1864 / 57 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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neral - Lieutenants von Alvensleben ]., die Pkeldungen des General-Lieutenant 3. D. von Korßfieisch zum stellvertretendcn kom- mandirendenGeneral des 111.2lrmcc-Corps ernannt, und des hierher Verseßten Ober-Stabsarztes 1)1*. Cammerer, RegimentS-Arzt dcs Kaiser- Alexander Garde-Grenadier-Regimcnts Nr. 1. - Außerdem empfin- gen Allerhöchstdieselbcn den Minister-Präßdcnch von BiNUarck- Schönhausen, den Staats-Minister und Chcs-Pr'zxjtdcnten des König- lichen Ober- Tribunals, Uhden, und den Prandenten des Haupt- Bank-Direkkoriums, von Lamprecht.

*- Sbre Majestät die Königin war am Sonnabend in

der 10ten Vorlesung des wissenschaftlichen Vereins anwesend.

- Korrespondenzen ausHadcrÖlebcn berichten bbn einer sehr schönen militairischen Feier, welche am ;"). d. bei _.W'ZUUM dem nördlychsten Punkte Schleswigs, stattgefunden hat. Es tft dre Vertheilung von 20 Militair-Ebrenzcichen, welchc Se. Majestät der König an Mann- schaften der kombinirten Garde-Jnfanterie-Divz'fion Verliehen hatten.

In Begleitung Ihrer Königlichen Hoheiten des Kronprinzen und des Prinzen Albrecht (Vater) hatte der Jeldmarschall fich von Haderslebcn nach Wonsild begeben, wo die Truppen (mit Qlusxmbme der in Kolding schenden Bcsaßung) versammelt und in einem Carrec aufgcftcllt waren. Die Königlichen Prinzen, dcr Feldmarschall UND die als Zuschauer anjvcsendcn höheren österreichischen und preußi-

schen Offiziere ritten in das Carrec hinein, stiegen vom Pferde * Unter *

und es traten nun die zu dekorircnden Mannschaften vor. dem Salutiren der Truppen hcstctc der Kronprinz Höchsteigcnhändig den Einzelnen die Ehrenzeichen an, und reichte chem, unter erheben: den Worten der Anerkennung, die Hand. Die Mannschaften traten zurück, und der Feldmarschall und die Königlichen Prinzen stiegen wieder zu Pferde. Dcr DivifionZ- Commandeur, General- Lieutenant v. d. Mülbc, ließ darauf das Gewehr präsentiren, und der Kronprinz hielt eine kräftige, kernige Ansprache an die Truppen, Welche mit einem Hoch auf die Verbündeten Monarchen schloß. In den begeisterten. Ruf mischten sich Die Klänge dcr österreichi- schen und prcnßischen National - Hymnen. Die Truppen schulterten, präsentirteu dann aber auf des Feldmarschalls Befehl noch einmal, unö diescr beglückwünschte nunmcbr in

warmen Worten den Kronprinzen, der am 22. Fcbrnar vor Düppcl zum erften Male die Freude gehabt hatte , im feindlichen Jener „zu ' sein, und den Se. Majestät der König durch die Verleihung der Schwerter zum Rothen Adlerordcn ausgezeichnet batten , » gerade 50 Jahre nach dem Tage, wo dcs jeßt regierenden Königs Majestät bei Bar sur Aube das Eiserne Kreuz Und den St. Georgenordcn

erworben. -- Der Feldmarschall brachte dem Kronprinzen ein Hoch, in welches die Truppen jubelnd cinstinnnten.

Es fand nach dieser erhebenden Feier, welche auf alle Anwesen- den einen tiefen Eindruck machte, der Vorbeimarsch der Division vor dem Kronprinzen Und den Neu =Dt'korirten statt , - der General- Lieutcnant von der Mülbe führte die Division, der Feldmarschall cotoyirte den Vorbcimarsch. Dic Infanterie war in Compagnie- Front formirt, die Kavallerie in halben Eandrons Und die Artillerie in halben Battericen.

Es konnten leider zjvci Garde-Husarcn, denen ebenfalls das Militair-Ebrcnzeichcn verliehen worden, dcr Feier nicht beiwohnen; der Eine, Jicbelkorn, war seinen Wuxtbcn bereits erlegen, und statt seiner werden wahrscheinlich seine Eltern das Ehrenzeichen des Soh- nes als Erinnerung empfangen; »- der Andere befand sich, vcrnmn- det, noch im Lazaretb. Sc. Königliche Hoheit der Kronprinz, der in so echt soldatischer Weise an dem Wohl und Wehe Unserer Trup- pen Theil nimmt, hat diesem Lcßteren nachträglich das woblerwor- bene Ehrenzeichen persönlich übergeben.

- Unter dem 29. v. Mts. wurde von dem däUischcn General- Lieutenant von Hegermann-Lindencron das nachstehende Schreiben bei den Vorposten der Königlich preußischen kombiUirtcn Garde-Jnfanterie-Divifion durch einen dänischen Generalstabs-Offizicr abgegeben:

Euer Excellenz!" Im Auftrage meiner allerhöchsten Königlichen Regie- rung gebe ich mir die Ehre, Euer Excellcnz Aufmerksamkeit darauf hinzu- lenken, daß die von den vereinigten Königlich preußischen und Kaiserlich österreichischen Truppen beseyte und mit chuisitionen beschwerte Stadt Kolding, so wie die Dörfer Soest, Hjarup mit mehreren nördlicher liegenden Dörfern und Landdiftriktcn, innerhalb der Grenzen Jüstlands liegen. Ich ersuche Euer Excellenz, mich mit einer gefälligen Ant- wprt zu beehren, woraus hervorgehen dürfte, daß ich Ihnen, dem erhaltenen Auftrage gemäß, diese Mittheilung gemacht habe.

Ich ergreife diese Gelegenheit, um Euer Cxcellcnz meine allergrößte Hochachtung auszusprechcnx indem ich die Ehre habe, mich zu zeichnen Das Hauptquartier des Königlich Euer Excellenz däm'schen Armee-Corps in Jütland, ganz gehorsamster

den 29. Februar 1864. gez. bon Hcgermann-Lindcncron,

General-Lieutenant.

Sr. Excellenz dem Herrn Feldmarschall Baron von Wrangel',

kommandirender General der Königlich preußischen und Kaiser- lich österreichischen Trnppen. '

Der Feldmarschall hat bterauf das nacbstechbe Antwortschrei- ben erlassen:

An Se. Excellenz den Höchstkotmnandirmden derKöniglich dänischen Truppen in Jütland, Herrn General- Lieutenant von Hegermann-Lindencron.

Euer Excellcnz erwiedcre ich auf das geehrte Schreiben vom LMM Februar cr. crgebenst, daß die Stadt Ko[ding und einige benachbarte Dörfer südlich der Kolding-Au, von den diesseitigen Vorposten zur Deckung der in Nord-Schlchvig fte henden Occupationstruppen, einstweilen bcscßt worden sind

Zur reglemcutsmäßigen Naturalverpftegung der auf jütischem Boden“ cinquartierten Truppen gehen die Requisitionen an den Hardcsoogt yon Kolding, welchem demgemäß anheimgestcllt ist, nach welchem Modus cr die Landgemeinden Jütlands zu den Lieferungen heranzicbt. Falls Euer Excellew Werth darauf legen, die Bewohner Jütland?) von diesen Lasten befreit Fl? sehen, was auch mein Wunsch ist, so würde znnächst Königlich Dänischxsßxxs die Kapcrei deutscher HandclLsWiffe „mf offcnck See in Wegfall kommen müssen.

Indem ich eine bezüglich ?ittbcélung an die Königlich däniscbc Regie. Umg crgebcnst anbcimstcllc, babe icb dic Cbre, micb mit vorzügliMUr HHU), acbtung zu zcichncn

.I.-O. Haderslebcn,

. * gez. v. Wranch, den 2. Marz 1864.

Genomi-Jcldjnarséball und Oberbefehleabcr

dcr an'Zrth Kaiserlich,_österreichiscbcn und Kbnithcb preußzmcbcn Armee. *

Di-'scr Brief ist am 2. d. M. durch den Hanptmann Graf Hardenberg persönlich an ben Gcncral-Licutcnant bon Orgel- nmnn-Lindencrbn, in dessen Hauptquarticr Pctcrbolm, ÜbcÉZMU worden.

Eine weitere? Amtworc ist bicrauf nock) Nicht cksolgt.

N a ck t r a I zu dem Bcrich der Kriegscrcignissc vom1, vis inkl, 10. Februar.

Nachdem dcm wiederholt ausgesprochenen Bedürfnis; des großen, an den Ercigniffcn bei der Armee theilnebmcnbcn Publikums durch Veröffentlichung eim'r allgemeinen Schilderung der Thätigkeit der Armee Genüge geschehen ist, sind die dctaillirtcrc:1Bc1*ichte dcr Corps eingegangen, die eine Vcrvollständigung jenes ersten Bcrichthge- statten.

Wenngleich es ursprünglich bcabfichtigt war, diese Ergänzungen erst in dem zweiten Theile, in dcr Fortscßung des Berichtes zu geben, so dürfte sich dessenVcrbffentlichnng durch die allgemeinen Vcr- hältnissc doch noch so lange verzögern, das; (*I, um den spezieUcn Leistungen der Corps gerecht zu werden , angemessener erscheinen möchte, dies als einen besonderen Nachtrag zu geben

Zunächst muß hier in Betreff des Gefccbtcs bci Obersclf am 3. Februar Nachträglich noch besonders crwäbnt werden, daß die Be- scyung dcs Königsbergcs, nach der vom Feldmarschall crtbeilten Dis: pofition, für diesen Tag noch nicht vorgeschrieben, sondern nur, wie

| es bereits im Bericht erwähnt ist, die AUSsLHUUg dcr Vorposten in ' der Linie von Fahrdorf Über Ober-Sclk, Jagel nach Nlt-Bcnnebeck, 5; also dcn_Königsberg noch bor Der Front lassend, befohlen war. Das ; bci Auösübrung dicser Disposition von dem österreichisckwn Corps mit den wider Vcrmuthcn vorgeschobcncn Dänen cugagirtc Gefecht Wurde dnrch die Brigade Graf Gondrccourt mit so großer Bravour durchgeführt, daß nicht nur die in dcr Disbofition Vorgeschriebene Vorpostcuftcllmig erreicht, sondern auch noch darüber binansgcbcnd, , dcr Königsberg crstürmt und festgcbaltcn wurde, und die Dänen, Fvcrfolgt dnrch dic Ocsterrcicbcr, das ganze Vortcrrain vor den * Schanzen räumen nmßkcn. Auf die Wichtigkeit jenes Berge:“; znr Beschießu11g der Dancwerkc, ist schon in dem ersten Bcrichté binge- wiesen, und war dadurch der Erfolg des Tages durch den ungcsti'nucn Muth der Brigade Graf Goxtdrccburt, cin hervorragend glänzender, Ueber den Battericbau in der Nacht vom 5. zum 6. Februar ist «noch binzxtzufügen, das;, außer der WM im ersten Bericht cr- ckwähnten Batterie auf dem Königsberge, daselbst noch eine für 'scchszchn österreichische achtpfündige Geschütze, sowie eine beim Bahn- hof für sechs preußische zwölfpfündige und für sechs preußische ge- zogene sechspfündigc Geschüße in derselben Nacht, troß dcs Schneck? und fcstgefwrenen Erdbodens fertig gebaut und a[le dicse Bati'crieen armirt und am Moxgcn schußbcreit waren.

Zu dem Gefechte bei Oeversee am 6. Februar ist durch bis nunmehr cimgegangenen Berichte das Material geliefert, die von den Ocfterreichcrn an diesem Tage errungenen „Trophäen namhaft 11mch811 zn können. Dieselben bestanden nebst mehreren Gcschüßcn, Muni- tionswagen UUÖ sonstigem Armccmaterial, in nahe an tausend Gc- fangencn.

Dic Verfolgung war WU Seiten des österreichischen Corp?- Ko1nnmr1da11tcxt schon vor C'iutrcffcn des JeldnmrscbaUs in Schl» wig angeordnet worden, Und mit so großcm'C'ifcr ins Werk gkseßk- daß die österreichischen Hnsarcn im Verein mit bald darauf anlan- gender Artillerie, schon bei Hellingbck dic Queue der abzicbcnch Dänen erreichten, ihnen großen Abbruch Ebaten und unausgesch 411" Feinde blieben. Erst die starke Stellung der dänischen Arriércgakkc bci chcrscc nb'thigtc dic Husaren, die bald darauf eintreffende JUMP terie der Brigade Nostiy abzuwarten, und Wurde nun mit die!,“- troxz des erhaltenen Befehls, mtr bis Oeversee vorzugehen, sogch der Angriff unternommen.

mit Dänemark darüber eingeleitete Benehmen schwebt noch.

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Das, wie schon im ersten Bericht erwähnt, von den Ocsterreichern mit der ausgezxichnetsten Bravour gegen die in starker Pofition stehenden nzjxncrtsch_überleg§:1cn und tapferen Widerstand leistenden Gegner gefuhrte (Fesecht, das, nachdem es wiederholt zum Bayonett- angriff und zzxm Handgemengc gekommen war, die Dänen zum Rück- u c und weiterhin noch in der Nacht zur Räumnng von Flensburg wang- hatte durch die Größe dcr von den Ocstcrrcichern errungenen Trophäen dic glänzendstcn Resnltatc geliefert, und nur der Umstand, daß die beidcnScitcncbrps, das Königlich preußische Armeecorps und die Garde-Divifion, aus" den im ersten Bericht erwähnten Gründen, x1icht im Stande waren, an jenem Tage in Flanke und Rücken des Feindes in W Gefecht einzugreifen, bewabrtc dic dänisch? Arriére- Garde bor gänzlicher Vcrnichtung.

Die Brigade Nostiy, die das Gefecht bei Oeversee so anwOll geliefert, hatte seit dem Abend des 3. Königsberg gestanden und fast mit allen Abtheilungcn ununterbrochen bivmmfirt. Am 6. war ficscithrgcns 5 Uhr ohne abzukocbcn anf dcm Marsch und im Gefecht gcwcseU, in welchem sic selbst einen Verlust bon 27 Offizieren und 626 Mann an Txodtcn Umd Ver- wundctcm erlitten batte. Dic Erschöpfung der Truppen war dadurch so groß, daß für den andern Tag die Fortscßnng der Verfolgung durch diese Brigade, ebenso wie durch die Brigade GrafGondrccourt, die in dem Gefecht bei Obersclé glcicbe Verluste und seitdem gleiche

* Strapazen erlitten batte, nicht gerechtfertigt erschien.

Die Vollkommene Würdigung diescr Umstände nmcbke den Be- schl dcs Feldmarschaxls nokbwcndig, flix den ?ten der (Harbc-Dibiüon dicIZcrfolgnng zn Übergeben und die ösierrcichischcn Trupch in jbrcn Stellungen zn bclascn.

JU Bczng ch" drci EEcadrons des Königlich Preußischen Armee- Corps, die am Morgen des 7, bor Flensbnrg eintrafen, muß nock) binzngcfi'tgt werden, daß zwa? die dänische Hanptnmcht Morgens 5Ubr die Stadt gerämnt, jedoch noch ciUc Arriércgarde unmittel- bar nördlich derselben und viele Nachzüglcr in derselben znrück- gelassen batte. Mit dieser Arriércgarbc batten die drei Escadrons

' noch cin längere Zcif e*„nbäucrnbcs Gefecht, das ngM der Lokalität . vorzugSwsnc dark!) abgrscffcnc Kavalleristcn mit Karabincrfencr gc- ; * führt werden mußte. Außer den im erstcxx Berichte scbbn erwähnten

eroberten Gcscbüch, der Menge des erbeuteten Krichnmfcrials, wurdcn von Den dxci ESMDWUÖ bick Nock) 157? Gefangene cin- gebracht.

» Bckanmtlicb will die dämiscbc Regierung für die mit Beschlag

belegten Schiffe eine Frist ZUM Auslaufen bis zum 1. April gc-

stattcn, wenn von Skiken dcr bctrcffcndcn Regierungen Gegenseitig- keit gewährt wird. Dänemark [cht es aber ab, die aufgebrachten Schiffe ia die Frist cinzrxchrcich.

, Inzwischen ist in dcr BunbcIvcrsmanng vom 25. Februar * dcr Bcschlnß gefaßt, daß - nnter Vorausscxznmg dcr Rccibrocität -- * die Frist sowohl auf die mit Beschlag belegten Schiffe, als auch auf ' , diejenigen Schiffe angewendet werde, welche vor dcm Bekanntwerden ? der Bcscblagnabmc in 11cUtralc11Öästn geladen bach Md von dort ; _ nach dänischen ]'(?§]). bcutscbcn Häfen bestimmt find.

Ob Dänemark bicrcmf cingcbcn wird, stcbt moch micht fest; das Mit Rücksicht hierauf mnß die Entscheidung wegen Freigcbung der in

, diesseitigen Häscm mit Beschlag bckcgtcn däjxiscch Scbiffc noch aus- ;“ gesetzt bleiben. - Schiff“: in dicsftitigcn „Häfen ist bereits bcrfugt.

Dic Freigcbnng dcr [)Olsteinschcn umd *x'chlcswigsckxn

Wegen cim?“ dicIscitigc'n Blokabc- nnd Priscn-Reglcmcnts wird

= die Vckanntnmchtmg in den nächsten Tagen erfolgen.

- Dic »Lonbon (Jachten vom 26. Februar enthält die Mit-

51bcilung, daß nach einer amtlicbsn Bemachrichtignng dcs däniscbcn *

Gesandten in London von demselben Tage alle Häfen Und Lan-

,dungsbläßc cm der Ostküste der Herzogtbümcr Schleswig Und Holstein, mit AUZUahmc von Neustadt, den Inseln Aljen. nnd Ach und derjenigen anderen Pla'ße, welche sich noch wxrkltch

unter der Herrschaft des Königs von Dänemark befinden, vom 25ftcn Februar an durcb dic dänischen Streitkräfte zur See blokirt Werden, und daß die Blokadc auch auf diejenigen Orte ausgpdchnt werden Wird, welchc wieder in die Gewalt der dänischen Regierung kommen

sollten, daß eine solche Auschnnug jedoch öffentlich angekündigt , Armcc-Corps nachstehende Anordnungen crlasscn:

werden wird.

“Dieselbe Zcitnng veröffcmtlicks ein Schreiben des dänischen Mi- nisters dcr answärtigcn Angelegenbeikcn an den britischen Gesandtsn in Kopcnhagcn, Sir A U gUstns Paget, in welchem derselbe dcn

Schiffe, die sich beim Beginn der Blokade in einem blokirtcn Hafen

mit Ladung QM mit Ballast aus demselben attsznlauftn.

Hixlsteiak. Altona, 4. März. Heute sind hier Mann- schaften von den in„K0pcnhage1t garnisonircnden bolsteinschcn Trup- PZntbcilen angelangt, wclche erzählten, das; sämmtliche Holsteiner aus djanischem Kriegsdienst entlassen seien. Die Entlassung erfolgte plöy- [lch vorgestern Nachmittag. Dichtlaffcncn erhielten ihren rückstän-

in vorderster Linie an dcm ;

' schlag gebrachten europäischen Konferenz über die bcutsch=dänische

5 9621.

Zeil born "j. bis

diZen Sold, der bisher sehr unregelmäßig ausbezahlt ward - die be) der .Garde Dicnendcn hatten für 23 Tage zu fordern, - jedth kern Retsegcld und hatten fich selbst mit Bekleidungsftücken zu. ver- sehen , weöbalb eine Anzahl Entlaffener wegen Mangels an “Reise- m1tteln Zn Kopenhagen zurückbleiben mußte. Die hier Ange-korümé- nen bxstatigcn die früheren Nachrichten von den in Kopenhagen nach der RZumung dcs Dannewerks vorgekommenen Pöbelexccffen. &gatztburg, 5. März. Die Kommerzdcputation macht be- kmxut, “daß ibr (1er London vom gestrigen Tage die zuverläsfigc Mttthetlung zugegangen sci, die dänische Schraubenfregatte *Niels

Juel“ habe am gedachten “Tage die Rhede von Deal verlaffen und

sei, wie es bicß, dcr Elbmündung zngcscgelt. -- Diese Nachricht brgchtc an der Börse Sensation hekbor. Man befürchtete mehrfack), daß" der [Niels Incl:- bcabfichtigr, dem größten Hamburg-New-Yor'k ?Pondampmcbiff »Gcrmaxxiau, das morgen abgeben soUte, aufzu- aucrn.

Frankfurt 6. TK., ;). März. Die L*ffzickle Vätthcjluxjg chr dic Bundestagsfißung vom 3. März lautet: Es kamen aber-

" mals Bericbkc der mit ch Vcrwaltxmg der „Herzogtbümer Holstein

umd Zaucnburg betrunken Bundeskomnüssairc zur Vorlage. „Ztcraus ward der von Oesterreich und Preußen in dcr lcßtcn Vorangegangcncn Stxmng m Beziehung auf die Verhältnisse in

' Holstein eingcbrachtc Antrag in Bcrathung genommen Und es ward

beschlossen, diesen so wie die bei dcr Umfrage von anderen Regie-

; r'ukzgen Überßcchlbcn Gcge'Ustand borgebrachtrn Amträge den ver- Ü ctntZYJU Ausxchxxcn zu tbnnlichst beschlcnnigtcr Begnéachtnnq zu- Z zuwemcn.

Aus den Übrigen Vcrbanbwngcn ist bevorzubcbcn, das; Das all-

? gemeine deutsche Hanbclsgeschuch im Herzogthum Altcnbnrg mit

dem 1. Mai _1. J. in (Heseßeökrast tritt und daß im Fürstcmbum Schwarzburg-Rudolstadt dic vorgeschlagcmcn Zusähc zu ber deukschcn Wechscl0rdnnng acceptirt sixxd, wie die Jürstlickxc Regierung anch Jem GcscßeScntWUrfc wegen gegenseitig zn gcwäbrcndcr Rechtébülse in bürgexly'cbcn Rechtsstreitigkciten ihre Zustimmung crtbcilt.

Gleichzeitig bcrb'ffetxtlichen dic »Fr. Blättern nachstehendes (be- reits erwähnte) Mitgctbeilt: »Die Berichte Über die Parlamemts- Vcrbandlumgcn im cngkiscbcn Unterhausc vom 2. Febrnar enthalten

, eine von 111inistericllcr Seite gefallene Acußcrung, [ant wclchér der

chtsche BUND angegangen worden sei, zu der neuerdiUgs in Vor-

Strcitfragc ?incn Repräsentanten abzusenden. Wir smd in der

J Lage, zu konstatircn, dasz ncUcrlich von keiner Seite an den Bund

eine solche Aufforderung gcricbtct worden ist, das; somik die dem Unterbanfc gemachte Mittbeilung cincr jeden Thatsäcblichcn Begrün- dung cntbchrc.a *

?ZViirkkc-MHMJ. Stuttgart, 4. März, In der heutigen Sißng dcr Kannncr der L! geordneten zeigte der Präfidcnt an, daß dre Regicrmxg künftixzcn Montag, 7“. d., die Vertagung der Stände vornehmen werde,

Baycrxx. München, 5. März. Se. K. K. Hoheit Erz- bcrzbg Albrecht von Ocstcrrcick) ist mit dem Wiener Cilegc heute Morgen bier cimgetroffen UNd in der Königlichen Refidcnz abgestie- Sc. K". K. Hobeir wird ciaigc Tage im hohen Familienkreis bisr vcrwcilen. (Bayr. Ztg.)

OM'ÉMrciÉ). (Relation Über die Operationcn ch K. K. östcrrcicksschcn S., L]. Armccck-rps dcr verbündeten Armee in der 7. Februar 1864, vom Eiderübergaug bci RENDI- burg bis zur Beseßung von Flensburg. - Fortseynng 1111dSchsnß.) Vorrücknng in die Linie Jagel-Obcr-Sclk-Nicdcr=Sclk, Loopstedt, Fahrdorf, Gefecht bei Obec-Sclk und Erstür-

mung des Königsbergs amZ.Fcbruar1864.

Laut Armee-Oberkomnmndb-Dispoßtion hatte das 6. Armee-Corps am 3. nacb dem Abkochcn in konzentrirtc Kantonnirungen abzurückcn, weécbc von einer starken Avantgarde in der Linie von Fahrdorf über Nieder- und Obcr-Sclk bis Jagel einschließlich zu dccken waren. Das 1. Armee-Corps hatkc seine Operationen gcgen Miffundc fortzuseßen, aber eine Spfündige

? Batteriechn den rechten Flügel des 2. Llrmec-Corps abzugeben, während - dic prcyyichc Gardcdivifion mit der Avantgarde dic LinieJagcl-Alt-Bcnebck 7 zu erreichen und nördlich der Sorge zu kantonniren hatte.

Laut derselben Disbosition sollten am 4. um 9Uhr früh das 2. Arwce- Corps bci Lottorf und Altmühl, das 3.32lr111cc-Corps (verstärkte Königlich preußische GarDc-Division) zwischen Kropp und Wilfiek konzentrirt stehen.

Entsprechend dicser Disposition wurden vom 2. (österreichiscben (;.)

Dic_Brigadcn Gc:1c_ral=Major Graf Gbndrecourt und Tomas gehen in gleicher Höhe, erstere auf der Straße über Groß-Vrekendorf auf Ober-Selk,

? [cßtcrc cms dem Wege Über Gcltdorf gegen Loopstedt derart vor, daß fie um

Eintritt der Blokadc anzeigt und dabei bemerkt , daß alle neutralen 12 UN Mittags ch MLZZLÜLWU Vorposten überschreiten.

Zur Deckttng der äußeren Flanke und Aufhellung der Gegend bis an

! dic Scblci wurden der Brigade Tomas '4' EZkadrons WindischgräZ-Dragoncr

befinden, bis zum 1. April die Vergünstigung haben sollen, entweder ; zugewiesen.

Die Brigade“ Graf Gondrccourt hatte eine Seitenkolonnc auf die Eisen- babn zu entsenden und die große Chaussee im Auge zu behalten. _

Dic Brigaden Nostiy, Dormns und 2 EZkadwns Liccbtmstcin-Humrcn folgten der Brigadc (ZL-cncral- Major Graf Gondrccourt, während 3 ENU-

drons Windischgräy=Dragoncr und die CorpZ-(Heschüxzrcsche zur unmittel-

baren DisWfition des Corps =Kon1mando's bci Groß-Brckcndorf aufgestcUÖ wurden.