1862 / 270 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

1986

Nichtamtliches.

Preußen. Berlin, 17. Nchmbcr. Naihdcm Sc. Maje- stät der König gestern Vormittag dcm Gottesdienste in dcr Gar- nisonkirche zu Potsdam beigewohnt , begaben sich Allcrhöchstdiesclbcn um 11 Uhr zur Wachtparade im Lustgarten und von dort zur Be- fichtigun'g der neucingerichtctcn Kascriicmcnts des 1. Bataillons 1 Garde-Regiments zu Fuß. Um 774 Uhr verlegten Se. Majestät die Residenz von BabelEhcrg nach Berlin und stiegen in Nowawcß in den Bahnzug ein. In Berlin fand im Palais Um 5 Uhr Jamilicnfafcl statt, den Nachmitiag undAhcnd arbeitctcnSc. Majestät in Jhrchahinct.

„Heute empfingen des Königs Majestät um 10 Uhr den Com- mandcur Jhres (7ten) Jnsantcric-chimcnts, "Oberst Von Franck'cn- berg; um 3ch11 dcn Geheimen Kabinets-Rath Wirklichen Geheimen Rath Jllairc und den Wirklichen Geheimen Ohcr-chicrnngs-Rath Costcnohlc zum Vortrage. Um «121 Uhr Wurde der Vortrag des Oherst-Kämmercrs Grafen von Rcdcrn und um 1 Uhr der komman- dirende General des U. Armcc-Corps, Graf von Waldersee, cm- pfangcn. Um 5 Uhr diniren Sc. Majestät allein.

Koblenz, 15. November. Jhrc Majestät die Königin August (1 wird sich am 17icn d. M, naoh Karlsruhe zum Besuche Ihrer Tochter, der Großherzogin Louise, hcgrhcn und am 21stcn in Weimar ciu- trcffcn. (Köln. Zig.)

Danzig, 15.Novcmhcr. Dic Fregatte »TiciiI“ hat imic'rhalh drr Molen gcankcrt Und ist bereits ihrer Geschütze rntlöscht, um in der möglichst kürzesten Zcit an der königlichen Werft ahgcriisict ZU werdcn. (Danz. D.)

Aus Holstein, 1-1. Norrmhcr. Das Gcsch- imd I.)“Tinistcrial- blatt fiir die Herzogthiimcr „Holstein und Lancnhnrg enthält heute das vom 12tcn d. ZN. datirtc Paicnt, betreffend die Errichtnng 811191" oberen chicrUngs-Bchördc im Hrrzogthum „Holstein. Dasselh 6 lautet:

»Wir Frederik dcr Sichcntc thun kund hicmit: an Erleichterung des Geschäftsgangcs in der inneren Verwaltung des .Hrrzogihums Holstein haben Wir Uns Llllcrhöchst bewogen gefunden, einc ohcrechirrungS'hehörde im Herzogthnm Holstein nnter nachfolgenden näheren Bestimmungen zu er- richten. §. 1. Die unter dem Namen »Königlichc Holsteinische Regierunga mit dem 1. Dezember d. J. in Wirksamkeit tretende Behörde besteht aus einem Präsidenten und vier Räihcn, welchc Wir unter dem hcniigcn Datum ?_[llcrhöchst ernannt haben. Die Regierung hat ihren Sitz im Herzogihum „Holstein zu_ nehmen und wird derselben das erforderliche Hiilfspcrsonal hci- chchcn. _ J. 2. Die Regierung ist Unserem Ministerium fiir die Herzog- Yhumcr Holstein und Lauenburg in jeder Hinsicht untergeordnet und fiihrt ihre Gesthästc nach Maßgabe ciner ihr von dem gedachten Ministe- rium untcr Unserer Allcrhöchstcn Genehmigung zu crihcilcndcn Ju- 1i_ruction. „I'. Z. Alle Unserem Ministerium fiir die Hrrzogihiimcr ?Polstcin und Lauenburg nntergcordnctrn Behörden und Beamte tri Unscrcni Herzogthum Holstein stehen zunächst unter der Rc- gtcrung. J. 4. Die Konwctcnz der Regierung erstreckt sick) auf alle. Angelcgcnhcitcn dcs Hrrzogihums Holsteinsi welchc ziim Resort Unicrcs Ministeriums fiir die Hrrzogihiimcr Holstein und Lauenburg gc- hörcn, in so weit nicht die jcchmaligc Sachlage dercn Behandlung durch das“ Uns unmittelbar untergeordnete Ministcrimri erfordert. » 5. Ueber die Behandlung der Geschäfte dnrch die Regierung als Rollégium, oder durch deren einzelne I)iitglicdcr, so wie über die besonderen Obliegenheiten mid Bcfugniffc des Präsidenten und die Organisation des Hiilfspcrsonals wwdxdir zu crlaffcndc Instruction das Nähere bestimmen. Die chicrung erhalt das große königliche Siegel fiir die ihr übertragenen Ausfertigungen, zu..dcncn daffelhc bisher gebraucht ist,“ fiir laufende Expeditionen wird “ein klcirres Sicgrl mit der Krone und der Untersckvrift »Königlichc Holsteinisädc Yegrcrungchch hennyt. §. (3. Die Regierung tritt vorläufig in Unserer Rc- 1idenzstadi Kopenhagen in Wirksamkeit) bis über dcn- Ort *in Unserem Her- zogihum _Holstcin, an welchem dieselbe ihren Sil; zn nehmen hat, Unsere Llherhöckyitc Bcstimnmng getroffen ist. Unser 5;))Tkxinisirrium fiirhic Herzog- thmiirr Holstein und Lauenburg wird hcauftraqt und crmächiiqt, dais zÜr Ausfuhrung der horstchend'cn Bestimmungen "weiter Erforderliche wahsz 116121112 und 3in öffentlichen Kunde zu bringen. (Folgen die Unterschriften.)

' [xraUnksurt a, M., 15. November. Die offizicUc Mii- ihcilung uber die Bundestagssihung Vom 13. November lautet: Der ncMueriiannre Komglich däiiisthc, Herzoglich [)OlsteiW[aucnburqjschg VULÖl'StagI-chandtk, Gch. Konfrrcnzrath und Kammerherr 7"- [* r Pirckiiick «orm'W “M ._ «. =„ , P r, nahm, nachdem desicn Vollmacht ver, [rien und (115 richtig anerkaiint war, seinen Sitz in der BMW- ,Versammlung cin.

Hgnnover 11815 miirigcn, daß es an den durch Buridesheschlns rrm 15. Ofiohrr m AUIUTÖT griwmmcnen kommissarischenVerhand- lYnZe'ii, hrwgirch drr „Nachdritcks-Geschgchung durch Abordnung eines Yerhiltiiachtigten fich ZU hrthciligen beabsichtige. Auch Wurde |“sz ZU“?- 15re O.Urir zu dem gcöachtcn Brschlussc voni 16. Oktober nach- traZhck) ZUgeiiimmt.

WUKUCUZULYJ erklärte, Vorbehaltlich der stätidisthcn Qnstij- mang ,_ ren L*„leklkt JU dem von der Nürnberger Hajidcls ZGgsgxz, ZELÖUUJSFKTYiUsUlsÜOU Unter rem 16. März r, I'. vorgelegten (HrscY- “IZ"W'ZULLTY- Tir iii “.", “?LUUÉWU Yuridrsytaateri 111" hiirgerlirhrn Rechts- FTTLLLLUFTCU grgrwritig FU gcwahrcnde Rechtshiilic hetresscnd. Von rrn “.“-UMR der 15. Kurie wrirrc in gleichem dic *)Zercitwillichit , „. ,. -, „„ *, * . zur ,ÜTTsxx-«QMT Und EMJUhrUUZ rieirI évcxeßcntwrrrsö ausgesprochen, doch F?rxURSFÉUZNZYTYFFÖTTK anLUtrÉxn UUO'FFUkstÜck) schwarzhurgj= é-Ü-ZZw-H, ;;;ri s;?"- ck MZ iiizirrrn Yorhrhaltc _orcr Voraus- «.;... ; 714. :, irei )r iich theils ani smc etwaige wiiterc Al)-

änderung der Bestimmungen des Geschenkwarfs, theils auf dessen Annahme seitens sämmtlicher deutschen Bundesregierungen ['L'Ogen theils in den mit einzelnen deutschen Staaten bereits bestehendeé Spezialvcrträgcn ihren Grund hatten.

Bei der sodann folgenden Abstimmung über in früheren SWM- gcn eingebrachte Ausschußatiträgc wnrde zrtvördcrst der Antrag des hunde?»gcrichtlichen Aussthuffcs , dcn Zusammentritt dcr Komm'isfion wegen Brarhcitnng dcs OhligaiionIrcchts betreffend, in nachstehender Fassung zam Beschluß erhohen:

1) Die zur Aitsarhcitung unh Vorlage des Eritwurfs cines all-

gemeinen Geschoss iiber die I)icchtsgcschéistc und Schuldhcrhiilt= Uiffc (Ohligationcnrcchi) fiir die deutschen Bundesstaaten dar

den Bundesbeschluß vom 6. “Februar “». J. 8111) Nr. 3 in Aus- ficht genommene Kommission hat am 5.Ja11uar 1863 in Dresden zusammenzuircicn,'

sänmrtliche höchftcn und hohen BUiidcsrcgicrungcn, wclche qc: neigt find, Conimiffairc zii diesem Zwrcke abzuscndcn, wrrhen ersucht, diesc, insofernccs nicht bereits geschehen ist, zu ernennen und rechtzeitig ahznordncn, auch derart mit entsprechenden Justructioncn und Vollmachten zu versehen, daß sie iibcr alle Vorkommcndcn Fragen in der Regel ohne vorgängige Riick. fragen ihre Stimme ahzngchcu vermögen," * *

dic Kornniisswn hat unter angemessener chihnng des vor- handenen Matcriach nach den in dem Arisschrißvortraqc vom 12, August 1), J (Prot, § L-Zxéx“) 8111) Ul“. ]]. darq'rstcllten

Gesichtspunkten in gemeinsamrr Bcrathnng einen vollständigen

(Jeschciitwurf aufzustellen und diesen schließlich der Bunhcs-

vcrsanwrlimg znr Mittheilung an die höchsten und hohen Rc-

gicrimgcn Und znr weiteren Cinlcitnng in Vorlage zu bringen; die znr Forderung des Geschäfts und zur Feststellung chVc- rathungscrgchnisses erforderlichen Beschlüsse find durch einfache

Stimmenmehrheit zu fassen. Es gchiihrt hierbei jedem in der

Kommission, sei es dnrch einen oder dnrch mehrere Bchokl-

miichtigic, vertretenen Staate eine Stimme, mehreren ctwii

diirch CiULU gemeinsamen Commissair vertretenen Staaten in: dessen gleichfalls mir eine Stimch

im Uchrigcn wird dir Geschäftshchandlnng dem freien Ermessen

der Kommission anheimgcgchcn;

dirKöniglich särhfischcchicriiiig wird ersucht, die erforderlichen

Einkritunch “treffen zii wolken, damit die Kommission am

5. Januar WSI ihre Arbeiten in Dresden beginnen könne,

und derselben jcdc nöthigc Unicrstiihmrg hnndcsft'crmdlich zu

gewähren. * „Ferner wurde die Von dem Brmdcskasficr Schmitt nachqcsuchic PrnYwnirung, untcr Anerkennung seiner langj"hrigcn trenén nnd horzirxrlickxn Dienste beschlossen, anch dcmsclhcii noch eine hcsondcrc (Hrattstcatwii bewilligt. Uchcr den in writcrrm Vcrfolq dicses Bc- schlusscs Von dem Präsidimn wogenWirdcrhcscßimq der “Stelle rincs Brindcskassicrs gc111achicn Vorschlag behielt 11mm“ sich vor, in dcr nachsten Sihung abzustimmen. / ,

, Endlich wurde noch cinem Karmlrihcarnicn dcr Bunch = Mili- tair-Kormni1fion ausnahnwwcisc cine chmiicratwn zngcwilligt. (Fr.“Bl.) & " Luxemburg, 14. Norcmhcr. JU “Orr hcuiigcn Sitzung der Uiandc hat der Dcputirtc André: den folgenden Antraq cinkirchracht: »In Betracht, daß die Verfassung die Zustimmrmq der Stände fiir alle Ersetze crhcischt und die Revision der Ordoimanzcn also eine Vrrfamurigsiniißigc Notthdigkcit ift, fordert die Kammer das Mi- UMLUUM auf, ihr die sämmtlichen Ordonnanicn in kürzester Frist ziir Guthcißung zn mitcrhrcitcn.« Dcr Gcschäftöordmmq qcmäs; ist der Antrag den Ahthcilungcn iibcrwicscn whrdcti, dic Zen“ Antrag- stc'Ucr erst zur Begründung desselben crmc'ichtigcn müssen. »“ Morgen Wird die Eröffnung der Eisenbahn von Luxemburg his Diekirch stätt- findcn,“ Prinz Heinrich wohnt derselben hci. (Köln. Ztg.)

' Baden. Karlsruhe,15,Novcmhcr. JhrcKöniqlichano- hertcir dcr Großherzog und dir Fran Großherzogin find rnit Scixicr Khi'nglichcn „Hoheit dcm Erhgroßherzog und der Großherzoglichen Prinzessin heute Abend 5 Uhrzu bleibendem Aufenthalt wicdrr ha- hrcr eingetroffen. (Karlsr. Ztg.) /

Oesterreich. Wien,- 15. November. Dcr Finanzausschuß hat beschlossen, eine Coupons-Steuererhöhung anf 7 pCt., eine Ver- doppclimg dcs außerordentlichcn Zuschlagcs zur Grund, Haus-, Waffen:, Erwcrh- imd Einkommensteuer arif die Dauer eines Jahres zu beantragen.

Großbritannien und Irland. London, 14. NOVLLU- drr. Das Parlament ist gestern mit den iiblichen Formalitäten hrs zum 13. Januar vertagt- wordcri, wird jedoch, wie aus der Ver- tagungsformcl crfichilich ist , auch an diesern Tage noch nicht einhe- rrtscn Werden, wofcrn nicht unerwartete Ereignisse dcm Ministerimu driseii Zusammciitritt nothwendig erscheinen lassen. -- Ihre Majestät dic K_ö-UigiU verläßt heute Nachmittag mit ihren jiingeren Kindern "IW GasirtiFkZer Prinzessin Alexandrinc hon Dänemark imd dercn Pater) dic „Uriel Wight, Um aiif 1/1 Tage nach Schloß Windsor zu Uhcr1tcdeln. '

, Einzcliihciicn iihcr dic Bcstcignng dcs Vesuv durch JhrcK-Zniq- [iche „Hoheit dic Krouprinzcssin von Preußen, ihren Gemahl

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und Bruder, dem Priyzen'vvn Wales crzählt dcr Timcsa-Bericht= cr after aus" Neapel in einem Vom Sten d. daiirtcn Briefe. Dic Besteigung geschah hon Refina crits; Um 2-3; Uhr erreichte man wohlbehalten deri Gipfel.. Der große Kraicr' 1varf__keincn Dampf aus- dafiir hcmuhtcn dic"k1cm'cn'Furnaroli11ch aufs cmfigstc, als wollten sie ihre LeisiimgsfahigkCit ms beste Licht bringen. Die Luft war darchfichtig wic Krystall „undkdcr Anblick Über alle Begriffe «iroßakkig- Nach einer halben Stunde schickte die Rciscgcscllschaft sich IW: Rückmarsch an. I Gestern, haben Ucucrdings Schußprohcn mii Witworth'schen «[[- und Hohlgcschoffcn gcgen gewaltige Schießscheiben stattgrfmr- ch, und die Vii'sriltatr'rrxarcii im höchsten Grade Überraschend. Ju Distanzen von 1500 his 2/1111) Fuß drangen dicse, vorne ahgcplat- teten ÖVVlknglt'» diirch dic Zielscheibe, wclche ans ("ckzölligcn mit starken Eichenbalkcn gcfiiiicrtcii Ciscnplqtfen bester Construction bestand, [whr- ten in diese Masse ein reines Loch und plahtcn im Innern dcr, cin Zchjffsscgmcnt darstellenden Scheibe. (chichgiltig Oh die Wilher- ladung 17 odcr,27 Pfd. hctrng, Oh die Hohlkugcln aus 711= odcr ]ZU-Pstindcrn geschossen wurde, die Wirkmig hlich dieselbe. Wiihrend drr zwci Jahre, die Aldcrman Cuhitt Lord-Mcihor war, fil'ld den verschiedenen, durch ihn angeregten Wohlthätigkcits-

:gvcckcn iiber 2 „I)iillioncn Thaler an freiwilligen Beiträgen zugegan- Üicn. Darunter 114,5110 Pfd. Si. fiir die Noth1cidcndcn in Indien wiihrend dcs vorigciiJahreI, L(_),i_«753 Pfd. St. fiir die Hiiitcrhlichcncn derim Öartlerohlenhcrgwcrke verunglückten Bergleute und 125,01“) ' fiir die Noihlridrnch in den Baimiwollhczirkcri. Anszcr= Zur Errichtnng cines National-Dcnkmals fiir

Pfd. St. örm53,1)()l1Pfd. St, den Prinzen Alhcrt.

15, November. Jhrc I)iajcstéit die Königin und dir Prin- zessin Alexandra, dercn Ahfahrt von OIhornc wir grftcrn angezeigt harten, siiid um 6 Uhr AÖCUÖI wohlbehalten in Windsor angelaiigr. chi “Stunden friiher waren der Prinz und die Priiizcssin Liidwig hon .Hcsscii, Welche dic Urhcrfahrt von Aritircrch mich (Hrachend in dcr ?.)cicht Victoria und Albert gemacht hatten, daselbst ange-

kommen.

Die amtliche Gazette enthält fokgciwc Depesche VM Riissrkl an Earl Cowleh in Paris:

»Answärtigcs Ami, 13. Novcmhcr 1862.

Mhlordk Dcr Graf v. Flahant kam Montag, den “10, ans Verabre- Dung nach drm answärtigcn Amt, imd las mir cine. auf den Bi'rrgcrkrirg in Nordanwrika bczüglichr Dchcschc von Mr. Drouhn dc. Lhnhs vor. In diescr Dcpcschc sagt Dcr Minister dcr aittswärtigrn Angclcgcnhciicn, das; E11- ropa dcn Kanwf, drr chi seit mehr als einem Jahre auf dem amcrikani- schen Fcstlcmdc datiert, mit pcinlichrm Jnicrcffc verfolgt hat. Er [(th der von brich Theilen cntwickclrcn Thatkriift und AUSOUUcr (Zöcrcchtigkcit widerfcihrcn, bemerkt aher, das; sie dicse. Beweise ihres“ MutheZ um den WrciI Unzähligcr Drangsalc nnd Ungchcucrcn Bliitvcrgicszcns ahgrlcgt haben. Zu diesen Umständen, die jeden Biirgcrkanwf hcglcitcti, kommt die Be- 1rrgnis3 vor einem Sklavrnkrirgc, der so virlcn unersrßlichcn Ver- instcn dir Krone mischen wiirdc. Wenn diesc. Drangsalc Ame- rika allein berührten, so wären Disse Lcidcn cincr hcfrcnchicn Nation JCUUJ, um dir Unrrrhc und Jhrilnahmc dcs Kaisch zu crrrgcn. » Aber auch Europa hai in einem der .Harwizwcigr Feiner Industrie gelitten, und scinc Arbeiter hahcn dir. gransamstcn Schicksalspriifrmgcn zn hrstrhrn. Franirrich Und *die Srrméichir haben während dicses Kampfes dir strengste Ncniraliiäi brohachict,“ aher Dic (Röcsinmxngcn, von denen fir hcycclt sind, scheinen, wcii entfernt, ihncn eine Art (Zilcichgiiltigkcit vorzuschrcihcn, im Gegenihcil zu gebieten, daß sie den beiden Krirgfiihrcndcn in dem Bcßrchcn beistehen, aus cincr Lage zu entkommen, diskrincnLlrtswcgzu haben, 1chcmt. » Dic Streitkräfte der hcidrn Thrilc haben bisher sich im Kanwf dir Wago gchaltcn, Und die neuesten Berichte [affen keine Ausstcht aufeinc baldige Beendi- gung des Krieges erblicken. - DicscUmsiändr, im Zusammcnlmng hrtrarhici, scheinen fiir die Ergreifung von Maßregeln zu sprcrhcn, wodnrch cinWaffcnstillstand ZUMJL gebracht werdcn könnte. -- Der Kaiser der Franzosen ist daher der Meinung, das; sich chi eine Gelegenheit hiciei, dcn Kricgfiihrrndcn dic gutcii Dienste der Scemächtc Unzuiragcn. Er schlägt also Ihrer Majestäi, so wre dem Kaiser 5011 Rußland vor, das; die drei Höfe. sowohl in Wa1hington, wic dnrch, Korrespondenz mit den konfödcriricn Staaten fich bemühen sollen, kino scthnwnailickM Waffenruhe hcrhrizufr'ihrcn, während dercn jeder dirckir odcr indirrktc Akt der Feindseligkeit zu Wasser und zu Lande aufzuhören hättc. Dieser Waffenstiljstand könnte, nöthigcnfalls arif einen weiteren Zcitraurri erneuert werden. - Aus diesem Vorschlag, fährt M. Drouyn dc Lhiws fort, würde nicht folgen, das; die drei Mächte iiber den Ursprung ZW Krieges irgend ein Urihcil fällcn,_ noch wiirde darin ein Bruch auf die JFUWMZUUkOkbÜUdlUUgCU liegen, die hoffentlich während des Waffenstillstanch stattfinden würden. Die drciMächic wiirden nur einschreiten, mnHindcrniffc Wegzuräumcn, und auch dies nur innerhalb der Grenzen, welche die beiden Yethriligicn ihnen ziehen dürften. -- Die französischeRegierung im der An- 11ck1i Ms; diesc Eröffnimgcn, selbst wenn sie keinen migcnhlicklickwn Erfolg MMU, doch 'die 11ii§lichc Wirkung haben würden, die chr von Leidenschaft I'hihtcn (Zöciriiiihcr znr Bcirachtungxdrr Vorihcilc dcr Versöhnlichkcii mid ch Jrrcdcns anzuregen. * Zirrmrg des Kaisers der Franzosen, und _ _ . _ , „zhrrr Majestät Regierung ihm eine ernste Ausrncrkjmnkctt gcjchcnki hat. - Jkkkc I)iajcstäi wünscht in den grr-ßcn Fragen, welche die Welt hcwcgcn, Und in keiner mehr als in derjenigen, welche mit den Eventualitäten dcs; IWKM Kampfes, in Nordmncrika zusammenhängt,' im Ciiwcrnrh- m_cii mit Frankreich zu handeln. Weder Jhrc Majestät dic Kö- "711111, iioch dic hriiischc Nation wird je vergessen, in welch edler UW nachdriicklichcr Weise der Kaiser der Franzosen, «ils- dir

Earl

So lautet im Wesentlichen der Vorschlag dcr Rc- , ich brauche kaum zu sagen, daß »

konfödcrirtcn Vevolimächtigten an Bord des »Trenia festgenommen worden warrn, das Völkerrecht vcrthcidigte und der Sache des Friedens beistand. - Ihrer Majestät Regierung erkennt in dem Vorsay, den Fortgang des Krie- ges dnrch freundliche Maßregeln aufzuhalten, die wohlwollenden Gesinnun- gen und humanen Absichten des Kaisers. _ Sie ist auch der Meinung, daß, wenn die vorgeschlagenen Schritte ergriffen werden sollten , die Mit- wirkung Rußlands außerordentlich wünschenswerth sein würde. -- hrer Majestät Regierung hat aber bis zur Stunde noch nicht erfahren, daß die russische Regierung eingewilligt habe, bei diesem Anlaß mit England und Frankreich zusammenzuwirken , obwohl sie die Bemühungen Englands und Frankrcichs, das beabsichtigte Ziel zu erreichen, untcrftiißen dürfte. * Aber ist das Ziel auf dem von der französischen Regierung vorgeschlagenen Wege in diesem Augenblick erreichbar? Dies ist die Frage, mit deren Unicrsuchung Ihrer Majestät Regierung sich angelegcnilich und sorgfältig beschäftigt hat. » Nach Erwägung aller aus Amerika empfangenen Jnfornmiion gelangt Ihrer Majestät Regierung zu dem Schluß, daß in dicsrm Augenblick kein (Zörund zu hoffen ist, daß die föderalistische Regie- rung dcn angeraihcncn Vorschlag annehmen wiirde, und wenn jeßt eine ahschlägigc Antwort von Washington käme, so würde dies eine baldige Er- ncncrrmg dcs Anerbictrns verhindern. -- Ihrer Majeftät Regierung denkt dahrr, das; es besser wäre , den Gang der Meinung in Amerika sorgfältig zn beobachten, und wenn in derselben, wie man Grund zu hoffen hat, eine Aenderung eingetreten ist oder später cinfreicn sollte, dann könnten die drei Höfe, solchen Vorschlag hcniißcnd, ihren frenndschastlichen Rath mit größerer Ausfichi, als sich cht zeigt, daß die beiden streitcndcn Theile ihn annehmen werdcn, ihnen anbieten. Jhrr Majestät Regierung wird jede ihr aus Washingion odcr Richmond zugehcndc Nachriché, die von Bedeutung für diesen wichtigen (Körgcnstand sein kann, de_r französischen Regierung miitheilen. -- Ihre Excellcnz können diese Depesche Mr. Drouhn de ("Hays vorlesen und ihm eine Abschrift derselben gehen. Ich bin U. 1“, w. U. s. w. Russcll.«

Wir srhr dcr Scehrrkehr in Kriegszeitrn durch cin einziges küh- ncs imd wohlgrfiil/Frtes K'apcrschiff gestört werden kann, zeigt fich gegenwärtig in schlagcndcr Weise. Seit Capitain Semmes mit dem korifödcrirten »Alahaman so vielen föderalistischen Schiffen anf der großen Wasserstraße zwischen Amerika und Europa den Garaus gc- macht hai, will sich kein nordstaailichrs Schiff mehr aus Liverpool auf die hohe Sec hinaus wagen, und woscrn dcm kühnen Kaper nicht bald das Handwerk gelegt wird, diirfte der ganze Verkehr mit Amerika englischen Rhcdrrn in die Hände fallen. "Für amerikanische Schiffe sind kamn mehr Affeknranzeu zu erlangen, und ein großer amerikanischer Kauffahrer wurde erst vor wcnigcn Tagen mitsammi srimcr schr wcrthvollcn Frachr an ein englisches Haus verkauft, weil der Capitaitr fich iiicht gctrautc, dic Uchcrfahrt unter der Unions- Flaggc ZU machen.

„Heute wird die Ansstclwtng der „Besucher mehrt sich seit Mittag,

Frankreich. Paris, 14. November. Dcr »Moniteirra knüpft an die Nachricht, das; zwei vom Konfödcrirtcn = Kaper vAla- hama» genommene Unionsschiffc Bürgschaft für nach Abschluß des Friedens an "den Präsidenten Davis" zahlbarc r46,001) Dollars gc- gchcn hätten, Folgende Bemerkung: „Wenn die Thatsache richtig ist, so wiirde diesc gegenseitig? Siipulaiion zu dem Glauben berechtigen, daß in den Vcrrinigtcti Staaten selbst eine friedliche Lösmrg weder (ils unmöglich, noch als allzufcrn angesehen wird. Die Frage, welche die Depesche des Ministers der auswärtigen Airgclegcnhcitcn des Kaisers EUropa vorgelegt hat, wiirde also aiich auf der anderen Seite des Atlantischen Meeres an der Tagesordrmng sein. Die englische Prcs c diskutiri bereits anf einfache Gerüchte hin die An- gemessenheit cines gcmeinschaftlichcn Ancrhictcns dcr Groß-Seemächtc zu freundschaftlichrn Diensten. Die von einigen Blätter aufgestellten Bedenken s [1th schwinden, mm man dir mensthcnfremidlichen, dis- kreten und praktischen (Hrnndlagcn kennt, aiif denen Franfrcickys Vorschläge hcrnhcn, und nun Unter dem Driirk drs hcflagcnswcrthen Urihrils, welches ein endloser Krieg mii fick) bringt, der Gedanke an eine friedliche Lösrmg bei den kriegsührendcri Amerikanern srlhst Raum gewonnen zn haben scheint.“

definitiv geschlossen, dir Zahl

- 15. November. Die Vcra-Cruier Post vom 15. Oktober bestätigt, das; General Forer) iiach Orizaha abgegangen war. Seine Proclamaiion an dir Mexikaner soll eine irrigchcrirc Wirfrmg gehabt und eine schnelle Wsnng dcr schwrhcndrn Frage UULÖZUÖL haben, Nciicrdinch waren wicder 15 Schiffe mit Triwrcn imd Vorriithen in Vcra-Crnz angekommen.

Trr Minister "rc?" AUS- d'xL Öerrxi Briicrrtti ein Das “diriomarischc Corps

Jralirn. Turin, 14. November. wärtigrn Jah gestern Ahcnd zu Ehrrn Festmahl, welchem die Minister und hciwohmtrrr.

Das» Kricgsgcrickxr hat re:". (Icncrai Jarrrch wegen Ungrrrchicr Ziiclsignng eines Soldaten zii ricr Monarrm Uri? ric aiidrrrii rain“: riiithethriligtcn Offixirrr zu je ;wri Mormrcxi ixi'xri'HiWiiiLk rrriirthriit. Dieser Prdzcß har großes Artischrii JUUUÖT, ,

Prin; Ömnhcrt ist ir: Tiiiiiö «ixigcki*1i:;::::; :!:? 'LCM BW wir kiixiiglichcii Ehrcn riiwfarigcii worden. * _

Dic «wirlischc Post wiirde mrwcii Gios: i:] ?cr “Ü“."LFHLTDZUTRL'L hon Banditen iihcrfallrii rind anögrrliirircrr. Fi; *.*„rric _„riit:rr *rareri Gridsnimncn, ric “Trivaicri grhörtcii, 217-171)“. “FUNK rriw'w »iii-Z Dcr

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