676
Am Ohmnafium *u Landsbex a. W. ist die Ayßollung des Dr. Nieländer als Ötdentlichcr ehre? gknebnkigt worden.
Die Schulamks-Kandidaten Vr. Franz Vorm Walde und Dr. Johann Baptist Conrad find bei dem (Hymnafium zu Coblenz als Ordentliche Lehrer ängesteüt worden.
Die nicht immatrikulationsfähigen, angsbcndcn sowoxxlyls älte- ren Stndirenden der Pharmacie und Zahnßcilknndc bcxhtcfigcr Königlicher Univerßtät werden aufgefordert, noch „wor Anfang des bevorfte'henden neuen Semesters, um wchn chtnncn odcr Fort- seßung ihres Studiums dic nöthigc Anwciyzmg 511c111pfangc11, unter Beibringung der Über_ ihre Schulkrnntnitxc mtxd rcxp. Besuch der Vorlesungen sprechenden Zeugnisse bci Umcrzctcbmctzp11 - Doro- theensjraße Nr. 11) - O.)?ittags von 12 ws [ [ll)r M), „zu melden.
Berlin, dm: 6. April [56]. Dcr “Direktor "des phar11mceutischc11 Sindixxjns bei hiesiger KöUigliéher Universität. Mitscherlich.
___-Mer-
Kriegs : Ministerium.
Allcrlcköch',“ic Kabimcts-Okdre13011122Mär51861-
betreffend die' anderweiteBenennUngdcs 1.Sch1€-
sischen Ulanen-Regiments (Nr. 1) nnd 73962. Schle- sischen Ulanen-Ncgiments (Nr. 2).
Nachstehende Allerhöchüe Kabix1et§=Ordre: Jn Verfolg Meiner Ordre Vom 4. Jnli 1860 will Ich dem 1. Schlefischen Ulancn-ngimcnt (Nr. 1) die früher rühmlici) geführte Benennung „Wkstpreußisehes Ulansn-ReZiment (Nr, 1)“ und dcmgomäß dem 2. Scblssisclysn Ulancn-chimcnl (Nr. 2) dic Benennung „Seblcsischss Ulanen-Ncgimcnk (Nr, 2)“ beilegen, und beauftrage Sie, dies bekannt zu mache". Berlin, den 22. März 1861.
(gez.) Wilhelm. An dyn Kriegs-Minißer.
wird hi*ermit zur Kenntnis; der Armcc gebracht. Berlin, den 27. März 1861. DSL" Kriegs - J)"?iniftcr. Von Noon.
Angekommen: Se. Excsllenz der Gensral- Lientcnant Und !
Kommandant von Berlin, von Alvcnslcben, Von Neu-Hof in Meckkenburg-Schtverin.
Abgersist: Se, Excellenz der General-Lieutenant und Chef
des Generalstabes der Armee, Freiherr Von Moltkk, nach“.
Düsseldorf.
Personal-Ueränöerungen in dcr Armer. Offiziere, Portepee-Fähnrirhe :e.
&. Ernennungen, Beförderungen und Verseßungen.
Den 23. März.
Frhr. v. d. Bussehe-Jppcnburg. gen. v. Kcsscll, Sec.Lt. vom 2. WWU. “Hus. Régt. (Nr. 11), Von dem Kommando als Adjutant der 7. Kad. Bmg. erxthunden, Schenk, Sec. Lt. vom Thür. Ulanen-Regt. (Nr. 6)“, *als Ad1u1. zur 7. Kav. Brig. komwandir-t. v. Schlegell, Ha-uytm. und Plaßma1or in Colberg, in gleicher Eigenschaft nach Stettin, p., Zreglsok, Hauptm. und Plaßma-xor in Glogau, in gleicher Eigenschaft nach Dgyzxg, ;_Nocholl, Hauptm.- und Plaßmajor in Jülich, in gleicher Eigenschaft nach Colberg, v. Winterfeld, Pr. Lt. und Plaßmajor in Silberberg, unter Beförderung zum Hauptm, in gleichcr Eigenschaft nach Glogau„verseßt. v. d.Oel-6ni13, Pr. Lk. mit dem Charakter als'Hauptm., LLslestFÜbrer der Straf- Abth. zu Jülich, als Playmajor in Schwcidniß
e e .
Den 26. März.
W-bemay„-_Pr.'Lt. Vom 3. Pomm. Inf.. Re 1. (Nr. 14), unter Stellung 3 ]a zuzie,-dws«s;-Reg-fs.,__ um Direct-ions-A-iftenten bei der (He- webxfabrik zu Saarn ernannf. errinet v. Thauvenay, Sec. Lt. vom 2. (Ha-rdO-„Regtxz. F, in- das 1. Garde-Ulan. Nest., v. Krenski,
vSechsZytht' vom- Lüth, Man. Negr. (Nr. 12), in das 2. Garde-Drag, Regt.
Den 2. April.
v. Robrscbeidt, Hanimann von der 1. Jngcn. Znsp., unter Er- nennung zum Comp. Commdr. im Ostpreuß. Pion. Bat. (Nr. 1), zam Hauptmann 1. Klasse befördert. Kurßrock- Hauptmann von der 1-3"- genieur-Jnsp., zum Commdr. im Pomm Pion. Bat. (Nr. 2), Bogun v. Wangenbeim, „Hauptmann von der)". ZUsP-- untcr Entbindung von dem Verhältniß als Adjut. bei dem Stabe des 2. (Hen.Jnsp. dcr Festungen, zum Comp.Commdr. im (Hardc-Pion. Vak., Spillner, ÖMPUU- von der 3. Jngcn. Jnsp., zum Comp. C0111mdr.im Westfäl Pion. Bat. (Nr, 7) ernannt. Daun, Öandtm. Z. Klose Von der 2. Jagen. Jnsp-, Untkr Ernennung zum Co1np.'C0mn1dr. im Brandenburg. Pion. Bat. (Nr.. 3), Crüger, v. Hirsch, Hauptleute 3. Klasse yon der 1. ankn. Imp., Fahléknd, Hauptm. Z. Klaffe Von der 2. (31151611. JNsP-- kikskk LMM EMMUUUI zum Comp. Commdr. im Magdeburg. Pion. Bat. (Nr. 4), Notte, Hanptm.
,Z. Klasst von derselbcn Jnsp., 1111ka Ernennung zum Comp. Commdr, im
Sahle). Pion. Bat. (Nr. 6), Schumann, Pr. Lt. Von der Z. Jngsn,
„ Jnsp., Hopkc, Pr. Lt. won dcr 2. Jngcn. Jnsp., dieser unter Ernen-
nung zmn CNUWgnic- Commanchr im Nicderschlcs. Pio". Bqt. (Nr. 5), Engels, Pr. Lt. Von der Z JngcnicUr-Jnsp., nnter Entbmdung Von
; dc'm Verhältniß als Adjntant dcrß). Zygenicnx-Jnsp. un-d Ernennung ; zum Compagnie:Commandonr im Rheinüchcn Pwmcr-Batmüon (Nr. 8),
Babes, Pr. Lt. yon der 1. Zug. Jnsp.„ zn Hauptlcutcn 2. Klasse be-
' fördert. v. Xaroyki, Soc. Lt. don der 1. Zug. Znsp., Fiedler, Scc. ?Lt. von der F., Graffunder, Balckc, EMU, Pirschcr, Sec. Lts, ? vondcr1., Hübner, Rudloff, “Sec. LTI. Von der 2., Sxadje, Sec. ? Lt. von der Z., v. Klacden, Sec. Lt. von der L., v. W0lkowa“:
chko1vicx.Böttcher, Sec. Lts. Von Nr I. Kunye, Sec. Lt von der L., Dicliß, Sec. Lt. Von der 1., Kasten, Sec. 91. yon der Z., “Seyfried, Secondc-Lieutenant von der 2., Friße- Sachse, Seconds- Licutenants Von der 1. Zuxxenicmr-Inspection. zu Pr. Lts. bcfördcrt. Wagner, Sec. It. 21 1.1 suite der 3. Zug. Jnsp., untcr Belassung in
' skinem Komnmndo als Lehrer bei dcr Kriegssämlc in Reise, zum Pr. Lt.
Zz ]a Mika befördert. Schneider, Wunsch, Froese, Pion. vom Nic- dcxschl. Vion. Vat. (Nr. 5), Berndt, Bxcnnecke, Pw". WrgGarde- PLO". Vat, v. Krane, Pion. vom Niederwlyl. Bion. Vak. (Mr. T)), dieser
; unter Vcrscßnng zum Schles. Pio" Bat. (Nr. 6), Bultmann, Pion.
Vom (ck50rdc-Pion. Bar., nntsr Vcrsexznng zum Ostvr. Pion. Bat. (Nr. 1), W ag 11 Gr, Pion. Vom (Hardc-Pion. Vak., Unter Vcrscßnng zum P01111n.§2„ion. Bat. ("Nr. 2), S trch [ k ?, Bion. ». (Hardc-Pion. Var., unter Verssß. z. Ostpr. Bion. Vat. (Nr. 1), Hoffmann, Pion. Vom 6)ardc-Pionier-Bnt., Unter Vckscxznng zam Brandcnk. PWR. Wat. (Nr. 3), Hartmann, Bion. Vom Nie'dcrfckÜcs Pion. Vat. (N1*.5), *.mtsr VLL'sLYUUg zUm Schief. Pio". Bat. (Nr. 6), Msnds, Pion. Vom (Hardc-Pion. Bar., unter Verseyung „zum Magdeburgischen Pionier-Bat. (Nr. 4), Walter, Pion. Vom Niederschles. Bion. Bat. (Nr. (')), untcr Vcrseßung zum Vrandcnb. Bion. Bat. (N1'.Z),
** .Hepner, char. Port. Fähnr. dom Ostpr. Pion. Vat. (Nr. 1), Petri,
Pion. vom Rhein. Pion. Bat.(Nr. 8), Nell, Pio11.vOn dem). Bar.,
) dieser unter Versexzung znm Magdeburg. Vion. Vat. (Nr. 4), Paulus, * Klancr, Mon. vom Rhein. Vioxx. Bat. (Nr. 8), beide untcr Verseßung
zum Wkstf. Pion. Bat. (Nr. 7), zu Port. Fähnrs. befördert. Schulz ].,
: V1“. Vt. Von dék “1.*Jt1g. Jnsp., als Adjut. zum Stabe dss 2. (Hsncral- „ Jnspcctsurs der Fcstungcn kommandirf.
V Li d e r Den 26. März.
Reinsbagen, VicL-Wachtm. Vom Bak. Esskn (Nr. 36), zum Sec. Lt. bei dcr Kab. 1. Aufg. befördert.
Landivshr.
Z. Abschicdsbcwil1ignngen :c. DM 21. März.
Nkincck, Soc. Lk. «1. D., friiher im 1. Rhein. Inf. Regt. (971225),
4 den bedingten Anspruch auf Anstcklung im (Zivildienst [»kwilligt.
Den 23. März.
v. Puttkamer, Oberst zur Dizzy, zucht Oberst-Lt. und Commdr. des 2. Vals. 3. (Hardc-Landw. Negts., jeßigcn 1. (Hards-Gr-en. Landw. Neqts, dic Erlaubniß zum Tragen der Uniform dcs 1. (Hardxe-Negts. zu Fuß bewilligt. (Heidler, Hauptm. und Plaßmajor in Schweidni'xz, mit seiner biSHerigen Uniform und Pension in den Ruhestand verseßt.
D kn 30. “März.
Jrhr.1v. Dawa, Genckal-Major «. D., zulexzt Kommandeur der 17. “;)-nf. Bmg, ,nnt semer Pens. zur Di'sp. gestellt. 631". v. Lüttichau, (Hen. Lt. zur DM)., zyleyt (Hen. Major und Commdr. der 1. Jnf.Vriq., mit seiner Pens. der Abschied bewikligt. '
DTicHtamtlich'es.
Pxeuszxn. „Berlin-„6. April. Jhre Majésfäkt'die Königin Mrd Stel) am 7, April Abends zur Feier des Geburts- tages Llßerhöchstthrer Schwägerin, der Großherzogin von Sachsen, nach Weimar begeben. Am heutigen Tage fand im Königlichen Palai-s- ekn Dejennkr “Rat!, zu. welchem die Offiziere- der zaer Pa-kade commandirten Txuppentheiloé "geka-dek Waren.
Ihre Maxestät die KÖ-njgÉn-hat das Johannis-Stist, das Magdaleixen-Xnsti'tuf nnd d'ie wefih'li'khe Vk'fserungs-Anstajt um guten H rten m Charlottenburg mit Allerhöchftihrem Besuch "be“e rt.
677
- Vor Eintritt in die Tagesordnung der heutigen Sißung des Hauses der Abgeordneten gab der Minister der aus- wärtigen Angelegenheiten folgende Erklärung ab: „In den lcß'ten Tagen ist ein Vorfall zur Kenntnis; der Regierung ge- kommen, welcher in weiten Kreisen Aufsehen erregt hat und zwar mit Recht, da derselbe geeignet ist, ein zweidkntiges Licht auf die preußische Diplomatie zu werfen. Nach den Mit- theilungen öffentlicher Blätter und nach sonstigen Miktheilun- gen soUen in Palermo Briefe in die Hände der Behörden gcfallen
"sein, welche durch einen der preußischen Gesandtschaft attachirtcn
Offizier überbracht worden find. In diesen Briefen [011 dieser Offi- zier als eine Vertrauensperson für gewisse auf die politisch9 Lage der Insel Sicilien bezüglichc Abfichten und Bestrcbungcn bcz-'ichnet sein. Es ist wohl nicht nöthig, he'rvorznhcbkn, daß die preußische Regierung solchen Bestrebungen fern steht, und daß disselbe nicht nur" nicht von der Regierung axttorifirt sind, sondern das; die- selben auch im entschiedenen Widerspruch mit den bereits be- kundetsn Intentionen der preußischen Regisrung stehen, Wenn dcsssnungeacytet cine solche Mitwirkmjg wirklich stattgofnnden dabkn sollte, ja, wenn se (11111) nur versucht und beabsichtigt sein sollte, was bisher nicht erwiesen worden ist, so würde dies won dsr preu- ßischen Regierung auf das allernachdrücklichstc und UnzWEideutigste deSavouirt und nnßdilligt werden müssen. Denn, meine Herrsn, keine Regierung kann einer in dienstlichen Beziehungen stehen- dM Person gkstattcn, Politik anf oixzcne Hand zn treiben oder wohl gar M) zum Organ und Träger fremder politischer Zntsrcs- sen Und Zwecke zu machen. Die Staatsrogicrung hat auch chrer- seit:? die srstc Ktmdk won dxm Voxsx'xkxe durch die Zsitungcn ("Wal- ten; sie hat sofort ka?» Erforderliche angeordnet. um in kürzester Frist cine vwllßändigc umd anthcntisM Anfklärmxg Übrr dcnganzen Sachwerhalt sich zu Vsrsxbafch Und sic wird je nach Maßgabe dss Ergebnisses der angestekltcn Ermittelnngcn, cingkdenf dkssSU, Was ihre Pflicht Und ihres Amtes ist, die geeignete Nemedur nach allen Seiten hin eintreten zu lassen wisstn. Um indesscn won Vorn herein jcdcr Mißbeutnng Vorznbongcn und um Von vorn herein keinen Zjveifcl bestehen zn lassen Über die Stellang, Welck)? die Staatsregierung zt: diescr unerfreulichen Angelegcnycii einnimmt, hat es mir zW€ck1näßig erschienen, vor dem Lande und dessen Vex-
'trctern gleich jeßt die gcgenkvärtigc offeno Erklärung abzugeben.“
- Das Gesey über die Eibe der JUden wurde, unter Ableh- nung eines Amendcmcnts Waldeck 011) omen Zu1aß, dl? ;;ormcl:
„So wahr mir (Hokt [)elfc“ auch den Christen freizxxsjcllcn, mit
großer Majorität umwerändcrt angenommen. - Bei dkm (Hose);- cxxttvurf über die Pensionsberocwtigung der rheinischen Gs111cindcforstb€amten wurden die leendements di'k Kommis- fion abgelehnt und die Fassung 6923 Herrenhanses hcrgesteüt.
Holstein. JHWOL, 5. April. In der gestrigen zehnten Sißtmg der Ständevsrsamnnlung wsrlas der neu ernannte Com- missair nnd bisHerige bsigcordnete Königlichu Beamtß, Etatsrath Schulße, sein Kommissorium, in welchem die Regierung Öli dem Vorgerückten Stunde der Verhandlnngxn die Erläuterung dsr dcr Versammlung zugegangcncn Königlichen Propositioncn und die Be- urthkilung, welche die Anträge des Axtsschußberickyts, so wie deren Motivirung Von Seitcn dsr Regiernng finden, im AU,]UUUUEU als abgkschwssen 6111111 die Acnßcrnnßcn dcs 611691611 Commissairs betraxbtetc und dis offen gebiicbenk Frage nach der Bedsutung des Schlußsaxxks im §, "13 "dss (Heseßs Entwurfs, bstreffend di? provisorische SthUng ÖLZ Herzoglhmnö Holstkin hin- sicvtlixl) drr gem-WnschafthM Angelegenheiten der dänischkn Monarchie ÖUTW cine angesckylosscnc Königlichs Eröffnung an die Erklärnng dss- AuSschusses Vom 25. v. M, abschließend beant- WOrtct. -Die Obliegenhkiten des Commissairs sind demnach darauf beschränkt, don gcschäftlichcn Vsrkchr zwischen der ngiernng und der Versammlung in forrnkller Hinsicht zn vermitteln, namentlich die allcrunterthänigsten Bedenken entgegenzunehmkn, wobei ihm die Bsackytung der von dem früher" Connnissair abgegebenen Erklärung, er würde das Bedenken, jvelchss innere Angelegenheiten des Herzog- thums Schleswig bchandele, wie das im zweiten Theile des Aus- schuß Bsrichtes geschehsn sei, 11icht entgégennehmen können, besonders an'?» Herz gelegt ist, so wie etwa erforderkiche Aufklärungen Über administrative Verhältnisse zu erthoilen. * _
Auf der TageSordnung staub die Erklärung *dxs (2911111j1is7airs in Betreff des Budgets pro 1860-62, und der Cqmmtjsmx“ g-ab diese durch Verlesung der nachstehenden bsreits erwahnten Komg- lichkn Eröffnung:
„Als die Königliche Regierung den Beschluß faßte, den Ständen Vorlagen 6961le einer Provisorischen OWnung der Stellnng des, Hcrzog- thums Holstein hinsichtlich der gemeinschaftlichcn Angelegenheiten, der Monarchie zu machen, War dieselbe, da die darin enthaltenen fmanzxcüen Regeln erst für eine folgende Finanzperiode zur Geltyng gelangen konn- ten, zugleich, darauf bedacht, durch eine besondere Bestimmung den 1Stäx1- den Gelegenheit zu geben, das Budget für das, Finanzjahr 1861/62 für die gemeinschaftlichen Angelegenheiten, insoweit dieses das .Her- zogxhum Holstein betrifft, zu Votiren. Dieses geschah_ dadurch, daß. die AUerhöchste, Resolution vom 23, September 1809, durch Welche der Beitrag, Holsteins zu den Verschiedenen Hauptposten
der gemeinschaftlichen AuSgaben festgeseßt Worden War, in den F. 13 des Entwurfs aufgenommen Wurde. Durch die Aufnahme der enannten Ne- solution in die Vorlagen War fie in eben demselben Um ange und mit eben dersäben Wirkung , wie die übrigen in diesen enkhaltenen BestW- mungen, den Ständen als Gegenstand ihrer Verhandlung und Beschluß- nahme vorgelegt worden. '
Ungeachtet die Voraussegung, von Welcher die Regierung bei Auf- nahme der Rrsolution vom 23. September 1859 in den F. 13 außge- gangen, Wesentlich verändert sein tvürde, Wenn die- Stände auf die übrigen und hauptsächlichen Bestimmungen der Vorlagen nicht eingingen, so würde dieser Umstand, wie sehr die Regierung denselben auch bedauern müßte, dennoch nach dem, Was den Ständen schon von dem früheren Kommiffarius mitgetheilt Worden ist, keine Veränderung in Betreff der dkn Ständen einmal eingeräumten Gelegenheit, die Bestimmungen der genannten Ne- solution zum (I)egenstand ihrer Verhandlungen zu machen, herbeiführen.
„Die Stände können also nach wie vor, indem sie die verschiedenen, in der Königlichen Resolution aufgeführten Beträge einer genauen Prü- fung unterichen, jeden erforderlichen Aufschluß in Betreff der einzelnen Smmm'n verlangen, aus dencn d1e angeführten Beträge zusammengeseßt sind, und der Königliche Kommissarius hat bereits durch das Finanz- Ministerium derartige Zusammensteklungen entgegengenommen, Welche voraussicbtkick) zu diesem Ztveck von Mugen sein Werden, und wird der- selbe auch «nderWeitig in den Stand geseßt Werden, alle sonstigen Aufschlüsse zu geben. Welche man Von ihm wünschen möchte. Mit Hülfe dieses Materials, Welches den Ständen vollständig zu (Gebote Zehen wird, Werden dieselben im Stande sein, die finan- ziellen Bedürfnisse erschöpfend beurtheilen, dieselben diskutiren und dem- nächst die in der Resolution vom 23. Scptember 1859 aufgeführten. als Holsteins Antheil an den gemeinschaftlichen AneZgaben und Einnahmen für 1861-62 fcstgeschtcn Summen annehmen oder in den e*inzelnen Punk- tc'n abändern zu können. Das (11th dyn deräÜigen Abstimmungen sch ergebende Resultat würde, als. (Ganzes zusammengefaßt, die Vorschläge der Versammlung zur Regulirung des holsteinischen Budgets für das Finanzjahr1861-62 für die gemeinschaftlichcn Angelegenheiten bilden Und Sr. Majestät als solches vorzulegen sein.
„Es darf nicht angenommen Werden, daß die Stände, denen in keiner Weise irgendjvelche verfassunJeZmäßige Ansprüche zustehen, ein Budget, selbst 111661 einmal das für die besonderen Angelegenheiten des Herzog- thums, zu Verhandeln, und die nicht berechtigt sein können, aus obfchjveben- den Differenzen zwischen der Königlichen Regierung und dem deutschen Bunde cine Kompetenz für fick) berzulciten, unter den ihnen dergestalt aus- nabmÉWcise eingeräumten Verhandlungen Über das einer zweijährigen Finanzpcriode angehörige Budget für 1861-62 in ihren Beschlußnahmen in der Weise sollten auftreten Wollen, daß Sr. Majestät dem Könige, da- durch unübersteigliche Hindernisse in den Weg gelegt Würden, so daß die A(lerhöcbste Sanction ihren Vorschlägen nicht zu Theil Werden könnte. SoUte solches wider Erivartcn dennoch eintreten, dann ist ks eine Selbstfolge, das; So Majestät diejenigen Bcschlußnahmen Werden treffen müssen, Welche das Allerhöchste Recht und die Verpflichtung, Welche Sr. Majestät als Landesherrn obliegt, für die Regierung 1306 Landes zu sorgen, unerläßlich machen WÜl'dkn.
Auf die in der lexzten Sißung dcr Ständeversammlung an den der- zeitigen Königlichen Kommissarius gerichtete Vorfragc, ob ein Budget für die gcmeinschaftlichen Einnahmen und Ausgaben der Monarchée, und zwar für das nächste Finanzjabr1861/62, der Versammlung vorgelkgt sei oder nicht, ist mithin Folgendos za antrvorten:
„Insofern dabei an das Budget für die ganze Monarchie, also auch an den Anthcil des Königreich?- und Schleswigs an den gemeinschaftlichen Llllsgabkn und Einnahmen gedacht wird, so ist ein solches den Ständen nicht Vorgclc'gt. Dagegcn ist den Ständen ein Budget für 6611 Antheii des Herzogthums Holstein an den gemeinschaftlichen AUSJaben und Ein- nahmcn für 1860 » 62 mitgetheilt und ihnen vorgeschlagen Wordcn, dar- Über einen Beschluß, so Weit es das Finanzjahr 1861-62 betrifft, zu fassen, der dann cvcnt. an die StcÜe dcr LlUsrhöchstcn Resolution vom 3. Septémber 1858 treten könnte."_ , „ _ .
anlcicl) "sprach der Commismxr 18171 Bedauern gms, daß 8131318 gedachten finanzwllcn ZusammensWUnngen heut? nicht nztttherlcn könne, weil ste mit der heutigen Post xzxcht gngckommen sxten. '
Der Berichtßrstatter des 211:Zschus)9s [melt es ,für ersoxderltxh, daß der Attsschnß sofort zur Prüfung der Köntglxcherx Eroffnung znsammentrcte and ersuchtc dahc'r das Präfidnxm, dre Vor'beraéhung Über diesen Thk'il des 2111Zsckußbcrichts noch mcht zu schließen. Er beklagéc überdies den Mangel an Offenheit und Klarhett m,der Königlichen Eröffnung, da die Versammlung noch immxr nicht Msse, ok) die Mitthéilung, welche die Regierung seiner Zext den Groß- mächten rückfichtlick dcr BudgetVorlage gemacht hatte, Yen Aeuße- rungen des früheren Commissairs und der heutigen, Eroffnung "an die Stände entsprächen Der K"önigliche Commissatr erklärt? 11ch augenblicklich außer Stands, diese “Frage zn beantwyrtcn, Verjprack) aber, Instructioncn cinholcn zu wollen, und der PxäfiTent verschob die Fortseßung der Tagesordnung bis zur Beendtgung der Aus- schuß=Arbeiten. (H. B. H.) _
Frankfurt. o. NT„ 4. April. HLW, vsn Kubeck und Herr von Usedom smd noch nicht wieder, hierher zurückgekehrt, und es hat in Folge dessen heute noch ferne BttndestagsfiHZtUZ stattgefunden. - DLL" noucrnanntc Gejaztdte. Kurhessenö , Herr (Hehcime Rath Von Heßberg, ist aus Kassel, hter emgetroffen. (Fr. J.)
Gutem Vernehmen, *nach, meldet dxe „Fr. P. Ztg.“), tst d1e Bundes-Militair-Kjommisfion bereits nut. den Vorarbetten be- schäftigt, um, eintretendenfallssofort _besttmmxe Vorsch1ägxe wegey Bildung einer besonderen Bundesbrtgaöe fur dte Kußenverther-
digung machen zu können.