den in die erfix Pfarrstelle in Freienwalde i. Pomm. W xufenen Pastor Hykel, bisher in Blankensee, zum Super- mtendenten der Diozese Freienwalde, Regierungsbezirk Stettin, zu ernennen sowie_
dem Konßstortalrat 1). Karl Teichmann in Frankfurt a. M. den Charakter als Oberkonsistorialrat zu verleihen.
Ministerium de_r geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten.
Der Provinzialschulrat Dr. oeres i dem rovin ial: schulkoliegium iy Koblenz überwie en wordetstt. V z
Dem Semmardirekiox Dr. Schmidt ist das Direktorat des Schullxhrersemmars in Neuruppin verliehen worden.
Der bisherige Assistent am Zoolo, ischen Institut, Privat- bozeni an der Universitat zu Kiel, Pro essor Dr. Vanhoeffen ist zum Kusios am Zbologiscben Museum in Berlin und . __der _ wxffenschaftiickze Hilfsgrbeiier am Meteorologischen Institut 111 Berlin Wilhelm Kuhl zum ständigen Mitarbeiter ernannt worden.
_ „Dem _Biblioihekar a_n der Königlichen und Universitäts- bibliothek in Kontgsbkxg 1. Pr. Dr. Lecke ist eine Bibliothekar- stelled an der Königlichen Bibliothek in Berlin übertragen wor en.
_Der Kreisaisiftenzart Dr. Veilinger in Usingen ist zum Kryuzarzt e_rnannnt und mit der Verwaltung des KreiSarzi: bezirks Kreis Usingen beauftragt worden.
Dem Honoraxlehrer und Leiter des Unterrichts in der Che_r:iie an der ._Kmegsxakademie Dr. Maaß in Berlin ist das Pradtkat Profesjor beigelegt worden.
Ministerium der öffentlichen Arbeiten.
31) Ausführung der Allerhöchsten Verordnun vom
2. April 0. J., betxeffend die Errichtung von KöniYiichen Kawaibaudirekiionen für die Herstellung eines SchifÉabrtkggzals vom Rhein zur Weser einschließ- lich_ qnalr/aestrwng, der Lippe und Nebenanlagen sotme etnxs Konigiichanauptbauamts für die Her: stellun_g eines Großsch1isahrtweges Berlin-Stettin Wasserstraße VerßimZYohen/aaihen), (Nr. 85 des Deutschen 61chSZ und Komgli Preußischen StaatSanzeigers vom 9. April 1906), bestiwyxe ich hierdurch im Einvernehmen mit dein Herrn ananzminnter, dem Herrn Minister für Land: Wirtschaft, Domanen und Forsten und dem Herrn Minister des
Innern “__, 1) die_ Stadt Essen (1. d. Nuhr
als Hlß der Kbmgiichen Kanalbaudirektion für die Her- stellung desvSchiftabrtkaqals 00111 Rhein bis zum Dortmund: Emskanal einschließlich eines Lippe:Seitenkanals von Datteln * nao? Hamm sqrme ur_ die Kanalisierung der Lippe oder die
An age von Lippe-Seitenkanälen von Wesel bis Datteln und von Hamm bis Lippstadt,
“_, _ 2) _die Stadt Hannover als (7.13.1121 Komglichen Kanaibaudirektion für die Herstellun des Srbissahrtkangls 0011 Bevergern ur Weser in der Gegen von“ Byckeburg mii Zweigkanälen na Osnabrück und Minden sonne eines Anschiußkanais aus der Gegend von Bückeburg nach Hannover mit Nebenanlagen,
_ 3) die; Stadt Potsdam
018 Siß_ des Königlichen Hauptbauamis für die er- stellung eiiies Großschiffahrtweges Berlin-Stettin (Wai er- firaße Betrlin-Hohensaathen).
Berlin, den 22. April 1906.
Der Minister der öffentlichen Arbeiten. In Vertretung:
Holle.
Ministerium des Innexn.
Dem OberregierungSrat Leis ist die Leitun d * ' :
abteilung bei der Regierung in Schleswig und g er Finanz
dem Oberregtexungßrat Engelbrecht die Lsitung der
Ynßnzabieilung bet der Regierung in Köslin übertragen 1 en.
Außzug aus der Tageßordnung
für die Sißung des Bezirkßeisenbabnrats u V 3 am 2. Juni 1906. 8 re [au
Antrag des Herrn Kommissionörat Milch in ress u “ . führung von Sonntagskanen von und nach Peterser i.aRi:/1efngZ)l.n ficli Axtraig des Herrn thsklixtt vson JorldiaiZ in Klein-Obifch auf Her-
un e ner neuen orm (: 11 Der 11 u Glogau und BreSlau. g . g ng Von Freystadt mit
Breslau, den 23. April 1906.
Königliche Eisenbabndirekiion. H e rm a n n.
Yiehtamtliches.
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 24. April.
Seine_ Majestät der Kaiser und Köni ' heute im Komgiichen Schloise_z_u Homburg vor der g 6 eorbée: Vortrag des C?efs des Militär abineits, General eutnants
Grafen von Hül en-Haeseler.
Die vereini ten Ausschüsse des VundeSrats " " ' : wesen m_id für andel und Verkehr und die vereinisxtrengxzfxx- Leehuffe fiir Handel und Verkehr und für das Seewesen hielten
ute Sißungen. .
Die Raiifikationsurkunden zu dem von Preußen und Oldenburg zur Regelung der Lotterieverhälinisse aSnJlZßpYzexFIZerfinx' (ZW ?ZÜCYWÜMLT StaaiSoertrUÉe? nebst
----"-.“u0e, 2...“ MSIÜUUscht worden, 5 f 9 am 1 73 hier
'der „Popolo Romano“ meldet,
Der Obermilitäxanwalt beim Reichsmilitärgerichi reiherr von Pechmann ist mit Urlaub nach Ncuenahr abgerFeist.
Laut Meldung des „W,T,V.“ ist S. M.S. „Loreley“ am 21. April in _Smyrna eingetroffen und geht heute von dort nach Konstantinopel in See.
_ S. M. S. „Bussard“ ist vorgestern in Daressalam emgetrofferz und geht übermorgen von dort nach Lorenzo Mar uesVZn Ze?
. . u kanoneuboot „Vorwärts“ i vor tern in Schanghai eingetroffen. st ges
_ _ Württemberg.
Die Einna men der württembergischen Staats- bahnen im Re MY ]ahre vom 1. April1905 bis 31. März 1906 beirugen, „, . . B.“ zufolge, 68197 000 916 Das be; deutet eme Zunahme von 3614000 „46. gegen das Vorjahr.
D Deutsche Kolonien. , us eutsch-Südweia rika wird „W.T.B.“ uol “WWB _ s f zf ge
a en Gefecbien bei Feiikluft und Das am 8. und 10. April batie, nach Aussage zweier entkommenec deutsckoer Gefangenen, eine siarke Hottentottenbande in der Nacbt Vom 10. zum 11. April unweit von Oas_ ßelagert. Sie stand unter 18111 Befehl eines bisher utzbekannten Fahrers namens Johannes Andreas. Die Ab- txtlungen des Hauptmanys Heuck (1., 2., 11. Komv- des 1- F--NL“ IMMI, 2 GebirF escbuße) und des Majors Siebert (1., 2., 3. Komp. des 2. regiments, 2 GebirasgescbiZYe, 2 Maschinen- gewehre) verfol ten alsbald die in nordWestiicber ' ichiung führenden Spuren; „sie „iellten fest.. da das Gelände südlich Von Ozs und westlich bis zur Linie tinkdoorn-Duurdrift vom Feinde Tree sei. Wenige Tage darauf, am 14. April, wurde im Morgen rauen die Pferdewmbe der 4. Komv- VW '2- F.-ngi- ments ei Nurudas m den Großen Karasberqen von einer etwa 50 Manvn siqtkrn Bande überfallen. Hisib-xi fiel ein Unter- offizier, vm Nuker Wurden schwer, zwei Reiter leicht VSTWiMst. Die sofort alarmierte Kompagnie und die schwache Besaßung von Nurudas ngbmen die Verfolgimg der Pferderäuber auf, konnten aber nicht ver- hindern, daß ein Teil der Pferde abgeirieben wurde. Ob Morenga sich bei emer dixser Banden befindet, sieht nicht fest.
Der Kapitan der Bondels Johannes Cbriiiian, der uach einer Meldu'n'g des Obersten Dame vom 5. April mit Morenga zusammen auf britischem Gebiet in der Höhe von Arian saß, ist nunmebr mit 100 Orlogleuteti nach “den Oranjebergen auf deulsches Gebiet zurück- gekehrt. Pabst istMasorTaeubler mit der 9. und 11. Kompagnie des 2. F.-chtmcnts, 2Gebirgsgeschüßkn und 2Maschinengewebren aus der Gegend Von Hetrachabts na Udabis gerückt. (Er soll mit dem Major von reybold, dcr „mt der 10. und 12. Kompagnie des 2. F.- _egiments, 2 GebirgSgesckykÉm und 2 Maschinergewebren bei Howsdrift steht, gegen Johannes bristian Vorgehen.
Oberstleutnant voix Estorff befindet fick) in mamas, der Tbxrst Da me ifi am 15. April wieder in Keeimansboop- eingetroffen.
Oeftewekh-UW
Oer entraiausschuß der Siebenbür er Sa en hai eme esoluiion gefaßt, bie dahin geht, das; Lbie sächsils'cben Abgeordneten die Grundzuge des sächsischen Volks- rogr'ammx zur'Rthtschnur nehmen sollen. Die Abgeordneten ollen xmsiweiien eme Stellung außerhalb der Parteien einnehmen. Nach 0an Meldung des „Ungarischen Telegrapben-Korrespondenz- bureaus saaie Dr. Karl Obert in seinerProgrammrede 001“. den Wablern des Mediascher Bezirks: die Sachsen konnten als Sachsen nur danzi und nur so lange ihre politische Stellung behaupten und die sächsischen Kulturgüter, wenn guck) mit Kampf imd Anstrengung,_ erhalten, wenn und solange in Ungarii die fubxende und hcrr1chende Stellung der ungari- schen Nation volistandig unangetastet bleibe und fraglos an- erkannt werde. Dix Siebenbürger Sachsen hätten keinen anderm xeund imd keine andei'e Stüße als die ungarischeNation. Andexer cits mußten aber die ungarischen Politiker einsehen, daß die Sachsen der_n ungarischen Staate zum unermeßlichen Vorieil 'gerei'ciß hatten. Der Sachse sei der ungarischen Nation in diesen Landesteilen ein überaus scbäßenswerter Faktor von unerseßvarem Werte, aber nur als Sachse, unter Aufrechterhgliunq u_nd Wahrung seiner Nationalität. Verliere er aber [eine Natiynalxtat, so erhöhe er die Schwierigkeiten
der ungarischen Nation in ganz bedeutendem Maße.
51) Rußland. er Kaiser hat, nach einer Meldun der „St. : burger TelegraphenaYitiir“, beschlossen, degn ReichSrFtetfirnsd die Dumg qm 10. at persönlich in St. Petersburg mit großer FJMrblchkY zu eröffnen. «““ n er rovin iaiperfammlun der Sem w
3121 _Moskau wurdc Dmittri] Schipow Jigim MitqliedftdeZ
eichSrais gewählt. Schipow nahm die Wahl daiikend an und yersprach, unentwegt die Verwirklichung der durch das Manifest vom 30. Oktober verkündeten großen Grundsäße und freiheitlichen.Institutionen zu unterstüßen und an der fried- lichen Entmicklung des Landes mitzuarbeiten.
. , Italien. Der Ministerrat beriet in seiner gestrigen Sißung, wie _ , _ d1e_ Erklärungen, die der Yi1t21fxt1elilatpes Yesißernkim Senat 514? [Beantwortung eiiier e tun 11 er te äu ere o itik “ ' geben wird. ß Italiens ab-
D s Spanien.
. er getri e Ministerrat beschloß, „W. T V“ ufol e die Aufhebung er ver as'un Smä i enGara t' ' ' „z Z “ ruckgängig zu machen.f' ! 8 ßg 11 ten in Catalomen
D“ S Serbien.
ie kupschtina ist gestern zu einer Si un - etreien._ Nach Vexiesung des Schreibens dess ' iéilixtaerranii- enten, in dem die Demission der Regierung mitgeteilt wurde, wurde das Haus bis zur Bildung eines neuen Kabinetts vertagt. Wiener_Bialter_n zufolge ist an den dortigen serbischen Gesandicp Wutisch eme formelle Anffordcrung erganqen die KabtneitSbtlbung zu übernehmen; der Gesandte babé dixs aber Mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit Liner raschen Losung der Verschwörcrfrage abgelehnt.
Asien.
Der revidierte englisch:tibetanische Vertrag ist,
nach einer Meldung des „Reuterschen Bureaus“, gestern
in Peking unterzeichnet worden. Er e t
England und Tibetq das chinesische Protekioxraßt WKW anerkennen., Großbritanniep verpflichtet sich, in inn Angelegenheiten Tibets nicht einzugreifen, an er w ere dies andere Mächte tun. 9Zina erklärt s:kz daW emo_ersianden, mehrere tibeianiscbe ärkte dem indischen Hand? Zu. offnxn, Teiegraphenlimen in Tibet zu bauen und Grose;- ritanmen bei der Erteilung von Eisenbahnkonzesfionen j (TEQiszizbevorzufgen. dJexknefx wiiYgt China ein, 2 400000 TMZ
a tgun ur te 0 en er briti en "
Lhaffa zu zu ien. [ck) Expedition nach
D' R Afrika. ie egierung von TranSvaal hat, ua ei . bung der „Reuterschen Bureaus“, der RegierunxxhvotFLZZYIf xxßuséttitsetiézytltßs kund UntethlFZig eines kriegSmäßiq aus- _ e en 1 orps von reiwilli " - druckung der Unruhen angeboten. F gen zur Unter. _Die „Daily Mail“ meldet unter dem 8 ' enTa Mombasa, daß aufständische Nandis YmftnZZ. d. eki? der Nähe des an der Eisenbahn nach dem Viktoria-Njansa:See gelegenen Berges Londiam zwei indische Kaufleute er: mordet batten. Truppen seien dorthin entsandt worden.
Parlamentarische Nachrichteu.
Die heutige (86 Sißung des Reichstags wei
:- . a , er S_taatssekreiax des &eichssch'aßamts reiberr von Séenxxli berwohnte, eroffnete der Präsident Gra „von Balleftrem mit fongedeir AZsprachexW
. ene "eri'en! äbrend wir eine zwar in aber
bErrliibe FrublmgSwetter besondxrs begünstigte lszefrholungdmbéyittdeixis sind aber zwei uns besonder? besteundeie Nationen durcb elementaré Ereigniffe uberczus schwere Hetmsuchungen Verbängt worden. Das uns verbyndete Königreich Italien, mit deffen Volk uns alte historische Beziehungeiz und gegenwartig sympathische Gefühle besonders nahe verbinden, ist durch einen ungewöhnlich heftigen Ausbruch des Vesuv schwer heimgesucht worden. Hunderte von Menschenleben sind ihm zum Opfer ae_fa,llen, Tausende sind in ihrem Eigentum auf das schwerste geschadicgt, eine blühende Landschaft, mit der schönfie
:ck der Erde,. ist unter Baba und Asche begraben, wahrlich eine chwere Heimsuchung! Aber noch viel schwerer ist das Verhängnis welches in allerleßter Zeit das uns herzlich befreundete und stamm: verwandte Volk der Vereinigten Staaten von Amerika betroffen hat. Durch em ver'beerxndes Erdbeben und eine darauf folgende beispiellose Feuersbru'nsi tit dre Stadt Sari Francisco, die Metropole des Westens der gmezikaniscben Staaten, eme Stadt von 400000 Einwohnern vollstandig vernichtet worden. Die Verluste an Menschenleben uni; an Eigentum 'sind zwar noch nicht festgestellt, aber man kann nach dßn bisher eingegangenen Nachrichten annehmen, daß erstere in dre Tausende uiid daß lxßtere .in die vielen Hunderte von Miüionen Mark aeben, em Ungluck, wtx es bisher kaum dagewesen sein Wixd. Meine Herren, das deut1che Volk nimmt an die en schweren Heixnsuchungen der beiden befrezmdeien Nationen den inni en (hmm- YeYUYUFYM, Öndkexcb binsmrxh bewußt, im Namen 0 er ertreter
_en 0 zu pre en, wenn i von
diesen Gefublen Ausdruck gegeben habe. ck dieser Stelle aus
_ Daran trat das Haus in die Beratun der Ta es em und ngbm zunä '; in dritter Beratunx? ohne bbrtiizenuitiliß _Geseßeytwurfe, bei? end die Entlaftun des Nei s- ;YxeasltZ-anczydsÉmli; beireffendldie Abänberung des e- erte onunSeduü . (Sbluß des Blattes.) g g z sch sse an
Statistik und Volkswirtschaft.
Ergebnissed di . “111655" die .er me x_lnt en und der barm t' äkik icrlbuexittsxibkbfunbgetnim PxeuYFU Zs900-p1904 ZßeduM... ro a onentm eu enRi bis 1904/05 ck ? ck“ 1899/1900
sind im „Ministerialblatt für Medizinal- und medi in ' - angelegenheiten“ und in dxz .Veröffenili anger? bx? Yiseerrrlti w Gesundbettßamie?" „tabeÜanicbe Zusammen ieÜungen veröffentlitbt wordJ, dexen trlvzrchdte fFZlgenfden Zalblen entnehmen:
er 013 i en rü ung aben sicb bei den ein eln '- fungskoxnmtssiozien in Preußen in den fünf Prüfungs «:brexiniW/ 1900 bis 1903/1904 zusammen 4272 Kandidaten der edizin oder 1abriich im Duxcbscbntti 855,4 der Prüfung unterzogen. Die 4 Jahre von 1899/1900 k13 1902/1903 lassen Zahlen 935, 886 905, 888) erkennen,_ dl? den Durchschnitt überstei en, wébkend dastabr 1903/1904 (m_tt 653) erheblich unte_r dem urcbscbniit bleibt. Es haben die Prufung in demselben Prüfungsjabr nicht beendet zusammen 1152, 1abrlich im Ourchs_chmit 230,4 Kandidaten, denmach mehr als der vierte_Teil. Die Prufung bestanden zusammen 3120, jährlich im Durchschnitt 624 Kandidaten; in den Iabren1899/1900 bis 1902/1903 hielt M) die Zahl ,(666, 616, 645, 718) über dem Durchschnitt oder nahe- beiddach-bri903- 1904 zeigte dagegen mit der Zahl 475 eine Abnahme um ??YWMYZZ Xtrtiixxng_€e§iax1d3n4 Fiji dem Prädikat „sehr gut" zusammen
,_ 1art "„mit.ut" 9 .
,gemLiZc'nde“i 9716 bezJ. 195,2kKandidaten. g 1 70 bezw 394“ mit
te, nze nen rü gngs ommissionen beteiligen in na en- der Witse an dem Ruckgang der ärztlichen PrüfußFen: Bekßelbin, Götxtingen, Halle und Marburg zeigen im "fun Sjabr 1903/1904 gegeniiber dein DUrchs nitt der 4 vorbngeruden Jahre eine verbali_ni9ma?)tg gennge Abna me der Kandidaten, welche die ärztli e Prufung ».“sianden babea: um 12,7, 12,4, 13,5 und 1500/9' dann sIlzgt GreifSwaid mit 23 0/0, Bonn mit 27,8 % Kiél mii 42 MIM früersbcijuKmn'Z-Z 0/otund Körsixgsbérg mit 53,7 % _ e ret 'arz evor e rie ene rü un Z'." dezt 5 Jahren 1900 bis 1904 in &ceußen 277 Athe,fduthRkänb jahrlich 55,4, darunter 15 bezw. 3 mit „sehr gut“, 171 (bezw. 342 mit „gui und 91 bezw. 18,2 mit .genügend'. Die Jahre 1900 bis 1903 breiten sich mit 57, 47, 46 und 57 dem Durchschnitt nabe wahrend tm Jabre_1904 die Zahl auf 70, d. 1). um 26,3 % stieg. *“
In dem Jabcfunft von 1399/1900 bis 1903/1904 baben in“?)reußen
ferner_im gqnzen 523_, durchschnittlich im Jahre 104,6 Kandidaten die zahnarztltche Prufung begonnen, davon 48 bezw. 9,6 sie nicht beendet,951 bezw. 10,2 sie mit „sebr gut“, 342 bezw. 68,4 mit „gut" und 8. bezw. 16,4 mit .ger-ügend“ , zusammen 475 be w. 95 bkstanden. In den einzelnen Jahren hielten Eich dit Zahlen 96, 92, 101, 92, 94 nabe beim Durchschnitt obne wesent- liche _Vetänderuna; ebxnsowenia sind bei den einzelnen Prüfungs- kommissionen bnnerkeySweiie Aenderungen vorgekommen, abßejeben davon, daß die qunarztltcbe Prüfungskommission in Berlin eine Abnahme der Kandidaten (56, 43, 42, 35, 38) zu verzeichnen bai.
_ In die pbarma_1euttschen_Prüfungen traten in Preußen wabrznd ies Jabrfunfis insgesamt 1578, im Durchschnitt jabxltcb 315,4 KgndidZten ein; davon beendeten in demselben P.1_ifung§11b_re die Prufung nicht: 345 bezw. 69, bestanden ki? xptnfung zulammen' 1233 bezw. 246,6, darunter mit „sehr gut“ 202 bezw. 40,4, mit „gut" 672 bezw. 154,4 und mit .genügend' 359 b zw. 41,8. DW Zahlen der einzelnen Jahre (257, 267, 251, 240, 218) ergeben'sxit dem Jahre 1902/1903 eine Abnahme gegen- uber dem Durchscbrtit von 246,6, und zwar im Prüfungöjabre 1902/1903
um 2,6%, 1903/1904 um 12 0/4
Die Zahl der im amen Deutschen Reiche von den Einzel- üaaten jahrlich erte en ärztlichen Approbationen hielt |ck in den vier Pcüfunzsjabren von 1899/1900 bis 1902/1903 auf der Durchschnittsböbe von 1421, sank dagegen im Jahre 1903/1904 um 25,61% und 1901/1905 um 48,9 0/9. Von den einzelnen Staaten zeigie nur Hessen in 'den beiden leßten Prüfungsjabren eine deutliche Zunabme, der ärztlichen Approbationen um 24,6%, Mecklenburg-Scbwertn ließ1903/04
eine Zunahme von 80/0, 1904/05 „dagegen ebenfalls eine Ab- nahme von 30,5 % erkennen. Alle übngen Einzelstaaten ,zeigen in den Jahren 1903/04 und 1904/05 eine_ nicht unwesentliche Ab- nahm? gegen den Durchschnitt der vier vorhergehenden Jahre:
reußen 35,45 und 45,00 9/9, Bayern 14,02 und 52,7, Lachsen 36,36 und 77,2, Württemberg 8,00 und 67,90, Baden 14,15 und 46,00, die thüringischen Staaten 39,33 11,111) 50,00, El aß-Loibringen 39.00 und 60,50%. Es ibetra i_namlicb die abi der ärztlichen Approbationen, erteilt rufungßxabren Oktober bis Ende September):
1
! .
[j
P;?ußen . . . . . . . . . . 614 647! 717/ 426 BWW.30430813603282 Sachsen....W. 1051111111170 Württemberg . . . . . . . . “ 50 451 53! 40
in den
Staat
1900/1901
1 | 1 ! ! i !
Bad!!! . . . . . . . . . . . ' 115 1201 126 97
ffen.......... 333714247
Zecklenburg-Scbwerin . . . . . 30 48/ 39 40
tbürinY e Staaten . . . . . . 30 30; 43 21 tri 60
Ela- ngen....... 58 "6034 DefußtschesReich . . . . . 1384134414061155111057
Zur Arbeiterbewegung.
Die im Zentralverband organisierten Aspbalteure und Pap'p- dachdecker Groß-Berlins hielten, der „Boss. Ztg.“ zufolge, eme Versammlung ab, um über ihre erweiterien Foxderungen zu_h_eraien. Für im Straßenbau beschäftigte Vorarbeiter wird bei zebtzitundigcr Arbeitßzeit ein Mindeststundenlobn von 60 „3 verlczngt, fur Fuger, Streicher und Vorftampfer ein solcher von 55 „3, deren Hilfsarbeiter 50 43. Ein Zuschlag von 50 v. H. für Nachtarbeit usw. PappbachdecYerWr- arbeiter 60 „_5, Streicher 55 43, Feuerleute 50 „3, Uebersxunden Un Zu- schlag von 25 v. H. usw. Das Bureau wurde beauftragt, dix Forderungen den 70 in Frage kommenden Arbeitgebern zu unterbreiten. - Buch die dem Zentralverband angeschlossenen Kupferschmiede Berlins hielten, nach demselben Blatts, eme Versammlung ab, um uber eine einzuleitende Lobubewegung zu beraten. Vorgeschlagen _wurde die neun- fiündi e Arbeitszeit (bisser 10 Stunden) bei siqffelwßqe von qur zu Jahr Zteigenden Lobnsäßen; vom 1. April 1906 bis dabm 1907 Mindest- lohn die Stunde 60 , im folgenden Jahre 65 „z und im dritten Jahre 70 „3. Der kindestwochenlobn soll 33 „FC keiragen. Die Monteure und Werksiaitarbeiier sollen in der Folge gletche L_öbne be- ziebkn. Der Vorstand wurde beauftragt, emen_ Lobptaris auSzu- arbeiten, der der näcbstcn Versammlun zur Bejcbiußsaffung unter- bmtet thden soll.- Eine zahlreich besu te öffentinbe Vets'ammxung der Schuhmackpergesell en (Schoßarbeiter) Berlins, die geziern abend stattfand, beschloß , in eine Lobnbewegung einzu- treien. Ein von der Lobnkommisfion außgearbeiteter Lobn- tarif. der außer erhöhten AkkordsFL/zen Von 10 v.„H. (gegen dsp h_e- fiehenden Tarif) die 9x fiündige rbeiLSxeit votsiebt, emen Mindest- fiandenlobn von 45 .-_z Festseßt und die Aufhebung des Kost- und Logiswesens vsrlangt, wurde von den Versammelten mit großer Mehr- bett _angenommen und das Bureau beauftragt, defn Tarik sofort der Berliner Schubmacherinnung zu unterbreiten und innerhalb acht Tagen Aniwvrt zu verlangen.
Nac? einer Meldung des „Hann. Cour.“ aus Hannovxr bai der Ge amtverband der deutschen Metgllirxdusirtellxn beschlossen, eine Versammlung zur Bescblu faffung uber_eme allgemeine AUsipe'crung der Metallatbetter in ganz eutscblcmd emzuberufcrx;
In Breslau hielt am Sonntag, wie die ,.Voff. Ztg.“ ersabxt, dxr, Verband der schlesischen Metallindusirteilen eine Stsung ab, in der ncchmals auSgesprocben wurde, daß die 0111 ver- RVJ'ULU Mittwoch erfolgte Aussperrung von e_twa 5500 or anmxrten
el_allarbeiiern nur aufgehoben wird, Wenn die bei zwei aschmen- fabtiken in den Ausstand aetreienen Former die Arbeit wieder auf- nehmen. (Vgl. Nr. 94 d. Vl.) _ _ _ Der Formerausstand und die damit zu_!ammen'bangende Aus- wertung der organisierten Vietallarbeiier tm Bezirke der Kleik- bauptmannscbaft DreSden (vgl. Nc.86 1.231.) geht, wie .W.T. 2." meldet, voraussichtlich zu Ende. In einer gestern vormittag abgehaltenen, von etwa 1200 Metaiiarbeitern besuchten Versammlung wurde eine Kommisfionßewäblt, die sofort mit ihren Fabrikleitungen wegenBeilegung des Aussian es in Verbindung treten soll. - Wahrscheinlich infolge der Gewinnung von Arbeitswilligen kam es in Mei en, wie das .Metßener Tageblatt“ brrichtet- gestern abend zu einer Zdroblicben
txsammlung der außgesperrten Metallarbeiter vor der Nähmaschinenfabrik Biesold u. Locke. Die Vika des Fabrik- dikkktoUYZche: wurde mit verschiedenen Wurfgef_chofsen überschüttet. Als die ußmannscbaft schli lich die Straße raumte, wurden zwei SÖUIleute, von diesen einer er be lich, durch Steinwütfe am Kopf verletzt Ven gemachten Beobachtungen zufolge waren die Rubestörer meist don mwwäxls, vermutlich aus Drekden. Die Meißener Aibeiter bam" sich im Hintergrund. Schon am Sonnabend war es zu Aus- ?FrkZittY/Jen gekommen, für beute werden neue Ausschreitungen be-
Jn Leipzig sind, wie die .Lpz. Zig.“ mitteilt, die Schub-
mcIchergebtlsen (vgl. Nr. 87 d. Bl.) 111 den Ausstand eingeireten. Jn ner von rund 400 Personen besuchten Versammlung Wurde bekannt ge- geben, daß die Gebilfenforderungen vim den Arbeitgebern als zu weit- H?hend abgeiebyt worden sirzd. Die Yersammlung beschloß, mii Kuckficht aus die günstige Geschaftsiage, sofort in den einzutreten und die Arbeit nicht eber wieder auf- !"nkbmen, bevor die Forderungen bewiliigt worden sind. Hauptsächlich sordxrn die Gehilfen: 38 «) Mindeststundenlobn für Repatatur- akbMen, 10 H Zuschlag auß Uebersiunden, 32 „z Mindestlohn für Traxxige Arbeiter unter 19 abren. 25 .“ Mindesiwocbenlobn für Mikemacber, Bodem, Schaft- und Leistenvoriichter und Leisten- ichnexder, für jede Uebetstunde 60 „_3. 16 .“ Mindestwochenlobn für Ükbxttertnnén, für jede Uebersiu;.de 40 „_3. Für Maßarbeit ist ein ZUM mit 189 Einzelvunkten aufgestellt, der eme 15- bis Wprozxntige “obnnbobuna vorsieht. Die Arbeitßzeit soll früh 7 Uhr beginnen "Kd Abend? 7 Uhr, Sonnabends 6 Uhr, aufbö.en. die Mittagspause "M 12 bis 1; Uhr bayern. Sonntags- und Nachtarbeit ist aus- ?esÖloffen, ebeuio der Kojt- und WobnuugSzwang beim Meister. Der ck23? utxird al! Feixrtag freigegeben und der GhilfenarbeitsUacbweis
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Die Hamburg-Amecika-Linie teilt mit bxzug auf den Aus. siand der Seeleute (vgl. Nr. 95 d. Bl. mit: Nach den Berichten "YS Hamburger Blattes wurde in der z entliehen Vsrsammlung des "»LSfabker' von dem Voisiymden mitgéteilt, daß nach einer Depcfcbc ZLI, New _York der Dampfer .Vlüche_r' der Hamburg-Ametika-
"WS_fesi'lage, weil es, wie es in dxm Beri-Öt wörtlich beißi, den a""Ukänlicyt'n ArbeitSbrüdern gelunzen sei, di: Mannsibßsten von dem I?."Mnten Dampier ieruntsrzuuebmen. Demgégenüber konstatieren ?""- daß unser_ Poxtdampfer ,Blücbec' laut Meldung aus New York uabrvlanmagig am 19. d. 6 Uhr Nachmittags mit 1193 Paffagieren “;ck xnit Ladung 1eine Reise nach Europa angetreten bat. Cs
keinerlei Meldung eingelaufen, nacb der der Dampfer mit seiner ei snijbaft auch nur irgendwo eine Shwiecigkeit gehabt hätts, dix neu 'CD-blaß auf außzrgewöhnlicbe Einwirkungen zuließe.
In Königinb of in Böhmen sind, wie das „W. TB.“ meldet, von fasi alien Webereien etwa 4000 Arbeiter wegen Lohnforde- rungen in den Ausstand getreten. Die,. Unternehmer stehen den For- derungen der Arbeiter ablehnend gegenuber. Hie Beböxdkn Versuchen veZFiZteelnd einzugreifen, bilkber sind ihre Bemuhungen jedoch erfolglos ge e n.
In Paris beschloÉen, dem „W; T. B.“ Fixfolge, etwa 6000 Juwelier- und oldarbeiter m den allgemeinen Ausstand zu treten" sie verlangen den Achlsiundeniag mit demsesben Lobn wie für den Zebnsiundentag. _
Zur Ausstandsbewegung der franzosiscben Bergarbeiter (Vgl. Nr. 95 d. Bl) wird dem „W. T. B;“ aus Lens gemeldet, daß das Mitglied der Fédération Syndicale der Vergatbeiier Nouatte und der Delegierte des Bergarbeitersyndikais Von Avion Mainier gestern nachmittag unter der Anklage der revolu- tionäre nAgitation verhaftet worden sind. - DieUnietsuchung, die in Lens und Liévin eingeleitet worden ist, um festzustellen, wer hauptsächlich für die dortigen Vorgänge verantwortlich zuwacben ist, wurde am Sonnta abend abgeschlossen. Es wurden dreißig Vorführungs- befebie erla en, deren sicb etwa neunzi Gendarmen mit Hilfe von
wei Bataillonen Infanterie und vier Es adrons Kavallerie noch in der
acht entledigten. Die in Haft genommenen Personen wurdsn sofort in einem bereitgehaltenen Cisenbabnzuge 31qu dem Gefängnis in Béibune gebracht. Die Verhaftungen riefen einige Unruhe beroor, aber es kam zu keiner Kunkgebung. Unter den Verbafteien befinden sich zwei ganze Familien. Alle Verbafteten_baben an den Unruhen, der Plünderung, der Zerstörung von Denkmalxrg und gemeinnüßigen Eia- ricbtunaen teilgenommen, aber siefind nur Mit _ufer und die Verhaftungen der Mädelsfübrer sieben noch bevor. Dem urgermeisier Bassi) sind
aftunsen zu.;egangen und von ihm an das Gericht in Véibune weiter-
gegeben worden. - In Anicbe (Dep.Notd) bielten am Sonntag ungefähr 1500 Aussiändige xine Versammlung ab, in der sie ort- seßung des Ausstandes beschlossen. Als die Arbeiter nacb Schlu der Versammlung Kundgebungen veranstalten wouten, wurden sie vdm Militär zerstrzut. Die Aussiändigen wollten dann die ArbeiiSem- stellung in den Glashütten herbeiführen. Dem widerseßie sich der Vmstizende des ©lasbüitenarbeitersvndtkais.
Laud- und Forstwirtschaft.
Für die 20. Wanderaussiellung der Deutschen Land- wirt]chaft§gesellschaft, die 00111 14. bis 19. Juni d. J. in Berlin-Schöneberg stattfinden wird, iii ein ungewöhnlich fiarker Besuch von außerhalb zu erwarten. Demnach dürfte es schwer sein, in den Berliner Gastbäusexn während dieser Zeit Wobnungen zu findcn, wenn sie nicht vorher bestellt sind. _ Aus diesen) Grunde veröffentlicht die Deutsche Landwirtschaftsgetellicbaft 'm ibren _ _ Siück 14 vom 7. April d. I., ein Verzeichnis der Gaitböf: Berlins und Umgegsnd, um 10 ihren Mitgliedxrn. die Vorbestellung von Wohnungen zu Lrwöglichen. Außerdem ist em WobnunJSnacköweis für Privatquartiere eingeriibtet, der durch die Berliner Packetfabrt-(Heseli- ichait Starke 11. Co., Abteilung ReiseVerebr, Berlin ZW., „Ritier- sira 0 98-99, Verwaltet wird. Wobnungsbestellungen sind dorthin mög- lich t bald zu richten, damit der Bedarf übeifeben werden_ kann, jedoch kann die Zuteilung der Wohnung erst vom 4. Juni ab e_rwlgen. Die Ver- mittlungsgebübr beirägt für das Bett 50 „3 und iii bei der Bestellung einzusenden. Auch Maffenquariiere werden durch die oben genannte Firma na gewiejen. Außerdem wild vom Mitswocb, den 13. Juni, bis Son_n end, den 16. Juni, ein Wohnungsnacbweis auf folgenden Bahnhöfen eingerichtet sein: Bahnhof Zoologischer Garten, Babybof Yiedricbsiraße, ?inbalter, Potsdamer, Lehrter, Stettiner und Görlitzer
abnbof. Dieier WobnungSnacbweis wird sich in den Gepäck- abfertizungsstellen der Berliner Packeifabri-Gesellsibaft der genannten Bahnhöfe befinden. - _
Ueber den wirts aftlicben Wert dez? Swakopgeländes in eutsch-Südwestasrika
berichtet der Forstrefereni des Kaiserlichen Gouvernements in Windhuk unter dem 17. Februar d. I., wie folgt:
Durch die Gärten in Klein-Windbuk, Windbuk, Okabandja, Okakango usw. ist der Beweis erbracht, daß Gartenbau und Baum- zucht unter geeigneter Pflege nicht_ nur möglich, sondern auch rentabel sind. Fasi alle heimischen Gemüje- und Obitwrien 2Ydeiben vortreff- lich, in bewnderer (Güte Weintrauben, die in Klein- indbuk gekeltert werden und einen recht trinkbaren Wein er eben. Der Groß- farmer zeigte bisher wenig Neigung, außer V ebzucbt aucb Land- wirtschaft und Garienbau zu treiben, es waren mehr die Kleinsiedler, die sich hiermit befaßten. Die gewonnenen Friicbte wurden an die größeren Pläve gebracht und dort zu hohen Preisen veikauft:
vor dem Aufstanre: Weintrauben . . pro Pfund 0,50 bis 1,50 .“, 25 bis 60 .“,
Kartoffeln. . . . „ Zenlner Gurke" ' ' ' ' ' ' fUNd', 0,40 bis 0,60 .«1, 0,40 „S,
Waffermelonen . . . „ ,
Feigen . . . . . . . . . während des Aufstandes:
Weintrauben . . pro fund 0,60 bis 1,50 .“,
entner 60 bis 70 „461,
Kartoffeln. . . . . _ (Gurken . . . - - - kund) 0,40 bis 0,6094, 0,40 .“
Wassermelonen . . . „ „ Feigen..........
Für solche Kleinansiedlungen, die sich vornehmlich mit Fruchtbau beschäftigen, gibt es in der Nähe der Babu hinreichend geeignetes Gelände. In allerneuester eit werden bereits in der Gabel des Swakop- und Obabandjaflu es bei Osonna von seiten des Gouverneurs ßläcben von 10 bis 12 118 a esteckt, die fasi durchgängig gutes Gauen- and enthalten. Eine die Preise berabdrückende Konkurrenz oder Mangel an AbsaßgeleZenbeit ist dabei später nicht zu befürchten, wenn die Ansiedler _si nicht darauf beschränken würden, ihre Erzeug- niffe am nachsten größeren Plaße in natura zu verkaufen, was rxatür- lich mit gesteigertem Betriebe bei der vorläufig geringen kaufkrästigen Bevölkerung undenkbar wäre, sondern sich dazu entschließen würden, ihre Produkte in anderer Weise rentabel zu machen.
„Hier wäre das gegebene Feld für fleißige Bauern aus dem Westen und Süden Deutschlands, die in dem Wein- und Tabakbau und deten Verwertung Erfahrung haben.
Ein Hauptnfordernis, um zum Ziele zu gelangen, wäre allerdings die Schaffun der M lichkeit rationeller Auönuyung dcs eeigneten Geländes. n erster inie kommen dabei die wafferreichen lächen an den Seiten der_Niviere in Frage. Am Swakop liegt ein Teil so beschafferer Flachen auf Re ierungsland, ein großer aber im Gebiet der Kolonialgesellscbat südlich des Swakop und der Rheinischen Mission westlich Otjimbingu: zu beiden Seiten des Swakop. Für Großfarmbetriebe ware das besagte Gebiet der Koloniaigeseliscbaft schon aus dem Grunde nicht Jeeignet, da sich der 1100 111 bobe Potberg und die Swakopberge dire t hinter dem ebenen Streifen am Rivier erheben. Weiter östlich folgen im Norden des Swakov Farmen im Privatbesiß und dgnn wieder von Kl. Barmen aufwärts Neglerungéland zusammen viele tausend Hektar anbau- würdigen Terrains. .
Von der Koloniaikescilicbast ist dieses außerordentlich fruchtbare Land mit zum Teil ge cbloffcnen uraltxn Anabaumbestänien an keiner Stelle auSgenuyt, im Missionslande ist ein sehr bxscheikener Anfang gemacht, Eäricn an ulegen, in denen Einwohner von Otjimbingue und Basimrs Käthi] e, etwas Korn und Mais bauen. Das dahinter- liegende Geiände würce nebenbei das Haltenwon Viebberkep, wie sie zum Beimr der einzelnen Familien nbtig waren, ermöglichen.
- (Fir: Blick auf die ebemaiige Formtation Ukuib am Swakop- südlich von Kubas, die seit Yußbxucb des Aufstandes ohne jede Pfiege gc-
fäbigkeit des Bodens unserer Kolonie vom Gegenteil überzeugen. Die ? Schwemmlardfiäch: isi bier wie an vielen Stellen stromab- und auf-
esiern Vormittag zahlreiche Ptotefte gegen die vorgenommenen Ver- :
'. wäris an beiden Seiten dcs Riviers gegen 500 111 breit, zum Teil
kahl oder mit wenig wucherndem Unkraut bescßt, zum größten Teil aber lückig bis dicht mit uraiten Anabäumen bextanden. Der Boden ift sebr iiefgründig_ nx-d besteht an den kableren Stellen zumeist aus Schlick, der reichl_1ch mit Lehm und Humus gemischt ist, unter den Anabäumen des leichen, dort aber mit einer dicken Humusscbicbt be- deckt, auf der e ne Streudecke Von Laub und Zweigen lagert. Im Sommer bildet sich unter den_ schattigen Bäumen ein dichter Ueberzug hoher saftiger Gräser und Krauter.
In der Näbe rer Forstsiation batte ein kleiner (Garten gelegen, in dem Dattelpflanz-n a_us Saat gezogen werden sollten, dazwischen waren einige andere Obii- und Nußbäume gepflanzt. Alles glich jest einer Urwalddickung. Vor dem Hause hatte eine Weinrxbe geftayden. Sie batte sicb mit der Zeit, auf der Erde liegend, zu einem größeren Busch entwickelt und it.;u große, süße Trauben, und das nach 2Jabren obne Pfie e und Bewa erung. Jm Er_ftrüpp von aufgeschlagenem Anabolx ?iand eine Reibe von Feigenbaumen, die sich kräftig mit den Kronen durch das wuchernde Wildbolz durchgearbeitet hatten. Sie batten in der Regenzeit gean 1 111 lange Triebe ge- macht und saßen voUer Früchte. Nach Entfernung des, Unkrautes auf den e emaligen Beeten etfcbien eine Anzabl_ etwa ein Fuß bober Datie pflanzen mii kräftig entwickelten _Blaitern. Mitxn auf dem Wege stand ein dichtsr Forst junger, diesjabriger Daitelpfianzchen, da- neben lagen webrexe Datiklkerne. Es mußte bier ein Kasten mit Kernen verschüttet und die Kerne tro? der Härte des Wege_s_g€keimt sem und Wurzeln geschlagen haben, 0 ne Pflege und Bewanerung. Mebrfre Eukalypten waren prä tige Bäume geworden und trugen Samen, ein Port Jackson (40110111 001109117118.) war zu_einem MM 7 111 boben Baum mit gewaltiger Krone berangewzicb/en. Neben dem Garten lag eine mehrere Hektar große Kulturftacbe, auf der in etwa 5 111 Abstand Daiteikexne gepflanzt waren. Etwa 2 der Pflanzen baitkn sicb erbaiien und waren bis 1 111 bozb. Wie könnte biex erst bei sorglicber Pflege gedeihen, was schon obne eine solcbe geei n_ete Lebensbedinaungen findet! Die geringe Menge der Niederscßla e wird bier durch das bccbansiebende Grundwaffn und die vorzügli Qualitat des jyngfräulichen Bodens erseßi. _ _
Die F01st|iation Ukuib wird schon in der aiiernacbiiLn Zeit 00:11 Gouvunement Neu beskßi werdep, bereits im Februar béginnt die Her- richtung des teilwcise zeriiöiien Hauses. Daitel-, Weiw, Obst- und Gartenbau sokien nur in dem Maßstab betrieben werden, als zur Selbsternäbrung der Station und zur Abgabe von Pflanzen an Private erforderlich ist, und in der Art, daß jeder Ansiedier sebcn kann, was
.Mitteilungen', .
der Boden zu [eiiien Vermag. In erster Lime werden aber vom Gouvérnxment Fotsikulturen
Z vorgenommen werdxn, um spätebeinmal iii der Lage zu sein. xinen ): Teil des Holzbedarss der Kolonie von bier aus zu decken. Holz-
kulturen im großLn u betreiben, ist in andxren Ländern stets vor- wiegend Sache des taats, großer Geielischasten, kaeinden und sebr reicher Privater Lewescn. Es wird 0110 auch bier im Interesse der Kolonie liegen, durcb Gartenbau und Landwiiischaft nur belehrend 'zu wirken, kostspielige Versuche in dieser Hinficbt n'cht zu scheusn, im
- gro en es abn zu untkrlaffen, ais Konkunxnt späisr in der Kolonie
ent tebender Prioaiun_1nnebmungen aufzutreien, quzkulturen aber im großen Umfange sélbst rorzunxbmcn und fick) geeignete Stellen nach Möglichkeit zu rescrviercn, da dies im lankchuiiuchen Intereffeliegt. Zum Schiuffs möge noch ein Einwand von seiten der Gegner der Ausnutzung dss fcucbtbarxn Gelcindes an den Rivieren im kleinxn beleucbtet werden. Es wird 0.1 881391, wenn man in dieser Weise sozusagxn die Rosinen aus dem Kuchen nähme, so würden die Groß- farmer, die bis jetzt doch allein als maßgebendes Kultureiément im Schußgebisi zu betrachten wären, fiä) büten, Farmsn anzukausxn, von denen die fruchtbaren Teile (111 den Rivieren schon Vergeben waren. Wenn man unssre Großsarmen betrachtet, so sieht man aber, daf; dort selten das Rioiergeiände wirtschaftlich außgenußt ist, das nicht einmal als Weideland in BeiraÖt kommt, da die Weide im umli'eaenden Hügelland? viel weriviyliere Fittietpfianzen cntbalt. Un- bebaute Stellen, um mit dem Vieh ans Ribier zu gelangen, werden immer noch genügend vorbandm xkin. (Deutsches Kolonialblait.)
Verkehrsanstalteu.
Die nächsten Posiverbindungen nach Deutsch - Südwestafrika fmden statt: .
1) für Briefiendungen mit Leitbermerk und für Pakete nach Swakopmund und Lüderisbucht mit Woermann-Cxtra- dawvfer „Helene Menzell', ab Hamburg am 26. April Nakhmtttags, in Swakopmund Lkw.“: am 26. Mai. _ Scbluß in Hamburg am 26. April für Briefe 1 0 Nachmittags, für Pakete 1_1,0 Voxnnitags. Letzte Beförderung ab Berlin Lehrter Babnbof Für Briefe am 26. Avril 9,0 Vormittags, für Pakete am 25. April, 11,54 Abends.
2) für Briefsendungen nach Swakopmund und Lüderis- bucbt mit englischen: Dampfer über Kapsiadt, ab Southamptixn am 28. April, in Kapstadt am 15. Mai, von da weiter mit nachfter Gelegenheit. Leßte Beförderun en am 27. April ab Cöln 6,1 Nach- mittags, ab Oberhausen 7,24 (:ck/mittags, ab Berlin Schlesischer Bahnhof 11,24 Vormittags.
3) für Briefsendungen nacb Swakopmund mit Woermann- Dampfer „Gertrud Woermann' und Extrarampfer „Lulu Bohlen", beide ab Hamdi"? am 30.217210, in Swakopmund etw.1 am 26. Mai. Schluß in Ham urg am 30.211110 2,30 Nachmittags. Letzte Be- förderuxg ab Lehrter Bahnhof am 39. April 9,0 Vormitia s.
4) für Pakete nachwakopmund undLüderiß uebi mii Woermanndampfer „Elsa Mensen“, ab 'mburg am 30. April, in Swakopmund etw; am 30. Mai. Schlu in ?amburg am 30. April 3,0 Nachmitiags für Briefe, 1,0 Nachmittags ür Pakete. Leske Ve- förderung ab Berlin Lebrier Babnbof für Briefe am 30. April 9,0 Vormitta s, für Takei: am 29. Avril 11,22 Abends.
Die michten Poten aus Swakopmund, Abgang am 4. und 8. Avril, sind zu erwarten am 28. und 29. April.
Theater und Musik.
Königliches Schauspielhaus.
Unter der Regie des neuen Leiters des Königlichen Schauspiel- hauses, Direktors Ludwig Barnay, gin1 am esirigen Geburts- und Sterbetage Shakespeares das Trauerspiel .Otßello', neueinsiudiert, zum ersten Male in Szene. Die Ausführung wies gegen frübxx keine wessnjlichen Aendxrungen auf, es sei dknn, daß man 111 der Szenen- folge _einig: Abweichungen von der früher hier üblichen Oecbel- bäuserjchen Beaibeitung und einige Striche -- ganz sort- gefailen war z. B. die Figur dcr Bianca - als solche bezeichnen wii]. Im ganzen war das 'Bild im alten Rahmen, auch in bezug auf die Dekorationen, lediglich aufgefrischt, nur die Gemächer Othellos auf Cybern und die Gasse kajelbsi, in der Rodrigo ermordet wird, waren neu gemalt. Fiir den Othello seßie, wie schon früher, Adalbert Maikowsky seine ganze bczwingende écrsönliéokeit ein; er wußte in den ersieti Akten das ruhige, edle Selbst-
ewußtsein desMobren zur Raserei der Leidenschaft deSzWeiten Teils in starken Gegensaß zu bringen und die Teilnahme füx die'ßH'esialt bis zum Schluß wach zu erbaiten. Nicht ganz so ernbertltc? war Frau Wiliigs DeSdemona, die gleich zu Aniqna etwas zu re: und frauen- bait erschien, um tecbt glaubhaft zu wirken. Für die leidende Des- dkmona fand sie aber den rechten, „xu Herzen_gebenden Ausdruxk. Pohl als Jago ist _scbon bekannt. „Es tit _eine giißerst kluX Leistung, in der der sataniicbe Charakter „dieses Zewtffeniokeiten aUer Toisten scharf um Ausdruck kommt; weniger vkeileicbt a1s_erwünscht ware, tritt bei ibm aber die angenommerx Biederkett des Wejens hervor, mit der Jago alle, fogF sein cigems Weib, zutäuscben weiß. Neu war der Cassio des Herrn Staegemantx, der durchweYangenebm berührte und sicb besonders in der heiklen Tnnkizcne Von eberireibungen freibielt. Unter den
wesen war, würde jeden Zweifler an der Zukunft und der Ertrag- ,
anderen iablreichen Miiwirkenren seien Frau Buse ais schlichte, warm- berziße Emilia, Herr Heryer ais Rodrigo und Herr Kraußneck als Bra antio gebührend hervorgehoben. Das Publikum beniiete der ? Auffübxung freundl*chen Beifall.