1906 / 116 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 17 May 1906 18:00:01 GMT) scan diff

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Insterburg - - ' ' ' ' ' ' ' ' ' : “" *“ 16,00 16.40 16'80 KWZ 30 . ,. : ' ' ' YIM::rt'a'O' " J Z Z Z I J J I 17,00 17,00 : 17.20 17-_20 YYY 16:20 ' 16,58 1659 12 5 . : Greifenbagxn . . . . . . . . : "_". “.“ 16,40 16,60 16,70 16,80 4? 72? 14120 14:20 125, Stargard 1- PWM“ ' ' ' ' ' ' ' _ _ "| 1420 14.20 1 "" " 5 243 1519 15,21 12.5. ' Schivelbein" ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' 1500 1500 ? -'- "- ; 15-40 15140 25 394 1575 16,34 12.5. . : Köslin . . . . . . . . . . . “_ .“- 1 15,50 15,50 "5-00 16100 23 342 1488 15,13 12. 5, 12 . Stolp i- POW-- - - - - - ' ' ' 1440 1440 ';1 14,80 14,80 1500 15.00 15 250 16,67 16,40 11.5. . . Lauenburg i- Pomm- ' ' ' ' ' ' ' 15,50 15:50 11 16.50 16150 WM 1898 . - ' ' ' YFZ? ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' 1480 15,20 s'. FZZ?) FW YZF 1T?» ' ' ' . re au . - - - - - ' ' _ _ 1 . . - . - annkeystei" Z Schl" ' ' . J 14.75 15,00 * 15325 15-50 . ZZZ FZZ . ' ÉZFULÜ TMK . . ". : : : : ' ' ' “80 1??? U 1??? 1??? 1 1839 18:99 - - ' : alberstadt. . , . . . . . . . . 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Bemerkungen.

. . . . . . * det mitgeteilf. Der lentner und der Verkaufswert auf volle Mark abgetan . Ein liegender StricléÉe-ZEFQM YFZ teenwxxt? FrfeijsoxlkeaéxlTpVedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, ein Punkt (? )

t. in den leßten sechs Spalten, daß entsprechender Bericht fehlt.

Deutscher Reichstag. 104. Sißung vom 16. Mai 1906, Nachmittags 1 Uhr. (Bericht von Wolffs Telegrapbiscbem Bureau.)

rdnun : ortseßung der Beratung des Entwurfs einesTa Yxßes 313 Zenderun? des Gxseßes, betreffend dre AUSgabe von Reichska sen_sche1nen, und d_erdz§4r weiten Beratung des Entwust emes Geseßes, hetrefsen d te Brdnun des Reichs aus alis und dre Ttlgzmg er Reichss uld (Mante gesetz) gestellten ResoluttoneÖt. Nack) kur er Geschäßsordnuxtgsdebatte tntt der Abg. , rtaT Kaniß (konsZ, wie in er Zestrtgen Nummer 0. Bl. bxrtrckzaes worden, für den Antrag rendt em, Darauf ergretf Wort der . St [' Staatssekretär desReichssrhaHamts Fre1herr von enge . Meine Herren! Es ist für mich nicht letcht, als Vertreter der verbündeten Regierungen zu einem Anfrage das Wort, zu ergreifen, der noch nicht einmal gedruckt vorliegt, der erst vor wenigen Minuten

zur Verlesung gelangt ist. Je!) werdetwabter doch versuchen, auf den 8 en Be ründuna zu an or en. AntrFeeY Zeßren, icbgmuß zugeben, daß bei der Beratung des Bank- notengeseßesin der Kommisfion davon die Rede war, daß der,?lntrag, der uns unter Nr. 443 vorliegt, vielleicht richtiger in Verbindung mrt dem Geseßentwurfe wegen der Kaffenscbeine zur Erörterung kommen würde, als damals bei der Erörterung der Bankgeseß. novelle. Ich stehe auch noch Heute auf diesem Standpunkte, aber ich möchte mich doch dagegen verwahren, als 05 ich"dem errn Abg. Grafen Kaniß auch nur indirekt den Rat 81:18:11 hatte, „seinen Antrag bei der Beratung dieser Gesetzesvorlage emjubnngen, dazu habe ich doch zu 0181 Achtung vor diesem hoben Hause und vor deffen ' " n . ' GesÖFKYTJInegHmen, hat der Herr Abg. Dr. Arendt einen Antrag em- gebracht, der auch Von dem Abg. Herrn Grafen Kaniy vertreten erden ist, und der dahin geht, den Münzgewinn in der Folge zur Halfte zur Einziehung von Kaffenscbeinen xu vnwenden. 'Meine Herren, noch

bistor wenigen Jahren war es übliä), den ganzen Münzgewinn zur Verminderung der Reichsfcbuld zu verwenden. Man hat erst vor einigen Jahren diesen an fich sebr zwekaäßigen Modus aufgeben müffen, weil man die Mittel, die der Munzgewinn ergab, notwendig hatte zur Balancierung des Etats. Das war der einzige (.I-rund, der bestimmend war, jene frühere Praxis, wonach der Munzgewinn zur Abschreibung an der Anleibescbuld Verwendet, wurde, aufzugeben. An fich, meine Herren, würde gewiß, wenn wu: wieder bessere Finanzverbältniffe bekommen, gar kein Bedeeren bestehen- jene frühere Praxis wieder aufzunehmen, vielleicht mcbt bloßjzur Hälfte, vielleicht den ganzen Münzgewinn zu der Verminderung der Reicbsscbuld und zu deren Tilgung zu verwenden, und ,es ist ohne weiteres anzuerkennen, daß auch die Kaffenscheinscbuld nut ein Teil der Reichsscbuld ist; fie unterscheidet fich von der Anleibeschulb hauptsächlich nur dadurch, daß die Anleibestbuld verzinslich ist, während die Kaffenscheinschuld eine unverzinsüche i_st. Insofern liegt selbstredend eine gewiß entschuldbare Neigung dafur vor (Heiterkeit),

wenn man Mittel zur Tilgung bat, dieselben lieber zu vernoenden zu einer Verminderung einer verzinslichen Schuld (Heiterkeit und Sehr richtig!), um dann an den Zinsen sparen zu können. Es wäre erst Veranlaffung gegeben, darauf zu verzichten und die unverzinslicbe Schuld zu tilgen, wenn etwa in dieser unverzinslichen Schuld eine

besondere wirtschaftliche Gefahr zu erblicken wäre. Nun, meine Herren, kann ich aber bei einer Bevölkekun von 60 Millionen in einer Reichskassenscheins3uld in Höhe 00

120 Millionen eine besonders große Gefahr, nicht erblicken. (Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) Es ist das schon vorgestern auch

' Ich habe auch vor einigen Tagen schon darauf hingewiesen, daß in der Budgétkommisfion

yon anderer Seite erörtert worden.

erst vor wenigen Jahren von beachtenswerte: Seite vielmeb

angeregt worden war, ob nicht Veranlassung gegeben wäre, im Ver- hältnis zu der Zunahme der Bevölkerung unsere Kaffsnscheinsckpuld zu vermehren. Wir find anderer Meinung; die verbündeten Regierungen smd der Meinung, daß es richtiger ist, dsm Wachstum der Be-

Aher wenn in einer Zeit, wo die deutsche Einwohnerzahl nur 40 Millionen

von 120 Millionen eine

ck mir un- erfindlkcb, inwiefern jetzt, wo die Bevölkerung um die Hälfte noch

zugenommen hat, von 40 auf 60 Millionen, nun plöleich die Gefahr eine größere geworden sein soll, und warum jetzt die 120 Millionen Mark Kaffenscheine gegenüber den 60 MiUionen Einwohnern eine er-

völkerung in dieser Beziehung nicht zu folgen.

betrug, in einer Kaffenscheinschuld

Gefahr nicht erblickt worden War, dann ist

höhte Gefahr bedeuten sollten?

Meine Herren, nun möchte ich mich aber dock; noch mit

des Herrn Grafen Kaniv wenden. Die Sache hat einen eigentümlichen

einigen Worten gegen die weiteren Ausführungen

Verlauf genommen. Man hat den eigentlichen Antrag Kaniß, als nicht zur Sache gehörig, nicht zur Debatte Aber der Herr Abg. Graf Kaniß ist bei der Begründung des Antragks Dr. Arendt nun doch zu Ausführungen gelangt, die im innigsten Zusammenhange stehen mit dem Antrag auf Nr. 443 der Drucksachen. Es wird deshalb wobl auch mir gestattet sein, der Vollständigkeit halber auf diese Anregungen etwas näher einzugeben.

Meine Herren, ich habe schon seinerzeit bei der Beratung der Bank- geseßnovelle in der Kommission ausdrücklich hervorgehoben _ und ich wiederhole hier diese Erklärung _, daß grundsäßlicbe Be- denken gegm eine Vermehrung der Silberprägung an fick) nicht be- stehen, um so weniger, als auch das bestehende Gesetz nur dav0n spricht, daß nur „bis auf weiterck“ die Kopfquote 15 .“ nkxht über- schreiten sol]. Aber, meine Herren, bei jeder Vermehrung déi“ Silber- prägung -- und darauf ist ja schließlich die Tendenz des Antrages des Herrn Abg. Dr. Arendt gerichtet (Heiterkeit und sehr richtig! - Widerspruch rechts) 'der Antrag hätte sonst wenig praktische Bedeutung -- muß man fich doch das eine immer gegenwärtig halten, das; es s1ch hier handelt um eine Scheidemünze, die wir prägen aus einem namentlich gegenwärüg durchaus mindertvertigen Metal]. Meine Herren, es ist ein elementarer Grundfaß der Münzpolitik, daß man Scheidemünzen aus solchem minderwertigen Metall unter keinen Umständen prägen 1011 über den öringenden Verkehrsbedarf hinaus (sebr richtig! links), und ich glaube, es ist ein Grundsaß, an dem wir auch in der Folge durcb- aus festhalten müssen. (Sehr richtig! links.) Ich möchte darauf aufmerksam machen, wie bedenklich der Zustand werden kann für unsere Bevölkerung, wenn man sich belädt mit einer Münzscbuld, deren Einlösung in Gold in kritischen Zeiten plöslicb erfolgen soll. _ Ich werde auf diesen Punkt im weiteren Verlauf meiner Aus- führungen noch etrvas eingehender zurückkommen.

Nun, meine Hexren, muß ich doch sagen: den Vorrat an Reichs- filbermünzen um Hunderte von Millionen vermehren wollen, wie es den Herren bei ihrem Antrags vorschtvebt, nur zu dem Zweck, die Kassen- scbeinscbuld zu reduzieren, das würde ich für ein Vorgehen halten, 000 ich nicht verstehe. Ich würde in einem solchen Vorgehen einen Kardinalfebler sehen. Ich stehe nicht an, direkt das etwas harte Wort außzusprechen: das heißt nach meiner Auffassung eigentlich nichts anderes als den Teufel mit Beelzebub austreiben. (Heiterkeit und sebr richtig!)

Meine Herren, nun haben wir erst im Jahre 1900 durch die damalige Münznovelle die Kopfquote um 5 „M erhöht, und seitdem s'md annähernd 250 Millionen Mark Reicbsfilbermünzen zur Aus- prägung gelangt. Jab bemerke, wir haben zu dieser Ausprägung natürlich das Silber nehmen müssen, das in den Talern vorhanden war. Es hat sich dabei aber nicht Mein nur um eine reine Umprägung gehandelt, sondern in der Tat auch schon um eine Vermehrung der Silberprägung, in- sofern bekanntlich die Reichsfilbermünzen 10 0/9 unterwerüg find gegenüber den Talern. Also diese 10 % find unter aUen Umständen dem Silberumlauf binzugetreten.

Nun bitte ich aber, noch eins zu berücksichtigen. Meine Herren, diese Silberpxägungen aus den Talern haben den Weg gebildet, auf dem successive die großen Talerdorräte, die lange Jahre in den Kellern der Reichsbank ruhten, in den Verkehr übergegangen find. Darin liegt haupt- sächlich auch die Wirksamkeit dieser vermehrten Silberausrrägungen Un leßten Dezennium und in den leßten Jahren. Vorläufig, meine Herren, sind wir nun aber schon durch Ausführung der Novelle vom 1. Juni 1900, bei Berückfichtigung der Ergebnisse der leyten Volks- zählung, wie ich neulich schon beroorzubeben mir gestatjete. ohnehin in der Lage, noch über 90 Millionen Mark Silbermünzen zu prägen. Das Münzmetall für diese Ausprägungen ist in einem auSreicbenden Vorrat an Talern auch vorhanden. Nun sol], meine Herren, ohne auch nur die vollständige Durchführung des Gesetzes von 1900 und den Effekt dieser Durchführung abzuwarten, schon wiederum der Frage einer Vermehrung der Silberausptägungen näber getreten werden. Ich nehme an, daß die Herren Abgg, Graf Kaniß und Dr. Arendt einen dahin zielenden Antrag sicb einstweilen nur vorbehalten haben; er würde dann, nachdem er heute nicht zur Diskussion zugelaffen ist, jedenfalls dem heute zur Diskussion stehenden Anfrage Dr. Arendt, um ihn überhaupt wirksam zu machen, bald nachfolgen müssen.

Meine Herren, eine solch weitere Vermehrung der Silber- pkägung. die danach etwa 300 Millionen Mark betragen würde, "_VÖ über die 90 Millionen Mark, die wir ohnehin noch prägen konnen, läßt sich mit der Zunahme der Bevölkerung in keiner Weise rechtfertigen. Mit der Zunabme der Bevölkerung er- Weitert sich ohnehin auch die Berechtigung, weitere Silber-

zugelaffen.

Reichskaffenscheine zu beseitigen. Es ist notwendig, weil der dieser Reichskaffenfcbeine einen haben wird. Es würde durch die Zettelwirts

demoxraten sagten anfangs, es müsse verhindert werden, um die Arbetter mit f0lchem Papier zu verschonen. „Leute hat sich die Emission in großkapitaltsttscber Richtung so sehr er

Ueberschwemmung des Verkehrs mitPapiergeld gar 11

Silbermünzen bedarf.

zu reden! Meine Herren, weil die Frage nun doch einmal hier zur

auch 1.01!) einen kurzen Rückblick zu werfen auf di? Vsrhandlungen des

über die Vermehrung der Silberprägungen und auf eine Erhöhung der Kopfquote von 10 auf 12 „74 Auch damals wurde die Not- rvendigkeit auf das nachdrücklichfte betont, daß mit der Ausprägung der Silbermünzen immer dem dringendsten Verkehrsbedürfnis gefolgt Werden müffe. Das ist nicht bloß regierungsseitig, sondern auch aus diesem hohen Hause selbst hervorgehoben worden. Das; der Abg. Bamberger dafür eingetreten ist und diesen (Gedanken in der striktesten Form zum Ausdruck gebracht hat, das darf uns ja nicht wundern. Er vsrtrat mit ganz besondern Schärfe den Standpunkt, ein richtiges Maß Von Scheide- münzen in einem Lande müffe so beschaffen sein, daß immer eher Mas weniger Vorhanken sei, als das Bedürfnis fordert. Aber auch der Hm Abg. von Kardorff bekannte fich wenigstens 00m Standpunkt der Eolkwäbrung zu der gleichen Auffaffung. Der Herr Abg. von Kardorff erkannte damals ausdrücklich an, daß keine größere kaahr für die reine Goldwäbrung existieren könne als ein Uebermaß an unter- wertigen Scheidemünzen. Weiter sagte er im Texte seiner Rede: .Ich mache zunächst darauf aufmetksam, daß schon gegenwärtig der Betrag der Sckeidemünzen ein sehr hoher ist im Verhältnis zu unserem Goldstande, wenn wir vergleieben den Betrag der englischen Scheidemünzen zu dem ungeheuren englischen Goldbestand. Nun, meine Herren, stellen Si? fich einmal vor, daß bei diesem Zustande, also einer 0811116011611 Angabe von Scheidsmünzen, nun eine Katastrophe eintritt, dann tritt ganz das ein, worauf der Herr Abg. Dr. Bamberger selbst exemplifiziert hat, dann tritt eine Panik ein über die entwerteten Münzen, die gerade die untersten Volks- maffen trifft, welche auf den Verkehr mit diesen Münzen an- gewiesen find.“ Sodann möchte ich bei dieser Gelegenheit auch noch hinweisen auf einige Ausführungen in der sehr intereffanten Druckschrift, die Herr Dr. Arendt im Jahre 1880 über die vertragsmäßige Doppelwäbrung veröffentlicht hat. Er war ja bekanntlich ein Gegner jener Vorlage. Er bezeichnet in dieser Druckschrift das Bedürfnis des Verkehrs als das entscheidende Kriterium für die Vermehrung der Scheidemünzen und sagt dann: .Scbeidemünzen dürfen nicht dazu dienen, an die Stelle von Kurantmünzen zu treten, einem solch gefährlichen Mißbrauch muß eine rationeUe FinanzVerwaltung abbelfen. In keinem Falle können wir, selbst im Falle eines Bedürfniffes, zugestehen, daß man, als sei gar keine Veränderung vorgegangen, ruhig weiter in der bis- herigen Weise fortmünzt, als ob noch immer das Pfund Silber 90 und nicht 75 „M wert sei. Stellt es sich wirklich heraus, kaß der Silberpreis für immer gesunken ist, dann können wir unmöglich unsere jeßigen Silberscheidemünzen in Zirkulation laffen. Wenn jemals eine Krifis über unser Vaterland bereinbräcbe, wird der Staatskredit hinreichen, um den ßktiVen Wert der Scheidemünzen aufrecht zu erhalten? Man stelle fick) die Panik vor, die eine Ent- wertung der umlaufenden Scheidemünzen in solchen Zeiten der aÜgemeinen Bestürzung hervorrufen müßte. Von solchen Kata- strophen werden die untersten und breitesten Schichten der Be- völkerung am schwersten getroffen, unsere Münzverhältniffe provo- zieren fie geradezu. Es ist augenscheinlich, daß jede Krifis, jede Katastrophe zu einem Zusammenbruch und auf die schiefe Ebene des Zwangskurses führen muß. 1711198111: 0011511105! Unter diesen Umständen ist es eine unumgängliche Forderung, das Kreditgeld zu Nrwindern.“ ' Das find Ausführungen des Herrn Dr. Arendt aus dem Jahre 1880. Und nun, meine Herren, bedenken Sie, daß im Jahre 1880 der Preis des Silbers, wenn er auch schon erheblich gesunken, doch im Vergleich zu jeßt noch ein relativ hoher war, und daß bei dem gegenwärtigen Stande des Silberpreises die schweren Gefahren einer Ueberproduktion von silbernen Scheidemünzen, auf welche die Herren Abgg. von Kardorff und Dr. Arendt schon im Jahre 1880, und zwar mit vollem Recht hingewiesen haben, fich mindestens ver- doppeln müßten! Meine Herren, ich will nach alledem auf den soeben verteilten Antrag des Herrn Abg. Dr. Arendt nicht weiter eingeben. Ick) glaube mich nicht zu irren, wenn auch er nur die Tendenz verfolgt, die Silberprägungen zu verstärken; denn sonst hat er ja die Wirkung nicht, die er fich von dem Antrags verspricht, und eben deshalb möchte ich Sie bitten, diesen Antrag, so harmlos er auch auf den ersten Anblick erscheinen mag, abzulehnen.

Abg. Dr. Arendt (Rp.): Mein Antrag bat eine Tendenzauser- mebrung der Sixbermünzen überhaupt nicht., Er ist Eigentlich der Anregung des Schaßsekretars selbst entsprungkn. Em vöüig ungedecktes Papier- geld gehört nicht in ein geordnetes Finanzsystem. Ich hielt den gegen- wärtigen AUTenblick, wo wir zu einer Finanzreform kommen, für ge- eignet, mi_t d esetxt System zu brechen. Die Münz ewinne aus der S eidexpunzen tagung, also auch der Nickel- und Ku ?ermünzen, sollen na memem ntrage künftig zur Hälfte zur Reichss uldentil ung ver- wendet Werden. Der Schaßsekretär bezweifelte, ob es notwench sei, die

?arakter arakter

aft im kleinen Verkehr die Sache ganz außerordentlich verschlechtert werden. Die Sozial-

vollftändxß anderen C

öbt, da sie gegen diese

pkägungen vorzunehmen. Gerade weil die [este Volkßzäblung wiederum

haben.

etwa 41,1“- Millionen Einwohner mkkr “9273271 haf, snd wir auf Grund des béstshenden Geseßes nun aucb in kkr Lage, im ganzen noch ungefähr 90 Millionen Mark Silbervrägunsen vorzunehmen, davon rund 63 Millionen Mark infolge jener BévölkerunZSzunabme.

Nun, meine Herren, womit wil! man denn eigentlich die Vermehrten * Silbetp'rägungen, worauf die Herren AntragsteUer drängen, recht: g 7871111511? Läßt sich beuie sch0a im vollen Umfang der weitere Bedarf n nach Silbermünzen in der Folgezeit übersehen? Ich muß das ent- schieden in Abrede fteUen und halte das für angeschWffen. Wir können einer Vermehrung der Silberpräßungsn anf Grund etwa einer anderweitigen Gestaltung des Geseßes erst näher LMM. wenn genaue, sorgfältige, gewissenhafte Ermittlungen nach der Richtung vor- r liegen, ob in der Tal der Verkehr einer solchen Vermehrung der Und wenn wir beute dazu nicht in der Lage find, meine Herren, wie könnten wir es dann überhaupt rechtfertigen, einem solchen Vorschlage regierungxseitig noch das Wort

Erörterung stekxt, ist es nicht ohne“Jntereffe, bsi dieser Gelegenheit

Reichotaas im Jahre 1880, wo auch eine Vorlage eingebracht war

Liebeögabe aben natürlich die Großbrennereien. die nicht kontingenticrten Brennereien und vor aUem die Steusr- zahler geschädigt. Da auf Grund der VolkSzählnng yon 1905 ohne-

bin eine NeukontiYentierung erfolgen muß, so ist der 'ePFe Zeitpunkt für eine s -

raumsteuer ist veraltet und sollte ganz beseiti t werden. bedürftig ist ferner die Brennsteuer. Sie F ört zu den Steuer- e perimentcn, von denen die Reichskaffe sel

wirtschaftlicher

das Reich als Schu wache vor der Spiritußzentrale steht. nun, daß die

Kontingentsbe immung, durch eine Einschränkung der Produktion gewähr-

Geryiynes guf die Prägupg um so wichtiger, je mehr wir uns der Perwde nahem, 1390 dre Ta'lxr ihr Ende erreichen. WEnn ker lest? quer emge!chm0lzen_ 11T, werden wir mit einem Münz- aewznn mcht 0011.10 xD., 101108111 0011 60 pCt. zu rechnen haben. Menn Arztxag zlxlt lédtgltch nach der Richtung einer gesunden Jtpanzpoxmk Erne 0110er JUZ? ist, Ob die Vermehrung der St_[berpragunZ ncht an 1115 wümchsnswcrt ist. Der Schaßsekretär m_emte, dße uSsubrungen 0011 1880 9811811 heute noch. Das ist mxbt richxtg. 1880 bstxug dte _Goldprokukticn 400 Millionm jährlich, ryabrend11ebeute150051§1600M_il]i0nenbeträgt. Heute istdie Gefahr etnes Zusammenbruchs dex Goldwahrun erbsblick) geringsr als damals. Jr) dem le ter) Vterteljabrbunxxrt szsn die Ländsr mit größtem Stlbxrymlau tbr Gold am bestsn Vermehren könnxn, nämlich die Vereintgten Staaten, 0011 Nordamsrika und Frankrkicky. Um die ZW 001) 1880 hat der Retch'sbankrräürml 0011 Tecvend in einer Schrift eine WLtse Voravssichx bewxessn, _ ksren Lkhrén abcr nicht wir, sondern Frankre'ich beherxtgt bat. Dx: Franzoskn Haben gelernt, daß man mit dem Silber 005 Gold Vertetkigen kann, dar“; man die Erhaltung des GoldWrrats erleichtext, 11361111 man sinkn reichlichen Silberumlauf im Zand'e bat. Au war Wurden erheblich besser fahren, wenn wir auf aßn_ltcher (Hrynd age unsér (55010 xérterigtxn statt durch eine Tincnt- erhybung, dre dem ganzen Lank'e DTS !cbryersten Opfer auferlegt. Bet uns maß das ganz? Land dxe_Krieng01ten Lezablen, und 1705 ist das Bedanerlxche. Wenn dre Erfahranq zsigt, daß die warikn fich mcht' halten, lanen, dJZn s'1_r.d nicht die Erfahrungen falsch, sondern dre Theorien. Der Zchaxzyekcetär nimmt bezug auf die 1900 St_folgte Erhöhung ch Silberumlaufs: aber es ist dock) kkinx Ek- bobung tn Wirklichkxit'eirg-xtrktcn, Mix man entsprechsnd Taler ein- gezogen ,hat ,und e_tnztxbt. Die T€nf1chrift Über 1.15 Dreimarkstück reprvk'uztert _em An1chretb€n an die Handélskammern, welches die Ant- w_0rt tbnen 1ch0n in_ 0811 Mund legt, kaß diese scbrxcklicben Taler kxmejNothndtgkezit für den Vexxebr seien. Trosdsm haben fich einige fur 8111 Dretmarkstück un]? zahlrezcbecéandélékammern für Vermehrung dés lehermünzenumlguxs auszeyrw en; die 5:0) gewiß nicbt agrari-

scber Netganéen Verdachxige Yankelskammer zu Cöln fordert „705.11: genau kassel 8 wie heute der nt_r.1g Kaniß. Lsivzig spricht fick; e,;en

die Taler aus, Vorausgxséyt, daß NeuvrägUngen stattfindxn; senso

CbemniY, Augsburg„ KarWrube, Nürnbexg; Dortmund steht eine

Kalamitat Voraus, wenn dieTaler OÜUSEUITZ bessitigt würden. Ueber

die Notwendigkkit dex Mébraux-prägun-g bMebt 0110 im Lanke 81118 weitgehende Uebereinstimmung. Jn ker Landwirtschaft 110081155111

die Klage über das Fxblen flsiner Zablungßmittél ganz all.;eruein.

Kommt es nun zu umraffenden Neuxzusprägungen, so muß auch der

große Münzgewinn, dérxabei bsrauswringt, ins Auge gefaßt wsrkcn,

und da gibt es keine ge1undere, _keine rationellere Verwendung als die

zur Einziehung der_ReiÖÉkaffenjcbeine. __ Ist dem 0081 so, so mut";

schon in diesem Gemze Vorsorge getronsn Mrden; die als Notbebexlf

1874 ausgegebenen Kaüenscbein? soÜten nicht einen Tag länger als

notwetzdig im Verkehr gelassen wsrden. Wenn wir mit der Zeit, viel-

leicht tm Laufe von 15 oder 20 Jahren, 300 Millionen neue Silber-

münzen ausgeben, kann müffsn wir auch diese Papierwische aUmäUich

Verschwindén macbcn. Für außerordentliche FäUe, für den Kric'gs-

oder Mobilmachungsfaü müssen wir eins große Meng? Silbergeldés

b;:ben, Fenn das Papier ist dann in den Händen des kleinen Mannss

eme (Gefahr. Jeßt absr tragen wir da:“- kleine Papier in die Kreisc des

klei_nen Mannes hinein, dadurck) muß in den Weitestkn Kreisen cine

ErJÖÜULrUng des Vertrauens in unser Geldwesen eintreten. Wir

tretbsnmkakei aych nicht etwa den Tsufel durcb Beelzebub aus. Die

Frase 111 ein? 10 wichtige, Daß tajfächlich der Reichstag mit der Ab-

le_bk-ung_ker Kommisfionsberatungen Linen Jehler gemacht hat. Ich

bjtte S_te 00ch_in le ter Stunde um Anna ,me meines Antrages, der

die Esxaßx weykntli berabmindern wird. _ P ra ! id e n t: Die Diskusfi0n ist gexchloffen. (Hsiterkeit links.) Abs; _Tr. A r e 11 dt : Wenn man nicht antworten kann, lacht man. Prayident: Die Diskussion ist geschloffen,

Der Antyag Arendt wird gegen die Stimmen de_c Rechten und emtger ZentrumZmiftglieder abgeleht, der Rest des Geseßes ohne weitere Dtskussmn angenommen.

Es folgt die Beratung der zum Manteljgeseß beantragten Reso lationen. Die Steuerkommission hat ) eine Resolutton betreffs ?crbeiführung einer Reform des Branntwein: steuerge eßes beantra t. " ' Eine zweite Reso ution der Kommisnon geht dahin, den Reichskanzler u ersuchen, auf eine Erhöhung 06r Exn- nahmen der Rei Spost- und Tclqgraphenvsrwaltung' _durch Maßnahmen Bedacht 0 nehmen, welche 1) dl? Bc1etngux1_g der im Orts: und Na barverkehr bestethkn Axxönghmctqrrxe für Postkarten, Drucksachen, Warenproben und_(_861chäf_1900025r8, 2) die anderweite Festseßung der Gebühren 7111 ngcrordsm: liche Zeitungsbeilagen zum Gegenstand 50582. 11120111 58071: tragt der Abg. Arendt, in Nummer 2016 „V01:ka:16:" 11: 11re1chsn und dafür hinzuzufügen: „Z) die Erhößurxg ::5“ 11157105 Der Postkarten im Orts- und Nachbarverksbr x_ux 8 5.7 _

Eine dritte Resolution dsr 1100111100071 1.1.15: 005.111, den Reichskanzler zu ersuchen, dcm Reichsrags 0195010 sine Vorxage zu machen, die für größere Mühlen zum Schuß? dex klcmen und mittleren unabhängig von dcr Einzelstaatlichen Besteuerung eine Reichssteuer einführt, die das jährlich? Vermahlungs- quantum mit einer steigenden Abgabe belegt.

Ferner liegt vor: 1) eineResolution Albrecht(S0 .) auf Vorlagen von Reichseinkommens: und Reichsvcrtnögens?tcuer- geseßen mit stufenweise frei enden Steuersäßen und gleich- citigen Abstufungen der die reiten Maffen bedrückenden Ve:- rauchsabgaben, msbesondere der Abgabe auf Salz,Vetrolcum und Zucker; 2) eine Resolution der Freifinnigen VolkSPartei au!) baldigste Vorlegung eines Reichswcrmögenssteuergeseßes un gleichzeitige Vorlegung cines Geßeßcntwurfs zur Be eitiqung der die breiten Schichten am schwerten bedrückenden elastun dcs Massenverbrauches; 3) eine Resolution Vecker-Hessen au? alsbaldige Vorle?ung cines Reichswehrsteuergeseßes.

Abg. Dr. W emer (fr. Volksp.): Die Kommission bat eine Reform der Branntweinsteuer für notwendig ebalten, sich aber auf Einzelheiten nicht festlegen wollen. ir w0l1€n unscre Anträge nicbt wiederaufnehmen, um die Sache selbst nicht zu gefährden. Das Branntwänsteuersystem mit seiner alten Maisch- raumsteuer, der Verbrauchsabgabe und der Brennxteuer ift ehr kompliziert und erfordert einen sehr um angreichen

erwaltungöapparat. Es ist ein wahrer Rattenkönig von Verschiedenen geseslicben Bestimmungen, ein Raritätenkabinett. Am bedenklichsten erscheinen uns die Bestimmungen über die Ver- brauchsab aben. Durch so enannte Liebeögaben entgeht der Reichs- kasse ein etrag von 45 5 iüionen Mark. Daß diese Liebeögabe an die Brenner vorhanden ist, hat auch die Regterung in der Kom- mission ni t mehr in Abrede gestellt. Den Hauptvorteil von der Dadurch werden

eform außerordentlich günstig. Die ai Reform-

st keinen Vorxeil ha!. er SpiritusriF2 kann als mustergültkges Beispiel der_ Schadlicbkett onopole hingesteüt werden. Das SchltmmeE1sst,h dL?

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ortex stenz des Spirituöringes durch eine Aenderung der

, _ , ?Zts einzuwenden Vom finanziellen Standpunkt aus wxrd dre errechnung des

leistet werden soll. Ich würde den StaatFkretär bitten, uns mitzuteilsn, was an diesem Gerücht wahr ist. Branntweinsteuer für

ir halten eine Reform xer dringend geboten. Es ist unbegreifltch,

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