derSdele woblgefällia ist, zy finden. Schon der Christus am Kreuz den Charakter eines baßlicben, aber beseelten Körpers. [ eben Wege kommt er zu den verschiedenen Gruppen der Mutter- gewesen, Werke zu schaffen, die den Zwiespalt zwischen Form und Ausdruck in der Plastik Eine Reihe von Zeitbnungen beschließt d e Sammlung sezessionistischer Arbeiten. Anzahl anderer Werke auögestellt. aus Dreßden ist mit zwei Porträts der- spricht. Hier überwiegt die Fichnuag. Man spürt den Wunsch der Künstlerin b_e_ra1;s, das, was ganz ar ich zu arbeiten, darüber wird das Malerische
lebe. Vielleicht wäre es Hudler beschieden
vereinigten. Die Fäbi keit dazu lag in ihm.
Daneben sind no eine Hildegard yon Ma treten, aus denen eine gewiffe Herbheit
vorhin (Gestalt, innere Struktur nannte,
zrugend _zu betonen, organs vernachlassigt.
sebr kraftvoll, und
Emil Grau aus Köni Eberg mälde, .Mädchxn im kräftige Landscha t.
lein aus Mün“ en. Landschafter, gut in der kräftig in der Stimmung und auch
sicht, doch die liebevolle treten der Persönlichkeit.
Braitb, Seghers (ein Blumenftü
und A ck) en ba cb. Literatur.
W. Bode. Rembrandt und
Leipzig, Verlag von E. A.
seine
größte Maler war, der [e gelebt.
don das überflüssig erscheinen. seitigen Verehrung und
keit treten. Das Beste unter aUem _ dafür des Autors _
relativ kurz behandelt ist.
Frieden worden, aber nicht allzuviel Gutes. eumanns, die gewöhnli
Ruf absolut nicht. Die gro
die von W. Bode veranstaltet ist,
zugänglich. So wird man, um
'
Rembrandt
mit einleitendem Text von W. Valenbues
oßer Malte klingt wie Phra der sesli eben Versie ung, etwas,
dem großen Maler Rembrandt besonders zu scbäßen vermag, kurzen Abschnitt über Rembrandt besonders heraus- Denn an das großexublikum wendet sich der Autor. Aber ebildeten, sondem aucb ernstere Kunst-
freunde und Gelehrte werden dankbar sein für Bodes Buch, en Rembrandts. tiefmütterlich behandelt, Bode war es besonders, Verschiedentlichen Artikeln das Intere e der Gelehrten auf die boliändisYe Malerei lenkte _ Artikel, die n einem Band als s ichte der bolländis en Malerei xusammenge aßt find
Bode in dem gehoben. uicht nur die große Muffe der
für _die _ Einzelbetracbtungen der Zeit eno Grdtet ist von der Kunstgeschichte o Kir erade die späteren Niederländer.
r n
“Studien zur Ge und die chi bei intimerer Forschung Vetrachiungen Bodes in seinem neuen Buch
Art. Eine unübertreffliebe Malereikenntnis ist die po lage, auf der der Autor fundierend mit umfassendem Bli das Wichtige Ausführliche Studien wechseln mit leichter Hand lebendig bingeworfenen Skizien, sodaß man nie ermüdet und immer wieder erstaunt über die _Frische des Erfaffens
ebiete der hollän- als kommt binter erung. Dann folgt das Jan Vermeer van Del t, Pieter de und Jan
berauögreift und Unwicbtiges beiseite läßt.
und den Reichtum des Wissens. Sämtliche Sto dischen Kleinmalerei sind durtbgenommen. tanz Nembranit, ebenfalls nur in kurier Schi! Sittenbild mit Nicolas Mars, Hooch, Gabriel Metru, Gerard Ter-Vorck)
weiteres Kapitel ist der Landschaftsmalerei gewidmet. fübrlicb Hercules Segers, dessen Würdißung wir dem Autor wie so van Ruisdael,
dann Iaco
vieles andere verdanken, Albert
Jbbema, Aart van der Reer, tion von de Velde, das Stilieken: Jan Abraham Van Beijeren.
Cuvv-
DavidSz de Heem,
van Dyck bilden den Schluß. und frischer. anschauung ist das Buch dringend zu empfehlen.
Verkehrsanftalten.
Die am 20. Juni, VormittaÉs 8 Uhr, in Berlin fällige englis ch e och infolge Nebels auf See aus-
Posi ist laut Telegramm aus geblieben.
Die nächste Beförderung für Briefe mit besonderem Leit- vZermerk und für Pakete nach Swakopmund und Lüderitz- bucht findet statt mit Extradampfer „Clara Menzell' ab Schluß n Ham- burg am 22. Juni für * tiefe 4 Uhr Nachmittags, für Nachmittags. Levte Beförderung ab Berlin Lehrter für Pakete am 21.*Iuni,
am 22. Juni, in Swako mund etwa am 22. Juli.
Briefe am 22. Juni, 9,00 Vormittags, 11,22 Abends.
Tro? dieser gewiffen Absichtlichkeit wirken die Arbeiten esonders ist in dem Knabenbild in einer über- raschend innigen und treuberzigen Weise der kindliche Ausdruck erfa t. hat ein etwas gar zu großes e- elde', gesandt, Tbaulow eine dunkle, Cine Kollektivausstellung bringt Josef Wen -
Wenglein ist ein außerordentlich geschmackvo er Zeichnung, gedämpft und warm im in umfangreichen Bildern nirgends leer. Fehlt hie und da auch die unmittelbare Frische des Blicks, so erfreut nach der Anzahl von Skizren, die man auf die er Ausstellung Durchbildung und das bei eidene Zurück-
Jm retrospektiven Saal finden Ich Arbeiten von Deiters, , den englischen Porträtifien Raeburn und Hudson, und von Thoma, Schuck),
Zeitgenossen. _ Seemann. _ Preis 6 „M Am 15. Juli feiert Holland den dreibundertiährigen Geburtstag Rembrandts, und die ganze Welt feiert mit, gedenkend, daß dieser Rembrandt wohl der Leider unterläßt man es, den Tag durch Ausstellungen Remxorandtscher Werke zu feiern; offenbar ließen die
ßen Ausstellungen in den Jahren 1898/99 in Amsterdam und Das sprechendste Zeugnis der all- Feier sind Publikationen verschiedenster Art und Güte, die in Erinnerung dieses Gedenkta es an die Oeffentlich- pricht schon der Name ist der von unserem ersten Rembrandtforscher W. Bode beraußgegebene Band „Rembrandt und seine Zeitgeno en“. Wir empfinden es nicht weiter als Mangel, wenn Rembrandt Ueber Rembrandt selbst ist sehr viel Die (
aliem voran genannt wir der Rembrandts,
e Publikation sämtlicher Bi ist dem großen Publikum schwer kennen zu lernen, auf eme andere Publikation, die unter LeitunZ des gleichen W. Bode ei Bong er (beint, hin-
eifen. _ Was uns bei Rembrandt immer zu allseitiger inreißt, ist Heine unendliche Vielseitigkeit. Er ist nicht etwa nur niker _ andere haben ihn in Raf nement vielleicht
ubertroffen _, Fondern er ist auch Dichter und Den er zugleich. Das , und es paßt auf Rembrandt wie auf keinen andern.
Die gan_ze Unerschöp lichkeit in den Stoffen, die Unergründlicbkeit in was gerade das große Publikum an
erangejogen werden um en. Die sind mehr a gemeiner
Philips Wouwerman.
Cine vorzügliche Studie über Adrian Brouwer und ein Kapitel über Peter Paul Rubens und Allen Freunden holländis Malerei lebensvoller Schilderung ibrer kraflvo en
Auf dem
[affe & SÖ
reis.
fand um!; der
Jab- Bezeichnung res-
und über-
Ta- ges-
Aus-
länder Un-
ent-
Betrag
der die
des Verwaltungsbezirks
Jagd- scheine
gelt- Festessen des
[ich „54 gleichzeiti an
Abgabe
x- | Laufende Nummer
2.
4.
nächste
:«1 Dorpeiausfertigungen
Regierungsbezirk Königsberg . . . . Gumbinnen . . . . Allensdxin ..... Danzig. . . . . . Marienwerder . . . Stadtkreis Berlin ua Charlottenburg . .
Regierungsbezirk KdtSdam ., . . . . rankfurt . . . .
tettin . . . . . Köslin ...... Stralsund _ Bosen ......
romberg . . . . 5Zinesiau iegntß ...... Oppeln Magdeburg . . . . Merseburg . . . . Er urt ..... S leswig . . . .
nnoVer . . . . ildesheim . . . . Lüneburg .....
Ton,
Calame
elbst
e- Viograpßie verdient diesen
Wiesbaden . . .
ewunderung Koblenz
Trier . . , . . Aachen ...... Sigmaringen . . . Wiederholung, nacb Provinzen geordnel:
Prov.Ostvreußen . 10 001 . Westpreußen . 6604
Stadt Berlin und 3254
Charlottenburg . . Prov.Brandenburg . 14 344 8 988
„ ommern . . Hosen. . . . 8547 chlefien 15 621 Sa sen . . . 17 898 Seb eswig-
Holstein . . 11224 «nuover . . 17 752
estfalen . . 13 717
ffen-Naffau
, . 7 182 Rhein and . . . . 18 298 Hohenzollern
366 zusammen . .
bat W.
besonders Kein
OWÜQWÖ WW“
tive Gru'nd-
teen. Cin Besonders aus-
P [MandtUt au 0 er, Nun fol t
illem Kal ,
u_10 Stück auögegeben; sie la ße verwendbar.
Anton
Natur- Heute abend 8 Uhr findet die
Tag geöffnetsind, eine nußung. SHeisen und Getränke find M ttagstif
amburg vereinen.
1 117 77
1 638 1 243 93 1 186 1 862 25 4 1991 7 92
1239 15 90 2809 33 2085 14 87
2 458 227 527
153796] 21 626|384]1 034|1200|2 394 582|15 086
Theater und Mufik.
Für die Morwißoper im SÖillertbeater 0. werden belie ig benuvbare Abonnements zu 1,60 „44 für ]. Parkett in sind bei Zuzahlung auch für
Maunigfaltiges. Berlin, den 20.3uni1906. dax
der .WobliabrtS-Vereinigung gebildeter jungerD
ian-Ufer 14 pt., am Halleschen T_or, statt. Das Heim bietet seinen ' itgliedetn zwei beba sicb eingerichtete Klubräume, die den gamen übscbe kleine Bibliothek und ein Piano zur Be-
_ und einigen Mitgliedern volle in Aussicht. Eine Sieüenvermittluns für samtliche Beruszwei e der erwerbenden Frau dient Gönnern und Mitgliedern. Gesellige und sonntägliche Ausflüge im Sommer werden die jungen Damen
1,
69 915 48 529 35 133 34 448 342 ro 66 742 778 ft “ des Erzherzogs 49 990' 53 schwemmt und tausenden. 16 125 584 1252 95172 933
A b e r d e e
62 478 505 52 072 424 24 378 161 79 508 415 53 181 326 88 211 710 87 730| 645 66 112 7 42 131 506 424 116 782 440 33 301 220 172 995 306 45 541 176 42 875 497 72 058 285 47 004 61 43 737 62 25 472 24 76 159 1 13 41 707 285 94 995 310 . 55 631 1 168 55 749| 568
463 367 470
Prag, katastrophe
p-z (; ,... d-“d-lld-U-ö
!!..15; .:» PledQ'
etro en.
_“ . **QDp-*wococ)oad-wocx**qk€)§x541-
dürften die a
in Gegenwart
p_jp-é
]
hob hervor,
wies und führte
WWk-U-“WVQQ-
42 866 499 110 939 142 60 927 139 39 358 40 145 208 5 652 50
153 577 1300 die
101 190 1 120
49 990 53 220 756 2 185 138 928 1 090
98 132 689 741 126 242 053 2 097 281 589 1 084
172 995 306 276 687 1 105 212 861 708 111 380 1 736 294 235 1 511
5 652 50
656 40T
365 21 1351
120
746 26 72 149 23 2 1
vaboe“. , Klass modore'. Klaffe 2 Kreuzer .Carola' ersten Preis, Klaffe 3 Kreu er . rieda". [affe 4 Renn chien „Kran
sowie Dr. Mönckeberg-Hamburg T
ortges wemmt.
dampfer .Hanseat' von von der Vesayung des_ deutschen Fischereidampfers .Norditern", der am le ten FFW bei Island auf Grund geraten ist, hier ein-
er age des .Nordstern“ bemerkte, mit seinem Schiff [) hatte ein Boot mit vier Mann zur Hilfeleistung entsandt. ist aber umgexélJen und die Befassung ertrunken.
die Ankunft des Prinzen Karl im Jahre 1866 br auf die
Jagd, KMeteor“ teilnahm, batte, „W. T. B.“ zufol e, folgendes Ergebnis:
N a ck w e i s u n g der in der Zeit vom 1, April 1905 bis 31. März 1906 im preußischen Staat aUSgegebenen Jagdscheine.
mburg' Senatspreis.
a e 13 awls . . oner .Susanne'. ff Y Na
Klasse 1 _Yawls „Kom. .Tbea' zweiten Kreuzer .Merkur“
oner . el
3 A Klaffe 4 “. n qaita eiiiF mahl statt, ei dem Seine Majestät
rinksprücbe ausbracbten. Abends
begab Sich Seine Majestät an Bord der „Prinzessin Viktoria Luise“, empfangen von der Direktion der Hamburg-Amerika-Linie und dem Vo tand des Norddeutschen Re attavereins. Seine Majestät nahm erteilunIkder Preise der
ettfabrt vor und nahm dann an d orddeutschen Regattavereins teil. km
Hamburg, 19. Juni. (W. T V.) Bei einem Neubau in der Eiffestraße brach heute die Betondecke der fünften Eta
mehreren Stellen zusammen und stürzte auf dF
8 _ _tage; infolgedessen stürzte der Neubau; zusammen. Bis - - jetzt sind 5 Tote, 4 Schwerverleßte und einige Leiéhtverießte'ge. borgen; es sollen noch 3 Mann unter den Trümmern begraben sein,
19. Juni.
*.(W. T. B.) Bei- der Ho wa - im Sazawag-Gebiet sind 37 Wobngeb ude,sseeirrie
gro € Anzahl Wirtschafts ebaude, mehrere Mühlen und bei ßen Fi chteichen die Dßmme zerstört worden. Das Fischmaj§i111t1
Auch die Parkanlagen des Konopischter Schlosses Franz erdinqnd sind durch einen Dammbruch über- chwer schädigt. Der Schadet) zählt. nach Hundert- erionen, meistFrauen und Kinder, sind ertrunken
n, 19.35.11. 5202.23.) Der deutsche Fischerei.
Bremerhaven ist heute mit drei Mann
apitän des .Hanieat' war, als er die gefährliche- erangegangen und Das Boot DasselbeS icksal
kann erfahren haben, die an Bord des „Nord tern“
zurückgelassen worden sind. Bukarest, 19. Juni. (W. T. B.) Heute vormittagd fand hier
der Königlichen Familie, der Minister, es diplo-
matischen Korps und der Spi en der Behörden und im Beisein von Vertretern des Parlaments die eierlicbe Er öff n un g der Nation (: [. aussiellung statt. zelebriert hatte, hielt der Handelsminister die Eröffnungßrede; er
Nachdem der Metropolit einen (Gottesdienst
mit welchem Vertrauen das
rumänischßet FKK ru a e, des Landes bin die im Jahre
blühende Lage
gegenwärtige Regeneration,
weiter aus : die
1839 ihren Anfang genommen habe, habe erst an dem Tage einen mäcbti e_n Aufschwung genommen, Wo ,die Bégründung einer Erb- monar te dem Lande die Dauerhaftigkeit der Institutionen, dem Volke Ordnung und Sicherheit und dem Bestreben des Hrrrschers Bebarrliabkeix und Bestand gegeben habe. Parlament batten itzt Geiste der Gefühle und Wünsche der Najion 523 Leglaubt, das Iubilaum des ersten Königs nicbt würdiger feiern,zw ö?"e"56l-ivdd'"chdV3“§'-““Éi"hit d d Schaff e reue 1 er ur te r un as " en des rumäni en. olkes verwirkli ten Fortschritte gebe. Der Minister rübmtestbfo- dann die Verdien te des Königs und schlo die Königin: Das Volk at in seiner er en Königin die;.Srele einer“ Di terin und das Herz
Die Regierung und das einer Nationalausstellung, die ein
mit folgenden Worten an* ner Maite: gefunden, die ihre Liebe über
rmen, Elenden und Enterbten aus e ssen bat. Der General- kommi ar der Ausstellung Istratti bielt h? go
Forts ritte Rumäniens während der Regierung König Karols be- sprach. Auf die Ansprache des HandelSmmisters und des General- kommiffars erwiderte der König mit einer längeren Rede.
Oran, 19. Juni. Neubaues wurden 35 Arbeiter verschüttet. 16 Arbeiter aus den Trümmern hervorgeholt worden, von denen 15 schWer verleßt sind und einer tot ist.
Jerusalem, 19. Juni. Wie die „Kölnische Volközeitung' beute meldet, wurde am Sonntagnacbmitta in Jerusalem eine sakramentale Prozession durch blutige Aus? katholische Araber, durch eine anaebli e Unterdrückung ibrer Spra erbittert, warfen" dem Bischof Piccrado unter Schmähungen i re Kerzen vor die Fuße. Hierauf entstand eine Schlägerei. wurden verwundet.
erauf eine Rede, in der er die“
(W. T. B.) Bei dem Einsturz eines- Bisber find
reitungen gestört. JunZ:
wei Ara
Der Tatort war der Korridor des atriarchats.
eften
öbere St. Pei
etwa 400 0. burg und an
ge äude, das das Postamt Gouverneurs
Kowno,
Einweihung des neuen He im e s a m e n',
zu billigen Preisen zu haben; auch
Pension siellt der Verein des Komnoer
kende
akete 2 Uhr abnbof für
_Cuxbaven Seine
19. Juni. Die gestrige Regatta, an der am!) Majefiät der Kaiser und König an Bord des
(Fortseßung
der ausftändigen Bäcker in
Akqtow. Durch die Spren Gehilfe Akatow sowie ein La enbesißer und ein Schüler schwer verwundet. Der Täter ist entkommen.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene
Depeschen.
er sburg, 20. Juni. ÖW. T. B.) Die Zahi _ t. Petersburg beträgt at sich auf alle bei St. eters-
Der Ausstand ahn gelegenen Sommer rischen
der Warschauer
aUSgedehnt. _ Aus Kaluga meldet die „Rus koje Simyo“- wegen des dort aUSgebrochenen Ausstandes
ie Bahnhofs- Telxgrapbenamt, die Filiale der Reichsbank und _mrlitärisch bewacht werden. Das Haus des ist von Truppen umgeben.
20. Zum. (Meldung der „St. Petersburger
Telegraphetz-Agentur“.) Gestern abend warf ein Unbekannter auf dem NtkoluuSprospekt eine Bombe gegen den Direktor
Gefängnisses „Humbert und dessen Gehiifxn tücke wurden Humbert leicht,1em
des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
Theater.
keusaxes Theater. Donnerstag:“Qer Kauf- mnm von Venedig. Anfang 7& Uhr.
Freitag: Erdgeist.
Sonnabend: Der Kaufmann von Venedig.
feniugtheater. Gastspiel des Neuen Operetten-
tbeaters aus Hamburkx1 (Direktor Max Monti). Donnerstag, Abends 8 br: Die lustige Witwe.
Schillertheater. 0. (Wallnertbeater) .Wih-Oper. qumerstag, Abends 8 Uhr: Der Leonbeter von _ Sackiuaeu. Romantische Oper in 4 Akten von Viktor Neßler.
Freitag, Abends 8 Uhr: Martha, oder: Der Markt zu Richmond.
Sonnabend, Abends 8 Uhr: Der Freisthüß.
i!.(FriedricbWilbelmstädtischesTbeater.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: eiratkluftig. Schwank in 3 Akten von Maurice C ampagne.
Freitag, Abends 8 Uhr: Heiratsluftig.
Sonnabend, Abends 8 Uhr: Heiratkluftig.
Im Garten täglich: kroßes Militärkouzert.
Konnsjhe Oper. Donnerstag.: Hoffmanns Erzählungen.
Freitag und folgende Tage: Hoffmanns Cr- zähluugeu.
l'ußspielhauz. (Friedrichstraße 236.) Donners-
tag, Abends 8 Uhr: Das Fest der Handwerker. Vorher: Die Verlobung bei der Laterne. Freitag und folgende Tage: Das Fes? der
Handwerker. Laterne.
Neues Theater. Donnerstag: Orpheus in
Vorber: Die Verlobung bei der
der Unterwelt. Anfang 71 Uhr.
Freitag und fol ende Ta :: Or eus in der Untervelt. g “ ph
Thaliatheater. (Dresdener Straße 72/73.) Direktion: Kren und Schönfeld. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Hochparterre links.
Freitag und folgende Tage: Hochparterre links.
Ientraltheater. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Neueinstudiett: Der luftige Krieg. O rette in 3 Akten. (Mit Mia Werber und Oskar raun.) BF::UJJ: Nauou. (Mit Mia Werber und Oskar
ra n.
Sonnabend: Der lustige Krieg.
“
Familienuachrichten.
Vereheli t: Hr. Major Hans von Frankenberg und Pro (blitz mit Frl. Elisabeth von Lieber- Seichau (VreSlau-Seichau).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Oberleutnant "9 Mackensen von Astfeld (Langfubr bei Danzig - ““ Herrn Pastor Warm (Breslau.) _ _ Eine Tochter: Hrn. Grafen Yorck von Marienburg éKlein-Oels). _ Hrn. Pfarrer von WodtkeWM (tHdtl_a.)Unstrut). _ Hrn. Konsul S. S? *
er n .
Gestorben: Hr. SenatSpräsident Neisse FÜRS)“ _ Hr. Geheimer SanitätSrat Dr. me. “7' Alexander Bröer (Breslau). _ Fr. Mai“ _Slcxeibert, verw. Dencker, geb. Roseno ((Gr.-LUBW“ e e.
“
Verantwortlicher Redakteur: Dr. Tyrol in Charlottenburg.
Verlag der Expedition (I. V.: Koye) in Berlio-
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Versus.“ Anstalt Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32-
Sieben Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage)--
ord der „Viktoria Luise; '
zum Deuischen NeithSanzeiger u'nd Königlich Preußischen
M 143. *
Erste Beilage“
Berlin, Mittwoch, den 20. Juni
Staatsanzeiger. 1906.
.[ *
Ymtlickies.
Deutsehes Reich.'
Ge e , *. betreffend Uebernahme exnecß erantie des Reichs in bezug auf eine Eisenbahn von Duala nach den
Manengubabergen. Vom 4. Mai 1906. (Reichsges. Bl. Nr. 29, 1906. S. 525.)
Wir W i l h e l m , von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen 2c. verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesrats und des Reichéags, was folgt:
,“ “ “(Ü _*.-_,-“' "__;
Zum Bau und zum Betrieb einer Eisenbahn von Duala nach den Manengubabergen durch_ die auf (Grund der bei- edruckten Bau: und Betriebskonzession zu bildende Kamerun- Éisendabngesellschast wird den Inhabern der Anteile Reihe 13 der genannten Gesellschaft nach Maßgabe der vorerwähnten Konzession eine Garantie des Reichs bewilligt, und_ war: a. für die Verzinsung des auf die Anteile Rei e ]3 ent: fallenden Teiles des Gesellschaftskapitals in „Höhe von 11 Millionen Mark mit 3 Prozent vom Tage der Ein- zahlung an, _
. für die Zahlung des um 20 Prozent erhohten Nenn- betrags der 'eweiliq gelosten und als solche abzustempeln- den Anteils eine Reihe 13. _
Hinsichtlich des auf die Anteile .4 entfallenden Teiles_ des
(Hefe schaftskapitals in Höhe von 5640000 „44 wird serieys des Reichs eine Garantie weder für die Verzinsung noch fur eine Rückzahlung übernommen_.
2. Das Privateigentum auf der „Halbinsel Bona Peri ist vom Mungo Krick bis Bonamatumba_ 2 Kilometer landeinwärts alsbald zu enteignen; für dieses Gebiet ist em Bebauungsplan
Die im Verkehrsbezirk der zu erbaurnden Eisenbahn tätigen Landgescllschaften und Plantagenbesißer smd, soweit sie besonders.- Jntereffen am Bahnbau haben, zu einer _ent- sprechenden Leistung zu Gunsten des Fiskus des Schußgcbietes Kamerun heranzuziehen.
Der Reichskanzler ist mit de'r Ausführung dieses Geseßes beau tragt.
fUrkundlich unter Unserer öésteikxenhändigen Unterschrift und beigedrucktem Kaiserlichen n rege.
Gegeben Donaueschingen, den 4. Mai 1906.
(11.8) Wilhelm, 1. I. Graf von Posadowsky.
Bau- und Betriebskonzessidn für die Kamerun- Eisenbahngesellscbaft. Nachdem die zur Gründung einer _Kolonialgesellschaft unter der
irma F Kamerun-EisenbahngesellZcbaft gebildete Vereinigung beantraJFt hat, dieser (Hefe schaft die Konzesfion zum Bau Und Betrieb einer _isenbahn von Duala nach deux Mauen- gubagebirge im SclLußgrbiete Kamerun zu vrrleiben, wird diese Kon- zession auf 90 Ja re vom Tage der Besjati MJ des Gesrllschafts- vertraßs durch drn Reickskanzler unter den na ste enden Bedingungen Erteilt:
§ 1
Konzessionsträ er.
Der Bau und Betrieb erfolgt für echnunéz einer von _der Ver- einigung auf Grund des beiliegenden Gesellscba tsv_erirags _rnnerbalb einer Frist von einem Jahre vom Tage_ der Erteilung dieser Kon- zesfion zu bildenden Kolonialgesellscichift mxt dem Siye zu Berlin.
Die Wahl des Vorstandes, sofern _dieser n_ur aus einer Person besteht. oder, sofern er aus mehreren Perionen beitebt, _des V_orsi enden des Vorstandes und die Wadi des obe1sten Betriebsleiters tm chuß- gebiete selbst bedaif der BestatianZ des Reickskanzlers.
Bau. ür den Bau der Eisenkabn gelten fol ende Bedingungen: 1 Die Spurweite soll mindestens 1 rter betragen; die Bahn kann eingleiß? gebaut werden, jedoch ist der Grunderwerb fur e s
i D c1 vorzusehen. en MP 9 bei gleichen Preisen deutstbeö
2) ür den Bau der Bahn ist aterial zu vkrwenden. _
3) Die Anschläge, auf Grund deren_die Ausfuhrung erfolgen soll, bedürfen der Bestätigung des Reichskanzlers. _
4) Die Pläne für die Eisenbabnanlagen sind dem Kaiserlichen Gonderneur zur landespolizeilighen Genehmigung vorzulegen.
5) Abweichungen von der genehmigten Linie sofern sie eine Ab- kürzun oder Verlängerung der gesamten Strecke um mehr als 10 K* ometer, leicbviel nach welcher Richtizng, schiebung des nfangs- oder Endpunkts bedingen, Genehmigung des Reichskanzlers.
6) Die Voliendung und Inbetriebname der Bahn mu_ß_innerbalb einer Frist von 4 Jahren vom a e der Bestatigung _des Eeseaschaftsvertrags erfolgen; der eicbskanzler wird diese Frist entsprechend verlängern wenn der Bau durcb unvorber- gesebene Hindernisse obne Verschulden der Gesellschaft eine Verzögerung erleiden sollte. _
Der Bau der Eisenbahn kann im W:ge eines schriftlichen Vrrtrags an eine deutsche Eisenbahnbaufirma übertrag-n werden; ein sslcher Vertrag unterliegt der GeneLmigung des Reichskanzlers.
Betrieb.
Für den Betrieb der Eisenbahn gelten folgende Bestimmungen:
1) Die Eröffnung des Betriebs aiif einer Strecke ist vorher dem Kaiserli en Gouverneur anzuzrtgen.
2) Die Ba n ist mit Betriebömitteln_in angeme1enrr Zahl so aussurüsten. wie es das Verkrbrsbedminis erbei cbt.
3) Die Gesellschaft ist verpflichtet, die Eisenbahn dauernd ordnungßmäßig zu betreiben und zu diesem Bebufe die Bahn- anlagen, einschließlich der zu errichtenden Telegrapbenanlagen und die Betriebßmittel in solchem Zustande zu erhalten, da der Betrieb mit Sicherheit und aus die der Bestimmung des Unternehmens entsprechende Weise erfolgen kann._ Sie kann hierzu von dem Reichskanzler an ebalten werden, xedoch sollen stren ere Vorschriften nicht erla en werden durfen, als ste_auf der ebrzabl anderer in Afrika unter ahnlichen Verhältnissen
oder eine Ver- brkürfen der
FWU" und betriebenen Vabnen bestehen. Für die Personen-
förderung sind mindestens zwei Klassen einzurichten.
4) Die Zahl der Züge wird dem Ermessen der Gesellschaft anheim- gestellt,_ hat jedoch dem Verkehrsbedüriniffe nach_Mö lichkeit zu genugen. Der Fahrplan ist in geeigneter Weise ö?fentlich bekannt zu machen.
5) Die Bestimmung der Preise Tür den Personen- und Güterver- kebr bleibt für die ersten ün Jahre nach d_em_auf die Betriebs- eröffnun folgenden 1. anuar der Getellichaft überlassen. Nach A (auf der ersten fünf Jahre sieht es dem Reichskanzler frei, wiederkehrend von zehn zu zehn Jahren Höchstsätze für die einzeinen Personenwagenklassen und Güterklaffen festzusetzen die jedoch nicht niedriger als die Höxbstsä e der Mebrzabk anderer in Afrika unter ähnlichen Verhaltni en erbauten und betriebrnen _Babnen bemeffen werden dürfen. Die Festsetzung der Mindestiäye bleibt ebenso der Aufficbtödedörde vorbehalten. Die Beförderungspreise und alle ihre Aenderungen find vor der Einführung dem Gouverneur anzuzeiÉen und in geeigneter Wzise öffentlich bekannt zu machen. rdöbungen treten ohne besondere Genehmigung des Kaiserlichen Gonderneurs erst drei Monate nach ihrer öffentlichen Bekanntmachung in Kraft.
Zur Sicherung des Betriebs der für das Schußgebiet Kamerun
einzuncbtenden Post- und TelegrapHenanstaiten gelten folgende
Bestimmungen :
a. Die Gesellschaft hat die Briefpost mit allen fabrvlanmäßigen Zügen kostenfrei zu befördern, und zwar _ nach Wahl der Retchsyoiwerwaliung _ enthder durcb Vermittelung des Z-igponnais oder in einem besonderen, für Postzwecke ein-
ertchteten Wagrnabteil unter Begleitung des erforderlichen
Yostprrsonals. Leyteres sowie die Gerätschaften, deren die
ostbeamten unterwegs bedürfen, find gleichfaüs kosten- frei zu befördern. Für die Zosimäßige Einrichtung des
Wagengbteils werden der Gesc schaft die Selbstkosten von der Reichswstverwaitung ver ütet.
. Die Geieüschaft hat dir Poipäckereien _in derselbxn Weise wie die Briefpost zu beiördern. Für die Paketbesördsrung wird, und zwar ohne Rü cht darauf, ob der Befördkrungs- dierzst durch_ das Eisenba npersonal oder durch das Posi- pkrwnai eriolgt, der Gesellschaft eine Vergütung von 50 0/0 des aÜgemeinen Stückguttarifs (für Stückgüter aller Art) gewährt. _
. Reicherx die unter 3 bezeichneten Wagenxbteile zur Brief; und _Packereibeförderung nicht aus, so ist die Geseüscbast verpflichtet, auf Verlangen der Reichsposiverwaltung be- sonrere Bahnpostwagen in die fabrplanmäßigen Züge ein- zustellen und kostenfrei zu befördern. Die Beschaffung dieser Bahnpostwagen ist von der Gesellschaft nach den Angaben und aufKosten der Reichspostverwaltung zu bewirken.
Die Vergütung der Päckereien erfolgt nach den Be- stimmungen unter b. _
. Die innere und äußere Unterhaltung der Postwagenabteile (a) und der Bahnposiwagen (0) erfolgt durch die Gesell- schaft; die Selbstkosten werden von der Reichspostverwaltung erstattet. Für die Erleuchtung sowie für die Reinigung im Innern sorgt die Postverwaltung auf eigene Rechnung; doch kann sie von der Gesellschaft die Ausführung dieser LeiZ'tungen gegen Erstattung der Selbstkosten in Aniprueh ne men.
.Die Reichposiverwaltung behält sich vor, im Falle der Juan pruchnabme des Zixéwersoaals Y_r die Beförderung der riefpost und Postpä eteieu nach a gabe der Mühe- ngiung eine von ihr zu bestimmende ergütung zu ge- wa ren.
Für den Postdienst des ugpersonals (& und 5) über- nimmt die Geseliscbaft keine ' erantwortlichkrit.
. Die Geseüscbaft ist verpflichtet, bei dem Bau von Stations- gebäuden auf das Bedürfnis der Reichöpostvenvaltung an Räumen für Post- _und Telegrapbenstationen_Rück1:bt zu nehmen; für die Raume ist postseitig cine jabrli e Ver- gütuna nacb besonderer Vereinbarung zu zahlen.
. Die Geseuscbaft hat der iiieicbstelegrapbenverwaltung guent- geltlicb das Recht zuzugestehen, an dem Telegravbengeitänge der Eisenbahn, soweit dies Raum bietet, ihre Telegrapben- und Fernsprcchdräbte anzubringen, sowie das Recht, erforder- lichenfalls ei ene Gestänge für Telegraphen- und Fernsprech- leitungen au? dem Grund und Boden der B1bn0erwaltung längs der Eisenbahnlinie aufzusteaen. Die Gesellschaft wird diese Linien unentgeltlich wie ihre eigenen bewarben.
. Zwischen Otten, welche durch Telegrapben- oder Fernsprecb- anlagen der Reichspostverwaltung verbunden sind, darf der Bahntelegrapb zur Uebermiitlung von Nachricbien, die ich nicht auf den Dienst der Eikenbabn beziehen, nur mit e- nebmigung der Reichöposwerwaltung bewußt werden. Im übrigen gelten für die Beförderung von Pcivattelegrammen durch den Babntelegrapbep die von der Reichspostverwaitung für ihre Linien im deut1chen Schußgebicte Kamerun fest- gesetzten Tarife und sonstigen Bestimmungen. Eine Ver- pflichtun zur Beförderuug von r'tVattelegrammen entsteht für die &eseilschafi hierdurch ni !. _
Der Betrieb der Eisenbahn kann im Wege eines schriftlichen
Vertrags an eine andere Person oder Gesellschaft verpachtet werden;
ein solcher Vertrag bedarf der Genehmigung des Reichskanzlers.
§ 5.
Die Benutzung der Bahn ist jedermann unter gleicheii Bedingungrp zu gewähren. Insbesondere haben kkie_angeseßten Beforderungöprene gleichmäßig für alle Personen oder Guter derselben Art Anwendung zu finden. Erleichterungen der Bsförderung, welche nicht unter Er- füFZZZg der gleichen Bedingungen jsdermann zugute kommen, find un- u a .
' Tßie Geseliscbaft ist auf Verlangen des Reichskanzlers verpflichtet, anderen Unternehmern den Anschluß an die Bahn mittels Privat; anschlußgleisen oder Anschlußbadnen gegen Ersatz der der Gesellsäpaft daraus erwachsenden Kosten zu gestaticn, sofern die Gesellschaft die Anschlußgleise oder Ans lußbabnen nicht binnen angemessener Frist selbst herstellt. Auch it die Gesellschaft verpflichtet, auf den an- schließenden Privatanscblußgleisen den Betrieb, unter Beistellunß der erforderlichen Trankportm ttel, gegen angemessene Vergutung zu uber- nehmen und ferner den Uebergang geeigneter Trans ortuzittel der Privatanscblußbabnen ebeniails grgxn angemessene ekgutung zu aestatten. Die Vergütung ist im Streitfatlc von dem Reichkkanzler
festzuseven.
§ 6. F u di G i UsQftVettragsvirlevr-WR i dis u k d i as e re gegen eneerirn cer runeau- erlegten Verpflichtungen schuldhaft Verstößt und der ihr vom Reichs- kanzler erteilten Anweisung, diesen erstqß gut zu machen, nicht in angemessener Frist folgt, so kann sie fur die durch ihr Verhalten dem Zierleistei zuÄeiügteZ Nachteile auf Tablung eines entsprechenden Geld- ta a n n ru enommen wer en. e r arüber, sFr) ein erschulden der Gksellscbaft Vorliegt, und darüber, ob sie der infol e eines sol en schuldhaften Verstoße§ erteilten An- weisung nicht _ent precbend na gekommen ist, sowie daruber, wie bock) fich der für die entstandcnen Nachteile zu zahlende Geldbetrag beläuft,
entscheidet endgülii ein nach § 7 zu bildendes Schiedßgericbi. Alle hiernach von der esellschaft etwa zu zahlenden Beträge sind an die Kasse des Kaiserlichen Gouvernements abzuführen. ...-:*
Hat ein Verschulden der Geseliscbait bei der Erfüllung der ihr in dieser Urkunde auferlegten Verpflichtungen zur Fol e, daß die Eisenbahnstrecke nicht rechtzeitig gebaut oder nicht etrieben werden kann, so ist der Reichskanzler befugt, auf Kosten der Gesellschaft den Bau oder Weiterbau der Bahn und die Ein- richtung oder Fortführung des Betriebs einem Dritten zu übertragen oder selbst zu übernehmen. Ueber die Frage, ob ein solches Ver- schulden der Gesellschaft vorliegt, entscheidet ebenfalls endgültig ein nach § 7 dieser Urkunde zu bildende? Schiedßgericht.
§ . Schiedßgericbt.
Das im § 6 Vorgesehene Schied§gericht wird in der Weise ge- bildet, das; jeder Teil zwei SchiedSrickpter bestelit und Von sämtlichen Schiedörichtern ein fünfter als Obmann gewählt wird. Der Reichs- kanzler wird die von ibm gewählten Schied§richtcr drr Grsellicbaft benennen und die Gesellschaft gleichzeitig auffordern, die Von ihr zu wählenden Schiedßricbter binnen vier Wochen, dom Tage der Zusieaung der Aufforderung an gerechnet, zu bestellen und ihm namhaft zu machen. Kommt die Gesellschaft dies er Aufforderung nicht rechtzeitig nacb, s 0 wählt der Reichskanzler auch die fehlenden Schiedsrichter. Als Obmann ift gewählt, Wer die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf fich Ver- einigt. Bei Stimmengleicbbeit wird der Obmann Von dem Präsi- denten des Hanseatischen Oberlandrsizerichis ernannt. Das Schieds- gericht tritt in Berlin zusammen. Für das schiedsxichterlicbe Verfahren
eltrn, soweit in dieser Urkunde nichts anderes fcitgeseßt ist, die Vor- Schriften des zehnten Buches der Zivilprozeßordnung. § 8. Voizugsrecbte.
Solange die in dieser Urkunde erteilte Konzession besteht, wird einem anderen Unternehmer die Anlage einer Eisenbahnstrexke, welcbe neben den Verliehcnen Bahnlinien in gleicher Richtung au_x dieselben Orte oder unter Berührung mehrerer Hauptpunkte dersel en laufen würde, nicht konzessioniert werden.
Vorkonzes onen zum Weiterbau oder zum Bau von Anschlußdabnen dürfen nur na Anhörung der KamerunEisenbahnFseÜschaft bewilligt werden und bedürfen der Genehmigung durch den eicbskanzier.
Auf einen Bahnbau durch das Reich (xder die Kolonie finden die Bestimmungen der vorstehenden beiden Absaxze keine Anwendung.
Die Gesellschaft hat ein VorzugSrecht auf die Konzession für den Bau einer Hafenanlage am Ayßgangspunkte der Bahn mit der Ma - gabe, daß die zu schaffende Hafenanlage; soweit sie nicht für dir Zwe ? der Eisenbahn erfordert wird, dem öffentlichen Verkehre freizugsben isi. Etwaige Zweifel über die Bemßßung entscheidet der Reichskanzler.
Grundeigentumébeicbaffxmg.
Alle Eigenlums- oder sonstigen dinglichen Y_Tzcbte, welche dem Schutz- gebiet an dem für den Bau und Betrieb der Etisnbgbn und ihre künitigc Entwickelung erforderlichen Grund und Boden kraft seiner HoheitSrecbte oder aus irgend einem sonstigxn _ReMStitel zusteberx, wird das Schuß-
ebict obne Entgelt gn die Geseliicbast abtreten. Inyoweit ibm_ein Ver-
?ügungßreckot nicht zusteht, wird der Reichskanzler _ nötigenfalls im Wege der Enteignung _ dafür besorgt sein, daß der Gesellschaft vor) den Verfü ungsberecbtigien der erforderliche Grund und Boden frei von allen asien und Eigwtumßeinicb änkungcn 31 mäßigen und ange- meffenen, yon der (Heseüicbast zu zahlenden Preisen zum Eigentum überlassen wird. § 10
Materialirnentnabme. _ _
Der Gesellschaft ist gestattet, in den Waldern, uber welche das SchuLgebiet Verfügen kann ohne Entgelt Holz in den Mengen zu entne men, welcbe tür den * au, die Unterhaltung und die Erneuerung res Unterbaues und des Oberbaucs wahrend der Konzeifionsdauer erforderlich ist- Die Holzentnabmc darf den GrundsaH-xn der ordent- lichen Waidkultur unter Berücksichtigung drr im * abngebiet ob- waltenden Verhältniss nicht widerstreiten.
Die (Gesellschaft darf ferner aus den dem Vrrißgunsßrechte des Schutzgebieis unterliegenden (Grundstücken Erde,_Ktes, Sand und Steine für den Bau, die Unterhaltung und die_ Erneuerung des Unterbaues sowie der Bahngebäude und Babgwetkitatten unentgeltlich entnehmen, soweit dadurch dffentlickx Injereuen nicht derleßt werden.
Landgerecbtsame.
Die Gesellschaft ist berechtigt, sich längs der Bahn, nachdem die Zuweisung von auskeichendexn Reservaien nach Verhandlungen mit den („ingeborenen an diese eriolgt ist, nach Maßgabe folgender Bp stimmungen Land anzueignen: _ _
Ein zu beiden Seiten der Bahn sieb je 2Kilomet_er außdebnender Streifen Land ist in Blöcke_von jr_ 2 Kilometer Tiefe und Breite einzuteilen. Innerhalb der Häifie diescr Biörkr, die so auSzuwadlen sind, da? die drei Blöcke an den Berührungsietten der außgewablten Blöcke reibleiben, bat die Gesellschaft das Reckyt, sich_die1enigen Grundstücke anzueignen, die sicb entweder kraft eines ynvaten oder öffentlich rechtlichen Tiiels im Eigentume des Schutzgebiets befinden oder als herrenlos seinem Aneignungörecht unterstehen. Der Reichs- kanzler ist befugt, Abänderungen in der Abgrenzung der zur Boden- zuteilung an die Gesenschait _besiimmten Blocke zu genehmigen, doch dati das Geiamtareal dieser Blöcie das Gesamtareal der übrigen Blöcke nicht überschreiten. Die Gesellsch_aft darf innerhalb der Blöcke solche Teile nicht anrtgnen, we _ zum Zwecke des Baues von Zufubracgen zur Eisenbabn_ sowie zu fiskalischen oder gemeinnüßigen Anlagen erforderlich sind. Fur die e
w:cke ist auch sväter der Grund und B0de_n_, soweit er noch ni t ebaut oder in Knitur genommen worden ut, von der Geieliscba unent eltlicb zurückzugeben. _ ie Gesellschaft ist ferner berechtigt, im Umkreise von_ 50 [cm Vom Endpunkte dcrEisenbabn Von ihr selbst auIzmvabiendxFandereim bis zu cinem Flächeninhalt: von 10000 im von dem detrt Schu Ic_biet entweder kraft eines privaten orer öffentlichrecbtlicben T1telöge ortgen oder alicm als bencnlos seinem Aneignungsrechunterstehenden Grund und Boden innerhalb 15 Jahren von der EisTilun? dilier Konzession ab sich anzueignen. Insoweit das danach pon der Ge ellichaftxrworbene Land zum Bau von Zufuhrwcgen zur Etienbahn oder zu iiSkaitfchen oder gemeinnützigen Ania en gebraucht wird, ist die Gesellschaft ver- pflichtet, es gegen Ueberla un eines gle_icb großen und gleichwertigen, dem Schußqebiete gehörigen andes uruckzugeben. _
Die Aufsichbebörde bat die Husten zu bestimmen, innerhalb Welcher bei Verlust der Landgerechtame die Kultivierung der Land- blöcke begonnen werden muß. § 12
BergwerkSJereckotLame. __ ür die Dauer der ersten 15 Ja re nach der Bestatigung des Gesc schaftsvertrags wird der Reichskanzler der Gesells ait aus dem Gebiete, welches innerhalb zweier durch die _Babnstre e_ getrennten und e 100 Kilometer dadon ent ernten Grenzlinien zu beiden Seiten der isenbabn belesen ist, auf nirag Gebiete bis zu 80000 Hektar 500 Hektar für jedes ferti gestellte Kilometer) in höchstens 10 Ab- §ckni1ten zur auss lie licßen Aufsucbung und Gewinnun von Mineralien (§ 1 der ai etlichen Verordnung, betreffend das ürsen im Schutzgebiete Kamerun Vom_ 28. November 1892), Vorbehalültb wohlerworbener Rechte Dritter, ubuweisen.