1906 / 195 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 18 Aug 1906 18:00:01 GMT) scan diff

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lichen Regierung iu Potödam und der Stadt Berlin Nr. 28 S. 257, außgegeben am 13. Juli 1906“

18) der Aüerböchite Erlaß Vom 15. Juni 1906, betreffend die Einverleibung von Teilen der Kremper Marsch in den 3. Holsteinischen Deichtxiband, durch das Amtsblatt der Könialitben Regierung zu SchleSwig Nr. 32 S. 381, aussegeben am 28. Juli 19062;

19) das_ 513: 15. Juni 1_9(ck6 Alierböcbst volizoaene Statut für die Genoffenicbxist ziir Entwänerung der Stockier Teichwiesen zu _Stock: im Kreise Meieriß durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Posen Nr. 30 S. 436, nuLgegeben mx: 24. Juli 1906;

20) der am 15. Jizni 1906Alierböch1t vollzogene Nachtrag zu__dem Stature der Genoffen1chaft zur Regulierung des Fließes zw11c_ben Dolgen- und Mandeikowsee und des Fuchsfiießes in den Kreisen Dramburg, Regenwaldes und Schwelbein vom 8. März 1897;Q durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung xu Köslin Nr. 29 S. 187, außgegeben am 19. In]: 1906" _ _

21) der AUsrböcbite Erlaß; Vom 19. Juni 1906_._ beirénend die Verleihung des Enteignungßrechts an die Stadt Düneldorf zum Er- werbe des zur Erweiterung des Oberbilker Friedhofs und 186 städtischen Volksgartens erforderlichen Grundeigentums, durch das Amtsblatt der Köni lieben Regierung zu Düffeidorf Nr. 28 S. 317, au.?gegeben am 14. uli 1906; _

22) das am 19. Juni 1906 AÜerböcbst dqüzogene Siaiut fur die Meliorationsgrnoffenschaft Uscb in den Kreiien Kblmar 1. P. und Cxarnikau durch das Amtsblatt der KöniHlickyen Regierung zn Brom- berg Nr. 29 S. 309, ausgegeben am 19. „uli 1906; __ _

23) das am 19. Juni 1906 Allerböcbst voiizogeneStatut fur die EnWäfferungSgenoffenschast ZU Wöllerode im Landkreiie Caffei durch das Amtsblatt dsr Königlichen Regierung zu Camel Nr. 30 S. 254, außgegeben am 25. Juli 1906:_ _ _

24) der Allerhöchste Erlaß vom 28. Juni_1906, bstrrffend die Verleihung des Enteignunqxreckots an _die Gemetnde_Berge im Kreise Homberg des Regierungsbezirks Camel zur Entziehung und zur dauernden Besckoränkung TSZ für die Anlage eines Landwegs bon Berge nacb Lüßelwig in Ansrriich zu nkbmsndm Grundeigentums, durck) das Amtsblatt der Könileichen Regierung zu (Zankl Nr. 30 S. 253, aus- gegeben am 25. Juli 1966; _ __

25) der Alierbéchite Erlaß vom 28. Juni 1906, betrkxsend die Verieibung des Enteignungörecht§ an die Stadtgemeinde Kö_nxg§_4winter zur Vergrößkrung ihres Friedboix, durch das Amtsblatt der Koniglicben Regierung zu Cöln Nr. 31 S 245, ausgkgeben am 1. August 1906;

26) der AUerböchste Erlaß vom 28. Juni 1906, _betreffsnd die Verleihuna des Rechts ZU! Cbauffcegeidkrbsbung und die Anwendung der dem Cbauffeegeldtariis vom 29. Februar 1840_ang€bangten Bx- stimmnngen wxgen der Cbauffeerolizeiveraeben_au_i 11213011 dem Kreiie Oexs ausgebaute Chaussee bon dsr Cbaunee Jaiiasburg_Groß- Graben nördlich dEr Kolonie Lacumme nach Malters, durch das Amtsblatt der „Königlich Regierung zu Breélau Nr. 31 S. 307, außgegeben am 4. Auznit 19(6; _ _ _ _

27) das am 2. Juli 1906 AlierböckUt voilzdgene S_xatut fiir die Entwäüemngsgenoffenichait 11 zu Winzenberg im Kretie Groitkau durch das Amtsblaxt der Königlichen Negierupg zu OPOSln Nr. 30 S. 289, ausgegeben am 27. JUli 1906. .

Abgereist: der Ministerialdirektor im Ministerium _der geistlichen, Unterrichts: und Medizinalangelegenheiten, _Wirkliche Geheime Oberregierungsrat 1). Schwarßkopff, mit Urlaub.

Yichiamtsiches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 18. August.

Seine Majestät der Kaiser und König börtenbeuie im Schloß Wilbelmsböbé den Vortrag des _Chefs_ des Militär- kabinclis, Gencrnlleutnants Grafen von Hiilyen-Yaeseler.

Die Verkehröeinnahmen deutscher Eisenbahnen für Zuli1906 betrugen nach der im ReichSeisenbahnamt aufgefteilten Uebersicht:

- das Vorjahr im auf ge M - . mehr, weniger) ganzen 1 11111 im ganzen auf 1 11111 075 475 076 7,75". Proz. fiir alle Bahnen im Monat Juli 1906:

Personen: * ' Gverkebr . 76 038 565 1 598 +6 281 876 + 110+ 7,39 üter: * verkehr . 121 259 073 2 490 +11822336 + 207_+ 9,07

für die Bahnen mit dem Rechnungsjahre April-März in der Zeit vom 1. April 1906 bis Ende Juli 1906:

Personen: ' Gverkehr . 222 459 382 5374 +18276846 + 364+ 7,27 Üter- verkehr . 42638919610067+41450367+ 833+ 9,02 für die Ba nen mit dem Rechnun sjahre Ianuar-Dezem er in der Zeit vom 1. anuar 1906 bis Ende Juli1906: Personen: . k Gverkehr . 52 056 61 8590 +4 314 714 + 624+ 7,83 üter- ; verkehr . 90768572 14593 +8084672+11173+ 8,29 DieOesamthe der Bahnen betrug 48 911,26 1111], gegen das Vorjahr + ,81 km.

Der Kaiserliche Botschafter in St. Petersburg von Sch den hat einem ihm AÜerHöcbxt bewiUigten Urlaub angetreten. Während seiner Abwesenheit werden die Geschäfte der Kaiser- lichen Botschaft von dem Erxten Sekretär, BotschaftSrat Dr. von Miquel geführt.

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Sperbe r“ gZftern von Duala nach Lome in See ge__gangen. Der Ab: losungsxrgnSport für S. M. S. Li)):eler)“ ist am 15. Auguit M Galaß eingetroffen und am 16. August weiter gegangen.

Bayern.

Wie „W. T. B.“ aus München meldet, find beide Kammern des Landtags heute durch eine Botschaft Seiner Königlichen Hoheit des Prianegenten bis auf weiteres ver- tagt worden.

Oefterreith-ngaru.

Ein Teil des englischen Miitelmeergeschwaders, bestehend aus vier großen Panzerkreu rn unter dem Kom- mando des Kontreadmirals Lambton, it, „W. T. B.“ zufolge, gestern im Hafen von Triest eingetroffen.

Frankreich.

In dem gestern in Rambouillet abgehaltenen Minift_e_r- rat besprach, wie „W.T.V.“ aus Paris meldet, der_anter des Aeußern Bourgeois die äußere Lage. Betreffend den Stand der Handelsbe iehungen _mit Spanien_ erklärte der Minister, daß die franzö ische und die spanische Rxgierung voraus: sichtlich sehr bald in Besprechungen darüber eintreten wurden.

Rußland.

Nach einer Meldung der „St. Petersburger Telegrapben- agentur“ hat das Ministerium des Innern den Rechenjcha ts: bericht, betreffend die Proviantoperatiqn MU den durch Gesr vom 3. Juli angxwieseiien 15 Millionen Rubel zur Unterstutzung der durch Mißernie geschädigten Gouvernx: ments, abgeschlossen. Diese Summe ist bis zum 2. d. M. bis auf einen unbedeutenden Rest verbraucht. Weitere Operationen erfolgen durch Extraanweisungen. _ _ Die Tätigkeit der Semstwoabteilung des Mini- (teriums des Innern ist, derselbsn Tuelje zufolge, vergrößert worden. Die Semiirvoabteilung teilt mit, daß die Proviantoperationen vollkommen erfolgreich von statten geben. Es hätten keinerlei Mißbräuche durcb Getreide- ankäufékr stattFefunden, fast der gesamte Ankauf werde pon de_n Semstwos sei st unmittelbar außgeführt. Tie Prei? seien fert, der Roggenvorrat, der die Verkäufe auf den rums en Märkten bestimmt, reichlich. Es sei keinerlei Grund zu der Nnnubme Vorhandcn, daß das Ministerium des Innern irgendwelchen Druck auf den Getreidemarkt ausüben werde.

Der Generalgouverneur von Helsingfors erhielt von dem Gouverneur von Wasa die Mitteilung, daß in der Nacht zum c*reitag von der Polizei und von ZoUbeamten 20 Werft von ckFZikUaijtad am Meeresufer 180 Gewehre und 24 000 Patronen beschlagnahmt worden seien.

Wie dieselbe Agentur ferner mitteilt, erhielt das Ministerium des“ Innern die Nachricht, daß gestern vormittag in einer Ent; fernung von 227 Werft von Petersburg auf der Warschauer Eisenbahn der von der Regierung der Schweiz wegen Teilnahme an dem Raubüberfalle auf die Moskauer Kreditgeseüschaft aus elieferte Bjelenzow sich_ aus dem Fenster des von rs au kommenden Zuges hinaus?

estürzt habe. x der 'n betyachenden Gendarmen sei Sofort nachgesp . _Oßwohl Bjelenzow sich ftzxrke Ver- leßungen _?ugezogen', sei es ihm doch gelungen, sick) in den Wald zu 7üchten. Soldaten hätten _gemeinsam mit Bauern den Wald nach dem Flüchtling durchjuchi; bisher vergeblich.

In das Kontor der Reedereigeselischaft Nadejda in Nischni:Nowgorod drangen gestern abend skchs m_it Nevolvern bewaffnete Personen ein, Übkrwältigten den diem:- babcnden Polizeibeamten, raubten aus der Kasse 10000 Rubel und entflohen mit d;“m (Heide. Einer der Räuber ist mit einem Teil des (Heidrs gefaßt, von den anderen hat man keine Spur. Der Gouverneur bat die Bildiing von ständigsn ziosakenwachtabteilungen zum Schuß der Messe anJLOkdUkt.

'Der OberkommandiLreride der Schwarzmeer- flotte Hat bei vier Angeklagten, die wegen der Unruhen im November 311m_ Tode vsrurteiit worden waren, die Todesstrafe in zwanzigjährige ZwangSarbeit umgewandelt, im übrigen aber die gefäi1ten Urteile bestätigt.

Türkei.

Ter Selamlik hat gestern, wie „W. T. B.“ aus Kon: fiantinopei meldet, programmäßigstattgefunden. TerSUltan sah etwas blaß, sonst aber unverändert aus. Er stieg die Stufen der Moschce mit gewohnter Leichtigkeit und Rüstigkeit binaaf und führte selbst die Zügel des Wagens. Die leb: haften Zurufe der Anmejendcn erwiderte er mit freund- lichem Gruß.

Nach einer Meldung des „Wismer K. K. Telcgr.-Korr.: Bureaus“ überreichte das ökumenische Patriarchat den Botschaftern dsr Großmächte ein umfangreiches Memo- randum über die antigrißchischen Au_ss_chreitungen in Bul_garien, in dem ausZUÜHrt wird, daß )ene Ereignisse planmäßig vorbrreiiet worden seien. Bedauerlicherweise Hätten die bulgarischen Behörden zu große Nachsicht an den Tag gelegt. Sie hätten ihre eiementarsten Pflichten verabsäumt, die Lokalbebörden und die Polizei hätten durch ihre gleichgültige Haltting die Ausschreitungen nur ge- fördert. Das Patriarchat rvtffe aus guter Quelle, daß ähnliche Unruhen auch in andern Städten bevorständen; man woÜe durch die Schreckniffe der Anarchie die dem 1Fatriarckmte unterstehende christliche Bevolkerung vernichten; urch alles dies werde eine für das Patriarchat unhaltbare Lage ge- schaffen: es sei gezwungen gewesen, gegen die in Bulgarien vorgefallenen Ungeseßlichkeiten bsi der Pforte Einspruch zu erheben. Das Patriarchat wendet fich in dem Memo- randum weiter an das Gerechtigkeithefühi der Groß; mäcbte undgibi der Hoffnung Ausdruck, dat; diese ihren Eirxfiuß dahin geltend macheii werden, daß Leben, Ehre und Beiis der Anhänger der grwchrsch-ortbddoxen Kirche in Bul- garien sichergestellt, die lichen Angriffe gegen fie beendet, der 818105 quo wiederhergefte ! und Bulgarien endlich zur Beob- achiung 1einer Geseße und der internationalen Akte, welche die Großmächte mit unterzeichnet haben, an ehalten werde. Schließ- lich verweist das Patriarchat auf das_ * nicre'se der Großmächte an der Wahrung der Rechte des okumeniéchen Patriar ats, ?klrsfdes Erhalters einer ungeheuren beilamen moralichen

a t.

Die Pforte hat, derselben Queiie zufoFe, über die Er- eignisse in Anchialo an die türkicheti otschafter ein im strengsten Tone gehalienes Runds _ reiben gerichtet zur Mitieilung an die Großmächte. Die Pforte erhebt darin

energisch Einspruch e en die baibarischen Akte der bul ari' , Banden und des IZöYels und erklärt, sie könne ni?" WZ? gleichgültig bleiben und solche Gewalttaten dulden.

Infol e der vom ökumenischen Patriarchat unternommémn Schritte at der türkische Minister de? Innern den Grenz- behörden befohlen, aus Bulgarien fluchtende Grieche. aufzunehmen und ihnen zu Hilfe zu kommen. '

K

Nr. 50 des Zentralblaits für das Deutsche Re“ herausgegeben im Reichöamt de_s Innern, von: 16. d. M. hat 186151121; Inhalt: Zoll- und Sieuerweien: Verzeichnis der Erbstbaftsstev ämter und Oberbebörden unter Angabe tbrer Geschäftsbejirfe.

Nr. 33 der .Veröffentlicbungen des Kaiserliche, Gesundbeitöamtß' vom 15. August 1906 bat folgenden JnW. Personalnacbriibt. _ JabraZbericbt über die Verbreitung von Tier; seuchen im Deutschen Reich, 1905. Ankündigung. _ Gesundheitgfo. und Gang der Volkskrankheiten. _ Zeijweilige Maßreqeln MMM _ DeZgl. geg-xn Genickfjarre. _ Geießaebung usw. (Deutsches NW.) Brausieuer. _ (Preußen. Reg.-Bez.Düffe1dorf.) BierdruckooW tungen. _ (Königreich Sachken) Ansteckende Kran__kbeiten. _ J _ (Amtébauptmannscbafd Rochlis.) Krankenkanenmüglieder, _" (Baden.) Rindertuberkuloie. _ (Heffen? KrankheitOerreger, (SaÖsen-Altexburg) _Tubrrkuloie. _ (Ham urg.) Medizinalordnuy __ (Oesterreich,) Viebemfubr. __ (Salzburg.) Viebverkebx Ö (Tirol uxid Vorarlberg.) Tierärztliche Grenzkontrolie. _ (Böhmen.) Strabiprlzkrankbeit. _ (Galizien) Viebverkebr. _ (Ikaiixn) Drogenwaren :c. _ (Schwetz) Hebammen. _ (FWH reich._) Rattenbertilgung. _ (Rumänien.) Saccharin, Wein x,- Tierieucben in Italien, 1. Vierteljahr. _ DeSgl. in Rumänien. _ Desle. in der Türkei, April/Mai. __ Zeilweiiige Maßreßeln «,x... Tier]euchen. (Aegypien). __ Vermixchtes. (Preußen. RLJ--Bez. ieé- baden.) Brieflikbe Krankheitsbxbandlung. _ (Schwei). Kani. BQN Stadt.) Nabrungßmitteluntetiucbungen, 1905. _ Großbritannisn.) Geiundbeit und Sicherheit der Bergarbeiter. _ (Niederlande, Rom:. dam.) NabrungSmittelunter]ucbungen, 1905. _ (Luxemburß) Wei,» statistik, 1904. _ Geschknklisie. _ Wochentabskie über die SterbeiäUe in deutschen Orten mit 40000 und mehr Einwohnern. _ T65g1,jx Jrößeren Städten des AuUandeE. _ Erkrankungen in Krank,. ausern deuiscbsr Großflädte. _ DeSgl. in deutschen Stadt. uad Landbezirken. _ Witterung.

Nr. 51 des _.Eise n babx- Verordnungs - Blatts',1er:115. egeben im Mini1terium_ der öffentlichen Arbeixen, vom 13. d.M„ kat olgenden Inhalt: Erlaß des Miniixers der öffentlichen Arbeiten M*.

9. August 1906, betr. AuZnabmetaris für Saatgut. _ Nachrichten.

Statistik und Volkswirtschaft.

Besuch der italienisckyen Unidersitäten und Hochschulxx 1893 94 bis 190405.

Der bkkannie Nationalökonom und Statistiker_Prof€ffor Tr. Carlo F. Ferraris in Padua bat kürzlicb in der „Riforma Socialx“ (Nr. 5, Jahrgang 16, Band 13, 2. Reihe) eine Uytersucbung über den Besuch der italienischen Universitatea und Hochicbulen Veröifem: licht, aus der so_lgendes mitgeteilt sei:

Die italienischen Universitäten wurden im Studienjahre 190405 inSgesami von 26 366 Studierenden und Hörern besucht. Die Zahl wird übertroffen von der Besuchsziffer der Jahre 1902/03, 1901-02 und 190001. Die Aygaben umfassen sämtliche Universitäten und Hochschuien, d. b. Anstalten von sehr ungleicher Bedeutung, darmmi' eine größere Zahl solcher, die ihre Angehörigen nur in einen: Spezial- Yach ausbilden. Immerhin haben die Unibetsitäten mit vier oder fünf Fakultätén _ es sind das 11 _ bei weitem den Hauptamkxl an der genanntenZabl; fie wurden nämlich 190405 yon 2062") Studierenden bejucht. Die am stärksten besuchte Unirkrfiix w,;ir Neapel mit 4745 Studierenden; es folgte Turin mit 3399, Rom mit 3047, Bologna mit 1798, Pavia mit 1373, Genixa mit 1337, Padua mit 1312, Palermo mit 1083, Pisa mix1043, Catapia mit 891 und Messina _mit 597. VemerkenSwert iii, dar: die (rüber unbestrittene Vorberricbaft der größten UxiiVersität des KönigrsiäxS, Neapel, stark im Schwinden begriffen iir; es bstri-Z; dersn Beiuchziffer 189394 noch 5205, während die zweite Universitax Turin, nur 2618, die dritte, Rom, gar nur 1762 Studierende zabits. Zurückgegangen sind der Besuchsziffer nacb neben Neapel noch Pakx: und nanzentliié) Palermo. _

Außer den genannten 11 volien Univkrfitäten gibt es in Ztaiie: n0ch 6, die nur 3, 2 oder 1_ Fakultät babe_t_1 und dementsprechend ki“! schwäcbkr beiuckst sind, am ]chwäcbsten Sanari auf Sardinien (2_F:- kultären) mit 200 Studierenden, am stärksten Parma (3 FakultaM) mit 694 Studierenden. _ _ _

Die Bewegung_ der Beyucbsziffer in dcn von_Jer_raris beruck- fichtigten 12 Jahren iii ziemlich ungleichmäßig; die itarkite _Zunabmx gegen das Vorjahr (1387) brachte das Jahr 1894-95; aizcb _im Jail? 1896/97 war die Zunahme mit 1198 bedenkend; Rückicblagx trank! ein 1898/99 mit 79, 1902-03 mit 987 und 190304 mit 434- Dagegen zeigt die Vesucbkziffer in Beziehung zur Bevölkerung 119 1901 ein stetiges, nur 1898 einmal unterbro mes Anschwellen, ick-IZ 1901 bereits 83,7 Studierende auf 100000 inwobner entfielen ZZZ?“ 70,6 im Jahre 1893. Die beiden folgenden Jahre brachten PW“ Rückgang auf 80,1 und 78.0, der sich aber neuerdings mit 78,8 wude! in eine Zunahme Verwandelt bat. _ _,

Die Studierenden verteilen sich mit der bei weitem 071?le

abi auf die juristischen Fakultäten, die _im Studisnjabre 190413 990 Studierende zählten; ibr Bexucb ist auch in den 12 III"“ ziemlich regelmäßig gestiegen. Umgekehrt ist ck bei den Mediziner?- deren abl_ xuleßt 4961 betrug, aber gegenüber sämtlichxn VN" jabren etrach11ich gefaüen ist. An dritter Stelle siebßn die PW“ mazeuten mit 2972, eine dergleichweis; hohe Zahl, die 1219 xieuerdings im Rückgangs begriffen iii. _folgi die Ybllk: iopbiscbe Fakultät, und zwar deren pbilologisch-bi1wriiche AbtéliuI» mit 2021 Studierenden; bier hat das letzte Jahr eine starke Zgnabw? ebracht, die aber lediglich in einer befiimmten VerWaxxungSmczZname JEinrichtung eines akademifcben Fortbildungskursus sur gewiss “' Normalscbulen vorgebilrete Lehrpersonen), nicht in gesieigxrter Vr?“ liebe für dieses Studiarxi ihre Ursache bat. Jm_übrigen iit noch U die für Italien ganz beionders erfreuliche Erscheinung des sTMLKU“ n_e_bmenden Andrangs zum Studium der Landwirtsckyaft hinzuwe'ien' (Stat. Korr.)

Zur Arbeiterbeweauvg.

Der 9. Verbandstag der Schneider stellte in sei_net 80"de in Berlin abgehaltenen Sitzung, nach der „Boss. Ztg. ., 7216?" Forderungen für die Damenkonfektion auf: Einfubkuxié und Unterhaltung von Betriebswerkstätten _derari, _da? ck beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen m _unmitte kä_k.„_ Arbeitsverbältnis zu dem Unternehmer sieben. Verkurzun der_La; lichen ArbeitSzeit auf 9 Stunden. Einführung von Wo exi- im! Zeitlöbnen. Ueberstunden und SonntWSarbeit sonen nur "1 ZW dringenden Fällen zulässig sein und en dann_ mit entsvkkchenßrd Aufschluß bezahlt werden. Sämtliche rbeitßgeraie und Zubebor * vom Ar eitgeber zu liefern. aus Eine Lobnbewegung macht sich, wie dem „Hann. Cour- ___ Stade gemeldet wird, unter den Ziegeleiarbeitern auth?!“ Unterelbe bemerkbar. Sie Wollen 12stündige ArbeitSzeit. ftai ber 14 Stunden, und eine 10prozentige Lohnerhöhung du1chseBM'

it län erer Zeit schon bestehen in Leipzig Streitigkeiten zwischéxec den gMeistern und den Gehilfen im dortigen Barbier- und Friseurgewerbe. Von den Meistern Hat das Gewerbe- gxicbt als EinigungSamt angerufen worden, und die dort gepfiogenen Einigungsverbandlungen zwischen Vertretern beider Partxien haben, dkr Leipz. Ztg.“ zufolge, nunmehr Erfolg gehabt. Es ist m der Haupt- (“mbc vereinbart worden: Mindestwochenlobn bei halber Koft tm ersten Gehilfenjabre 10 ckck, im zweiten und driiten 12 .“ und vom vierten Jahre an 13,“; obne Kost und Wohnung 16, 18 und 19.44; Beginn der Arbeitßzeit im Sommerhalbjahr früb 6x 11er im Winterhalbjahr 7; uhr; Schluß der Arbeit Abends 9 Uhr, an Sonnabenden_ Abends 10 Uhr. Der neue Tarif soll zunächst bis zum 31. Marz 1909 i “ein. “"I: Nürnber kam es, wie „W. T. B.“ meldet, _gefiern nacb- mittag 6 Uhr zwis n Arbeitswilligen und Ausstandigxn zu einem Zusammenstoß. Ein von Ausständigen stark bedrangter ArbeiUwiliiger machte von seinem Revolder Gebrauch und schoß _drei- „aj gegen seine Verfolger. (Ein 29 jähriger Srhloffer wurde dreigtal gejroffen sm_detscbwerverlevt ins Krankenhaus gebracht. Der Taler

de der a . _

war In Worms sind, wie die .Frki. Ztg.“ berichtet am Donnerstag swtlicbe Koblenträger wegen Lohnstreiis in den lAusstand getreien.

' Sie verlangen einen einheitlichen Taxelobn von 8,50 «44

Aus Hamburg wird der „Von. Zig.“ telegrapbiert: Sämtliche beider Grimev-Linie beschäftigten Schauerleut_e legten gestern die Arbeit nieder und verhängten die _Sperre über die Damvfer der genannten Linie, Weil sie einen neuen feilen Koytrakt eingeben sollten, rer sie der Gefahr ausse t bei plößlicber Niederlegung der Arbeit wegen Kontraktbrucbs v agt zu werden. Zum Lös_ en der Dampfer kamen gestern 22 Mann bon En land an, um wa rend der Dauer „5 Streiks Ladearbeiien für die rimsbydampfer zu ubernehmen.

In Budapest ist, wie „W. T. B.“ meldet, zwischen de_n aus- fiändi en Arbeitern und den Verwaliungeri der Wahlen eine Öcreinbarung zustande gekommen. Die Arbeiter sollten beute fräi: in allen Mühlen die Arbeit wieder aufnehmen. (Vgl. Nr. 190 1. Bl.)

Aus Bordeaux wird dem „W. T. B.“ telegrapbiert: Aus- ständige Faßbinder des Gironde-Departements veranstalteten unter Vorantragung einer roten Fabne und Absingung rebolutwnärer Lied?: in der Umgebung von Byi_deaux Kundgebungen._ Jn Cadillac richteten fie in den Werkitatien der Dubourg-Geiell- Wait, in denen gearbeitet wurde, Verwüstungen ati_und__bmderten in Cérons die Freiheit der Arbeit. Zu ernsten qucbenialien kam es nicht. _ _

Im Hafen Von Amsterdam drqbf, wie die .Frkr. Zig._' erfährt, wieder ein Streit, der genau dix gleiche Ursache bat wtx jener, der im Jahre 1903 den großen Ausiiand veranlaßt hat. Bei einer HafenexpeditionSfirma soliten drei nicht orggnisierte Arbeiter an- gestellt werden. Die Organifierten legten dcxraui die Arbeit nieder. Der Organisationsvorstand brachte eine Ver_standigung zustande, fühlte fiel; aber später aekränkt, weil _dte Arbeitgebexdereinigung ibn bei Seite schob. Die Organisationsleitung pochte aus tbr Recht, anerkannt zu werden, und droht mit dem Ausstand. Gestern abend hielten Dock - und Transportarbeiter eine Versammlung ab.

Kunst und Wissenschaft.

Bei Eduard Schulte isi eine Sammlung von 21 Werken des Münchener Künstlers _Profeffors Georg Papperitz, der kürzlich seinen 60. Geburtstag feierte, angesteÜt. Sie enthält in der Haupt- sache neuere Arbeiten, Porträts, figürliche DarsteÜungen, Frauenköpfe und Landschaften.

Aus Cöln wird uns geschrieben: Einen sehr wertvollen Zuwachs batdas hiesige Kunstgewerbemuseum durch die Schenkung ker kunst ewerblicben Sammlung_ des Domkapitulars, Professors Schnütgen von ist erhalten. Neben einer aanzen Reibe profaner kunfigewerb- licher Gegenstände enthält die Sammlung eine große Zahl alter Meßg€wänder, überaus wertvvlier goldener und filbernkr Meßgeräte und gotischer Sabai arbeiten. Die Sammlung mr_d als beforzdere „Sammlung S nütgen' dem hiesigen Kuniigewerbemuisum einverleibt werden. _ _

Die im Mai d. J. in Söln eröffnete .Deatsckpe Kunst- außitellung' bietet, Wenn auch räumlich ctwaZ bkxcbränkt, einm vor- trefflicben Ueberblick über die moderne Malkrei und das moderne Kunst- gewerbe. Daneben birgt die Aussieuung auck) cine intereffante Samm- lung von älteren und neuerezi Portrßis Cölner Bär er von Meister- baxxd. Während der diesjährigen Reiiezeit bildet die ussteliung einen bciynderen Anziehungspunkt für das reisends Publikum.

_ Am 29. d. M. wird fich der Privatdoiknt der Botanik an der Y_niverfität in Bonn Dr. Max Koernickx, dem das Buitenzorg- Stivendium für das Jahr 1906 verliehen in, don Bremerhaden_aus zu_ einer Studienreise nach Buitenjorg begcksn. In der Haupiiacbe will der Genannte den Aufenthalt itz Buitenzdrg dazu brgußen, Matxrial für zytologische Arbeiten zu jammeln, Wine Kenntnine der troviichkn Nutzpflanzen zu erweitern und geeignetes_iintersuchung§- maiertal dieser Pflanzen an Ort und Stelle zu beschaffen.

_Aus Meran vom 12. d. M. rrird_der „Neuen Freien Preffek ge- schrte1en: Am10.d. M. trat die Glet1cherkonferenz in Sulden am Ortler ihre erste Wanderun auf dem vielbegangenen Weg zur S_Zbaixbach-Hütie _an. Eine gro e Fülie von Einzelheiten übst die Öxiioriscben Voiitöße des Suldenferners in den Jahren 1518 und 1856 wurde an der Verteilung dsr _Moranen und anderer Gletschersvuren erläutert. Es ergab 11ch klczr WZ der vom Ortler komtxiende Zufiuß das ganz ungewöhnltcé IMI? Vordringen des Gletjcbers über die Legerwand bis zu dén Gawvenböfen zu Beginn des vorigen Jahrhunderts verursackot ba_t.

der Nähe des heutigen Fernerendes fand sich Gelegenheit, die Nuten der Bewegungen des Suldenferners in dem lesten zwanzig Jahren zu besprechen. Von 1883 ab hatte der Ortlerzufiu wiederum einen Vorstoß gemacht und seine wildzerborftenen EiLma en um das_ Ende_ des hinteren Erates derum ins Suldental gefübrx, Wobei ": _die_ sonst gerade Haurtjunge des Ferners Verbog, aufwulitete und schließlich Vortrieb. Freilich war der hierdurch veranlaßte Vorstoß Us Fernerendes nicht besonders ausgiebi , er betrug _nur Wa 100 m, zeichnet sich aber durch igeine Gleichförmigkeit Ind Dauer (vom Jahre 1893 bis 1904) aus. Der den BVksioß Veranlaffende Ortlerzufluß hat seine Bewe ung keit dem Jßbre 1901 eingestelii und ist jetzt im Begriff, ck wieder auf in"?" früheren Stand von 1883 zurückzuziehen. Infolgedeffen

auch das langsame Vordringen der Hauptzunge aufgehört, i_md es iii bereits seit dem Vorjahre ein kleiner Ruckgang zu er- ennen. _ Die Gesellschaft begab sich über die Schaubacb-Hütte zum Ebe_nwandferner, um dort die regelmäßige Bildun der Ufer- ?Wkéxnerz aus ausquellendem Grundmoränenmaterial zu besi tigen. Sie lleMcbritt dann den vom Eisseepaß berabkommenden Zufluß des

"lkxnferners der Län e nach, wobei zahlreiche Beobachtun en iiber

Nanenbildungen ange eilt wurden. Das große Spaltensv em des Iuldkufenxers an der Wurzel der Zun e ließ noch die Erscheinunß der h_"nmeiorane beobachten, welche die lacialgeologen derzeit le baft wsÖÜfUJt- Veim_leßten Rastvunkte unterhalb der Schaubacb-Hütte fkkde dann die wahrend neun Tage erfolgte Bewegung des Sulden- “knkkß an einer aus,)estreckten Steinlinie vorgxsübrt, wobei sich der W dreien Wussten und Zuftüffen zusammengeieste Suldenferner als ;!"bxitlkkb bewegtes Gebilde erwies. Die Kommiisionssivungm werden “Illcb in der englischen Kirche in Sulden abgehalten.

bauch?" dum Vorschein, wie sie beutzutago oft w eder vor Gericht

W Die ägyptischen Papvri bringen eine Men 2 Fälle aus dem "“NDR werden, so aucb aus dem Badeleben, das bei den Alten

eine so Foße Rolle spielte. Mit der „Haftung des Badebefißers' w_ol1en w aber _ so schreibt die „Frankf. Ztg."_ _ nicht aus die haufigen Fälle hindeuten, wo einem Badenden etwas in der Badeanstalt gestohlen wird, denn die waren im Mettau: auf der Tagesordnung, und ck 6ab_eine ganze Schar von Manteldieben und .Paletotmardern' in den Badem und Palästen im alten AWM, worüber Aristophanss oft etwas zu sagen bat. In unserem alle delt es_ sich darum, daß durch Undorsicbtigkeit der Bade dien etetz em Badender an einer Gesundheit geschädigt worden . Das Altertum _saß keine eigentlichen Krankenhäuser- sonst _ würden gerkß Falle, wie sie, durch geringe Unvotficbtigkeiten vermacht, in unseren Spitälern vorkommen, auch aus den Papyri _er- kenntlich sein;_ z. B. folgender: eine noch schwache Kranke wrrd nis Badezimmer des Krankenhauses geführt. fi? wird einen UUJSUUÜ aiLein gelaffen, fällt vom Stuhl und verbrennt sich an den Heizröbrxn, oder nach einer Operation werden einer Kranken durch zu beiße Warmfiaicben die Füße verbrannt: in beidext Fallen baftet die Kranxen- bausverwaltzmg. Unser ägyptisches Gegensiuck dazu aus der Ptolemaer- zeit ist gemaß einem Papyrus aus Magdola folgerxdes: _ _ In einer Eingabe an den KönigPtolemäus schreibtxbilisita, Tochter des Lysias, auI dem Favmndors Trikomia: ,I bin durch Petechon an meiner Gesundheit geschädigt worden. Als ich in_den öffentlichen Bädern des Dorfes ein Bad nahm, goß dieser Peiecbon, der die Aufgabe bai, das Frauenbad unt Waffer auxzufüllen, gerade in dem Augenblick, als ich_ bergus- siie , um mich abzuseifen, Kannen beißen Waners uber mix, sodaß mir der Leib und die Scher.kel bis zum Knie Verbrannt wurden und ich in wirklicbcr chenögefabr schwebte. Ich ließ !ofort in Gegenwart des Epiitaten Simon em Protokoll aufnehmen iind dem Nechtosiris, dem Archipbvlakiten, _überreichen. Ich bitte Tub, 0 König, daß mir mein Recht wird, wo_ich so zugencbtet worden bin, ich, die ich von meiner Hande Arbeit _leben muß. Vefiebl also, daß der Strateg Diopbanes den Simon, den Nechtcsiris und den Petecbon vorlade und die Sache be- handle.“ Das Aktenzeieben auf der Rückseite fck Papyrus [Jutet: „Datum des Eingangß' (5 Tage später als das Datum des Unsaüs), .Pbilisjia, Tochter des Lyfias, ge en Petechon wegen Körperverleyung durcb Bratzd.“ Die Torfve tung scheint i_vobl fiir den 28qu- schaden haftbar za sein, sofern der leichtsinntge Badediener nicht dafür aufkommen kann. Uebrigens handelt der nachjisolgende Papyrus von Magdola, dem .BuUetin de _Corrsipondance deUénique' zufolge, auch von einem Manteldtebitabl in einem öffentlichen Raum: einer Jüdin ist in der Synagoge bon Magdola ibr Mantel au.? der Kleiisrablage gestohlen worden. Da man den .Paletoimarder' erkannt batte, brachte er denMantel dem Syria ogen- diener Nitomacbos zurück und führte zugleich einen falschen augen vor, einen eingewanderten Tbrakier, der aussagie, der Mantel gehöre ibm, dem Zen en. Die Jüdin verlangt in_der Eingabe, daß der _Strate die eteiligtsn vorlade und man ihr ihren Mantel oder isinen ert wiedergebe.

Erziehungs- und Unterrichtswesen.

Der Frühjahrskursus der Cölner Vereinigung i_iir rechts- und itaatswissenschaftliche_ Fortbildung hatte (ich einer alle Erwartungen übertreffenden theüigung zu erfreuen. Nxben Zahlreichen, von bervvrragenden Fachmannern gebaitenen Vortragen waren für die Teilne'bmer besonders lehrreich Besichtigungen aus_ dem Gebiete der Verwaltung, der Industrie und des Bergbaues sowie der Kunst. Unter andern wurden die Kunstschave des benachbarten Aus- landes, Belgiens und Hollands, besichtigt.

Land- und Forstwirtschaft.

Aus dem Regierungsbezirk Trier wird geschrieben: _Bei den diesjährigen großen Weinderftherquen wurden Preiie er_zi8_lt, deren Höhe alle Erwartungen 1“: as. in Fudxr der Reichsgrafitcb von Keffelstattscben Verwaltung wurde zu dem gusergewöbnlicb boben Preise von 25000 .“ Verkauft. Aber auch die_ ubrigen Fader brachten durchschnittlich erheblich höhere Summen als in früheren Jahren.

Ernteergebnisse, Ernteaussitbten und Getreidebandel in Bulgarien.

Das Kaiserliche Konsulat in Rustfchuk berichtet unterm 6. d. M.: Die Erntk ist im Monat Juli unter günstigen Umständen 111 Ende geführt worden. Sie kann nach MMF und Güte im aligemeinen als gute Mittelernte bezeichnet werdkn. “nen genauen Uebxrblick zu (;_e- winnen, isi sebr schwer, da das Ergebnis ein [anz verycbiekerés “tit, je x_iachdem der Boden mehr oder weniger oder gar nicht gedüngt w_;ir. _Aus dem fetten Boden lagerte sicb i_ie Frucht u_nd ift iniolzechen wwobl der Menge, als aucb der Beschaffenheit nach xchlccbt8r angeiaUen als auf Mitiel-magerem Boden, irc) das Korn nich_t zum Liegen kam. Diesem Umstande ist xs aucb zuzuicbreiben, da fait keine (Gemeinde, geschweige denn ein Kreis ein- und dasselbe rnteergebnis ausweist. So wurden bei den Gewichtsvroben gewcgen: _ Landwirtschastliche Lehranstalt - Jm Kreiie

bei Rustschuk: : Tirnowa (1905) Weizen . . . . . 70,125 kg ! 78-80 kg (75-76 BLZ) Wintergerste . . . 59 kx; ] 67-67-1 kJ (619[ kJ) Sommergerste . „56 FZ 1 62-64 kJ

fer . . . . . 413 kJ ! _ 48 kJ (431-44 FZ).

Der Mais sieht sehr gut und laßt, da in den [csten Tagexi des Monats Juli überall staike Hiße mit genügend Regen verzeickmet wurde, eine mehr als gute Ernte erwarten.

Die Zufubre n waren im Berichtsmonat gering, da der Land- mann mit der Ernte beschäftigt war: die Vorräte sind stark gelichtet, nur in Mais sind noch SÖZZS Mengen vorhanden. _

Die Ausfuhr im onat Juli d. J. war 11117 in MW nennenswert, und zwar betrug sik in allen Donaubäsen zusammen eti_v_a_____10000 t. An Weizen wurden 700, an Eerste 1100t aus- ge u . _

Die Preise steliten sicb am 1. August d. Z., wie folgt:

Weizen 14,_ Fr. YT)? Tn 18,20 ' ck für den Doppelzentner. Mais 8,60 ,

Die schweizerische Viebzäblung1906.

_ Die Ergebniffe der am 20. Abrild. J. vor enommenen Vieb- zablung liegen nunmehr in einer vorlaufigen Zu ammensteÜung des schweizerischen statistischen Bureaus vor. _ _

_ Durch die periodische Vieb äbsung Will man in gewinen regel- maßi en Zeitabschnitten den eiand der einzelnen Vievgattungen auf em Territorium des Staats n_ach deffen politischer Gebiets- einteilurzg ziffernmäßig festsetzen und die Zusammenseßung der Einzel- viebbeiiande, den Vtebbesiß ermitteln, um Aufschlüffe über den National- viebretcbtum zu erhalten, damit die Maßnahmen zur Erhaltung und Vermehrung dckielben etroffen xvexden konnen. Der erste und wichtigste Zweck der Vie zäblung 111 iomit die möglichst genaue Fest- steüung der numerischen Stärke jeder Pieb attung.

Der Viebbesiand der Schweiz thst eit der ersten Zählung im Jahre 1866 folgende Aenderungen aus: 1866 1876 1886 1896 1901 1906 Rindvieb . . 993291 1035856 1212538 1306696 1340375 1497904

serde. . . . 100324 100933 98622 108969 124896 135091

aultiere. .: 5475 5253 2742 3125 3077 3136 Esel ..... 2046 1740 1789 1652 Schweine . . 304428 334507 394917 566974 555261 548355 Schafe . . . 447001 367549 341804 271901 219438 209243 Ziegen. . . . 375482 396001 416323 415817 354634 359913

Zui. 2226001 2240104 2468992 2675222 2599470 2755294.

Mit Mnabme der Kategorie Schlacbtkäiber weisen sämtliche Kategorien des Rindviebs (Kälber zur Aufzucht, Junavieb von 3-1 Jahr, Rinde; Von 1 und mehr Jabren, Kühe, Zucbtftiere,

(bsen) eine teils 1ebr erhebliche Zunahme auf. Im ganzen bat die Gattuxig Rindvieb von 1901 auf 1906 um 11,7 0,70, die Kategorie Kühe insbesondere um 6,2 0,73 zugenommen.

_ Nach der Zählung von 1901 kamen auf 1000 Einwohner 404,3 Stuck Rindvieh, speziell 223.2 Kühe, nach der diQEjäbrigen Zählung entfallen auf 1000 Einwobnsr 428 Stück Rindvieb, 224,4 Kühe.

Pferde kamen nach der Zäblun Von 1901 auf 1000 Einwohner 37,7, 1906 wkisi dagegen 38,6 Stü auf. Für 1901 wird das Er- gebnis der Voleabiung Vom 1. Dezember 1901, für 1906 die be- rechnete Bevölkerungsßffer auf Mitte dieses Jahres (3 499 591) an- genomm_en. _ _

_ Bei den Maultieren xrgibt sicb eme Zunahme 12011 59 Stück. Diese Zunahme darf als Erfolg der Bgstre ungen des Bundes für Anzucdi von Mauiiiereri im Inland angeieben werden.

Die Esel_ weijen ieit 1901 eine Verminderunz von 137 Stück oder 7,7 0/0 aus. Von 1876 bis 1886 und von 1886 bis 1896 ging die Zahl der Esel zurück. Durch di? dom stadizürcberiichen Tierschuß- verein_gem_achten Veriucbe, die Zugbunde durcb Esel zu erseßen, stieg der_ Eielbeitand Von 1896 bis 1901, wodurch der Rückschlag von1901 auf 1906 entsvrechend größer Wurde, weil jene Vcriucb: nicht fort- gesetzt Wurden.

Bei den Sch_weinen isi eine Verminderung von 6906 Stück oder 1,2 0/0 zu fdiiitatieren; die Abnahme betrifft auch die Zuchttiere. 1901 kamen auf 1000 (Einwohner 167,5 Schweine, im Fabre 1906 dagegen_auf diése_ BevölkerunJSeinbeit 156,7 Stück.

_ _ Bei allen Zahlungen zeist sich ein Rückgang des Schaibesiandes; dreier Rückgang betrug von 1866_1876: 18 0/0, von 1876-1886: 79,/()., Von 1886-1896: 20 0/0, von 1896_1906: 23 0/0. Die Abnahme im l_eßten Jahrzehnt war aber in der ersten Hälfte bedeutend stärker 913 in der_zweitsg;_ in der ersten Hälfte betrug die Abnahme 19 ")./o, m der ztxeiten Halfte aßer bloß 400. Der ichwäcbere Nückgan Von 1901 aus 1906 ist jedsnsalis dem Umstand zuzuschreiben, daß 5 und und Kantone i_n de_n letzten Jahren der Hebumg_der Sekafzucbt eine vermehrte Ausmerßamkxit geicbenkt haben. Aus 1000 Einwohner kamen _1901: 66,2 Schafe, 1906 dagegen 59,6 Stück.

_ Die Gattung Zis sn weist von 1901 auf 1906 eine Ver- meoruzxg Von 5279 Sti": oder 1,5 0/0 auf. Der Normalbesxand für 1906)", nacb Abzug von 40061 Stüxk zum Schlachten beitimmter Ztckletn, 319 852 Stück. 1901 kamen am 1000 Einwohner 107 Ziegen, 1966 aber 103 Stück.

Mit der lestxn Zäblang wurden 274 706 Vie bbesis er Skmiktélt, Von denen 148731anaber vvn_ Lankwirtschartébstrieben obne und 90380 Inbaker von Landwirtickoaitsbetrieben mit weitéren Erwerbs- steilungen sind. 1901 dagegen batte man im ganzen 278 213 Viel;- bésiser, _dabei 147165 Inhaber don_L-azidwiriicbaitsbstrieben obne und 74_-46 Inhaber don Landwirtikbäitsbetrieben mit weiteren Enverbsiteüungxn. Die Besißerzabl ging dqn 1901 auf 1906 um 3507 oder 1,3 % zuruck. (Schweizeriicbes HandelZamtÖblatt.)

Verkehrsauftalteu. Die Einnahmen der preußiscko-bessiscben Staats-

eisegbabiien für Juli spix_ge1n den derzeitigen außer- gewobnlicben VerkebrßaufjÖWUng wiedsr.

Perionen- Gatér- Sonstige Zusammen

verksbr verkehr .“ „“ „FH ,“ Die Einnahmen im Juli 1906 betragen . . 57 438 000 95 89100“: 8 659 000 161988000

Gegen das Vor- jabr . . . . Die Einnahmen in der JLU dom

+ 3945000+ 9470000+ 734000 +14149000

1. April bis

EndeJuli1906

ketragen . . 198193000 378 723 0.30 33135 000 610 054 000 Gegen das Vor-

jahr . . . . +16312000+36 973000+2 258000+55 543000

Steigerung . . + 8,97% + 10,820,“0 BLLÖETVNWCÜUUJ dieser Zablen zur Beurteilung der finanziellen Ergébnime der_Staaisbabnen urid dgmit der Finanzlage des Staats übeibaurt darf nicht außer acht gelaiien werden, dar"; es sich bier nur um die antweinnabmen bandelt, Von denen noch die gleicbxaüs er- heblich geitiegsnen Betriebxausxzzben in Abzug kommen. L ßt sich deren Höhe zur Zeit auch noch nicbt ziiisrmäßig übersehen, so_ kann man doch annehmen, daß die VetriebßauSgaben mindestens den Qleicben Prozxnisas der Einnahmen beanspruchen werden, wie im Vorjahre, 81.606200. Der Rest ist, soweit er nicht nach dem Etat zur Verzinsung und Tilgung dsr Eisenbahn- schulden so_wie zur Deckung anderweiter StaaTSausgaben verwendet wkrden muß, im wesentlichen für die Criveiterung der Vorbandeneu Bahnanlagen und zur Vermehrung der Betriébsmitiel behufs Be- wältigung des außergewöhnlicben VerkebrSandrangs erforderlich.

Verkehr deutscher Schiffe in ausländischen Häfen während des Jahres1905.

Eingang Auggang _ Zabl Raum- Tariintkr Zabl Darunter Hafen der gebait Sckyiii'e 111 der in Schrffe Reginertons Ladung Schiffe Ladung Nantes . . . . 34 27097 33 31 9 Bübao . . . . 84 124 593 *) 84 ') Savona. . . . 31 38 751 30 29 24 Messina. . . . 119 156 560 *) 119 *) alermo . . . 124 171015 *) 124 *) tras . . . . 45 71904 *) 45 *) Svra ..... 13 16 769 ') 13 ') Cavalli: . . . . 177 29 774 ') 177 *) Tschanak . . . 14 18631 *) 14 *) Jaffa ..... 24 40 836 *) 24 *) ernau . . . . 53 29 963 22 53 29 ngö . . . . 42 23 550 27 34 19 atum . . . . 48 71249 *) 48 *) Wladiwostock . 48 75 084 37 44 22 Nikolajewsk . . 11 14983 9 11 _ Sedan bai und Wuung. . . 619 971798 560 612 538 Durban. . . . 97 205 790 ') 96 *) Mo ambique . . 45 177937 *) 44 *) Bi ao . . . . 24 19 666 24 24 24 San Juan (Porto Rico) . . . . 17 *) 17 17 ') Mayagüez . . . 8 11848 *) 8 *) ars . . . . 12 28005 12 12 12 Sad Luiz do Ma- ranbaö . . . 23 52 397 12 23 "Z Pars. ..... 49 102806 49 49 4 Rosario . . . . 74 152 620 60 73 72 Callao . . 67 167 540 65 66 57

*) Nitbt .na'cbgewiesm. (Nach den Schiffslisten der Kaiserlichen Konsulate.)