1864 / 54 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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daß-am 28. v. M., Nachmittags 33; Uhr, ein von Norden WWW" der» dänischer Schooner in den Schußbereich der Strandbatterie bei Stenderup gerathen und von dieser mit 12 Schuß beschossen wor- den sei. Die Entfernung habe 3400 Schritt betragen, dennoch sei die Wirkung der Schüsse eine erfichtliche _cwcsen, indem dad Schiff Mast und Bugspriet verloren und fick) 11) den GUMÖNJ Fjord Ic"

flüchtet habe. Außerdem nichts Neues von Bedeutung.

Hamburg, 2. März. Die »Vörsenhalle- meldet in einem Telegramm aus Kiel vom heutigen Tage: Graf Moltke , früherer Präsident der ehemaligen holsteinschen Regierung, war nach Plön zurückgekehrt und sollte gestern durch einen Beauftragten dex Landes- regierung wegen nicht abgelegter Rechnung über die geheimen Pd- lizeifonds und wegen anderer Handlungen aus der chtcn Zeit seiner Amtsführung vernommen wcrden. Graf Moltke war aber schon vorher nach Lübeck abgereist- __

- Den -Hamburger Nachrichicnet wird aus Kiel vom heuti- gen Tage telcgraphirt , daß die dortigen BÜrger-Deputirtcu (Stadt- verordneten) beschloffen haben, eine Eingabe wegen schleuniger Ein- berufung der bolsteinschen Stände an die Bunch - Commissaire zu richten. Die Eingabe, in welcher die Einberufung als durchaus nothwendig dargestcUt wird, wurde sofort entworfen und den Bun- ch-Commiffaircn zugesandt.

Sachsen. Dresden, 2. März. Das »Drcsdnchdurnal-c

bezeichnet die Zcitungd“nach1'icl_)t von bevorstehenden Veränderungen

im Ministerium als unbegründet. _ Am 13. d. M. wird in Dresden einc Landesversammlung

wegen der Schlcswig-Holstcinschen Angelegenheit stattfinden.

“Bayern. München, 29. Februar. Gras Rcculot, dcr Kaiserlich franzöfischc Gesandte am hiesigen Hofe ist in glkiclxr Eigen- schaft nach Athen bestimmt und statt seiner wird Henri Mercier, der bisher den Gesandtschaftspdsten in Washington einnahm, anhcr kommen. Der hiesige englisch Gesandte Lord Loftus erhielt ein ganzes Jahr Urlaub. (8. Ztg.)

Belgien. Brüssei, 1. März. Die Kammer hat heute die lang ermarteten Aufklärungen über die Geschichte der Ministerfrifis von Verschiedenen Seiten empfangen Um 2U[)r wurde die Sistmg eröffnet. Herr Rogier ergriff das Wort und verlas im Namen des Kabinets eincn Bericht über den amtlichen Verlauf der Dinge. Am 14, Januar habe das Ministerium, reduzii't auf eine Mehr- heit von zwei oder drei Stimmen und Angesichts einer heterogenen, aber systematischen Opposition seine Entlassung eingereicht. Der König habe darauf vorerst die Herren dc Brduckézre und

irmcz, und nach diesen die Herren Dechamps und von Thcux zu sich berufen. In Folge der von den letztgenannten Herren ans- gcgangenen Rathschläge seien alkzdann dcm Fürsten von Ligne , den Herren Faidcr, Dubois-Thorn Und Nothomb, diesseitigem Gesandten in Berlin, Eröffnungen gemacht worden. Nach erfolgter Ablehnung seitens akl dieser Persönlichkeiten habe die Krone (1an Neue mit den beiden namhaft gemachten Führern der Opposition sich in Verbin- dung geseßt, doch haben dieselben am Z0.Januar das ohne jedeBe- dingung ihnen anvertraute Mandat aus nicht erörterten Gründen in die Hände des Königs zurückgegeben. Am Z1.Januar in münd- licher Unterredung, wiederholt in einer Depesche vom 3. Fe- bruar, habe Se. Majestät Herrn Rogier dic Erfolglosig- keit ihrer Bemühungen mitgetheilt und darauf hin die Minister ersucht, im Amte zu verbleiben. Nach rciftichcr Be- rathung antwortete darauf das Kabinct vcrmittclst Briefes vom 6. Januar, daß es die Schwierigkeit der Lage durchaus zu würdigen wisse, in Anbetrachtabcr sciner'eigenen Stellung der Kammer gegen- über bei seinem Entlassungsgcsuch beharren müsse und den König dringend ersuche, weitere Schritte zu'.“ Bildung eines neuen Ministe- riums thun zu wollen. Auf dieses Schreiben sei noch keine Ant- wort des Königs ergangen. Aus diesen Gründen trete das Kabinet, welches am 14. Januar seine Entlassung erbeten , am 1. März vor das Abgeordnetenhaus, um nach Erschöpfung der ge- währten vorläufigen Kredite die Erledigung der rückständigen Budgets verfassungsmäßig nachzusuchen. Herr dc Bruckére erklärte darauf , daß er das Staatsrudcr nicht habe übernehmen können, weil er in allen Punkten mit den gegenwärtigen Ministern einver- standen sei und nur in ihrem Sinne regieren könne. Die ihm ver- sprochene Majorität, bestehend aus der klerikalen Partei und einer liberalen Fraction, habe ihm nicht zugesagt; denn die Rechte , der er nichts- habe bringen können, wiirde nicht dabei gewonnen und die Linke würde. dabei verloren haben. So hätte er nur mit seinen Freunden fich verfeindet Und seinen Feindxn auf DiEcretion sich er- geben müssen - dazu werde man ihn nimmer bringe"! - Herr Pirmez sagte, daß nichts ihn habe bewegen können, durch die An- nahme der Regierung" fich das Ansehen als Clyef ciner disfidirenden Fract'ion inmitten seiner politischen Freunde zu geben. - Die Her-

rcgung- einer Auflösung haben ersparen woklen, und - Weil fie nicbt vorausgesehen, das gegenwärtige Ministerium werde am Ruder bleiben. Herr von Theux ging sogar weit genug, um ganz in Ab- rede zu nehmen, der König habe ihm die Regierung angetragen. Herr Rogier erklärte, daß er aus des Königs eigenem Munde und von des Königs eigener Hand das Gcgentheil wisse. Endlich sagten die beiden Führer der Oppofition, daß die Rechte aÜerdings, wenn das gegenwärtige Kabinct Miene machen wolle, im Amte zu blei- ben, fick) entschließen dürfte, die Last der Regierung auf sich zu neh- men. AlSdann werde fie die Kammer auflösen und mit einem Pro-

gramms vor das Land treten, (Köln. Ztg.) _ 2. März. In der heutigen Sihung der Kammer erklärte die Regierung, daß fir die Vorlage des Blldgkts oder irgend eiiier Maß- rcgcl verweigerc; fie werde provisorische Kredite fordern. Der König Leopold ist hcnte Nachmittags 3 Uhr in Calais eingetroffen. Großlwiimmien Und Irland. London, 1. März. In der gestrigen Sitzung des Oberhauscs kündigte Lord Ellenborough für kommenden Freitag eine Interpellation an, »ob die Re ierimg irgend welche Maßregeln mit RÜcksicht auf die Nothwcndigkcit, Dänemark mate- riellen Beistand zu gewähren, getroffen habe.« - Der Marquis von West- meath fragte mit Riicksicht auf den eben gcschloffenen Pariser Attentats- Prozeß, ob die chierung, wofern fie moralisch iiberzcixgt wäre, daß die Verschwörer von Mazzini oder irgend einer andern in England lebenden Pcrson untcrftüxzt worden seien, auf Grund der Fremdcnakte die Macht zum Einschreiten habe? Earl Russell erwiderte: »Ich stimme zwar mit dem edlen Marqnis voklkommcn übersin, daß jeder, der sich zur Ermordung des Kaiscrs dcr Franzosen in eine Vcrschwörnng ciiiläßt, cines verabscheuens- würdigen Verbrechkns schuldig ist,“ doch habe ich kein Recht, zn sagen, daß Signor Mazzini oder irgend ein anderes in diesem Lande lebendes Jndivi- dunm sich dieses Verbrechens schyildig gemacht habe. Ich besiye keine dcr- artigcn Beweise, und da ick) auf Grundlage der Fremdcnakte keine Macht bcfixzc, wie der edle Marquis glaubt, kann ich ihm nur erwidern, daß ich in dieser Angelegenheit keine Schritte thun werde. «- - Jm U ntcrhause erwiederte auf cineJntcrpcllaiion von Mr. D alglijh, ob die Regierung ein für Dänemark gebautes, in Mitte voriger Woche im Clyde won Stapel gelasscncs Panzerschiff eben so wie früher die amerikani- schcn Widderschiffc mii Beschlag belegen werde, Mr. Layard: Dcr dä- nische Gesandte Habe dcm mtswäriigcn Amte vor längerer Zeit die Anzeige gemacht, daß ein Kriegsschiff für Dänemark im Clyde gebaut werde,“ um jedoch der Regierung keine Unannchmlichkeiten zu bereiten, wolle er dicAuZ- rüstung deffclben sofort inhibiren. Die Schiffbaucrfirma habe darauf Vor- stellungen gemacht, wie sehr fie dadurch zu Schaden komme, wenn das Fahrzeug unvollendet ihren Werf'thraum in Anspruch nehme. Worauf Lord Ruffell dem dänischen Gesandten bedeutete , er wolle das anstachaufen nicht hindern, wenn der Gesandte sein Wort verpfänden wolle, daß das Schiff nicht aus dem Clyde auslaufen wcrdc. Nachdem. der Gesandte darein gcwilligt, sei das Schiff vollcndcé worden, bleibe aber im Hafen liegen. _ Auf eine Anfrage von Mr. Griffith erwidert Mr. Layard, tclegraphiscbe Depeschen seien im dänischen Blau- buchc nic-ht aufgenommen worden, weil eine Anfnahme der- selben gegen die Regel sei. -- Die offene Anklage, welche, im Pariser Kriminalgcrichtshofe gegen das Parlamenismitglied Mr. Stanchld (er ist als einer der Admiralitätslords jeßt Mitglied der Regierung) als Helfershelfer Mazzini's erhoben worden war, veranlaßt Mr. Cox, das genannte Mit- glied um eine Erklärung hierüber zn ersuchen. -* Mr. Stansfcld weist mit großer Entrüstung die Verdächtigungen zurück, die gegen ihn erhoben worden sind. Es sei untcr seiner Würde, erst zu verfichcrn, daß er einen Mordversuch nie und nimmermebr unmittelbar odcrmittelbar fördern werde. Aber auch Mazzini, den ci" seit 18 Jahren kenne, und der schämdlichcr ver- [eumdet worden sei, als irgcnd ein Mensch auf Erden, werde nie die Hand zu einem so scheußlichcn Verbrechen bieten. Daß sein Name ohne irgend welche Rechtfertigung mit der letzten Mordverschwörung in Verbindung gc- bracht worden sei, würde sick) bei einer unparteiischen Untersuchung rasch herausstellen. Mr. Hennessy: Mazzini selber sci schuld, wenn der gegen ihn gcschleudcrtc Icrdacht Glauben finde. Habe er doc!) dcn Verschwörer Greco cinen » enthusiastischen Patrioten a genannt, und auf dieses Zeugniß hin [asse fich doch nicht gut annehmen, daß Greco ein Werkzeug der französischen Polizei sei. Es wäre wünschens- werth, zu erfahren, ob wirklich zur Durchführung des Mordversuchs in Eng- land (Held gesannmltwordcn sei, ob Mr. Flower und Mazzini dieselbePcrson seien, und ob Mr. Stansfeld sich bei den angeblichen Geldsammlungen be- ti)ciligt habe. - Mr. Stansfeld erwiderte, er sei wohl ein Freund Mazzini's, wisse aber nichts von einem Herrn Flower, und habe fick) nie bei Gcldsammlungen für italienische Patrioten als Comitémitglicd oder Sekre- tair betheiligt. »- Noch fragtAldcrman Rose, ob Mazzini je im Hause von Mr. Stansfcld gewohnt habe. - Diese Frage bleibt unbeantwortet, da von *.chrercn Seiten des Hauses der Ruf : »Antjvorten Sie nicht weiter!« erschnllic. Nachdem dicses Intermezzo erledigt ist, erhebt fich Disraeli- um- wie er sagt, fick) von der Regierung Aufklärung über ihre kontinentale Politik zu erbitten, Es sei, sagt er, dem Miniserium angeblich gelungen, eine Konferenz über den dcutsch-däniscben Streit zu Stande zu bringen. Nun müsse er selber gestehen, daß er kein großes Zutrauen in Konferenzen habe, die ])emientk. ]jie geführt werden. In zehn Fällen hätten fie mindestens neunmal zu keinem Resultate geführt. So, um das neueste Beispiel der Geschichte anzuführen, die Wiener Konferenzen von vor neun Jahren, auf welchen der gegenwärtige Minister des Aeußcrn eine so überaus klägliche Rolle gespielt habe. Ungewißt durch diese Erfah- rung sei Lord Russell äbermals mit Konferenzanträgen hervorgetreten. ZU- erst in einer Depesche an die französische Regierung im September vorigen Jahres. Und was habe M. Drouyn de Lhuys darauf geantwortet? Er habe darauf geantwortet (die betreffenden Noten stehen im neuen dänischen

ren. Dechamps nnd- v, Theux haben nicht angenommen, weil sie ein Uebergangs-Kabinet für gut befunden, weil fie dem Lande die »Er-

Blaubtiche), daß derartige Vorschläge zu Konferenzen und identischen Noten

Halte mit „Dokumenten FY JzFltosciie;i,f dileckxwz'gclscgt worden“, nicht kkar werden könne. „; d „e' xorwure rcii 1ei chwer anzukämpfcn. Es ebe nun einmalK" dic sick) mit oder ohne letenvorlage in g opfe, können. Zlibclstandc abgeholfen sein, und er rothe daher, mitUrihcilen noch zu war- ? M, * * daß fie von Anfang bis zu Ende bemüht war, Zwistigkeiten zu schlichten,

. eincm Kriege bedrohte, in friedlicher Weise zn schliessen.

hoffentlich ein " freigestellt bleiben,

- worden? friedliche Lösung erwarte oder ob sie sich einer neuen Erniedrigung auszu- „(„Ü sech gedenke? rung; diesc sei es, Welche durch den Mangel einer bestimmten Politik das Land an den Abgrund des Krieges geführt habe.

gestern eingelaufen.

recht hübsch_ lauten, aber Frankreich habenicht Lust cine Würd b , dei denpo'lntschenYntxrthluWen Preis zu geben u/nd derKaiseresIi eiirtjxäYll-Fssrxe ixck vim ]cder„EtnmtschUpg fern zu halten, w ofern die englische Regierung, s1ch nicht erklare, Ob s“ "" Falle des Fehlschlagens ihrer gemeinsamen Vor- 1 ' " " ' - G "

auf diese Erklarung des sranzYfiizich Minisers erlaube ec (Dinaeli) ficZftdex ! o :e jetzige Zustimmun rmkreicbs u K ferenzen fick) daraus erklaren lasse, dÜß Lord Russel] gnJikdock) c/inczActxotit Köte 11 d P J" We[cher Rich-

' " ' ,'1an en ren“ * -. Niemand fur die Jutegrttat Dancmarks günstchr ILÜZYJLkskxleékthstcchx an-

stellungen weitere Schritte thun und zur Action Übergeben wolle.

allem anderen die Anfrage,

zugesagt habe. Und Wenn dem so sei, wclche“ Action?

jung? Und zu Welchem Zwecke?

und Preußen, und werde besagte Integrität dic

gcslrebten „Konferenz abgeben. abbängigkcttxé Dänemarks daß, wenn die

Basis der

Konferenzen zu keinem Resultate führen, unmöglich wäre, daß alte Rheinbundschankcn und Grcn*rccti"c ' " ,„ * . . -, „» * 1110115-3) luste wwdcr auftauchch Dres reien nichts weniger als tröYlicbcsU (€ SoUic abcr Jemand dlc Oppofition fragen, * ,

Dänemarks Unabhängigkeit Krieg zu führen,

Vcrpflickstungcn nicht kcnni, welche die Regierung cingsqangcn ist.

ständig und offen benommen. gtcrung verlangen,- daß sie dem Hanse Ll::fschlaß qebc iiber die

“mark gegeniiber Übertwmmcn finde sich in dem Wust eben so wenig lasse fich gierung der französischen gegenüber oder ob- Frankreich mit ungébundcncr Hand den Konferenzen “trete. ded __Palmcrston entgegnet", d-s chrenwerthen

rcdnchZ großte Kunst'bcstghc, wie männiglich bekannt, in Angriffen auf lewcjende, dock) dc'iriibcr 1ei nichts weiter bemerkt. DLL" cbrcnwxerkhc „Herr

Über keine Spur. entnehmen, ob die Bedingungen

habe. Denn gerade vorgelegicr Aktensiiikc cms denselben

Habe die Lage des Ministeriums als eine unglückseligegeschildert, und scheinc [

LU bedauern", daß die Leitmig der Geschäfte sich nicht in seinen und seiner zßxeunde Handen befindi, in welchem Fallc es viel besser um Cnaland ßttiidc. Viel besser wahrlich! Denn seincr(Dismc[i'»Z) Mcimmg nachdätfc nch England um Polens willen in einen Kricq eiiilaffcn sollen, wcil-Jrank- reich dazu bereit war, und in einen Krieg fürDiincmark mit Preußen und Oesterretcl) ebenfalls Frankreich zu Liebe. Da Möge man denn doch getrost "". ganzen Lande [)rrumfragcn, ob dies die gewünschte Politik sei Da; Antwort Werde gewiß zu Gunsten ch“ jcßiqcn Regicrmiai ansfallcn, Außerdem klage dcr ehrenwerthc Herr, *die ReqicrunÖ zurück, und dann wieder, das; er ÜÜZ dcn Gegen

-, , ' Zroßen Fragen nicht znrccht finden Nock) 1er die Vorlage nicht vollstandig. Bis morgen werde diesem

Die Gerechtigkeit aber werde man der Regierung angedeihen (affen, widersprechende Anfichtcn zu versöhnen und eine Frage, welche Europa mit Habe '“ - wcrthe Herr die Depeschen erst vollständig dnrcbsmdirt, dami werddeUcrelxtßD “. mildcrcs Urthcil iiber die chiernng fällen. Mr. S. Jtygcrald vcrtdcidigt Herrn Dikwacli gegen die Beschul- digung Lord Palmerstons, daß er seine Anqi'iffc am lichsten gcgen Abwcscnde richie, denn dem Unterbau]? miiffc es doch ' den Minister des Auswärtigen anzugreifen, auch wenn dcesci als Peer im Oberlmuse sixze. Die Regierung möqc erklären auf welche Bedingungen hin Däncnmrk zur Konfereiiz geladen worden seil Ob von Preußen und Oesterreich einc bestimmteKonferenzbafis vorqeschlaqcn Ob endlich die chicrmng von diesen Konferenzen wirklich eine

Die Opposition sei nicht minder fricdlicbcnd als die chie-

. . Da Niemand von der Regzeiung' wetter antwortet, geht das Haus zur Tagcsordnunq über und bewilltgi einzelne Posten des Flottenbudgets. Zwei Amendcnmits, wclche kleine Ersparnisse im Marincdcpariement beantragen, werden mit großer Mehrheit verworfen.

_ Heute Nachmittag war unter dem VorfiYe der Königin Ge= heimerathssixzung in Windsor.“

Eine außerordentliche Beilage der offiziellen »Gazcttc- enthält die Blokadc-Notisication Dänemarks. Sie ist vom 26sten Fe„bruar datirt und besagt, daß vom 25. Februar angefangen alle Hafen und Buchten der Ostküste von Schleswig und Holstein in Blokadezußaud geseyt Werden sollen , mit Aanahme von Neustadt, den Inseln Assen und Arröe und aller- anderer aktuell unter der Autorität des Königs von Dänemark stehender Punkte. Die Blo- kaße wird succesfiv in denjenigen Pläßen aufgehoben wcrden , die Wieder in die Macht der dänischen Regierung faklen.

Die Hamburgische Barke »Venczuclaa, Capitain Pfers-

dZkf, auf der Fahrt von Macao nach Hamburg, ist, um vor den

d“"When Kreuzern Schuß zu suchen, in den Hafen von Plymouth D Durch einen ihr bcgegnenden Antwerpener h_“mPser hatte fie gestern Morgen die erste Kunde von den ausge- Wchenen Feindseligkeiten erhalten. - Gestern Morgen ist 12 Meilen

* S.,SW. von Eddyftone ein Kriegssthiff gesehen worden, welches man

Ztrf xine dänische Korvette hielt. Die Maschine war in voller Thä- Lklt und Segel hatte die KorVette nur sehr wenig an ihrcn drei

?, ; „e _ ! Letdcx nur werde “die »Jntegrität und Un- ! gar verschieden aufgefaßt, und zu besorgen sci, „“ “(l n Ende K rr “3 ' S' ' ' ' €;.er“ ? D* * * ' ' ret) ai Ye [LL ituaitdn bleiben werde, m welchem Falle es nicht [ “M der thsjcnschaftltchcn EWÜU'UUI Mexikos“, welche, vom | _, AuZfichtcn. ; oh penscha gesonnen sei, für , ,' - . _ - ' 10 11111 er daran" ern“ d* ? daß die Opposition daraus die Antwort schuldig [*lejibcn 111Üffe,sda "sieedjije, ] Soviel €* (ckck lajye fick) ]Liik Won bobauptcn, diß dic Uiiwhän ' »' * " - ' j , _" , . » ', g1_ kUt Danematks n - bedroht worden ware, hatte 'ich dl? Regierung standhafé, rücksichtsvoll, dci"é ! Mit Recht miiffe man daher von der Rc- ; ,t 1 _ „. Vcrpflich- 7 ungen, wohl zu melken, uber die geheimen chpslxchtungcn, die sie Däne- i dicsc-n Punkt Und . Rc- emgcgangen sei, bei- Vor-

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Masten aufgezogen. Sie war ganz schwarz und ei te f“ ' doch wird fie mit dem Kriegsdampfcr , welcher nzequdinYezJngexrs Dungeneß und der Insel Wight kreuzte, für identisch gehalten.

Frankreich. Paris, 1. März. Marschall Fore h t“ vorgestern seinen Einu in Lille c alten wo “y a General-Kommaudo Zbcgrnimmt. g h , cr bekanntlich das

GLÜCK"! Abend wohnten Kaiser und Kaiserin im Odeon der crsicn Außuhrung des neuen Stückes von George Sand, 1-6 Mar- «1113 (](3 1111911»; bei. Es hieß, die Studenten würden dabei Lärm wachen, weil ne nicht Billcts genug erhalten hätten, und in der what hatten fich mehr als 2000 Personen vor dem Theater ange-

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sammelt,“ es ging indeffen ohne Ruhestörung ab.

Unterrichtsminiftcr beantragt und vom Kai er ene mi t 'c t de Staatsra-ihe ziir Begutachtung vorliegt , [)Lnlet ehs fiZH,u1Z1ngnat11? geograyhixcHe Erforschung des Landes, namentlich dsr von der Haupt- stadt sydltch-und westlich gelegenen Strecken, der Sierra Madre und der„S-tcrra Verde im Norden,“ ferner des (nicht mehr zu Mexiko J„ehorigin) Guqtcmala, Honduras und Daricn im Süden, welche ]a111311tltck)'großc, nicht besser als Ccntral-Afrika bekannte Gebiete m 1tch schltcßen. Der Bericht des Herrn Duruy spricht die Erwar- tunZ aus, das;, wie die früheren Arbeiten mcsjungen von Geoffroy St. Hilaire und [Orten Begleitern die Idee des Suez-Kanals, emen "andern Franzosen znr Wirklichkeit werden soil, damals schon ! Yopnlc'ir maxhtcn, die immncbr in Mexiko vorzunehmenden wissen- 1chaftltchcn Forschungen vicsleicht die Lösung des vor zwanzig Nahren schon von devm Prinzen Lonis Napoleon aufgeworfenen Perlcms cines Ditrchß1ck)s der amerikanischen Landenge beschlenniqcn diirften 11110 der Imsixr darin vielleicht, wie in so vielen ande'rn Dingen, ctiic Verwrrklrchxmg der gewaltigen und fruchtbringcnden Träume ] scmcr ,Ycrbamiung werde erblicken können. Ferner soll sich die KdUthsxtNi nut geologischen Und n'iincralogischen , mit zoologischen und "(_)dtamschcn, Wit anthropologischcn und linguistischen Studien bc1chqsxigew Ein bcsondch Augenmerk soll auf die Denkmäler und Traditionen des alten Mexiko ge«ichtet wcrden.

. SPÜUWLQ., Madrid; 1. März. Das neue Ministerium wird heute den Eid leisten. Das Kabinet ist folgendermaßen zusam- 111Z113ese§tx Mon Ministcr-Präsident ohne Portefeuille,“ Pacheco Aus- 11141rttgcs;«Max)ans Justiz; Marahet Krieg,“ Salaverria Finanzen; Canovas Inneres,“ Pareja Marine,“ Ballesteros Kultus und Unter- richt,“ Ulloa Koloniecn,

Nyßland und Polen. Ueber den gestern mitgetheilten Kampf. in Opatow gehen der Wien. Ztg. noch einige Einzelheiten zit. Em Jnsnrgentcnhaufe hatte mehrere Häuser dieser Stadt in Brand gesteckt, wurde aber dann mit großem Verluste aus dem Orte herausgetrtebcn und durch den General T-schcngeri bei den Heiligen- kxcnz-Bergcn gcsckxlagcn und zerstreut. Der Anführer des Haufejis L:,[wpdz wurde Zcsangcn genommen und auf öffentlichem Platze in Odatow mzfgehangt. Mehrere Truppenabthcilungen verfolgen die Jltchendcn 111 verschiedenen Richtungen. Drcihnndert gefangene Zn- Un'gcntcn sind nach Kiclce gebracht worden.

* Von der polnischen Grenze, 1. März, berichtet die vOsts. ZUK“; Der „Gewerberath von MoZkau hat in der dort erscheinenden rns1tschei1 Zeitung »Golosa an dieBcfiZer von Fabrik- und anderen gewerblichen Etablissements folgenden Aufruf erlassen: »In Warschau und 911dercn Städten des Königreichs Polen befinden fich gegen 5000 Arbeiter ,und. Handwerker deutschen Stammes, welche Wegen ihrer Anhanglichkctt an die rechtmäßige Regierung und der Verfolgung, Welche fie sick) dadurch zugezogen, dcr Existenzmittel und des Er- wcnrbcd beraubt find. Um das Schicksal dieser Unglücklichen mdgltchß ficher JU stellen und zugleich der Kasse des König- rxichs m, Bezng auf die AUsgabcn zu ihrem Unterhalt“ eine Ylerchterung zu verschaffen, proponiren wir, wenigstens emen Y-hlll derselben, besonders Handwerker (Tischler, Weber, Zim- me'rleutc u.. s. w.) iiach dcm Kaiserreich zu iiberfiedeln und in ver- [chtedeiicn industriellen Etablissements unterzubringen , die im Stande jmdx, ihnen einen zum Unterhalt der Familie ausreichenden Lohn zu gcwahren. Wir wenden uns daher an die Besiyer von Fabriken und andern industriellen Etablissements mit der Bitte, uns inner- halb 14 Tagen genauer angeben zu wollcU, wie viele Arbeiter Jeder anziehmci) kann und unter welchen Bedingungen.« - Vor einiger Zeit here„tftx ein russischer Beamter die GrenzkrciseGalszien's, um die dort ansas11gen deutschen Kolonisten zur Ucbcrfiedlung nach Volhynien zu,bewegen; Er versicherte, daß die russische Regierung die in leßter Zeit konfisztrten zahlreichen Güter polnischer Edelleute zu parzelliren und an kleine deutsche Landwirthc zu verkaufen oder in Erbpacht zu geben bcabfichtige, und daß die neuen Ansiedlcr keine andern Ab- gaben an die Regierung zu zahlen hätte11„als eine Kopekevom Morgen. In der Umgegend von Kamionka-struinilowa, unweit der, Yolhynischen Grenze, ließen |ck zahlreiche ,Dellksck)? FUMMMFÖUWH die günstigen Bedingungén zur Uebcrfiedlung' bestimmen, und werden

und Nideau-Ver- Von seinen ge- ivelche jeßt durch