1906 / 293 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 12 Dec 1906 18:00:01 GMT) scan diff

“rie Verbündeten Regierungen nicht entschließen. (Zustimmung rechts.) Diese Zölle, wie fie sich durch den Abschluß von Handelsverträgen mit mehreren fremden Ländern gestaltet haben, halten fich weit unterhalb der Grenze, die von der großen Mehr- heit des Reichsfages bei der Verabschiedung des Zolltarifs als das Mindestmaß notwendigen Schutzes bezeichnet worden ist (hört, hört! [inks - sebr richtig! rechts), um einen Aus- gleich der Produktionskosten und ein möglichst richtiges Ver- hältnis zwischen Produktionskosten und Preisen erbeizufübren. Ein Rüjtesn an den soeben erst in Kraft getretenen Zollsätzen würde die Stejigkeit der inländiséhen Produktion erschüttkrn und fie weitaus stärker gefährden, als eine Vorübergehende Ermäßigung der ZoUsäße dcn Verbrauchkrn nützen könnte. (Znstimmung rechts.) Was die Zölle auf Futtermittel betrifft, so ist ein großer Teil der Futtermittel, insbesondere Heu, Kleie, ReiSabfälle, Malz-_ keime, Schlempe und Pulpe, Oelkuéhen, Oelknchß'nmelü u. dergl., überhaupt nicht mit ZöÜen belegt. (Hört, hört! rechts.) Der Zoll auf Futtergerste hat durch die .HandelsVLrjräg-z gcgen frübkr eine wesentliche Ermäßigung erfahren. (Hött,bör1!rcchts.) Hinsichtlich der übrigen Bodencrzeugniffe, die ncb-In ihrer sonstigen Verwendung auch als Futtermittel dienen, scheint es nicbt zulässig, durch zeitweilige Aenderung der Zölle das durch die Handelsverträge mit großen Schwierigkeiten fest- gesetzte Verhältnis der ZoUsäZe dcr Verschiedcnen Frücbts an:!) nur Vorübergehend zu stören. Die Vsrbütung einer Fleisch- teuerung ist nicht so sehr vom Auslande, als vielmehr in Erster Linie von einem Erstarken der béimischen Viehzucht zu erwarten. (Zu- stimmung rechts - Zurufe links.) Hat diese bisher schon mehr als 95 0/0 des deutschen Fleischbedarfs gedeckt, so stkbt zu hoffen, daß es ihr gelingen wird, unter dem bestshendcn ZoUscbuß anch noch größéren Anforderungen gerecht zu werden, wenn ihr dix unkntbebrliche Sicherheit gegen die Einschleppung Von Seuchen (11th) ferner gewährt wird. (Zustimmung rechts.)

Ob und inwieweit es geboten sein wird, die wirtschaftliche Lage gering besoldeter Beamten im 431115116 auf die VthCUkaS Lebens- haltung zu verbessern, und 05 gkgebenen Fall?.s die finanzieüen Ver- bältniffe des Reiäys eine solche Aufbesserung gestatten wsrdsn, ist zur Zeit Gegenstand erneuter Prüfung. (Beifall.)

Preußischer StaatSminisier und Minister für Landmirjschast, Domänen und Forsten von Arnim-Kriewen: Da ich Vor kurzem erst in einen mit voUständig fremden Wirkungskreis eingetretén und ohne jede parlamentarische Schulung und Uebung bin, darf ich bei meinem ersten Erscheinen in diesem hoben Hause wobl um ein reiches Maß Von Nachsicht bitten.

Die Erklärung des Herrn Reichskanzlers, die eben vorgelesen ist, enthält eine so klare Begründung, daß es mir nur noch übrig bleibt, einiges Vom landwirtschaftlicben Gesichtspunkt aus zu sagen. Die zweifellos bestehende Fleisckyteuerung bai ihre Ursachkn einmal in der Vichteuerung, zweitens in der steigenden Spannung zwischen Vieb- und FleisÖpreisen. Ich gebe zunächst auf die Viehteuerung ein und will die Frage untersuchen: 1) welches find die Ursaében der Tsuerung des Viebs, und 2) werden die Viebpreise voraussichtlich Bestand haben“.- Fast aügemein ist man der Anficht, daß die hohen Viebpreise die Folge der Futternot von 1904 seien. (Sehr richtig! rechts.) Diese An- nahme ist nur in bescbtänktem Maße und nur in bezug auf die Schweine, nicht aer in bezug auf das Rindviek) richtig, wie ich Ihnen nachweisen werde, denn die Zahlen der Flekscbbeschau stimmen mit diesen Angaben nicht überein. Leider liegen diese Zahlen nur be- züglich des zweiten Halbjahres 1904, des ganzen Jahres1905 und des ersten Halbjahres 1906 vor. Man kann also mtr das Weite Halb- jahr 1904 mit dem zweiten Halbjahr 1905 und das erste Halkjabr 1905 mit dem ersten Halbjahr 1906 vergleichsn. An Rindern find beschant, also auch in den Konsum übergegangen, im zwsitcn Halbjahr 1905 6,4% und im exsten Halbjahr 1906 20/0 mehr als in der gle1chen Period? des Vorjahres; an Schafen find in der gleichen Periode 8,9 und 3,8 mehr beschaut Worden als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres, während bei Kälbern ein Minderwerbraucb von 6,4 % respektwek 5,7 % stattfand, Wahrscheinlich eine Folge der Vermehrung der Aufzucht infolge der hohen Viebpreise. (Sehr richtig! rechts.) Aus dem Gesagten geht hervor, daß der Rind- und Scha1fleischvérbrauch zugenomms-n hat, und

zwar wesentlich mehr wie der Bevölkcrungszust ist, welcher nur 1,4 0/9 betragen bat. Ganz anders war die Sache bei den Schwänen. Hier bat cine starke Abnahme der Schlachtungen stattgefunden, und zwar um 21,6 respektiVe um 6,99 0/0. Diese Abnahme dsr Schweine- schlachtungen ist die Ursache der jeyigen Fleisckptcuerung. Die Fleiscbnot ist außxrordentsich Versckxärst Worken durch die Tatsache, das; im Aus- land wahrscheinlich aus ähnlichen Ursacbkn eine ähnliche Fleisch- tenerung herrscht wie bei uns in Deutschland, sodaß das Aus- land Von der Einfubrmöglichkeit nur in beschränktem Maße Gebrauch gemacht hat. Rußland hat Von dsm Kontingent Von 25(0 Schweinen wöchentlkcky, im ganzen Jahre 14 000 Schweine zu wenig eingefükrf, Oesterreich hat fast gar keine Scbrreine eingcfübrt und der Rindviebimport hat im leßtcn Jahre krbeblicb akgenommen. Daß ein großer Expojt nach England statfgkfundc'n hat, ist schon erwähnt worden, es find 97 000 also beinahe 100(00 Hammel. Wie ist nun dieser Rückgang in “cer Schweineproduktwn zu er- klären? Da gibt es meiner Ans1cht nach zwei Gründe: erstens die ganz außerorkentlicb geringe Kartoffelernte kes Jahres 1904 und die geringen Sckpweinepreise ter Jahre 1903 und 1904, die eine wesent-

liche Einschränkung der Herren, es Haltung ein notwendicxer, ist n1ckt, wie die Ninkkiébbaltm'g, Futterstoffe zu verwerten und Dung zu wesentlich mehr als Makktes ab,- während die Futteternte, die wir 1904 gcbabt kabcn,

.ju P

in der Lage, Ihnen da eine aus der betvorgebt, kaß die niedrig und 2 Jahre bccb fikben. rvsisen.

Schweinevkeise: 90,1 und 86,82 „615;

Preisen, Jahre mit niedrigen Preisen, dann die beiden Jahre mit hohen Preisen, und 153 „16 Diese Weüenförmige Belvegung erklärt fich einfach folgendermaßen: Haben wir in haben diese hoben Preise zu das näckoste Jahr ganz naturgemäß Schlachtscbweinen und damit ein star es bringt zugleich auch eine Ueberproduktl

Mastschweine auf den Markt und drü

Preise der Ferkel. Die Ferkel werdkn zu wird die Aufzucht entsprechend beschränkt. Nachzucht hat nun aber zur Folge, plöß1ich wieder ein Mangel an Schlachtschwsinen eintritt. nächsten Jahre hält dieser Mangel noch an, aus dem Vorjahre fehlt, die Preise bleiben hoch; aber, angeregt durch die beiden Jahre Hoher Preise, genommen und im fünften Jahre 1 das Spiel bkginnt von neuem.

Ihnen hier Vorgelesen babe, ziemli Erst im letzten Jahre haben fie e genommen, Preissteigerung 35 0/0 und im

beiden leßten Jahre“.) Zunäcbst Kartoffelernte -- seit langen Jahren War fie nicht so gering -- und die schon erwähnten geringen Schwänepreis schränkung der SchWe1nezucht herbeigeführt. kolossale industrielle AufschWUng (ssbr richtig! re Einfluß, den sonst eine Preisstcigerun ständig außgescbaltet. W117 haben cin gestiegenen Bankdiskont. außerordentliche Nachfrage, und ekne so koloffale Steigerung des der Mangel an Schweinen im Ausland, de, man mag sagkn, was

man wil], fich ganz deutlich in dem

Schweineaufzuävt berkeigesübrt haben. Meine 1st die SckywÜnebaltung durchaus nicht wie die Rindvieh- 1ntegrierendcr Teil der Landwirtschaft; fie notwendig, um nicht marktgängigc bcschaffen3 fie hängt daher die Rindviebbalkung von den Konjunkturen des Rindviebbaltung selbst durch die geringe wie ich eben zahlenmäßig rachgewiesen habe, verhältniSmößig wknig beeinflußt ist. Dagegenfällt

und steigt kie SclwÜneproduktion mit den Schweinepreifen. Ich bin sehr interesante Statistik mitzuteilen,

Schweinepreise Hanz regelmäßig 2 Jahre Ich wil] das zahlenmäßig nacb-

Jn den Jahren 1895 und 1896 hatten wir nixdrige in den Jahren 1897 und 1898

kommen wieder zwei niedrige Jahre,

1901 und 1902 mit 112 und 118,8 „44; dann wieder die 1903 und 1904 mit 99,7 und 98 „M, 1905 und 1906 "'I 128,1

einem Jahre hohe Schweinepreise und starker Aufzucht angeregt, dann bringt

eine Ueberproduktion von kes Sinken der Preise; aber on an Ferkeln und an kommt im zweiten Jahre als ckt auch im zweiten Jahre den Preise der Mastschweine fallen auch die mTeil unverkäuflich und es Das Fehlen der jungen daß dann im dritten Jahre Auch im da es noch an Aufzucht

Bu

nger Aufzucht. Diese Aufzucht nun

reis. Mit dem Fallen der

hat nun wieder die Aufzurbt stark zu- st der Preissturz wieder da und

Meine Herren, bisher haben die Preisscbwankungen, wie ich fie cb genau immer 20% betragen.

in Wesentlich höheres Maß an- und zwar hat im Durchschnitt der beiden letzten Ixhre die leßten Jahre sogar 40 0/0 betragen.

Welches s'md nun die (Gründe für diese abnormen Vorgänge der haben die ganz abnorm geringe

R

e naturgemäß eine Ein- Dann zWeitens hat der ck18) den natürlichen g auf den Konsum hat, 13011- Analogon dazu in dem stark (Sehr richtig! rechts.) Auch hier hat die ekümmert um die Höhe des Diskonts, Bankdiskonts herbeigeführt. Drittens

Zurückgebsn der Einfuhr zeiqt.

So viel über die Ursachen der Preissteigerung. Welches find nun die Aussichten für die Preise der Zukunft“.- Die Antwort darauf haben eigentlich die Tatsachen schon gegeben, die Tatsache, daß die Schweinepreisc in den [ekzten 14 Tagen um 15 bis 20 ck14 gsfallcn find. (Hört! hört! rechts.) Daß dieser Preisfall von Bestand sein wird, dafür sprixht der ganz außerordenilich vermehrte Auftrieb (sebr richtig! rechtß), 1er in den größeren deutschen Städten

im November um 20 0/0 höher gewesen ist als in der gleichen Perioke k des Vorjahres. (Hört! hött! rechts.) Ebenso find die Durchschnitts- preise im November um 22 .“ niedriger gewesen als um die glsicbe Zeit im Vorjahre. Wir haben einen Durchschniltépreis von 128 gegen 150,5 im November dxs Vorjahres. Außerdem spricht dafür auch der koloffale Auftrieb in Berlin, der mit über 16 000 Schweinen größer gewesen ist als je zuvor. Ferner spricht hierfür ein Umstand, der ganz besonders auf niedrige Preise schließen läßt: die große Ueberpkoduktion an Ferkeln. Dic Ferkelpreisé find um die Hälfte gcfaÜen, zum Teil find die Ferkel gar nicht mehr ab- zusetzen. (Hört! Hört! rechts.) Aües dies läßt darauf schließen, daß die Schweinezucht, begünstigk durch die hohen Preise der Vergangenen Jahre, einen außcrmdentlicben Aufschwung genommen hat. Leider liegen die Zahlen der leßten Viebzählung noch nicht vor; fie werden Vor Januar noch nicht da sein; aber ich bin überzeugt, sie Werden z-eigen, daß diese meine Anfichk ricblig ist. (Sehr richtig! rechts.) Damit wäre eigentlich Tie ganze Fleischnotfrage gelöst (Heiterkeit bel kcn Sozialdimokratm); kenn, wie lä) ja nachgewissen habe, ist fie ausschlikßlicb aus dem Mangel “an Schweinen bsrvorgegangen. Daß die zukünftigen Preise nun auf das alte NiVeau vor d€n Teuerungs- jabren zurückfinken wcxden, das ist nicht wahrscheinlich und ist auch im Interesse der Landwirtschaft nicht zu wünschen. (Sehr richtig! rechts. Hört, börk! kei dcn Sozialdemokxatcn.) Denn die ganzen Kostxn der Viebhalfung haben zugenommen: die Juttermittelpreise s1nd wcsentlicb gestiegen, ckenso die Löbne, auch die sonstiaen WirtsÉastSauSgabkn find sebr gewaÉsen. So find die Kraft- futxcrmittel, und zwar diejenigen, die nicht mit Zoll 581991 find, sondern onfrki vom Ausland eingeken, in den letzten zehn JahrCU im Preisk fo'aendermaßen gestiegen: Roggenklxie um 14 %, Wxizenkleic um 22-23 0/0, RarSkucben um 27-28 %, Sesamkucben um 49-50 0/0, und so alle übrigen Oelkucbcn um 40-50 0/0. Diese Produkte brauchen wir in erster Linie zur Vicbmästung, weil sie uns das Eiweiß liefern, welches nir anderweiiig in unsejer Wirtsckyaft nickpt beschaffen können. Mcine Herren, ich bin, trie ick) sel on sagte, dir Ueberzeugung, daß die Viehnot- und auch die Fleisäxnotfrage gelöst ist. Trotzdem haben dic kcteiligtsn Regierungen es für WM PfLickot gehalten, zu unjer- Wehen, wie ohne Schädkgung der berech1igtann1cteffen der Landwlrie ihrerseits Maßregkln ergriffen werden könnten, welche geeignet wär€n, die zweifellos beßehcnde Kalamität zu mildern. Sie find zu kxxm Resu1tat gekommsn, weläxcs Ihnen soeben durch den Herrn Stell- vxrtrkter dcs Reichskanzlers Bekannt gegeken wmden isl. Sic? find dabei Von der Ueberzeugung aukgegangen, daß die Lage der Land- wirjschaft auch heute noch außerordentlich ungünstig ist. (Zustimmung rechts.) » :, Wennx'aucb dieViekpreise koch find,!o smd doch die Preise für die übrigen landwir11chaftlichen Produkte, wie Korn, Kartoffeln, Zucker gar nichtßjcxes1iegen oder zum Teil ganz erheblich gefallen“(sebr ticbligk rechts), während rie Produktionskosten stark gestiegen find. Ick) er- wähnte schon das Steigen der Arbeitslöbne; aber auch die industrieüen Produkte,'i'wekche die Landwirtschaft in ihrem Betriebe braucht, sind ganz außerordentlich im Preise gestiegen. (Hört! hört! rechts.) Ferner fänd die künstlichen Düngemittel, besonders der Cbilisalpeter, der ein ganz unentéebxliäyes HilfStnijtel für die Landwirtschaft ist, in ganz erbeblichemTMaße gestiegen, um 25-30 0/0 seit dem Jahre 1900.

(Hört! hört! rechts.)

' Meine ; Herren, weche Bedeutung das Blühen der Viehzucht für unsere Landwirtschaft kat, nicht nur Durch den die Viehzucht bringt, sondern auch durch

den direkten Gelderttag, die indirekte Wirkung, welche sie auf die Entwicklung der ganzen Von dem Blühen der Vieb-

!)

war und welche mir teßls von der schaft und teils von dem bekannten Professor HoWard zur Verfügung

gestellt wvrden war, nachgewiesen- mit einem sehr hohen Defizit arbeitet (sehr richtig! und daß dieses Defizit die Kosten find so hoch, daß sie bilden eine der Hauptursachen der [165 Länder, in welchen bekanntlich nur

unsere Landwirtschaft. Also, Vermehrte und verbiüigte Produktion, das find die Folgen einer

blühenden Viehzucht.

daß die Viehpreise eine ganz außerordentliche Höhe erreicht haben. Ich möchte

machen, dukten ganz

stiegen find. der Reichsstatisiik haben gegen dkn zehnjährigen Durchschnitt der Jahr?

1889 bis 1898 die Preise im letzten Jahre zugenommen - ich nenne nur einige Hauptartikel -- bei Baumwoue um 3

während dagegen Wzizen nur um 40/0, nur um 10 % gestiegkn find (Hört, Hört! und Kartoffeln um 19 0/0 im Preise Meine Herren, ich bemerke dabe1,da die allerniedrigftcn Preise für landwirt (Sehr richtig! rechts.) niedrigen Jahre auch

gefaUen find. der übrigen 1andwirtschastlichen Produkte, so, glaube ich, kann man

auch troß dcr Teuerung der Viebpreise sagen, welche die deutsche Landw1rtschaft unserer Bevöékerung zur Verfügung stellt, im Preise nicht mehr gestiegen find als die Jndustrieartikel, und Wenn die jstzige Fleiscbteuerung erst wird, dann wlrd der für den Landwirt

wieder eingetreten sein, daß alles in der sein wird, nur die landwirtschaftlicben Produkte nicht. (Sehr richiig!

Vorrednern wiederholt worden --, da [ich abgenommen habe, daß wir an eine in bejug aufFleisch litten und daß ferner die klaffsn nicbt mehr in der Lage

Mkine Herren, ngenteil zu bcweisen. (Hört! hört! rechts.) Meine Herren, nacb dsr

Rciclxsstajisiik 112111 fich der Fleischberbraucb pro Kopf der stölkerung im Jahre 1904, also einem biüigen Jahre,

mist wieder ist einer der Hauptfaktoren für die Produktion aÜer

Ackerfrüchte. gemacht, die prüfen sollte, deutschen Wirtschaften bei der Milchviehhaltung die Produktion des

Staümiftes fich stelle,

Ick habe Vor einer Reihe von Jahren eine Arbeit wie hoch in den intelligent geleiteten nord-

und habe an der Hand einer eingehenden chfübrung, welche nach Art der doppelten Buchführung gehalten Deutschen Landwirtschaftsgesell-

daß die Milchviehhaltung überall rechtö) Kosten des Staümistes repräsentiert. Diese den Acksrbau ganz erheblich bekaften, und erlegenbeit der nichteuropäischen sehr wenig gedüngt wird, über

meine Herren, reiche und biÜige Düngung,

Meine Herren, ich habe schon gesagt, daß ich durchaus anerkennk,

nicht unterlassen, darauf aufmerksam zu

skßr großx Zahl von industrkeklen Pro- zum Teil noch mehr im Preise ge- rechts.) Nach den Mitteilungen

aber eine ebenso,

(Sehr richtig!

daß

70/9, Gießerei und Kupfer 174 %, Zink, Blei 43 %, Roggen um 80/0 und Butter rechtö) und Zncker um 41% gefallen find. (Hört, hört! rechts.) ß die Jahre 1889 und 1893 gerade schaftliche Produkte enthalten. Würden wir diese ganz außerordentlich so würden wir finden, daß zugenommen haben , sondern

nun diese niedrigen Preise

obeisen 39 %, Jute 114 0/0.

herauslaffen, Körnekpreise nicht Berückficbtigt man

die

daß die Nabrungßmittel,

einmal überwunden sein so Wenig erfreuliche Zustand Welt wieder teurer geworden

echts.) Nun, meineHerren, inder nüpft, ist immer bebauptetworden-

Agitation, die fich an die Fleischtcuerung und das ist Von den beidan Herrau ß derFleisck)konsum außerordent- Unterernäbrunq des Volkes ärmerxn Bevölkerungs- seix'n, sich das nölig-e Fleisch zu kaufen.

ich bin in der LÜJL', auch hier durch Zahlen das

auf 49,02 kx, und im

Jahre 1905 auf 48,72 RZ, - also nnr eine Abnahme Von 0,3 kg.

Verglzicben Sie nun damit den Fleischberxkhr in andern Ländkrn!

Wir Haben dort keine so eingkhcndc Statistik wie bei uns; ich muß

mich daher an dia Angaben von Nationalökonomen halten. Einer

dkr bkdeutendsten, der franzöfische Nationalökonom Lerov-Beaulken,

gibt dsn FleichWerzebr an für England auf 55 kg. für

Frankreich auf 36 kg, für Dänemark auf 34,5 kg, für

Bklgien auf 32 kg„ für Schweden auf 28 kg. MCine

.Heren, Sie skbkn also, daß nur England einen eiwas

höheren Fleischberbrauck) hat als Deutschland und daß keins dkr

anderen europäischen Länder auch nur annähernd an den FleischVerbrauck)

Von Deutschland herankommt. Meine Herren,. ebensorvenig haltbar ist

die Behauptung, daß die ärxnkren Bevölkerungsklaffen nicbt mcbr in

dkr Lage seien, infolge dkr Fleischleuerung s1ch das nötige Fleisch zu kaufen. Meine Herre", ich habe da einen ganz unverdächtigrn chgen, den ick) Ihnen dafür anführen kann , daß diese Bcbauptung nicht richtig ist. Die Siadt Berlin hat im Jahre 1903 [mkkr Mitwixkung der GewerkVereim', der Gewerk- schaften und ähnlicher Korporatione'n eine Enquste veranstaltet über das Einkommen der Arbeiter der Stadt und da ist eine Zusammen- steUung gemacht worden Von 155 Familien, die durcbschniitlicb 5 Per- soncn stark find. Es hat sn!) uun ergeben, daß jede dieser Familien durchschnittlich eine Einnahme Von 1750 „44 Pro Jahr hat. Für Wohnung find außgegeben worden 361 „FH, für Bckleidurg nnd Hayd- werkszeug 149 „;ck, Nahrung 862 .“, Getlänke und Vergnügungen 158 „M, für sonstige Außgaken 246 «FQ Für Fleisch nun, meixe .Hetrsn, das ist das Wichtigste bier - wurden auSgegcben 155 „“ und für Speck und Wurst 100 .“ SWT man nun für diese beiden lcßten Artikcl die Preise des Jahres 1906 ein, dann ergibt ch eine Mebraußgabe Von zusammen 40,9 „44, das smd 2,3 0/0 des Gesamt- Einkommens.

Dem steht nun gegenüber eine Zunahme der Tagelöbne wie der Löhne überhaupt, die wohl mit 10 0/0 nicht zu hoch angenommcn ist. (Sehr richtig! rechts.) Nimmtdocb der bekanntesoxialkemokratischeng- Caljver in seincm Buche „'Das Wirtschaftsjahr 1905“ - für die Herren, die es nachlcsen woklen, führe ich an, daß es auf Seite 299 steht folgendes an:

Freilich liegen auch für die Gestaltung der Arbeiterlöbne im Jahre 1905 nur VereinzeLte Beobachlungen vor; aber diese Pub in ihrer Art immerhin wetjvoller als kie Ergebnisse der preußisch?" Einkommensteuexstatistik. Wir haben schon im Abschnitt „Bau- gewerbe', Steine und Erden, gesehen, daß die Löhne bier gestiegen find. Man kann ohne weiteres annehmen, daß die für das Bau- gewexbe tätigen Atbeiter durchschnittlich gut und gern über 10% mehr als im Zabre1904 verdient haben. (Hört, hört! rechls-) Ebenso haben die Arbeijer im Textilgewerbe, in der Eisenindustrie- in ker Meiallbranche, im Maschinen- und ElektrizitätßgeWerbe- ferner in der Holzindustrie, der cbemkscben Industrie durch reichliche

Arbeijsgelegenbeit und zum Teil auch höhere Lobnsätze ihr Lobn“

einkommen im Jabre1905 um mehr als 10 % sieigexn können-

(Hört, hört! rechts.) Auch die ungelernten Arbeiter haben weseniKÖ

besser verdient als 1904.

Wirtschaft:,bat, das weiß ja jedermann.

bobe: 105 und 111,3 ck; dann 1899 und 1900 mit 94,8 und 95,5 «44; dann zwei Jahre mit bobe

“***“7'7; ;;: ::.-““?“" .*:4-2;;,::::..7xch;7;«.* *,; “_": x '-

n :mkt hängt derjPreis des produzierten Stallmistes ab und der Stall-

(Scbluß in der Zweiten Beilage.)

zum Deutschen Neichsanzeiger und Köni

„25/2293.

(Sthluß aus der Ersten Beilage.) Meine Herren, was bier für die Arbeiter gilt, das gilt auch für di

kleineren Priyatbeamten. Ich habe vor kurzem Gelegenheit gehabt

als Vorfißender des Vorstands der Dkutschen Landwirtschafts

gesellschaft diese Frage sebr eingehend " _ _ zu prufen, weil dk Zbre Gehalter in den niedrigeren Klassen um 12 0/0, in edeéesZFLéFefrx

Klassen um 89/0 erhöht hat. Bei der "Voruntersuchung über dies

ganze Frage haben wir nun gefunden daß "

, alle gro ere - YsFZYTstZZSFnd ck_rxebsteer Yroße Zahl Von Kommunen ihr? GZHJIFY

e er 0 a en. Hart betroffen werd ll Staatsbeamten und da kann natürlich n en a “dings die ur der Staat oder das R '

_AYildfe sYZaffen. Zu fordcrn, daß unsere wirtschaftliche GeseßgebFLY Zahl xn _ samten sich richten sol], das ist wohl unsinnig; denn die , (: er Beamten ist im Verhältnis zur ganzen Bewölkerung eine

Viel zu kleine. (Sehr wahr! rechts.)

Wie ich eingangs ausführte, ist die Fleischteurung nicht nur durch

die hohen Viehpreise sondern auch durch di “" , starke Spannun Viebpreisen und Kleinhandelspreisen beworgsrufen. (SelFrzéichI!

rechts.) ch wiÜ ja nicht behaupten, daß die cinzelnen Zwischen-

Znsxanzen,_die Aufkäufer, Viehhändler, Kommissionäre, Engrosschlächter ua__§tr1_sx_k_)_lachtexzuswl. zuviel verdienen; dafür fehlt mir die nötigé 1 e. n eugnen ist aber doch fich'rlich ' Einzelne disser Kategorien speziel] die ““ ' nicht, daß _ , Kommrswnä 133; _Engrosschlacbter, recht gut Verdienen. (Skbr ricjhstigxrereckpltxxk; ke__c_s_r_teH_e_x_reen,Ai_Fh lexgneb die Notwendigkyit des Zwisckoénhandels 1n . er arü er, glaube ich, find wohl al] ii Von diesem Zwischenhandel eine zu ' eng, daß _ große Zahl mcht en" db Jchaftigter Personen lebt und d ' 9 13.101 €- (Sehr __ch_____ rechts.) dadurch der Preis erhoht wird. Das; nun die städtischen Verwaltun _ gen vielfach eine un *5' Yokhe Verzmsxng aus iyren Schlacht- und Viebhöfen ziebFr: [1inin Fe anni. (Sehr richtig! rechts.) Befremdlicb ist es, aber _aß,__ wenn _von dieser Seite Aufhkbung des ZoÜks unk; Bons ge Erleichterkmgen gefordert jverdsn, nicht gleichzeitig auf "T_n e_chponVe Y_Y_xhnten ?cbiete Maßregsln gstroffen Werden r gung erbeizuführen. (Seb ' , Ganz besonders gilt dies yon den S " r wahk- rechts.) tadten, die eine Schl haben. Bei vielen dieser Städte i' achtsieuer _ 11 die Sch1achtstcuer böb unser Viebzoll. (Hört' hört' rechts ) Si " "er als _ _ . . . e betragt, . B. i - Y_letéßzgxzeénxx, ?)roAKilogramm Fleisch in PotSDZm 12161Zurcihn , _, n achen 8,8 „5 *- ich bemerke da V;) , Janz bésonders Petitionen um Hereinlaffung Von fremdsTm TUZieYaYT Ygangm find teils Von der Stadtwerwaltung, teils Von den doftigen _noxTZYZZanF17-Z,It L_NeßS8,5 «5, in Posen 8,3 45, in Breslau 8,6 _ , , n tuttgart 6 43. Die Gesa t' , der Schlachtsteuer die in Deutschland m einnahme aus , noch in 1335 Gemeinden TIFF,) be__x_)r__ugt im__J_c_1_l)r_e__ 1900 beinahe 11 Millkonkn Mark. (Hörte'rTYF . _ u e e (? Wohl noch höher Wieweit di (x,- " ' aus den Schlacht- und Viebböfen üb“ d" " MWM & landksubliche V ' hinausgehen kann ich nicht sa ' r_ W erzmsung , gen, daruber fehlen mir di Ick) darf aber wohl anne ' ' L &lle Summe ___rauswmm__ hmsn, daß anch bter ("1112 rccht erhebliche Ich komme nun zu den Mitteln di ' * _ , zur Abbtlsk 501 * l ZordEenk [ind. Welche Von diesen Mitteln anwsndbar WTSYYJÜLY IäTblicZ [F;uxgltdZFHZr? Reichskanzlers schon bcantwortet. Haupt- , n 6 a ei um die Frage ob dsr Scucbers u' _ , 1 i - Z):_)schJrc_5_r_1_Tt_nw;er_denÉ_4n_t_1. ch§)_)Le_in€ Herrkn, Dlntschland hat in Énßlextxn .. ne [€ zu n einem so glänzenden M __ _ a e v v 1]- FFTMLZUUZ verm_e_brt,_1o außerordentliche Forischrittße «chtrméiyt n zwe es Yand der Welt. (Sehr richti ' , _ ;. r, t. ;FaAkmxz ich aus mein?? eigenkn Tätigkcit hsraus bebauxktencheén? _chafts11ge_e___Z___c_ch_rte LMTMZ dkn Ausstelluagkn der De'utscbcn Laädwkrt- (: ur kutscbland gczogen und bb " Viebstand und die "?iehzuck A k UÖLWÜ dk" )t kennen gelc'rnt. Die 011 " genoffenscbaftsn dle durch ganz Deutsckpla "3 )WWM ZUM- __ , nd z(rrstreut find, t Ixxleeichdxxs1eter§eer_Koanolle der Deutschcn Landwirtsckpaftsgese-Ussclxcéfetn _ reme auernd won eigens dazu an CsiUtl "7 , Verstandigen kontrollieren läßt Ichk 11 L M (Zack,- . ann also wohl behaupte! d ?S in Deutschland augenblicklich kcim' Ct ' !, _ _ _ , “- elle gibt, die so gut 071 ti II?;FÉÜIYM thhzbucbt, wie die Deutsche LandwirtschcxftI-]eft:11estc15aefrtt enn n ?; craus kannicl) Wohlsagcn, daß die cri t : JJC? in Zu11mft fortd_auern und uns noch weiter vorwäriä sbriFgO-zlnstéirrix ___ 6 ne He1rcn, _es ware daher ganz unbcrautwortlick), Wenn man diese __ außerordentltch wertyyllen Viehbeständc, 1318 in diesen 20 Jahren ZQFFTQYYUYN urk1dbtde_re_n _ZHcsamtwert in Deutschland ungefähr .. ar erag, en großen Gefahren (: ss die Vor aÜem die Man! und Klauens U Wen wollte, _ - che mit fich brin t J chien Jahren ist es dank der (Gre 811 g- n den _ _ nzsperre und da kd - kZmeneten Vetexizmrpolézet gelungen, die Maul- Und L*!aquY-Cchliln ,. _eutschland voüjtandig zu unterdrücken und, ivo fie wieder auft t mrt erolg zu bekämpfen. ra, om Herrn Abg. Wiemer ist ja nun bébau 5161 Word , ;FZFFanFF_§Éinschleppu1xg der Synche durch die Einfsxhruxzt;1 VT? «xte wäre nicht so groß, denn nach E l " Import Von kab die Maul u ng Md sei dmc!) den - nd Klauenseuche nicht ein e [ t Zxrdxn. Daxxn möchte ich doch darauf hinweisen, daß in EnTTZLYdLMe sau- und Klauenseuche im Jahre 1900 Von Argentinien aus ein- ZL chleppt woxden ist. Die Engländer haben sir!) durch eine Spsrre MFM? gescbußt, die mehrere Jahre aufrecht erhalten wurde. Drei __; m_: e, nachdem diese Sperre aufgehoben wvrdcn war, bat eine E_efue Einschleppung stattgefunden und seitdem hat (England die te ckt_1_su§)r [xn lebendem Vieh aus Argentinien gesperrt. (Hört! hört! ___e _. _ ollten wir wieder zu einst Verseuchung kommen, wie wir Hu dn fruhxen_ngren gehabt habcn, so würde unsere Viehzucht wünd erte yon Mxüionen verlieren und die Lust, Virh aufzuziehen Unsr e fich ganz geWaltig verlieren. (Schr richtig! rechts.; ere heimische Viehzucht hat im Jahr81904 97 % unseres ge-

ZWeite Beilage glich Preußischen Staatsanzeiger.

1906-

Berlin, Mittwoch, den 12. Dezember

IT? is;__k_)1ese Zsalsllauf 95 % gefalLen, wird aber e 0 gen, 9 ad wir wieder normale Verbäktniffe 5 . Tél:)? Lie Vieh_z_ucht nicht_ an so enge Grenzen gebunden Fs? eLie: ée? _ der nSau, so 11! wobl mrt Sicherheit anzunehmen, daß sie wenn ihr sein ___ck_)_u__ß, __?enffilxljext gexießt, Weiter erhalten bleibt, 111 der Lage . , e e en en “% selber zu produzieren (S ' e rechts.) Das Hat aber die Vorausseßun d ' ehr richttg! schutz streng aufr€cht erhalten u d g, Wir unseren SMM". , das Fundament i ' Spsrre gkgen lebendes Vieh Wr? herzu ist dre . tr wissen ia wie leicht die Maul- und Kl " ' * außerordentlich fie __ch verbreitet. auenseuche ubertragen wird und wie schnell Nun ist Von Herrn Abg Wiemer d . arauf hin ewk YFUDLYYPÉZSM ziemlich stark an der Maul- Ind YYMYTTZL . a l n gewiffsr Bezikbung richtig Wi ' Herde von Maul- und Klauenseuche . ?" haben einzelne und es hat den A sch 1 einige dieser Hkrde vieÜeicht so ' n L 11, als Vb _ _ , gar dre meisten, ' . LYfoltYetxftInstttut stammen. (Hört, hört!) AT:? ZéremfinFlffLT en rc_c en an der Arbeit, und ohne (:*end wl . _sparen, dtese Seuche zu unterdrücken. Wir Hürden Ja?? (TTÉYÉZ ÖFZLTUTTFJU, an fortwährend von außen neue Seuchenberde ge ur €_n. un gebe ich zu, daß wir bei de Ei . ZFIFCUZ ___Vte? nich_t immer konsequent gehandeltrhabtxxTUHr211391;1 a a er n cht aus freier Entschließung eta . ZFR L_)er Not_ gehorchend und nicht dem eiYenenr; YFZ? GTi las1en aus Rußland Schweine nacb Oberschlesien herein in 6111 e_nee eKochrYZYYTZ lttwn Iaxxslßnéischen Grenzen umgeben ist welches . e e n u re, aber eine sehr Wenk" ,t Vixhzucht hat und welches, weil es vollständigv i?! WITH? _ Winkel Dsutschlands liegt, veterinärpolxzöéxk- sehr ena ! F;?backÖteZ WTF kann_s Die Einfuhr von lebendsm gVieZ _ e etre - ngarn t eine Konsequenz der Handelsv " ' _dvaKÖLsx _eZn OFM?) wclcbdes die Landwirtschaft bat bringen YZF? &; r (1 cr auern schwere Gefahren auferlet , rechts), und das lebende Viel) aus Dänema 9 (sehr richtig! _ rk [affen wi Dankmaxk infolge seiner fast insularen Lage gegen Einsth-FFY TEU außctxOganz besonders geschützt ist. 9 on ie boUändische Grenze zu öffnen meine He _ , :ren, wi - L_vährend m der Presse gefordert wird, dazu find wir nTÖFÜTUPZTr age. Wir habsn Vorausxxeseben bei der'starken Verseuchung von Fr_c_1nkre1ch und Belgien, daß über kurz oder lang Holland durcb Mau!- _u_r_1 _Klauenseuche verseucht sein würde. Meine Herren, vor kurzem d es nun eingetreten; es ist daher gänzlich außgeschloffen daß aus HWY? lebendes Vieh hereinkommt. , * eine Herren, nun noch lebende Schweine aus d en TFT:? béYnLulcsxtson, wie das vielfach gefordert wird daLerLYTL m er_ e en, weil gerade in den nordi , ' Schweineseuche, besonders die Schweinepest, noch isréekßbSrtaFtttfxandlf lretchem Maße herrscht, und wir gerade von der Schweinepest Deutsc??- dczn? ziemlich freigemacht Haben. Meine Herren, wir wollen ja aller- ltngs das gsschlachtete Fleisch aus dissen nordischen Staaten herein- daffen, obgleich fruher uns-krere Vetsrknäre der Ansicht waren daß auch «5 gesäxlacbtetc Fleisch gkfäbrlich sei, weil die Abgänge vén diesem ?_eschlacbtetkn Fleixcb gewöhnlich an die Schwäne Verfüttért werden 46 dann angcs1kk_kt werdsn. Wir haben aber geglaubt, hier ein Ent; aege11kon11nen_ zstgen zu dürfen, Weil die Gefahr doch im Verhältnis zu der Etnfubr lebenden Visbek; als geringer zu bezeichnen ist.

& Meine- Herren, würde nun aber auch alles da " Scnckpéxnscbuß-gcsagt habe, unzutrcffend sein und FüéxéniYiYHYsden Grenzen Vollständig öffnen können, so würde die Fleischteusrun de?) bestehen bleib_en. (Sehr richtigx rkcbts.) Denn troß aUem sz oe sagt worden tst, muß ich doch dabei blEiöe-n, das; unssre Nach5arstaa§e11 ebenso_wie wir unter der Teuerung [Sidcw (Sehr richtig! rechts) Ick ernmsxe an die Interpeüation im österreichischen AbgcordnstÜ- hause. (Sehr richtig! rechts) Die Viebmengen die Von dort zu _uns einsefübrt würdcn, find sy gering, daß, fie gar nicht in Betchbt kommsn. Ganz silber aber, meine Herren wfirde unserLVtelchbt in kuxzcr Zeit infolge“ Von Vkrseucbunq uné) infol fe yon ;_Fuxckyt Vor Versenckung zurückgebcn. (Sehr riébtig' r6chtsg) Meine _.chrren, welche Zustände wären &er wohl eingetretén wen5 m_1sere FLZichz1tcht_gegenwärtig nicht dic grvße Leistungsfähigkcit/gkbabt hattk, dle fie 19131 hat?“ Dann wären die Fleischpreise noch anders in dke Höhe gegangen. (Sehr gut! rechts.) ganz Meine Herren, auf ein Mittel möchte 1 machs", _auf die Sslbstbilfe. Wir W521?" ja, 1? FFFauYYFLTT Maße die Landwirte, obgleich sr? räumlich so weit auseinander wohnen, Von diesem Mkittel (Gebrauch gemacht haben, indem sie fich zu_ Tausenden von (Geyoffenschaften zl1sammengeschloffen haben die Zveder in großsn Verbandcn verkinigt sind. Ich nenne da nu; die Molkereigenoffenscßaften, die An- und Verkaungenoffenfcbaften die Drescthnoffenscbaften und dick Kreditgxnoffsnsckpasten usw Meine H::rrxn, Wann man das in Bstracht zieht, dann fäÜt es auf“ daß di TTFYZYBWUÖUYJ Von diesem Mittel, die Spannung, zwischch - eren un c'i ' " ' MWF d(thr __ch_____sck_923_r__k_t_xé_n bsrabzudtucken, so wemg Gebrauch _ ,n [ich möchte ich noch Ein kurzes Wort über die [ei L_)a rst _von dem Herrn sozialdsmokratisck'cn Redner gFordsthYéLTranZ c Flktschbeschau aufgehoben werds. Ja, meineHerren, die Landévirte Jbe11_ke1n Interesse _an 1er Flyisckzbcschau. (Seb! wahr! rechts) ic Fleisch11kschau kostet den Landwittcn sehr viel Geld. In einer. Jahre aÜein sind in Deutschland für 40 MiUionen Vieh bei de? Fletscbbescbau verworfen woxden, das die Landwirte bezahlen müssen DIe Fleischbeschau selbst kostet 20 Millionen und auch diese Kost . MUff0l1 zum Teil die Landwirt: tragen. Di“.- Landwirte haben ch: IxteresIsc an der Fleischbeschau, wohl aber bat die ganze Bevölkerung cr_______n.e_r__e€se daran (kehr richttgx), das; fie gutes und gesundes Fleisch [ . er zu Verlangen, das; das Ausland besser behandelt wird as das Inland, das widerstreitet L1nfach der (Gerechtigkeit. (Sehr

samten Bedarfs an Fleisch gedeckt. (Hört! hört! rechts.) Im Jahre

wohl wiedar auf

Flkiscl), kraft 521).1upten kann.

nm 6, Verhältniffk geltcn für die andere '

___ __ _ _ n bayer! en Y ' " ZFWZBZU Ut (Fin klemer Ruckgang in SYweineYLjZQkQÖerzFichnein Sch _nchcüantkn verlangen die Suspkndierung der n, a__s1ve_Y1_e_F_1_ln &?th auf das PfUnd Fleisch nocb nicht 3 4 Die, 1 us; envattet man davon auf die Preisbcwegung“? über 21 „_3. steuer höher als die Zölle

Ick) YYY? He1_ren, ich_ bin am Endu- meiner Ausführungen. und auf SZ x_n.ch de_muht, die Tatsachen möglichst objektiv schließe Zhen “.“ÜUW- Ihnen darzustellen- Bevor ich aber ((When, Em_chte 1ch mir noch eine kurze Bemerkung er- ich (___-G _ck | in der Preffe darauf aufmerksam gemacht worden daß LÜNdWirtFHZxeTistHTZ (?_röffnsung einer dex.Ausstellungen der Deuéschen a JLWÜ hätte, Industrie und L “v ' waren auf einander angewiesen die Jnt _ -a_n wirtschaft beiden Faktoren seien zwar unve/xm -* eresjengegsnsaße Wisch?" diesen _ erblich, durfen aber nilt di S " annehmen, dre vergessen ließe daß wi () e charfe - - r Glieder eines Volk YFZZHTZZU'WY «Y_- Yb W“ ““ck auf diesem SWF???" , au pre en, daß die gshäsfigk, ver ited ' ÉLÜdYrZethZtr [XFX bgelngtlich der FleischnoifranggxgeT1AZité ex Wa k! “ckW- geLi net 1 ' . saémengebörigkeiWJefuhl zu Vernichten. (Sehr rgjchtjg!stx,ech?seses- ZZ" MM und bei den Nationalliberalen.) " m er

aumeésine Herren, ich möchte die Jndustrik noch besonders darauf

w____cha__?_éch§cchh_e_1_1, d;:ßdwvbl vielfach die Aufhebung der land-

_ _ 0 8 ge or ert Worden ist, daß ab€r seits s d -

xxrxßelkxséinxétreTTs)?!WERSI der Industriezöüe 930293?eran _ . , o g e es der Industrie zum r s; T

glanzend geht das; fie kaum noch einesZ [Ls (; 0 en eil so

, chußes bedarf (b" t '

rechts), wenngleich in der Industrie dio or“ bört*

_ _ Preise Wahrscbei [1 (Mr Erheblich mehr gestregen find als die Prsise in der LanTwértHTxfst?

Ich möchte ferner die' städtische Bevölkerun daran IFYTnésdiaß Klit 165€m Erbgang vom Lande ein gStü-k dfex [112711571ka Ssdta n e Stadte fließt und daß die heutige Entwicklung der

a e und der Industrie gar nicht möglich gewesen w" tLvenn ihnen nicht die Arbeitermassen zugeflossen wären die Fes, €),“)?erde Yk großLr) Kosten aufgezogen bat. (Sehr richtég! rechts.) “___u_ ___ee TZKJ nYItLeYFYFWIt kan_?_ diesechKapital- und Blutsteuer

_ _ _ , enn r ni t yon den übri en B,- volksrungsklaßen daßxenige Maß von wohlwoll L_ ? entgegengebra 1 wir , endem Verstandnis __Mn und bsséeben _du kröv__e_l_cekT_es fie braucht, um auch ibrersetts prospe-

Das, m-éine Herren möchte ich all , . en anderen Bevölkerun ak warm ans Herz legen. [Lebhaftcs Brawl) rechts und in derngZstj-Z

Anf Antraq des M), ' * -- „spreckwng dcr JsttcrpeÜaiioJ KEIM (SM) WM eine Be-

Abg. Gerstenberger (Zentr)' E ' _ . . s w LFD" im Nerchstag kennen zu lernen. Ich arxiklntWerstsxanrxßcbdekTinYeF b__ck__e_1_1_, Kx_nan _wexß r_11cht, Wasxnock) werden mag“. Eine ann eL rechtigte Öger Uh??? die hohen leisckypreise ift tatsächlich nicbtgbe: würde “so Wey?) _ese Frage ruhig und leidknscbaflslns betrachtet in wénigen SYH MITAC? 123?!th ?ZLnYEbrYTsnÉitMr Parteifreunde _ _ . a " ei“ " ' - FÜNF? _nur enze unumgangliche Folge der natürlichanEjrck1ctrwiFcklletix1nch __ beda prtungwetsen Steigen batdteLandwirtschaftgar kein Jntereffiez' LMM 1_1_e_rdes lse'lbst._ Viel mehr liegt ihr an gerechten stabile“ "___ ___rx, “Y_Y_ PZYÜZ'ÉÜTFZ _en_t_sZrechLen.d Diese Preise äber smJ schü*t wiéd in, ihrer Produktioxtml an w_trtschaft genügend ge- _ _ und Wenn die ' ' 1311251953«-«3,551an*I"f??“““YWMW __ _ _ Lmen eutend ' . 331.21,xe25.293143; F;;ZMYFMZWBW 5335393. „_enxaraus . * " FHNW Fnserem _gat1z_cn_ Flctfcbbezug vom ZZJandékeaFJdTn macth unDakZas klZZYecxdlYtßbLSLWEZÜU zum Spielbal] des HandJlJ ._ ___ u_ x_e crren Von de L' ' §b_6_r____dte_ t_eueren_7xlerschyretse smd ihnen cin wißkoYFTneleYé n?cht FLOYYSLVLZFZ WILD den leiclÉter _empfindlichen Magen Unk; _ _ _ eren. s 5111 k ' " T_er Y_HraÉtßxt 51erK*YtreWFrundbefißkr auf der TH___1_11chÉ___e_i__n,a_f_11chr _ «» gung zu agen. M" _serkstd_ßdaskchkerxybrxchote Z_c;l_)_lenmat§4rial widexlgeegjxn.dieY§M1pr?Fx _ n U11_ka11 Kauern und ' ?Zrß YYLHJIÖUYZYULFKYFHY_konstatixrt _bat, dakßrstxdjilet HYUJYtacksKt, 85 ___0 der dcutsch€n ___anerxmen JUN xxnttlkren Bauern zufäÜt. bauern und um diese handelteesfisn Klsmbauern, 14 % Mittel- _ _ 1ch htcr. S ' KTMZYFLMZYFNLL_s_a_ger;_, died AerciZ-ZT find boch Hezaul)??c1rxcncksttreosßds§§ _.,* _1xe onen reterz ' "" left Dtrektorcn m_ Drucksreicn mit 1010003TYchGUZZZ11 MÖLLER und chLZristkikjécherÉ-bcxytlgtß Vonfdc'dxxt geri_ngen Prozentsatz der Groß,??smxo _ _ _ 11 an e gk amte Laxtdw;*t"ch " ' , :md dre dtlskm Verschwindeud klsi (* U! M zu MHM _ _ nen Mile I_1_1_rfeJa_1_1_f_ch1;i_e_ FTWFeäÜLZMIschYt Zl übertragen. ZYLIFLYFUHFUYZ _ .“. m_. 0 nur eine “1" Wir haben tckwn hohe Flsixcbpreise ck "UMTS MUM“! __ _ _ _ gehabt und msd" 9“ " TT UZMYUUtk _ “21124 im Vortgcn Jahre der große FrllYseckonZYZLY? nchhi L_TJUZTWLLTIU YYZZdWIUkaétnxietr Fleisch)“ x_gqte: Woüen Sie ________ch gkdacht hätte hätte man _UC' men_.__ «ann man wirklich teu€rut1g. .Di? M01111191Ü1111JLU Gr" “L““ 'é11",18n-"ks herrschx FWW- dargclegt Werden Darum weilKZUzcx) bmfur muffen MKUUM und . , _ tkuerun [erscht ' ' F1€1sch gkkauft und dadurch ist? WNW g ) r ,wrrd wemgcr dkn Städten einqktrsten abeer ' " SÜW dcr Schlachtnngen in _ _ _ _ , ntcht 211 5 " ZZTLIfn diFtBiebzablung V0" „1904, auf! YZsOlYZ; JIMMY daß 11904a ,übFrWieekxéndsoGéßlßßviechrr)“ hdekrd die Verhältnisse kennt - or a * ' , ZZ? YZÜFMMMW. kein_ _chinvieb gebaltxn “LUTZ“ DjaLrexIn aßegtetn Die Z'lctjécht auch U_1 diesem Ithe ein ganz anderxs Gcwiachte ________z_____1 WMFJaÉZ ix WWW?" glciébedeutknd miteiner Schweine; Fläsch in Wild und GseäüxxeéhWFZ ÄFZUHTWZFWWU 1,4 MWM. _ , _ r. " ZYixchxcxnddewegen noch lange nicht Von einer 1111?ercrYxikF;1xkjn,dx§ 60 _______e_ Cn , mcm br_a_ucht_ nur daran zu denken, wie viel Hungd t mnch_1 Énky noch xabr11ch für Alkohol ausgegebcn werdén Ye an an _ cbtrgégegeudey essen_die Leute die game Wocbe [an' kein vmk das; man tm gcrtngsten ein Zurüxkgeben der Kßrper? (O_as fink; also alles nur Redensarten. Jn Ssexx zwe: Jabrkn die Zahl dcr Rinder chncmc um 28 0/9 vermehrt; ähnliche

Obcrbavcrn bat |ck die der

Zölle. Der

Differenz des böchstrn und des niedrigsten Preises ist ja

In manchen Städten find die Okirois oder die Schlacht-

Wahr! rechts.)

Oktrois abgelehnt, petitioniert abcx bei uns um Anfhebung der

selbst; Wiesbaden bat die AufbebunÉUdZs e .