1861 / 135 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

1088

wurde, die Entscheidung etwa vorkomsUender Fälle dem Richter- spruche zu überlassen. Schon diese Thatsachen lassen die fernere Beibehaltung des durch den Cirkular-Erlaß vom 31. März 1858 begründeten Verfahrens als bedenklich erscheinen. Jm Einverständ- nisse mit dem Königlichen Staats-Ministerium Veranlasse ich daher die Königliche Regierung, Sich die Verfügung vom 19. Nodember 1850 wieder als Norm dienen und demgemäß die administrative Exchtion nur in den durch diese Verfügung gezogenen Grenzen gewähren zu lassen. Es versteht fick) von sc'lbst, daß es s1ch bei dieser Weisung nur um die auf der persönlichcn anchörigkeit zu dem Kirchenöerbande beruhenden Leistungen handelt, und daß ,we-der die dinglichen, noch diejenigen Abgaben, weläve nach Provmzml- geseßen oder besonderem Herkommen anch von anderen, als den zur Kirche gehörigen Personen zn entrichten smd, Von dsrsclb :*. berührt werden. Berlin, den 15. Mai 1861.

Der Minister der gsistlichen, Unterricixts- "und Mcdizina'x- Angelegcnhsiten. yon Bsthmann-Hollweg.

An sämmtliche Königliche Regierungen (Exkl. Aachen, Koblenz, Cöln, Trier und Sigmarmgen).

“Justiz : Ykiniséerium.

Der Landgerichts-Rc»ferendarins Heinrich Carl Zimmsr: mann in Cöln ist auf Grund der bestandenen dritten Prüfung zum Addokatén im Bezirke des Königlicyen L.lppeUationsgeric1_)ts- 170er zu Cöln ernannt worden.

Abgereist: Der Ministerial-Direktor, Wirkliche Geheime Ober-Vßrgrath Krug von Nidda, nach Bonn.

Berlin, 6. Juni. Se. Majestät der König haben Aller- gnädigst geruhx:Den1Grafcn Max Feliz“, Wolff-Metternich zu Gymuich im Kreise EuÖkirchcn, die Erlaubnis; zur Anlegnng des ihm Verliehenen Johanniter:Maltkskr-Ordcns zu krthcilen.

Ikichtamtliches.

Preußem Berlin, 6. Juni, Des Königs Majestät nahmen heut Vormittag die Msldung des Geheimen Raths von Winter und die Vorääge dcs Kriegsministcrs nnd dks (Hencral- Adjutanten Gencral-Majors Freiherrn Von Mantkufch entgkgen.

» Die päpstliche Regierung hat all-Zn Vkl'tkkkkkn fremder Mächte in Rom die nachfolgende Note zugestellt, worin fie gegen die von der sardinischcn Regierung beabsichtigte Vcränßerung der den klösterlichen Gemeinschaften und Übrigen geistlichen Körper: schaften eigentl)üm1ich gehörigen liegenden Gründe, Welche fich in den von dem “Könige don Sardinien in Bcfitz genommcnen Gebiets- theilen des Kirchenstaates befinden, Protestirt und den Wunsch ans- spricht, das; diesem Protkst, im Juterksse der etwa sich am Ank.:uf Betheiligenden selbst, die größtmögliche Verbreitung gcgeben werde:

Aus dém Vatikaniséhcn Palast, den 16. April 1861,

Die durch das piemoniefiscbe Gouvernement achgefühxte ge- waltsame JNVafion des größten Theils des Kirchenstaats legt einer- seits den Charakkec einer schreienden Verleßung dcr unleugbarcn Rechte der päpstlichen Weltlichen Herrschaft an den Tag, Während ihr anderseits in Betracht der daraus hervorgegangenen schwerem 'Uebelftände, der Stempel einer der für die Kirche schmerzensWichst-Zn und traue'rVOllsten Epochen aufgsd'tückt ist. Die Geschichte der "Feindseligkeiten mancher Art, dknen die Kirche in besagten Pro- vinzen seitens der eingedrungenen Regierung blosgkstellt worden, ist zu allgemeiner Kenntnis; gelangt mittels der wiederholten Ver- wahrungen, welche, abgesehen von denen des heiligen “Vaters, cin- stimmig von den in den usurpirten Provinzen ihren Sitz habendcn geistlichen Hirten ausgegangen smd.

_ Einer der traurigen Anlässe dieser Verwahrungen war das rechtsYoidrige Dekret, durch welches die klösterlichen Ge'knei-nsxixaften und ubrigen geistlich'en Körperschaften aufgehoben wurden, zum “_ZWeck der Beschlagnahme'der ihr Eigenthum bildenden liegenden

Gründe: ein Beweis des engen Vün'knisses mit “den habsüebtigen Zwecken des revolutionairen Geistes, und ,zugkeieD eine Probe offenbarstcn Widerspruchs gegen diejenigén Grundgeseße, welche die Usurpatorcn selbst besagten Provinzén anfzuzwingsn unter- nahmen. -

Nachdem so mittelst der an die Stclje dcs Rechtes AUderer geseßtcn deeZpotischkn Gewalt die Güter gcdachter Gcmeinschaffcn und Corporationcn zu Händen der unrechtnjäßjgen Regierung ge- langt find, hat die unter dem erborgten Titel einer gcisklichcn Kasse nach den Befehlen nnd Winken dieser nä1nlichen Regierang han- delnde Verwaltung dem Publikum das Vorhaben angczcigt, zum Verkauf der zur Masse der unrethäßig mit Beschlag belegten (Hüter gkhörcnden Baulichkeiten zu schreiten, zum Zwecke“, unter B?- zeiclmung dcr Modalitäten des Verkaufs, Kanslnstigcn zur Regel zu dienen. _

Da die (Hütc'r der in Rede stehenden thnsinschaftcn nnd Cor- Porationen eim'n Theil des Patrimonimns dcr Fkirche bilden, so trägt die beabsiäztigte Veränßerang den Charakter einer Verleßung de:“; geistlichen Eigenthums an fiel). Untxr dirskm, dcmxvabren [Md richtigen Gefichtspunkt bctxmbtst, kann c:“- kcinem Zweifel Unter- lisgen, ob diePrinzipicn der Gerkckxtigkeit und der Ehrbarkcitjcmals dis angebotene Echrbung guthcisZe-“n können, jnsofx'rn ss ['i-ck) bier lcdiglick) darum handelt, mit tem Usurpator einen Vertrag hinsicht- ]ick) des einem Dritten unrechtmäßig entrissenen Eigsnthums zu schlikßcm Rock) kommt ein andcrer Umstand in BetraOt, der auf den worli-gcndcn Fall spezielle Anwrndung findet. Es handelt sich nämlich nm die allbrkanntkn kanonischen Gescßé, welchc zam "Schuß der Jutcgrität und UnOerleHbarkcit des geistlicwsn Patrimoniums, so die Usnrvatorcn der betreffsuden (Hüter, wic Solch, die auf irgend Line IZcisc an dercn ungcrechtem kjrcheerätxberisebcxn Trciben fix?) betßeiligen, mit beéondcren Ccnsnren und anderen Strafen belegt.

Abgrsshcn aber sclbß don solchen Bctrachtnngcn, xvclcb-e doch sicher1ich für das Gewissen jx'dc-Z Katholiken wic aller derjenigen„ welche an den 11:1n1a11delbaxen (Hrnndsäßcn dcs 91611)th .und 'der“ Ehrbarkeit festhalten, maßgebend sein müssen, 97116111th die von Sr. Heiligkxit in W: durck dLn Druck Veröffentlichtcn Konsistorial- Allocution vom 17. Dezkmber ». J. ansgcsprochcncn feierlichen Worte eine Belehrung und'Warnung für dem vorliegenden Fall., Jndcm nämlich der heilige Bator in dieser Allocntion Über das in dee "stehende unselige Dekret Klage erhob nnd JLJLU dassclcher- Wahrung einlegtc, mißbiljigtc cr zngleick) (1an Höchste, nnd erklärte er für null und nichtig AMS, was dis nnrechtmäßige ngierung widcr die Rechte und den Bc'fixz dchircha', wic znm Nachtheil der geistlichen Körperschaftsn und ihres Eigcnthnms bis dahin ver- fügt Und ansgeführt hast?, oder in Zukunft unternehnn'n würde. Aus dieser Erkxärung ergiebt sich hinlänJliO die Richtigkeit und absolute Nullitéét des Ankaufs irgsnd Wclkbcn Theils besagter (Hütsr, dnrch M11 ss immer scin möchte, an»; den Händen CMN“ völjig inkompctknten nnd unberechtigten Behökdk.

Der feierliche päpstlichk Aft würde, vermöge seiner oberücn W?Wtwollkomxnenhsit und allgemeinen Notorictät, ein mehr als himreichendcs Dokument sein, Jeden, wclchem Lande cr anch ange- höre und welche immer sein Stand nnd Rang ssin mögcn, von dsr uanbtmäßixxcn Erwerbung dk!) vom gcdaWtcn Eingriff in das kirOlicbc Eigentbum herrübrcndcn (Hüter abznhalten, Um jedoch den beabfichtigtcn Zwrck 11011) sichercr zn er- r8ichen und jcdem ctWaigcn Vorwand znr chifimirung irgend eines Kontraktcs dcn LIM abquneidcn, namentlicß wo es sich um Erwsrbung solchen BLsiHCF dcr geistlicbcn Corporationcn durch Aue.??ändcr handeln könnts, hat fiel) der hcilige Nate"; veran- laßt gesehen, eine offizielle IILitthcilung an die _chrcnwerthen Mit- glieder de's beim heiligen Stuhl akkreditirten diplomatischcn Corps richten zn lassen, Um fie einzuladen, die Aufmerksamkeit ihrer resp. Regierungen auf diese wichtige und bédknklichc Angelégcnhcit zu lenken, 311111 BL[)Uf solcher Vorkchrungon, Welch ihrerseits passend erachtet werden dürftsn, um dsr obigen päpstlichon Erklärung und der raraus verworgehenden ausdrücklixben Verwarnung xnöglichsf weite Verbreitung und Bekanntwerduug zu sichern, damit 11ichtb0n irgend welcher Seite her Kontrakte in Bezng auf Güfér geschlosskn Werden, "deren Erwerbung aus den obcn angedeutetsn Gründen nicht die geringste rechtliche Gültigkeit haben könnten.

Zu diesem Zwecke richtet der unterzeichnete Kardinal-Staats- secretair in "Erfüllung der Befehle des heiligen Vaters gcgenwär- tige Note an Ew. Excellenz, und indem er Sie bittet, fich derselbey Jhrem hohen Gouvernement gegenüber in dem von Er. Heiligkett bcabfichtégten Sinne „zu bedienen, bcnußt cr 2c.

' (gez.) (55.12 Antonelli.

BraunschWeig, 3. Juni. Der Magiskrat hat zur Feier des tausendjährigen Jubiläums der Stadt in einer Bekanntmachung die betreffenden Festlichkeiten auf den 19, 20. und 21, August dieses Jahres Vcrlcgt. _

Mecklenburg. Neustreiiy, 3, Juni. Se. Königbck)? Hoheit der Kronprinz und Ihre Königliche Hoheit die Kronprinzcsfin

1989

von Preußen,„Prinzeß Royal Von GroßbritaUnicn, trafen heute zu einem mehrtägigen Besuch am Großherzoglichen Hofe hierselbst ein. Ihre Königliche Hoheit die Prinzessm Chriüiane Von Dänemark ist gestern Mittag mit Ihren Königlichen Hoheiten den Vrin esfinnen Alexandra und Dagmar von Dänemark aus Kopenhagen Bier ein- getroffen. (Meckl. Z.,!

SaÖseu. Weimar, 4. Juni. Ihre Majestät die ver- wittMte Königin der Niederlande hat heute Abend “Weimar ver- lassen und die Rückreise nach dcn Nicdcrlanden angetreten.

Greiz, 31, Mai. Dcr Regierungs-Advokat [)1'. Jm". Her- mann. ist zum Regicrnngs- Und Konfistorial- Präsidenten Ernannt “worden. (Wcim. 3.)

Hessen. Darmßadt, 5. Juni. Zn dcr gestrigen Sixxung dcr Zweitcn Kammer warden Von der Regierung Vorlagen über die Zormation der ScharfschÜZexwAbtheilungcn zu einem eigenen Jäger-Bataiüon; Übkl' die Anschaffung Weiterer gezogsncn Kanonen und ertvacysende sonstige Kosten, wogen Einführung des Turnunter- richts bsi dcr Großherzogliäyen Armee-Division; bezüglich der vor zivei Jahren zar Kriegsbereitschast angekauften und über den Friedens- stand noch Vorhandcnkn Pferde, Wklcke noch ferner bei den Band- [LMM untcrgcbkaüyt bleiben sollen, cingkbracht,

IknffaU. Wichadcn, 4. Juni. Dic vasite Kammer hat in ihrer heutigen Sixzung dcn GCsLH-Entwurk, die Eidcslcißnng der Inden betreffend, angenomnwn und damit die Vollständige bür- gerliche ETCWZMÜ dcréclbän Vor dcm Gcscß hergestelLt.

Raden. KQ1*15r[11»c, 4.J1mi. Dis „K'arlÉr. Z.“ Enthält

die Ernennung dcs 521111t§richtcr5 Frhrn, v. UUZern- Stcrnbch zu_

Heidelberg als LegationS-Raty mit dem Range des RatPcs ciner Mittelsth znr]: Voxstandc dcs Großherzogl. (Hkhßimsn Kabinsttes.

Yayern. M Ü "WW, 4. Juni. Se. Majeßäf der König hat den (Hrach Tmni daI" groß? Band dcs St. Hubertus-Ordkns Üerlichsn Und dasselbs dem Prinzen in dcsskn Wohnung cigknhändig wbsrroicht. (A. Z.)

Oxxswrrcécé). Wicn, 5, Juni. Zu der hcutigvn SißunZ dss Untcrhausss crklärte Staatsminisjer won Schmcrléng, die N?- gicrung bstraÖte da?» Haus als cngerenNcichsrath. Das Herren- bans beschäftigte fiä) in seinsr (“ZitZunq (M1 4. mit der Fragcwcgen

.dkr Diätcn der Abgcordnetcn und crkheilte dem Bcschluss€ dss Av.-

gsordnctcnhmtscs seine Znstimmnng.

Wik dic „Horm. Ztg.“ meldet, wird mit Wer Macht daran gkarbkitst, drm Gokichtsstillstand im Sachsct11ande in Siebknbürgen Ein Ende zu 1]111([)("11. Dic? Gerichtshöfe im Sachscnlandc, Miche “nach östkrrcicbisädcn Gcscßcn das Recht spsechc11 Mrdcn, soUcn mit dsr Uiöglicßstcn Bsschleunignng organißrt wcrden. _

Pkstk), 5. JUN. In der l,)cutigcn Sißung des Landtugcsist Dcak'I Adrsß- Antrag mit 155 JSI?" 152 Stmxmsn anZenommcn Words".

Schivciz. Bern, 3. Juni. Ju Lachaux : de - Foxxds [U11 Lcßtc'n Freitag 521601115 cine ElUklltL skattgcfnudcn, bsi_ dcr das Volk Jogy" dic Jaden axxfgchcßt WUL'ÖL und ein, Vcrhaststkr aus dom PräfekkUrgcbäxxdc, an 56111 arg-sr Schadsn Verübt Ward, bc- freit WCWCU soUts. Erst nachdem man Gc11cral111arsch geschlagen haxts, gelang es, dis Ordmmg wicdcrherzustcllcn. _

NW,) ciner offizicUcn Amgabs Über die Vrandbeschadtgungcu, zu Glarus sind 616 Häuser Und Nebengebäude zerstört. „Dxr Schaden wird auf 15 Miljionkn gcschäxzt. Das Hüle-Comxté M Glarus hat bis jéyt 630,060 Fr. in (Heldgeschenkcn erhalten,

Großbritannien und Irland. London, ,4, Ju-m, In der UnterhausstZung am 41611 zeigte Mr. B. Cochra'ne s'eme Abstcht an, nächstens die Existenz einer Goscllschaft, die sich „Garrbaldx-Fonds fur die Einheit Italiens“ nennt und ein Parlamentsmitglied zum ,Pxäst-den- ten hat, während andere Parlamentsmitglieder in ihrem Cmmte, fixze'n, zur Sprache zu bangLn, so wie den Staatssekretair dos YuÉlvärtLgen zu fragen, ob die Existenz eines Vereins, der keinen andkrcn „Zlvcck hat, a1s durch Gcldsmnmlungcn die Ruhe in Ländern, mit, Welchen England 111 enger Allianz steht, stören zu helfen, mit dem Prinz1p dcr N1cht1nkcrvkn- tion vereinbar ist"? -- Auf eine Frage Von Mr. W. E. Forster Wegen der Behandlung amerikanischer Kaperschiffe, erwiedcrt Loxd J. Rus_sell: Ihrer Majestät Regierung hat Hie'ga-nzc Angelegcnheü m Ertvagung gezogen und, nachdem sie dieKronxurxsten befragt hat, bxschlossen, den Be- fehl zu geben, daß keinem Kriegs- oder Kapersch1ff dex LMM oder anderen Partei gcstatiet Werde, mit einer Prise in eincn Kycgs- „oder Handels- hafsn des Vereinigten Königreichs oder der Kolomecn, oder K'ronlande Ihrer Majestät einzukaufen. Dcr größeren Deutlrchcht halber erlaubt mir das Haus vielleicht, einen AUÖzu _aus der an das 1nd1sche Amt und an die Gouverneuvexder “Kolonien! geJ-andteq Dchesche zu perlesen. .

„Ihrer Majestät Regierung wünscht, Me Sxe tvxxsen, m dcm ztmschen den Vekeinigten Staoten m1d Den, sogena-nnxen Vorbunßäen Staaten von RoW-Amertka Wolkenden Kampfe die srrkngst-e Neut'ralttät zy beobachten. Um dieses ;P!" “kp gründlicher duxehzuführen, besch11eßen w_1r, den axtxrir- xten Schlffxn ,Md „aus; den *KapetFchiffM beider Theéle (01 both punks)

das Einlaufen mit den von ihnen gemachten Prisen in den Krje Sbäfen,

' Handelshäfen, Rheden oder GeWäfsern des Vereinigten Königrei s oder

irgend einer oon Ihrer Majestät Kolonisen oder auswärti en V ' zu 11nxer-sageu.'“ Die Ordres sind am vergangenen Sonnxbend KIZULT Kolomeen. uus bsutxnach Judicn abgegangen. ZK der verstoffenen Woche" Waren W1r_ auch mrt der sranzöfischen Regierung in Korrespondenz über denQegenytayd. Jch'zeig-te Mn französischen Gesandten an, wie rer Maxettät Regxerung dre Sache auffaßt, und fragte, wie die fraanfébe Rxxgterung _s1ch„ zu verhaxten beabsichtige. Er hat mich nun in Kenntnis; Jesexzt, 'dakz me französ1sch_e Regierung gesonnen ist, "fich an Das in grankxcrch bestehende Gejexz zu halten. Es gründet fich daffolbe “auféxcme „Ordomxanz aus“ dem Jahre 1681; und die Regel ist, daß x_anau emcs sxeregesf lm tvxlchem Frankrcick) neutral ist, ,keincm Kaper- 1ch,1n*gestattet Mrd, semeVrijen in dieKriegs- oder Handelshäfcn Frank- rercys odex fxanzößfcher Vesixzungen auf länger als 24 Stunden zu brin- an. 'Es 1st 11)!!! nicht gestattet, Feine Ladungen zu verkaufen oder fbixst- wre dre gemacßten Prtsen zu veräußern, und nach Verlauf von 24 Skun- Z)_cn hat der Kaper den Hafen zu verlaffen. Das fra-n ösische Verhalten Lt, dexnnach von d_em, Welches wir beschlossen haben, nicht ehr verschieden.- SU" 5; ,Fergujsjon fragt den Staatssecretaix des LlusWärtigen, ob es wahr 1er, ÖW dreMirglieder der zur Ordnung der syrischen AngelegenhHiten cxnayntcn rnternationalen Kommission seit ihrer Ankunft in Konstantinopel dlc Ernennung eines maronitischen (Hochrneurs für den Libanon, eTnes GouVerneurJ der_unabhängig von der syrischenProvinzial-Negierung sein follo,1xe1chlonen hatten, nnd ob, Wenn dies der Fall, die enqlische Regierung zu drew; Uebereinkunft ihre „Zustimmung gegcben habe." Lord J. Rus- 1cll:„ OW Vertreter der Großmächte zu Konstantinopel haben zwei Zusam- mxnkunstc gehabt, deren zrveiter der türkische Minister des ÄustU-igcn berwoynxe, aber s1e haben sich nicht über das Von dem chrentvcrthen Baro- net erwahnte Abkommen geeinigt. Keinenfalls ist Ihrer Majestät Ge- s_andter ermächtigt, seine Zustimmung zu der Ernennung eines maroniti- 1chen GoyVerqcurs für Hen Libanon zu geben. Ich hoffe, dor Ende der Woche mxtthetlen zu können, zu Welchem Entschlusse dieVerireter gelangt smd. Jm Comité de_s ganzen Hausss begehrt Sir C. Wood die Ermäch- Ugung zum Abschluße cincr Anleihe von 4Millionen Pfd. Die in Indien stattgehabte Dürre und in Folge davon eingetreteneHungchnoth, bemerkt

,er, Würden nothwendigeriveise cinen Ausfakl in den Einkünften und eine

Zunahme in den AuGgaben betvirken, und es Werde sich daher zu Anfang Och Jmanzjahres ein starkes Geldbedürfniß fühlbar machen. Der indische ananz-Minister, HM: Laing, hoffe Übrigens, das leichgewicht zw1schen Emmahmcn und AuSgaben binnen Kurzem hergestellt za sehen. Der »An- trgg wird genshmigr. Lord Palmerston, Sir J. Pakington, Ad- jmral Duncombe, Sir M. Seymour und Admiral Walcott widmen, dcm Verstorbenen Admiral Sir Richard Dundas eincn Warmen Nachruf.

Der Verstorbene Admiral Sir Richard Saundcrs Dundas, ältester Bord der Admiralität und bekannt aus der ersten Zeit des Krmxkrieges, wo er die Mittelmserflotle kommandiéte, war der zw§it- gcborne Soßn von Viscount Melville, trat 1817 in den Dienst der Flotte, und war ssit 1857, nachdem er sein Kommando nieder- gelsgt hatte, bei der Admiralität beschäftigt gewesen. - Einer Mittheilung der „Army und Navy Gazette“ zufolge wird die Re- gicrung außer den im Bau begriffenen gepanzerten" Fregatten noch 6 eiserne schußfestsx Frégatten erstér Klasse auf Privatwerften bk- steUcn, 11111 mit den Franzosen Schritt zu halten. “' * Dcr „Great Eastern“, Welcher Ncw-York am Morgen des 25. Mai Vsrlicß, ist gestkrn Abends um 9 Uhr in Liverpool an- gekommen. Er hatte 240 Passagiere an Bord. Seine größte Yssäywindigkeit währsnd der Ueberfahrt waren 350 Knoten in 24

landen.

- 5. Jimi. Nach Weiteren Berichten aus New-York vom 25, », M. waren die Bnndestruppen in tingsstörtcm Vesiye der erginischen Ufer des Potomac von Washington bis Alexandrien. Ein Konflikt Hatte noch nicht stattgefunden.

Fa'ankrcic'é). Paris, 4. Juni. DU" brcfter „Ocean“ mcldet, dasz Contrc-Admiral Reynaud nach Paris bexufen wurde, um Jnstructioncn in Betreff seiner Sendung nach Amemka entgegen zu nehmen. _ , _, .

Das „Echo „des Vallées“ meldet, daß das Mtlttmrlagkr tm Süden zuAnfang dcs nächstjährigkn SommerY auf den'grxoßkn Haidcn von La'nnemezan errichtet und'bis zu du'ser Zott dz? „Tog- louser Bahn bis zum Plateau von Lanncmczan bekndtgt sem werds.

Aus offizicüen Berichten ergiebt fich, daß die ncu.csten_Schl,ach- ton Weniger Mörderisch waren, als diejenigen des ersten Kaiserreichs. Der Grund soll darin liegen, daß die gezogenen Waffen,_ deren man fich bci ersteren bediente, keine so großen Verluste verurchhxen, als die glatten Waffen der alten Armeen. Dex „Heer-Momteur“ führt Folgendes zum Beweis an: Bei Austerlrß wax der V'erlxtst der Franzosen 14 pCt., derjenige der Zinsen 30xpCt. tznd derzemge dcr Össterrcicher 44 pCt, Bet 26.41.31?ij verloren dxe Franzsscn 13 pth, die Oest-erreichcr 14 pCt. Bet MOZkoM: Jxanz-„ojen 37 pCt., Russen 44 pCt. Bei Bau cn: Franzosen 13 pCt., Russen Und Preußen 14 pCt. Bei Water-oo: *rqxxzosen ZHozpCt., Ver- bündste 31 pCt. Bei „Magenta, am 4. «um 1859,„"xck1e anxxzosen 7pCt., dic Oeßerreichex 8 pCt. Endlich „bei _Solfermo: dze Fran- zosen und Piemontesen 10 pCt., die ;OWÜLU'OLÖL-k Z pCt.

Spanien. Die Verhältnisse mit Marokky „wepden ixnmer verwicke'lter. Mulch So'liman steht, nachdem dxe mawkfamsxxen