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1) sich mit der von der Staatsregierun in dem Budget auf die Finanz- periode 1864/66 beabsichtigten Ma regel einer wesentlichen Verbesse- rung der Gehalte der im Staatsdienske angestellten Beamten und Diener, so wie mit dem hierbei eingeschlagcnen Verfahren im All- gemeinen zwar einverstehen, fich in Beziehung auf jedes einzelnePofiu- lat aber die Freiheit der Abstimmung bei der betreffenden Position wahren; biernächst der Staatsregierung gegenüber nicht allein den in dcr stän- dischen Schrift vom 0. August 1858 gestellten und noch uncrledigtcn Antrag. „Sr. Königlichen Majestät Regierung zu ersuchen, dic Gescy- gebung über die Staatsverwaltung in ihren einzelnen Zweigen mit der Abficht der Vereinfachung des (Jeschäftsbctricbcs zu rcvidircna, erneuert ehrerbictig in Erinnernng bringen, sondern auch die Bitte hinzuzufügen: durch Er1vcitcrnng der Befugnis; zur Selbstverwaltung, nannntlicl) für Gemeinden und durch Instruction für die Verwal- tungsbcamten auf Verminderung der Anfgach für die Staatövcrwal- ] tung und der Zahl der Staatsangcsiclltcn ldinwirkcn, hierüber abcr ' !*.-sci) der gegenwärtigen Ständcvcrsammlung Mittheilung "mchen, und
3) diesen Antrag in einer besonderen ständischen Schrift alsbald an die hohe Staatsregierung gelangen zu lassen. (Dr. J.)
“krarakfxrrt a. NT., ]. Dezember. Die offizielle Mittheilnng über ric Bundestagssißu 11 g Vom 254. November lautet: Ja der 38. diteährigcn Sißnng gab Präsidimn dcr Btmdchcrsmmnlnng Kenntnis; von einer ihm dnrch den bisherigen Königlich dänischen Gesandten überreichten Vollmacht ch Königö Christian 1x. von Dänemark zur Vertretung der holstein-lmtenburgiscben Stimme nnd beantragte dercn Verweisung an den Ausschuß für die holstein- laucnburgiftbc Verfassungsangelegenheit, was sofort genehmigt wurde. Als der bisherige Königlich dänische Gesandte das „Wort nahm, um gegen diesen Vorgang zu protestircn, veranlaßte der Königlich sächsi- sche Gesandte Präsidium, die Frage zu stellen, ob ein (Hrsandtcr, welchcr bereits das Ableben scincs Vollnmcl)tgcl)c1's offiziell notifizirt habe und dessen" neue Vollmacht noch nicht anerkannt sci, Erklä- rungen zu Protokoll geben dürfe.
Nachdem die Bcrsmnmlung dicse Frage vcrncincnd entschieden hatte, crklärtcPräfidium, das; es hiernach dcm Freiherrn v. Dirckinck- Holmfcld das Wort nicht mehr crthcilcn könne, und hob die , Sihung anf.
Bald darauf fand ohne Thrilnahmc dcs Freiherrn v. Dirckinck- Holmfeld cine zwcitc Sißnng statt, in welcher zunächst Präsidimn eine von dem „&Hcrzoge von Anhalt auf dcn Großherzoglicl) oldenbur- gischen Bundestagsgcsandtcn ausgestellte Vollnmch zur Vertretung des Herzogthums Lauenburg vorlegte, wclche untcr Protest von Königreich Sachsen, dcrsächfischcn „Häuser und Mecklenburgs an den Ausschuß für die holstein - laucnburgische Angelegenheit Verwicscn wurde. Dasselbe Wurde unter demselben Protest in Beziehung auf die später von dem Gcsandtcu der 15. Curie für Anhalt erstattete Anzeige beschlossen, daß der Herzog die Regierung des Hrrzogtlynns Lauenburg antrctc und den Schuß des Bundes in Anspruch nehme.
Sodann stellte Königreich Sachsen , dcm fick) Württemberg so- gleich anschloss, den Antrag;
Jn Erwägung:
daß die zu Lebzcxtcn weiland Sr. Majestät König Friedrich:“; Ul]. vonDänc- mark, Herzogs von Holstein-Laucnburg eventuell beschlossene Bundes- szecution für das Bundesland Holstein sämmtliche Stadien der vorberei- tenden bundesmäßiqcn Behandlung dergestalt durchlaufen hat, daß es nur noch eines Beschluffes bedarf, um die zu dcrchollstrcckung nöihigcn An- ordnungen in 5Vollzug zu sern;
daß inmittelst, in Folge. des zlblcbens Sr, Majestät König Friedrichs von Dänemark, bezüglich der Erbfolge in den Herzogthümcrn Holstein und Lauenburg eine streitige Frage dem Bunde zur Erledigung vorliegt, indem gemäß der durch den Londoner Vertrag vom 8. Mai 1852 für die Ge- sammtheit der, damals die dänische Monarchie bildenden Länder fest- gescßten Erbfolge Prinz Christian von Schleswig-Holstcin-Glücksburg den dänischen Thron bestiegen hat, dagegen jedoch von Seiten eines Agnatcn Erbansprüche auf die Herzogthümer Schlcswig-Holstein erhoben worden,"
daß der Bund dem obigen Vertrage (1. ck". London, 8. Mai 1852 zur Zeit nicht beigetreten und berufen ist, über die rechtlichen Ansprüche gcdachtcr Agnaten Entschließung zu fassen,“
daß es, unter solchen Umständen die Würde und das Ansehen des Bundes erbeischen, den zu fassenden Beschlüssen die volle Geltung zu sichern und jede derselben vorgreifende Handlung fernzuhalten,
wolle die hohe Bundesversammlung beschließen:
»Es sei bis zu dem möglichst zu fördernden Qlustrage der Sache die Zulassung eines Abgesandten Sr. Majestät des Königs von Dänemark zu den Verhandlungen der Bundesversammlung nicht für statthaft zu erachten, auch von dem Entgegennehmcn von Beglau- bigungsschreiben eines Königlich dänischen Abgesandten als Mitglied der Bundesversammlung abzusehen.
»Es seien unverzüglich die nöthigen Anordnungen zutreffen, damit das für Holftejn bcsximmte Executions-Corps mit der den Umständen entfprechmden-Verftarkung in Holstein und Lauenburg einrücke, um diese Bundesländer bis zu dem Zeitpunkte besetzt zu halten , wo der Bund fich in der Lage sehen wird, dem von ihm als rcchtmäßig an- erkannten Nachfolger in gedachten Herzogthümern, lehtgedachte Bundesländer zu eigener Verwaltung zu übergebene:
Von Großherzogthum Hessen erfolgte der Antrag: Hohe Bundesversammlung wolle beschließen“: 1) die zum wecke der Execution früherer Beschlüsse bereits in Außficht
deren Wahrun dem Deutschen Bunde unter den gegenwärtigen Verhält- nissen obliegt, Zofort in Vollzug zu seßen;
2) an die Königlich dänische Regierung in geeignetem Wege die Auf. forderung ergehen zu laffcn, alle dänischen Truppen aus den Herzoqtbümern Holstein und Lauenburg zurückzuziehen und das holstein-laucüburqische Bundeskoniingcnt dem Deutschen Bunde bis auf Weiteres innerhalb“ des Bundesgebicts zur Verfügung zu stellen.
Endlich beschloß dic Bundcsvcrsannnlung, nachdcm sic vorstehende Anträge an den urchrgcdachtcn Auöscbuß verwiesen hatte, in FOM eines Vortrags dicses Ansscl)uffcs: dic Fiibrung dcr [)olstciwlaueir. burgiftbcn Stimme in dcr BunchVcrsammlnng sei zur Zcit" zn sx»; pcndircn, und dichon sowohl dcm bisherigen k. dänischen lrcrzoqh [)olstrin - laucmbtxrgischn „Herrn Gesandten an drm Hrn. (Hel)“. Ra'tl) v, Mohl Mittheilung zu machen. Ocstcrrcicl) Und'PrcnsxcU «ach bei der diesem Beschlussc vorangegangencn Umfrage nachstcchöc qc.- 111cinsclckastlichc Erklärung zn Protokol]: '
Die Stellung der Wriscrlicl) österreichischen und der Königlich Pl'clißia schen Regierung ist durch den Vertrag [»chngt, welchen beide in (8501119411. schuft mit den Regierungen von Frankreicw, (Lkrosxvritannien, Rußland und Schweden WIL in London mit der Krone Däncnmrk abgeschlossen haben, naxvdcm Dic Vorbcdingungcn “Dc“x'jclvcn durcb Bcrvcendlnnqrn 111it€3§äncnmrk im Laufe der Jalrrc “[KJ]/“:“)? festgestellt "Wr“ocn MFM. Bride «llcrhöclhstc ?)(rgicrmjgcn fassen Dic (001011111111)th dicser Boral)- rcdungcn als ein untrennbar» Manch auf, welch dnrch Den Lon- doner Vcrtrag scéncn ?Wscblus; cri/mltcn hat. Nachdem der Fall, welchen dieser Vertrag _im Auge haiko, 111111:11cl)r cingclrctrn “ist, sind beide allerhöchste Regierungen zur “)lnssi'rlyrrng ch "xxcxtxaqcs, bereit, wenn die Krone Dänemark ihrerseits die vorgängigcn Vcr- abrcdungcn amsfi'tlrrt, dercn Verwirklichung cine Vorauösclxnng der Unter- zeichnung des Londoner Vertrags dm'cl) Prenszcn und Oesterreich bildete. Dic Succession in Lancnbnrg stclvk dcm Rönég Clxrisiian nach Ansicht beider allerhöchstcr Regierungen mul) daun zn, wenn der Londoncr Vertrag vin- fällig wird, nachdem der näcbslbcrccbtégtc Erbe weiland König Fricöxicxs, dcr Prinz Fricdricb von Örsscn, seine Jchlvtc „mf König erristian i'lbcl'qurn hat. Die Zulassnm; des vom Könige von Däncmark für Laurnbm'g'cr- nannten (Rosandtcn in dem Maße, wir die Vertreter der einzelnen BcstUnd- Weile stimmbcrccwtigtcr k&nricn 3111" Thrilnawnc «m den Sixmngcn berechtigr find, crscvcint daher nicht anfechtbar. Für Einränang drs *aus der (M*- smnmt-Knric Holßcin und Lattcubnrg ruhenden Stinnnrccbts abcr vermögen beide allerhöchste chgicrungcn nur dmm zn votircn, wenn der König Clsisiimr dicjcnigcn Fnsagcn erfüllt, im ?)Zcrtraucn auf welch beide “))Téicbic dcn Lon- doner Vcrtrag, 11*c!cl)cr ihnen gcgrnübcr dcn Sacccsfionstilcl des Königs in Holstein bildet, angenommen haben.
Die übrigen Gesandten, mit AuBnnbmc von zweien, wclchc sick) Erklärung vorbchicltcn, stinnnicn untcr thrilwciscr Bczngtmhmc auf frühere Erklärungen dcm Ausscl)Uszantragc zn.
Die übrigen Vcrhandlnngcn bezogen sich 111cistcns auf Verwal- tnngsgcgcnständc. (Jr. Bl.)
Bavxcras. M 1": nchen, [. Dezember. Bcirc Gcmcindc-Kol- logien haben [)cutc dcn Bcschlttß gefaßt, eine Adresse an den König zu richten, in wclcs)cr die Bitte arrSgcsprochcn wird, der König mögr nach München zurückkehren, Die Adresse wurde heute Mittag mit- tclst dcs Tclcgrapbcn nach Rom gesandt.
Ocskerreiäj. Wien, 1. Dezember, Zyblikicwicz und 24 andere Mitglieder des Abgrordnetcubauscs haben den Antrag eingebracht, dic Gcscßcskraft der vom 10. Oktober 1800 datirtcn Verordnung des Justizministers über die Bestrafung der gegen die Sicherheit des russischen Staates gerichteten Verbrechen zu "prüfen und, falls die Verordnung rechtsvcrbindlics) befunden werden sollte, sie durch nähere Bestimmungen über Wesen, Umfang und Locus dcr als Icrbrcchcn gegen die Sicherheit Rußlands anzusehenden Hand- lungen zu erläutern.
Großbritmrnien und Irland. London, 30. November. Jhrc Königlichen Hoheiten der Kronprinz und die Kronprin- zessin von Preußen haben am Sonnabend eine Tour nach Ox,- ford gemacht, woselbst fie bei ihrer Ankunft von dem Kanonikus
Stanley (dem neuen Dekan von Westminster) und Professor Max, Müller empfangen wurden. Sie besuchten das neue Museum, die Radcliffc-Bibliothck, verschiedene Kollegien Und die Kathedrale , be- gleitet von O1: Stanley und V1". Liddcll, dem Dekan von Oxford. Gegen Abend traten fie ihre Rückreise nach Windsor an.
Schloß Windsor wird wahrscheinlich noch bis zum 16. De- zember den Königlichen Hof beherbergen , Welcher alödann nach OS- borne überstedeln wird. Der Prinz von Wales und seine Ge- mahlin haben das Schloß jedoch schon verlassen und fich für die' ersten Wintermonate nach Jrogmore House begeben.
Der preußische Botschafter nebst Gemahlin ist von seinem Be- suche bei dem Herzoge von Marlborough im Blcnheim-Palafte bei Woodstock wieder nach der Hauptstadt zurückgekehrt.
Der Nachfolger des Baron Gros, der Fürst de la Tour d'Auvergne, ist gestern Abend im hiesigen französischen Gesandtschafthebäude einge- troffen. Bis er der Königin seine Beglaubigungsschreibcn eingereicht haben wird - welche Förmlichkeit in den ersten Tagen bevorsteht - wird- der Posten des Geschäftsträgers noch dem Marquis von Cadore an- vertraut bleiben.
Mr. Egerton ist bei der britischen Gesandtschaft in Berlin angestellt worden; den von ihm verlassenen Posten in Paris wird
genommenen Ma regeln nunmehr zum Schuhe aller Rechte und Interessen
ViScount Sudley übernehmen.
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Es ist beJründete Besorgniß vorhanden, daß die nächsten Berichte aus Indien dre Trauerfunde bringen werden, Lord Elgin sci seiner Krankheit erlegen. '
Frankreich,. Paris , 30, November. In der Legislative wurdc vorgestern Über dchahl des HerrUBravar) (imGard-Depar- temcnt) zum zwcitcn Male verhandelt und dicsclbc cmnullirt.
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darauf, daß die meisen dieser Mitglieder, namentlich die genannten hohen Beanxten, als „Anhänger der Wielopolßkischen Partei bisher treu zur ruspschcn Regterung gehalten hatten. Die Verhafteten wur-
den schon am 27. mit zthrcichen anderen politischen Gexangenm nach dem Innern Rußlands m die Verbannung abgeführt; doch soll, wie
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- es heißt, die Verbannung derselben, so wre aller Deportirten, die
VON ch KQisckJ ',!“WLU Cäsak's" sind (rst ZWki Bände fertig, ' die aber, wre das „Mcxxnortal Ljpl0n1ariqne« »MMU, noch nicht ; er1chcmen werden, da SL: Maxcxtat m "ZUM sWstM odcr fiebenten : Male nach neUcn, VM cmcm grlrhrtcn chric- Capitain gelieferten Ä
, DaSzerrska, wurde bei der Revision eine baarc Geld;“umme von
Dofnmcntcn umarbciten will“. Spamkn. Mitristcr bat ]mnc E::tlarzrttxg cimgcrcicht, dicsclÖc ist angrnonUnen
Madrid, 30. November Der Überseeische€ ck werk) die]
und der Marqrin rc laÖabmm vorläUfig mit den Janctionen dicses ? Natronalrcgierrmg hält, einstweilen in Beschlag genommen.
Dcpartemcmts betrant worden.
GréccbcnlaUd. Athen, L],Novc1nbcr. Zimbrakakis stellte am Mittwoch den Antrag, drci odcr vier europäische Offiziere ZU “Ö „ schau auf denFanatismus dcr RevolacionSpartei bereits einen deprimi-
brrrtfen, Um die ?]Lcorganisation ch Hrrrcs von Grund aus vorzn-
nrhnrcn; die Nati0nal-Bcrsm11111ltmg hat bis chr darüber noc!) nicht Z = schon zrit 14 Tagen kein politischer Mcucbelmord vorgekommen ift;
entsckricch. -- Zu Adjrrtantcn drs Königs w::rdcn der Marine-
Offizicr Stamatrllo Und drr Obrrst und frühcre Krich-Minister ;ofsrztcklr »Dziermik porvczcchnya cht sch011 seit mehreren Wochen
»
D. N. Bozrari-I ernannt. -- QU Lamia hach fick) mehr als dreißig
Ränbcr, die der (Hnadc ch nenen KönigI vcrtrancn, dcr Ortöbchördc
gcstcllk Mrd fick) crgcbcn. - JU knrzcr Zcit wirB dic Trlcgraphen- Lime zwmchcn Lamm Und Larissa (Türkei) eröffnet werden; die
untersecisch Vcrbimdrmg 31VischMPiräcus rmd Cyra, welche viele ,
Monate Unterbrochen war, ist ebenfalls wieder [)crgcftcklt, Und bald wcrden sämmtliche Provinzen des Rcichcs mit der Hanptstadt in di- rektem tclrgraphifthem Verkehr strhcn. (Köln. Z.)
nur werjgßompromittirc find, nur so lange dauern, bis der Auf- stand volltg mzterdrückr ist. -- In der Nacht zum 25. d. fanden abermals ;zah'lretche Haussuchungcn und Verhaftungen in Warschau start. Bcr cmcr Hausbesitzcrin in dcr Kreuzstraße, Frau Oberst
200,000 Yoln. Gulden vorgefunden. Da dieselbe fick) über den E!:- cx bedeurenden Summe nicht genügend ausweisen konnte, so Wurde wc vcrhaxtef Und das (Held, daß man für Eigenthum dcr
. _V on d er PZ) [11( isch c NBG r e n 3 c , 30. November meldet dieselße Ztg. DirstrengexrMaßnarzmcndrs Statthalters GrafenBerg scheincnin War-
rcndaninßuß gcübr zn haben. A(S Symptome davon führcick) cm, *1) daß 2) daß der von der National-Regierung so streng verpönte russisch-
täglich in allen öffentlicßen Lokalen auögclcgk wird, ohne daß die Organe der Nationa[=chiermrg es wagen, dies géwaltsam zu hirrdcrn,“ 3) daß seit Urebrcren Tagen von Der rnffischen Polizei unter der jüdischen Bevölkerung in Warscbau eine Loyali- täts-Adrcffr an den Kaiser folportirt wird, die Öcrcits zahlreiche Unterschriften gefunden hat. Dies Aljrs sxrd VorkommnisÜc,“ Bie
' noch vor wenigen Wochen in Warschau unmöglich erscbicxrcn. -
Rußland Mrd Polen. Von der polnischanrenzc, ' 27. November, hcrirhtef dic „Pos. Ztg.“: Vor cinigcn Tagen wurde Z ganz m der Nahe von Iomza dcr Körpcr cines rusfischcn Soldaten .
gefunden , dessen Tod man der Rache der »chrtioxmlrcgicrrmga zu- schricb. In Folge dessen nmßte der Bürgermeister dieser Stadt
100 Rubel und jeder Hartskigcnthi'lmcr 10 Rubel Geldbuße bezahlen. ; In dem Distrikte von (Hostyn haben dir Rrrffcn mehrere Tage , cine Abtheiltmg bcrittrncr Jnsurgcntcn verfolgt, die von Syrcwicz ,
gcfi'xhrt waren; schließlich gelang ck den Rnffcn, dicse Abtheilung theils aufznrcibcn, thrils zn zcrsprcngcn.
Ju Warschau erschien am 24, d., 10Uhr Vormittags, folgende amtliche Anzeige:
»Die Kaserne ia Glora-Calvaria ist von einigen hermnziehcndcn Jnsnrgcntcn eingeäschert worden, und zwar zn einer Zeit, wo die Truppen augenblicklich von diesem Dorfe abwesend waren.
Der Sieg, dcn Nowickxi über die rUsfischcn Truppen bci Ostro- lcnka crfochtcn haben wiü, und der von Radowsfi, bcftchcn Nur in dcr Einbildung. Nowicki, der eine kleine Bande befehligte, ist am 3. November in einem Zusammenstoß mit den rusfischcn Truppen unter dem Befehl des Majors EIUWUD bci Marti im Kalischcr
Distrikt gefallen.
Man hat keine Nachricht Über die Vortheilc, die, ausländischen !
Blättern zufolge, Kruk bci Chclm errungen haben will,“ demnach ist es mehr als wahrscheinlich, daß diese Nachricht aus einer bloßen Er- findung bcrUht.-
Von der polnischen Grenze, 20. Nochbcr, ent- hält die Ostsee = Zeitung“ Folgendes: Die Nachricht, daß Graf Ludwig MycielSki am 4ten d. M. in dem Gefecht bei Bojanowka, im Gouvernement Lublin, mit 20 zersprcngten polni- schen Reitern Von den Russen in einen Sumpf getrieben sei und dort mit seinen Gefährten den Tod gefunden habe, wird aus den zuverläsfigstcn Quellen bestätigt, so daß fie nicht mehr bezweifelt werden kann. Graf Myciclski stammte aus der Provinz Posen und war der Schwager des Fürsten Sulkowski auf Schloß Reisen bci Lissa. Er schloß sich schon Ende Fe- bruar dcm Aufstande an und kämpfte zuerst untcr Mi- lencki im Kreise Konin, wurde im März in dem Gefecht bei Grochowiska verwundet, begab fich nach seiner Heilung nach der WoywodschaftKrakau und Übermrhm dort dieFührung einer kleinen berittenen JnsurgeUten-Abthcilung, Nachdem diese Abtheilung von den Russen vernichtet war, ging M. nach dem Lublinschen und schloß fich dem Wierczbickischen Corps an, in welchem er eine Schwadron Reiterei befehligte. In dieser Stellung fand er seinen Tod in dem Gefecht bei Bojanowfa. - Ueber die Verhaftung der Regierungs-Abthcilungs-Dirigenten Pentkowski, MuSzynski und Luszczew'Ski erfahre ich aus zuverläsfigcrOucUe, daß dieselbe dadurch Veranlaßt sei, daß die Genanntcn, die zugleich Mitglieder des Ver- waltungsraths dcs Krankenhospitals zum Kindlein Jesu find, ßch der Ab- sicht dcs Statthalters Grafen Berg, dies „Hospital für den Staat zu erwerben, um das'Postamt in dasselbe zu verlegen, entschieden widerseYt hatten. Da die russische Regierung unter den gegenwärtigen Verhältnissen jede Oppofition als eine von der National-Negierung aufgestachelte revolutionairc Auflehnung betrachtet, so warde vom Statthalter Grafen Berg die Verhaftung säumrtlicher Mitglieder des “VerwaltungSrathes jenes Hospitals, wclche gegen die Verwendung Desselben zum Postgebäude gestimmt hatten, verfügt, ohne Rückficht
Die Bevölkerung Warschau? ist dm'ck) die zahlreichen Devorfationcn, dUrck) dic Brthciligmrg der arbeitenden Klasen aur Aufstände, durch die Reisen der Kichcrcn Familien im“- Auslaad, Und Überhaupt in Folge des Aufstandes bereits bcdentend gelichtct worden. Röck) amt- lichen Ermittrlangcn hat dieselbe seit dem Beginn des, Aufstandes um mehr als 15,000 Seelen abgenommen. Gamze Familien find spurlrs vcrschwnndcm so daß die nächstrn Verwandtrn nicht wissen, wo str geblieben fiUd,“ andere, die vor dem Aufstands fickuxciner ge- wissen Wohlhabenhcir erfreuten, find an den Bettelstab gclknqt. Am mctftcn [)at durch den Aufstand der befißlost Geworbestcxnd ,ge- litten, der in Folge des gänzlichen Daniederlicgens ach HanDeW und Wandel?) dnrchwcg verarmt ist. Bei jedem Schritte Segegne: man auf den Straßen zerlumpten und abgchungcrten “Gestalten- Bie ihr clcndcs Dasein durch die in Anspruch genommene Mildtbätégkeit
“ der Vorübergehenden fristen. Dem Wohlstands Warschau§ sind durck)
den Aufstand Wunden geschlagen, die käum Dcccnnicn wieder heilen wcrden. - Das Augenühel, an welchem der Gencral-Gouvcrncur Murawicw schon seit Langem leidet, hat sich in lcßter Leit in dem Grade verschlimmert, daß gänzliche Erblindmrg zu brfürckzten ist. Der Kaiser hat das wiederholt eingereichte Errtlaffungsgcsuä) dcs Gencral-Gouvcrncurs endlich angenommen und die Abreise dcffclöen nach Peterswtrg steht schon in nächster Zcit bevor. Wie es Heißt) hat“ der Kaiser ihm den “Titel eines Grafen Von Wilna zugcöacßt. - Zn deU littaaischcn Gouvernements find in lexfcr Leit wchn Bethciligung am Aufstands kriegércchtlick) gehängt wochn: Franz Alcxanhrowicz, Ednczrdr. Starricwicz, Franz Llpanrwicz- Vinccrrr Losmökr, Peter Macktcwrcz.
Warschau, 23“. November. Gestern in Der Morgcnfmndc wurden wieder einige hundert Personen aus der Citadellc au? der St. Petersburger Eisenbahn nach Rußland abgeführt. Schon Libcn'“? vorher hatten fich viele Freunde nach Praga begeben, um fie xu er- warten und Absthied zu nehmen. Eine Menge Equipagen bcéeckm: den Bahnhof. Unter den Deportirten hören wir den langjähriqerr Redacteur des »Kurjer Warszawskie, Kurz,- sowie den Sohn des CiJü- Gouverneurs vonWarschau, wirklichen Geh. Rath v. LaSzczynski, eines unter aklcn Verhältnissen als treu bewährten Bcamtenmennen. Keine »?» ner Bitten hatte den Grafen Berg cmdcrs zu bcstimmm DWDM Weil der Kaiser befohlen, ohne Rückficht der Person zu T*“FTÜÖTCM Das amkliche Blatt enthält folgende, gcqcn einc MrrÉ-ÜW; TM" :Patrieu gerichtete Berichtigung: »Es ist DMH.- dxrxé Ur MMHÉM zwei Frauen zum Köpfen verurtbeilt wordcn- UM TMM Dr: ckrrc als Gräfin Leduchowska und Schwägerin do.? WNDQWQ-Öcrr RUTLLÉU'Z in Brüffel bezeichnet wurde. Dirie Dame is: ade:- KÖTMWZL x:: ÖZIV- schau noch im Königreich verbaßcc wcxdrxr. Dre MBM IW Namen die »Patrie- nicht nennt; ist die SÖKUW FÜxiancnrt TWa Trochanowska, und diese ist allerdings NM“ HMvcr-sn kouxßrOrrthrrr, «M ihr Prozeß noch nicht bccndigk. Sic war ZMS “der «WWF Näv- glicder der revolutionairxn Orgaxrisaeicu; erde KW Orr *»?DWN»T* Regierung“ nennt. Bci idr WU»: dic grdkimr DMXÜUÄ dcr Nä- tionalregierung und eine QMM? crvoxmionaim PMW MTUQWT, wclche fie selbst im gan en Lande versand". RTM was UIQ- WM.;
_fie spionirtc die der ruspsthru _lrgiximm KKDFÜUZWJ ;ngtdcrrrrrx Bcr"
sonen aus und lieferte fie nikktr das Stüc: »“ RWOWMJWTÜW- nals,“ - Von den in voriger WOM "ard Rrrßäand Nr*orrirmr !*.?- Frauen sind die meisirm nacbdmr am“ 5 TQM Ur PFW.» gcmürt, in den näher gclcgcncn Cxouycmcmmts intrrnir: »»an dagegen