1906 / 45 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 21 Feb 1906 18:00:01 GMT) scan diff

Wie das „W. T. V." berichtet, kam der Ministerprästdent Freiherr von Gautsck) im Laufe der Beratung auf die vorgestrige Debatte zurück und erklärte, man rufe immer die Regierung zum Schuße der österreichischen Interessen an, ohne daß ihr bisher deren geringste Verlesung nachgewiesen oder em bestimmter konkreter Vor- schlag gemacht worden wäre. (Unterbrechung eitens der All- deutschen.) Den Alldeutscben gegenüber erklärte der knisterpräfident, sie skikk], _ das wolle er sagen, trov der ungeheuren Kluft, die ihn in seinen politischen Anschauungen you'den AÜDeutschen trenne, _ die einzige Partei, die Konsequenz in threr Auffassung zeige, aber diese Tendenz der Alldeutschen ebe nacb kemor anderen Richtung, als pack) der Zettrümmerung dcr onarchic. Der Ministervräfident wi€s sodann auf die zu Beginn des Jahres vorhandenen Friedens- [*cstrebnngen zur Sanierung der Situation in Ungarn hin mad erklärte, das; in drm*Augenblick, wo eine gewiffe Klarheit eingetreken, die Regierung zn seinem aufrichtigen Bedauern nicht in der Lage [ei, dis Vorlagk, betreffend die Beitragsleistungen zu den gerne n- satncn Auslagen für 1906, für Anfang März anzukündigen. Was die Zukunft" anlangt, so verweise er darauf, daß er am 29. De- zember Vorigen Jahres kemHause ein Vollständiges Revisionsyrogramm auf cs-tellt babe. Gcgenüber dem Abg. (Groß betonte der Minister- vräßdent, die chic*rung kalt: noch immer di: wirtschaftliche Gemein- samkeit, Übék dersn Form fich grwiß reden lasse, als das für beide Tsile natürlichste und Vorteilhafteste Verhältnis, und erklärte gsaemüber dem (Grafen Dzieduöcvcki, daß dlE Regierung, faüs aus ihrer Tätigkeit nicht:? anderes resultikrcn wüydc, als da die Parteten fich zusammenscblöffcn und _eme arbe'itsfä ige Regicrung bilden, das als der gTänzmdjte (Erfolg threr bésberigen Wirksamkeit za be_trachten sein würde. Zum Schluß seim'r Aasfübrungsn gab der Mknisterpräfident bekannt, Has; „er zu, der Er- klärung ermächtigt sei, daß dsr österreichischen LexcxlatM bmfichtlrch dsc gsmcinsamen Angelegenhciten dxc ihr gesetzlich) zustehende Einfluß in vollem Umfange gsivahrt bkeibxn werde. „“Der Reichsta hat daher“, fuhr der Ministerpräfident fort, ,nixht zu besorgsn, dur ein- seitige Ver7ügungén, die unsere Interessen berühren könnten, wyr Vollendete Tatsachen gestellt zu Werdsn. Ich bin weiter ermächtigt zu erklaren, daß an dkn erprobten Grundlagen der gemeinsaaxen Arms:, die ihren wichtigsten Stüthunkt„ in dem durch die Gescße dem Obexkstkkl Kcisgöberrn zu- stsbcnden ausschließlichen Rechte auf einbeétlickoe Leitung und Führung und durch alle Anordnungen über die innere Organisation der gemein- samen Arms“? findet, keine Axnderung Eintreten wird. Dies wird ins- bksondcre in Bezislwnz anf die Kommando- und Diknstsprackx dcr gemeinsamen Armee dsr Fall sein.“ Nachdem der Abg. Dr. Kramarcz in längerer RSDF. heftige Angriffe gegen Deutschland gerichtet hafte, erklärte der Abg. Dr. Menger; er wünsche als Anlyän er des durch die EckenntnU dcr innersten Interessen Oesterrei s und Deutschlands auf wirt1chast1ich€r (Grundlage entstandenen Bündnisses bkikcr Staaten, das; in Leiden Lärdern eine Polixik des aufrichtigen CinVZrständniffrs und gegenseitiger: Eintreteus für ihre geMLinsam-n _Jntcrcffen Play ;;“c'xfc. Der Abg. Dr. Baernrcithcr führte aas, tür kia auswärtigen Beziehungen sci es notwendig, sine stabile sicher? und loyake Politik auf (Grund der Bü-dnisvcaträze zu Verfolgen. .Nismand“, fuhr Redner fort, „denkt Lcute daran, uns in Abenteuer zu Verwickeln, wis auch wir: nicht daran d-an-n, uns in solche ykrwickeln ju laffén. Für dyn Minister kes Asußern ist cs Eine schwere Sacha, Politik im großen Skill! zU mach€n kei _dt'n traurigen innerkn Zuséänden hüben und drübsn. Machen wir erjt im Innern Ordnung.“ Dsr Abg. Freibcrr von Morsev sprach sich ebenfaklk für Nufrechcrbaltung des Bündnisvarbältniffes zum Deutschen Reiche aus. Der Abg. Sckwenerer erkjärte, dic Alldeutscben seien für die Trennung von HUFA;- jedocb nur im Wege einer Verständigung mit dem ungarischen

L s agk.

Darauf wurde die Debatte geschlossen und die Sißung auf Heute vertagt.

_ Einer Depesche des „W.T.B.“ aus Budapest zufolge Hat der leitende Ausschuß der Koalition bcschloffen, daß die Mitglieder zu der für heute anberaumten Sißung dcs Abgeordnetenhauses nicht erscheinen sollen, da die Militär- gcwals dns Parlamentsgebäudc abgespsrrt und crklärthat, daß die Abhaltung dsr Sißnng verhindert werden würde.

_ Das ungarisch? Amtsblatt hat heute cinc' Mi ni stcrial: verordnung veröffentlicht, die dcn dic Grandlagc ffir .Hapdcchvcrträge bildenden autonomen Zolltarif und die Vichonvcntion mit Deutschland samt dem Schlnß: protokoll Vom 1. März ab in Kraft soßt. In der Einleitung wird darauf 11ingcwicscn, das; die Regicrtmg in dcr Hoffnunq cms J::dcnmität zu diesem Schritt genötigt sei, um Jas Land Mfokgc dcs ZtiUsmndcs dex“ Täcichit OLS Reichstags nicht cixxcr s(kal'LU 1virtschaftlichcn Kriss ansz1tschen. Diese Not: vsrordnung verlicrc ihrs Wirksamkoit, sobald durch den Reichs: tag andorrvcitigk Workshrnngcn gciroffcn würden.

Großbritannien und Irland.

_ Jm Untsrbansx wnrds gestcrn nach längerer chatte, in kur rn) Frazen dcr Fbinchnarbcit, der Altersvetsickperung, der Arbeits- 191511 und ker Hxiskalrcwnn erörtert Wurden, dic Beratung der AOrcsse zur Beantwortung der Tbronrede Vertagt.

Frankreich.

“31,1 dcm gcjtrigcn Ministerrat ve'rlas dcr Präsident Fal_lre*_rcs', dcr zgm ersten Male dcn Vorsiß führte, cine 215111ckmxt,_d1c _Nachnnttags dcm Yarlmnent mitgeteilt wnrde. TU“ Botjchast lautet nach dcm Icrikht dcs „W. T. B.“:

,Jndxm di? Nationachrsammlung mir das Erste“ Amt dcr Rßpubltx ubxrtrug, von dem der große Bürger mit so edler Einfach- bett 311'r11cht_xttt,'11m dcm Wunsche der Verfassung zn cntsprechen, und ds" [te Mcntltchq Meinung in seiner Zurückgewgenbcit mit ihren S_vxnpatbtsn und tbrcm Danke umgeben wird, lc'gtk fie mir Vsr- pxlxchtungzsn un) Verantwortliäokeiten auf, deren Schwere und Aus- dcbnnyg xch mtr n1cht Vcrbeble. Um meine Aufgabe zu erleichtern, arpclltxrc 1:1) an dre Mrtwirkung aUer Republikaner, obne übrigens zn 'vekgeffkn, „das;, wenn man mit Männern seiner Partéi rchstt, dies tm höheren Jntcreffé der Nation gsschisbt, und da?; man alicn ane Urxterschied der Abstammung und dcz rolitischon (MJUHMU kxn Schuß sI'thÖLk Rechte und die Gewäkrlcistung (1er Frcxbcttxn !cbulrct. Die Wahl des neuen Staatsobcxbauptcö hat 111), rvtc wobl n_och,1n aller Gedäckptnis ist, mit eincr Würde nud Rab? vollxogen, kte nicht nur in Frankreich, ]ondcrn auch über unsch (Hrsnzxn bzxmuTBeachtung gefundcn haben. Man hat bikrin überall d'en nnzwetselhaften_Bewetg für dcn soxtschritt Unserer politisch?" («:-_:tten und cm): gxanzends Kundgehung Für die Festigkeit des Régimcs ;“,cjcbsn, dcmxtxl [Üwxxxre Bewei]: nicht erspart gcwescn waren, das .*.bcr' n.:ck) UMMUWMZT Jahren seines Bestehens _ und w'lcbcs R;,xtms. hat nach dcr' Woltttion cine annähernd so lange DaUcr nu'xuwnserz? _ trosJaÜenz beute noch ebenso lcbrnskräfjig nud Oxllcr VNWTIÖUMCU rst wle je quOk. Entsprechen Sie dem Vér- trau'rn und de_n beeteL' de:“; Lunch, inkcm Sie ibke anübungcn Ve'jcxnkn, um fur 16:1tc_»._21chxrbeit,_ [Line Größe und seine Zukunft zu nznkcn. Als ergsbcx: Hutenn unjerer Einrichtungen und (Geseve [cbt dre Artxxee der „Ehre upp _der Uneigcnnüyichit, und nichts wird fie in dg'r _(FrmllYKg :brsr bccltmxkn Pflicht der Iorbcrcitung für die V&- ZUMZ'W xbrxs 'LankLs xm? jbrer Jahns stören. Wenn auch jchr Gedavke xarn U.",U, Yak; tbre Htarke einc. robung gegsn irgend jsmand kkdesn 'HU- ;_9 yzq doch mr_tyany an ihre Vermindxnmg denk'", da fis das 11ber1xe 'Untervsxny sur'dté Erhaltung des Friedens bildet. (?" ihrer aztswart'tgen Pojmk, dle kcn (Hradbeit, Erleuchxung nnd YQßj-ggng nacht mznkZer qber auch von Festigkeit geleitet wild, gibt da mcbt dic, Revabixk xn ihk?!“ „andaxernkkn Trem' gegen ihre Frmmke 11113 Vcr- bgndeten em .Bsth-l, urn Welchen Preis fie bxrzlickx Bezikbnngen mit allen Machten zu erhalten sucht? Im Innern, wo die öffentliche

Ordnung an dem Grundsaße des .Geborsams gegen- über dem GefsexxebÉuuZMHxazY gütigeGenius Frankreichs nach wie

vor die regelte * ves andels, der Jndustrie_"und des, Ackerbaus fördern'EéLxYJßchbt "a la en, mit seinem Venungenden

am!) die Wiffenfcbafteü-Üxjd Künste, de gleichsam ein Scbxntzck der

epublik nd, zu beleben. 'Die Demokratie, dre ebensowenig w1e„wir ein politis es urßck ckck| Mil, wird ohne Ungeduld die Abstimmung uber die geseßgebe chen 'VW ;ckth erwarten, deren Beratung beute oder morgen an Sie heran *;tt' Md deren verschiedene Anwendungen eines Tages, den wir nahe_„ßérbejwünschen, ebensoykäe grundlegende Ele- menxe des sozialen Mens sein werden. Dr; große Bewegunkz der Solidarität, die na ünd- nach in aUe Schichten der Gesell (baff drang, wandte aucb M-éxvomGlÜck Enterbten der leidenschaftlichen Sorge der Vertrejer des Landes zu. In der WM der Arbeit, die unser Schulunterricht von' der Knechtschaft der Unwissenheit befxeit hat und bei der die Erziehung den Charakter und das Gekabl für individuellen Stolz gefest t hat, wird marx nicht unempfang- [ich sein für die Initiativma nahmen, die gle1chzeitkg „sowohl [ur Ihre weise Voraussicht wjx für Ihr tiefgehendes Gerecht19_keitßgefubl Zeugnis ablegen. Der A '“enblick ist nicht fern, wo man uberall be- greifen wird, daß in einem ande mit aUgemeinem Sttmmrecht unter einer Regierung der reibeit man lediglich auf dem Wege der Ver- nunft, des guten Re to und der Billigkeit zur Harmonie der Inter- essen in einer moralischen Einheit der Nation gelangen wird. Bis dahin WOÜM Wir als treue Diener der Demokratie ohne Unterlaß daran arbeiten, die Menschheit immer besser zu machen, mit immer tiefer gehendem öffentlichen Gewissen, und wir wollen uns in Treue ZMF“ widmen der Sache des Fortschritts und dem Kultus des Vater- an es.“

' Jm Senat wurde die Botschaft des Prästdenxon mit Bctfall aufgenommen, desgleichen in der Deputtexten; kanxmcr von der Linken, während die Rschtc ste schwergend anhorte.

Die Deputiertenkammer nahm nach der Verlesung der Botschaft die Besprechung der J-ntexyellation Ronannet, betreffend dre Verhältniss in Franz0s1sch:Congo, wrcder auf.

Der Jnterpellant behauptete in dsr Begründung seinsr Anfrage, obiger Quelle szolge, daß in einer Gegend 20 000 bis 30 000 Ein- achoxcn: nixdergemacbt worden seien, und führte Verschiedene Vor- gangk an, fur die er die Verantwottlicbkeit dem GouVerneur Gentil zuschreibt. Zum Schluß griff er die Politik (Ventils lcbhaft an und m_achte LS kern Kolonialminister Clémentel zum Vorwurf, ihn zu stu en. Ter Kolonialminifter Clémentel gab hierauf Ecklärungen zu einfßen von dem Vorkedner angeführten Vorgängen. Rouanet sri sodann die konzesfionierten GeseÜsCbafkkn heftig an UNd fskßkkke

„die Veröffentlichung aÜer Urkunden des Berichts Brazzas.

_ _ Die Wahlen zur Deputiertcnkammer find vom mestcxrat auf den 29. April und die Stichwahlen auf den 13. Mm festgesetzt worden.

Rußland.

Jm Ministerium des AUSWärtigen Hat gestern, laut Msldunq der „St. Petersburger Telcgraphenagcntur“, der Austausch her Ratifikationsurkunden des am 29. September 1905 w1schen Ru "land und Frankreich ab: gcschlo?senen Handel vertrages stattgefunden.

1 Italien.

Dg: Re_1.erung hai gxftern dem Parlament ein Grün- buch uber re mazedvn schen Angelegenbxiten zu- Yhen lassen, das 4463429. ente enthalt und 1ch auf den

cttraum von Januar 1 „* »Mai 1905 erstrc t.

Die ersten Dokumente bebaü eln, .W._*T. B." zufolge die Aus- stellung des Reformplans für _die mazedonischen Wilajets auf Grund der zwischen dem Grafen Ladeorff und dem Grafen Golduckwwski in Wien getroffßnen Abmachungen, denen steh auch Jtaltsn arzschloß, das_ seinen _Botxchafter in Konstantinopkl anwies, dn? Schrrtte dss ö1terrcichi1chen uad rusfischen Botschafters zu nnterexüyen. Dieses Vorgehen verfolgte in erster Linie den Zweck, die Gendgrmcrie untcr dkr Leitung ausländischer Offiziere znreorganifieren. An dre SOLL? dcr Gcndarmcrie toute inx Einversxändnäs mit den andcxcn Macbtsn ein höherer italienischer Offizier gesisUT Mrden. Am 2; Jaxmqr wnrde der Pforte gegenüber der Gcnsral T*? Giorais (xls xixr die neue Stellung in Aussicht genommxn bezeichnet. Die so_lgcnden Dokumente behandeln den Notenauötausck) zwischcn der Worte xmd kcn Mächtxn übe: die Verteilun? der Gendarmerie- orgaxttjation in, den einzslnen Bez rfen, wwbsi Italien dcx Bezirk Monastir unter der Bedingung zu;]ctcilt wurde, dax; der, General de Gior is scinkn Wobnfiß außerhalb W 21641ku _nebme.' Am 29. V ärz teilte der Minister" Tittonk den „quckpastern' tn St. Patersburg und Wien mit, daß Jxaltsxz btcrxzrit ctrxvexstandcxx ski. Am 14. August gab der Minister Txttqzxt dcn ttaliemscbcn Botxckoaftern im Auslande Kenntnis yon einer 1d3nr11chexx Note ,Oxsterrexcb-Ungarns und Rußlands, betreffend die gezxc'njvarttgkn Bsztebungen zwischen dem General de Giorgio und den K*wrlazenxcn dll" beiken genanntcn Mächte in Mazedonien. Auf diese Note erwiderte Tittoni in cinem Zkrkularerlaß an die Botschafter, cx crkcnpe Vollkomme'n an, daß zwischen dm Organen, denen dre „Unkgabx der Beruhigung und der Rcorganisation Ma. z-rdontcns _zuteil geworden sei, vollständiges Einwerncbmen berschvcn myffe;ldas bedeute nbsr nicht, daß die Tati kektdcs EInerals dx *(Htorgts ctncx Uclxrtwackwng irgend Welcher " rt Von seiten der Ztv;[.1zeqtcn_unterjteßen xolle. Am 26. Dezember Erklärte die Pforte 11chsdamtt etherstanden, daf; die Zahl der fremden (Hkndarmerie- ofßzlers um 23 vxrmcbrt wchy. Die folgenden Schriftstücke betreffen kann das dkr Pforte yon dén Botschaftern Oesterre'ich-Ungarns und Rußlands Vor elcgte Fi11a11zrea_lement.

_Dazz ar_lamcnt ist, wie das „W. T. B.“ meldet, zum 8. Marz ClUerUsLn worden.

Spanien. .

_ _Dtc Marokko-Konfercnz beschäftigt? M) in ihrer gettrtgcn (:)-tßnng Mit der Frage der Errtchtung einer 1nar0kkantschcn Staatsbank.

_Nxck) d4m vm'n „W. T. B.“ übermittelten amtlichen Kommuniqué Wirken cht Prc1ekte _worgelegt, das eine von den deutsehen- das an*qcrc Von dcn franzöfikcben Dkleqiertm. Beyor man an cine Ver- glxtcbende Besprochun'g beider Zrojekte berantrat, _beantragte der crm Dclsgterte Jtaltcns, zunä st gewisse Grundsatze festzustellen, mch denen die Bedingungen für Errichtun UW Tätigkcit der Bank zu_ pxufcn scim. Um diesem unscbc zu ent- sprechen, crklarte der Präsident, daß er es für QUt bk“ funden hab:, scho'n Vor Einbringung jener Projekte einen Fragebogen vorzukcretten, der zur Verlesung gelangte. Der Frage. chaen bxbandslt dxr Reihe nach die Errichtung der Bank,_ die Ver- teilung threFKapRal's unter die, verschiedenen auf der Konxerenz vcr- tretcxxn Natwnen, dte Operationcn, zu denen ste sowohl hinsichtlich des Stagtsscbases, der Außgabe von Bankbilletten, der Regelung des GeldkrzMS, als auch binfichtlicb finanzielLer Unterstüßung befugt sein soll, die sk? zur Ausführun öffentlicher Arbeiten leixten könnte. Die Ko, fexenx [)cscbloß, das Prä 1dium zu beauftragen- für diE nächste SWUUJ nnd mttRuckfichtaufdie Besprechung der Einzelheiten eme vergleickende lsznficht der in dexn französischen und deutschen Projektvorgescblagenen TosunZen her vmschtedenen Punkte des Fragebogens auFusteUcn. Bei der Berkexung dieses ragebogens entwickelte der * evollmächtigfe Fränxkkjck)? die _bauptsacblichen Ideen, die bei der Auöarbeitung des 8kanzos'ifcbtrn Pk91ekts obgewaltet haben. Er erinnerte dabei an die Bedmgungen, unter denen das im gegenseitiger: Einverständnis von Deutschland und Frankreich vorbereitete Konferenzprogramm die Er-

richtun einer marokkanischen Staatsbank vorgesehen hatte, und legte dar daß die9 künfti e Bank aussch1ießlich ein Werkzeug des Kredits sein urn; keinerlei politi?chen oder aqdmmisxrativen Einfluß x_u Gunsten einer und um Schaden anderer Machte m Marokko auzuuben trachten dürfe, ?ndem ste stets den yon der Konferenz angenommenen Grundsaß der Gleichheit in wirtschaftlicher Beziehung achte. Derselbe, Delegierte erklärte ferner, es sei angebracht, indem man sik gleichzeittg auf einen praktischen und liberalen Stanppunkk stelle, die Tatsache zu beachten, daß ein Kredit Marokkos btsher nicht bestand. Der franzößsche Markt sei es gewesen, der einen solchen auf Grund yon Anleihen geschaffen habe, die de_r Suxtan in VoÜer AuSubung seiner Souderänität und Unabbangigkett abgeschlossen babe. Die so Von der französischen Finanz in 'der Vergangenheit errungene Stellung müsse also künftig ihr Widerspiel und ihren Außdruck in der Form ihres Kapitals bxi der Bank finden., Unter dßm VorbeHalt„ diese Tatsache zu formulteren, sehe das französische Proxekt GleiÖbeit der Mächte bei der Bildun per Bank vor, und, dies finde prinszjen seine Anwendung namentli m_der Schaffun emes Dtskontkomitees, Welches aus den bervorraxjcndjfen'Persönli keiten des Handels in Marokko zusammengese t se n und die Aufgcxbe baben solle, festzussxzem in welchem Maße die ank ihren erdit sur Handelßunternehmunsen des Landes, ohne Unterschied der Natwnak täten, öffnen sou.

Die Konferenz beschloß,. in de'r'nächsten, für Donnérstag aneseßten Sißung die Emzelberten des Bankprojekts zu eraten.

Schweiz.

Der BundeSrat hat, wie „W. T. B.“ meldet, von der Bundesversammluan cinen Kredtt von 10 400 000 Fr, bcantragt zum Zwo der Vermehrung der Munitions- vorräte. Ferner beantragt er emen Kredit von 2515000 Francs zur Anschaffung neuer GebirgSgeschüße und

ie Umwandlrxng der vier bisheriqen Gebirgsbatterien zn sechs (Heschüßen in sechs neue GebirgsBaiterien zu vier Geschüßen.

Belgien.

In der Deputtextenkammer stand gestern die von dem sozialistischen Deputierten van der Velde gesteÜte Inter- pellation Übcr den Congostaat auf der TagLSOrdnung.

Nach dem Bsrickot dss „W. T. B.“ verwahrte sick) der Inter. pellant in der Begründung ferner Anfrage dagegen, den Gegenstand der Erörterung zu einer Parteifrage zu machen. Es handle sie!) lediglich darum, ob die egenwärttge VerWaltun Smethode des Congostaats dem Interesse Bel ens zuwiderlaufe. Ni t nur in England, sondern überall in der elt hätten fick) Stimmen erhoben gegen die unmensch- liche Ausbeutung des Negers amCOn o. Der Bericbtdes Untersuchungs- ausscbusses habe die Richtigkeit der ilberigen Anklagen bestätigt. Der im Congostaat Vollbrachten Erschließung sei Anerkennung zu zoÜen, aber von jenen, die diese betrieben, seien Maßnahmen des Schußeö und der Zivilisation zu verlangen. Die Verwalxunßsform sei j€doch auf Landraub und vaangßarbeit gegründet. Der Redner wandte sich heftig gegen das System der Zwangslicferungen, das die Eingeborenen zum Widerstande aufstacble, “rührte zahlreiche Stellen aus dem Berichte des Untersuckpungsausscbuffes zur Unterstüßung seiner Behauptungen auf und erklärte, der Congostaat habe den Sklaven- handel wieder gestgttet, um Polizeimannschaften zu erhalten, aber die schwarze Bande batte schnel1 begriffen, daß es angenkbtmr sei, Jäger zu sein als Wild und sei von selbst zur Polizeitrup e gekommen. Der Congostaat seiyarantwoxtlia“) für das Ausbeutun ssyYem, deffen Haupt- stüße der Staat selbst, dre konzesfionierten Gesc schaften und die Kron- domänen seien. Der Rednex Wars dem Congostaatvor, daß er ein Preß- bureau unxerbalte, 'das Zettungen und Journalisten besteche und von eigem Bruffeler thhter aeleitet werde. Statt für das Congobudget, wurden die Gelder der Krondomänen für Luxuöaußgabm vnwmdet. Der ConLostaat nehme [eine Zuflu t zu Anleihen, deren jeßige öbe 130 Mill onen betrFef und die elgien eines Tages zuruckza len muffe. Van der, e de verlas Kundgebungen, die englische und amerikanische Missionare an ihn Zerickptet hätten, und sprach die Hoffnung aus, daß diese nicht verge lich sein möchten. Vel ien, das die "Berliner Akte terzeichnet habe, habe das Recht, den ongostaat zu ubernehmen, sei so nicht mathlos. Zum Schluf7e empfahl der Redner eine parlamentarische Untersuchung über die Organisation der Kolonie im Falle der Anglieerung an Belgien.

Der Minister des Aeußern Baron de Fayerau erwiderte, der *

JnterpeUant schließe sicb dem elenden Verleumdungsfeldzuge in dem Angenbltck-z an, wo der UntersuÖungSaussÖUß fick? dahin angesvrochen habe, daß de_r Congostaatxen Willen zeigte, Reformen Vorzunehmen und doUes „Ltcht zu verbretten. „Selbst entschiedene (He ner des Congo- staates ' bqtien' der Unpartetlichkeit des Untersu :mgßaussahuffes Gerechtigkett wcdsrfabren lassen, der erklärt habe, da der Con ostaat eip großes Werk vollbracht habe. Der Minister betritt die 9§ichtig- kktt d'er Vom Interpeklanten gegebenen Ziffern und brandmarkte den Von ctner gewissen Presse zum Nnßen des Auslandes geführten Ver- leumdungsfeldzug.

„Hierauf wurde die Fortseßung der Debatte auf Dienstag nächster Woche vertagt.

Amerika.

Das Subkomitee des Aussckpaffes des Repräsentantenhauses für den zw:schenstaatlichen und ausländischen ndel hat, einer Depesche dxs „W. TV.“ aus Washington zufolge, escbloffen, dem Kongreß eme Rxsolzttton zu unterbretten, wonach die „wrezrgtutg Somwsrcs 601111111531011“ beauftragt werden soll, eine Untersuchung über die be- hauptete Ykonopoxisicrung Von Oel und Kohle durch eine Ringbildung von Etscnbabn- und anderen Gesellschaften anzustellen.

Asien.

, Trotz dcs letikcls _des englisch-japanischen Vertrages, der

bedeen Landexn eme gleiche Behandlun des Handels gewähr- lctxtct, smd dt? Zayancr, _nach einer cldung dcr „Tribune“, entsleosscn, cmcn1apantschen Zolltarif auf Korea ein- zufu ren, der dxn fremden Handeltreibenden, die Waren direkt nach Korea bcfordcrn, ungünstig sein würde. _ - Tie Hffentlickze Aufforderung zur Zeichnung auf die neue rnnere Anlethe von 200 Millionen Yen zum Kurse Von 95 ist) wxe „W T. B.“ aus Tokio meldet, gestern erschieuen. Die An- legbe tft Jahren?), der nächsten fünf Jahre unkündbar, dann beginnt dre Einlojung, d1e fich über die nächsten 25 Jahre erstreckt.

_ Obwohl die japanische Regierung die in Amerika anschcmrnd gehegten Befürchtun en eines neuen Volks- aysbrztches ?_egen die From en in China gegenwärtig mcht tetlt, soll 9, laut Meldun des „Reuterschen Bureaus“, dennoch auf amtlichem Wege die ufmcrksamkeit der chinesischen Regterung auf _dtc Ralsamkeit von Vorsichtömaßregeln Legen dio; Entwrcklung etwaiger Fremdenheßen gelenkt

qben. . Zn quing herrscht, derselben Quelle zufol. L- kemcrlci Beunruhigung bczüglich ciner Feindseli keit der CST- nesen Je en dye Fremden. Sämtliche fremdenG andten seien, obon 12 pyltttjch em von einander unabhängiges Verfahren bkobachten, txbkt'ßnstimmcnd der Meinung, daß die dortigen Bcamtc_n sowie d're Bevölkerung den Fremden pcrsönlich niemals freundlicher gc_smnt gewefsen seien als egenwärtig. In qud-Chmq bkjtelzc keine remdcnfeindliche Bewegung, die zu Zcmdscltgxcttcxt fuhren könnte. Die Unruhen in Kanton und

chax1ghm seien m Peking nicht gespürt worden. Aus der PromnzYonay verlautct, daß Mitgltkder der „Großen Mkssek“ Gescxlschajt“ eme Zlnzak)! chinestscher Katholiken infolge örtlicher Strettjgketten getotet haben. .

Afrika.

Wie dem „W. T. B.“ aus Melan gemeldet wird, Hat die Beschießung „der Faxtorei von Madr Chica „durch den Dampfer „Turkt“ ernst_ltchen Schaden nicht angertchtet; djs Faktorei selbst ist von kemem Geschoß getroffen worden. _

„. Nach einer Meldung des „Reuterschen Bureaus“ smd m Sokoto, im Norden 'von Nigeria, einc Kompag__nlc Truppen und HOfftziere von Fanatikern gctotct worden. Zur Unterdrückung des Aufstands find zwei Kom- pa nien mit 300 TrYern von Lagos dorthin gbgcgangcn. Wie das genannte ureau erfährt, _besteht dtx gctvobn: jjchs Garnison Sokotos nur aus euzer Abtctlung, Zn- fanterie des nigerischep Regiments ur_1d emex Kompagmc bc: rittener Infanterie m1t einemkMaxrmgesckwß. Es bxsßcht Grund zu der Annahme, daß dre Bewegung eincn rcligwscn Charakter Habe.

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Parlamentarisché Nachrichten.

Die Schlußberichte über die estrigen Sißungen_ des Reichstags und des Hauses der lbgeordneten beftnden fick) in der Zweiten und Dritten Beilage.

_ In der heutßgen (49.).S1ßung des Rerckxstags stand der von den sozraldemokransckxen Abgg. Albrecht und (Hen. eingebrachte Geseßentwurf, wonach1m jedem Bundesstgate und in Elfaß-Lothringen eme aus dem allgemeinen, aleichsn, direkten und geheimen Wahlrecht hervorgegangene VolkSvertretung bestehen muß, zur zweiten Beratung;

Ah,]. Herzfeld (Soz.): Unser Antraa richtet fich, bauyttachlicb gegen dio? deutsch€n Staaten nördlich des Main, da date _Sudftaaten ken bealt des Antrags bereits mehr oder ménder verwnkltcbt haben; er richtet fich also tm Wescntlicben gegen Preußen, Sachsen und Mecklxnburg. Zn Preußen ist Von der Sozialdemokratie dl? Uveit- ÖÖÖL-txk Stimmenzahl bei der letzten Wahl abgegebexn worden, a'beLunsete Partsi istnicbtdurcl) eixxen einzigenAbgeordnetendort Vertreten; mSacbsen bakén wir nur einen Abgeordneten, kräwetxd fast das ganzx Land im Rc'lcbstag-x durcb Sozialdemokraten repräjentiert wird. Ginge es naä; dem Recht, so mü,te unser Antrag unmittelbar Gesetz Werden; aber es handelt fich ist um Machtfragen. Auch unser Antrag ist nur eine Etappe auf unserem Weg;! zur Eroberung der rwlitisckpcn Macht; die Parteien dre im „Besitze der Mackpk find, Werden freiwiüig ißren Vcfi n1cht gufgsben. Tie staatérecbtlicbe Fulämfigkext unserrs ntrags _ ißt fsst- gestéslk. Das haben sogar Zentrum und Nationalltöerale, zu- Zkßkbkn, aber ["je von diesen Parteien gémachten Vorbehalte zeigst), daß man freiwillig nichts von der Macht aufgeben wi[l,„_d1e man in den Händen bat. Daß es fiel) lediglich um eine polrttscbe Macbtfrage handelt, Hat der AbZ. Semler offen zuge- smndcn. “Als in ganz éxeußcn die ArbZiter Von 1brem rer- faängsmäßégen Recht Ge rauch machten, um in Versamrrxluyßen füx das allgemeine Wahlrecht zu kemonstriéren, bat dsr ge1chart§- fi'brenke Ausschuß der benscbenden Klassen, das Ministkrium und sein CHF, der Reichskanüxr Fürst von Bülow, Armeekorxs mobilifiert und damit zu erkennen gegeben, daß es der Wills die_1€§ escbäflsfübrenden Ausschuffes sri,_ dies: Bewegung der rechtlozen

rbeiter in einem Blutbade zu ersticken. Diese Tatsachen reden „nne

dsutlichere Svracbe, als asle Erklärungen, die hier voy bürgerljcbxr Seite abgegeben worden find. Ma_n hat aber mcbx nur dje uniformierte, sondern auch die nichiuni7ormierte Armee, dxe Staats- anw:ltschaft gegen „uns mobil gemacht; aUe Flugblatter sind beéckplagnahmt wvrden. Troß des Tones, in dem wir red-n, bat fix!) noch kein Richter gefunden, diese Flugblätter zu ver- urteilexn; erst Festern wurde ein Verbreitet eines solchen Flug- blattes in Eberfeld freigesprochen; 5Yls durch dre „gryxz- artize Di:“z'wlin unserer Arkkiterscbast dre anze Dcmvnstraan in voUster Ruhe verlaufen war, bekam es glei wohl im vxeußxsckosn Abseordnetenbause ein Mitglied fsrtig, zu fragen, ob denn mcbt ge.;sn eine solcbeCrscbeinung mtt ver ganzer) Strenge des Gefeßes DMZ?- gangen werden solls, und der Justizminixter Bsseler erklärte 11ch Zamtt einwerstanden und bat eine ähnliche Erklärang noch am letzten_ SMU- abend abgegeben. Als er diese unglaubliche Prositutwn ker Jußiz vornahm, bat sicb kein Mitgxied der bürgkrlixben Partsicn dagegen erhoben. Direkte Anweixung an die _Gerrcbte zu gsben, Dazu sei er nixht imstande, erklärte der Minister und Aehnlicbes erklärte der Fürst Bülow irn Herrenhause.

( Schluß des Blattes.)

_ Das Haus der Abgeordyexen seßte in der Heatiaqn (28) Sitzung, wclcher der Justizmmtster Dr. Veseler Het- xv_ok)nte, die zrvsitc Beratung des Staatshaushaltsetats TU_r dus Etatsjahr 1906 im Etatder Justizvexrwaltung bsr dem Kapitel „Landgsrichte un_d Amthertchte“_ fort.

Zu Titel 6 (AUSgaben für dre Gerichxsschrctbexy Rendanten, IlmtSanwälte usw.) liegen solgsnde An- träge vor: .-

_ ]) von den Abgg. W18man_n_(t_1l.) und ' (anonen: Hl? StaatSrcgierung zu ersuchen, mogltchjt bald dre („Gleich- nellung der etatsmäßtgerx O_lmtsanmälte mxt dcn Volizeiasfessoren und Poltzerräten in Rang und Ge- halt herbeizuführen; , . 2) von den Abgg. Matbts (nl? mxd Genoffxn: dze Staatsregierung u ersuchen, _noch n dtcser Sesnon dw Gleichstellung er Sekretare bei den Land: urxd Ilmt§gerichten sowie der S_taatSanwaltschaft mrt hen Sekretären der all_gexnetnen Staatsverwaltung m Rang und Gehalt herbetzufuhren.

_ Akg. von Bülow-Homburg (ni.) befürwortet ass Micanttag- 1tel]er diese Anträge. _

Wg. Faltin ( entr.): Die Gleicbskeüung dec Sekretare der Land: und Amtheri te mit den Sekrexären der ällgemeinen Staats- vexwaltung ist am Widerstande des Fmanzmiüisters gescheitert. In selem Ressort hat der Finanzminister diese Gleichstellung bkrbei- *ekübrt, und was dem einen Reffort recht ist, sollte auch den anderen Verwaltun en billig sein.

Abg. Füdicke (freikons.) steht in deu1__Antrage Wkßmanzt eine Fnügende Grundlage für die weitere Prumng dex Frage in dxxr

Udgetkommisfion. Dort werde insbesondere“ erwagen sein, ob die Gleickvstellung der AmtSanwälte mit den Poltzeiräten nicht vielmehr den Justizkommiffaren anzgtragen sei. Auch dem Antrags Mathis stehe seine Partei sympatbijcb gegenüber. '

Abg. Mathis (nl,): Dem Abg. Faltin möchte ich exwxdern, BZF wir es nicht als ein Privileg der Zentrumsfraktion an*zrksnnen korznen, für die Gleichstellung der mittleren Beamten in den VW- schtxdenen Verwaltungözweigen einzutreten. Jedenfalls ist der im VMgen Jahre auf Antrag des Zentrums gefaßte Beschluß von der Régjnung nicht berücksichtigt worden, und m der Meinung, daf; dJ? Haus sich dabei nicht beruhigen _ daxf, haben, wir dxesmal den Antrag auf Gleichstelluna der Gencbtßscbreiber unt den Sekretären der allgemeinen Staatswerwaltunq einßebracbt. Ich hoffe, daß aus der Budgetkommifston etwas PofiLiVes erauskomznen wird, Und stelle den formellén Antrag auf Veuveisung der Antrags an die Budgetkommikfion. ',

Justizminister Dr. Beseler: Dre Frag? dex Gleichsielluch dck Gerichtsscbreiber mit den Regierungssekretaren tft auch an mz bereits herangetreten, und ich habe sofort Erörterungen tm

Ministerium in die Wege geleitet. Ich kann aber nickt annehmen, kaß der Abschluß diefer Erörterungen so rasch erfolgkn wbd daß ich bereits in der Kommksfion Sxxllung nehmen, könnte. Ich hoffe auch meinerseits, daß für die Gertchtsscbreiber eme Verbesserung erreicht werden wird, glaube aber nicht, daß das. schon so bald geschehen kann.

Geheimer Oberfinanzrat Halle tritt der Auffaésung des Abg. Faltin entgegen, daß im Berxkäo der Finanwerwaktung eive Aus- nahme gemacbf wvrdxn sei. Dre Aufgaben der Veamtsn der Finanz. verwaltung seien fast Von Jahr zu Jab? ganz „erheblich erweitert worden, während die Funktionen , der Gextxk-tssekretäre seit JUbrzeHnten scharf um renzt und nicht erweitert Zvorden seien. Dkk Zuschuß, den die Yustizverwaltung aus_akxa€n)€tnen Staats- mitteln erfordere, sei seit 1891 von 64 au? _8? MYLroncn gestiegen; die Finanzwerwaltxmg habe also den Bcdurrmnen der Justiz. VLLWÜÜUUJ stets in Vollstem Maße Rechnung getragen. Was die Frage der Gseiäzsteslunß betreffe,_so katie: er, der Rekner die Freunde", dersklben. kit vorjä rige Exklgnxksg der Rkaicrung nocé einem naÖträglkchen Studinm zu unterwerfen._ Sie würden unter anderem daraus erseban, daß die Verxvaltungsxekretäre durchrveg viel später als die Gerichtssekrstäre zux Anstellung Zelangten.

Abg. Wißmann (nlß: Mein Antrag hezvgliä,» d-r Amtsanwälte hält fich durchaus in etatSmä igen Grenzen. D!]: AnnsMwälte rekrutieren ficb meistens aus* Referendaren, die das sz-s Examen nicht gemacht haben. Ihr Rang ist der der mittleren Beamteg „bei den Land- und OberlandeSczerickyten. Ihr (Gehalt bclamk sich auf 1800-2400 „;ck, und das erscheint uns denn do:?) a_ls_ zu wenig. Die Tätigkeit der AmtSanwälte bat FW natzxentltch mwxge des Rejckps- gese es vom vorkgkn Jahre über dre Erwertemng dcr Sckzöffengertchte erbe lick) Vermebrr _

Gsbcimer Oberjusiizrat Frtße: 'Die JZsitzverwaltnng ist aus dem lctztangeführten Grunde kererts m Erwagqucn über etwaige Aenderungen in der Organisation der AmtsarzwaÜant sinaetreten; aber frübkstens im Etat für 1907 werden ketatUiertere Vorschläße ge- macht werden können. .

. Aba. Heckenrofb (fon)"): Wir könzxkn'dxn A'ntrag Mathis nur (UKE wärmsts untxrsiüßen und sehen in xbm LMTU All Yer aus- gleichenden Gerechtigkeit. Die Gerichtssekrexare könnczn es mcbt Zoet- stLÜen, das“; cin soxcber UntersÖied zwischen tbjnen und den Sekretaren der all- emsinen Staatsverwaltung gemacht rvtrd. ' ,

A g. Kerutk) (fr. Volksw.) kann dem Antrags Wißmann _nnr setne Zustimmung Heben, regt eine Vermehrung der AxntJamvaltHstx-[len an und untersxüßt den Antrag Wißmann aufs lcbbastene. „_

Die beiden Anträge werden darauf der BndgetkommUnon

üb€rwi€scn, der Titel wird bewilligt. (Schlaß des Blattes.) '

___-„._-

TLM Reichstage find die Geseßentwßrfx, [)?U'Cff-IUÖ die UßbsrleitUng von Hypotheken_dessruk_1€r2_rz Rechts und bstrkkéend dis Aenderung ein1ger V0r1chr1stsn des Reichsftemvel§xeseßes, wie solche v0_m Buychxat bs: schloff€n mordsn find, zur verfaffungsntäßtgen Be1chlußnahme zugsgangen.

Kunst und Wissenschaft.

.J. T*". Der Fsbruarsißun der Antbropolqgiscberx Gesell- schaft wurde micgstejlt, daß 1ch in Berlin ein Akttonskom_1tee zu):?m ersck einer nkuen Expedition nach den südlichen'ynd sxxoweitlxchen Grenzaebieten Brafiliöns gebildet hat. Dr? Expedltwn soll Von der_n Ingenieur Wilhelm Heémann (Berlin) geführt_w€rden, der die!: Gependen schon einmal besucht hat. Man hofft [ns zux Gxenze “don Bolivia und in die noch ganz unbekannten Gegenden )enketts duser Grenze vorzudringen. .

Von Geheimrat Dr. Olshauskn wurden Pöoxogravbien Von gliechiscben Landleutcn aus _der Umgegend dcs altey Mykene_vor- tlegt. (Es wurde darauf au,?merkxam gemacht, daß mh u::ter 1bnen ' vven vorönden, die dem Hermes des Praxireles abneln. Voq dem- selöcn Herrn Wurden (mch vergiftet? Wurfspeere aus Dem Gébt/Zt „des Amazonas Vorgelegt. Ihre SpiH-cn stud durcb Kappxn zum SOUL des “Trägers Vsrwakrt. _ _ _

TSU ersten Vortrag des Abends hielt der Prosenor Selker uber die Beziehungen der mexikanischen Mythologre zur Natar. Eine Zroße Rolle spielen neben Regen-,F€uer:1mk Pulque- Lxötxkrn (“d. b. Göttér Tes bkrausckxenden Nationalsetr-mess PUMP _ alk]: eine Art Dionysos-Diemt) die 400 Mondgyttcr. Dt? Dämons cker Svmkclc dcs zunebmmden und abnehmendknYLr-nres mit TM klangVOUsn Namen: Tezcatlipoca und Qustzascuatl rtcllsn die CrnexerUnq, das Wach§tum in der Natur dar. Die Fe1terer Mondgßtter fanden kéxkalb Oorzuzsweise imFxübjabrstatt. Sik_waren vynzablrstckpsn X).)?enscösnovfern bsglxitxt. Zumstst lieferten gsxangene erknglaVen das Matsréal zu diesen grausen Festen. 'In de_m Um1r45de, Daß die Erdgöttin von den Mcxikanern als in d_ie_-x3a_ut dsr Orkx-r ZC- kleidet dargestellt wird, steht Profeffor Selex _saxt em Analogqn „zum goldenen Vlies. Der Mann im Monde erjchten den Mexckanern als weißes Kaninchen. _ Der Professor Von Lujchan he- ricbtete unter Beglsitung von Lichtbildsrn über _semz , rm [28th Sommer unternommene Reise nach_ Sudasrika, besondkrs über deren anthropologische Ergxbntffe. Er war in Begleitung des Botanikers. Geheimrats Engler- Berlin und des Geologen, Professors Penck-Wiän einer Einla_dung dcr erri511 IZZQCjatiov for [116 U(LQ'ancsxnx-u'r, 0f' JCjSUCS gefolgt, D€c_ Vor- tragende konnte seine anthropologischen Studien an 200 Buschmamem vornehmen. Dieser ziemlich ausschließlich von Vtsbraub [chenden Raffe begegnet man aus dem Grunde dieser ihrer beensbeschä7tichung fast nur noch in den Zuchtbäufern der Kapkolonie. Von sinem ngi- viduum gelang die Herstellung eines vollständigen Gipsangrmss, dec Pbonkgrapb yxrbalf zur Festbaltung der Svrachx und Mußt diesés seinem Untergangs entge engebenden Stammys. Das; er nicht ganz ohne Talent ißt, bewies die Vorlage _Wn Bildsrn teils von Menschen, teils von _Antilopen, Strayssn, Elefanten, die von Buscbmännekn durcb Ansicbakung auf (chtWer- schliffen bergesteüt worden find. Durch Direktor Busch yon dr Debeers-Mine in Kimberley ist das Museum für Völkerkunde in ren Befis einer Anzahl solcher Skulpturen gelangf. Anders, _vvr aÜsm eine Menge von Steinwetkzeugen, hat der Vortraßenre selb:t an Ort und Stelle erworben und gelegentlich aUO StUkiZn (“bsc Totemiömus gemacht. Sehr interessant waren rhotograpbi1ch€ Auw nahmen von Kaffern in großer Vsrsammlung, v9n_ Tänzern und sinkt Hochzeithesellschaft. Nccbt za unterckyayen _in k“(1ch den Beobachtungen des _Vottragenxep di:? ätbioxxéxchs Böwegung mit dem Programm „Akrika den Asrtkanem'. Si? ;;“.Ot von den mit den Négerkirckoen Nordamerikas in Verbindung jtsßxnxxn Kircbsn aus. Die Ruinen Von Sunbabye und Umtale, die Profskwr Von Lusehan befycbte, hielt er in Uebereinstiuxmuna mit_ Mac Ivcr nicbt aw von _)emitiscbem Ursprung, sondern tm ©8367:va zu Carl Peters für Kaffernarbeit. Ueber das Vskbreitungsxzebixt rer bamitiscben Spracben sprach fich der Vortragknds sebr ans7übr1ich aus. Er unterscheiket fie nach ihrer erwandtscbaft mik _rern Alxägvptiscbcn, dem Bedje, in lvvifcb-bamitixcbe und bottcnkctti]che, welcbe leßtere W) nach ihrem Bau, dem Gebrauch von Prä- und Suffixen, dcr Verwsndung der häßlichen Schnalzlaute sebr charakte- ristisä) yon der anderen (Hmppe unterscheiden. Urzter den vorgéfübrtcn Kafferntypen bséaUSen K:!) eirzelne, die europaisches Blut“ in dm Adern zu babkn scheinexn vermutlich herrühren!) von JLUWndétM Europäern, die nach der Uebsrlieferuna im 17. Jahrhundert an der Küste von Natal bänfig thiff'orucb STÜÜLU haben. Heute, gehört ein: Vermischung von Europäern und Kaffetn zu den Unmögltchkctten.

“Publikum von größerem Jntercffe.

?. &. Jm Künstlerbause hat Emilie Mediz-Pelikan eine große Ausstellung Veranstaltet. SFZ ist in ibrxr _Kunst durchqus abhängig von Karl Mkdiz, der vor ungefahr Jahresfrist gleichfa116 tm Künstlerhaus seine phantastisch dekoratiVSn Bilder zur Außsteüung brachte. Nur beschränkt fia |ck) mehr aus dasßLandscbaftxtCHL uxzd bringt nur ganz selten und dann auch nur als Staff9ge thzxren m ihre Arbeiten. Aber wie Karl Mediz behandelt fie mzt Vorltebe hie Gebirgßwelt, die öden Gletschkr, die Akan mit tbren knorrza- phantastischen Formen, die starren, unberveglkchn Felsxn oper fie gtbt weite Ausblicke auf das MM. Bei dieser Abhängigkeit, dre fich über die ganze Axt der Auffaffunß. dc: T?chnik, Za dc-s geistigen Erle-sz erstreckt, ißt es erstaunlich, das; die Urbskten nichts Flaues besitzen, sondern daß ihnen im (Hsgenteil sine Art Von innerer Kraft LiJen ist, dix: wir sonst nur in ÖL]! Werksn selbstänxig schaffender Künst erzufindengcwobntfind. „Emiika Medis best tchkix'el- [QI eine ungewöbnlkch starke, dekoratimx Bcgabxmg. Es ißt zu be- dauern, daß fie s'ee nichr zu anderen Dingen DerWendct. als dazu, große, Pbantasüscbe Landschaften zu malen, di:“, nur unser Foran, aber nicht unser Natnrcmpfiuden befxisdigcn. Die großen inien und Weiten Ausblicke einer framdartigén Wklt stehen Uns fern; wären sie zu dekorativxn Zwecken bc-nutzt, sei LO im erchschmack, in Stickereisn odkr ähnlichen * ingen, so Wükdkn wir fiL restlos genießen können. In der Landschaft th unser Strkbm immer mchr auf «9-5,de- Lrundskunst, intime *.tffuffung 1th rcicben SjimmungMebaLt. Die

arbén der Künstlerin smd" tief, kräftig und barmsnisck). Die Jxoße Zahl der öfter untereinandkr sehr äanichckn Arbeiten ermüdét dcm Bescbauer.

Das Rissen emäldc Von Charles (Hiron „Schwingspisl in den Bergen" blei t, troß guter Einzkxlbsiten, ULI Ganzczs do:!) [ear nnd unbefeelt. Dem Kranz Vyn Znschamrn fehl! dée Lebendige Wärme, fie fißen gleichsam in erxtarrter Ut1bcweglichk€it,_ auch da, wo dEr Künstler Leben in die ('.-«Jr-„xppen zu _bringkn vxr11:chte. Daß in dem Saal des Künstlerbunses in déyssr auf große Fsrnw'xrfung berccbrxcjsn Riesenleinwand die Ausführung in einzx'l-„jen Parki-én )ehr rob cr- scheint, ist VZrständlich. Ju cinSm derGrößé dez Bilch axngxnesscncn Raum würde: dasforxfallen. Zn dén Nyb€nsäksn ist Von dcn Künßlkrn nur Wilhelm eldmann zu erwäbnkn, dLC Lémé Axlzcxbl Von Lg.;d- schaftSsjudien in astel] gc-sandt bat. Einfaéodeit “oer Anfs'affung, Zcine Stimmung und ante Farbemgkbnng zeécbncn dis Bildch-n aus.

Selm: infereffants ältch Arbsixcn ex11bält dcr Salon Von Mathilde Rabl. Das gezei-Zvnkte und [€ichk gkxönka Porrrät Lixläk jung?“ Frau Von Menzel aus d(m Jäbrs 17545 ist bssor-de'ré bcxkkr- zuhsben. Es ist 000 jsnes inniakn, lichenSwürdwen quberés, xxx," di? Bildniffc Menzels aus Fisser Zcit QUSZEZQcht. Feémcr intercM-rt eine Maria Magdalkna Von Lenbach dT? auI dcr jüngsten Zeit stammt und besondsrs ßroß-xn k0107€'*11sch('n Nkiz brfixzt. Auch O 4). Engel und Wilhelm Hng-xr find 11151 lisbenSrrücdigsn kleinercn Arbeiten yxrtreren.

Auch im Salon wn Ksller u. Reiner ist 8an neue Aus- steUung eröffnet. In stilVOlLer Umgeknnsx smd Bilknéffc von Otto von Krumbaar und Plastiken Von Rudolf Machse auSgesWUt. Beide Künstler VßktrLt€n_ dsn gu_t7n DurckpTÖnitt Mit anständkzxm, jechnisckpem Können und. xxxmyakbi7chsr Anff-ssxxnx, w1ck..c das; fck im stanke sind, Yem Besäxamr cin [i_kéfcrks Interes: abzugewinncn. Immerhin dars man Ls nicht gering 1ck3ä39n, wenn die Bilder Krum- baats ;. B. eine Fleichmäßigk, gewifferbafte DUrckpbildung zsö;..;€n. Wird er auch dem Menjchen, der Persönlichkeit nicht .;erécbt, TEL"- 16 t er d0kb nikgknds und blsibt immér Vornxhtn und geschmackxoü.

arcuse stellt Porträtbüsjkn u:»1d klkinc onuzsgruvvsn (1115- (Es ist die erste, größere Sammlang von Plamikxn, die disjec Wintcr bringt. Di: Plastik mybr noch als dis SÖwarz-Weiß-Kunst ist ein Sikaf- kind des Publikums und der Kanstsalonks.

AusstellungZWesen.

In Nürnberg wird Mitte Mai (111€ bavsriscbc JUSLläUmso ausstellung eröffnet, über di: Skxne KÖUis-ZÜÖL Hobcit der Pxiwz- Regent das Protektorat Übernomm-Zn hat. Der Lxlikkoldbain biidut das eine halbe Million Quadratmeter großs AuIsteljunzß-„Jelände. Das Ganze ist ein Féstplas in großem Stil. Ein TorbaU VSkmiktklt dyn Z::zang zu éinsm groß?" Platze, „1:1 dyffsn cinkr Scite raS .Öauxtgébéxxke liegt, während gege-züöer fixh mit brsitZU Txrraff-xxxanlagen “Las Haurtrsstaurationsgebäxxd8 awxbrxitct. Dazwisckxsrx wxrken ;[1- absnrlick), elseriscb kUrck-stcxblt, die WM:!“ x:.“ér „jrx'Z-xn Brunnxn- akkus? anfkchießén. RrÖ-Z :D.". :I! ZZZ? ;rü?! ZZ", ks: staatl'äxxn ForstauxsteÜMZ kieneuker Bau berxb. "F:“. T?! F::Z";Z::."; k?! *":Uk ausgewrocbknen HULUD: [ixz-xx'. 73! Rxéxe: I;,“ [:rzzekr. ZZZ

Maschinenba0e uod rie mik TEU,.KUUÜYÖTIIÖZZZYTT :*-:"*.;.-:sr'.? F::"x- halle, wabrsnd, durch xartnerk'cbc '.“Tmlagxxx :*;x'. x:;'-:: (Izééxrkn getrénnt, Da? die AstteUUxxg-Jn ch Ztaxéz ;Möalxcnrc m:r*.::mx:.:;le

Abschaß ZiZD-ét d:? ké-x Ausktssäxkg der Nürnbérgsr Staxxvsrwaliuna fzffsnké Nürnber “ZINK mit seinsm in alrertümlickyén Formen gkluxlt-xxxn Hinterßznsz. Awessbxn von dkn bedeutenden Auösxxllung-Zn kes Staats und Der StadtNürnbsrg sowie der Kunst, wird die Ausstclluxtg in 22 Grarrkn zerfallkn, von dknen jede !ür s7ch gxscbwsstn (mfrrixt. (Letrknnt von der Industri? wird das Hmch-rk aufjrkt-Zn 11110 wisdkr für fish das Kunsthandwerk zu_r Auijellnng Kelangen. Die groß:" Räumc _ das Hauptmdustrieqebande ist gegen 30 000, di.: Maschinmballc 900») und Das Staatsgebäudé _Über15009km groß _ wsrdsn bis auf den leßten Play g€fÜUt 1ein. Die Zakiyl dsr Auéstkller wird fich auf rand 3000 belaufen. _ _

Literatur.

Auch die 5 Likfecung BW 17. Fakrsanng dsr „K;:nkr unserer Zeit“ (Verlag Von Frau:, Ögnf'“t.1:n,;xl in M'ercOen; jäbr1ich 12 fote zu je 3 .“; Einzelbxf: 4 „E) i'“: Adolf L'é-erzel acwidmet. Das Heft enthält 6 VoUbtiTér und Link groéeé Anzahl Tertbilder nach Menzelscbxn Gemäxmn Und Z::écbnungkn. Untsr TM ersteren seien treffl_ichc Nackobilkuxxgen (“LI Eissnwal;w:rfs, der Pro- zskswn in Hof-Gajtsin, TZI Hirtcksgéchks im B;:linsr Zoologdcixcn Gatten, cm 'Usckérmittwocb und des Biérgartens in Kissinzen berwr- „akboken. Der literarische T_eil smtbält den Schluß des Gedächtxjs. bildes Menzels Von Franz Yermann Meißner.

Land- und Forstwirtschaft.

Die Nr. 2 des „TropenvflanzerS“, Organs des Kolocxéak. wirtschaftlichen Komitees in Béklit], Umter ken L::xden 40, entk*€[t eimen Aussay Von rofcffor Dr. Hans Winkler in Tübingen über die Kultur des_ okastraqcbes, besondxrs in Jaya, Der Vcr- faffer gebt ausführlich auf die Kultur der Pflanz“. ein, die Tas Wettbokle Produkt Kokain lieferrt. Zivikinssmsur Hubert BI-fen schildsrt in einem unt Abbildungen vxrssbenen Attik-l die Kawar- bedingungkn der Ramie, eknsr Faservflunzc, die i-1 weréchisdenen Tmlcn der deu11chen Schutzgebiete mit Erfolg angébaut werken kön 73. Bocken ist der Ansicht, daß d_er Arxbau einer so dankbar-cn und n:":xrlzsbsn Pflanze, wie es die Raxnic i1t, vwlm Pflanzexrn [Wxntcnkcn Gew nn abwerfen würde. Es 1ei fehr xvabrsch-3inlich, daf; ric Kultur diescr Vöhmeria über kurz oder sang_eme gr.:ße Anschnung gewinnxn und daß ihr Produkt, die Ramiemjer, cinen sxbr [3670.1tcnden Hand.» artikel dcs lettxtarktes bilken Wiéd. Tc: jeyt bcso-tkcrs wicht,;cn Kautschukkultur ijt Ein ausführlicher Ansszß von Kurt Busse gcwikm t dEr speziell die Bedingqu für dcn Anban der ["im“ (11:12,th in Del (Sumatra) behandklt. er Verfasser weist aaf dks B.d8.1tunq b'n, dic dieskr Kaus chukliefcrer für_die Kultur bat, und ist dcr Anficbt, Daß nahm der eyea (dem Lieferer dcs Wrzü,*;lich€n Parakautscbufs) «W) die Fxcus be? Kulturanlagen bxrückfichtmt Wkkditl xrüßxe. Ja cknkm weiferen Artikel will der Verfasser auch an." dée Kultur der Um-Sa draziljczygj“; eingeben. Angeficbts rer Wichxégkeit dcr Kautschuk- vlautxßenkultur, Für die „Der TrkpknpflUwcr' seit_vielen Jz'uren e'xntritt, erscheinea Artikel, wie des yon Russ, am?: für das weitere In der !täcdigen Rubrik .Koloniale GSTeUschaften' kommen dieSmal zur Besprechung die

Gekäud€ 11851. Den