dem frisckzen, liebenswürdigen Humor, der sein Spiel stets außzeicbnet. Die früher von Fräulein Febdmer dargestellte Antoinette gab Fräulein Vera Witt gewandt und _anmutkg. In den lebhaften Beifall teilten skb auch die anderen Mttwirkenden: Fräulein Clemens, die Herren Geox , Seldeneck und Prahl.
Fm Thaliatbeater wird „Bis früh um Fünfe' noch morgen und am Mtttwocb gegeben. Am Donnerstag und Freitag bleibt das Theater wegen der Vorbereitungen zu der Neuheit: „Wenn die Bombe plaßt', die am Sonnabend in Szene geht, geschlossen. Der Vorverkauf zu der Erstaufführung hat begonnen.
Mannigfaltiges.
Berlin, den 20. August 1906.
„Ueber die Witterung im Monat Juli 1906 berichtet das Kömglicbe Meteorologiscbe Institut auf Grund der angesteÜten Be- obachtungen folgendes: Nach dem Gesamtdurchschnitte beurteilt, entsprach die Witterung dss dichäbrigen Juli meistens normalen Verhältnissen, wenn auch der Verl0uf im einzelnen erhebliche Gegensä : aufwies. Zu Anfang und um die Mitte des Monats sowie am ' eginn der dritten Dekade herrschte im ganzen Lande kühles, trübes, vielfach regnerifcbes Wetter, wogegen um den 19. und insbesondere am Monatsschluffe einige sehr beiße TaHe vorkamen, an denen vielfgcb die Temperatur 300 überschritt. D eDurcbscbnittstemperatur lag tm größeren Teile des Gebiets ein wenig über der vormalen _ im Nordosten bis zu 10 _, das Küstenland westlich der Oder aber hatte es etwas zu kühl. Die Niederschläge blieben im ganzen Osten 5163111 Elbe hinter dem vieljährigen Mittel zurück, während die westlichen Gebietsteile mit einigen AuSnabmen einen Ueberscbuß aufzuweisen hatten _ in der Provinz Sachsen ist mehrfach sogar das Doppelte der gewöhnlich zu erwartenden Mense gefallen. Die Dauer des Sonnenscheins ging nur im Nordosten über den Durchschnitlswett (um täalich etwa zwei Stunden) hinaus; sonst war fie nahezu normal. Zu_Beginn des Monats hielt das kühle Wetter der leßten Junitage zunachst noch an, doch trat bald heiteres, trockenes Wetter mit „nördlichen Winken ein, da ein hohes baromeiriscbcs Maximum nutten durch Europa 11015 Nordrußland zog; zugleich machte fick) dabei infolge der starken Einstrahlung mer bare Temperaturzunabme, besonders im Osten, geltend. Vom 5. ab wechselte kühles, 1111518 und vielfach regneriscbes Wetter mit wärmerem und heiterem ab, je nachdem Tiefdruckgebiete, die meistens im Nordwesten lagen. oder Antizyklonen, die Von Südwksten ber vordranqen, für die Witterung maßgebend wurden. Vom 17. bis 19. erstreckte sich der hohe Luft- druck über ganz Zentraleuropa, mad erfolgte nun ein rapides Ansteigen der Temperatur bei gleichzeitigem Aufklaren. In dieser Zeit kamen in einem Teile Norddeutschlands die höchsten Monats- lemperaturen vor. Dieses bochs0mmerliche Wetter hatte jedoch keinen Bcstand, da eine tiefe Dcpresston von Norden vordrang und unter Gewitterexsckpeinungen und beträchtlichen Niederschlägen starke Abkühlung veranlaßte. Mit dem aümäblicben Verschwinden der Depression und erneuter Zunahme dss Luftdrucks im Süd- westen erfolgte bald wieder Aufbetterung und beträchtliche Erwärmung. Ein barometrisches Maximum, das vom Westen nach Nordosten wanderte, brachte zwar um den 25. mit nördlicher Luftströmung merkbare Abkühlung, aber nur für kurze Zeit. Denn da hoher Luft- druck von Nordosten nach Zentraleuropa Vordrang und fich mit der Intizyklone im Südwesten Vereinigte, trat abermals allgemeine Cr- wärmung ein, sodaß der Monat mit außergewöhnlicher Hiße schloß.
Das Seminar für Haushaltungsschullebrerinnen, das vom ZWeiJVerein Berlin des Vaterländischen Frauen- vereins am 1. Oktober 1906 in dem Hause Wilhelmstr. 30/31 er- öffnet wird, bereitet zur staatlichen Prüfung für Haushaltungslebrerinnen vor. Das Lehrgeld beträgt vierteljährlich 100 „ji. Die Ausbildung dauert 11 Jahre. Lebrzegenstände find: Kochen für dkn bürgerlichen
usbalt, Hersteüung von Kranken- und Säuglingßkost, Waschen, lätten, Haußarbett. Re'migen er Wohnung und Geräte, einfache ndarbeiten, Ausbeffern von Kleidern und Wäsche, Maschinennähen, stergeichnen, Zuschneiden; Pädagogik, Methodik, Haushaltunas- kunde, Chemie, Nahrungs- und Gesundheitslebre, Buchführung, Gc- seseskunde, VolkSwirtscbaftslehre. Die praktischen Uebungen erfolgen in der mit dem Seminar verbundenen Haußbaltunasscbule, die auch zn einem äußerst mäßigen Preise die Verpflegung der Seminaristinnen übernimmt. (In dem Honorar sind die Kosten für Wohnung 11er Beköstigung nicht enthalten; hier- für haben die Seminaristinnen selbst Sorge zu tragen.) _ Anmeldungen nimmt das Bureau des Zweigvereins Berlin des Vaterländischen Frauenvereins, Berlin 8117. 11, Deffauer Straße14, ent egen. (Sprechstunde don 4-5 Uhr außer Sonn- abendö.) Der nmeldung ist ein selbsTgeschriebener Lebenslauf, das [este Schulzsugnis, cin Gesundheitéatfest sowie 116 Genehmiguvg der Eltern oder des geseßlichen Vertreters beizufügen. _Die Aufnahme erfolgt zum 1. April und 1. Oktober. Erforderlich ist das Vollendete 18. Lebens'abr sowie das Abgangßzeugnis einer höheren Töchterschule oder der achweis einer entsprechznden Bildung.
Eine interessante Erinneruxtq an die spanische Armada befindet fich in der Emder „Kann“, wohin fie vor einiger Zeit aus der Spiekerooger Kirche gebracht wmdk, deren am Westende be- ßndliche Priebe (das Abteil für die Honoratjoren) fie vordem reichlich 300 Jahre lang, seit den Tagen des Geu1enkriegs _ und eben der Armada _ geschmückt hatte. Es sind diss 1210 uf Holz gemalte Bilder dks Heilanks und der Apostel mit AuSnallWe d-s Judas Thaddäus, an deffen SteUe der Jscharwte mit _dem Beute , _ selisamer- Weise als „St.“ Judas _ harmlos eingereiht ist. Wie es hßißt, war auf Spiekeroog die Ueberlicferung, daß beidieser Insel eln spamsches Kriegs-
schiff von der Armada gestrandet wäre, von dem die Bilder stammen sollen, noch zu Anfang der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts lebendig. Sie soÜen danach die Kajüte oder SchiffOkapelle des Schiffs geschmückt haben _ es soUen ihrer sogar noch mehr gewesen sein _, 11er der Bericht von Meterens (fol. 287 ff. 5. Aus . v. 1614) be- statigt, wie Generalsuperintendent Dr. Bartels - 117111; in den .Ostfrie schen Monatsblättern' nachwies, in der Tat, daß Schiffe solcher rt ziemlich zahlreich unter der Armada waren: Die größeren waren „2661 76151611: 11161; (311111615, SapSUSU, '1'001'6118 611116 X'16c111186061611 611 141111616 80110011 Z6116t'“; mit eingeschifft batten fich auch „(16 1710911118 0761161861 78.11 (16 1316111Z6 111911161616 11161; 11161" (18.11 110110616 1110111011611, 818 FSJUFOSU, (3843110117115 61166 111111616 178.11 (16 7181' 5101161106 01116115 (Bettel- mönche). Daß eins von den Schiffxn nacb Spiekeroog Ver- schlagen wurde, ist wohl möglich; im ganzen stnd von 134 Schiffen der Armada 81 untergegangen, von den größten 58, und von vielen scheint nicht ermittelt zu sein, wo fie blieben. Der katholische Ursprung der Bilder endlich wird dadurch dargetan, daß sie nicht sowohl aus der beiligxn Schrift, sondern„aus der Legende csxescböpft find, sodaß fie statt der apostolischen Witkjamkeit der écr- onen vielmehr deren Martyrium hervortreten laffen. Zudem it zu bemerken, daß auch von der Spiekerooger Kirchenglocke, die freilich seither umgegoffen wurde, ?esagt wird, daß fie dereinst auf demselben spanischen Schiffe als Sch ffsglccke gedient hätte.
Weilburg, 19. August. (W. T. B.? Zur Tausendjabr- feier der Stadt Weilburg traf Sene Königliche Hoheit der Prinz Eitel-Frledricb als Vertreter Seiner Majestät des Kaisers heute vormilta hier ein und wurde am Bahnhof von den staatlichen ebörden empfangen. Die Tochter des Bürgermeisters“ Karthaus überreichte dem Prinzen «inen Blumen- strauß. Vor dem Bahnhof waren die Unteroffizierscbule, die Bürger- garde und die Kriegervereine aufgesjeUt deren Front der Prinz ab- schritt. Sodann erfolgte unter dem Jubel der Bevölkerung der Einzug in die festlich geschmückte Stadt. An der Labnbtücke be- grüßte_ der Bürgermeister Karthaus den Prinzen im Namen der stadtischen Behörken und reichte ihm einen Ebrentrunk. Am Schloffe wurde der Prim Eitel-Ftiedricb durch den Abgesandten des Großherzogs von Luxemburg, Freiherrn vaerg zu Sümmern begrüßt. Vormittags um 9x Uhr fand ein Festgottes- dienst statt, dem Seine Königliche Hoheit in der frü eren Herzog- lichen Loge beiwohnte. Die Festpredigt hielt der Dekcl- Grünscblaq. Nach dem Festgottesdienst führten zwei Militärkapellen im Schloß- aarten ein Promenadenkonzert aus; gleichzeitig veranfjalteten die Rudervereine der Labnftädte Ems, Limburg, Gießen und Weil- burg eine festliche Auffahrt auf der Lahn. DerYFrinz Eitel-Friedricb wohnte diesem glänzenden Schauspiele bei. ijtags Wurde von der Stadt ein Frühstück eaeben, an dem der Prinz, die Spitzen der Behörden und die Zädtischen Körperschaften teilnahmen. Seine Königliche Hoheit der Prinz Eitel-Friedrich brachte dabei eincn Toast auf Seine Majestät den Kaiser und einen zweiten auf die Jubelstadt Weilburg aus. Während des Essens lief ein G1ückwunschtelegramm Seiner Kaiserlichen und Königlichen Zokxeit des Kronprinzen ein. Sodann wohnte der Prinz der ufsübruna des vom Hofrat Spielmann-Wiesbaden Verfaßten Fest- spiels „Das Teffament von Weilburg“ bei. Darauf folgte ein glänzender historischer Festzug.
Cöln, 20. Auaust. (W. T. B.) Amtlich wird emeldet: Auf der Station Call fuhr gestern morgen eine Dru lokomotive so heftig auf den Schluß des Schnellzugs 152, der nach Trier gi: g, daß der leßte Personenwagen in den davorstehenden Post- wagen gedrückt wurde. Zwei Personen erlitten Beinbrücbe, mehrere andere leichtere Verlesungen. Der Betrieb ist nicht gestört; der Postwagen und der Personenwagen find zerxrümmert.
Essen 0. d. Ruhr, 19. August. W. T. B.) Heute abend fand die Eröffnungoversammlung der 53. eneralverfammlung der Katholiken Deu1fchlands statt. Vorher hatten die katholischen Arbeitervereine einen Festzug veranstaltet, an dem über 400 Vereine mit mehr als 40 000 Personen teilnahmen.
Hamburg, 18. August. (W. T. B'.) Der Dampfer „Fans Woermann“, mit 9 Offizieren und 197 Unter- 0 fizicren und MannschaftenanBord, ist Heute aus Deutsch- Südwestafrika hier eingetroffen.
Vernay, 18. Nugust. (W. T. B.) _qu16 abend geriet hier ein Automobil, in dem sich der ZZjabrlge, in Cairo geborene Prinz Ibrahim Mohammed befand, vox die Lokomotive eines Eisenbabnzuges der Strecke PartWCberboum. Das Automybil wurde vollständig zertrümmert. Der Zustand des Prinzen erscheint hoffnungslos. Der Chauffeur ist bereits seinen Verletzungen erlegen.
Konstantinopel, 19. August. (W. T. B.) , Der deutsche Botschafter Fre_iberr von Marschalk überretcbte gestxrn kern Direktor des türk'U en Museums Hamdi Bey aus Anlaß seines 25jäbrigen Ju-b -läums namens Seiner_ Majestät des Deutschen Kaisers das Werk Seidels .Kunstschaße im_Bes1ße des Kaiserß“. Außerdem Wurde Hamdi von der“ Universitat Leipzig zum Ehrendoktor ernannt und erhieltGluckwunsäptelearammje vom deutschen Außwärtigen Amt, den Königltcbey Museen, sowie eine künsjlerische Adresse von der Uniwersitat Heidel- berg und der Orientgesellsäpaft.
New York, 19. August. (W. T. B.) Einkm Telegramrn aus Valparaiso zufolge wurden am 16. d. M. dort bis zum Abend 82 Er_dstöße verspürt (dgl. Nr. 195 d. Bl.). Der größte Teil der Hauser ist zerstört oder beschädigt. Die Verluste Werden auf 50 Millionen Pfund Sterling veranschlagt. Die “bl der Toten soll 2000 betragen. Den meisten S den richtete das Feuer an, das nach dem elften Erdstoß aug, brach. Die Lebknsmittel find sehr spärlich, ein Liter Milch kostet 2 chilenische Dollars, die Fleischpreise LLM) ähnlich boch Die auf die Hügel und in die Parks geflückptete evölkerung leideé sehr, da die Nächte sehr kalt kind und heftiger Wind weht. _ Nach einer Devestbe des „New York Herald“ aus Valparaiso Vom 17. d. M. hat, das Erdbeben am 16. d. M., Abends 8 Uhr die Stadt betmgesucbt, ohne daß irgend welche Anzeicber; voraufgegangen waren, Hunderten von Menschen augenblick- lichen Tod gebracht „sowie viele Hunderte unter den Trümmern be- araben, von denen vtele den Tod in den Flammen gefunden haben, Sofort nach dem ersten Stoße brach Feuer aus und jeder öffentliche Verkehr batte aufgehört. Die Panik und der allgemeine Schrecke" die bterauf folgten, waren unbeschreiblich, und die, die dem Todé entronnen waren, ebärdeten fich wie wahnsinnig vor Angst und konnten Verunglü ten wenig Hilfe leisten. Das Geschäfts. viertel der Stadt ist fast ganz vom Feuer zer- stösrt. Der Brand wütet fort, und dichte Rauchwolken etquen die Straßen, wo Massen obdachlos Umhetirrender das furchtbare Unheil anstarren. _ Eine Meldung der „Affociated Preß“ aus Lima besagt, daß in Valparaiw zahlreiche Personen durch den Einsturz von Gebäuden getötet worden seien. Herbeigerufenes Militär erfchoß sämtliche Leute, die zu plündern versuchten. Die Ortschaften Vina del Mar, Suilpique und Limacbe in der Nähe yo„ Valparaiso find zerstört. _ Nach einem Telegramm des „Sun" aus Lima sini; viele Familien aus Valparaiso geflüchtet. Die Schiffe tm Hafen und die Hafenanlagen selbst haben keinen Schaden gelitten. Die Straßen, die am meisten gelitten haben, sind CaÜe de Blanco, Calle de Conde!) Cane de EEmeralda und die Avenida de Las Delicias, in der die heften Wohnhäuser standen.
Au_s Santiago de Chile sind keine Nahrichten ein etroffen. Man furchtet, das; die Stadt daSselbe schlimme SchicFsal ge. habt bat wie Valparaiso. Züge find seit dem ersten Stoß weder in „dieser Stadt angekommen noch von dort abgegangen. Es haben zwe! deutlich von einander unterschiedene furchtbare Stöße stattgefunden, deten zweiler fast unmittelbar auf den ersten folgte und das Werk der Zerstörung vollendete. Die ganze Stadt schien plößli rückwärts und vorwärts zu schwingen, dan'n folgte ein_plößl1 er Ruck von so ungeheurer GeWalt, daß ganze Reihen von Hausern in wenigen Sekunden zusammenstüxzten. Un. mittelbar darauf brach im Geschäftsviertel Feuer aus und noch in der Nacht zum Freitag gaben Flammen im 23706 Vifta-Viertel 1700031 Kunde, daß auch dieser Stadtteil dem Untergang (121117.th war. In der Um ebung der Stadt ereigneten stch viele Erdrutscbungen. _ Das ondoner Blatt .Tribune“ meldet aus Santiago de Chile: Nach a1ntlicher"Fes1stellung be'ttägt die Zahl der dort durch die Erdbebenkatastroxcbe Getöteten 55, während Hunderte Von Personen verleßt find. xn allen Stadtteilen find Schäden ent- standen. Ter erzbischöfli e Palast", das Palais des Ministeriums des Innern, das Kongre gebäude, das Stadjhaus, die Naklonal- bibliothek, die Univerfitat und di? Militärbaracken haben schweren Schaden erlitten, ebenso zahlreiche Kirchen. das Erdbeben angerichtete Schaden wixd auf 1200000Pfund Sterling gescbäßt. _Die .AgenceHaVaS“ meldet aus Santiago(Chile), daß das Erdbeben, das sick; am 16. d. M., Abends um 8 Uhr, dort ereignete, 36 Minuten dauerte. Brände, die an verschiedenen Stellen aus- brachen, wurden sofort gklöscbt. Auf das Erdbeben folgtkn starke Regengüffe. ast die Hälfte dxr Einwohner la erte während der Nacht auf den [ätzen und Straßen der Stadt. er Yandelömrkebr rubt voUständig. Es treten immer noch schwache rdstöße auf.
Die Norddeutsche Bank in Hamburg erhielt 6118 Valparaifo von der Bank ür Chile und Dewa- land folgendes Telegramm: . asser für alle Zwecke ist rei_chl1ch Vorhanden. Dcr Stadtteil Almendral ist voll- standig zerstört. Die Banken in Valparaiso werden am Monxag zwei Stunden geöffnet sein. Unser Bankgebäude in Santiago ist nur ganz leicht beschädigt.“ Aus Meldungen, die eine Anzahl Hamburger Fjrmen aus Valparaiso erhalten haben, geht ferner hervor„ daß 01 allen bésber bekannt gewordenen Fällen Deutsche der der Katastrophe unwersebrt geblieben find-
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
New Yoyk, 20. August. (Meldung des „Reutersche'n Bureaus“.) Emem Telegramm aus Havanna zufol 6 hat d1e Verhaftung mehrerer führenden liberalen Persönli keiten zu dxr Entdeckung einer ernsten Verschwörung geführt, dre, , wie behauptet wird, auch die Ermordung des Prästdenten Palma zum ch'cke hatte. Es werden Truppep zur Entsendung nach der Provinz Pinar del Rio bere1t gehalten, wo die Revolutionäre, die etwa 200 Mann zählen kollen, Munitionsvorräte besißen sollen. Drei Personen smd ort bereits verhaftet worden.
(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Verlage.)
Der durch .
zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Pr
„1,6 196.
Erste Beilage
Berlin, Montag, den-20. August
Berichte von deutschen Fruckxtmärkten. Zusammengestellt im Kaiserliäoen Statiftiscben Amt.
eußisrhen: Staatsanzeiger.
1906.
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14,20 13,77
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Theater.
ngluhe §chausmele. Dienstag: Opern- haus. 158. Abonnementßdorstellung. Vajazzi. "'Uli-oel.) Oper in 2 Akten und einem Prolog. Mufik und Dichtung Von R. Leoncavallo, deutsch von Ludwig Hartmann. Mufikgliscbe Leitung: Herr Kapeümeister von Strauß. Regrex Herr Ober- regisffeur Droescber. (Canio: Herr Ktrcbboff, als Ga t.) _ Die Puppeufee. Pantomimtsches Ballett- diverti ement von Haßeeitxr und Gaul. Musik von Josep Bayer. Musikalücbe Leitung: Herr Kapell- meister Professor Heümesberger. Ballett: Herr Ballettmeister Graeb. Anfang 7-1 Uhr.
Schauspielhaus. 164.Abonnv-m-ntsvorstelluna. Die Journalisten. Lustspiel in 4Aufzügen von Gustav *EUFFF Regée: Herr Regisseur Keßler. Anfang
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Mittwoä; : Opernhaus. 159.Abonnementsvors1euung. Der Ring des Nibelungen. Bübnenfestsptel von Richard Wagner. Dritter Tag: Götterdämmerung. In 3 Akten und 1 Vorsptel. Anfang 6x Uhr.
Schauspielhaus. 165. Abonnementgyyrstellung. Nathan der Weise. Dramatische? (Gedicht m ?LUWÜJM von Gottkold Ephraim Leysing. Anfang
:.
Wessmgjheater. Anfano, 8 Uhr.
Mittwoch: Und Pippa tanzt. Anfang 8 Uhr.
Donnerstag: Ein Volksfeiud. Anfang 7 & Uhr.
Dienstag : Rosenmontag.
Ick1Uertheater. 0. (Wallnertbeaier.) Morwiy-Opcr. Dienstag, 21st 8 Uhr: C armen. Oper in 4 Akten von Bizet.
Mittwvcko, Abends 8 Uhr: Gastspiel von Heinrich Bösel. Martha. oder: Der Markt zu Richmond.
Donnerstag, Abends 8 Uhr: Carmen.
U.(FriedrichWilbe[mstädtischesTbeater.) Dienstag, Mittwoch und Donnexstag: Geschloffen. Yeitag: Bei halben Preisen: Undine. onnabend: (Geschlossen. Im Garten täglich: Groß:? Militär! ouzerl.
Theater des Weßeus. (Station: Zoologisober Garten. Kantstraße 12.) Gastspiel des Ham- burger Neuen Qperetteutheaters, Dienstag: Die lustige Witwe, Anfang 8 Uhr.
Miltwocb und folgende Tage: Die lustige Witwe. Anfang 8 Uhr.
ÜdMlsshk Oper. Dienstag: Hoffmanns Er- zählungen. „ Mittwoch: Hoffmanns Erzalxluugen. Donnerswa: Hoffmanns Erzahlungen. Yeitag: Figaros Hochzeit. onnabend: Hoffmanns Exzählungen. Sonntag: Hoffmanns Erzahluugeu.
Wunspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Diens-
ta , Abends 8 Uhr: Spaßeuliebe. ittwoch und folgende Tage, Abends 8 Uhr:
Spakeuliebe.
Residenztheater. (Direktion:RichardAlexander.) Dienstag: Die Höhle des Lötveu. Schwank in 3 Akten 11cm M. Hennequin und P. Bilbaud. ZGZFOU Cbalmdrey: Richard Alexander.) Anfang
1.
Mittwoch und folgende Tage: Die Höhle des
Löwen.
Thalmtheater. (DreSdener Straße 72/73. Di. rektion: Kren und Schönfeld.) Dienstag, Abends 8 Uhr: Bis früh um Flinke!
Mittwoch: Bis früh um Füuse!
Donnerstag und Freitag: Geschlossen.
Sonnabend: Zum ersten Male: Wenn die Bombe platzt! Novität von Kren und Livvschiß, Gesan stexte von Alfred Schönfeld. Mufik Von Paul incke.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bis früh um Fünf:!
Zentraltheater. Dienstag, Abends 8 Uhr: Der Rastelbiuder. Operette in 3 Akten.
Mittwoch: Bei Halben Preisen: Der Bettel- student.
Donnerstag: Der Rastelbinder.
Freitag: Ter Zigeunerbaron.
Trianontheater (Georgenstraße, nabe Bahnhof xinLchsiraße). Dienstag: Die Frau ohne a e u.
Mittwoch und folgende Tage: Die Frau ohne Lächeln.
“
Familiennachrichten.
V erlobt: Frl. Dora Voelkel mit Hrn. Leutnant Ftiß Voelkel (Brxslau_B-rieg). _ Frl. Käte Türig mit Hrn. Regierungßrat Paul rbtn. von 365105 und Leipe (Ober-Langenbielau- Meldorf)- _ Verw. Fr. Elisabet Weivel Von Mudersbach- geb. Frey, mit Hrn. Hauptmann Paul du VMM" (Breßlau-Hagenau).
Verehelicht: Hr. Traugott von Schau mit Frl- Elisabet von Debschis (Ober-Yrauske_Raudten)- _ Hr. MarinesiabSarzt Dr. “ obischon mit Frl- Hedwkg von Bülow (Eckernförde).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Oberförster Struckmann (Grimniß).
Gestorben: Fürstin zu Dohna-Schrobixxen, geb- Burggräfin und Gräfin Amélie zu Do na-Ochlodjen a. d-H- Mallmiß (Schlobitten). _ mmy Freifr- von Nauendorf, geb. von Preen (Vöhlendorf)-
Verantwortlicher Redakteur: Dr. Tyrol in Charlottenburg- Verlag der Expedition (IV.: Heidri ck) in Berlin-
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags“ Anstalt Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32-
Sechs Beilagen , (einschließlich Börsen-Beilage). (1803171)
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