1906 / 205 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 30 Aug 1906 18:00:01 GMT) scan diff

trappe für Südwestafrika, unter Ernennung zum Proviantamts- rendanten der Heeresmxrwaltung, zum 1. Oktober 1906 bei dem Proviantamt Berlin “eingereiht.

13. August. Sjurß. Kaserneninsp. in Meß, auf seinen Antrag mit Pension tn den Ruhestand Verseßt.

15. August. Die Ok6rzablmeister: Loren von der 1. Abteil. Großberzogl.M6ck16nburg. Feldart. Regts. Nr. 0, Ianotte Vom 1. 23611. 5. Westpreuß. Inf. Regis. Nr. 148, Hoffmann von der ]. Abteil. 2. Westpreuß. Feldart. Regts. Nr. 36, _ auf ihren Antrag mit Pension in den Ruhestand verseßt.

Kaiserliche Marine.

Offiziere usw. Ernennungen, Beförderungen, Ver- seßunaen usw._ 23. August. Befördert: v. Schulz, Oberlt. zur S66, Komi). Fuhrer bei der Sch1ffsjungendiv., zum Kapitänlt, Yernmarck, Lt. zur See vom Stabe S. M. Linienschiffs „Kaiser

arl der Große“, zum Obstlt. zur See, Barckbausen, Lt. zur See Vom Stabe S. M. Linienschiffs .Wetlin', Landgraf„ Lt. zur See vom Stabe S. . Linien- schiffs „Kaiser Friedrtch111.', _ zu überzähl. Oberlts. zur See, Kosch, Marineoberingen. von der 11. Torpedoa51611., zum überzähl. Marinestabsing6n., Gres, Marineingen. vom Stabe S. M. gro en Kreuzxrs .Roon', _Klaunig, Marineingen. von der 1. Werftd v., Springer, Martneingen. Vom Stabe S.M.Lin16nsch1ffs „Mecklen- burg", _ zu Marineoberingenkeuren.

,v. Maubeuge, Lt. zur See Vom Stabe S. M. Linienschiffs „Kaiser Karl der (Große“, 6117611! in Abänderung der Allerhöchsten Labinettéordre vom 19. Juli 1). I. ein Patent vom Tage der Be- forderung. Haß, Freg; Kapitän 3. D., NavigationSdirekwr der Werft zu Wi1bclmßbav6n, 615011 den Charakter als Kap1tän zur See.

Jm akWen Marineianitätskorps angesteüt: Dr. Jäger, Königl. bayer. Asfiß. Arzt der R6s. a. “O , bisher im Landw. Bezirk 1 München, als €).)Zar1ncasfist.'Arzt. unter Verleihung eines Patents unmittelbar hinter dem Martneasfist. Arzt Dr. Schmidt (Franz) und unter Zu- teilung zur Marmestation dsr Nordsee, Dr. Ritter u. Edler v. Cammerlober auf Ober- und Unter-Scbönreutb, Marine- unterarzt der Res. im Bezirkukommando 1 München, unter Beförde- rung zum Martn6asfist. Arzt und unter Zuteilung zur Marinestation der Nordse6.

v. Kameke, Kapitänlt. Von Nr 2. Marineinsp, unter Er- nennung zum Asfist. d6s YuSrüstunngkrektors der Werft zu Wilhelms- hav-kn, auf sein (53611161) mrt d6c qeseßlicben Penfion zur Disy. gestellt.

Der Abschi'edlmtt der gesetzlichen Penfion nebst Ausficht auf An- stequng im Zivrldrenst und der Erlaubnis zum Tragen der bisherigen Uniform 5621111th Dahl, Marinestabsin en. von der 2. Werftdiv., Overboff, Matineoberingen. yon der 1. erftdiv., unter Verleihung des Charakters als Marinestabsinsen., Bielfeld, Marineoberirgcn. von der 2. Werftdiv., Schmidt ( anS), Marineingen. Von der 1. Werftdiv, unter Verleihung des barakters als Marineoberingen., Röwekamp, Marineingen. von der 2. Werftdiv.

Yichtamtsiehes.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 30. August.

Der Königlich portxlgiesische Gesandte Vicomte de Vin- della ha1B6r1m verlas16n. Während seiner Abwesenheit führt der Legationssekretär Antonio da Costa Cabral die G6- schäfte der Gesandtschaft.

*

"LautMeldung 13691 „W. YUV,“ ist S. M.S. „Panther“ 1 .“ tr

am 28. August in Quebec ei „„ offen und geht am 6. Sep: tember von dort nach Montreal ab.

Oesterreich-Ungarn. Der König Eduard ist gestern in Karlsbad einge:

troffen. Rußland.

Der Ministerrat Hat, wie die „St. Petersburger Telegr.:Agentur“ meldet, beschloffen, daß die Ministerien und die vers_ch16d6r16n_“D6par16ments ihre Etats der Duma und dem Reichsrat bis, zum 5. März 1907, der Finanzminister zu_demselben _Te_rmm auch das Staatsbudget vorlegen sollen. BLS zur VervtlltFung des neuen Budgets soll 50616nige für 1906 Geltung“ 611011911. Den verschiedenen Departements werdcn „vorläunge Kredite angewiesen LVerLU.

' Wte dxm _„W. T. B.“ a_us St. etersburg 6M6ldet wrrd, hats1ch eme neue natronale artei gcbil 61, die nach xhrcm Programm SML. Mittelst6111mg zwischen d6m Zentrum und der R6ch16n 61nntmmt und die geseßgeberischen

6cht6_der Volksvertrxtung anerkennt, Sic verwirft die G161ch= berechtrgxzng der Nattonalitäten und fordert die Einschränkung d6r politischen Rechte der JUÖM sowie die Erseßung der Wehr- pflicht der Zud6n_durch einc bcsondere Steuer.

Von 8 Mtlltonen Dessjätinen Land, das dem Llpanaqen- ressort gehort, darunter 5 Millionen Dessjätinen Wald, werden, cmem AÜerhochsten 11106 vom 25. d. M. zufolge, zum Verkaufe_ an Bauern durch Vermittelung der BauernaZrarbank 115661 800 000, größtentcils in den Gouverne- mentS »samara, Siaraww und Sfimbirsk gelegen, an: gewxesen.

Dre Fuhrer der, örtlichen sozialrevolutionären Gryppe „(n Moskau smd verhaftet worden. Die Gruppe 0661119166566 bxdeutenhe Mittel und unterhielt 61116 6106116 Tischlerei, Schlosft'rwerkstatt und Bäckerei. '

Norwegen.

Bei den StorihingSwaHlen sind, „W. T. B.“ zu: folge, bisher gewählt worden 37 reqi6rungsfr6undliche Av: geordnete; 11 Anhänger_ der oppofitioneUen Link6n und 7 Soztaldemokrat'M. Zwei Stichwahlen haben bereits statt- Yfanden, 68 Stichwahlcn 1165611 noch aus, und zwar 24 in ' tadt- Und 44 in Landkreisen.

Amerika.

Der Aufstand anf Cuba scheint, nach einer Meldunq de_r „Agence Havas“, in 566 Provinz P inar del Rio bé- 1rach111ch_ zugenommxn zuxhabcn; das Aufstandsgebiet crstr6ckt 1161) auch bis funfzig K1101n6tcr vor Santiago, Die R(gtcrung hat 61116 ncue Aushebung von Miliztruppen vorgenommen und in dxn V6r61n1016n Staaten eine große Anzahl GLWLHW 56116111. _ Nack) M(ldung des „ReuterschM BUWUUSZ“ 500611 die R6g16rUngstrupp6n San Jnande Marttnez verlassen, um zu versuchen, die Hauptmacht der Aufständischen unt6r Pino Guerra in einen

inxer6ssen haben bisher irgendwie gelitten, und was 1316 egen- warttge Ernte betrifft, könnte der Aufstand noch einige ochen andauern, ohne ihr erheblichen Schaden zu bringen.

Afien.

Wie die „Frankfurter Zeitun aus Tientsin meldet, wnrde daselbst gestern auf den rusß1schen Konsul Laptew em Attentat verübt. Der Konsul wurde schwer verwundet.

Nr. 35 der ,Veröffentlichungen des Kaiserlichen GesundheitSamts“ Vom 29. August 1906 bat folgenden Inhalt: Arbetten a. d. Kais. G-A. FLLU. Band, 2. Heft. Ankündigung. _ (Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten. _ Zeijweilige Maßregeln gegen ansteckende Krankheiten. _ DeSgl. gegen Pest. _ Qeögl. gegen Cholera. _ Geseygebung usw. (Preußen, Reg.-Bez. Luneburg. Typhus._ (Reg-Lßez. Minden.) Spielpläßs. _ (Reg.- Bez. Aa 6n.)_ Fleischbeschaugebubren. _ (Bayern.) Trichinenkrank- heit. _ (Wurttemberg.) _ Fleischbeschau. _ Pferdebändler 26. _ (Oldenburg.) Hebammen. _ (Anhalt.) Finnxnkranke Rinder. _ Hamburg.) Ansteckende Krankheiten. _ (Lothrin en.) Brunnen. _ Tierseuchen in Oesterreich, 2.V16rteljabr. _ DeSgZ in Großbritannien, 1905. _ DeSgl. in Luxemburg, 2 Vierteljahr 1906. _ Zeitrveilige Maßregeln gegen Tierseuchen. (Preuß. R6 Bez. Oppeln, Württem- berg.) _ Vermtschtes. (Deutsches R61 .) Krankenbewsgung in deutschen H6ilanstalten des Auslandes, 1905/06. _ Geburten und Stexbefaüe in rankfurt a. M, Kiel, Wien, London, 1905. _ (Zönigxeicb Sach en.) Krankenkaffenwcsen, 1905. _ (Gro britannien.) SterbltchkeitSVZrbaltniffe in Edinburg, 1905. _ Ges enkliste. _ Wochentabelle uber die Sterbefäkle in deutschen Orten mit 40 000 und mehr Einwvbnern. _ Des [. in größeren Städten des Auslandes. _ Erkrankun en in Kranken äusern deutscher Großstädte. _ Desgl. in deutschen «tadt- und Landbezirken. _ Witterung.

Nr.,68des entralblatts der Bauverwaltung“, beraus- ßegeben tm Miniterium der öffentlichen Arbeiten, vom 22. Au ust at, folgenden Inhalt: Das neue R6gierunakgebäude (GeschäJtS- Zebaude der KataFterverwaltung) in Trier. _ Zur Frage der Stand- cberbeit der Stuvtnauern. _ Die Vollendung des neuen Kroton- dammes. _ Vermtscbtes: Wejtbewerb um Pläne für ein Bezirks- krankenbaus in Tuttlingen. _ Bücherschau.

Statistik und Volkswirtschaft.

Statistik des deutschen Außenhandels mit Groß- britannien 1900 bis 1905.

In dem )(1. Heftekdes 172.Bandes der „Statistik des Deutschen R€1ch9' ist,der aquwartige Fandel des deutschen 3099651616 mit Großbritannien sowte mit Ei raltar, _Malta und Cypern dargestellt, wke er fich,im Jahre 1905 im Vergleiche mit den Jahren 1900 bis 1904 entwickelt hat..

Au,? Großbrrtannien_(und Irland, mit der Insel Man und den br1111ch6n Kanalinseln) erhalt das deutsche Zollgebiet hauptsächlich Rohstoffe und balbfertige Waren für die Jndu tr16, insbesondere für die' Textil-, Metall- und Lederindustrie. Die betreffenden Einfuhr- a1ttkel werden teilH in Großbritannien s6lbst gekronnen (Steinkohlen, Kupfer, Zinn), teils erst aus ükerseeischen Ländern, namemlich den zahlr6ich6n britischen Kolonien, bezogen (Edelmetalle, SchafwoÜe, Pelztterhäute, Kautschuk). Bedeutend ist die Einfuhr von Wollen- und VaumwoÜengarn, von gesalzsnen H6r1ngen in Fäffern und yon frischen Heringen.

Der Gesamtwext'dex Einfuhr hat 1905: 7843, 1904: 931,5 und1900: 840,7 Mtutoxien Mat! bstragen; an der Summe von 1905 waren namemlich folgende Warengruppen (in Millionen Mark) beteiligt: Wolle, Wollenwaren mit 128,5, Steinkohlen, Bxaunkoblen, Koks, Torf, Torfkoblen mit 109,2, Baumwolle, Baumwollenwarcn mit 87,7, Erden, Erze, edle Metalle, Asbest usw. mit 79,2, Häute unitt) LFU mit 52,9, Material-, Spezer61-, Konditorwaren uéw. m .

' Die Gesamtmenge dcr Einfuhr belief sich in den genannten drei Jahren auf 86 603818, 68 118 284 und 76 833 835 (12; zu ihr trugen 1905 insb6sonder6 die nachstehenden teilweise soeb6n schon genannten Warengruppen bei: Steinkohlenusw 75146248, Erden,Erze usw. 2 369 839, Matkrial- usw. Warm 1877238, EixenLisenware-„n 1712336, Abfalls 1659 633, Droger16-, Apotheker-, Far erraten 697762, Jnsjru- (neun», Maschtnxn, Jahr_zeuge 574 344, Teer, Pech, Harze, Asphalt 399 204 (12, Wahrend fur das gleiche Jabr1905 folgende Waren- gattungen hervorzuheben find: Kle'6_ 977 070 (1900: 152196) (12 _, schw6felsaures Ammoniak _ 268125 (12 _, Roheisen _ 1214132 (1900: 6701911) (12 _, WCißbléck) _ 296 018 (12 _, Kaolin, Feldspat, feuerfester T(n _ 1006 667 (12 _, Schlacken von Erzen,“ SchlackanoUe usw. _ 654 638 (12 _. Masckoinkn und M.tschtn6n16ile (außer Lokomotiven, Lokomobilen, Dampikc'ffeln usw.) _ ,251693 (12 _, frische Heringe _ 474416 (12 _, gesalz6n6 Yermge _ 741610 Faß _, Koks _ 310854 (12 _, Steinkohlen _ 74 834 268 (12 _, ungarnierte Hüte aus Stroh usw. _ 424 321 Stuck _, Asphalt, Harz- und Holzzement, Steinkohlenpech _ 330 937 (12 _.

Großbritannien bezieht aus dem deutschen Zollgebiete vor allem Zucker, Farbé'ndruckbilder, Klipferstiche, Spielzeug, Anilin- und andere'Teerfatbstvffx, _Erzeugniffe der Textil-, Eisen, Lxder- und Holzindustrie. Die zunachst nach Großbxitannien außgxführfen Cr- zeugniffe“ gelangen durch den enxltschen Handel vi6lfacb wieder in andete Landex.

Dar G:]amtwert d6r Ausfuhr (161116 |ck in den Jabr6n 1900, 1904 und 1905 auf 912,2, 995,1 und 1057,8 Miüionen Malk; zu der zuth „genannten Summe trugen namentlich [361 (in Millionen Murk): Marxtta1-, Spezexei-, and1torWar6n usw. (167,1), Baumwolle, Baum- WO06nw3r6n (100,5), Elsen, Etsenwar6n (91,4), Wolle, Wollenwaren (85,4), Drogerce-, AVOLÖLkLr-, Farbewaren (70,8), Seidr, Seiden- wa16n (54,7), kurze Waren, Quircaiüerien usw. (47,4), fertige Kleider und Lctbwaschp, Pußwac6n (47,2), Leder, Lederwaren (41,1), Instru- mente, „Maschinen, Fabrz6uge (40,3), Pavi6r, Pappwaren (32,1).

Die Gesqmtmenge der ausgeführten Waren betrug in d6n gknannt6n drxi Jahren 16 797 883, 22451845 und 23 536 129 (12; in der 16131611 Summe ragen besonders folgende Warengruppen bewoor: Eisen und Eisenwaren mit 7 243 405 (12, Material-, Sv-zer61-, Kyndilocwar6n usw. mit 6663 817 (12, Erden, Erze, edle 2111610116, Asbestsusw. mit 1526 720 (12, Droa6116-, Apothekex- Farbewaren Mit 1340 469 (12, Holz und andere Schnißswffe 10016 Waren darnns mit 913077 (12, Steinkohlen, Braunkohlen, Koks, Torf, Torfkobwn mit 797 055 (12, Oel, anderwekt nicht genannt, und Fette mit 662 014 (12, (Getreide und andere Erzeugniffx 1366 Landbaues mit 659 092 (12, Stxine und Steinwarkn mxt 621785 (12. Von d6n einzelnen Wa1enaattungen dagkgen find die nachstehenden

(Wixhwaren, Schießpulver, Zucker, Spielzeug, (ine ok

Holzbronz-x, lackiertes und gefärbies Leder, HandscbrftblederxHKZdeaurxx“ _ Die Gesamteinfubrmenge ist von 46076 (12 (Wert 913 000,4“ ixn Jahre 1900 auf 102 234 (12 (Wert 1553 000 .“) im Jahre 1905 die GesamtguOfuhrmenge im gleichen Zeitraume Von 13 988 (Zé (Wert 1 556000 .“) 0111023293 (12 (Wert 2878000 .“) gestiegen In der Einfuhr tritt Kleie seit 1900 erstmalig im Jabre1904' nut 4817 (12 auf; die Menge bob fich 1905 auf 8241 (12. Die Einfuhr von Kartoffeln hat in den Jahren 1900 bis 1905 ungefahr Verdoppelt „(42 996 _ 89139 (12), und die von Rosinen ist in derselben Zeit Von 250 auf 2421 (12 angewachsen In der Ausfubnraqen 1905 folgende Warenaattungen den Menge,; nach hervor: Kgltsalpeter (650 (12), grobe Eisenwaren, nicht ab- geschliffen, ?efirmßt usw. (690 (12), deSgl. abgeschliffen, gefirnißt usw RYFYZYZÜ riscbxväxßrxoffeln (19st15tc12), sgemZnZsl, lnaturfarbiges Hohl;

2, 6 6,ungemu eresuw. () 06 82082 '

Holearen, Holzbronse (494 (12), ( ), fan:

Jnlande geschälter RM) (1920 (12), Zucker (4383 (12).

Statistik der Knappschaftsvereine im ba eri en St für das Jahr 1905. v W W“

Am 31. Dezember 1905 bestand6n in den 3 Berginsvektion bezirken München, Bayreuth und Zweibrücken 24 KnappschaftsveteiY (gegen" 27 im Vor1a5r), denen zusammen 10 745 (10 997) Mit lieder ang6borten. Auf 16 100 aktive Mitglieder trafen 11,24 (10,29 In. Valwe, 11,68 (11,15) thwen und 6,71 (6,08) Waisen. Die Dauer des J!.validentandes betrug durchschnittlich 9 (7), die des Witwen. standes 12 (10) Jahre; beim Eintriit in den ersteren hatten die Mit. glieder em durchschnittltcbes LebenSalter von 49 (51), beim Eintritt in den 16 teren ein solches von 47 (51) Jahren erreicht. Auf je 10 Verunskn tglieder „entfiel ein Zugang von 25,69 und ein Abgang Von 28,04. Von den tn Abgang gekommenen 28,04 % find 25,71 0/() aus. geschied6n, 1,58 % mdalid geworden und 0,75 % estorben.

, Am 1. Januar 1905 Waren 273 Kranke im (stand: verblieben; [):an traten. im Laufe des Jahres 7689, sodaß im Berichtxjabre inégesamt7962 kranke Personen verpftegt wurden. Von diesen schieden 7548 als genesen, 82 durch Tod und 87 anderweitig aus; demnach wxrblieb am„Schluß des Jahres 1905 ein Bestand von 245 Kranken. Auf ein Vertrag leistendes Mitglied entfielen im Durchschnitt 10,38 und auf einen Krankheitsfall 14,03 Krankheitstage.

Dxe (Gesam'tausxzaben der Krankenkassen aller Vereine (ein. sch116ß11ch der nicht rechnnngSmaßigen Außgaben) beliefen sich auf 497 208,24 016, darunter fur Aerz'e 80 461,28 .“, für Medikamente 7B7 76Yö80ffWj0§Zr06n§Zilöbne 150 8701010“, Xerpfksgun? 57 221,29 „“,

,egrne ;, .“un ür on 6 uSaenen [1611 Verwaltung 19 489,34 .“ g g M ß ck der

Bei den Pensionskassen betrug die Gesamisumme der Außga'oen 1335 801,96 :“; davon wurden gezahlt als Penfionen an Invalide 360 079,68 „“, an Witwen 157 257,78 «“ an Waisen 29 489,83 .“, gls Unterstußungen 4786,11 .“, als Abfindungen und sonstige Leistungen 23 895,07 ".“, als Verwaltungskosten 19 281,77 «46. .

Den rechnungSmaßrgen Außgaben der Pensionskasse in Hök6 Von 594 790,24 «16. und der Krankenkasse in Höhe von 404 638,83 „16, zu- sammen'999 429,07.“ sieben die rechnunzsmäßigen Einnahmen beider Kassen m Höhe Von 1308 641,82 .“ gegenüber, sodaß am Jahres- schluß ein Uebxrschvß Von 3“' 9212,75 .“ verblieb.

An Beitragen zur Penfionßkaffe bezw. Krankenkasse zahlten die Mitglreder 336 167,55 und 239 885,27 .“, die Werke 289 762,82 und 157 897,53 .“

Das Gesamtvermögen der Vereine, das am Jabresschluß !0387 55813 .“ betrug, hat 1161) gegen das Vorjahr um 306 551 .“ erme r .

Die staatliche Schlacbtviebversicberung im Königreich Sachsen 1905,

Mit (?enebmigun des Minijteriums des Innern wurden im Jahre 1905 an Vetfi erungsbeitragen 4.“ für ein männliches Rind, 10 «46. fur ein wexbliches Rird und 0,40 .“ für ein Schwein erbobxn. Auch im Berichksxahre ist für zu ent“chädig6nd6 weibliche Rinder

b6i männlichn Rindx-rn .

hoben worden, in denku eine Lebendbeschau kurch ken Tiercnzt oder 211611- Es betrug nach dem Vom LandeSkulturrate herausgexxebenen die Zaxl d(r versicherten männlichen Rinder . 103 924 angeäieldeten Entschädigung'k- T ere . 29 452 1906 sämtlich erledigt, und zwar: 23 609 in anderer Weise . 1250 männlichen Rindern ..... zusammen 1 980 686.96 «'“ SchW;in 35,30 .“ Zahl % dcr versich6rt6n _ _ 413 33,04 56: w6ib11ch6n Rindern . 5,971

der Zuschlag von je 5 „“ zum B6rs1ch6rungsbeitrag in den Fällen er- fleiscbbescbauer nichtsta1tgefunden hat. Dieser Zuschlag wird Von dem Betrage der zu gewabrenden Entschädigung in Abzug gebracht. Jabxesbericht über die Landwirtschaft im Königreich Sachsen ür das Jahr 1905 _ 29 664 . . . . weiblichen Rinder . Schweine . 642 009 ansvrüche_ . . . . . . . 28 987 zur iEntschadixzung angemeldeten . . . entschädigten 53.3 ) J ' ' ' 29 074. Die angcmchten Entsäoädigungsansprückpe waren bis zum 1. Mal durch Bewilligung . Ablehnung . 358 . . . . 20. Die gewährten (Entschädigungen für sämtliche im Jahre 1905 zur Entschädigung angemeldeten Tiere betragen bei ' 133 151,42 .“ 15264 antblickocn Rindern ...... 1404127,07 , 12175 Schweinen ........ 443 408,47 , Jm Duxchschnitt beträgt dcmnach dke Enkiscksädicxung für ein männ- ltch6s Rind 106,52 .“, für ein weibliches Rind 91,99 .“ und für ein Die Beanstgndung Wurde bei aklen Sch1achtticrgattungendurch Tuberkulose am haufigstm Veranlaßt, und zwar 0/0 der der beaden Fälle fälle Tiere 1,392 _ 6205 40,65 bei Schweinen . 5501 43,80 0,8568.

Nä-Hstdxm gab 561 männlichen Rindern das Vorbaé-idenfein von Firmen, bei SÖMWM das Auftreten des Rotlaufs am häufigsten Veranlassung zur Ent1chadigung.

Von den 29 074 zur Entschädi ung gekommenen Tieren wurken kei dex F1611ch1361chau in 8427 en (5987 weibliche Rinder, 232 tnann11ch6 Rtnder, 22.8 Schweine) das Fleisch und das Fett für 0011i9„ ungenießbar, in 648 Fällen (14 w;1bliche Rinder, 1 mannlichcs Rind und 633 Sckweine) nur das Fett irn außgeschmolzen6n Zustande für grnußfäbig, in

Faüm (899 weiblicke Rinder, 215 männliche Rinker 2744 Schweine) Fleisch und Fett im durcbküblten, 6-

1905 in 6256611ch6n :11161'gen angefübrt worden: Eck- und Winkelsisen (1459 854 (12), Eis6nbahnschienen (379 541 (12), Lappen- erxen, Rohscbiem'n, Ingots (3181695 (12), robe Platt6n und Bleche aus schmiedbarem Eisen (389834 (12), tober Eisendxabt (664 531 (12), Abraumsalze (824614 (12), Bau- und Nusbosz, qcsägf, Kantbölzer und andere Säge- und SÖniltwarc-n (11121111) (409 718 (12), Maschinen und Maschinen16ile (außetLokomotiven, Lokomoßilen, Dampf- k6sfeln usw.)(20x-101(12), Weiz-énmebl(304 396 (12), Zucker (5 772124 (12), Oelkuchen, Oxlkuchenmxbl (444913 (12). Koks (356 334 (12), Siein- kohlen (379290 (12), Aspbalt, Harz- und Olzieni6n1 (242 864 (12).

Der Speztaibandel des deutschen 30 9656165 mit (Gibraltar, Malta und Cvp6rn (k)en britischen Bcfißanaen am und im Mittel» landisch6n Meexe) ist gering; er be!(hränkt 1161) in der Einfuhr fast ? au6sch1teßlich aui Frübkartoffein, Klere und Rosinen, in der Ausfuhr

Kampf zu verwéckeln. _ Weder die Tabak: noch die Gruhn:

aber bescndcrs aus grobe und feine E(senwaren, baumwolleneStrumpf-

pökelten oder gekochten baziebungsweise auSgescbmokzenen Zustande ür axnußfabig und in 15 80.0 FäÜen (8103 weiblich6 Rinder, 782 männ- li_che chd6r und 6915 Schweine) Fleisch und Fett im rohen Zustande fur genußxabig, „jedoch nicht bankwücdig befunden. In 101 Fällen (59 weibltche Rinder, 15 männliche Rinder und 27 Schweine) waren nur einzelne größere Fleiscbteile (Viertel, Keulcn, größere Fleischposten) zu beanstanden und zu entschädigen.

Alkoholmißbrauch und Geisteskrankheit.

Nach dem kürzlich erschienenen 36. Jahresbericht des Landes- medrzixalkollegiums dks „Königreichs Sachsen kamAlkobolmißbrauch in den sachfi1chen Landesbeil- und Wflegeanstalten für Geisteékranke im Jahre 1904 561 15,5 0/0 der Männer und 1,78 0/9 der Frauen in

Bker in Fla chen (1096 (12), im '

Betracht. Bei den einzelnen Anstalten differier6n_die Angaben zw11ch6n 27,7 % (Sonnenstein) und 6,6 0/0 der Gejamtzabl (Vubxrtus- burg), was wohl zumeist auf eine versch1edxne _Scbaßung der als Schädlichkeit anzusehenden Alkoholmenge zuruckzufuhren sein dürfte. Besondere Verhältnisse walten bei dem der Pflegeanstalt Coldiß zugehenden Material ob, sodaß dort die Prgzentzahl der zu- geganßxnen Alkoholiker sich auf 41,2 0/0 bei den Mannern und auf 9% i den Frauen beläuft.

Zur Arbeiterbewegung.

Aus Anlaß der vorjäbri en Ausstände und Ausyperrungen in der Berliner Metallindustrie ba en die Leitungen von acht G6w6rk- schaften, näm11ch die des Metallarbeitervetbandes, des Holzarbeiten verbandes, res Zentralverbandes der Handels-, Transport- und Ver- kehrSarbeiter, ves Fabriko, Land- und Hilfsarbejterverbandes, der Zentralverbände der Schmiede, der ' Maschmisten und Heizer, der Maler und der Handinngßgebtlfen, einen Ver- trag zum Zwecke eines solidarisch6n Zusaznmen- arbeitens bei künftigen wirtschaftlichen Kamvf6n abgeschloffen. Die Bestimmungen des Vertrcxges besagen, der .Fr6is.

tg.“ zufolge, im wesentlichen, daß bei Lohnkampfen stets Vorher _erne erständigung zwischen den vertragschließenden (Gekrerkschaftxn uber die zu treffenden Mxßnabmen stattfinden muß. S011daritatsstreiks dürfen nur nach vorangegangener Verständigung unternommen w6_r)en. Wenn die Angehörigen eines Berufes in den Streik treten, durfen die Arbsiter anderer Berufe nicht ohne weiteres die 216526 nieder- Xegen. Die Leitung liegt in den Händen des MetaUar56116102rbandes. um Ausstand der Berliner Kohlenarbxiter berichtet die „Vo . Zl.“, daß nach Mitteilungen, dre g6_stern in einer Verfamnx- lung der 5Flusstän-«digen im Gewerkjcbaftsbauie gemacht wurden, 1316 Zahl der Streikenden 61n6 unahme insofern erfahren hat, als axel) die Kohlenarbeiter d6s otsdamer Hafens, 56 an der Zahl, die Arbeit niedergelegt haben mit der Einschkankung, nur noch die notwendkgst6n Arbeiten daselbst zu erledigen. Der Ver- band der Koblengroßbändler beschloß in einer gestern abge- haltenen Sißung, höhere Löhne als die" festgeseyt6n (4,40 (16. Taqelobn für Arbeiter, 29 ,“ Wochenlobn fur Kutscher) nicht zu be- willigen, da diese Löhne ausreichend seien und hinter den tn gnderen Branchen für ungelernte Arbeiter gezahlten keineöwegs zuruckvtanden, diese vielmehr unter Berückfichtigung d6c den Tagelobn noch exböbenden Akkordarbeiten überstiegen. Der Vetr't-sb wrrd auf den Koblenplatxen in kleknerem Umfange durcb Arbeitßrvilli €, und neuen Zuzug aufrcxht erhalten. In der Sitzung d7r Ar exigeber wqrde 111110616111, daß auch die Zahl derj6nigen groß 161, die gern arbeiten möchten, aber nicht dürfen, weil dte Vsrtrquens- männer des Transportarbeiteryerbandes fie hiervon" abhteiten. Drohungen schlimmster Art, Zer1chn6iden Von Pferdestrangkn,x_215- schrauben von Achsmuttern seien an der Tageßojdnung. Das Konrg- liche Polizeipräsidium sei für bestimznte naher bezeichnete PunktH, be- sonders vor Güterbabnböfen, um starkeren Schutz der Arbeitswiütgen 6r1ucht worden.

Auch in Königsberg 1. Pr. haben, nach elner Meldung des ,W. T. B.“, die Koblenarbeitcr gestern in einer Versammlung wegen Ablebnurg gefmderler Lohnerhöhungen den Ausstand beschlossen und beute die Arbeit niedeYelegt. ,

111766 die Ursache dks usstandes der Former und Gießerei- arbeiter im Gevelsberger Bezirk, der Hxößerxn Umfang anzu- nehmen droht, gibtdIrArbeiigeberVerein ur dteKreiseHagen und Schkvelm, wie wir der -.Köln. Ztg.“ entnehmen, folgende Darstellung: „Ein etwa drei Wochen zUVor bei der Ftrxna Gebr. Dötken eingestellter Former erhielt Mctte Juni _ein Gußs1u_ck von dem 40 Abgüsse HzrgesteUt werden soUten. Far ein Stuck wurde ihm Vom Meister der Preis von 80 „_5 zuexkannt. Nachdem der Former 32 Stück fertiggeit611t batte, Verlangte „er fur 1618 Stück 1,10 .“, worauf ibm Von der Fixma 1.“ zugebilligt wurde, da er in den ersten Tagen nur fünf Stuck ferttggesteüt hatte und ihm außerdem acht Stück mißlungen waren. Hiermit gab Yer Former sub nicht zufrieden, sondern er foxderte nunmehr 1,20 .“ fur das Stuck. Der Arbeiterausschuß stellte 1161) auf die Saite 1:63 F0rmexs 'mit _der Begründnnz, das; doch ein .Minimallohn" Von 5 .“ einmal sem musse, und schlug deshalb Vor, den Preis auf 1,10-14 festzuseßen und im Übrigen dem Manne 61ne weit6r6 Entschadiqung bar auszuzahlen. Dieses Anfinnen wurde abgelehnt und dcr_ Former, da er w6116re Arbeit demzeigerte, entlassen. Darauf uberreichte rer Arbetter- ausschß am 20. Juni die Kündigung von 33 Formern auf den

14. Juli. Von ein(m Tarif war durchaus keine Red6._ Dcr Former klagte beim Gewerbegerickzt und wurde dort abgewtejen, da durch facbverständige meer und Meister der Preis Von 1 .“" als dnrchaus bix1rkich6rd anerkannt wurd6._ Erst am 30. Juni uber- reichte d(r Aus:"chuß einen Lohntans, der ' eine „Erhöhung der 23126 bis zu 30 % enthielt. Hierzu exklarte' dte_ Firma, pa)“; (6 d0ch zwecklos sei, darüber zu Vorhandeln, Wenn dte Kund1gung 111171 zurückg6zoaen würde, da die Arbcitcr dann doch_nich1 mehr zum B?" triebe gehörten. Die Kündigung Wurde n1cht zuruckgezogcn, und som1t 1raten am 14. Juli die Arbeiter aus dem Bet'riebe aus. VEUYÖL der Firma, nunmehr brkeflicb mit einigen verstandigen Arbeitern in Ver- bindung zu tieren, blieben unbeantwortet und Wurden “ganzlrcb un- möglich gkmacht, als der Geschäftsführer des 31166101161r56116r66r0and6s die Firma an 61116 Kommisfion wi6s__ eine Eknmtschnng, 616 616 Firma zurückweasen mußte. Auf vriesiicbe's Anfuch6n ker Ausstandigen bot die irma am 22. 1). Pk. nochmals die Hand zu Vkrbandlungen. Diese 1 eiterten j6doch nach zweimaligmn Versncbe an der Forderung der Arbeiter, die Firma müsse, alle Arbeitswiüigen entlassen, und zwar auch diejenigen, die (U Fama jahrelang tr€ue Dienste geleistet haben. Daß die Firma ein derartiges Anfinnen rundweg czblebnte, bedarf ke1n6r B6g111ndung." _ Von der (wie bereits gestern tmtgete'lt) vom ArbeitgebeWerein für die Kreise Hagenund Schwelm anZedro'bten Aussp6rrung aUer in seiney Bezirk befct'aftigten, im Meta arbeitn- Verband und Hicsch-Dunckerfchxn Gewéxrkverein organistertenn Former und Gießereiarbeiter der Tempergießereten wurden, der „Koln. Ztg.“ zufolge, etwa 35 ziemlich umfangreickxe Betriebe betroffen w6rden.

Zum Ausstande der Walzwerks-, Ofen- und 511011111696- arbeiter auf dem dem Aachener Hütten -Aktienverein gehör'gen Hüttenwerke Rote Erde nahmen in drei zurn 27. 8. M. ern- berufenen Versammlrngen die h(teiligien ArbctteMrbande, der „Christlich - soziale Metallarb6it66661band', der Hirsch - Dunckersch6 .GewerkNrein deutscher Mafchknenbau- und Metaüarbeiter und dxr „Deutsch? M6taUatbeiteertband“, Stellung. Wie die .Rbein.-Wcstf. Ztg." b?!ich1€k,. „?aßten die Versammlungen Beschlüsse, in denen sie fich für 1011170111617 rnit den Foxderungen der Arbeiter des Hütte-werks Rote Erde erklarcn, die Asbéitek auf- fordern, an ihren Forderur'gcn festzuhalten, und fich verpflichten, die Arbeiter moralisch und finanzieÜ zu unterstußkn. _ Der Aachener Hütten-Aktienverein 116111 gegenüber dcn Behauptungen eines Von den gcnannten drei Arbext-rverbänxcn' 5763119360656an Flugblatts m Zuschriften an die .Köantg.“ und 616 „111061n.-Wes1f.Ztg." fest, daß der Taqcöverdie-st der Wajzwerks- ux-d Ofenaibeiter in den Monatxn Ma1, Juni und Juli 1760 Jahres 1906 um 15 0/0 höher, als tm Duxchschnitt des Jabrcs 1900 und um 19,1% Höher als im Jahre 1901 war. Bei den Adjustag-arbeitkrn ergaben veranmte Fabrikatiyns- velbäätnisse (vermindsrte Hxxst [lung Von Eisen'babnmaterialcae,;enubxér Formeisen) etwas gerin ere Erhöhungen, namlich, 4 bezw. 13% Die Wige Art der LohnvereanunJ besteht seit (zudenkltchen 3611611, und keine “Uf Abänderung derselben 51616-(dcn Antrage find („n'dte Verwaltung 96kichl(t, also auch nicht abgelehnt worden,. (636131 x(: Forderung ker Arbeiter dahin, 161615611 Löhn: wie in dcr .P061Zkon1unktur Vor 6 Jahren 3" erhalten, so ist diese Forderung nichtnur erfuslt, sondern so ar um 15 bezw 49/0 überschritten Wenn aber gxsagiwerken sollte, daß 11 auxeren Werken Rheknlands 111.1) Wcstfalens böbere Löhne gezahlt wurden 4115 in Rote Erde, so 11.111 die Verwaltuna fest, daß nach den 71915 in allercht-r Zeit eingezogexcn gknauzn Eckundigungen die von 11)! gewährten Löhne d6n böch='ten in Rheinland und_W6stfa16n ge- öixb'lten Löhnen glci-bwertigcr Arbeitkr mindestens gleichjtshen, dagegen NÜMWM anderer Gegenden erheblich üb6rs161grn.

Zur TarifbewegunÉ im graphischen (Herverbe b€r1chket d16 . €1V3-Ztß.', daß die eipziger Notendrucker in einer am 28. d. M. a gehaltenen Versammlung die Tariffommisfion beauf- tragten, bei der Revision des noch bis Ende 1906 geltenden Tarif- vertrags verschiedene Verbefferungen zu beantragen, insbesondere Erhöhung des jeßt 21 bis 24 .“ betragenden wöchentlichen Mindeststaffellobnes um 1 .“, Vergütung der Ueberstunden- arbeit mit einem Zuschlag von 25 bis 50 0/9, 60116 Bezahlung der geseß11chen Feiertage, Abänderung der Lehrlingsskala, Regelung und Herabsevung der Kündigungsfristen, Beseitigung der Akkordarbeit usw. Weiter beschloß die Versammlung, die Von einer größexen Leipziger Firma noch auSgesperrten Notendrucker mit erhöhten Säßen zu unterstüßen und für deren Wiedereinsteüung nachdrücklich einzutreten.

Bebufs Beendigung des Ausstandest tn den Betrieben der Süd-

deutschen Jutekndustrie zu Mannheimealdbof fanden, der „Frankf. Ztg.“ zufolgt, vorgestern unter Mitwirkun des Vorfißenden des Mannheimer (Helverbegeticbts zwischen dem Ar eitergusscbu und der Direktion Verhandlungen statt, die indessen nicht zu eme; Einigung führten. Die Direktion lehnte jede Lohnerhöhung mit Rucksicht auf die Geschäftslage ab. ' Der Maurerstreik in Oldenburg. der über drei Monate dauerte, ist, nach einer Mitteilung der .Freis. Ztg.“, v,on,_den Gesellen als aussichtslos beendet worden. Ueber fünfzig italient1che Maurer waren Von den Arbeitgebern ins Land gezogen worden, mit denen die notwendigste Arbeit auSgefübrt werden konnte. _

In Wien kam es g(stern abend, wie die dortigen Blatter melden, zwischen aus Ungarn ankommenden neuaufgenommenen Arbeitern und Streikenden der Fabrik Endlinger zu einem blutigen Zusammenstoß. Die Ankommenden wurden mit Steinwürfen empfangen, sodaß die Wach“. 61nfchr6116n mußte. 27 Personen Wurden Verleßt, darunter eine schwer.

Aus Budapest berichtet „W. T. B.", das; im Stilvölgver Koblenwerk mehr als 2000 Arbeiter in den Ausstand getreten sind. Die Aussjändigen verhalten fich ruhig. '

Nach einer Meldung des genannten Bur6aus aus Vrlbao bakzen die in der Umgebung Von Bilbao ausständigen Arb6iter die Vorschlage der Arbeitgeber zurückgewiesen und den Beschluß gefaßt, den Ausstand fortzuseyen. _ Eine Mitteilung des „Ministers „dss Innern vom ßesjriqen Tage besagt dagegen, daß die Arbeit 'in der Umgegend von Bilbao unter dem Schuße der Truppen wredcx aufgenommen worden sei; doch sei LS 561 Santander auf v6r1cht6den6n Gruben zwischen Ausständigen und Gkndarmerie zu blutigen Zusamxnenstößen gekommen, bei d6n6n viele P6rsonen verwundet worden seien. Die Behördkn befürchteten ein Anwachsen der B6wegung.

Kunst und Wissenschaft.

Im Vorraum des Kupferstichkabinetts der Köningchen Musekn s1nd außer anderen neuen Erwerbunaen ( arbenbolzschnttten von Orlik usw.) mehrere Wirke aus dern Nachla Adolph Von Menzels auSgesteUt.

Der Schwäbische SchillerVerein batseinen xebnien Re(hen- schaftsbericht ausgk eben und ihm eiten iilustxierken Führer durch das SchillermuLZeum in Marbach 5613611191, der die Geschichte dieser Gründung und mit dern Gan durch die Außstellung zugleich ein Gesamtbild von Schwabens di teriscbem und lit6xarisch6m Leben seit der klassischen Zeit des Vorigen Jahrhunderts bietet. Aus ker Geschichte des Museums 161_ nach der ..AÜgxm. Ztg.“ _ das'Folgende beworgeboben: Dem 1835 gegründejen Marbacher SchillerNrctn brachte die große Bewegung der Schillerfeier des Jahres 1859 die Mittel zur Aus7übrung des längst gebegien Planes, das Gkburtshaus des Dichters d6n ZufäÜigkeiten des Priwajßefißes zu xntziehen und es zu einer seinem Andenken gewidmxten Statte zu weihen. In die bescheidenen Räumlichkeiten des kletnen Hauses stifteten die amilie yon Schillers ältestem Sohne Karl und die Tochter S illers, Emilie von Gleichen-Rußwurm, sow16 Ver- ehrer des Dichters zu dessen 100. Geburtstag eine Anzahl Er- innerungssiücké, Briefe, Handschriften und Bildnisse Schillers und sekner Angehörigen; auch wurde durch Stiftungen der .J. G. Cotta- scb6n Buchhandlung urd anderer der Grundstock 61n6r Schiller- Bibliotbek geschaffen. In der Folgezeit schlosskn stch_110ch'61n361n€ Stiftungen und gelegentliche Ankäufe, besonders für dre Btbliotbczk, an. Den ersten Zuwachs Von Bedeutung s(it 1859 aber erfuhr dre Sammlung, als im Jahre 1890 nach dem Tode der Witwe Von Scb'Uch Sohn Kaxl deffcn Schwiegertockyjer, Freifrau Mathilde Von SchiÜer in Stuttgart, und die Nichte der Verstorbenen, FWU, Anna Lanz in Mannheim, zwölf Familienbildnisse nach Marbach strfxeten. Der damalige Stadtsrbultbeiß yon Marbach, Traugott Haffner, 06:11 als s01ch6n auch die Obhut üb6r Schillers Geburtshaus, an- Vertraut War, 161316 66 fich zur Aufgabe, diesen 236118 von Btld6rn und Handschriften nach Möglichkeit zu vermehren. Eincn besonßeren Ansvorn dazu gab ibm die aus Anlaß 666 vierten Deutschen Next- vbilologéxntages in Stuttgart Vom Württembergischen Verein fur neuere Sprachen während der megstwocbe 1890 Ve1anstaltete „Aus- séellung Von Hanrschr1ften, Bildnisstn usw. schwäbischer Dichter, m ker Schiller mit einer Reibe von Ge96nstän16n aus Prwatbcfixz besonders reich Dextreten war. Dieser Au9s16Üung 111 ükcrhaupt die Anreßung zu einem Museum und Archiv der schwabifcben Dichter inss,6_amt zu yetdanken, das dauernd vsreinigen 101116, was hier nur yyxnber- gebend zu sehen war. Nach dem ihm überlassenen handjchrtstlichen Katalog suchje Haffner zunächst nur Bildnisse und Handschriften Schillers für Maibach zu gewinnen; an größere käufliche Erwerbungen konnte der von ihm geleitete Marbacher Verein freilrch nicht denken. Doch fand Haffner dann in dem Geheimen Kommerzienrat Dr. Kilian yon Steiner in Stuttgart einen fcctgebigen Förderer seiner B6- strebungen. An SchiÜets Tydestag 1891 machte dieser zuexst eine Stiftung Von Handscbtisten nach Marbach, der in den nächsten Jahren weitere äußerst wertvolle Zusendungen ,von ZÖMÖs riften und seltenrn Drucken folßten. Diese umfangreichen Bernie rungen führten zu dem Gedanken, fur, die in dcn nuntnrhr unzureichenden Räumlichkeiten des Sch1llerhauses an- gesammelt6n SÖäße, die dort deer f6uers1ch6r aufbe_wabrt noch (“nt- spr6chend aufgestellt werden konnten, ein [Jesonderes Gebaude zyt (rrixhten: ein G6danke, der dann freklicb über die Krafte des örtlichen SchtÜerVereins binaußgina. Doch fand sich Hilfe Der Landcsherr,Köntg Wilhelm 11. von Württembcrg, der bei wiederholten Besuchen in Marbach mit oroßer Freude von dem Anwachsen und der erhöhten Bedeutung der Samwlun en des Schiklerhauses Kenntnis genoxnmen haxte, ((klart6 es in einem andschrsxbcn an Haffner Vom 8. Mar 1895 .f_Ur eine Pflicht und Aufgabe des ganzen Landes, das den Ruhm g6nieyt, die Hetmat „Friedxich Schillers zu sein, das Werk, Welches seine Geburtkstadt be- gonnen hat, in einer der Bedeutung Schlüers entsprechendxn Weise weiterzuführen und zu voü6ndei1', und gab zx: diesctp Bebufe' die Anregung zur Umbildung d(s Marbacher SchiUetVUeins zn e1n6m Schwäbischen SchiÜerocrein, ,der außer der Beschaffung eines Museumsgebäudes und Fortführung de-r Sammlungen 01166 in den Kreis s67ner Bestrebungen ziehen sollte," was „dre Yerertung der Kenntnis der Schöpfungen und der Personlicbkeit Schtllerß, ,wie der Wirkungen, die er auf die g(istige, sittliche und patriottsch6 E::twkcklun einer WeiJe zu föxdern vérmag“. Die Anrezwn der sich als 6:1166 Mitglied des Schwabis 6n vereins ein16ichne1e und d(ffen Pxotekkorat ubecnabw, freuxigen Widerhall und opferwtürge Förderung weit

des Königs, Schüler- sand über

1901 konnje der Grundstein zu dcm neuen Museum gelegt (zosrden, und am 10 Nowember 1903 wurde,cs in AnMsenbett dcs württembergiscben Königspaares ein ewetbt. Anklingend an die F::rmen d(k Solifude, erhebt es si

so begrüßt der Dichter auch in der Vorbaüe d.-n Eintrct6nden mit 617166 von kein König gestifteten, von Donndoxf racb Dannekes unwer-

gängli-ckxem Vorbild geschaffenen Kokoffalbüste. _ Aus dem .R6ck;6n-

s chor 65:0 r at, in irand _ _ des deutschen VOM b g ch b "* ? krankungen (und 5 TOÖLZfaÜL) an der Pest gemeldet, darunter 3 (2)

schaftsbericbt“ erfährt man auch Näheres über die vom Schwäbéschen Schillerverein veranstaltete VollSausgabe Von Schillers (Ge- dichten und Dramen in einem großen Oktavband zum Preise von nur 1 .“, sowie von dem Grunde, weshalb unetnmrtet eine Stockung in der Abgabe d16s_6r AuGgabe eintrat. Zunächst waren hunderttausend Exemplare (6111096116111, reren bcd6u16nde Mehrkosten durch einen reichen Schillervexebrer gedeckt wurden. Da aber diese ungeheure Auflage lange Vor 1366 Fertigstellung , belegt war, so wurden noch weitere 10000 Exemplare gedruckt und die ganze Auflage in möglichst gleichmäßigen Zwisctenräum-m ab- gegeben. Doch konnten Tausende Von Besteüungen noch immer nicht befriedigt Werden. Den größeren Teil der Riesenauflage haben Stadtwerwaltungen für ihre AngesteÜten und Schulen, Volksbibliotbcken, Leseballen, Unteroffizicrsschulen, Krankenhäuser, VolksbildunJSNreine, Unterrichtskurfe für Arbeiter und Aehnlicbes bezogen. Auch einzelne große Fabriken haben für ihre Arbeiter Tausende Von Exemplaren abgenommen.

Tibetanische Medizin. Eine interessante medizinisckpe Frage kam vor kurzer „Zeit im rusfischen Reichsknedizinalrate zur V6r and- lung. Der Medizinalrat hatte nämlich, wke in der „WWU Abend- post“ mitgetxilt witd, eine Petition der Vuräten und Kalmückcn zu begu10chten, m der diese buddh1stisch6n Volksstämme bei der russ11ch6n Regierung um die staatliche Anerkennung der tibetanisch6n Medizin in den von ihnen bewohnten Teilen des russtscben R61ch6s sowie um die Eröffnung, won Schulen zur Ausbildung von Acrzten in der tibeta- nischen'Medlzm nachsuchten. Die Buddhisten üb6n gegenwärüg die tibetanische Medizin, die gleichsam Vom Urlebrer ihres Kultus aus- geht und die sie der msdernen Heilkunde Vorziehen, in Transbaikalien und in Irkutsk im geheimen aus. Ihrem Bestreken nun nach freier Verhreitung ihres Heilsystems in hen genannten Gebieten bringen die admmistrativen Ortsbebörden rventg Wohlwoüen entgc-g6n, 16119 Weil die tibetaniscbe Medizin noch heute 1161) auf derselben Entwicklungsstufe befindet wie vor zwölf Jahrhunderten, 16le aber, weil d16 tibetanischen Aerzte bei1brer unentgeltlichen thandlungan eblich weniger die Ausübung einer ärztlichen Praxis als eine buddhistische )(opaLanda unt6r einzelnen Gruppen und ganzen Völkerschaften im Aux ha 611. Die tibetanische Medizin nimmt ihren Ursprung aus der indischen Medizin, die um das Jahr 685 n.Chr. nacb Tibet (ingedrungen ist. Um diese Zeit find auch dre ersten medizinischen Schxiften in tibetaniscber Sprache erschténen. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts Wurde das wahrscheinlnh Jus dem 8. Jahrhundert stammende Handbuch der tibetanischen „chud-Scbi' ins M0ngolisch6 und später ins Russische übersetzt, um es dem angmeinen Versjändnis zugänglich zu machen. Heute, rach zwölf Jahrhunderten, s16bt die tibetanisches Medizin noch immer auf dem Standpunkte dieses Buches, das Von einer Wissenschaft, selbst im besch6116n6n Sinne des Wortes, weit entfernt ist, jedoch in mancherlei Beziehung nicbt w6n1g interesante und sinnre1ch6, W6nn auch pbantastisckye Scbikkerungen enthält. Ziemlich genaue Angaben bringt das tibetanische Hand- buch in der Embryologie. Ganz eigenartig find dag6gen die Ancxaben aus der Anatom1e, in der die Zablen eine große Rolle spielen. Die Zahl“ der (Gelenke b6trägt 270, der Knochen 360, der Newen 900, der PZuvtporen 11 MiÜionen usw. Das Herz wird „König der Organe, Stütze des L6bens' genannt, die großen Lungenlappen halten LS umschlungen, ,wie eine Mutter ihr Kind in den Armen hält“, der Mag6n_i!t gleich „einem K6ff61 zum Kochen der Speisen“ und bat die G:!ialt „eines Nettigs mit vier Falt6n", die Leber ist gleich „einem Bekg6 n11t spißen Gipfeln“ und die (GaUenblase ._61n6m Beutel, 0011 Gold, der der ster angehängt ist" mw. Für die Ursachen der Krankbcit be- trachtet die tibetanifcbe M6dizin das Unv:rmögen, „seine Leidenschaften zu zügeln sowie Unwiffenbeit im nllgetn61nen und Unkenntnis der medizinischen Wissenschaft im 5610n16r6n'. „Dem Mangel an wahrer Güte entspringen Störungen 1363 erkulati0nssystems, vor allem des Herzens und der Leber.“ Die Diagnose wird gestcÜt durch richtiges Ausfragen, Beficbtiqung der „Zunge und Betasten des Pulses. Die tibetanischen Aerzte kurieren nur mit pflanzlichen Stoffen, außerdem m_it Kompressen, „Bädern, Einreibungen, Maffage, Aderlaffen ujw. Als chirurqtjche Eingriffe _befißen sie Ver- schiedene Instrumente, die sie so rein halten mürsen „,wie ihre (Ge- danken und ihr Siegel“. Jn 0er Bebanklunzx des Krank6n wird das Hauptg6wicht auf die Lebensweise und die Dial gelegt. Enthaltsam- keit und Sauberkeit wird in der tibstcmischen Medizin allen Menscb6n, insbesondere Kranken angeraten. An die Aerzte stellt die tib6tanisch6 Medizin hohe Anforderungen. Sie müssen nicht nur in ihrem Fache Tüchtiges 16111611, ,Ksond6rn aucb g(istr61ch, aukricbtig und verständlich sein, für die Kranken wahres Mitgefühl b6sixzen, 0116 für gleich erachten uxd um fi6 11610th s(in wie um sich selbst. An das Honorar für 016 ("1651156176 B(handlung zu crinnexn, ist ihnen nur dann gestattct, W6nn six deffcn wirklich bedürftig find. Nur müssen sie fich merken, heißt 68 im .Schud-Scbi', das; die Patienten, wenn viel Zeit nach _der Wiederberftellung ihrer gestörten (Gesundheit verfloffen 111, gewöhnlich den_ Nuye'n, dan ibnen der Arzt gebracht 5611 _ zu perges16n pfieaen. Aerzt- licbe StandeSetbik ist 0110 in der tibetanischen Medizkn 11061)- 6ntw1ck611, die ärztliche Kunst 0561“ 6111 Gemisch Von rudimen1ar_6m Wiff6n und Aberglaub6n. Aus diesem Gryndybaf dcr ru'fijche *.).skedizinalrat in scinem Gutachten. über d16_ Ungangs ciwähnte Pktition fich kabin eäußert, daß es der rus111ch6n Regierung nicht gezieme, der tibetanisYen M6dizin staatliche Rechte zu 66616116n, 13161- mebr die Pfiicht obliege', 6in6 solche Organisation des Medizinal- W6sens in 13611 von Buddhisten 16vöik6616n Teilen 163 Reiches durch- zuführen, die ohne äuß6_r6n Druck zum Siege der wrssenfcbastlichen Medizin über die tibetanrjche fahren könne.

Land- und Forstwirtschaft.

Ernteaussichten in Rußland.

Der Kaiser11ch6 Konsul in Liban berichtet unterm 25. d. M.: Das seit 14 Tagen eing6tr6t6ne Regenwetter verhindert die Ein- bringung drs Sommerkorns. Es ist zu, befürchten, daß Gerst6 und Hafer, wovon Hafer in den Kreis-sn Erobm, Hasenpoth und Goldingen (in6n besonders guten Ertrag zu geben_verfprach, auf dem Felde ver- derben. Die Kattoff6l6rnte wird 916ichfalls verzögert und dürfte, auch Wenn es unter späteren günstigercn Wilferungsvubältniffen gelingt, diese Feldfruchtm1b6schädigt unter Dach zu bringkn, höchstens ein

' nuttleres Ergebnis li6f6rn.

Weizen konnte auf den meis16n Gütern noch Vor Beginn der Regenperwde geborgen (wcrden.

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln. Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten.

(Aus den .Veröffentlicbungen des Kaiserlichen Gesundbeitöamtö', Nr. 35 Vom 29. August 1906.)

Pest.

Aegvpéen. ch 11. bis 17. August wurden 9 neue Er-

in Alexandrien, 3 (2)111Saez, 2 in Port Said und 1(1)

Württem52rg und das Deutsckye Reich hinaus. Schon im Jahre 1

von dzr „Schillerhöbe“, und ] wie 566 Dichters Standbild auf den stolzen Bau bermedcrschaut, ;

in Tantal. Britisch-Osfindien. In Moulmein find vom 23. Juni bis 21. Juli 117 Personen an der Pest gestorben. Brétisch-Südafrika. Auch während ker driiten Juiixvockye x w(1r16n laut amt1ich6n Auörv6isen in East London wie in King ; Williams Town noch p6111nfi516rt6 Ratten und Mäuse g€iunden. Brasilien. In der Stadt Campos der Provinz Rio de Jmeiro 111 3310146 einer Mitteilung Vom 21. August die PM (1111- 6116166. 9 Queensland. Während dcr_ ersten Juliwoche starben in ? Brisbane und in Rockbampton 16 4 Personen an der Pest, doch