1864 / 56 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Garde- Gren. Nr. 2, kominandirt zur Wahrnehm; dek Geschäfte des Com)? mandeuts des 2. Bals. (Hirschberg) 2. Niederschl. Landw. Regbs. Nr; 7, nuf" d" Regts- Unif. und Pens. z. Disp. gestellt und mit der etnftwetl. Ver- tretung des Commdrs. des genannten Landw. Bals. beauftragt. Den 25. Februar. , HLUWi , Vice-Feldw. vom 1. Bat. (Ruppm) 4. Brandenb. Landw. Regts. Nr. 2 , kommandirt zur Dienstl. bei dem 4. Brandenb. Inf. Regt

Nk- 24, zum Sec. Lt. 1. Aufg. befördert. ' 8. Abschiedsbewilltgungen :c. Den 11. Februar. ' , ' . , Geibler, Major 3. Msp., zuleßt Plaßnmxox m ©ch1vetdnr§z, die er- ledigtc Chef-Stclle der Garde-Jnvaliden-Comp. verkleben. Den 18. Februar.

v. SclasinSki, Sec. Lt. mit dem Char. als Pr. It., früher. im , L. Rhein. Jnf. Regt. Nr. 28, die erledigte Sec. Lts. Stelle xm Invaliden-

hause bei Berlin verliehen. , De1123.Februar.

v. Colomb, Oberst u. Brigadier der 2. Gendarm. Brigaxde, mit der Uniform des Königs-Grcn. Regis. (2. Westpr.) Nr. 7 und Pemton der Ab- schied bewiljigt,

Beamte der Militair-Verwaltung. Durch Verfügung des Kriegsministeriums. Den 11. Februar - _ .

Schneider, interim. Kascrnen-Jnsp. in Posen, zam Kaxcrncn-Jmp. * ernannt.

Den 17. Februar.

Koch, Zeug-Feldw„ zum Intendantur-Registratnr-Asfistcnten ernannt und zur Dienstl. beim Kriegsministerium kommandirt. Den19.Februar. Buzcllo, Jntendantur-Sccrctair, von der Jntendantur BLZ 1]. zu dor des ]. Armec-Corps, Eichert, Sekretariats-Assistcnt, von der Jntendantur des 17. zu der des“ 11. Armcc-Corps versetzt.

Nichtamtliches.-

Preufzen. Berlin, 5.März, Se. Majestät der König sahen heute auf dem Hamburger Bahnhofe das 1. und Jüfilier-Ba- taillon des Leib- Grenadier- Regiments Nr. 8, so wie das 1. Va- taillon' des 5. Brandenburgischen Jnfanterie-Regimcnts Nr. 48 vor deren Abfahrt nach Schle'savig und nahmen hieraus die Vorträge des Militair- und Civilkabinets, des Minister-Präfidenten, dcs Handels-Ministcrs und des Kriegs-Ministers entgegen und empfingen den Königlichen Gesandten von Savigny. * _ '

Dic Kaiserlich rusfische Deputation, wclche Seiner Maxeftat dtc Glückwünsche Seiner Majestät des Kaisers am 50ften Gedenktage von Bar-sur-Aube - wosclbst Seine Majestät der König das Eiserne Kreuz und den Georgen-Orden erwarben »- Überbrachtc," wurde heute vor der Rückkehr Nach Rußland bon Seiner Maxcstat dcm Könige empfangen.

- Beide Königliche Majestäten speisten gestern bei der vor- wittwetcn Königin in Charlottenburg. ** .

_ Die Opferfreudigfcit für die verbündete Armee hat sich tn überreichcm Maße von allen Seiten zu erkennen gegeben, indem nicht allein die Fcld-Lazarethc UNd Truppen namhafte Bei- träge an Geld und anderen Gegenständen, bestehend in Ver- bandmitteln und Erquickungcn für die Vernumdetcn, sowie in Bekleidungsftücken, Naturalien und Erfrischungen für die Truppen, direkt erhalten haben, sondern auch dem Feldmarschall Freiherrn von Wrangel zur wcitcren Vertheilung so bedeutende pa- triotische Gaben zugeflossen find, daß den Lazarethcn und Truppen erhebliche Unterstüßungen gewährt werden konnten. Die Sumzna der dem Feldmarschall Überwiescncn Geldspenden beläuft fich bis ]eYt auf 21,114 Thlr. 28 Sgr. 4 Pf.

Holstein. Kiel, 4 März. Das akademische Konsistorium der hiefigen Univerfität hat heute eine Eingabe an den deutschen Bund beschlossen , in Welcher die Nothwendigkeit, die Stände einzu- berufen, dargelegt wird, damit das gesehliche Organ des Landes bei der Entscheidung über die Erbfolgefrage gehört wcrden könne. Die Eingabe schließt mit dem Anfrage, es wolle die Bundesbersammlung den Herzog Friedrich baldigft anerkennen und sein wie des Landes Recht kräftigst schlägen und wahren.

Sachsen. Dresden, 4. März. Nach einem Frankfurter Telegramm des »DreSdncr Journalsa find die drei Stimmen, welche in 'der gestrigen Sißung des Bundestages einen Gegenantrag eingebracht haben, die bayerische, die badische und die braunschweig- sche'. Sachsen erklärte dadurch seinen Antrag vom 13. b. M. für erledigt. Von Heffen-Darmstadt Wurde ein Vermittelungs - Antrag eingebracht und gleichfalls dem Ausschuss überwiesen.

Oesterreich. Wien, 4. März. Die heutige »Wiener Zei- tung- veröffentlicht in ihrem nichtamtlichcn Theile nachstehende Re- lation über die Operationen des K. K. österreichischen 6,11. Armeecorps der verbündetenArmee in der Zeit vom 1. bis 7. Februar 1864, vom Eiderübergang bei Rendsburg bis zur Besehung von Flensburg:

Vorbereitung zum Eiderübergang. Konzentrirung am Z1.Januav

Königlißg Hohéjten, dérzm guptquartier anwesenden Prinzexnx, zu Vordes. h_olm stätfgeßtnbeßzn Bewre “ung,“ zu welcher vom Ober-KMWandanten der verbündeten Arknee, Gen"eral- Feldmarschall Freiherr von" Wiangel, der Kommandant des kombinirten Königlich preußischen Arineecorps, Se. Könj . liche Hoheit Prinz Friedrich Karl, der mit dem Komnzgndo-des*,_kaiserljch königlich österreichischen 6. Armeecorps betraute FeldküarschaU-Lteutmant Freiherr von Gablenz, deren Generalstabsq Genie-_und Arttllexiechefs he. fohlen waren, wurde der Uebergang über die Eider für den 1. m Ausficht genommen und demgemäß VOU Sr. Excellenz dem Oberkommandanten die entsprechende Konzentrirung der Truppen bis zum 31. Abends angeordnet,

„Nach der vom Feldmarschall ertheilten Bestimmung hatte von nun an:

Das Königlich preußische combinirte Armeccorps die Bezeichnung [„

das K. K. österreichische 6. Armec-Corps die Bezeichnung ]l.- '

die Königlich preußische Gardc-Divifion die Benennung lll. Armee- Corps anzunehmen.

Hiernach wurden von Seite “dci“; Corpskommando die Truppen des 6. Armee-Corps in der Art disponirt, daß fie mit cinbrechender Dunkelheit am 31. Januar nachfolgende enge Kantonnirungen bezogen hatten:

Die Brigade Gcncral-Major Graf (Hondrccourt, welche bereits seit 2 Tagen als Avantgarde dcs Armeecorps in der Konkurrenz von Emken- dorf stand, wurde nach Bowman und Konknrrcnz vorgeschoben und sollte den Uebergangspunkt bei Cluvcnsick im Auge bchaltsn, nachdem man im österrej. chischen Hauptquarficr die Ansicht bcgtc, daß dieser im eigenen Kantonnirungs- Rayon gelegene Punkt bei Lleberscxzrcitu11g des Jluffes von der Brigade be. nüßt werdcn könne.

Die Brigade Gcneral-Major von Nostxy wurde nach Scbüidorf und Ortcrrönfcld - die Brigade Gcneral-Major “Tomas nach kacnbbrf und Umgebung bestimmt.

Die Brigade (Hencral-Major Graf Gonörcc-Nurt, von welcher noch 1 Bataillon Martini-Jnfanterie mit 2 (Heschüßcn in Hamburg stand, er- hielt die noch bei dcr Kavallericreserve befindlichen zwci Eandrons Liechten- stciU-Husaren, «- die Brigade General - Major bon Nostiß cine acht. pfündigc Batterie ber Corpsgesckuüßrcserve zugewiesen, während djcKavallcric- Brigade Gcncral-Major Baron Dobrzenskl) mit dem Regimeyt Fürst Win- dischgräH-Dragoner, der zweiten Batterie dcr CorpSgcschüYrcychxe und einer Brückencquipagc theilweise in Doppelmärschen bis Noridors vorgezogen wurden.

Das Corpshanptquarticr rückte am Abend in Schüldorf ein, während Jeldnmrscha[1-Lieutcnant Baron Gablenz mit dem nothwendigsten Personale sich nach Rendsburg begab. Die beiden in ersicr Linie stevenben Brigaden Gencral-Major Graf ondrccourt und von Nostitz hatten mn Befehl, die von der sächsischen Kavallerie noch 4111 der Eider stehcndeBc- obachtungskkttc in ihrem Dienste nicht zu hindern, und nachdem diese Kon- zentrirung möglichst unauffällig gcschchen sollte, sich an der Eider nicht zu zeigen. _

Der große Train der («iShcr chnanntcn Brigaden wurde in Nortdorf vereinigt.

Die Brigade (Heueral-Major Dormus, MLM am Morgen dicses Tages noch in Hmnbnrg stand, war Abends in Ncumi'mstcr konzentrirt, konnte also bei dem Eidcrübcrgang nicht verwendet werden.

Desgleichen waren noch die méistcn Rcscrbe-Anstaltcn, namentlich das Kolonncn-chficgungs-Magazin des Corps, theils in Hmnburg, theils noch in der Eiscnbahnfahrt aus dem Julandc begriffen und deren Heranziehen durch das Einschieben der Königlich preußischen kombinirten Gardc-Divifion in den EisenbahntranSport von Altona nac!) Neumünster noch weiter oer- zögert.

Unter diesen Verhältnissen „kostete es den Trupch die größte Anstren- gung, sich im Laufe des 31. außer dem eisernen Vorrath aus dem in Neu- 111ünstcr in der Errichtung begriffenen Feldverpftegsnmgazin noch mit einer viertägigen Verpficgung zu versehen. '

Dic Sanitäts-Anstaltcn in zweiter Linie konnten gar nicht ctabltrf werden.

Schließlich verdient noch der Erwähnung, daß die Truppen nach W anßrengcndcn Eisenbabnfahrt bis Hamburg von dort nach einer durchschnitt- lich höchstens vierundzwanzigftündigen Raft die ihnen ursprünglich bestimm- ten Kantonnirunch bci Nortdorf zam Theil kaum erreicht hatten und durch diese rasche Konzcxürirungs- Bkwcgung mit Aufgcbung der zu ihrer festen Organisirung noch wi'mschenswerthcn kurzen Frist bedeutend in Anspruch genommen wurden.

Uebergang über die Eider am 1. Februar.

Auf das am 31. um 63; Uhr Abends in Nortdorf cingetroffene_ Tc'lc- gramm des Obcr-Kommandanten: »In Gottes Namen drauf« und die un Laufe des Tages von dessen Generalstabschef General-Lieutcnanf von Falken- stein dem Corpskommando gemactte mündliche Mittheilung, daß der Ueber- gangspunkt bci Cluvcnfiek vom Königlich preußischen kombinirten Armee- Corps zu benüßen sei, wurde noch von Deortdorf aus die Zusammenziebupg der gesannnten disponiblen Kräfte des Armce-Corps südlich und südöstlick,1 von Rendsburg wie folgt angeordnet:

Die Brigade Gencral-Major Nostitz sollte um SY Uhr Morgen:? am 1. auf der großen Chaussee von Jevenstedt nach Rendsburg, - die Brigade General-Major Graf Gondrccourt um diese Zeit auf der Straße*von BZvetZasu nach Rendbburg, beide mit der Téte unmittelbar vor der Stadt ge cl] ein.

Die Brigade Gencral-Major Tomas hatte der Brigade Graf Gondxc' court zu folgen und um 73,- Ul)r bci Andorf, -- die Kavalleriebrigade- Gk“ ncral-Major Baron Dobrzensky um 8 Uhr Morgens hinter der Brtgädc Nostiy einzutreffen. _ ,

Die vorhandene Brücken- Equipagc wurde von Nortdorf zur Brigade General-Major Nostiß gesendet. .

Unter der Voraussehung, daß das Armee-Corps beim Eidcrübchqng auf Widerstand stoßen dürfte, wurde nun in Rendsburg dic DiSpOslfll?" zum Ueberscbrciten der Eider erlassen und den Truppen beim Anlangcn 1" ihrer Aufstellung bekanntgegeben," den vorderen Truppen übrigens Genera!“

Bei der am 30. Januar nach 10 Uhr Morgens in Gegenwart Ihrer

stabs-Offiziere, welche fich im Laufe der Nacht 111öglich| mit der Lokalitat

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bekannt zu machen gesucht hattxn, zur Führung beigegeben. Dem ent- sprechend wurde de_r Uebergang azn Morgen des 1., wie folgt, durchgeführt:

Um-7Z Uh! „uberschrttten dre Téte" der Brigade Nostixz die Schleuscn- brückesbund gleichzetttg xenc der Brigade Gondrecourt die Elsenbahnbrücke in

end urg. R Jm Kronenwerkosignd nunzuhrein'schwacher dänischer Avisoposten. Dieser ging nach Angabe eazuger Schusscz welche erwiedert wurden, auf der Chaussee gegen Schleswig _zurux'k. _Der_ ws zum Uebergang an der Schleusenbrücke gestatchneßömgllch sachfi1che Posten zog fich beim Anrückcn der Oesterreicher ekwa IUkU ; _

Die Brigade Geycral-Maxor v. Nostiy, Welche am [Inken Eiderufer zur Bestreichung des ]en1eitigcn Ufers und Verhinderung eincr Enfilirung von dorthck gegen unsere linke Flanke zwei Geschüßc mit einer Abtheilung nach Westerrönfeld detachirt hatte, rückte nun auf der großen gegen Schleswig führenden Chaussee, die Brigade (Hencral- Major Graf Gondrccourt, von welcher das 18. Jagerbataiklon bei der Enge oberhalb Rendsburg über die gefrorne Eider gegangen war, [ckng der Eisenbahn und auf dem gegen Rickent führenden Landweg, beide Brigaden bis in die Höhe dicses lcßterxxn Ortes vor, während die denselben zugewiesenen Abtheilungen des Regi- ments Liechtenstein-Husach auf sämmtlichen, gegen die Sorge führenden Communicationen vorbrachcn und auch durch Entsendung in die rechte Flanke die Verbindung mit dem bei Cluvcnfick übergegangcncn Theil des Königlich preußischen kombinirtcn Armeccoxps aufsuchtcn.

Die Brigade General-Major Tomas überschritt mittlerweile ebenfalls die Eider auf beiden Brücken und sammelte fich als Reserve auf den Höhen nördlich des Kronenwerks, dic Kavalsericbrigadc Gcneral-Major Baron Dobrzcnsky endlich wurde mit dem Regiment Windiscbgräy-Dragoncr in

die lmke Flanke nach Fokbck disponirt, wohin auch ein BataiUon dcs Jn- ,

fantcric-Regimcnts Prinz Ho!ftcin dirigirt wurde. An der Soxgc wurde die dänische Nachbut, einige Compagniccn und eine Escadron, ctrca 400 Mann, durch die vorgegangcncn Abtheilungcn dcs

- 9, Husaren-Regiments erreicht.

Die Brücken über diesen Fluß waren im Lauf der Nacht und thcik- weise erst am 1. gcgen Mittag gesprengt worden. Obwohl nach der vom Corpskonnnando hinausgcgcbcnen Dinosition

die Sorge nicht überschritten werden sollte, und nur die äußersten Vor- * posten bis an dieselbe vorzuschieben wach, seßten auf Befehl des bei dcr '

Vorrückung anwesenden Oberkonmmndantcn bei Sorgbrück die Husaren der Avantgarde, der auf der Schleswiger Chaussee anrückenden Brigade Gc-

' ncral-Major von Nostiß, durch eine Furth aufs jcnscitigc Ufer, worauf sicb

die dänische Nachhnt nach einigen gewechselten Schüssen in der Richtung auf

, “Schleswig zurückzog.

Die Brigade (Hencral-Major Graf Gondrecourt, bei welcher sich zu dic-

scx Zeit Fcldmarscball-Licutenant Freiherr o. Gablenz befand, war mittler-

weile mit der Spitze über Ncu-Duvenstcdt bis an die Sorge vorgegangen und batte bereits Vorposten längs derselben ausgestellt, als der Befehl des Feldmarschaljs eintraf, die äußerste Vorhut auf das jetzFeitigeUfer zu schieben,

' welchem Befehl durch Nothübcrbrükkung des theilwcqe gefrorenen und zur _ Zeit nicht bedeutenden (Zöewässcrs entsprochen wurde.

Der Regimentsstab mit den noch bcibabenden zwci Escadrons Liechten-

- stein-Husarcn war nach Ucberschreikung der Eider auf der gegen Eckernförde führenden Straße bis Holzbungc zur Herstellung der Verbindung mit dem ' königlich preußischcn Armcccorps und znr Beobachtung des Defilce zwischen * dcm Bistcn- und Wittensee vorgerückf.

Die noch am Naobmitfag zur. Herstellung der Sorgcübcrgängc bor-

: disponirte Brückencquipagc hatte bis am Morgen dcs Lien dic zerstörten ; Ueberga'ngc wieder pasjxrbar gemacht.

Gegen Abend werden von den Über die Eider (gegangenen Truppen

" folgende Kantonnirungcn bszogcn:

Brigade Gcncral- Major Nostitz, westlich der Eiscnlmhn in und um

Abrcnstcdt, hielt dic Voxpostcn an der Sorge von Sorgbrchk bis Duvenstedt.

Brigade GcncraT-Major Graf (5,5011dx'ccourt östlich der Eisenbahn in

Schulcndamm und Konkurrenz mit Vorposten von Duvenstedt über Holz- - Z bange bis an den Wittensee. *; Zn „Holzbungc stand, wie erwähnt, überbics dex chimcnfßstab mit * zkvci Eskadroncn Liccl)tcnstein-ÖusMcn.

Die Brigade Gcncral-Mäjor Tcmms bezog Cantonnirungcn in Illt-

_* Und Ncu-Vüdclsdorf.

Dcr (Hencral-Mazor Baron Dobrzensky stand mit dem Regiments

“' Windischgracß-Dragoncr und einem Bataillon .Holstcin-Jnfanteric zur . Deckung der linken Flanke in und um Fokbek. Das Hauptquartier war in ; Rendsburg, dic Corngcjcbüßrescrve m den Gchbstcn des Kroncnwcrkcs.

Die Infanécric-ingadc, (Mneml-Major Dormus, war von Ncumünftcr

_ bis Nortorf vorgerückt. ;Vorrichung in die Linie HÜtien-Norby 111112. Februar 1864.

Mit 2. d. M. trat die als Verstärkung nachgerücktc Königlich preu- 1511che kombinirtc Gardc-Divifion als 3 Armee-Corps unter den Befehlen

( dcs General-Licutenants von der Mülbc in den Verband der opcrirenden

Arwec, hatte westlich der Eisenbahn hinter der Sorge Kantonnirungcn zu beztehen und an diesem Flusse dic Vorposten von dem K. K. österreichischen

* Armeccorps zu übernehmen.

Das 6. Armeccorps erhielt den Befehl, ficl) in dcm Rayon zu formi-

- 7911- dcffen Frontlinic die Orte Hütten, Ascheffel, chin-Breckcndorf, Norby

ÖOZeichnetcn. Die westliche Grenze dicses Kanwnnirungsrayons bixdctc die Eisen- bahn, Das 1. Armeccorps hatte in die Linie C'ckcrnfördc-Kochendorf-Holm

' einzurücken.

_Jn Gemäßheit dieses Oberkommandobefcblcs wurden beim K. K. öster- relck11chcn Armeecorps nachbezeichncte Bewegungen vorgcnonmwn:

. Die Brigade Gencral-Major Tomas brach durch die Vorposten der Brigade Gondrecourt und bezog Kantonnirungcn bei Ahlefeld mit den Vor- Postcn in der vorbezeichneten Linie.

Die Brigade General-Major von Nostiß ließ ihre Vorposten bis zur Ablösung durch die Garde-Divifion stehen, bezog Kantonnirungcn bei Ow- schlag und hielt die Vorposten längs des Westcnmvors.

_Die Brigade General-Major Graf Gondrecourt zog nach dem thrch- brechen dßr Brigade Tomas die Vorpoften ein und verblieb im Allgemmxen m ihrer) mnehabcnden Kantonnirungen. ' *

Dre Kavallerie-Brigade General-Major Baron Dobrzxnsky kam nach Bunge'und bezog die Vorposten zwischen dem Wittensee und Hütten. "

b Ye Corps-Geschüßrcseroe wurde in Duvenstedt und Riekert unter- ge ra , . *

Die Bri ade Dormus crrei te an die em Ta e Alt- und - Budelsdorf. g ck s g Neu

[?as Corps-Hauptquartier wurde am Nachmittag nach Holzbunge ver eg .

' Dre Brigade General-Major Tomas sendete ihrem Auftrag gemäß haufige Rekogn»szirungs-Patrouillcn gegen die Schlei. Eine derselben, aus 1-Zug Liechtenstetn-„Husarcn bestehend, wurde auf Befehl des Feldmarschall- Lte'utexxa11ts„ Baron Gablenz im Laufe des Vormittags durch 1 Escadron thdqchgraß-Dragoner verstärkt, unter Führung des Majors Kutschenbach. Diese Abtheilung ging zum Angriff auf die bei dem Hause Torf- 1chuppen xxufber Straße zwischen Groß -Brekendorf und Ober-Selk auf- gestellte"fe1ndltche Jnfanterie- Abtheilung über, drängte dieselbe in den Hof und schuehtcrte fie derart ein, das; Von ihr das Feuer eing*-sie[lt wurde.

Ab:; dqnn m der Richtung von Ober-Selk her eine 700 bis 800 Mann ftjarkc remdltcbe Infanterie = Abtheilung zur Unterstüßung anrückte, zog fich dte Kavallerte-Abtheilung im Schritt zurück. Der Feind verlor einige Mann an Todtcn, Verwundeten und Gefangenen, während unsererseits ein Husar blesfirt wurde.

„Für dcanall cines feindlichen Angriffs auf die linke Flanke dcs staffel- förmtg vorgerchobenen ]. Armee-Corps wurdc behufs sofortiger Unterstüßung bestimmt, daß sich die Brigade Tomas auf dem über Feldhorst, Guby, nach Fleckcby führenden Weg, die Kaoallerie-Brigade Dobrzensky bci Ahlefeld, dre anderen Brigaden auf der gegen Obcr-Selk führenden Straße nach vor- wärts zu konzentrircn haben. *

Am Abcnd des 2. traf im Corps-Hauptquartier von Sr. Königlichen thxit dem Prinzen Friedrich Karl die Nachricht ein, daß eine lebhafte Bc- 1ch1eßung des Brückenkopfs von Missunde die Schwierigkeit eines forcirtcn Uebergangs an dieser Stelle herausgestellt habe und Se. Königliche Hoheit dcn Uebergang az: cinec-andcren Stelle Versuchen werde. (Fortsexzung folgt.)

Großbratamnen und Irland. London, 3. März. Se. Königliche Hoheit dsr Prinz von Wales hat gestern in der

, Königin Namen ein Leber im St. Jamcs-Palastc abgehalten.

Dcr diplomatische Körper war mit AuInahmc des belgischen und des schwedischen Gesandten »- der erstere durch die Ankunft seines Königs, der lcytcrc durch Unwohlscim znrück'gchaltcn _- vollzählig vertreten.

Der König der Belgier, begleitet vom Grafen von Moer- kcrke und einem wenig zahlreichen Gefolge, fam gestern Abend um 5 Uhr in Dover an, und wurde dort von dem belgiscben Gesandten Herrn van de Weyer empfangen. „Heute seßtc er seine Reise fort und langtc kurz Nach Mittag in Windsor an.

Einer der vcrdicnteften StaatSbcamtcn tritt in der Person Sir Rowland Hill's aus dem öffentlichen Leben zurück. Siebenund- zjvanzig Jahre ist es jeßt her, daß er mit dem Plane seines Penny- Postsystcms bcrvortrat und WWW cine vollßändige Revolution im Postwcscn herbcisübrte. Seit der Herstellung der Pcnnypoft hat sich die jährliche Anzahl der dnrch die Post beförderten Briefe von 76 Millionen auf die Zahl von 600 Millionen vermehrt; wel- ches Verhältnis; selbst ein sprechender Bcwcis für die Wirksamkeit des Systems ist.

Heute Abend wird Lord Harrington, dcr Unter-Staatssecre- fair des Krieges, das erste Votum der Armee - Voranschläge beantragen. DicLandnmcht ist auf 145,654 Mann angescyt. Vori-

* ges Jabr betrug sic: - 147,11SMam1. Dies gäbe cineReduction

um 1464 Mann. “Aber diese Ermäßigung erklärt sich wohl durch die Abtretung der Ionischen Inseln. Von 17 Kavalleric-chimen- tern soll jede Schwadron 8 Gemeine verlieren, was im Ganzen .“.16 Mann wenigcr macht. In der indischen Streitmacht soll nicht die geringste Veränderung eintreten. »

Dic [chte Lieferung des deutsch-bänischm1 Blaubuchs ist heute Nachmittags ausgegeben worden und reicht bis 311111 31. Ja- nuar 11364.

Fyankrcich. Paris, 3. März. Mit der Capitulation Cmnpcchc's, sagt der »Moniteurn heute, ist die Occupation aller 111exikanischcn Städte Vollständig geworden. Aus den Depeschen des Generals Bazaine geht hervor, daß »durch die 111ilitairischen Opera- tiomm nunmehr der nächste Zweck, den Frankreich verfolgte, die Auf- lösung dcr juariftischen Regierung und Armee, erreicht ift.« Dcr lcßte Feldzug nach dem Norden _hat den Juaristcn 8000 Mann (Todtc, Verwundete und Gefangene) und 23 Kanonen (wovon 15 szogenc) gekostet und das Descrtiren machte die Niederlage voll- stan tg.

Wie die »(Hazettc dcs Tribunauxa meldet, hat nur Scaglioni, dcr bekanntlich aufrichtige Reue fühlt, ein Cassationsgesuch einge- reicht,“ Greco, Jmpcratori und Trabucco haben fich bei dem Spruch des Asfisenhofes beruhigt.

Italien. Die *Jtaliea läßt sich aus Neapel schreiben, daß Prinz Humbert bis Ende März in Palermo bleiben und während seines dortigen Aufenthalts zwei kurze Auöflüge ins Innexe der Insel machen wird. Dichhcimcn Archive Joachim Murats, welche in Portici waren, sind vorläufig in den KöniglichemPalast zu Neapel gebracht worden, man meint, fie würden in den großen