wirkend sei die Verficherung der Regierunéz, in ihren Friedensbemühungen fortfahren zu wollen, wahrend doch bcanntlich eiue Entscheidungdschlacht
fich vorbereite. Lord Russell habe in der vorigen Session durch icine De-
peschen und deren Deutungen die Deutschen zu aggresfiven Schritte" ei"- *
muthigi, während Lord Palmerston in der lehtcn Siyung derselben) „SMM erklärt habe, Dänemark würde in einem Kampfe um seine Integritat mtht allein sichen. Wohin man somit blicke, Konfrision der Begriffe und Erkla- rungcn. Die Eider sci überschritten, die Regierung spreche noch von VW mittelung und Dänemark siehe allein.
wollen. Majestät Regierung gleiche in dieier dcutsch-dänischcn Lin-
Ihrer
gelegenheit einem chiffen Prinzen - nicht einem Augusicirburg odcr (Hiiicks- :
burg »- aber jcncm unglücklichen dänischen Prinzen, der wankelmiiihig in seiiien Enxschliissen, ausricf: ) ) Die Zcit ist aus den Fugen: Schmack) und Gram, Daß iii) zur Welt, sie cinzurichtcn, kam. )) )) Dic Minister seien aber gerade dazu da, sie einzurcnkcü, siait )dcffcn)abcr haii)c)n 1ic es in dem !cytanalbjahrc künstlich so weit gebracht, daß sie ]Lde)NUllL'tkU “von fich entfernt hätten. Solltx drr cdle Lord daran,? erwidern, dic Oppo- sition möge einen positiven Vorschlag machen, ) so erlaube er (Redner) _) vorn herein sich zu bemerken, das; dies nicht die Llufgcidc der Opposition im und sollte der edle Lord dic stereotype Frage gebrauchen: Weirn ihr dem Ministerium nicht Vrrtrmit, Warum sagi ihr es nicht gcrrrdcausé io wollr. er ebenfalls von vorn herein erwidern, daß dies bei panciidcr Gelegenheit Wok)! geschehen kiinnte. Bis dorthin möge die Regierung dcm Parlaniciric rcincn Wein cinichcnkcn über das, was geschehen, iiber die vcrungiiickiiZMU) sion von Lord Wodehouse, und möge dcm Parlamente seine _fcrncrc Politik aiisciimirdcrscßen, damit dieses fick) fiir oder gegen dieselbe iruswrcchcn) könne. Lord Palmerston crwidcrt: Dcr chrcnwcrihe Redner klagt Uicht den Inhalt der Thronrcdc an, sondern das, was in ihr fehlt. Wir haben (iloxx; Wiederholungen vermeiden wollcn. Unscr Festbalicn an der NLUÉMUWÜ gegen Amerika haben wir zu oft bekundet, umßdaruber iioch) ein Wort der- licrcn zu rriiiffcn. Während gewiclsigc Diskrimioncn mri einigen srcrrrdrn Mächten cxisiircn, konnten wir nicht gut den iiblichczi Pasius 'von ancitig freundschaftlichen Beziehungen in die Thronrcdc ci111chich€1)1: Darf; un1crc versöhnlichen Vorschläge zu GunstcnPolcns gcscixeitcrisind, weiß allc)W-cli, und daß unsereNniwort aufdie Kongrcß-Einladrmg Frankreichs unhösltii) gelernter habe, sickle ich aufs cnisclxicdcnstc in Abrede. Wir haben mir dficrrhcrzigcr, aber nicht UUhöfliÜMk als die kontinentalen chicrmrgcn gmntworicw Kon- gresse können mir unter gewiffcn Verhältnissen, wic sicz. B. 1111Jal);rc)1i)15 gc- wescn, ersprießlicl) wirken, Dmrmls bestand der Kongreß cms Iiegirrnngcii, dercn Heere Europa irriliiairisch [dcscxzt hiclicn. Jth dagrgen haltcdic Majoriic'it keine Macht, die Miuoritäi ;,u zwingcn, )mid dcr?» Oiciulicri))c111cs Kongresses wäre daher absolut null. Weder Oesterreich iwc!) Jiiilicn wurdcn sich dazu verstehen in einem Irakiate dic gcgcnwc'irtigc Lage ihrer rcspciiwen Staaten zu einander als auf ewig bindend und bleibend anziicrkrmien, und statt dem Frieden hätte der vorgeschlagene Kongrrß lVÜhk1chklUlich "drm Kriege auf die Beine geholfen. Oder hätten wrr, Um recht) hoslici) zu sein, nach dem Beispiele des ehrenwerthcn Rcdnch, dcin Ka1icr)dcr Franzosen ctwa ingen sollen, daß sein Vorschlag cm )gcsilyci'icd Manöver sci ? Nein, denn wir glaubten an die Aufrichtichit dis Vorschlags, und ivcnn wir ihn ablehnen zu nrüffcn glaubten, hofften wir doch, unserem guten Eiiwcrsiändniß dadurcl) nimmer nahe zu irctcii. In der That kann ick) dcm Hanse, gestützt auf betreffende neuere Mittheilungrn, die Versicherung geben, daß die Bczichungcn der bcidczr Regierungen zu erzi- ander cht eben so herzlich smd, als sie Vor dem betrcfsendcnDepciclicnrriccvwl waren. Was die schleswig-holsteiniscl)e Frage angeht, wurde der Regicrrrirg von dem cl)rc11nierthcn Redner der Vorwurf gemacht, sic verfolge gar keine oder doch eine höchst konfuse Politik, dcm erlaube ich mir cnischirdcn zu widersprechen. Ist eine Vermiticlungspoliiik denn gar keine chr eme drr- dammenchrihc Politik? Der Redner scheint der Anitchi zu 1cm, daß wir Behrifs Ausrechthalfung dcs Traktais von "1052 statt diplomatischer sofort kriegerische Schritte hätte thun mußrri. Das ist unsere Meinung nicbt. Uns schien es recht und [v)iliig, * eiiie) Versöhnung auf diplomatischcm Wege zu versuchen, )und m dreier Pdliiik haben wir Erfolge von hohem Grade erreicht. Wir hadi'n iiachgcwieirn, daß die deutschen Mächte, wenn sic Dänemark anderer, Weise. nicht zur Cm-
„
haltung seiner Verpflichtungen vermögen können, ein Richi haben, dem,
Könige, den fie irakiatSrnäßig anzuerkennen verpflichtet sind, Krieg zu er- klären, dagegen aber kein Recht haben, “sich von dem betreffenden Traktxit loszusagen und den Prinzen von Augustenburg als Herzog von Holstein anzuerkennen. Ueber diesen Punkt ist viel Vcrhmidelt worden, und es freut miei), miitheilen zu können, das; erst vor wenigcn Stunden von Seiten Oesterreichs und Preußens dic Mittheilung eingetroffen ist, des Jnhglis, daß sie zur Erklärung bereit seien, dem Traktatc von 1852 treu zu bleiben und die Integrität der dänischen Monarchie in Urberciristimnmng mit den Bc- stimmungcn dieses Traktats aufrecht zu halten. Um unparteiisch zu 1e1n, muß ich gestehen, daß die Deutschen auf der einen Seite sich)c)incr großen und nicht zu rccbtfcrtigendcn Aggression, die Däncn andererseits sich der. Nichterfüllung ihrer Verpflichtungen schuldig gemacht hach. Zu- dem Oesterreich und Preußen den Bund bestimmten, eine Exc- cuiion statt einer. Occupaiion in Holstein vorzunehmen, bczeigten sic sich cnt- schieden freundlich gcgen Dänemark. Daß der Bund überhaupt bcrccliiigt sei, zu entscheiden, wer in Holstein Herzog sein solle, stellen wir aufs) Ent- schiedensie in Abrede. Aber es handelte sich noch um einen anderen Punkt, um die November-Vcrfaffung, Welche, wir müssen dies zrigestclxn,“ wenn nicht thatsächlich, so doch in Wesenheit die Incorporation Schleswigs in Dänenmrk bezweckte. Oesterreich und Preußen verlangten die Zuriiiknaliiric dieser Verfassung, stellten aber leider einen so kurzen Termin, daß es p)hyxi1cl) unmöglich war, ihn einzuhalten. Wer Unmögliches verlangt und mit (He- walt droht, wofern dieses Unmögliche nicht geschehe, stellt fich selbst auf den Standpunkt desjenigen, welchcr Unrecht hai. Umsonst drangrn wrr)gc1)nc)in- sam mit Frankreich, Rußland und Schchen auf die Gewährung eines [aii- geren Termines, Oesterreichs und Preußens) Truppen rückten gewaltsam m Schleswig ein und wie Jedermann weiß, ist der höchst bedauernswerihc und
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Mit solchen Phrasen trete dic Rc- ; gierung vors Parlament und scheine diesem die Initiative überlaffcn zu i
von "
unserer Meinung nach nimmer zu rechtfertigende Kampf ausgebrochen. Noch machten wir obwohl der ehrenwcrthe Redner behauptete, wir hätten gar keine Politik _- einen Vernritielungsvorscylag, indem wir sagten: Ihr wollt Schleswig als materielle Garantie bcseßcn. Das ist ein höchst gefährliches Prinzip. Das (Gebiet einer schwachen Macht durch eine starke als materielle Bürgschaft für gestellte, Forderungen, wegzunehmcn, ist ein für die Unabhängigkeit jedes kleinen Staates in Europa gefährliches Prinzip,“ Rußland hat danach in den Donau-Jiirstenthümern gehandelt und die Folge war der Krimkricg. Liber, fügten wir hinzu, wir bietcn euch eine diplomatische Sicherheit. Wir schlagen vor, daß ein, einem Traktat äquiva- lentes Protokoll diirch die Vertreter Englands, Frankreichs, Ocstcrreicds, Preußens, Rußlands, Schwedens und Dänemarks in London gczeichnctwcrde, in welchem Däncnmrk verspricht, möglichst sclmcll Schrittezur Abschaffung der November- Constituiion zu thun, daß der dänischen Regierung dazu „Zcit gegönnt werde, das; England, Frankreich, Rußland imd Schweden ficli ge:;cn Oesterreich und
' Prcußcn fiir die Erfüllung diescr Bedingungen grwiffcyiiaßen verpfänden
und dais; Ocstcrrcick) und Preußen diesc Traktats-Biirgschafi statt der gefor- dcricn Tcrritorial-Biirgschast aimchmcn solltcn. Sie entgcgnctcn, es sei zu spät,“ die Truppen könnten an der schleswigsclwn Grenze nicht bis zum Zu- sammentriti des dänischen Parlirmcntcs warten, und vielleicht wiirde dies am Ende die Virfaffmig doch nicht zurücknehmen. Daraufwir: Wir können nicht glauben, daß das dänische Parlament in Anbetracht der gefährdeten Lage des Landes und der vom Könige iibrrtwnmrcncn Verpflichtungen sich zu einer Weigerung cnischlicszrn wird. Wir können nur sagrn, dirß, wenn ihr Unseren Vorschlag mmehmi und Dänemark sicl) weigert, lcßtercs den Vor- wurf dcs Unrcchis wird iragcn müffen, wiihrend idr dann von jcdrr bc- licbigcn Macht Uwriiliscié-cn mid matcricllcn Beistand erhalten könnt. So stehen die Sachen. Schließlich haben die deutscié-cn (ri-roßiriäclitc erklärt, sie wollen uns [mldmiiglichst eiiie formelle Deklaration zusenden, das; sie am Traktatc Von 1852 und an der Erhaltung der Integrität Dänemarks fest- halten, ders; die Invasion Schleswigs iiicht zur Zerstückelung der dänischen I)ionarchir unternommen nwrdcn isi, Und das; sie sicli verpsticbtcn, Schleswig zurärimcii,1“obaid dir Bedingungen, um dcrenwichn sic cingcriickt seien, erfiillt sein werden. Wir werden nicht crmangcln, die betreffenden Akten- stiickc vorzulegen, Und ich wage schlicßlick) 'die Hoffnung außzusprcchcn, daß Unsere Politik, wclchc cim“- Fricdcnspdliiik isi, drn Beifall des Hauses nnd des Landes erhalten wird. NacHdcm iioch mehrere eriicr das Wort gc- nommcn, wird ric Adrcffe genehmigt.
_ 0. Februar. Die Regierung Veröffentlicht die iiber die ja- panefischc Angelegenheit gewechselten Depeschen, 76 an Zahl. Ihr Inhalt bczicht sich ans Aiiwcisimgcn fiir die Armeen und die Flotte und auf faktische Vorgäiigc.
' Durch Königliche Ordre ist das Prädikat »Königlichc Hoheita Und der Titel »Prinz« resp. -Prinzesfin«, wclche fiel) bisher auf die Kinder des Sorwerains beschränkten, auch auf die Kinder der Söhne dcs jeweiligen Sorwcrains von Großbritannien und Irland ausge- dehnt worden,
Die Königin eröffnete gcsterm die auf ihren Befehl erbaute Schule in Whippiughmn auf der Insel Wight.
Dcr Prinz yon Wach wohnte nebst drm Prinzen Eduard von Sachscn-Wcimar dcm Wettrcmicii bei Windsor bei.
In der ALUÉÖWOHUUUJ Lord Paliiicrsirrns faird heute Nachmittag ein Kabinctsrath statt.
In der gcstrigrn Unterhanssiizring richtete Sir L. Palk an dcn Präsidenten des Handclsmnis die Frage, ob eine arts cinem prcußiichcn Hafen an einen englischen Kaufmann auf englische Rech- nung konsignirtc Ladmig im Fall der Wegnahme des Schiffes re- spektirt werdcn wiirde, so daß sie auf ein englisches Schiff umge- ladcn werden könnte? Mr. Milncr Gibson: Die Frage bezieht sich wohl aiif daS preußische Schiff, das mit einer englischen Ladung an Bord von einem dänischen Krcrizcr aufgebracht worden ist. Ich denke bcjahcnd antworten zu kömicn, insofern Dänemark der Pariser Erkliirmrg beigetreten ist. Der dritte Paragraph der Erklärmig lau- tet: »Mit QluÖnahmc VOL“! Kricgdschumggcl sind neutrale Wanken irritcr Fcindcdflcrggc dcr Corrsiöcation iiicht rmtchorfcn.a
An Stelle Ihrer Majestät der Königin wird vor Ostern der Prinz von Wales ein oder mehrere Leders, die Prinzessin von Wales cin Drawing-Room abhalten. Auch noch iiach Ostern Werden dcrglcichcn Aufgaben dem Prinzen von Wales Und seiiicr Gemahlin zufallen.
Frankreich. Paris, 5. Februar. Dcr »Mdtiitcura ver- öffentlicht folgenden AUSzrtg aus einem Briefe, dcn dcr Erzherzog Maximilian von Miramare unterm 4. November an den (Henc- ral Almonte geschrieben hat:
Nehmen Sie es als gewiß, mein lieber Genrral, daß ich in kcinerlei Weise bedenklich bin," irreiriC'ntschluß ist gefaßt und seit meiner am 3.0kto- ber gegebenen Antwort Mexiko und der Welt bekannt," um die Zügel der Regierung zu ergreifen, erwarte ich nur noch die Erfüllung der Bedingung, die mir iiicht nur meine eigene Würde, sondern vor Allem das Interesse Ihres Vaterlandes zu stellen geboten. Diese Versicherung habe ich Ihnen bereits in meinem Briefe vom 9. Oktober gegeben, und es ist mir lieb, dieselbe hier zu wiederholen. Sie können von meinem Briefe den Gebrauch machen, der Ihnen geeignet erscheint, die etwa in Mexiko noch bestehenden Zweifel zu heben.
' Das am 15. Januar von Vera- Cruz abgegangene und am 14tcn d. M. in St. Nazaire fällige Postschiff soll nun die Depu- tation mitbringen, welche dem Erzherzogs meldet, daß die von ihm gestellte Bcdingrmg erfiillt, d. h, das; der Beschluß der Notabcln- Versammlung van den Provinzen des Landes bestätigt worden. Weiter wird dann dem »Monitcura gemeldet, daß Bazainc im
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Marsch auf Zacaterqs war))rmd Douay fich von Lagos auf Guada- [ajara geivandt hatte, wahrend Castagny die flüchtigen Truppen Uraga's hcßte. Ueberall wurden die franzöfischen Truppen mit
Jubel aufgenommen,“ jeder Ort möchte eine kleine Garnison dieser ,
" Soldaten haben. Doblado, Uraga, Etchcgaray und mehrere andere _“ Fuarisien haben erkannt, daß der Kampf zu Ende ist, und werden nicht säumen, fich dem Kaiser anzuschließen, der cht unter den glück- lichsten Ausfichten in sein Reich einziehen kann. '" Der gestrigen Sißmrg der Akademie, in weicher (Hraf Carné: _.. seine Antriitöredc [)iekt, wohnte (incl) Tbicrs bei. Der »Monitcur- -' bringt heute den ganzen Wortlant dcr Von CÜL'UÉ mid Vicnnct gc- haltcncn Reden. Das dem gOsOHJCbMÖLU Kiirper gestern zugrgangcnc außer- ordentliche Bridget pro “1-“65 weist cim" Arisgabo WU 10J650,000 “ Jr. (wovon 60,753,000 Fr. fiir öffentliche Arbciicn und 14,000,()00
fiir die Marine) UNd cine Einnahme VM i0-“4,750,00() Jr., worin - dic ([)iiiriiickUir mid cochrrrcsckiric1ischcn Krichciiischiidigiiiigcn eirthalten :
aus. Die »Francca meldet, das; VOL'gkstLkU, (1111 I. d., drci prcnßiscße Krichdampfcr, einc Fregatte und zwci Korvetten, auf der Rhede von Brest vor Anker gcgmrgeu smd. - (5. Fcbrrmr. Gestern smnd
ÜW-
im Senat der Bericht des
' Grafen Casabianca iiber die Darinwrrscbc Petition, welche die An- *
millirrmg gewisser vom Minister ch Jiim'kn vcrfaffrmgöwidrig vcr- hängicr Prcßstrafcn verlangte, arif drr Tagesordnmig. Der Antrag ' dcr Kor-nmisfion laiitcrc auf die »Vorfragc“, d. h. auf Abivcisung „ ohne DiSkusfion. Da weder Priiiz Napdlcom noch Vicomte de' [a F Gucronniérc das Work begehrten, sd schwiegen ami) dcr Sinats-
[- Minister Roudcr und der Vicc-Präsicht ch Staatsraihcs dc For- *
“-* cade la Roqnctte. Der SixzimgIbcriciM dcs "Mdiiiicura meldet da- (“ her, das;, da Niemand das Wort verlaiigtc, dic Borsragc zur Ab- ' stimmimg gestellt und angenommen ward. Dasselbe Schicksal halten Ü) drci Petitionen, die sich iibcr vcrsaffrmgswidrigc Wablniachinationcn dcr chicrnng beschwerten. Dcr Baarvorrati) der Bank von Frankreich wird auf 191 37 Millionen angegeben. ],; Die Königin von Spanien hat, wie die »Madridcr Zeitunge- mcldct, ihre Einwillignng zur Vermählung der ältesten Tochter des Herzogs von Montpcnsicr, Viaria Jsmbclla (geboren 2]. September 1848) mit ihrem Vcttcr, dem (Grafen Oanaris (geboren 24. August 1838) gegeben. Durch Kaiserlichcs Dckrci vom '7. September 1054 wurde die “;“Kommisfion eingesexzt, Welche die Herausgabe der Korrespondenz éZNapolcon's ]. besorgen sollte. Bis cht hat dieselbe bekamrtlich * 15 Bände vrröffrntlicht. Da indessen mehrere Mitglieder verstor- “.“ ben und “andere behindert sind, aiich ferner wie biSHcr an [ der großen Arbeit mitthäiig zu sein, auch das Material »“sich in ungeheucrcr Fiille häuft, so ist dlll'ck) Kaiserlicher? Dekret Vom 3. d. M., " Kommission cingcscßt Wordcn, an dercn Spißc dcr Prirrz Napoleon *siri)t. Die Mitglieder derselben sind Graf Walcwskr), Senator Thierry, Graf Labordc, (»Mncrai-Dirckwr dcr kaiserl. Arcsiidr, Sainte- Bciwc vom Institut und Oberst Fach, Adjrirant drs K'iriscrs. Dic “'Sccrctaire werden Vom Prinzeii Napoleon crmrmrt. * Aus Ncw-York meldet der *Mdiritenru, das; die auf irlcgra- épliisciwm Wege von San Francisco gekommenen Nachrichten aus Mexiko schr befriedigend lauten: »Bazainc war am 5. Jaiirmr in ,;GUadalajara mit 14,000 Mann eingerückt; Uraga staird mii 4000 Mann in Colima, war aber von allcri Seiten rimzingelt; man darf sagen, daß das ganze Land cht von der Intervention bcscizt ist;
alle Wii11sche sind schnlich an dic schleunige Ankunft V,)Taximilians [. 47*Z'-,gerichtet.- *LZUrtugal. Das »Paysa erfährt diirch Privatdcpcsche aus ???Lissabon, daß der Kricgsiniirisicr Vicomte Sa da Bandcira Und der ;;Miirisier des Innern Herr Anselmo Bramncairip ihre Entlassung eingereicht haben, weil die von ihnen bcziiglicl) dcr Reorganisation der Armee gemachten Vorschläge von den Cortes zurückgewiesen ZYWordcn waren.
Man liest in dcr »Gazzctta militarcn, daß beson-
Italien. ) ) * ) ;derc Befehle an die Obcr-Korrrmaiidantcn m den kinzclncnProvmch ??ergaiigcn find, so viel als möglich die Arlsbildrmg dcr neuem Rc-
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i;»“krutcn zu beschleunigen. Die Arishcbmigslisicn der Altersklasse von 1843 sollen dieses Jahr viel friiher als gewöhnlich geschlossen und M Ergebnis; spätestens in den ersten Tagen des Mai zusammen- gestellt werden. Man trifft sogar einstweilen schon Vorbereitungen, iim eintretenden Jails auf die Altchklassc von 1044 vorgrcifcn zu önnen. Man liest in der Zeitung fiir die Iiorriagiia,sdaß man in den Marken und in Umbrien die Ausrüstung der Nationalgardcn vcr- Wilstc'indigt. Es kommen zu diesem Zwecke täglich Kisten voll Ge- Wchrc und sonstiger Equipirnngsstiickc, auf der Eisenbahn in B0- logna an. Rußland und Parsen. Dcr »Ruff. Inv»- theilt folgen- des Telegramm mit: Warschau, '6. Februar. Eben wurden “in
das der »Monitcura [)ciitc publizirt, cine m'uc- „ _ „ _ „ „ _ „ * wobei es einigen zwanzig «ii)[cswig-Holsicmern gelungen, Von der
der Mauer des Hauses Eckert 10 Hand- öllenma inen r ni e Bomben); Dolche und sehr wichtige PapiZc gcfundsér. , O fi sch Danemark. Kopenhagen , 4. Februar, Die heutige "Bcrl. Tid.- publizirt ein Telegramm aus Schleswig vom 3. Fe- bruar 7:5 Uhr 15 Minuten Abends folgenden Inhalts: Nachmittags um ZZ-).lbr griffen die Ocstcrreicher die Stellung der Danewirse bei BUÖdorr an. Artilieric und Jnfantcriekolonnen gingen gegen Haddeby vdr). Beim Dunkelwcrden zog fick) der Feind zurück, wir erbeuteten r)nnge)rvenigc Gefangene. Später am Abend wurde das Feuer von oftcrrctchischcr Seite wieder eröffnet, schwieg dann aber einige Zeit la)ng. . Dcr Kr'nig, begleitet von seinen Adjutanten und dem Con- sexlxs-Prasidcntcn, inspizirtc am Vormittage die Werke bei Missunde. Bci scmer Rückkehr war Sc. Majestät Zeuge des Rückzugcs des Feindes) von dem äitßersten Punkte der Buftorfer Werke. _ Die Blätter theilen eine Adresse mit, welche im schneidendsten Gegensatz zu den grwöhnlichrn Adressen steht und ein Zeichen zu sein scheint, daß namentlich in Jütland sich eine bestimmte Oppofition, besonders imtcr dcm LandWlk, gcgen die bisherige von Kopenhagen und den Städte:: bcsiirwortctc ciderdänische Nationalpolitik vorbe-
reitet. Es wird in der Adresse die Annahme und Bestätigung der
N0vcmbcr-Verfassung stark beklagt. Es muß nun abgewartet wer- den, ob diesc Adrcffc wirklich zahlrciibe Unterschriften erhält.
_ Der Telegraph ist wieder abgebrochen und miiffcn wir nach .xyamburg iibcr Englmrd tclegraphircn. Auf diesem Wege theilt die »Bcrlingschc Zcitrmgxa ihren Lesern das Wichtigste aus dem Süden mit.
Telrgriipdiscßx T-öPCsrhrrr aus dym Wolfi'sclwn Telegraphen-Biirean.
Kiel, Sonntag, 7. Februar, Abcnds. Gestern hat beinstcdt eiii harter Kampf zwischen den österreichischPreußischen Truppen und den Dänen stattgefunden. Die Deutschen blieben Sieger. König Christian von Däiicmark soll fich iiach Kopenhagen geflüchtet haben, Auf Schloß Gottorf Wurdeir 600 dänische Gefangene gemacht. Bei Oeversrc und in den Straßen FlcnSburgs war ein hcißer Kampf und gab es viele Todte urid Verwandetc. Dcr Verlnst dcs öster- reichischen Regiments König der Belgier beträgt 17 Offiziere und 500 Mann. Der österreicHische Oberst Prinz von Württemberg wurde Vcrwmrdct,
Der Herzog Friedrich ist gestern Mittag untcr Glockengeläute iii Schleswig vom Rathhanse proklamirt worden.
Hamburg, Sonntag, 7. Februar, Nachmittags. Nach einem den »Hanibnrgcr Nachrichtenc- zugegangenen Briefe aus Heide haben die Dänen vorgestern Tönningen und Friedrichstadt Verlassen,
dänischen Armee nach Holstein zu entkommen.
Den »Hamburgcr Narhrichtcnec wird aus Tönningen ge- meldct, das; gestern Nachmittag daselbst der Herzog Friedrich unter aklgemciiicr Betheiligung als Lanchhcrr proklamirt worden ist. Alle Königlichcn Beamten des Ortes sind beseitigt.
Hamburg , Montag, 8.Februar, Morgens. Die »Hamburgcr Nachrichten« melden aus Kiel von gestern Abend, daß die Dänen in Tönning 1] dcrnagclte Kanonen und die gesammte Munition ziiriickgclaffcn haben und daß der Herzog Friedrich gestern in Frie- drichstadt proklamirt worden sei. In Nordcrbrarup in Angeln ist der „Herzog Friedrich von 5500 Landleuten aus gegen 20 Dörfern proklamirt worden. Die Bürgerdeputation aus Schleswig war in Kiel eingetroffen. Dcr Brückenkopf von Missunde soll gesprengt worden sein.
Den »Hamburgcr Nachrichtena wird aus Kopenhagen vom 0th gemeldet, daß die Räumung der Dancwirkc und der Rückzug der dänischen Armee einc unbeschreibliche Entrüstung und Erbittcrung hervorgerufen haben. Die beiden Häuser des Reichstags hatten ihre Siyimgcn suspendirt. Die Börse hatte keine Coursnotirungcn aus- gegeben. Es war bekannt, daß das Hauptquartier der Dänen fich in Flensburg befinde und daß fich die vom Feinde verfolgten däni- schen Truppen rings um die Stadt konzentrirt hatten.
Schleswig, Sonntag, 7. Februar. Gestern hörte man Kano- nendonner von Idstedt her. Wie es heißt, hätten die Preußen die rctirircndcn Dänen erreicht.
Die Proklamirimg des Herzogs durch die Einwohnerschaft er- folgte in Gcmäßbeit der drei Jundamcntalgescßc des alten Land- rechts mit der Bcthcucrung, fiir das Recht des Landes Gut und- Blut zu opfern. Die dänischen Beamten find abgereist.