1646
e abten Bei der ianoupons durch Vorzeigung der Schuldvxrschreibmiq
2er sonft insßglaubthier Weise darihyt, nach Ablauf der Verjayrungsfufi der Betrag der angemeldeten und bis dahin nicht vorgekommenen Zins- Coupons egen Quittung ausgezahlt werden. „„ „ „ „
Mit Fieser Schuldverschretbung smd . ; hald1ahrige Zinsc'oupons bis zum Schlusse des ahres 1868 ausgegeben. Fur die weitere Zeit werden Zins- coupons auf ünfjährige Perioden gusgegeben. . ' .
Die Ausgabe einer neuen Ztnscouyon-Serte erfolgt be1 der Kre1s-„ Kommunal-Kasss zu Memel gcgen Ablieferung des der älteren Zins-Cou pons-Serie beigedruckten Talons. Beim Ve'rlusie des Talons erfolgt die Aushändigung der neuen Zins-Coupons=Ser1e „an den Inhaber der Schuld- verschreibung, sofern deren Vorzeigung rechtzeitig geschehen ist.
Zur Sicherheit der hierdurch eingegangenen Verpflichtung haftet der Kreis mit seinem Vermögen.
Dessen zu Urkunde haben wir diese Ausfertigung unter unserer Unter- schrift ertheili.
Memel, den ..... ten ..........
(Stempel.) Die ständische Kommisfio? für den Chauffcebau im Memelcr Krei c.
gez.
Provinz Preußen. Regierungsbezirk Königsberg. Z i n s - C o u p o 11 zur Kreis-Obligaiion dcs Mcmeler Kreises (11. Emission) L' „ .......... Nr. ..... über .......... Thaler zu fünf Prozent Zinsen über .......... Thaler ..... Silbergroschen.
Der Inhaber dieses Zinscoupons empfängt gegen dessen Rückgabe am ..... ien 18.. und späterhin die Zinsen der vorbenannten Kreis- Odligaiion für das Halbjahr vom ........... bis ............ mit (in Buchstaben) . Thaler ..... Silbergroschen bei der Kreis-Kom- munal-Kaffc zu Memel.
Memel, den . . „ten .......... 18..
(Stempel.) Die ständische KOMMEN für den Chausseebau im Memeler rene.
Dieser Zinscoupon ist ungültig, wenn dessen Geldbetrag nicht innerhalb vier Jahren nach der Fälligkeit vom Schluß des betreffenden Halbjahres erhoben wird.
Die Namens-Unterscbrifien der Mitglieder der Kommission können mit Lettern oder Facsimile-Stempeln gedruckt werden, doch muß jeder Zins- Coupon mit der eigenhändigen Namens- Unterschrift eines Kontrolbeamten versehen werden.
Provinz Preußen. Regierungsbezirk Königsberg. T- a [011
zur Kreis-Obligaiion des Memcler Kreises (ll. Emission).
Der Inhaber dieses Talons empfängt gegen dessen Rückgabe zu der Obligation des Memcler Kreises 11. Emission kitty. Nr. über .......... Thaler 3 fünf Prozent Zinsen die .....1e Serie Zins-Coupons für die Jahre 18.. bis 18.. bei der Kreis-Konimunal-Kaffe zu Memel.
Memel, den ..... ien ...... 18..
(Stempel.) Die ständische Kreis-Kommisfion für den Chauffeebau im Memeler Kreise.
Anmerkung. Die Namens-Unierschrifien der Mitglieder der Kom- mission können mit Lettern oder Facfimile -Stempeln gedruckt werden, doch muß jeder Talon mit der eigenhändigcn Nammsunierschrist cines Kontrol- beamten versehen werden. Der Talon ist zum Unterschiede auf der ganzen Blattbreite unter den beiden leyien Zins-Coupons mit davon abweichenden Lettern in nebenstehender Art abzudrucken.
11. Zins - Coupon. 12. Zins - Coupon.
Ministerium für Handel, Getverbe und öffentliche Arbeiten. '
. Dem bisherigen Deichinspekior Schuster ist die Wasserbau- meifterstclle zu Küstrin verliehen worden.
Das dem Königlichen Baurath a. D. Reimann in Herford unter dem 17. August 1861 crtheiltc Patent auf eine Walzenpreffe fiir breiartige Substanzen in der durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesenen Zusammenseßung, ohne Jemand in der Anwendung bekannter Theile dieser Maschine zu beschränken, ist aufgehoben.
Genrcmaler Albert Kornek zu Berlin ist das rädikt . fessor“ beigelegt Worden. _ P a Pro.
Finanz - Yiinisterium.
_, Bei der heute angefangenen Ziehung der 2. Klasse 128. Könil
Klaffen-Lotterie fiel 1 Gewinn von 4000 Thlr. auf No. 37 5ZJ1'
1 Gewinn von 600 Thlr. auf No. 16,950. 2Gewinne zu 200 Th„“
fielen auf No. 5038, und 34,525, und 7 Gewinne zu 100 Thlr'
auf No. 18,544. 24,937. 30,833. 56,376. 58,577. 63,904. 11.04 712“
Berlin, den 11. August 1863. , ' Königl. Gcneral-Lotterie-Dircction.
Angekommen: Präfident des Königlichen Ober-Tribunals, Uhden , aus Tepliß,
Se. Exceslenz der Gcneral-Lieutenant und Direktor der Kriegs, Akademie, von Schlichting, aus Sachsen.
Der Gencral-Poft-Dircktor Philipsborn von Harzburg.
„ Abgercist: Se. Excellenz dcr Wirkliche Geheime Rath und Prafidcnt dcs Haupt-Bank-Direktoriums, Von Lamprecht, nach der Schweiz. .
JTÉCZD'ÉÜUTÉZÄÉJÉ-Z.
Preußen. _Berlin, 11, August, Sc. Königlich Hoheit der Kronprinz tft am 10. d. M., AbendZ gegen 7 Uhr, in Gastein 111 Begleitung Sr. Majestät des Königs, welchcr Allerhöchst- semcm Sohne bis Hof-Gastein Nachmittags cntgcgcngefahren war, in bestem Wohlscin eingetroffen.
Danzig, 10. August. Gestern wohnte Se. Königl. Hoheit
der Prinz-Admiral dcm Gottesdienste auf der Fregatte »Niobea auf ,
der Rhede bei. „
- Sr; Majestät Dampf-Aviso »Gril'l'ea ist gestern angekom- men und 011 den anderen Kriegsschiffen auf der Rhede vor Anker gegangen. (Dunz. D.)
Sachsen,. Leipzig, 9. August. Sc. Majestät der König Otto 'von Griechenland traf gestern Abend von Eutin hier ein, und reiste heute früh weiter nach Miinehcn. (L. Z.) '
Württexnbcrg. Stuttgart, 10. August. Hier einge- IZWMM Nachrichten zufolge wird der Kaiser von Oesterreich den Konig auf der Durchreise nach Frankfurt besuchen.
Oesterreich. Wien, 10. August. Förmliche Zusagen, auf dem Franxsurter Fiirftcntagc erscheinen zu wollen, find gestern noch vdn den Herzogcn von Braunschweig und Sachsen -Koburg = Gotha eingegangen. -
. Salzburg, 10. August. Se. Königliche Hoheit dcr Kron- prinz von Preußen hat hier übernachtet und ist heute nach Gastein weiter gereist.
„ , Franerick). Paris, 9. August. Der »Moniteura be- statigt heute die Nachricht von der mexikanischen Kaiserwahl, indem er meldet, der Minister des Aitsivärtigen habe vom General-Konstlk Frankreichs in der Havannah folgende, gestern von Queenstown direkt telegraphirte Depesche erhalten:
_ „_ Havannah, 21. Juli. Durch den »Milana, der' dicie Nachtangekommen ist , vornehme ich, daß am 10. Juli Erzherzog Maxmnlmn von der in Mexiko vereinigtanotabeln- Versammlung als Kaiser. ausgerufen morden ist.
Dasselbe Blatt veröffentlicht ein Rundschreiben des Ministers des Innern an die Präfekten, das fich auf die Vertheilung der De- pa11e111ental= Fonds für Unterhaltung der Straßen, Gefängnisse xc. bezieht. Der Minister giebt deren Unzulänglichkeit zu und will die- selbe durch verschiedene, von ihm näher entwickelte Combinationen weniger fühlbar machen.
_) Der »Moniteurc- bringt heute das Kaiserliche_ Dekret vom Hteii d., welches die belgischen Schiffe, mit Ladung aus belgischsl1 Häfen oder mit Ballast aus jedem anderen Hafen kommend, i" französischen Häfen von jedem Tonnengclde befreit , vom 1. 2111131111 d. J. an, jedoch sollen fie, wenn fie mit Ladung Von englischen Häfen kommen, wie die französischen Schiffe, 1 Fr. pr. Tonne für jede Fahrt bezahlen. Desgleichen bringt der »Moniteura heute den
Se. Excellcnz dcr StaatZ-Miniftcr und erste ',
1647
Nach dem vTempsa bleibt Gxneral Bazaine nur mit 15,000 Mann in Mexiko zurück. Die iibrtgen Txtzppen kehren, mit Mar- schall Jokey heim.. Dgs zukmzfttge Expedtttdnscorps Wlkd aus drei Brigaden Infanterie, ciner Brigade KavaUerie und einer hinreichen- den Artillerie bestehen , um „nothtgcnfalls die Offenfive ergreifen zu können. Die ersten Corps können Anfangs Oktober nach Frankreich zurückgekehrt sein. ' .
Der Kaiser hat laut dem »Momtcurn gestern Mittag St. Cloud verlassen , ist um 5'5 Uhr _in Argeiitan angekommen und hat fich alsbald nach dem Gestüte 111 Le Pm begeben.
Der Kaiser hat, wie die »Jrancca meldet, eincn Pariser Jn- genicur, Herrn Daux, nach Tunis Jesandt, um dort topographische Untersuchungen anzufteilen, Welche m gewisse Abschnitte des Lebens Cäsar's Klarheit bringen sollen, Herr Daux soll kostbareEutdcckun- gen gemacht haben. . , ' . .
Erzherzog Maxnmlmn hat, wie die »Jranch :cldet, auf die telcgraphischcn Glückwünsche des Kaisers und der Kaiserin umgehend seinen Dank zuriicktclcgraphirt, Uebrigens, sagt dasselbe Blatt, sei die Kaiserwahl einftinnnig erfolgt.
Die Hiße ist dieses Jahr so anhaltend und so i11te1_1fiv, wie man es seit langer Zcit nicht mehr erlebt hat, Die große Royne, welche zur Feier des Napoleonstages am 15tcn odcr 14tc11 statt- finden sollte, wird wahrscheinlich der HiYc wegen unterbleiben oder sehr früh abgehalten werden, Im Lager von Chalons endigen alle Manöver Und sonstigen Exercitien schon um 10 Uhr Morgens.
Nußlemd Und Polen. Von der polnischen Grenze, 9. August, wird der »Osts. Ztg.« mitgethsilt: Jm Krcischoclawcf ift nenerdings dic Fremdenpolizei fast ganz den Baucrnrvachen über- «eben, welche dieselben mit Eifer und Erfolg üben. Sclbst an den Thorcn der Städte find Bauern aufgestellt, welche die cin- Und aus- passircndcn Fremden streng überwachen, und jeden, der sich'11icht legitimircn kann, anhalten und an das Militärkommando abliefci'n, wo er so lange in Haft gehalten wird, bis er rccognchirt ist. Diese außerordentliche Maßregcl hat es allein bewirkt, daß die Jnsurgcnten fich aus dem Kreise Wloclawck gänzlich zurückgezogen haben und Ruhe und Ordnung sick) wicdcr befestigen. -- Im Kloster Czcnftochau, dcm berühm- ten Wallfahrtsort 11111vcit dcr schlcfischc11Grc11zc, wurden in den [cytcn 14 Tagen von Militair-Kommandos wiederholt Revisionen abgehal- ten, in Folge deren sieben Mönche vcrlmstet und nach „Warschau auf die Citadellc abgeliefert wurden. Den Verhaftcten Wird vorge- worfen, daß fie durch aufreizende Predigten dic Bevölkerungjchcn die Russen zu fanatisircn gesucht und Waffcntra11s_portc fiir die ":)n- surgcnten Vermittelt haben. Wie man hört, bcabftchtigt d1c r11s11schc Regierung, die dem Kloster gehörigen reichen Schäße an Gold uiid Silber einstweilen in Beschlag zu nehmen , damit fie nicht fur die Zwecke des Aufstandes verwendet werden, und (in das Kloster einc militairische Bcsaßung zu legen. - Am 31. vdrtgcn „ Mo- nats wurde in Warschau im Schlosse des _Großfursicn- Statthalters ein Krie'ZSrath abgehalten , in welchem die Frg'ge dcs Waffenstillstandes, die Möglichkeit und die Art der Durchfgfhrung desselben die:;kutirt Wurde. Der Kriegsrath , an Welchem fick) sammt- lichc Militair- und Civil-Notabilitäten betheiligtcn, war an telegra- pl)ischcn Befehl von Petersburg berufen wordcn. S1ch_crcm Vernehmen nach wurde der Waffenstillstand , als die Ehre Rußlands vcrleßend, einstimmig abgelehnt und in diesem Sinne sofort na'ch PcterSdogxg zuriicktelegraphirt. - Von Warschau gchen wöchentlich rcgelmaßig zwei Transporte von Gefangenen per Eiwnbahn nach Rußland ab, um theils nach Sibirien, theils nach Orenburg geschafft zu werden; Am “lsten wurden 269 Gefangene dcportirt, von denen 245 zur Einreihung in das Militair, 12 nach Sibirien, die iibrigen zur VcrbannungAim Ju- nern Rußlands verurtheilt waren. Unter letzteren befaiiden 11ch auch mehrere Frauen. Sieben von den Deportirten waren 111 Fesseln ge- schmiedet. - Nachdem die Ernte größtcnthcils eingebracht ist, faiigen die Zuzüge in der Provinz Posen wie in Galizien wicder„an starker zu gehen. Allnächtlici) passircn größere oder klcincre Zuzugler-trupps in den Kreisen Wrcsche11 und Pleschcn die Grenze, um die 111 den Kreisen Konin UUd Kalisch in der Bildung begriffenen Jnsurgentcn- Abtheilungeu zn verstärken. Auch in Galizien sormiren fich aii der Krakauischcn und Volhynischcn Grenze neue Abtheilungcn, die m Kurzem die Grenze überschreiten werdcn. -- Die polnische Demd- kratie sprichi immer lauter die Ucberzeugung aus, daß die Czariorys- kische Partei vergeblich auf die Hülfe des Kaisers Napoleon hoffe imd durch ihre auf diese Hoffnung gegründeten Operationen Polen aber- mals rettungslos an Ritßland überliefcrn werde. Dieser Uebcrzeu- gung hat auch der »Nadwislanina Ausdruck gegeben. '
Aus Warschau, 7. August, meldet daffelbe Blatt: 'Die National-Regierung hat dieser Tage an ihre »ausübende Polizei“, die sogenannten National-©611Sdarmen (dercn es in Warschau uber 200, außerdem aber auch in aklcn Provinzen viele geben 1011), den Befehl erlaffen, keine Executionen durch Hängen außer a11f ganz be- sondcreOrdre des Revolutions-Tribunals, und dieses 1111r„111schwere„n Fällen, Vorzunehmcn. Es scheint, als wären die qft 111 der 11111:- ländischen Presse laut gewordenen Urthcile iiber. dte .Ermordung so vieler ganz unschuldigen, ihren Henkern nicht emmal dem Namen nach bekannten Personen jeden Alters, Standes und Ge-
schlechts, doch nicht spurlos an den Leitern des Aufstandes vorübex- gegangen, und wenn auch die Berichte über diese. Gräuel von der National-Regierung »[ügenhaste anschwärz-ende Pamphlete- genannt werden, so find fie nichtsdestoweniger doch wahre Thatsachen. 'Es will uns überhaupt seit einigen Tagen scheinen, als fange die Na- tional-Regierung an zahmer aufzutreten, sei es nun weil ße - nach ihren eigenen Bekanntmachungen - keine Ausficht mehr auf aus- wärtige Hilfe hat, oder weil das kräftigere Auftreten der russischen Regie- rung ihr imponirt. Gestern Wurde wieder eine erhebliche Zahl verhafteier GutsbefiYer und Beamten aus der Provinz auf der Eisenbahn hier einge- bracht und nach der Citadclle geschafft, und zwar am hcklen Tage, wenn auch mit einigem Aufsehen, doch ohne jede Störung. Ebenso trafen gestern und heute viele gefangene Jnsurgentcn (zum Theil verwundet) ein. Nichtsdestowenigcr ist die Citadekle keineSwegs mit vielen Tau- senden von Gefangenen überfüllt, wie einige Blätter berichten. Die Zahl soll nicht Tausend erreichen, was auch ganz erklärlich ist, da die militairvflichtigen und dicnsttauglichen Gefangenen baldmöglichst eingekleidet und zu den betreffenden Regimentern ins Innere von Rnßland geschickt werden. - Unsere Eisenbahnen und Telegraphen- Linien find jeyt durchgehends, bis auf die Lubliner Telegraphenlinie, im Gange. Wie leicht ein Draht zu zerstören ist, weiß Jeder," dazu bedarf es keines Jnsurgcnten-Corps, jeder muthwillige Junge kann dies leisten. Gestern und heute haben hier wieder mehrfache Haus- suéngcn und Verhaftungen 0011 Eisenbahn- und Postbeamten statt- gc 1111 en.
Aus Rußland, 6. Augnsi, erhält die »Pos. Ztg.« folgende Korrespondenz: Bei Kostowa-Ruda, unwcii dcr Petersburger Bahnlinie, fand a11131.J11[i ein Zusammenstoß einer aus 180 Mann bestehendenJnsurgenten=Abthcilung und einem aus 80 Mann starken Dctachcment “dcr Landmiliz aus Wysokaja-Ruda statt, in welchem die erstem mit Verlust von 11 Todten und 8 Verwunde- tcn geschlagen Und zerstreut wurdcn. Die Landmiliz fochisehr tapfer und wurde nur ein Mann am rechten Arm verwundet. Sonst ist in Litthaucn und den westlichen Gouvernements die Ruhe nicht weiter gestört worden und der Aufstand fast als unterdrückt anzu- sehen. Natürlich liegt“ es im Interesse der Revolutions-Partei, den Schein 311 srhaitcn, als ob der Aufstand in jenen Gouvernements noch bestehe, und dazu ist es nöthig, daß hier und da sich noch dann und wann kleine Trupps blicken lassen miiffcn, die 311 diesem Zweck dort noch gehalten werden , zusammen etwa 7- 800 Mann stark sein können und strenge Befehle haben, jede Gelegenheit zum Kampfe zu vermeiden. - Dem Grenzverkehr steht insofern eine große Erleichterung bevor, als für die Folge es allen Kaufleuten ohne Riickficht darauf, zu welcher Gilde fie gehören, freistehen soll , alle Arten von Waarcn auf ihren Namen aus dem Auslande zu beziehen oder dorthin abzusenden. Ebenso soll es fünf- lig freistehcn, an den Grenzen Declarationen 11011) ohne Vermitte- lung und Bcnußimg eines sogenannten Comniisfiynairs ausstellen zu können, wodurch Zeit, Kosten und Umstände erspart werden und die vielen Weitläustigfciicn bei den Grenzörtern wegfallen diirften. Auch sind für mehrere Artikel , dic friiher keine Restitution der ge- zahlten Steuer beim Export erlaubten , von nun an Restitutionen gestattet und normirt.
Tclcgraphischc Depeschen aus dem Wolff'schcn Telcgraphen-Büreau.
London, Dienstag, 11. August, Morgens. Nack) Berichten aus Suez vom 6.d. waren daselbst Nachrichten aus Shanghai vom 22. Juni eingetroffen, In der Umgegend der Stadt war es ruhig. Die Kaiserliche Armee stand vor Nanking. In Japan waren die streitigen Angelegenheiten provisorisch arrangirt worden,“ in Yeddo ist das amerikanische Gesaiidtschastsgebäude niedergebrannt.
Statistische Mittheilungen.
London, 6. August. Der offizielle Jahresbericht überfdie _rcgistrrr- ten Dampfschiffe ist erschienen und giebt wie gewöhnlichdte Zahl "der Fahrzeuge, die Namen ihrer Eigner, dcn Tonnengehlalt' und die Pferdckrafite an. Am 1. Januar d. J. waren demnach der reg1st1'1rien Dampfer 2182, d. h. 113 mehr als ein Jahr früher, mii eincijoqyengchaZt (exklusive Maschinenraum) von 535,596 Tonnen. Der 11111er1fanii§ye Krieg hat den Bau und Verkauf von Dampfschiffcn emen , großen Austchwgng verliehen, während die Handelsmarine Großbritanniens durch ihn gelitten hat. Die Auswanderung war 1m_ „lextcn Jahre bedeutend gestiegen und ihr mußte auch die Dampfschiff ahrt nachfolgen,“ der. seit 1859 konsiant gewachsene Import wog dcii verrtiigextcxi Export 0meh): als auf, und gleichfalls waren die Bc'carfrachtyendungen 1111 vdrtgcn/„z'xihre (31,656,476 Pfd. St.) gegen die beiden vorhergehenden Jahre 1121 bcirackJ; [ich, wie auch der Export an edlen Meiallcn,“ wohcrUdcnn das „zahrMLZiY an Baarkerschiffungcn ein sehr einträglichcs ivar. Cin andcrcfr dcr iur. dic Dampfschifffahrt wichtigsten Zweige ist der Viehtransyort, wclchcr allerdings nicht die erwartete AuddchnunJ angenonm1e11 hat. Der Jznpori 0011 Rind- vich betrug im Jahre 1850 85,677 Stiick, m den beiden soigcndcn Jahren
Ministerium der geistlichen Unterrichts- und Medizinal - Angeleßenheiten. ,
(H. Meyer und dem Portrait- und
Ycrickx, den der Senator Forcade de la Roquctte dem oberen Rathe fur HMM; Ackerbau und Gewerbe iiber den Handel und die Schiff“ fahrt Algeriens erstattet hat. 3
Dem Genremaler J.