.*».„Ww-x-YM-«x “.*-«WWE- * “ “***“
Für die ersten vier Monate vom Beainn der Notenau bleibt dte Bank von der Verpflichtung zur Zablun befreit. Sgabe ab Ökonaéen_ nach Er- diesem Zeitpunkt hat die Bank für die Ausgabe tnMT e:? nnen" zum Betrage von wenigstens 500000 Dollars. baby.?! gIFndIeesketrei's 25000 Dbllars ix_t Abschnitten zu 1 Dollar, bereit zu halten. 7) Fur beschadigte Noten bat die Bank Ersaß zu leisten, sofern der Inhaber entweder einen Teil der Note einreicht, der arößer ist als die Halfte, oder den_ Nachweis führt, daß der Rest der Note. bon welcher er nur die Halfte oder einen kleineren Teil als die Hälfte
_ 6) Die Bank ist verpflichtet, binnen teilung der Konzession mit der Ausgabe vori1 eÖtinoten
präse181tiert, vernichtet sei.
Der Aufruf und die Einziehung der von der Bank aus e e Noten darf nur auf Anordnung odsr mit Genehmigung ZLI ZZZ? kanzlers erfolgxn; der Reichskanzler schreibt die Art, die Zahl und die Fristen der uber ben Aufruf der Noten zu erlaffenden Bekannt- machungen, den Zeitraum, innerhalb dessen, und die Stellen, an welchen die Noten eingelöst werden sollen, die Maßgaben, unter dencn nach Ablauf der Fristen e_ine Einlösung der aufgerufenen Noten noch stattzufinden bat, und bis zur Sicherung der Noteninbabsr sonst er-
forderlichen Maßregeln vor.
9) Für Nachteile, die die Bank dur Aende . in China oder dem SchUßgebiete Erleideé soute_rukrtag__nder____.5_1§3abrung
ansprüche an die Reichsregierung nicht geltend macbsn.
10) Dem Reichskanzler steht das Recht zu, die nne altun Vorschriften bieser Konzession zu überwachen und qu die?em ZFH? Komm1ffare tn die Plenarsißungen des Aufsichtsrats und in die Generalverfammlungexj der Bank zu entsenden, sowie in Berlin und an den Agßaabeorjen jederzeit durch Kommissare die Bücher der Ge- sellschaft einsehen z_u lassen, insbesondere soweit sie sich auf den Noten- Umlauf und die Siebersiellunq beziehen. WNW
Die Haubtberbuchung über die Notenausgabe undöxben Noten- umlauf_ findet bei der _Deutsch-Asiatischen Bank in Tsingtau statt.
D_te Bank hat eme Nachweisung über die Höhe des Noten- Utzilaus dem Reichskanzler und dem Kaiserlichen Gbubstneur bon Krautschou allmonatltch einzureichen und in drei Vom Reichskanzler zu
bestimmenden Zsitungen vierteljährlich zu veröffentlichen.
11) Die Befugnis zur Aussabe von Banknoten t :) . a. durch Ablauf der Zeitdauer, für welche fie ___(LZÜ ___?rloren,
b. durch Verzicht,
(2. im Falle des Konkurses durch Eröffnung des Verfahrens Wen
die Bank.
Die Konzsssion kann ferner durch den Reichskanzler für Verwirkt
erklärt werden :
a. wenn die Gesellschaft die Einlösung präsentierter Noten an
den Ausgabeorien nicht am Tage der Präsentation bewirkt,
b. wenn die in den Artikeln1-5 bes anliegende Sit * enthaltenen Bestimmungen obne Geyebmigung des ReichxkanlerxtTe?
ändert werden,
0. wenn die Vorschriften des § 4 dieser Ko " Sicherheitsleistung für die umlaufenden Noten berlethLFZYdexbÜdéie Im Falle des Absatzes 2 wird die Einziehung der Noten Vom
Reichskanzler angeordnet.
Norderney, den 8. Juni 1906. Der Reichskanzler. Furst von Bülow.
Anweisung
zur Ausführung der Konzession vom 8.Iuni1906.
1. Zu ]1, .
4 3. Als Bürgen werden folgende Bankinsjitute zugelassen:
1) Bank für Handel und Industrie 2 Berliner Handengesell“ at, , 3) S. Bleichröder, “b f
4) Deutsche Bank
5) Disconto-Geseüscbaft,
6) Mendelssohn u. Co.
Die Bür en haften anteilSmäßig und als S lb! ld . ?tung erfolgt durch Uebergabe von SeichcebchlZselTerin Ye schnitten von nicht weniJer als 100 000 „M, ausgestelltvon der Deutsch-
Bürgschaftslei
Afiatiscben Bank, akzept ert von dem betreffenden Bürgen.
Die_Bank ist berpflicbtet, 3 Monate vor Verfall eincs We e die Verlanaerung der Bürgschaft durch Ueberaabe eines neuen BILLY? zu veranlaffen _odcr ander_weite anweisungSmäßigeSicherheit zu leisten. 1). Zur Stcberbeitsletstung durcb Hinterlegung sind die im Verkehr mit der Reichsbank zur Beletbung zuaelaffenen Effektsn innerhalb der
dafür jeweilig festgeseßien Grenzen unbedingt Verwendbar.
_ Zur Sicherheitsleistung durcb Hinterlegun anderer C"" kt '
in xedem Fall die besondere Zustimmung des ReZchskanzlers etsfsbrleiZ-é Die Zustimmung erfolgt unter Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs. Auch Effekten, die an deutschn Börsen nicbt gehandelt werden, können
zur Sicherbeits1eistung zugelassen werden.
Die Hinterlegung erfolgt durch den Reichskanzler bei der R2ichs-
bank auf Kosten der Bank.
Bei Nichterfüllung der durch die Konzession der Ba k Verpflichtungen ist der Reichskanzler berechtigt, sofort di? hMiZZiZZiZÜ Wertpapiere im Wege der offentlichen Ausbietung oder freihändig
Verkaufen xu lasen.
c. _Dur_ch Bestellung von Hypotheken kann bis w ' Sicherheit bis zu 40 0/0 des durch öffentliche Taxe ermitiLLlixn Geituebbs-
stückswerts geleistet werden.
Die Hypotheken sind für die jeweiligen Notenin aber na - abe des § 1187 B. G-B. einzutragen. Die Bankb bat sichchdchi§ rtigen Zwangsvollstzeckqnß gemäß § 800 .-P.-O. zu unterwufen.
Die_ Bank hat _fur die ]eweiligen Gläub aer einen Vertreter mit unbeschrankter V_erfugung§macht gemäß 9" 1189 B. G-B. zu bestellen. Im Grundbuch tft zu vermerkt), daß bei Fottfall des Vertreters ein neuer Vertreter in gleicher Weise bestellt werden muß. Die Person
()
des Vcrtreters wird vom Reichskanzler bestimmt,
ci. Ist die geleistete Sicherheit nach dem (Erme d - kanzlers unzureichend geworden bder drobt sie es zu YFZen,egs99inetickb?e Bank verpflichtet, die Sicherheit zu ergänzen oder anderweite an-
weisungsmäßige Sicherheit zu leisten. 11. Zu 11, 6.
Die Muster der auSzugebenden Banknoten sind dem Reichskanzler
zur Genehmigung vorzulegen. 111. 11 10
_ _ ;iu , . ur die vor escbriebenen Nachweifungen ist der Notcnumlauf am
20. e nes jeden onats zu Grunde zu legen. Norderney, den 8. Juni 1906. I_)er Reichskanzler. Furst von Bülow.
In Hamburg wird mit der nächsten Secteue : anns_prüfun_g am Z0._Juli d. I. und mit der Lächstxn tfferprufung fur große Fahrt am 6. August
2 es Z. chonnen werden.
Belassung m bixsen Aexntern zum Generaldirektor der Könia- lichen Museen m_;Berlm zu ernennen, und ihm hierbei dén Charakter als„WÉlicher Geheimer OberregierungSrat mit dem N W Eßer Klasse zu verleihen, ferner
auf Grund "des
28 des 5 30. Juli 1883 (Gese Lan eSverwaltun
_ _ mmi. S. 195) den Verwa direktor S chaums und m Aurich zum Mitglieds des aySschusseYin Magbeburq und zum Stellvertreter de gierungsPrastdenten tm Vorfiß dieser Behörde auf Lebens- zeit zu ernennen sowie
_der Wahl des bis begriffenen P Stern_ zum Direktor der An zu erteilen.
sgeseßes vom
herigen _Leiters des in der Entwicklung rogymnastums m Ahrweiler Dr. Waldemar stalt dre Allerhöchste Bestätigung
Ministerium hex geistlichen, Unterrichts: und Medizinalangelegenheiten.
Der Bureaudiätar Jürgens ist zum Sekretär bei der
un_d_ PrüfungMnstalt für Wasserver- serbescrttgung 111 Berlin ernannt worden.
Königlichen Versu s- sorgung und Abwä
Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.
Die Oberförsterstelle Ro
- sen rund ' ' ; bezirk Bromberg ist zum 1. Augu g Lm Régtcrungs
st 1906 zu beseßen.
Ministerium für „Handel und Gewerbe.
zum 1. August d. I. der Gewerbea ' "
_nster nach Breslau 11, - zum 1. Oßtbsbtx ZÉF'UZF YemerbetyspFwF Dr.:Yig. Denk er von Gummers- _ armen m :s eri er mtSei eni t, - m_spckior Menzel von NieYburg na (haf der Gewerbe- mtffartschcn Wahrne richtendcn Gewerbein
Verseßt sind: Schuch von Mü
_ Elbérfelb ur kom- mung der FILMYW de_x_r dort nzeu zu er- _ un te ewer ea '" '
von Linden nacb Gummersbach uni_3_Dr. GlsZFYTYYUbZ; zur komm1s1arischen Wahrnehmung
Barmen nac!) Nienburg Gemerbeinspeknonen.
dcr Gkfthäfte der dortigen
Hauptverwaltung der Staatsschulden.
B Bekanntmachung.
_ ei der heute öffentlich in (Ho enwart ein s :
wxrkten Verlosung der PrioritätSobngationen e Notars be
111. Serie,
ZF. (SSerie Fit. 13 und
_ . _erie it. (ck 1. und 2. Emisfion
d_er_Bergtsch-Markis_ch)en Eisenbahn:Gesellschaft sind
dte m _der Anlage verzexchneteti Nummern gezogen worden. Dieselben werden den Bestßern zum 1. Januar 1907 mit
der AUfforderung ekündigt, die in den s VLkschriebencn Kapigtalbeträge au gelosten Nummern
vom 2. Januar 1907 ab
egen Quittung und Rück abe_der Obligationen bei der Staats- erlm 97. 8, Taubenstraße Nr. 29,
s.. mit d_en O_bli qtionen 111. Serie nur die scheme fur_ te Zinsscheinreibe 71
1). mit ben Obligationen 111. Serie eherne Re e 7 Nr. 10 bis 20,
(3. mt den O ligationen
chuldentilgungskasse in zu erheben. Dabei sind
Erneuerungs- “Lit. 13 die Zins-
ion die I' s___1_11_. S__e__r_ie K_it. 0 1. und
„ tn eme et e . ' nebst Ernxuerungs cheinen für die nächsten Nr 13 bis 20 Mit (1313 uleern.
xe ahlung erfolgt von 9 U r Vormit Ngchmxttags, mit Ausschluß der Sohnn- ta beiden _leßtbn Geschäftstage jedes Monat .
_ Die Einlosung geschieht auch bei den Re kasyetiJunx i_n FZankcfkurtka. M. bei der Kreiskasy
- u te cm we e önnen die E ekten e' ' *
schon vom 1. Dezember 1906 ab ff mer dieser Kassen ste der Staatsschuldentilgungskasse hat und nach erfolgter Feststellun 2. JMuarB1907 a?) bewirkt. _...cr ctrag er ctwa e lenden 'n ' ' Kapital? zurückbehalten. fh Zl sscheme Wird vom Mit dem Z1.Dezember d. der verlqsten Obligationen (: . __ Zugletch_wcrden die bereits früher auSgelosien .lnlagc vcrz_e1chneten, noch rückständigen Obligatione holt und mit dem Bemorken au detselbxn mrt dem 81. Dczcmbe aufgebort hat, und daß wenn fi_e_ 10 Jahre lang al] und denenunaeachtet nicht dem letzten öffentlichen
eihen unentgeltlich
s bis 1 Uhr und Fettage und der
gierungshaupt
eingereich_t werden, welche zur _Prufung vorzulegen 9 dre AUSzahlung vom
I. hört die Verzinsung
, auf der _ 11 wieder- fgcrufen, daf; _dte Verzinsung _ r des Jahres ihrer Verlosung [_eber_Ans_pruch _a_us ihnen erlischt, ]ahxltch emmai oftentlich aufgerufen, spatestens _bm_nen Jahresfrist nach Aufruf zur Emlosung vorgelegt sein
2 ka_nn fick) in einen Schrift- gatronen uber die Zahlungs-
Die Staatsschuldcntilgungska wx_chsel mit den_ anabsrn der Ob letjtung nicht einlassen. ormulare zu__dcn Quittunqen werdcn edqchten Kamen unentgeltlich vcrabfolgt. erlm, den 2. Juli 1906. Hauptverwaltung de_r Staatsschulden. von Bitter.
von sämtlichen
Yithlamtliches.
Deutsches Reich. Berlin, 9. Juli.
]estät der Kaiser und Köni na men g an Bord der „Hamburg“ g b vot_1_Berge_n nach Drontheim die Vorträqe d Militärkabmcits, Generalleutnants Grafen bon und des Chefs des Marinekabinetts, von Senden-Btbran entgegen.
Preußen.
Seine Ma
gestern nachmitta auf der Fahrt
bétsCh-Jsesties u en- a eer Admirals Freiherrn
Königreich Preußen.
SLineEUßlskajest ät der König haben Allergnädigst geruht:
en_ xten Direktor der Gemäldegalerie und der S - lung chnstltchxr Skulpiuren des Kaiser Friedrich=MuseunT§121u Berlin, Geheimen Regierungsrat Dr. Wilhelm Bode unter
*) Das Statut ist hier nicht mit abgedruckt.
einbart werden sollte, solle dieser die 51 atchie binden während Serbien diesen sve_§_r_eid__ Z Skupschtina babe abhängig machen onen. Die Monarchie sei daher
Ein vorgkstern nachmitta g gezwungen gewesen, die Grenjsperte zu verhängen.
Bulletin lautet: Das Befinden Ihrer Kaiserlichen und Köni
_ glichen Hoheit der Frau KronprinzessinunddesKindes isiandauemd gui. Bulietins werden nicht mehr aussegeben. (gez.) Bumm.
in Potsdam aUSgegebenes
Zbigxr OÉteUe zufo ge, et en ruttoeinnahmen von 12009000 und bei : auSgaben ein Minus von 12290000 Kronen gegxxTZbLezrl-udtxt
(gez.) Keller.
_ ür die Zeit der ferneren Abwesenheit des Gro ' babtsJen Gxsandten _bat der Minißerialdirektor FWYYOYY Bodman dxe_(H_eschafte der_ Gesan tfchaft übernommen. nach YxrüZozrxechckh e_sééedifchde Gexandte Graf Taube ift
_ e r un ' " schaft wieder Überpgommon. hat je Geschafie der GesaW Der mexikanische Gesandte de Jcaza ist nach Berlin
zurück eke rt und at d' , übernIMtYen. h le Geschäfte der Gesandtschaft Wieder
Laut Meldung des „W. T. B.“ ist der eimk TranSport der vo_n'_ den Schiffen dhes KYLIX??? Ieschwaders gb_geloxten Besaßungsteile mit dem _nanY)_f_?_r_a,_,_Z3_xxrusßa“_ d?_r HamqugZAmerikmLinie vorgestern
einge ro en un a t ' ' ColorCFZbo KMSWU) fortgesetzt. gesern die Retse nach . . . , an “ ' . ' ' ' eingetroffen. ,H sa lst am 6 Juli 111 Schanghai
S' M* Kbt- „Luchs“ ist vor étern vo S ' Tschtngktang in See gegangen. g 7 n chUUIHLU nach
_ Der heutigen Nummer des „Reichs: und StaatSan e' “ liegt als besondere Beilage das Verzeichnis des amzLPZrFli d. I. gszogenen, zur _baren Einlösung gekündigten Prioritäts- obltgattonen 111. Serre; 111. Serie LW. 13 und 111. Serie
Lit.() 1. und 2. Emission der Ver ' ; " - _ . _ bahngesellschaft bei. gisch Marklsck)?“ Etien-
_ Württemberg. Die Kammer der Abgeordneten hat, „W. T. B.“
?gfolge, vorgestérn das Landtagswahlgefeß unter Zu-
ttmmung zu den Beschlüssen des anderen Hauses mit 45 gegen
1 Stimme gngenommen. Bei der dann ol enden Be at derß _Gemetnbeorbnung hat das afusg mit 49rgeYYZ 21 Stimmen bet1Stmzmetxthaltung die Be timmung, daß die Ab- ZYZFUFSJUYZZLeYnslanngchkeit x_ür die nach dem 1. Ianuar _a Zn _ r svorte er rü w'rk d P : erhalten, tm ubr1_ en aber?) l M IMM soll, aufrecht
ZUgestimmt UW iSWUf die Gemeindeordn ' ' * _ genommen. UNI Llnsnmmtg un.
en Beschlüssen der Ersten Kammer
_ _ Baden. Die Erste Kammer hat vor estern, „W. TB.“ zufolge,
die Schulvorlage nach den Bes [ü en der . _ angenommen. Die Vorlage wird omsit GeseßZWMM Kamm“
_ _ Hamburg. Dee Burgerschafi hat vorgestern, wie das „W. T. B.“
berichtet, den Antra Engel, betreffend die Wiederau - rtchtun_g der Si. ich_aeliskirche, gegen die Stimmefn de_r _Soztaldemokratsn, sonne den Antra des Senats auf Be: wintgung von rund7MillionenMar zurUmgeftaltung der Trinkwasser ufuhrungSanlagen aus hygieni en
Gründen unter Ab pa un der - . Wafferreservoirs genckafifigt.g in den Hausern befindu 9"
Oesterreich-Ungarn.
uri?» dcr vorgestern abgehaltenen Schlußsi ung der Un-
ck) e n D el eg a t io n interpellierte der elegierte R a =
o_vszky den Minister des Auswärtigen Über den Grund 1)
Einstellung der Hande[Svertragsverhandlungeetx m1t_Serb1€n; er fragte ferner, ob es wahr sei, daß als Bedingung fur de_n Abschluß des Provisoriums geqolten habe, daß, wenn (Geschu 9 besieUt würden, diese bei Skoda bestel1t werden sollten, un endlich, welche Schritte der Minister des
Auswärtigen ur leuni n . „ unternehmen givenksec.h ge B“"d'gung dis ZUUkUeges zu
Der Skktionschef von Müller erklärte in Beantwortung der
Anfragen, laut Bericht des „W. T. B.“, da die Ver an
balb_ eingestellt _worden seien, weil csß sicb gezéigtdlbrajßxn Téß Serbien fich tnfblge der mit Bulgarien angeblich, ab- g_eschloffenen ZoUuchn auf ganz anderer Grundlage befand azs bei der Exoffnuna der Verhandlungen angenommeri wurde. Ferner_ set Bedingung gewesen, da die serbische Regierung wahrend des Provisoriums ni ts unternehme was dsr Frage der_ Bestellungen präjudixieren könnte, es handle sich, deshalb nicht allem um Kanonen. Zum Schlusse erklärte der SektionScbef, die baldige Beendigung des Zollktiegs hänge ganz von __Serbien ab, da Serbiens Antwort die gegenwartige Lage berauf- eschxvoren babe, und de_rsicberte. der Minister des Aeußern handle nur im Einbernebmen mit den beiden Regierungen. “
Der Interpeljant erklärte sich durch die Antwort des
Ministers nicht zufriedengesteUt, die Ma'orität de 51) l ' nahm die Antwort des Ministers jedocli zur Kerkntnieséga§i11 Elxenrufen auf den Monarchen wurde die Sißung geschlossen.
- Der Ministerpräsident Dr. Wekerle beantwortete
vorgestern im ungarischen Abgeordneten an e di - anattbn, betreffend_die Ursachen der GrenhzspxrreegIZYtZi Serbien, und bekampfte_zuna st die Aeußerung eines Mit- gliedes der Koksuthpartet, da der Zollkrie den Rache-
gelüsten des Mini ters des A ' entspringe. eußern Grafen v on 0 l u ck) 0 wskt
Der Ministerpräsident führte im Laufe seiner Rede, wie das
._W T. B.“ berichtet, aus, daß ausschlie lieb wirt " fur die Sperrung der Grenze egen Sßtbien mxchxxtble2ckbe KKW seien. Oesterreicb-Un arn babe fur 71 Posten des olltarifs Herab- YLJggen veri_ar;gt; _ersbien Ik))??? jedoch nur bei 11 unacn e n re en a en. e ordnung ausestellung von Skoda- kanonen habe die Re ierun all “ Y________J___________g_____ LYZFmotthexr,_Y)%l1?i-stm dagegen die Lieferun von _a 0 er et en usubrna Otti- dtese YaSgleicbsfotderung bereztigxh cesrbxsrenl.h Un c:xbjiektxlelsenbabe schon wabrxnd des_Zollprov_isoriums Erle? anubr gewunscht, rte veterinar-polizeilicb bedenklich gewesen seien. Für
Positionen Er-
tion und Petroleum vet MHZ
chterungen für die Vieb- Fali, daß während des Provisoriums ein dTnitioer Vertra ver- isch-unßatiscbe on-
u timmung der
Die Antwort des Ministerprästbenten wurde mit großer
Mehrheit zur Kenntnis genommen.
- Der un arifsche StaatSkafsenauöweis ei t ? ür das 1. Quartal von 1906 ein Yßlété
Vorjahre. Gestiegen smd die Einnahmen aus den Ver- zehrungssieuern um 6 Millionen, aus dem Tabaksmqnopol um 1,5 Miüionen, aus den Staatseisemverken um 4,2 Millionen, aus den Staatsbahnen um 3,2 Millionen x_md aus der_Post- und Telegrapbenvcrwaltuna um 1,8 Millionen. Verringert sind infolge des Exlex- ustandes die drrxkten Steuern um 5,1 Millionen, die (Hebü ren um 2,3 MiUtonen.
Rußland.
Der Gouverneur von Grodno, Küster, zu dessen Amis- bezirk Bjeiostok gehört, ist, „W. T. B.“ zufolge, abberufen “worden.
- Nach einer Meldung der „St. Petersburger Telx qrapbenagentur“ sprach fick) die Zentrumsfrakttbn des Reichsrats, zu der fast die Hälfte sämtlicher Retchsrats- miigiieder gehört, in einer vorgestern abgehaltenen Stßung für eine Abänderung der bestehenden Geseße über _die K_Otzt- petenz der Kriegsgerichte aus, beschloß1edoch, die Mrlttar- gefeße nicht zu ändern.
- In einer vorgestern in St. Pktersburg abgehaltenen Versammlung, an der etwa 4000 Personen teilnahmen, wurde das Agrarprojekt dcr Arbeithruppo einer [cbarfen Kritik unterzogen. Alle Redner stimmten darin uberein, daß seine Verwirklichung zu furchtbaren Folgen _fübrcn könne. Wie „W. T. B.“ meldet, wurde eineRssoluiwn ge- faßt, in der der Plan als unausführbar bezeichnet und der Hoffnung Ausdruck gegeben wird, daß die Arbeitsgruppe ihren Plan faljen lassen und sich der sozialdemokranschen Arbeiter- partei anschließen werde. _
Gestern fanden an vielen Punkten der Hauptstadt politische Kundgebungen statt, bei denen rote Flaggen mitgeführt und revolutionäre Lieder gesungen wurdxn. Auf der Nikolaibrücke und an einigen anderen Stellen Htclten die Manifestanten die Straßenbahnen an und verlangtßn vom "Publikum, daß es die roten Flaggen und die freiheitltche_Be- wegung durcb Entblößen des Hauptes bxgrüße. _ Das Pizbltkum kam der Aufforderung nach. KavaUerwpatrourllen zerstreuten die Nuhcstörer.
Italien.
In der gestrigen Sißung dcr Deputiertexikanimer wurde die Regierung Über die Rentenkonverston mier- pelliert.
Nach dem Bericht des „W. T. B.“ erklärte ber Schayminisier in Erwidsrung der Anfrogz, er werde den Hauptbertcbt über das Er- gebnis der Rentenkonbetfion bci Wiederaufnabn1e_ de_r Arbeiten der Kammer voxlc en. Er sei indessen glücklich, mitteilen zu können, daß, nachdem d eFrist für die Rückzahlun sforderungen abgelaufen sei, bon 8 Milliarden und 100 Millionen apital nur Rückzahlungen von ungefähr 1700 000 Lire Kapital in Italien und Von ungefähr 2 MiUionen Lire Kapiial im Auslande verlangt wordeq seien In der Summe der in Italien Verlangten Rückzahlungen ser indeffcn1Million einbegriffen, die einem Fremden_geböre, sodaß italienische Inbaber italienischer Rente nur die Ruckzablung bon 700000 Lire Verlangt hätten. Er sei auch glücklich mtxteilen zu können, daß an dkn beiden wichtigsten Märkten für die italienijche Rente Paris und Berlin keine Rückzahlung verlangt worden sei. Der italierxische Schatz habe die große Finanzvberation ganz aus eigtxer Kraft uber- Uommen. Der Schuh babe M) für alle Eventualitaten die Unter- stüßung zweier mächtiger Finanzsykdifate gesichert, an_deren Spiße das Haus Rotschild und die Banca Y'Italia staxken. Aber diese Unterstüßung müsse lediglich als eme moralische betrachtet werden, wie es auch die äußerst kleine Ziffer der gefor- dexten Rückzahlungen beweise. Sicherlich werd? die Kammer diese Nachrichten mit Genugtuung aufnehmen, sie zeigten klar das große Vertrauen, deren sicb die italienischen Finanzen im Auslande erfreuten, und die ständig wachsende Woblbabenbeit dss Landes.
Die Kammer vertagte fick) sodgnn auf _unbemmmtb Zeit. Vorher sprach der Präfident Bzancherr dem anter- präsidenten (Hiolitti und der Regierung unter dem_ lebhaften Beifal] des Hauses den Dank der Kammer aus fur die tat: kräftige Behandlung der Nentenkonverfion.
Serbien.
Nach einer amtlichen Meldung hat _die österreichisch: ungarische Gesandtschaft (m_t Freitag vortgcx Woche die serbische Regierung durck) eme Note ve_rstän_dtgt, daß vom Sonnabend ab das HandelsProvtsortum zivtschen Oesterreich-Ungarn und Serbien ayfgehört h_at_ zu
elten. Gleichzeitig wurde der serbischen Negterung notzfiziert, Faß die Einfuhr und Durchfuhr von lebenden Rindern, Schweinen, Ziegen, S afen und Geflügel forme von robexn und bearbeitetem Fleick) aus Serbien verboten ist. Die serbische Regierung hat beschlossen, in einem Blaubuche alle auf den Zollkonflikt Bezuq habenden amtlichen Dokumente zu ver: öffentlichen und der Skupfchtina, die gestern zusammengetreten ist, vorzulegen.
Bulgarien.
Der neue griechische Bischof von Varna Neophyibs i_st vorgestern früh mit dem österreichischen Dampfer „Gortth“ m Varna eingetroffen. Un eachtet der getroffenen Vorsichts- maßregeln durchbrach, wie as „W.T. B.“ meldet, die Volxs: menge die Polizeikette und empfing den B1s_cho __Mtt _Stem: Würfen. Dieser sah sich daher gezwungen, die uckretse an: zutreten.
Nortoegen.
Gestern nachmittag ist der Kaiser Wilhelm an Bord der „Hamburg“ in Drontbeim eingetroffen. Kurz nach d_er Ankunft des Kaisers begab s1ch „W. T. B.“ zufolge der Koptg Haakon zur Begrüßun seines hohen Gastesauf dgs Kaisex- schiff. Nach längerem erweilen in der Kajüte gmg_en die beiden Monarchen an Land und fuhren nach dem Sttfishof, wo der Kaiser von der Königin begrüßt wur_de_. Nachmittags besichtigten der Kaiser Wilhelm und der qug aakon den Dom und fuhren darauf wieder nach dem Snitsho , wo (Igla- tafel stattfand, bei der zwischen den beiden Monarchen _Trmk- sprüche gewechselt wurden. Um 11 Uhr kehrte der Kaiser an Bord der „Hamburg“ zurück.
Afrika.
Wie die „Daily Mail“ aus Alexapdria erfährt, find angesichts derKefahr einer pan-islamittschen Bewegung Befehle nach a ta und Gibraltar gegeben mo_rden, Truppen Trait _zu halten zu möglichst sofortiger Befordcrung nach
cgyp en. _
_ Nach einer Depesche des „W. T. B.“ hgben dic Trupyen in Natal im Distrikt Umwoti eine Streitmacht der Em- geborenen vollständig umYngelt und geschlggen. Der Verlust der Eingeborenen betru 7 Tote, untxr diesen befand fich der ._Häuptling Matschwilt; nur sehr wenigen gelang es zu ent-
ommen.
Statistik und VokkWsrtschaft. Zur Arbeiterbewegung.
Eine zahlreich besuchte Versamxnlung Berliner Glaser- aebilfen (vgl. Nr. 158 d. Bl.), dte am Sonnabend stattfand, beauftragte, der „Boss. Ztg.“ zufolge, die Kommission, sämtliche Glaser- meister, die nicht ausgesperrt haben, in' einem Rundschreiben auf- QUfosdern, sich binnen drei Tagen zu erklaren, ob sie gewillt sind, auf der Grundlage der neuen Fordetungen, sofort zum Zwecke des Ab- schluffes eines Tarifbertrages in Verhandlungen einzutreten. Je nach dem Ausfall dieser Erklärungen wird sodann eine allgemeine Per- sammlung _der Gebilfen darüber Bekcbluß fassen, ob in den aÜgemetnen Ausstand einzutrxten ist oder nicht. _
In Merseburg hat, nach cmer_Meldung der „Köln. Ztg.“, ein Ausstgnd der Maurer, in Zeitz em Ausstand der Zimmerer die B'autatigkeit zum Stillstand gebracht. _
Zu der von einigen Blättern gebrachten Ngckmcht über die Be- endigung kes Ausstanbs der Hafenarbeiter in Duisburg wird der „Köln. Ztg.“ métgeteilt, daß zwar die Soldaten, die Aushilfs- arbeiten berrich1et haben, auf Einspruab des Gewerkschaftskaktells zurückgezogen worden find, daß aber der Ausstand der Holzträaer noch fortdauett. Die Arbeiter haben in einer Versammlung beschlossen, so lange im Ausstand zu verharren, bis der aufgestellte Tarif von allen in Frage kommenden Firmen unterschrieben worden sei.
Der ' Scbuyberband der baugewerblicben Betriebe Elberfeld- Barmen hielt, der „Rb -Westf.Zta.“ zufolge, am Freitag eine Vollbersammlung ab, um zum Streik der Maurer, Zimmerer uanandlanger Steüung zu nebmen._ Nach den bisherigen Er- mittelungen beläuft s1ch die Zahl der siretkenden Maurer, Zimmerer und Handlan'ger im Hochbau auf etwa 800, im Tiefbau auf etwa 1000 Arbeiter. Die Vsrsammlung war bon über 100 Mitgliedern des Schutz'yerbanixs besucht, die einstimmig beschloffen, tt_iit Rücksicht auf die seitens kkk Arbeitgeber reicblicb gemachten Zugestandnise und auf dsn durchaus unmotivierten Abbruch der Verhandlungen durch die Arbkitnechr, rem Streif seinen Lauf zu laffen.
In Hattingen waren zwischen den Bauunternehmern_und Bauarbeitern Meinunßsversäpiedenbeiten ausgebrochen, die zu einem Ausstand iübrten. IeZt haben sick), der .Köln. Ztg.“ zufolge, die Unternehmer bon Hattingen dem Ortsverein Essen des Arbeitgeber- bandes angesckploffen In einer auf den 3. Juli anberaumten Zi:- sammenkunft der Vertreter der Unternebmcr und der Arbeit- nebmerorganisationen nacb Hatiinaen, die unter Leitung des Bsigeordnefen Tr. Wiedfeldt-Cffen stand, wuxde nach langerer Be- ratung bescblbffen, den ganzen Kreis Hattinaen m den Geltungsbereich des nach dem großen Kamvfe im Bauaxwerbe in__ Essen abgeschloffxnen Tarifs einzubeziehen. Dieser lautet: Dic regelmaßige Arbeitszeit wahrt zehn Stunden. Dar Stundenlohn für Maurer und Zimmerer betragt vom 1. Juli 5. I. ab 52. am 1-April 1907 ab 53 und vom 1.Iuli 1907 ab 54 „_3. Für BaubilfSarbeiter ist der Stundenlohn 10 „3 germ er.
Yon der am Mittwoch durch die Arbeitgeber beschloffenen Aus- sperrung der organisierten Maurer, Steinbauer und Hilfsarbeiter Nürnbergs sind, Wie dasselbe Blatt mitteibt, bisher gegen 2000 Arbeiter betroffen wvrden. Die Ausspexrung wird auch in der kommenden Woche noch [ortkauerm Von Einigungsmrband- lungen ist weder bei den Arbe tgebern noch bei den Arbeitnehmern biSber die Rede. _ _
In Würzburg ist, wie die ,Frkf. Ztg.“ erfabrt, ein Ausstand der Maurer durcb Vettn'ittlung des Gewerbeamts beendet worden, nachdem den Arbeitern eine kleine Lohnerhöhung bewilligt worden war.
„Wohlfahrtspflege.
Eine von dem Generalsekretär, Obersiabsarzt (1. ZH. Dr. Nixtner- Berlin der ßte kurze Uebersicht über seine Tatigkeit in den letzten ze 11 Jahren seyt das Deutsche Zentralkomitee zur Errichtung von Heilstatten für Lungenkxanke seinem nun- mehr im Druck ecscbienensn Tätigkeits bericht fur1905 (vgl. Bericht über die Generalbersammlung am 31. Mai 5. J. in Nr. 128 1). Bl.) Voran. Den ersten Schritt zur heutigen Organisation bildete da- nach eine vom Reichskanzler Fürsten zu Hobenlobe-Schillings- fürst auf den 21. Nobember 1895 einberufene Versammlun ,_ in der unter seinem Vorsiß über den Stand der Schwindsuchtsbe ampfung in Deutschland und die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen beraten wurde. Im Verlauf dieier Beratungen ergab ck das Bedurf_nis, diesen gxmeinnüßigen Bestrebungen möglichst Ver rxitung i_md einen zentralen Rückhalt zu geben. So wurde denn die Bildung emxs unter dem Ebrenborfiß des Fürsten stehenden „Deutschen Zentralkomriees zur Erricbiung vonHeilstätten für Lungenkcanke“ beschlossen und ein Aussxbuß mit den Vorarbeiten beauftragt. Mit der Leitung des Komitees wurde ein Präsidiumbon fünf Herren betraut, dem zyt Erlediggng der laufenden Arbeiten und zur Vorbereitung der Prasidtalgescbafte ein Verwaltungsrat von sieben Mitgliedern beigegeben wurde. Der im Hsrbst 1896 einzuberufenden ersten Gxneralbersammlung wurd? die Wahl eines weiteren Ausschusses überlasien. Am 10. Ianuar1906 wurde die erste Sißung des Verwaltungsrats abgebabten, der am 12. Januar die erste gemeinschaftliche Sitzung des Prasidiums und des Verwaltunquats folgte. Infolge der ergangenen Aufforderungen haben sich während des Vorbereitungsjabres 400 Mitglieder an- gemeldet, und es gingen beim Schasmeister rund 400 000 „jk ein. Die Bestrebungen des Zentralkomitees fanden die dankenswute Unter- stützung der Behörden, namentlich bei dem Kaiserlichen Gesundheits- amt und dem ReichsbetficherunJSamt. Die Leitung des Zentral- komitees trat sogleich mit den im Reiche schon vorhandenen Heilstättenvereinen in geschäftliche Beziehungen. In Berlin waren es der Berlin-Brandenburger Heilstattenberein und ber Volksbeilsiättenverein vom Roten Kreuz, die ungefahr gleicbzxitig mit dem Zentralkomitee ins Leben getretexi waren und sich an rcffen Gtündung lebhaft beteiligten. Beide Vereine haben in den vcrfioücnen zehn Jahren in bestem Einvernehmen und mit glänzenden Cr ebniffen mit dem Zentralkomiiee zusammen aearbeitet und s_egcns- rei gewirkt. Auf diejer Verbindung der Intexeffen der gemeinnutzigen Vereinigungen mit denjenigen gese lieber Institutionen, wie sie durch die Allerhöchste Botschaft Kaiser ' ilbelms des Großen vom 17. No- vember 1881 an ebabnt ist, beruht in _der Hauptsache die schnelle und
ünstiae Entwi lung der Lungereilstattenbewegun in Deutsxbland. ?Die Arbeit galt in den ersten abren in erster inie der Fursorge und Heiluna für die bereits Erkrankten, noch beilbaren Lungens wind- süchtigen und bewegte sich infolgedeffeg in drei Richtungen: 1) _nich- tung ocn Heilstätten, 2) FürsorYe fur die axnilien der Heilstatten- pfleglinae, 3) Arbeitsvermittlung ür die Hei stattenenila enen.
Mit Hilfe der Mittel, die die Privatwobltätigkeit au gebracht hat, und insbeiondere der großen Summen, die die Landesversicberungs- anstalten auf Grund des §_18 des Geseßes vom 13. Juli 1899 zur Verfügun gefüllt baben, iii es elungen, in der kurzen Zeit von zehn Jahren ü er ganz Deulsäkland e n Ney von nunmehr 85 Volksheil- ftätten für Erwachsene mt mehr als 8000 Betten und 14 Heilstatten für tuberkulöfe Kinder mit rund 500 Betten herzustellen. Außerdem bestehen jeßt in Deutschland 54 Kmderanstalten, die durch_Au nahme skrofulöser und schwächlicher Kinder, zum_ Teil nur wahrend der Sommermonate, indirekt der Tuberkulosebekampfung dienen. Z_ur Er- richtung von solchen Anstalten hat das entralkomitee die Summe von 11 Millionen Mark als Beihilfe gew hrt. Neben den Volks- beilstätten, die in der Hauptsache die Unterbringung bon unbe- mittelten oder minderbemittelten beilbaren Lungenkranken bezweckten, entstand eine große Zahl von Privatbeilanstalten 36 mit etwa 2200 Betten) 1": die begüterten Stände die an zum Teil Minderbemittelten Aufnahme ewäbren. Eine wesentlixbe Unter- s1üßun fand die Heilstätten ewe ung durch die Verxugung des Puchben Ministeriums der gei tlicben xc. Angele en eiten vom 28. ezember 1897, in der aus Anlaß Keines utachtens der wi enschaftlicben Deputation für das Medizinalwesen auch auf die Be euiun der Schwind uchtsbekiimpfunxck im Wege der Erxicbtung von Volksheilßätten bingtw esen wurde. ie Grundlage fur die Be-
handlung in den Heilstätten bildet nach wie vor die von Brehmer
und Dettweiler ein 'brie bygienifch-diätetiscbe Bebaudlurgswcise, die in der Hauptsa e in möglichst ausgedehntem Aufenthalt in der freien Lu , dem richtigen Maß bon Ruhe und Bewegung bei reich- licher, [ (bt verdaulicher Nabrung besteht. Daneben werden in den Anstalten teilweise die Hetol- und die Tuberkulinbebandlung ange- wendet [essere in ftetig junebmendem Maße. Aus dem Jabre 1898 ist umb hervorzuheben, daß eine beträchtliche Anzabl größerer Stadt- gemeinden in der Erkenntnis der Wichtigkeit der Bestrebungen des entralkomitees diesem als Mitglieder mit zum Teil beträcbjlicben “ eiträgen beigetreten find. Im Jahre 1899 bildete den Mittelpunkt der Tätigkeit des Zentralkomitees die Organisgtion und die Durchführung des denk- würdigen ersten .Kongreiies zur Bekämpfung der Tuber- kulose als Volkskrankheit“, der in Berlin vom 24. bis 27. Mal unter dem rotektorat Ihrer Majestät der Kaiserin und dem Ebrenborsiß kes eicbskanzlers Fürsten zu Hobenlobe-SMÜingS- fürst abgehalten wurde. 29 europäische und außereuropäische Länder waren dabei vertrkten. Die Urteile des In- und Auslandes stimmten rückbaltlos darin überein, daß dikser Kongreß in der Geschichte _der Tuberkulose und der gesamten Volksxzesundbeitspflege ein Markstein und für die Weiteren Forschungen und Maßnahmen auf diesem wichtigen sozial-bvgienischen Gebiete den Beginn einer neuen Epoche bildete. Die Verhandlun en des Kongresses sind in einem bom Generalsekretär, Profeffor r. Pannwiß bearbeiteten und Vom Zentral- komitee herausgegebenen offizieUen Bericht noch in demselben Jahre der Oeffentlicbkeit übkrgeben. Schon im Frühjahr 1900 fand Vom 25. bis 28. April ein Internationaler Tuberkulosekon reß in Neapel statt, der Von seinen Veranstaltern direkt als eine ??Okt- sang des Berliner Konqreffes bezeichnet wurde und der 1200 Teil- ne mer versammslte. Im Iabre1901 folgte ein zweiter Lach- konqreß in London; ein Beweis, welche Wichtigkeit an das Y_slatnd der internationalsn Behandlung der Tuberkulosefrage eg e. _
Eine wesentlicbe Erleichterung und Verbollkommnung erfubr die Zeilstättmbewegung am 1. Iamzar 1900 durch das Inkrafttreten des
nvalidenbersicherungsgßisßes vom 13. Juli 1899, das vor allem eine Reibe nsuer Bcitimxnungen für die Vorbeugende Unter- bringung tuberkulös Exkrankter in Héilstätten und für die Untersiützung ihrer Angehörigen brachte. Das Zentralkomitee, dem durch AUer- höchste KabinettSorder Vom 22. April 1899 die Rechte einer juristischen Person verlieben War, wurde durch Ministetiaxerlaß Vom 30. April 1900 als milde Stiftun anerkannt.
Zur weiteren Auf [ärung des Volkes über das Wesen der Tuberkulose waren gelegentlich des Tuberkulosekongreffes 1899 4000 ckck für eine populäre Schrift angeseßx worden. Unter dm _81 ein- gegangenen Arbeiten wählte eine be1ondere Früiungskommiffion die des Dr. S. A. Knopf-New York: .Die Tu etkulose als Volks- krankheit und deren Bekämpfung“ aus. In einer Sißung vom 13. Oktober 1900 b-cfcbloß das Präsidium, die Schrift in eigener Verwaltung berauSzugebcn und dad11rch_bei biUi ster Preisfestxeßung für die weitestgehende Verbreitung zu iorgen. ie Preisschri t, die
übrigens in 21 Sprachen überseßt ist, ist bis jeßt in 450 000 Exem- plarerZausZegeben worden. m
abre 1901 wendete das Präsidium, da die Zahl der Heil- stätten ziemlich groß geworden kbar und bon einer erneuten Agitqtion für die Anstalterricbtung abgesehen weiden konnte, seine Aufmerkiam- keit den bereits im Vorjahre bauptsächlic? auf Veranlaffung des kürz- lich Verstorbenen Dr. Wolf Becher und eines Freundes R. Lennboff in Berlin eingeführten Wal-derbolungsstätten zu, deren Her- stellung zunächst durch leibrxeise Hergabe bon Döckerschn Baracken unjerstüßt wurde. Es bestehen bis jetzt in Deutschland einige 50 Walderbolungsstätten. Das Zentralkomxtee hat für diese bisher 21 Döckersche Baracken leihweise und 131750 „;ck als bare Beihilfen in Raten von durchschnittlich 5000 .“ gkgeben. Eine besondere An- erkennung seiner erfolgreichen Besirebung durfte das Zentralkomitee im Jahre 1901 in der erstmaligen Zuwenduna eines Zuscthes aus Reichmitteln in Höhe Von 60 000 „kk erblicken. Derselbe uschuß ist bisher alljährlich weiter gewährt worden. _ _
Mit der vermehrten Zahl der in Betrieb geseßien Hetlsiatten stellte cb namentlich behufs Ermöglichung einer einheitlichen Heilstattenstatistik und des persönlichen Gedankenaustau ches über wissenschaftliche und Verwaltungsfragen als dringendes * edürfnis beraus, mit den leitenden Aerzten in persönlicbeBeratuna einzutreten. Es wurde deshalb vom Zentralkomitee erstmalig im Oktober 1901 ein dreitägi er Informationskursus der Heilstättenchefärzte veranstaltet, an dem si auch eine Anzahl von Vertrauensärzten beteiligten. Später traten an die Stelle dieser Informationskurse die Tuber- kulose-Aerzteversammlungen, die zum ersten Male vom 1. bis 3. November 1903, dann vom 24. bis 26. Nobember 1904 statt- fanden und vielfach zur Klärung wiffenschaftlicher und praktischer Fragen wesentlich beigetragen haben. Die Verhandlungen dieser Ver- sammlungen sind vom Zentralkomitee in besonderen Berichten beraus- gegeben worden. - Eine große Freude wurde 1902 dem Komrtee da- durch zuteil, daß Ihre Königlichen Hoheiten derGroßberzog und die Großherzog n von Baden ihm als Mitglieder beigetreten sind, und dadurch dem besonders lebhaften InteresieAusdruck ge eben haben, das man im Großberontum Baden insbesondere unter _itwirkung des weltberzweigten Babs en Frauenbereins vom Roten Kreuz der Tuberkulosebekämpfung wi met. Durch _Schaffun bon besonderen Tuberkuloseaussckpüssen, deren cs Hesi 85 gibt, a_ls bteilungen dieser Or anisatton, ist sogleich ein gro es Ney von uber das ganze_ Land ver reiteten Vereinigungen geschaffen worden, die sich lediglich der Tuberkulosebekämpfung widmen. _
Einen Markstein in der TuberkulosxbekampfunZ des Jahres 1902 bildet dieKonstituierung desInternattonalen entralbureaus zur Bekämpfun der Tuberkulose. Nach den Vorbereitenden Arbeiten, denen 1 die Herren Ministerialdlrektor Dr. Althoff, Geheimrat B. ränkel, Geheimrat Gerhardt, Gebeimrai von Leyden und Pro essor Dr. Pannwiv unterzogen, konnte in den Tagen vom 22. bis 26. Oktober 1902 die endqültige Konstituierung in der Tuberkulosekonfercnz zu Berl n stattfinden. um Vorsißenden des Zentralbureaus wurde d_er Professor Brouardel-Paris
ewäblt. Das Bureau bat alljährlich icitdem Sivungen des Engeren
Ziats in Paris Kopenhagen und wieder Paris abgehalten. Bei der Engeren Rat-Sißung, die gelegentlich des Internationalen Tuberkulosekongresses 1905 in Paris stattland, hat das Zentralbureau einen neuen Namen: .Intexnat onale Ver- einigung gegen die Tuberkuloxe“ und die neue Saßung an- genommen. Es gehören ihr jest 21 Lander an.
Aus der Ausstellung, die gelegentlich der Tuberkulosekonferenz im Oktober 1902 im Abgeordnetenhause veranstaltet war, ist jeßx das Tuberkulosemuseum entstanden. Dem Museum ist vom * sichs- amt des Innern ein eeigneter Raum im Vordergcbäude der ständi en Ausstellun für Ar iterwoblfabrt (Charlottenburg, Fraunhckker- straße 11 12) überwiesen worden. Die im Museum angeste ten Gegenstände werden vorzugsweise als AnschauungSmaterial_ bei _den ebenfalls vom Zentralkomitee veranstalteien popularen Vortragen uber Tuberkulose verwendet.
In den folgenden Jahren 1904 und 1905 hat das Zentralkomitee sich vorzugsweise den Verbütungömaßregeln gegen die Tuberkulose zu- gewendet. Die Fürsorgestellen haben eine große Ausdehnung an-
enommen; es sind bis jevt etwa 65 vorhanden. Ag 13 von diesen at das Komitee 15300 „ckck Beihilfe gegeben. Im ubrigen sind die Geschäfte unter stetiaem Anwmhsen der zu bewirkenden Arbeit in gleicher Wei e fortgeführt worden. Es werden durchschnittlich monat- lich Präfidia sisuBen im Reichsamt des Innern unter dem Vor 8 des Staatsministers r. Grafen von Posadowsky-Webner abge alten. Al] äbrlicb findet im Frühjahr die Generalversammlung statt und na Bedarf in Verbindung mit dieser Sitzungen des Achbuffes. Die Verbandlunacn dieser Si ungen sinv_ebenfalls vom entral- komitee veröffentlicht und den itqliedern ubersendet. Dauernd hat ck das Zentralkomitee des Wohlwollens der erlaucbten Pro-
ktorin rer Ma estät der Kaiserin, zu erfreuen e abt, ÄUnböXsiFklcbe in jeiZer Weise Ihr Intere : an der Tuberaku ofe- bekämpfung zu erkennen gegeben hat. - ie Bestrebungen dcs