1863 / 186 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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--„ 8, August. Der Prinz und, die Prixzessin VOY

W&W täafcii' vorgeßern Abend ' Ed4 ; KUK» HENRY?! _- gcfikm" tr ' - s te mti cn Wette da -' löß Ho rood 1111' "le * "y“ de ' g [ck? Gestern Abend fuhren six

schßységg-xisgenxn Pktikiédcr Umgebung. “VM Edinburgh nach Perth.

Frankreich. Paris, 7. August. Der »Monitcuru publi- zirt das Gcscß, welchxs das Budget von 1859 deffnitiv abge-

schlossen hat. _ ,

Aus _ddo, 27. Mar, hat der »Momteuru bessere Nachrichten :erhalt'én). er Taifun hat zwar, wie vorauszusehen war, das An- crbicten der Rkpräsentan'ten Frankreichs und Englands, ihn gegen die rcöcllischcn Daimios zu unterstiißcn, abgelehnt, zugleich aber auch seinen lebhaften Dank für die freundschaftlichc Gesinnung der beiden Mächte kundgethan und erklärt, eine dem Handelsverkelst mit den Ausländern günstige Politik verfolgen zu wollen. Sollten einige Daimios dagegen feindlich auftreten, so würde er dieselben bekämpfen und vielleicht auch im Nothfallc dic Hülfe dcr Mächte anrufen. Zn Bctreffdcs Attentats vom 14.Septcmber und der Ermordung der beiden englischen Schildwachcn hat der Taifun anerkannt, daß die geforderte Entschädigung geleistet werden müsse,“ abschläglich ist bereits der größte „Theil der Summe gezahlt ivordcn,“ die vollständige Regelung dieser Sache war vorbehalten, bis der Taifun (nach circa 50 Tagen) wieder in Yeddo eingetroffen sein wiirdr. «Fahrscheinlich wird es Ulm nicht zum Kriege kommen.

Wie die »Jrancc- meldet, wird der Kaiser fich morgen nach dem Gestüte, von Le Pin. begeben und dort einen Tag verweilen. Heute iiber 8 Tage will, wie versichert wird, der Kaiser die Armee von Paris und die Nationalgarde Revue pasfircn (affen.

Der König Georg ]. wird, laut »Francea, im nächsten Monat Kopenhagen verlassen, sich zwei Tage in Brüssel, sechs Tage in Eng- land und sechs in Frankreich grifhalten.

-, 8. August. Der »Monitcura Veröffentlicht heute danori- laut der Depesche, welche Fürst Gorischafoff unterm 18./30. Juli an den russischen Botschafter in Paris, Baron Budbcrg, gerich- tet und lehtercr Herrn Drouyn dc Lhuys am 4tcn d. M. vorge- lesen hat.

Dem »Mémorial Diplomatiquc- zufolge, haben der Kaiser und die Kaiserin dem Erzherzogc Maximilian bereits ihre Glück- wünsche wegen skincr Wahl zum Kaiser von Mexiko zugeben lassen.

Ein Kaisers. Dekret vom 6tcn d. erncntit dcn Erzbischof von Paris zum Mitgliedc des Ober-Aiifsichtsrathcs dcr Nationalgabcn- Kaffe für das Land- und Sech'cer,

*“ Der *Constitutionnela meldet, Graf Pcrfigny babe sick) ans Gericht gewandt, um die Urheber des ganz falschen Gcriichtcs iiber einen angeblichen Ehescheidungs-Prozcß, der zwischen ihm und seiner Frau schweben solle, verfolgen zu lassen.

Die Königin von Madagaskar hat ein Schreiben an den Kaiser gesandt, um ihm ihre Thronbesteigung anzuzeigen und ihren Wunsch für den Fortbestand frcundschaftlichcr Bczichungcii zu Frankreich aris- zudrücken.

Die heutige »Francca theilt mii, daß die Antwort der franzö- schcn Regierung nach Petersburg abgrsandt rvordcn sci. Dic Ant- worten der österreichischen und der englischen Regierung scicn eben- falls abgegangen, um gleichzeitig mit der französischen Note cin- zutreffen. “'

"Spanien. Aus Madrid, 7. August, wird tclcgraphirt: »Hof und Ministerium haben beschlossen, den Bewohnern von Manilla, welche durch das Erdbeben gelitten haben, Untersiüßung zn gewäh- ren. Ihre Majestätcn haben 130,000 Fr. gezeichnet. Dcr tunesische Gesandte wird hier erwartet.«

Italien. Turin , 7. August. Der Senat hat den mit. Belgien und Portugal abgeschlossenen Postal- Vertrag, so wie die der Gesellschaft Lafitte gewährte Konzession für die kalabrisch-ficiliani- schen Eisenbahnen genehmigt.

Ju Neapel ist es wegen des Tageldhns ZU Arbeitcr-Um'ubcn gekommen. Die Truppen schritten ein und zwei Arbeiter rvrirden getödtct.

*'NlißlÜnd undPolen. St. Petersburg, 6. August Die un telegraphisckxn Ariszugc bereits mitgetheiltc Dcpeschc (s. Nr. 184 d. Bl.), wclche JürstGortschakoff an den russischen Botschafter in Paris, Baron von Budberg, gerichtet hat, hat folgenden Wortlaut:

„St. Petersburg, 18./30. Juli 1863. Ich erhalie so eben Jhrc Mittheilung vom 13./25. Juli und sende dieselbe nach Finnland, wo fie dem Kaiser unterbreitet werden wird. Ich bin demnach nicht in der Lage, Ew. Excellrnz dcn Eindruck mitzutheilen, welchen fie auf unseren erhabenen Gebietcr heworgcbracixt haben wird. Aber ich will nicht zögern, Sie schon durch den gegrnwärtigxn Courier die Bemerkungen wissen zu [affen , welche ein schneUes Durckylcicn mir aufgedrungen. Diese Bemerkungen gehen nicht auf den Grund der Sache ein, da wir noch nicht die praktischen

Schlußfolgerungrn „kenneii, zu denen die französische Regierung gelangen , :vrrd , nachdem Pe 11ch mri den Kabinetten von London und Wien berathen ,

habenx WLW, Ich werde_ 5195 bei dem Urtheile verweilen, MUM ÖM ;Yoyéyrx dz Lizuys ixxßinzxjxntcrrcdung mit Ihnen übex die Vérschje. deanPimktéguserer Antwort aiigtgeben hat: 1) Der Herr Minister des Ausivarttgen Frankreichs erkennt an, daß wir im, Prinzip die sechs. AUikel nicht verwerfen, aber er ist anderer Meinung bczüglich der Vorbedingun an die wir deren Anwendung knüpfen. Er glaubt, daß ihre unverzügljch Anwendung die Pazifizirung des Königreichs beschleunigen würde, Währcnte) bei dem Zustande dcr Agitation, welcher jetzt dort herrscht, es unmöglich ist, den Moment vorherzusehcn, wo diese spontanen Reformen b,. willigt werden könntrn. Herr Drouyn dc Lhuys schxint däraas zu schließen, daß in Wirklichkeit unsere Antwort einc Abuiej'su" unter dem Anscheinc ciner Zustimmung im Prinzipc enthalteg Es scheint uns, Herr Baron, das; in dieser Beziehung die Thatsachen [qué genug sprechen. Die meisten der in den sechs Artikeln enthaltenen Ma . regeln sind von Sr. Majestät dem Kaiser oktroyirt worden. Anstatt das Königreich zu pazifizirrn, waren fie vielmehr der Airsgangspunkt dcs bcwqff. neten Aufstandes. Dic Agitaiorcn bedienten ficl) dicser Reformen und der durck) dicjclbcn grscbaffcnen aidministrativcn Autonomie, um das Land zur Auflehnung zu treiben. Ihc Zweck war vollkommen klar, (*in der Hoff. nimg, mitHülfc der fremden Einmischung zu einer vollkommcnin Unabßän. gigkeit zu gelangen , konntcn sie sich nicdt zufriedengeskclit erklären mit den freisinnigcn, rcpräscniatchn und fortschrittlicch Eiirricbtun. gen, .dcrcii Grundlagen die Regierung geschaffen hatte, Sie muß. ici) im Gcgcuihril den Erfolg dicser Rcformcn, wcliiic das Köniq. reich auf den Weg eines regelmäßigen Fortschrittes riefen, aks den Ruin ihrer Bestrebungen ansehen, und deshalb nmchtcn fie daraus den Ausgangspunkt cines Aufstandes. Jlirc (Liesinmmgcn haben sicli durchaus nicht geändert, seit die fremden Mächte fick) jene Ariikc[ angeeignet haben, Sie haben laut erklärt, daß fie fick) damit nicht zufrieden geben und die Waffcti nicbt cher niederlegen würden, bis fie dcn Endzwcck ihrcs Strebens, d. h. die Wirdcrhcrstrllung Polens in den Grenzen von 1772 erreicht haben würden. Wenn das Kaiserliche Kabinct nicht aus seinen politischen Tradi- tioiicn dic ).lnanfrichtigkcit (1:1 mmm-xich foi) und die krummen Werra cms- gcicksoffxn hätte, wäre es vielleicht seinerseits gefrbickt gewesen, die 6 “Punkte kategori1ch anzunehmen, um die Verantwortlichkcit für ihre Verwerfung in den Augen der Mäciiir, welche sie unicrstiich, auf die Insurgrnirn zurück- fallen zu, lasen. Aber eine so crmsté Angelegenheit wollten wii nicht als (Vlcgrnhcrt zu einem politischen Manöver brnchn. Wir hatten die Ka- bmcitc zu einem [oyaicn Jdecn-Austaiisck) ciiigcladén, wir glaubten sie eben so sehr von dem Wrmsch beseelt, zu cinsm Eiiwcrs'tändniffc zu gelangen in

einer Frage, welche die Menschlichkcit und die allgemeine Ruhe interrssirie.

Wir haben ihnen also mit vollem Freimuth eine nach unserem Erachtcn offenkundige Wahrheit dargethan, nämlich, daß die vorqcscblaqencn sccbs Yrtikcl, welche im Prinzipc nicht von den Abfixhtcn Sr. M*ajcstät'abweichcii, „eme praktische Anwendung erst nach Herstellung der materiellen Ordnunq im Königreiche erlangen können. 2) Herr Drouyn de Lhuys glaubte eiiie Anklage gegen die französische Regierung in unserer Behmipturiq zu schen, die im LluZlandc organifirtc pcrnmncnte Verschwörung“ sci die Hauptursache dcs jcgigen Aufstandes. Eine solche leiicht konnte uns nicht in den Sinn kommen. Wir sind iibérzeugt, daß die [ranziisiche Regierung jenes Trciöcn mit Bedauern qcseben und jick) über ihren rcvoluiionaircn Charakter nicht gctäuscht hat.“ Aber es ist

; nichtödrstowcnigcr wahr, daß diese Umtriebe tro!) seiner cxistircn, daß Paris

einer der hrrrwrstchcndcn „Heerde derselben ist, däs; sie die nwmlischc Agita- Yon dcs Körrigrciches nähren und ihr materielle Hülfsqncllcn liefern. Diese“ Eliaiiachrn jmd von einer so greifbaren Evidenz, daß es vergeblich ist, sie in Abrcd'chu stellen. Wir mnßtrn sic konstatircn, um die Aufmerksamkeit der [ranzdmchrn Regierung und der ihrer diplonmtisckwn Haltung ange- 1Dl011'c11911'Kab111ckkc auf diese wesentliche Seite der Frage zu lenken. Es ist eine frontidschaftlsckc Berufung, wclche wir ab ihre Mit- liuler grrichtct haben in einem Interesse, welches uns aus doppel- tc_n ._Griindcn cin gcmeinsmncs zu sein schien, einmal weil die schncile anrqicatin ch Königreichs Polen , der Gegenstand eines allgemeinen Wunjchcö, direkt von der Dauerbarkeit seiner Ursachen "abhängt, uiid danrr weil die rcvoluiionaire koZmopolitischc T'cndexrz, wclcbo dic v'ol- mschjc Agitation durch die Ihriltmhmc dcr anarchischen Elemente aller Län- drrßrmmrr mehr annahm, ihr in unseren Augen den Charakter einer euro- paischen Gefahr gab. Der Herr Minister des Austriärticrcn hat unsrrc Auf- [affung der polnischen Bewegung bestritten. Er will darin niclit dic That- 1achr einer turbulenten Minoritäi und der Umtriebe dcr Emigration außer- hal'b srhrn, cr konstatirt cinrrsciis, das; im Königreich dic Bc'wegunq allge- mein stin muß, um allen Kräften der russischen Regierung zu widdrsdsdsük und daß .es andernthcils, auch außerhalb, nicht bloß Jntrigucn einiger Cini- grirtcn _gicbt, 1ondcrn Sympaihiccn, welche durch die öffentliche Meinung, die Yermrmnkungcn _mid bcinadc alle Regierungen laut auchsprocßen wor- den smd.- Dic polnichc Bewegung [)at unscrcr Anficht nach zwei verschic- denr Scrion," im Innern bestreiten wir nicht, daß es Keime des Mißvcrgniigcns giebt, die in einem Lande, welches fick) erinnert, miabhangig gewcicn zu sein, in der Natur der Dinge liegen. Es wird immer leicht sein, die Grmiither aufzuregen, wenn "man die Erinnerung an diesc Traditionen auffrischt. Rußland befiyt dicse Lander ka-uni seit einem halben Jahrhundert. Während dieser Periode haben dre auswarttgrn Ereignisse fortwährend die Arbeit der Anähnlichunq gestört- welire nothwendig ist, um die historischen Divergenzen unter der "Wirkung cmcr starken Einheit auszulöschen. Es giebt vielleicht keinen Staat in Europa- welchem es" unter solchen Bedingungen und in einem so kurzen Zeitraum gilungen'wcrre , die politische Einheit zu gründen. Wir unternehmen nicbt, dre vcrscbicdcnen Versuche, die gemacht worden find, zu untersuchen. Sie haben nothwendig die Agitationcn eincr tief gestörten Epoche qetheilt. Um, auf eitrem praktischen Terrain zn bleiben, wollen wir konstatir'rn, daß Seine Majestat der Kaiser unternommen hatte , die schmerzlichen Spuren der Ver- gangcnheit durch liberale Reformen auszulöschen, die bestimmt waren, die Lehren der Erfahrung mit den Bestimmungen der Verträge Und den Jor- dcrrrngcn der Zeit auszusöhnen. Sc. Majestät hatte dazu die Initiative“ er- grcfxcn. Dic Maßregeln, welche er getroffen hat, die, welche seine Voraus-

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* i t akte entfernten fick) wenig von deri Bahnen Welche die drei YIchTTrYireeiixßfoZUn,haben, als_,solche, die «die Pacification cs Königsreich's chTrn4köiintem Warum find diese Vesmühuiigen fruchtlos geblieben und sahen den Auffkémd Hes Ländeä nuk_ bcjchleumgt? . ' , ' . h Hier zeigt sich der auswärtige Einfluß. Zuerst devrxxmge'der Emigration, seit 30 Jaßren offen gegen diekRuheMdes Konszreichs unter dern der Protektion, welche fie“in einigen étaatrn gesimdcn hat, komp,- rirt' dann die politischen EinflÜUY wclcycn 1rch die H„ysftnungcn drr Revo- lutidn in Polen imme; angesch'lonen haben. Suo thatig imd qusdauernd die Umtriebe dec Emigration sem mochten, fie wurdcir weing Wirkung iwf die innere Lage des Königreichs„gchabk habxn- wrmx irc 1I1chk in den politi- schen Einflüssen unbeschränkicMittcl der Action Ikichopst hatten.. chdes Land “bedarf der materiellen Ordnung. .Die Mqffe der Bcrwlkcrung ist im lelgr- meinen dieser unerläßlichen Bedingung ]edxr 'thlsayrt ,zugcthan. DW Kaiserl. Regierung konnte und kaim noch aux dxeicZ 'WLYMM Clement Jah" len welches in Polen eben so wie anders'wd existirt. „zn dem Maßr, als ße, die ,durch die Initiative drs „Kaisers vorderertetcn Jéisirtrrtioncii angewendet, verbessert und vcrvoüjmndrgt, die iziatcricllcn Jntrrcncn imd dre xnéralische Erziehung des Lande)? entwickelt harley, konnte 1x; hoffcn,_dic Leidenschaften fich beruhigen, dic anufrcizcndcn.Crtimcrmigcn ml)- verwi1chen und das Königreich daran 1in) gcwohnen zu ichen, pizrailcl mrt Rußlaird zus einem Wege des Fortschritts zu „gehen, welcher 19mm Wohl? gewiß qünsiiqcr geniesen wäre, als der natwnchc Ha]; unddic blutigen Konflikte, in woche “beide Länder grstoßcn worden sind., Dias ist gerade das Resultat, welcbeskdie Emigration fürchtete, wclche dcirm ihrcßganzc polit-ijchr Bedeu- tung/ und alle ihre Hoffnr111gc_n verlorcn hatte. _ _Drsyalb hat sie "sich ange- strengt, um jeden Preis dicje *Antwort der Bcjricdigung zrwzcrstorcn, rmd um dahin ziixgclangcn, hat sie in den Augrn dcr Poch die Hoffnung cincr Restauration ihrer Unabhängigkeit durch eiiie ircmde Quicwcntwn leuchten lasen. Dies ist die wahre Ursache, LVL[chL"D!L Bririrgirirg [,ervorgrrufcn und unterhalten hai. Ohne diese Hoffnring hqite dic _Cmrgraiwn c.1iirg.e,)„l1rord- nunq herbeiführen können, aber mißt cmieoJmurrcction, die "skled!1ch)211 Einwohner hätten dicse Versuche zurrrrkgrwrricn, drr, _Masjcn Twaren ii)iir11 feindlich geblieben, wie Allem, was ire'm [„[24eU434Ö9441914WU„LPWK stori, und in der That bot bis cht die Agitthn iin Jonrgrrrche drcsev Bild dar.. 'Wenn irgend etwas den Charakter dicser Agitatioircn den Klasen verheim- lichen karin, welchc ihrer Natur und idrcrr JutereUen nach dcnjelbrii frrrnd bleiben müssen, und wenn irgendetwas (i_criragrn kxc11111,.1[)kc moraiqcbe Ou- siimnmnq dafür zu gewinnen, so ist es einzig die 8Yoripicgelung drr Sympa- ihiecn, die Aufreizungen aller Art, welche von rrußcn hrrvorgcrufcii werden, und endlich die Borspicgelung eincr Intervention zu Gunsten der vollstan- ' s "1 ickeit 5 olens. . dlgenDYlelZYiZc? dchöcwegung haben dir? volikonmicir verstanden. Nith für mehr oder minder liberale odcr rcpraiciitatwc Einrichtungeri haben rie die Waffen ergriffen und das Land (?UchJWIcUi sie ()(:[Ze'n srcr ilUdffWUt erklärt, das; der anssckilicßliche Zweck die Wwdrrhcrßcliung Yoicnßs 111,1UU'LU Grenzen Von 1772 sei, und sie haben foriwahrend ihren Landsleuten eme ausländische Intervention als die sichere Kronkrmg 'dcs TQUÉLMLHLULUZ darge: stellt, zu welchem sie dieselben einladen. S|) [md )„liio._ri»11u1ige1'1 z'u enm Jnsurrcciion ausgrartet, und so hat man aus einer Liiicrite rinr Revo- lution unter dem doppelten Einflusscndcr voti'Sr. Ykagsiat okiroyirtm auto- nomen Einricbiuncrcn und der auswartigen Crmuiyigmigrn giniachx.“ ,“ Herr Drduyii dc Llwys wird atierkciincn, da[; die Sprarlxe HFL wqti; ländischen Presse nicht geeignet war, d1c1e Crxrrutlckigirirgcn zu rierrnigrrn, iimt daß selbst die Aciion dcr Kabincitc zu Znirkpreiatwnen Anlaßgcgcbxn. )ci, welche dieselben unterhalten könnten. Jti fo Wichtigen undudxilitaten Jiagin entgehen die wirklichen Absichten der _chicrrrtigeii _drn- Maxim), fie werden oft entstellt von den Organen derRPreßc,“ dre ofjciitliclw I)i'eiiirrrig FWU so qeschobcn und die Kabinetts sech m!) ernsten YUÉUkOUUU-[lchkcltk'n-UU , Kim “fie dieselbe als Leitfaden nehmen, nachdezn sie 11ch vcrxrrcii ließe11.-[ an muß also nothwendig nicht nur ihre lesrchirn, so_udcrn auchJdir 5Yrjö ching, welche dieselben erhalten können, und den Einfluß, Welchen ini» leZlngng

" ' cinun drin cn. _ . ' _ WMIYJJMHYÖLZ wigr die,gunsercs Erachtens.ÜUJLLUCHLMUÖL Thcitiache konstaiirt, daß die durch Znirigucn dcr Emigraiiom rmicrhalicnc Hoffnung

' ' '“ * " i'" ' der i Finmj“ un des Auslandes dre Hiruptiiqachi drr Qoridzrucr. mid,“ Häresrdech-nungßdcsgAufstandeZ im KönixzrciiN 121, und wiil wir Yié'tiikmdc? Hlugenblick voraussexzen konnten, daß .dlcsL-THÜÜJCHL [Z' D.,: six,it aks französischen Regierung liege, haben wir drrsclbe1[)chrcr"„lufimZHure. '[r das vorziiglichste Hindernis; bczcichnri, welches der erirllrmg c Wonsckxs zu Gunsten einer baldigen Pacificirung Polens UllsgxsPWÖMM un entgeZßnYyrdi-Znnen nur die in unserer Antwork enthaltenen Bemerkungen bezüglich der Einstellung der Feindsrligkriicn aufrechtx crlMiiUéz Cbéi ?iiejlxt keine Feindseligkeiten in Polen,“ rs grcbt da nur eine Jxevoltr, io „*I-H,O &inx Kriegfi'ihrcnden, sondern einerseits beiligffncte Jicdriien g;".W amerrrt] _1. Vd'c**n Jeseßliche Regierung, Autoritäten imd eiiie WJTl'l'UCiiiigc „lrxnch 517€? X(rlcxer Bcdmgungcn ist keine andere TranZaciion MOJUch', alno_ ir tmi'dc) dié Ordnung Und die )„lnicrwerfung dcr Rcbclieir. Sie UYLÜLU. ?“?jUtkelr'der Waffen niederlegen oder die Regierung wuZ iich ]rdcr "„luiorkita eZ .der L:. Es ist uns unmöglich, die Frage der Wurde und der offentlichen r nu g anders u ver :* en. . , ' . . WHZ djeftLaterielle Anwendung betrifft, so k'dmicn wir [[Léltnlét'de; klären, weder zwischen wem cin Waffenstillstand Hatte irritrrhaiiii ner e können, noch durch wen deffen Ausstihrrrng garantrrt woricn [[JW-ch ckb or ([[ai einer vorherigen Korrfcrrnz, der DVU" ,a ) akr- Wächst? Yxéhtu,ns?!§n 1deZch wie Sie der_n'Minincr drs Llitvrrsrrrtixrciiliix Frankreich bemerkt haben, uns durck) das Prmzip-sclbst ciiigcgcbdens, IXUÉUT)? der diplomatischen Aciion der Kabinetic als Grimdlagc dient, ,ad 3%“sz der Verträge von 1815, Unser Vorsthlag entspricht der Nairir „ch? “771731 UNd den diplomatischen Präzrdrnzfäilrn. Daritiii dÜilsUichliUlUtU, “11: r., uns der vorgängigcn Znstinimimg dcr andcrrii TthTUUFZUUCU/ZL zu c schem, wir hatten uns mit ZZWMNicht(111I'cl11kc'111dcklzlxi-s1ZC11,E [ J und einem Ideenaustausch mit den Kabinetten von erriit'icich, , “(rig «mx „„U-„ Oesterreich zu antworten, Ju Erwidrrimg ;ritsVdi*1chL)sagi, Wilk)“. UW U ir

welche Schuß“

Wir hattrn '

B'edenken hervorzurufen schienen, haben wir ihnen eine Combimztwn anz;- deuie't, welche uns dem Sinn und deniWyrtlauix. de.! VerkkFS? „Ismaß schien, und die zu einer Unseren gemeirischafélrchen Wümchen en zxrccheudm friedlichen Lösung führen konnte. " -_ * .

Die Meinung, welche Heer Drouyn Ve Lhuys Ihnen zu dtxser Bezie- hung aussprach, bestätigte uns in der Ueberzeugung', daß die zwischen uns verhandelte Frage zu Schwierigkeiten führt, weil fie sch[echt_ gestellt wurde und weil sie von Anfang an die Würde der Kabinete engggtrtje.

Im Grunde bat die französische Re ierung, so wie dreien: e "Etiglazids- und Oesterreichs uns den Wunsch einer s nellen Pacificaiion de Komgreickzs- Polen ausgedrückt. Diesen Wunsch theilen wir in diesem Grade. Wir haben die fraiizösiichc Regierung zu einem freundlichen Ideenaustausch auf Grundlage der Verträge eingeladen. Sie hat uns als Mittel zum erscim- ten Zwecke verschiedene Combinativnen anempfohlen. Wir haben koiistatirt, daß die sechs Punkte, welche ihnen als Grundlage dienten, in derRrchtung dcr Absichten unseres erhabenen Gcbieters seien. Der Idee einer Konfereriz, welche nach unserer Meinung die Unzukömmlichkeit hatte, eine direkte Crn- mischxmg der fremden Mächte herbeizuführen, welchc unser Ansehen (pr63t1Z6) vcrtirindcrt und die übertricbcnen Ansprüche der Jusurgenten ermuthtgk häiie - substituiren wir den Vorschlag einer vorgängigen Konfereriz der drei direkt interessiricn Höfe, welche den Vortheil hatte, ihre unabhangige Action in Fragen der inneren Verwaltung zu erhalten, entsprechend dem Geiste und dem Buchstaben der Verträge. Dieser Vorschlag wurde uns durch einen Wunsch der Versöhnung eingegeben. . '

«Fir können nur das Urthcil bedauern, das der französische Miniser des AuZwärtigrn darüber fälli. Wir. waren ebenso schmerzlich überrascht von dem Eindruck“, den er Ihnen mitgetheilt hat, bezüglich des, Ge'sammttosnes unscrcr Antworten, Die Frage ist viel zu ernst, um eine ironische Adiicht zu vertragen, und noch weniger eine Provocation. Liber auch hier wieder zeigt sic!) dcr Einflnß dcs falschen Arisgangspunktes dieser ganzzm Verhand- lung und der Würdcfragen, welche sie leider auchstcllt hat in. Folge der Ocffmtlichkeit, die ihr gegeben wurde, und der Einmischung der Leidenschaften dcr Prcffc und der öffentlichen Meinung. "

Sie haben sehr richtig, Herr Baron , das Gefühl verletzter Wurde her- vorgehoben, welches sich in dem Auödrucke un1crcr Gedankennkundchen konnte, Angesichts der Schmähungen, mit denen man uns ub'erschuttet, konnte es kaum anders sein. Wir sind weit entfernt,. der französischen Rr- gicrung uns gegenüber eine verleßende Absicht" zirschreiben, zu wollen; Wir sind von der Aufrichtigkeit ihrer Bemühungen ubcrzcugt, die Arisschrertungcn dcr Preffc zuzugeben und den Außdruck des öffentlichen Gefuhls niederzu- halten, dcm fie bei fick) Rechnung tragen muß und dem fie auch bei den Andern Rechnung tragen wird. ' _

Sie wird also gewiß verstehen, daß es unéi unmdglich war, dre Starke desixNationalgcfi'rhls zu verkennen, welches sich in Rußland unter dem Em- flußzder letzten Ereignisse mit so vielem Nachdriirk kundZab. ,

Die Kaiserliche Regierung bestrebt fich, diejen Ausbnruch des durch in der Geschichte vielleicht beispiellose Angriffe tief vrrleßten offentlrchrn Geistes niederzahaltcn. Es ist Pfticht dcr Regicrrmgen, die-Tk'lusgabe „der Dipllom'crten, von der Lcitrmg der großen Angelegenheiten die leidetijchaftlichcn. Hmrcrßun- gen fernzuhalten, Welche fie verwickeln und den Frieden ernstlich bedrohen könnten. __-

Wir haben das Bewußtsein, nichts vernachlämigt zii haben, um zu

diesem Versöhnungswerf beizutragen und iii nichts, weder M (H„edanken'noch in der That, von dem uns bescclcnden Wumche ahgewrchen zu sein, zu einem Einverständniß zu gelangen,. welches dem aUgßrne,menJytcrc„ffe und ncimeiit-z lick) den Beziehungen critsrZreci)(Z, die“ uns 1Flt'1l) [ange mrt der Regierung “'r. Ma'edit dcs Kai'ers cr ;_Franzojen vereinigen. ' . » Adejr1 wir wollle auch ihrerseits auf dicselbenoDispofiitotien rechnrn und Sie werden Herrn Dronyn dc Lhuys nichi verheimlichen, wie _schwrertg unsere Aufgabe wäre, wenn man in Franerrch dre Noihwendigkeiien ver? kennen sollte, welche uns die nationalen fouhle auferlegxn, dure nicht nur das Resultat von Aufwallungcn und poprilarcn Syiripgthieenojmd, Tonderxn die sich an die theuersteu Traditionen, an dre [Zdenskrafttgsten IntereUe-“tyi drs Lauch knüpfen, welche das Vertrauen drs rujmchcn Volkes unter den «691.15 des Patriotismus scincs erhabenen Herrichers gcsiellt hat. _ _

Empfangen Sie u. s. w. Go'richa'kOfYU

Von der polnischen Grenze, “_7. August, .]Vlkd ier ZU:]. Ztg.« Folgendes mitgcihcilt: Dic polnische,dcnwkItischue Partei der- mcrkt es sehr Übel und führt es als Beweis der Schwache dcr Coax- toryÖkischcn Partei an, daß der Fürst „Wladisiaw Czartoryskr, m dcffen „Händen sich gegenwärtig die Gejammtleitungwcr .lemJckZén Sache befindet , zu seinen diplomatischen „Agenten ausixhliqekzlrch Mit- qlicdcr seiner weitverzweigten Familie „wahlt, dnhiie Rucki'rcht' darauf, dh sie durch Alter, Erfahrung oder geißrgc BefahinmJ LUFT! W[FÖLU Mission gewachscri find. Die diplomaiiichcnAgenteiines “*(iursien im» 1) in London sein Ohcim Graf Wladislaw ZaUleÖkl, drr fick) Fiir Arrfstaridc von 1530 und 1831 bctdriligic und nch) Ynterdrizckrmg :cr- selben nach Paris in die Verbannung ging, MZ,.“ viele Jahre [)iiriurch rer Freund und Rathgcbcr des verstorbenen ;)"urstcn'Adam Cz'artdr'rwki, des Vater?- des Fürsten Wladislaw, war, der ihn aiich in 1211111111 Testament zum Vormunde seiner Kinder und lla111e11tllchi§lloM Lern- tor des ältesten Prinzen, Wladislaw, bestimmt. hat, I, ni “VI:?! (friiher in Stockholm) sein Vrtt'rr'Jiirst Constantin CFLWWIW :ck sich biIhcr nie mit Politik [icicvastirzt hat, and :crrr iCéYÜLLIUÖQJL Person des C'niigraiiten Kabinka cm grwan'r-tcr [“:-"IMM ÖLJÜJÜ? ist,“ 3) in Bukarest und Konstarrtsinorwl sern Virnc_ "(»Virst. „UNI; Czartoryski, ein zwaazigjäbrigcr "Jungxlmg , dxrrrcdriiiiilidLerrr tx.le qcr Secretair beigegeben ist. “(rurstsMa-rccll »QZ-*UWW,OF_T,_[] *r! ?.LULFU des Fürsten Alexander, der in der PkV'x'ZUZPNW UUÖTUQ [*:QLULUTT Güter bcfiYt imd seinen Wohniiß ment *.." Wisi: da:. xiirri) ri oberste Leitung des Aufstandes batte _Fnrst Y:. Ozai*tLi-riéii0ari= schließlich in dir Hiiiidr srirrcr Verwiriidtrn JLJTIÖU. Fri» „(Zim