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Ich möchte noch einen Fall hinzufügen. Der Beirat ist in einer Frage, die nicht die Preise beimf, auMabtnömeise einmal zugezogen worden. Da handelte os sich darum, beim Eisenbahnmte oder der Eisrndadnbehörde vorstellig zu werden wegen einer Frmbtveryüwug fiir Sprit umi) Hamburg. Diese Vergütung ist, wenn iib nicht im', nicht gewährt worden. Es besteht aber cine Spezialtarifiernng für Sprit vou Posen nach Hamburg. Tadim'b ist die Zrniwic in der Lage, zu außer- ordemidd giinstigen Frmdtsäxxen nach Hamburg zu exportieren. Dis Oüdeurscde Spritfabrik. dir in Berlin ihwn Sis hat, hat diese Frixidrveiyiinstigung nicht. Wir haben uns damals ganz rezedriv i'erdaitcn, weil die Tarificrimg und die Frachtsäße unserrr Mrimmg mud nicht direkt in die Tätigkeit des Beirats hinein zicdörtcxi, wril wir auch über die einschlägigen Ver- hÉimiFe uickxt hinreichend orientiert waren, um Stellung ncdmcn zu können.
Gesäzäftsfüixrer der Zentrale" für Spiritusverwertung Uxixuereriin: Meine Herren, ich muß die von Herrn Swim? berührte Angelegenheit bei der Bedeutung, die fie hier géfundcn bat. kiarsteUen, selbst auf die Gefahr hin, daß es etwas Zeit kostet. - Es wurde die Statistik für den April am 13, oder 14. Mai bekannt. Nach Erscheinen der Sta- tistik traten wir in der Geschäftsführung zusammen, um zu der Situation Stoliung zu nehmen. Wir referierten dariiber am 15. Mai in unserem Auffichtörat und in dem Brenner- ausschuß getrennt. Am 16. Mai trat der Gesamtausschuß zusammen, und es wurde vorbehaltlich der noch einzuholenden Aeußerung des Beirates der Beschluß gefaßt, die Preise herunter zu sexzen. Der Beirat wurde darauf sofort tele- graphisch eingeladen und gehört. Er hatte nichts einzuwenden und die Reduktion der Preise wurde alsdann bekannt gemacht. Also, meine Herren, von der Reduktion der Preise haben wir drei Geschäftsleiter des Syndikatö am 12. Mai iiberhaupt noch nichts gewußt. Ich glaube, das iUustriert am besten, daß der Agent Haßforih, um den es fick) handelt, von uns eine Instruktion in der hier angedeuteten Richtung nicht bekommen haben kann. Soviel iiber den einzelnen Fall.
Unsere Agenten haben «» ich kann das den Herren Ver- tretern der Regierung auf Verlangen nachweisen »- die In.: struktion, keinem Kunden zu einem Abschluß zuzuratcn oder den Kunden vom Schluß abzuraten. Bei der Stcüung, die wir in der Industrie einnehmen, müssen wir uns jeglichen Einflusses bei Abschlüssen enthalten. Hier in diesem Faüe liegt es folgendcrnmsxcn. Die Firma Mühlcnz kaufte von der Firma Kahibaum in Berlin. Die Firmen Kalxlbaum, Eisen- mann und dir Spritbank haben den selbständigen Verkauf ihrer Produkte über ganz Dcutscküand fic freuen ilxrc Agenten selbst an und soßen sie selbst ab. In diesem J'aUc hat die Firma Kahlbamn den gleichen Agenten wie die Zentrale, nämlich den Hcrrn Haßfortl). Der ganze (Ycschiiftsvc.rkcl)r mit der Fimna Miihlcnz wickelt sich dirckl zwischen ihr und der Firma Kahlbaum ab, obne. jede Mitwirkung der Zentrale. Ach, was in diesem Geschäftsverkehr vorgeht, cnizicvt fick) voliständig der Kenntnis der Zentrale. Wenn cd wahr ist, daß der Agent Haßfortl) der Firma Müdicnz gesagt hat: Wenn Sie nici)! abschließen, dann riskieren Sie, keine Ware zu bekommen, ---- dann müßte, sofern es die Firma Mühlcnz vcriangr dicser Agent entlassen werdcn, und zwar nicht nur scitons der Zentrale, sondcrm (Wii) scircns der Firma Kadlbaum; denn er dat instruktiondwidrig _acdandclt. Ich habe dior zufäliig cin Zirkular vom “Januar 1904 znrHand das war also ein “Kahr vorher «, worin es ganz genau heißt, das wir fiir ach Unsere ständigen Wmcbmcr stcis die Ware in ?)icscwc balkon. Keiner unserer ständigen Abnehmer hat zu riskicrcn, das; er die benötigte Ware nicht erhält.
Parfümcricfadrikant Kommerzienrat Oskar Lodsc Vcrlin: Meine Hosen, ird ontc mich nur gcgrn diesc *)icnßcrnng des Herrn Dircktdrs Stern vorwaln'cn, „?ck ddrtc jiowmaid die Sache wcgcii dcr Preise vorgedrackii“. Moine Omron, ich
mußte ddcd dcziigiikb weinor Promi)? (mf dic Vrrisr cingcdcn, ;
denn ich imdc ais Vorsßcndcr des Verbandes Deutscher Parfiirncricfadrikauten den Auftrag von 911021 Miwiicdcrn, dies zu tn".
Dann meinte Herr Stern, wir kdnntcn ddcd dir Vreisc
unserer Wcugniffc erhöhen, da die VaiÜmcrirdrancdr cine *
Lnrusbranchc nuirc. (Direktor Z. Stcrn-Wcriin: *Das ist vin
Mißverständnis.)
teuer oder biliig ist. Dann [mbc ich mich darüber imznfricdcn crkiärt, daß dor :pimms 5,471. billiger geworden ist. Ick habe den Iiußdrua'
zu hart ist. „
Vm“ «nen “Dingen möchte ich mir“.) dagcgci: verwahren, da;"; die Prirfümcricbrancdc ais Lurnsdrancdc dingcstcii: wird. Sic i'": eine Vcdarfädrambo. Es "wrden rcxxrcrc imd didigrrc “Ware“ dcmakdr und wir haben von Frankrcird große Kdn- knrrcirz. Es wird Jdncn doch bekannt sein, dax"; Frankreicd
Preisrr: mrkachw zi; denen wir verkaufen kdnnm. Md Qs bcrrscd: dard MMO? nord ein leises Vorurteil fiir “Jr.:rikrcicd; fcidst dri drr 1167727“. Fabrikation wird die dcmsrdc Jiidiismc immer noed, crwak- drkrirnxU. Aber das; Frankreich i:“. Trxrird- iand fadrizicm, iwd: ;ck.
Die Lieferung an da? Drck-dcncr chemische Laboratorixxm darm ick) mir dcsvaid eriaubr zu crwiidnen, weil Herr Lirxgrcr ec; gcwiinicb: dai, daf; dicie Sacdr dux“ zur Sprache kommr, dami? dic Vroisr auch dem Imandr zu gurr knmmrn, wie er sic Nack) dcm Außiandr dczadir im:.
Srdiirxr, Direkwr der Firma Ferdxndnd Miidirnd Edin a. Nd..- de minim Sir niän menu:“ auidaiicn mus; aber
ein gehen .
hade gefagr, Herr Haßford Ua: mrcd von den Beririircn, dir
dic “J-irma Kadidaum gogcdct; dam, in Kenntnis geicxa. Harr Z :ckng
: gricgondcii
. Meine 'NWM“ das smd MUELWWMLÜNL Urruninq-Ndirwrii' Meine Herren ird bin dir"“ ais "ier emen und denselben Preis davon, gleichviel, od dcr Spirxrus ? dreirr rimr ??TMQ die“ W chemischen, "endustrir andcbörr Kuni" ' ' . - “( -l / , '! * ' **
* dir aüiädriicd cin dcrrärbilicbes Quanrum Fsiniprii verbrauckn,
xxo"
Haßford hat überhaupt keine Aeußerung getan, die mich hätte er hat nur gesagt: ich bin gar.nicht, wie die Sache ommen wird. Nun können Sie fich denken: wenn ein Agent zu mir kommt, so verhandle ich mit ihm, ich bespreche alles. Da ist zur Sprache gekommen, daß die Möglichkeit vorliegt, daß keine Ware auf Lager sein würde, weil doch eine Preis- erhöhung seitens der Zentrale beim Terminabschluß vorgesehen war. Herr DirektorUntucht fragte mich nach dem Namen Ich habe ihn genannt und dabei ausdrücklich gebeten, dem Manne keine Unannehmlichkeiten dieserhalb zu machen, denn er hat mich, wie ich offen gestehen muß, nicht Herren, meine Entschlüsse Nun hat Herr Direktor Stern eben gesagt: der Mann wird ent- Meine Herren, ich habe mich hier offen geäußert, ich und ich weiß ja noch nicht, ob sie veröffentlicht werden sollen; darüber Aber wenn der Agent des- wegen zur Verantwortung gezogen wird, so ist das meines Erachtens nicht recht, und *ich muß unbedingt verlangen, daß die Herren von der Zentrale mir die Verficherung geben, daß der Mann nicht weiter zur Nechenschaft darüber gezogen wird. Es wäre nicht in der Ordnung, denn eine Schuld trifft ihn Jeder Agent äußert seine Meinung dem be- gegenüber; das ist doch wohl immer so.
Vorsißender: Meine Herren, wir haben hier nur die sachliche Seite zu erörtern; soweit in Ihren Mitteilungen fich werden Sie bei Durch: geseßt werden, fie eventuel]
veranlassen können, abzuschließen; ar nicht orientiert, wir wissen
des Agenten.
Denn, meine
weiter beeinflußt. ich lasse mich nicht beeinflussen.
find doch immer frei;
lassen, habe Geschäftheheimnisse zur Sprache gebracht,
werde ich mich noch entschließen.
weiter nicht. treffenden Kunden
.Geschäftheheimnisse befunden haben, ficht des Protokolls in die Lage als nicht zu veröffentlichcn zu bezeichnen.
Was die Mitteilung des Herrn Direktors Untucht an- langt, so habe ich sie nur dahin aufgefaßt, faüs er so vorgegangen sein soUte, entlassen werden müffc. Ob Sie ihm persönlich den Namen sagen oder nicht, ist eine
Sache, die uns nicht unmittelbar interessiert. Ick glaube also,
die Frage, ob der Mann gemaßregelt werden soll oder nicht, können wir aus unserer Debatte ausscheiden. Das ist eine innere Angelegenheit der Zentrale, in die wir uns nicht ein- zumischen haben.
Prokurist der Firma 0. A. F. Kahlbaum Kaui-Berlin: Ick) möchte nun zur KlarsteÜung bemerken, daß Herr Direktor Untucbi nicht berechtigt war, zu fordern, daß die Firma Kahlbuum den Vertreter entläßt, wenn die Zentrale iim ihrer seits entlässt. Die Firma C. A. F. Kahlbaum hat das Recht, ihre Vertreter selbständig anzustellen und zu halten; wenn sie finden würde, daß der Vcrtwtcr Haßford ihren Intercffcn und Absichten zuwider gehandelt hat, wird fie selbständig dariiber entscheiden, ob sie ihn cntläßt oder nicht. Die Geschäfts- leitung der Zentrale hat nicht das Recht, der Firma C. A. J. Kahlbaum ohne weiteres vorzuschreiben, fie hätte ihn zu entlassen, (Bravo!) '
(Heschäftsführer der Zentrale für Spiritusverwcrnmg Unturht-Vcrlin: Ich habe das, was Herr Kaul eben sagte., auch vorhin außgeführt, nämlich daß die Firma Kahlbaum ihre Vertreter selbst ansteiii und fcibst entiäßt. Wir geben ganz konform. Ick babe bezüglich des Vcrtrciers Haßford gesagt, daß, wenn fick) die Nichtigkeit des vorhin Mitgcrciirrn
dcrausstcÜt, dic“ Konseauenz dir sein wird »» nirdi, das; wir ca; von der Firnw Kadibaum verlangen «. dcn Vcrrrcrcr zu
cntlaffcn. Die Firma Kadldaum wird dann selbst die KQUsOÜULUZ zicdcn müffcn, dcn Vcrrretcr zu emiaffcn, sofern die Firma Miidicns os vrriangi, Das Urteil in dieser Beziehung liegt in den Händen der Firma Mühlens. Ick giandc, gewebter kann ich dicken Fal! nicht behandeln.
Vorsißcndcr: Ich betrachte diesen Fall ais erledigt;
das ist eine iUrcrnc Angelegenheit, dariiber müßen fick» die ; Zu der Aw umfax». ? dic chtraic nicht crisricrtc; ; Bedarf harte, ; Zuiudr des Spirirus an der Börse nicht immer gieird deäen, Das Wort dax zunächst Herr 111“. Antrici".*- Or. Anrriri-- odnc I'M Mucki zu dciinrudigcn, und ck WU auch_gcwödni“ich ; die Folge, dax; de'. wichen Nusrragcn dre Prem uunörig
_, iriegcn, um sofort, nachdem der Bedarf gederkr war, wieder zu Direktor der Vereinigten Köin-Rottwciier Vuivcrfabrikcn [ MUM" Edcnw .ng war 9.2“ der ÄMLWM WWW mdgiick), * ' ? von etwaigen niedrigen Vreden großcn Nußcn zu ziehen, weil
; dann eben gerade keine Aufträge voriagcn, und bei den
.Herren unicrciuandcr verständigen. (Bravo!. dcr Varfümcricindustric wird dass Wor: nici): wcircr vcriangt. Wir können sic desdaid pcriaöcn und gcdcn iibcr zur
cdcmiscdcn Industrie im allgemeinen.
Vork]: ist nicht anwesend.) Darm erchc ird das Wort Herrn Breuning,
dad ür von der Zrntraic fiir Spiritusncrwwiung soir liingerer
! 1 K - q' “ ' J“ * 1 " , s | - rigoros gcbrambt, der «1116 der Korreirmndmx drr anderer. ;" OV,“ WMW- “ZÖ- “MSM AMW *erMJde Punkte „M F Herren stammt" ick) bitte nm Cdtfeiwl'di uni wenn er crwas : bcxug auf M PWSWMK der Zentrale, M „Onde dcr VMM“ :* ' “ “9 Z““ ' "* ' 'die starken Srdwankungen dcr Preiic usw. zu erörtern; ici) ? , M,- w , _ _ glaube aber. ird darf darauf im Zntcrcffc der Zcireriparnis ? keiner "R"." “WMV WW- . -„ . - machen mußte, wurden 1chsali§ 16711211 ersulld Wir onen
ohm wrirrrcd vcrzicbren, denn ich könnte ja nur bereits
Ecsaqrcs wicdcrdnicn, und ich möckm mcinersoirs ““ihre Aair“ . ., , „ . . “ '“ O ; PreiScmdcrungcn wahrend der Saidon eingcd-xn,
nackxdem eben ein mutmaßiicher VMS festgesesr wurde, inner- ? daib dL!“ eigentliäzen Kampagne eine Erhöhung oder eine Er:
M, nach meiner 'Zckjäßunq ungcfäbr den: niedrigung eintrai. :Die chemische Indusxrie sieht ein, daß bei
„“ 591.1in Boden?? im: und fas: zur solved Zeit wie wir gckaufr ; „4 bezw. Qffcrtc bekommrn bai, cinen Vrcié: dar Jamon sollen, :* ' der um :) Mark böimr war als der Vrcis, den wir bczabU
. . . € “maden. Ick) kann 142 die qucn imgcch. * *
Nicki: [ängcr cis adidiu: notwendig in Anspruch nehmen. Ich möckur mir deshalb gestatten, nur einen Spezialfal]
, . . , . * , , . . -“ ' . S WM “14 drinnen, dcr dahin qcm, daf; cine uns dr "“rx: 'Und fad“; , l 1 * K _ - TW ;! x 7. “ * m «„ Mcd.- r && „iert a !( Jmnkicird kann zu irriyciden 4, freundete ZMbUk
Ick) hätte ja nun für meine Versnn oder„ für meim“
Firma oigcnriicd keine Veranlaßung,
in dem anderen in Fäffrrn dkzogen
und o:; mürdr dann noch eino Diffcrenz vor. 1,50 44,3" bleibén, in bezug am wcirdc dir befreundete Firma sckyiecbrer daran isx
daß der Mann,
, mii Material versehen.
: Preis? anzubieten.
*) Dr Amrit! KIT seine Ausführungen naävxrägiiäö ichrfftlich . „_ ' . _: ne fich dort haben entwickeln können,
als wir, und ich kann dem Wunsche, gegen eine derartige ungleichmäßige Behandlung derselben Branchen, derselben Industriezweige von seiten der Zentrale zu protestieren, wie ich dies hiermit tue, um so mehr entsprechen, weil ich mir sagen muß, daß man das, was man heute unseren Freunden tut, das nächste Mal uns selber tun kann, und wenn wir heute besser daran sind als unsere Freunde, so smd wir das nächste Mal vielleicht schlechter daran.
In bezug auf die Sache selbst möchte ich nur das eine noch sagen. Es ist schon mehrfach gestern und vorgestern ausxzesprochen worden, daß bis zu einem gewissen Grade die Zentrale ein Monopol“ darstelLt. Ein Monopol ift allmächtig oder jedenfalls sehr mächtig, und es sollte nach unserer Nuf- faffung nicht vorkommen, daß ein Monopol einem Abnehmer seiner Ware es zu gewissen Zeiten unmöglich macht, sich zu decken, sei es, weil er Meinung für den betreffenden Artikel hat, sei es, daß er fich dscken will, weil er einm Lieferungs- auftrag übernommen hat, den er unter allen Umständen er- ledigen muß. ES ist aber häufig vorgekommen, daß es nicht möglich war, von der Zentrale auf Termin zu kaufen oder auch nur Offerte zu bekommen, und das ist ein Punkt, der auch ganz wesentlich mit eine Beunruhigung des Geschäfts zur Folge hat. Ich hatte von der Auffassung gesprochen, die man in bezug auf eine derartige Macht, wie die Zentrale es ist, haben muß, und da soÜte man es für ganz selbstverständ; lick) erachten, daß man in die von mir erwähnte Notlage nicht verseßt wird.
Dann hätte ich nur noch in bezug auf die Preise zu be- merkcn, daß man es als nicht richtig empfindet, daß die Preise, wie ich eingangs erwähnt habe, so verschieden find infolge der Maßnahmen der Zentrale, weil man fich ja da- durch sagsn muß: man ist genötigt, zu handeln, zu feilschen, wenn man einen Abschluß machen will, während ein Monopol » und das ist doch mehr oder weniger die Zentrale - doch ganz einfach sagen solite: das kostet die Ware; wenn man den und den Bezug macht, wenn man das und das Quantum kauft, dann hat man den Preis zu bczadlm, und wenn man weniger kauft, muß man etwas mehr bezahlen. (Einwurf; Rabatte.)
*Die ?)kadartc harte ick) gar nicht erwiÖnt, weil die nach meiner Ansicht gar keine Roiic spielen. Die Rabatte werden gegeben, wenn jemand ein gewisses Quantum bezieht; ob das aber so und soviel „Hunderttausend odcr wieviel sonst ist, spielt auch keine Rolle.. Ich versönsiä; meine, wenn die Zentrale Navarro gibt, wird die Rabattftage nur in der Weise be: handelt, den Abnehmer fick) zum mindesten für zwei Jahre zu 7ichcrn. (Sehr rirdrig!) Ob der Adnehmcr nun Nettopreise ohne Rabatte odcr Rabatte gewährt bekommt, sei es für ein Jahr, sei es für zwei Jahre, so wird er in dem, was er zu bczahlcn hat, einen nennenswerten Linrerickiicd su!) nicht heraus- rockmcn können.
Pr, Bannow e_ckcmische Fabrik C. A“. F. Kadlbaum'p Berlin: Der Vorstand des Vereins zur Wahrung der Jntcn-“ffen der chemischcn Industrie, Herr Direktor Holz, hat mich gebeten, die Auffassung, die dieser Verein von der Wirksamkeit der chtraic hat, hier kurz darzn1egcn. Das ist schon im großen und ganzen gesckicdcn in dem skiirifriirdcn Marcriai, das Ihnen zur Verfiigung schr, imd iw mdcdic mir m:r- criaudcm, dem noch einige Woric dinzuzuiiigcn.
Ick mdcdtc dcmcrkcn. daß die Öcmiirdc Industrie bcrrcffs ihres Spiriruskonsums dicifard in einer anderen Lage is: als
, andere Industrien, die weiß idrcn Bedarf gleichmäßiger dc- zicbcn und vcrardritcn können. : sebr häufig mit großen Austrägcn rcwncri. dic plößiick) an 52 Z dcrann'cton, vicifacb fiir den EMM, aber auch für die innere ? Industrie, dir es jrdock) nicht gestarrM, das March fiel;
“Die cdemiscbe anusrric muß
lange vorher zu dcicdaßen. EH ii: add. dcr Bedarf ein durch- aus sprungwriicr und scdwankendcr bei dem gleichen Jahres- Dicsrr Umstand war eine große Kaiamirär soiangc denn wcnn man einen soicbcn konnte man iim nariiriicd bei der ;rngiricdcn
schwankenden Spirirudpreiscn konnrc man sick) nicht im voraus Ick muß nun gestehen, daß in diesen Zuständen durch das Eintrercn der Zentrale cnrsrbicdcn eine Befferung erfolgt isi. Jm bezug auf dir schnene uud prompte Lieferung zu annehmbaren Prciscn kann man der Zentrale in Die Ansprüche, die man da
auch bier nirin auf dir mehrfach gerügren und übwcaus Läsrigen darauf, daß,
einem Yrtich, der so von der Gans: oder Ungunst des Wetters abhängig isi, soirde Aenderungen fick) nicht ganz vermeiden [offen.
Mor in einem anderen Punkt;- bat die chemische Industrie
das zu erörtern, wcnn € docd große Beschwerddn gegen die Zentrale zu erheben, darüber ird nicht extra von unseren Freunden darum gcbetcn worden -. . . - . „. . . . ' w&rc, dicse (Twiegcndci: zu bcniißen, um den Fal] zm Sprackw ; "ck M"“ MMM" MUMMM har, inesen WLWZ ms NUL“ ZU bringen. Nuri) meinar Nuffaffung Tier]? dir Sacbt' io, daß „* . .. „ . . . ; fi'rr dir Zchrair Frawxuntersckziadr nicin in Vorkurs): kommen Ö ßxporibcirredcn .dU_ ÜLMUÖM anuxrrienzni „Verbindun'g zu I Es besteht nur dcr Unterfcbiod, da?; in dcm cinen Faüc der ) WBW und mmdcvtenxo diesen VRML)?" den SUMME zu IWM , wai: “in Bassinwagcn. ( ' “ *!*“ * 1 ' * ' ** , 7-4 s' " _
doch nord kurz cru? dic Nnrwnrr dw; Herrn Dirckwrß Stern - wrrd. Ick MUM M* rintkrjrhted, d& da-.n “WQ“ UM 30 “R“
ch dadr nur den Juli Haßfurt» zu vrisdigcn, ; wnrndcr .Prrr Direkrm Uniurdr eben geivrncden [mr. Fri; ?.
nämlich, daß in den Zeiten, wo zuvie] Spirirus da war, ÜL
[und zu cxportieren, ansmri fick) mii dan Spiritus verarbeitenden
Dit: Industrie würde ihn
*Scbr richtigix Dadurch, daß ste das nicht
virliacd imb-m nehmen können.
Z getan bai, im! die Zentrale dad Ausland ganz unnötig gestärk- 5 und wir halten da?:- für einst: voikswirtschastiick) sehr schweren F Fedier.
_ Es ist infolgedeffen nicht nur dahin gekommen, daß das Ausland fick; diefer Industrien hat annehmen können, das; sondern die Spiritus-
jndustcie selbst ist ja indirekt dadurch auch geschädigt, denn das Ausland hat fich von uns mehr oder weniger unabhängig gemacht. ES wäre also sehr zu wünschen, daß diese Sachen ck Zukunft nicht mehr vorkämen.
Dann beschwert fich noch die Holzgeistindustrie über das Vorgehen der Zentrale in betreff des amerikanischen Holz- geistOS. Der amerikanische Holzgeist war bis vor kurzem nur ganz beschränkt auf dem deutschen Markte. Die deutsche Holz- Zeistindustrie, die sehr großes Intereffe daran hat, hat es Junior verstanden, das Eindringen des amerikanischen Holz- deisres in den deutschen Markt mit Erfolg zu verhindern. Den Änfang, diesen Zustand zu brechen, hat allerdings, wie ich xirdt verhehle, die unglückliche Trebertrocknungßgesellschaft (:(-macht, aber fortgesexzt _ behauptet die J'ndustrie_ - tat es wir Erfolg die Zentrale, die es veranlaßt hat, daß ein ganz erheblicher Import von Denaturierungsholzgeist oder Holzgeist Überhaupt in Deutschland hat stattfinden können und statt- :?kidct. Dadurch ist zwar die Zentrale in der Lage géwesen, ftw ihren Denaturierungsholzgcist um etwas billiger zu ver- Waiérn, fie hat aber nicht nur den ganzen deutschen Holzgeist i.". demselben Maße entwertet, sondern - was noch viel Wiimmer ist - fie bat den ganzen Rcin-Mcthyi, dcr haupt- fodlich in Deutschland erzeugt und verarbeitet wird, auch e::wertct.
Eine weitere Beunruhigung der chemischen Industrie findet dadurch statt, daß die Zentrale, wie man allgemein annimmt - ich habe es nicht genau ermitteln können, die Herren von der Zentrale werden in der Lage sein, Auskunft zu geben », damit umgeht, im Froihafcngcbict in Hamburg selber eine Schwefclätlgerfabrik anzulogcn. Es ist gestern erwähnt worden, daß der Hauptgegenstand, der in großen Mongen zum Export gebracht wird, der Schwefeläther ist. Wenn die Zentrale im Freihafengcbiet von Hamburg selber als Schwcfciätheifabrikant auftritt, schädigt fir die chemische Industrie des Inlandes ganz außerordentlich. Sie muß ja den Spiritus biliigor abgeben, und die deutsche Industrie kann da nicht mitkommen.
*Das find im wesentlichen die Beschwerden, die die chemische Industrie vorzubringcn lmt.
(Hesckxäftsfüixrer dcr chtraic für Spiritusverwermng iintucht-Berlin: Meine Herren, was die Klagen des Herm Breuning anlangt bezügiickz dcr untcrschiediichcn Behandlung dor Pulverfabrik in Rottweil und jener Firma in 06111, so muß ich bemerken »-« eventuel] ist es auf Wunscb dcs Horrn
Breuning vertraulich zu behandeln ---, daß der Bedarf der ; Vulvcrfabrik Rottweil 64") Kcffciwagcn Smit groß is:, der; jener Fabrik in Cöln hingegen nur 200 Grdinde Robipiritusx , das erstere entspricht einem Quantum von 750000 Litern, ;
das leßiere einem solchen von 120000 Litcrn. “Jeb gabe von vornherein die Möglichkeit zu, daß, eine gewisse Preis: differenz bei den Verkäufen, die an die beiden Cwbliffcments gemacht sind, bestehen kann. Uebcr die Höhe der “chis- diFrrenz bin ich im Augenblick nicht1mterrichtct. Die Ursache liegt in den Mengen und in der Bczugsart. ?Der Bezug in Kesselwagen ist viel einfacher für uns; er ist mit weniger Kosten verbunden, infolgedeffen ermäßigt sicb der “Kreis von vornherein. *Die Firma in Cöin bezieht in Gebinden, und zwar ab Lager in 06111. Es ist ganz etwa?, anderes, wenn wir einen Wagen vom Produktionßori sagen wir Posen oder Vroslau -- direkt nach Rottweil schicken können, oder
wenn wir die Ware erst in 05111 über Lager nehmen. Ami) besteht eine gewisse Differenz bezüglicb des Mankos. erer
wird wohl von vornherein zugeben miiffen, daß die Spesen für das Snndikat in beiden FäUen veiickziedcn sind. Nun kommt noch bei dem Geschäft der Firma in Edin hinzu, daß diese Firma nicht direkt von der Zentrale bedient wird, sondem von unserem Gcneralvcrtrctcr Max Spiegelberg in Cöln. Diesem Herrn haben wir dcn Verkehr mit der Firma zugewiesen, jedoch steh! uns das Recht zu, jedrrzeit den Verkehr direkt aufzunehmen. Uns liegt daran, daß ein solcher indirekter Verkehr durch unseren Generalvertreter nicht gemißbraucht wird: man wird es natürlich finden, ohne das; darin ein Mißtrauen gegenüber unserem Generalvertreter zu erblicken ist, dax"; wir hier eine gewiffe Kontrolle obwalten lassen. Eine solckxe Kontroiie ist einige Zeit vor Abschluß jenes Geschäfts ausgeübt worden. Wir schickten einen Prokuristen nach Cöln, derselbe forderte jene Firma auf, fich darüber zu äußern, ob sie mit dem Verkehr durch den Generalvertreter zufrieden ist. Darauf ist in Gegenwart des Generalvertreters die Antwort gekommen: wir find durchaus mit der Bedienung durch Herrn Spiegelberg zufrieden, wir wünschen in der Ab- wicklung der Geschäfte keine Aenderung. Meine Herren, WEnn wir eine solche Antwort von einer Firma erhalten, dann bleibt uns gar nichts anderes übrig, als alles beim alten zu lasen: denn sonst hat ja die Abnehmerin geradezu Ursache zur Klage, wenn sie nicht mit der Firma arbeiten kann, mit Welcher fie zu arbeiten wünscht.
Herr Breuning hat dann auf unsere Terminofferten hin: gewiesen. Ich möchte dabei fragen, ob es nicht richtig ist, die 3 Punkte: die Terminofferten, den Rabatt und -« wenn 1ck das Wort gebrauchen kann den Boykott zusammen zu behandeln. Vielleicht daß wir unsere Steliung zu diesen 3 Fragen darlegen, sei es nun, bevor die Herren aus den Libnehmerkreisen sich darüber geäußert haben, sei es, nachdem dies geschehen ist.
Vorsißender: Würde es nicht rationell sein, das nach-
k- wenn wir bei 8, Trinkkonsum, stehen, zu besprechen?
Geschäftsführer der Zentrale für Spiritusverwertung U_Z1kUcht-Berlin (fortfahrend): Dann will ich auf die Termin- Merten jeßt nicht, eingehen.
Was die Verhältnisse in Rottweil anlangt, so muß ich doch noch einmal wiederholen; wir sind kein Syndikat ohne Konkurrenz. Wir beherrschen nur 80% der Ware, 200/0 entzieht fich unserer Kontrolla vollkommen. Wann wir also MM und wann den Offerten unserer Konkurrenz - es ist uns von Herrn Bieler sogar zum Vorwurf gemacht, daß wir
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ihnen nicht gefoigt smd -- Rechnung irrigen, ift SH, glaube“
ich- nur der natürliche Hergang der Dinge. Likörfabrikant Ertheiler-Nürnberg: Meine Herren, wir hören soeben aus dem Munde de»; Herrn Vertreters der
chemischen Industrie, daß die Zentrale für Spiritusverwertung ! Denaruriemngsmittel i
längere Zeit hindurih ausländisches benußt und drr: Mßiändischen Holzgeist dem einheimischen vorgezogen dcn. Ick möchte dies ganz besonders betonen gegenüber dem forrwä SCHUHE der einheimischen Kartoffeln. Außerdem werden diejenigen Herren, die mit dem Spiritushandei zu tun Haben, wissen, daß wir seit
Jahren über triibku, geradezu schmußigen Süiritus „zu klagen ; zwar im einem solchen Maße, daß nicht nur _
haben, und unsere Händler, ioNdsm auch das Publikum die schworsten
Klagen führen “imd uns Grosfisten die Schuld gaben, uns ,
unreine FäJer, 1Üderiiche Geschäftsführung und dergleichen vorwarfen. Wir waren fast gezwungen, die Gründe dieser Klagen und 1277787? Rechtfertigung drucken zu lassen; unsere: Reisenden Und "MIM Kontoristen hatten nicht meln Zcit genug, auf aii? di::ie Klagen näher einzugehen und zu be- gründen, daß 7.227 M? die Zentrale die Schuld zurückzuführen ist. Tak"; darm, ::ie der Herr aus dem Osten, Herr Patschke aus Danzig, 92737 richtig angdgeben hat, nicht dic Sprit- fabrikanten, TMT-km die Landwirte, die eigentlich an der Sache unschuldig work:, 21-3 die eigentlichen Hervorrufer des Ringes und Schuldige irnms: betrachtet werden, ist selbstverständlich, und wenn ird QW) keine längeren Bemerkungen daran knüpfen
möchte, so wii] “;ck doch nicht unterlassen, zu bemerkon, daß, '
wenn dieses:, außiäxidische Denaturierungsmittei noch den Vor- zug hat, daß (*I diese Unannehmlichkeiten, die wir bei dem SpirituögesÖS-f: mir in Kauf nehmen müssen, [)ervorgorufrn lzat, cs wirkTicd an der Zeit wäre, einmal nach dieser Richtung hin das Augerrmerk zu lenken.
Es wird außerdem darauf zu achten sein, daß der Vertrag, den die deuricdon Mischanstalten seinerzeit mit der thitrale abgeschloffcn ddrxan, in § 5 bestimmte:
Soweir dée Handlung allgemeines Denaturierungsmitte[ bezw. Tcnrrraricrangslwlzgcist an andere, als die Zentralr m_id die in § 1 unter 1-3 aufgeführten Abnehmer abgibt, ist UL verpfiichtcr nur zu einem Preise abzugeben, der sich wenigstens 3 (if; ver 100 Liter höher stellt, als sich der Preis fiir die Zentrale in Gcmäßheit der Bestimmungen §3n stcl1en wiirde. Die zentrale da: also die bedeutende Abnahme und die Ab: hängigkeit" der Mischanstalten dazu benußt, um denjenigen, die nicht der Zentrale angeschlossen find, einen um 3 „M, höheren Preis aufzuzwingen.
Direktor der Vereinigten Cöln-Rottweilcr Pulverfabriken Brsuning- Rottweil: Auf die Ausfiihrungen des Herrn Direktors [intucht möchte ich kurz bemerken, daß ich von der Fabrik, von der ich sprach, kein zahlenmäßiges Material schriftlich in die Hand bekommen habe; man hat mir nur gesagt: so liegt die Sache, der Bedarf wird derselbe sein, also zieht man die Konsequenz. Ich möchte das nur hervorheben, um aUSzudrücken, daß es mir fern gelegen hat, der Zentrale eincn ungerechtfertigten Vorwurf machen zu wollen. Ueber das Quantum und die Unterschiede war ich nur insoweit in- formiert, wie ich es zum Ausdruck gebracht habe. Wenn Herr Direktor Untucbt mich an der Hand seiner Bücher eines beffern bclckiren kann, so nehme ich das ohne weiteres an.
Rentner Albrecht Guttmann:Charloltenburg: (Macht einc vertrauliche Mitteilung über die von Dr. Bannow er- wäkmtc Anlage einer Schwefeläthcrfabrik im Freihafengebiet. Die Zentrale sei nicht dabei beteiligt).
Tr. Vannow (Chemische Fabrik C. !A. F. Kahlbuum): Boriin: Ick) habe noch zu erwähnen vergessen, daß für die Lieferung des Spiritus nach dem Auslande Vergünstigungen bewiliigt werden, der chemischen Industrie, die das Produkt exportiert, jedoch nicht. Das erschwcrt die Sachlage für die chemischc Industrie.
Dann möchte ich bemerken, daß ich ja auch gar nicht behauptet habe, daß die Zentrale selbst die Aetherfabrik in Hamburg bauen wolle; mir ist nur gesagt worden, daß hervor- ragende Mitglieder der Zentrale fie bauen wollen, und wenn Mitglieder der Zentrale dabei smd, so werden die Interessen der Zentrale auch im Spiele sein. ,Das ist gar nicht zu ver- meiden. Also ändert fich an der von mir behaupteten Sache gar nicht-Z.
Direktor Dr. Bensinger:Mannheim-Neckarau: Meine Herren, ich habe es leider verabsäumi, zur richtigen Kategorie zu sprechen, und das ist die Zelluloidindustrie. Da nun aber die Zelluloidindustrie mit Recht iintcr die chemische Industrie rangiert, so möchte ich doch -- und dazu glaube ich berechtigt zu sein *- nacholen, was im ailgemein chemischen Interesse liegt. ES handelt sich für mich um die Mengen Spiritus, die in guten Jahren angesammelt und nach dem Auslande geschickt werden.
V o rs ißen d e r (unterbrechcnd): örtert worden.
Dr. Bensinger - Mannheim : Neckarau
Auslande herein. rohen Platten und Stäben. Form Spiritus. um die Hiilfte billiger Auslande herein, und zwar nahezu zollfrei herein. Deutschland [)ereingelasseu.
„Konkurrenz zum Auslande. (Bravo!)
Das ist ja bereits er-
(fortfahrend) ; Pardon, davon wollte ich nicht sprechen, sondern von ihrer Wirkung auf die Industrie. «-- Diese Spiritußmengen bereiteten der deutschen chemischen Branche im Auslande eine Konkurrenz. Sie wurden dort umgearbeitet, und dann kam _ daS ist besonders bei Zeliuloid der Fall --- das Zelluloid aus dem Zelluloid ist nahezu zollfrei, wenigstens in Es enthält aber auch in dieser Also wir sehen den ganz merkwürdigen Fall: das Ausland erhielt den deutschen Spiritus billiger * fast -- als das Inland; dann kommt das Produkt, das nock) inländischen Spiritus enthält, YZF dxm
:) 11-- direkt wurdr der Spiritus in einem Kreislauf zollfrei nach Ich kann mir wohl denken, das; wohl noch andere Industriegebiete ganz ähnlich betroffen sind, und da möchte ich doch der Regierung das Wort zurufcn: x-ieidxmt (301181111515! denn wir kämpfen doch sehr schwer in dcr
Heinrich Fett jr.:Mainz: Meine Herren, ich habe einige
sehr berechtigte Beschwerden von Teerfarbenfabriken vorzu- bringen, dir heute ja noch gar nicht erwähnt worden find. Es handelt sich der zunächst einmal um das und Herabseßen der Vrcise, wodurch es einer Industrie wie der Teerfarbenindustrie sowie auch anderen chemischen In- dustrien nahezu unmöglich gemacht wird, nach dem Auslande Offerten hinausZugeben, die auf einer bestimmten Basis un- bedingt beruhen müffcn.
sprungweise Hinauf:
Abgesehen aber davon ist es noch eine andere Frage, die
gerade diese Industrien sehr betrifft; das ist die Detarifierungs- frage. verband hätte eincn Antrag gestellt auf die Detarifierung alles Spirituffes, der zur Denaturierung bcstimmt sei, und es sei nicht die Schuld deH Brenncrverbandcs, daß dieser Antrag in ; der Tarifkommisfion nicht durchgegangen sei. Ich muß mich leider im Gcgensaß dazu steUen. der Königiickzcn Eiscnbabndirektion Frankfurt vom 10, Juni 1903, worin es ausdrücklich heißt:
Herr zu Putlitz hatte heute morgen gesagt, der Brenner:
Ich habe hier einen Brief
„Dic Sck)wierigkeiten, die fich dem Antrage von vornherein entgegengcstellt hatten, glaubte die ständige Tarifkommission nach Zustimmung der Steuer- behörde zu der bcabsichtigt€n Maßnahme mit den vorgeschlagcncn Kontrollvdrschriftcn überwunden zu haben. Bei ddm vorliegenden Antrags sei der ur: spriinglicbc Antrag des Verwertungsverbandes deut: schrr Spiritusfabrikanten, der dahin ging, den Spiritus, dcr mit dem aÜgenwinen DcnaturicrungSmiitel dena: turicrt werdcn soilie, zn detarifieren, auch auf den mit besonderen Mitteln zu dcnaturierenden Spiritus ausgedehnt worden. Nachdem dis ständige Tarif- kommission in der 75. Sißnng am 20./21. Sep: tember d. F. diesen Beschluß gefaßt, habe die An- gelegenheit plößlick) Line andere Wendung bekommen dadurch, das; der Vcrwertungsvßrband deutscher Spiritusfabrikantcn seinen Antrag zurückgezogen habe.“
Also, meine Herrsn, es ist gerade das Gegenteil von dem, was Horr zu Putlixz hisr behauptet hat.
Vorsitzender: Meins Herren, die Detarifierungsfrage, fürchte ich, entfcffclt [ange Debatten, Und ich habe deshalb im Interesse dsrjenigcn Herren, die noch zum Worte kommen möchten, den Wimick), daß wir diesen spezieilen Punkt am Schluß erörtcrn. oZustimmnng.) Dis Möglichkeit der Be- sprechung sol] Ihnen durchaus nicht genommen werden; aber wir müssen damii rechnen, daß eine ganzs Neiße don Herren wirklich recht schmerzlich darauf wartet, ihre Beschwerden zur Sprache zu bringen,
Wenn die Herren damit einverstanden sind, wiirde ick) Ihnen zur Detarifierungsfrage ich) besonders das Wort geben.
Darf ich bitten, fortzufahren.
Heinrich Fett jr.-Mainz (forifahrend): Nun ist noch ein anderer Punkt angeschnitten worden, der die deutsche Holz: verkohlungsindustrie betrifft. Von einem der größten Zn: dustrieÜen ist mir sehr umfangreiches: Material zur Verfiigung gestcÜt worden, aus dem hervorgeht, daß die (Zentrale für SpirituSverwertung die deutschen Holzverkdhiungsfabrikcn vol] ständig boykottiert.
Meine Herren, ich kann hier einen Vertrag Udr[egen, den die Zentrale fiir SpirituSverwertung mit einer Tochtergesell- schaft, der TrebertrocknungSgesellschaft in Cassel, abgeschloffen hat, und zwar mit der Holzvcrwertungs-Aktien:Gesellschaft zu Teslic, in BoInien. Danach hat es die Zentrale darauf an gelegt, aklen deutschen Holzgeist zu boykottieren und den zur Denaturierung nötigen Holzgeist vom Auslande zu beziehen. Ich weiß nicht, ob eine Institution wie die Zentrale, die ch immer als die Schüßerin der deutschen Landwirtschaft hinsteUr, es verantworten kann, nunmehr in solcher Weise gegen die deutsche Forstwirtschaft Steüung zu nehmen; denn das ist ja klar: wenn unsere deutschen Holzverkohlungsintereffenren und :Fabriken boykottiert werden, wird damit in erster Linie die deutsche Forstwirtschaft getroffen, die dann nicht immer im der Lage ist, ihre Holzbestände an Vcrkoblungsgescbäste abzusesen.
Daß man die Fabriken angehaltsn hat, den Tutfiders den Preis für das allgemeine Mittel um mindestens 3 1? zu erhöhen, ist bereits erwähnt worden, und es bedürfic eigentlich kaum mehr der Erwähnung. Ick) Habe es nur dec» halb gesagt, weil man immer die Outsiders ais diejenigen hinsteUt, die durch die Zentrale den größten Vorteil hiirien. Hier zeigt sich, daß umgekehrt die Zentrale alles aufwendes, um die Outsiders zu schädigen.
Das Material, das mir hier zur Verfiigung stein die verschiedenen Verträge », gestaitr ich mir den HMM Re gierungsvcrtrctern zu übermitteln. Es wird Keb ia aiiesö weitere daraus ergeben. (Anlage Rlll.)
Bezüglich der Detarifierungsftage behalte iQ) mir vor, später darauf zurückzukommen.
Geschäftsführer dcr „Zentrale fiir Spiritusvertvcriung Untucht-Bcrlin: In einem Punk“! kann “[ck miri) hier kurz fassen. Die .Herren der “Tcerfm'denindustrie haben uns ihre Verhiiltnisse eingehend dargrlegt. Wir haben zugeben miiffen, daß ein Teil der Klagen der „Perron dorrMigt ist. Wir haben in gemoi,nschaftlichor Konferenz mit den Herren Abhilfe gefunden. Ich bin nicht in der Lage * und zwar haupt- sächlich mit Rücksicht auf die(Hosiiniftsintcressen jener Industrie
-dariibcr dior Auskunft zu geben, in welcher Weise die Interessen jener Industrie von unserer Seite aus beriicksichtigc worden sind. Die Tdiitsachc besteht, das; die Herren heute zu frieden gestellt worden sind, und ich bin bereit, auf Verlangen der Herren Vertreter der Regierung hierfür den Beweis zu erbringen.
Vorsißender: Das Wort ist nicht weiter veriangr. - Wir können die chemische Industria verladen und übergehen zu den
Mischstellcn.
“.Das „Wort hat zuniichst Herr Lippmann.