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nichxs e'mzuwenden, und wären bereit , Besprechungen oder Conferenzen unter demaeyt Mächten, welche die Schlußakte des Wiener Kongresses unterzeichnet
haben, wjknn Rußland solche als zweckmäßig erkennt, anzunehmen, um dieöjkxniwickelung und Anwendung des oben formulirten Programms zu er 1 em.
Als wir unsere Depesche vom 12. April an Sie, Herr Graf, richte- ten, waren wir von Betrübniß über die Wirkungen eines blutigen Kampfes durchdrungen, dessen Rückschlag sich auf dem österreichischen Gebiete fühlbar machte und der auf solche Weise eine Quelle von Drangsalen für die Unterthancn des Kaisers, unseres erhabenen Gebietcrs, wurde. .
Die Verlängerung derartiger Konflikte erfüllt uns mit [ebhastem Schmerze. Von Rücksichtcn der Humanität nicht weniger , als von den be- sondern Interessen Oesterreichs geleitet, ist es unser aufrichtiger Wunsch, daß es der Weisheit der russischen Regierung und den versöhnenden Bemühun- gen der Mächte, welche derselben ihre Mitwirkung anbieten, gelingen möge, einem beklagenswerthcn Blutvergießen Einhalt zu thun. Wir überlaffen uns der Hoffnung, daß die, großmüthigen Gefühle des Kaisers Alexander mächtig zur Erreichung dieses Crgebniffes mitwirken werden, welches, wenn es erreicht werden könnte, die Aufgabe der Kabinete in den Konferenzen um Vieles erleichtern würde.
Wir werden uns glücklich fühlen, wenn der Entschluß, welchen der russische Hof fassen wird, mit den großen Interessen im Einklangc steht, 1velcheseiner aufgeklärten Fürsorge zu empfehlen wir durch mächtige Ve- jveggründe uns veranlaßt gefunden haben,
Jndem eine so schwierige Frage, wie die uns heute beschäftigcnde, in die Bahn einer freundschaftlichcn Erörterung gelenkt wird, soll eine friedliche und zugleich der Gefühle, von welchen die Kabincte beseelt find, würdige Lösung derselben vorbereitet werden.
Sie werden gefälligst, Herr Graf, dem Herrn Fürsten Gortsclmkoff diese Depesche zu lesen geben, und ich ermächtige Sie selbst, ihm eine Abschrift derselben zu lassen.
Empfangen Sie 2c. 2c.
Schweiz. Bern, 11. Juli. Nach einer zweitägigen Debatte über die Eintretungsfrage, wclche mit 52 gegen 33 Stimmen bejaht wurde, hat der Nationalrath heute die artikclweise Bcrathung des Gesehcs iiber die Nicderlassungs-Vcrhältniffc begonnen. Von der Minderheit der Kommission, welche gcgen Eintreten war, ward in erster Linie die Kompetenz des Bundes zum Erlasse eines solchen Gcseßcs bestritten. Sie steht den Grmidsaß dcr Kautonal- Souve- rainetät durch das Geseß mehr denn je gefährdet. Die Majorität der Kommisfion gab zu, daß die Kompetenz des Bundes mit dem bloßen Buchstaben der Bundesverfassung in der Hand Und bei einer blos streng juristischen Interpretation theoretisch bestritten werden könne, praktisch habe dicser Streit aber feine Bechtung, nachdem die beiden Räthe in wiederholten Schlußnahmen ihre Gcneigthcit ausgesprochen haben, die inkerkantonalcn Verhältnisse auf dem Wege der Gcsehgebung ein- und für aklemal zu ordnen.
Frankreich. Paris , 12. Juli. Der »Monitcur« erklärt die Nachricht einiger Blätter, daß das Marine: Departement "eine Belohnung von 50,000 Frs. auf die Erfindung eines Mittels zur Konservirung von Eisen im Meerwasser ausgeseYt habe, für vollstän- dig unbegründet.
Der Unterrichts-Minifter Duruy hat Vorgestern cine Verfügung erlassen, wonach vom Jahre 1865 ab kein Licentiat in die Agrega- tion der Philosophie bei den Lyccen ausgenommen werden darf, 1110- fern, er nicht den Grad eines Baccalaureus erworben hat. Duruy hat auch einen Neuen Studienplan für die Lyceen ausgearbeitet, der, vom Unterrichtsrath günstig aufgenommen, nächstens 1M»M011116Uk« Veröffentlicht werden wird, Die Wiederherstellung der Philosophie- Klaffe hat bei dcr Geistlichkeit großeBcsorgniffe erregt, die »Jrancea bezeichnet dieselben aber als 91110le und macht bcmcrklich, daß im Unterrichtsrath ja mehrere ausgezeichnete Mitglieder der Geistlichkeit, namentlich der Erzbischof von Paris, fißcn.
An Baroche's Stelle ist durch Kaiserlichcs Dekret vom 0. d. M. Rouher zum Mitglicde des Kaiserlichen Unterrichtsrathes pro 1863 ernannt Worden, desgleichen Herr ThuiUicr , Abtheilungs = Präsident im Siaatézrath.
Fürst Latour d'Auvergne wird nächsten Dienstag oderMitt1voch aus Rom hier eintreffen, Um dann nach Vichy zu gehen.
Die Königin von Spanirn hat bereits gestern Nachmittag den Kaiser zur Einnahme von Mexiko beglückwünschen lassen.
Rußland und Polen. Polnische Blätter bringen den Wortlaut der von der Warschauer geheimen Regierung erlassenen provisorischen Gemeindeordnung, welche in einigen Ortschaften der ehemaligen Krakauer Wojewodschaft bereits durchgefiihrt wird. Wir entnehmen diesem Schriftstücke das besonders Charakteristische:
. 1. Abschnitt. . 1. Der Civilchef des Kreises ist mit der Organisa- tion be'auftra t. . 2. Die Dorfgemeinde ift selbstständig oder vermit- txlnd, ]e 1111 „dem die Anzahl der Insassen zur (Bemeindevertretung sich eignet. Die Repräsentanz hat mit Einschluß der 3 Gemeinde- bkamten (wie Z. 3) aus nicht weniger als 5 und nicht mehr als 9 Mit- gliedern zu bestehen. §. 3. Jede Dorfgemeinde hat 3 Bürger- bauern, welche Grundbefiyer sind, zu wählen und diese bilden mit dem Ge- meinderath die Gemeinde-Obrigkeik. Nur solche find wählbar, die wegen ihrer Anhänglichkeii an die nationale Sache volles Vertrauen verdiericn. L,- 4. Von den 3 Bürgerbauern-Veamten übernimmt einer die Oberleitung, On-andere die Kaffa-Angelegenheiten, der dritte die Kanzlei. §. 7. Der Ge- meindxschaL hat zu bestehen: 3. aus freiwilligen Gaben,“ 11. aus Steuern. Es 1,01 111111111 jedes Gemeinde-Mitglied wöchentlich wenigstens 36510schcn (pol- 1111ch) zu zahlen. Befreit ßnd Kinder unier15 Jahren und Bettler. Wollen übri-
ens auch die Kinder beisteuern, so 1st die (Habe nicht zu verschmähen. Fonsi diese Abgabe nieht entrichtet, 92611 nicht zur Gemeinde. Aus dieTserx: Fonds sind 311 bestreiten: die Kdsten ür den Bezug der Zeitungen Und Er- lasse der Nationalregierung, Kriegserforderniffe, Unterstüßung der Wittwen
*und Waisen der durch den Kampf Verunglückten, endlich andere unvorher ese - Erfordernisse. 11. Abschnitt. Z. 10. Mehrere Ortsgemeinden Vereiniget? 110?er
einxr größ'eren Gemeinde nach dem Kirchsprengcl. Y". 11. Die politische . bezirksobrtgkeit befindet fich stets dort, wo das römisch-kath. oder griechischY§111
Pfarramt [einxti Sitz hat. §. 12. Die Gemeinden wählen den Pfarrbezirks vorstatid. J. 13. An der Wahl bctheiligrn sich die Vorstände der Ortsquein- den, die Seelsorger und die Gutsbesißer, §. 14. Vorsteher der Pfarikbezirks-
gemeinde kann ein B0_uer oder Gutsbesißer sein. Anmerkung: die (Heist- lichen konnen als polimche Chefs keinerlei Functionen ausüben. Der Pfar.
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rer hat nur eine beraihende Stimme. Zum Bezirksrath «cl)örcn: 1“ der ?" Pfarrer, 2) der Bezirksvorstand, 3) der Bezirksschreiber, *4) der Bez/irks. 7
Schaßmeistcr, 5) der. ökonomische Verwalter des Bezirks. Dcr Wirkunqs-
kreis eines jeden Einzelnen wird in dieser Kundmachung genauer bezeichnet. '
Dann folgen die Bcstinmiunqen über die Kreis: und Wojewodscba 1611201- den, schließlich auch die Eidesformcl fiir alle Functionen. “ f )0
Wie der »Pos, Ztg.« aus Rußland, den 6. Juli, geschrieben *
wird, sollen die am 2. Juli (20. Jimi) von St. Petersburg nach
Polen abgegangencn Truppen nicht nach Warschau direkt gehen„ Z- sondcrn an den Grenzen von Littbaucn zur Verstärkung der in Z
16116" Gegenden streifcnden Truppcn' bleiben. Die Beitreibung der
von der russischen Regierung in den westlichen Provinzen ausge.
schriebenen außerordentlichcn Abgaben " 10 Prozent vom Cin- kommen - wclche dcn Gutsbesitzern aufgelegt worden, geschieht mit
aller Strenge da, wo eine Bethciligung am Qlufstandc als erwiesen fich'hcransgcftcllt, wogegen solche Gutsbcfihcr, die sich in keiner Weise gegen die Regierung bcthciligt haben, nicht nur jede Scho- ' nung ersahrcn und Stundung erhalten, sondern die Zablnng ibncn " auch theilweise oder ganz erlassen wird, wenn irgeud Unvermögen "
vorliegt.
Bei dem Gefecht, welches am 27. (15.)J1mi bei Mcndemddwa,
11nwcit Wilna stattgefunden, ist ein Geistlicher - mit den Waffen M der Hand - gefangen genommen worden und wird wahrschein-
lich ersckZoffcn werdcn,
Wiesbctont, ist am 24. im englischen Klubb zu MOZkau die Gesundheit des Generals Murawicff ausgebracht und ihm dies per ,
Telxgraph gemeldet worden. Dasselbe soll am 30. von einer fran- zofisthcn Ges6llschaft zii Petersburg geschehen sein.
Amertléa. New -York, 1. Juli. Die große Ncnigkcit ist, . daß Gcn-eral Hooker auf sein Verlangen des Oberbefehls enthoben ' worden ist. ZU seincmNachfdlgcr ist GencralMeade, bishchNn- ; iiiandcur des'5.Armec=Corps, ernannt worden. Meade ist einZög- ' [mg der V?L[ltaiksckUlW in Wcst-Point Und gehört zu keiner bcson- ?“ deren politischen Partei. Am 26. v. M. war das Hauptquartier ;
dcr Potomac- Armee bei der Stadt Frederick in Maryland und soll 16131116 Petersburg (nördlich vom Potomac) sein, so daß die Armer die nördlichen und wcstlichanugängc nach Washington deckt. J'nz-wischeii haben die Konföderirtcn sich aus der Siisqnchannah- Lime zuruckgczogen - auf der Südseite des Flusses, das am jensei-
tigen User liegende HarriSburg im Rücken, steht schon der Bundes- , General Couch -,' fie habcn York und Hanover geräumt und Gc- ,
ncral Lee , heißt es, fonzcntxire seine Armee zwischen SHippcnsburg
und Chgmbcrsburguan der Bahnlinie dcs Cumberland - Thales, als ; Ob er FMM Angriff von Seiten der Mcadcschcn Armee erwarte,“ so daß dlc Imchmcht Von einer in den ersten Tagen stattfindcn-
dcn Schlacht durchaus nicht überraschen wiirde. Lee scheint '
seine Di:?positionen so getroffen zu haben, daß seine Armee
in der Form eines Dreiecks aufgestellt ist, dessen Basis die erwähnte “-
Bahnliiiic und dessen Spiße Gettisbm'g di[det. Longstrcct und Hill haben sich mit ihren Corps der Hauptarmcc angeschlossen,“ ebenfals hatte General Stuart, welcher durch Bunchkiwaücric unter Gregg aus Westminster in Maryland nach Hanover zurückgeworfen und aus lcßterer Stadt durch General Kilpatrick vertrieben und daraus yersolgk worden war, sich nach Gettysburg hin zurückgezogen. Dek Reitergcncral Fiyhugh Lee, welcher sich der Hauptstadt Washington vom Norden her schon auf 14 Meilen genähert hatte, war am 23. von einer Abtheilung der Truppen des Brindesqenerals Dix gefan-
gen genommen worden, Dix, welchcr fich in White Honsc fcftgcscßt *
hat, sck)ickt von“ „dort Rcitrrschaarcn aus, deren eine unter Oberst *; Spear RckognoszirunJcn bis zu neun Meilen von Richmond untcr- Z nommen hat. - Die Aufregung, in wclche der Norden aus seiner
gleichgültigen Ruhe durch die feindliche Invasion so plöylich hinein- geschreckt worden, scheint näher mit Furcht als mit Erbittcrung vcr- wandt zu sein. - "In Philadelphia ruhen alle Geschäfte,“ General an0 hat die Burger aufgefordert, fich zu bewaffnen zur Ver- theidigung des eigenen Heerdes,“ ganz Pennsylvanicn ist in Vesturzung, Tausende von Flüchtlingen strömen nach Norden hi"- lasjen aber Hab und Gut nicht zurück. Harrisburgmag sich durch den Ruckzng der Rebellxn und durch den SchUY der Truppen des Genc- rgls Couch'wohl em wenig gefichcrt fühlen. Washingten und Bal- timore, heißt _es, find sogar in stiindlichcr Erwartung cines feind- lichen Arigriffs. Ncw-York fühlt sich nicht so unmittelbar HedrOht iind verhalt sich ziemlich gleichgültig, wenn auch einige QJournale uber den fast verthcidigungslosen Zustand'der Stadt klagen “und den
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Gouve'cneur Seymour. zur Garnisonirung der Forts und zur Deckung des Hafens durch Kriegsschiffe auffordern. Dagegen hat der Gou- verneur von New-Jcrscy fich noch zucht eines besseren besonnen und die einige Tage vorher zurückberufene Miliz seines Staates wieder nach Pennsylvanien zu Hülfe geschickt. Unterdessen machx General Rosenkranz in Tennessee Fortschritte. Am 24. rückte er gegen die Konföderirtcnlinie am Duck-Rivcr und bei Shelbyville vor; nach einigen Scharniüycln am 24. und 25. zogen fich die Rebellen zurück,“ am 26. schlug Rosenkranz schon sein Hauptquartier in Manchester auf,“ am 27. bc1chtc General Granger das von dem Oberbefehls- haber dcr feindlichen Armee, dem General Bragg, geräumtcShelby- ville. Vcrmuthlich zichciifich dicKonf-Zderirten bis 'in die feste Post- tion bei Chattanooga, 100 Meilen von ihrer urspriinglichen Stellung cntfcrnt, zuriick. Kentucky und Ohio aber waren vor einem feindlichenEin- marschunter chram und Marshall besorgt, die mit 15,000 Mann durch Cumberland Gap anriickcn sollten. In Cincinnati trafen die Bewohner Vcrthcidigungs=Maßregcln. - Vom südlichen Kriegsschau- plch lauten die Berichte widersprechcnd. Ein südstaatliches Blatt wußte bereits, das; am 2211611 General Grant, nachdem er in einer fcklgcschlagenen Bestürnmng Vicksburgs 10,000 Mann eingebüßt hatte, sich in vollem Riickzugc befand. Wogcgcn nordftaatlichc Bc- rjchtc, bis zum 26ftcn chend, den General Grant noch in seiner alten Stellung melden ,' am 25stcn sei den ganzen Tag gekämpft und ein feindliches Fort in die Luft gesprengt worden. Mit General Banks scheint es nicht sehr glänzend zu stehen, Nach mehreren'miß- lungencn Angriffen auf Port Hudson hat er einen lcßtcn mit aller Kraft auszuführenden Sturm zu unternehmen beschlossen, schlägt auch der fehl, so wird er die Belagerung wohl aufgeben, zumal der
Feind in seinem Rücken anfängt ihm gefährlich zu werden. Ueber- dics hat der Rcbcllengeneral Magrudcr das friiher von Banks [)e-
seßte Bayoe Tcche genommen und soll mit 17,000 Mann zum Entsatz Port Hudsons herbeiziehcn.
Das Kriegsministerium hat am 28stcn cinen Erlaß veröffcnf- licht, worin allen Freiwilligen im Alter von 18 bis zu 45 Jahreii, deren Dienstzeit abgelaufen ist oder in kurzem ablaufen wird, eine Prämie von 400 Dollars und ein Monatssold (13 Dollars) als Vorschuß angeboten wird, wenn fie wieder fiir drei Jahre oder für die Dauer des Krieges Dienste annehmen wollen.
Tclegrapbische Depeschen aus dem Wolff'scbcn Tclegraphen-Büreau.
Triest, Montag, 1Z.Juli, Abends. Dcr fällige Lloyddampfer ist mit der Ucbcrlandpost aus Alexandrien eingetroffen.
London, Montag, 13. Juli, Nachts. In der heutigen Sißung dcs Oberhauscs dcmcntirtc Graf Russell die von dem »Observcr“ gebrachte Nachricht, daß die Kanalflottc in der Ostsee kreuzen solle, In der bezfiglich Polens stattfindenden Debatte ver- dammte Grey jede Einmischung. Russekl erwiderte, das Vor- gehen der drei Mächte sei kein Kasus einer bewaffnetenIntervention, und eine diplomatische werde keinen Krieg herbeiführen. Russell be- lobte Oesterreich, deffen Regierung und Parlament und betonte den steigenden Einfluß desselben in Europa. Nachdem England gemein- sam 'mit Oesterreich und Frankreich dem rnsfischen Kabinet die 6 Punkte vorgelegt, könne es Nichts weiter thun und müffe jeden falls die Antwort abwarten. Murawicff's Auftreten in Litthauen verheiße leider keine cdclmüthigc Politik. Brougham sprach sein Bedauern aus, daß Russell vor Eingang der russischen Antwort jede. Intervention für undenkbar erkläre. Russell erwiderte, die Antwort des russischen Kaisers sei bereits festgestellt und werde mor- gen Petersburg verlassen. Graf Derby verdammte jede Ein- mischung, 'Die Bänke des Hauses waren leer.
Jm Unterhause wird nächsten Montag die Diskussion Über die xyolnische Frage stattfinden. Den Antrag, die amerikanische An- gelegenheit zu diskutiren, hat Roebuck zurückgezogen.
Paris, Montag, 13. Juli, Abends. Der 'Constitutionnel* bringt einen von Boniface unterzeichneten Artikel über die neuesten Depeschen der drei Mächte. Dcrselbe-_ besagt unter Anderem: Um ein gemeinsames Programm mit England und Oesterreich zu er- zielen, sei Frankreich unterhalb der Wünsche geblieben, welche ihm sein Wohlwollen fiir Polen einflößtc. Er glaubt, daß Verhand- lungen auf Grund der sechs Punkte die Basis für eine wirkliche Autonomie Polens bilden wiirden. Frankreich würde es aklcrdings mit Freuden begrüßt haben, wenn eine europäische Frage dem Ur- theii von ganz Europa unterworfen worden wäre, aber in Ermange- lung dessen habe man sich über die Combination geeinigt, welche die Prüfung der sechs Punkte dem Urtheil der acht Mächte, welche dis Wiener Verträge unterzeichnet haben, unterwerfe.
Dcr »Conftitutionnel- hält einen Waffenftiüst'and für wünschens- werth, nothwendig und möglich, es wäre absurd, es wäre sogar strafbar, den blutigen Kampf fortdauern zu lassen. Frankreich, England und Oesterreich hätten eine Lösung der polnischen Frage vorbereitet. Wenn drei Mächte dieses Ranges im Einverständniß seien , gebe ihr Wille immer den Aussthlag, sei es auf friedlichem, sei es auf anderem Wege. Wer es unternähme , diesen ebenso ernst- lich gemeinten , als gerechten Bemühungen ein Hinderniß in den Weg zu legen, würde eine große Verantwortlichkcit auf sich laden.
Warschau, Dienstag, 14, Juli, Vormittags, In Folge der Beurlaubung Wielopolski's ist Graf Berg in den Administra- tionsrath berufen worden, in welchem er während der- bevorstehenden- Abwesenhcit des Großfürsten den Vorfiß führen wird.
Von der polnischen Grenze, Montag, 13.Ju1i. Es ist in allen Kirchen Warschau's cin Protest gegen die Verhaftung des Erzbischofs Jelinski verlesen jvorden. Sein Stellvertreter Nze- waski hat aus eigenem Antriebe seine Functionen niedergelegt. Es_ ist Kirchentrauer für das Königreich verdrdnct und das Glockengeläute bat demzufolge bereits aufgehört. Nachts haben Verhaftungen von Gciftlichen stattgefunden.
Un-s'ktpk'sslüe. 13611111. 11611 13. .11111.
211 11311116: [10116611 1 11111". 29 8111". 5 1'1'., 311611 111111“. 27 8 1'. €., 111111 1 11111. 25 8151, 113161 111111. 10 8Z1'., 311611111112 Zr. 3 [W. 111111 1 11116. 3 8,251. 9 1)1'.
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117612611 1060 60-73 “11111". 113611 011311631, (6111 1176155 110111. 72 “11111. 311 1131111 1162., 117615511, 110111. 70 11111. 311 1531111 1162., 0111111. 1111111; 110111. 66"; “11111. (10.
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