “Kabinets - Raths irklichen Geheimen Raths Jllaire ent- gegen.
--JhreMajestäte'nderKönigunddieKöniginwohnten am Grünen Donnerstage Abends der liturgischen Andacht im Dome bei. Am Charfreiiage Abends erschienenAlierhöchstdieselbcn in der Sing-Akademie, Wo die Passionsmufik von Sebaft. Bach ausgeführt wurde. Am Schlusse der Passionswoche werden heute beide Majestäten wiederum dem liturgischen Wben-dgoitesdienste im Dome beiwohnen. » Ihre Königliche Hoheit die Kronprinzessin wird in „den .erßen Tagen des Nächsten Momats hier „zurückerwartet.
Der Professor - ran-z Winterhalter ist mit Aqutihrung der Portraits beider Makeßäten in Le-benßgrörße bea-uftragt.
Baden. Kar s-r-ube, 27. März. Man [ikst in der „Karls- ruher Zeitung: Mehrere Blätter theilen die Nachricht, daß dem Präsidenten des Minißeriums des Innern, Geheimen Rath Lamey, die Leitung der für den nächsten Landtag nöihig werdenden (He- seßgebungs-Arbeiten im Justizminiserium übertragen Worden seien, in einer Weise mit, Welche zu der Anficbt verleiten könnte, als ob diese “Arbeiten dadurch in einem andern (Heisix ausgeführt werden“ soern, als dies unter der Thätigkeit des leider durch schwere Krankheit heimgesuchten Staatsministers Stabe! Jei'chehen sein würde. Dies ist jedoch keineEWegs der Fal]. Zwischen den Vorständen beider Ministerien, der Justiz und des Innern, herrscht in Bezug auf die Nothwendigkeit der Reformen
'die Basen der Reform. Kollegialgerichte erster J
Schmolke, Pr. Lt. von“ édcnen sri) das dernmlige Ministerium gebildet hat.
der_"JNlKiz; jößt so wenig ?Wie früher irgend eine Meimmgsverschje. denheit und farm selbstverständiicb keine herrschen. Die Verfügung des Staatsministerimns ist lediglich ein Produkt der durch die
Krankheit des Herrn Staatsministers Stabel herbeigeführten Noth-
wendigkeit, eine anderweitige Vorsorge zu treffen;. Wenn daher nstanz und Durch- führung "des Prinzips der Oeffentlichkeit und Müridlicbfeit sin'd, vnkches sich in seinen (Hrnndz'geu bereits inkunserer Geseßgebung
eingebürgert hat, so wird damit den Arbeiten der (Hefeßgebung nur
“der Charakter gegeben, Welcher den Tendenzen entspricht, «nter JnÉbefondere Werden die Arbeiten dadurch nur einen solchen Gehalt fich aneig- nen, daß sie der Minister der Justiz nach seiner Wicdergenesung billigen, fortseßen und seiner Zeit wird vertreten können,
Die feierliche Einweihung der Eisenbahnbrücke bei Kehl ist auf den 6. April festgesexzt. Die Administration der Ostbahn hat zu diesem Zweck 200 Einladungen ergehen lassen. Der ofß, zielle Zug wird um 8 Uhr Morgens von Straßburg nach Kehl abgeben. Zu leyterer Stadt werden sich die Botschafter Badens, Bayern, Württembergs und Hessen:? befinden. (N. M. Z.)
“Oesterreich. Wien, 29. März. Die „Wiener Zeitung“ veröffent1icht folgende Kaiserliche Verordnung vom 26. März 1861:
Nach Anhörung meines Ministerraihcs habe Ich in Ansehung der erheblichen Schwierigkeitcn, Welche dcm Zusammentreten des Landtages in Meinem Königreiche Galizien und Lo-
“domerien sammt dcm Großherzogthume Krakau am 6. April
1. J. entgegentreten, beschlossen, dessen Cinberufunq auf den 15. April 1. J. zu verlegen. Wien, den 26. März 1861. Franz Josef 111, ]). Erzherzog Rainer111.p. Schmcrling 111.9. Freiherrv on Ransonnet U). ]).
Heute meldet das amtliche Blati: Sc, K*. K. Apostolische Majestät haben mit der Allerhöcbstcn Entschließung vom 24. März d. Z. die Rrorganisirung der poiiti“'ch-ad1ninisirativen Verwaltung Siebenbürgens mit der Bestimmung zu genehmigen geruht, das; das den Rayon des früher bestandenen zweiten Romänen- (Hrenz-chimcntes umfassende Gebiet hinfort einen eigenen, de-n Naszoder Distrikt zu bilden habe, in welchem die Verwal- tung in jeder Beziehung gleich jener des Fogaraser Distriktes zu organißren sein wird, -- daß somit untor Reaktivirung des fiebenbürgischen Landesguberniums die Komitate, die Szekler- und säcdfischcn Stühle, der Fogaraser und Naszoder, dann die sächsischen Dißrikte und die K. Freisiädte und p-ri-vilegir- ten Marktflecken in ihren früheren Grenzen und bezfiglich des Naszodcr Distriktes in drn Grenzen des ehemaL-igen zweitrn No- mäneu - Grenz: Negimentcs und in ihrer früheren, auch auf den Distrikt Naszzod arrszudehnenden autonomen Stellung wieder her- gestellt werden, .und daß bis zum 15. April 1. Z. die Reorgani- sirung volizogen sein müsse, damit an diesem Tage die Amis- wrrksamkeit der bisherigen Verwaltungsorgane aufhöre und die der wiederhergesteliten brginnen könne. Zugleich ist der geseyliche Graf sächsischer Nation, Freiherr Salmen, angewiesen worden, Ve- hufs Reorganifirung der sächfischkn Stühle und Distrikte, so wie der Wahlen der Bürgermeister und Köni Zrichicr, sich underivcilt noch Siebenbürgen zu „begeben. as Ölaii publizirt ferner die Ernennungen der Räthe und der Secretaire des fiebrnbürger (Hu- berniums, dann der Obergcspane und der Ober:Capitaine dcs Sogarasser Distriktes, so wie der prodisorisckenOber-KöningiMer.
Der Krakauer „Czas“ vom 27. März enthält an der Spiye seines Blattes folgende polizeiliche Zuschrift:
Das hohe K.K. Statthalterei = Präfidinm hatte mit Verord- nung Vom 23. März 1. Z. Z. 2891 [)1'368. dcr Redaction des Journals „CzaZ“ eine Verwarnung folgenden Inhalts erthcilt: „Da der ,Czas“ seit einiger Zeit das Mißtrauen „gegen die Re- gierungsorgane hartnäckig anfacht und die erwähnte, der Erhaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung zuwiderlaufende Tendenz nicht länger geduldet werden kann, wird der Reduction auf Grund des Z. 22 der Preßordnung cine Vertvarnun-g mit dem Auftrage er- theilt, dieselbe in der nächsten Nummer zu Veröffentlichen“. Die Redaction wird hiermit davon verßändigt. Krakau, 26. März 1861. Päumann. '
Großbritannien und Irland. London, 28. “März. Die Königliche Familie befindet sich noch in Windsor, don wo sich die Prinzen von Leiningen, von SchleSwig-Holstcin-Augusten- ll)»utrg und von Hohenlohe-Langrnburg am 26sten Verabschiedet a ten.
'Die allgemeine Landestrauer für die verewigte Her- zogtn Von Kent geht. ciqer Mittheilung der offiziellen „Gazette“ zufolge, am 11ten des kommenden Monats zu Ende.
„Morning Post"“ veröffentlicht folgendes Telegramm aus Paris '
von127.: Das Gerüchtwon einer VeWegu,ng der österreicvi- s_cyexi Truppen „ani Mmcio ist eben so unwahr als jenes, daß 1ezine snlii-Uk franzostsche Division nach Ancona geschickt wer- en o'.
„ Lord Palmer sion hat folgendes Schreiben an seine Wähler gerichtet:
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Gentlemen! Jhre Majestät hat huldreichst geruhi. mich zum „Lord Warden der fünf Häfen“ zu ernennen, und wenn auch kein Gehalt an diesen Posten geknüpf-t ist, smd doch damit einige lokale Begünstigungen verbunden, wegen derer die Annahme dicsrr Skeklc ern Zurücktreten von meinem Parlamentsßye orheischt. Ich muß nach Ihnen daher neuadings aw Kandidat für die hohe Ehre, Sie im Parlamen'te vertreten zu dürfen, vorstellen; und ich vertraue, daß,dre Art, mit der ich während der [migen Reihe von Jahren, in der ich imtJhrem Vertrauen beehrt Wurde, meinen
"chten nachgekommen bin, mich zu der achtrmgsvolien Bitte an Sie be- rechtigt, mir eine neue Probe Ihres ungeschwächten Zutraizens zu geben. * n- Wenigen Tagen werde ich die Ehre haben, bei Ihnen in Tiverton zu erscheinen und habe einstweilen die Ehre u.„ s. w. .“ _ _
Cobden hatte sich jüngst in einer Zuschrift an die [iderpoolor Handelskammer gegen die Verstärkung der eng-lisrYeU Streitkräfte ausgesprochen und war für die friedlichen Absichten der franzö- ßschen Politik in die Schranken getreten. Die „TimeSYmacyrn ihn, statt einer weiteren Erwiderung, aiif das _rbsn 111 „Paris aus- gegebene Ünnnäjrs mjiitzji-a für 1661 aufmerkmm. Die (Hrsammt- stärke der französischen Armee wird in demselben mit 687.100 Mann angegeben, und die „TMU'Z“ fragen Hrrrn (.;-01)de höflich, W er s1ch Von einer solchen Militairmaiht denke? was er wohl yagen würde, wenn England cine eben so große Armee im Lande bereit hielte? Ob er wohl in Abrrde steilen möchte, daß die bloße Existenz eines sdlcren-Heercs den Frieden gefährde, nachdem er sich dock) beklagt habe, daß durch die EUJlisl-[WU Freiwilligen dcr kriege- rische (Heist der englischcn „Nation gefährliche Nahrung erhalte? Ob logischerweise England nicht 400,000 Mann bereit halten müßte, so lange der Nachbar ihrer 600,000 beisammen hat? Ob es somit denn in der That, wie Mr. Cobden fortwährend brhaiipkct, nichts als Leidenschaftlichkeit, Vorbisndung, BÖZWiUigkeit odcr Laune ist, wenn die Presse und dir Majorität inEngiand es angesichts jener französischen Kriegsbereiischaft für angrzsigt hält, ebenfaljs kriegs- bereit „zu sein?
Ein Ungcnannicr machte geürrn in der „TimeZ“ auf den historisäzcn Widerspruch aufmerksam, dessen Kossuth fich in seiner mitgetheilten eidlichen Erklärung schuldig gemacht habe. Er hatte in derselben behauptet, das; die ihm dom ungarischen Landtage Über- tragc'm' Befugnis; der Noicn-Ansgabe niemals zurückgenommen worden sri. Dabei vergosse er jedoch, daß er vor srinrr Flucht nach drr Türkei freiwiUig abgedankt habe, daß Görgcy wenigeTage Vor der Kmtastrophe don Vilagos zum Diktator ernannt, und daß er selbfi seii 1849i1111ngarn niemals zu irgend einem amtlichen Posten erwählt worden sei, Somit sei er grgenwärtig wie viele Andere ein Privatmann ohne irgendwelche amtliche SteÜttng. -'- Diesem „Eingesandt“ tritt heute Vukavics (in der Revolutionszeit ungarischer Justizminister) cntgcgen und behauptet, Kossuth's Be- ziehungen zur ungarischen Nation seien du-rch seine freiwillige Ueber- gabe der (Houderneursielie an (Hörger) nicht geändert worden, weil es durch die damaligen Ereignisse gar nichr möglich gewesen !81, eine Anerkemiung diescr Abdankung und Machtübertragnng dom Landtage zu erhalten.
_ 29. März. (Telegraphiscd) Lord Palmerston hat gestern zi: Tiverton eine Ansprache an seine Wähler gehalten. Die inne- ren Verhältnisse Englands brzeichiicte der Premier als befriedigend. Zn Brzug auf die Lage Enropa's bemerkte er, dieselbe sei aÜerdings besorgnißeiregend, da allenthalben gerüstet worde und mancherlei bedenkliche internationale Differenzen beständen. Troydcm werde hoffentlich der Sommer friedlich verlaufcn. Englands Verthsidi- gungs-Anstalten seien jedenfails bcfrisdigend, und erfreulich sei es, daß iroxz aller Differenzen der Coxnstitutionalismus in ganz Europa aufblühe. Mit Beda-Uern that Lord Palmerston der amerikanischen Zerwürfnisse Erwähnung.
Frankreich. Paris, 29. März. Dcr heutigr „Moniieur“ Veröffentlicht eine am 25. März zwischen den Bevollmächtigten Frankreichs und der Schiveiz ausgetauscht? Deklaration, Welche sich auf die Salz-Ausfuh.r bezieht und der Einleitung zufolge den Zweck hat, den Betrügereien bei der Salzauésuh'r aus Frankreich nach dem Gex-Lande, nach Ober-Sadoyen und nach der Weßlichen Schiveiz ein Ende zu machen.
Gestern brachte der „Moniteur“ ein Vom 15. d. daiirtes, an die europäische Kommisson in chrut gerichtetes Schreiben der
vier M aroniten-Vischöfe zuBeyrut, St.Jean d'Acre, Zahle;
Velka und Vaaibek, welches eine im englischen Parlament erhobene Beschuldigung zu entkräften bestimmt iß. Die Bischöfe waren nämlich bezicdtigt worden, Von Fuad Pascha die Hinrichtu:n-g von 4600 und, als diese Zahl zu groß befunden worden, Von mindestens 1200 Drusen verlangt zu haben. Wie die vier Bischöfe versichern, hätten ße selbst Niemandes Kopf verlangt, sondern auf das An- iuchrn Fuad Pascha's, ihm die schuldigcn Drusen namhaft zu machen, erklärt, das sei nicht ihres Amtes; alSdann hätten sie, sich allerdings dazu verstanden, 16 angesehene Maroniten vor- zuschlagen, Welche die Vom türkischen Kommissarius gewünschte Drusenliste aufstellen könnten. Diese 16, also nicht die Prälaten seibst, hätten dann-"4000 und später 1200 Drusen als.-die Haupt- schuldigen drnunzirt, abcr keinesWegs deren Hinrixchtung gefordert;
' Streit
?doch mein Enifchk . , wieder meiner Mitbürger, ist gefaßt, -und Stadt ist, iehserkiäi'e es-aésA-bgeordneter von-Turm, zu dem Opfer., w'elW
sondern das Strgfmaß dxr türkischen Justiz anheimgestelik. Uebri- gens, bemerken dre Bischofs auch, sei ddt Auswahl der“ 4600 nichr aus dka Mdnnßaren, welche das Drusewvolk“ zählt, sondérn aus„30;000 Drusen und M*tttualis, weiche aüe an den Kämpfen: Theft geiwmmxn, getroffen wnrdrn. Sckjiießlich bitten die Bischöfe um Veröffentlichurig dieser Gegenerklärmig, „damit das Interesse, Welches dae civilisirte Welt an „den syris-„hen Christen nimmt, wicht durch den- Gedanken abgeschwächt Werde, daß diese srch desselben» un-wxürdig gezeigt hätten,“
Die „Patrie“ enthält folgenden Artikel:
„,-Die &vglischcn. Journale melden in ihren. Berühren über das Be- gräbnrß der .Herzozin von Kent eine Thatsaxhe, die Mpähnt werden muß, . nämlich die Lürwikxenheit .der Prinzen der Familir von Orleans, mera):- zum ersten Male mit .der Königlichen Familie von England in einer““ öffentlichen Ccremom'e ügurirt habm So schritien h-irrrer dem Wappen- könig des Hofenbxand :Ordews Se. Kkö-nigliiche Hoheit der Prinz = (Hana-U, der den Trauerz-ug» ansicht“. begleitet voir dem Prix:“:zen UM Wakes, dem Prinzen Arrhur von England, Wm Herzogs vim Cambridge und den“ Prinzen der Famiiie von Orleaws. Man wird fich in Frankreich fragen, was eine solche Demonstr-M-ion bedeutet. Was will die“ KxöniFkiche Kamille don England, iwd-em sie eine durch den, Willem dss- Janzösischen Volkes entthrontr Familie zu dicFer offizieürn Göre“ beruft? Wie? Nachdem die Kaiserliche Dynaßde feierlichst auerKan-nt; mordem, nachdem im Kriege wie im Frieden jenes mächtige Bünan' gesrhlossen Worden, Welches die beste Gctvährleistung für die Sicher- heit Europas bietet, nachdeim ern Handelsvertrag die beiden Völker“ durch noch festere BaUdc an einander gekettet, nachdein die Kaiserlühe' Dynastie erst jüngst der Freiheit neUe (Harantieen bewilligt, nach: dem unsere Armeen neben sinander gekämpft, um dem Weltiyandas-l einen Weg nach China hinein zu bahnen, nachdem Endlich die Ge- schicke Italiens, die Schwierigkeiten im Orient, so wie der ang- meine Zusia'nd Eriropds so sehr die Eintracht dcr beiden großen“ Völker noibivendig gemacht -- in einem soickxen Augendücke giebt man sich das Ansehen, als ob man den Zwiespalt in unserem Lande befördern Wollte! Bedürfte Ls noch irgend etkoa-s, die Sympathie dks franzöfißäxsen Volkes für das glorreiahe (H“eblütNapdi-eon's zu kräftigen, so gäbe es Wohl kein sicherrres Mickel, als diese Dynastie im Kampfe mit auswärtigen Fn- trigUe-n zu erblicken. Aber, sagen wir es ohne Zaudern, das englische- Volk hat nichts mit diesem klein'lichc-n Treiben zu thun, und wir sindsrcher, daß es diese kindisrhen Kundgebungen tadeln wird. Bride Völker habsn mehr als je Nöihigung zur Eintracht und zum gegenseitigen Zusammen- halten, mehr als je liegt ihnen ob, den Frieden zii erhalten und die freie Entwickelung des Fortschritts und der Civilisation zu begünstigen; und Gottlob, die höchsten Welr-Jnteressen *sind nicht mehr MiquetteU-Spielcreien und Hof-Cavriccn untertvorfen.“
Italien. Turin, 27. März. Der Ausgang der großen Debatte über die römische Frage ix? bereits bekannt. Vuon- conipagni stellte im Namen der Kammsr- Majorität folgenden Antrag: „Die Kammer geht nach Anhörung der Erkiärnng des Ministyriums, dasz, nachdem die Würde, der Glanz, di'e Unabhän- gigkeit des Papstes und die Vollständige Freiheit der Kirohe ge- sichert wordrn, die Anwendung des Prinzips der Nicht-Jnterden- tion im Cindernehmen mit Frankreich zur Anwendmrg kommmt UNd Rom, das durch die Meinung der Nation als Hauptstadt auser- koren sei, Italien wiedergegeben Werden solle, zur Tagesordnung iiber.“ Die Ni'dUek der Linken beantragten die einfache Prokla- mirung Roms zur Hauptstadt des italienischen Reiches und die Aufforderung an den Kaiser Napoleon, seine Besatzung Von Rom- abzuderufen, Ferrari suchte nachzuweisen, daß das einzige poli- ti*che System:, welches Italien zu befolgen habe, in drm Bündnisse mit Frankreich besichc; Rom sei Von jeher den Königen don Jtaxien- unheiivoÜ ge-rvesen. Um na-ii) Rom zu rücken Und in Rom zu bleiben, würde man die Philosophisaben und religiösen Ideen der“ Jeßtzeii umwandeln müssen. - Die Erklärung- des 'Min-isixr- Präsidenten Cavour bei Beginn der Debatte, welche bekanntktch- mit Aéudinois Jnierve-[i-ation begann, liegt nun-m-ehr ihrem Wortt- la-ute nach vor. Audinot hatte gefragt, warum in Rom nicht das Prinzip drr Nicht-Jnterventio-n zur Geltung“ gebracht werde, was“ denn 'die Regierung eigentlich mit der römischen Frage vorhabe. Cadour erklärte hierauf im Wesentlichen:
Die erste Wahrheit,'ivelcher Gr-ktung z-u versahoaffen, iß die Unmög- lkchkeit, ein ohne Rom als Hauptstadt konstituirtes J-ta-l-ien zu haUm Auf diefer Unmöglichkeit beruht mwfer Recht UNd unsere Pflicht, Rom zu bekommen. Wer unsere Angalegenbeiten ehrükh in Erivägrmgziebä, fühlt-
“insti-nktmäßig die Wahrheit dieses-Saßes. In der That hat Jxaüen noch
viel zu thun, um fich zu organisjren, die Probleme seiner intreren Gestal- tung zu lösen und Jahrhunderte alte Hindernisse einer polriischen Ord- nung zu beseitigen. Um dies zukönnen, bedarf es der'Etnhcrt und Em- iracht, die nicht zu Stande kommen wird, so lange die römische Frage UUKElöst ist- Einflußreiche, wohlnwliende Männer können ihre Por- liebe fiir diese oder jene" Stadt aussprechen; aber unbestre1tbar ist es, daß, ivcnn Rom einmal unsere Hauptstadt ist, aller iiber diefe Frage unmöglich wird ..... *Diese Wahl wird durch die ©eschichte,*durch die Gviläfatio-u eines Vojtkeß endschredon. Was ist Roms Geschichte anders alsrdie eincr Haupxstadt, 1a, der Hau fstgdt des Erdkreises? JeyrtVird eEdie-ei-ner-großm Nation .. . Persönli ;wurdeick)»
vielleicht vor den-Monummtendes-Alrertlyimsmuwdd-er'NouzÜt»der*e-w1gen- iSkadt den schlicht :;geradenStraßen mriner Vaterstadtden Porz??? eben; ?
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