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Niwpold, T-h-ziel, Kanoniere von der Rhein. 'An-il]. Brig. (Nr. 8), zu Port. “Fähnrs. befördert. . Den 6. April.
Keissner, Unteroff. vom Niederschles. Pion. Bat. (Nr. 5), zum Port. Fähnx.chefördert. Prinz Albrecht zu Waldeck und Pyrmont, Uls Sec. Lt. ': ]a suite des Königs-Husaren (1. Rheinisch.) Regis. (Nr. 7), vorläufig ohne Patent, angestellt. (Hr. v. Carmer, Pr. Lt. vom Garde-
äger-Vat., von dem Kommando als Jnspcct. Offizier und Lehrer bei der riegSschulezu Potsdam entbunden. v. Bentheim, Pr. Lt. vom Zten Garde-Gren. Msgr., als Jnfpect. Offizier .und Lehrer bei der Kriegsschule
zu Potödam kommandirt. Den 11. April.
Binseel, Zeuglieut. vom Art. Depot in Danzig, zum Art. “Depot in Thorn verseßt. Haak, Zeugschreiber vom Art. Depot in Danzig, zum Zeuglieut. bei deins. Depot befördert.
Bei der Landrvcbr. Den 4. April.
Tornau, Sec. Lt. von der Art. 2. Ausg. des Rats. Orielßburg (Nr. 34), Jaep.pelt, Sec. Lt. von der Art. 1. Ausg. des 1. Bars. L. Pomm. Regis. (Nr. 9), zu Pr. Lts., v. Vrodnicki, Vice-Feldw. vdm 1. Bat. Z. Vomm. Negts. (Nr. 1-4), zu Sec. Lis. der der Art. 1. Ausg.
befördert. „ _ Den (3. Aprrl.
Wolfart, Vice-Feldw. Vom 2. Bat. 1. Magdeb. Regis. (Nr. 26), zum Sec. Lt. bei den Pionieren 1. Aufg. befördert.
8. Abschiedsbewilligungen 2c. Den 6. April.
v. Boden, Oberst-Lieut. und Play-Jngcnieur von Neisse, mit der In en. Unif., Aussicht auf Civilverforgung und Pens., der leschied "be- wi igt. Mund, Hauptmann und Comp. Chef vom 5. Pomm. Jnf.Re„qt. (Nr. 42), mit der Unif. des Pomm. Füs. Rogts. (Nr. 34), Ausficht auf
"Civilver'sorgung und Pension. der Abschied bewilligt. v. Winterfrld, Pr. Lieut. vom Rhein. Drag. Regt. (Nr. 5), angcschiedcn und zu den beurl. Offizieren der Kavallerie 2. Ausg. des 3, Bars. 4. Brandenburg. Land!». Regis. (Nr. 24) übergetretcri.
Den 0. April.
.v. Dr.!) alSki, Pr. If. a. D., zncht Scr. Lt. im 4. Ins. Regr, jeßigcm 3. Othreuß. Gren. Regi. (Nr. 4), als Pr. Lt. im 1. Niederschl. Inf. Regt. (Nr. 46) wieder .angesteklt. Müller, Vr. Lt. a. D., biSher im See-Bat., nach seinem Patent im 3. Oxxreuß Gren. Regt. (Nr. 4) wieder angestellt. v. Maut euffel, Hauptm. a. D., früdcr Comp, Chef im 33. Jnf. Regt., jeyigem Ostpr. Füsil. Regiment (Nr.;JZ), die Arisficht auf (Zivilbersprgung ertheilt. Licdkc, Hauptm. im Z.Pomm. Inf. Regt. (Nr. 14), die Entlassung Unter dem geseylicden Vorbehalt [*ewiUigt.
Den 11. April.
Ferlev. ,Zeuglieut. vom Art. Depot zr: Thorn, als Hanptm. mit
ie'mer „bisherigen Uniform, Aussicht auf Ci'vilVr-rsorgung und Pension, der
Absehied bewilligt. Militair = Justiz = Beamte. Durch Allerhörvste K'abincts-Ordre Den 4.921pril. v. Normann, Corps :Auditeur des 7. I'lrmee-Corps, in gloicher "Eigenschaft zum 11. Armee-Cdrps versryt. Durch Verfügung des General-Arxdi'toriats. De111*5.APril. , Splittgerber. Garnison-Auditeur in Kosel, zur 0. Division in Glogau verseyt. Durch Verfügung des Militair-Justiz-Departements. Den 3. April. Müller, Garnison-Auditeur in Cöln, Behnfs des Uebertritts zur Militair-Verivaliung, auf seinen Antrag arts dem Amte als Auditeur
entlassen. Militair-Veamte. DUTÖ Verfügung des Kriegs-MinisteriUms. Den 9. April.
Mengrr, Jntendantur-Asseffor. vom 11, zum 71.21r1nee-C0rp-Z,
B r-unn, Jutendantur-Asseffor, vom 71. zum 11. Armee-Corps werseyt. Den 11. April.
Dallmann, Zahkmeister beim 2. Bat. 6. Brandenb. Inf. Regis. (Nr. 52), 'zum ,Zahlmeister 1. Klaffe ernannt. v. Vogt, Kanzlei-Secre- mir beim General-Auditoriaf, Scr. Lt. ,a. D., der Charakter als Kanzlei- Jnspektor verliehen.
'I? „i ck t amt liche s.
Preußen. Berlin, 20. April. Königin hat am vorigen Mittwoch Jhre Majesiät die verwitt- wete Königin von Sachsen auf dem Badnhofe enrpfazrgen und startet heute mit Sr. Majestät dem Könige Höchstderselben einen Vesrtch auf Schloß Sanssouci ab.
Im Königlichen Palais fand gestern ein größeres Diner statt, zu welchem dießanptoertrrter der Königlichen Akademie'der Wissen- schaftcn und .der Königlichen Uriiverfität geladen waren.
Jihre Majestät di-e Königirr hat das Hospital des Ar- bejtéschmrses, welches fich gegenwärtig i-m ehen-mligen Waisenhause .heßnret, so “:wie das neue städtische (Hesmde Hospital mit Allerdöäi-st- rh-re-m Besurhe b-eehri.
Braunschweig, 18. April. Aus der .vorge'strigen Sißmig 'der “Abxg-e-or'dnrten-vers-ammlu-ng Weilt die „D. R. Ztg.“ noch mit,: Auf das Schreiben des Herzoglichen Staatsministeriums, den Entwurf eines “deutschen Ha-nde-lBgeseYbuMZ betreffend, beschloß
Jhre Majestät die
die Versaurmbuxg, wie ,von .der Kommission *vorgrsrb'lagrrr:- „DM Aussthuß zn beauftragen, statt der Landes:)ersaimnlung zum Erlasse des allgemeinen dentschen Handelsgeseßbuches und der dazu etrva erforderlichen Ein- und Aiisführungsgeseye die verfassungsmäßig:- Mitwirkung auszuüben“.“ _
Hamburg, 19. April. Lxmt tekcgraphischcr Mittheilmrg aus Nrrv-Ydrk »in Liverpool wird die Regierung der “Vereinigten Staaten aU'c amcrikanischcn Dampfschiffe als Transportschiffc chartern, Die Fahrt des amerikanischcn Dampfsidiffes „Jlljnojs“, am 23. April von Havre nach New York, wird aus diesem Grunde bereits ausfallen. (H. B. 13.)
Sachsen. Dresden, 19.21pri1. Die Erste Kammer erledigte in _ihrcr hkntigen Siyung durch mit den Beschlüssen der ““weiten Kammer übereinstinmrende Bewilligmig das Budget des Jusjizdrpartcmcnts und den Pcns'ionsrtat.
Gotha, 18. April. Unser gcxneinsrbaftlirber Landtag ist heute auf mxdrstinmitc Zeit drrtagt Worden, imchdcm don
; der Berathnng der ihm Vorgelcgtcn Anwaltsordnnng innerhalb der
gegenwärtigen Diät Umgang genommen wm".
Bayern. München, 18. April. Heute werdcn dic hier Versammeltcn Kommissäre der M ainufcrstaaten wieder zu ciner" Sixzung „zirsanimentretcn. Die Verschiedenen Vorschläge, Welche die- selben für Erreichung des von Bayern angestrebten Zweckes der Erleiazterimg der bayrrischcn JJ/kainschifffahrt durch Ermäßigung der auf derselben UVM lastrndcn hohen Sihifffahrtsa-bgaben von ihren hohen: Regiermrch zu murder: bean'tragt Waren, smd ren: srlbrn mm gegenseitig mitgetdcilt nnd die deÉfaljsigrn Instructionen an die Horrem Kommissärc zn rrwaiten. AUF DEM frrundlicdrn Entgegenkdmmeii Von allrn “Seiten [Md der (Zirncigthcit, dcn Aiünschcn Bayerns gerecht „zu worden, darf man s(O-OU cht die crfrculirbe Gewißheit schöpfen, daß dcr Zweck dieser Konsre'nzen erreicht werden wird. (N. M. Ztg.)
Oesrerreicl). Prag, 18. April. Der Antrag Rieger's in der hrirtigcn Sißnng de:“; Tsirndtags arif Vertagung der Reichs- rachwahlcn, bis der Kaiser eine neue Wdhlordmmg erlassen habe, xrnrde abgelehnt. *Die Nativimlcn wädktcn mtr Vcr*wahrnn;z.
Belgieu. - B r 1": !* sel, 1-**:. April. In der heutigen Kammer- Sitzmig iiitcrpclljrfc Hrrr *Dnmorticr dic Rrgierung Üdrr denHan- dels-Vertrug mit Frankreich. Journal=Nchchrichten zifoigc sta'mde man (Ulf dem Punkte, den gegenwärtigen Zolltarif für sechs Monate zu rrnruern, odcr wären die Verhandlungen mit der franzößscven Regierung gänzlich abgebroche-n. Der Jnstizminister Testi» erwi- derte, es sei kein wahres Wort an jenen Llngabrn; er müsse sich; jrdoch fiir den »Ziugcnblirk auf die Erklärung bi's'ÖkäUki'U, daß die Verhandliingen ihren regelmäßigen Vrrlaiif nehmen. (Köln, Ztg.)
Großbritannien und Irland. London, [.A. April. Ihre Yt'ajestäi die Königin wird, wegen drr Trau-xr um ihre Miiller, Vor Ende des “.'-Fromtanni keine [)x-arriiix; 1'4101115 abdal- ten. An ihrer Stelle hält der Prinz (Henmdl am 4, und 15. des michstcn Monats" ].ezx'r-rz' im St. JameF-Paiasie.
Der Lord Mayor und die Lady Mayorrß gaben gestern, wie schon telegrapdiscl) gemeldet Wurde, in dcr ägyptischen Halle des ManfionHorlse ein Bankrt zu Ehren der Minister. Den aiif dicse Vom Festgcber ausgebraidten Trinkspruch beantwortete der Premier. Er sa;_,te u, A.: „Nach einer Ungrmst drr Witterimg, wic fie in früheren Zeiten entweder HiingerMotl) oder eine FinanzkrifiI der- ursacht haben würde, ist mein sehr ehrenwi-ridcr Frrmid, drr Sidirxzfanzier, im Stande geivescn, drm Varlmiicnte cinen Ueb-rscduß dcr Einnahme Übcr dic Airsgabr in Aus- sicht zu sthrn, wodurch es idm möglich geworden ist, die'Lastcn des Volkes bedcnli'iid zii crlcirdtrrn, "ohm- im geringsten Grade die W'ehrkraft des Landes zr: VZasser und zn Lande zu Vermindern, was bei drr gegenwärtigen Weltlagc ein Vorrath an dem uns andertrauten Amte sein würde. Aber ich sage: Es ist ein großer Vcrveis der Solidität der Hüls'squcljcn unseres Landes und der ergiebigen Vrschaffenhcit des nationalen (Heirerbfieißes, daß trotz aller ungi'mstigen klimatischen erWltnissc und troß der im vorigen Jahre Vorgrnonnnenen bedeutcndcn Ermäßi..ungen es dem Schaßkanzler gelungen ist, der Nation so günstige Aussichten zu bieten, wie er v:or zjvci Tagen gethan hat. Es ist das höchst ermnthigend, und zwar nicht« blos in Vrzug auf unsere innere Lage, sondern auch in Bezug auf unsere auswär- tigen Beziehungen. Es ist dic Aufgabe Englands, Vermögc des Einfiusses, den es mit Recht besiyt, für die Aufrechterhal- tung des Weltfriedens zu wirken, England hegt keine ehrgeizigen Plane, es hat keim' aggressive Politik nnd keine kriegeriscdcn Nei- gnngen. Wir wollen im:? nicht nur selbst der Segnimgen dcs Frie- dens erfreuen, sondern wir wollen auch durch die berrrdfigte'AuSÜb-ng unseres Einflusses auf andere Länder der übrigenWelt jeneSegnungcn sichern, die wir selbst so hoch scheißen. Ich branche sicherlich nicht zu bemerken, daß der Eiiißuß, Welchen ein Land durch seine weisen und Verständigen Rnthschläge auf andere Länder ausüben kann, iiotdtvendig von seiner in-neren Stärke und seiner Wehrkraft abhängt, und daß, Wenn eine Nation sci) nicht rühmen kann, gegen einen fremden Angriff gesichert und in der Lage zu sein, FeindseligkeitM, Von welcher Seite
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ste auchfommen rnögen, zurück. uweisen, ihre Rathschsäge den Anschein der Zaghaftigkett tragen müséen. Es würde den Anschein haben, als rafhe sie bloß de:?ha'l'b' vom Kriege ab, weil fie fürchte, der Krieg wrrde'sreselbst ergreifen, und ihre Ermahnungen würden daher weniger quxfluß und Gewicht haberi. Die“ gegdnwärtige Wc1ilage istso bc- schaffcn, daß der friedliche Einfluß Englands fich jetztvielleicht eben so gut geltend machrn kann, wie zu irgend einer frühem Zeit. In vrrschiedrncn Theilen des" Festlandes sind Fragen in der Schwebe, welche, wenn diejenigen, dir den Weltfrieden zu stören wünschen, ße gcschcft benußen, den Stoff zu mindestens einem halbrn Dußrnd rc- spektablrr Kriege liefern köniirn, (Heiterkeit) Keine dieser Fragen ist der Art, daß sie nicht in freundschaftlicher und ehronVoUer LZcise ohne eine Berufung an die Waffen gelöst werden könnte, und ich wünsrde, daß die Weisheit, der gesimde Sinn und der gute LZiÜr der Beherrscher der Nationen und der Führer der Parteien zu diesem glücklichen Ende führen möge. Ich hoffe, daß die Wolken, Welche sich über einige Theile des Festlandes gelagert haben, sich zrrstreucn und versch3n*iudcriWer'dei1. Jedenfalls hoffe ich, daß das glorreiche Werk der italienischen Einheit ohne Hemmnis; und Hindernis; Voilzogcn werden möge. Ich glaube, es giebt kein Ereigniß, auf welche§ die Gefühle und Wünscho drs englischcn Volkes mit größerer Jntrnßtät hinwei- sen, als auf die Erreichung dieses Zieles. Jch kann nur so viel sagen, daß der Einfluß Englands, wie ihn Zdrer Majestät “Regie- L'UUZ ausüdt, auf die Llufreävicrdaltung des Friedens gerichtet sein wird; wie sich amd immer die Dinge in einigcn'TheiLrn der Welt gcßaltcn mögen, hoffe ich doch, das; das Jahr 1861 als ein Frie- den?]aw: verlaufen wird und daß die zu rnrr Zeit gehegtrnVe- “fÜrrbtnngcn, Frühling Und Sommcr dieses Jahres würden von 'Waffeiiklirrcn erdi'ödncn und [011251111 gcröthrt werden, Lti-gcn ge- straft Werden, Uiid daß wir „zum JahkLÖsCblUssL gelangen mögen mit jenem (Hit“ir'kr, jrclrdes der Friede verlriw, und im (Zärnussc jenes" Wohlstandes, :vrlch-en die Sicherheit der Industrie scdafft.“
Parlaments:Verhandxungcn vom 17. April. Unter: haus-Sixzung. Monckton Milnes beantragt die znwite Lesung der Vill, durch Welche die Chr mit der Schwester der Verstorbenen Frau für rechtlich statthaft erklärt wird. Hunt nimmt Bezug auf einen Artikel der Bil], laut desen Schottland und Irland nicht in den Bereich derselben gezogen Werden, und beantragt als Amendement cine Resolution, trclchc besagt, daß Maßnahmen, die in Bezug auf die Vormundschaft§grade ein verschiedenes Eherecht für die verschiedenen LandeStheile einführen, Verivcrf- lick) seien. Dieses Amendemcnt wird mit 177 gegen 172 Stimmen ange- nommen.
-- 10, April. In der gestrigen UntrrhanNSiZung erklärte Lord J 0 hn N ussell als Antwort auf versckiedene Interpellationen, dir» Regierung liabe keine amtlichen Nachrichten über die Einver- leibnng SM Domingo's in Spanien erhalten. Oesterreichische Offiziere fairsten, iurincr nicht amtlichen I)iittl)9ilrmg€n zufolge, Garib-xildi'scde leschird4I=Dokumentc an. Graf ?lpponyi halte dies für unwahrsrdciiilird.
Frankreich. Paris, 1D". April. Jm Senate kam gestern die yon voriger WOM drr vertagte Petition um Erbiicherklärmig .der von Napoleon ]. derlichrm'n Adelstitel an die Reihe. Herr Tonrangin Verlangt? dcn Uebergang zur Tagesordnung. Schließ- licr) ab'rr beliebte dcr Sriiat mit starker Majoritäf, dir Petition an
den Irritizminister abzugeben.
Der rrxxxrdrmde Kör 01" dirt cetera einstimmix (er“; Waren ! DI | !
"221 Dcputirtc amrcsrud) das Gessi; Wegen der steriiprlircien Zri-
tungs-Brilagen UUJLUOUUUL'U,
Untrr der Ueberschrift: „l! schi (*]1015ir“ bringt (Hueroult bunte in drr „Opinion Nationale“ei1ien unter den bestehenden Vcr- “hälknissen mögtichst fulminanten Artikel gegen die unentschlossene, zweideutige Haltung der französischen Politik in der römischen Frage Und spricht sich dahin aus*, daß dieser Zustand nicht länger anhalten dürfe; man müsse" sich jeßt für das Eine oder das Andrrc entscheiden.
Spanien. Madrid, 16. April. Die vornehmsten Buch- händler Spaniens Verlangen von der Regierung, daß sie das unge- scHlicbe Cirkulir'en spanischer, in den Koloniern gedruckker Bücher Verdindre. - Die Regierung hat in den Cortes erklärt, daß src noir) keine offiziel]? Nachricht Über die Ereigniss in San Domingo erhalten habe.
Eine Depesche des (Föenrrals Serrano ist angekommcn, cnthält aber nur Nachrichten, die bereits bekannt sind. Spanische Fahr- zeuge firrd zur Bcobachtung der Bewegung abZrsandt worden. Ohne das einstimmige“ Votum der Dominikaner Werden sie nichts Unternehmen. Die Regierung will nähere Nachrichten abwarten, bevor fre eincn Entschluß faßt. _,
Italien. Was die Majorität betrifft, a11lf1vclcke Cayour nach erfolgtcn Ergänzungswahlen bei seiner Politik fest recyneii kann, so hat die Abstinm-tung im Abgeordnetenhauie am 17. ?lyrr! darüber folgendes" Resultat gegeben: Nackdcm Ruggiero imd drrspi gcgen den Gyseßentwurf in Betreff der Form von Regtsrungs- Erlassen gesprochen, verwarf das Haus die Anträge der Abgeord: neten Maccdi und Micali auf U-ebcrgehen zur Tagesordnung und nahm dann mit 174 gegen 58 Stimmen folgende Fassung des
(Heseßrs an:
Alle Aktenstücke. die im Namen des Köni aus müssen folgende Fäffun haben: „Victor Emarruelg-Fl., vogneßÉTttheFrY-Ü den und durch den Wi en der Nation König von Jtaüem'
Das Abgeordnetenhaus ging» hierauf zu; dem Geseßentwuofe Wegen des Handelsbertragrs zwischen dem Kön-«ßgrrichie'Jtal-iea und den Hansestädte-n über; das Haus nahm den (Heseßontwurf an.
Der „Corr. dkÜ? Marche“ “vom 10, d. M'. meldet, der Bischof
voirAncona habe auf Befehl des Papstes ein Cirk'ular erl'ntffeu, w'orin rr den Seelsorgern einschärfk, „daß- die öffMtliMn- Bewmtsn irrer»? die Abfolutiori crhal“ten können. wenn. ße nicht früher in- der inizlei erscheinen und erklären, daß sie der- neuen Regierth. Ihre Dienste ,nur leisteri, um fich ihr Brod zu verdienen.“ * „_ Türkei. Konstantinopel, 13 April. Hairsddin Pascha 111 (1): Ethe'nis Pascha's Stokke zum Geueral-Go-Uverneur: von Kurdistan ernannt worden. Ein neues StaatSpapiergeld sol] im ganzen Neiche mit Außnahme von Hedsjas' und Yemen Cours haben. Die (Besmmnt- Ausgabe sol] 300 Millionen Piaster be- tragen. Cerrutt-i, sardinischer Gesandte für Version, geht über- morgen nach Teheran. Der erste Llcoyd-Schneüdampfexr i!? nach Kü'iethdschc abgegangen. Lord Dufferin hat seine Entlassung ein- gcrci, .
„Dänemark. Kopenhagen , 18". April, Das von den ]ütiscyen Handcchstädten gcgebrnr Beispiel Von öffentiichm Versannnlungrn behufs Votirung von Vertraurns-Ncsolutionen- zu Gunsten des gegenwärtigen Minisjeriums findctjeßt auf den Zusel-n Nachfolge, selbst auf Fyrn, wo die Anhänger Grundtvigs und des Danevirkc-Veroinz bedeutend vorherrschen. So ist bereits ein Auf- ruf zu einer Versammlung, die gestern in Syendborg stattfinden iollte, _rrsrhicm'n, und ein zweiter Aufruf beruft eine Verfamm-lIung zum 2071611 in Ostcnse.
Flensburg, 17. April, Gestern Abend, etwas nach 7 Uhr, kam der Krieg:?dan-pfrr „Holger Danske“, welcher das 716 Jufanteriebataillon Uach Sonderburg gebracht und das 20st'e an Bord hatte, bei unserer Dampfschiffbrücke an.
Amerika. New-York, 4. April. Der „New-York Herald“ meldet, daß ein Herr Alvarez am 1. d. M. direkt mit Depeschen an?; St. Domingo bei dcm spanis-äzen Gesandten in Washington eingetroffen sei und schon an drmselben Tage Nach- mittags die Rückreise über New - York nach St. Domingo wieder angetrrtcn habe, betrauk mit Depeschen des spanischen Gefandten. Der WashingtonKorrespondent des „Herald“, der diese Mitthoibrmg macht, spricht die Vermuthung aus, daß das gewaltsame Amrekti- rimgs-Verfahren Spanien:? in "St. Domingo zu ernstlichen Verwiche- lungen zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten führen Werde und glaubt, der Staats-Secrctairiür die auswärtigen Angekogen- beiten, Herr Servard, der fich im Befiye aürr Details Über die Vorgänge auf St. Domingo befinde, werde keine Zeit verstreichen lassen, um die erforderlichen Schritte in der Sache zu thun“.
Dcr Srdaß-Secretair hat ein Schreiben anden Zoll-Eiunehmer in New-York gerichtet, in welchem er Verfügt, daß keine Waaren, die zum Transport nach dcn ausgeschiedenen Staaten bestimmt sind, mehr an Bord genommen werden sollen.
In der Legislatur von Kentucky find Resolutionen beantragt Worden, in denen gegen die 5L*ec'intrcicksxtigung der freien Schifffahrt auf dem I)iississippi durch Maßregeln des südlichen Kongresses Pro- test eingelegt wird.
In V'irgiuia tagt noch immer der Kondent und neben ihm die ordentliche Legislatur. Von Seiten der Separatisten werden dür Hobel cingesrßt, um Beschlüsse zu- (Hunsten drs Ll-usfrhridens Von Virginia aus der Union zu Wege zu bringen, und, wie es scheint, mit mehr Außficht anf Erfolg in dcr Legislatur, als im KOUVLUU'.
Ans Montgomery, dcm SiHe des südlichen Kongresses, wird vom 1. d. M, gemeldrt, daß alle Anstrengungen gemacht werden, um die Eisenbahn Von dort nach Pensacola zu vollenden und da- durch den Truppen-Transport nach dem Meerbusen zu erleichtern. Es wird nichts Neues don Pensacola gemeldet. Jm Fort Pirkens folien die Lebensmittel anfangen rar zu werden, während von Seiten der konfcdcrirten Staaten Trttpprn, Lrbeiismitiel und Muni- tion in Menge vor dem Fort aufgoyäuft werden. Daß das Fort Pirkens Verstärkung vowTruppen erhalten habe, erweist sich als unbegründet.
Aus Texas wird von Wenig zuverlässiger Seite gemeldet, daß General Ampudia mit 3000 Jchxifanern auf dem Matsche" nack BroWUSviUe begriffen und nur noch 60 Miles von demselben ent- fernt sei. Er soll durch Plakate die Absicht? kundgeben, Texas wieder in den Befiß yon Mexiko zu bringen, dem es von Rechts wegen gehöre und dem cs 19131, wo die Vereinigten Staaten dem- selben keinen Srduxx mehr gewähren, nicht längerentzogcn werden könne. Ampudia soll Von allen Seiten" Verstärkungen .an sich ziehen- und Oberst Ford, der in Brownsvikle _kommandrrt, axle schWcren Geschüße Und ArtiÜerie-Vorräthe nach Brazos Istand m Sicherheik haben bringen lassen.
-- 6. April. Großer Schrecken seit gestern auf der Börse in Folge von Gerüchten eines bevorßeh-eirdetiKrieges mit dem Süden-