Reichs: und Staatsanzeiger Nr. 139 vom 18. Juni 1929. S. 4.
Nbg, Hünlich (Soz.) betont, in dicser Zeit der allqcmcixxcn Not könne es nicht Au"gabe scin, ,die alten “Schiffe systemansch durch Neubauten zu ers'eßcn. Auch das Tempo der Neubantcn müsse Lich der aklgemcinen Finanzlage anpassen. Mit urYercr Hochsee lotte Wäre es mit und ohne Panzerkreuzer sofort zu nde, Kbabd eine modern ausgerüstete Flotte ihr entgegeentrete. Jan
a-hmew des Vevsailler Vertrages kötmten wir überhcvupt keine leistungsfähiHL Flotte aufbauen. Daher haben wir uns, [_0 erklärt der ?) WWU, auch nicht entschilie en können. die Mitxe-l. fur das Panzerschiff 3 oder für Weitere UanzerschiZfe zu belmlkgen. Das von der Wirtéckgaftspartei geforderte Narincprogramm würde doch ganz crhe lrche Mittel erfordern, die nicht znr Ver- ügung stehen. Die in der Marineleitun, anscheinend vor?a_ndcne urcht vor sozialistischen und kommumtischen Hcßern et un- rün-det. Marineoffiziere ätien erklärt, das; sie irgewdävekche
“ wierigkeiten mit 1hren kannschaften nicht hätten,
Die Beratungen wérden hierauf abgebrochen, um die am Freitag aufgeschobenen Abstimmungen über den
tat dcs ReichSVerkehr-Iministeriums Vor- zunehmen.
Da cht der Abgeordnete Dr. Ka hl im Saal Eksthéinl, unterbricht Präsident Löbe die Ab timmungcn, um den
*ubilar zur Vollcndung seines achtzigten Geburtstags mit olgenden Worten zu begrüßen:
Ich glaube auf allen Bänken freudige ZZnstimmnng zn finden, Wenn ich unxcrem "l)ochverehrtcn Mitglie 8, Herrn Geheimrat Professor .N'al), der heute sein 80. Bcbanjahr VOULUst, die auf- richtigen und hsrzlichcn Glückwünsche im Namen des ganzen - auses aussprcckx. (Lebhafte Znstimmnng.) HOOVLWNWT Herr
elzeimmt! Erlauben Ste mir, Jhnou an Jhrcm Ehrentage zu verjichcrn, da" der Reichstag stolz darauf ist, Sie in seiner Mitte zu Wissen, da]?) er erfreut ist, Sie in solc'l er Riistigkeit und Frische an unserem Kerk mitarbeiten zu sehen, af; cr dankbar ist für die Hoheit nnd Würde, die Sie so oft Unseren Beratungen zu Der- leihcn Vcrmocltcn, das? er einig ist in dem Wunsche, Sie noch lange mitschaf an zu [L)en an dem rechtlichen ?lquau dos nenen Deutschland. Als Sie Vor zehn Jahren in die Nationachrsamm- lung eintrafen, leuchtete Jhr Nam? sciYM Weit nnd ehrenholl iiber dnn Kreisen der juristischen Welt. Sie haben in hohem ?(l1er, das nicht vielen beschieden ist, mit jlxgondstarkcm Gefühl noch einmal einen Anfang genmcht, den Anfang znr lebhastcu Beteili- Ung an der GeselzgcdnngZarbcit im Parlament. Die Spuren Zhrcr Mitarbcit trägt die Verfassung von Weimar, zu deren 51tsgestc11tnnq Sie Ihre Kraft bcisteuortcn, tkägt eine lange Reihe von Gesexzen nnd ?)Techlsij'mc1t, dic cru unruhigcs Jahr- zehnt nus abnötigtc. [lud cht, achtzig Jahre alt, sind Sie Tag um Tag bemüht, nicht als Vorsihcnder, min, als Führer des StrafrechtSausxsKUsses diesen Tei! „Ihrer chcncZarbeit zn krönen durch das qro 8 Werk des Strafgeseßbnche“S-, dcts Unserem Bolko ein dcr nwöernen „Zcit entsprechsnch und lange währendcs und 111-391th vollkommenes Strafrecht g-cbcn oll. Ick prcise die Stunde, die uns Gelc'gcnleit gibt, die tic e WcrtsYäYUUg und Liebe für Sie, die wir somyt still in uns tragan, Vor «hren klaren ÜÜMU Augen off-c'n zu bekennen. Wir danken Ihnen Um so rcudtger, Weil wir jvtssen, daß es ja kein Abschluß ist. Nein, Wenn wir Ihnen heute die Hand reichen, dann in dcr gewissen Zokknung, cs'bald wiedcr_t1tn zu können, nämlich, Wenn ich die o endung d1cses geseßgeberijchcn Werkes Von diesem Platze ans verkünden darf, das dann für immer mit Ihrem Namen Der; knüpft sc'mx wir-d. Zunächst also bis d»-1'k)jn, [)*ochcrebrter Herr Kollege Rüstigkeit, Frohsinn und Warnw leendlsonne! Das winkt unser 5 lumcngrnfz „Ihnen zu. (Lebhafter Beifal anf all'extScitkn des Hauses.)
LW . Prof. Dr. Kahl (D, VP,): Hochocrcßrtcr Herr Reick)s- tagSpraidcnt! Hoher Reichstag! Meine Damen und Herren! DM Gruß- und Gli'lckwuwscl), den ich von der deutschen Vokksvc'rtrctnn-g heute. 011tg-cgc1r1whmen darf, habe ich nahen dem eruß- UW Glückw-nn'sck), den Wir in asker Movgcnfrixlüe der Herr Reichspräsident durch den Herrn Justizminister und den Herrn Minister des Innern zngeÜhickt hat, als höchste AUSzci- nung erkcxmen köxmcn, die ich auf diesem Höhepunkte meines Lebens überhaupt erfahren darf. Habßn zunächst Sie, lwchdcrchrter Fkk); Präsi'dcwt, dcn [)crzslickFtM Dank für *die » ic!) muß sagen -- 1eb-en Worte, die mir tick ins Herz gedrungen jin'd, nud Dank .für all das be onderc Woh Wollen dessen icl mich immer erfreuen durfte, und ic habe allen hier 0 ne Untchchied dcr Paxwien im Hause Warm zu danken dafür, daß sie sich in_so cHranlick Weise dem Grns dos Herrn Präsidcntßn angeschlosxcn hubcn. Einzelne Verehrte FWllcgen haben mich schon brieflich begrüßt; ich „darf dafür icrmit (allgemein Dank sagen. “Lider sprochen Sic,_ltebcr Herr räxsidcnt UU'd vcx*c*l)r'1eKollcgen, nicht Von Vcrdtsnstegt UwiMr-seits. Jeder dien-t hier mit dcn besondorcn Gachn, dxe ihm gegeben sind in oller. Bcschwidcnhcit, und ich kgm! Srepcr- tchern, das; der - ienst, den ich hier leisstcn darf, mrt “u mcmem , öchstcn LcdcnSglück gerade in dcr ern ten Zeit des Vaterlandes
gehört. Ich bin nicht cingctzetcn in die NationglVCrsa11Ux11nng oder in den Reichstag mts mncrcm Zug Und Ltcbhabcrcr znr
Yokifik Mer ga-r aus dem Gedanken, (W;; ob 111Jt,r_a11f, Politisxhkm ebiet ein besonderer Beruf Und besondere FUquketx [)c'schtcden Wäre. O nein, Was mich getrieben hat in diesen 'rets hier, das it die heiligste Liebe zum Vaterland; die hai" mich schon nach «Lekmar getrieben und die allein ha!: mic? auch hier gequxten. Die Nationalvermelung möge WlL dcr Reichstag. dns )ock)[te und vornehmste rgan sem, das berufen War und tft und YM wird zum Wtcderaufbau unseres lieben Vaterlandes. 11119 lc tg- lich in diesem Sinne habe ich hiLr meins; Tätigkeit anßgeZ'uht und Mur mit den! Ziel, klcin-c Bausteinc beitragen, zn'idnrxcn Zu diesem Aukbau. Das ist auch mein Voxsaß für dre annn t. Eine Wal) reform allein kann einen Reichstag, dcr dqs Vater- land Wieder in die Höhe bringt, nicht schach'n. Ick) crmncre (131 einen Ausspruch ViZUtarcks: Ob ich vor cm nach dem Dre:- klasensytem gei'vählten Landtaa oder _dem nach dem glechen Wa [re t gewählten Reichstag spreche, 1ch treffe, tmmer dtescl e'n "Neben Gesichter. Aber im Ernst :csprock)cn, es tft und blciöt dre ro e Auf abe des Deutschen Rei stags, Ju ,leben und zu sterben n er Ho fnung, da es dem Deut chen .Zetch und der dents en Volksvertretung bes ieden sein Wir , das dentsche Volk kme er auf die Höhe des Glückes zu bringen und zu trage1x, 111 dem Wir dann mit tieferen: Ernst und mit größerer Zuverstxht als heute Hagen könwen: Blüh' i-m Glantz?- dicses leü es. hluH-e dcxutsches aterland! Hochvcrehrte Freunde, menten ttefcmpfundenen herzlichsten Dank! (chh-after B-eifaks und Hxincklats'ckxcn bm »nzen kuse umd anf den Tribünen. Der Vr-äsvd-enyLobe ver- "ßt seinEn Play, um dem Jubzilar die Hand zu re1chcrx. Aux!) die anw-esewden Miwister mvd viele Abg-coWn-ctc begrnßcn 111 dieser Weise den Abg. Dr, Kaibl.) Bei den Abstimmungen zum Etat des ReZchs- verkYrSministeriums wird eine große Reihe von Anfragen der ommunisten auf Streichungen m) verschiedenen Etats- xositionen abgelehnt. Angenommen iv1xd eine, Entschließung, ie für Kindertransporte zur besseren Stcherhert D-ZFUJWÜJM ur Verfü ung stellen lassen jmll, ebensonetne Ent ck ckan Z Z) Anträge auf Verlangerung der uf-
er Wirts afts artei . . „ ' , branchsfrtsten ür Vollgummn'etfen mfolY Wtrtschafxltchxr Notlage entgegenkommend zu behandeln. er Etat Wtrd m
der. *Ausschußfassung angenommen, ebenso dth Ausschuß- enUcLließung, wonach die Betejli ung des Relches an' der Nux ngk'm Gesellschaft zum Erlökzckxn gebracht und wettere Reichsmitte nicht gewä rt werden sollen. Genehmigt Werden “"ck „Re Alxsschqßanträge über die Belieferunkx der Loko- motivmdustrxe mu Aufträgen und über die Vor egung einer Neufassung der Verordnung über Kraftfahrzeugverkehr. An-
genommsn wixd Weiter ein W[kapartcil'xckxr Antrag, auf die R0ich'sbahn-Gcscklschaft hinzuwirken, daß die PLrsOUCUWagen dcr Lrühcren vierten Klasse mögli st bald in solche dsr nenen Holz lasse umgebaut Werden, und chließlicl) eine deutschnatio- nale Entschließung, die die Reichsregierung ersucht, die Vor- bereitenden Verhandlun en mit dem Lande Sachsen auf- zunehmen für die GewäZrung eines Reichszuschusses zur Ver- meidung Von Hochjvasscrkatastrophen, wie sie im Jahre 1927 im östlichen Erzgebirge aufgetreten sind.
Das Haus setzt dann die» Llussprache zum Haushalt des Reichsjvehrminifteriums fort.
Abg. Treviranus (D.?Lat.) cxklärt: Einén Fortschritt im HanIhalt der Marine darf ich vong anerkennen: Das Wiwdergntmachen des Unrechts, das an den Angehörigen des Marinezahlm-eisterkorps Djlkck) dcn Forkf-all ibror alten Seemanns- zulag'c gkschehen ist. Wir hoffen, das darf ich ebenfalls im Auf- wage der Deutschen Volköpartci erklärmr, daß das für die ehe- maligen Angehörbch Ns MarinNakhlm-eisterkorPZ im nächsten Etat nachgcholt Wird. Die YOstrickx fiir die Béfsuernng des WangLroog-cr FahrjvassErs jvcvd-en wcklrsch2inlich zur Folge ya'bM, da man diose?» Fa *::ivass-Zr bei Na )t und bei Nobel nicht be; fa ren kann. Der chuß der Hochseefischerci [)at in dM letzten Jahren cine Verstärkte Vsdc.1ttun.„ K*civormcn. WERU der Kr-anzcr [ nun erst im März 1931 fa rbeWit sein wird, so können Wir Uns Dabei nicht den VorWUrf ersparen, daß dcvdnrch die Lage dcr anderen die H0chsccfischevßi schützmvdkn Fahrzeuge nicht ge- rwde gefördert wird. Unßr Antrag auf die AufstLllunq cines Plawes für die Weiteren Ersatzbauten hatte nur ivohchrstandene Sparsmnk-eit im Angk. Dadurch sollte ein ewiges Zickzack an dies-Lm Gesbiete Vermiech'n Werden. Die finanzpolikichen Rück- sickU-cn haben *daz-n geführt, das; dis Vor einigen Jahren so «miiH-s-am mit 17 Millionen sanäcrten Dcu-tscHen Wékké iw Kiek dazu JWMLgLU, sie mit dem Bau des Pauzerkrowzcrs ck 311 beauftrxvgcn. „Ick fvagc dic M-arinolcktnn-g: Ist sic 'He- roit, den wöchstmr Krcnzcr m'xt Don Ersaßdantcn in Auftrag zu geben? Der PLssiMiZm-UÉ des Ab. . Hünlich sckzkiné 111it“n*sprch)cn, Wenn er meint, wir würden Ui t wisdcr :n einer solychen bekr- [ichen H0ch“ecflotte konxnchn, wie sie in Scape] Flow wcrscnkt ' laude ax'ck), daß wir nie wiedsr ein»? folche schimmernde Wehr [)aa'bsn Werden. Abox" mxdcrscit-Z ist die neue Aufbauarbeit unserer ULMU Marine dock) hoch Unzucrkcknncn. Eine nthoure MWge VM K*[Liuctvbcix- UND wissewsclxaftlichor Arbeit ist znm B2i“piel in den Panzcrkchzcxr ». [)ineingcsteckt Wochn. AnLländi' )e Ja?“)kritiker haben das auch UUUUUVUUDLU anerkannt. TcntscH-e Fach ente seien darin Ltjvas skoptischéx. Es ist wotjvcndig, so *[Wtont dcr ?)deor das; Wir um;? die Frazo Vor- lagen, oéb wix nicht mit„1mserek Kritik [»ess-orn jvollc'n 0 er ob WW nnr grund äßlich [)Lrnnterrcißsn Wollen. Wir. VLPlClUNLU cin? leege dcr TW iriou: Die Pflege des Goi'sbes dcr Pflichtcrfi'tllnng. N er auch Die PfnglL dcr decrnen Vercssernngen. GLr-ade VW Erfahrungen dsr SYlach? am Skagerrak habctr gkzeigt, daß un ere Linienmkttk benwgli zor War als die Der schäverfälligen ktchis LU Linien. Das „Wnndcrsch-Tff“ des Panzerkrcuzérs ck wird a ein- mal nn eahnto “;))?öglichkciwn eröffnen, Gegenlübcx der immer wiederkEJreniden Freude mn Herborhkében von SchjväMn miisscn wir Die guten Seéteu [zchr'heb-ew. Wir [Tuben den Angchörigen der Wahrmachx Wder eme beworzugw Beso dung noch eine [vessere chörder-n-n-g [“xictan kömwn, sowd-ern nu*c “dic ?lxusFiÖt anf Uixve _bo- [)chcidene Versorgung im Alter. Wenn man der Wehrmaéht 11le ic verdiente Ancrkommng zeigt, dann Vérbitkkkt sic sick; natur- lich. Blebbt Dic Marino ein gcdulkdetes Relikt der vcrgmxgenen Zeit, dann vcrkÜmmcrt die Marine und Wir begcßen uns der Aus- stchten, die günsbi “en ?)]Tög1ichkciten Des Zusammenwirch VM Lawd- mud Secma )t ausznwüßen. n den Annalcn Des Magöe- burgck Parteitagcs [)m'be ich berge Aich nach Limex Aendernjxg ihres Stladern'ktcs im Der Wahrpolitik gesucht. Abcntonrsr'lust leluew wir a'b, aber wir crkennen die ittkiche Größe dsxz Wehr- ge ankens an; für uns sin-d das natiowa e Selbstwevsbéinxdltchketten, und wir Werden nich-t ra/[kcm gls [xis Wir das qeßamte de_ntschs Volk zu diesem gesunden OLMWWÜUPUMJZWZUM gsßracht *:)(Wen. (Lebhafter Beifall.)
Ab , Stoerk cr (Komm.) crklärt, diE deutsche Fsokkxnxüswmg richte Fick) nnr ge en Sojvjetrußland. Mc Deutschnqnqjxalch biederten ich n d1e?em Zjveck an den briti chen Jmpcxmlrsnms cm. Roi ZWLYT und Marine würden Ui 't nur ans außen- politiscixen Gründen ausgebaut. NeichLWehrmmtisFcr Groencr habe ngegebext, WFL;z die Ne'ichsjvchr auch znr Nrcderhalfnng dor 5 rbciterklasse erjvendung finden würde, unter dem Deckmantel der Anfrechterlaltnnq der Ordnung. Trotz des Be'sckélnsses des sozigldcmokratiSchen Parteikages gchn die neue Panzer rcnzcyrate [)ätton die Sozialdcnwkkateu im dxanshaltsausschnß den Antrag auf Einseßung yon nonn MiÜionen für den Panzerkreuzer unter- schrieben. Dre Sozialdemokratßn hätten [wercifs zu erkennen ge- geben, daß sie dem Van der Von Grosnec géplanten Panzer- krcnzc'cscricn znjtimmcn wiirden. Die HQÜUMJ der Sozialdcnw- kraten in dcr, Wehrfcage stcÜc den größten politischen Massen- [Wtrug der Nackzkric Zzeit dar. Im Grunde bcCtohe in dtescr Frage eine Einheitséroxxt Von dM Dcntschnationa M bis 511 den Soztaldemo'fraten.
Abg. Tanßen (Mm.) betont, obwohl die a[[„emcinc _Ab- rüstung noch immer an dem Widerstand der eYenmigen FEMdL Lcheitcre, dürfe man die Hoffnung auf die almähliche Durch- ringnng der Völker mit dem Geiste des * riedens nicht auf eben. Das Reichswehrminist9rinm müsse seine * erftpolifik offenegera; der große VerWaltungSappakat der MUrine müsse Verkleinerk Werden. Der Redner bemängelt die Unübcrsichtlichkeit dcs Marinectats, die das Kontw'llrecht des Reichstages stark cinenge. Im nächsten Jahre mii te der Hanshaleplmt eingehender i_m Haushaltsa1tsschnß dnrch eratcn Werden. Leidsr habe man 11: diesem Jahre nickt gcnüqend Zeit gehabk. So man e Etaxs- Tositioncn hätten der Aufklärung bedurft. Wir Wo crx kerne 5"arteicn in Reichsanr nnd Marine; Wir Wollen für Tre kein Wahlrecht, aber von i neu ein offenes Bekenntnis zur ?) opubkik und eine muerc Verbundenheit mxt denkStaat. eer und Marine müssen an den Vcrxassungstag des Réiches festltch bxgehen, Das wird die crlmnden ctt mit dem Volke stärken- Dre Mohrhett des Volkes Will keinen Streit mehr um die Staatsform. Die Tradition darf nicht znxi'tckblicken, sondern mn das Gute aus der Vergangenheit entnehmen. „Alles Was i) bin nnd habe, das verdanke ich dir, mein Vaterland!“, das können alle ohn; Unterschied der Partei sa en. Nur eine lebenskräftige NLPUbllk kann der Sinn Unseres * taates sein, Etlvas anderes ist nach dem vcrloroncn Kriege 11th möglich. Wir glauben an die Kraft unseres Volkes. (Verfall ci den Demokraten.)
Abg. Sachsenberg (Wirtsch. P,): Wir kritisieren nicht die Einzelheiten des Etats, denn wir haben Vertrauen zum Minister. Der Abgeordnete HÜUÜÖ sieht in un ercm Anfrage, ein Bauprogramm für unsere Marine aufzuste en, e'xne Ver- xckijendun . Das Gegenteil ist der Fall. Nur nach emcyt_be- ttmmten Frogramm kann mit Sevienanfträgen und daher b1ll1ger gearbeitet Werden, als Wenn die alten Kröte einzeln cxseßt Werden müssen. Die Parteien, die für eine “ tabilität „mUerer Wehrpolitik eintreten, können auch für unkeren Antrag sttmcht; Zur den Staat müssen wir alle eintrcth; ür uns ist der Bcgrtff
Wurde. J )
es Nationalen keine Parteifragc, sondsrn eine Frage der Volks- gemeinschaft.
Damit schließt die Aussprache. Ab , Loibl (Bayer. Vp.) Weist in peÉönlicher Bemerkung
einige ? usfiihrungen des Abgeordneten von zurück.
pp Vom Sonnabend
_R1tter vo_1t EppUMat. Soz.) hält in einer persönli en Erivldcruy some Nxtssuhrun en aufrecht, wird aber durch eb- hafte Zivtchenrufe Von den ommnnisten wiederholt veranla t, feinx Red_e stagexn zu laéscn. _ Unter der Heiterkeit des HaxÄes erklart Vtszrastdent E ser, die Zeit für eine persönliche e- merkung set abgelaufen.
Die Abstimmungen Morgen vertagt.
Nächste Sitzung Diensmg 11 Uhr: Abstimmung über den Weyretat; Etat dec allgsmcinen FinanzverWaltung.
Schluß gegen 7 Uhr.
über den Wehretat werden auf
Parlamentarische Nachrichten.
_ DQS Ersuchen dcs Reichsministers des AuZWärtigen, das; der N91 stag erst am Sonxanend dcn Etat des A-Us-Wärtigen Amtes ttz * exatmxg' nshmetx moge, hat den Aeltestenrat eranlaßt, gestern dxle Dispostttynrn fur die Veratuugcn in dieser Woche über den Ixest _der Év-ettexz Lesun, des Etats umznstelleU. Das rogramm fux diese ].??? 1st d-an-a_ das fOÉ-gcnd'e: Heute Etat der a [gemeinen FmaztzverWthxn'g, Mxttävocl) “t-at des Fin-anzminist-ertUms irt 5eck1wdu1xg mrt Nn Sbeuevg-ese en, Donn-ersba-g Ha-Ushaltsgee Fre-tt-ag dr)? noch ver-bleiben-"den Reste 1tn-d Sonnabend HausHaK VLS AUZWMU-JUT Wms
_ Der _Ausschuß für Reckjtspflege seytc am 17. d. M. unter dem BMW des Aba. Laysdsserg (Soz.) dÉe VLMUMJ des GcscY-Lntävurlfs zur chxangerun-g dLs Gesetzes zum Schutze d_er R,_e.p*n,b![tk fort. ?(:bg. Dr. Bell (ZenK-r.) legte hem N-aclx-rrchtcnkWD Des Verein?: Deutscher Zeitungsverleger zn- so[.-e dar, daß das Gcsßß zum Schußc der RLPUblik kein Aus- Ua Msgcscy set, 043 set em Sowdcr-gescß, [)erVorgLrufcn dnrch die bclanntxn Mordß an dcxtkscixn StaatSmännLrn. SLine Partei [)„abc slch Vm“. vox'nhcrcin bemüht, Dem Enthrf nicht DEU Yaraktoxx cmcLJ" *.)[UÉUa-HWUMLFLHLS zu geben, sondern eines «owdclr-JZNLLL'S 1141“ alle Z1.kWidek'HaUdeln'deU. Er bestreite auch, daß dtecx, Gesetz so gcsmltet sei„ daß es Die Opposüion crstickß. Wenn cxngswmvdxt Werde, Daß zwingensde Gründe nicht Vorlägen, nxanche der.“Besxtmxnnn'gen noch a'ufrcchlznsvhalten, so Treffe das NM zn. Er [er mehr der Auffassung, sonDLrn meiUe, dikse Be“ WMUUZWIM seren entijer in Das abte Strafg-esoß woc! [)iwcink- FZWWMLU oder axnfreckzltzn-ä-halren, bis das none Stra€g*eseß in Kraft tre». Der („SHW WEY “ski docs)- vorznziShUx. Dr. Ewerling habe nun den _?[usdxuck „Vys Jimpfung“ als zu dehnbar Wpfunden xtnd oben““) „[Wie er die Bezeichamtwg der repnblikanischen Ver- sassuanmaßtgcn Sxaatsform für kautschukartiF Mésßk Aus- druck st: aber doch_1nzw"isch:3n mät Zustbmmuw seiner Partei in die Gesxizgcdnng «:cngefuhrr. Fehlerhafte Re )*tCPr-eang könnte den chsßgeer 1Ucht “zum Verzxcht auf Diese Vorkchristen be- wk-gmx. "DET wtqgtsqemchtsho sei inzjvischcn bereits aufgehoben. Er bxtte__Dr. Jorxffcn um *urückziehang seines Antrags. Die ko11r'mumjüésche'n' Antxäge _[L-Hne U" ab. Abg. Dr. Everling LD._Na*t.) vermtßte drß gc-wrderte ?[usku11f*t, Weche dieser Straf- Lstl'thUU/YJ-M donn Wirklich angeWendet Workden seien. Es soäen nur dxe Ochrkaneparagraphea znr Einwirkuwg auf die Gesinnung dcr (Bogner augx'Wnldet' jvorxdcn. Hier hithen nach der bl'llfaléit AbschreckungsthcMr_ro dlc Sozialdunwkraren die Unerhört Hohen Gekdstrafcxz zxzr w:rtschaftl1c_hen VerniÉxtnng Und die Todesstraée aufzéEcht, dle x_te g-xgen gxntUUe Verbre )err nickxt zulassen Wollten, Das erafgy12ßh1xch retche vollkonvmen aus. .salte man diese V0rschc11k*ezr__guxréch-t, so heiße Das mm: ? ikanGvorscHriftc-„n _egW poltttxche Gegner: MettsrnichFckWs Svstc-m in plumpércr “Yxxfxxtc1chtt:tg. „Der Vorw_nrf, Daß die Deutschnationalen der Ver- [an-gcrxmg fruher zugxestnnmt hätten, tresffe sie nächt, denn da- mals (U(Je "[an Unt der Drohung auf Sprewg-ung der Koalition ngWht M„ sm_sm Aug-e'nblick, Wo [das Schulgecheß und Not-nmß- Uahmcn fur dx; Ladetrt ch-aft vexsprochen Wordcn seien. Diese?- Verspreckzen ser aber ;ck“)er Von den Kontrahenten nic!“ gé- haltcn'WNPcn. Der htcr konstruiexrte Tatbestawd sei annmß auf dWem ernextnwandfveje R9chCsprcchung sich nicht aufbauen («sft, Yckquatxre Mrde „heute bercits als „Beschimpfnng“ anSgclcgt. Axxs Mr MMW Sexts _kmbx man in GL'DW' Krnzifixns keine VL- sLh'UnPFuug gcwben. _Dxe ?[rdsicer sprcchn kLiUL SasoWspruchu: Ste VLL'lIng'tLU "hrc'r 1o»g:ax: ein rabnkiftisckxcs JUristM- dentsck)! Daxnxt mus167Schl1xß gemacht mc'rldcn. Er bitte um Bé- anwortxxzm 1017161“ drct_F1*a-g_c1t. Kömre man nicht die Schikane- )Tzarqugplzxn '[MTÜ'YZNQUULZNX Dnrch dicses Gescß komme Déc * olrthsrmtg m dw RLÖÉMLCÖUNJ hinein, Die Unabjyängigkcit der“ thhtcx' halte cr fin“ cin unantastbaros GUT. ch.":en “.)cn po-lttxscl)03x Max! WENDL er sich. Abg. Dr. Eblermawn LVM,)“. Wem» ]Sdc Nccht-sprcéchnng sdsn B:»grisff „Bclsclzimpftmg“ Yo auskegsn komme,©aß [ie: cinßn GewissensszW ausiibe, wie erVorrehner memtc, 10 spreche doch stine AUfÜHrUUg Der Yatxre [LMS Vcru'ktcisuwg dos Groszschcn Kvuzifixns JL en 'em; DarstelJung. Die _?[nfhebung des Gesetzes werde zur ?- 1'u,ht„71mg [vcrtragoxx mcxnxx dcr Vorrsdnsr. Diese BeruH-i amg Wunche cc.anckZ; Dazu konnten aöer Dr. Evérling und !keine F1*-_61.:wde M!]entl'tck) bLttragen, denn seine Presse nehme die „Be- schrmpfungcn“, xa „grobe Beschimpfnwgen“ in Schutz. Und nur Um B*Lsckxmtpßrn-gon HMM es sich hier. Wo fiwd-e maw EU den Hugez'bcxg-Blattkrn LME Vcrnrtcilnng Der „Beschimlpfuwgen?“ ?VUUs'aZL'LUWlKka Schäfer machte stalisttche Mxttéilun 21: nher “O1? Urtmlc mts Grun'd des Gesetze:? zum S* )uH-e der REPUÖ ik, Erne 'Kqustcklung dßs Begriffs der „V€[ch1mpfu1tg“ der L'LP'Ubllkai'U'ckMU Staatsform sei durch die RechtsprexhaM-g dcs Norchsgert xls ersolgt. Abg. Hcixlmann (Soz.) erwiderte dcm Nbg (Tvcrkxngx dessen Parkei habe seit der lth-en Verlängerung des Rspnbltkscynßg-eseß-es eine andere Richtqm genommen. „Ve- 'chi1npf1mg€n“ durfe man nicht straffrex laJ-en. Die Arbeiter TUM anch n'i'cl)t so g-oschmackws, sondern es feiere meist akademische Rolvsdies. Wenn er, Redner, eim», Vorschrift wiißt-e, die viUen artgerecht ertigtcn Jreisprüche auf Grund des Republiksck ußgcs-eses nnmögli zu ma „en, würde er sie beantragen; nzjviscH-cn Wurde folgender Antrag Dr. Rosenfeld (Soz.) und Gert. gxstellt; Der Ausschuß Wolle LeschliDsz-cn: ]. Jm § 14 Abkaß, 8 Re Worte „Anf Antrqg“ zn streich-cn nnd fol-chDLn Saß )inzn- zufügen: „In den Grimdcn sind die bestimmten Tabsachen, durch Welche dic Besorgnis [der Begehung- einex in DEU » 1-8 bczeich- neten strafbaren Ha-ndlungkn gorechtfertigt wird, darzule-,ckn.“ 2. Jan 21 Aösaxx 1 d-enmleßkcn Saß zu einem besonderen AbNaßJ ZZ ma )Jw U'Wd hmzuzufug:cn: „§ 14 Ab-saß 3 JM entsYre end.
ird mundltche VcrhanD-lung angeordnet, so fmden dte_ or- schriften der Strafprozeszordmmg umd des Gerickztsver“,aßn11gs- gesetzes ontspvcch-ende Anchdnng. Das Nähch», inskxoxondxxe
(Fortsetzung in der Ersten Beilagx.)
Verantwortl. Schriftleiter: Direktor Dr. T yro [. Charlottenbnrg.
Vcrantwvrtlick) für den Anzeigenteil:_ Reclxwungsdirektor Mengermg m Berlm.
Verlaa der Geschäftsstelle (M e n g e r in g) in Berlin.
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