1864 / 48 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Gestern fand hier bei den Brigaden Ghndrecourt und Nofttz eine große Medaillenvertheilung statt. Prmz Aklbrecht' vyn Preu- ßen heftete selbst den österreichischen Trupprn hte Decorattoncn ahn: Der Großerzog von Mecklenburg hat fur dre m dczn, Treffext et , Oeversee fich ausgezeichneten Trapper? zr'vanzig Orden chrsan . It

Der österreichischeFeldtclegraph rst mHadferslehxn, Stmmcrftcr , Frörup und Flensburg einngichtct und wrrd ubermorgen nach

. ' e (“1 rt wer cn. ' Renlex'rsgtejxxteteirchf hWien, 24. Februar. „Dre "General «Korre- spondcnz aus Ocsterreich- bestätigt hie Nachricht 'von der Lhnnahmr des britischen Konferenzvorschlages “schem“? Orsicrrctch's Und Preußcrés im Prinzipe, konstatirt dic Bcrcitwrlltgkmt dicser Mgchte zm: Anba). mmq einer friedlichen Lösung im Smnr Fer Von rhncn vertretenen Joröerungen des Rechts und bemerkt schlrcßltch: Es werde mrn Zu- nächst, achsehen von der dem drutxchen Bunde zn wthcmcrr . Stimme heiden Verhandlungen, darauf ankommen, oh Danemark

diese Gcfinnung theilt. Contre-Admiral Baron . '

sämmtlichcr artsgcrüstcter Schrffr hcstrmmt.

stößt zur Divifion im Qltlantrschen Ocean,

stärkt wird.

' 'o'brikannierr Mrd Jräarnd. _ * Zn déxcftYgen Unterhau's'sißung fragkc'Mr. Bcntmk dcn Prapdcn- ten des IZatrdclsamts, ob Ihrer Majestät Regterung glaube, daß droc preu- ßischen Behörden, die an der OstküsteSchlcswrgs 911€ Bakcn' rrrtoxrelrr1rht haben sollén, durch den Brauch civihfirtcr Krregfuhr'rmg darin herechtrgt waren? Neutrale, darunter viele enRglische Schrffe, wurden dadurch großer Gefahr ausgeseßk. Mr. Milncr Gibson halt fichfur WUUYNMIUTÜ eine Meinung darüber auszusprechen, glaubt ach, Haß drr Krrcgsuhrrme 111 der Regel seine eigenen Interessen so gur als moglrcl) schuhe, ohne srch-rrxr die Interessen der Neuiralcn sonderlich queranern. Yuf cme'xzrangM SU „IZ O gilvy erklärkMr. L ay ar d, daß die d§1k111chLn Schtncfjehr vrelcPrrstn gemach hätten. In Folge davon sei Ihrer Majestat chrerrtng drrngend angegangrrr wor- den, die dänische RegierU11g.zu bewegen, daß 11e kerne deutschrn SchrffeVzur Seé auffangen lasse, weil dies ein sehr unrechtes und ungewohnlrche?R er- fahren sci, * Allein Ihrer Majrstät chtrrung habe es ahgeYehnt, den Yanrn ein ehrliches Widerstandsmitkex gegen emr Maßregel (dre! “)x-wafih'n Schlrs- wigs) zunehmen, die von Ihrer MajestatKLegrcrung als" c'ur hoch1r rch- rechtfertigter und unverantwortlichrr Angus (ruf das darrrsrhe Gebtrt :c- trachtet Werde. Und in Folge hiervon Wreder'hatten Ocsterretch und Prrkxßen angezeigt, das; sie auf dänische Schiffe soglerch Beschlag legrn und WM,! keine Frist zur Abfahrt, wie anfangs beahfichttgr, gestaltrt wrtrdxn. BW?!- scheinlich werde die dänische Regierung hasselbe thuy. Von emer Llh11cht,(1p§31? c deutsche Häfen zu hlokiren, sei ihm mchts angezergt worden, undrr H9"? „a)er keine Verhaltungsmaßregeln zu VeröffenYrchen. - Lord _Rob. Ce ctl Wall wrffcn, wo fich dieAktenftücke über Dänemark bcßndcn-“s Oh errdlrch der Druckrr das gayze Manuscript in Händen habe? Und o_h dre chrerung mcht ,trZerzd teme große Druckerei benußen wolle, welche dre gauze Korrespondenz m 31) S ?(?- den fix und fertig liefern könnte?, „Mr. Layard: Der edlr, L-ord' 19 de wissen , daß die Papiere dcs auswarttgen Amts vhn hohcr_Wtrhttgke1t sr!) . Es ist doch mehr ars unsinni , zu sagen, daß das crusrrvarrrgc Amt srme Schriftstücke aus dem Hause chicken und anderen Druckern srthcrgebcn, sollte. Wenn irgend ein vcrfänglichcs Stärk entwendet wrrrdc, ware reh mcht 79er Erste, den der edle Lord vcrantwortlirh machenomochtc? Kas arrhrvartrgr Amt hat eine sehr kleine Druckerei," mdeß rst em großrr „41990 der Kortr- spondenz beinahe fertig und bedarf nur noch der leßtcrr Revrfion. „S'ehr grrrr gäbe ich dcmHause eine Lieferung auf Abschlag, aber [ck denke, es rst dener,

Wüllerstorf ist [:,Um Kommandamrrn Dic Fregatte »Raöcxzkya wclche bedeutend ver-

L 0 n d o n , 23. Fchrrmr.

“wissen,

" Mächten gemacht.

venn i m die an e Korre pondenz im Zusammenhange"vorlrcgt,“ nnd hofxcnt- 1lich wißd fie ?rächstc Wosche ganz vorgelegr werdrn konnen. Mr. T? OZ- borne: Haben die betheiligten fremden Machte dre Vorlage erl'aubr. Mr. Layard: Ich habe nie gesagt, daß wir zur Veroffentltchung dre" Erlarxbmß irgend einer auswärtigen Regierung nöthrg hohen?“ aber aus thltchkett be- folgt man den Brauch, ehe das Schrerben emes'fremden Gc1m1dtcn ver: öffentlicht wird, ihn zu fragen, ob es ihm recht set? " Mr. B. Osborn). Ist die Frage gestellt worden? Mr. Layard: Naturlich. “Mr“. „B; Os; borne: Und hat man eingewilligt? Mr. Layard: Sgwett wrr hrs W. angefragt haben. Wir. kömgen nicht anfragen, bevor dre Sachen gedruckx smd. Mr. B. OZhorne: Zu welchen Mczchterr haben Ste noch zu gehen.- (Keine Antwort.) Sir J.Walsh: Wenn ich daß Llntryort des_ ehrenwerthrn Gentleman recht verstehe, so werden die Paprerr cmem Sichtungsproze? unterworfen. Denkt die Regierung alle oder nur emeAuswahl vorzulegen. Mr.anard: Wenn die ehrenwerthen Gentlemen den Band sehen, werden auch die Leselustigsten nicht mehr verlgnjgen". Atzf ZM Antrag, daß fich das Haus alÉ Subsidien - Comrte _uber „dre ?[otten - Vor- anschläge konstiruire, erhebt steh Mr. Disraelr zu enrer Qnterpellatron wegen der Beziehungen zu Dänemark, bedgucrt jedoch ,die, wre erzu Ver- ßehen giebt, nicht ganz zufällige Abrvesen'hett drs Prcnners, upd ergeht sich in einer Wiederholung dessen, was er bez so'Vtelcn (Helegcnhcxtetr gcgé dre auswärtige Politik des Ministeriums emgewendct hat. An_c1ner «telle erhebt er fich zu dem Vorwurf, daß Lord Palnrcrstchr fich etthnSNamcn gemacht- habe, der für kein Land noch ein Schrrcken set, auZerfur anland. Er kommt dann zu der Art, wie fich der edle Lord am Jrettag uber ch Einmarsch der Preußen in Jütland geäußert hat, _und sagt: Ju (x_[tcn Zet- ten würden die Worte des edlen Lords Europa gc1chreckt und Ws Haus! der Gemeinden mit Muth beseelt haben. Heutzutäge werdcn fie m der Regel mit Beklommenheit aufgenommen, denn die Erfahrung hat gelehrt,. daß solche große Worte einer Dcmüthigung Eygla-nds'als Heroldr zu drcnen pfle en. Im ganzen Lande herrschte eine Pamk her der Nachrtcht Von dem EiULaU in Jütland. Es war der lehte-Tropfen rm Becher. Gestern nrm hörten wir von dem Rückmarsch der Preußen. Src “sagen,. hcrßt es, daß es ein Versehen gewesen sei. Als oh fie mcht mri an- deren Jnvaftonen schon größere Versehen begangen hatten, Ich glaube, fie.

alten als re ur Eintcht kamen, die Worte des cdeken Lords noch mcht ge- ?ört, s,onsi Lärzen ste iZahrscheinlich in Jütland geblaebrn Jedenuoch ," arts den unruhigen Sonntag folgt der Monte)» und xrur mochten-natrrrlrch ob etwas Wahres an dem Beruht rst, daß dre Preußen 1th “b.cl" berathene Stellung wieder aufgegeben haben ?- Aber der edle Lord „rst kvte- der abwesend. Was ich wissen ryill “7 und_ wh hoffe, tmr. erhalten eryeAnt. wort, auch wenn der edle Lord "ck x_ncht zergetr ?follte - rst, woraus Ihrer Majestät Regierung die „Hoffnung grundete, daß rhr„Unterhandlungsvor1chsag angenommen werdcn würde, - ob er von den Danrnnoder von den deut. schén Mächten abgelehnt worden ist? Aus 1yclckckr11 Grrmdcn hatte dcrrdle Lord dic sanguinifthe Hoffnung, daß Oesterrctck) eme ratroncllr MJB VcrsOhn- liche Politik einschlagen wolle? Ist es wahr oder mrht, dN; dzJ-Prcußen Jütland angegriffen und dann wieder verlgffrn haben ?, Wrr 111111011 etwas thun, um über diese wichtigen Angelegenheiten authentrschr Erklarrmgen und zu diesem Zwech die so oft oerLangtetz Vorlagen zu erhalten. Der Schatzkanzler (Gladstonr): Ich Weiß mehr, ob der T9", 111 rvclrhcm der sehr éhrcnwrrthe Gentleman von der Abwcscrrhctt mrmes? edlerr [Jrrmrdrs gesprochen hat, taktroll zu “nennen rst. . “Als cm tren. ichcxr politischer Fcnrrwerkcr Weiß cr fich ]cden Augcnhlrrr zu produzrrcn, aber ich wi[l ihm in seine glänzenden Drelanmtwncn mcht folgen und nur anf die wenigen praktischen Punkte 1cmrr Redr zu antworten vcrszrch«n_ Mein edler Freund hat keine Vcrmiktlcr- Rexite ubernehmen )vollcn, rudern er den Waffenstillstandéxr?orschkag machte. (Tr wurde aber tt__1 _frcrrrrdxcl)axt- lichem Griffe und im Vcrcin mit anderen von dcmsclhen (HersteyhUeelfcrr , Der sehr chrcnwcrthe (ZKcntlcman beklagt 1:ch,Üdaß die ohne Zweifel sehr inkcrcsmnte Jürlcmds kein? Artskunft

Ihrer Majcjrät Regierung ihm Über" Frage der Rärxmung , qdrr chhkrarmrung _ , " gegeben hat. Der emsarhc „(Yrund tft, d'aß Qhkék Maßstat Ne. gierung dicse Auskunft zrrfallxg selbst rnehr hcfiyt. "Dre Mit- theilungcn, dir sie dari'thrr erhalten hat, sm_rd MLM klar trnd hrmdxg grnug, umd wenn man src dem Hause vorlegte, xo ware es mchts Authctjttschcs, was das „Haus haben würde. Lord Roh. Cecil: Der chrrnwcrthc Gentle- man (der Schahkanzlrr) will also sagen, daß Engka11d in drrscn Urrfcrhand- [mxgcn nur die Rolle cincs freundlich gefinntcn _thcrfishrndcn geshrrlt habe. Gerade dcöhaW ift man auf das Blaubuck) bchcrzg, ,denn rnan Will wrssen, oh England nicht mehr gewesen ist. Welck)cs_1r*1rkltch arrsgesprochcnc odcr anqédcütcte Versprechen hatDänemark“ichrlausdm'rrfreund1chafil1chr11 Daher- stchcrschaff erhalten ? ZU was hat manDänemark gcdrajngt, Und rvrlrhc “(Folgen hat es fÜr Dänemark Zrhaht? Erinnert sich das Haus mehr dcrvortgses Jahr "vom edlén Lord grgchrnrn Erklärung, dort,"; die Deritschcn, wrmr ße dre Ctdcriubcr- schreiten Und Schleswig angreifen 1001921,- es nicht mri Danenmrk ("[[-[xm zsu thrm haben würden? Dies Versprechen tft wohl hckazmt. ' “Man ryrrß, wre Däncnmrk fich rathcn ließ und nachgah, und ww dlc brrtt1cheUDrplornatrc an jedem deutschen Hof bchandclr worden ist. Man merktr Uch, ,wie _dte britische Regierung sich in Sachen Polen;; hrnah111,q,rmd dre Po'lrtrk- der Worte ohne. darauf folgende Thatcn hatt? ]cdcn crtrop«111clcken Hof nut httter= ster Verachtung erfüllt. Mr. Osborne: Welche Stcüung mmrnt doch, das Haus in diesem Augenblick cin! Während znan unsere Allnrten nieder- mcßelf, sieht unsere Regicrmrg frcundschaf111ch zu Und , ' Maßrcgcl, ihnen beizustehen, In jedem Bilderladen auf dem ContmcnY wrrd jeder Engländer zur Zielscheibe dcs Spottcs gemacht. In irrentgen Mrnutrn aber wird der edle Lord, dcr Sckretair der Admiralität, eme. Reduktion m unserem Flottcnetat beantragen. Wir habrn kejn Recht, dre Flottenbe- nmmrung um 5000 Matrosenzu verkürzen, bevor thr „wuscn, welche Stellung das Land gegen Deutschland und Dänemark enrntmmt. . daher, daß die Erörterung der Flottcn-Voranschlage (ruf 'dret Wochen vcr- schohen blcähc. Lord C. Paget (Srkrctair drr lennralrtat): Wenn das Haus erst alle Pamphlete lesen soll, Von denen der ehrenwerthe Gentleman

spricht, so kann man unmöglich wiffcn, wann die Voranschläge an die Rrihc )

kommen werden. Mr. Rorhuék: Das Amcndcment sagt im Grunde, daß

das Haus kein Vertrauen zur auswärtigen Politik der Regierung habe. Ick ! für meine Pcrswn theile diesc anung. . . * * im Herzen hat, muß für das Amendcment ftrmmen. Der «cl)aßkanzler .

Wer so denkt wie ich nnd Muth

macht bcmerklich, daß ein so starkes Amendemcnk nicht ohne vorherige An- mcldrmg gestellt wchrn sollts.

denn doch bedenklich, zumal es einer Ueberrumpclung gleich schrxr würds. Vielleicht sei die Abwesenheit des edlen Lords cinem Unwohljctrr zuzu- schreiben? Sir G. Grry: Dies ist der Fall. Der edle Lord lcrdet an einer bei dieser Witterung crklärlichrn schweranrkältung und außerdcmcm] einem leichten Gichtanfakl. Er beabsichtigte wo möglich heute Abend ms Haus zu kommen, wollte aber vorher seinen Arzt um Rath fragen, rmd vermnrhlich hat diessr ihm eine solche Anstrengung vcrhoZen. Mr. D1s' racli: Dies ist ein Grund mehr, warum das Haus mcht'untcr soxchcn Umständen ein Urthril über die auswärtige Politik “dcr"chrcrrmg fallrn sollte. Ich vcrdammc diese Politik, so weit ich “mur ubrr dtcsrlbe eme Meinung bilden kann, und nicht blos, so wert fie dreRBczteshungen zu Deutschland und Dänemark betrifft," ich halt-c ße fur ch klagcnswerth und unglückselig , Weil fir den “Emsluß " Englands schwächen und scincn Ruf herunterhringen muß. Aber wxr durferr umék Verdikt nicht auf dem Wege der Uebrrrumpelung und nichr Ohne Dtsxknsfion abgeben. Mr, Kinglake hofft, daß das Mitglied für Wichard (Osborne) fich zur Zurücknahme des Amendemcnts bewegen lafferr' werde. Nachdem noch mehrere andere Mitglieder gcsprochrn haben, schrertet das Hays znr Abstimmung, und Osbornc's Amendcmrnt Wird Unt der Mehrheit M 173 Stitnmrn (nämlich mit 220 gegen 47) verworfen.

Dic dänische Fregatte Niels Jucl, die am vorigen Mittwoäx aus dem Hafen ausgelaufen war, kehrte gestern Abend Ural) Plhnwukk; zurück, ohne eine Prise gemacht 311 haben,“ so daß alw dre Bremer Barke »Javaa, Welche am Sonnabend die thrt nach JZottcz'raNl anzutreten gervggt hatte, ihr entgangen ist. Dre Fregatte tft [UI 31; achtzig englische Meilen Westlich Von Lizard _hrnausgewcsen, und [)“ mtr sehr wenige Handelsschiffe, hauptsächlich Kirstcnfahrcr, angetroffkn-

Sie war fast die ganze Zeit unter chcl und hat deshalb nicht

." welche der »R. Z.“ mitthcilt, brixrgrn Folgendes:

früher schon, nichts mehr von Jnsurgrntenhandm zu hören. _ fortwährenden Bewegungen und Nachsuchungcn der fliegenden Ko- ; lonnen und die Mitwirkung der Landwachen veranlassen auch die

ergreift keine _' Der Schrecken, welchen die Hänge-(Hendarmcn um fich verbreiteten,

viele Familien, welche fich bei den Trrrppen in Plock aufgehalten, ' gehen in ihre Wohnorte zurück, _ Das Eingehen dcr Adreffcn dauert fort.

Ich beantrage ".?

"J; dem Gouvernement Radom über neus Banden, die an vielen Orion erschienen find, Über Bemuhungen der Posi, Ermordrmgen friedlicher

[ vcrncmcnt wieder anzufachen; aber bei den Maßnahmen, welchc be-

Mr. OZhorne beharrt in seinem Vorsatz »

Mr. Dtsraelr fmdrt drcs mschc Vorgehen m „lhneyrnhctt dcs Prrrmerz :; MUT Banden gcbtldck werdcn, "ck erhalten.

.; Zamch haben Ergehrnhcitsadreffen eingereicht, und auch die Guts- bcfißcr und Gcmcindevögtc haben den Wrmsch und die Vcrritwiklig- .; keit ausgesprochen, dergleichen Adressen einzureichen. - [eren Theilen dcs Gouvernements Lrthlin zeigen fich noch hin und wieder kleine Räubcrhaufcn, wclche es sich besonders angelegen sein .; lassen, die Dorfwachen zu überfaklen,“ fie finden bei diesen aber stets “, den gehörigen Widerstand.

,. Postengefecht bei Düppel am 22. d. Morgens ist dem Kriegsministe- , rium folgender Bericht vom Oberkommando, um 121, Uhr abge- sandt, zugegangen: Heute Morgen (22.) griff der Feind unsere Vor- Postcn auf dem rechten und linken Flügel mit Energie an. Ö Vorposten wurden auf dem äußersten rechten Flügel in die Schan-

, Nachdem die in Sonderburg stehende Reserve zur Unterstüßung vor-

sslge ist noch nicht bekannt, Der Feind hatte keine Artillerie im

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mehr als etwa zwanzig Tonnen Kohlen verbraucht. Morgen (Mitt- w0ch) wird Je zrr einer neuen Kreuzfahrt im Kanal in See stechen.

Frankreich. Paris, 23. Februar. Der EnthufiaSmus, mit welchem die Franzosen in Mexiko aufgenonnnen wurden, ist nur ein Vorglanz dcs Jubels gewesen, der den General Bazainc bei seinem Einzugc in Guadalajara empfangen hat. Aus dieser Stadt hat der »Monitenra ein Schreiben vom 12. Januar erhalten, das den Empfang schildert. Mehr als 70,000 Menschen bildeten Spa- lier auf den mit Blumen bcstrcuten Straßen, durch welche die will- kommenen Befreier in die Stadt zogen. Bevor die Juaristcn die Stadt verlassen, hatten fie noch Von den Geschäftsleuten daselbst 100,000 Piaster crpreßt. Die von Vclardc geführte Bande ist bei thlan “durch eine Schwadron afrikanischer Jäger zersprcngt, ihr Führer aher verwundet und gefangen worden. ' Wie der »Monitcura anzeigt, sind durch drn ungeherrcrn Schnee:: fall im Süden Frankreich:"; auch die Tclcgraphcnvcrhindungen untcr- brochen.

Am 18. d. haben Herr Drouyn de Lhuys und Herr Kern cine Conyerttion unterzeichnet, die in 10 Artikeln die neue franzöfisch- schweizerische Grenze im Dappcnthal nach den Bestimmrmgcn dcs Vertrages vom 8. Dezember 1862 genau feststellt.

Herr Gutierrez dc Estrada und noch drei Mitglieder der mexi- kanischen Deputation haben fich gestern nach Brüssel zum Erzherzog Maximilian begehen.

Der gcsrhgehcnde Körper hat gestern den von der Regierung für das Lcichcnbcgängniß Billanlt's begehrten Kredit von 155,500Fr. ohne weitere DiSkussion einstimmig bewilligt. In derselben Sißrmg ward ferner der Gcschcntwurf eingebracht, dcr pr. 1064 das Kon- tingent von 100,000 Mann einherust.

Dcr »Patrir«« znfolgc find es 165 mexikanische Offiziere, welche, hier in Frankreich irrkcrnirt, in “Freiheit gesch worden sind, Und dem- nächst in ihr Heimatland zurückkehren werdcn.

Rußland Und Pr-letr. St. Petersburg, „23. Februar. Dic chien offiziellen Nachrichten Über den Ansstand in Polen,

Zu den Gouvrrxrrmcnts Plock und Warschau iß, wie auch Dir

einzeln umhersireifcndcn Jnsnrgentcn, sich den Militairehcfs zu stellen.

schwindet mehr und mehr, und die Einwohner ftüchten fich micht mehr wie früher unter den Schuh der Truppen; im Gegentheil,

Aus den Berichten, welche im Laufe der letzten 3 Wochen aus

Einwohner, Ueberfällc der mit dem Lichten der Wälder beschäftigten Bauern, eingegangen sind, ergiebt sich, daß alle Anstrengungen der Revolutionairc darauf gerichtet waren, den Aufstand in diesem Gou-

reits gctroffcn find, kann dieser Vcrsnch keine weiteren Folgen haben.

In den südlichen Kreisen dcs Gouvernements Lublin befestigt fich die Ruhe mehr und mehr, obgleich die Gerüchte, daß in Galizien Alle Flecken des Kreises

In den mitt- Dänem-„rrk.

K vpe 11 ha gen, 22. Februar. Ueber das Vor-

Rosen, weniger schwer verwundet. Bis 1 Uhr find 72 verwundete Unteroffiziere und Gemeine eingebracht.

Dre »Berl. Tid.- theilt aus Sonderburg , den 22. Februar, 1 Uhr, f.o[gendcs Telegramm von ihrem Korrespondenten bei der L'lrmcc'zmt. Um 8“; Uhr heute Morgen fand bei der Ablösung eme großere Rckognoöcirung von Seiten der Preußen statt. Es en't- spann fick) ein heftiger Kampf. Der Feind beseßte das Dorf Düp- pel, rvurhe aber wieder daraus vertrieben. Die Batterien 4, 7 und 0 hcjchomcn ihn. Das (“)., 16. Und 22. Regiment hatten Truppen tm Feuer.

In einem Telegramm dcs »Dagbladet-e aus Sonderburg wird" der Verlust, der Dänen bei dem Vorpostengefccht am 22ften Mor- gens auf cm Paar Hundert Todtc und Verwundete geschäyt.

Zn ?rm in dcr »Bcrl. Tide- veröffentlichten ausführlicheren Rapport uber die Affaire der Panzerbatterie -RolfKrake-* bei Ecken- sund am 115.1. Mts. wird gesagt, daß die Batterie gegen 100 Spuren drr [rmdlichcn Geschosse zeigr und in der Schanzhrklcidung dcr “Barkbordstitc 56 Löcher hat, das; aber das Schiff, dic Thürme, L'lrttllcrre und Maschine in kampftüchtigcm Zustamde sind. Nach dteseZn Rapport find Liratcnant Maribor und 3 Mann verwundet wor cn.

,Die ,NrZicrung hat einen Gesehcntrvurf über Einberufung der erst rm nachsten Jahre kriegspftichtig Werdendcn in das Folfething gebracht, ferner eine neue partielleAushchrmg dcr Sccdienftpflichtigen vorgrschlagen.

, Das _Marirre-Ministrrium hat rmtrrm 18. d. M. verfügt: »Das

Marinr-Minifterium bringt hierdurch zur öffentlichen Kunde, daß

alle Hafen und Buchten an der Ostküste der Herzogthümer SchleSwig

und »Mein vom 25. d. M. an werden hlokirt werden, doch mit

Llrrsnahmc von Neustadt, den Inseln Ach und A(sen, so wie den-

UPS,?" Mähen, wclche fich unter der Autorität Sr. Majestät dcs

Komgs _befmdcn. Die Blokadc wird nach und nach für jeden Ort

aufgehoben werden, welcher wieder in die. Hände der Königlichen

chrcrungsmacht gelangt, und werden alsdann nähere Bekannt-

machnngcn erlassen werden.

' - 23, Februar. Die Regierung macht bekannt, daß zwölf Östrrrcichische Kriegssthiffe beordert seien, im Mittelmeer unh. im Kanal auf dänische Schiffe zu kreuzen.

Mmcriéa; Ncw-York, 13. Februar. General Meade, der erkrankt war, bcnndet fick) auf der Genesung und übernimmt wieder den Befehl Über das Potomac-Hecr. Lehtcres verlor, Mcade's An- gaben zufolge, seit Juni des Jahres 1861 an Todtcn und Verwun- deten 100,000 Mann.

Sherman's Expedition wird dem Vcrmehmcn nach gegen John- ston's Flanke und nicht gegen Mobile operiren. GeneralGitmore und Admiral Dahlgrecn haben , da die Belagerung Charlestons sich als erfolglos erwies, eine Expedition gcgen Florida abgesandt, die unter Gcncral Seymour hei Jacksonville landete und gegen Tarta- fassce vorrückt.

Scr Dampfer »Amrrikau ist mit Nachrichten aus Ncw-Yorf Vom 13. d. in Corvcs eingetroffen.

Zn Charleston war das englische Kanonenboot »Petrcl- eingetroffen. Dcr unionistische Admiral Dahlgreen hat die Erlauhniß, mit dem britischen Konsul in Charleston in Commu- niration zu treten, verweigert. Jm Kongresse ist das Conscriptions- gc1c§ angenommen worden. SklaVcn find dcm Militairgeseß unter- worfen; loyale Eigrnthümer erhalten Entschädigung,

Asien. Der am 23. d. in Triest eingetroffene Lloyddampfer brachte Nachrichten ans Calcutta 22., Singapore 22. und Hong- kong 15. Januar. Der Kaiserlich chinestsche General Tsching nahm die Stadt Pingwong am großen Kanale. Nach Yokohama find Truppen zum Schußr der dortigen Niederlassungen abgegangen.

Unsere zen und in das Centrum hinter die Stadt Düppel zurückgeworfen.

gerückt war, gingen unsere Abtheilungen um 101 Uhr wieder vor, um die alte Vorpostenstellung wieder einzunehmen, mit welchem Er-

Feuer, von unsern Schanzen fielen einzelne Schüsse. Offiziere und Mannschaften sind verwundet.

Cin fcrnercr Bericht des „Ober-Kommandos yon 3 Uhr 30 Mi- nuten Nachmittags lautet wie folgt: Das Vorpostengcfecht war um 1 Uhr ungefähr zu Ende. Verwundct sind: Adjutant Graf Spon- néck, weniger schroer, vom 22.Regiment: Seconde-Lieutenant Hirsch, letcht, Seconde-Lieutenant Jrandsen, schwer, Seconde-Lieutenant Han- sen, sehr leicht, Vom 18. Regiment: Seconde-Lieutenant Bönnelykke,

Einige unserer

Telegraphische Depeschen aus dem Wolff'schen Telegraphcn-Büreau.

Hamburg, Donnerstag, 25. Februar, Morgens: Nach einer Mittheilung des dänischen General-Konsulats behalten holsteinsche

und schleswigsche Schiffe die den dänischen Schiffen zustehenden Rechte, wenn fie dänische Flagge , dänische Papiere und dänische Merkzeichen führen..

Kopenhagen, Mittwoch, 24. Februar, Abends. Dcr schwe-

dische Gesandte am hiefigcn Hofe, Graf Hamilton, hat seine Ent- hebung von diesem Posten nachgesucht und erhalten.

Weniger schwer. Von der Leibgarde zr: Fuß ist Premier-Lieutenant