1864 / 18 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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gefunden hat, während der andere Theil iiach Ludwigslust weiter ge- zogen ift. Gleich darauf traf eine Trainkolonne mit der Feldpost, Jntendantur, dem Lazareth u. s. w. ein, welche hier größtentheils auch noch untergebracht worden ist.

Holstein. Altona, 20. Januar. In einer heute statt- gefundenen gemeinschaftlichen Sihung haben der Magistrat und das Deputirten-Kollegium einstimmig beschlossen, den Herzog Friedrich durch eine Deputation zum Besuche einzuladen und zwei Mitglieder des Deputirten - Kollegiums der großen Deputation nach Frankfurt, zur Beschleunigung der Anerkennung des Herzogs durch den Bund, beizugcscljen.

Das -Husumrr Wochenblatt- meldet: Der Amtmann Jo- hannsen ist Montag von Kopenhagen zurückgekehrt, derselbe hat das Ministerium für Schleswig ausgeschlagen. Die Husumer “Kirchcnvorsteher haben auf wiederholte Aufforderung dcn Huldi- gungseid verweigert. Nach »Danncvirkeu hat General de Mcza geäußert, daß die Danncvirkcstcllung bis zum Lleußerstcn gehalten werden müsse.

Kiel, 20. Januar. Das sächsische Bataillon hat plöylich Marfchordrc erhalten,“ morgen wird dasselbe in Nortorf und Über- morgen zur Konzentrirung der sächsischen Brigade in Hohenweststcdt eintreffen. Angeblich wcrden morgen hier österreichische Truppen cin- treffen.

Schleswig. Flensburg, 19. Januar. Mit südöstlichen und südlichen Winden dauert die Kälte (Nachts zu 10-12Graden) fort und macht den Traiisport der Armccbcdürfniffc schwierig, be- sonders da wenig Schnee gcfallcn ist und Schlitten nicht benuyt werden können. Außer der 12pfiindigcn Batterie , die vor einigen Tagen nach Süden ging, ist hier eine bedeutende Anzahl von Mu- nitionswagen von Sdiidcrburg angelangt, so wie ein Transport von Uniformsstichcn zur Kavallerie. Aus den hicfigcn Lazarethen werden die Kranken jexzt meist zu Lande nach Apcnradc cvacuirt und von dort nach Haderslcbcn.

Schleswig, 19. Januar. Die hier und in der Umgegend liegenden Abtheilungen haben tägliche Fcldiibungcn in dcr Danne- virkrstcllung, insofern fie nicht bei dcr Llufcisung der Schlei, bei den Schanz- und ZBarackcnarbcitcn bcnußt werden. Man hofft, daß das Barackenlagcr beim Groß - und chindaimcwcrk bis zum Ausgange dieses Monats fertig sein und eine ganze Brigade zur Zeit aufnehmen wird, wodurch die starke Cinquarticrrmg hier vielleicht etwas ermäßigt werdcn diirfte. Obgleich der Frost die Erd-

arbeiten bcschwcrlich macht, werden dieselben bei den Schanzen, be- sonders im Norden der Schlei, dock) eifrig fortgeseßt. (Fl. Z.) _

Hamburg, 20. Januar. Heute Morgen find von Harburg 1700 Mann preußische Infanterie und 600 Mann Kavallerie hier eingetroffen. Dic tclcgraphische Vcrbiudung ist Wegen starken Nebels schiiricrig, Die fällige Post aus Kopenhagen vom Montage fehlt noch.

Nach der heute erschienenen 'Eckernfördcr Zeitung“ sollen die holsteinischen Permittirtcn, wclche sich in Schlcswig aufhalten, nicht angehalten wcrden, fich znm Kriegsdicnstc zu stellen.

Wegen des schweren Elbcisgangcs und Nebels können augen- blicklich Schiffe Glückstadt nicht verlassen.

Den vHamburgcr Nachrichtcn- wird aus Kiel mitgetheilt, daß der dortige schleswig-holstcinsche Verein beschlossen habe, die Landes- regierung zu veranlassen, dic Stroh- und Heu-Ausfuhr zu verbieten.

Die nach Frankfurt abgehende, vorläufig 140 Personen starke

Landesdxputation wird morgen in Hamburg eintreffen. Als Ver- treter der Kiclcr Kommrmc hat fich der Senator Kloß und der Bürgerworthaltcr Krause an derselben bethciligt. Lübeck, 19. Januar. Die Königl. preußischen Truppen, die seit dem 26. und 27. Dezember hier und in unserer Umgegend cin- quartiert find, wcrden , dem Vernehmen nach , einige Tage früher, als anfänglich bestimmt, nämlich schon übermorgen, am 21, d. M., ihren Weitermarsch nach Holstein antreten. Wie es heißt, werden die sämmtlichen nach Holstein dirigirtcn preußischen Truppen sich zu- nächst bei Plön konzentrircn. Ueber bevorstehendeDurchmärsche von preußischen Truppen hört man, daß solche vom 22. d. M. an wäh- rend einiger Tage durch Orte unserer Umgegend und zwar nament- lich durch Mölln und Nusse, am 25., 26, 27. und 28. Januar aber durch Lübeck selbst stattfinden werden. (Lüb. Z.)

Oesterreich. Wien, 20. Januar. Die »Wiener Zeitung- isr in der Lage, die Worte, die Se, Majestät der Kaiser an die abmarschirenden Truppen gerichtet hat , wie folgt , mitzuthcilcn:

the die heute ausgerücktcn Trnppen an ihre neue Bestimmung ab- gehen, spreche Jef) denselben meine volle Befriedigiing aus über ihre Hal- tung während der Zeit, die fie hier in Garnison waren,

Sie haben die Bestimmung, die österreichischen Waffen in fernen Gegenden zu vertreten.

Ich weiß, daß Sie uns Ehr? machen, daß Sie unsere Fahnen hoch- halten werden.

Deßhalb erwarte Ich für den Fall einer feindlichen Action, daß Sie mitddeti preußischen Truppen an Tapferkeit und Ausdauer wetteifern wer en,

Ich erwarte echie Kameradschaft mit den prcaßischen Waffenbrüdern.

Ich erwarte dir strengste Diinplin in jeder Beziehung.

Diese wenigen Worte habe Ich Ihnen ans Herz legen wollen , und nun leben Sie wohl , meine Herren, Gott geleite Sie.«

Großbritannien und Irland. London, 19. Januar. Die Aerzte haben die Besserung in dem Befinden der Prinzessin von Wales für so weit vorgeschritten erklärt, daß keine weitere Bülletins mehr ausgegeben werden sollen.

Gestern Nachmittag verschied Herzog von Cleveland , 75 Jahre alt. Es folgt ihm sein Bruder, der bisherige Lord Poulctt.

Aus zuverlässiger Quelle wird, widersprechenden Angaben ent- gegen, berichtet, daß die Kanalflotte Befehl hatte, am 13. ds. Gibraltar zu verlassen, um nach Plymouth zu segeln.

Für die kommende Session find bereits 504 sogenannter Pri- v atbills angemeldet, welche die Ermächtigung des Parlaments für die Ausführung vcrschirdcntlichrr Unternehmungen, wie Eisenbahnen, Dockbautcn, Straßenanlagcn U. dgl. nachsuchcn. Es find darunter Konzessinsvcwcrbungen zur Anlage von Eisenbahnen: in England 232, in Wales 43, in Schottland 30, in Irland 27,“ zur Anlagc von Wasscrwcrken 23, von Gaswrrkrn 28, zu Hafen- und Dock- bautcn 33," zur Anlage von Märkten 3,“ zu städtischen VcrbefferungZ- nnd Verschönerungsbauten 23," zu Straßenbautcn 23. Fiir aile dicse Unternehmungen ist es natürlich die Hauptsache, da?) Expro- priaiionIrccht zu erlangen.

'Wie der »Liverpool Albion- meldet, hat am Sonnabend cine Ver1ammlnng der Kreditoren des »Great Eastern“ stattgefunden, in weicher beschlossen wurdc, den Plan der Vcrloosung ganz fahren zu lasen. Es werden bereits Anstalten gemacht, die bis cht durch Sub- scription eingckdmmcnen Summen zurück zu erstatten.

_ Seitdem dic Blokade dcr siidftaatlichcn Häfen begonnen, find aus dem ClydeM mehr als sechszig Schiffe, deren Ankaufsprcis zu- sammen ctwir 7/0,0_00 Pfd. St. ausmacht, nach jenen Häfen aus- gaelaufcn. Eine große Verhcerung ist aber bereits unter ihnen ange- richtet worden. Von dreißig, welche vor 1903 aULZliescn, find nur vier mit heiler Haut davongckdmmcn, die übrigen find verbrannt, in Grund gebohrt odcr gefangen genommen wwrden, während von den- ]enigen, welche im Laufe des vergaugencn Jahres absrgcltcn, 5 weg- genommen, 15 noch auf ihrem Wege hin und die übrigen auf dem Riickwcge begriffen find. Einige der weggenommenen Schiffe mach- ten nur eine Fahrt, andere mehr als 3th Fahrten. Im Ganzen aber haben fie iHre Eigcnthiimer wohl bezahlt.

. Frankreich. Paris, 19. Januar. Der »Monitcur-e be-

richtet Über zwei Handstreichc, welche der von Lieutenant zur See de Jonquiéres fommandirte Dampf - Aviso *Brandon- im Monat November an der Campeche-Küfte mit gntcm Erfolge ausgeführt hat., Das Fort Champoton , das mit einem Dreißigpfi'tnder und zwei brdnzencn Geschiiyen armirt war, wurde bei Nacht von 30 Mann jenes Schiffes unter Führung des Fähnrichs Neverlée erobert, die Bastionen wurden geschleift, die Kanonen vernagelt und vom Walle gestürzt, und dem Feinde ein Verlust" von 50 Mann zuge- frrgt, worauf die Sieger wieder abzogen. Einige Tage zuvor wurde die inrxikanische Goelcttc- »Raffaeilau, welche, mit 30 Mann beseyt und einem g.,ezogenen Zwölfpfiinder armirt, den Küstcnbandel der unter franzö11schc1n Schuhe stehenden Häfen störte, von Mannschaf- ten des »Brandona dicht vor dem Hafen von Campeche angegriffen und in den Grund gebohrt.

„Die »France- meldet heute: »Der Kaiser und die Kaiserin von

ertko werden am 2. oder 3. Februar in Brüssel eintreffen, dort einige Tage verweilen und dann direkt nach Paris kommen.- , Wie die »Jrancca meldet, sind die zwölf japanischen Jüng- linge, welche der Taifun in Europa ausbilden lassen will , bereits im Dezember von Yeddo abgereist und zwar mit einem englischen Schiffe, das zunächst nach Ncw-York geht. Sechs von ihnen sollen drei Jahre in London und die anderen sechs drei Jahre in Paris fich aufhalten, dann gehen erstere nach Paris und leYtere nach Lon- don wieder für drei Jahre.

Marschall Forey hat durch Kaiserliches Dekret vom 1Ztcn d. die Militair-Medaille „verliehen erhalten.

„» 20. Januar. Wie der heutige vMoniteura meldet, find die Ratistcationcn des franzöfisch-italienischen Handelsvertrages gestern auSgewechselt worden.

Italien. Turin, 19. Januar. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses zeigte Crispi an, daß er die Regierung über die Personen interpellircn werde, welche cines Attentats auf das Leben des Kaisers der Franzosen angeklagt seien. Er behauptete ferner, daß keiner der Verhaftetcn an der Expedition von Marsala Theil genommen habe.

Türkei. Aus Dscheddah, 30. Dezember, wird über Triest 19. Januar, gemeldet: Von hier find Truppen nach Odcidah abge- gangen, um diese Stadt gegen die Beduinen zu schüßen. Der Auf- stand in Yemen nimmt zu, die Beduinen mußten zwar wegrn der Verheerungcn, welche die Blatternkrankheit anrichtete, die Stadt Mocca räumen, fie halten aber das flache Land beseht und raubten akle Kaffenvorräthe in Mocca. Dscheddah selbst ist ruhig. Abd-cl- Kader ist gestern von Dscheddah nach Sambo abgegangen und unternimmt einc Pilgerreise nach Medina. - Aus Massanah wird gemeldet: Kaiser Théodor wolle Dejean gegen ein Lösegeld Von

würden.

-' Spott und Hohn gereichcndc Ernennungen enthielten. ; des Cirkulars heißt cs: ? Regierung mir anvertraute (Hencral-Organisation beschränke, so würde es unter andern Umständen fast überflüsfig sein, die Agenten und Orga- ] nisatorcn diescr Abtheilung warnend darauf hinzuweisen, daß die National-Regierung lediglich durch Vermittelung des höchsten und ; verantwortlichen Beamten dcr Gcneral-Organisation mit aklen iibri-

BHW

3-400,000- Franks in Freiheit se'ßen. Die Nachricht von der Ein- kerkerung des englischen Konsuls wird widersprochen. Theodor be- kriegt jeßt die Völkerschaften an den Ufern des Bahr-cl-Homran. Rußland und Polen. Von der polnischen Grenze, 19. Januar. Microslawski hat an die Agenten und Unter-Organi- satoren der General-Organisation cin Cirkular zur -allgemcinsten Verbreitung- erlassen, in welchem cr fie warnt , den in leßter Zeit wiederholt über seine Entlassung verbreiteten Gerüchten Glauben zu schenken. Als Urheber diescr valler thatsächlichen Grundlage ent- behrendena Gerüchte bezeichnet er russische Polizei- Agenten, die fich

', mit der Fabrication falscher Dekrete der National-Regicrung beschäf-

tigten, die dann von einer gewissen polnischen Partei (der Czartorys- fischen), die von jeher der Nationalsache durch Jntriguen und Schü- rung von Parteizwist geschadet habe, mit auffallender Gcfliffentlich- keit verbreitet und in ihrem selbstischen Partci-Jntcresse arisgcbeutct Aus derselben Quelle wiirden auch gefälschte Dekrete dcr National-Regicrung in Umlauf gescßt , welche der Nationalsache zu Am Schlusse »Da ich mich auf die von der National-

gen Organen und Schichten derselben in Rapport sicht, und daß fie

. dcm gedachten Beamten inchheim ihren WiUcn kundgicbt, lediglich 5 durch Vermittelung des durch Dekrrt vom 16. Dezember bei ihm angestellten außerordentlichen Kommiffars, dessen Namen und Cha- ' rakter der Nation wie ganz Europa bekannt ist. ohne Ausnahme alle Befehle, Beschlüsse und Kundgebungen, wclche Ö scheinbar mit dem Siegel der National-chicrung versehen sind, aber nicht auf dem geordneten Wrge an ihre Adresse und in die Oeffentlichkeit gelangen, mindestens verdächtigen Ursprungs sind, und von jedem wahren Polen als verbrecherische Fälschungen verfolgt ; werden müssen.“ -- Die rcvolutionairc chicrnng hat für den preußi- schen Anthcil eincn *Vollzichcnden Aussthußcq wie solcher in Litthauen ; besteht, eiiigcseßt, der mit dem 1. Dezember 1). J. seine Wirksamkeit " begonnen hat. Befreiung Polens DiZziplin und Einheit zu bringen.

Daraus folgt, daß

Aufgabe dieses AuÖ'schusscs ist, in die Thätigkeit zur

„_ (Osts- Z.) «ckWedeu und Nr.:rWegr-rr. Stockholm, 14. Januar.

Im heutigen vDagblad-c, das mit der Regierung in Verbindung

,; steht, wird derndnstrirt, daß ein Krieg Schwedens mit dem deutschen ; Koloß unserem Lande ungeheure Kosten aufbürdrn würde, zu deren " Beschaffung dic Hülfsqucllcn des Landes nicht ausreichen wiirden. Nach allen Richtungen hin würde ein solcher Krieg uns unerscylichcn 'I Schaden zufügen, ohne daß wir nach menschlicher Voraussicht fiir *" Dänemark das Mindestc von wirklicher Bedeutnng ausrichten könnten. Es sei eine christliche und politische Pflicht, vor Allem sein eigenes * Land und Volk vor unberechenbaren Leiden zu wahren und fick) , nicht in einen Kampf zu wagen, ; niinftigcr Berechnung unsere Stamnwerwandten micht zu ihrem . Recht Vcrhclfen werden und für welchen wir als Belohnung nichts , Anderes zu erwarten haben, als die Ehre, wclche schwedische Tapfer- * ;, keit unzweifelhaft auf dem Schlachtfelde ernten wird.

durch welchen wir nach vcr-

Einc kluge und nationale schwedische Regierung müsse fick) deZhalb bei dcr deutsch-

Durch Dekret vom 15. Dezember wird angeordnet, daß der

*, Eiirgang zum Hafen von Stockholm Und Karlskrdna durch Ketten . Äsperrbar gemacht Werde. bezüglichen Arbeiten unter Aufsicht des Chefs des Ingenieur - Corps -. vornehmen.

Ü Stockholm zählte Ende 15563 110,066 Einwohner, Ende 1862 Z 2490 Personen weniger.

Die Königliche Flotte wird die hierauf

Dänrmark'. Kopenhagen, 17, Januar.

haben.

', storbrncn Königs dasselbe Verlangen gestellt.

Eine Bekanntmachung des Finanzministers Monrad vom 15. d. M. lautet wie folgt: So lange die gegenwärtigen VcrdältniUc

a'uch sslche Obligationen mittlerweile hier zur Notirung oder UM"- tausc'hung nicht angenommen werden. Dieses wird hierdurch "ut öffentlichen Kunde gebracht, damit ein Jeder beim Ankauf von 134“- gationen darauf aufmerksam sein kann.

Amerika. Der Dampfer vNorth-Amc'ricana ist mit Nach- richten aus New-York vom 9. :d, in Londonderry eingetroffen. Nach denselben ist im Senate vorgeschlagen worden, eine Million Freiwilliger auf 90 Tage cinzuberufen und diese * unter den Befehl des General Grant zu stellen. Die Konföderirten haben, nachdem sie die Unionisten aus Burlington vertrieben, sich aus der Nachbar- schaft von Winchester und Petersburg zurückgezogen. General J ohn- fton hat seine Linien 35 Miles von Chattanooga formirt.

Rio de Janeiro, 24. Dezember. Die Deputirtenkammer ist seit dem 14. d. M. versammelt, um die Wahlprüfungen vorzu- nehmen, und hat darin bereits so weit Fortschritte gemacht, daß die Session zur angeseßten Zeit wird eröffnet werden können.

Aus Montevideo wird vom 15. Dezember gcmeldet, daß das Gerücht von einer Niederlage , welche Flores dcm General Me- dina beigebracht haben sollte, unbegründet sei. Eben so Wenig ist aber auch Flores von den Regierungskruppen besiegt worden; er scheint einem Konflikte auszuwächen und ist zum vierten Male über den Rio Negro zurückgegangen, Das Gebiet nordwärts von diesem Flusse ist ganz in seinen Händen und denen seiner Partei- genossen. General Servando Gomes ist Flores über den Fluß ge- folgt und sucht zunächst die von den Jnsurgentcu unterbrochene Verbindung mit Salto und Paysandu wieder herzustellen. In- zwischen hat fich der Zwiespalt unter der Regierungspartei, den Blanco's, in der Hauptstadt erweitert und wird , wie man fürchtet, am 15. Februar, bei dcr Neuwahl des Präsidenten des Senats, der Verfassungsmäßig zugleich Vicc-Präsident der Republik ist, zum offe- nen Aquruchc kommen. Man glaubt sich den Rückzug des Flores iiber den Rio Negro daraus erklären zu können , daß er dort das Resultat des Vcrfaffungskampfes abwarten will , deren Ausftrll ihm ohne Schwertftreich zum Herrn der Situation machen könnte. Zu allen Wirren im Innern kommrnoch ein diplomatischer Zwist, in welchen Uruguay mit der argentinisch-xn Conföderation geratben ist und der zur Folge gehabt hat, daß fich der argentinische Gesandte Marmot und die argentinischen Konsuln zurückgezogen haben und die diplomatischen Verbindungen abgebrochen worden sind. Der Prä- fident dcr argentinischen Confödcration, General Mitre, hat bereits den Kriegs-Ministcr nach drr Justi Martin Garcia geschickt, um fie fiir den Fall eines Krieges mit Urnguay in Vertheidigungszuftand zu sehen. Auch find argentinische Truppen und Kriegsschiffe dorthin abgegangen,

Tclegraphischc Depeschen aus dem Wolff'schcn Telegraphen-Bürcau.

BreSlau, Donnerstag, 21. Januar, Morgens. Nach der -Schlcfischcn Zeitung-e wird die Beförderung der österreichischen Truppen von hier nach Berlin am Sonntag beginnen und in Extra- ziigen alle zwei Stunden vor fich gehen. Der Güterverkehr ist auf der ganzen Bahnstrecke beschränkt Und in Sorau, wo die Truppen

; dänischen Sircitfragc passiv verhalten, CWC Politik, wclche die kiirz- IMM MWM- JÜNZ eingestellt.

lick) hcimgcrristcn Mitglicdér der Reichsstände auch angerathen und » Jwelche die große Mehrzahl dcs edlen schwedischen Volkes gebil- *_ ligt hat.

Hamburg, Donnerstag, 21. Januar, Morgrn-Z. Lie Ham-

“: bUrgcr Nachrichtem melden ans Altona, daß der Senator VOJLer ' und die Deputirten Donner und Pocher gestern Abend nach Kiel

gereift sind, um dem Hrrzoge Friedrich die Einladung der “Stadt zu Überbringen. Heute Abend halten die Mitglieder der grrßcn Lanchdeputation nach Jranffnrt in Altona eine Versammlung ab*

London, Donncrstag, 21, Zamiar, Vormittags, Dir *Timesc spricht von einem Gerücht, daß Dänemark ich ein r*rrx'ébniicßes

„_ Der Nlstix ? Ancrbieirn mache, fick), vorerst natürlich noch nicht in fdrmeücr minister (Tasse bat unterm 14. d. M. auf Befehl des Königs einc , Aufforderung des Inhalts an die Inhaber von Privilegien und » Gnadenbczeugungen aus der Regierungspcriode Königs Frederik U11. 2 gerichtet, daß dieselben, in sofernJfic in dem Königreich Dänemark, , ' »3' ;.„,.... ._-_„ 111;ÖÖLÖLZUZFZZUOTYYFZUFFUZFZIÖcknklclj„1115299211?IZ)AZVngildmielxnsxchtiX jestat dcs Konigö, ch Allcrdurchlaurbtigrrcn Protektrrs drs Rarwnai. im Auslande wohnen, bis zum 1. September d. I. das ihnen cr- Thrilte Privilegium zur Nllcrhöchstcn Bestätigung an das Iustiz- J ministerimu fiir das eigentliche Königreich Dincmark cinzusendcn Z Gleichzeitig wird an die Jnhabcr von Bcsiallungcn dcs vcr- Z Kommiffariai Osterode. j von Brandt auf Tannenberg. Zsariai Gumbinnen. - „& „_ . , _ _ fortdartern, wird keine Ucbcrfiihrung der Zinsen von Staats-Odli- ? "M|“; ÖM KNUIUMU Kkklökäiirn - chdanrcn Lvexcvert zu „xrevdskrug. gationcn odcr Tontincn-Policcn, Von wclchen die Zinsen im lryten Termin auf eine holsteinischc odcr laucnbnrgischc öffentliche Kasscan- KUPW zu Flatow. gewiesen wurden, zur ArtIzahlung bei einer Kasse im Königreichc 7 oder im herzoglichen Schleswig gcwärtigt werden können, so wie ?

Weise, znr Siispcndirrmg der Novcmder-Verfaffrmg r*rrrilichte.

National-Iank. Sc. Königlich „Hoheit der Kronprinz baden im Numrn Hr. M.:-

Danks fiir Veteranen, folgende Personen zu Verwaltungs-, deziedungsweiic zu Ehren-Mitglirdcrn der Stiftung zu ernennen und die Patente fiir diricircn (16 (1310 Berlin, "den 25. Dezember 1803,- Höérüeigcndändig zu rri'xziedén gerulict: * ..

[. Regierungs-Bczirks-Kommissariar Königsdch: Kretz- an KrciI-Kommiffarius: DTU Königl. Landrgrd li. Regierungs - BezirkI-Komrnxxo Krci-FL-Kr:111:1€17.1riar Heydexrug. Zum SQaß- 111. chicrungJ-BezirkéKommissariat Marienwerder. Kreisz Kommiffariat Flatow. Zum Kreis - Krmxmsariris: den Kömgl. Linusraih Zu Ehren - Mirgiicdern: den Majorarsdeüßn VVK Schönborn anf Ostrornrßkr, den Körrig1. Premier-Lieuicnani uud COMO. Führer im 3. Bar. 3 Osrprsuß. Landrrcrr-chimenks Nr. 4,- T dirrnm 21