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Schiéswig. Der die alliirte Armee begleitende Spezialfor-
xrespondent der 'Times- schreibt aus dem prcußischen Hauptquartier
*in Hadersleben vom 3. März: 'Südschlcswig hat im Verlauf “.der [chien zwei oder drei Wochen ein ga'nz andcrcsFLlnschcq JVM" nen. Der Schnee ist geschmolzen, die Eisenbahn. eroffnci, dic «Uup- xpen, von denen es in Städten und Dörfern wmnzicltc, habexFch nach Norden verzogen. Proviantiransportc von ricscInhaxtirzanßge. pasfircn fortwährend einer nach dem a11dcren,_uin diééedlllxl1lffcOiel großen österreickyisch-prcußischcn Armee zu befxicdichn, iimi (LIN „ln? scheine nach ZU urtheilen ist im Norden chng 01er9ga]. inchtv mchi aufzutreiben, was auf den Nazncn LLÖPLSUUU'ÜYl111p111ch iiiiiKyt, und ach, selbst Heu fiir die Pferde, kiinnen die «sruppen atis icm Süden beziehen. Man ist gcweohni, nut ÖWZ Nam'en :Holftcin U11? Schleswig die Begriffe von Reichthmn und Pryducti'onvkxqstozu vei- knüpfen; das lcßtgcnanntc Herzogthum abcr1ckcmt seine Ixilquucllcn
zum Unterhaltc von Mann und Roß schnell c1*schöpft zu haben. Die *
Truppen, die preußischen sowohl wie die österreichischcm find in «US-
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gezeichneter Stimmung und erfreuen sich eines Wi'trcfflichcn Gesund- heitszustandcs.
Sachsen. Dresden, 9. März. Ein dem »DrckßsdnerkJonrz nal- aus Frankfurt a. M. zugegangcnxs Telegramm theilt nut, daß wegen Erkrankung cines Bundestagsgßgndtcn“imd wegen manchm- dcr Instruktion die nächste Bundestagssißung Sonnabend stattfinden Werde.
Coburg, 7. März, _Sc. Hoheit dcr _Hexzog i_st [)cittc O.);i'itta'J zu einem mehrtägigen BMU!) an dem Kaistrltchcn Hofe nach pcms
abgereist. (C. J.)
ScHWarzburg. SoxidcrshsgusenQZinärz. Dcr Lam“- tagsausschuß des FiirstcnthumZ hai kurzlich dic Priifuzng der Staats- recbmmgcn vollendet. Dic FixiLUzlagc ch „Landis ist trotz der er- höhicn Anforderungen an die SiaiitTZkane _cmc gitnsiichzy nennen. - In diesen Tagen findet die Nkllltaik-AUI[)chUg, im Yursixnxhnm statt. - Durch die Gescß-Sanmilung ist so eben eine neue (Veymdc- Ordnung für das Fiirftcnthum publizirt.
Württemberg. Stuttgart, 9__März. Das [)cutigc BÜUctin Über den Krankheitszustand des Königs [Nikkei: „Großer Schwächezustand ohne besondere Beschwerden, wiel Schlafs hcntc Morgen wieder Bruftbeklcmmung.
Bayern. M im chen, 9. März. Dcr Ziötiig ist heute Nack)- mittag erkrankt. Um 4 Uhr ist folgendes Biillctm er1ch1cncn: Der König leidet an einem ausgedehnten Rothchut 911 ßer linken Bxuft- wand, in dessen Folge A(lcrhöchftderseibe 11ch_1U 2111911 bedenklichen Zusiandc befindet. In der Stadt hcrrjcht große Bcsturzimg.
Oesterreich. Wien, 9. März. Soxcbcn wurd? MKI“ Hofburg dcr Verlobungsakt dcs Erzhcrzogs Joseph (gib. „Z. Yiarz UJZ), Sohn des verstorbenen Palatins vo1iUngarn, "UX der Koch- ier des Herzogs von Coburg-Cobary unterzeichnet. (KVM. Ztg.)
Niederlande. Haag, 9. März. Die Königin ist wegcti dcs bedenklichen Krankheitszustanch ihres? crimrchtcn Vaters, dcs Königs von Württemberg, nach Stuttgart gereist.
Großbrikannicn uud JrianÖ. Loydoxitsz. Marz. Ihre Majestät die Königin cmpfimg gestern ÖW, (Hrananackyt- meister, (Gemahlin des schwedischen Gesaiidtcn," dri BaronUi von Blome, Gemahlin des hanuövcrschen Geschaftstragers, und dicÉGe- mahlin des spanischen Gesandten Scüor C9111yn, welchc “Ihrer Majestät einzeln von der Gräfin Russell vorgestxllt wurden.
Der Prinz von Wales imd seine Gemahlin [)iibcn fich gestern Abend nach Windsor begeben, um der Königin cincti Besitch ab- zustatten. . . „ .
Prinz Johann von Glücksburg Wird [)cutc [31er crwartetxMuin bei dcr TaUffcicrlichkcit am 10. d. M. seinen Bruder, den Konig Christian, zu vertreten. ,
Jm Oberhause zeigte Lord Dcrbn gestern auf heute die Frage an, ob der edle Earl dcr Staatssecretair dcs Lluskvärtigcn' Weiter rcichcnde'Kor- respondenzstücke Über die dänische Frage vorlegen wolle. Er “werde ]edi)ch bei der Gelegenheit keine Erörterun anregen. -- DeYMar'qms qs West- meatl) bringt eine Bill zur Vercherung der Strafgcche cm. Die Trays- poriations- odcr Zuchthaussirafc, die auf ßem Verbrechen dc-r Schan- dung sicht, soll, bei erschwercnden Umständen, durch Peitschcnhiebe verschärft werden, die erste Lesung wird ohne Bemerfupg genehmigt.
Jm Unterhause zeigte Mr. Disracli auf heute dtc-clbe Jragqe ');»ie Lörd Derby an. Lord R. Cecil meldet ebenfalls eincJ-ragZ wegen diUUthl)" deutschic Jorlagcn an. Mr. Hunt bemerkt, er werde 11ch morgen eiiie Erklärung ausbiiten über eine Steile, die in einer vom 6. Januar 1864 datirten Depesche Lord Napier's, des britischen Gesandten in St. Peicrslzurg, vorkommt. Dieser Depesche zufolge habe nämlich Fürst Gortschakon gxwgt: »Da die vier Regierungin (Oesterreich, Preußen, England und, Ryleqnd) über eine noch wichtigereFrage, als die Von Holstein_ und SZhleerg isi, ]cßt glücklicherweise harmonisch denken und („ii)ndcln, jolltcxi W M d1c1er An- gelegenheit fick) nicht in zwei gegner11che Lager ipaltenxc _“ Mr. Roebuck zeigt die Abficbt an, vor idem Beginne dessck nachßen -«Su[*-sidicn - Comité's zu fragen, ob die Negicrimg die Abpcht
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hege, der Regierung der föderirtcn Siaxten, wclche Agenten in Jrlandch= wende, um Untertyancn Ihrer Mayfiqt (118 Soldaten anzuwerben, chhalb VorsieUungen zu machen., «- A_uf eme Frage Mr. Longs crklgrt der Attorncy-Gencral, ein kynxödxrirtes Kriegsjchtff habe_ chu 1o das Recht, britische Schiffe, welche Kriegß1chmuggel nach einem fodexirtciz Hafen bringen, anzuhalten, zu untersuchen und wcgzunchmcnllvie, em sodcrtrtes Kriegsschiff hat, gegen britische Kauffahrcr zu hatidelti, 75,“ init Conti'cbande nach fonsöderirtcn Häfen fahren,“ aber weder cm foderirtes, noch cm kan. föderirtes Krichschisf habe das Rcckit, cinen Kauffahrcr. zu nehmen, mtßcc um ihn zur leurtheilnng vor ein kompcicnws Priscngcricis zu ftcll'ixn. Mr, DiFracli fragt, ob der edle Lord an dcr Spiße irgend eme'authctiinchc Mit- iyeilung Über die Invasion Jütlands machen _könne. Die zwei lciiuciidcn Mitglicdcr der Regierung hätten in den verychicdcnen Parlamentöhagwrn eine ziemlich widersprechende Außkunst gegeben. Der cdlcffLord_?abc-gcmxxi, er halte Die Invasion Jütlands durch die deutschen Machte sur ,eine Oxi- schwerung der bisher begangenen Ungerechtigkeit, Dcr cdl; Siaziisscrciii'tr dcs Auöwäiiigcn abcr ()ÜÖL, wie es scheine, gesagt, das; er UÖLLOlL'ÖLÜbilW: tigte Invasion vom preußischen Gesandten fökmlici) in Kenntntß gcyeßi 112.0» Dcn set, und zwar erkläre der preußische Gesandte, die beabsichtigichnvaßon sei einc Folge des Befehls der hänischcn Regierung, deutsche Schiffe zu fazi- gcn und Durch diesen Befehl ici die Ausdehnung des bthckLOkalcli Kric- ch unvcrincidliä) geworden. Es scheine, daß der SWÜTIWCATLWW des Auswärtigen jene Auölcgung dcs Benehmens dcr dcnt1chen Maxhtc "ange: nommen und ohne Protest der Dänischen chieruna mitgetheilt hach Cr wnmcbe daher aucl) die wirkliche Meinung der Regierung Ihrer Majcstai iibcr _das Verfahren der dcnisxhc'n Mächic kennen zu lernen. Lord Palmeruon erwidert: die uns 1"!er dic vaafionJiitlnn szugckommencnBerichte ivarxn außerordentlich widerspiechnd, so daß ich einigermaßen in Verlegenheit bm, wie ich aiif die Frage des schr ehrenwerthcn Gcnilcinan_einc beftnmnie Antwort geben soil. Wie ich schon einmal erklärt habe, xagie man UJZ, das; Die Grenze von Jütland den Befehl znwider überschritten windet) [er, und nachher hieß es, daß man jene Vcrleßung nichißdcstowcnigcr 1ancttonirt habe. Ich glaube, wic chi die Dinge stehen, Daß die Deutschen in den Bemo; dcr Staöt und Festung Fridericia zu gelangen suclicn, dicdasschnmleWaffcr
zwischen dcmjiit'scvcn Jestlandc und dchnscl Jiincn beherrscht,“ undibnc Zweifck lautete eine in Bczxxg auf dicInvasiNiJiitlands gcgcbenc Antwort wwic die vom schr ehrenwerthcn Gentlemim crwälyntc Lchirt -- daß, da die Dänen durcb Weg- nahme deutscher Kauffahrer Vergeltung gegen die Deutschen gciikZi [)aéicii, dicsc Ergreifung von Repressalien die Stellung der bczichungswcijcn TTOLÜL ändere. Ein anderer fiir. die Bcscßung cines Theiss von Jütland erwahnici Grund war, daß sie noincndig sei, um die deutschen Trnppcn gcgen Bc- [ÜstiZUng ÖUL'CH die Dänen vom Norden Jütlands und von 'der _Jnicl Fünen ()cr zu schützen. Da der schr ehrenwerthc Gentleman zu crmhrch ' wünscht, wie die Regierung iiber die Sache denkt, so kann ich sagen, ÖM Unserer Meinung nach die ganzen Operationen jenseits der EM!: eme Gewaltthat gegen die Unabhängigkeit Dänemarks sind und der Stand *dcr Dinge fcinc Gewalt rcchifexiigt, insofern als die dafür, vorgebrachte C'iii- sck)uidigung war, das; die Dcntsthcn eine Garantie für _ dic Jitriick- nahmc der gemeinsamen Vcrfnffnng zu Haben wünychicn, urid die dänische chicrung vor der Occiipation Schleswigs die Absicht ausgesprochen hatte, dem deutschen Verlangen zu willfahrxn. Joke Llaödchnung dcr Occupation dänischcn Gebiets ist daher eine“ Er1ck1rcrang . dcr begangenen Gcwaltthätigkcii, was man NUck) für Entschuldigungen aii- fiihrcn mögs. Liber dic deutschen Mächte kennen bereits unsere Llnsichtz 1111d_ es war dach unnöthig, sie davon nochmals in Kenntnis; zu schon." Lins eine Frage von Sir C. Douglas sagte Lord Palmerston: TlYprungixä) schluZ die [*iiiischc Ncgicrmig dcm Bandes age so wie andern; MKWL'UNM Konferenz Wi", aber der Vorschlag fiel durcb, weil er einen Waffenstillstand znr (ck5ra11dlagc machte. Ncacrdings schlug Die britische. chicrung Ocstxr- rcici) und Preußen eine Konferenz ohne Waffenstillstand vor. Frankriiiii und Rnßland stimmten dcm Vorschlage bci, und so wartcidie Regierung ]th „ eine Antwort VOÜ Däncnmrk ab und vcrschicbi bis dahin che Mii- - theilung an den Bundestag. Akif eine weitere Anfrage von “.“er Joiiii Manuels fährt Lord Palmerston fort: C3 ist dem Bimdestagc mxi Bezug auf die Konferenz ohne Waffcnstißstnnd keine Mittheilung gcmackzr worden. Mr. S. Jingcrald veranlaßt den edlen Lord, noch ciiixiial Dic Sache zu erklären, Und er sagt: Den genauen Wortlaut ch Vyychkxch [ckWo ich nicht im chéichiniß, aber dir Bundestag war in chminq; gc1cxxi, , daß eine Konferenz wahrschinlick) statifindcn und daß man i[)n zurB-c- t= schickung derselben einladen werde. Einige der Mächtc,_dicdc11Vcrirag (von 1852) mit unterzeichnet haben, wünschten, daß der Blindcsiag eincn “Vex- treter senden möge, aber „die Wahl einer geeigneten Persönlichkeit verur1gchie Sch1vierigkeitcn. Zwei Personen wurden genannt, und man dachte, daß'dxc Wahl wahrscheinlicl) auf einen der b ich fallen werde, aber es kam zu kemor Entsciieidung. _
Vor Dunbar liegen noch mehrere dänisch Krcuch Miche augenschcinlich scharf nach etwaigen Prison auslitgcn. Cs Ut ihnen in dcr lcßten Zeit kein Fang nicht gelungen. . * ,“ *
Ein Theil der K a n alflottc, Das Schrauben-Limen1ch1n »Wgar), 60 Kanonen, Admiralschiff, und die gepanzerten Schragbeydanipicr »Warrioru 4“, »Black Prince- 40 und »Desense« 1544 isi in PZM- [and eingetroffen. Ju demselben Hasen liegen auch seit einigen 42a- gcn Dcr »Hector“ und der »Prince Consort“. .
Dic Anwerbung deutscher Soldaten fiir die Armch der Vereinigten Staaten scheint recht flott vos fich zu (!?th- TTZ Stell" dichein derselben, von wo aus fie ihre Ueberfahrt antreten, "Ut LMU“- pool, woselbst chi wieder eine Schaar von FZS Dcutscheii uber Hiill cimgctroffcn ist, die am Donnerstag ihre Rciyc nach Amerika-antrctcn wird. Einige von ihnen haben schon (111100 Dollars Haiichld empfatxgcn. Eine zweite Schaar Deutscher wird in den nachsten- Tagen erwartet. _
Frankreick). Paris, 8“. März. Was die schon telegraxhlzck) erwähnte Suezkanal=Kommisfion betrifft, so steht an deren «le?
_* nicht recht in Gang konnncn. in den Grenzkmjcn aus den Landstraßen einzelnen Wanderern, die
_ einen von dem * kommen, . nen Brief vor, oder fie gehen vor, in diesem oder jcncm Orte cin Unicrkommcn suchen zn wollen, zu welchcm Zwackc sie ein ,'Empfch[U11gsschrcibcn von irgciid eincm Polnischen Gittsbcfißcr an - dcffcn Freund bci fich tragen. - timationen dic Zuziigler nicht immer vor Verhaftung, die aber in - der Regel kaxxm einige Tage dauert. ' entlaffcn und mit ihren Vcstchrichn und Einpfchlungsschrei[xen an - der (Hrcnze angelangt, so wcrden sie dort bei Gittsbefixzern, die sie
* zicke direkt imtcr den Bauern zu Vcrbrcitcn. _ Heroldc die 11 Hauptpunkte in einer Proklamation »An dicBaucrn
sreit. Sie wählen aus Gerichtspersoncn und ;Land befähigt zum Woyt, der von 3 Morgen "ches Dorf der _"FriedcnsricHtcr, Geistlicher, bisheriger WOM, Überhaupt ein Nicht- Baitcrngutsbcsißcr fick) einmischen oder anwesend sein darf. “Bauer erhält Diejenigen Baucrnländcreien, Häuser und Zubehör, „. 1Vklchc er eben jeßt bestßt, von chi für immer als freies Eigenthum, Zinter der einzigen Bedingung: die bisherigen RegierungSabgaben, 10 wie die fcstzustcllcnde Griindzinsc, wcxch die einmalige Rauch- :fangs-, Scharivcrks- nnd Licfcrnngsabgabe nicht übersteigen soll,
'];564 an werden alle Vauci'n fiir imme? von allen Pflichten, “Hoscdicnstcn, Grundzinsen Und anderen (Haben, welchc "fie bis- M' an die Dominica zu cnirichten hatten, vollständig Diises Versteht' fick) auch von den chicrimgs- und Institutcngiitern.
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der Senator _Thomwncl. Außer Thouvcncl hat der Kaiser zu An- parteiischcna 111 dem Streitc zwischen “der ägyptischen Regierung und dem Suezkanal-Obmannc, Herrn von Lcffcps, ernannt dic Senato- ren Mallet und Stain, dcn Dcputirtcn (Honin und den Staatsrath Duvcrgick-
Nnszlaixk) UU?) BMM. Von der polnischen Grenzr, .* März, NWT“ dic "Osts.-Ztg.«: Jm Militairbczirk Wloclawc'k, dcr die Kreise W[oclawck, Brchc nnd (Hosiynin umfaßt, find die Bestimmungen in Bcircff des Fremdenverkehrs in lcßtcr Zeit in einer Weise Verschäi'ß worden, die fiir Rciscndc große Bclästigimch und ZcitVCksäéUUmUk Mik fick) fÜhL'k- Wer cms Preußen auf eine Legi- timationsfartc nach Alcxandwwv kommt, um am Orte selbst ein Geschäftabzn1nachcm darf sich voni Bahnßofc mir in Begleitiing eines Soldaten entfernen. Wer, mit einem preußischen Paß ver- sehen, von Aicxandrowo nach einem in der Nähe gclcgcncii Orte, 3- B. iiach Nicszawa, weiter rcisctiwill, mus; zuerst mit dcr Eisen- [zahn nach W[oclawck fahren und dort im Büreau dcs Fiirftanitt- gcnstcin seinen Paß visircn lassen. Erst von dort darf cr sich nach dcm Ziele seiner Reise begeben, Jm Militairbezirk Wloclawck an. gesesscnc Giithcstßer diirfen sich ails ihrem Wohnort ohne Paß nicht nach dem nächsten Dorfe entfernen. In dem Paß miiffcn der Tag der Abreise, das Zick und der Weg gcnan angegeben sein, -
L Die Zuzüge aus der Provinz Poscn nach Polen wollen ungeachtet
der Anstrengungen ch" Posener Exckiitiv:?,[Usschusscs noch immer Nur hm und wieder [xcgcgnct man
von keinem Rciscbiindcl beschwert, als ob das Ziel ihrer Reise über das nächste Dorf nicht [iinaiisgingq langsam der Grenze zuschrciten.
' Werden fie von cim'r Patronille oder einem Gensdarm angehalten
und nach ihrer Legitiniation gefragt, so zeigen sie in der Regel chßcr dcs Dorfes, aus dcm sic gerade
i(mcn ziir Bcstclinng im nächsikn Orte mitgegebe-
Ooch schiixzcn diese vorgeblichen Legi- Sixid fie an:? der Haft wieder
im Falle der Nachfrage seitens der Behörde für ihre Dicnstlcutc aUsgcbcn, so lange cinquartirt, bis ein größerer Trupp sich gesam-
F meli hat und ein Führer erscheint, der fie znr Nachtzeit iiber die
Grenze und zur nächsten Jnsurgenten-Abthcilung fiihrt. Nachdem
, _ dies Zicl erreici)t ist, kehrt der Yllhl'ér Wieder zuruck, um cinen neuen 5 ' Trnpp abzuführen. ' vinz Posen gegenwärtig ist, geht daraus hervor, dat; fich aus ; xammtlichcn Zuziiglcrn dicycr Provinz in den beiden chien Mona- , i 1 ck
Wie schwach dic Zuzugwewcgung in der VW-
- tin nur zwei Jnsurgcntcn-Abtbciliiiigcn in der Stärke von 80 resp.
60Ma1111 gebildet hoben, Von denen die eine untcr SZUkÜWki im
7 Kreise Brzcsc, die andere unter OksiiiÖki im Kreise Kalisch operirtc.
Warschaii, 7. März. Dic Kaiserlichen Ukasc Wegen Vollstän-
_,digcr Emanzipation der Bauern in Polen sind Sonnabend [Zick ;
eingetroffen, und werden in vielen tanscn Excinpkarcti gedruckt, um 112 dnrch dic Kreis-Miliiair-Chch und dazu besonders dclcgirte Offt- Gcftcrn wurdcn dnrch *
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des Königreichs Polcna auf den (issciitlichcn Plätzen vcrlcicn. Dic ;
Bauern in Polen werden ohne Unterschied der Nationalität imd des
Z ©anan (Rusfinen, Polen, Deutsche, Litthaucr A.) für immer von
_Öck Macht Und Jurisdiktion dcr Gutsbesitzer und deren Pächter bc-
ihrcr Mitte ihre Woyts, Schulzen, Beifißcr. Der Bcsiß von 6 Morgen zum Bcisißcr. ,' untcr fick), ohne daß ein **
Kolonie wählt
Jeder
Pünktlich an die Staatskasse abzuführen. Vom “15. April
befreit.
„kl dcn Donationsgiitern (den an die rnssischcn Beamten und [)))hci'en Offiziere friiher bis zii einer bestimmten Ertragssimimc vcr- Ükhcncn Domainkn) werden die bisherigen Grundzinscn auf “".; der ]ka gezahlten ermäßigt. Diese Gritndzinsen wcrden sämmtlich von ÖL," Bauern direkt an die Staatskasse abgeführt, und der Staat, bc- xriedigt dic Gutsbesitzer fiir den Werth der sämmtlichen Bauern-
wirthschaftcn, damithytcrc niemals Ansprüche an die Bauern haben, noch mit denselben in Kollision kommen können. Da aber diese ' Graiidztnseti zur Befriedigung der Gutsbefißcr nicht ausreichen, so über-
_mmmt der Staat die Zahlung durch besondere Kreditpapicre, ohne dafür jemals Anspriichs an die Bauern odcr Kolonisten zu machen. Außer- dem behalten die Bauern und Kolonisten alle bisher mit ihren “Stilleii Verbundenen Präwgative und Nußungen, welche sie durch jchktftlWhL odcr mündliche Kontrakte und Gebrauch laut den Prästa- tions-Zabcllcn besoffen, als freies Bow, Ircnm und Lcscholz, Streu- und Outungsi'cchtc in den grundhcrrlichen Wäldern und auf deren Feldern. Alle nach dem Gescß von den Grundherren eingezogenen Baucrnstcllen müssen auf Verlangen der Bauerngemeindcn wieder hergestellt und sollen damit diejenigen arbeitsamen Bauern belieben wscrdcii, welche bis jeßt noch kein Eigcnthum besaßen. Jn dcr Pu- blication isi ausdrücklich anögesprochn, das; alle diese Rechte und Wohltlmtcn dafiir Verliehen werden, daß fich die Bauern an dem Aitistandc nicht bctbciligtcn, sviidcrn fich als iche Untertbanen er- Wtc1cn haben. (Osts. Z) “
„ Dänemark. Aus Kopenhagen vom 7. ist in „Hamburg die Nachricht eingetroffen, daß der Konscilpräsidcni Monrad in der Rede vox sciULU Wählern erklärt hat, er wolle ausdancrn in dem Kampfe für die Sclbstständigkcii des Reiches und die Bewahrung der Verbindung zwischen Däncmgrk Und Schlcéwiq und nie in eine Lösung des Verbandes willigcxi, *
Kopcnhach, 5. März. Kopenhagen wählte heute seine Vertreter im Jolicthing dcs Reichsraths. Sämmtlichc Gewählte ge- hören der national-[ibci'alcn Partei an und haben fich fiir energische Fortführimg des Krieges ancsprochcn. Zn Frederiksberg ist (Je- hcimrath Hall, in N'karido Conseilspräsdcnt Moxirad gewählt. Vom Herzogtßitm Schleswig haben Wahlen in S0Udcrburg, Angusten- burg Und Acrc'icskjöbing stattgefunden.
Asien. Nack) Berichten aus Shanghai Vom 26. Januar herrschte in China Riihc. Die Nachrichten aus Japan lauten indeß nicht znfricdenstcklcnd. Dic japanesschcn Fürsten trachtcten danach, den Handel der “Jrcmdcn auf Yokohama zu bcschränkcn.
Bombay, 13. Februar. Das wichtigste Ereignis; seit Ab- gang der [MM Post ist die Voilcndimg dcr Hauptabthcilung der Txclcgraphcnlcitimg, wclche Ostindien mit England verbinden soll. Am 9. d. M. waren nämlich die 359 Miles dcs pchschcn Golf- Kabci-Z gelegt, welche die crsicScction von Gwadur bis Kap Muffen- dom an der arabischen Küste bilden, Und um 3 Uhr Nachmittags an demselben Tage [angie die Nachricht dcs errungenen Erfolges mittelst cines Tclcgranims von Malcolms Inlet bci Kap Muffen- dom iibck Gwadnr imd Kermtsck)i in Bombay an. Eins der Schiffe, die dcn iibrigen Theil dcs Kabels; am Bord haben, ist bereits hier angekommen und wartet ma' noch ein ztvcites Schiffab, nach dcssen An- kunft sofort zur Legung der zweiten Section vom Kap Mnffendom nach Buschir gcschrittcn Werden soll. Auch eins der Schiffe, welche den Kabel für die dritte Séction an Bord haben, ist schon hier angekom- mem, und man hat daher Grund zu hoffen, das; bis zum Ende des März dcr nntersccischc Kabel in seiner ganzen Länge gelegt und so- mit die direkte tclcgraphisch-e Verbindimg zwischen Bomba!) und Bussora [icrgcstellt sein wird. Dann kommt die allerdings nur kurze, aber schwierige Strecke iiber Land von Bussora nach Bagdad, wo die Jeixidscligkcit dcr sireifcnden Araber zu fürchten ist, die auch be- rcits aiigcfangcn habexi, die mit der Anlcgnng der Linie beschäftigten Arbeiter zu mißhandcin und die Tclegrapbendrähtc zu zcrrcißcn. Man wird suchcn müssen, fie dmc!) Drobimgcn imd Bcstcchungen ruhig zu halten. (53. B. H.)
Anstraiicäi. Ans Nkil=Scéli1UÖ mcidcn dic Mclbonmer Bsrickxc Nichts von Wichtigkeit. Dcr Krieg ist tbatsächlich beendet,
grayviscf)? ZLUCÉÖCU LZ ?- ! ff'sCLWn TeichapT*sn-Biixcau.
Alto 11a, - Tittwoci), T), März, Adcnös. Dic [wlxiciUscfzc Lan- chrcgicrung hat den Anftmg crtlßcilt, den in Kopcnbagcn entlaffcncn Holsteincrn die 3111: Rückreise nöthigcn Mittel zu Übergeben.
Hamburg, Mittwoch, 9. März, ANUÖZ. “Las »Ncustädicr Wochenblaiia meldet, das; dcr dänisch Krichdan-ipfcr »Hccia- fick) vor dcn dortigen Hafen gelegt mid dci" Conmmndeur erklärt hat, kein Schiff ciU- odcr auslaiifcn 311 lasscii.
London, Donnerstag, [(). I)iärz, Morgens. Aus Kopen- hagen vom 8 B. wird hiervor [*crick3tct, das; nach offiziellen Mit- theilungen der Feind am 8th die dänischen Vorposten [sci Krybili
i imdchrcba[1cg«mrd angegriffen und znriickgcdrängi hat und in